Wolfsblut

Nirgendwo sonst liegen Gl├╝ck und Verderben n├Ąher beieinander. Am Grund der H├Ąuserschluchten Obenzas vegetiert ein Morast von Armut und Verbrechen, w├Ąhrend reiche Bandenbosse durch die bl├╝henden Dachg├Ąrten flanieren.

Freie Stadt Obenza
Nirgendwo sonst liegen Gl├╝ck und Verderben n├Ąher beieinander. Am Grund der H├Ąuserschluchten Obenzas vegetiert ein Morast von Armut und Verbrechen, w├Ąhrend reiche Bandenbosse durch die bl├╝henden Dachg├Ąrten flanieren.
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Fallon
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Re: Wolfsblut

#61

Beitragvon Fallon » Do 21. Sep 2017, 17:48

Vor allem Tsacko begann, Fallon auf die Nerven zu gehen. Wie konnte man als so kleiner Wicht, der nichts leistet und erst recht nichts kann, so aufspielen? Manipulieren konnte er gut. Scheinbar reicht es in St├Ądten wie Obenza, diese F├Ąhigkeit zu besitzen. Der Wolfswandler ignorierte die Hunde, ├╝berh├Ârte das was sie sagten und schritt an Eorur eingehakt voran. In dieser Nacht veranstalteten sie eine richtige Wiedersehensfeier.

Mit einem herben Duft in der Nase erwachte Fallon wieder. An seinem R├╝cken sp├╝rte er eine nasse Hitze, es roch nach Schwei├č und K├Ârperfl├╝ssigkeiten. Zuerst fragte er sich, wo er war und was geschehen war. Doch schnell erinnerte er sich an das, was ihn so sehr erf├╝llt hatte. Ein L├Ącheln stahl sich auf seine Lippen, sein K├Ârper presste sich fester an die warme Masse hinter ihm an. Ein Arm lag um seinen Brustkorb herum und hatte ihn fest im Griff.

Allm├Ąhlich ├Âffnete der Wolfswandler allerdings die Augen, sein Blick war Richtung T├╝r gerichtet. Vor seiner Nase ein kr├Ąftiger Arm, den er liebevoll zur Seite schob. Eorur hatte es sich wirklich bequem gemacht. Nicht nur im Bett, sondern auch in Fallons Herzen. Diese Nacht war unvergleichlich gewesen und war nur der Anfang von etwas, was seinen Geliebten wieder an ihn binden w├╝rde.

Vorsichtig wandte er sich aus der Umarmung heraus. Mit einem lauten G├Ąhnen setzte sich Fallon auf die Bettkante und streckte sich. Sein Blick fiel kurz darauf auf Eorur, der noch friedlich zu schlummern schien. Ein freches Grinsen legte sich auf Fallons Lippen, als er sich ├╝ber seinen Geliebten beugte und in dessen Ohr pustete. Sofort zuckte Eorur auf, kniff seine Augen zusammen und erhob sich etwas. Das Ganze aber nur, damit Fallon ihn mit einem liebevollen Kuss zum Morgen begr├╝├čen konnte.

"Aufwachen Schlafm├╝tze", sagte der Wolf keck, zwinkerte seinem Geliebten zu. Fallon selbst erhob sich vom Bett un streckte sich nun im stehen. Dabei lie├č er seinen gesamten K├Ârper sich in die L├Ąnge ziehen. Jeder einzelne Muskel spannte sich f├╝r einen Moment an, seine Rute wedelte aufgrund des erfrischenden Gef├╝hles.

Im n├Ąchsten Moment begann sich der Wolf jedoch wieder zu bedecken. Zuerst die Unterhose, dann Hose und Hemd. Seine nackten F├╝├če tapsten ├╝ber den h├Âlzernen Boden. Fallons Blick fiel dabei immer wieder zu Eorur. Der Bauch des Wolfes kribbelte, bei dem Anblick dieses kr├Ąftigen Mannes. Langsam machte sich die Realit├Ąt der Situation erst wirklich begreifbar. Eorur war wieder da und niemand konnte ihn Fallon wieder wegnehmen. Jedenfalls nicht so schnell.

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Re: Wolfsblut

#62

Beitragvon Eorur » Fr 22. Sep 2017, 13:53

Eorur hatte angenehm geschlafen. Entspannt, warm und gem├╝tlich eingemummelt wie schon lange nicht mehr. In seinen Armen lag sein seit langem totgeglaubter Partner, sein W├Âlfchen, sein Fallon. Wie h├Ątte er da anders schlafen sollen, als g├Âttlich? Vor allem nach der Wiedersehensfeier.

Eo war befand sich immer noch im tiefsten Schlaf, als ihn sein W├Âlfchen dreist aus dem Schlaf riss, aber die Dreistigkeit umgehend mit einem z├Ąrtlichen Kuss sofort wieder wett machte.

