Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt. Die ĂŒberlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der SchlĂŒssel zur Herrschaft ĂŒber Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. WĂ€hrend die Almanen auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die GeheimbĂŒnde der Schatten sehen in der Magie die mĂ€chtigste Waffe und fĂŒr die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Kapitel 2 Leviathan Asifa und die Reise

So erbarmungslos wie die Natur sind auch die Bewohner der nördlichen Reiche. Die dunklen Meere und die von Packeis starrenden KĂŒsten werden beherrscht von den Norkara und Shezem. Den Nordwesten kontrollieren die Frostalben.
Der Norden
So erbarmungslos wie die Natur sind auch die Bewohner der nördlichen Reiche. Die dunklen Meere und die von Packeis starrenden KĂŒsten werden beherrscht von den Norkara und Shezem. Den Nordwesten kontrollieren die Frostalben.
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Leviathan
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Kapitel 2 Leviathan Asifa und die Reise

#1

Beitrag von Leviathan » So 13. MĂ€r 2016, 19:59

hier ist das Erst Kapitel (http://asamura.de/viewtopic.php?f=41&t=470)

Der Morgen brach an und tauchte die Umgebung in ein dunkles Lila welches aber stets heller wurde. Bald schon wĂŒrde es von dem tiefen Rot der aufgehenden Sonne abgelöst werden. Von ferne hörte er bereits Vögel zwitschern und weit entfernt schrie noch eine Eule. All die Jahre die er bereits hier lebte hatte er sich vorgenommen diesen Augenblick und seine Magie auf Leinwand einzufangen. Der Frische Morgentau der an sich schon etwas Magisches war, weil kein Auge gesehen hatte wie er vom Himmel fiel. Manch ein Schmied lies sein heißes Eisen in diesem Wasser erstarren, weil er dachte das die Klinge so noch besser werde. Unschuldig und rein bevor sie mit Blut getrĂ€nkt wurde. Er atmete einen tiefen Zug der frischen Morgenluft ein. Sein Blick fiel in Richtung Burg ihrem ersten Ziel. Es wĂŒrde auch eines der gefĂ€hrlichsten sein auf der gesamten Reise. Dies und der Preis welchen er fĂŒr die Farbe zahlen wĂŒrde ließen die Strafe recht sanft erscheinen. Und doch wĂŒrde eine neue Sklavin ihn mehr kosten. Gerade eine Arashi Dame war enorm schwer zu bekommen.

Hinter ihn ertönten Schritte und er drehte sich um und erblickte Asifa. Ihr Haar trug sie zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden, ihre Augen blickten wild umher und suchten in der Umgebung nach etwas. Sie trug eine leichte RĂŒstung welche aus Hanisch, Lendenschutz sowie Oberschenkel und Schienbeinschutz bestand. An den Armen trug sie eine Art schwarze LederarmbĂ€nder in denen, dies wusste er, versteckte Klingen eingearbeitet waren. Er kannte auch den Konstrukteur dieser Waffe. Ein Goblin namens Rotzerex Schabernax. Dieser war nicht nur Erfinder sondern auch sein Buchhalter, welcher sein gesamtes Vermögen prĂŒfte und verwaltete. Sein Sitz war tief im Norden dort wo keine lebende Seele hinkam. Der Goblin hatte sich von seinem Volk abgewandt als seine Mutter an starb. Er war mit einem Philosophen gereist und hatte das Studium damit begonnen. Doch seine AnsĂ€tze die Welt zu sehen gefielen ihm. Manche sagten Rotzerex Schabernax sei wahnsinnig. Er Leviathan sagte er sei brillant. Fast wĂ€re diese Freundschaft nicht zu Stande gekommen, weil Rotzerex Schabernax mit seinem Leben gespielt hatte. Eine seiner schwĂ€chen war sein Vorlautes Mundwerk. Eine Bewegung von Asifa riss ihn aus den Erinnerungen und er schaute wieder in die Richtung der Burg. Seine Wahl war auf sie gefallen nicht nur weil sie ihm die besten NĂ€chte bescherte als alle anderen Sklavinnen, nein sie war außergewöhnlich. Damals als er sie auf dem Mark entdeckt hatte wusste er das er sie haben musste. Nicht nur wegen der Schönheit, sondern wegen ihrer Aura die sie ausstrahlte. Alle Sklaven werden vor dem Mark gebrochen, sie stehen mit gesenktem Kopf da, denn Blick auf den Boden gerichtet. Sagt man ihnen was fĂŒhren sie es aus ohne auf zu begehren. Lassen sich anfassen und begutachten wie Vieh. Manche HĂ€ndler ließen auch eine Verkostung zu, hieß das man sich mit der Ware in ein Hinterzimmer zurĂŒckziehen konnte. Bei so einem HĂ€ndler war Asifa gelandet. In den Akten stand geschrieben das sie aufgefunden wurde in einem Dorf was gerade von RĂ€ubern aufgesucht wurde. Sie musste blutĂŒberströmt gewesen sein und in einem Haufen von Leichen gestanden haben. Bei ihrer Ergreifung hat sie mit zwei leicht geschwungenen SĂ€beln drei ihrer FĂ€nger getötet haben. Es waren fĂŒnf weitere MĂ€nner nötig um sie zu bĂ€ndigen. Doch weder die Peitsche noch der ZĂŒchtiger hatte ihren Willen gebrochen. Sie stand da und schaute alle KĂ€ufer mit kĂ€mpferischer Mine in das Gesicht. Sagten sie Befehle verweigerte sie und Schmerzensschreie drangen aus dem Hinterzimmer wenn einer der KĂ€ufer eine Kostprobe haben wollte. Meist kamen sie fluchen vor und sagten das sie gebissen wurden. Als ihre Versteigerung begann haben nur drei geboten. Er und zwei Weitere. Ein Jahreseinkommen hatte sie gekostet doch das war es ihm wert. Auch wenn es die erste Zeit etwas schwer war. Sie wehrte sich lies nicht berĂŒhren, selbst mit Fesseln gelang es ihm nicht sie zu zĂŒchtigen. Er wollte schon ihr junges Leben beenden doch dann erinnerte er sich an etwas was er mal gelesen hatte. Manche Geister ließen sich nicht brechen weil sie von Kriegern aus lĂ€ngst vergangen Tagen beseelt waren. Der Wille sich zu beweisen und nur jenen zu ergeben die sie bezwungen haben in einem Kampf um Leben und Tod. Mit ihr hatte er die Sachen bekommen die bei ihr Auffinden sie getragen hatte. So auch die beiden SĂ€bel. Er lies sie ins Dojo bringen und unterbreitet ihr den Vorschlag, das sie um ihre Freiheit kĂ€mpfen kann. Tötete sie ihn wĂŒrde sie frei sein, wĂŒrde er sie bezwingen Gehöre sie ihm und sie mĂŒsste sich ihm bedingungslos ergeben. Der Kampf war schwer gewesen, sie war schnell und wendig, sie kĂ€mpfte wie eine Löwin die um ihre Kinder kĂ€mpft. Nur durch eine Finte war es ihm gelungen sie zu bezwingen. Er hatte darauf geachtet das die Wunden keine Narben werden wĂŒrden. Nach dem Kampf war sie ihm hörig doch hatte sie immer noch einen eigen Willen. Er trainierte sie fast jeden Tag im Kampf mit dem Schwert. Die Stunden waren immer eine Herausforderungen. Er hĂ€tte niemals gedacht dass eine junge Frau mal zu seinem schwierigsten Gegner werden wĂŒrde.

