Wolfsblut

Nirgendwo sonst liegen Gl√ľck und Verderben n√§her beieinander. Am Grund der H√§userschluchten Obenzas vegetiert ein Morast von Armut und Verbrechen, w√§hrend reiche Bandenbosse durch die bl√ľhenden Dachg√§rten flanieren.

Freie Stadt Obenza
Nirgendwo sonst liegen Gl√ľck und Verderben n√§her beieinander. Am Grund der H√§userschluchten Obenzas vegetiert ein Morast von Armut und Verbrechen, w√§hrend reiche Bandenbosse durch die bl√ľhenden Dachg√§rten flanieren.
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Fallon
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Re: Wolfsblut

#11

Beitragvon Fallon » Di 6. Jun 2017, 15:16

Gebannt hatte Fallon den Erz√§hlungen Firxas' gelauscht und auch wenn er selbst nicht so wirkte, als ob er wirklich ein S√∂ldner war, so √ľberzeugten doch seine Worte und die dahinter liegende Sicherheit, dass er einer der S√∂ldner sein musste. Er sah einfach nur noch in Form f√ľr solch eine Arbeit aus. Zum Abschied nickte auch Fallon dem Mann zu, bedankte sich f√ľr das Essen und erw√§gte jetzt schon, sich einmal die Auftragslage dieses Lagers anzuschauen. Doch die Pflicht rief, als Tsacko schon zum weitergehen dr√§ngte.

Das Essen hatte er in einer seiner Taschen verstaut, so war er nach dem Gelage noch immer satt und versp√ľrte keinerlei Drang etwas zu sich zu nehmen. Die Worte Tsackos √ľberh√∂rte er bewusst, so war er sich sicher, dass der Streuner schon noch eine Bezahlung f√ľr diesen Auftrag springen lassen musste. Ob er wollte oder nicht.

Stattdessen folgte Fallon Tsacko quer √ľber die D√§cher. Es war ein atemberaubender Eindruck, der sich ihm bot. Wie auf einem Schiff, welches er einst einmal zu seinen festen S√∂ldnerzeiten betreten musste, baute sich diese Stadt in Decks auf. Das unterste war das schmutzigste, es wurde immer besser, je weiter man nach oben kam. Entsprechend √§nderte sich aber auch die Mentalit√§t der Leute.

Wo er noch auf den niedrigeren Dercks ignoriert wurde, und beleibe war er nicht so verlaust wie Tsacko, waren Abscheu und böse Blicke um ihn herum. Unsicher blickte er an sich herab, allerdings hatte er keinerlei Beanstandungen vorzunehmen. Fallon war sauber, stank nicht und wirkte allgemein nicht ein Obdachloser. Die Worte die man ihm dann zuwarf, ließen ihn sich anspannen und seine Rechte legte sich unbewusst auf den Schwertgriff. Wer könnte denn ahnen, was diese Leute wollen.

Dessen zum Trotz versuchte er dennoch die wahrliche Sch√∂nheit des Parks zu genie√üen. Die D√ľfte und Kl√§nge von Natur waren vorhanden, sie erinnerten ihn gar an die W√§lder drau√üen. Ein Paradies innerhalb von H√§usern und Stra√üen. Es war ein wunderbarer Anblick, bei dem Fallon nicht umhin kam, die Augen zu schlie√üen und tief durchzuatmen.

Vollkommen fasziniert beobachtete er zudem alles was um ihn herum geschah. Menschen, die hier lungerten und spielten. V√∂gel die zwitscherten, sowie Hunden die sich hier austobten. Es war ein herrliches Gef√ľhl. Zwar nichts im Vergleich zum Wald in der Natur, aber es kam sehr nah heran.

Scheinbar waren sie aber schon bald an ihrem Ziel angekommen. Hätte Tsacko nicht angehalten und sich gesetzte, wäre Fallon wohl blindlöings den Abgrund hinuntergelaufen.

"Guten Hunger.", w√ľnschte er seinem Begleiter noch, als er sich schlie√ülich neben den Streuner ins Gras legte und seine Augen gen Himmel blickten. Die Glaskuppel war sch√∂n anzusehen und praktisch obendrein. Auf was f√ľr Ideen die Menschen kamen.

"Zugegeben, es ist wirklich sch√∂n hier.", meinte er nach einigen Sekunden des Schweigens, dass nur von den Essger√§uschen des Streuners durchbrochen wurde. "Wer auch immer die Idee f√ľr einen Park dieser Gr√∂√üe und Sch√∂nheit hatte, ich zolle ihn meinen gr√∂√üten Respekt."

Behutsam nahm er das Schert vom G√ľrtel und legte es neben sich. Es st√∂rte nur beim bequemen liegen, auch wenn er wohl jetzt besonders darauf achtete. "Warum sind die Menschen auf dieser ‚Äď wie sagtest du ‚Äď Ebene, warum sind sie so abweisend und kalt?" In dieser Frage lag naive Neugierde, die auch Fallon direkt auffiel. Doch konnte er es nicht g√§nzlich nachvollziehen.
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Re: Wolfsblut

#12

Beitragvon Tsacko » Do 8. Jun 2017, 19:36

Tsacko aß nicht, er fraß das Essen. Auf Hundeart verdrehte er den Kopf und biss mit den Backenzähnen ab, anstatt mit den Schneidezähnen und schluckte die Brocken dann ohne zu kauen herunter. Als er fertig war, fragte er Fallon "Isst du das nicht mehr?" und zeigte auf dessen Portion.

Gemeinsam lie√üen sie hernach den Blick √ľber den Terrassentrichter schweifen und Fallon erkundigte sich nach dem Grund, warum sie so abweisend behandelt worden waren.

"Oh, das d√ľrfte vor allem an mir liegen. Man sagt mir eine gewisse Ungepflegtheit und einen w√ľrzigen Eigengeruch nach. Aber sch√∂n, dass es dir nicht aufgefallen ist, da kann es ja so schlimm gar nicht sein!" Er legte sich auf den R√ľcken, um seinen √ľberf√ľllten Ged√§rmen Raum zu geben. Er hatte die komplette Tagesration eines k√∂rperlich schwer schuftenden S√∂ldners mit einem Mal aufgegessen und das merkte er nun. Sein Bauch war merklich verdickt und tat ziemlich weh. Aber wie es aussah, wollte Fallon ohnehin noch nicht sofort weiter.

"Obenza ist vertikal in eine Art von Revieren unterteilt", erkl√§rte er weiter. "Ganz unten wohnt der Bodensatz, also ich und du und ein paar andere. In der Mitte die Mittelschicht und ganz oben die wohlhabendsten und einflussreichsten B√ľrger, haupts√§chlich aus dem inneren Kreis des Schmugglernetzwerkes. Darum werden die Zug√§nge zu den Ebenen auch immer st√§rker bewacht, je h√∂her man kommt. Zu den allerobersten kommt man nur per Hei√üluftballon oder Greif. Man sagt, dass sie so reich sind, dass sie Milch wie Wasser verwenden. Sie baden darin, lassen sich die Wohnung damit putzen, waschen ihre Klamotten darin. Und sie rei√üen sich die Z√§hne aus und ersetzen sie durch pures Gold."

