Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie√üen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf√§ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W√§hrend die Urv√∂lker auf Altbew√§hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb√ľnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Die Schneehasen

So erbarmungslos wie die Natur sind auch die Bewohner der n√∂rdlichen Reiche. Die dunklen Meere und die von Packeis starrenden K√ľsten werden beherrscht von den Norkara und Shezem. Den Nordwesten kontrollieren die Frostalben.
Der Norden
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Rósa vom Wolfsclan
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Die Kalten Fluten

Re: Die Schneehasen

#21

Beitrag von R√≥sa vom Wolfsclan » Fr 8. Apr 2016, 09:13

Lysa liess sich nicht so schnell abwimmeln ‚Äď sie wollte Antworten auf ihre Fragen!
‚ÄěElementarmagierin?‚Äú, das M√§dchen hielt inne. Sie wusste sehr wohl, was die Elemente waren und sie schlussfolgerte daraus, dass es offensichtlich Menschen geben musste, die das Feuer, den Wind und die Erde formen konnten, so wie sie das Wasser.
‚ÄěAber was tut eine Necotante? Bist du eine Hexe? Die Kinder in unserem Dorf haben mich immer als Hexe beschimpft‚Ķ doch wenn du sagst, dass ich eine Elementarmagierin bin, kann ich keine Hexe sein‚Ķ oder?‚Äú Hoffnungsvoll blickten die blauen Kulleraugen zu der Albin auf.

‚ÄěKann man irgendwo lernen, wie man Magie macht? Gibt es eine Schule? Ich habe in der Schule angefangen lesen zu lernen. Aber wir sind gefl√ľchtet und darum kann ich noch nicht alle Buchstaben. Bringst du mir das Schreiben bei? Ich kann bereits meinen Namen und Mamma schreiben!‚Äú
Lysa Gedanken huschten von einem Thema zum Nächsten. Voller Elan zeichnete sie nun mit ihrem Finger Buchstaben in den Schnee.

Erst Artoks Frage nach ihrer Mamma brachte sie f√ľr einen Moment zum Schweigen. Das M√§dchen zuckte mit den Schultern.
‚ÄěEs ist ganz verschieden. Aber wenn sie sich ver‚Ķwenn sie jagen geht, dann ist sie meistens l√§nger unterwegs. Aber das ist nicht schlimm. Sie bringt dann immer etwas Leckeres mit zur√ľck!‚Äú
Beinahe h√§tte Lysa sich verplappert. Ihre Mamma w√ľrde mit ihr schimpfen, wenn sie ihr Geheimnis verraten w√ľrde. R√≥sa vertraute der Fremden nicht, auch wenn ihre Tochter die Frau bereits in ihr unschuldiges Kinderherz geschlossen hatte.

Das M√§dchen g√§hnte m√ľde und man konnte erkennen, dass ihr die Augen beinahe von selbst zufielen.
‚ÄěWir m√ľssen schlafen. Mamma will morgen bestimmt fr√ľh losgehen‚Äú, murmelte Lysa, w√§hrend sie sich gleichzeitig in ihren Mantel kuschelte und sich an der Glut des Feuers w√§rmte. Innerhalb weniger Minuten war sie eingeschlafen.


R√≥sa f√ľhlte sich wie neu geboren. Nachdem sie die ganze Nacht in Eisb√§rengestalt durch den Wald wanderte, war ihr K√∂rper nun angenehm entspannt und locker. Sie hatte mit ihrer guten Nase den Geruch eines Rentiers gewittert, das erst vor kurzem erlegt wurde. Drei W√∂lfe hatten sich an dem Fleisch g√ľtlich getan, als die Eisb√§rin eintraf. Nachdem der erste wagemutige Wolf einen Prankenhieb abbekommen hatte, waren die restlichen ebenfalls geflohen.
Als sie ihren Bauch vollgeschlagen hatte, liess sie die Wölfe wieder an ihre Beute heran und machte sich weiter daran, durch den Wald zu wandern.
Auf der Jagd erwischte sie einen Schneehasen, den sie jedoch nicht frass, sondern zum Lager bringen wollte. Es war bereits fr√ľher Morgen, als sie ihren Kleiderhaufen erreichte, den sie unter einem Gestr√ľpp versteckt hielt. Nach der Wandlung schl√ľpfte sie so schnell als m√∂glich in die w√§rmende Leder- und Pelzkleidung. Dann schnappte sie sich den Hasen und stapfte durch den Schnee zur√ľck zu ihren Gef√§hrten.
Die Frau f√ľhlte sich entspannt und war nicht mehr gereizt. Ausserdem freute sie sich auf ihre Tochter, die sie bereits vermisste. Und sie war neugierig darauf, ob Artok den Schwall an Fragen von Lysa gut √ľberstanden hatte. Denn R√≥sa war sich nat√ľrlich bewusst, dass sich die Kleine trotz ihrer Worte nicht hatte im Zaum halte k√∂nnen. So war ihre Tochter nun eben einmal.
So schritt R√≥sa guten Mutes und mit einem L√§cheln auf den Lippen auf die Stelle zu, wo sie die beiden zur√ľckgelassen hatte, den Schneehasen an den Ohren im Schlepptau.

