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 Betreff des Beitrags: Re: Ankunft in Alessa
BeitragVerfasst: Di 8. Aug 2017, 17:21 
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Firxas bekam dunkle Ohren, als Morasa ihn auf seine kurz gefeilten Klauen an Daumen und Zeigefinger ansprach. "Richtig geraten", sagte er, ohne darauf zu warten, dass Morasa das aussprach, was er dachte. Gut gelaunt teilte der Waldalb ihm mit, dass er ruhig gucken dürfte, was dazu führte, dass das heiße Gefühl an Firxas`Ohren sich auch auf sein Gesicht ausweitete. Firxas fiel nichts ein, was er darauf anworten sollte. Wenn er sich bedankte, klang das bescheuert. Irgendein frecher Spruch wäre angebracht gewesen, aber freche Sprüche waren nicht seine Stärke. Also sagte er nichts und guckte wahrscheinlich ziemlich verunsichert aus der Wäsche. Zum Glück redete Morasa gleich munter weiter, verkündete ihm seine Pläne zur Geißelnahme, die Firxas ein Stirnrunzeln abrangen und fragte ihn nach seiner Magie.

"Wasser- und Geistmagie", antwortete er. "Nicht sehr gut, weil ich nie auf einer Akademie war, aber es reicht, um sich damit irgendwie durchzuschlagen. Feuerbälle kann ich nicht schleudern, aber Wasserkugeln."

Da Morasa eh nass war, demonstrierte er das Ganze mit einer faustgroßen Wasserkugel, die er weich ließ und mit einer kleinen, beiläufigen Bewegung seiner Finger gegen Morasas Schulter warf, wo sie zerplatzte. Firxas grinste ein wenig entschuldigend, nahm aber nicht an, dass Morasa ihm den Spaß übel nehmen würde.

"Was Urako nach dir geworfen hat, sollte eigentlich ein Feuerfalke sein, ein sehr imposanter Zauber, wenn man ihn beherrscht. Er beherrscht ihn nicht, das wird nur so ein verkrüppelter Spatz bei ihm. Er ist ein magischer Stümper."

Diesmal war die Köchin freundlich und die Suppe duftete hervorragend. Morasa wirkte im ersten Moment wenig begeistert, aber schaufelte dann eine Schale nach der anderen in sich herein. Da es ein riesiger Topf war, musste auch Firxas nicht an der Fleischbeilage sparen, damit Morasa genügend abbekam. Der einzige Unterschied zwischen ihnen beiden war, dass Firxas sehr langsam aß und jeden Bissen gründlich kaute, während der Waldalb die Suppe samt Fleisch mehr trank als aß.

Als sie fertig waren mit Essen, sah Morasas Bauch deutlich verdickt aus und er überlegte, ob er Fleisch einstecken sollte.
"Ja, steck ruhig was von dem Fleisch ein, Morasa. Ich mach das auch."

Morasa bedankte sich noch einmal für seine Hilfe und strich ihm jetzt, obwohl er wach war, über seinen Kopf. Firxas drehte seinen Kopf in die Hand hinein und folgte ihr, als sie zurückweichen wollte, damit die Berührung noch ein wenig länger bestand. Morasa lächelte süß und fing schon wieder an zu essen. Firxas Kiefer mahlten. Er guckte auf die Schale mit der Grütze und auf den essenden Waldalb. Dann packte er Morasas Stuhl und zerrte ihn samt darauf sitzendem Waldalb an sich heran und legte die Arme um ihn. Er grunzte leise, lehnte seinen Kopf an Morasas nasses Haar und genoss dessen Nähe, während der Waldalb speiste. Seine Nüstern weiteten sich und er sog den körpereigenen Geruch ein, den er verströmte und der ihm gefiel. Alles an Morasa gefiel ihm.
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 Betreff des Beitrags: Re: Ankunft in Alessa
BeitragVerfasst: Mi 9. Aug 2017, 09:13 
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Morasa

war Firxas wegen seiner Magiedemonstration mit der Wasserbombe nicht böse. Er fand sie lustig. Der Waldalb schüttelte sich.

„Ich habe keine Ahnung von Magie, aber das der Albenhasser ein Stümper ist habe ich gewusst. Ich dachte er will einen Feuerball werfen. Was immer es war, ein war das Ball nicht. Und ein Falke im Leben nicht.“

In der Küche hatte Morasa so schnell es ging so viel wie möglich in sich hineingestopft. Er wusste nicht, wie lange die Gastgeber gastfreundlich bleiben würden. Wenn sie ihre Meinung änderten, war er trotzdem satt.
Mo schaute besorgt, dass Firxas so langsam ass. Wenn die Köchin wiederkam, dann mussten sie der Frau folgen. Dann konnte er sich keine Portion mehr nachnehmen. Aber der Waldalb wollte seinen Kumpel nicht belehren. Dass stand ihn nicht zu und er wollte Firxas nicht verärgern.
Als Morasa seine dritte Schüssel Grütze runterschlang und über die vierte Schüssel nachdachte ob er sie schaffen würde oder kotzen musste, zog ihn Firxas auf seinen Stuhl zu sich rüber.
Mo war überrascht und freute sich. Der Tiefling legte einen Arm um ihn und lehnte seinen Kopf an seinen. Mo drückte sich an Firxas. Der Waldalb machte es sich bei ihm gemütlich und genoss Firxas Nähe und Wärme. Am liebsten wäre er einfach mit Firxas hier sitzen geblieben und hätte alles vergessen. Den Ärger, die Jagd, Tercs Verletzung, die ganze Scheisse. Einfach nur Firxas und er, dass wäre schön dachte Mo. Morasa setzte sich auf Firxas Schoss und kuschelte sich an seinen Bauch bei ihm ein. So war das noch viel besser. Mo streichelte vorsichtig über Firxas Bauch und lächelte.
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 Betreff des Beitrags: Re: Ankunft in Alessa
BeitragVerfasst: Mi 9. Aug 2017, 18:26 
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Das Essen war nun scheinbar doch nicht mehr so interessant für Morasa. Er ließ seine halb aufgegessene Suppe stehen, um sich auf Firxas' Oberschenkel gemütlich niederzulassen. Damit hatte Firxas nicht gerechnet. Damit war der Waldalb der erste Mann seit Ewigkeiten, der so viel Nähe zu ihm suchte. Firxas erhielt auch prompt die Antwort seines Körpers und bereute, keine Unterhose zu tragen, die das Ganze etwas kaschieren könnte. Er hoffte, dass die vor dem Gürtel verknoteten Ärmel seines Pullovers für ein wenig Sichtschutz sorgten, damit Morasa nicht gleich wieder kreischend von ihm runtersprang, wenn er sah, was er angerichtet hatte.

