Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie√üen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf√§ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W√§hrend die Urv√∂lker auf Altbew√§hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb√ľnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Mission in My'shu

So erbarmungslos wie die Natur sind auch die Bewohner der n√∂rdlichen Reiche. Die dunklen Meere und die von Packeis starrenden K√ľsten werden beherrscht von den Norkara und Shezem. Den Nordwesten kontrollieren die Frostalben.
Der Norden
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Re: Mission in My'shu

#11

Beitrag von Sasuke Mokiri » Sa 6. Jan 2018, 10:47

Sasuke bemerkte sofort, dass jemand in seinem Zimmer gewesen war. Eine Ecke des Teppichs war umgeklappt und der kleine Hocker stand nicht mehr dort, wo er ihn zur√ľckgelassen hatte. Eilig schloss der Arashi die T√ľre und ging schnellen Schrittes zu seinem Nachttisch. Er riss die Schublade auf. Sie war leer. Panik schoss Sasuke in die Glieder und er st√ľrzte zu dem losen Dielenbrett. S√§mtliche Briefe und sonstige Andenken an seine Familie waren verschwunden. ‚ÄěNein‚Äú, st√∂hnte Sasuke. Sein Herzschlag donnerte ihm in den Ohren. Er war so t√∂richt! Bilder von dem, was er am meisten f√ľrchtete, das er sogar als einziges f√ľrchtete, zuckten durch seinen Geist. Aisika und Konika‚Ķ und Sashime, seine Mutter‚Ķ niemals k√∂nnte er es sich verzeihen, sollte ihnen seinetwegen etwas zusto√üen‚Ķ Er musste heim! Er musste sie besch√ľtzen! Der Drang war √ľberw√§ltigend. Er eilte zu seinem Schrank und begann Kleidung herauszuzerren, r√§umte seinen Schrein ab und stopfte alles in den alten Seesack. Wirr ging er im Zimmer umher, blickte sich um, ohne etwas anzusehen und fuhr sich durch die Haare. Dann lie√ü er die H√§nde sinken, der Seesack fiel dumpf zu Boden. Er musste sich beruhigen. Unter keinen Umst√§nden durfte er eine Entscheidung aus dem Affekt heraus treffen. Seine Brust hob und senkte sich in kurzen Abst√§nden, seine H√§nde zitterten und er ging neben der Dielen√∂ffnung auf die Knie. Er war ermattet. Die Verletzung an der Schulter pochte in dumpfem Schmerz, er war ausgezehrt, hatte lange nicht gegessen und nicht geruht und die Nachwehen des Schocks und der Sorge um seine Familie zogen ihm die letzte Energie aus den Adern. Am liebsten h√§tte er geweint, doch Tr√§nen wollten keine kommen. Konika‚Ķ sein kleines, liebes M√§dchen, das Beste, das er je erschaffen hatte‚Ķ
Pl√∂tzlich bemerkte der Arashi ein winzig klein gefaltetes St√ľck Papier in dem verwaisten Geheimfach. Von der Furcht geblendet, war es ihm zuerst gar nicht aufgefallen. Es stammte nicht von ihm. Hastig entfaltete Sasuke den Zettel und las. Erleichterung ummantelte seinen Geist wie Nebel. Shakuro‚Ķ der Mittelsmann hatte sein Zimmer r√§umen lassen. Wie gel√§hmt starrte Sasuke auf das St√ľck Papier.

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Re: Mission in My'shu

#12

Beitrag von Sasuke Mokiri » Fr 19. Jan 2018, 17:28

Sasuke presste sich an die kalte H√§userwand. Die Luft klirrte vor K√§lte und der Arashi hielt seinen Atem flach, damit der Dampf ihn nicht verriet. In diesem Viertel My‚Äôshus konnte man das Meer riechen, denn es gab keinen Kaminrauch, der es √ľberdeckt h√§tte. Einst war es der Regierungsbezirk, nun fest in frostalbischer Hand. Sasuke zog die Kapuze tiefer in sein Gesicht. Die einzigen Arashi, die sich hier bewegten, waren Diener‚Ķ oder Sklaven, je nachdem, wie man es ausdr√ľcken wollte. Er sah weder wie das eine, noch wie das andere aus. Besser er blieb ungesehen.
Eine Gruppe Krieger marschierte an der Gassenöffnung vorbei, dann war es wieder still und der Vollmond tauchte alles in gespenstischen Schein. Sasuke zählte die Striche, die er in die Wand geritzt hatte. Die Patrouillen kamen in festen Abständen von ungefähr einer halben Stunde; mehr als genug Zeit zum Handeln. Im Quartier von Dimulon Eisträumer brannte Licht. Sasuke konnte den Schein deutlich erkennen.
Einige Tage zuvor hatte er das Haus bei Helligkeit inspiziert. Der Leitspruch des Kaiserhauses war mit Blut verschmiert und K√∂pfe von Arashi, die sich der Invasion entgegen gesetzt hatten, waren dar√ľber aufgespie√üt als Zeichen des Triumphs der Besatzer oder als Warnung; vielleicht auch beides.
Still und ruhig verharrte Sasuke und wartete darauf, dass die Lichter in Eistr√§umers Gem√§chern gel√∂scht wurden. Noch zwei weitere Patrouillen w√ľrde er abwarten und dann zur Tat schreiten ‚Äď so oder so. Die K√§lte kroch ihm mittlerweile die Beine hinauf, doch er ignorierte es und stand weiter regungslos und still an der Hauswand. Hinter ihm knackte es. Blitzschnell fuhr Sasukes Hand an das Heft seines Schwerts, doch bevor er die Waffe ziehen und sich umdrehen konnte, sp√ľrte er schon kalten Stahl an seiner Kehle. Eine Hand packte den Stoff seines Umhangs am R√ľcken und schob ihn vorw√§rts, ohne die Klinge von seinem Hals zu nehmen. Sasuke blieb ganz ruhig. Er unterdr√ľckte den Schluckreiz, denn er f√ľrchtete, diese Bewegung k√∂nnte die Waffe bereits in sein Fleisch eindringen lassen. Vorsichtig schielte er nach unten. Die Hand war nackt und schneewei√ü; ein Frostalb. Als sie die Hauptstra√üe erreichten, konnte Sasuke das Hauptquartier sehen und auch die hellerleuchteten √Ėffnungen des oberen Stockwerks. Durch das Licht im R√ľcken war er nicht viel mehr als eine Silhouette, doch es gab keinen Zweifel, wer es war. Dimulon Eistr√§umer hatte ihn erwartet.

