Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. Während die Urvölker auf Altbewährtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimbünde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

[Kultur] Berichte von Zeitzeugen

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[Kultur] Berichte von Zeitzeugen

#1

Beitrag von Baxeda » Di 13. Okt 2015, 16:48

Die Zeitzeugen Asamuras

TagebĂĽcher, Reiseberichte, AuszĂĽge aus Lexika ...


Dieser Thread ist dafür gedacht, die Chronik und Kultur Asamuras nach und nach etwas auszuschmücken. Hier könnt ihr eurer Fantasie freien Lauf lassen und euch austoben, immerhin sind Zeitzeugenberichte dafür bekannt, extrem subjektiv zu sein. Bitte dazu schreiben, wer den Text wann geschrieben hat (denkt euch irgendeinen Namen aus). Das ist vielleicht lebendiger als immer nur Erklärungen in den Volksbeschreibungen.

Anlass war ein Gespräch mit Eru über scheinbar widersprüchlichen Nationalstolz der Rakshaner. Ich wollte keinen weiteren Absatz in der Volksbeschreibung einbauen, der sie immer länger und langweiliger macht, lieber lasse ich nun im Kulturteil einen Zeitzeugen zu Wort kommen und füge einen Link ein, den der Interessierte Leser nachschlagen kann.

Ich mach also mal den Anfang:
Aus dem Chaoticum, einem wirren Sammelsurium von Notizen, festgehalten von dem Rakshaner Tarkan Ali al-Kuwari:

Ăśber die Natur Rakshanistans

Rakshor: „Wie man nach Rakshanistan gelangt, fragst du mich? Wenn du dort hin willst, hast du den Weg bereits gefunden. Rakshanistan hat keine Grenzen und keinen Herrscher. Es ist ein Traum, die große Hoffnung, die unsere Schritte lenkt. Es liegt überall dort, wo es weder Herren noch Sklaven gibt, weder richtig noch falsch und wo jeder sein Leben in die eigenen Hände nimmt, ohne die Fesseln von Gesetzen. Chaos, mein Freund, Chaos ist der Schlüssel, um nach Rakshanistan zu gelangen!

Was hat die Ordnung uns gebracht? Sieh nach Almanien, sieh die großen Städte an der Küste der Handelsallianz! Aus Stein sind ihre Häuser, aus Stein sind ihre Herzen, starr, kalt und grau und von Mauern umgeben. Sie sind bereits tot, obwohl ihre Herzen noch schlagen. In uns aber lodert das Feuer, wir nennen es Leben, wir nennen es Chaos! Diese Welt wird mit uns gemeinsam in Flammen aufgehen! Und wenn sie sich aus der Asche erhebt, wird sie erneut brennen, wieder und wieder, bis die letzte Erinnerung an Ordnung verblasst. Das einzige wird Gesetz jenes sein, dass es kein Gesetz gibt. Asche und Ruinen, über die der Sand weht, und mitten darin ein freies Volk, das um einen Galgen tanzt, an dem ihr König verwest. Das, mein Freund, das ist Rakshanistan!“
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Re: [Kultur] Berichte von Zeitzeugen

#2

Beitrag von Arafis » Di 13. Okt 2015, 17:06

uuuh, die Idee gefällt mir gut :D

ich hoffe, dass ich auch dazu kommen werde, hier Mal einen Bericht zu verfassen :)

top, weiter so :tiptop:
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Die Ordnung

Re: [Kultur] Berichte von Zeitzeugen

#3

Beitrag von Novec Sarili Gojim » Do 22. Okt 2015, 10:07

Aus einem Brief des Diplomaten Ferdinand von Bergishöh an seine Gattin Brunhilde von Bergishöh.


Tag 35 unserer Reise in das Gebiet der Orks

Werte Brunhilde,

seit mittlerweile über vier Wochen durchstreift unser Tross die hügeligen Regionen des sogenannten Ork Gebietes. Wohlwollend blickte ich am Anfang unserer Reise auf dieses Volk. Mochte es nicht so hoch entwickelt sein wie wir und mögen hier, und da ein paar Manieren fehlen, möchte ich doch über die letzten Tage ein Resümee ziehen.

