Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Die Schneehasen

So erbarmungslos wie die Natur sind auch die Bewohner der nördlichen Reiche. Die dunklen Meere und die von Packeis starrenden Küsten werden beherrscht von den Norkara und Shezem. Den Nordwesten kontrollieren die Frostalben.
Der Norden
So erbarmungslos wie die Natur sind auch die Bewohner der nördlichen Reiche. Die dunklen Meere und die von Packeis starrenden Küsten werden beherrscht von den Norkara und Shezem. Den Nordwesten kontrollieren die Frostalben.
Benutzeravatar
RĂłsa vom Wolfsclan
Zweitcharakter
Beiträge: 56
Registriert: Do 7. Jan 2016, 13:45
Volk: Norkara
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Die Schneehasen

#31

Beitrag von RĂłsa vom Wolfsclan » Mi 12. Okt 2016, 18:31

RĂłsa war weder an Reichtum interessiert, noch erpicht darauf, mit ihrer kleinen Tochter in einen Krieg zu geraten.
Sie wollte den Kerl bereits zurechtweisen, als ihr ein neuer Gedanke kam. Vielleicht kannte dieser Wicht eine Möglichkeit, nach Asamura zu gelangen?
Doch zuerst wollte sie sich um Artoks BefĂĽrchtungen kĂĽmmern.
„Ich werde nachsehen, ob dort oben etwas ist. Kann ich hingehen, ohne von deinem Zauber verschlungen zu werden?“, misstrauisch schaute Rósa sich zu Artok um.
„Achte auf unseren Gefangenen, bis wir wissen, was wir mit ihm anfangen. Lysa, halte Abstand!“


Rósa blickte aufmerksam um sich, als sie den Hügel erklomm. Sie sank tief in den weichen Schnee ein, doch endlich war sie oben. Der Gestank war einfach nur grausig. Als hätte Jemand einen Haufen Leichen hier abgeladen und sie vergessen wieder abzuholen.
Sie schritt unter den Tannen hindurch. Tatsächlich entdeckte sie auch Spuren, doch diese führten weg von ihrem Lager. Sie folgte ihnen ein kurzes Stück und blieb dann unschlüssig stehen. Sie wollte sich nicht zu weit von ihrer Tochter entfernen.
So wandte sie sich ab, und machte sich auf den RĂĽckweg.

Sie beschloss, dass sie den Ork noch eine Zeit lang behalten würden. Töten wollte sie ihn nicht, doch ihn hierzulassen war auch gefährlich. Womöglich schlich er ihnen hinterher und überfiel sie des Nachts. So wählte sie das geringere Übel. Lysa würde sich bestimmt freuen…

„Wo wohnst du denn?“, Lysa hielt den verlangten Abstand ein, doch niemand hatte ihr verboten, mit dem lustigen Mann zu reden.
„Wir kommen weit aus dem Norden. Dort ist es noch viel kälter als hier, und es liegt mehr Schnee. Weisst du, meine Mamma will, dass ich eine richtige Magierin werde!“, sie verstummte, als sie eine Gestalt sah, welche sich ihnen vom Hügelkamm her näherte.

"Wir brechen auf. Es ist niemand mehr dort, offensichtlich hat der Gestand denjenigen in die Flucht geschlagen. Packt die Sachen zusammen. Der Ork kann zwischen uns laufen."

So war es beschlossene Sache.

Benutzeravatar
Artok Petraniol
Zweitcharakter
Beiträge: 45
Registriert: Do 7. Jan 2016, 13:20
Volk: Frostalb

Re: Die Schneehasen

#32

Beitrag von Artok Petraniol » Di 13. Dez 2016, 13:35

Eigenartig das dort oben niemand mehr anzutreffen war, wenn man eins ĂĽber Orks sagen konnte dann das sie niemals allein unterwegs waren. Wenn er sich recht erinnerte lebten sie in sogenannten Roten zusammen, oder war es ein anderer Begriff? Er hatte es nicht mehr vor Augen doch es war ihm auch gleich.

Zwei Stunden waren vergangen und sie marschierten weiter Richtung Süden, der Orks marschierte zwischen ihnen und der Speer von Rosa sprach eine mehr als deutliche Sprache. Doch der Ork versuchte zu verhandeln und diese Versuche nahmen mit der Zeit nicht ab, es war müßig und Artok rollte mehrmals mit den Augen. Das kleine Mädchen hingegen war vom Ork mehr als nur beeindruckt sie war regelrecht besessen.

Sie löchterte den Ork kein Wunder sie hatte noch niemals zuvor so einen Grünling gesehen. Der Norden bot kaum Raum zum plündern und es zog sie eher Richtung Süden in die Richtung der Menschen und Zwerge sowie den Alben.

Der Alb richtete das Wort an Rosa "was denkst du, wielange die Meerenge noch entfernt ist? WeiĂźt du ĂĽberhaupt wo wir hier genau sind?".