Tsacko lie√ü sein schiefes Grinsen blitzen. "Meine Heimat! Jetzt erz√§hl mir was von deiner, bevor ich dich Grizzly zum Fra√ü vorwerfe. Wo kommst du her? Wie sieht es da aus? Vom Dialekt her w√ľrd ich auf Naridier tippen. Hab ich Recht?" Er grinste breiter und knuffte Fallon mit der Faust gegen den Arm. "Nat√ľrlich hab ich Recht! Wieso verl√§sst einer das reiche Naridien? Ich w√§re ja an deiner Stelle dort geblieben, wenn ich da schon mal geboren w√§re."
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Re: Wolfsblut

#13

Beitragvon Fallon » Fr 9. Jun 2017, 20:54

Mit einem ungl√§ubigem Kopfsch√ľtteln kommentierte Fallon stumm die Frage Tsackos. Der wollte wirklich alles in sich hinein stopfen, was er in die Pfoten bekam. Was konnte man ihm das auch ver√ľbeln, so war er ein Streuner und bekam scheinbar trotz seines gro√üen Rudels keinen Happen zu Essen. Jedenfalls nichts, wof√ľr es sich wirklich zu jagen lohnte.

W√§hrend der Streuner das Essen verschlang und nachdem Fallon seine Frage gestellt hatte, verschr√§nkte dieser die H√§nde hinter dem Kopf. Es brachte ihn in eine angenehmere Position, in der auch nicht umhin kam, die Augen zu schlie√üen. Kurz darauf versch√§rften sich all seine anderen Sinne. Die V√∂gel waren noch genauer zu h√∂ren, genau wie die Ger√ľche nun intensiver waren.

Eines stach bereits direkt heraus: der starke und dominante Geruch Tsackso. Im selben Moment sprach dieser auch von seinem Körpergeruch und dies verleitete den Wolf nur zum Grinsen. "Du darfst aber nicht vergessen, dass ich ein Wolf bin und somit deiner Spezis angehöre. Ich nehme deinen Geruch anders war als die Menschen. Ich rieche deine Markierungen und deine Dominanz, die Menschen nur Gestank."

Mit gr√∂√üter Ruhe und Entspannung lie√ü Fallon die Natur in diesem Park √ľber sich fahren. Das Gef√ľhl blieb so herrlich, wie es schon zu Beginn war. "Es ist schade, dass die Menschen in solch einer stumpfen Hierarchie leben.", kommentierte er nebenbei die Aussagen Tsackos, ohne wirklich dessen Worten gro√ü Geh√∂r zu schenken oder sie weiter zu durchdenken.

Allerdings erforderten seine nächsten Fragen nach Fallons Herkunft einer bedeutenderen Aufmerksamkeit, als es noch die Worte davor taten. Während das eine Auge geschlossen blieb, öffnete sich das andere und schaute Tsacko neben sich an. "Meine Herkunft?", hakte er noch einmal nach. Fallon war sich nicht ganz sicher, was er erzählen sollte.

"Um ehrlich zu sein wei√ü ich nicht ganz, woher ich komme.", berichtete er wahrheitsgem√§√ü. "Die meiste Zeit habe ich mit meiner Familie in einer Karawane verbracht, bevor man mich aus dieser verbannt hatte. Du wei√üt schon, wegen Gestaltwandler sein und so. Die meiste Zeit war ich eher unterwegs und habe keinerlei Ahnung gehabt, in welchem Land ich bin oder zu welchem Volk ich geh√∂re." Seine Sprache unterbrach sich durch ein m√ľdes G√§hnen. "Auf jeden Fall bin ich ein freier Wolf und kannte nur den Wald. Du wei√üt schon. Viele B√§ume, Tiere und genug Orte zum markieren."

Mit einem gen√ľsslichen Seufzen streckte sich Fallon und setzte sich sogleich auf. Sein Blick wandte sich zu Tsacko, der dort noch im Gras lag. "Seitdem wandere ich einfach nur umher, war zwischenzeitlich mal Teil einer S√∂ldnerkompanie." Sein Schwert fand wieder den Weg an seinen G√ľrtel. "Dennoch habe ich mich nicht gro√ü mit den Lebenseinstellungen der St√§dter auseinander gesetzt. So ist mir reich oder arm egal. Letztendlich sind alle gleich."

Mit einem neugierigen Blick musterte er Tsacko wie er dort im Gras lag einmal genauer. "Du hast aber auch viel durch." Sein Blick blieb bei den Narben an den Ohren des Streuners hängen. "Zu viel, so mitgenommen wie du aussiehst. Einiges weiß ich ja schon, ich bin mir aber sicher, dass da noch viel mehr ist."
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Re: Wolfsblut

#14

Beitragvon Tsacko » Mi 14. Jun 2017, 14:30

Tsacko lauschte Fallons Worten, w√§hrend er verdaute. So vollgefressen, mit guter Gesellschaft bei sch√∂nem Sommerwetter drau√üen und mit einer angenehmen Beschallung in Form von Erz√§hlungen f√ľhlte er sich pudelwohl. "Ich mag stumpfe Hierarchien", warf er unter lautem G√§hnen ein. Ihm entging nicht, dass Fallon sehr oberfl√§chlich blieb in seinen Ausf√ľhrungen, aber irgendwann w√ľrde er ihn schon noch ausquetschen.

Fallon fragte schlussendlich nach seinen Narben. Tsacko streckte sich aus, w√§hrend er auf der Wiese fl√§zte. "Tjaaa!", posaunte er. "Diese Narben habe ich von gr√∂√üenwahnsinnigen R√ľden, die der Meinung waren, sich mit mir messen zu m√ľssen. Frag nicht, wie die jetzt aussehen! Als h√§tte man sie durch den Fleischwolf gedreht! Am Ende haben sich winselnd und mit eingezogenem Schwanz auf dem R√ľcken vor mir im Dreck gew√§lzt und um Gnade gefleht." Er kratzte sich ungeniert am Sack. "Nat√ľrlich bleiben auf dem Weg zum Alphathron ein paar kleine Blessuren nicht aus. Der Weg bis zum Alpha ist blutig, sagt man doch. Troph√§en an der Wand der Ruhmeshalle meines K√∂rpers - oder so. Ehrlich, ich seh nicht aus wie der K√§mpfer schlechthin, aber ich hab`s drauf ohne Ende! Mich untersch√§tzen die Meisten, bis sie das erste Mal im Dreck liegen."

Tsacko rollte sich auf den Bauch, blickte Fallon an, presste die Arme lang vor sich ins Gras und hob den Hintern, die F√ľ√üe ins Gras gestemmt. Dann bellte er ihn mit hoher Stimme mehrmals kurz hintereinander an, obwohl er noch Albengestalt hatte. Er hielt den Blick auf Fallon gerichtet und sprang in dieser unm√∂glichen K√∂rperhaltung ein paar Mal hin und her.
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Re: Wolfsblut

#15

Beitragvon Fallon » Do 15. Jun 2017, 19:44

Nachdenklich lauschte Fallon den Worten Tsackos. Dies war nur ein weiterer Beweis, dass sich der Wolf niemals als Alpha sehen wollte. Nat√ľrlich hatte er seinen Stand und war bereits, darum zu k√§mpfen. Doch Rudel und ihre st√§ndigen Gerangel um Macht innerhalb der eigenen Reihen schien f√ľr Fallon einfach ein sinnloses √úbel. Dennoch war es wohl Gang und G√§be, dass es nicht nur unter Menschen, sondern auch in Rudeln vorkam.