Rein Landschaftlich wohnt dieses Volk wohl in einem Paradies, es würde dir gefallen meine Liebste. Weite Landstriche, grüne Wiesen, sanfte Täler, klare Bäche und Wald so weit das Auge reicht. All das wird abgelöst von den für diese Regionen typischen sanften Bergen, die sich wie Wellen um ein Schiff herum durch die Landschaft ziehen.

Die Leute, nein die Barbaren, die hier leben, haben aber dies nicht verdient!
Primitiv ist das diese Leute am ehesten beschreibt. Holz, gepaart mit Leder nennen sie Häuser. Wilde Fressereien, ohne Messer und Gabel, nennen sie Essen. Kein Wein aus einem schönen Glas, nein aus Hörnern trinken sie ein, entschuldige Gesöff, was so riecht, als wäre darin ein Tier verendet oder auch mehrere.

Das Schlimmste ist aber ihre Kriegslust, die bei vielen sehr stark ausgeprägt sind. Von Parcivals Anmerkungen und Ratschlägen informiert, folgen wir exakt seiner Route. Die uns auf der Karte vermerkten Siedlungen sind recht human, für Ork Verhältnisse wohl gemerkt. Bieten wir dann aber edle Waren an, die wir mitbrachten, dazu für sie nützliche Informationen aus dem Umland ihrer Grenzen, sind sie zumindest ertragbar. Obwohl ich zugeben muss, dass ich den ein oder anderen Blick spürte, der eine Lust auf Kampf versprühte!

Ich fĂĽhle mich zwischen all diesen Muskelbergen recht unwohl. Alles riecht nach Moschus, SchweiĂź und anderen unliebsamen GerĂĽchen. Mittlerweile bedaure ich die Entscheidung mich fĂĽr diese diplomatische Mission freiwillig gemeldet zu haben.
Mich deucht, mein junges Alter machte mich blind fĂĽr die Gefahren der wilden Orks.

Ich erfahre gerade, dass unser Halt beendet ist und die Reise weiter geht.

Mein innerster Wunsch ist, dass der Brief und der Bote dich unversehrt erreichen und ich bald folgen kann.


Dein Ferdinand von Bergishöh
Novec Sarili Gojim - Quadratisch - Praktisch - Gut! (Weisheit von Baxeda Bakane)
FĂĽr die einen ist es Novec, fĂĽr die anderen die kleinste GroĂźklappe der Welt. (Weisheit von Baxeda Bakane)
Die Klappe groß, der Körper klein, dass kann doch nur der Novec sein. (Weisheit von Baxeda Bakane)

Kleine Legende: "Text" - Gesprochener Text /---\ >Text< - Gedachter Text

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Re: [Kultur] Berichte von Zeitzeugen

#4

Beitrag von Arafis » Mo 14. Dez 2015, 22:22

Erinnerungen eines Greifen

Nördlich von Hymaya

Sind bereits einige Zeit unterwegs. Meine kleine Schwester, wie ich sie gerne nenne, ist sich die Strapazen nicht gewohnt und so trage ich sie auf meinem Rücken. Bis jetzt ist die Reise ruhig verlaufen. Die Winde waren günstig. Bald werde auch ich jedoch rasten müssen. Habe im Norden einen Fluss gesichtet, werde mich an diese Richtung halten…

…haben uns erfrischt. Der Fluss liegt in Mitten von sanften Hügeln. Ich bemerke, dass meine Begleiterin unruhig ist. Auch ich fühle mich nicht sehr wohl ohne die gewohnten Berge um mich herum. Werden versuchen zu schlafen…

…ein Geräusch. Leises Rascheln. Sie schläft neben mir, tief und fest. Habe ich mich getäuscht?...