Der alte S├Âldner rieb sich verschlafen die Augen, g├Ąhnte herzhaft und schaute dann Fallon bei seinem Treiben zu. Wie man so fr├╝h am Morgen schon derma├čen gut gelaunt sein konnte, wo man gerade das warme Bett verlassen hatte, entzog sich Eos Kenntnis.

Fallon streckte sich und Eorur bewunderte das Muskelspiel von seinem Partner. Er sah gut aus, aber dass hatte er schon immer. Der steife Morgengru├č zwischen seinen Beinen pulsierte freudig, als der Wandler sich so r├Ąkelte.

Eorur r├Ąusperte sich ├╝bertrieben laut und grinste Fallon breit an.

"Wenn Du Dich schon so unversch├Ąmt hei├č und lasziv r├Ąkeln musst, dass sich alles vor Freude aufstellt, dann solltest Du mir auch bei der Abarbeitung helfen W├Âlfchen", grinste Eorur schelmisch und beorderte Fallon mit einem Fingerzeig zu sich.

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Re: Wolfsblut

#63

Beitragvon Tsacko » Sa 23. Sep 2017, 10:12

Nachdem Eorur und Fallon sich in ihr Zimmer zur├╝ckgezogen hatten, blieben die beiden Hundewandler allein im Schankraum zur├╝ck.

Die Nacht verging feucht-traurig, die Tische und die Bar leerten sich, bis nur noch sie beide da waren. Das Feuer im Kamin war l├Ąngst heruntergebrannt, der Tabakdunst erkaltet. Die Fenster wurden ge├Âffnet, um die kalte Morgenluft hereinzulassen und den Dunst der Zecher hinauszuwehen. Die Magd wischte die Tische ab und r├Ąumte die St├╝hle hoch, um darunter zu kehren und zu wischen. Der Wirt machte nun deutlich, dass die beiden letzten G├Ąste die Taverne zu verlassen hatten.

Tsacko erhob sich. Es war Zeit.

Terry hatte ordentlich einen sitzen, da Tsacko sich am Ende doch dazu herabgelassen hatte, ihm die eine oder andere Runde zu spendieren. Der Norkara wankte stark und hielt sich auf dem Weg zum Ausgang an St├╝hlen und W├Ąnden fest. Er blieb kurz vor der T├╝r noch einmal stehen und blickte mit verquollenen Augen in Richtung der Holztreppe, die hinauf zu den Zimmern f├╝hrte, wo Fallon und Eorur verschwunden waren.

"Na komm", sagte Tsacko freundlich und endlich riss Terry sich los und folgte ihm nach drau├čen.

Tsacko war vollkommen n├╝chtern. Er hatte nichts getrunken, nicht einmal Wasser. Das konnte er sich kostenlos von drau├čen holen.

Etwas abseits entkleidete er sich und verschn├╝rte seine Sachen zu einem festen B├╝ndel, wobei die ├ärmel eine Schlaufe bildete. Die Sonne war noch nicht hinter dem morgendlichen Nebel hervorgekrochen, die beginnende D├Ąmmerung lag grau und schwer wie Blei ├╝ber der Stadt zu ihren F├╝├čen. An der Mauer, wo Fallon und Tsacko eines ihrer ersten Gespr├Ąche gef├╝hrt hatten, st├╝tzte Tsacko sich beim Auskleiden ab, nahm gedanklich Abschied von dem Wolfswandler und seinem Gef├Ąhrten und gab sich der Verwandlung hin.

W├Âlfe geh├Ârten nicht in die Stadt. Hunde geh├Ârten nicht in den Wald. Ihre Wege trennten sich und Tsacko hoffte f├╝r sie alle, dass es im Guten war und sollten ihre Wege sich irgendwann erneut kreuzen, dass sie sich nicht als Feinde gegen├╝berstehen w├╝rden.

Sein betrunkener Begleiter verwandelte sich ebenfalls und wenige Augenblicke sp├Ąter standen bei der Mauer, wo die beiden M├Ąnner zuvor gestanden hatten, ein Sch├Ąferhund und ein kleiner Kl├Ąffer, wobei letzterer ziemlich schief auf dem Boden sa├č.

Der Sch├Ąferhund schob den Kopf durch die ├ärmelschlaufe des B├╝ndels, so dass er seine Kleidung um den Hals tragen konnte und nahm den betrunkenen Terry wie einen Welpen ins Maul. Im lockeren Trab durchquerte er Obenza, um zur├╝ck zur K├╝ste zu gelangen, wo er nach angesp├╝lten Krabben und Seesternen zum Fr├╝hst├╝ck suchen w├╝rde. Der winzige Hund in seinem Maul schnarchte w├Ąhrend des Trabes unangemessen laut und tief, vom gleichm├Ą├čigen Schaukeln in einen tiefen Schlaf gewiegt.