Morasa kuschelte sich an ihn und streichelte seine Wampe. "Ich weiß, ich bin fett." Firxas grinste etwas und klopfte sich auf den Bauch. Der gluckerte zur Antwort. Firxas fühlte sich rundum wohl. Noch besser wäre es, wenn Terc nicht verletzt wäre, wenn Morasa nicht den Ärger mit der Verwandschaft seines ehemaligen Geliebten hätte und sie gemütlich in ihren eigenen vier Wänden wären. Die Aussicht, mit Morasa gemeinsam in seine Burg zu ziehen, gewann plötzlich noch an Qualität. Er erwiderte Morasas Zärtlichkeit, indem er dessen Ohr in den Mund nahm und sanft drauf herumlutschte. Jetzt bekam er richtig Bock und musste sich extrem zusammenreißen, den Waldalb nicht von oben bis unten zu begrabschen, ihm die Kleider vom Leib zu reißen und ihn rücklings auf den Tisch zu werfen.

"Vielleicht sollten wir doch hier drinnen übernachten. In einem Bett", raunte Firxas, nahm das Ohr zwischen die spitzen Zähne und zog es sanft lang. Sein Schweif kringelte sich vor lauter Genuss.
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 Betreff des Beitrags: Re: Ankunft in Alessa
BeitragVerfasst: Do 10. Aug 2017, 09:22 
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Morasa

gefiel wie Firxas reagierte. Mo gefiel nur nicht, dass sie jederzeit gestört werden konnte. Der Waldalb hoffte, dass die Köchin noch lang unterwegs war. Als Firxas sein Ohr lutschte, knirschte Mo vor Lust mit den Zähnen. Seine Ohren waren empfindlich und Firxas machte es genau richtig. Morasa hielt still und machte dabei die Augen zu. Sein Körper wollte wie der von Firxas reagieren, aber dafür ging es ihm zu schlecht.
Aber Firxas war gesund und stark und er konnte die Oberhand haben. Mo war das gleich, Hauptsache er konnte in Firxas Nähe bleiben und seine Wärme geniessen. Vielleicht noch mehr, wenn der Tiefling wollte. Firxas Körper wollte ihn eindeutig. Mo fühlte sich gut und beruhigt, dass Firxas ihn nicht abstossend fand weil er so knochig war.
Als Firxas sein Ohr mit seinen spitzen Zähnen biss, musste Morasa lachen. Das fühlte sich gut an. Mo gab einen Laut von sich der sich wie quietschen und brummen anhörte. Der Waldalb befreite sein Ohr und küsste Firxas auf den Mund.

„Zum Glück bist du schön fett und nicht so knochig wie ich. Ich mag deinen Bauch, ich mag alles an dir. Und ich will alles von dir. Bei den Bonzen übernachten? Wie du willst, ich will genauso mit dir in einen Bett liegen. Du hast die Oberhand im Bett. Ich bin noch zu schwach von der Wunde und dem fehlenden Blut. Ich krieg keinen hoch.
Wenn wir hier bleiben wollen, werde ich keinen als Geisel nehmen. Ich werde friedlich sein und nichts tun nur zuhören. Das Messer bleibt wo es ist. Ich werde es nicht benutzen und dir kein Ärger machen Firxas. Wir sind sauber, er wird uns das Zimmer geben. Er hat gesagt, er gibt uns eins, wenn wir sauber sind.“

Mo drückte sich wieder an Firxas, streichelte seinen Bauch weiter und hielt ihn wieder sein Ohr hin.

„Mach weiter.“
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 Betreff des Beitrags: Re: Ankunft in Alessa
BeitragVerfasst: Do 10. Aug 2017, 10:30 
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Morasa hatte offenbar einen Schritt weiter gedacht als Firxas.

"Also ... also eigentlich wollte ich nur ein bisschen mit dir kuscheln. Ich sehe doch, wie es dir geht. Glaubst du, da nudel ich dich durch? An was für Kerle bist du bislang geraten? Kuscheln wäre schön, wenn du magst, einfach nur ein wenig Nähe. Ich bin nicht gern allein und war es viel zu lange."

Natürlich hatte er Lust auf Sex, seit der Waldalb auf seinem Schoße saß, weil er es so lange schon vermisste und Morasa ihm gefiel, aber er war ja nicht blind für dessen Zustand, er hatte ihn sogar tragen müssen, weil er so geschwächt war. Und da glaubte der Kerl, er würde so etwas von ihm einfordern? Am besten noch als Gegenleistung dafür, dass er ihm geholfen hatte? Nein, so war Firxas nicht. Er konnte seine eigenen Bedürfnisse beiseiteschieben. Alles, was er wünschte, war Körperkontakt zu Morasa und ein paar Streicheleinheiten, wenn sein Gesundheitszustand es zuließ.

