Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. Während die Urvölker auf Altbewährtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimbünde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Die Schneehasen

So erbarmungslos wie die Natur sind auch die Bewohner der nördlichen Reiche. Die dunklen Meere und die von Packeis starrenden Küsten werden beherrscht von den Norkara und Shezem. Den Nordwesten kontrollieren die Frostalben.
Der Norden
So erbarmungslos wie die Natur sind auch die Bewohner der nördlichen Reiche. Die dunklen Meere und die von Packeis starrenden Küsten werden beherrscht von den Norkara und Shezem. Den Nordwesten kontrollieren die Frostalben.
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RĂłsa vom Wolfsclan
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Die Schneehasen

#1

Beitrag von RĂłsa vom Wolfsclan » Mo 11. Jan 2016, 11:29

>> Beginn der Reise von Artok Petraniol

>> Beginn der Reise von RĂłsa und Lysa vom Wolfsclan

Das Licht des Morgens vertrieb gerade die dunkle Nacht, als der ausgemergelte Wolf aus dem Wald hervorhuschte, um am Quellfluss der Nimmerberge seinen Durst zu stillen. Seine Ohren waren gespitzt und er lauschte auf die Geräusche der Umgebung. Keine Gefahr schien zu drohen, der gefährliche Dravac, der in diesem Revier auf der Lauer lag, hatte sich wohl zum Schlafen in seine Höhle zurückgezogen. Man musste sich vor ihm in Acht nehmen. Durch diesen kräftigen Räuber hatte der Wolf bereits seinen Gefährten verloren.
Hier, am Rand des Gebirgszuges bedeckte Schnee den gefrorenen Boden. Im Wald bemerkte man nicht viel davon, denn die Bäume schirmten den Boden von dem gröbsten Schneegestöber ab.
Der Wolf hinterliess eine Spur aus PfotenabdrĂĽcken, als er zum Wasserlauf trottete.

Er musste sich eine gut erreichbare Stelle suchen, denn überall versperrten mächtige Felsen den Zugang zum kalten Wasser.
Endlich vermochte er seinen Durst zu stillen.
Plötzlich jedoch zuckte sein Kopf nach oben, und seine feine Nase zitterte in der Luft. Sie witterte einen Geruch, der nicht hierher gehörte. Mit angespanntem Körper beobachtete der Wolf die Umgebung. Da!
Zwischen zwei Felsblöcken in einer Art Grube konnte er ein Wesen wahrnehmen. Es schien ein dickes Fell zu besitzen, aber er wusste, dass es nicht der Dravac war. Dieser roch viel strenger.

Eine Weile verharrte der Wolf, als sich jedoch nichts rührte, schlich er sich näher heran. Der Geruch von Tod und Düsternis umgab das Wesen, doch es war nicht der Gestank von Verwesung.
Der Wolf blickte sich hungrig um. Kein Mitstreiter da, der mit ihm um die Beute kämpfen würde. Langsam und siegessicher näherte er sich dem scheinbar toten Körper. Der süsse Duft von Blut hing in der Luft und dem Wolf tropfte der Sabber von den Lefzen.
Gerade, als seine Nase das dicke Fell berührte, das den Leib umhüllte, ging ein Zucken durch das Wesen. Erschrocken sprang der Wolf zurück, mit gesträubtem Fell und in geduckter Haltung beäugte er seine Beute. Sie lebte noch, doch sie war schwach. Er müsste einfach abwarten…

In diesem Augenblick fegte ein Windstoss durch die Felsen und trug ein neues Geräusch an die wachsamen Ohren des Wolfes heran…“eine Pause… etwas Essen würde gut tun… ausruhen“. Stimmen!
Das wurde dem Wolf nun doch zu viel. Er war nicht mehr der JĂĽngste und mochte sich keiner Auseinandersetzung stellen. Mit einem letzten Blick auf das mehr tot als lebendige FellbĂĽndel wandte er sich ab und huschte wie ein Schatten in den schĂĽtzenden Wald zurĂĽck.

Einige hundert Meter entfernt ritten RĂłsa und ihre Tochter Lysa auf ihren beiden strubbeligen und vollgepackten weissen Ponys durch den Schnee. RĂłsa hielt Ausschau nach einer geeigneten Stelle, um zu frĂĽhstĂĽcken. Sie waren beim ersten Tageslicht aufgebrochen, doch nun musste eine Rast eingelegt werden, bevor die Reise weitergehen konnte.
„Mamma, ich habe gerade einen Wolf gesehen“, erklang Lysas aufgeregte Stimme, „er sah ziemlich hungrig aus… und verschreckt!“
„Vermutlich hat er uns gehört und hat reis aus genommen“, meinte Rósa ruhig. Es war nichts Ungewöhnliches, das es in solch abgeschiedenen Gegenden Wildtiere gab, und da war ein einsamer Wolf noch die harmloseste Variante.

Das Gebiet war nicht leicht zu begehen und RĂłsa war dankbar fĂĽr die Trittsicherheit und Gelassenheit, mit welcher die Ponys sich ihren Weg bahnten.
Bald war das Rauschen des Quellflusses zu hören. „Wir haben die Nimmerberge erreicht“, murmelte Rósa. „Wir werden in der Nähe des Wassers Rast machen. Dann können die Pferde etwas trinken. Es gibt hier zwar nicht viele Gräser, die sie ausscharren können, aber gegen Mittag werden sie dann wieder die Gelegenheit dazu bekommen, wenn wir wieder weiter in der Ebene draussen sind. Am besten folgen wir einfach in einigem Abstand dem Fluss. Er sollte uns wieder in bewohnte Gegenden führen.“ … von denen wir uns jedoch fernhalten müssen, solange dort Norkara leben, fügte Rósa mit einem besorgten Blick auf ihre Tochter hinzu.
Doch sie müssten dort vorbei, denn Rósa hatte sich vorgenommen, ihre Tochter in die Sicherheit zu führen, auch wenn dieser Weg auf einen anderen Kontinent führen würde. Dorthin, wo Magie nicht verpönt war und man ihre Tochter deswegen nicht ächten würde.

