Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Tapetenwechsel

So erbarmungslos wie die Natur sind auch die Bewohner der n├Ârdlichen Reiche. Die dunklen Meere und die von Packeis starrenden K├╝sten werden beherrscht von den Norkara und Shezem. Den Nordwesten kontrollieren die Frostalben.
Der Norden
So erbarmungslos wie die Natur sind auch die Bewohner der n├Ârdlichen Reiche. Die dunklen Meere und die von Packeis starrenden K├╝sten werden beherrscht von den Norkara und Shezem. Den Nordwesten kontrollieren die Frostalben.
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Argram, Sohn des Olgierd
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Tapetenwechsel

#1

Beitrag von Argram, Sohn des Olgierd » Mi 22. Nov 2017, 14:00

Missgelaunt lie├č Argram seinen Seesack auf die d├╝nne Schneedecke sinken. Kr├Ąftig zog er seine Kapuze ob des bei├čenden Windes tiefer in das vor K├Ąlte ger├Âtete Antlitz. Einzelne Schneekristalle hatten sich in dem blonden Bart verfangen und waren durch die Feuchtigkeit des Atems zwischen den Haaren gewachsen. Das Ganze bot einen einsiedlerischen Anblick, was auch nicht unbedingt ein tr├╝gerischer Schein war, denn der H├╝ne war in der Tat lange einsam unterwegs gewesen, hatte seinen Weg allein durch die Weiten des Nordens gefunden. Der Umstand, dass dieser seine Heimat war, hatte ohne Zweifel sein Leben dabei gerettet und am├╝santerweise hatte Argram auf seinem Weg nach S├╝den ein immer milder werdendes Klima vernommen, das, auch wenn es ihm unbekannt war, f├╝r die meisten S├╝dl├Ąnder bereits eine t├Âdliche K├Ąlte sein konnte.
Absch├Ątzend lie├č der junge Krieger einen Blick ├╝ber den sich vor ihm erstreckenden K├╝stenabschnitt gleiten. Hoch oben auf der H├╝gelkuppe wo er sich befand, war die eisige Seeluft kaum zu ertragen und die hellen Augen begannen leicht zu tr├Ąnen, als Argram die Siedlung begutachtete, die sich Jorsalaheim nannte. Mit seinem Bruder war er bereits einmal dort gewesen und hatte Freiwillige gesucht, um einen Raubzug zu unternehmen. Es hatte ihn gewundert, dass man selbst an diesem Ort bereits von Kjartil, seinem ├Ąlteren Bruder geh├Ârt hatte, ja sogar von ihm und so war es nicht schwer gewesen Waffengef├Ąhrten anzuheuern, mit denen sie die H├Ąndler aus dem S├╝den ├╝berfielen. Seitdem aber war Argram nicht mehr in Jorsalaheim gewesen und es hatte sich sicherlich einiges ge├Ąndert nach der Gr├╝ndung der kalten Fluten. Er hob den Seesack wieder ├╝ber seine Schulter und stapfte den Abhang vorsichtig hinab, stets darauf bedacht nicht auszugleiten, was gerade bei d├╝nnen Schneedecken schneller geschah als es einem beliebte. Richtige Stra├čen und Wege gab es nicht und so konnte man aus allen Richtungen vereinzelte Punkte sehen, die sich ├╝ber den Landweg n├Ąherten. Anders war das bei einer Vielzahl von Schiffen, die sich in dem engen Hafen tummelten Zu lange hatte er keine Planken unter den F├╝├čen gehabt, dachte er wehm├╝tig beim ihrem Anblick und beschleunigte seine Schritte. Vielleicht, so hoffte er, konnte er ja bei einem ausl├Ąndischen Kapit├Ąn anheuern und dort so lange leben, bis Gras ├╝ber seine Taten gewachsen war oder aber er machte sich wirklich auf in die ihm unbekannte Welt des S├╝dens. So etwas war jedoch niemals leicht f├╝r einen Norkara, denn das Land seiner Vorv├Ąter zu verlassen bedeutete Schande... zumindest war das ein Grund f├╝r den Krieg zwischen W├Âlfen und Raben. Auf ewig aber wollte Argram nicht fern der Heimat bleiben, dessen war er sich mehr als sicher.