"Du wirst nicht lange knochig bleiben, wenn wir zusammen unterwegs sind, dafür sorge ich schon. Du bist ein schöner Mann. Lass dir nichts anderes einreden."

Das war nicht gelogen. Morasa gefiel ihm. Was Firxas am meisten faszinierte war jedoch der Unterschied zwischen seinem reifen Aussehen und dem fast schon kindlichen Gemüt. Morasas Haar war grau und sein Gesicht zeichneten einige Falten. Und doch haftete ihm eine Sprunghaftigkeit und Verspieltheit an, die man sonst eher bei jungen Leuten fand. Es erinnerte Firxas an die jungen Rekruten, die manchmal im Söldnerlager vorsprachen und die fest behaupteten, schon volljährig zu sein. Und die dann trotz ihrer offensichtlichen Jugend angeheuert wurden und sich gut gelaunt und lachend darauf vorbereiteten, an die Front geschickt zu werden, wo sie alten Veteranen gegenübertraten, die schon seit Jahren nicht mehr gelacht hatten und die Jungen in Sekunden abstachen.

Doch Morasa war selbst schon ein Veteran und hatte vieles erlebt. Umso verwunderlicher war für Firxas seine unbeschwerte und manchmal kurzsichtige Art. Doch jeder ging mit dem Erlebten anders um. Manch einer konnte nach dem Krieg für den Rest seines Lebens nur noch zittern und musste gefüttert und gepflegt werden, obwohl ihm körperlich rein gar nichts fehlte. Oder wurde wie Firxas so desinteressiert an den kleinlichen Problemen von Zivilisten, dass sie mit einem normalen Leben nicht mehr zurechtkamen und immer wieder zurück zur Armee kehrten. Und Morasa ging eben auf seine Weise damit um. Firxas strich ihm das nasse Haar hinter das Ohr.

"Wir fragen mal, was es kosten soll, eine Nacht drinnen zu übernachten, wenn wir nur ein Zimmer brauchen. Wir kuscheln ein wenig miteinander, wärmen uns gegenseitig, wenn du möchtest. Du schläfst und diesmal bin ich es, der auf dich aufpasst."

Er schmunzelte über den Befehl Morasas, weiterzumachen. Wie angeordnet, nahm Firxas erneut das Ohr in den Mund und lutschte darauf herum. Auch für ihn selbst war das entspannend. Nebenbei streichelte er Morasa, aber nicht zu viel. Nur ein wenig. Es brachte ja nichts, sich selber und den kranken Waldalben mehr als nötig anzuheizen.
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 Betreff des Beitrags: Re: Ankunft in Alessa
BeitragVerfasst: Do 10. Aug 2017, 12:56 
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Morasa

machte auf Firxas Schoss wieder die Augen zu. Mo mochte die ruhige und beruhigende Art von Firxas. Bei ihm waren seine Nerven nicht durcheinandergewirbelt. Er konnte in Ruhe nachdenken und hatte keine Angst. Warum Firxas alleine war, wusste Morasa nicht. Vielleicht weil die Leute nur auf das Aussehen schauten. Aber Mo fand nichts, was er an Firxas als hässlich bezeichnen konnte. Der Tiefling war gross und stark. Und seine Haut fühlte sich weich und warm an.
Von seinen Wesen war er ruhig. Und alles was Mo bis jetzt gesehen hatte, zeigte dass er genauso hilfsbereit wie Cirze war. Er hatte seinen verletzten Kameraden geschleppt und später hatte er sogar ihn geschleppt. Mo hatte ihn nicht mal um Hilfe bitten müssen.
Ohne zu zögern, wollte er ihm sogar von seinen Geld was abgeben und er bot ihm ein Heim an. Morasa hatte es genauso getan. Er wollte seine Schulden bei Crize durch Selbstlosigkeit zurück zahlen. Wenn er Crize nie wieder sehen würde, dann hätte Morasa aber ein Stück von Crize weitergegeben.
Und genauso war Firxas. Nur Firxas war nicht mit den Nerven so schnell fertig wie Crize, Mauli und vor allem Mo selber. Der Waldalb konnte stundenlang alleine jagen und lauern. Aber wenn er mit anderen streiten musste, dann waren seine Nerven sehr dünn.
Jetzt musste er nicht streiten, jetzt musste er nur auf Firxas Schoss hocken und das beste hoffen.

„Die Idee zu kuscheln gefällt mir, dass machen wir. Du bist ein echter Kamerad, du nimmst auf mich Rücksicht. Das hat keiner gemacht bis jetzt. Was für Kerle? Ich hatte nie einen eigenen Kerl. Ich war nie mit wem zusammen Firxas, also ich hatte nie einen Partner. Noch nie in meinen Leben. Wenn ich einen Job hatte, wo ich andere Kerle getroffen hab, dann hat manchmal Sex ergeben. Aber das war für eine Nacht und dann haben sich meine Wege von ihnen getrennt. Gekuschelt habe ich ganz selten mit wem. Ich würde sagen das war Kontaktliegen. Aber nicht kuscheln, weil es nichts zurückgab. Ich wohne allein und ich lebe allein. Keiner lebt in der Nähe wo ich im Wald wohne. Manchmal ist das einsam. Aber wenn du scheisse erlebt hast, ist das besser keiner ist da der noch grössere Scheisse anstellt.“

Mo starrte Firxas durchdringend an.

