Ankunft in Alessa

An der mediterranen K├╝ste des Dhunischen Ozeans gedeiht Naridien, das reiche und multikulturelle Imperium der Handelsallianz. Doch die wuchernde Wirtschaft hat ihren Preis. Wer den Fortschritt mehr sch├Ątzt als die Tradition, ist hier willkommen.

Naridien
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Re: Ankunft in Alessa

#41

Beitragvon Firxas » Di 8. Aug 2017, 17:21

Firxas bekam dunkle Ohren, als Morasa ihn auf seine kurz gefeilten Klauen an Daumen und Zeigefinger ansprach. "Richtig geraten", sagte er, ohne darauf zu warten, dass Morasa das aussprach, was er dachte. Gut gelaunt teilte der Waldalb ihm mit, dass er ruhig gucken d├╝rfte, was dazu f├╝hrte, dass das hei├če Gef├╝hl an Firxas`Ohren sich auch auf sein Gesicht ausweitete. Firxas fiel nichts ein, was er darauf anworten sollte. Wenn er sich bedankte, klang das bescheuert. Irgendein frecher Spruch w├Ąre angebracht gewesen, aber freche Spr├╝che waren nicht seine St├Ąrke. Also sagte er nichts und guckte wahrscheinlich ziemlich verunsichert aus der W├Ąsche. Zum Gl├╝ck redete Morasa gleich munter weiter, verk├╝ndete ihm seine Pl├Ąne zur Gei├čelnahme, die Firxas ein Stirnrunzeln abrangen und fragte ihn nach seiner Magie.

"Wasser- und Geistmagie", antwortete er. "Nicht sehr gut, weil ich nie auf einer Akademie war, aber es reicht, um sich damit irgendwie durchzuschlagen. Feuerb├Ąlle kann ich nicht schleudern, aber Wasserkugeln."

Da Morasa eh nass war, demonstrierte er das Ganze mit einer faustgro├čen Wasserkugel, die er weich lie├č und mit einer kleinen, beil├Ąufigen Bewegung seiner Finger gegen Morasas Schulter warf, wo sie zerplatzte. Firxas grinste ein wenig entschuldigend, nahm aber nicht an, dass Morasa ihm den Spa├č ├╝bel nehmen w├╝rde.

"Was Urako nach dir geworfen hat, sollte eigentlich ein Feuerfalke sein, ein sehr imposanter Zauber, wenn man ihn beherrscht. Er beherrscht ihn nicht, das wird nur so ein verkr├╝ppelter Spatz bei ihm. Er ist ein magischer St├╝mper."

Diesmal war die K├Âchin freundlich und die Suppe duftete hervorragend. Morasa wirkte im ersten Moment wenig begeistert, aber schaufelte dann eine Schale nach der anderen in sich herein. Da es ein riesiger Topf war, musste auch Firxas nicht an der Fleischbeilage sparen, damit Morasa gen├╝gend abbekam. Der einzige Unterschied zwischen ihnen beiden war, dass Firxas sehr langsam a├č und jeden Bissen gr├╝ndlich kaute, w├Ąhrend der Waldalb die Suppe samt Fleisch mehr trank als a├č.

Als sie fertig waren mit Essen, sah Morasas Bauch deutlich verdickt aus und er ├╝berlegte, ob er Fleisch einstecken sollte.
"Ja, steck ruhig was von dem Fleisch ein, Morasa. Ich mach das auch."

Morasa bedankte sich noch einmal f├╝r seine Hilfe und strich ihm jetzt, obwohl er wach war, ├╝ber seinen Kopf. Firxas drehte seinen Kopf in die Hand hinein und folgte ihr, als sie zur├╝ckweichen wollte, damit die Ber├╝hrung noch ein wenig l├Ąnger bestand. Morasa l├Ąchelte s├╝├č und fing schon wieder an zu essen. Firxas Kiefer mahlten. Er guckte auf die Schale mit der Gr├╝tze und auf den essenden Waldalb. Dann packte er Morasas Stuhl und zerrte ihn samt darauf sitzendem Waldalb an sich heran und legte die Arme um ihn. Er grunzte leise, lehnte seinen Kopf an Morasas nasses Haar und genoss dessen N├Ąhe, w├Ąhrend der Waldalb speiste. Seine N├╝stern weiteten sich und er sog den k├Ârpereigenen Geruch ein, den er verstr├Âmte und der ihm gefiel. Alles an Morasa gefiel ihm.
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Re: Ankunft in Alessa

#42

Beitragvon Morasa » Mi 9. Aug 2017, 09:13

Morasa

war Firxas wegen seiner Magiedemonstration mit der Wasserbombe nicht b├Âse. Er fand sie lustig. Der Waldalb sch├╝ttelte sich.

ÔÇ×Ich habe keine Ahnung von Magie, aber das der Albenhasser ein St├╝mper ist habe ich gewusst. Ich dachte er will einen Feuerball werfen. Was immer es war, ein war das Ball nicht. Und ein Falke im Leben nicht.ÔÇť

In der K├╝che hatte Morasa so schnell es ging so viel wie m├Âglich in sich hineingestopft. Er wusste nicht, wie lange die Gastgeber gastfreundlich bleiben w├╝rden. Wenn sie ihre Meinung ├Ąnderten, war er trotzdem satt.
Mo schaute besorgt, dass Firxas so langsam ass. Wenn die K├Âchin wiederkam, dann mussten sie der Frau folgen. Dann konnte er sich keine Portion mehr nachnehmen. Aber der Waldalb wollte seinen Kumpel nicht belehren. Dass stand ihn nicht zu und er wollte Firxas nicht ver├Ąrgern.
Als Morasa seine dritte Sch├╝ssel Gr├╝tze runterschlang und ├╝ber die vierte Sch├╝ssel nachdachte ob er sie schaffen w├╝rde oder kotzen musste, zog ihn Firxas auf seinen Stuhl zu sich r├╝ber.
Mo war ├╝berrascht und freute sich. Der Tiefling legte einen Arm um ihn und lehnte seinen Kopf an seinen. Mo dr├╝ckte sich an Firxas. Der Waldalb machte es sich bei ihm gem├╝tlich und genoss Firxas N├Ąhe und W├Ąrme. Am liebsten w├Ąre er einfach mit Firxas hier sitzen geblieben und h├Ątte alles vergessen. Den ├ärger, die Jagd, Tercs Verletzung, die ganze Scheisse. Einfach nur Firxas und er, dass w├Ąre sch├Ân dachte Mo. Morasa setzte sich auf Firxas Schoss und kuschelte sich an seinen Bauch bei ihm ein. So war das noch viel besser. Mo streichelte vorsichtig ├╝ber Firxas Bauch und l├Ąchelte.
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Re: Ankunft in Alessa