Bald hatten sie denselben Pfad erreicht, dem zuvor der Wolf gefolgt war. Sie stiegen von den Ponys ab und machten es sich so gut als möglich bequem. Während Rósa das karge Frühstück, etwas getrocknetes Fleisch und hartes Brot, vorbereitete, schickte sie Lysa aus, um die Wasserbehälter aufzufüllen.
Geschickt kletterte das Mädchen zwischen den Felsen hindurch zum Wasser hinunter. Wie zuvor der Wolf, blickte sie sich aufmerksam um, bevor sie sich hinabbeugte, und die Lederhüllen ins Eiswasser tauchte.
Plötzlich erstarrte das Kind und die Flasche rutschte ihr aus der Hand und platschte ins Wasser. Ein Geräusch hatte es verschreckt und der ängstliche Blick tastete die Felsen ab. Da war es wieder! Ein leises Stöhnen. Ein Tier?

Dann blieben ihre Augen an dem Fellbündel hängen. Ohne zu überlegen, machte Lysa kehrt und rannte zu ihrer Mutter zurück, um ihr von dem Fund zu berichten. Die Wasserflasche blieb im Wasser vergessen.
„Mamma, Mamma! Da ist etwas! Ein wildes Tier!“, ausser Atem rannte sie der Mutter in die Arme. Sofort war Rósa auf den Beinen: „Wo ist es? Was ist es für ein Tier? Hat es Dich gesehen?“
„Ich weiss nicht recht… es hatte ein dickes Fell. Es hat sich nicht bewegt, aber ich habe gehört, wie es Geräusche von sich gegeben hat. Vielleicht ist es verletzt!“
Rósa dachte darüber nach. Dann entschied sie, nach dem Tier zu sehen. Wenn es wirklich verletzt oder bald tot war, könnten sie es verarbeiten und das Fell und Fleisch nutzen.
„Du bleibst hier und passt auf die Pferde auf!“, ermahnte sie das 6 – jährige Mädchen mit ernster Stimme.
Dann schlich sie sich mit einem kurzen Speer und einem Dolch bewaffnet vor, immer auf der Hut und bereit, sich bei Gefahr zu wandeln und ihr Kind zu beschĂĽtzen.

Sie erreichte das Tier bald und blieb wie angewurzelt stehen, als sie den Irrtum ihrer Tochter bemerkte. Der Mensch, denn Rósa hatte noch nie einen Alben gesehen und wusste nicht, wenn sie einen vor sich hatte, hatte sich bewegt, und gab nackte Beine und einen Arm frei. Der Rest des Körpers war von einem wärmenden Fellmantel umhüllt. Trotzdem würde in Kürze die Kälte alle seine Knochen durchziehen.
Auf der einen zierlichen Hand schien ein dunkles Symbol eingebrannt zu sein und bei dem Anblick machte sich ein beunruhigendes Gefühl in der Mutter breit. Bevor sie jedoch weiter darüber nachdenken konnte, durchbrach eine bekannte Stimme die Stille: „Es ist eine Frau!“
RĂłsa wirbelte herum.
Hinter einem Felsen blinzelte ihre Tochter entschuldigend, doch mit neugierigem Blick hervor. „Ich hatte Dir doch gesagt…“, im selben Moment regte sich der Körper. „Wir müssen sie in wärmende Decken packen. Hol eins von den Wolfsfellen und schneid einige Fetzen raus, die wir ihr um die Füsse wickeln können. Und bring eine der Lederhosen und ein Oberteil, das übrig ist, damit sie nicht erfriert. Beeil Dich!“
Kaum war Lysa verschwunden, näherte sich Rósa behutsam der Frau. „Hallo, ich bin Rósa. Können sie mich hören? Können sie mich verstehen? Ich möchte ihnen helfen. Meine Tochter holt ihnen warme Sachen… sie sind in Sicherheit.“
Rósa wusste nicht, ob die Frau sie hörte oder überhaupt verstehen konnte, doch sie bemühte sich um einen beruhigenden Klang, um die Verletzte nicht zu verängstigen. Wie war sie wohl hierhergekommen? Und woher kam die Frau? Weshalb trug sie nur einen Fellmantel an ihrem Leib? Hatte man sie ausgeraubt? Befand sie womöglich eine gefährliche Räuberbande in der Nähe?
Zuletzt geändert von Knozzy am Do 28. Jan 2016, 19:29, insgesamt 3-mal geändert.
Grund: Titel geändert! Mit freundlichen Grüßen - Knozzy

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Re: Platzhalter fĂĽr Beitragstitel

#2

Beitrag von Artok Petraniol » Mi 13. Jan 2016, 18:04

Artok spürte die Macht die Macht die das Gleichgewicht der Welt ändern und ihm zum einzigen Herscher machen würde. Doch dann geschah etwas unvorhersehbares etwas womit niemand ganz besonders Artok nicht gerechnet hatte. Es wurde dunkel und sein Stab gehorchte ihm nicht mehr es war so als wäre er auf einmal gefangen. Gleich darauf war diese Stimme zu hören diese Stimme gehörte einem Wesen, einem Gott es gab garkeinen Zweifel daran.

Für einen kurzen Moment war Artok der Meinung den Gott nun im Zweitkampf besiegen zu können doch dieser Gedanke war mehr als nur töricht. Diese Gottheit fügte ihm unsegliche Schmerzen zu er wollte schreien fluchen doch sein Mund war versiegelt er brachte nicht einen einzigen Ton heraus. Er wurde verspottet und gleich darauf mehrmals kehrten die Schmerzen zurück er konnte rein garnichts dagegen tun er war diesem Wesen ausgeliefert, voll und ganz.

Sein Stab war zerbrochen seine Macht offenbar dahin es war das Ende, es musste einfach das Ende sein. Dieses Wesen was es oder er auch immer sein möge würde ihn töten soviel stand fest.

Doch was dann kam war so grausam das selbst Artok die Augen weitete und am liebsten gefleht hätte. Als die Stimme es ausgesprochen hatte wurde es auch bereits schwarz um Artok.