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Re: Die Schneehasen

#22

Beitrag von Skugga » Do 12. Mai 2016, 10:18

"Ich sagte, beweg deinen faulen Arsch!" Skugga verpasste ihrem Begleiter einen Tritt mit dem Stiefel, doch er r√ľhrte sich nicht mehr. Der Wind fauchte √ľber ihn hinweg und begann bereits, ihn mit einem wei√üen Leichentuch zu bedecken. "Was soll`s, zu zweit schaffen wir das auch. Gehen wir weiter."

Skuggas letzter noch verbliebener Kamerad zog dem Gest√ľrzten die Pelzhandschuhe aus und warf seine eigenen d√ľnnen aus Stoff in den Schnee. Bibbernd zog er sie √ľber. Weder er noch Skugga sahen sich noch einmal um. Die beiden Orks stapften weiter und lie√üen den reglosen K√∂rper zur√ľck, wie schon so viele andere vor ihm. Skugga schritt unbeirrt vorneweg und pfl√ľgte mit ihren Stiefeln durch den Schnee. Die kleine, muskul√∂se Orkfrau brodelte vor Zorn. An was f√ľr Schw√§chlinge war sie nur geraten! Sie zog ihren Schal bis unter die Augen. Er war hart und kratzig von ihrem gefrorenen Atem. Frosch, der andere, stapfte ihr schweigend hinterher. Den ganzen Tag √ľber hielt er schon das Maul. Der l√§cherliche H√§nfling hatte sich als am z√§hesten erwiesen, denn er war der einzige au√üer ihr, der noch lebte. Allerdings war er eine ziemlich entw√ľrdigende Begleitung, die Bullen von Kriegern, die sie bis vor kurzem dabei gehabt hatte, waren eindeutig imposanter gewesen und sie hatte sich verdammt gut dabei gef√ľhlt, diesen riesigen Kampfmaschinen Befehle zu erteilen. Frosch hingegen war eine d√ľrre Witzfigur, ihn herumzuscheuchen war einfach nur traurig. Selbst ein Goblin h√§tte diesem Lappen Befehle erteilen k√∂nnen und er h√§tte sie befolgt!

Pl√∂tzlich hielt Skugga inne. "Da! Was habe ich gesagt?!", triumphierte sie. "Eisb√§renspuren! Bald haben wir unser Fell und der H√§uptling seinen Frieden. Mir nach!" Frosch erwiderte, wie immer, nichts. Was h√§tte er auch sagen sollen? Dass er kaum noch aufrecht stehen konnte? Dass ihm vor Hunger schlecht war? Dass er seit geraumer Zeit seine F√ľ√üe nicht mehr sp√ľrte und es sich anf√ľhlte, als w√ľrde er auf toten Holzkl√∂tzen laufen? Skugga beachtete seine l√§cherlichen Befindlichkeiten genauso wenig wie die seiner gefallenen Kameraden. Sie hatte nur Augen f√ľr das, was sich vor ihr abspielte. Sie nahm ihren Jagdspeer vom R√ľcken und er folgte mit ungelenken, zittrigen Bewegungen ihrem Beispiel. Skugga war in bessere Kleidung geh√ľllt und hochwertiger ausger√ľstet als der Rest der Truppe, die sie gef√ľhrt hatte. Weder fror sie, noch hatte sie Erfrierungen oder Blasen. Nein, ganz im Gegenteil, sie f√ľhlte sich gro√üartig, so lebendig wie schon lange nicht mehr! Und bald w√ľrde sie dem Saftsack von H√§uptling eine Troph√§e vor die dreckigen Treter werfen, f√ľr die er sie endlich auch offiziell zu dem machte, was sie schon lange war - seine rechte Hand!