Der Alb f√ľhrte Sasuke durch das Tor des Geb√§udes in den Innenhof. Rings herum standen frostalbische Krieger, ger√ľstet und bereit. Niemand r√ľhrte sich. Es war totenstill, bis auf die dumpfen Schritte von Sasuke und seinem Begleiter, der seinerseits keine R√ľstung trug, denn er bewegte sich vollkommen lautlos. Die Holztreppe, die auf die innere Galerie f√ľhrte, knarzte unnat√ľrlich laut inmitten dieser Friedhofstimmung. Eistr√§umer hatte ihm den R√ľcken zugewandt, als sie eintraten und Sasuke nutzte den Moment, sich einen √úberblick √ľber den Raum zu verschaffen. Auf dem stirnseitigen Bett kauerte eine nackte Frau, deren Wirbels√§ule deutlich hervortrat. Ansonsten gab es nicht viel, keine M√∂bel, keine Teppiche, keine Vorh√§nge und keine Habseligkeiten. Die Dielen waren dunkel verf√§rbt. Blut. Hier waren Leute gestorben. Sasuke hob den Kopf und fand den starren Blick eisblauer Augen auf sich. Eistr√§umers Gesicht war wei√ü wie Schnee, ebenso sein Haar und selbst die Lippen waren bar jeglicher Farbe. Die strenge Linie seiner Augenbrauen und die unnat√ľrlich kleinen Pupillen gaben ihm eine boshafte Erscheinung. Er vollf√ľhrte eine schneidende Geste mit der Hand und die Klinge l√∂ste sich von Sasukes Hals. Der Arashi widerstand dem Drang, hinzufassen und zwang sich Eistr√§umers bohrendem Blick Stand zu halten. Dieser brach die Spannung schlie√ülich und ging vom Fenster auf das Bett zu. Sasuke schielte zur Seite. Der andere Alb hatte neben der T√ľr Aufstellung genommen und starrte ohne zu blinzeln gerade aus. Ansonsten war niemand im Zimmer. Keine Leibgarde, keine Soldaten. Wie schnell konnte er sein Schwert ziehen? Oder den Dolch? W√ľrde Eistr√§umers Kopf √ľber den Boden rollen, ehe die Klinge des Alben an der T√ľr sein Herz von hinten durchbohrte? Der Hauptmann rieb seine H√§nde an einander und betrachtete Sasuke wieder. Er war barfu√ü, seine Kleidung auffallend einfach und von einer Waffe keine Spur. Die Minuten zogen sich und niemand sprach, niemand bewegte sich. Sasuke fragte sich, was der Befehlshaber My‚Äôshus bezweckte. Wieso hatte man ihm seine Waffen nicht abgenommen?

‚ÄěWie bist du entkommen?‚Äú Beinahe zuckte Sasuke zusammen, als Eistr√§umers hohle Stimme urpl√∂tzlich die Stille durchschnitt.
‚ÄěEin alter Meister eilte mir zu Hilfe‚Äú, antwortete Sasuke wahrheitsgem√§√ü und ruhig.
Das Gesicht des Frostalben blieb eine Maske. Ohne die geringste Regung griff er in das Bassin neben dem Bett und nahm einen Eispflock heraus. Seine langen, d√ľnnen Finger fuhren liebevoll √ľber die Oberfl√§che, dann wandte er sich zu der Frau um. M√ľhelos hob er sie hoch und setzte sie so ab, dass Sasuke ihr Gesicht sehen konnte. Seine Bef√ľrchtung best√§tigte sich, als er in die entsetzlich leeren Augen der zweiten Prostituierten aus dem Kashmir blickte. Trauer zerriss ihm das Herz. Diese Frau war gebrochen, eine tote H√ľlle‚Ķ seinetwegen. Die langen d√ľnnen Finger des Frostalben strichen √ľber ihr fahles Gesicht, hoben das Kinn leicht an und tasteten √ľber den Hals. Mit der anderen Hand f√ľhrte er den eisigen Pflock √ľber ihre Wange, die Kontur des Kiefers entlang und hinab zu ihrem Herzen. Kein Tropfen Tauwasser l√∂ste sich von der Waffe, die dasselbe helle blau hatte, wie Eistr√§umers Augen. Ganz langsam klopfte er mit der Spitze auf die Brust der armen Seele, als ziele er f√ľr den finalen Sto√ü. Dann schien er es sich anderes zu √ľberlegen, setzte sich neben die Frau auf das Bett und f√ľhrte den Pflock ihren Bauch hinab und zwischen ihre Beine. Ein leises Wimmern entfuhr ihren zitternden Lippen, da eilte Sasuke nach vorne. Er kam nicht weit. Binnen Sekunden hatte der W√§chter ihn eingeholt und presste ihm erneut die Klinge an die Kehle. Ein diabolisches Grinsen breitete sich auf Eistr√§umers Gesicht aus. Er wollte, dass Sasuke zusah.
‚ÄěSchluss damit‚Äú, presste der Arashi hervor. ‚ÄěWas wollt Ihr wissen?‚Äú
‚ÄěEinfach alles.‚Äú
Eistr√§umer lie√ü von der Frau ab und fixierte ihn erneut eindringlich und hart. Auf ein knappes Nicken hin, l√∂ste sein Diener die Klinge wieder von Sasukes Hals, blieb aber unmittelbar hinter ihm stehen. Darauf hatte der Arashi gehofft. In einer flie√üenden Bewegung drehte er sich um, zog sein Schwert und durchstach dem Mann das Herz. Er wartete nicht, bis er auf dem Boden aufschlug. Beh√§nde sprang er nach vorne, um auch den Oberst niederzustrecken, das Schwert √ľber dem Kopf erhoben f√ľr einen t√∂dlichen Schwinger‚Ķ und knallte gegen festen Widerstand. Die Wucht seines eigenen Schlags schleuderte Sasuke zur√ľck auf den Boden. Irritiert blickte er Eistr√§umer an. Nichts. Sein Hals war entbl√∂√üt wie zuvor, er hatte sich kein St√ľck bewegt und starrte den Arashi noch immer an, sein Blick t√∂dlich. Das Rascheln von Kleidung lie√ü Sasuke herum fahren. Der W√§chter war wieder aufgestanden. Ein St√∂hnen entfuhr dem Arashi. Endlich verstand er und schalt sich innerlich f√ľr seine Dummheit. Wie hatte er das in seinen Nachforschungen √ľbersehen k√∂nnen? Wie hatte er diese M√∂glichkeit komplett au√üen vor lassen k√∂nnen? Dimulon Eistr√§umer war ein Nekromant.
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Re: Mission in My'shu

#13

Beitrag von Sasuke Mokiri » Sa 27. Jan 2018, 18:04

Es war ein Spiel. Ein Spiel, das nicht gewonnen werden konnte. Sasuke packte sein Schwert fester und ging in Kampfstellung. Sein letzter Schild war zerborsten, seine Ausflucht versperrt, seine gr√∂√üte St√§rke eliminiert. Zum ersten Mal in seinem Leben f√ľrchtete Sasuke Mokiri den Tod. Er durfte nicht sterben. Tot nutzte er dem Frostalben viel mehr als lebendig und dass dieser Zustand noch zutraf, konnte nur daran liegen, dass Eistr√§umer Freude daran hatte, den eigenen Triumph hinaus zu z√∂gern. Er w√ľrde alles bekommen. Pl√§ne, Mitglieder und Standorte der gelben Bl√ľte, Information √ľber Transport- und Kommunikationswege in rebellischen Gebieten‚Ķ und sie. Sasuke verwandelte die aufkeimende Verzweiflung in Entschlossenheit. Er durfte nicht zulassen, dass dieser Alb seine Familie in die Finger bekam. Wenn er es schaffte, den untoten W√§chter kurz au√üer Gefecht zu setzen und aus dem Fenster zu klettern, hatte er eine geringe Chance. Nein. Klettern w√ľrde zu lange dauern. Er musste springen. Springen und hoffen, er br√§che sich nichts dabei und falls doch, Segira g√§be ihm genug Kraft und Willen, trotzdem nicht aufzugeben. Dann musste er die Stadt verlassen, am besten ins Gebirge ziehen, irgendwo hin, wo sie ihm nicht folgen konnten. Erneut kochte √Ąrger √ľber sich selbst in Sasuke hoch, dass er diese Option nicht bedacht hatte. H√§tte er seine Recherchen anst√§ndig gemacht und Eistr√§umers wahres Sein erkannt, w√§re er dem Feind niemals ohne M√∂glichkeit schnell und viel Feuer zu machen in die Arme gelaufen.