Wenig Beachtung wurde dem H├╝nen geschenkt, als er die Grenze der Stadt ├╝berquerte, er war ein Mann wie jeder andere auch. Lediglich seine enorme Gr├╝├če zog dann und wann Blicke auf sich, was allerdings nichts neues f├╝r ihn war. Dass man ihn hier erkannte, glaubte Argram nicht. Ger├╝chte verbreiteten sich langsam unter den Clans und auch seine Kapuze verdeckte sein Gesicht ausreichend, dass selbst im Falle des Falles vorerst keine Gefahr bestand. Sein Ziel war der Hafen, wo es allerhand Absteigen gab, die n├Âtige Kontakte zu etwaigen Schiffsbesitzern erm├Âglichen w├╝rden. So zumindest hatte er damals mit seinem Bruder nach Gleichgesinnten gesucht und diese Methode w├╝rde sich wohl nicht allzu schnell ├Ąndern. Es war jedoch ein ungewohntes Gef├╝hl wieder unter so vielen Menschen zu wandeln. Gegen dieses Treiben wirkte seine Heimat einsam und verlassen und dabei war es wohl im weltweiten Vergleich nicht einmal viel.
Die n├Ąchstbeste Kneipe trug den Namen "Zum hetzenden Hund" und machte einen ziemlich abgerissenen Eindruck. Dennoch offenbarte der stetige Rauch aus dem Schornstein einen warmen Kamin und das zog Argram ohne Zweifel an. Die letzten Tage waren anstrengend gewesen und so richtig warm war ihm schon lange nicht mehr gewesen, sodass er nicht lange z├Âgerte.
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Terry
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Re: Tapetenwechsel

#2

Beitrag von Terry » Mi 22. Nov 2017, 18:03

Obenza. Hafenviertel. Gasthaus Alter Alfons.

Fingard hatte ein Zimmer im Alten Alfons f├╝r sich und ihr H├╝ndchen gemietet. Das H├╝ndchen b├╝chste ihr gerne aus, um sich allein herumzutreiben, kehrte jedoch stets zu ihr zur├╝ck. Es hatte in der Zeit seiner Abwesenheit einige Besorgungen gemacht. Alte Freunde besucht und mit ihnen gesprochen. Und eines Tages fasste es den Entschluss, dass es die bequeme Maskerade, die ihm ein Dach ├╝ber dem Kopf und eine t├Ągliche Mahlzeit ebenso garantiert hatte, wie ausgiebige Krauleinheiten, langsam aufgeben sollte. Das H├╝ndchen wartete an diesem Morgen also ab, bis sein Frauchen aufgestanden war, sich zurechtgemacht und ihnen beiden eine Mahlzeit im Schankraum spendiert hatte.

Der Schankraum war heute sehr, sehr voll. Und zwar mir Rabennorkara. Terry kannte sie alle. Sie blickten feixend zu dem H├╝ndchen her├╝ber, das mit seinem Frauchen abseits an einem Einzeltisch sa├č. W├Ąre er an der Stelle von Fingard gewesen, h├Ątte er sich sp├Ątestens jetzt verdr├╝ckt. Doch scheinbar fand sie die Horde entweder nicht halb so bedrohlich, wie sie tats├Ąchlich war, oder ihr war das Beenden ihrer Mahlzeit wichtiger. So wartete auch Terry edelm├╝tig, bis sie aufgegessen hatte, ehe er ihr den Schock ihres Lebens verpassen w├╝rde.