Skugga, der einzige weibliche Ork ihrer Rotte. Nat√ľrlich hatte sie nicht ewig vor den anderen verbergen k√∂nnen, dass sie kein junger Bursche war, ganze drei Wochen hatte sie ihr Schauspiel aufrecht erhalten k√∂nnen, ehe einer der erfahreneren Haudegen ihre Regelblutung gewittert hatte. Aber entgegen aller Erwartungen hatte man sie weder mit Schimpf und Schande zur√ľck zu den Bruth√∂hlen gepr√ľgelt, noch war man √ľber sie hergefallen. Eigentlich war alles wie immer geblieben, wenn man davon absah, dass manch einer nun deutlich freundlicher zu ihr war als vorher. Und nat√ľrlich war genau das geschehen, was man in einer solchen Situation erwartete und weshalb Frauen normaler Weise bei den Kriegern nicht gestattet waren - sie hatte sich nach oben gev√∂gelt, stets darauf bedacht, in keinem Fall schwanger zu werden. Schlie√ülich hatte der H√§uptling Gefallen an der regelm√§√üigen Gesellschaft einer Frau gefunden und ihr immer h√§ufiger pers√∂nliche Aufgaben erteilt. Inzwischen hatte sie eine Macht, wie sie keine andere Orkfrau je davor hatte. Aber der Feigling wagte noch immer nicht, sie offiziell zu seiner Hand zu ernennen, weil er einen Verlust seines Ansehens bef√ľrchtete. Von wegen! Sie w√ľrde allen beweisen, dass sie den Kerlen nicht nur ebenb√ľrtig, sondern dass sie besser war als diese! Sie w√ľrde sich diese m√§chtige Postition erk√§mpfen und das um jeden Preis. Das Fell dieses so exotischen und schwer zu erlegenden Tieres w√ľrde die Meinung des H√§uptlings und all der anderen Flachpfeifen √§ndern!

Doch die Spur des Eisb√§ren endete in einem schwer zu deutenden Kuddelmuddel. Erz√ľrnt starrte Skugga auf die Stelle. Der Schnee war zerw√ľhlt. Die Eisb√§renspuren f√ľhrten zu einem Geb√ľsch, endeten einem Krater aufgew√ľhlten Schnees und eine Spur von Menschenf√ľ√üen f√ľhrte wieder davon. Hatte derjenige den Eisb√§r erlegt und abtransportiert? Aber dann h√§tte es Schlittenspuren geben m√ľssen!"Verfluchte Kacke! Dann rauben wir eben erstmal den Menschen aus, ehe wir weiter nach dem Eisb√§ren suchen. Los, weiter!"

Nach gar nicht langer Zeit enteckten sie ein kleines Lager. Zwei Weiber und ein M√§dchen. Sonst niemand. Das war ja l√§cherlich! Hatten die keine Begleiter? Oder verbargen die W√§chter sich? Das musste es sein! Jeder der kleinen Gesellschaft, der k√§mpfen konnte, versteckte sich irgendwo! "Frosch!", zischte sie. "Einmal Rundumanalyse! Beweg dich!" W√§hrend sie sich verbarg, schlich ihr letzter Kamerad einmal im Kreis um das Lager, um zu schauen, wo sich die Wachen verbergen mochten. Doch er hatte noch nicht einmal den halben Weg hinter sich gebracht, da strauchelte er vor Ersch√∂pfung, trat falsch und st√ľrzte samt einer kleinen Lawine den Hang hinunter. Vor Wut biss Skugga in ihren Schal. Was f√ľr ein Trottel! Jetzt lag er auf dem R√ľcken im Schnee, genau vor den drei Weibern und glotzte bl√∂d aus der W√§sche! Hoffentlich zogen sie ihm die Haut ab daf√ľr, dann musste sie das nicht erledigen!