„Du findest mich schön? Sowas sagte mir noch keiner. Ich finde dich knuffig und ich mag deinen Kugelbauch, der ist schön warm und gemütlich. Ich fass dich gerne an. Wenn du mich fettfüttern willst mache ich mit. Wird aber bestimmt nicht klappen. Wenn wir zusammen unterwegs sind, sagst du. Das heisst du willst bei mir bleiben ja? Manchmal glaub ich mein Verhalten dass alle vergrault, dass liegt an meiner zweiten Gestalt. Marder sind Jäger, sie leben allein und sie sind aggressiv. Und je öfter ich mich in ein Marder verwandele, je mehr werde ich zu einem. Es fühlt sich so an. Ich sag dir dass vorher. Genug von mir geschwatzt, du weisst alles über mich was du wissen kannst. Über mich gibts sonst nichts zu wissen.
Wie lange warst du allein? Von klein auf? Wo ist das Land wo du herkommst? Es ist in Asche versunken. Wie ist das passiert? Warum hast du keinen Kerl? Ich will alles über dich wissen.“

Morasa grinste Firxas kühn an.

„Nein so machen wir das nicht, wir sind doch keine Idioten Firxas. Der Bonze hat gesagt, wenn wir nicht stinken, dann bekommen wir ein Zimmer. Das wir es bezahlen müssen, hat er nicht gesagt. Warum sollten wir ihn daran erinnern, dass er Taler verlangen kann? Das wäre total verrückt. Sein Sohn Wolfi ist ein Gierschlund. Der würde uns sofort ausbluten lassen an Taler. Ausbluten ist ein Scheissvergleich, dass erinnert an den Adlerlass. Sag dem Bonzen nichts. Wir sagen nur, wir sind sauber und möchten gerne in ein Zimmer übernachten, weil wir mit den Nerven fertig sind. Dass stimmt, es ist nicht gelogen. Das wir kuscheln wollen, geht den einen Scheissdreck an. Wenn er davon anfängt, dass das Zimmer Taler kostet, können wir immer noch verhandeln. Ich werde das Messer gegen niemand benutzen. Mir fällt gerade ein, dann wäre ich wieder ein Idiot gewesen. Wenn ich einen seiner Leute mit dem Messer absteche, wird er mir nicht mehr wegen Dave und seiner Saubande helfen. Ich muss ruhig bleiben und darf keine Panik bekommen. Hoffentlich bekommen wir ein Zimmer mit einen schönen Fenster. Sonst bekomme ich Schiss. Firxas, wenn wir in dem Haus von dem Bonzen sind, merk dir alle Wege und pass auf ob die die Tür abschliessen. Ich hoffe das alles gut wird. Für uns beide, weisst du?.“

Morasa streichelte Firxas über die Glatze und rollte sich auf ihm zusammen.

„Ich mag deine Glatze. Wenn wir in deinen Schloss wohnen, dann werde ich für uns jagen. Dann essen wir jeden Tag Fleisch. Also wenn ich was erbeute. Ich kann uns ganz aussergewöhnliches Fleisch besorgen. Hast du schon mal Eichhörnchen gegessen? Oder Igel? Die meisten wissen nicht wie lecker die sind. Lass dich überraschen.“
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 Betreff des Beitrags: Re: Ankunft in Alessa
BeitragVerfasst: Fr 11. Aug 2017, 10:40 
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Einen Moment lang schien Morasa sich völlig zu entspannen. Der Rest seiner Muskulatur wurde ganz weich und er lehnte sich an Firxas an und sprach mit geschlossenen Augen. So plauderte er auch ein wenig aus dem Nähkästchen. Aus seiner Mardergestalt erwuchs wohl oftmals Übel, denn es war eben nicht nur die Gestalt, sondern auch das Wesen dieser kleinen Biester, das ihm innewohnte. Firxas glaubte ihm, dass das schwierig war. Er kannte Tsacko nur flüchtig, doch auch dieser hatte Probleme mit seinem Los und konnte keineswegs übergangslos zwischen beiden Formen hin und her wechseln. Der Hund blieb zum guten Teil albisch, der Alb zum guten Teil hündisch, innen wie außen. Bei einem Marder war es vermutlich noch schwieriger, denn Marder lebten allein - und Alben nicht. Kein Wunder, dass Morasas Farben so zerissen ausgesehen hatten im Nexus. Es zeriss ihn innerlich. Er wollte Nähe, aber wenn er sie hatte, gab es nur Probleme. Wenn er keine Probleme machte, dann jene, die er traf. Firxas tat es leid, zu hören, dass nie jemand Rücksicht auf Morasas Bedürfnisse genommen hatte. Wie der Beischlaf mit solchen Leuten aussah, konnte er sich gut vorstellen. Darum lebte er also allein im Wald, obwohl ihm die Einsamkeit genau so wenig gut tat wie zu viel Nähe.

"In meiner Burg wird es weniger Probleme mit deiner Mardernatur geben", versprach er ihm. "Wenn dir meine Gesellschaft mal zu viel wird und der Marder dich ruft, dann verwandel dich doch einfach und geh im Wald jagen, in irgendwelche Baumröhren kriechen oder rumstromern. Oder was immer Marder so machen. Und ich werde ja auch nicht immer zu Hause sein, so dass du genügend Freiraum hast. Es sei denn, ich nehme dich im Rucksack einfach mit ins Söldnerlager und verstecke dich unter meinem Kopfkissen."

Plötzlich sah Morasa ihn durchdringend an. Er reagierte heftig, als Firxas ihm sagte, er fände ihn schön und Firxas bereute einen Moment, es gesagt zu haben. Manche Leute konnten mit Komplimenten nicht umgehen und wurden mitunter sogar aggressiv, da sie sich verspottet fühlten. Doch dann erwiderte Morasa das Kompliment und jetzt war es an Firxas, unsicher zu werden. Der Waldalb sagte ihm, dass er seine Statur mochte. Firxas rieb sich verlegen den Hinterkopf.

"Na ja ... wenn du ein Marder bist, kannst du dich zumindest einrollen und bei mir auf den Bauch legen. Hat also vermutlich auch Vorteile."