Dimulon Eistr√§umers Augen funkelten, als sein Spiel so richtig Fahrt aufnahm und Sasuke sah dunkle Freude darin und Wahnsinn. Dem Alben ging es nicht um My‚Äôshu oder irgendeine kleine Rebellenpartei. Es ging ihm um Befriedigung und um Macht. Sasuke hatte ausreichend Zeit damit verbracht, Gesichter, Gestik und Mimik zu studieren, um dies eindeutig lesen zu k√∂nnen. Grob stie√ü der Frostalb die Frau auf das Bett und ging langsam auf Sasuke und den W√§chter zu. Noch immer hielt er den Pflock in der Hand. "Er will mich selbst t√∂ten", schoss es Sasuke durch den Kopf. Zeit zum Nachdenken blieb nicht mehr. Blitzschnell schwang er sein Schwert, ohne, dass die Bewegung vorauszuahnen gewesen w√§re und Kopf und K√∂rper des Untoten fielen getrennt voneinander auf die verf√§rbten Bodendielen. Kraftvoll stie√ü sich der Arashi ab, drehte sich um die eigene Achse, um zum Fenster zu eilen und sah ‚Äď nichts. Eine absolute Finsternis umgab ihn. K√§lte kroch ihm Arme und Beine entlang auf sein Herz zu und ein Gef√ľhl von Beengtheit machte ihm das Atmen schwer. Blind tastete er sich nach vorne, wohlwissend, dass er in diesem Tempo niemals das Fenster erreichen w√ľrde, bevor Eistr√§umer ihn gefasst hatte. Schlie√ülich blieb er stehen. Ganz langsam kam das Licht zur√ľck, als sich die dunklen Nebelschwaden aufl√∂sten und Sasuke blickte direkt in Paar eisblauer Augen.
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Re: Mission in My'shu

#14

Beitrag von Sasuke Mokiri » So 28. Jan 2018, 12:22

Sasuke wollte wegsehen, doch er konnte nicht. Er wollte schreien, doch kein Laut kam aus seiner Kehle. Seine Brust hob und senkte sich in Panik, kalter Schwei√ü trat ihm auf die Stirn, trotz der eisigen Temperaturen. Nein! Er wollte nicht sterben. Vage nahm er war, wie sein Schwert der zittrigen Hand entschl√ľpfte und klirrend zu Boden fiel und noch immer fixierten ihn Eistr√§umers Augen, ohne nur ein einziges Mal zu blinzeln. Eine zweite Stimme regte sich in Sasuke. ‚ÄěSchau weg, du Narr. Es ist nur ein Zauber‚Äú, dr√§ngte sie. Doch Furcht hielt weiterhin sein Herz umklammert, dr√ľckte ihre Klauen tief in den Muskel und presste ihm die Luft aus der Lunge. Aus dem Augenwinkel sah er, wie der Frostalb langsam die Arme hob, in der einen Hand den Eispflock, die andere leer, doch deshalb nicht weniger gef√§hrlich. ‚ÄěEr darf dich nicht ber√ľhren!‚Äú, rief die Stimme und endlich obsiegten Sasukes Instinkte gegen die Starre und er riss mit aller Kraft, die er aufbringen konnte, den Kopf zur Seite und l√∂ste den Blickkontakt. Sofort sp√ľrte er die Luft kalt und schneidend in seine Lungen str√∂men und ihm neues Leben einhauchen. Es war, als erwachte er und bemerkte erst nach und nach, dass es nur ein b√∂ser Traum gewesen war. Gerade rechtzeitig sprang er zur√ľck, um der nach vorne schnellenden Hand Eistr√§umers auszuweichen. Er zog den Dolch und ging in die Knie, bereit zum Sprung. Dimulon Eistr√§umer ging langsam und aufrecht auf ihn zu. Sasuke zweifelte nicht, dass er sich ebenfalls schnell bewegen konnte, doch er hatte es schlicht und einfach nicht n√∂tig. Mit dem Selbstverst√§ndnis des eigenen Triumphes im R√ľcken setzte er einen nackten Fu√ü vor den anderen. Sein Schweigen begann an Sasuke zu nagen. Es machte ihn nerv√∂s und unsicher. Wenn ein Gegner quatschte, konnte man ihn einfach ablenken oder Emotionen in ihm ausl√∂sen, ihn w√ľtend machen und zu undurchdachten Handlungen verleiten. Doch Eistr√§umer sagte nicht ein Wort und das brauchte er auch nicht, Sasuke verstand sehr gut. Versteck dich, kleines M√§uslein. Ich kriege dich sowieso. Und ob du von alleine reden willst oder nicht, ich brauche dir keine Frage zu stellen, denn ich werde in dir lesen wie in einem Buch. Sasuke tat einen weiteren Schritt zur√ľck und erschrak. Ein eiserner Griff legte sich um seinen rechten Kn√∂chel und tote Augen blickten zu ihm auf. Kopf und K√∂rper lagen noch immer nebeneinander, doch Sasuke war dem W√§chter direkt in die Arme gelaufen. Er versuchte sich loszurei√üen, doch der Untote war stark wie ein B√§r und Sasukes Fu√ü bewegte sich keinen Zentimeter. Schnell sank er in die Hocke und trennte mit seinem Dolch die Hand ab, da sp√ľrte er schon die zweite an seinem anderen Bein. Auch an dieser machte er sich zu schaffen und befreite sich in dem Moment, in dem wei√üe, sehnige F√ľ√üe neben ihm zum Stehen kamen. Ohne zu z√∂gern hackte er seinen Dolch hinein und Eistr√§umer zischte, trat ihm die Waffe aus der Hand und zog ihn am Kragen nach oben. Sasuke war bem√ľht, ihm nicht erneut in die Augen zu sehen. Ruhig wartete er, bis er hoch genug war, dann setzte er einen Kopfsto√ü an, doch Eistr√§umer wich blitzschnell aus und Sasukes Kopf flog ungebremst nach hinten, als eine scharfe Handkante in seinem Kiefer einschlug. Die Luft flimmerte ihm vor Augen und er drohte das Bewusstsein zu verlieren. Allein seinem harten Training war geschuldet, dass sein Genick nicht gebrochen war. Sein Kiefer schon. Der Geschmack von Eisen f√ľllte seinen Mund und das Blut lief ihm in den Hals, lie√ü ihn r√∂cheln. Es musste einen Ausweg geben! Irgendetwas‚Ķ Doch es gab keinen. Das wusste auch Dimulon Eistr√§umer und das war der einzige Grund, weshalb Sasuke √ľberhaupt noch am Leben war. K√§lte breitete sich an seinem Hals aus. Der Pflock‚Ķ Eistr√§umer wollte ihn pf√§hlen, wie sie es so gerne taten. Noch ein letztes Mal wand sich der Arashi im Griff des Alben, versuchte ihn mit Armen oder Beinen zu erwischen und stechender Schmerz pulsierte bei jeder Bewegung durch sein Gesicht. Es knallte. Ohrenbet√§ubend. Holz zerbarst. Schreie ert√∂nten. Metall klirrte auf Metall. Sasuke st√ľrzte nach hinten, als Eistr√§umer unvermittelt den Griff lockerte. Vor den Fenstern stieg Rauch auf, der Geruch von Feuer drang hinein. Schreie. Eistr√§umer eilte zum Fenster. Er lehnte sich hinaus und ein Pfeil schoss haarscharf an seinem Kopf vorbei und bohrte sich in den Deckenbalken. Erleichtert st√∂hnte Sasuke auf. Es war ein Arashipfeil. Eilig k√§mpfte er sich auf die Beine. Eistr√§umer kam erneut auf ihn zu, das Gesicht vor Wut verzerrt. Die k√ľhle Maske der Arroganz war verschwunden. Sasuke stolperte mehr, als er ging. Im Hintergrund sah er die ersten Arashi durch die Fenster klettern. Dimulon Eistr√§umer blieb stehen und auch Sasuke hielt inne. Kurz traf sich ihr Blick noch einmal. Dann wandte sich der Frostalb von Sasuke ab. Die Luft um ihn herum verdichtete sich zu wei√üem Nebel, Konturen spalteten sich ab und schlie√ülich waren einzelne K√∂rper zu erkennen, die um den Alben herum schwebten. Geister‚Ķ ein, zwei Schritte ging der Mann gem√§chlich, wie zuvor, dann st√ľrzte er los. Einer der Arashi warf sich ihm mutig in den Weg und schlug mit dem Schwert zu, einmal, zweimal und Sasuke sah, wie sich einige der Geister zischend aufl√∂sten. Ein weiterer Schwerthieb folgte nicht. Stattdessen ert√∂nte ein markzerrei√üender Schmerzensschrei und gr√ľner Nebel verschluckte den tapferen Angreifer. Er kreischte und schrie und alle anderen Arashi standen hilflos da wie paralysiert, geschockt von dem, was mit ihrem Kameraden geschah. Nach einer Weile l√∂ste sich die giftige Wolke um den Mann auf. Keuchend lag er da, das Haar schneewei√ü, das Gesicht voller Falten. Von Dimulon Eistr√§umer fehlte jede Spur.
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Re: Mission in My'shu