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Re: Die Schneehasen

#23

Beitrag von Artok Petraniol » Mo 23. Mai 2016, 21:05

Das M√§dchen schlief ein und murmelte sich regelrecht in ihre Decke aus Fellen. Artok hielt Wache und hielt das Feuer in Gang. Es brannte es knackte und er hatte Zeit f√ľr sich. Er blickte hinauf in die Sternenklare Nacht er dachte nach √ľber das was ihm widerfahren war. Es lief ihm eiskalt den R√ľcken hinab als er an die Schmerzen dachte. Er nahm den Verband ab und schaute sich das schwarze Mal genauer an, es war ein Brandmal soviel war mal sicher.

Ob es auf dem Kontinent auf den sie √ľbersetzen wollten wohl Antworten gab? VIelleicht gab es ja einen Weg diesen Zauber r√ľckg√§ngig zu machen. Er merkte das desto l√§nger er gen S√ľden marschierte desto mehr wurde er tr√§ger und da sein Volk im eisigen Norden lebte musste er sich deswegen irgendwas einfallen lassen. Sonst drohte ihm ein Koma √§hnlicher Zustand und noch einmal wollte er sein Gl√ľck nicht heraus fordern. Er dachte und gr√ľbelte die ganze Nacht er kahm nicht umher sich im Gesicht zu betasten ebenso seine weiblichen Kurven waren, immer noch gew√∂hnungsbed√ľrftig. Er hoffte inst√§ndig das sie niemals an einen hei√üen Ort gehen w√ľrden, ohne ein Hilfsmittel w√ľrde er dort sterben aber vielleicht, war das der Weg um ein Mittel zu finden seinen Fluch r√ľckg√§nig zu machen.

Gleichwohl merkte er das seine magischen Sinne sowie F√§higkeiten zwar da waren, dennoch war es nicht das gleiche. Wie er vor kurzem schmerzlich feststellen musste. DIe Zeit verging und Rosa kehrte zur√ľck, sie hatte einen Hasen im Schleptau. Sie schien guter Laune zu sein als sie ihre Tochter schlafen sah. Sie verarbeitete das Tier zu einem Eintopf und Artok sprach leise "du hast wirklich, ein lebhaftes Kind" es sollte ein Kompliment sein, er hoffte sie w√ľrde dieses auch als solches annehmen. Er wollte gerade etwas hinzuf√ľgen als ein Ger√§usch die Stimmung zerri√ü ein Wesen fiehl die B√∂schung hinab und blieb direkt vor dem Feuer liegen.

Es war ein Ork! Er hatte von ihnen gelesen er konnte nur die Augen weiten, da war Rosa bereits aufgesprungen. Er wusste nicht viel √ľber sie nur das, sie niemals allein unterwegs waren. Er begab sich zu der kleinen die bereits aufgeschreckt war.

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Re: Die Schneehasen

#24

Beitrag von R√≥sa vom Wolfsclan » Mi 25. Mai 2016, 22:21

R√≥sa lauschte, wie ihre Tochter im Schlaf leise schmatzte und empfand es als das beruhigendste Ger√§usch auf der Welt. Die goldenen Locken kringelten sich um ihr Gesicht mit den Sommersprossen, ansonsten war ihr K√∂rper in eine Decke eingem√ľmmelt.
‚ÄěMein kleiner Engel‚Äú, murmelte die Mutter lautlos. Wie unschuldig das Kind doch war ‚Äď und trotzdem bereits so viel Leid erfahren musste.
Rósa seufzte.
Obwohl die Sonne es noch nicht √ľber die Berggipfel hinweg geschafft hatte, trug der Himmel bereits ein helleres Blau zu Tage.
‚ÄěDu hast wirklich ein lebhaftes Kind‚Äú, meldete sich da Artok zu Wort. Ein L√§cheln erhellte das Gesicht der Norkara, als sie das Kompliment vernahm.
‚ÄěJa, die Kleine ist was ganz Besonderes. Uners√§ttlich an Fragen und voller Tatendrang.‚Äú

Pl√∂tzlich erklang das Knirschen von Schnee, wenn Schritte ihn durchqueren. Es war ein feines Ger√§usch und R√≥sa horchte alarmiert auf. Im n√§chsten Augenblick erklang auch schon ein ersticktes Grunzen und die Frau sprang auf die Beine, als sie am nahen Hang einen K√∂rper halb rutschen, halb kullern sah. Er zog eine kleine Schneelawine mit sich, welche vor dem Lager der Frauen zum Halten kam ‚Äď wie auch das Wesen.
In dem abgelegenen Dorf, in welchem die Mutter mit ihrem Kind gehaust hatte, waren Orks keine regelm√§ssigen Besucher gewesen. Genau genommen gab es √ľberhaupt keine Orks im n√∂rdlichsten Teil des Landes.