Urako hatte ihn ständig ziemlich grob in seine Speckrollen gekniffen und ihn damit aufgezogen und auch seine Kameraden machten dauernd Witze über seine Statur, wobei die es im Gegensatz zu Urako wenigstens nicht böse meinten, obwohl die Sprüche sehr derb waren. Dass man ihn als Katapultgeschoss mit mauerbrechender Wirkung einsetzen konnte oder dass man die Küstenstützpunkte Kaishos einfach überfluten konnte, indem Firxas am anderen Ufer in die Mondlagune sprang, waren da noch die harmlosesten Sprüche. Morasa jedoch schien das Kompliment ernst zu meinen, er schmiegte sich fest an ihn und streichelte ihn die ganze Zeit, was Firxas sehr genoss. Und er wollte alles über ihn wissen.

"Na ja, es gibt nicht viel über mich zu erzählen. Ich bin langweilig und mufflig. Damit vergraule ich wahrscheinlich den kümmerlichen Rest, der sich nicht von meinem Körperbau abschrecken lässt. Caltharnae ist ein Kontinent im Süden. Warum er in Feuer und Asche versank, weiß niemand und ich war zu dem Zeitpunkt nicht dort. Früher habe ich als Wächter für Urako gearbeitet und auch als sein Henkersknecht, obwohl das eigentlich gar nicht meine Aufgabe gewesen wäre. Er hat irgendwann eine öffentliche Hinrichtung derart verpatzt, dass er vor dem aufgebrachten Mob fliehen musste - und ich gehörte zu der Truppe, die ihn jagen und zurückbringen sollte. Sein Vater hatte mich geschickt, der war damals der Fürst des Sumpfes da. Ja, richtig gehört, Urako ist der Sohn eines Fürsten, auch wenn man ihm das nicht anmerkt. Aber ich habe mich auf der Jagd in ihn verknallt. Habe ihn immer wieder absichtlich entwischen lassen. Mein Kumpel Orobas ist an mir verzweifelt und hielt mich für einen völligen Versager. Aber ich konnte Urako nicht mehr jagen. Und, na ja, irgenwann kamen Urako und ich zusammen. Er war nicht immer nett, aber meine erste große Liebe. Abgesehen von, ja, abgesehen von ..." Firxas kniff die Augen zusammen und sein ganzes Gesicht wurde faltig. Er schüttelte den Kopf und hatte sich wieder im Griff. "Abgesehen von dem Söldner, den dein Freund Jozo abgeschlachtet hat als wäre er ein Schwein."

Morasa streichelte seine Glatze und rollte sich fest auf ihm zusammen. Firxas umschloss ihn mit seinen Armen. Mo war derart zierlich, dass er ihn mühelos umfassen konnte. Firxas' Mundwinkel zuckten einen Moment, als Morasa ihm sagte, dass er seine Glatze mochte. Morasa war putzig ohne Ende. "Ich könnte auch gar keine andere Frisur tragen, selbst, wenn ich es wöllte." Er küsste den eingerollten Morasa auf die Stirn und hielt ihn ganz fest, als wollte er ihn vor Jozo beschützen. Als könnte er damit das verhindern, was unwiderruflich mit dem Söldner geschehen war.

Morasa plapperte munter weiter. Erzählte ihm, was für Fleisch er für sie beide jagen konnte. "Ich hab noch nie diese Tiere gegessen, Morasa. Im Sumpf gab es nur Frösche, Schlangen und Fische und Insekten zu Essen. Und im Söldnerlager meistens Getreidebrei."

Firxas würde es so gerne glauben, dass sie wirklich gemeinsam in seiner Burg leben würden, mit Morasas selbstgebauten Möbeln und von ihm selbst erjagten Fleisch lebten, abends gemeinsam draußen kochten unter dem Sternenhimmel oder im nahen Teich zwischen Seerosen planschen gingen, doch er wusste, dass es nie jemanden lange bei ihm hielt. Weder sah er gut aus noch hatte er Geld. Er war nicht gesprächig. Er war nicht klug. Er war nicht witzig. Er war langweilig ohne Ende und hatte nicht zu bieten. Er war einfach da und wenn er nicht da wäre, würde Tasmeron sich weiterdrehen, als ob nichts geschehen wäre. Dennoch nickte er und lächelte, während der Mann in seinen Armen vor sich hinschwatzte. Er wollte die schöne Zeit mit Morasa genießen, so lange sie anhielt. Morasa fragte ihn auch, warum er allein war. Firxas antwortete ehrlich.

"Mich will keiner haben, Morasa. Klar, im Söldnerlager kann man theoretisch Sex haben so viel man will, auch wenn es verboten ist. Aber es finden sich Möglichkeiten und mehr als genug Interessenten. Dann guckt einen jemand beim Zusammensitzen an und schiebt plötzlich eine Packung Pfeifenkraut rüber. Wenn man die Packung annimmt, treffen sich die Blicke und er nickt in Richtung Tür. Dann darfst du ihn draußen bedienen, kurz und schmerzlos. Hinterher geht ihr auseinander als wäre nichts gewesen und wenn wieder die Hose zu eng wird, schiebt er wem anders sein Pfeifenkraut rüber. Oder dich fragt einer unverblümt nach einem Päckchen Tabak. Jeder weiß dort, was die Frage bedeutet. Er bietet sich dir an gegen Bezahlung, denn ansonsten würde er nur nach einer Rauchstange fragen. So läuft das da. Sollen sie ihren scheiß Tabak behalten und von mir kriegen sie auch keinen. Um die Ohren schlagen sollte man ihnen das Zeug." Er schnaubte verächtlich durch die Nase und das Gefühl der Kränkung kehrte zurück, dass ihn jedes Mal erfüllt hatte. "Da verzichte ich lieber. Wenn du es genau wissen willst: Urako war der einzige Mann, den ich jemals hatte."
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 Betreff des Beitrags: Re: Ankunft in Alessa
BeitragVerfasst: Fr 11. Aug 2017, 12:45 
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Morasa

liess sich genüsslich von Firxas kraulen.