#43

Beitragvon Firxas » Mi 9. Aug 2017, 18:26

Das Essen war nun scheinbar doch nicht mehr so interessant f├╝r Morasa. Er lie├č seine halb aufgegessene Suppe stehen, um sich auf Firxas' Oberschenkel gem├╝tlich niederzulassen. Damit hatte Firxas nicht gerechnet. Damit war der Waldalb der erste Mann seit Ewigkeiten, der so viel N├Ąhe zu ihm suchte. Firxas erhielt auch prompt die Antwort seines K├Ârpers und bereute, keine Unterhose zu tragen, die das Ganze etwas kaschieren k├Ânnte. Er hoffte, dass die vor dem G├╝rtel verknoteten ├ärmel seines Pullovers f├╝r ein wenig Sichtschutz sorgten, damit Morasa nicht gleich wieder kreischend von ihm runtersprang, wenn er sah, was er angerichtet hatte.

Morasa kuschelte sich an ihn und streichelte seine Wampe. "Ich wei├č, ich bin fett." Firxas grinste etwas und klopfte sich auf den Bauch. Der gluckerte zur Antwort. Firxas f├╝hlte sich rundum wohl. Noch besser w├Ąre es, wenn Terc nicht verletzt w├Ąre, wenn Morasa nicht den ├ärger mit der Verwandschaft seines ehemaligen Geliebten h├Ątte und sie gem├╝tlich in ihren eigenen vier W├Ąnden w├Ąren. Die Aussicht, mit Morasa gemeinsam in seine Burg zu ziehen, gewann pl├Âtzlich noch an Qualit├Ąt. Er erwiderte Morasas Z├Ąrtlichkeit, indem er dessen Ohr in den Mund nahm und sanft drauf herumlutschte. Jetzt bekam er richtig Bock und musste sich extrem zusammenrei├čen, den Waldalb nicht von oben bis unten zu begrabschen, ihm die Kleider vom Leib zu rei├čen und ihn r├╝cklings auf den Tisch zu werfen.

"Vielleicht sollten wir doch hier drinnen ├╝bernachten. In einem Bett", raunte Firxas, nahm das Ohr zwischen die spitzen Z├Ąhne und zog es sanft lang. Sein Schweif kringelte sich vor lauter Genuss.
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Re: Ankunft in Alessa

#44

Beitragvon Morasa » Do 10. Aug 2017, 09:22

Morasa

gefiel wie Firxas reagierte. Mo gefiel nur nicht, dass sie jederzeit gest├Ârt werden konnte. Der Waldalb hoffte, dass die K├Âchin noch lang unterwegs war. Als Firxas sein Ohr lutschte, knirschte Mo vor Lust mit den Z├Ąhnen. Seine Ohren waren empfindlich und Firxas machte es genau richtig. Morasa hielt still und machte dabei die Augen zu. Sein K├Ârper wollte wie der von Firxas reagieren, aber daf├╝r ging es ihm zu schlecht.
Aber Firxas war gesund und stark und er konnte die Oberhand haben. Mo war das gleich, Hauptsache er konnte in Firxas N├Ąhe bleiben und seine W├Ąrme geniessen. Vielleicht noch mehr, wenn der Tiefling wollte. Firxas K├Ârper wollte ihn eindeutig. Mo f├╝hlte sich gut und beruhigt, dass Firxas ihn nicht abstossend fand weil er so knochig war.
Als Firxas sein Ohr mit seinen spitzen Z├Ąhnen biss, musste Morasa lachen. Das f├╝hlte sich gut an. Mo gab einen Laut von sich der sich wie quietschen und brummen anh├Ârte. Der Waldalb befreite sein Ohr und k├╝sste Firxas auf den Mund.

ÔÇ×Zum Gl├╝ck bist du sch├Ân fett und nicht so knochig wie ich. Ich mag deinen Bauch, ich mag alles an dir. Und ich will alles von dir. Bei den Bonzen ├╝bernachten? Wie du willst, ich will genauso mit dir in einen Bett liegen. Du hast die Oberhand im Bett. Ich bin noch zu schwach von der Wunde und dem fehlenden Blut. Ich krieg keinen hoch.
Wenn wir hier bleiben wollen, werde ich keinen als Geisel nehmen. Ich werde friedlich sein und nichts tun nur zuh├Âren. Das Messer bleibt wo es ist. Ich werde es nicht benutzen und dir kein ├ärger machen Firxas. Wir sind sauber, er wird uns das Zimmer geben. Er hat gesagt, er gibt uns eins, wenn wir sauber sind.ÔÇť

Mo dr├╝ckte sich wieder an Firxas, streichelte seinen Bauch weiter und hielt ihn wieder sein Ohr hin.

ÔÇ×Mach weiter.ÔÇť
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Re: Ankunft in Alessa

#45

Beitragvon Firxas » Do 10. Aug 2017, 10:30

Morasa hatte offenbar einen Schritt weiter gedacht als Firxas.

"Also ... also eigentlich wollte ich nur ein bisschen mit dir kuscheln. Ich sehe doch, wie es dir geht. Glaubst du, da nudel ich dich durch? An was f├╝r Kerle bist du bislang geraten? Kuscheln w├Ąre sch├Ân, wenn du magst, einfach nur ein wenig N├Ąhe. Ich bin nicht gern allein und war es viel zu lange."

Nat├╝rlich hatte er Lust auf Sex, seit der Waldalb auf seinem Scho├če sa├č, weil er es so lange schon vermisste und Morasa ihm gefiel, aber er war ja nicht blind f├╝r dessen Zustand, er hatte ihn sogar tragen m├╝ssen, weil er so geschw├Ącht war. Und da glaubte der Kerl, er w├╝rde so etwas von ihm einfordern? Am besten noch als Gegenleistung daf├╝r, dass er ihm geholfen hatte? Nein, so war Firxas nicht. Er konnte seine eigenen Bed├╝rfnisse beiseiteschieben. Alles, was er w├╝nschte, war K├Ârperkontakt zu Morasa und ein paar Streicheleinheiten, wenn sein Gesundheitszustand es zulie├č.