Einen Augenblick starrte R√≥sa das Wesen √ľberrascht an. Sie war jedoch geistesgegenw√§rtig genug und nur einen Moment sp√§ter war die scharfe Spitze ihres kurzen Speers auf den Ork gerichtet.
‚ÄěHast du sowas bereits einmal gesehn?‚Äú, warf sie die Frage zu Artok hin√ľber, die genauso verbl√ľfft auf die Gestalt starrte.
Seine Haut war nicht hell wie ihre eigene. Sie hatte eher eine gr√ľnbraune F√§rbung und aus seinem Maul standen zwei kurze Eckz√§hne hervor. Mit schreckgeweiteten Augen starrte er die Waffe an.
Wollte er sie etwa √ľberfallen?
Misstrauisch beäugte sie ihn genauer. Er wirkte abgekämpft, erschöpft und hungrig.
‚ÄěWo sind deine Kumpane? Sprich, oder mein Speer wird dich an einer unangenehmen Stelle kitzeln!‚Äú
R√≥sa war klar, dass er nicht alleine sein konnte ‚Äď ausser er war wirklich so dumm, wie er aussah.
Trotzdem wollte sie ihm die Gelegenheit geben, sich zu äussern.

‚ÄěDas ist aber ein komischer Mensch!‚Äú, erklang da eine glockenhelle Stimme. Obwohl Artok sich zu Lysa begeben hatte, konnte sie doch nicht verhindern, dass die Kleine aufgewacht und nun mit vor Neugier funkelnden Augen den Ork be√§ugte.
‚ÄěKann der √ľberhaupt sprechen mit den langen Z√§hnen?‚Äú
Während die Pferde unruhig schnaubten, hatte Lysa einmal mehr keine Furcht vor dem unheimlichen Kerl.
‚ÄěEr sieht hungrig aus, Mamma... wir sollten ihm etwas von dem Haseneintopf abgeben, der noch √ľbrig ist!‚Äú, bereits wollte sie sich aus dem Fellhaufen raussch√§len, um hilfsbereit eine Holzschale f√ľr den Neuank√∂mmling zu f√ľllen. Dieser wirkte so elend, da konnte man doch bloss Mitleid empfinden!

‚ÄěDu r√ľhrst dich nicht von der Stelle Lysa! Artok, kannst du an dem Hang oben noch weitere Schemen oder Bewegungen ausmachen? Wir sollten nachschauen gehn, sobald wir den Kerl hier verschn√ľrt haben ‚Äú, knurrte R√≥sa streng Artok und ihrer Tochter zu, deren gutgl√§ubiger Blick noch immer an Frosch haftete. Die Norkarafrau lauschte auf weitere Ger√§usche, konnte jedoch nur das Schnaufen des Orks vernehmen, der ihr zu F√ľssen lag.
Dieser war noch immer wie erstarrt vor Schreck.
Doch als er bemerkte, wie das Kind f√ľr ihn sprach, kehrte ein Hoffnungsschimmer an seinen Horizont zur√ľck und er war beinahe dankbar, nicht gef√§hrlicher auszusehen, so wie seine breitschultrigen ehemals Gef√§hrten mit den langen Hauern. Ausnahmsweise war er sogar dankbar f√ľr seine runden Glubschaugen.

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Re: Die Schneehasen

#25

Beitrag von Artok Petraniol » Fr 10. Jun 2016, 19:19

Artok konnte garnicht so schnell reagieren wie Rosa doch er sprang zumindestens auf und rutschte auf dem Schnee aus, um unsanft auf dem Allerwertesten zu landen. Er blickte auf und sah den Ork er war wirklich nicht sehr gro√ü, er hatte √ľber sie gelesen und der den er sah war nicht so wie sie beschrieben waren. Was viel wichtiger war, war das er auch gelesen hatte das sie niemals alleine waren!

"Nein das ist der erste den ich sehe, jedoch habe ich geh√∂rt das sie niemals alleine sind! Er ist sicher, nur einer von vielleicht einem Trupp!". Er versuchte seine magischen F√§higkeiten einzusetzen doch wieder einmal lie√üen sie ihn im stich. Er fluchte und ballte die F√§uste er war momentan nutzlos einfach nutzlos. Die kleine wurde wach und ihre Augen leuchteten wahrlich ein Kind mit unendlicher Neugier, das w√ľrde ihnen irgendwann alle den Kopf kosten.