Fingard nahm das H├╝ndchen auf ihren Arm, doch das schien ihr auf einmal viel zu schwer. Es schien sein Gewicht sogar noch zu erh├Âhen! Das s├╝├če Schn├Ąuzchen wurde breit wie das einer Bulldogge, die Augen klein und die Schultern bullig. Das Fell auf dem aufquellenden K├Ârper sah auf einmal sehr l├╝ckenhaft aus, als h├Ątte das H├╝ndchen Haarausfall. Terry wurde so schwer, dass sie ihn nicht mehr in den H├Ąnden halten konnte, wucherte weiter in alle Richtungen und unter den beiden zerknackte der Stuhl. Die Piraten gr├Âlten, das Hundemonster rollte von ihr herunter und wenige Augenblicke sp├Ąter war die Verwandlung vollzogen.

"Hallo, Frauchen", gr├╝├čte Terry mit einem sardonischen Grinsen. Dann packte er Fingard kurzerhand um die Taile, warf sie sich ├╝ber die Schulter wie einen Sack und br├╝llte: "M├Ąnner, zum Hafen! Es ist Zeit, dieses elende Landrattendasein hinter uns zu lassen!" Die ganze Bande zog durch die H├Ąuserschlucht in Richtung Westen. In der Mondlagune lag der Skua vor Anker, den der Rest der Mannschaft bereits seefertig gemacht hatte, ein gro├čer Panzerkreuzer, dessen Eisenverschalung in der Sonne gl├Ąnzte. Alle Segel waren gesetzt. Sie stiegen in das bereitliegende Beiboot, ruderten hinaus und kletterten an Bord. Dort zog Terry seine Klamotten an, zusammengeklaute Teile, deren interkulturelle Willk├╝rlichkeit ihn auf den ersten Blick als Piraten auswies.

Dann baute er sich vor ihnen auf, um die traditionelle Rede zu halten.

"Ich wollte zwar niemals Kapit├Ąn sein, seit mein Vorg├Ąnger heldenhaft im Gefecht den L├Âffel abgegeben hat, aber irgendwer muss ja hier das Sagen haben. Fortan bin ich also mit Kapit├Ąn anzusprechen. Ihr d├╝rft mir applaudieren."

Die Mannschaft gr├Âlte rum und wer einen Hut hatte, warf ihn in die Luft.

"Ich konnte nicht alle zur├╝ckholen", rief Terry, als es langsam wieder etwas stiller wurde. "Atze, Siggi, Wolle und Berni kann man auch nicht mehr finden, sie sind in Obenza auf der Stra├če liegen geblieben. Olaf, Heiner und Brams sind verschollen, ├╝ber ihr Schicksal ist nichts bekannt. Daf├╝r hab ich Verst├Ąrkung mitgebracht. Nicht vom M├Âwenclan und nicht mal von den Norkara, aber immerhin Verst├Ąrkung. Der da mit dem pinken Hahnenkamm - ganz offensichtlich ein Naridier - ist Gizmo.

Und die holde Sch├Ânheit hier an meiner Seite ist Fin, mein Frauchen. Noch eine Naridierin. Sie ist Tabu. Wenn ihr auch nur einer zuzwinkert, ist er sein Auge los! Wer beim Grabschen erwischt wird, seine Hand! Und wer noch weiter geht, wei├č, was ihm bl├╝ht! Ihr kennt mich, ihr wisst, dass ich keine Scherze mache.

Fin, das ist meine Mannschaft. Ganz offensichtlich bin ich ein Hundewandler. Mein Name ist Therival Sohn des Halmod vom M├Âwenclan vom Stamm der Rabennorkara! Du kannst Terry zu mir sagen, der Rest ist zu lang. Wir alle hier sind M├Âwen! Und wir unternehmen jetzt eine kleine Reise nach Thogrim, die bucklige Verwandtschaft besuchen. Wir haben den Skua bis oben hin voll beladen mit Zeug, was man im Wolfsstamm gebrauchen kann. Allem voran Sauerkraut, da sind die ganz wild drauf, weil es w├Ąhrend langer Reisen verhindert, dass einem die Z├Ąhne ausfallen und sie das Zeug nicht selber anbauen k├Ânnen, sowie Werkzeuge und Material, um Schiffe auszubessern. Ist schon `ne Weile her, dass ich das letzte Mal auf `nem Schiff stand."