#15

Beitrag von Sasuke Mokiri » Fr 2. M√§r 2018, 12:02

Einige Arashi halfen dem gealterten Kollegen auf die Beine und untersuchten ihn, w√§hrend Sasuke mit den √ľbrigen die Treppe hinunter in den Innenhof eilte. Dort tobte der Kampf, der bereits viele Opfer gefordert hatte. Alben und Arashi starrten gleicherma√üen aus leeren Augen in den Nachthimmel, mit aufgerissenen Kehlen, abgetrennten Gliedma√üen und furchtbar zerfetzten Leibern. Dazwischen lagen vereinzelt fremdl√§ndische Menschen, wie Sasuke sie manchmal am Hafen sah ‚Äď Norkara. Zu seiner √úberraschung stellte er fest, dass die Menschen auf der Seite der Rebellen k√§mpften. Sasukes Begleiter st√ľrzten sich sofort in den Kampf, doch er bahnte sich einen Weg aus dem Hof hinaus. Das heftige Pochen in seinem Kiefer verkl√§rte ihm den Blick, aber eiserner Wille trieb ihn an. Er wusste nichts von der Offensive der Rebellen und auch nicht von deren Strategie, doch er hatte noch immer einen Auftrag zu erf√ľllen. Dimulon Eistr√§umer musste sterben.

Die Stra√üen My‚Äôshus waren das pure Gegenteil zur Zeit seiner Ankunft. M√§nner schrien, Stahl klirrte und hinter allem leuchtete der Horizont im Schein zerst√∂rerischen Feuers. Eistr√§umer war nirgends zu sehen. Sasuke hatte gehofft, der Alb w√§re in einen Kampf verwickelt und aufgehalten worden, doch obwohl auf der Stra√üe Tumult herrschte, war der Mann wie vom Erdboden verschluckt. Eine rasche Entscheidung musste her. Mit Sicherheit w√ľrde der Hauptmann die Stadt verlassen, doch in welche Richtung? √úber Land oder zu See? Nach kurzem Z√∂gern eilte Sasuke in Richtung von My‚Äôshus Zentrum. Die Anwesenheit der fremden Norkara w√ľrde auch Eistr√§umer eines gesagt haben: der Hafen war wom√∂glich nicht l√§nger in der Hand der Besatzer.

Ganz My‚Äôshu schien in K√§mpfe verwickelt zu sein. Es gab kaum eine freie Gasse und der Gestank des Todes lag schwer in der Luft. Entsetzt sah Sasuke, wie ein Frostalb mit einem wuchtigen Eisbeil den Kopf eines Kriegers spaltete, obwohl dieser einen Helm getragen hatte. Der Alb fletschte die Z√§hne und sein Blick heftete sich an Sasuke, der, das Schwert mit beiden H√§nden packend, in Kampfstellung ging. Im Hintergrund erkannte er verschwommen den erbitterten Zweikampf zweier Arashi, der ihn fast mehr grauste als der gestiefelte Tod, der mit hin und her schwingendem Beil auf ihn zu stakste. Auf den letzten Metern beschleunigte er sein Tempo und holte dabei einh√§ndig mit seiner brutalen Waffe aus. Sasuke wartete ruhig, seinem donnernden Herzen zum Trotz und erst als der Hieb seines Widersachers niedersauste, wich er seitlich aus und hob die Klinge. Eis kreischte auf Stahl und Splitter flogen zu allen Seiten. Im Bruchteil einer Sekunden folgte der n√§chste Schwinger und Sasuke hatte keine Gelegenheit f√ľr einen Konter. W√§hrend eine wahre Salve an Angriffen auf ihn einpr√ľgelte, blieb ihm nichts, als zur√ľckzuweichen und einen Hieb nach dem anderen zu parieren. Langsam aber sicher n√§herte er sich einer Hauswand, die ihm komplett den Fluchtweg abschnitt. Er musste handeln. Riskant wie es war, ob der √ľbermenschlichen Kraft seines Gegners, packte Sasuke sein Langschwert nun mit einer Hand und exakt in dem Augenblick, in der das Beil erneut auf ihn zuflog, zog er geschwind den Dolch aus seinem G√ľrtel und warf. Dann lie√ü er sich zu Boden fallen und rollte sich schnell zur Seite. Er zweifelte, dass er den Hieb einh√§ndig h√§tte abwehren k√∂nnen, zumindest nicht, ohne sich den Arm zu brechen. Schnell wie eine Katze sprang Sasuke in die Hocke, eine Hand auf dem Boden abgest√ľtzt, die andere √ľber der Schulter erhoben, die Schwertspitze nach vorne gerichtet. Erleichtert sah er, dass sein Dolch getroffen hatte. Der Alb tastete √ľberrascht an der Stelle herum, an der ein Heft aus seinem Kehlkopf ragte, dann kippte er vorn√ľber. Sasuke atmete schwer. Der Schmerz in seinem Kiefer drohte ihn zu √ľbermannen, doch er durfte nicht aufgeben. Er brauchte Eistr√§umer. Mit wachsamem Auge kroch er nach vorne, zog seinen Dolch aus dem toten Alben und verstaute ihn wieder in seinem G√ľrtel. Dann eilte er weiter die Stra√üe entlang.
Sein Innerstes zog sich zusammen, als er erkannte, wie viele Arashi auf Seiten der Besatzer k√§mpften und als einer sich ihm in den Weg stellte, vermochte er ihn nicht zu t√∂ten. Stattdessen lie√ü er den jungen Kerl bewusstlos zur√ľck und bog in eine gr√∂√üere Stra√üe ein. Ein Surren ert√∂nte, er sp√ľrte einen Windhauch und es war nur der Axt eines st√§mmigen Norkara zu verdanken, dass nicht er, sondern eine drahtige Albe sich zu den anderen Opfern in den Rinnstein gesellte. Sasuke wollte sich bedanken, doch der gro√üe Mann hieb schon auf den n√§chsten Feind ein und bef√∂rderte ihn in eine der vielen Wasserstra√üen, die My‚Äôshu in diesem Teil der Stadt durchzogen. Dann endlich sah er ihn.
Eistr√§umer war ein St√ľck weiter in ein Gefecht mit mehreren Arashi verwickelt. Von seinem Geisterschild war kaum noch etwas √ľbrig und seine nackten F√ľ√üe wurden von vielen K√∂rpern ges√§umt. Er hielt ein gro√ües Eisschwert, das er vermutlich einem gefallenen Artgenossen abgenommen hatte und das ebenso blau schimmerte wie der Pflock, mit dem er Sasuke hatte richten wollen. Seine Gegner wirkten versch√ľchtert, ihre Angriffe kamen vereinzelt und der Kommandant von My‚Äôshu bewegte sich schnell und elegant wie ein Raubtier und streckte einen nach dem anderen nieder. Kurz √ľberlegt Sasuke sich von hinten anzuschleichen und ihm das Schwert in den R√ľcken zu rammen, doch er verwarf den Gedanken gleich wieder. Es w√§re nicht ehrenhaft. Und erfolgreich w√§re es auch nicht gewesen, denn just in diesem Moment blickte ihn Eistr√§umer √ľber die Schulter hinweg an. Langsam zog er das Schwert aus dem Rumpf des letzten Kriegers und kam auf Sasuke zu. Die Welt schien einzuschrumpfen. All der L√§rm ebbte ab, die Umrisse von Sasukes Blickfeld verschwammen, die Bewegungen verlangsamten sich, als spiele sich alles unter Wasser ab. √úbernat√ľrlich laut kam Sasuke hingegen das Klatschen von Eistr√§umers F√ľ√üen auf dem Boden vor, als er unweigerlich auf ihn zuschritt und sein Haar wie in Zeitlupe hinter dem R√ľcken von links nach rechts schwang. Schon f√ľrchtete er, er w√§re wieder in einem Zauber gefangen, doch sein Geist war klar, er sp√ľrte das Heft des Schwerts deutlich in beiden H√§nden und den festen Grund unter seinen F√ľ√üen. Darauf bedacht, dem Nekromanten nicht direkt in die Augen zu sehen, stand Sasuke da, tief in den Knien, jeden Muskel seines K√∂rpers angespannt. Ein Br√ľllen durchschnitt die Nacht und Sasuke duckte sich unwillk√ľrlich nach unten ab und nahm die H√§nde √ľber den Kopf. Ein riesiger Schatten flog √ľber ihn hinweg und mit ihm kam der ganze L√§rm und Tumult zur√ľck in Sasukes Bewusstsein. Eistr√§umer hatte eine wei√üe Hand erhoben und ein monstr√∂ser Eisb√§r kam vor ihm zum Stehen. Mehrere Pfeile steckten in der Flanke und den Hinterl√§ufen des Tieres, das ehrbietungsvoll den Kopf vor dem Frostalben senkte. Eistr√§umer streichelte ihn im Nacken, dann sprang er beh√§nde auf dessen R√ľcken. Der B√§r richtete sich br√ľllend auf die Hinterbeine auf, dann rannte er in die Nacht davon, √ľber die K√∂rper von Lebenden wie Toten gleicherma√üen hinweg. Kurz davor trafen sich jedoch noch einmal die Blicke von Dimulon Eistr√§umer und Sasuke Mokiri und die Botschaft war eindeutig: Wir sehen uns wieder.
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Das Chaos