Er hörte etwas plätschern nicht weit von ihm musste ein Bach oder Fluss sein. Das Geräusch des Wassers war unerträglich laut seine Füße waren kalt, sehr kalt. Kurz darauf hörte er Schritte die näher kamen doch irgendetwas stimmte nicht, er fühlte sich nicht wie sonst. Er richtete sich auf und Haarstähnen fielen ihm in sein Gesicht. Seine Haare schienen weicher zu sein ebenso kamen sie ihm länger vor. Er richtete seinen Oberkörper auf in dem er sich auf seinen rechten Elbogen abstüzte mit seiner linken hielt er sich am Kopf fest.

Doch dann gab er einen Schreckenslaut von sich auf seiner Hand war das Mal des dunklen Gottes Malgorion er war es auch der ihn gequält hatte und auch verbannt. Doch dann sah er genauer hin seine Hand war irgendwie kleine schmaler ja sogar irgendwie weiblicher. Seine Augen weiteten sich abermals er richtete sich nun gänzlich auf und setzte sich.

Im nächsten Moment geschahen mehrere Dinge gleichzeitig. Zum einen bemerkte er das er nur einen Pelzmantel trug und mehr nicht dieser glitt bei seinem Vorhaben sich zu setzen von seinem Körper den er nun so zum ersten mal erblickte. Es war nicht der Köpfer den er kannte, da dieser voll und ganz weiblich war. Zum anderen war er nicht allein eine Frau saß ein paar Meter von ihm enfernt sie hielt einen Speer in den Händen und sah sie fragend an. "Nein!" schrie Artok laut heraus und ebenso seine Stimme klang weiblich alles hatte sich verändert, er hatte sich verändert ohne es zu wollen. Er blickte gen Himmel "wieso hast du mir das angetan!" rief er. Das erste mal in seinem Leben merkte Artok was Hilflosigkeit war er schaute die Frau an und began zu frieren. Seine Haare bedeckten das was normale Frauen hätten verbergen wollen doch er war zu aufgebracht und zu geschrächt, als das er sich hätte ordnen können.

Er blickte die Frau an und stammelte "warum....ich nein.....wo...." doch weiter kam er nicht die Kälte und seine Verletzungen seelisch wie auch körperlich forderten ihren Tribut und Artok sank in sich zusammen und verlor das Bewustsein.

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Re: Platzhalter fĂĽr Beitragstitel

#3

Beitrag von RĂłsa vom Wolfsclan » Do 14. Jan 2016, 07:16

RĂłsa betrachtete nachdenklich die Frau, welche in Felle und Decken eingemummelt nahe beim Feuer lag.
Zuerst war die Mutter erschrocken, als die Frau plötzlich aufgeschrien hatte, doch als sie dann das Bewusstsein verloren hatte, war sie ihr zu Hilfe geeilt. Dank ihrer Bärenkräfte und der Hilfe ihrer Tochter war es ihr gelungen, die Frau zu ihrer einfachen Raststätten zu bewegen.

Weil eine dunkle Ahnung sie beschlich und ihr sagte, dass das Symbol auf der Hand der Bewusstlosen nichts gut verheissen konnte, bestand ihre erste Handlung darin, die Hand mit einem Stofffetzen zu verbinden und sich so vor der möglicherweise davon ausgehenden, bösen Macht zu schützen.
Dann hatte sie ihrer Tochter befohlen, Feuerholz zu sammeln, was einige Zeit gedauert hatte, da alles schneebedeckt und auch feucht war, doch dann flackerte auch schon ein wärmendes Feuer.
Währenddessen, hatte sie die Frau vorsichtig aus ihrem Mantel geschält und einige Wunden am Oberkörper entdeckt. Sie erinnerten an Stichwunden und Rósa fragte sich wiederum besorgt, ob sie sich hier wohl in Gefahr befänden. Trotzdem konnten sie die Frau nicht einfach so liegen lassen und ans Reiten war in diesem Zustand nicht zu denken.

Vorsicht begann sie die Stiche mit Wasser auszuwaschen, dann schmierte sie eine übelriechende Paste drauf und verband die Wunden, indem sie den Körper mit möglichst sauberen Stoffstreifen umwickelte. Noch etwas unzufrieden betrachtete sie schliesslich das notdürftige Werk.
Mit der Hilfe ihrer Tochter zog sie der Frau geschickt ein Wollhemd und eine Wollhose über, dann hatten sie sie in die wärmsten Felle eingepackt.
Rósa konnte nur hoffen, dass es ausreichen würde, denn sie wusste nicht, wie lange die Frau bereits in der Kälte gelegen hatte.
Immer wieder fragte sie sich, was die Frau so erschreckt haben mochte. War sie es gewesen, mit dem Speer in der Hand? Oder eine blosse Erinnerung an vergangene Schrecken?
Der Tag war nun bereits angebrochen und einige Sonnenstrahlen hatten sich einen Weg ĂĽber die Berggipfel gebahnt. Trotzdem war es ziemlich kalt hier draussen.

„Lysa, schau nach unseren Vorräten, wieviel haben wir noch?“

Etwas mürrisch, dass sie herumgeschickt wurde, ging Lysa zu ihrem Gepäck und begann darin herumzuwühlen. „Das Brot ist gleich aufgebraucht und steinhart, wir haben noch gedorrtes Fleisch, aber wenn die Frau auch mitisst, reicht es noch für zwei Tage. Eine Handvoll Nüsse sind auch noch drin.“
RĂłsa seufzte. Sie mĂĽsste bald auf die Jagd gehen. Immerhin wusste sie, dass es hier Wildtiere geben musste, der Wolf, aber auch andere Huf- und Pfotenspuren hatten sie darauf hingewiesen.

