Wolfsblut

Nirgendwo sonst liegen Gl├╝ck und Verderben n├Ąher beieinander. Am Grund der H├Ąuserschluchten Obenzas vegetiert ein Morast von Armut und Verbrechen, w├Ąhrend reiche Bandenbosse durch die bl├╝henden Dachg├Ąrten flanieren.

Freie Stadt Obenza
Nirgendwo sonst liegen Gl├╝ck und Verderben n├Ąher beieinander. Am Grund der H├Ąuserschluchten Obenzas vegetiert ein Morast von Armut und Verbrechen, w├Ąhrend reiche Bandenbosse durch die bl├╝henden Dachg├Ąrten flanieren.
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Fallon
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Re: Wolfsblut

#51

Beitragvon Fallon » Fr 8. Sep 2017, 09:38

Ein breites Grinsen tauchte auf Fallons Lippen auf. Er lie├č seinen Bick nicht von Eorurs Augen ab. Seine Rechte sp├╝rte die kr├Ąftige Hand des S├Âldners, die Linke sorgte f├╝r Sauberkeit auf Fallons Wangen. Tief atmete Fallon durch. Der Moment war schwer genug f├╝r den Wolf und der Schock in ihm begann sich in Wohlgefallen aufzul├Âsen. Mit einem Unbehagen musste Fallon feststellen, dass seine Rute die gesamte Zeit zu wedeln versuchte. Angebunden an seinem Bein wurde das nat├╝rlich nichts.

Pl├Âtzlich lie├č ein tiefer Pfeifton Fallon zusammnezucken. Seine empfindlichen Ohren! Sein Blick wendete sich sofort an die Quelle des ├ťbels: Tsacko. Der sa├č einfach nur da und grinste schelmisch. Wenn es nicht um des Friedens Willen w├Ąre, h├Ątte Fallon Tsacko mit seinen F├Ąusten demonstriert, was er von dieser Aktion hielt. Doch so bleib es bei einem b├Âsen Blick, der sich allerdings schnell zu einem Kontergrinsen wandelte.

"Sag mir eins Tsacko", begann Fallon mit einem h├Ąmischen Grinsen im Gesicht. "M├╝ssen starke und m├Ąchtige Alphas wie du nicht regelm├Ą├čig schlafen, um genug Energie zu haben, ihr Rudel f├╝hren zu k├Ânnen? Ich denke du hast dich f├╝r mich und f├╝r dich selbst genug verausgabt, als das du noch deine Reserven aufbrauchen m├╝sstest. Jemand so einzigartig und attraktiv wie du, muss doch sicherlich auch einmal seinen Sch├Ânheitsschlaf wahrnehmen."

Ohne den Blick von Tsacko abzulassen, legte Fallon die Hand seines Geliebten in seine Rechte. Eorurs Handfl├Ąche schaute nach oben, als Fallon verspielt mit dem linken Zeigenfinger die Handlinien der schwieligen Hand nachfuhr. Hin und wieder kitzelte er auch einmal frech, was ihn mit einem Zucken der Hand Eorurs belohnte. Es tat gut, das endlich wieder machen zu k├Ânnen.

F├╝r einen Moment wandte Fallon dann doch den Blick von Tsacko ab und grinste Eo an. "Du hast deinen Sinn f├╝r Romantik nie verloren. Etwas was mich schon immer genervt hat, aber hey, du bist wie du bist, alter Schleimbolzen." Das Grinsen wurde breiter und zeigte mehr als deutlich die Rei├čz├Ąhne in Fallons Mund. "Wir sollten auch langsam mal dar├╝ber nachdenken, ins Bett zu gehen. Meine Wunden brauchen Ruhe und mein K├Ârper Schlaf. Oder zumindest Erholung. Ich habe ein Zimmer gemietet, zwar nur ein Einzelbett, aber das st├Ârt ja nicht."

Sein Blick schwenkte wieder zu Tsacko, sein Grinsen erstarb jedoch nicht. "Also Tsacko?", hakte er nach. "Du hast oben auch ein Zimmer. Du kannst dich dort austoben und endlich mal wieder in einem richtigen Bett n├Ąchtigen." Fallon zog aus einer seiner Taschen einen Schl├╝ssel, der zum n├Ąchstgelegenen Zimmer f├╝hrte. Galant schob er diesen zu dem K├Âterwandler und ├╝berlie├č diesen dann sich selbst. Fragend und auffordernd zugleich, schaute er nun wieder Eorur an, ehe Fallons Finger wieder die Innenfl├Ąche seiner Hand bet├╝delte.
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Tsacko
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Re: Wolfsblut

#52

Beitragvon Tsacko » Fr 8. Sep 2017, 10:41

Ein winziges H├╝ndchen kam zur T├╝r hineingeflitzt, sehr zum Entz├╝cken der anwesenden Damen, die sein Erscheinen mit diversen Rufen der Verz├╝ckung kommentierten und versuchten, das possierliche Tierchen zu sich zu locken. Doch der kleine Hund lie├č sich nicht anlocken, er flitzte auf seinen zierlichen Beinchen schnurstraks zu Tsacko, h├╝pfte auf dessen Scho├č und begr├╝├čte ihn wedelnd. Tsacko stieg in der Sympathieskala der Damen spontan von "stinkender, verlotterter Tunichtgut" zu "liebenswerter Tierfreund, der bestimmt auch ein toller Papa ist" auf. Sogleich brachte ihm ein h├╝bsches Fr├Ąulein ein Taschentuch f├╝r seine leicht blutende Nase und nahm dies zum Anlass, wortreich den kleinen Hund zu streicheln. Tsacko wechselte mit ihr ein paar freundliche S├Ątze betreffend der Niedlichkeit und Wohlerzogenheit des H├╝ndchens, das er von der Stra├če gerettet hatte, wo ein Tierqu├Ąler es seinem Schicksal ├╝berlassen hatte. Er betonte, dass der kleine Hund ohne ihn tot w├Ąre, ├╝berfahren von einer Kutsche, verhungert oder von gro├čen Stra├čenhunden zerrissen. Sie befanden, dass es zu viele b├Âse Leute in dieser Stadt gab und die ganze Gesellschaft v├Âllig verkommen w├Ąre, so ein liebes und freundliches Tier zu so einem Schicksal zu verdammen. Die Frau steckte Tsacko etwas Geld zu f├╝r Futter f├╝r das entz├╝ckende kleine H├╝ndchen, das sie mit gro├čen dunklen Augen liebenswert anblickte.

Als die Frau wieder verschwunden war, nahm Tsacko sein H├╝ndchen in den Arm und drehte es in Richtung der beiden S├Âldner. Das H├╝ndchen gab ein schrilles Kl├Ąffen von sich, als es Fallon ersp├Ąhte.

"Nein, ich muss nicht schlafen, danke der Nachfrage", antwortete Tsacko unschuldig. "Ich habe sehr, sehr viel Energie die ich ├╝ber sehr, sehr lange Zeitr├Ąume nutzen kann. Ich werde das Zimmer sp├Ąter f├╝r eine kurze Rast nutzen, warum nicht den Abend aktiv ausklingen lassen?"

