Ankunft in Alessa

An der mediterranen K├╝ste des Dhunischen Ozeans gedeiht Naridien, das reiche und multikulturelle Imperium der Handelsallianz. Doch die wuchernde Wirtschaft hat ihren Preis. Wer den Fortschritt mehr sch├Ątzt als die Tradition, ist hier willkommen.

Naridien
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Ansgar von Hohenfelde
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Re: Ankunft in Alessa

#101

Beitragvon Ansgar von Hohenfelde » Sa 7. Okt 2017, 23:19

Ansgar musterte Firxas erstaunt und belustigt, wie viel dieser in kurzer Zeit herunterschlang.

"Sage mir bitte nicht Du bist ein Frust-Fresser, denn das lie├če auf sehr viel Frust schlie├čen. Solange es Dir einfach derma├čen geschmeckt hat, lang ruhig zu. Daf├╝r ist es da und es ist ein Kompliment an unsere K├Âchin", erkl├Ąrte Ansgar freundlich.

Sein Blick fiel auf Mo, der gut gelaunt an seinem Br├Âtchen m├╝mmelte. Im Gegensatz zu Firxas schien sich der Waldalb alle Zeit der Welt zu lassen. Ansgar war das nur Recht, so lange der Alb so zufrieden kaute, w├╝rde er ihm nicht die Lang-Version seines Berichtes um die Ohren schmettern.

"Falls Dave nach unserem Gespr├Ąch Deinen Mann immer noch tot sehen m├Âchte, dann habt Ihr ein schwerwiegendes Problem. Aber ich gehe davon aus, dass ich die Sache bereinigen kann. Mein Bruder ist ein meist ein ruhiger Mann, er ist zwar in einigen Dingen sehr nachtragen, aber das was ich aus dem Bericht heraush├Âren konnte, wird eine Einigung m├Âglich sein.

Scheinbar war nicht nur der Bericht, sondern der ganze Streit ein gro├čes Durcheinander, wo niemand letztendlich mehr den ├ťberblick behielt. H├Ątte Dave Morasa tot sehen wollen, h├Ątte er ihn schon damals vor Ort t├Âten k├Ânnen. Nun die Verfolgung nach Verlassen der Gilde ist nat├╝rlich ein anderer Part und muss anders gewertet werden, aber auch mit der Gildenf├╝hrerin verstehe ich mich eigentlich gut.

Ich gehe jedenfalls davon aus, dass eine Einigung m├Âglich ist. Zumal mir pers├Ânlich auch an einer friedlichen Einigung liegt, im besonderen Hinblick auf meinen j├╝ngsten Sohn. Dies werde ich meinem Bruder verdeutlichen, da sich mein Sohn in seiner Obhut befindet.

Also vorerst gibt es zwar keinen Grund zur Entwarnung, aber auch nicht zur unn├Âtigen Panik Firxas.

Nat├╝rlich schaut Euch ruhig hier um. Jene Zimmer und Bereiche die nicht f├╝r Euch zug├Ąnglich sind, werdet Ihr nicht betreten k├Ânnen. Sie sind verschlossen und versiegelt. Ansonsten viel Spa├č. Wir essen um 13 Uhr Mittag",
grinste Ansgar und trank seinen Kaffee.
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Re: Ankunft in Alessa

#102

Beitragvon Firxas » Mo 9. Okt 2017, 11:54

"Ich bin ein Frustfresser", best├Ątigte Firxas murrend, der sich entsetzlich sch├Ąmte und sich in Anbetracht der ganzen schlanken Leute um sich herum vorkam wie ein Fass. Nicht einmal der Drill im S├Âldnerlager und die rationierten Portionen, die man ihnen zuwies, hatten vermocht, ihn zu einem schlanken Mann zu machen, weil es immer wieder Kameraden gab, die ihm wohlmeinend etwas von ihrem Essen abgaben.

"Ich habe schnell gegessen, was aber nicht hei├čt, dass es nur die Gier war, die es reingetrieben hat. Das Fr├╝hst├╝ck war wirklich lecker, bitte richtet das Gianna aus. Ist die Information, dass Ihr um 13 Uhr esst, eine Einladung oder lediglich eine Information? Aber ich glaube, falls wir eingeladen sind, ist es besser, wenn Morasa alleine erscheint. Und, ├Ąhm, wo ist denn das Klo?"