Doch sie sorgte sich um ihre Tochter. Zum einen kannten sie die Frau nicht, vielleicht war sie gefährlich und unberechenbar. Aber die grössere Gefahr lauerte in den Felsen um sie herum. Rósa hatte auch die Spuren eines Dravac erkannt, eines Raubtiers, dem man besser aus dem Weg gehen sollte. Die Frau müsste in spätestens zwei Tagen fähig sein zu reiten… Ansonsten müsste Rósa sich entscheiden, ob sie die Frau zurücklassen und mit ihrer Tochter weiterreiten, oder ob sie es wagen sollte, ihre geliebte Tochter mit der Frau alleine zu lassen, um sich auf die Jagd zu begeben.
Sie entschied sich, abzuwarten. Womöglich würde die Frau bald erwachen und sie könnten einige Worte mit ihr wechseln.

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Re: Platzhalter fĂĽr Beitragstitel

#4

Beitrag von Artok Petraniol » Do 14. Jan 2016, 18:42

Artok verfiehl in einen unruhigen Schlaf er sah Malgorion in seinem Träumen immer und immer wieder ihn auslache, verhöhnen und weiß der Henker was sonst noch alles. Er sah seinen Stab das Medium seiner Macht vor sich in alle möglichen Stücke explodieren und gleich darauf Malgorion wieder auf ihn einstechen immer und immer wieder. Er sah in seinen Träumen auf einmal den Boden näher kommen kurz bevor er aufschlug erwachte er.

Er hörte etwas Knacken er blinzelte. Der Himmel war klar und die Sonne schien es war ein ungewohnten Gefühl die Sonne so auf der Haut zu spüren dennoch war es ein kühler Morgen. Er sah an sich herunter seine Wunden wurden verbunden gleich darauf merkte er das er etwas an hatte Kleider, doch woher? Er schlug die Augen auf jedoch nicht so schnell wie er es gerne gekonnt hätte und sah die Frau gegenüber vom Feuer sitzen. Sie schien ihm im Auge behalten zu haben aber sie muss es auch gewesen sein der ihn verbunden hatte ebenso die Kleider. Wenn sie ihn hätte töten wollen dann wäre er sicherlich leichte Beute gewesen.

Er fühlte sich immer noch schläfrig und schwach seine Hand auf der das Zeichen Malgorions gewesen war, war ebenso verbunden worden. Er versuchte seine magischen Sinne zu erfassen doch sogar für das reichten seine Kräfte nicht aus. Er war schach hilflos und er verdankte der Frau sein Leben eine Schuld die er noch niemals zuvor verspürt hatte, einer Frau etwas schulden es klang lächerlich.

Doch die Realität holte ihn abermals ein er betrachtete seine Hände sie waren wirklich feminin, ebenso für er an sein Kinn und daran hinauf zu seinen Wangen und Nase. Alles war anders und fühlte sich dementsprechend an weicher schmaler das Gefühl war wirklich demütigend. Er konnte niemals der Frau erzählen was passiert war sie würde ihn für verrückt halten wenn nicht sogar für gefährlich.

Er hörte ein weitere Stimme es war ein kleines Mädchen sie sprach die Frau mit Mutter an, es musste ihre Tochter sein doch so ein Gespann hier im Norden? Wo genau war er eigentlich? Fragte er sich schockierend. Er schaute die Frau an und began zu sprechen es war mehr ein Krächtzen als ein sprechen "wielange war ich bewustlos?...." nach ein paar Momenten in denen er nach neuer Kraft rang um weiter zu sprechen fügte er hinzu "und wo bin ich hier?".

Die Situation war ihm sichtlich unangenehm daher fĂĽgte er noch hinzu "vielen Dank" das verlangte ihm alles ab, da er sich niemals bei jemanden bedanken wĂĽrde schon gar nicht bei Menschen. Doch er verdankte ihnen sein Leben "mein Name ist...." er grĂĽbelte und fĂĽgte hinzu "Artok".

Er war gespannt auf ihre Reaktionen.

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Re: Platzhalter fĂĽr Beitragstitel

#5

Beitrag von RĂłsa vom Wolfsclan » Fr 15. Jan 2016, 16:52

Als die Frau erwachte und sich noch etwas unbeholfen aufsetzte, beobachtete Rósa sie aufmerksam. Sollte sie nur eine falsche Bewegung machen, würde sie sie ohne zu zögern töten, denn ihre Tochter war ihr zu wichtig, um ein Risiko einzugehen.
Stattdessen begann die Frau mit einem seltsamen Blick, Rósa hätte ihn als Entsetzen gedeutet, ihre Hände zu betrachten und dann ihr Gesicht abzutasten. „Vermutlich ist sie überrascht darüber, noch in einem Stück vorhanden zu sein“, mutmasste Rósa anhand der Umstände, in denen sie die Fremde aufgefunden hatte. Trotzdem wirkte sie ganz und gar nicht erfreut, was die Mutter etwas erstaunte. Sie schrieb es jedoch dem Schock zu, die Arme erlitten haben musste.

Lysa stand bei den Pferden und streichelte ihren Fredo liebevoll am Hals unter der dicken Mähne. Die Kleine nervte sich ab ihrer Mamma, welche ihr verboten hatte, der Frau näher zu kommen. Doch Lysa hatte noch nie einen solche seltsamen Menschen gesehen. Gerne wäre sie näher herangetreten. Die langen Ohren der Frau faszinierten sie und auch ihr Körper wirkte schlanker und graziler als der der Norkara Frauen, bei denen sie aufgewachsen war. Ihre Haut war bleicher, als Lysas rote Pausbacken und ihr schmales Gesicht wirkte beinahe streng, wenn auch hübsch.
Lysa kringelte eine ihrer goldblonden Locken um ihren Finger, während sie neugierig zu der Frau hinüber starrte. Auch sie hatte lange Haare. Während Rósas Haar so weiss wie ihr Bärenfell schimmerte, wenn sie sich verwandelte, waren die Haare der Frau weiss bis beinahe schwarz gesträhnt (ich dachte mir, vielleicht durch Malgorions „dunklen“ Einfluss?). Es gab ihr einen lebendigen Ausdruck, doch sie wirkte auf Lysa auch irgendwie unnahbar.