Tsacko setzte das H├╝ndchen auf die Tischplatte. Es spazierte dar├╝ber, naschte von der So├če und beschnupperte die ineinander verschr├Ąnkten H├Ąnde. Dann machte es vor Fallon auf dem Tisch ein perfektes Sitz und fing mit erhobenem Schn├Ąuzchen erb├Ąrmlich an zu heulen, so j├Ąmmerlich, dass es zum Steinerweichen war. An den Nachbartischen standen den Damen die Tr├Ąnen in den Augen, jemand schnaubte ger├Ąuschvoll in ein Taschentuch.
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Re: Wolfsblut

#53

Beitragvon JEELEN » Fr 8. Sep 2017, 10:52

Eorur

Der S├Âldner h├Ârte seinem Gef├Ąhrten zu und musste sich bei dessen Erl├Ąuterungen oft ein breites Grinsen verkneifen.

"Sch├Ânheitsschlaf? Man wie lange soll der arme Kerl denn schlafen?", fl├╝stere Eorur und verkniff sich m├╝hsam einen Lachanfall.

Tsacko lie├č wirklich keine Gelegenheit aus, ihre Nerven auf eine harte Geduldsprobe zu stellen. So langsam glaubte Eorur an einen Scherz des Schicksal. Erst f├╝hrte Tascko sie zusammen, nur um ihnen dann jeden intimen Moment der Zweisamkeit zu rauben. Das konnte ja heiter werden. Falls dieser Bursche tats├Ąchlich ein g├Âttlicher Liebesbote war, dann hatte er noch arg an seiner Dienstbeflissenheit zu feilen. Und zwar mit einer groben Pfeile.

"Liebende brauchen kein Doppelbett, man schl├Ąft in den Armen des anderen", fl├╝sterte Eoror Fallon zu und fing dessen Hand mit seiner ein, als dieser ihn kitzelte.

Ein schriller Pfiff ert├Ânte und als Eorur nach dem ├ťbelt├Ąter Ausschau hielt, war ihm irgendwie schon klar gewesen, wer es gewesen sein k├Ânnte - Tsacko! Zuerst geschah nichts, aber dann kam eine kleine Fu├čhupe von einem Hund in das Lokal gewetzt und die Frauen schmolzen dahin.

Ver├Ąchtlich schnaubte Eorur durch die Nase. F├╝r gro├če, kraftvolle wundersch├Âne Hunde hatten diese Damen keinen Blick ├╝brig, aber f├╝r diesen Mickerling. Nach einem Gespr├Ąch mit einer dieser "Damen" setzte Tsacko das kleine Ding auch noch auf den Tisch. Es bediente sich wie selbstverst├Ąndlich an der So├če und dann hockte es sich genau vor Fallon.

Dieses kleine b├Âsartige Wollkn├Ąul setzte zu einem Gejaule an, dass sich einem die Nackenhaare aufstellen. Eorur wischte es mit einem kr├Ąftigen Schwinger vom Tisch und der kleine Hund wurde in den Schoss von Tsacko geschleudert.

"Pass auf Deine Ratte auf!", brummte Eorur verdrie├člich.
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Re: Wolfsblut

#54

Beitragvon Fallon » Fr 8. Sep 2017, 15:21

Irgendwie ├╝berschlugen sich die Dinge pl├Âtzlich. Mitten durch die T├╝r kam Terry herein. Scheinbar hatte ihm jemand die T├╝r ge├Âffnet. Da springt der Kl├Ąffer doch tats├Ąchlich auf den Scho├č Tsackos, der sich sogleich die gesamte Aufmerksamkeit der Sch├Ąnke schnappt. Mit einem Blick dessen Augen nicht genervter h├Ątten rollen k├Ânnen, nahm Fallon den Anblick einfach er hin.

Der Wolfwandler sch├Ątzte Terry, nicht nur allein wegen seines menschlichen Auftretens. Der Terrier wusste genau, wie Tsacko tickte und wie er als Alpha funktionierte. Nat├╝rlich hatte er die Erfahrung als Beta, allerdings hatte er Fallon auch erz├Ąhlt, dass er Tsacko mit Leichtigkeit ersetzen k├Ânne. Ihm w├Ąre es auch bewusst, doch s├Ąhe er bisher keinerlei Handlungsbedarf. Manchmal sei es sogar lustig, den "gro├čen" Alpha zu beobachten.

Jedoch trieb Tsacko seinerseits das Spiel an die Spitze. Vollkommen ungefragt lie├č er Terry auf den Tisch springen und dessen tierischen Instinkte schienen sofort ├ťberhand zu gewinnen. Wild tapste er zwischen Fallon und Eorur. Er wagte es sogar ihre N├Ąhe vollkommen zu untergraben. Nicht nur verspeiste er darauf den Inhalt Fallons Teller, sondern begann auch noch zu wehklagen. F├╝r Fallon als Wolf war es nicht nur ein ungewohntes, sondern auch f├╝rchterliches Ger├Ąusch.

Gerade als Fallon etwas auf eine diplomatische Weise dagegen tun wollte, sah er aus dem Augenwinkel eine kr├Ąftige Hand ├╝ber den Tisch wischen ÔÇô und somit Terry direkt in Tsackos Scho├č. Nicht nur Fallon machte gro├če Augen, auch das Publikum um sie herum gr├Âlte direkt auf. Die meisten M├Ąnner im Lokal vergruben ihre Gesichter in den H├Ąnden, w├Ąhrend die Frauen sich lautstark zu beschweren begannen.

"Unversch├Ąmter Tierq├Ąuler!", schallte es. "Das arme H├╝ndchen!", hallte es mit vor Tragik triefender Stimme aus einer anderen Ecke. Eorur hatte sich damit sicherlich keine Freunde gemacht und auch Fallon h├Ątte gewiss anders gehandelt. So entglitt ihm nur ein Seufzen.

Den ganzen Tumult ignorierend, erhob sich Fallon von seinem Stuhl und schritt neben Eorur. Der Wolfwandler beugte sich an Eorurs Ohr. So nah wie Fallon nun war, fiel ihm erstmals der etwas strengere, aber durchaus nicht ungewohnte Geruch an seinem Geliebten auf. "Das war nicht gerade diplomatisch von dir", fl├╝stere er dem S├Âldner ins Ohr. "Wir sollten jetzt besser nach oben gehen, weit weg von Tsacko und den aufgebrachten Damen. Sonst wird der Rest von dir zerrissen, was nicht bereits durch den Alkohol zerst├Ârt wurde."
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Re: Wolfsblut

#55

Beitragvon Terry » Fr 8. Sep 2017, 17:01

Es war ein Drama. Vor den Augen der Frauen wurde das H├╝ndchen wie ein Schlagball von einer prankengleichen S├Âldnerhand vom Tisch gesto├čen und h├Ątte Tsacko nicht in der Flugbahn gesessen, w├Ąre das possierliche Tierchen sicher meterweit durch die Luft bef├Ârdert worden. Die Damen keuchten entsetzt auf, einige schrien vor Schreck und ein junges Fr├Ąulein fiel in Ohnmacht. Doch zum Gl├╝ck und zur Erleichterung der Zuschauerschaft, landete das H├╝ndchen weich. Der Wirt, den die Misshandlung des Waldalben nicht weiter gest├Ârt hatte, erhob sich nun wie ein Unwetter hinter seinem Tresen. Die weibliche Kundschaft zu vergraulen, die immerhin gut ein Drittel seiner zahlenden G├Ąste ausmachte, ging eindeutig zu weit!