Er schritt hin√ľber zu ihr und sprach sie forsch an "runter! halt den Kopf unten Orks sind keine, Kreaturen die man gern um sich haben sollte!" er wollte auf Nummer sicher gehen das die Kleine in seiner Obhut war. Er blickte den Hang empor und suchte ihn mit dem blo√üen Auge ab, es war niemand zu sehen und genau das war, das was hier nicht stimmte!

"Rosa was sollen wir tun?!".

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Re: Die Schneehasen

#26

Beitrag von Frosch » Fr 17. Jun 2016, 11:07

W√§hrend die drei Gef√§hrten debattierten, lag der arme Frosch noch immer r√ľcklings im Schnee. Seine vor Angst weit aufgerissenen Augen wanderten zwischen den wechselnden Sprechern hin und her. √úber ihm schwebte drohend die Spitze des Speeres. Aber die J√§gerin z√∂gerte, ihn zu t√∂ten, so wie sie alle damit haderten, sein j√§mmerliches Leben auszul√∂schen. Das Kind legte sogar sein Wort f√ľr ihn ein! Bei Skugga hingegen war er sich nicht so sicher. Wenn sie ihn in die Klauen bekam, w√ľrde sie mit ihm kurzen Prozess machen f√ľr sein Versagen. Zumindest ihn aber derart verm√∂beln, das ihm h√∂ren und sehen verging - was in diesem widrigen Umfeld des ewigen Eises einem Todesurteil gleichkam.

Unvermittelt begann Frosch loszuflennen. "Bitte", heulte er, "ihr m√ľsst mir helfen! Ich ertrage das nicht l√§nger, die bringt mich um! Sie ist da drau√üen, zwischen den Tannen, irgendwo da drau√üen und beobachtet jede unserer Bewegungen! Sie ist ein Monster, ein D√§mon!" Er musste husten, weil er sich wegen der R√ľckenlage an seinem Speichel verschluckt hatte. Er w√ľrde sich ja gern der grimmigen Frau mit dem Speer zu F√ľ√üen werfen, um seinem Flehen Nachdruck zu verleihen, aber er wagte in Anbetracht der drohenden Spitze nicht, sich zu regen.
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Re: Die Schneehasen

#27

Beitrag von Artok Petraniol » Di 21. Jun 2016, 17:16

Der Ork sprach sehr schnell, er bettelte f√∂rmlich. Aber er hatte angst vor etwas das offenbar eine Sie war. Er deutete auf die Buschreihe oben am Hang, in diesem Moment ergriff Artok die Gelegenheit und versuchte seine magischen Sinne zu mobilisieren. Dieses mal schaffte er es auch schickte, eine magische Kugel hinauf die dort explodierte und √ľbelriechenden Gestank frei setzte.

Egal was sich bzw wer sich dort befand, diese Person w√ľrde nicht lange mehr dort oben versteckt sein. In diesem Moment der Konzentration war er unachtsam dem Kind gegen√ľber, das war vor lauter Neugier so √ľberrascht das es direkt zu dem Ork hinlief. Auf dem Weg dorthin sprudelten wieder Fragen aus ihr, im Gegenzug dazu fuhr Rosa sie an und das Kind blieb neben ihr stehen und begutachtete den Ork.

Artok behielt den Hang weiter im Auge und bemerkte Regung in diesem. Dazu war er froh das er es geschafft hatte einen simplen Zauber gewirkt zu haben, auch wenn es lange dauern w√ľrde um wieder zur alter St√§rke zur√ľck zu finden, er w√ľrde es Schritt f√ľr Schritt schaffen.

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Re: Die Schneehasen

#28

Beitrag von R√≥sa vom Wolfsclan » Do 23. Jun 2016, 07:35

Rósa hatte Lysa mit einem deutlichen Knurren zum Stehen gebracht. Diese Drohgebärde flösste der Kleinen mehr Respekt ein, als Worte es vermochten. So stand das Kind nun einen Schritt hinter ihrer Mutter und beobachtete verwundert den Ork. Er hatte gar noch grössere Ohren als Artok, und schon die waren seltsam spitz.
Ob er ein grosser Kämpfer war?
Lysa erinnerte sich daran, dass ihre Schlittenhunde und auch Wölfe manchmal eingerissene Ohren hatten, wenn sie oft miteinander balgten, um ihre Rangordnung untereinander zu klären.