„Mamma, woher kommt diese Frau? Sie ist keine von uns“, fragte Lysa laut.
„Ich weiss es nicht, mein Liebling. Sie scheint von einem anderen Teil des Landes zu stammen“, antwortete Rósa, welche sich dieselbe Frage bereits selbst gestellt hatte. „Deshalb bleibst du auch bei den Pferden und kommst nicht zu nah heran. Wir wissen nicht, ob diese Menschen uns gut oder böse gesonnen sind.“ Missmutig kickte die 6-Jährige mit ihrem Fuss einen Stein weg.

Im selben Moment wandte sich die Frau an Rósa. „Wie lange war ich bewusstlos? ... Und wo bin ich hier?“ Die Stimme klang angeschlagen und rau, so als wäre sie länger nicht mehr benutzt worden und sich nicht mehr gewohnt, gebraucht zu werden.
„Ich kann Dir nicht sagen, wie lange Du bewusstlos warst. Wir haben Dich am frühen Morgen am Wasser unten aufgefunden und Dich zu unserem Lager gebracht, um Dich hier versorgen zu können. Lange kannst Du aber nicht hier gelegen haben… ansonsten wärest du vermutlich bereits erfroren oder von wilden Raubtieren angenagt worden“, unverblümt teilte Rósa der Frau ihre Gedanken mit.
Auf den Dank hin winkte Rósa nur ab: „Wir sind keine Unmenschen. Doch wenn Du uns zur Gefahr werden solltest, habe ich keine Bedenken, etwas dagegen zu unternehmen.“
Bewusst verzichtete sie auf allzu freundliche Worte, denn die Frau sollte nicht meinen, für längere Zeit bei ihnen bleiben zu können. Sobald sie in einigen Tagen das nächste Dorf erreicht hätten, würden sie sie dort abliefern und alleine weiterziehen. „Wir müssen bald auf den grossen Kontinent hinüber“, dachte sie Rósa.
„Mein Name ist… Artok“, fügte sie nach einigem Zögern hinzu.
„Ich habe diesen Namen noch nie gehört“, schaltete sich da Lysa ein, welche sich unbemerkt etwas genähert hatte und sich dafür einen strafenden Blick von ihrer Mutter einfing.

„Bist Du von weit weg hergekommen?“, fragte sie plötzlich hemmungslos und wie ein Wasserfall los, „und warum bist Du ganz alleine hier? Bist Du einer Räuberbande in die Hände gefallen? Warum sind deine Ohren so spitz? Kannst Du damit besser hören als wir? Wir sind auf dem Weg auf den grossen Kontinent, wie Mamma immer sagt. Mamma sagt, dort sind die Menschen nicht böse, wenn man Magie beherrscht und ich…“, weiter kam sie nicht, den Rósa unterbrach sie mit unwirscher Stimme.
„Gschhht! Lysa, sei still. Du musst der Frau ja nicht gerade unsere ganze Lebensgeschichte erkennen. Wir wissen nicht einmal, woher sie kommt. Und sie ist ausserdem bestimmt müde.“
Dann wandte sie sich wieder Artok zu: „Meine kleine Lysa Tochter des Draumur vom Wolfsclan ist manchmal etwas voreilig. Und sie plaudert gern aus dem Nähkästchen. Und ich bin Rósa Tochter des Alvar vom Wolfsclan. Wie Dir meine Tochter bereits ausgeplaudert hat, sind wir auf der Durchreise. Doch woher stammst Du, Artok? Wie bist du hierhergekommen? Und was ist Dir widerfahren?
Es ist nicht sicher hier, und wenn Du wenigstens bald reiten könntest, wäre mir das eine grosse Erleichterung. Manchmal treiben Räuber hier ihr Unwesen. Doch vor Allem lebt in diesen Bergen ein gefährliches Raubtier, ein Dravac, dessen Spuren wir bereits im Schnee gesehen haben. Wir sollten möglichst bald diese Gegend hinter uns lassen.“

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Re: Platzhalter fĂĽr Beitragstitel

#6

Beitrag von Artok Petraniol » Mo 18. Jan 2016, 18:01

Artok hörte die Antworten und sie waren nicht nach seinem Geschmack nach dem Stand den er jetzt hatte konnte es sich um den Westen der bekannten Welt handeln und das war wirklich weit weg. Allerdings dachte er sich im stillen was würde es bringen nach Hause zu kommen? Man würde ihn nicht erkennen würde ihn überhaupt jemand vermisst haben?

Als er zu einer Antwort ansetzen wollte kahm das kleine Mädchen in sein Blickfeld und deckte ihn regelrecht mit Fragen ein. Er versuchte eine Lücke zu finden doch das kleine Mädchen schien einfach so neugierig zu sein das er garnicht erst die Chance hatte zu Antworten. Die Mutter dessen Name Rosa war brachte sie letzten Endes zum schweigen, sie schaute Artok an und sagte das diese Gegend nicht sicher sei ein Dorf wurde angesprochen also eine Möglichkeit sich normale Kleider zu kaufen und nicht halbt nackt bloß mit einem Pelz umgehangen durch die Welt zu spatzieren.

"Ich denke ich bin wieder in der Lage zu reiten" gab er sich selbstbewusst so gut er konnte. Er musste bei den beiden Frauen bleiben wenigstens bis zum nächsten Dorf oder Stadt alleine hatte er hier draußen keine Chance. Auf die Fragen wie er hierhergekommen war und was mit ihm passiert war musste er grübeln. Er konnte ihnen nicht die Wahrheit sagen sie würden ihn für verrückt halten und er schätzte die Mutter so ein das sie ihn töten würde, sollte es sich heraus stellen das er ein Gefahr für die Tochter war sie hatte etwas animalisches an sich er konnte es nur nicht einordnen.