Das H├╝ndchen zappelte in Tsackos Scho├č unkoordiniert mit seinen Gliedma├čen, w├Ąhrend es kopf├╝ber auf dem R├╝cken lag. Tsacko drehte es um und setzte es auf den Boden. Das H├╝ndchen sch├╝ttelte sich und begann sich zu strecken. Erst die Hinterbeine, dann die Vorderbeine, dann den Hals und bei jedem Strecken wurde es etwas gr├Â├čer und menschen├Ąhnlicher. Das Fell zog sich zu einer menschlichen K├Ârperbehaarung zur├╝ck, dazwischen sprossen Berge von Muskeln hervor, das s├╝├če Schn├Ąuzchen ver├Ąnderte sich zu einem ganz und gar nicht s├╝├čen Gesicht mit markantem Kiefer, der ziemlich schief aussah, so als ob er schon etliche Male zerbeult gewesen w├Ąre. Am Ende stand da ein nackter Muskelprotz von zwei Meter K├Ârpergr├Â├če mit bis zu den Fingerspitzen t├Ątowierten Armen, dem Knautschgesicht eines routinierten Stra├čenschl├Ągers, bedeckt von ├╝ppiger rostroter K├Ârperbehaarung und mit einem oben langen Milit├Ąrhaarschnitt, dessen Fransen bis zu den Augenbrauen reichten. Eine weitere Dame fiel in Ohnmacht. Der Wirt tat, als m├╝sse er pl├Âtzlich sehr viele Gl├Ąser polieren.

Der H├╝ne betrachtete erst fragend Fallon, dann misstrauisch Eorur und blickte anschlie├čend mit hilfesuchendem Blick zu Tsacko, der aber nur grinsend die Achseln zuckte. Darum blickte er wieder zu Fallon. "Zuckerw├Âlfchen, wer ist das?" Er zeigte auf Eorur. Eigentlich hatte er einen ganz anderen Kosenamen f├╝r Fallon, einen sehr viel derberen, doch den wollte er au├čerhalb des Spiels nicht vor allen Leuten aussprechen. Beim Sprechen offenbarte sich eine nat├╝rliche Zahnl├╝cke zwischen seinen Schneidez├Ąhnen. Sein Gesicht war zwar zerbeult, aber nicht unattraktiv, wenn man auf maskuline Erscheinungen stand. Terry schwante Schlimmes in Anbetracht der Konstellation der Anwesenden, doch noch blieb er ruhig. Vielleicht waren die beiden ja einfach ... Kumpel und er verstand hier etwas v├Âllig falsch. Kumpel, die eben manchmal H├Ąndchen hielten, weil ihre Kultur das so verlangte.
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Re: Wolfsblut

#56

Beitragvon Fallon » Fr 8. Sep 2017, 18:22

Was folgte, bevor Eorur ├╝berhaupt nur antworten konnte, war die wohl gr├Â├čte ├ťberraschung die man h├Ątte erwarten k├Ânnen. Fallon konnte richtig die Schadenfreude in Tsackos Augen sehen, als er sich das Spektakel von weitem ausgiebig betrachtet. Der Wolfswandler selbst versuchte ruhig zu bleiben, was ihm aber zunehmend schwerer fiel, umso mehr ihm die Situation bewusst wurde. Und in welch einer Klemme er steckte. Aus Erfahrung wusste er um die Gewaltbereitschaft Terrys. Deshalb galt es, ihm die Nachricht m├Âglichst schonend beizubringen.

Pr├Ąventiv legte sich seine Hand auf den Schwertknauf. Auch wenn er wusste, dass er kaum ohne Hilfe gegen einen solchen H├╝nen kampff├Ąhig war, rechnete er mit dem Schlimmsten. Eins nach dem anderen. "Darf ich vorstellen. Eorur, das ist Terry. Betar├╝de der zu Tsackos Rudel geh├Ârt. Zugegeben, ich hatte mit ihm, wie du dir vielleicht denken k├Ânntest, eine kurzweilige Intimit├Ąt gehabt. Eine einmalige Sache, die er wohl ein wenig zu ernst nimmt." Fallons Hand umklammerte das Schwert und zog es ein St├╝ck aus der Scheide.

Dann wandte er sich an Terry: "Terry, das ist Eorur. Mein Alpha und Mann, wenn ich das so sagen darf. Vor einigen Jahren haben wir uns bereits gefunden und dank deines Alphas nun auch wiedergefunden. Er ist mein Partner - in jedem Aspekt. Tut mir leid, dir das sagen zu m├╝ssen." Konzentriert schaute er auf Terry, versuchte jede Bewegung vorzuahnen. Auch wenn er das Gef├╝hl hatte, die Bedrohung kam nicht nur von einer Seite.
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Re: Wolfsblut

#57

Beitragvon Terry » Sa 9. Sep 2017, 14:07

"Uff", sagte Terry und sein Gesichtsausdruck ver├Ąnderte sich von entgeistert zu sauer. Die Hand Fallons auf dem Schwertknauf trug nicht zur entspannten Abkl├Ąrung der Lage bei. "Was soll das, ich bin nackt und unbewaffnet, ihr seid zu zweit und steckt in voller Kampfmontur." Er setzte sich an den Tisch, schnaufte und trank Eorurs Schnaps aus. Das Zeug war extrem hochprozentig, er kniff die Lider zusammen und sch├╝ttelte sich, seine roten Nackenhaare standen zu Berge. Als er die Augen wieder ├Âffnete, waren sie blutunterlaufen und glasig. "Die Info h├Ąttest du auch schonender verpacken k├Ânnen, Fallon. Es gibt Leute, die haben Gef├╝hle, wei├čt du?"

Tsacko legte ihm f├╝rsorglich seinen meterlangen, tuchbreiten Schal um die Schultern, damit er nicht so nackt herumsa├č. "Nimm`s nicht so schwer", tr├Âstete er. "Ich habe dir von Anfang an gesagt, dass er ein L├╝gner ist."

"Du hast wahrscheinlich Recht", antwortete Terry. "Er wollte uns gegeneinander ausspielen, darum hat er mich benutzt. Kaum hat er seinen alten Freund zur├╝ck, braucht er mich daf├╝r nicht mehr und l├Ąsst mich fallen wie eine hei├če Kartoffel. Dann hast du also wirklich Grizzly erlegt. Tut mir echt leid, dass ich an dir gezweifelt habe. Wirklich. Du bist ein guter Alpha."

Tsacko nickte gro├čm├╝tig und klopfte Terry auf die Schulter. "Schon gut. Wir halten zusammen."

Terry schluckte grunzend Rotz runter. "Ich ... ich dachte Fallon und ich ... uns zwei verbindet was. Ich meine ... so was, das macht man doch nicht mit irgendwem Dahergelaufenen. Das setzt ja auch Vertrauen voraus und so ... ich hatte es dir ja erz├Ąhlt."

Er sch├╝ttelte den Kopf und betrachtete wehm├╝tig das leere Glas in seinen Fingern. Dann blickte er mit roten, gl├Ąnzenden Augen zu dem anderen S├Âldner her├╝ber, der pl├Âtzlich aufgetaucht war und ihm Fallon entriss und versuchte, den b├Ąrtigen Mann einzusch├Ątzen.
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Re: Wolfsblut

#58

Beitragvon Fallon » So 10. Sep 2017, 01:15

Terry: Er ist sauer und traurig zugleich.

Fallon: Bleibe mal entspannt.

Terry: Du hast gut reden.

Fallon: Vielleicht nimmt dich Eorur ja in unser Rudel auf? Dann k├Ânnen wir trotzdem unseren Spa├č haben.