Re: Mission in My'shu

#16

Beitrag von Ragosh » So 4. M√§r 2018, 12:28

Arashi waren ein merkw√ľrdiges V√∂lkchen soviel war Ragosh klar, sie hielten mehr von Ehre und √§hnlichen Werte wie andere Menschen aus dem S√ľden. Damit waren sie vielen Orks sympatisch gut man konnte nicht sagen, das sie sich dadurch Freunde schimpften oder auch zusammen arbeiten w√ľrden, aber der Grundgedanke war dennoch ein positiver. Die Stadt die sie einnehmen wollten schien ihnen ungemein wichtig, doch ihre Besatzer hatten ebenfalls Arashi als K√§mpfer in ihren Reihen das machte es nat√ľrlich nicht leichter. "Nieder mit den Besatzern" rief ein Mann an der Seite des Orks, der nur zustimmend grunzte und ihm √ľber eine Leiter auf die Mauer der Stadt folgte. Der Angriff erfolgte von vielen Seiten der Stadt gleichzeitig, es war mitten in der Nacht und nur der Fackelschein spendete Licht f√ľr Stra√üen und m√∂gliche Gassen, ebenso f√ľr den Wehrgang der Mauern. Es dauerte nicht lange da war die Stadt und ihre Besatzer erwacht und man h√∂rte √ľberall, wie Stahl auf Stahl traf und die ersten Schreie der Verwundeten lie√üen nicht lange auf sich warten.

Ragosh stand auf der Mauer und blickte sich um, der Mann neben ihm dessen Name er sich einfach nicht merken konnte half gerade einem weiterem Mann hinauf. Das Breitschwert in der Hand haltend schaute er nach rechts wo auch prompt die ersten Verteidiger auftauchten. Zwei M√§nner mit ihren gebogenen Schwertern kamen laut schreiend auf ihn zu, der Ork br√ľllte ihnen eine Herausforderung entgegen und kam ihnen entgegen. Die Arashi waren besonders flink und verzichteten auf schwere R√ľstungen, das machte sie wendiger aber auch leichter verwundbarer doch das machten sie in der Regel mit ihrer Wenigkeit weg. Ragosh der selbst kaum R√ľstungsteile am K√∂rper trug bis auf Kleidung aus Leder und Felle die seinen Oberk√∂rper warm hielten, war ihnen an Statur und Kraft √ľberlegen doch war er lange nicht so schnell wie sie. Die beiden Angreifer mussten Br√ľder sein, den sie verstanden sich ohne zu sprechen, der erste Schlag zielte auf den linken Oberarm des Orks. Ragosh wehrte diesen mit seinem Breitschwert ab und versuchte den Mann zu fassen zu bekommen, doch es gelang ihm nicht. Den der andere Angreifer hatte genau auf diese Bewegung gewartet, er schlug dem Ork mit der flachen Seite auf die Finger als er nach seinem Kumpanen greifen wollte. Erschrocken und w√ľtend zugleich auf diese Finte herein gefallen zu sein grunzte Ragosh auf und wich erschrocken zur√ľck, er musterte z√§hnefletschend die beiden M√§nner die nun direkt vor ihm standen. Beide Seiten fingen an sich zu belauern, die beiden M√§nner schritten ruhig hin und her, der Ork kniff die Augen zusammen und hielt sein Schwert quer vor sich fest mit beiden H√§nden im Griff.

Die beiden Angreifer erkannten das hinter dem Ork immer mehr Angreifer die Mauer hinauf kamen, die Zeit war also gegen sie. "Wir m√ľssen Verst√§rkung herbei rufen!" sprach der eine zu dem anderen, dieser nickte knapp und gleich darauf griffen die beiden den Ork gleichzeitig an. Wieder eine Finte! Diese elendigen trickreichen Mistkerle! Dachte sich der Ork der wieder parierend zur√ľckweichen musste. Doch sein Begleiter mischte sich in den Kampf ein und zwei weitere K√§mpfer taten es ihm nach, das Gleichgewicht hatte sich gegen die beiden M√§nner gestellt die sich dennoch sehr gut schlugen.