Nach dieser unspektakul├Ąren Rede stachen sie in See und machten sich auf die mehrw├Âchige Reise nach Thogrim. Um das naridische Hoheitsgew├Ąsser machten sie dabei einen Bogen und vermieden es, den Handelsrouten auf direktem Wege zu folgen. Auf halber Strecke begegneten sie einem tamjidischen H├Ąndler mit nur schwachem Geleitschutz. Fin erlebte ihren ersten Piraten├╝berfall hautnah. Am Ende der Schlacht kam der Skua kaum noch vom Fleck. Zum einen, weil er nun endg├╝ltig ├╝berquoll von Beutegut, zum anderen, weil zweiSegel besch├Ądigt waren und sie diese noch reparieren mussten. So verloren sie zwei Wochen uns 2 Mann, die gefallen waren und hatten 11 Verletzte mehr, von denen unterwegs auch einer starb.

Als sie in n├Ârdlichere Gew├Ąsser kamen, war dickere Kleidung erforderlich und optisch waren die M├Ąnner nun nicht mehr von den Wolfsnorkara zu unterscheiden, so lange sie nicht das Maul aufmachten und losplapperten. In Jorsalaheim ankerten sie weit vom Land entfernt. Terry und Fingard, die inzwischen auch warm eingepackt worden war, lie├čen sich mit dem Beiboot an Land rudern.

"Schei├č K├Ąlte. Erstmal `nen Schnaps trinken, ehe wir uns umh├Âren, ob hier wer Sauerkraut braucht. Aber wahrscheinlich wollen sie eher den Kokoswein von den Turbanen, h├Ąh├Ą. War ne geile ├ťberfahrt. So kann das immer sein." Terry entdeckte nach kurzem Suchen eine Spelunke. Da diese sich meistens in Hafenn├Ąhe befanden, war das nicht schwer gewesen. Terry ├Âffnete die T├╝r, sah sich um, ob irgendwer guckte, als ob er ├ärger machen wollte, protzte einen Augenblick mit seiner imposanten Gestalt und begab sich zum Tresen.

"Was habt`n ihr zu Essen", fragte er mit nicht zu ├╝berh├Ârendem Rabenakzent. "Ich will Babyrobbenfleisch und `nen hei├čen Grog. Aber eine Portion f├╝r Erwachsene, ich hab Kohldampf. Fin, was isst du? Los, wir setzen uns zu dem da, der ist alleine und sieht aus, als ob er Gesellschaft braucht." Sie plautzten bei dem jungen, b├Ąrtigen Mann an den Tisch, Terry gr├╝├čte: "Tagchen" und setzte sich hin. "Sag mal, habt ihr hier nen H├Ąndler `nen Markt oder so was?"
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Davard von Hohenfelde
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Re: Tapetenwechsel

#3

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Fr 24. Nov 2017, 12:35

Fingard von Hohenfelde


Fingard brauchte erstmal etwas Abstand von dem ganzen Familienzwist. Sie bedauerte sehr, dass sich die Familie derma├čen zerstritten hatte. Und das ausgerechnet auf der Hochzeit. Ihr Mann hatte mal wieder versucht seinen Dicksch├Ądel durchzusetzen und war damit gescheitert.

Schlimmer noch, Linhard hatte sich gegen seinen Vater gewandt und letztendlich musste sie sich gegen Ansgar entscheiden um Lin zu warnen. Vielleicht hatte Lin nicht alles richtig gemacht, aber die Schuld lag nicht bei ihm.

Letztendlich hatten Ansgar und auch sie dem Jungen keine Wahl gelassen. Es war das eine w├╝tend auf ihn zu sein, ihn zu enterben und zu versto├čen. Aber ihn ermorden lassen zu wollen, war etwas dass Fin nicht hinnehmen wollte.

Sicher sie h├Ątte mit ihrem Mann sprechen k├Ânnen.
Aber wer Ansgar kannte, der wusste auch wie viel Wirkung es zeigte, wenn man mit ihm sprach solange er noch w├╝tend war.