Hinter Obenza ging rot die Sonne auf, ein breites rosa Band leuchtete ├╝ber den D├Ąchern der Hochh├Ąuser. Der Himmel ├╝ber dem Meer war noch dunkel, kalt und grau, doch die Wellen glitzerten bereits im Morgenlicht. W├Ąhrend Terry zusammengerollt im kalten Sand zwischen gesplitterten Muschelscherben weiterschlief, legte Tsacko das Kleiderb├╝ndel ab und trat ins Wasser. Er verwandelte sich zur├╝ck in den Alben und schwamm durch die eisigen Wellen. Als er nach dem erfrischenden und belebenden Bad den Strand betrat, schob sich der Saum der Sonne gerade ├╝ber die D├Ącher von Obenza, w├Ąhrend am Hafen die ersten Schiffe in See stachen.

Ein neuer Tag begann.
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ÔÇ×He who makes a beast of himself gets rid of the pain of being a man.ÔÇť
Samuel Johnson

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Re: Wolfsblut

#64

Beitragvon Fallon » Di 24. Okt 2017, 18:38

Da war sein Partner also erwacht? Eorur konnte es nicht sehen, doch Fallon genoss es, seinen Geliebten ein wenig auf Trab zu bringen besonders am Morgen. Es gab ihm immer das Gef├╝hl, der Kerl den er da hinter sich auf dem Bett liegen hatte, war auch dem Wolfswandler verfallen und willenlos unterworfen. Das hatte etwas. Auch wenn Fallon es wohl nie dar├╝ber hinaus treiben wollte, so war es angenehm nicht nur ein kontrollloser Teil der Dynamik zu sein. Nein, er konnte sogar noch eins drauf setzen.

So setzte sich Fallon ein l├╝sternes Grinsen auf und drehte sich zu seinem Partner. "Wie ich sehe ist dein kleiner Freund erwacht", neckte er Eorur und schritt nahezu im Schleichtempo auf das Bett zu. "Soll er denn geb├╝hrend begr├╝├čt werden?" Mit diesen Worten stand Fallon nun wieder vor dem alten S├Âldner, blickte ihn von oben herab an.

Keine Sekunde sp├Ąter beugte er sich hinab, brachte sich auf Augenh├Âhe mit seinem Mann und schaute ihm tief in die Augen. Dabei wanderte seine rechte Hand ├╝ber die von Eorur sicherlich ersehnte Stelle. Snaft begann sie dort zu streicheln, das Grinsen Fallons wurde nur noch breiter.

Pl├Âtzlich aber h├Ârte er auf. Zuckte mit den Schultern und hab ein schlichtes "N├Â" von sich. Fallon zwinkerte seinem Geliebten mit einem Auge zu, ehe er ihm einen Kuss auf die Stirn gab und sich wieder entfernte. Hemd und Hose fanden schnell wieder an den Leib des Wolfswandlers. Die R├╝stung war genau so schnell angelegt. Zum Gl├╝ck hatte er sie speziell anfertigen lassen.

Dreist wie Fallon bei Eorur war, schritt er zu dessen Habe und schnappte sich seinen Geldbeutel. "Ach ja, und danke dass du f├╝r unser Essen bezahlst. Du solltest dich lieber beeilen, bevor ich alles aufgegessen habe. Du wei├čt, dass ich manchmal ein ganz sch├Âner Gierschlund sein kann." Mit einem nun noch breiteren Grinsen verlie├č Fallon das Zimmer. In seiner Hand das Gelds├Ąckel Eorurs.

Unten angekommen bestellte er sich schon einmal Fr├╝hst├╝ck, zwei Portionen f├╝r sich und Eorur nat├╝rlich. Eine Suche nach einem gem├╝tlichen Pl├Ątzchen sp├Ąter, fand sich Fallon an einem der Tische wieder, lehnte sich gen├╝sslich in den Stuhl und genoss die morgendliche Ruhe.

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Re: Wolfsblut

#65

Beitragvon Eorur » So 29. Okt 2017, 18:23

F├╝r einen Moment hatte Eo beste Laune, als sich Fallon um ihn k├╝mmerte. Lasziv neckte ihn der Wolf und schlich auf das gemeinsame Nachtlager zu. Endlich, es erschien Eo wie eine Ewigkeit, widmete sich Fallon seiner bed├╝rftigen Stelle und schenkte ihm den Morgengru├č den er verdient hatte. Doch dann h├Ârte das kleine Biest einfach auf!

Als w├Ąre das nicht schon schlimm genug, musste er noch ein widerspenstiges "N├Â" ├╝ber sich ergehen lassen. Er bekam einen geradezu keuschen Kuss auf die Stirn gedr├╝ckt und schon war Fallon au├čer Reichweite! Er kleidete sich in Windeseile an und r├Ąuberte ihn dabei aus!

Das gab es doch nicht!