Der Schlagabtausch war heftig und der Ork mischte sich wieder in das Geschehen mit ein, er schlug von oben auf einen der M√§nner ein. Dieser leitete den Schlag weiter und es spr√ľhten Funken auf ehe das Schwert von Ragosh auf den Boden der Mauer einschlug. Doch der Ork packte den Mann am Schwert arm und zog ihn zu sich heran, der Mann verstand nicht sofort was passiert doch der Ork holte bereits mit seinem Sch√§del aus um dem Mann eine wuchtige Kopfnuss zu verpassen. Man h√∂rte wie die Nase des Mannes mit einem lauten Knacken nachgab, gleich danach schupste Ragosh den Mann die Mauer hinab in den Innenhof. Der zweite Angreifer jedoch sah hier seine Chance seinen Kumpanen zu r√§chen und sein Schlag zielte nun auf den Kopf des Orks, der komplett frei lag. Das Gesicht vor Wut verzerrt sprang der Mann nach vorn. Kurz vor dem Hals des Orks kam das Schwert jedoch zum stehen, der Grund war offenkundig der Mann der mit Ragosh die Mauer hinauf geklettert war hatte sein Schwert tief in den Hals des Mannes hinein gesto√üen. Mit weit aufgerissenen Augen schaute der Mann Ragosh an eher er Blut w√ľrgend zu Boden ging und der Mann sein Schwert wieder aus seinem Hals zog. Es dauerte nicht lange bis sich eine gro√üe Blutlache auf der Mauer bildete.

"Wieso k√§mpfen diese Bastarde auf Seiten der Spitzohren?!" kam es aus dem Ork heraus geplatzt. Doch der Mann zuckte mit den Achseln "vermutlich, sind sie belohnt worden oder sie f√ľrchten die Alben mehr als uns, los Ork weiter wir m√ľssen den anderen helfen!". Die kleine Schaar war auf insgesamt F√ľnf Mann angewachsen mit ihm waren es sechs, sie verlie√üen die Mauer und liefen Richtung Stadtkern. √úberall waren Frostalben und Arashi in k√§mpfe verwickelt hier und da sah man aber auch wie, die Menschen gegen Menschen fochten. "Weiter wir m√ľssen Sasuke finden, sofern er noch lebt!" dr√§ngte der Mann erneut, der Ork verstand nicht was so wichtig an diesem Mann war dennoch fragen konnte er sp√§ter immer noch.

Sie bogen die n√§chste Stra√üe rechts ab, als die Gruppe direkt in der Stra√üe stand schrie einer der M√§nner auf. Die Gruppe blieb direkt stehen und sie schauten zu ihrem Gef√§hrten, ihm ragte ein Pfeil aus der Brust. Mit seinen eigenen H√§nden versuchte er, diesen aus seiner Brust zu ziehen doch der zweite bohrte sich direkt zwischen seine Augen was jegliche M√ľhe des Mannes er√ľbrigte. Mit zwei Pfeilen gespickt ging er zu Boden, der Sch√ľtze tauchte auch prompt aus einer Rauchwolke auf, die durch ein brennendes Haus hinauf stieg. Es war ein Frostalb in kompletter R√ľstung, er trug einen Bogen in der rechten Hand und kam auf sie zu im gem√ľtlichen Schritttempo. "Lasst euch nicht t√§uschen von seiner Anzahl, diese Mistkerle sind z√§h" sprach der Mann ebenso wie er hoben alle weiteren ihre Schwerter und schritten ihm entgegen. Ragosh dauerte das alles viel zu lange, er br√ľllte den Frostalben an und rannte auf ihn zu. "Nein verdammt! Warte!" rief ihm der Anf√ľhrer der M√§nner hinterher doch der Ork dachte gar nicht daran. Der Alb schien verwirrt einen Ork zu sehen den er legte den Kopf schief, die Mimik des Mannes konnte man nicht sehen, den der Helm verbarg mit dem Visier jegliche Gesichtsz√ľge. Doch er warf den Bogen bei Seite und zog ein Schwert das unheimlich blau schimmerte, es musste ein Eis-schwert sein diese waren bei den Frostalben sehr beliebt und galten im Norden als t√∂dliche Waffe. Der Schlag war auf den Kopf des Alben gezielt und h√§tte diesen vermutlich auch getroffen um ihn von den Schultern des Mannes zu trennen, doch dieser duckte sich nach hinten weg, die Wendigkeit war auch hier deutlich zu sehen.

Der Schlag von Ragosh ging ins leere und lie√ü den Ork taumeln, da er felsenfest der √úberzeugung war er w√ľrde treffen. Als er den Blick √ľber die Schulter nach hinten warf sah er den Alb der einfach weiter auf die vier √ľbrigen M√§nner zu schritt, er ignorierte ihn einfach! Das machte den Ork jedoch noch w√ľtender, er sammelte sich erneut und machte sich drauf und dran den Alb von hinten anzugreifen. Der Alb hatte die vier √ľbrigen M√§nner erreicht und fokussierte eine Person, auf die er seine Attacken konzentrierte. Die anderen M√§nner schlugen auf ihn ein doch er parierte ihre Schl√§ge und es sah aus als w√ľrde, dieser Alb sich unnat√ľrlich schnell bewegen. Hier parierte er einen Schlag mit seinen Unterarmschienen dort trat er einem Mann direkt in den Bauch und zu guter letzt, parierte er zwei Schwerter mit seinem eigenem. Diese Alben waren ungeheuer schnell und es dauerte nicht lange bis das Eis-Schwert nach vorne stach und dem Mann den Kopf von den Schultern schlug. Da waren es nur noch drei M√§nner und Ragosh der mittlerweile den Alb und das Get√ľmmel wieder erreicht hatte. Sein Schwertschlag kam dieses mal von unten und richtete sich auf den Bauch des Mannes, dieser leitete den Schlag wiederum mit einem von oben nach unten gef√ľhrten Hieb zur Seite, doch das brachte Ragosh nah an ihn heran. Der Ork stie√ü mit seinem Oberk√∂rper nach vorn und der Mann taumelte aus dem Zweikampf heraus, die drei √ľbrig gebliebenen M√§nner fielen erneut √ľber den Alben her.

Dieses mal wurde er auch getroffen nahm hier und dort eine Schnittwunde hin und wich erneut unter Paraden zur√ľck, der Ork schloss sich erneut dem Angriff an und der Alb merkte wie ihm langsam die Initiative verloren ging. Nach kurzem hin und her konnte einer der M√§nner eine L√ľcke in seiner un√ľberwindbaren Verteidigung erzwingen in dem er vor sprang, um sein Schwert seitlich unter die Achseln des Albes zu versenken. Die gew√ľnschte Wirkung war das der Alb aufschrie und sein Blut begann zu flie√üen doch im gleichen Moment zuckte sein Schwert voran und grub sich in den Bauch des mutigen Mannes, der jaulend zur√ľck sprang. Da war Ragosh bereits heran geeilt und schlug dem Alben sein Schwert von oben mit einem wuchtigen Hieb auf dessen Kopf. Der Helm gab nach und es knackte laut auf, dann ging der Alb zuckend zu Boden. "Diese elendigen Spitzohren, diese Stadt muss euch sehr wichtig sein wenn diese Mistkerle sie besetzt halten!" presste der Ork zwischen seinen Z√§hnen hervor eher er auf den Toten Feind spuckte. Es waren 2 Krieger gefallen der Mann der ihnen die L√ľcke erm√∂glicht hatte war ebenso tot, wie der dessen Kopf nicht mehr auf seinen Schultern ruhte. Zwei Tote f√ľr einen Alben siegreich war etwas anderes, der Anf√ľhrer schaute den Ork an und sprach d√ľster "das ist unser Land diese Monster haben hier nichts zu suchen, los weiter wir m√ľssen Sasuke finden!" dr√§ngte er erneut und die kleinere Gruppe machte sich auf den Weg weiter gen Stadtkern.

Sie liefen ungef√§hr F√ľnf weitere Minuten ehe sie ein lautes br√ľllen h√∂rten, es war ein gro√ües Tier soviel stand fest. Gleich darauf sahen sie aus der Ferne einen Eisb√§ren auf dem ein Alb sa√ü gen Stadtmauern laufen, der Ork wollte ihm schon nach eilen doch er wurde zur√ľck gehalten. "Das k√∂nnte eine Falle sein los weiter! Sie bogen in die Stra√üe ab aus der der Eisb√§r gekommen war und sahen einen Mann dort stehen. "Sasuke endlich geht es dir gut?" rief der Mann der offenbar erleichtert war ihn lebend zu sehen.