Artok bekundete gerade, dass er zuvor noch nie einen Ork gesehen, jedoch von ihnen gelesen h√§tte. R√≥sa war es ein Unverst√§ndnis, wie man wichtige Zeit, welche f√ľr Jagd, anderes Handwerk oder zur Pflege von Freundschaften und Familienbanden genutzt werden k√∂nnte, daf√ľr vergeudete, B√ľcher √ľber weit entfernte Gefilde und Gestalten zu verschlingen. Sie musste jedoch zugeben, dass es von Vorteil sein k√∂nnte, wenn man dann tats√§chlich einmal zu diesen unbekannten Orten reisen wollte ‚Äď oder wie in diesem Fall, die exotische Gestalt pl√∂tzlich einem vor die im Schnee versunkenen F√ľsse purzelte. Kaum hatte die Albin erkl√§rt, dass diese Wesen nie allein seien, begann der ungesund gr√ľnliche Kerl pl√∂tzlich los zu flennen.
Unwillk√ľrlich trat R√≥sa angewidert einen Schritt zur√ľck. Obwohl dies offensichtlich keinen Menschen darstellte, war f√ľr die Norkara klar, dass es ein m√§nnliches Wesen sein musste. Und in ihrem Verst√§ndnis war es v√∂llig absurd, dass ein Mann pl√∂tzlich zu jammern und weinen anfing.
Immerhin stellte sein Rumgeheule auch eine Warnung dar, und R√≥sa lenkte ihre Aufmerksamkeit auf die Str√§ucher und Tannen am H√ľgelkamm.
‚ÄěSie ist ein Monster, ein D√§mon!‚Äú
R√≥sa lief ein Schauer √ľber den R√ľcken. Mit Monstern konnten sie es vielleicht noch aufnehmen.
Aber mit einem Dämonen?
Misstrauisch blickte sie wieder auf die Heulsuse hinunter, als den sie ihn bereits abgestempelt hatte. Einerseits konnte es eine Falle darstellen oder er wollte das Tr√ľppchen mit seiner Behauptung verunsichern, andererseits war er einfach ein feiger Verr√§ter, der noch bevor sie mehr als ein strenges Wort an ihn gerichtet hatte, seine Kumpanin ins Messer laufen lassen wollte.
Pfui, da waren die Norkara doch aus ganz anderem Holz geschnitzt!

Lya bemitleidete den sogenannten Ork und als er seinen hilfesuchenden Blick √ľber sie gleiten liess, winkte sie ihm vorsichtig zu und schenkte ihm ein aufmunterndes L√§cheln. Sie st√∂rte sich nicht daran, dass er los zu jammern begann, denn sie hatte entschieden, dass sie ihn s√ľss fand. Vielleicht konnte sie ihre Mamma ja dazu √ľberreden, ihn zu behalten.
Im selben Moment leuchtete eine Kugel in Artoks H√§nden auf. Alle starten sie √ľberrascht an, als das gr√ľnliche Ding sich in Bewegung setzte, und den Hang hochrauschte ‚Äď um dort mit einem lauten Ploppen zu explodieren, und einen gr√ľnlichen Nebel freizusetzen.
‚ÄěWas ist das? Und wie geht das? Kann ich das auch?‚Äú, sprudelte es da aus Lysa heraus, die fasziniert die wabernde Masse betrachtete, welche sich auszubreiten schien.

R√≥sa hingegen blickte etwas misstrauisch zu Artok hin√ľber. Hoffentlich kam der Albin nicht in den Sinn, ihrer Tochter solche Spielereien beizubringen. Sie sollte N√ľtzliches lernen, am Besten von einem richtigen Elementarmagier oder gar in einer Schule, wenn es solches ausserhalb von Thogrim denn geben sollte.
Doch auch sie beobachtete gespannt eine Regung am Hang und machte sich bereit, die anderen zu verteidigen, sollte da pl√∂tzlich etwas auf sie zugest√ľrmt kommen. Da der Ork vor ihr noch immer bibberte und sein Zahngeklapper zu vernehmen war, achtete sie nun weniger auf ihn als vermehrt auf die nahe Umgebung.