"Immerhin lebst du noch und h√ľpft freudig vor mir umher.", kommentierte Fallon letztendlich nur noch trocken, als er den Hundewandler vor sich sah, wie er in g√§nzlich h√ľndischer Manier umhersprang. Dabei dachte Fallon schon, dass er zu lang in seiner Wolfsgestalt verbracht hatte. Tsacko war der Beweis, dass es noch wesentlich schlimmer gehen konnte. Nach einigen Sekunden des trockenen Starrens jedoch, verzogen sich seine Lippen zu einem schelmischen Grinsen. "Guter Junge, hast du fein gemacht!" Zwar weckte dieser Satz auch in ihm vergangene Erinnerungen, aber es war einfach passend zu der Situation.

Provokativ klopfte Fallon mit beiden H√§nden auf die Oberschenkel. "Na komm, dann gehen wir mal den b√∂sen Wauwau besuchen, dir dein hart erk√§mpftes Territorium abstreitig macht!" Das Grinsen lie√ü dabei einfach nicht ab. "Du darfst vorlaufen." Die Mundwinkel Fallons zuckten immer wieder nach oben, sein Lachen unterdr√ľckte er mit gro√üer M√ľhe.
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Re: Wolfsblut

#16

Beitragvon Tsacko » Fr 23. Jun 2017, 16:54

Enttäuscht setzte Tsacko sich auf den Hintern. Ein paar Leute waren stehengeblieben und hatten seinen Spackanfall auf allen Vieren mit offenem Mund beobachtet. Jetzt, da der verlotterte Waldalb sich offensichtlich normalisiert hatte, gingen sie weiter.

Nat√ľrlich dr√ľckte der Kerl sich vor dem geplanten Kampfspiel. Wahrscheinlich hatte er Schiss, nachdem Tsacko derma√üen auf den Putz gehauen hatte! Und au√üerdem untergrub er Tsackos Autorit√§t, indem er dessen Spielaufforderung nicht annahm. Tsacko wollte raufen und der Doofi veralberte ihn!

Er murrte missgestimmt vor sich hin. Eine bessere Drohung fiel ihm irgendwie grad nicht ein. Aber er sprach wegen seiner vielen Zeit in Hundegestalt auch nicht sehr oft und war daher nicht sonderlich schlagfertig oder redegewandt, auch wenn er zum Quasseln neigte, wenn er schon mal als Alb rumlief.

Tsacko ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:03
Du hast dich gedr√ľckt!
Gedr√ľckt! Ist das eines Wolfes w√ľrdig?

Fallon ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:04
Gedr√ľckt?
Wovor?

Tsacko ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:05
Vor dem Kampfspiel!
Ich wollte dich fertig machen und du hast einfach Nö gemacht.

Fallon ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:05
Haha!

Fallon ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:05
F√ľr diese kleinen Spielchen habe ich keine Zeit, schlie√ülich gilt es noch einen gewissen Grizzly zu erlegen

Tsacko ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:06
P√∂h, du w√ľrdest noch W√úNSCHEN, du h√§ttest mit mir gespielt!
Nämlich dann, wenn du mal selber spielen willst, und ich Nö mache!

Tsacko ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:06
Wie gefällt dir das, hm?!

Fallon ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:06
Daf√ľr ist sp√§ter noch Zeit. Dann spielen wir und ich schw√∂re dir, es wird spa√üig.

Tsacko ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:07
Aber mit Zwicken!
r
Fallon ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:07
Okay, mit Zwicken.

Tsacko ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:07
:-D

Fallon ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:07
Oh gro√üer Alphar√ľde. :D
*wuschelt Tsacko durch die Haare*

Tsacko ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:08
Siehst du diesen Zahn hier? Und diesen? Der wird dich zwicken!
Du untergräbst meine Autorität *murr*
Man wuschelt nicht den Alpha!

Tsacko ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:08
Wuschel lieber Grizzly. :-D

Fallon ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:08
Ich untergrabe doch nicht die Autorität! *wuschelt weiter, streichelt dazwischen aber mal*

Tsacko ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:10
*duckt sich vor der von oben auf ihn draufpatschenden Hand* Mann ... Mann! Eh, jetzt mal! Man wuschelt nicht Hunden auf dem ... auf dem Kopf! Du darfst mich hinter den Ohren kraulen, aber sanft! Nicht die Ohren kneten, das mag ich nicht!

Fallon ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:10
*grinst richtig breit*

Tsacko ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:10
Da. *zeigt* Da darfst du.

Fallon ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:10
*steichelt trotzdem auf dem Kopf und wuschelt da durch*
Ich streichle und kraule dich, wo ich es will.

Tsacko ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:11
*schnappt nach der Hand*
:sauer:

Fallon ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:11
*zieht Hand geschickt zur√ľck*

Fallon ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:11
Böser Tsacko! Sehr böse!
*grinst noch breiter*
Benimm dich und sein braver Hund!

Tsacko ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:12
Ich mach das gleich mal bei dir! *strubbelt ihm mit beiden Händen grob die Haare durcheinander*
Jetzt siehst du aus wie ein Bobtail!

Fallon ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:13
*muss die Augen schließen und genießt das Strubbeln mit einem ungewollten Hecheln*
*Wird von den nächsten Worten herausgerissen*
Hey, was soll das bitte heißen?
*läuft rot an*
Mach das nicht noch einmal!
*ihm ist es peinlich, dass er es genossen hat*

Tsacko ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:14
*knetet die Ohren* Das kann ich auch! :sauer:

Fallon ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:14
*kann dem Drang nicht widerstehen, den Kopf zu Tsacko zu recken und die Ber√ľhrung zu genie√üen*

Tsacko ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:15
Eh, Mann, so war das aber nicht gedacht!
*√ľberlegt*
*streichelt ihm die Haare gegen den Strich!*

Fallon ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:15
*schreckt auf*
Hey!
*sch√ľttelt sich*
Lass das, du verdammter Köter!

Tsacko ‚ÄĘ Fr 23. Jun 2017, 15:15
*rubbelt stärker gegen den Strich* Nimm das! Und DAS!
*die Haare und Schuppen stieben nur so*

Fallon knurrte ungewollt, schubst ihn weg und knurrt noch lauter.

Tsacko stolperte ein paar Schritte r√ľckw√§rts. "Lass dir das eine Lehre sein!"

Fallon spannte seine Beine an und sprang Tsacko an, um ihn zu Boden zu reißen.
Er knurrt dabei bedrohlich und seine Fangzähne waren bereits gewachsen.

Tsacko klatschte in den Dreck und wandt sich keifend.

Fallon presste sein komplettes Gewicht auf Tsacko und geiferte nur wenige Zentimeter vor seinem Gesicht herum.

Einige vorbeikommende Passanten guckten schief auf die zwei Männer.
Tsacko machte eine hakende Bewegung und schafft es irgendwie, seine Kniekehle vor Fallons Kopf zu kriegen.