„Gut erkannt. Ich will Nähe und hab ich sie, kann ich sie manchmal nicht ertragen. Deine Idee ist gut. Als Marder muss ich alles erkunden. Ich bin immer neugierig, aber als Marder ist das noch schlimmer. Wenn dich das nicht stört, werde ich alles erkunden aber ich komme zurück. Das verspreche ich dir.
Wenn du Lust hast, kannst du mich gerne mitnehmen. Da kann ich genauso alles erkunden. Die wissen nicht, dass ich ein Gestaltwandler bin. Sag einfach ich bin dein Haustier. Ich kann mich genauso so auf deinen Bauch legen. Ich bin zwar dünn, aber ich piecke nicht.
Also du bist langweilig und mufflig. Ich bin langweilig und aggressiv, wir passen gut zusammen. Was hast du immer mit deinen Körperbau? Guck doch was mit mir passiert, wenn ich krank bin. Noch ein paar Tage mehr und ich bin nicht mehr da oder durchsichtig. Bei dir ist genug Reserve um schnell wieder gesund zu werden. Sei froh drüber. Hast du schon mal Bären gesehen, die extra wenig fressen damit die schön schlank bleiben? Ich genauso wenig. Die fressen ohne Ende um für den Winter Speck auf den Rippen zu haben. Andere Tiere ebenso, nur halten die kein Winterschlaf. Der Speck schützt sie vor Kälte und Krankheit. Sei deinen Speck dankbar. Ich wäre froh ich wäre schwerer.“

Mo fand das Firxas ein völlig falsches Bild von sich hatte. Vermutlich war dieser Widerling Urako daran schuld. Das ausgerechnet der Albenhasser ein Fürst sein sollte, wollte Morasa gar nicht glauben. Der Widerling benahm sich nicht wie ein Fürst, sondern wie ein Penner aus der Gosse. Vermutlich hatten sie ihn deshalb verjagt. Welcher Fürst war so blöde und war gleichzeitig der Henker? Gut, Morasa hatte von sowas keine Ahnung. Aber er war fest überzeugt, dass kein Fürst sowas selber machte.

„Urako der widerwärtige Albenhasser und Lebensschänder ist ein Fürst? Firxas, der hat dich total verarscht. So wie der sich benimmt, kann der kein Fürst sein. Jeder Penner aus der Gosse benimmt sich besser. Und ist bestimmt anständiger als dieser Widerling.
Wenn alle Fürsten wie Urako sind, dann kann ich die Leute verstehen die Adelige hassen. Und wieso hat er als Henker gearbeitet, wenn er ein Fürst ist? Die haben doch Geld ohne Ende. Solche Leute arbeiten nicht. Ich glaube der hat gelogen. Der war vielleicht bei dem Fürst angestellt, hat was geklaut und deshalb wurde der verfolgt. Dass traue ich dem Sauhund zu. Er beklaut ja alle. Mich hat er auch beklaut. Mir meinen Dolch abgeschwatzt mit seiner Teufelszunge und ich glaube dem noch. Ich war so ein Idiot.
Dass du ihn geliebt hast war ein grosser Fehler. Der hat dich nicht verdient Firxas.
Und keiner hat verdient den Widerling ertragen zu müssen.
Da fällt mir ein, wir wollten noch unsere Rache an Urako planen. Was machen wir mit ihm? Also zuerst jage ich ihm einen Pfeil in beide Beine, damit er nicht weglaufen kann. Dann werde ich seine Fusssehen durchschneiden und seine Haare abschneiden und in sein Schandmaul stopfen. Was machen wir dann?.“

Mo versteckte sein Lächeln hinter einer Hand. Als Firxas über Jozo sprach, wusste Mo nicht was er sagen sollte. Er wusste, dass der Golbin sehr gefährlich war. Das er ehrenwerte Beute war, die man nicht einfach erlegen konnte. Warum der Söldner ihn zum Opfer gefallen war wusste Mo nicht. Als Firxas Morasa auf die Stirn küsste lächelte der Waldalb und antwortete mit einen Kuss auf den Mund.

„Wenn du keine andere Frisur tragen kannst, wirst du die Glatze behalten. Ist mir recht. Dann wirst du von mir neues Fleisch kennenlernen. Schlangen schmecken ähnlich wie Hähnchen. Menschen schmecken genauso ähnlich wie Hähnchen, nur sind die meist was zäh. Fische sind sehr lecker und Frösche auch.“

Als Firxas Morasa erklärte, dass ihn niemand haben wollte schaute Mo ihn nur an. Und als Firxas von dem Sexleben im Söldnerlager erzählte, erinnerte das Mo an die Truppen von Kopfgeldjäger in denen er gearbeitet hatte. Nur sagte die nachts offen was sie haben wollten, anstatt es hinter Worte zu verstecken. Aber ihm war klar warum. Wenn es verboten war, sprach man scheinbar von was anderem.
Der Waldalb schwieg noch eine Weile, weil er für sie beide traurig war. Er setzte sich kerzengerade hin und nahm Firxas Gesicht in beide Hände.

„Firxas du hattest nie einen Mann, genau wie ich. Urako war nicht dein Mann. Was du über das Lager erzählst, kenne ich genauso. Kopfgeldjäger sind nicht anders. Nur sagen sie was sie wollen. Ich habe nicht verzichtet, ich wollte lieber ein bisschen Spass als gar keinen. Aber danach fühlt man sich einsamer als vorher. Dass ist der Scheiss der danach auf dich zukommt.
Wie sich das anfühlt weiss ich. Man fühlt sich wie weggeworfener Abfall. Ich will dich nicht ausnutzen und ich werde dich nicht wegwerfen. Ich meins ernst, wenn du bleibst wirst du es sehen. Ich bin kein Lügner.“
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 Betreff des Beitrags: Re: Ankunft in Alessa
BeitragVerfasst: So 13. Aug 2017, 09:29 
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"Ich hab nichts ... mit meinem Körperbau."