"Du wirst nicht lange knochig bleiben, wenn wir zusammen unterwegs sind, daf├╝r sorge ich schon. Du bist ein sch├Âner Mann. Lass dir nichts anderes einreden."

Das war nicht gelogen. Morasa gefiel ihm. Was Firxas am meisten faszinierte war jedoch der Unterschied zwischen seinem reifen Aussehen und dem fast schon kindlichen Gem├╝t. Morasas Haar war grau und sein Gesicht zeichneten einige Falten. Und doch haftete ihm eine Sprunghaftigkeit und Verspieltheit an, die man sonst eher bei jungen Leuten fand. Es erinnerte Firxas an die jungen Rekruten, die manchmal im S├Âldnerlager vorsprachen und die fest behaupteten, schon vollj├Ąhrig zu sein. Und die dann trotz ihrer offensichtlichen Jugend angeheuert wurden und sich gut gelaunt und lachend darauf vorbereiteten, an die Front geschickt zu werden, wo sie alten Veteranen gegen├╝bertraten, die schon seit Jahren nicht mehr gelacht hatten und die Jungen in Sekunden abstachen.

Doch Morasa war selbst schon ein Veteran und hatte vieles erlebt. Umso verwunderlicher war f├╝r Firxas seine unbeschwerte und manchmal kurzsichtige Art. Doch jeder ging mit dem Erlebten anders um. Manch einer konnte nach dem Krieg f├╝r den Rest seines Lebens nur noch zittern und musste gef├╝ttert und gepflegt werden, obwohl ihm k├Ârperlich rein gar nichts fehlte. Oder wurde wie Firxas so desinteressiert an den kleinlichen Problemen von Zivilisten, dass sie mit einem normalen Leben nicht mehr zurechtkamen und immer wieder zur├╝ck zur Armee kehrten. Und Morasa ging eben auf seine Weise damit um. Firxas strich ihm das nasse Haar hinter das Ohr.

"Wir fragen mal, was es kosten soll, eine Nacht drinnen zu ├╝bernachten, wenn wir nur ein Zimmer brauchen. Wir kuscheln ein wenig miteinander, w├Ąrmen uns gegenseitig, wenn du m├Âchtest. Du schl├Ąfst und diesmal bin ich es, der auf dich aufpasst."

Er schmunzelte ├╝ber den Befehl Morasas, weiterzumachen. Wie angeordnet, nahm Firxas erneut das Ohr in den Mund und lutschte darauf herum. Auch f├╝r ihn selbst war das entspannend. Nebenbei streichelte er Morasa, aber nicht zu viel. Nur ein wenig. Es brachte ja nichts, sich selber und den kranken Waldalben mehr als n├Âtig anzuheizen.
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Re: Ankunft in Alessa

#46

Beitragvon Morasa » Do 10. Aug 2017, 12:56

Morasa

machte auf Firxas Schoss wieder die Augen zu. Mo mochte die ruhige und beruhigende Art von Firxas. Bei ihm waren seine Nerven nicht durcheinandergewirbelt. Er konnte in Ruhe nachdenken und hatte keine Angst. Warum Firxas alleine war, wusste Morasa nicht. Vielleicht weil die Leute nur auf das Aussehen schauten. Aber Mo fand nichts, was er an Firxas als h├Ąsslich bezeichnen konnte. Der Tiefling war gross und stark. Und seine Haut f├╝hlte sich weich und warm an.
Von seinen Wesen war er ruhig. Und alles was Mo bis jetzt gesehen hatte, zeigte dass er genauso hilfsbereit wie Cirze war. Er hatte seinen verletzten Kameraden geschleppt und sp├Ąter hatte er sogar ihn geschleppt. Mo hatte ihn nicht mal um Hilfe bitten m├╝ssen.
Ohne zu z├Âgern, wollte er ihm sogar von seinen Geld was abgeben und er bot ihm ein Heim an. Morasa hatte es genauso getan. Er wollte seine Schulden bei Crize durch Selbstlosigkeit zur├╝ck zahlen. Wenn er Crize nie wieder sehen w├╝rde, dann h├Ątte Morasa aber ein St├╝ck von Crize weitergegeben.
Und genauso war Firxas. Nur Firxas war nicht mit den Nerven so schnell fertig wie Crize, Mauli und vor allem Mo selber. Der Waldalb konnte stundenlang alleine jagen und lauern. Aber wenn er mit anderen streiten musste, dann waren seine Nerven sehr d├╝nn.
Jetzt musste er nicht streiten, jetzt musste er nur auf Firxas Schoss hocken und das beste hoffen.

ÔÇ×Die Idee zu kuscheln gef├Ąllt mir, dass machen wir. Du bist ein echter Kamerad, du nimmst auf mich R├╝cksicht. Das hat keiner gemacht bis jetzt. Was f├╝r Kerle? Ich hatte nie einen eigenen Kerl. Ich war nie mit wem zusammen Firxas, also ich hatte nie einen Partner. Noch nie in meinen Leben. Wenn ich einen Job hatte, wo ich andere Kerle getroffen hab, dann hat manchmal Sex ergeben. Aber das war f├╝r eine Nacht und dann haben sich meine Wege von ihnen getrennt. Gekuschelt habe ich ganz selten mit wem. Ich w├╝rde sagen das war Kontaktliegen. Aber nicht kuscheln, weil es nichts zur├╝ckgab. Ich wohne allein und ich lebe allein. Keiner lebt in der N├Ąhe wo ich im Wald wohne. Manchmal ist das einsam. Aber wenn du scheisse erlebt hast, ist das besser keiner ist da der noch gr├Âssere Scheisse anstellt.ÔÇť

Mo starrte Firxas durchdringend an.