Keine zwei Sekunden sp├Ąter war der Kerl schon aus dem Zimmer. Baff und total ├╝berfahren starrte Eo Fallon hinterher. Mit einer Morgenlatte hatte er nicht vor, die Verfolgung aufzunehmen. Und der verhei├čungsvolle Anfang des Morgengru├čes machte es Eo nicht leichter wieder herunter zu kochen.

Er tat also was er tun musste, er legte selbst Hand an und war dabei ziemlich grantig. Als er seinen Fr├╝hsport hinter sich gebracht hatte, zu dem er auch das Ankleiden z├Ąhlte, schlurfte er runter zu Fallon und musterte seinen Partner grimmig.

Eo lie├č sich auf seinen Stuhl plumpsen, der bedrohlich knirschte, zog schnell seine Fr├╝hst├╝cksportion zu sich heran und schaufelte sich sein Fr├╝hst├╝ck in den Rachen.

"Das verlangt nach Rache",
grinste er zwischen zwei Bissen.

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Re: Wolfsblut

#66

Beitragvon Fallon » Mo 30. Okt 2017, 19:21

Ein breites Grinsen machte sich in Fallins Gesicht breit, als er seinen Geliebten die Treppe hinunter stapfen sah. Grimmiger als der Wolf Eorur jemals gesehen hatte. Dieser Anblick war pures Gold und nichts auf der Welt wirkte komischer, als ein Mann der gerade eben neckisch und heimt├╝ckisch abgewiesen wurde. Nat├╝rlich auf eine spielerische und herausfordernde Art. Immer wieder genoss es Fallon, seinen Geliebten auf die Probe zu stellen und die eigenen Grenzen bei ihm zu testen.

"Guten Morgen Schlafm├╝tze!", verk├╝ndete Fallon frohen Mutes und mit einem breiten Grinsen auf den Lippen. Der Blick den er daf├╝r bekam, war schlichtweg unbezahlbar. Fallon kam nicht umher, einmal laut zu lachen und weit ├╝ber beide Ohren zu grinsen. "Wie du siehst, habe ich uns Fr├╝hst├╝ck besorgt." Dabei schob Fallon ganz provokativ den Geldbeutel Eorurs auf den Tisch, her├╝ber zu seinem Geliebten.

Kaum darauf h├Ârte er auch schon die beinahe vom Fr├╝hst├╝ck vercshluckten Worte Eorurs, die seinen Wunsch nach Rache zum Ausdruck brachten. Wenn Fallon daran dachte, zog es ihm einen wohligen Schauer ├╝ber den R├╝cken. Dennoch blieb es ern├╝chternd. So konnte sich Fallon noch zu gut daran erinnern, als er es einst im S├Âldnerlager probierte, wie ihn Eorur am Genick gepackt, ins Zelt gezogen und wahrlich f├╝rchterliche Dinge mit ihm angestellt hatte. "Du wirst rostig, alter Mann", kommentierte er seine Gedanken laut, zwinkerte Eorur dabei an.

Schlagartig wurde Fallons Miene aber wieder ernst und es war nichts mehr vom Spa├č zu erkennen, der vorher noch herrschte. Stattdessen wirkte er nachdenklich. "Wei├čt du, was wir heute tun k├Ânnen? Irgendwelche Auftr├Ąge, eine Besch├Ąftigung? Ich frage mich, was mit Tsacko und Terry passiert ist. Ich dachte, sie w├╝rden hier bleiben." Nebenbei a├č der Wolf gen├╝sslich sein weiteres Fr├╝hst├╝ck. "Wenn du irgend etwas hast, was du mit mir als Auftrag teilen kannst, nur zu gern. Aber bitte etwas Leichtes aufgrund meiner Verletzungen."

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Re: Wolfsblut

#67

Beitragvon Fallon » So 19. Nov 2017, 02:23

Nach den morgendlichen Abenteuern Fallons und Eorurs lagen sie eng aneinander gekuschelt im Bett. W├Ąhrend Eorur schon einige Minuten sp├Ąter eingeschlafen war, lag Fallon noch in seinem Arm und genoss die W├Ąrme die von seinem Herrchen ausging. Die W├Ąrme in seinem Bauch rundete das Gesamtpaket ab. Es gab f├╝r ihn kein sch├Âneres Gef├╝hl. Fallon lehnte sich sogar so weit aus dem Fenster zu sagen, dass er gl├╝cklich war. Welche Tor w├╝rde auch das Gegenteil behaupten? In den Armen eines geliebten Menschen zu liegen, war eines der besten Gef├╝hle dieser Welt. Fallon war Ardemia zu unendlichem Dank verpflichtet, dass sie ihm seinen Geliebten wieder gebracht. Welcher sich mit seinem Schnarchen auch kaum einfach ignorieren lie├č.