Hatte er rumgejammert? Er überlegte. Vielleicht. Er würde das Thema vermeiden, damit er nicht wie ein Jammerlappen klang. Wahrscheinlich waren das noch die Spuren von Urakos Krallen, die er in der Seele so wie auf seiner Haut trug. Unwillkürlich kratzte Firxas seine Narben.

"Urako ist wirklich Fürstensohn, frag mich jetzt nicht nach dem richtigen Titel. Ich habe für seinen Vater gearbeitet. Wenn du Urako für einen Kotzbrocken hältst, dann viel Spaß mit seinem Vater. Wenn du denn kennelernst, dann wundert dich bei Urako gar nichts mehr. Hat Urako irgendeine unangebrachte Äußerung von sich gegeben? Er durfte sich im Schlafanzug vor das Haus stellen, damit er sich auch richtig dafür schämt. Oder auch mal ganz nackt. Er hat einen Fehler gemacht? Irgendein Gesetz durcheinandergehauen? Die Dienerschaft durfte sich um ihn herum aufstellen und ihn kollektiv auslachen. Urako hat den selben Fehler zwei Mal begangen? Er wurde nach Anweisung von Papa vom niedersten Personal öffentlich auf den nackten Arsch geschlagen. Auch als Erwachsener. Im Prinzip wurde Urakos Ansehen systematisch ruiniert. Selbst wenn er es je gewollt hätte - er hätte Phintias nicht regieren können. Er war zu einer Witzfigur gemacht worden.

Warum der Fürst das tat - ich weiß es nicht. Wenn du den Fürsten gefragt hättest, natürlich darum, weil Urako es genau so verdient. Urako war in seinen Augen ein Versager, er wurde nie gelobt. Egal wie sehr Urako sich Mühe gab, diesen Kampf konnte er nicht gewinnen. So hat er irgendwann, aufgehört, sich zu bemühen und hat - weil er es eh nur falsch machen konnte - begonnen, absichtlich alles anders zu machen, als er sollte, um seinem Vater eins reinzuwürgen. Er kleidete sich wie ein Penner. Er redete wie der letzte Prolet und gab sich mit den untersten Schichten der Gesellschaft ab. Das Ende der Geschichte kennst du. Zum Dank hat sein Vater ihm dann den Posten als Henker verschafft. So dass er wirklich als Prolet leben durfte. Und damit verlor er auch noch seine letzten Freunde, denn mit einem Henker will nun wirklich niemand etwas zu tun haben. Fortan war Urako endgültig allein."


Firxas merkte, dass er gedankenverloren das Armband zwirbelte, dass Urako ihm aus seinen Haaren gebastelt hatte. Ihm gefiel nicht ganz, wie fröhlich Morasa wurde, als er von seinen Rachefantasien sprach.

"Urako hat viele Fehler begangen und vieles an Verhalten von seinem Vater übernommen, den er doch so sehr hasst, aber ich will nicht, dass er stirbt oder verstümmelt wird. Demütige ihn, erinnere ihn an seine schmachvolle Jugend. Damit triffst du ihn tiefer als mit jeder körperlichen Wunde. Mach ihn öffentlich fertig. Und richte ihm schöne Grüße von seinem Vater aus."

Während all der Zeit hatte er nur kurz aufgehört, Morasa zu streicheln, als er das Armband gezwirbelt hatte. Jetzt aber machte er weiter. Morasa machte einen Witz über das Essen von Menschenfleisch, den Firxas ziemlich unlustig fand. Aber aus Höflichkeit grinste er etwas gequält.Als Morasa ihm versprach, bei ihm zu bleiben, schloss er einen Moment die Augen. Er wollte sich gern vorstellen, dass das stimmte. Dass es wahr war. Er glaubte nicht daran. Aber er beschloss, das Spielchen mitzuspielen und zu genießen, so lange er es konnte.

"Dann ist es abgemacht. Wir ziehen gemeinsam in meine Burg. Du kannst frei ein und ausgehen, wie es dir beliebt. Kriegst ein eigenes Quartier, in dem du machen kannst, was du willst. Und wenn ich ins Söldnerlager muss, dann frage ich dich vorher, ob du mitkommen magst. Wenn du Lust hast, kannst du dort als Marder herumstrolchen. Wenn nicht, bleibst du zu Hause und hütest die Burg."

Zu Hause ... das hörte sich gut an. Er umarmte Mo etwas fester.

"Noch was. Was Wichtiges. Du musst dich von Jozo fernhalten. Er kann süß sein wie gelber Honig. Aber ich habe gesehen, wie das endet. Mehrfach. Ich glaube, er sucht mich heim, seit ich ihm einmal seine Beute entrissen habe, einen Ork namens Frosch. Jetzt nimmt er Rache und quält mich. Wo ich bin, legt er mir ausgeweidete Opfer von sich hin und damit meine ich wirklich ausgeweidet. Zerfleischte Gesichter, die Gedärme draußen. Mein Kommandant. Mein Freund Dimzel, ein Büttel. Einen armen alten Goblin. Mein Söldnerfreund, dessen Name ich nicht mal in Erfahrung bringen konnte, weil der Gelbe schneller war. Und noch viele andere."

Firxas nahm Morasas spitzes Kinn in die Finger und drehte sein Gesicht so, dass er ihn ansah.

"Bitte. Halte dich von ihm fern. Ich will nicht auch deine Gedärme aufsammeln müssen."