"Nun ich" begann er zögerlich "ich bin eine Reisende und wurde von einer Räuberbande verschleppt sie wollten mich im Nordosten auf einem Sklavenmarkt verkaufen". Ihm war die Frage des Mädchens eingefallen die mit der Räuberbande, gutes Kind! Dachte er sich im stillen. "Ich konnte mich Nachts befreien und fliehen es hat in der Nacht heftig geschneit ich gehe davon aus das sie meine Spur im Schnee dadurch verloren haben". Er hoffte inständig das sie ihm glaubten seine wahre Geschichte zu sagen geschweige den ihnen zu verraten das er, ein mächtiger Nekromant ist oder war wäre deutlich zu viel des Guten.

Sie wandte sich an das Kind "ich bin eine Frostalbe gutes Kind" er zwang sich zu einem Lächeln. "Daher hab ich so spitze Ohren" er zupfte an seinem linken aus Spaß um dem Mädchen zu zeigen das es wirklich so spitz war und vor allem echt. "Wenn du magst " er drehte den Kopf zu ihr um ihr die Gelegenheit zu geben es anzufassen. Das das kleine Mädchen Magie erwähnte ließ er gekonnt aus, das es Menschen gab die andere Menschen aufgrund ihrer Begabung hassten und verachteten war ihm bekannt. Die Menschliche Rasse war in vielerlei Dingen einfach nur zu bemitleiden sie hassten, was sie nicht verstanden dennoch war das Mädchen eine reine Seele und daher ließ er es aus, ihnen zu sagen was er war und wozu er imstande war.

Es würde sicher noch einen Moment geben wo er seine Kräfte gebrauchen konnte, sofern er es ohne seinen Stab überhaupt jemals so gut hinbekommen würde wie einst.

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Re: Platzhalter fĂĽr Beitragstitel

#7

Beitrag von RĂłsa vom Wolfsclan » So 24. Jan 2016, 17:46

Rósa misstraute der Frau nicht direkt, doch man konnte nie vorsichtig genug sein. Sie war jedoch froh darüber, bald weiterreiten zu können. Nachdem Artok von der Räuberbande erzählt hatte, war sie erpicht darauf, den Ort zu verlassen. Sie war nicht hilflos und keinesfalls ungefährlich, doch diese Menschen waren meist unberechenbar und kannten keine Gnade, denn es ging ihnen ums nackte Überleben hier draussen.

Rósa hatte bemerkt, wie neugierig ihre Kleine auf die Fremde reagierte und es gefiel ihr überhaupt nicht. Viel zu besorgt war sie um ihr Kind. Deshalb entschied sie sich nach einigem Hin und Her, dem Pony ihrer Tochter einiges Gepäck von ihrem eigenen Pferdchen zusätzlich aufzuladen, und Artok dann bei sich mitreiten zu lassen. Solange sie in einem angenehmen Tempo ritten, sollte das kein Problem für die kräftigen und ausdauernden Tiere darstellen.
Und so bestand ausserdem nicht die Gefahr, dass sich die Frau einfach mit einem der Tiere aus dem Staub machen konnte.

Nachdem sie aufgestiegen war, half sie Artok hinter sich aufs Pferd und bedeutete ihr, sich an ihr festzuhalten. Dann ritten sie los, Lysa nur wenige Schritte hinter ihrer Mutter.
Während des Ritts schwirrten unterschiedliche Gedanken in den Köpfen der Frauen herum.
Lysas Neugier liess sie die Fremde vor ihr genauestens beobachten. Ihre Mamma hatte ihr noch nie von Frostalben berichtet und die Kleine hätte gern mehr über dieses Volk gewusst. Am liebsten hätte sie die Fremde mit Fragen überhäuft, doch Rósa hatte es ihr untersagt. Sie hatte sie mit einem strengen Blick auch davon abgehalten, die spitzen Ohren der Frau zu berühren. Aber es würde sich bestimmt noch eine Gelegenheit ergeben. Irgendwann würde ihre Mamma auf die Jagd gehen müssen. Doch nicht nur des Essens wegen, denn Lysa wusste, dass auch die innere Natur von Rósa sie dazu drängte, sich in bestimmten Zyklen zu verwandeln. Aus Erfahrung wusste Lysa bereits, dass ihre Mamma unausstehlich werden konnte, wenn sie es zu lange hinausschob und irgendwann würde die Eisbärin herausdrängen.
Und dann würde Lysa mit der Fremden alleine sein und könnte ihr alle Fragen der Welt stellen.
Als es zu schneien begann, formte sie mit Hilfe ihrer Wassermagie aus den weissen Flocken bunte Seifenblasen, um sich die Zeit zu vertreiben und ihre Magiefähigkeiten zu verbessern. Vorsichtshalber schielte sie immer wieder zu Rósa vor, doch in dem aufkommenden Schneegestöber würden die paar fröhlichen Kugeln im Wind kaum auffallen.

Währenddessen sorgte sich Rósa um ganz andere Dinge. Bald würden sie zum Dorf kommen. Sie wollte mit Lysa nicht in die Nähe der Siedlung herangehen, doch das wollte sie der Fremden nicht auf die Nase binden. Womöglich würde sie die Dorfbewohner gegen sie aufhetzen. Andererseits gab es im Dorf bestimmt nützliche Dinge zu kaufen. Vielleicht könnte sie Artok bitten, etwas zu kaufen und mitzubringen. Aber dann müsste sie ihr den Grund erklären oder es würde Misstrauen schüren. Unruhig rutschte sie auf der Wolldecke, welche als Sattel diente umher.
Ausserdem müsste sie bald auf die Jagd gehen, auch diese Tatsache bereitete ihr Kopfzerbrechen und die Sorgen frassen sich in sie hinein. Schliesslich entschied sie sich, die Frau etwas auszufragen. Wenn sie mehr über sie erfahren würde, könnte sie sich vielleicht einen besseren Plan zurechtlegen.

Sie kämpfte mit ihrer Stimme gegen den aufkommenden Wind und die Schneeflocken an: „Artok, wie bist du denn überhaupt hierher gekommen? Soviel ich weiss gibt es hier keine Frostalben, du musst also vom grossen Kontinent sein. Bist du mit dem Schiff gereist?
Wir werden bald in ein Norkaradorf Alaborg gelangen. Ich möchte dich warnen - falls du magische Fähigkeiten besitzt, solltest du sie verborgen halten. Magier werden hier geächtet“
, eine Frage schwang in den Worten mit.