Fallon war vollkommen verdutzt, was da plötzlich passierte.

Tsacko dr√ľckte wie bescheuert das Bein nach hinten, um Fallon von sich wegzukriegen. "Das wirst du noch bereuen! ich sag das meinen Freunden!"

Fallon rollte sich zur Seite weg, knurrte bedrohlich, ehe er einen weiteren Satz auf Tsacko machte, in der Hoffnung dass er nicht so schnell reagieren kann. Der Hundwandler wurde unter ihm gepl√§ttet und √§chzte, als die Luft aus seinen Lungen entwich. Er verwandelte sich in einen Hund und begann br√ľllend um sich zu schnappen.

Als die Augen Fallons die Verwandlung erfassten, zog er nach und binnen von nur wenigen Sekunden war die R√ľstung abgefallen und ein schwarzer Wolf thronte √ľber Tsacko. Einige Schritt machte er zur√ľck, lie√ü Tsacko aufstehen, w√§hrend seine Auigen diesen scharf beobachteten.

Tsacko sprang auf und echauffierte sich mit w√ľstem Gekl√§ff, weil man ihn auf den R√ľcken bef√ľrdert hatte.

Fallon bellte weder, noch knurrte er, sondern begann Tsacko zu umrunden, den Blick auf diesen fixiert.

Tsacko sträubte das Nackenfell und kreiste ebenfalls, die Breitseite Fallon zugekehrt, mit lang durchgestreckten Beinen und erhobenem Schwanz um zu zeigen, wie groß er war.

Fallon blieb vollkommen besonnen und f√ľhrte dieses Spiel fort, w√§hrend er sich gar nicht gr√∂√üer macht oder gar versucht zu beeindrucken, der Blick war gewitzt und hinterh√§ltig.

Tsacko stakste n√§her und schob seinen Kopf knurrend √ľber Fallons R√ľcken.

Fallon hielt still und machte nichts, lie√ü die Geste √ľber sich ergehen, ehe er pl√∂tzlich laut knurrte und sich mit voller Wucht gegen den Stra√üenk√∂ter warf.

Ein wilder Hochkampf entbrandete, Tsacko br√ľllte so laut er konnte und versuchte irgendwie, Fallons Gesicht und Hals zu tackern und ihn umzuschmei√üen, musste aber feststellen, dass er ein gutes St√ľck kleiner war und einen ziemlich ung√ľnstigen Hebel hatte.

Fallon seinerseits versuchte, gut den Angriffen Tsackos auszuweichen, ein oder zwei Mal erwischte es ihn auch, weswegen er ins Straucheln geriet, was ihn aber nicht davon abhielt, seinen kompletten Körper als Ramme zum Gegenangriff einzusetzen, als er frontal ein Satz nach vorn machte.

Tsacko versuchte noch, sich seitlich wegzudrehen, aber gegen den Wolf, der fast das Doppelte von ihm wog, hatte er keine Chance, sobald dieser sein Gewicht ins Spiel brachte. Er versuchte noch, sich beim St√ľrzen irgendwo in dessen M√§hne zu verbei√üen, nahe am Ohr, damit Fallons Kopf fixiert war und er ihm nicht die Kehle zudr√ľcken konnte.

Genau das rettete aber Tsacko entsprechend den Kampf. Fallon hatte nicht mit der Wendigkeit und den Reflexen des Sch√§ferhundes gerechnet, weswegen er den Biss in der M√§hne nicht voll st√§ndig entgehen konnte. Damit war sein Vorteil hin√ľber! Augenblicklich sch√ľttelte sich der Wolf, um den festgebissenen Tsacko loszuwerden.

Loszulassen jedoch war das, was ein Sch√§ferhund niemals tat, sobald er einmal festgebissen war. Nicht einmal sein damaliger Herr hatte es geschafft, Tsacko per Kommando von einem √úbelt√§ter abzubringen, sobald er einmal in dessen Schulter hing. Dimzel hatte ihn halb besinnungslos pr√ľgeln m√ľssen. Und so blieb Tsacko auch diesmal gnadenlos h√§ngen, w√§hrend Fallon sich sch√ľttelte.

Schnell bemerkte Fallon, dass er den Hund nicht loswurde. Also musste eine andere Lösung her. Nur ungern aber in der Situation erforderlich, grub er seine Zähne in den Hinterlauf Tsackos, verbiss sich dort mit großer Kraft, um durch die Schmerzen den Hund zum loslassen zu bewegen.

Tsacko jedoch wurde durch den Schmerz nur noch mehr angespornt. Fest wie ein Schraubstock blieb er h√§ngen, was jedoch den Vorteil hatte, dass er nicht nachbiss und Fallon so keine gr√∂√üeren Verletzungen davontragen w√ľrde, bis auf eine Quetschung der Fleischfalte unter der M√§hne. Im Siegestaumel sah Tsacko sich schon √ľber dem um Gnade winselnden Wolf stehen wie eine bronzene Heldenstatue!

Allm√§hlich wurde Fallon bewusst, dass er verlieren w√ľrde, wenn es so weiter ging. Sein Blick schweifte √ľber die Umgebung und schon bald fand er etwas, was seiner Begierde nachkam. Mit einem kr√§ftigen Ruck nahm er Anlauf, schleuderte dabei Tsacko hinter sich, eher direkt mit der Flanke auf einen Baum zusprang, Tsacko genau dazwischen befindend.

Ein heftiger Schlag ging durch Tsackos K√∂rper und er sp√ľrte, wie das Fell seinen F√§ngen entglitt. Schlaff fiel er zu Boden und gab keuchende Laute von sich, die einem Husten √§hnelten. Wacklig kam er wieder auf die Beine, den Kopf geduckt und die Ohren zur√ľckgelegt, die Lefzen weit nach hinten gezogen.

Doch nicht nur Tsacko hatte die ganze Prozedur durchgesch√ľttelt, auch Fallon war von dem Prozedere bet√§ubt. Sich die Bet√§ubung absch√ľttelnd, hob er wieder anmutig und ruhig den Kopf, zeigte wie zuvor auch keinerlei Regung. Er fixierte Tsacko ruhig, ehe er den Kopf schief legte und hechelte. Doch ohne jede Vorwarnung preschte er ein weiteres Mal hervor, um Tsacko ein weiteres Mal gegen den Baum zu schlagen, dieses Mal jedoch im Ausma√ü der vollen Wucht.

Mit einem Kreischen, das dem eines Kojoten glich, wich Tsacko aus und rannte mit eingezogenem Schwanz davon. Diesen Kampf konnte er heute nicht mehr gewinnen! Er schaute im Rennen √ľber seine Schulter, ob der Wolf ihm folgte. Kein Sieg, kein Spiel, keine Heldenstatue w√ľrde es f√ľr ihn geben!

Die Geschwindigkeit die Fallon aufgebaut hatte, um Tsacko in die Mangel zu nehmen, lie√ü sich jedoch nicht mehr ausbremsen, um auf das Ausweichman√∂ver zu reagieren. Mit voller Wucht schlug der Wolf gegen den Baum und ein f√ľrchterlicher Schmerz durchzuckte seine komplette Flanke, die er zumindest zum Abfangen genutzt hatte. Ein Wimmern drang aus seiner Kehle, als er sichtlich Schwierigkeiten bekam, zu atmen oder sich wieder aufzurichten.