Terry: Wird er nicht, er wird sich mit mir bei├čen. Er sieht aus, als will er k├Ąmpfen.

Fallon: Gib' ihm eine Chance.

Terry: Was f├╝r ein Wandler ist er?

Fallon: Gar keiner. Er ist ein normaler Mensch. Das riecht man doch.

Terry: Ich dachte, er w├Ąre vielleicht ein Riesenschnauzer. Er sieht so aus. Meine Nase ist nicht so gut, nicht mehr.

Fallon: Nein, er ist ein guter Mensch und ein noch besserer Alpha. Zumindest kommt Tsacko an ihn keineswegs heran. Das d├╝rftest du aber erkannt haben.

Terry: Ich habe an Tsacko nichts auszusetzen, er ist unterhaltsam und macht sein Ding. Und Eorur kenne ich bisher nicht.

Fallon: Dann mach dir ein Bild und lerne ihn kennen. Er ist einer der Besten, die ich habe je kennenlernen d├╝rfen.

Terry: Was hat er zu bieten?

Fallon: Er ist ein ehemaliger Hauptmann einer S├Âldnergarde, geborener Anf├╝hrer, starker K├Ąmpfer und versorgt seine Sch├╝tzlinge mit dem Besten, was er auftreiben und bieten kann. Und genau das ist nicht gerade wenig.

Terry: Konkreter.

Fallon: Was willst du genau h├Âren?

Terry: Ich war fr├╝her Seemann, ich bin es gewohnt, genaue Informationen zu haben ├╝ber Bezahlung und Verpflegung, kein Wischiwaschi.

Fallon: Eorur bildete mich im Kampf aus und diente lang als mein Lehrmeister. Er zeigte mir, wie ich richtig und vor allem gut mit dem Schwert umgehe. Er hat mich aber nicht nur in k├Ąmpferischer Sicht zu dem gemacht, was ich heute bin. Das, was du bereits von mir hast erleben d├╝rfen, dass hat er auch mir beigebracht, gezeigt und anerzogen.

Terry: H├Ąh├Ą! Das hat er gut hingekriegt. Aber der Feinschliff fehlt.

Fallon: Er selbst hat schon so einige Schlachten geschlagen, wei├č sich also mit seiner Waffe sehr gut zu verteidigen und notfalls auch durchzusetzen. Kaum jemand kann mit seiner Kampferfahrung mithalten.

Terry: Hat er Kohle? Pinkepinke?

Fallon: Im Moment nicht. Doch sind sowohl er als auch ich durchaus in der Lage, mit Leichtigkeit Geld zu verdienen und eine kontinuierliche Vesorgung zu gew├Ąhrleisten.

Terry: Nah, ich arbeite nur gegen sofortige Bezahlung. Ich hab genug leere Versprechen erlebt. *funkelt ihn an*

Fallon: Zwei Tage. Mehr braucht es nicht. Dann haben wir etwas.

Terry: H├Ą! H├Ąh├Ą! Darauf bin ich gespannt! In deinem Zustand und in seinem ... hehe

Fallon: Oder wir k├Ânnen auch eine andere L├Âsung finden. *zuckt mit den Augenbrauen*

Terry: *blinzelt, ein Ohr zuckt* Strafe h├Ąttest du allemal verdient.

Fallon: Strafe, wof├╝r denn bitte?

Terry: Du warst sehr ungezogen.

Fallon: *seufz* Jetzt komm mir nicht damit. Daf├╝r haben wir sp├Ąter noch Zeit. Ich w├╝rde erst einmal auf eine gemeinsame L├Âsung setzen.

Terry sch├╝ttelt traurig mit dem Kopf

Fallon: Was ist los?

Terry: Ach, nichts.

Fallon: Dir ist klar, dass unartige Kerle manchmal einen anderen Ort w├╝nschen, um bestraft zu werden?

Terry: Nein, du verstehst nicht.

Fallon: Dann bringe es mir bei.

Terry: Wie denn, wenn die Voraussetzungen fehlen?

Fallon: Was brauchst du denn daf├╝r?

Terry: Ich? Nichts. *spielt traurig mit dem leeren Schnapsglas*

Fallon: *schaut misstrauisch* Okay, ich frage anders. Was brauche ich denn?

Terry: Ein Herz.

Fallon: Versuchst du mir gerade ein schlechtes Gewissen zu machen?

Terry: Nein. Man kann so was nicht erzwingen, leider.

Fallon: Awwwwwww komm schon! Das ist echt gemein diese Tour.

Terry: Ich bin nicht gemein. Ich bin traurig.

Fallon: Umarmung?

Terry: Nein. Das macht es nur noch schlimmer.

Fallon: Alkohol?

Terry: Gie├č mir noch nen Schnaps ein, wenn du mir was Gutes tun willst. *schiebt sein leeres Glas r├╝ber*

Fallon: *f├╝llt sie mit hochprozentigem Schnaps aus*

Terry: *trinkt es auf Ex, sch├╝ttelt sich*

Fallon: *schiebt noch mehr her├╝ber*

Terry: Wie kann dir das ... dir das nur so egal sein

Fallon: Du missverstehst mich. Mir ist es nicht egal, ich hatte Spa├č mit dir und du bist auch wirklich jemand besonderes. Doch wie ich dir gesagt habe, geh├Âre ich einem anderen Mann.

Terry: Sch├Ân, dass du mir das hinterher sagst.

Fallon: Ich habe es dir auch vorher gesagt! So h├Ârst du mir also zu.

Terry: Man kann auf zwei Arten reden. Einmal mit Worten und einmal mit Handlungen. Und deine Handlungen haben mir etwas ganz anderes gesagt.

Fallon: Meine Worte waren mehr als eindeutig. Meine Handlungen nur etwas, was Lust und nicht Liebe erzeugte.

Terry: Ich erinnere mich auch nicht daran, dass du mir so was gesagt h├Ąttest. Kein St├╝ck. Du hast mich benutzt.

Fallon: Genau so wie du mich benutztest, um deine Lust zu befriedigen.

Terry: Ich hab dich ├╝berhaupt nicht benutzt. Ich hab mir echt M├╝he gegeben, damit es dir gef├Ąllt.

Fallon: Und ich mir, damit es dir gef├Ąllt. Letzten Endes bleibt es ein Akt der Lust.

Terry: F├╝r dich vielleicht. *dreht sich weg*

Fallon: *schiebt noch einen Schnaps r├╝ber*

Terry: *grunzt und verschm├Ąht ihn*

Fallon: *zuckt mit den Schultern und trinkt den Schnaps selbst* Bleibt mehr f├╝r mich.

Terry: Ich geh dann mal. Wir haben uns nichts mehr zu sagen.

Fallon: Vielleicht ja doch?

Terry: Hmpf. Ich w├╝sste nicht, was. Ich bin in dich verknallt, aber du nicht in mich.

Fallon: Mein Angebot bleibt bestehen. Schlie├če dich dem st├Ąrkeren Alpha an und ich bin mir sicher, wir k├Ânnen etwas daraus machen.

Terry: Eine Dreierkonstellation ... das wird schwierig. Geht ja schon los bei der Rangordnung.

Fallon: Ist doch einfach. Wir beide Betas, Eorur der Alpha.

Terry: *lacht* Es gibt nur einen Beta. So, wie es nur einen Alpha gibt. Das w├Ąrst in dem Falle du, da er dich kennt und dir vertraut. Dann w├╝rde ich irgendwo als Nichts herumd├╝mpeln.