ÔÇ×Du findest mich sch├Ân? Sowas sagte mir noch keiner. Ich finde dich knuffig und ich mag deinen Kugelbauch, der ist sch├Ân warm und gem├╝tlich. Ich fass dich gerne an. Wenn du mich fettf├╝ttern willst mache ich mit. Wird aber bestimmt nicht klappen. Wenn wir zusammen unterwegs sind, sagst du. Das heisst du willst bei mir bleiben ja? Manchmal glaub ich mein Verhalten dass alle vergrault, dass liegt an meiner zweiten Gestalt. Marder sind J├Ąger, sie leben allein und sie sind aggressiv. Und je ├Âfter ich mich in ein Marder verwandele, je mehr werde ich zu einem. Es f├╝hlt sich so an. Ich sag dir dass vorher. Genug von mir geschwatzt, du weisst alles ├╝ber mich was du wissen kannst. ├ťber mich gibts sonst nichts zu wissen.
Wie lange warst du allein? Von klein auf? Wo ist das Land wo du herkommst? Es ist in Asche versunken. Wie ist das passiert? Warum hast du keinen Kerl? Ich will alles ├╝ber dich wissen.ÔÇť

Morasa grinste Firxas k├╝hn an.

ÔÇ×Nein so machen wir das nicht, wir sind doch keine Idioten Firxas. Der Bonze hat gesagt, wenn wir nicht stinken, dann bekommen wir ein Zimmer. Das wir es bezahlen m├╝ssen, hat er nicht gesagt. Warum sollten wir ihn daran erinnern, dass er Taler verlangen kann? Das w├Ąre total verr├╝ckt. Sein Sohn Wolfi ist ein Gierschlund. Der w├╝rde uns sofort ausbluten lassen an Taler. Ausbluten ist ein Scheissvergleich, dass erinnert an den Adlerlass. Sag dem Bonzen nichts. Wir sagen nur, wir sind sauber und m├Âchten gerne in ein Zimmer ├╝bernachten, weil wir mit den Nerven fertig sind. Dass stimmt, es ist nicht gelogen. Das wir kuscheln wollen, geht den einen Scheissdreck an. Wenn er davon anf├Ąngt, dass das Zimmer Taler kostet, k├Ânnen wir immer noch verhandeln. Ich werde das Messer gegen niemand benutzen. Mir f├Ąllt gerade ein, dann w├Ąre ich wieder ein Idiot gewesen. Wenn ich einen seiner Leute mit dem Messer absteche, wird er mir nicht mehr wegen Dave und seiner Saubande helfen. Ich muss ruhig bleiben und darf keine Panik bekommen. Hoffentlich bekommen wir ein Zimmer mit einen sch├Ânen Fenster. Sonst bekomme ich Schiss. Firxas, wenn wir in dem Haus von dem Bonzen sind, merk dir alle Wege und pass auf ob die die T├╝r abschliessen. Ich hoffe das alles gut wird. F├╝r uns beide, weisst du?.ÔÇť

Morasa streichelte Firxas ├╝ber die Glatze und rollte sich auf ihm zusammen.

ÔÇ×Ich mag deine Glatze. Wenn wir in deinen Schloss wohnen, dann werde ich f├╝r uns jagen. Dann essen wir jeden Tag Fleisch. Also wenn ich was erbeute. Ich kann uns ganz aussergew├Âhnliches Fleisch besorgen. Hast du schon mal Eichh├Ârnchen gegessen? Oder Igel? Die meisten wissen nicht wie lecker die sind. Lass dich ├╝berraschen.ÔÇť
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Re: Ankunft in Alessa

#47

Beitragvon Firxas » Fr 11. Aug 2017, 10:40

Einen Moment lang schien Morasa sich v├Âllig zu entspannen. Der Rest seiner Muskulatur wurde ganz weich und er lehnte sich an Firxas an und sprach mit geschlossenen Augen. So plauderte er auch ein wenig aus dem N├Ąhk├Ąstchen. Aus seiner Mardergestalt erwuchs wohl oftmals ├ťbel, denn es war eben nicht nur die Gestalt, sondern auch das Wesen dieser kleinen Biester, das ihm innewohnte. Firxas glaubte ihm, dass das schwierig war. Er kannte Tsacko nur fl├╝chtig, doch auch dieser hatte Probleme mit seinem Los und konnte keineswegs ├╝bergangslos zwischen beiden Formen hin und her wechseln. Der Hund blieb zum guten Teil albisch, der Alb zum guten Teil h├╝ndisch, innen wie au├čen. Bei einem Marder war es vermutlich noch schwieriger, denn Marder lebten allein - und Alben nicht. Kein Wunder, dass Morasas Farben so zerissen ausgesehen hatten im Nexus. Es zeriss ihn innerlich. Er wollte N├Ąhe, aber wenn er sie hatte, gab es nur Probleme. Wenn er keine Probleme machte, dann jene, die er traf. Firxas tat es leid, zu h├Âren, dass nie jemand R├╝cksicht auf Morasas Bed├╝rfnisse genommen hatte. Wie der Beischlaf mit solchen Leuten aussah, konnte er sich gut vorstellen. Darum lebte er also allein im Wald, obwohl ihm die Einsamkeit genau so wenig gut tat wie zu viel N├Ąhe.

"In meiner Burg wird es weniger Probleme mit deiner Mardernatur geben", versprach er ihm. "Wenn dir meine Gesellschaft mal zu viel wird und der Marder dich ruft, dann verwandel dich doch einfach und geh im Wald jagen, in irgendwelche Baumr├Âhren kriechen oder rumstromern. Oder was immer Marder so machen. Und ich werde ja auch nicht immer zu Hause sein, so dass du gen├╝gend Freiraum hast. Es sei denn, ich nehme dich im Rucksack einfach mit ins S├Âldnerlager und verstecke dich unter meinem Kopfkissen."

Pl├Âtzlich sah Morasa ihn durchdringend an. Er reagierte heftig, als Firxas ihm sagte, er f├Ąnde ihn sch├Ân und Firxas bereute einen Moment, es gesagt zu haben. Manche Leute konnten mit Komplimenten nicht umgehen und wurden mitunter sogar aggressiv, da sie sich verspottet f├╝hlten. Doch dann erwiderte Morasa das Kompliment und jetzt war es an Firxas, unsicher zu werden. Der Waldalb sagte ihm, dass er seine Statur mochte. Firxas rieb sich verlegen den Hinterkopf.

"Na ja ... wenn du ein Marder bist, kannst du dich zumindest einrollen und bei mir auf den Bauch legen. Hat also vermutlich auch Vorteile."