Ihr J├╝ngster, Wolfi, hatte darauf bestanden, dass sie trotzdem mit Ansgar sprach. Fin hatte es ihrem Sohn zugesagt und sie hatte es auch fest vorgehabt. Nur war ihr Mann leider vom Erdboden verschwunden. Das er ihr Verrat ankreidete, konnte sie nachvollziehen. Aber das er ihr nicht einmal eine Aussprache nach all den Ehejahren gew├Ąhrte, ├Ąrgerte Fin ma├člos.

Entweder war er derma├čen w├╝tend, dass er sie sonst angehen w├╝rde, oder er hatte schlichtweg Angst einzuknicken. Gleichg├╝ltig was es auch war, Ansgar verhielt sich in Fingards Augen ziemlich feige.

Was Ansgar konnte, konnte sie zudem schon lange. Sollte er nach Hause zur├╝ckkehren w├╝rde er feststellen, dass sie ebenso ihre Koffer gepackt hatte und zwar allein!

Gut es war ├╝berzogen gedacht, h├Ątte sie behauptet sie w├╝rde ihn nicht mehr lieben oder nicht brauchen. Aber ihm musste es ebenso ergehen und dennoch hielt es ihn nicht davon ab, sie ohne jeden weiteren Kommentar abzus├Ągen.

Fin hatte sich im alten Alfons einquartiert, einer Taverne in Obenza. Ansgar w├╝rde vermutlich ├╝berall nach ihr suchen, aber an solchen Orten ganz gewiss nicht.
Ihr einziger Begleiter war ihr kleiner Scho├čhund.

Fingard lie├č sich in Ruhe ihr Essen schmecken. Die anwesenden M├Ąnner beachtete sie gar nicht. Sie f├╝rchtete sie nicht. Fin war nicht dumm oder leichtsinnig, aber sie hatte in ihrem alten Haus, im Keller ganz andere Dinge gesehen - Dinge die vermutlich diese M├Ąnner schlottern lie├čen. Vielleicht war sie auch durch all das schon viel zu abgestumpft, um sich ├╝ber andere Gefahren noch Gedanken zu machen.

Gerade als Fin ihren kleinen Liebling auf den Arm nahm geschah das Seltsame.

Der Hund war auf einmal viel schwerer als er h├Ątte sein d├╝rfen. Auf einmal schien er regelrecht aufzuplatzen. Sein K├Ârper schwoll an, wuchs und deformierte sich in einem grauenvollen Ausma├č, dass Fin schon bef├╝rchtete ihr Mann habe den armen Hund verflucht!

Der Hund wuchs weiter, schwoll weiter an, so dass sein Fell nicht mehr f├╝r seinen gro├čen K├Ârper ausreichte. Allein durch den Umfangszuwachs wurde es weniger, bis nur noch vereinzelte B├╝schel auf einem gewaltigen K├Ârper ├╝brig waren. Fin war derma├čen geschockt und sprachlos, dass sie nicht mal einen Schrei aussto├čen konnte!

Ihr Hund sah aus wie eine groteske Mischung aus Hund, Blasebalg und Mensch!

Nach einer Zeit, die Fin wie eine Ewigkeit vorkam, war die Verwandlung von ihrem Hund abgeschlossen. Fin blinzelte irritiert und starrte den Mann vor ihr an, der vor wenigen Augenblicken noch ihr treuer Hund gewesen war.

"Hallo Frauchen", gr├╝├čte er sie frech.
Fin wusste nicht was sie erwidern sollte, ihre Stimme gehorchte ihr noch nicht wieder, also beschr├Ąnkte sie sich auf ein knappes Nicken.

Zu mehr kam sie auch nicht, denn "ihr H├╝ndchen" packte sie kurzerhand um die Taille, warf sie sich ├╝ber die Schulter wie einen Sack und schleppte sie davon. Eigentlich h├Ątte sie vor Angst kreischen m├╝ssen, aber irgendwie vertraute sie ihrem Hunde-Menschen trotz allem. Und sie musste sich eingestehen, dass die Geste schon etwas hatte. Fin lie├č sich klaglos von ihrem H├╝ndchen davonschleppen.