...ein dunkler Schatten! Ich fixiere ihn mit meinem Blick. Bin bereit, uns zu verteidigen. Ich spüre, dass wir beobachtet werden. Zwischen den Bäumen schleicht er herum, gelbe Augen scheinen zu leuchten…

Im selben Moment werden die Wolken von einem Windhauch zur Seite geschoben und ich kann die Gestalt deutlich erkennen:
Ein Mann, riesig so scheint er mir. Und wild. Seine Haare sind zerzaust und seine Körperbehaarung ähnelt mehr einem Fell. Seine Haltung ist die eines Raubtiers. Sein Blick gleitet zu der Harpyie neben mir… Interesse funkelt in seinen Augen auf und ich kann seine Lust auf die Jagd erahnen…

Mit einem Satz springe ich auf. Ein wütendes Kreischen dringt aus meiner Kehle hervor und mein Löwenfell sträubt sich drohend. Ich werde niemanden zu nah an meine Kleine heranlassen.
Ich bemerke gar nicht, dass sie erschrocken aufgesprungen ist. Mein Blick ist nur auf die Gestalt gerichtet – die sich plötzlich vor meinen Augen zu verzerren beginnt…

Kurz darauf knurrt mich ein Wolf an, drohend, doch ich kann auch seine Verunsicherung verspüren. Er ist alleine. Wir zu zweit…

Ich mache einen Schritt auf ihn zu, breite meine Flügel etwas aus, um grösser und gefährlicher zu wirken… es funktioniert.

… mit einigen Sprüngen verschwindet das Schattenwesen im Wald. Ein Dämon?...

Wir bleiben zurück. Werden beim ersten Tageslicht weiterziehen, die Gegend scheint nicht für Himmelsbewohner geeignet zu sein. Zu viele Bäume und Hügel… Zu viele Verstecke für Räuber, zu wenig sichere Horste…
Ich schmiege mich an meine kleine Schwester… bin froh, nicht alleine zu sein.
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Re: [Kultur] Berichte von Zeitzeugen

#5

Beitrag von Baxeda » Mi 16. Dez 2015, 06:21

Eingebaut. Ich liebe diesen Thread und die kleinen Geschichten, die hier entstehen!
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Re: [Kultur] Berichte von Zeitzeugen

#6

Beitrag von Arafis » Mo 21. Dez 2015, 20:32

Lysa Tochter des Draumur vom Wolfsclan im Zwiegespräch mit ihrem Pony Fredo

„Puuh Fredo, ich bin richtig müde. Du auch?
Mamma hat gesagt, ich soll Dir noch Dein Futter bringen.
Hey, nicht so gierig!
Mamma sagt immer, ich darf das Essen nicht so hinab schlingen. Also darfst Du das auch nicht.
Das war ja schon ein komischer Tag, gell?
Vor Allem diese Mieflinge… Hast du schon einmal ein so komisches Tier gesehen? …Obwohl Mamma ja sagt, dass das keine Tiere sind.
Aber ich habe noch nie einen Norkara mit Hörnern gesehen wie sie Ochsen oder Hirsche haben.
Und als ich ihn gefragt hab, wozu er die hat, hat er mich nur blöd angeschaut… wie es eben auch ein Ochse tun würde!
Aber die Flügel – die waren schon richtig hammer! Solche will ich auch mal haben, wenn ich gross bin! Oder wir besorgen Dir Flügel, Fredo, dann kann ich auf deinem Rücken durch die Luft reiten…
Hey, nicht an meinen Haaren rumzupfen, du sabberst mich voll!
Lass das… du hast jetzt genug gefressen…
Mama sagt, sonst wirst du dick, und dann magst du mich nicht mehr tragen… und dann muss ich selber laufen!
Uii Fredo, aber hast du gesehen, wie viele Haare der Miefling hatte?
Fast so ein dickes Fell wie du hatte der! Nur nicht ganz so hübsch. Der sah aus wie ne graue Maus…
Aber ich glaube, der ist gefährlicher als eine Maus… Ich glaube, der hatte ganz spitze Zähne.
Mamma meinte, damit beisse er die Kinder, wenn sie nicht brav sind… Ich glaub, sie hat das aber nicht ernst gemeint… oder etwa doch?“

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