Benutzeravatar
RĂłsa vom Wolfsclan
Zweitcharakter
Beiträge: 56
Registriert: Do 7. Jan 2016, 13:45
Volk: Norkara
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Die Schneehasen

#33

Beitrag von RĂłsa vom Wolfsclan » So 15. Jan 2017, 11:49

Tatsächlich hatte Rósa keine Ahnung, wie weit es noch dauerte, bis sie die Meerenge erreichten. Auch die Richtung kannte sie nur ungefähr, dachte sich aber, dem Meer entlang zu laufen, könne ja nicht falsch sein.
„Vielleicht einige Tage, vielleicht auch einige Wochen… so genau weiss ich es nicht. Ich war ja selbst noch nie hier“, brummte sie deshalb unwillig. Sie gab nicht gerne zu, dass sie den Weg nicht wirklich kannte.
„Doch ich bin auch froh, wenn wir endlich wieder einmal in einer Taverne übernachten können“, sehnsüchtig dachte sie an einen Krug Bier, der sie auch von Innen schön aufwärmen würde.

Nach einer weiteren Stunde hielt Rósa plötzlich an.
„Siehst du dort auch etwas?“, ihre Augen hefteten sich an eine dünne Rauchsäule und sie schnupperte in der Luft.
Tatsächlich war der Geruch des Rauches unverkennbar für sie in der kühlen Luft auszumachen.
„Vielleicht befindet sich dort ein Dorf, oder wenigstens eine Hütte. Sollen wir uns dorthin wenden oder hältst du es für zu risikoreich?“, fragte sie Artok, denn sie wollte ihn in ihre Entscheidung miteinbeziehen.

Benutzeravatar
Skugga
Zweitcharakter
Beiträge: 13
Registriert: Di 15. Mär 2016, 14:08
Volk: Ork

Re: Die Schneehasen

#34

Beitrag von Skugga » Mo 30. Jan 2017, 10:48

Bösartig wie eine alte Wölfin folgte Skugga dem kleinen Trupp. Geduckt, mit weit ausgreifenden Schritten. Sie hatte eine stinkende Detonation genau in die Fresse gekriegt und schäumte vor Wut. Das war die Albenschlampe gewesen, sie hatte es genau gesehen! Ihre Augen tränten noch, hasserfüllt wischte sie diese Reaktion ihres Körpers aus dem Gesicht. Sie stank wie einer dieser Hyänenficker! Hoffentlich würden die Schwächlinge da unten es nicht wittern. Sie versuchte, sich so zu bewegen, dass der Wind sie nicht verriet, auch wenn sie zeitweise dafür in recht großem Abstand zu ihrer Beute gelangte. Es machte nichts, die Spuren im Schnee waren nicht zu übersehen und diese Opfer machten sich nicht die Mühe, ihre Anwesenheit zu verbergen. Ihnen zu folgen war ein Leichtes.

Skugga hatte guten Grund, ihnen nachzustellen. Der Dämlack Frosch hatte sich, absichtlich oder nicht, gefangennehmen lassen. Die drei Weiber schleiften ihn mit, anstatt ihn gleich kaltzumachen, sie hatten ihr Eigentum geraubt! Das war eine Provokation ohnesgleichen, eine Kriegserklärung! Ohne ihren wandelnden Dildo war Skugga noch unausstehlicher als gewöhnlich und in den kurzen Phasen der Rast träumte sie davon, ihre Wiedersacher zu zerfleischen. Sie war fest entschlossen, Frosch zurückzufordern und die Diebinnen mit dem Anblick ihrer im Schnee dampfenden Eingeweide für diese Dreistigkeit zu bestrafen! Sie würde ihnen ihre eigene Leber zu fressen geben!

Nach einiger Zeit des Marschierens war der Augenblick gĂĽnstig.
Der Wind war abgeflaut und der Schnee rieselte sanft und die vier Spatzenhirne standen wie die perfekten Zielscheiben da und schnupperten. Auch Skugga hatte den Rauch der kleinen Ausläufer von Zivilisation gerochen. Doch niemand würde sie erreichen.

Sie zog die Pelzfäustlinge aus und warf sie vor sich in den Schnee, darunter trug sie ein paar enge Lederhandschuhe. Sie zog einen Pfeil aus dem Köcher, legte ihn ein und spannte ihren Bogen. Zwei weitere Pfeile hielt sie quer zwischen den Zähnen, um schnell nachlegen zu können. Der erste Schuss zielte hinter das Schulterblatt des Ponys, um eine Flucht auf dem Rücken des Tieres zu verhindern. Lautlos flog der Pfeil durch die Luft. Noch bevor er sein Ziel erreichte, legte Skugga nach. Der zweite Pfeil würde der Anführerin gelten.

Antworten