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Re: Platzhalter fĂĽr Beitragstitel

#8

Beitrag von Artok Petraniol » Di 26. Jan 2016, 13:00

Es schneite und es war kalt doch das machte Artok nicht so viel aus wenn er doch nur ordentliche Kleidung besitzen würde. Sie waren aufgebrochen und er saß hinter der Frau auf dem ersten Pony. Er hatte alle Hände voll zu tun sich festzuhalten um nicht vom Pony zu fallen. Der Wind und die Schneeflocken machten es ihm nicht gerade einfacher.

Die Sicht betrug wenn es hoch kahm vielleicht drei bis drei einhalb Meter. Er sah auf seine Hand und den Verband der sich über das dunkle Mal festgebunden war. Er wollte ihn abnehmen um es sich anzugucken doch dann spürte er etwas. Er blickte langsam auf und blinzelte es war keine Person oder ein Tier eher eine Präsenz. Irgendwer oder irgendwas nutzte Magie, er drehte seinen Kopf langsam in Richtung des kleinen Mädchens. Sah er da Seifenblasen? Er versuchte genauer hin zu schauen und etwas zu sagen dann jedoch wurde er, von der Mutter der kleinen in seinem Erstaunen über die Fertigkeiten des Kindes unterbrochen. Sie stellte ihm schon wieder Fragen und der letzte Satz war entscheidend in vielerlei Hinsicht gemeint.

Er biss sich auf die Unterlippe und log weiter etwas anderes blieb ihm nicht übrig. "Nun ja ich....wurde von Männern in einem Waldstück gefangen genommen" er grübelte weiter "dann wurden mir die Augen verbunden und ich wurde, nun gefesselt und auf ein Schiff gebracht". Er schaute in die Ferne und sah wie sich Umrisse einer Siedlung sichtbar machten. "Sie sagten ich und die anderen Frauen, seien exotische Waren. Sie wollten uns weiter gen Süden bringen doch offenbar war ein Angebot hier so gut das sie uns dann hier verkaufen wollten, als Sklaven oder derartiges".

Nun sah er deutlich die Umrisse von Häusern und fügte hinzu "ich behersche, keine Magie und nun ja ich bräuchte etwas Kleidung" er fügte jedoch schnell hinzu "eine die mir richtig passt". Die Tatsache das er fast nackt war bis auf die provisorischen Kleider ließ er aus. Er wusste das es besser war die beiden im Unwissen zu lassen, noch kahm hinzu das er nicht genau wusste wie er die Magie wirken sollte, da sein Stab zerbrochen war. Dazu kahm noch die Tatsache das er nicht wusste wie sie reagiert hätten, jedoch staunte er über das Alter des Kindes und ihre Fähigkeiten es steckte viel Potenzial in diesem Kind soviel war sicher. Die Mutter musste bald eine Entscheidung treffen, den die Siedlung kahm immer näher und das sie dort halt machen mussten, allein oder zusammen lag auf der Hand. Was würde sie also tun?

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RĂłsa vom Wolfsclan
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#9

Beitrag von RĂłsa vom Wolfsclan » Do 28. Jan 2016, 18:39

„…das sie uns dann hier verkaufen wollten, als Sklaven oder derartiges.“
Rósa hätte sich gerne umgewandt und der Albin ins Gesicht geschaut, denn ihre Stimmlage wirkte ziemlich ruhig dafür, dass sie noch bis vor kurzem solche Ängste ausgestanden haben musste.
Sie war noch immer misstrauisch, und wĂĽrde es die Frau auch spĂĽren lassen.
Hingegen war Rósa gewillt zu glauben, dass die Frau keine Magiefähigkeit besass. Sonst wäre sie wohl kaum eine leichte Beute für gewöhnliche Räuber gewesen und hätte sich verteidigen können.
In den Augen der Norkarafrau waren Magier gefährlich und durchaus fähig zu kämpfen, was auch in ihrem Volk dazu führte, dass magiebegabte Menschen geächtet wurden. Rósa war überzeugt, dass auch ihr Mädchen einmal mächtig werden könnte, wenn man sie denn nur zu fördern wüsste.

„Auch wir benötigen Dinge aus dem Dorf. Vorräte, denn die unsrigen sind beinahe aufgebraucht. Wir werden dich begleiten, jedoch schnell weiterziehen. Dann bist du auf dich alleine gestellt.“
Rósa hatte entschieden, ihre Tochter mitzunehmen. Solange sie keine Magie wirkte, würden sie nicht auffallen, auch wenn es etwas ungewöhnlich war, dass eine Mutter und ihre Tochter fernab vom Clan alleine unterwegs waren. Sie wusste, dass schnell Gerüchte in Umlauf kommen würden, denn Norkara waren gesellig und tranken auch ab und an gerne einen Schluck Met, der ihre Zungen löste.
Sie würde behaupten, die Albenfrau in der Nähe ihres Stammes entdeckt zu haben, und sie in die Sicherheit des Dorfes begleitet zu haben.

