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 Betreff des Beitrags: Re: Wolfsblut
BeitragVerfasst: Do 21. Sep 2017, 17:48 
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Beiträge: 25
Vor allem Tsacko begann, Fallon auf die Nerven zu gehen. Wie konnte man als so kleiner Wicht, der nichts leistet und erst recht nichts kann, so aufspielen? Manipulieren konnte er gut. Scheinbar reicht es in Städten wie Obenza, diese Fähigkeit zu besitzen. Der Wolfswandler ignorierte die Hunde, überhörte das was sie sagten und schritt an Eorur eingehakt voran. In dieser Nacht veranstalteten sie eine richtige Wiedersehensfeier.

Mit einem herben Duft in der Nase erwachte Fallon wieder. An seinem Rücken spürte er eine nasse Hitze, es roch nach Schweiß und Körperflüssigkeiten. Zuerst fragte er sich, wo er war und was geschehen war. Doch schnell erinnerte er sich an das, was ihn so sehr erfüllt hatte. Ein Lächeln stahl sich auf seine Lippen, sein Körper presste sich fester an die warme Masse hinter ihm an. Ein Arm lag um seinen Brustkorb herum und hatte ihn fest im Griff.

Allmählich öffnete der Wolfswandler allerdings die Augen, sein Blick war Richtung Tür gerichtet. Vor seiner Nase ein kräftiger Arm, den er liebevoll zur Seite schob. Eorur hatte es sich wirklich bequem gemacht. Nicht nur im Bett, sondern auch in Fallons Herzen. Diese Nacht war unvergleichlich gewesen und war nur der Anfang von etwas, was seinen Geliebten wieder an ihn binden würde.

Vorsichtig wandte er sich aus der Umarmung heraus. Mit einem lauten Gähnen setzte sich Fallon auf die Bettkante und streckte sich. Sein Blick fiel kurz darauf auf Eorur, der noch friedlich zu schlummern schien. Ein freches Grinsen legte sich auf Fallons Lippen, als er sich über seinen Geliebten beugte und in dessen Ohr pustete. Sofort zuckte Eorur auf, kniff seine Augen zusammen und erhob sich etwas. Das Ganze aber nur, damit Fallon ihn mit einem liebevollen Kuss zum Morgen begrüßen konnte.

"Aufwachen Schlafmütze", sagte der Wolf keck, zwinkerte seinem Geliebten zu. Fallon selbst erhob sich vom Bett un streckte sich nun im stehen. Dabei ließ er seinen gesamten Körper sich in die Länge ziehen. Jeder einzelne Muskel spannte sich für einen Moment an, seine Rute wedelte aufgrund des erfrischenden Gefühles.

Im nächsten Moment begann sich der Wolf jedoch wieder zu bedecken. Zuerst die Unterhose, dann Hose und Hemd. Seine nackten Füße tapsten über den hölzernen Boden. Fallons Blick fiel dabei immer wieder zu Eorur. Der Bauch des Wolfes kribbelte, bei dem Anblick dieses kräftigen Mannes. Langsam machte sich die Realität der Situation erst wirklich begreifbar. Eorur war wieder da und niemand konnte ihn Fallon wieder wegnehmen. Jedenfalls nicht so schnell.
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 Betreff des Beitrags: Re: Wolfsblut
BeitragVerfasst: Fr 22. Sep 2017, 13:53 
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Volk: Naridischer Norkara
Beiträge: 4
Eorur hatte angenehm geschlafen. Entspannt, warm und gemütlich eingemummelt wie schon lange nicht mehr. In seinen Armen lag sein seit langem totgeglaubter Partner, sein Wölfchen, sein Fallon. Wie hätte er da anders schlafen sollen, als göttlich? Vor allem nach der Wiedersehensfeier.

Eo war befand sich immer noch im tiefsten Schlaf, als ihn sein Wölfchen dreist aus dem Schlaf riss, aber die Dreistigkeit umgehend mit einem zärtlichen Kuss sofort wieder wett machte.

Der alte Söldner rieb sich verschlafen die Augen, gähnte herzhaft und schaute dann Fallon bei seinem Treiben zu. Wie man so früh am Morgen schon dermaßen gut gelaunt sein konnte, wo man gerade das warme Bett verlassen hatte, entzog sich Eos Kenntnis.

Fallon streckte sich und Eorur bewunderte das Muskelspiel von seinem Partner. Er sah gut aus, aber dass hatte er schon immer. Der steife Morgengruß zwischen seinen Beinen pulsierte freudig, als der Wandler sich so räkelte.

Eorur räusperte sich übertrieben laut und grinste Fallon breit an.