Firxas zögerte einen Moment und seine Schweifspitze wand sich nervös, bis er es merkte und damit aufhörte. Er wollte Morasa jetzt auch gern auf den Mund küssen, um ihm zu zeigen, wie wichtig ihm das Anliegen war. Aber er traute sich nicht und sah ihn nur Ernst an, während er auf die Antwort wartete.
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 Betreff des Beitrags: Re: Ankunft in Alessa
BeitragVerfasst: Mo 14. Aug 2017, 10:05 
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Morasa

merkte dass Firxas empfindlich reagierte wenn er ihn auf sein Körper ansprach. Mo wollte das lassen um ihn nicht zu ärgern. Dann schwatze Firxas lang und breit über Urako.
Morasa fühlte wie er eifersüchtig wurde. Er wollte nicht, dass Firxas den widerlichen Tiefling verteidigte. Und der Waldalb wollte nicht, dass Firxas an ihn dachte und von ihm schwatzte. Ob Urako ein Fürst war oder ein Penner war Morasa egal. Der Albenhasser hatte ihn sein Leben versaut. Er und der fette Ork hatten es geschafft dass er aus der Gilde fliehen musste. Und dass er mit nichts dastand.
Morasa hatte keine Kleidung, keinen Bogen, keinen Dolch und keinen Taler Geld. Am liebsten hätte er beide auf der Stelle getötet. Mit einen guten Bogen, beiden einen in ihre Hohlköpfe gejagt. Oder noch besser dachte Mo, sie wie den Büttel verschnürt, ihre Fusssehnen durchgeschnitten und Jozo geopfert. Was Firxas über Urako schwatzte klang traurig.
Vielleicht war er deshalb so ein Arschloch, Mo wusste es nicht. Aber er hatte ihn nicht so behandelt. Der Tiefling hatte ihn zuerst bedroht, ganz ohne Grund und dass liess sich Mo nicht gefallen.
Als Firxas sich wünschte, dass Mo Urako nicht verletzten sollte, wusste Morasa nicht was er antworten sollte. Mo wollte sich rächen, er wollte den Ork und den Tiefling leiden sehen. Aber viel lieber wollte er Firxas behalten. Wenn er die beiden verletzte oder tötete, dann würde Firxas ihn verlassen. Er schwatzte jetzt immer noch gut von dem Widerling der ihn wie Scheisse behandelt hatte. Mo war jetzt nicht nur eifersüchtig, sondern gewaltig wütend.
Dabei spielte Firxas die ganze Zeit an seinen Armband herum. Morasa roch daran. Es stank nach Urako dem Widerling. Der Waldalb knirschte eifersüchtig mit den Zähnen und zog sein Messer.

„Wir machen einen Deal. Ich verzichte ganz drauf mich an den Widerling zu rächen. Für dich Firxas, obwohl ich das sehr gerne will. Dafür kommt der Scheiss ab. Und ist es ab, dann verteidigst du Urako den Albenhasser nie wieder. Ich werde ihn dafür nicht angreifen. Kein Grund gut über ihn zu schwatzen für dich. Aber genauso kein Grund um ihn Angst zu haben, du magst ihn immer noch. Dass ist der Deal. Wenn du es behalten willst, kommen seine Stinkehaare nicht mit ins Bett. Ich will nicht, dass was von ihm an dir klebt. Kann ich es abschneiden, ja oder nein?.“

Morasa tippte mit den Messer auf das Armband. Als Firxas von der Burg und dem Söldnerlager schwatzte entspannte Mo sich. Das klang gut und nach Abenteuer. Er wollte zuerst die Burg mit Firxas erkunden und dann mit ihm losziehen.

„Wir erkunden die Burg zu zweit. Woher soll ich wissen, welche Möbel du willst? Dass musst du mir sagen. Ins Söldnerlager begleite ich dich. Dass ist besser. Niemand weiss was ich bin. Und falls du Ärger bekommst hast du mich an deine Seite. Marder sind klein und mutig. Wir können viel grössere Wesen verletzen und erlegen. Wir fürchten keinen Kampf. Jedenfalls nicht, wenn uns die Wut packt. Solange ist die Furcht nicht da. Wenn ich alles erkunde, werde ich zurück sein bevor du mich vermisst.“

Firxas streichelte ihn und umarmte Mo fester beim Wort Zuhause. Dann schwatzte Firxas von Jozo. Morasa wusste wie gefährlich Jozo war. Er war ehrenwerte Beute. Ein Jäger, der gefährlichste Beute stellte und tötete. Niemand bekam einfach so den Name Bestie aus Obenza. Das war Morasa bewusst.
Der Waldalb hätte Jozo damals töten können. Mo hätte nur den Pfeil von der Sehnen lassen müssen. Aber er hatte es nicht getan. Mo hätte genauso wenig einen Berglöwen oder einen Panther erschossen. Ein Jäger achtete einen anderen Jäger. Jozo war putzig und gefährlich. Und er hatte mit Mo geschwatzt. Er hatte ihn nicht beschimpft obwohl Mo ihn bedroht hatte. Der Waldalb mochte Jozo gerne. War Firxas schwatzte glaubte Mo. Jozo war wie eine Katze, er spielte gerne mit seine Beute.
Morasa wollte Firxas nicht widersprechen. Rumschwatzen wieso er sich mit Jozo verstand, wollte Mo nicht. Dazu gab es kein Grund. Der Tiefling hielt ihn am Kinn fest und schaute ihn sehr ernst an. Das war kein Spass für Firxas, er hatte Angst und ihn. Morasas Eifersucht legte sich was. Dem Waldalb war Jozo gleichgültig, Firxas wollte er behalten.

„Wie du willst Firxas. Wenn du dir das wünscht, werde ich Jozo nicht wiedersehen. Der ist mir nicht so wichtig, du schon.“
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