Als Tsacko das bemerkte, drehte er eine Kurve und kehrte zur√ľck. Er n√§herte sich langsam, stets auf der Hut, ob der Wolf ihn wieder anspringen w√ľrde. Er schnupperte mit langgestrecktem Hals. Dann zeigte er eine Mimik, die ihn selbst einem Blinden als Gestaltwandler enttarnt h√§tte, denn ein breites, diabolisches Grinsen zeigte sich auf dem Hundegesicht. Er stellte sich mit allen Vieren in Siegespose √ľber Fallon, grollend und knurrend, damit dieser auch sch√∂n liegen blieb, wie er war.

Die Sicht war nur verschwommen, als er Tsacko beobachten konnte, wie dieser sich n√§herte. Fallons Geist sammelte sich, zwang seinen K√∂rper zur Aufmerksamkeit und Bereitschaft. M√ľhevoll gelang es ihm, die Atmung wieder zu kontrollieren, da sp√ľrte er pl√∂tzlich eine W√§rme √ľber ihm. Tsacko thronte √ľber ihm selbst- und siegessicher. Ein gro√üer Fehler. Mit erholter Kraft schaffte es Fallon aufzuspringen und dabei die entbl√∂√üte Kehle Tsackos anzuviesieren, die das Ziel seines Maules werden sollte.

Der Hundewandler wurde brutal an der Kehle gepackt und heruntergezerrt. Jetzt sa√ü er endg√ľltig in der Klemme! Er machte sich stocksteif, gab keine Gegenwehr mehr von sich und kein Laut kam mehr √ľber seine Lefzen.

Fallon stand mehr schlecht als recht auf seinen vier Pfoten, doch sp√ľrte er mit Zunge und Maul die Kehle Tsackos. Nur sanft dr√ľckte er f√ľr einen Moment dessen Luft ab, lie√ü aber schnell wieder los, damit der Sch√§ferhund nicht erstickte. Schlie√ülich glitt ein freudiges Bellen aus Fallons Kehle, w√§hrend er behutsam und sanft die Wange Tsackos beschnuppert und schlie√ülich an ihr leckte. Auffordernd stupste er den Hundewandler mit der Nase nun an den Bauch, ehe er zu seiner abgeworfenen Kleidung stakste. Die Verwandlung war schnell vollzogen und die Nacktheit besiegt, als er schlie√ülich auch die letzten Teile seiner R√ľstung anlegte.

Kurz darauf sa√ü auch Tsacko wieder als angezogener Mann auf der Wiese. M√ľrrisch strich er mit den Fingern √ľber seine Kehle. Mehr als sein Hals schmerzte jedoch sein gebrochener Stolz.

Fallon humpelte leicht, so hatte er beim anziehen einen gro√üen blauen Fleck bemerkt, der jetzt seine Seite zierte. Warum war er auch so dumm gewesen? Seine Triebe hatten √úberhand genommen. Dennoch f√ľhlte er sich fit genug, es mit Grizzly aufzunehmen! Sich die Seite haltend schritt er zu Tsacko her√ľber. "Du hast gut gerauft und viel hergemacht Tsacko. Ich habe gro√üen respekt vor dir!", sagte Fallon wahrheitsgem√§√ü, als er dem Hundewandler eine Hand zum aufstehen anbot.

Der guckte die Hand einen Moment ver√§chtlich an, dann besann er sich aber, grinste schief, griff die Hand und lie√ü sich hochziehen. Auch er konnte mehr schlecht als recht vern√ľnftig stehen, da Fallon ihn ja in den Fu√ü gebissen hatte. "Ganz meinerseits! Ich finde auch, dass ich gut gek√§mpft habe!" Er zwinkerte und knuffte Fallon kameradschaftlich in die Seite. Rein zuf√§llig war es nat√ľrlich jene, die den blauen Fleck hatte. Dann zog er Fallons Kopf kurz an seinen heran und legte die Stirn auf seine und klopfte ihn, ehe er wieder loslie√ü. "Team Klumpfu√ü - bereit zum Kampf!"

Nat√ľrlich zuckte Fallon einmal vor Schmerz zusammen, als er die Faust Tsackos in der verwundeten Seite sp√ľrte. Seine Augen schlossen sich kurz, ehe er seinem Begleiter auch frech zugrinste. Behutsam klopfte er ihm auf die Schulter, lie√ü die Bekundung des Teams √ľber sich ergehen, genoss es aber auch, dass Tsacko da war. "Du bist vollkommen in ordnung, wei√üt du das?", meinte Fallons schlie√ülich fr√∂hlich, als er den Hundewandler anschaute. "Tut mir leid wegen deines Fu√ües. Ich wollte nicht so aggressiv vorgehen. Du hast dich aber auch gut in meinem Hals verbissen." Fallon grinste breit, doch wurde er pl√∂tzlich starr und bleich. Hatte Tsacko es bemerkt? Unbewusst fasste er sich an den Hals. Hoffentlich hatte er es √ľbersehen. "Jetzt lass uns losgehen und direkt zu Grizzly.", wechselte er schnell das Thema.

Tsacko lächelte. "Du auch, Fallon. Du auch. Echt schade, dass du nur ein Wolf geworden bist."

Der Friedhof lag außerhalb. Und war gut bewacht - nämlich von Grizzly. Er lag in Hundegestalt in der Pforte, ein langhaariger, wolfsfarbener Herdenschutzhund von 80 kg Kampfgewicht. Eine Burg von einem Hund mit riesigen Pfoten, dessen Gestalt an einen Bären erinnerte.

"Er soll hier aufpassen, dass keine Ghule die Gr√§ber pl√ľndern. Nach dir", sagte Tsacko freundlich und machte eine einladende Verbeugung, die eine Wolke von Unduft verbreitete und damit endete, dass er mit beiden H√§nden auf Grizzly wies.

Grizzly ruhte, doch seine Sinne waren hell wach. Er hatte die Neuank√∂mmlinge l√§ngst bemerkt. Er erhob sich mit einer Beh√§ndigkeit, die man von einem Hund dieser Gr√∂√üenordnung nicht erwartete, wenn man noch nie mit Herdenschutzhunden zu tun gehabt hatte. Seine Hundegestalt wog das Dreifache von der Tsackos. Selbst als Alb war Tsacko deutlich leichter als dieses Unget√ľm.
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Re: Wolfsblut

#17

Beitragvon Fallon » Sa 24. Jun 2017, 15:00

Gekonnt die Bemerkungen zu seiner Selbst ignorierend, schritt Fallon mit seinem Begleiter und F√ľhrer durch die Stra√üen. Der Anblick wechselte wieder stark zum sonstigen Park. Das prachtvolle wich wieder eher dunkleren und zweckgebundenen Geb√§uden. Selbstsicheren Schrittes k√ľmmerte sich Fallon aber nicht darum, sondern folgte einfach nur Tsacko der ihn wohl direkt zum besagten Friedhof f√ľhrte. W√§hrend dieser Zeit bereitete sich Fallon schon auf eine Konfrontation vor. Wenn er nicht den "Rudelf√ľhrer Grizzly" √ľberzeugen konnte, was wohl bei Revierk√§mpfen eher unwahrscheinlich war, w√ľrde es auf einen Kampf hinauslaufen. Das wusste Fallon selbst nur zu Gen√ľge.