Fallon: Das mag in deinen bekannten Konstellationen so sein. Doch bin mir beinahe sicher, dass die rechte Hand auch eine Linke braucht.

Terry: Das ist das Gesetz der Natur, Fallon, aber wem erz├Ąhle ich das ... es hat noch NIE so ein Rudel gegeben.

Fallon: Wir w├╝rde nicht unter einem Wandler stehen Terry. Sondern unter einem Menschen. Und Menschen haben andere Gesetze. Es ist diese eine M├Âglichkeit die ich dir bieten und mit der Eorur sicherlich einverstanden sein kann.

Terry: Ich glaube, ich bleibe bei Tsacko. Da wei├č ich, woran ich bin. Das ist mir alles zu durcheinander, zu Kuddelmuddel.

Fallon: Okay, Terry. Ich kann dir leider nichts anderes anbieten.

Terry: Ich wei├č. Verlange ich auch gar nicht. Ich verknall mich einfach neu. Und alles ist wieder gut.

Fallon: Nimm' doch Tsacko.

Terry: Nein. Das steht au├čer Frage. Ich verknalle mich nicht in meine Alphas. Goldenes Gesetz.

Fallon: Das tut mir leid Terry. Wenn Eorur hier w├Ąre. Er w├╝sste eine L├Âsung.

Terry: Tut es nicht! Ja, dir deinen haarigen Arsch zu versolen, aber richtig. *knurrt leise vor sich hin, ohne ihn anzusehen*

Fallon: Das k├Ânntest du auch. Ihr k├Ânntet auch ein Alphapaar sein. *gr├╝belt* Das d├╝rfte jedem gefallen.

Terry: Ich m├Âchte kein Alpha sein, das ist nicht meins. Ich bevorzuge die zweite Reihe. Weniger Verantwortung, mehr Spa├č *grinst*

Fallon: Dann komm' zu mir. Teile mit mir. Ich wei├č, wie du das meinst. Au├čerdem haben wir Kekse!

Terry: Das w├╝rde aber zur Folge haben, dass wir gleichrangig sind. Was mir widerum nicht gef├Ąllt.

Fallon: Dann werde ich ein Omega. Damit kann ich mich auch sehr gut anfreunden.

Terry: He ... he .... hehehe! Das widerum w├╝rde mir gefallen. Aber dann muss Eorur mir vertrauen. Was er nicht tut, da er mich nicht kennt.

Fallon: Keine Sorge. Daf├╝r sorgen wir schon. Das w├Ąre eine L├Âsung f├╝r alle.

Terry: Ich bin noch skeptisch, aber offen.

Fallon: Wir arbeiten gemeinsam dran. Einen ansehnlichen Beta wie dich, sollte man nicht jemandem wie Tsacko ├╝berlassen.

Terry: So ├╝bel ist der nicht. Sonst w├Ąre ich nicht bei ihm. Ich bin ja auch nicht ganz doof.

Fallon: Das hat auch niemand behauptet. Denkst du wirklich, dieser K├╝mmerling hat Grizzly erlegt?

Terry: Klar. Warum sollte er mich bel├╝gen?

Fallon: Weil er sich gern aufspielt.

Terry: Das hei├čt aber nicht, dass er l├╝gt.

Fallon: Doch, das tut er. Willst du das Blut kosten, welches noch an meinem Schwert klebt? Du wirst schmecken, von wem es kommt.

Terry: Ich sagte doch, ich rieche fast nichts und schmecke auch fast nichts mehr. Guck dir meine Nase doch an! Da ist einmal zu oft eine Faust drauf gelandet, h├Ąh├Ą. Mal ne andere Frage ... meinst du, dass Eo bereit ist, zu teilen? Ich hab da meine Zweifel.

Fallon: Wir werden sehen. Vielleicht l├Ąsst sich etwas aushandeln.

Terry: Was, wenn nicht? Alphas teilen nicht gern.

Fallon: Dann m├╝ssen wir unserer Wege gehen.

Terry: *spielt mit dem leeren Glas rum* Hm. Was macht ihn besser als mich? Stehst eher auf dunkle Haare?

Fallon: Er ist mein Meister und der Mann, der mich richtig gro├čzog.

Terry: Er war zuerst da und das reicht dir?

Fallon: Nicht nur deswegen. Er erzog mich. Bildete mich aus. Er hat sehr viel f├╝r mich getan.

Terry: Du hast mir ja nicht mal die Chance gegeben ... zu wenig Zeit ...

Fallon: Die hatten wir ja auch nicht. Doch das hat damit auch nichts zu tun.

Terry: *legt den Kopf in den Nacken und betrachtet die Decke* Hm. *seine Augen gl├Ąnzen* *wischt unwirsch ├╝bers Gesicht* Kack drauf.

Fallon: Worauf? Wer soll worauf schei├čen?

Terry: Nichts.

Fallon: Terry. Was geht dir durch den Kopf?

Terry: Durch meinen? Nichs. Du wei├čt alles. Ich sagte ja, es gibt nichts zu sagen.

Fallon: *sch├╝ttelt nur mit dem Kopf und l├Ąsst Terry in Ruhe*

Terry: *murrt* Ersetzlich. Wie jeder. Graue Masse. Einer wie der andere. *knurr*

Fallon: *streichelt Terry den R├╝cken*

Terry: *reibt sich die Stirn*

Eorur wird auf das Geschehen aufmerksam und greift ein.

Eorur: ARGH! Fallon!

Fallon: Ja?

Eorur: Du treulose R├╝cken-fremd-Kraul-Tomate!

Fallon: Er ist traurig! Sei doch mal diplomatischer.

Terry: Ich nehm in dir nicht weg, Eorur.

Eorur: Da streichelt er andere so so. Doch, kannst ihn haben. P├Âh!

Terry: He! HEHEHEHEHE!

Fallon: Oh...

Terry: Das ist bitter!

Fallon: ARGH!

Eorur: Wehe du nimmst ihn, dann Gnade dir Gott! *grinst*

Fallon: Da versucht einmal man einmal das Richtige tun

Eorur: Das Richtige! Terry schau dir meinen Brustkorb an! Offen - Herz rausgerissen!

Terry: *steht schwankend auf und guckt auf die Brust* Du bist haarig, Eorur. Ich dachte erst, du bist auch ein Wandler.

Eorur: Das war doch nicht die Frage! Bin ich auch.

Terry: Ach ja? Was f├╝r einer?

Eorur: Ich verwandelte Geld in Schnaps.

Terry: HAHAHA!

Eorur: Ich glaube Fallon liebt mich nicht mehr. Ich brauch einen Schnaps.

Fallon bekommt diesen Satz zu h├Âren. Seine Gesichtsz├╝ge verziehen sich vor Schreck und Reue.

Terry: Mich auch nicht.

Fallon: Doch, ich habe Gef├╝hle f├╝r dich Eo!

Eorur: Terry... danke ... Du nimmst mich nicht ernst. *wendet sich an Fallon* Ich f├╝r dich auch Fallon. Und wieso machst du dann sowas mit Terry. Schau ihn dir nur an!

Terry: Er hat mich als Lustobjekt benutzt. Du hast ihn nicht ordentlich erzogen.