Fallon grinste breit und betrachtete Eorur, wie er da friedlich schlief. Manchmal konnte man dem alten Mann gar nicht zutrauen, wie er wirklich sein konnte. Doch das war Fallon egal. Eorur war in seinen Augen perfekt und das gen├╝gte. Auch wenn der faule Sack nach einer doch langen Nacht schon wieder schlief. Das war jedoch die ideale Gelegenheit, sich einmal im Frieden aus dem Zimmer zu schleichen. Frische Luft war sicherlich nicht verkehrt, zudem brauchten sie dringend einen Auftrag, um Geld zu erhalten.

Mit den Gedanken wand sich Fallon, wenn auch etwas ungern, aus dem eisernen Griff Eorurs und setzte sich neben ihm im Bett auf. Von oben herab betrachtet war der Kerl noch niedlicher als im liegen. Fallons rechte Hand fasste an die Wange Eorurs und streichelte sie sanft. Die Bartstoppeln in seinem Gesicht kratzten so sch├Ân. Doch lang wollte er sich damit nicht begn├╝gen, es gab Dinge zu erledigen! Abschlie├čend gab er seinem Herrchen einen liebevollen Kuss auf die Wange und fl├╝sterte leise in das Ohr des Schlafenden: "Ich liebe dich, mein Schatz."

Auf Zehenspitzen erhob sich Fallon schlie├člich und begann seine im Raum verteilten Sachen einzusammeln. Gleichzeitig roch er auch an seinem K├Ârper und erschrak vor sich selbst ÔÇô es war Zeit f├╝r ein Bad! Oder zumindest eine kleine Katzenw├Ąsche. Erleichtern musste er sich auch noch, also war das gut kombinierbar. Lax legte er sich seine Leinenhose an und nahm den Rest seiner Habseligkeit, ehe er leise zur T├╝r hinaus verschwand.

Am Ende des Ganges fand er den Waschraum und die M├Âglichkeit zur Verrichtung der Notdurft. Nachdem das N├Âtigste erledigt war, entkleidete sich Fallon komplett und stellte sich vor dem Zuber mit dem Wasser auf. Als er seine H├Ąnde in das Wasser eintauchte, fiepte er auf und sprang zur├╝ck. Das war eisig kalt! Genervt seufzte Fallon und konzentrierte sich auf das w├Ąrmende Gef├╝hl in seinem Bauch. Das sollte zumindest etwas helfen, die kommende W├Ąsche zu ├╝berstehen. Mit Sorgfalt wusch er sich schlie├člich Schwei├č und Schmutz vom K├Ârper, dabei umging er sorgsam seine frische Wunden vom Kampf mit Grizzly. Im selben Moment kam ihm Tsacko in den Kopf und ob er wohl noch irgendwo herumstreunte? Bisher hatte er ihn nicht in der Taverne gesehen. Vielleicht war er ja drau├čen?

W├Ąhrend Fallons K├Ârper trocknete, konzentrierte befreite er seine R├╝stung von Blut und Schmutz. Eine Aufgabe, die schnell erledigt war. Dabei war er auch wunderbar trocken geworden und zog sich nun komplett an. Die Kleider wurden richtig ├╝bergezogen, die lederne R├╝stung angelegt. Die Schwertscheide samt Schwert wanderte an seinen G├╝rtel. Damit war er auch schon abreisebereit und trat aus dem Waschraum hinaus.

Sein Weg f├╝hrte ihn durch den Flur des Obergeschosses die Treppe hinab und am Tresen des Wirtes dabei. Dieser schaute nur verdutzt drein. Sicher wusste er, was oben passiert war und ├Ąrgerte sich jetzt schon ├╝ber die zu s├Ąubernden Laken. Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, setzte Fallon sein breitestes Grinsen auf und strahlte den Gastwirt davon an. Gernervt rollte dieser mit seinen Augen, doch musste er Fallon nicht lang ertragen. Schlie├člich hatte er ganz andere Pl├Ąne, als den Gastwirt dieses Lokals zu ├Ąrgern.

Sich auf den Tag freuen, trat Fallon zur Vordert├╝r auf die Dtra├čen Obenzas. Die Sonne stand hoch am Himmel und zeigte die Mittagszeit an. Klares Wetter. Die V├Âgel zwitscherten. Die Einwohner wuselten durch die Stra├čen und ├╝berall waren Gespr├Ąche zu h├Âren. Es war ein herrlicher Tag, welcher selbst die schmutzigen Stra├čen Obenzas zum erstrahlen brachte.

Abermals musste sich Fallon daran erinnern, dass er nicht zum Herumtr├Âdeln dort drau├čen war. Im Gegenteil. Seine Zeit und sein Geldbeutel erlaubten es nicht. Vermutlich w├╝rde Eorur ihn auch umbringen, wenn er schon wieder einfach verschwunden war. Also war der Weg klar und Fallon hoffte, sich an die richtige Richtung zu erinnern. Herumfragen wollte er ungern, so bekannt waren ihm die Menschen der Stadt nun doch nicht.