Urako hatte ihn st├Ąndig ziemlich grob in seine Speckrollen gekniffen und ihn damit aufgezogen und auch seine Kameraden machten dauernd Witze ├╝ber seine Statur, wobei die es im Gegensatz zu Urako wenigstens nicht b├Âse meinten, obwohl die Spr├╝che sehr derb waren. Dass man ihn als Katapultgeschoss mit mauerbrechender Wirkung einsetzen konnte oder dass man die K├╝stenst├╝tzpunkte Kaishos einfach ├╝berfluten konnte, indem Firxas am anderen Ufer in die Mondlagune sprang, waren da noch die harmlosesten Spr├╝che. Morasa jedoch schien das Kompliment ernst zu meinen, er schmiegte sich fest an ihn und streichelte ihn die ganze Zeit, was Firxas sehr genoss. Und er wollte alles ├╝ber ihn wissen.

"Na ja, es gibt nicht viel ├╝ber mich zu erz├Ąhlen. Ich bin langweilig und mufflig. Damit vergraule ich wahrscheinlich den k├╝mmerlichen Rest, der sich nicht von meinem K├Ârperbau abschrecken l├Ąsst. Caltharnae ist ein Kontinent im S├╝den. Warum er in Feuer und Asche versank, wei├č niemand und ich war zu dem Zeitpunkt nicht dort. Fr├╝her habe ich als W├Ąchter f├╝r Urako gearbeitet und auch als sein Henkersknecht, obwohl das eigentlich gar nicht meine Aufgabe gewesen w├Ąre. Er hat irgendwann eine ├Âffentliche Hinrichtung derart verpatzt, dass er vor dem aufgebrachten Mob fliehen musste - und ich geh├Ârte zu der Truppe, die ihn jagen und zur├╝ckbringen sollte. Sein Vater hatte mich geschickt, der war damals der F├╝rst des Sumpfes da. Ja, richtig geh├Ârt, Urako ist der Sohn eines F├╝rsten, auch wenn man ihm das nicht anmerkt. Aber ich habe mich auf der Jagd in ihn verknallt. Habe ihn immer wieder absichtlich entwischen lassen. Mein Kumpel Orobas ist an mir verzweifelt und hielt mich f├╝r einen v├Âlligen Versager. Aber ich konnte Urako nicht mehr jagen. Und, na ja, irgenwann kamen Urako und ich zusammen. Er war nicht immer nett, aber meine erste gro├če Liebe. Abgesehen von, ja, abgesehen von ..." Firxas kniff die Augen zusammen und sein ganzes Gesicht wurde faltig. Er sch├╝ttelte den Kopf und hatte sich wieder im Griff. "Abgesehen von dem S├Âldner, den dein Freund Jozo abgeschlachtet hat als w├Ąre er ein Schwein."

Morasa streichelte seine Glatze und rollte sich fest auf ihm zusammen. Firxas umschloss ihn mit seinen Armen. Mo war derart zierlich, dass er ihn m├╝helos umfassen konnte. Firxas' Mundwinkel zuckten einen Moment, als Morasa ihm sagte, dass er seine Glatze mochte. Morasa war putzig ohne Ende. "Ich k├Ânnte auch gar keine andere Frisur tragen, selbst, wenn ich es w├Âllte." Er k├╝sste den eingerollten Morasa auf die Stirn und hielt ihn ganz fest, als wollte er ihn vor Jozo besch├╝tzen. Als k├Ânnte er damit das verhindern, was unwiderruflich mit dem S├Âldner geschehen war.

Morasa plapperte munter weiter. Erz├Ąhlte ihm, was f├╝r Fleisch er f├╝r sie beide jagen konnte. "Ich hab noch nie diese Tiere gegessen, Morasa. Im Sumpf gab es nur Fr├Âsche, Schlangen und Fische und Insekten zu Essen. Und im S├Âldnerlager meistens Getreidebrei."

Firxas w├╝rde es so gerne glauben, dass sie wirklich gemeinsam in seiner Burg leben w├╝rden, mit Morasas selbstgebauten M├Âbeln und von ihm selbst erjagten Fleisch lebten, abends gemeinsam drau├čen kochten unter dem Sternenhimmel oder im nahen Teich zwischen Seerosen planschen gingen, doch er wusste, dass es nie jemanden lange bei ihm hielt. Weder sah er gut aus noch hatte er Geld. Er war nicht gespr├Ąchig. Er war nicht klug. Er war nicht witzig. Er war langweilig ohne Ende und hatte nicht zu bieten. Er war einfach da und wenn er nicht da w├Ąre, w├╝rde Tasmeron sich weiterdrehen, als ob nichts geschehen w├Ąre. Dennoch nickte er und l├Ąchelte, w├Ąhrend der Mann in seinen Armen vor sich hinschwatzte. Er wollte die sch├Âne Zeit mit Morasa genie├čen, so lange sie anhielt. Morasa fragte ihn auch, warum er allein war. Firxas antwortete ehrlich.

"Mich will keiner haben, Morasa. Klar, im S├Âldnerlager kann man theoretisch Sex haben so viel man will, auch wenn es verboten ist. Aber es finden sich M├Âglichkeiten und mehr als genug Interessenten. Dann guckt einen jemand beim Zusammensitzen an und schiebt pl├Âtzlich eine Packung Pfeifenkraut r├╝ber. Wenn man die Packung annimmt, treffen sich die Blicke und er nickt in Richtung T├╝r. Dann darfst du ihn drau├čen bedienen, kurz und schmerzlos. Hinterher geht ihr auseinander als w├Ąre nichts gewesen und wenn wieder die Hose zu eng wird, schiebt er wem anders sein Pfeifenkraut r├╝ber. Oder dich fragt einer unverbl├╝mt nach einem P├Ąckchen Tabak. Jeder wei├č dort, was die Frage bedeutet. Er bietet sich dir an gegen Bezahlung, denn ansonsten w├╝rde er nur nach einer Rauchstange fragen. So l├Ąuft das da. Sollen sie ihren schei├č Tabak behalten und von mir kriegen sie auch keinen. Um die Ohren schlagen sollte man ihnen das Zeug." Er schnaubte ver├Ąchtlich durch die Nase und das Gef├╝hl der Kr├Ąnkung kehrte zur├╝ck, dass ihn jedes Mal erf├╝llt hatte. "Da verzichte ich lieber. Wenn du es genau wissen willst: Urako war der einzige Mann, den ich jemals hatte."
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Re: Ankunft in Alessa

#48

Beitragvon Morasa » Fr 11. Aug 2017, 12:45

Morasa

liess sich gen├╝sslich von Firxas kraulen.