Schon bald standen sie auch nicht weit von besagtem Friedhof weg, das Tor war bereits gut auszumachen und in diesem ein wahrer Berg an Tier. Unsicher blickte er Tsacko an, dann wieder zur√ľck zu Grizzly. Er machte seinem Namen alle Ehre. Er war beinahe so gro√ü wie ein ausgewachsener B√§r, der Hunde wie Tsacko und auch W√∂lfe wie Fallone einfach in der Luft zerriss. "Ich will nicht feige klingen, aber ich wei√ü warum du Angst vor ihm hast.", meinte Fallon nur trocken, ehe er schluckte. Tief atmete er dann aber durch und schaut noch einmal genau hin. So schlimm kann es schon nicht werden. Fallon hatte wesentlich schlimmere Sachen √ľberstanden.

"W√ľnsch mir Gl√ľck.", meinte Fallons schlie√ülich grinsend, wobei er Tsacko einmal zuzwinkerte. Schlie√ülich widmete er sich ganz seinem Gegen√ľber. Grizzly. Der Riese hatte sich bereits aufgesetzt und fixierte Fallon mit einem Blick des Todes, wie ihn nur ein wahrer J√§ger drauf haben konnte. Das war wahrlich unheimlich. Beschwichtigend hob Fallon dabei die H√§nde. "Hey, ganz ruhig. Ich will nur reden." Der Blick wurde animalischer und bedrohlicher, als er es ohnehin schon war. Na ganz gro√üe Klasse.

Langsam näherte sich Fallon dem riesigen Hund. Dessen Ohren waren bereits angelegt und ein tiefes Grollen blieb in der Kehle Grizzlys. Fallons Blick wurde nun auch ernster und eine Hand legte sich auf den Schwertknauf seiner Waffe. Das war wohl genug. Das Knurren trat nun nach außen und das Riesenvieh begann zu geifern. "Hey, war-" Zu spät. Mit einem Satz prang Grizzly auf und direkt auf Fallon zu!

Gerade noch schaffte es Fallon dem Unget√ľm mit einer Hechtrolle nach links auszuweichen. Der Berg sprang knapp an ihm vorbei. Fallon zog sein Schwert und machte sich bereit. Er hatte keine andere Wahl. Das Schwert vor sich gehalten, begann er sich mit seinem Kontrahenten zu umkreisen. Der n√§chste Angriff lie√ü nicht lang auf sich warten. Mit einem m√§chtigen Satz sprang Grizzly Fallon entgegen. Dieser wich erneut aus. Doch dieses Mal nicht so elegant.

Eine Pfote des Tieres riss bei der Landung ein Bein von Fallon weg. Mit lautem Fluchen fiel er zu Boden, verschenkte jedoch nicht viel Zeit. Schnell rollte er sich zur Seite, da schlug auch ein lauter Biss neben ihn ein. Ein Kiefer der Knochen zerbrach. Augenblicklich erhob sich Fallon, sah sich aber schon dem n√§chsten Angriff ausgesetzt. Dieses Mal nutzte sein Ausweichen jedoch wenig. Die Flanke Grizzlys erwischte ihn, stie√ü ihn zur√ľck. Fallon geriet ins Wanken. Ohne zu z√∂gern griff Grizzly ein weiteres Mal an. Er war ohne Probleme umgedreht! Gro√ü und verdammt wendig!

Im rechten Moment hob Fallon sein Schwert an. Es hatte gereicht, um den Angriff auf Fallons Kehle zu blocken. Die Waffe schnitt sogar in die Lefzen des Hundes, als er sich am Schwert verbiss! Dies beeindruckte ihn jedoch wenig. Mit einer schnellen Kopfbewegung riss Grizzly an dem Schwert. Allerdings hing Fallons Hand noch daran. Neben dem Schwert flog auch er wie eine Puppe. Reflexartig lie√ü er los, was ihn ein gutes St√ľck weiter schleuderte.

Der Aufprall auf den Boden presste jede Luft aus dem K√∂rper Fallons, der erst nach mehrmaligen Rollen zum Stillstand kam. Vollkommen benommen versuchte er sich wieder aufzurappeln. Nur vernahm er schon im n√§chsten Moment schwere Schritte, die herbeieilten. Ehe Fallon auch nur ansatzweise reagieren konnte, verbissen sich Z√§hne in seinem linken Oberarm. Schmerz durchflutete seinen K√∂rper. Ein lauter Schrei ert√∂nte aus seiner Kehle. "AARGH! DU VERDAMMTES MISTVIEH!", br√ľllte er mit schmerzverzerrtem Gesicht, als er ein weiteres Mal herumgeschleudert und durch die Gegend geworfen wurde. Erneut rollte er √ľber den Boden. Fallon musste aufstehen und an sein Schwert gelangen!

Sein Blick verschwamm. Au√üer dem Schmerz sp√ľrte er seinem linken Arm nicht mehr. Er hing leblos durch den Schock an seiner Seite. Ein weiteres Mal wurde er gepackt und durch die Luft gewirbelt. Die Kraft wich erneut aus seinen Gliedern und sein Blick wurde f√ľr einen Moment schwarz. Sein rechtes Bein. Es schmerzte nun auch f√ľrchterlich. Ein weiterer Angriff blieb jedoch aus. Mit der rechten Hand versuchte sich Fallon entgegen jeder Widirgkeit zu erheben. Sein Kopf drehte sich in Richtung Grizzlys. Dieser stapfte seelenruhig auf Fallon zu. Mit gro√üer M√ľhe erhob sich dieser wieder, er wankte stark und war einen Biss vom Tod entfernt.

Seine Muskeln spannten sich jedoch jetzt komplett an, ein Gef√ľhl der St√§rke zum Trotz seiner Verletzungen erf√ľllte ihn. Laut br√ľllte er einen Kampfesschrei heraus, welches von einem lauten Heulen untermalt war. Seine Z√§hne waren zu F√§ngen gewachsen und sein Kopf formte sich leicht zu dem eines Wolfes. Doch er w√ľrde sich nicht verwandeln. Dazu war keine Zeit!

Seine Verwandlung kehrte sich wieder um, doch sein Blick blieb der eines Tieres. Fallon stie√ü ein erneutes Br√ľllen aus, ehe er einfach auf den Wolf zurannte. Dabei hatte er sein Schwert genau im Blick, was genau hinter diesem lag. Mit Schnelligkeit wich er den Z√§hne und den Pranken Grizzlys aus, rutschte darunter hindurch, als er mut seiner Rechten schlie√ülich sein Schwert zu fassen bekam. Fallon wandte sich augenblicklich um, Grizzly hatte scheinbar schon mit seinem Sieg gerechnet, so wie er verwundert drein blickte.