Zum seinem Gl├╝ck fand er den Weg doch recht schnell und schon bald fand sich Fallon vor dem S├Âldnerlager wieder, welches Tsacko ihm gezeigt hatte. Als er mit ihm dort war, hatte Fallon eine Anschlagstafel gesehen, an der diverse Aush├Ąnge angebracht worden waren. Dieses riesige Holzbrett wiederzufinden war keinerlei Problem und tats├Ąchlich befanden sich noch immer einige Aush├Ąnge darauf. Neugierig trat er einen Schritt n├Ąher und betrachtete die verf├╝gbaren Auftr├Ąge.

"Hmmmm", gr├╝belte Fallon vor sich hin, w├Ąhrend er Steckbrief f├╝r Steckbrief durchging. Eskortauftr├Ąge in ganz andere L├Ąnder fielen weg, die Strecken w├Ąren zu weit und sicherlich w├Ąre Eorur damit nicht einverstanden gewesen. Dann gab es typische Ausschreibungen f├╝r Raubz├╝ge in Kriegsgebieten, sowie die Teilnahme am Krieg selbst. Auch daran hegte Fallon keinerlei Interesse. Doch dann erblickte er einen vielversprechenden Aushang:

Es wurden einige r├Ąudige Bastarde in den W├Ąldern nahe Obenza gesichtet!

Reisende und H├Ąndler gleicherma├čen berichten von Raub├╝berf├Ąllen zwischen der Stadt Shohiro und Obenza. Sie haben die R├Ąuber meist in Richtung in Richtung K├╝ste in den Wald verschwinden sehen k├Ânnen.

Angaben der Ausgeraubten zur Folge sind die Hundes├Âhne schwach bewaffnet, sind aber in gro├čer Zahl. Aufgrund mancher Berichten ist mit acht bis zehn Mann zu rechnen.

H├Ąndler und Reisende haben zusammen gelegt und belohnen den- oder diejenie, der oder die einen Beweis f├╝r die Erschlagung der Banditen darbringt.

Das Kopfgeld bel├Ąuft sich auf insgesamt 200 Handelstaler.

Einzul├Âsen ist das Kopfgeld bei dem Ausbilder des S├Âldnerlagers.


Fallon staunte nicht schlecht, als er die Summe sah. Im selben Moment fragte er sich, warum noch niemand diesen Auftrag angenommen hatte. Es war viel Geld und zudem ein einfacher Auftrag. Mit einem Schulterzucken riss Fallon das Blatt ab, rollte es ein und spazierte frohen Mutes durch die Stra├čen zur├╝ck zum Schluckspecht. Einfaches Geld f├╝r ehrliche Arbeit. Und das Richtige tat Fallon nebenbei auch noch.

Mit dem Aushang in der Hand trat Fallon zur├╝ck in das Gasthaus ein, welches sich mittlerweile mehr gef├╝llt hatte. So fr├╝h am Tage tranken einige Leute, in manchen Ecken taumelten Besoffene, die in ihrem Rausch Lieder gr├Âlten. Fallon verstand es nie, wie man sich so fr├╝h am Tage verlieren konnte und obendrein in dem Ma├če. Kopfsch├╝ttelnd versuchte er die Leute zu ignorieren und stapfte die Treppe hinauf.

Kurz darauf kam er auch schon in dem Zimmer an, welcher er sich bisher mit seinem Geliebten geteilt hatte. Leise ├Âffnete Fallon die T├╝r und sp├Ąhte hinein, nur um den immer noch schlafenden Eorur zu entdecken. Was f├╝r ein fauler Mistkerl. Fallon grinste. Auf leisen Sohlen ging er zum Bett, legte den Aushang auf dem Nachtschr├Ąnkchen ab und nahm sein Schwert vom G├╝rtel. Jenes lehnte er gegen die nahe Wand, ehe er sich auf die Bettkante setzte und sein Herrchen betrachtete.

Immerhin schnarchte er nicht mehr, so war sich Fallon sicher, dass er kurz vor dem Aufwachen stand. Da stand es nicht fern, ihn sanft zu wecken, so wie er es sich verdient hatte. Fallon r├╝ckte etwas n├Ąher, st├╝tzte sich mit der linken Hand neben Eorurs Kopf ab, w├Ąhrend er sich ├╝ber ihn beugte. Seine Rechte glitt an die Wange seines Geliebten und streichelte diese sanft. Just in dem Moment als dieser seine Augen ├Âffnen wollte, legte Fallon seine Lippen auf die seinigen und gab ihm einen z├Ąrtlichen und liebevollen Kuss.