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Das Chaos

Re: Die Schneehasen

#29

Beitrag von Frosch » So 3. Jul 2016, 19:52

Frosch war nicht der Kl√ľgste, aber in der Rotte war er jahrzehntelang gemobbt und dabei auch mehrfach fast umgebracht worden. Er konnte die Mimik und Gestik seines Gegen√ľbers besser deuten, als die meisten anderen Orks, da dies f√ľr ihn √ľberlebenswichtig war. Und so bemerkte er rasch, dass die Tochter ein neugieriges Interesse an ihm hatte, w√§hrend die Mutter durchaus gewaltbereit war. Die Albin hingegen schien sich noch keine so rechte Meinung gebildet zu haben, sie verpasste Skugga irgendeinen Zauber, was Frosch ein schadenfrohes Grinsen entlockte. Hoffentlich war sie ger√∂stet worden!

"Ich bin Botschafter der Krokodile!", platzte Frosch in dem darauf folgenden Moment des Schweigens heraus. "Ich genie√üe diplomatische Imminut√§t, ihr d√ľrft mir nichts tun! Ich wurde n√§mlich ausgesandt. Ich habe einen Siegelring zum Beweis!" Er zog den Handschuh ab und pr√§sentierte einen nichtssagenden Fingerring aus Knochen, den er mal in der Stadt auf dem B√ľrgersteig gefunden hatte. "Ihr m√ľsst n√§mlich Folgendes wissen. Wir Krokodile sind eine wohlhabende Rotte, erf√ľllt von Ehre. Wir sind zivilisierter als alle anderen Orks, die ihr je gesehen habt! Gute Orks! Pf√§hlungen, H√§utungen und Auffressungen gibt es bei uns nicht. Wir sind modern und fortschrittlich, weltoffen und telorant! Doch all dies ist in Gefahr! Primitive Feinde √ľberrenen uns und verbreiten ihre barbarische Unkultur! Ich bin die letzte Hoffnung des Friedens. Ohne mich versinkt dieser Weltenabschnitt im Krieg! Ich bin hier, weil wir Hilfe brauchen! Ich suche tapfere Krieger, die den Mut haben, uns zu helfen. Nat√ľrlich w√ľrden diese tapferen Krieger aufs Pr√§chtigste entlohnt werden. Man w√ľrde sie mit Reicht√ľmern √ľbersch√ľtten, bis zu den Ohren! Habe ich schon erw√§hnt, dass die Krokodile eine sehr reiche Rotte sind?"
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Re: Die Schneehasen

#30

Beitrag von Artok Petraniol » Mo 19. Sep 2016, 19:50

Dieser Ork fasselte viel zu viel und zu schnell. Doch war dort oben sicher noch jemand und der Zauber w√ľrde bald seine Wirkung zeigen und das w√ľrde sich schon bemerkbar machen. Die kleine quikte ebenfalls neugierig wie sie war, es war doch alles eine sehr bizzare Szenerie die sich da bot. Artok selbst war total fehl am Platz er war einfach nur falsch hier. Ein gro√üer Magier, ein ber√ľchtigter und gro√üer Magier wohl bemerkt und nun?

Was war nur von ihm √ľbrig? Garnichts nur Erinnerungen und dieses verfluchte Zeichen auf seiner Hand was er immer wieder neu verbannt zeugten, von seinem Schicksal. Er ballte die H√§nde zu F√§usten, sowas war einfach nur die Tat von irgendeinem Wesen was eifers√ľchtig auf seine K√ľnste war, es konnte garnicht anders sein!

W√ľtend drein blickend sah er den Ork an und richtete das Wort dennoch an Rosa. "Wir sollten ihn t√∂ten, soweit ich wei√ü sind Orks selten allein unterwegs" er blickte den Ork k√ľhl an den in diesem Moment war, dieser Ork sein Ventil und er lie√ü den Frust an ihm aus. Er war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort, er blickte hinauf zum H√∂henkamm und f√ľgte hinzu "er redet, sehr viel es k√∂nnte sein das er Zeit schinden will um uns in eine Falle zu locken". Diese Argumente machten Sinn, er hoffte inst√§ndig das Rosa seiner Meinung war und das diese Szenerie bald hinter ihnen liegen w√ľrde, irgendwas stimmte hier nicht!

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