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Re: Mission in My'shu

#17

Beitrag von Terry » So 4. M√§r 2018, 13:27

Vom Hafen her ertönte ohrenbetäubender Lärm und eine falsche Sonne ging auf.
Terry lachte, er stand am Bug des Skuas, des Flagschiffes der M√∂wenflotte. Die Bordskorpione spien Feuerkugeln. Terry hatte diese Geschosse in Obenza gekauft, Tonkugeln, gef√ľllt mir brennbarem √Ėl und nur einer kleinen Z√ľndschnur, die brannte. Sobald die Tonkugeln aufschlugen, explodierte ein Feuerball. Das Hafenviertel stand in Flammen. Sogar Dinge, die gar nicht brennen d√ľrften, brannten - die Wege, Steinh√§user, Menschen. Die tiefh√§ngende Wolkendecke reflektierte den orangefarbenen Schein, als w√ľrde die Sonne aufgehen. Doch das tat sie nicht. Was hier leuchtete, war der Atem des Abgrunds, der sich auftat! Die Piraten johlten. Die vor Anker liegenden Schiffe der Frostalben wurden besetzt, die Anker eingeholt und die M√∂wenflaggen gehisst.

"Keine Flucht √ľbers Wasser, ihr Frostbeulen!", br√ľllte Terry gut gelaunt. "Die Schiffe behalten wir uns als Zoll f√ľr den √Ąrger, den ihr hier macht!"

Zu seinem tiefsten Bedauern gelang es seinen Leuten nicht, restlos alle Schiffe f√ľr sich zu gewinnen oder die √ľbrigen zu versenken. Einige Schiffe konnten die Frostalben in Sicherheit bringen. Vermutlich hatten sie Windmagier an Bord, die ihnen in die Segel bliesen, denn sie rauschten unnat√ľrlich schnell davon. Aber das machte nichts.

"Bringt die Schiffe aufs offene Meer", befahl er. "Nur unsere eigenen Kriegsschiffe bleiben im Hafen!"

Als alles, was die Skorpione erreichten, in Flammen stand oder in Tr√ľmmern lag, sprangen die Norkara in die Beiboote und ruderten mit lauten Schlachtges√§ngen an Land. Irgendein Trupp sang lieber ein Sauflied. Hauptsache, sie machten sich gegenseitig Mut und hatten Spa√ü!

Terry z√ľckte das geniale Schwert, welches ihm der kleine Shakuro √ľberreicht hatte. Der ihm allen Ernstes Rum mit einer verdammten PIPETTE in den Tee getr√§ufelt hatte. Terry hoffte, dass es dem Kerl gut ging, er fand ihn lustig und wollte ihn gern mal abf√ľllen und ihm beim Kotzen zusehen. Das ging aber nur, wenn er nicht in der Schlacht fiel. Vielleicht entdeckte er ihn ja unterwegs irgendwo. Terry fing den erstbesten Frostalben ab und nach einem Schwertgefecht, das nur eine Sekunde dauerte, fiel der Mann durchbohrt zu Boden. Terry machte sich nicht die M√ľhe, zu √ľberpr√ľfen, ob er √ľberhaupt tot war, es reichte, wenn er am Boden lag. So schludrig k√§mpfte er sich durch die Reihen und seine M√§nner taten es ihm gleich, sie fr√§sten sich durch die Stadt wie W√∂lfe, die in einem Schafspferch im blinden Blutrausch um sich bissen, hinterlie√üen einen Haufen Verletzte, aber kaum einen wirklich Toten. Das Hafenviertel ertrank in Feuer und Blut.
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Re: Mission in My'shu

#18

Beitrag von Sasuke Mokiri » Sa 17. M√§r 2018, 13:21

Der Impuls Eistr√§umer hinterher zu rennen durchzuckte Sasuke, doch sofort schaltete sich sein Verstand ein. Es war sinnlos. Der Alb war weg. Er hatte versagt. Einen Moment lang stand er da, das Schwert nach unten gerichtet in seiner schlaffen Hand und Entt√§uschung flutete ihm durch die Adern. Jemand rief seinen Namen. Benommen drehte Sasuke sich um und erblickte ein bekanntes Gesicht. Erstaunen verdr√§ngte die Resignation. ‚ÄěMosoro?‚Äú Also war die Gelbe Bl√ľte ausger√ľckt. Der alte Freund kam schnellen Schrittes auf ihn zu und zog Sasuke in eine kr√§ftige Umarmung. Noch etwas verdattert erwiderte er die Begr√ľ√üung, doch sein Blick hatte bereits die n√§chste √úberraschung entdeckt. Einen Ork. Unter den M√§nnern, die Mosoro begleiteten, war tats√§chlich ein Ork. Automatisch begann Sasuke zu gr√ľbeln, ob er schon jemals einen der ihren gesehen hatte. Wie kam es, dass er Seite an Seite mit den Rebellen k√§mpfte? Eilte das benachbarte Volk ihnen zur Hilfe, aus Furcht vor der eisigen Bedrohung aus dem Norden, oder war er nur ein Einzelk√§mpfer? Er war ein Prachtexemplar, st√§mmig und stark und vermutlich g√§be es keinen passenderen Kumpanen bei einer Mission wie dieser. Trotzdem war es ungew√∂hnlich. Zeit, nachzufragen blieb nicht. Die K√§mpfe hatten sie wieder erreicht und Sasuke drehte sich gerade rechtzeitig, um gemeinsam mit Moroso den Angriff eines schwer bewaffneten Frostalben abzuwehren. Alle Fragen mussten warten, ebenso die Unsicherheit, was Dimulon Eistr√§umer betraf. Unweit entfernt sah er den gro√üen Ork in einem Gefecht und konnte nicht anders als √ľber dessen Geschick und Kraft zu staunen. Entschlossen schwang Sasuke sein Schwert und setzte zeitgleich zu einem Fu√ütritt in Richtung Hals an. W√§re die Stadt nicht in ohrenbet√§ubendem L√§rm ertrunken, h√§tte man das laute Knacken geh√∂rt, mit dem das Genick des Alben brach. Mit vor Erstaunen aufgerissenen Augen sank er zu Boden und gesellte sich zu den vielen, vielen anderen Gefallenen, Freund wie Feind. Dieser Angriff musste wohl geplant sein, dachte Sasuke, denn ansonsten h√§tte er l√§ngst schon erwartet, von einer √úbermacht eingekreist zu sein. Als h√§tte er seine Gedanken gelesen, br√ľllte Moroso zu ihm hin√ľber. ‚ÄěWir m√ľssen uns beeilen und die Stadt von Feinden wie Verr√§tern s√§ubern, bevor sie neue Streitkr√§fte heranziehen k√∂nnen! Kyako hat einen ganzen Tross bei sich, um My‚Äôshu nach Norden und Westen hin zu befestigen!‚Äú Es gab nur einen Kyako, den Sasuke kannte und das bedeutete, dass auch Widerst√§ndler von der Partie waren. Widerst√§ndler, Norkara und sogar ein Ork, die auf ihrer Seite k√§mpften. Sein Blick traf den, des h√ľnenhaften Kriegers und er nickte ihm anerkennend zu, um zu zeigen, dass er froh war, an seiner Seite k√§mpfen zu d√ľrfen. Heute Nacht gab es nur eines, das z√§hlte. √úberleben.
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Re: Mission in My'shu