Eorur: Och, als Lustobjekt? Wie genau hat er das gemacht? Zeig mal. *grinst breit*

Fallon: Ihr k├Ânntet ja zusammenarbeiten, um mir eine anst├Ąndige Erziehung zu gew├Ąhrleisten. *grinst noch breiter* So hat jeder etwas davon und muss nicht ausgeschlossen bleiben.

Terry: Ich w├╝rde dir schon Benimm beibringen! *murrt*

Eorur: Was zu beweisen w├Ąre. *grinst frech*

Terry: Herzen brechen, das k├Ânnte dir so passen.

Fallon: Was soll bewiesen werden?

Eorur: Das er ein Lustobjekt war, soll er mir beweisen. *grinst*

Terry: Er glaubt nicht, dass ich dir Benimm beibringen w├╝rde.

Eorur: Doch das glaube ich, ich glaube nicht dass du ein Lustobjekt warst. *grinst breit*

Terry: Schau dir seinen durchgebumsten Hintern an. Dann siehst du es.

Eorur: Fallon zeig mal her. *grinst noch breiter*

Terry: Er hat mich als lebenden Dildo benutzt.

Fallon: *zieht die Hose herunter und demonstriert seinen Hintern*

Eorur: Warum auch nicht? *inspiziert Fallons Hintern* Danke Fallon. *gibt einen Klaps auf dessen Hintern*

Terry: Weil er auf meine Gef├╝hle gespuckt hat dabei! Und jetzt darf ich ihn noch nichtmal bestrafen daf├╝r!

Eorur: Nein, das geht nicht.

Terry: Und darum ist dieser Tag schlecht.

Fallon: Eorur, ich wollte mit dir sowieso sprechen.

Eorur: Nur zu. *l├Ąchelt Fallon an*

Fallon: Terry hat die Idee eingebracht, ihn in unser Rudel aufzunehmen.

Terry: *guckt schief* Das war dein Vorschlag.

Eorur: in UNSER Rudel?

Fallon: Es ist nur ein Vorschlag, Spatz. Wir brauchen Geld. Eine dauerhafte Unterkunft. Er kann uns dabei helfen.

Eorur: Akzeptiert er uns?

Fallon: Er w├╝rde teilen wollen.

Eorur: Dann sind deine Argumente gut und ich sage ja. Falls nicht n├╝tzen sie uns nichts, sobald er uns angeht.

Terry: *blinzelt* Du hast ihm nicht alles gesagt, Fallon.

Eorur: Aha ... ?

Fallon: Ich sagte doch, er w├╝rde teilen wollen. Du bleibst unangefochten Alpha Eorur. Er wird dein Beta und ich rutsche hinab auf den Omega. Etwas, was mich nicht st├Ârt.

Eorur: Er m├Âchte dich teilen.

Fallon: Exakt.

Eorur: Dann sollte er der Omega sein, er ist der Neue.

Fallon: *blickt Terry an* Es ist zumindest etwas.

Terry: Ich sagte, das funktioniert nicht, Fallon. Er vertraut mir nicht. Wie auch, er w├Ąre bl├Âd.

Eorur: Noch nicht. Es liegt an dir, es zu beweisen. Ich kenne dich ja nicht.

Terry: Ich w├╝rde abrutschen vom Beta zum Omega und h├Ątte nur Verluste. Und ich ordne mich nur dem Alpha unter.

Eorur: Und zwei Partner als Gewinn.

Terry: Sonst niemanden.

Eorur: Eine Beziehung kannst du aber nicht als reines Rudel werten, es ist mehr.

Terry: *blickt skeptisch* Du willst eine Beziehung - mit mir? Ich hab dein W├Âlfchen gefickt.

Eorur: Nun das w├Ąre es wohl, wenn wir uns einen Mann teilen.

Fallon begibt sich in den Arm Eorurs und kuschelt sich an ihn.

Eorur nimmt Fallon fest in den Arm.

Terry: Ich ordne mich nur dem Besten unter.

Eorur: Nun, ob ich der Beste bin wei├č ich nicht, aber der Schlechteste garantiert nicht, da ich noch lebe.

Fallon: Es ist ein Angebot Terry.

Terry: Du k├Ânntest es beweisen und dann w├╝rden wir weitersehen. Fallon jedoch wurde nicht zum F├╝hren geboren.

Fallon: ├ťberlege es dir einfach. Zumindest habe ich es versucht.

Terry: Er kann kein Beta sein, wenn ich dabei bin.

Eorur: Was stellst du dir als Beweis vor?

Terry: Ich will mit dir k├Ąmpfen, ein Ringkampf, um deine F├Ąhigkeiten auszuloten, aber das allein reicht nicht. Tsacko hat mich nicht besiegt und ist trotzdem mein Alpha. Ich will sehen, wie du uns durch kritische Situationen f├╝hrst. Der Ringkampf ist nur zum Testen, damit wir uns sp├Ąter nicht raufen m├╝ssen.

Eorur: *Fallon anschaut* Stimmt das?

Fallon: Ja, das stimmt.

Eorur: Gut, dann werden wir k├Ąmpfen.

Terry: Waffenlos. Und wenn ich wieder n├╝chtern bin.

Eorur: N├╝chtern auch noch? Der ├╝bertreibt aber ganz sch├Ân, ob ich mich dann noch an den erinnere?

Fallon: Das klingt fair. Pass aber bitte nur auf dich auf Eo. Du wei├čt, dass ich dich brauche.

Eorur: Ja W├Âlfchen nat├╝rlich. Ich brauche handschuhe und ein Pferd. *grinst breit*

Fallon: Wozu brauchst du Handschuhe und ein Pferd?

Eorur: Zum Boxen, Schatz. *grinst*

Fallon: Ich verstehe noch immer nicht ganz, wozu ein Pferd?

Eorur: *ins Ohr fl├╝stere* Wegen der Hufeisen f├╝r meine Handschuhe pssssst. *grinst*

Terry: Ich wollte mit dir ringen. *blinzelt* Wenn wir die F├Ąuste nehmen, sehen wir hinterher nicht mehr so sch├Ân aus.

Eorur: Nicht boxen? Verdammt. Sch├Ân? Ehm, ja. *grinst sehr frech*

Terry: Meine Nase ist schon breit und flach genug, h├Ąh├Ą.

Eorur: *stupst Fallon an* Der ist lustig! *grinst breit*

Fallon: *grinst nur breit, innerlich sch├╝ttelt er den Kopf*

Eorur: Na dann brauche ich weder die Handschuhe noch ein Pferd. *grinst breit*

Terry: Ohne Bei├čen. Und keine Finger in die Augen dr├╝cken.

Eorur: Bei├čen? Ich habe noch nie jemanden gebissen. Genau! Und kein Fummeln oder sowas.
*lacht*

Terry: Warum nicht? Wehre dich doch.

Eorur: Da gibts wohl nichts mehr zu wehren, sobald du mir die Kl├Âten umdrehst.

Terry: Nee, das mach ich nicht. Zupacken vielleicht schon. Oder eben nicht, mir egal.

Eorur: *guckt erstaunt* Nun ist er mir unheimlich. *beginnt wieder zu grinsen*

Terry: Wir k├Ânnen auch den Sack aussparen, dann eben nicht auf die Augen und nicht auf die Genitalien. Und ohne Bei├čen.

Eorur: In Ordnung so machen wir das. Reines Kr├Ąftemessen ohne dem Anderen zu schaden. Du bist sowas von f├Ąllig Terry.