Lysa war aufgeregt und freute sich darĂĽber, bald wieder unter Menschen zu sein. Ihre Mutter war allzu misstrauisch und immer unter freiem Himmel zu ĂĽbernachten war nicht sehr angenehm.
Als Alaborg sich vor ihnen aus dem Schnee erhob, liess sie ihr Pony antraben und zu den beiden Frauen aufschliessen.
„Mamma, übernachten wir hier? Ich würde gerne einmal wieder unter einem Dach übernachten und eine richtige Speise essen, anstatt bloss ungewürzte Fischsuppe und steinhartes Brot.“
Aufgeregt spähte sie in das Schneegestöber, das die ersten Häuser preisgab. Die Dächer ragten schief in den Himmel empor, doch die Gebäude wirkten stabil und waren sich stürmische Winde gewohnt.
„Mamma, was passiert mit Artok? Bleibt sie bei uns?“, fragte Lysa plötzlich, während die Ponys tief im Schnee versanken, als sie auf Alaborg zuschritten.
Rósas Gesicht verdüsterte sich sogleich als sie antwortete: „Lysa Liebling. Du weisst doch, wohin wir reiten. Artok wird uns kaum begleiten können. Es ist ein weiter und beschwerlicher Weg und sie hat kein Pferd so wie wir. Ausserdem wissen wir auch gar nicht, was das Ziel ihrer Reise war, bevor sie von den Räubern gefangen genommen wurde. Vermutlich möchte sie einfach eine Zeit lang ruhen, und nicht gleich die nächste beschwerliche Aufgabe auf sich nehmen.“
Sie konnte die Gestalt hinter sich auf dem Pony nicht ausmachen, doch hoffte darauf, dass ihre strengen Worte deutlich machten, dass sie nicht viel von der weiteren Gesellschaft durch die Frostalbin hielt.

Endlich liess der Wind etwas nach, als die Ponys zwischen die Häuser einbogen. Ein Brausen verdeutlichte jedoch, dass hinter dem Schutz der Gebäude der Sturm weitertobte und kein Vorankommen in Sicht war. Rósa musste sich eingestehen, dass es unsinnig wäre, ja gar gefährlich, nun das Weiterreiten erzwingen zu wollen.
„Wir werden uns eine Raststätte suchen“, brummte sie unwillig und lenkte die Truppe auf ein Haus zu, dessen Fenster bereits von weitem eine wohlige Wärme ausstrahlten. In einem Stall nebenan konnten die beiden dickfelligen Ponys gegen ein kleines Entgelt eingestellt werden und wurden von einem freundlichen, älteren Mann mit einem Nicken mit Heu versorgt. Nun freute sich auch Rósa plötzlich auf eine warme Stube und einen Schluck würzigen Met.

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Re: Die Schneehasen

#10

Beitrag von Artok Petraniol » Mo 1. Feb 2016, 15:41

Die Ponys waren abgestellt und versorgt und die Frau Namens Rosa hatte alles gesagt und Artok empfand es als nur vernünftig ihm an stelle der Mutter nicht zu trauen. Sie gingen auf das Haupthaus zu das direkt neben dem Stall war vor der Eingangstür hing ein Schild das im Wind hin und her schwang, es war ein Eber und unter diesem stand etwas geschrieben "zum, wilden Eber". Rosa ging voran als sie eintragen schwang ihnen eine molige ja sogar schon miefige Wärme entgegen.

Sie betraten einen größeren Saal der gefüllt war mit allerlei Geschöpfen jedoch bestand die Masse aus Männern. Es waren bärtige Männer die lachten johlten scherzten hier und da wurde ein Krug gehoben und sich zugeprostet. Im hinteren Teil des Raumes war eine kleine Empore man könnte es als Bühne betrachten. Dort saßen ein paar Männer und spielten fröhliche Musik gleich daneben war der Tresen auch dort wurde getrunken und gelacht. Der Wirt ein dicker Mann mit riesiegem Bierbauch und roter aufgedunsener Nase stand dahinter und schenkte fleißig aus es gab auch eine Gruppe Kellnerinen es mussten vier sein wenn er sich nicht verzählt hatte.

Rosa stiefelte samt Kind auf einen Tisch zu der in einer Ecke stand er bot Platz für drei Personen und war etwas abseits der anderen größeren Tische. Dort würden sie wohl nicht weiter auffallen. Als sie sich setzten kahm direkt eine Kellnerin zu ihnen gestampft "was darf sein?" fragte sie plump Artok dachte innerlich und verächtlich "Menschen was für ein Volk". Rosa orderte einen Krug Met und etwas kinderfreundliches für ihre Tochter ebenso eine warme Mahlzeit Artok schloss sich an. Er wusste zwar weder was Met war noch was er sich, da eben zu Essen bestellt hatte dennoch wollte er nicht auffallen und spielte das Spiel mit.

Er hatte jedoch immer noch den Mantel an und die Kapuze ĂĽbergestreift, bei dieser Hitze wurde es langsam wirklich zu warm. Er beschloss den Mantel abzustreifen und damit auch die Kapuze.

Es war ein erstaunlich erleichterndes Gefühl. Ihre Bestellung kahm gleich darauf zu ihrem Tisch und Artok hatte unerträglichen Durst er setzte den Krug an und trank aus vollen Zügen eher er merkte, dass dieser Met mit dem er seinen Durst löschen wollte warm ja sogar etwas heiß war. Er verschluckte sich und hustete wild auf "ist das?" doch weiter kahm er nicht er hustete noch einmal laut auf "Wein?!". Neben ihnen etwas weiter abseits stand ein Tisch in der Ecke ein paar Gestalten hatten bemerkt das an diesem kleinem Tisch, nicht nur Menschen saßen und murmelten und blickten verstohlen zu ihnen hinüber.

Als Artok sich wieder gefangen hatte aß er seine Mahlzeit sie war durchaus lecker und nahrhaft und der Met war eine perfekte Ergänzung zu dieser Mahlzeit. Da er niemals zuvor heißen Alkohol getrunken hatte und seine letzte Mahzeit schon etwas her war, lockerte dies auch seine Zunge. Er musste ab und an grinsen über die Ironie die ihn, eingeholt hatte und die ihm letzten Endes seine Position sowie Leben wie er es kannte, gekostet hatte.

"Warum lauft ihr eigentlich weg?" fragte er leicht angeschlagen er schaute auf das kleine Mädchen und grinste sie an. "Sie tut doch keinem etwas" danach schaute sie Rosa an "diese Typen dahinten kann das sein" er nahm noch einen großen Schlug aus seinem Krug. Danach fuhr er fort "das du sie kennst? Die schauen nämlich ständig zu uns hinüber" er schaute zu der Gruppe in der hinteren Ecke und grinste ihnen zu. Gleich darauf merkte er wie sein Kopf ihm schwer wurde und der Met entfaltete seine ganze Wirkung erneut.

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