#19

Beitrag von Sasuke Mokiri » Sa 17. M√§r 2018, 13:28

Shakuro Aisako

Die Tage nach Terrys Besuch waren die schlimmsten, die Shakuro jemals erlebt hatte. Am liebsten w√§re ihm gewesen, die Schlacht h√§tte sofort begonnen, dann h√§tte er das F√ľr und Wieder seiner Entscheidung nicht Tag f√ľr Tag und Nacht f√ľr Nacht erneut durch w√§lzen m√ľssen, w√§hrend er Reismehl ausversehen in die Teeregale r√§umte oder stundenlang die dunkle Decke √ľber seinem Bett anstarrte und auf einen Schlaf voller wilder Tr√§ume wartete. Laufend wuchsen neue Zweifel. War die Offensive auf die Stadt der richtige Weg? Wie hatte er jemals sicher sein k√∂nnen? Shakuro lechzte nach einem Zeichen Segiras, dass er korrekt handelte. Nun, da alles in die Wege geleitet war, wurde ihm die Tragweite erst richtig bewusst. Unz√§hlige w√ľrden sterben, die Besatzer vor Zorn rasen und die Spaltung seines eigenen Volkes m√∂glicherweise unwiderruflich wachsen. Und f√ľr was? F√ľr eine Stadt. Wie immer, wenn er dieses Gedankenspiel durchging, kniff Shakuro die Augen zusammen und sch√ľttelte vehement den Kopf. Er hatte alles abgewogen, gr√ľndlich durchdacht. Es ging nicht blo√ü um My‚Äôshu. Es ging um alles, das seine Partei und die freien Arashi sich erarbeitet hatten. Es ging um nicht weniger, als die Zukunft Arashimas. Shakuro seufzte. Wie so oft in diesen Momenten blickte er zu dem Rumfass, dass Terry mitgebracht hatte. Ob ein Schluck daraus seine Nerven beruhigen k√∂nnte? Nein! ‚ÄěShakuro, du Narr!‚Äú, schalt er sich. Seine Landsm√§nner und er waren auf jedes Qu√§ntchen von Segiras Segen angewiesen, wie konnte er da nur daran denken, sie kurz davor zu verstimmen?
Tagelang taumelte Shakuro durch sein Gedankenkarussell, bis die Nacht der Entscheidung endlich gekommen war. Sein Platz war nicht auf dem kundschaftenden Fischerboot, doch immerhin im Hafenviertel, sodass er die Ankunft der Norkara miterleben konnte. Wie eine riesige Welle aus Feuer brachen sie ein, einer Naturgewalt gleich. Es dauerte nicht lange, bis Shakuro Terry entdeckt hatte, der sich mit seiner riesenhaften Gestalt voran k√§mpfte. Die Unterst√ľtzung der Truppe um Shakuro war gar nicht n√∂tig, um den Hafen zu sichern. Trotzdem st√ľrzten sie sich nun auf den Wink eines √§lteren Arashi namens Yasuri in dem Kampf, um den M√§nnern aus dem S√ľden beizustehen. Das Hafenviertel musste unbedingt gesichert werden. Es war nicht auszuschlie√üen, dass eine Flotte der Wolfs-Norkara oder ein Schwarm Shezem in der N√§he war. Mit M√ľhe streckte Shakuro einen jungen Alben nieder. Er war in der Kunst des Schwertkampfes ausgebildet worden, doch richtig gut war er nie darin gewesen. Kein K√ľnstler an der Waffe wie Sasuke, kein B√§r wie Terry. Seine St√§rken lagen in strategischem Denken, genialen Pl√§nen und Redegewandtheit. Eine Eisharpune zischte haarscharf an seinem Kopf vorbei und Shakuro zuckte zusammen. Aus dem Augenwinkel sah er, wie einer seiner Kollegen fiel, seine Augen tr√§nten vom Rauch und der L√§rm war ohrenbet√§ubend. Erneut kochten Zweifel in ihm hoch, doch nun war es endg√ľltig zu sp√§t. Sie w√ľrden My‚Äôshu schon wieder aufbauen. Erst galt es, es zur√ľck zu erobern. Klirrend parierte er einen Schwerthieb und hatte kurzen Blickkontakt mit dem feindlichen Arashi. ‚ÄěIhr bringt nur noch mehr Leid √ľber uns!‚Äú, rief dieser. ‚ÄěDiesen Krieg k√∂nnen wir nicht gewinnen.‚Äú Erneut schlug er zu. ‚ÄěWenn wir nicht k√§mpfen, haben wir schon verloren! Und kein Arashi wird je wieder in Freiheit leben‚Äú, gab Shakuro zur√ľck und sprach damit aus, womit er sich selbst die ganze Zeit auch schon zu beruhigen versucht hatte. Kurz meinte er Zweifel durch die Augen seines Gegen√ľbers blitzen zu sehen und wollte schon ansetzen, ihn zu √ľberreden, einfach die Seiten zu wechseln, da biss dieser entschlossen auf die Z√§hne und verst√§rkte seine Angriffsbem√ľhungen. Shakuros Schwert fiel klirrend zu Boden. Er war nun ganz in der N√§he von Terry, konnte dessen massige Gestalt deutlich erkennen. Gerne h√§tte er den Mann noch einmal gesprochen, h√§tte ihm danken wollen, dass der Pakt eingehalten worden war und ihm mitteilen m√∂gen, dass er s√§mtliche Erwartungen √ľbertroffen hatte. Allerdings sah es gerade nicht gut f√ľr ihn aus. Er war unbewaffnet und es war nur dem erneuten Z√∂gern des Mitl√§ufers geschuldet, dass er noch lebte. Dieser hob nun langsam sein Schwert an. Um ihn herum waren alle in Gefechte verwickelt, niemand schien seine aussichtslose Situation zu bemerken. Shakuro schloss die Augen und rechnete damit, jeden Augenblick von scharfem Arashistahl durchbohrt zu werden.
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Re: Mission in My'shu

#20

Beitrag von Ragosh » Mo 19. M√§r 2018, 18:29

Mosoro! Das war der Name des Mannes! Schalte es wieder in den Kopf von Ragosh der den Mann musterte den sie gesucht und nun auch gefunden hatten. Er war recht drahtig gebaut wie viele M√§nner der Ashari das Schwert in seiner Hand wirkte etwas gebogen und auch das war f√ľr die Menschen hier oben typisch, es glich einem Wunder das dieser Mann noch lebte in dieser Schlacht die an sich keine war. Das was sich in dieser Stadt zutrug war ein Gemetzel und √ľberall waren M√§nner und Alben in K√§mpfe verwickelt. Sasuke hechtete nach vorn und rettete somit Mosoro das leben der wider rum sich fing und sie dazu dr√§ngte weiter in die Stadt vorzusto√üen um sie weiter zu sichern. Das kurze Nicken das Ragosh entgegen gebracht wurde, sagte mehr als Worte ausgesagt h√§tten. Es war ein Zeichen des Respekts und er nickte ebenso und folgte den M√§nnern weiter in die Stadt hinein.

Niemand konnte sagen wie sich die Schlacht entwickelte √ľberall war das blanke Chaos ausgebrochen, sie liefen an M√§nnern vorbei die sich wilde K√§mpfe lieferten. Ebenso an Frostalben die versuchten gegen eine √úbermacht zu bestehen die von allen Seiten zu kommen schien. Doch es gelang ihnen nur vereinzelnd und hier und da sah man ebenso Frostalben die versuchten sich irgendwie abzusetzen, doch wurden sie dabei niemals g√§nzlich in Ruhe gelassen. "Wohin wollt ihr Sasuke?" fragte Ragosh gerade heraus als er zu ihm aufschloss.

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