Terry: Abwarten! Ich hab schon ganz andere in den Schlamm gestampft. Aber wenn du mich besiegst, kann ich gut damit leben. Ich kann mich unterordnen.

Eorur: Das ist ein faires Wort. *l├Ąchelt*

Terry: Wenn du besser bist, werde ich aufgeben.

Eorur: Was ist wenn ich aufgeben muss? Bin ich dann meinen Mann los?

Terry: Nein!

Eorur: Gut dann kann ich auch aufgeben, sollte ich merken ich schaffe es nicht.

Terry: Dann wissen wir, wenn wir mal streiten, dass ich eh gewinne, wenns k├Ârperlich wird und bleiben verbal. Da muss nichts mehr ausgetestet werden. Ist so eine Regel unter Hundewandlern. Mit Tsacko hab ich mich auch gekloppt. Und Tsacko sich mit Fallon.

Eorur: Und er hat verloren?

Terry: Ja, hat er, schau dir den Wicht doch an.

Eorur: Nun er h├Ątte ja auch ein paar Tricks auf Lager haben k├Ânnen. Gerade von denen wo man denkt alles ist klar, da sollte man besonders vorsichtig sein.

Terry: Sein einziger Trick ist sein Mundwerk. Und seine ganzen Bekanntschaften.

Eorur: Gut, die kloppen ja nicht mit.

Terry: Nicht im Duell, sonst schon. Fallon hat er ja auch dazu gebracht, ihm im Kampf gegen Grizzly zu helfen.

Eorur: Ja, aber es geht ja im Moment um unser Duell. Und dabei wurde er schwer verletzt.

Terry: Ach so, nein, das machen wir zu zweit.

Eorur: Gut, ich dachte schon. *lacht*

Terry: *Schulterzucken* Das ist Berufsrisiko.

Eorur: Tja das ist wohl wahr, aber trotzdem freut es mich nicht was klar sein d├╝rfte.

Terry: Ich denke mal, er wird wieder, er spaziert ja recht munter herum. Ich sah schon ganz anders aus. Und du auch, wenn ich deine Narben so sehe. Da sind das doch Kratzer.

Eorur: Jeder von uns Terry. Aber die eigenen Narben schmerzen immer weit weniger als die vom Partner.

Terry: Hm, kann ich so nicht best├Ątigen.

Eorur: Vom Gef├╝hl her meine ich. F├╝r sich selbst bei├čt man die Z├Ąhne zusammen, beim Partner schaut man nicht dr├╝ber weg.

Terry: Keine Ahnung, hatte ich noch nie.

Eorur: Nun, vielleicht lernst du es kennen. *l├Ąchelt*

Terry: *blinzelt* Vielleicht.

Fallon: Ich bin stolz auf Eorur und das, was er f├╝r mich durchmachte.

Eorur: Und ich bin stolz auf dich, dass du zur├╝ck in deine menschliche Gestalt gefunden hast. ├ťberhaupt dass du noch am Leben bist!

Fallon: Da solltest du eher der Naivit├Ąt unseres ehemaligen Kommandanten danken.

Terry: Das kommt davon, wenn man sich dem falschen unterordnet.

Eorur: Dem danke ich noch, dass verspreche ich dir!

Fallon: Terry, du wirst sehen es ist weder etwas was du bereuen, noch verteufeln k├Ânnen wirst.

Terry: Was jetzt?

Eorur: Die Unterordnung.

Fallon: Du sagtest, du seist verknallt? Stell dir vor, es g├Ąbe ein best├Ąndigeres Gef├╝hl, etwas was noch tiefer gehen.

Terry: Bah, blo├č nicht. Es war beschissen genug.

Eorur: Wieso denn das?

Terry: Weil es weh tut? Ich steh nicht so auf Schmerzen.

Eorur: Das ist der Preis, aber es sind doch nicht nur Schmerzen.

Fallon: *wirft ein* Ich stehe durchaus auf Schmerzen!

Terry: Nein. Aber sie ├╝berlagern das Sch├Âne. Das wei├č ich, Fallon. *grunzt missmutig*

Eorur: Nein, dann war es nicht der richtige Kerl f├╝r dich.

Terry: Vermutlich. *murr*

Fallon: *stupst Terry in die Seite* Sei nicht so verbissen.

Eorur: Eben wo doch gerade das Bei├čen verboten wurde. Irgendwann kommt einer und du merkst den Unterschied. Jedenfalls w├╝nsche ich dir das. Vielleicht ja bald. *grinst breit*

Terry widmet sich gr├╝blerisch dem Schnaps.

Eorur: *Fallon fest in die Arme nehme* Er kennt es nicht von der guten Seite. Er sieht zwar aus wie ein Schrank aber das hei├čt echt nichts.

Fallon: *legt die linke Hand auf die Brust Eorurs und kuschelt sich in dessen Arm* Nein, tut er nicht. Da bin ich mir sicher. Wir k├Ânnten es ihm zeigen, er ist wirklich ein guter Kerl.

Eorur: Wieso nicht? Falls er m├Âchte.

Fallon: Du sollst dir aber weiterhin sicher sein, dass ich dein Mann bleibe. Selbst wenn er sich uns anschlie├čen sollte.

Eorur: Ich bin mir dessen voll und ganz bewusst. Wie sieht er das?

Fallon: Wie sieht wer aus?

Eorur: Nein, wie sieht Terry das? Wei├č er dass du mein Mann bist? Oder dann unserer? Ich werde nicht weichen, ist ihm das bewusst?

Fallon: Das habe ich mehr als gut genug versichert. Ja, das sollte er wissen. Notfalls kannst du ihn ja noch einmal darauf hinweisen.

Eorur: Gut. Falls er daran r├╝tteln m├Âchte, werde ich das tun. Falls nicht ist alles in Ordnung.

Fallon: Gef├Ąllt dir der Gedanke mich zu teilen?

Eorur: Das kann ich so gar nicht beantworten. Einerseits nat├╝rlich nicht. Andererseits hat es seine Reize. Denke ich rein ans Gef├╝hl dann nicht. Denke ich an deins und dein Verh├Ąltnis zu ihm, hm. Denke ich an uns drei wird es sich zeigen, ob es funktioniert.

Fallon: Ich habe keine Gef├╝hle zu ihm oder ein Reiz, das zu tun. Es liegt ganz bei dir.

Eorur: Weshalb wart ihr ein Paar?

Fallon: Wir waren kein Paar. Er hat es missverstanden. Ich habe einmal mit ihm geschlafen. Genau wie du dich um deine Libido k├╝mmertest. Es war mehr ein Zufall, als wirklich gewollt oder darauf angelegt.

Eorur: Das war keine Anklage kleiner Wolf, nur eine ehrliche Frage. Er empfindet mehr f├╝r dich, vermute ich.

Fallon: Ja, scheinbar. Ungewollt meinerseits.

Eorur: Aber dennoch empfindet er so. Hat er dich gut behandelt?

Fallon: Nat├╝rlich nicht so gut wie du. Aber gut.

Eorur: Das freut mich zu h├Âren. Beides. *l├Ąchelt*

Fallon: Ich brachte es einfach nicht ├╝ber's Herz ihn jetzt einfach sitzen zu lassen, wo er sich doch in mich verguckt hat.

Eorur: Aber du h├Ąltst ihn nicht nur aus Mitleid, oder? Das geht nicht Fallon. Du kannst ihn nicht auf Abstand halten. Er hat auch Bed├╝rfnisse die er erf├╝llt haben m├Âchte in so einer Beziehung.