ÔÇ×Gut erkannt. Ich will N├Ąhe und hab ich sie, kann ich sie manchmal nicht ertragen. Deine Idee ist gut. Als Marder muss ich alles erkunden. Ich bin immer neugierig, aber als Marder ist das noch schlimmer. Wenn dich das nicht st├Ârt, werde ich alles erkunden aber ich komme zur├╝ck. Das verspreche ich dir.
Wenn du Lust hast, kannst du mich gerne mitnehmen. Da kann ich genauso alles erkunden. Die wissen nicht, dass ich ein Gestaltwandler bin. Sag einfach ich bin dein Haustier. Ich kann mich genauso so auf deinen Bauch legen. Ich bin zwar d├╝nn, aber ich piecke nicht.
Also du bist langweilig und mufflig. Ich bin langweilig und aggressiv, wir passen gut zusammen. Was hast du immer mit deinen K├Ârperbau? Guck doch was mit mir passiert, wenn ich krank bin. Noch ein paar Tage mehr und ich bin nicht mehr da oder durchsichtig. Bei dir ist genug Reserve um schnell wieder gesund zu werden. Sei froh dr├╝ber. Hast du schon mal B├Ąren gesehen, die extra wenig fressen damit die sch├Ân schlank bleiben? Ich genauso wenig. Die fressen ohne Ende um f├╝r den Winter Speck auf den Rippen zu haben. Andere Tiere ebenso, nur halten die kein Winterschlaf. Der Speck sch├╝tzt sie vor K├Ąlte und Krankheit. Sei deinen Speck dankbar. Ich w├Ąre froh ich w├Ąre schwerer.ÔÇť

Mo fand das Firxas ein v├Âllig falsches Bild von sich hatte. Vermutlich war dieser Widerling Urako daran schuld. Das ausgerechnet der Albenhasser ein F├╝rst sein sollte, wollte Morasa gar nicht glauben. Der Widerling benahm sich nicht wie ein F├╝rst, sondern wie ein Penner aus der Gosse. Vermutlich hatten sie ihn deshalb verjagt. Welcher F├╝rst war so bl├Âde und war gleichzeitig der Henker? Gut, Morasa hatte von sowas keine Ahnung. Aber er war fest ├╝berzeugt, dass kein F├╝rst sowas selber machte.

ÔÇ×Urako der widerw├Ąrtige Albenhasser und Lebenssch├Ąnder ist ein F├╝rst? Firxas, der hat dich total verarscht. So wie der sich benimmt, kann der kein F├╝rst sein. Jeder Penner aus der Gosse benimmt sich besser. Und ist bestimmt anst├Ąndiger als dieser Widerling.
Wenn alle F├╝rsten wie Urako sind, dann kann ich die Leute verstehen die Adelige hassen. Und wieso hat er als Henker gearbeitet, wenn er ein F├╝rst ist? Die haben doch Geld ohne Ende. Solche Leute arbeiten nicht. Ich glaube der hat gelogen. Der war vielleicht bei dem F├╝rst angestellt, hat was geklaut und deshalb wurde der verfolgt. Dass traue ich dem Sauhund zu. Er beklaut ja alle. Mich hat er auch beklaut. Mir meinen Dolch abgeschwatzt mit seiner Teufelszunge und ich glaube dem noch. Ich war so ein Idiot.
Dass du ihn geliebt hast war ein grosser Fehler. Der hat dich nicht verdient Firxas.
Und keiner hat verdient den Widerling ertragen zu m├╝ssen.
Da f├Ąllt mir ein, wir wollten noch unsere Rache an Urako planen. Was machen wir mit ihm? Also zuerst jage ich ihm einen Pfeil in beide Beine, damit er nicht weglaufen kann. Dann werde ich seine Fusssehen durchschneiden und seine Haare abschneiden und in sein Schandmaul stopfen. Was machen wir dann?.ÔÇť

Mo versteckte sein L├Ącheln hinter einer Hand. Als Firxas ├╝ber Jozo sprach, wusste Mo nicht was er sagen sollte. Er wusste, dass der Golbin sehr gef├Ąhrlich war. Das er ehrenwerte Beute war, die man nicht einfach erlegen konnte. Warum der S├Âldner ihn zum Opfer gefallen war wusste Mo nicht. Als Firxas Morasa auf die Stirn k├╝sste l├Ąchelte der Waldalb und antwortete mit einen Kuss auf den Mund.

ÔÇ×Wenn du keine andere Frisur tragen kannst, wirst du die Glatze behalten. Ist mir recht. Dann wirst du von mir neues Fleisch kennenlernen. Schlangen schmecken ├Ąhnlich wie H├Ąhnchen. Menschen schmecken genauso ├Ąhnlich wie H├Ąhnchen, nur sind die meist was z├Ąh. Fische sind sehr lecker und Fr├Âsche auch.ÔÇť

Als Firxas Morasa erkl├Ąrte, dass ihn niemand haben wollte schaute Mo ihn nur an. Und als Firxas von dem Sexleben im S├Âldnerlager erz├Ąhlte, erinnerte das Mo an die Truppen von Kopfgeldj├Ąger in denen er gearbeitet hatte. Nur sagte die nachts offen was sie haben wollten, anstatt es hinter Worte zu verstecken. Aber ihm war klar warum. Wenn es verboten war, sprach man scheinbar von was anderem.
Der Waldalb schwieg noch eine Weile, weil er f├╝r sie beide traurig war. Er setzte sich kerzengerade hin und nahm Firxas Gesicht in beide H├Ąnde.

ÔÇ×Firxas du hattest nie einen Mann, genau wie ich. Urako war nicht dein Mann. Was du ├╝ber das Lager erz├Ąhlst, kenne ich genauso. Kopfgeldj├Ąger sind nicht anders. Nur sagen sie was sie wollen. Ich habe nicht verzichtet, ich wollte lieber ein bisschen Spass als gar keinen. Aber danach f├╝hlt man sich einsamer als vorher. Dass ist der Scheiss der danach auf dich zukommt.
Wie sich das anf├╝hlt weiss ich. Man f├╝hlt sich wie weggeworfener Abfall. Ich will dich nicht ausnutzen und ich werde dich nicht wegwerfen. Ich meins ernst, wenn du bleibst wirst du es sehen. Ich bin kein L├╝gner.ÔÇť
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Re: Ankunft in Alessa

#49

Beitragvon Firxas » So 13. Aug 2017, 09:29

"Ich hab nichts ... mit meinem K├Ârperbau."