"Wenn Du Dich schon so unverschämt heiß und lasziv räkeln musst, dass sich alles vor Freude aufstellt, dann solltest Du mir auch bei der Abarbeitung helfen Wölfchen", grinste Eorur schelmisch und beorderte Fallon mit einem Fingerzeig zu sich.
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 Betreff des Beitrags: Re: Wolfsblut
BeitragVerfasst: Sa 23. Sep 2017, 10:12 
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Volk: Gestaltwandler
Beiträge: 29
Nachdem Eorur und Fallon sich in ihr Zimmer zurückgezogen hatten, blieben die beiden Hundewandler allein im Schankraum zurück.

Die Nacht verging feucht-traurig, die Tische und die Bar leerten sich, bis nur noch sie beide da waren. Das Feuer im Kamin war längst heruntergebrannt, der Tabakdunst erkaltet. Die Fenster wurden geöffnet, um die kalte Morgenluft hereinzulassen und den Dunst der Zecher hinauszuwehen. Die Magd wischte die Tische ab und räumte die Stühle hoch, um darunter zu kehren und zu wischen. Der Wirt machte nun deutlich, dass die beiden letzten Gäste die Taverne zu verlassen hatten.

Tsacko erhob sich. Es war Zeit.

Terry hatte ordentlich einen sitzen, da Tsacko sich am Ende doch dazu herabgelassen hatte, ihm die eine oder andere Runde zu spendieren. Der Norkara wankte stark und hielt sich auf dem Weg zum Ausgang an Stühlen und Wänden fest. Er blieb kurz vor der Tür noch einmal stehen und blickte mit verquollenen Augen in Richtung der Holztreppe, die hinauf zu den Zimmern führte, wo Fallon und Eorur verschwunden waren.

"Na komm", sagte Tsacko freundlich und endlich riss Terry sich los und folgte ihm nach draußen.

Tsacko war vollkommen nüchtern. Er hatte nichts getrunken, nicht einmal Wasser. Das konnte er sich kostenlos von draußen holen.

Etwas abseits entkleidete er sich und verschnürte seine Sachen zu einem festen Bündel, wobei die Ärmel eine Schlaufe bildete. Die Sonne war noch nicht hinter dem morgendlichen Nebel hervorgekrochen, die beginnende Dämmerung lag grau und schwer wie Blei über der Stadt zu ihren Füßen. An der Mauer, wo Fallon und Tsacko eines ihrer ersten Gespräche geführt hatten, stützte Tsacko sich beim Auskleiden ab, nahm gedanklich Abschied von dem Wolfswandler und seinem Gefährten und gab sich der Verwandlung hin.

Wölfe gehörten nicht in die Stadt. Hunde gehörten nicht in den Wald. Ihre Wege trennten sich und Tsacko hoffte für sie alle, dass es im Guten war und sollten ihre Wege sich irgendwann erneut kreuzen, dass sie sich nicht als Feinde gegenüberstehen würden.

Sein betrunkener Begleiter verwandelte sich ebenfalls und wenige Augenblicke später standen bei der Mauer, wo die beiden Männer zuvor gestanden hatten, ein Schäferhund und ein kleiner Kläffer, wobei letzterer ziemlich schief auf dem Boden saß.

Der Schäferhund schob den Kopf durch die Ärmelschlaufe des Bündels, so dass er seine Kleidung um den Hals tragen konnte und nahm den betrunkenen Terry wie einen Welpen ins Maul. Im lockeren Trab durchquerte er Obenza, um zurück zur Küste zu gelangen, wo er nach angespülten Krabben und Seesternen zum Frühstück suchen würde. Der winzige Hund in seinem Maul schnarchte während des Trabes unangemessen laut und tief, vom gleichmäßigen Schaukeln in einen tiefen Schlaf gewiegt.

Hinter Obenza ging rot die Sonne auf, ein breites rosa Band leuchtete über den Dächern der Hochhäuser. Der Himmel über dem Meer war noch dunkel, kalt und grau, doch die Wellen glitzerten bereits im Morgenlicht. Während Terry zusammengerollt im kalten Sand zwischen gesplitterten Muschelscherben weiterschlief, legte Tsacko das Kleiderbündel ab und trat ins Wasser. Er verwandelte sich zurück in den Alben und schwamm durch die eisigen Wellen. Als er nach dem erfrischenden und belebenden Bad den Strand betrat, schob sich der Saum der Sonne gerade über die Dächer von Obenza, während am Hafen die ersten Schiffe in See stachen.

Ein neuer Tag begann.

_________________
„He who makes a beast of himself gets rid of the pain of being a man.“
Samuel Johnson
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