Fingard wurde an Bord eines Schiffes gebracht, wo Terry sofort klarstellte, dass sie unantastbar war. Fin f├╝hlte wie ihre Wangen rot wurden. Terry - das war ihr Hund. Mit vollst├Ąndigem Namen Therival Sohn des Halmod vom M├Âwenclan vom Stamm der Rabennorkara. Was ein Name, da war Terry wirklich einfacher.

Nach ihrem dennoch erfreulichen Zwangsumzug an Bord des Schiffes erlebte Fingard ihre ersten Abenteuer auf hoher See. Das eine war ein gekonnter Raubzug der Piraten, dass andere Abenteuer war von etwas intimerer Art.

Irgendwann kamen sie in n├Ârdliche Gew├Ąsser an, wo Fin direkt an ihren Schwager Varmikan denken musste. Dem Frostalb h├Ątte es hier gefallen, vermutete sie. Aber Varmikan war weit weg, genauso wie der ganze ├ärger und Fin war im Moment sehr froh dar├╝ber. An der Seite von Terry und seinen Piraten f├╝hlte sie sich nicht nur wohl, sondern auch frei.

Als sie an Land gingen, suchte Terry direkt eine Spelunke auf. Terry bestellte f├╝r sich direkt etwas zu essen und einen Grog. Auf die Frage was sie zu essen w├╝nschte, ├╝berlegte sie kurz.

"Ich nehme einen deftigen Eintopf und dazu bitte etwas W├╝rzwein. Sch├Ân hei├č sollte er sein und bitte mit viel Honig", freute sich Fin auf die warme Mahlzeit.

Als Terry davon sprach, sich zu einem einsamen Burschen setzen zu wollen, nickte Fin zustimmend. Sie nahmen an dessen Tisch Platz und Terry plauderte auch schon direkt los, als kannten sich die beiden schon aus Kindertagen. Fin schmunzelte gut gelaunt.

"Auch ein Hallo von mir", gr├╝├čte sie freundlich.

Fin wartete hungrig aufs Essen und darauf was Ihr Tischnachbar zu erz├Ąhlen hatte. Bis jetzt gestaltete sich ihr Ausflug als wahre Freude.

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Re: Tapetenwechsel

#4

Beitrag von Hiccup » Di 6. Feb 2018, 21:59

Hiccup vom Wolfsclan:

Eine weitere Person betrat die Spielunke. Nachdem Hiccup sich den Schnee aus den Haaren gesch├╝ttelt hatte, wanderte sein ernster Blick durch den Raum.
Er musterte die Anwesenden einer nach dem anderen. Sein Gesicht wurde dabei immer grimmiger.
Es waren nur die ├╝blichen Fischer hier. Niemand der f├╝r sein anliegen geeignet war. Doch dann blieb sein blick bei zwei Fremdlingen h├Ąngen. Hiccup hatte sie noch nie zur vor gesehen. Sie konnten seine Chance sein.
Schnellen Schrittes ging er auf den Tisch zu. Sein rechter Arm ging nach oben und deutete auf die beiden.

ÔÇ×HEY IHR BEIDEN Schnabelkr├Ąhen. Ihr seit nicht von hier.ÔÇť
Hiccup blieb neben dem Tisch stehen und grinste breit.
ÔÇ× Ihr habt doch bestimmt einen lausigen Kahn der euch hier angesp├╝lt hat, ODER?ÔÇť
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Re: Tapetenwechsel

#5

Beitrag von Terry » Do 8. Feb 2018, 21:09

"Setz dich, du abgemagerte Sprotte", gr├╝├čte Terry den jungen Mann gut gelaunt und schob ihm gleich seinen eigenen Grog r├╝ber, damit der Bursche einen Grund hatte, der Aufforderung Folge zu leisten."Mein Name ist Terry und das ist Fin. Wir kommen von den Feinden, von den schlimmen Raben, aber wir sind gerade ganz lieb und in Schmusestimmung. Ehrlich, kein Grund zu Angst, ich seh doch, dass du schon mit den Z├Ąhnen klapperst. Wir sind H├Ąndler, friedliche Zivilisten. Wir haben euch Polark├Âtern Sauerkraut mitgebracht, damit euch nicht die Kauleiste ausf├Ąllt auf der n├Ąchsten Kaperfahrt. Und noch`n paar h├╝bsche andere Sachen, die zu hart f├╝r `nen Gr├╝nschnabel wie dich sind."