Hatte er rumgejammert? Er ├╝berlegte. Vielleicht. Er w├╝rde das Thema vermeiden, damit er nicht wie ein Jammerlappen klang. Wahrscheinlich waren das noch die Spuren von Urakos Krallen, die er in der Seele so wie auf seiner Haut trug. Unwillk├╝rlich kratzte Firxas seine Narben.

"Urako ist wirklich F├╝rstensohn, frag mich jetzt nicht nach dem richtigen Titel. Ich habe f├╝r seinen Vater gearbeitet. Wenn du Urako f├╝r einen Kotzbrocken h├Ąltst, dann viel Spa├č mit seinem Vater. Wenn du denn kennelernst, dann wundert dich bei Urako gar nichts mehr. Hat Urako irgendeine unangebrachte ├äu├čerung von sich gegeben? Er durfte sich im Schlafanzug vor das Haus stellen, damit er sich auch richtig daf├╝r sch├Ąmt. Oder auch mal ganz nackt. Er hat einen Fehler gemacht? Irgendein Gesetz durcheinandergehauen? Die Dienerschaft durfte sich um ihn herum aufstellen und ihn kollektiv auslachen. Urako hat den selben Fehler zwei Mal begangen? Er wurde nach Anweisung von Papa vom niedersten Personal ├Âffentlich auf den nackten Arsch geschlagen. Auch als Erwachsener. Im Prinzip wurde Urakos Ansehen systematisch ruiniert. Selbst wenn er es je gewollt h├Ątte - er h├Ątte Phintias nicht regieren k├Ânnen. Er war zu einer Witzfigur gemacht worden.

Warum der F├╝rst das tat - ich wei├č es nicht. Wenn du den F├╝rsten gefragt h├Ąttest, nat├╝rlich darum, weil Urako es genau so verdient. Urako war in seinen Augen ein Versager, er wurde nie gelobt. Egal wie sehr Urako sich M├╝he gab, diesen Kampf konnte er nicht gewinnen. So hat er irgendwann, aufgeh├Ârt, sich zu bem├╝hen und hat - weil er es eh nur falsch machen konnte - begonnen, absichtlich alles anders zu machen, als er sollte, um seinem Vater eins reinzuw├╝rgen. Er kleidete sich wie ein Penner. Er redete wie der letzte Prolet und gab sich mit den untersten Schichten der Gesellschaft ab. Das Ende der Geschichte kennst du. Zum Dank hat sein Vater ihm dann den Posten als Henker verschafft. So dass er wirklich als Prolet leben durfte. Und damit verlor er auch noch seine letzten Freunde, denn mit einem Henker will nun wirklich niemand etwas zu tun haben. Fortan war Urako endg├╝ltig allein."


Firxas merkte, dass er gedankenverloren das Armband zwirbelte, dass Urako ihm aus seinen Haaren gebastelt hatte. Ihm gefiel nicht ganz, wie fr├Âhlich Morasa wurde, als er von seinen Rachefantasien sprach.

"Urako hat viele Fehler begangen und vieles an Verhalten von seinem Vater ├╝bernommen, den er doch so sehr hasst, aber ich will nicht, dass er stirbt oder verst├╝mmelt wird. Dem├╝tige ihn, erinnere ihn an seine schmachvolle Jugend. Damit triffst du ihn tiefer als mit jeder k├Ârperlichen Wunde. Mach ihn ├Âffentlich fertig. Und richte ihm sch├Âne Gr├╝├če von seinem Vater aus."

W├Ąhrend all der Zeit hatte er nur kurz aufgeh├Ârt, Morasa zu streicheln, als er das Armband gezwirbelt hatte. Jetzt aber machte er weiter. Morasa machte einen Witz ├╝ber das Essen von Menschenfleisch, den Firxas ziemlich unlustig fand. Aber aus H├Âflichkeit grinste er etwas gequ├Ąlt.Als Morasa ihm versprach, bei ihm zu bleiben, schloss er einen Moment die Augen. Er wollte sich gern vorstellen, dass das stimmte. Dass es wahr war. Er glaubte nicht daran. Aber er beschloss, das Spielchen mitzuspielen und zu genie├čen, so lange er es konnte.

"Dann ist es abgemacht. Wir ziehen gemeinsam in meine Burg. Du kannst frei ein und ausgehen, wie es dir beliebt. Kriegst ein eigenes Quartier, in dem du machen kannst, was du willst. Und wenn ich ins S├Âldnerlager muss, dann frage ich dich vorher, ob du mitkommen magst. Wenn du Lust hast, kannst du dort als Marder herumstrolchen. Wenn nicht, bleibst du zu Hause und h├╝test die Burg."

Zu Hause ... das h├Ârte sich gut an. Er umarmte Mo etwas fester.

"Noch was. Was Wichtiges. Du musst dich von Jozo fernhalten. Er kann s├╝├č sein wie gelber Honig. Aber ich habe gesehen, wie das endet. Mehrfach. Ich glaube, er sucht mich heim, seit ich ihm einmal seine Beute entrissen habe, einen Ork namens Frosch. Jetzt nimmt er Rache und qu├Ąlt mich. Wo ich bin, legt er mir ausgeweidete Opfer von sich hin und damit meine ich wirklich ausgeweidet. Zerfleischte Gesichter, die Ged├Ąrme drau├čen. Mein Kommandant. Mein Freund Dimzel, ein B├╝ttel. Einen armen alten Goblin. Mein S├Âldnerfreund, dessen Name ich nicht mal in Erfahrung bringen konnte, weil der Gelbe schneller war. Und noch viele andere."

Firxas nahm Morasas spitzes Kinn in die Finger und drehte sein Gesicht so, dass er ihn ansah.

"Bitte. Halte dich von ihm fern. Ich will nicht auch deine Ged├Ąrme aufsammeln m├╝ssen."