Ein erneuter Schrei ert√∂nte, als Fallon Anlauf nahm und sich mit beiden F√ľ√üen vom Boden abstie√ü. Das Schwert weit √ľber dem Kopf erhoben stie√ü er hinab und rammte dessen Spitze in den Leib Grizzlys. Dieser heulte laut auf, als sich das Schwert in sein Fleisch vergrub und noch in der selben Bewegung eine riesige Wunde den R√ľcken entlang zog. Fallon hingegen stie√ü sich wieder ab, rollte nach vorn und nutzte den Schwung, um Grizzly mit dem Schwert in die Hinterl√§ufe zu hacken. Ein weiteres Jaulen ert√∂nte, als der erste Hinterlauf keinen Widerstand gab und einfach abgetrennt wurde. Erst der Zweite bot genug Wiederstand, dass das Schwert stecken blieb.

Jedoch kein Problem f√ľr Fallon mehr, der die Klinge einfach heraus zog und ein weiteres Mal sprang. Grizzly war in sich zusammen gesackt und sp√ľrte unter lautem Jaulen nur noch die Schmerzen. Doch diese w√§hrten nicht lang, als der erneute Sprungangriff die Klinge Fallons in das Genick Grizzlys trieb und dessen Leben mit einem lauten Knacken ein Ende brachte. Der Riese bewegte sich nun gar nicht mehr und der Leib sank entg√ľltig in sich zusammen.

Schwer keuchend zog Fallon seine Klinge aus dem Hund heraus, lie√ü diese noch in die Scheide zur√ľck gleiten, w√§hrend er siegreich √ľber den Hund thronte. Seine aus Adrenalin und Wut getriebene St√§rke verfl√ľchtigte sich jedoch schnell wieder, sein K√∂rper begann zu zittern. Seine Wunden bluteten noch immer stark. Seinem K√∂rper entwich jede St√§rke und er sank auf die Knie. Mehr Keuchen als Atmen war von au√üen zu vernehmen. F√ľr einige Sekunden verhaarte er in diesem Zustand, ehe er zittrig einige Bandagen aus einer seiner Taschen fischte.

Notd√ľrftig verband er seine Wunden, so w√ľrde er zumindest nicht verbluten. Sichtlich geschw√§cht und krumm, erhob sich Fallon wieder, stieg √ľber den Leib Grizzlys. Mit einem schiefen L√§cheln, gepaart mit schmerzverzerrten Z√ľgen, humpelte Fallon Tsacko entgegen. "Auftrag ... erledigt ...", stammelte er, dabei m√ľhte er sich ein Grinsen ab. "Lass uns gehen, bevor jemand kommt." Ob Tsacko es wollte oder nicht, aber Fallon begann sich an ihm abzust√ľtzen und blickte ihn fordernd an.
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Re: Wolfsblut

#18

Beitragvon Tsacko » Sa 1. Jul 2017, 09:23

Tsacko duckte sich hinter einer Mauer und machte sich ganz flach. Weit unten am Sockel sp√§hte er zwischen den hohen Gr√§sern hervor. Er hatte noch immer Albengestalt, da er in dieser die besseren Augen hatte. Mit ungl√§ubigem Blick verfolgte er den Kampf. Er musste sich eingestehen, dass er eigentlich gehofft hatte, Fallon w√ľrde Grizzly als Wolf entgegentreten, um sich dann daran zu weiden, dass dieser genau so durchgesch√ľttelt und verm√∂belt wurde wie er selber. Stattdessen w√§hlte Fallon den anderen Weg. Er k√§mpfte mit dem Schwert gegen den gewaltigen Hund. Der Kampf verlief schnell, laut und blutig. Der Geruch offener Wunden lag in der Luft. Tsacko kniff seinen Schwanzstummel ein und hielt sich bereit, sich rasch zu verwandeln und zu fl√ľchten, doch die beiden waren g√§nzlich mit sich selbst besch√§ftigt.

Irgendwann war es vorbei. Nur noch Fallons schweres Keuchen war zu vernehmen. Von Grizzly kam kein Laut mehr. Langsam richtete Tsacko sich auf. Der Herdenschutzhund lag im Grase. Zaghaft tapste Tsacko ein paar Schritte n√§her. Als ein Windhauch durch das lange braune Fell fuhr, sah es so aus, als w√ľrde der Koloss sich wieder bewegen und mit einem Kreischen sprang Tsacko zur√ľck. Doch Grizzly r√ľhrte sich nicht mehr.

Fallon sa√ü daneben und verband seine Wunden, w√§hrend der Sch√§ferhundwandler noch unschl√ľssig herumschlich. Mit einem gequ√§lten Grinsen st√ľtzte Fallon sich nach vollbrachtem Werk auf Tsacko ab und forderte ihn auf, rasch zu fliehen. Doch Tsacko glotzte ihn verst√§ndnislos aus braunen Augen an. Ihre Blicke trafen sich. Und er zog ein rostiges Rasiermesser.

Er sch√ľttelte den verletzten Fallon einfach ab und ging vor Grizzly auf die Knie. Dann begann er, ihm den Pelz abzuziehen. W√§hrend er ihn aufschnitt und der Kerl sich noch immer nicht regte, kam die Information endlich auch in Tsackos Kopf an.

"Grizzly ist tot", kreischte er w√§hrend der Arbeit mit √ľberschlagender Stimme. "Tot!" Er lachte und winselte gleichzeitig und trennte munter die Haut vom Fleisch. Er und Fallon sa√üen hier wie auf einem Pr√§sentierteller auf dem kleinen verwilderten Platz vor dem Eingangsbereich des Friedhofs, doch es war ihm egal. Er brauchte diese Troph√§e! Als es endlich vollbracht war, pulte er auch noch das Herz heraus, um es sp√§ter zu essen, damit Grizzlys Kraft auf ihn √ľberging und stopfte es in eine Rei√üverschlusstasche seines Schals. Er legte sich den blutigen Pelz √ľber den R√ľcken, die Maske √ľber seinen Kopf, so dass er durch die leeren Augen√∂ffnungen schaute und verknotete die Pfoten vor der Brust.

"Nun wird man mich f√ľrchten", posaunte er, "jeder wird sehen, wozu Tsacko f√§hig ist! Danke, danke, danke!" Er packte in seinem √úberschwang Fallons Gesicht, presste dessen Wangen zu einem Knutschmund zusammen und rief: "Ich k√∂nnte dich k√ľssen, du alter Flohbeutel!", lie√ü ihn wieder los und tanzte unrhythmisch durch die Gegend. "Grizzly ist tot! Grizzly ist tot!" rief er immer wieder. "Ich hab ihn get√∂tet! Ich hab ihn besiegt! Jeder muss es wissen! Jetzt bin ich hier der Alpha und die Wandlerschaft wird vor mir erzittern! Du", er hielt inne in seinem Treiben und zeigte mit rotem Finger auf Fallon, "wirst die Klappe halten. Offiziell hab ich den Kerl erledigt, ja?"