„Ich weiß es steht mir nicht zu eure Entscheidungen zu hinterfragen, aber warum wĂ€hltet ihr mich?“ mit diesen Worten riss sie ihn aus den Gedanken. Sie stand neben ihn, auf den RĂŒcken die beiden SĂ€beln befestigt. Ein Schmunzeln schlich sich auf sein Gesicht. „Wie du es sagst es steht dir nicht zu!“ mit diesen Worten lies er sie zurĂŒck und schritt die drei Holzstufen herunter und betrat den Weg mit den kleinen Kieselstein. Die Diener hatten bereits die drei Pferde gesattelt und fĂŒr die Reise bereit gemacht. Er betrachte sein schwarzen Morack Hengst. Diese Rasse war eher untypisch fĂŒr diese Gegend doch zĂ€hlten sie zu den edelsten Pferden in ganz Asamura. Sein schwarzes Fell glĂ€nzte und seine dunkelrotbraunen Augen schauten ihn an. Diese Rasse war fĂŒr Schlachten gezĂŒchtet wurden und waren nicht so schreckhaft wie ihre Artgenossen leider aber auch nicht so wendig. Aber fĂŒr die Reise sollte der Hengst reichen. Er schritt auf das Pferd zu welches er Alea benannt hatte. Er griff nach den Halfter und zog den Kopf des Hengstes nach unten. Dann streichelte er seine große Stirn unter der prĂ€chtigen MĂ€hne. Asifa wurde eine Utalia reiten, eine Stute die Zumbya hieß. Diese Rasse wurde gerne bei Steppenvölkern verwendet. Sie waren etwas kleiner als gewöhnliche Pferde doch dafĂŒr wendiger. Ihr hellbraunes Fell fiel außerdem nicht gleich in Steppen auf. Asifa tat es ihm gleich und machte sich mit ihrem Pferd vertraut. Was sie noch nicht wusste, es sollte tatsĂ€chlich ihr Pferd werden. Ein Geschenk von ihm an sie, dies wĂŒrde er ihr aber erst am Ende der Reise sagen. Noch nie hatte er einer Sklavin so fiel Freiheit eingerĂ€umt. Er wusste das es gefĂ€hrlich war, und das sie das ausnutzen konnte. Das dritte Pferd war von der Rasse Morack wie sein eigenes. Auf dem RĂŒcken trug es SchlafsĂ€cke, Verpflegung, Kleider Waffen, Geld und diverse andere Dinge die man zum Reisen braucht.

Leviathan hatte sich entschlossen anders als gewohnt zu kleiden. Eine leicht RĂŒstung ĂŒber einem Hemd und einer Hose. MilitĂ€rstiefel und ein schwarzer Tatar. Das Katana auf dem RĂŒcken, das Waikizashi daneben und das Nodachi an der Seite. Er schritt zum Sattel, setzte einen Fuß in die SteigbĂŒgel und schwang sich auf den RĂŒcken seines Pferdes. Er lenkte das Tier mit den ZĂŒgeln in Richtung Burg und gab ihm mit einem leichten Tritt in die Seite das Zeichen fĂŒr den Start. Hinter ihm erklangen HufgerĂ€usche. Die Reise begann.

Fortsetzung folgt

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