Terry grinste und zeigte seine gelben Z├Ąhne. Er mochte den Jungspund, der war genau nach seinem Geschmack. "Ob ich ein Schiff hab, fragt er! Was meinst du, S├╝├če, hab ich ein Schiff?" Er legte demonstrativ den Arm um Fin und gab ihr einen nach Babyrobbenfleisch schmeckenden Knutsch, um erstmal die Besitzanspr├╝che abzustecken.
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Re: Tapetenwechsel

#6

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Do 8. Feb 2018, 22:01

Fingard von Hohenfelde

Als Terry sie vorstellte und k├╝sste, nickte Fingard dem Neuank├Âmmling freundlich zu. Terry k├╝sste sie derma├čen,dass sie keine Sorge haben musste, was sie essen wollte. Dies hatte ihr Terry damit abgenommen. Fin musste trotzdem ├╝ber den verr├╝ckten Kerl lachen, der seine Laufbahn als ihr winziger Scho├čhund angefangen hatte. Nun war er ihr Mann, da ihr Mann Ansgar den Job an den Nagel gehangen hatte. F├╝r einen Moment fragte sie sich, wo der alte Knurrbock wohl wahr und ob es ihm gut ging. Er hatte sich einfach sang- und klanglos verabschiedet und ihr nicht einmal die Chance gegeben sich f├╝r ihr Verhalten zu rechtfertigen.

Mit seiner frechen Schnauze erinnerte sie der Neuzugang an ihren Mann. Fin mochte lieber M├Ąnner die offen, ehrlich und direkt sagten was sie meinten, als falschz├╝ngige Sch├Ânredner. Ansgar war alles andere als ein Sch├Ânredner gewesen und Terry stand ihm in nichts nach und scheinbar dieser Knirps ebenso nicht.

"Sicher haben wir ein Schiff. Das beste Schiff ├╝berhaupt, der Weg war uns einfach zu weit zum Schwimmen", grinste sie den Neuling freundlich an und nahm sich einige Bissen von Terrys Teller um zu probieren.

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Re: Tapetenwechsel

#7

Beitrag von Hiccup » Fr 9. Feb 2018, 18:26

Hiccup vom Wolfsclan:


ÔÇ×Gern,ÔÇť sagte Hiccup mit einem breiten grinsen.
ÔÇ×Mein Name ist Hiccup.ÔÇť
Er setzte sich und schaute kurz in den Grog. Nach den Worten von Terry musste er laut lachen.

ÔÇťIch und Angst? HAHA... Seht euch das bl├Âde BLEICHGESICHT da dr├╝ben an.ÔÇť
Hiccup nickte zum Tisch rechts neben ihnen.
ÔÇ×Der Kerl hat mit seiner zitternden Hand schon so viel versch├╝ttet das es so aussieht das er sich in die HOSEN GEMACHT hat. Und er schaut immer nerv├Âs zu euch.ÔÇť

Die Aussage das sie friedliche H├Ąndler w├Ąren kaufte er dem Mann vor ihm nicht ab. Dazu war er zu intelligent. Die Raben waren als Piraten bekannt und Terry verstr├Âmte eine Aura die nur danach schrie. Der junge Hiccup ahnte, das wenn er mit ihnen reisen konnte, er an irgend einem Punkt ├╝ber den Tisch gezogen werden w├╝rde. Aber zur Zeit hatte nur das weg kommen von hier Priorit├Ąt f├╝r ihn. Die Besitzanspr├╝che von Terry an Fin juckten ihn kaum. Ihm war gleich klar in welchen Verh├Ąltnis sie wohl zu einander standen.