F├╝r einige Augenblicke genoss er diese N├Ąhe und Leidenschaft zu seinem Partner, ehe sich Fallon l├Âste und ein warmes L├Ącheln aufsetzte. "Guten Morgen du Schlafm├╝tze", begr├╝├čte Fallon Eorur keck und streichelte dessen Brust. "Kaum am Morgen aufgestanden und dann schon wieder im bett eingepennt. Das sieht dir irgendwie ├Ąhnlich." Frech wie er war, streckte Fallon seinem Herrn die Zunge heraus. "W├Ąhrend du geschlafen hast, war ich drau├čen und habe uns einen einfachen Job mit guter Bezahlung besorgt. Werde erst einmal wach. Ich warte so lang." Mit diesen Worten r├╝ckte Fallon etwas beiseite, damit sich Eorur ohne Probleme erheben und aufsetzen konnte.

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Re: Wolfsblut

#68

Beitragvon Eorur » So 26. Nov 2017, 19:11

Eo wachte am Morgen auf, da er z├Ąrtlich mit einem Kuss geweckt wurde. Fallon hatte blendende Laune, w├Ąhrend Eorur immer noch damit besch├Ąftigt war, die M├╝digkeit abzusch├╝tteln und vollkommen wach zu werden.

W├Ąhrend Eo sich nach oben k├Ąmpfte, erz├Ąhlte Fallon etwas von einem Job den er gefunden hatte. Der alte Haudegen ignorierte die freche Art von Fallon, da nun der Job mit guter Bezahlung im Fordergrund stand. Ohne Geld konnten sie sich niemals ein eigenes Haus leisten.

Als Eo endlich sa├č, reckte und streckte er sich ausgiebig, so dass seine alten Knochen knackten. Er musterte er Fallon gut gelaunt.

"Also um was f├╝r einen Job handelt es sich? Gute Bezahlung? Das klingt immer gut, aber was genau m├╝ssen wir daf├╝r tun? Und sollte der Job leicht klingen, die Bezahlung aber sehr hoch sein, dann m├╝ssen wir aufpassen nicht ├╝bers Ohr gehauen zu werden. Glaube mir, keiner zahlt mehr Geld als er muss.

Dann ist irgendwas an der Sache faul und es lauert auf uns eine Gefahr, die uns bis dato verschwiegen wurde. Aber so ist das S├Âldnerleben. Wir m├╝ssen immer mit ├ťberraschungen rechnen. Nun spanne mich nicht l├Ąnger auf die Folter, worum geht es bei dem Job?",
fragte Eorur neugierig.

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Re: Wolfsblut

#69

Beitragvon Fallon » Di 28. Nov 2017, 00:36

Mit einem gespielt genervten Blick schaute Fallon auf Eorur. Nat├╝rlich war dieser noch im Kampf mit der M├╝digkeit nach dem Erwachen, dementsprechend griesgr├Ąmig musste er wohl drauf sein. Fallon kannte es selbst von sich, auch wenn er eher der Typ war, der sich nicht lang von dem Gef├╝hl aufhalten lie├č. Im Gegenteil. Morgens tat er alles, um diesen Zustand irgendwie loszuwerden. Ganz von der Tatsache abgesehen, dass es bereits Mittags war und Eorur noch immer im Bett lag.

Doch wollte Fallon seinen Geliebten nicht sofort mit den Details nerven und erst recht nicht mit seinem Pessimismus auseinander setzen. Die Ader dazu hatte er schon immer, gef├╝hlt war es schlimmer geworden. Doch das machte nichts. F├╝r Fallon war das Wichtigste, dass Eorur ihn noch immer liebte. "Alter Griesgram du", neckte Fallon und schmiegte sich an ihn. "Mache dir doch darum keinen Kopf. Es wird alles gutgehen. Uns beide wird niemand ├╝ber das Ohr hauen. Das kann ich dir garantieren!" Sanft nahm Fallon Eorurs Kopf und drehte ihn zu sich, ehe er ihm einen weiteren, liebevollen Kuss gab.

Dann wurde alles schwarz. Und Fallon schlug erneut die Augen auf.

M├╝de fuhr er sich durch das Gesicht und griff auf den leeren Platz im Bett neben sich. Schon wieder einer dieser Tr├Ąume. Es suchte ihn f├Ârmlich heim. Fallon erinnerte sich daran, wie er sich von Terry und Tsacko verabschiedet hatte, allerdings allein nach oben ins Bett und schlie├člich schlafen gegangen war. Eorur war nie dort gewesen. Und es schmerzte, jedes Mal nach den Tr├Ąumen diese Erkenntnis neu fassen zu m├╝ssen.