Noch immer standen sie mitten auf dem Platz.
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Re: Wolfsblut

#19

Beitragvon Fallon » Sa 1. Jul 2017, 12:17

Ungl√§ubig versp√ľrte Fallon nur noch, wie ihm pl√∂tzlich die St√ľtze genommen und er zu Boden geworfen wurde. Starker Schmerz durchschlug seinen K√∂rper. Trotz der Verb√§nde suppten seine Wunden, hinterlie√üen dort wo er lag eine rote Pf√ľtze. Fallon schaute vollkommen entsetzt drein, als Tsacko dort mit dem Rasiermesser stand. Hatte er wirklich vor, sich seiner zu entledigen und alles f√ľr sich zu beanspruchen? Verdammter K√∂ter.

Mit gro√üer M√ľhe drehte sich Fallon auf den Bauch, seine Glieder gehorchten kaum noch auf seine Befehle. Die Wunden setzten ihm st√§rker zu, als er es anfangs gedacht hatte. Eine unglaubliche Hitze ging von ihnen aus, genau so wie sie brannten, wenn er mit ihnen durch den Dreck robbte. Seine H√§nde und K√∂rper wanden sich √ľber den Boden, direkt auf die vor ihm liegende Mauer zu. Seine Sicht verengte sich stetig, verweigerte ihm eine klare Sicht.

Hinter sich h√∂rte er nur noch, wie Tsacko fr√∂hlich jaulte und kreischte. Dieser Idiot w√ľrde noch die komplette Nachbarschaft auf sie aufmerksam machen. Doch was k√ľmmerte es Fallon? Es galt zu √ľberleben!

Mit schierer Willenskraft k√§mpfte er gegen Blutverlust und Schwindel an. In einem Moment glaubte er, erbrechen zu m√ľssen. Zu seinem Gl√ľck blieb er davon aber verschont. Schlie√ülich kam er an der Mauer an. Lehnte sich mit dem R√ľcken dagegen und presste seine Hand auf die Wunde am Arm. Die Verb√§nde waren nur notd√ľrftig. Sie erf√ľllten nicht g√§nzlich ihren Zweck. Die Wunden waren zu sehr gerissen.

Schon im n√§chsten Augenblick stand Tsacko vor ihm. Bis √ľber beide Ohren strahlte er, r√ľhmte sich als Sieger. Dabei war es Fallon, der sich auf dem Boden wand und gegen den Verlust seines Bewusstseins k√§mpfte.

Zwei schmierige H√§nde griffen nach seinen Wangen, dr√ľckten zu und ein Gestank aus dem Maul Tsacko wehte ihm entgegen. Angewidert blickte Fallon zur Seite, st√∂hnte einmal mehr schmerzvoll auf.

Der Straßenköter stellte sich vor ihm. Fallons Ohren waren wie voller Watte. Kein Worte drang zu ihm durch. Schließlich wurde alles schwarz.
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Re: Wolfsblut

#20

Beitragvon Tsacko » Mi 12. Jul 2017, 16:00

Verst√§ndnislos betrachtete Tsacko den am Boden liegenden Mann. War der jetzt wegen seinem Bisschen Mundgeruch bewusstlos geworden? Vielleicht sollte er mal wieder frische Knochen kauen, um den Zahnbelag zu entfernen, √Ąste reichten wohl auf Dauer nicht. Also ging er noch einmal zu Grizzly und amputierte ihm M√ľhsam einen Unterarm. Er kehrte zu Fallon zur√ľck und √ľberlegte, was er nun tun sollte. Unschl√ľssig stand er da und guckte in der Gegend herum. Er hatte keine Ahnung, wie man Wunden versorgte. Auf jeden Fall konnten sie hier nicht bleiben.

Widerstrebend legte er Grizzlys Fell mit der Fellseite nach unten aus und rollte Fallon darauf. Der Kerl hätte sich wenigstens vorher in einen Wolf verwandeln können, dann wäre er nicht so ein Klops. Anschließend nahm Tsacko das Fell bei den Pfoten und begann, den Verletzen so vom Platz zu ziehen.

Er brachte ihn auf die M√ľllhalde, wo er und die seinen in einem alten Planwagen lebten.

"Tsacko", begr√ľ√üte ihn Terri, der als Mann ein H√ľne war und als Hund eine bessere Fu√ühupe und fr√ľher auf einem Schiff der naridischen Flotte als Matrose und Rattler gearbeitet hatte. Der Kontrast zwischen den beiden Gestalten kam ihm nun entgegen und er half, den Verletzten auf den Wagen zu zerren. "Oh, das sieht nicht gut aus", stellte er fest und schnupperte an den Verletzungen. "Warst du das?"

"Ja, klar! Wir haben gekämpft, aber dann mischte sich Grizzly ein. Also musste ich erst Grizzly beseitigen. Ich will, dass der Kerl hier wieder gesund wird, damit wir unseren Rangkampf fortsetzen können. Irgendeinen Plan?"

"Na ja, der Wagen ist nicht groß. Wir könnten ihn damit zu einer Heilstube ziehen."
"Was ist mit Molly und dem Welpen, hä?"
"Sie können doch einfach mit im Wagen bleiben."
"Damit der Kerl die Welpen totbeißt? Das ist ein Wolfswandler, Terri!"
"Oh, oh, oh, nicht gut. So was habe ich schon geahnt."
"Ich weiß was! Ich lege mich auch mit dazu und du ziehst den Wagen alleine! Oder ist einer von den anderen Pappnasen inzwischen mal wieder aufgetaucht?"
"Ja, die meisten sind im Revier. Ich hole sie her."

Terri verwandelte sich in den kleinen, drahtigen Terrier und flitzte davon. Kurze Zeit sp√§ter kehrte er mit einem grau-wei√üen Nordischen und einem schwarzen Jagdhund zur√ľck, der so kurzes Fell hatte, dass er wie lackiert aussah. Die beiden wollten hoch auf den Wagen, um den Verletzten zu beschnuppern, doch Tsacko versperrte ihnen als bellender Alb den Weg. Sie blieben Hunde, w√§hrend Terri ihnen ein Geschirr umlegte und sie einspannte, um anschlie√üend von hinten zu schieben. Terri schob von hinten und knirschend setzte der Wagen sich in Bewegung.

Tsacko machte es sich bequem und leckte Molly √ľber den Bulldoggenkopf, die in einem Nest aus alten Zeitungen in der hintersten Ecke des Wagens lag. Sie schlief und ihr und Tsackos Welpe war eingerollt in ihrer Beuge und pendelte suchend mit dem Kopf. Die Augen waren noch geschlossen, das M√§ulchen rund und rosa. Tsacko legte das Kleine an eine Zitze, bis es sich festsaugte. Es war genau so schwarz-wei√ü gefleckt wie seine Mutter. Tsacko konnte nicht erwarten, bis es sich das erste Mal in ein Baby verwandeln w√ľrde und hoffte, dass er dann dabei war.

Sie erreichten rumpelnd und holpernd die Straße in Richtung Norden. Sie folgten der großen Salzstraße, um die gefährlichen Areale möglichst zu umfahren auf der Suche nach einem bezahlbaren Heiler oder Naturmagier. Tsacko besah sich die Verletzungen, um sich zu beschäftigen, er legte sie frei und leckte sie sorgfältig sauber. Dann nahm er sich Grizzlys Unterarm und fraß ihn samt Knochen auf. Hinterher blitzten seine Zähne wie frisch poliertes Elfenbein.
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