Fallon: *macht einen Schmollmund* Du kennst mich.

Eorur: *knufft Fallon* Ich kenne dich. *grinst sehr frech* Und geschickt hat sich der kleine Wolf um eine Antwort gedr├╝ckt.

Fallon: Deswegen m├Âchte ich, dass du das entscheidest. Es ist einer der wenigen Dingen, in denen du bei Gef├╝hlssachen besser bist als ich. *grinst frech*

Eorur: Habe ich doch schon, er bekommt seine Chance. Aber falls es dir zuviel wird, musst du es genauso ehrlich sagen, wie er oder auch ich.

Fallon: Ihr m├╝sst euch ja nicht nur mich teilen, sondern ich dich auch mit ihm. Du vergisst ├╝brigens immer ein kleines W├Ârtchen, wenn du mich ansprichst. *grinst frech* Vergiss nicht, dass ich dein kleiner Wolf bin.

Eorur: Das hast du sch├Ân gesagt, MEIN kleiner Wolf. *k├╝ss* Das war keine Absicht.

Fallon: *erwidert den Kuss* Das ist mir, dass es keine Absicht ist. Ich wollte dich nur daran erinnern.

Eorur: Darfst du jederzeit und hast du ja auch. *grinst breit*
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Re: Wolfsblut

#59

Beitragvon Eorur » So 10. Sep 2017, 19:10

Eorur war sich der ganzen seltsamen Situation bewusst und kam sich dennoch so vor, als w├╝rde er jeden Moment aufwachen. Zuerst hatte er sich einfach nur im guten Glauben auf einen anst├Ąndigen, starken Schnaps in diese Taverne gesetzt.

Dann kam Tsacko wie aus dem Nichts, gesellte sich dazu und verseuchte seinen Schnaps auch noch mit Fett. W├Ąre dies allerdings nicht geschehen, dann h├Ątte er Eorur auch nicht zu sich an den Tisch eingeladen. Nun vielleicht doch. Jedenfalls lud ihn der Kerl ein und als er sich zu Tsacko an den Tisch setzte, sa├č dort Fallon.

Sein Fallon, Eorur konnte es immer noch nicht begreifen, dass all die Trauer umsonst gewesen war. Sein W├Âlfchen lebte und er sa├č hier, hatte sich gehen lassen und wusste nicht was er denken sollte.

Aber bevor er ├╝berhaupt dazu kam richtig dar├╝ber nachzudenken, ├╝berschlugen sich die Ereignisse. Tsacko kannte scheinbar keine Gnade, sein gerade geschmiedetes Gl├╝ck was Eorur und Fallon anging auf eine harte Probe zu stellen.

Fallon und Eo lie├čen sich davon nicht beeindrucken. Tsacko allerdings auch nicht. Er pfiff nach irgendwem und ein winziges irgendwas kam in die Taverne geeilt. Frauen fand dieses kleine Wesen niedlich. Eorur wusste nicht, was er davon halten sollte. Bis zu dem Zeitpunkt so der keine Hund auf den Tisch gesetzt wurde und es wagte seinen Mann anzujaulen.

Da war es mit der Geduld des S├Âldners vorbei und er verpasste dem kleinen K├Âter einen Flugschein...

Was keine gute Idee war, denn der kleine Kl├Ąffer, war in Wahrheit ein riesiger Wandler dessen Wandlergestalt vermutlich ein b├Âsartiger Scherz eines Gottes sein musste um die Opfer von Terry in Sicherheit zu wiegen.

Und erneut g├Ânnte ihm das Schicksal keine Ruhe. Terry und Fallon hatten einige Zeit miteinander verbracht und wie es schien war Terry in seinen Fallon verliebt. Fallon bat um Aufnahme in ihr Rudel.

Eorur wusste nicht wie der damit umgehen sollte. Fallon erneut zu verlieren kam f├╝r ihn nicht in Betracht. Der andere Kerl liebte Fallon, folglich konnte er kein so schlechter Mann sein. Eorur erkl├Ąrte sich bereit dazu Terry zu akzeptieren, sobald sich dieser als vertrauensvoll erwies. Mehr konnte er dem Fremden noch nicht geben. Mehr hatte der Mann aber auch nicht verlangt.

Und sollte ihr Rudel scheitern, dann hatten sie es wenigstens versucht.

"Ich schlage vor, wir ziehen uns auf unser Zimmer zur├╝ck. Was meint Ihr? Wir sollten die frische Gemeinsamkeit ausnutzen. Und ich sollte vielleicht vorher einen Zuber aufsuchen. Hattest Du nicht von einem Zuber gesprochen mein W├Âlfchen? Ich meine so kann ich mich kaum unter die Leute wagen und zu Dir erst Recht nicht, wo wir uns endlich wieder haben", erkl├Ąrte Eorur etwas verlegen.
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Re: Wolfsblut

#60

Beitragvon Tsacko » Sa 16. Sep 2017, 21:10

"So", posaunte Tsacko. "Du, Terry, m├Âchtest also" - er wies mit dem Zeigefinger auf Eorur - "den da als Alpha. Diesen Trinker, der nicht mal ein Hundewandler ist und somit den Begriff des Alpha bestenfalls theoretisch kennt, ja?"

Terry blickte nun etwas weniger sicher als zuvor zwischen Tsacko und Eorur hin und her. "Na ja, eigentlich geht es mir um Fallon."

"So. Und dazu nimmst du in Kauf, vor ihm da zu kriechen. Dich von ihm ins Verderben f├╝hren zu lassen. Oder was glaubst du, erwartet dich in seinem zweifelhaften, ich wage es kaum so zu benennen, Rudel?"

"Na jaaaa..." Terry kratzte sich verst├Ârt hinter dem Ohr. Dann kam ihm ein Geistesblitz. "Ich hab`s! Wir werden alle vier ein Rudel bilden! Dann kannst du ihm mit deiner Weisheit und deinem Erfahrungsschatz beistehen!"

Tsacko runzelte die Stirn. "Terry, das hat vorhin schon mal irgendwer vorgeschlagen!"

"Wir, wir, wir k├Ânnten es versuchen", stammelte Terry, dem die Vorstellung ziemlich gefiel. "Hei├čt, zuerst m├╝ssen wir die Rangfolge auskaspern. Dann geht das klar!"

Tsacko verleierte divenhaft die Augen. "Die zwei wollen jetzt endlich in ihr Zimmer. Und du?"

Terry murrte und blickte ihn dann hilfesuchend an. "Wei├č nicht. W├╝rd mich gern hier unten betrinken. Hast du Kohle?"

"Nicht f├╝r Rudelfremde. Und bevor du fragst - Fallon und sein Alpha haben auch keine Kohle mehr. Sch├Ân, wie sie sich um die Versorgung des Rudels k├╝mmern, oder?"

Terry rieb sich resigniert mit beiden H├Ąnden das Gesicht. Er war so leicht zu manipulieren, das es Tsacko einfach nur gefiel. Er streichelte die muskul├Âse Schulter. "Gute Nacht, ihr zwei", sagte er dabei und blinzelte Eorur und Fallon freundlich an, damit sie sich endlich verkr├╝melten und er mit Terry im Stra├čendschungel Obenzas verschwinden konnte.
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ÔÇ×He who makes a beast of himself gets rid of the pain of being a man.ÔÇť
Samuel Johnson