Es gab Tage, da vermisste er seinen alten Geliebten furchtbar. Fallon war durchaus bewusst, dass die Chance Eorur jemals wiederzusehen gen Null ging. Vermutlich war er bereits mit der alten Kompanie weiter gereist, oder drehte sein eigenes Ding. Oder er war tot. So sehr die Gedanken auch weh taten, so sehr musste er sie als ein teil seiner Vergangenheit akzeptieren. Was blieb Fallon Anderes ├╝brig, als sich dem zu f├╝gen? Ansonsten w├╝rde er wie Eorur aus seinen Tr├Ąumen enden. Dennoch ├╝berkam dem S├Âldner nach solch einer lebhaften Fantasie der Durst nach Alkohol. Etwas um die Bitteren Gedanken herunterzusp├╝len, die bei jeder Vision hervorzukriechen drohten.

Damit lie├č Fallon auch nicht viel Zeit verstreichen, erhob sich aus dem Bett und kleidetet sich an. Zwar roch er mittlerweile ziemlich streng, jedoch achtete niemand darauf oder schn├╝ffelte unter seine R├╝stung. Auch wenn diese an sich wohl ein wenig Pflege gebrauchen konnte. Das war eine Aufgabe f├╝r sp├Ąter.

Keine f├╝nf Minuten sp├Ąter befand sich Fallon bereits am Tisch des Schankraumes der Taverne. Vor ihm stand ein Schnapsglas gef├╝llt mit einer sehr bitter duftenden Fl├╝ssigkeit, die ihm schon durch das Schnuppern daran die Nasenhaare wegbrannte. Doch es half alles nichts. Das Zeug musste leer. Somit kippte sich Fallon das Ges├Âff die Kehle herunter und f├╝hlte so, als ob er pure Flammen geschluckt h├Ątte. Sein erster Reflex war es, aufzuspringen und loszuheulen, doch mit M├╝he und Not unterdr├╝ckte er diesen stattdessen. Sa├č er da, verzog die Miene und war bereit f├╝r mehr.

"Noch einen!", forderte Fallon den Wirt auf, sein Schnapsglas erneut zu bef├╝llen. Der Birnenschnaps brannte zwar wie die H├Âlle selbst, haute daf├╝r aber ordentlich rein. Es tat gut, einmal seine Gef├╝hle ersaufen zu k├Ânnen.

Pl├Âtzlich wurde die T├╝r zum Schluckspecht aufgerissen und ein kleiner, aufgeregter Tsacko kam durch die T├╝r gest├╝rzt. Wild hechelnd und kaum von seiner Hundegestalt zu unterscheiden eilte er zu Fallons Tisch. Dieser hingegen seufzte schon. Die Blicke der Menschen gingen in die Richtung des ungleichen Duos.

"Du musst unbedingt mitkommen!", keuchte Tsacko, vollkommen au├čer Atem. "Terry und einige Andere sind in Gefahr!" Sofort stellten sich die Ohren des Wolfes in Fallon auf. Auch wenn er sich nicht zum Rudel zugeh├Ârig f├╝hlt, so geht es ihn durchaus etwas an, wenn treue Wandlerbr├╝der in Gefahr waren. Hastig nickte Fallon. Schnell kippte den Schnaps herunter und sprang auf. Die Hand bereits am Schwertknauf, w├Ąhrend Tsacko vor ihm durch die T├╝r hinaus huschte. Es musste wirklich etwas Schlimmes sein! So hatte Fallon Tsacko noch nicht erlebt.

Wankend aber noch den Weg findend sprintete Fallon auf die belebte Stra├če hinaus. Menschen gingen ihren normalen Gesch├Ąften nach. Tsacko war nicht auszumachen. Besonders bei der Gr├Â├če. Fallon musste schmunzeln. Doch dann sah er den wild umher h├╝pfenden Tsacko winken. Ohne zu z├Âgern lief Fallon zu ihm. Auf seinem Weg musste die ein oder andere Vase dran glauben. Sei's drum. Wichtiger war, wo Tsacko hinlief. Dieser bog auch schon direkt in eine Seitengasse. Fallon folgte.

Kaum angekommen blickte er in die Dunkelheit. Trotz hellem Tageslichts, bestand die Gasse nur aus Schatten. "Komm schon! Worauf wartest du!", h├Ârte Fallon einen Ruf. Richtige Richtung also. Fallons Wolf knurrte. Doch entgegen seinem Instinkt vorsichtig zu sein, spurtete er los. Die Dunkelheit verschlang ihn. Kaum erkannte er etwas, nur blo├če Konturen. Wieder ein Schrei. Tsacko muss hinter der n├Ąchsten Ecke sein.

Die Stiefel Fallons knallten auf dem Boden, erzeugten laute Schrittger├Ąusche. Er kam schnell an der Ecke an. Dann ein Luftzug. Seine Augen weiteten sich. Zu sp├Ąt sah er die Faust auf sich zufliegen und schon im n├Ąchsten Moment durchzog Schmerz sein Gesicht, dich gefolgt von der Schw├Ąrze der Bewusstlosigkeit...

Das Abenteuer Fallons geht ab hier im ├ť18-Bereich weiter.