Firxas z├Âgerte einen Moment und seine Schweifspitze wand sich nerv├Âs, bis er es merkte und damit aufh├Ârte. Er wollte Morasa jetzt auch gern auf den Mund k├╝ssen, um ihm zu zeigen, wie wichtig ihm das Anliegen war. Aber er traute sich nicht und sah ihn nur Ernst an, w├Ąhrend er auf die Antwort wartete.
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Re: Ankunft in Alessa

#50

Beitragvon Morasa » Mo 14. Aug 2017, 10:05

Morasa

merkte dass Firxas empfindlich reagierte wenn er ihn auf sein K├Ârper ansprach. Mo wollte das lassen um ihn nicht zu ├Ąrgern. Dann schwatze Firxas lang und breit ├╝ber Urako.
Morasa f├╝hlte wie er eifers├╝chtig wurde. Er wollte nicht, dass Firxas den widerlichen Tiefling verteidigte. Und der Waldalb wollte nicht, dass Firxas an ihn dachte und von ihm schwatzte. Ob Urako ein F├╝rst war oder ein Penner war Morasa egal. Der Albenhasser hatte ihn sein Leben versaut. Er und der fette Ork hatten es geschafft dass er aus der Gilde fliehen musste. Und dass er mit nichts dastand.
Morasa hatte keine Kleidung, keinen Bogen, keinen Dolch und keinen Taler Geld. Am liebsten h├Ątte er beide auf der Stelle get├Âtet. Mit einen guten Bogen, beiden einen in ihre Hohlk├Âpfe gejagt. Oder noch besser dachte Mo, sie wie den B├╝ttel verschn├╝rt, ihre Fusssehnen durchgeschnitten und Jozo geopfert. Was Firxas ├╝ber Urako schwatzte klang traurig.
Vielleicht war er deshalb so ein Arschloch, Mo wusste es nicht. Aber er hatte ihn nicht so behandelt. Der Tiefling hatte ihn zuerst bedroht, ganz ohne Grund und dass liess sich Mo nicht gefallen.
Als Firxas sich w├╝nschte, dass Mo Urako nicht verletzten sollte, wusste Morasa nicht was er antworten sollte. Mo wollte sich r├Ąchen, er wollte den Ork und den Tiefling leiden sehen. Aber viel lieber wollte er Firxas behalten. Wenn er die beiden verletzte oder t├Âtete, dann w├╝rde Firxas ihn verlassen. Er schwatzte jetzt immer noch gut von dem Widerling der ihn wie Scheisse behandelt hatte. Mo war jetzt nicht nur eifers├╝chtig, sondern gewaltig w├╝tend.
Dabei spielte Firxas die ganze Zeit an seinen Armband herum. Morasa roch daran. Es stank nach Urako dem Widerling. Der Waldalb knirschte eifers├╝chtig mit den Z├Ąhnen und zog sein Messer.

ÔÇ×Wir machen einen Deal. Ich verzichte ganz drauf mich an den Widerling zu r├Ąchen. F├╝r dich Firxas, obwohl ich das sehr gerne will. Daf├╝r kommt der Scheiss ab. Und ist es ab, dann verteidigst du Urako den Albenhasser nie wieder. Ich werde ihn daf├╝r nicht angreifen. Kein Grund gut ├╝ber ihn zu schwatzen f├╝r dich. Aber genauso kein Grund um ihn Angst zu haben, du magst ihn immer noch. Dass ist der Deal. Wenn du es behalten willst, kommen seine Stinkehaare nicht mit ins Bett. Ich will nicht, dass was von ihm an dir klebt. Kann ich es abschneiden, ja oder nein?.ÔÇť

Morasa tippte mit den Messer auf das Armband. Als Firxas von der Burg und dem S├Âldnerlager schwatzte entspannte Mo sich. Das klang gut und nach Abenteuer. Er wollte zuerst die Burg mit Firxas erkunden und dann mit ihm losziehen.

ÔÇ×Wir erkunden die Burg zu zweit. Woher soll ich wissen, welche M├Âbel du willst? Dass musst du mir sagen. Ins S├Âldnerlager begleite ich dich. Dass ist besser. Niemand weiss was ich bin. Und falls du ├ärger bekommst hast du mich an deine Seite. Marder sind klein und mutig. Wir k├Ânnen viel gr├Âssere Wesen verletzen und erlegen. Wir f├╝rchten keinen Kampf. Jedenfalls nicht, wenn uns die Wut packt. Solange ist die Furcht nicht da. Wenn ich alles erkunde, werde ich zur├╝ck sein bevor du mich vermisst.ÔÇť

Firxas streichelte ihn und umarmte Mo fester beim Wort Zuhause. Dann schwatzte Firxas von Jozo. Morasa wusste wie gef├Ąhrlich Jozo war. Er war ehrenwerte Beute. Ein J├Ąger, der gef├Ąhrlichste Beute stellte und t├Âtete. Niemand bekam einfach so den Name Bestie aus Obenza. Das war Morasa bewusst.
Der Waldalb h├Ątte Jozo damals t├Âten k├Ânnen. Mo h├Ątte nur den Pfeil von der Sehnen lassen m├╝ssen. Aber er hatte es nicht getan. Mo h├Ątte genauso wenig einen Bergl├Âwen oder einen Panther erschossen. Ein J├Ąger achtete einen anderen J├Ąger. Jozo war putzig und gef├Ąhrlich. Und er hatte mit Mo geschwatzt. Er hatte ihn nicht beschimpft obwohl Mo ihn bedroht hatte. Der Waldalb mochte Jozo gerne. War Firxas schwatzte glaubte Mo. Jozo war wie eine Katze, er spielte gerne mit seine Beute.
Morasa wollte Firxas nicht widersprechen. Rumschwatzen wieso er sich mit Jozo verstand, wollte Mo nicht. Dazu gab es kein Grund. Der Tiefling hielt ihn am Kinn fest und schaute ihn sehr ernst an. Das war kein Spass f├╝r Firxas, er hatte Angst und ihn. Morasas Eifersucht legte sich was. Dem Waldalb war Jozo gleichg├╝ltig, Firxas wollte er behalten.

ÔÇ×Wie du willst Firxas. Wenn du dir das w├╝nscht, werde ich Jozo nicht wiedersehen. Der ist mir nicht so wichtig, du schon.ÔÇť
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