ÔÇ×Tz...verjubelt den Kram an die ALTEN S├äCKE von uns. Ich kann damit nichts anfangen. Aber mit eurem Schiff,ÔÇť er blickte kurz beide an.
ÔÇ×Die Reife Pr├╝fungen stehen an. Und ich hab keine Lust mit diesen anderen LOSERN in einem Kahn und Gruppe zu reisen. Ich suche einen Transport f├╝r mich ohne die WEICHEIER.ÔÇť
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Re: Tapetenwechsel

#8

Beitrag von Terry » So 11. Feb 2018, 09:04

"WEICHEIER gibt`s auf meinem Schiff nicht", stellte Terry klar, indem er Hiccups Tonfall imitierte. "Wer sich als Schlappschwanz entpuppt, wird auf der n├Ąchsten einsamen Insel ausgesetzt!"

Er beobachtete zufrieden, wie sein Weib - sie waren nicht verheiratet, aber seit wann brauchte er von irgendwem die Erlaubnis, um zu entscheiden, wer sein Weib war - vom Babyrobbenfleisch a├č. Er griff ihr begeistert in den H├╝ftspeck. Sie hatte sch├Ân zugelegt auf seinem Schiff und ihre ├Ątzend weiche Haut war sch├Ân rau geworden. Langsam sah sie aus wie eine richtige Piratenbraut. Er wandte sich wieder dem Knirps zu.

"Eine ├ťberfahrt auf meiner kleinen s├╝├čen Handelskogge kannst du haben, wenn du vom Norden die Nase voll hast und wenn du auf dem Schiff mit anpacken kannst - aber es gibt keine R├╝ckfahrt. Wenn wir dich abgesetzt haben, fahren wir weiter und wenn du Heimweh kriegst, musst du dich anders k├╝mmern."
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Re: Tapetenwechsel

#9

Beitrag von Hiccup » So 11. Feb 2018, 10:29

Hiccup vom Wolfsclan:

Hiccup knurrte leicht als ihn Terry imitierte, es kam ihn wie Spot auf seine Art zu reden vor. Ein leichte Windstoss schlug darauf Terry entgegen. Der Junge erschrak weil er bemerkte das es dem Vorfall von zuletzt ├Ąhnelte. Hiccup knirschte leicht mit den z├Ąhnen und der Wind legte sich wieder.

ÔÇ×Mit Weicheiern, meinte ich die anderen Jungen bei der Reifepr├╝fung,ÔÇť stellte Hiccup richtig und verkniff sich vorerst weitere Vorlagen f├╝r Terry's Spot.
ÔÇ×Das mit dem anbacken ist kein Problem, sehe ich aus wie eine halbe Portion der man nichts zutrauen kann?ÔÇť
Sein Blick bekam etwas heraus forderndes.
ÔÇ×Und die R├╝ckreise ist egal. Es ist Sinn der Reifepr├╝fung ALLEIN zur├╝ck zu finden.ÔÇť
Hiccup blickte Terry und Fin beiden kurz in ihre Gesichter.

ÔÇ×Haben wir einen Deal?ÔÇť
Er reichte den beiden eine Hand zum besiegeln ihrer Abmachung.
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Re: Tapetenwechsel

#10

Beitrag von Terry » Mi 14. Feb 2018, 16:48

"Deal", grunzte Terry. Er guckte etwas misstrauisch ob des Windzugs. "Bist du`n Magier oder was? Windmagie? Gar nicht schlecht, dann kannst du uns bei Flaute nach Hause pusten. Trink aus, iss was, wenn du Hunger hast und geh noch mal auf den Donnerbalken. Unser kleine Handelskogge wartet abreisefertig. Wir sind hier fertig und haben nicht vor, uns l├Ąnger als n├Âtig in dieser Arschk├Ąlte aufzuhalten. Wir gehen schon mal raus, wir sind im Hafen. Das Ding ist ja nicht so gro├č. Wenn du so weit bist, komm einfach nach."
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