Der Kopf eines Sch├Ąferhundes schob mit bebenden Nasenl├Âchern die T├╝r auf. Sein Blick richtete sich auf den Tisch. Er ging zu Ansgar und machte ein perfektes Sitz, w├Ąhrend er ihn aufmerksam ansah. Firxas erkannte Tsacko wieder, der ihm und Morasa geholfen und unter der Kutsche liegend gewartet hatte. Doch der war nicht allein. Ein winziges H├╝ndchen folgte ihm und hopste auf den Scho├č von Ansgars Gattin, freundlich wedelnd. Firxas hoffte, dass das nicht auch ein Gestaltwandler war sondern zur Abwechslung mal ein normaler Hund.
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Re: Ankunft in Alessa

#103

Beitragvon Ansgar von Hohenfelde » Mo 9. Okt 2017, 20:21

Ansgars Blick wanderte, nach der Information von Firxas ein Frustfresser zu sein, zu Morasa und wieder zu Firxas zur├╝ck.

"Das eine schlie├čt das andere nicht aus Firxas, man kann aus Frust essen und es schmeckt einem dennoch dabei. Ich werde es Gianna gerne ausrichten. Das wir um 13 Uhr essen ist eine Tatsache, Ihr seid bereits unsere G├Ąste. Also falls Du mittags etwas essen m├Âchtest, bist Du um 13 Uhr hier. Ich denke es ist angebrachter, dass Du Morasa begleitest.

Das Klo? Falls Du Dich erleichtern musst, frag die Dienerschaft wo, es m├╝sste eines auf Deinem Quartier sein. F├╝r weiteren Bedarf, geh ins Gesindehaus",
antwortete Ansgar freundlich.
"Herr ich glaube sehr wohl, dass ein Nachttopf auf dem G├Ąstequartier zu finden war. Eventuell wurde er nur im Nachtstuhl ├╝bersehen", warf Janko freundlich ein.

"Gut m├Âglich Janko, dann zeige Firxas nachher wie so ein Nachtstuhl aussieht, nicht dass noch ein Ungl├╝ck geschieht", kicherte Ansgar.
"Sehr wohl, diese w├Ąre wirklich unsch├Ân", antwortete Janko und verkniff sich ein Grinsen.

Als ein Sch├Ąferhund den Speisesaal in Begleitung eines winzigen Hundes betrat und vor ihm Sitz machte, nahm Ansgar ein St├╝ck vom Fr├╝hst├╝cksbraten und f├╝tterte den Hund damit.

"Wem geh├Ârt das Tier?", fragte Ansgar an keine bestimmte Person gerichtet.
"Dies war der Hund Herr, der Eure G├Ąste begleitete. Er legte sich drau├čen bei der Kutsche ab", erkl├Ąrte Janko hilfreich.

"Es ist unziemlich sich selbst den Wanzt vollzuschlagen und im Trockenen wie auch Warmen zu ├╝bernachten und sein treues Tier dabei v├Âllig zu vergessen. Ihr habt mich um Hilfe gebeten und ich habe ich bereit erkl├Ąrt Euch zu helfen. Aber wie steht es mit Euch? Ihr selbst verletzt Eure Pflichten Eurem Tier gegen├╝ber. Euer Hund ist abh├Ąngig von Euch und Eurem Wohlwollen, bedenkt dies. Das passiert nicht noch einmal, dass wir uns verstanden haben", erkl├Ąrte Ansgar Morasa und Firxas ernst, ehe er sich an Janko wandte.

"Schneide den Rest vom Braten auf und f├╝ttere den Hund damit. Nutz eine der leeren Schalen vom Tisch, sonst wartet er unn├Âtig lange. Ich vermute er hat schon die ganze Nacht gehungert. Einen kleinen Anteil zwackst Du f├╝r die Fu├čhupe ab, er soll schlie├člich auch nicht leben wie in Tier", schmunzelte Ansgar.
"Selbstverst├Ąndlich, wie Ihr w├╝nscht Herr", best├Ątigte Janko.

Der Leibdiener Ansgars nahm den Braten und schnitt ihn in grobe Fleischbrocken auf. Eine gro├če Portion f├╝llte er in eine Schale, eine kleine Portion f├╝llte er auf einen leeren Teller.

Janko stellte die Schale mit der gro├čen Portion dem Sch├Ąferhund vor die Nase und den Teller mit der kleinen Portion reichte er Fingard, da diese den winzigen Hund auf dem Scho├č hatte und ihn liebevoll streichelte. So musste sie ihn nicht absetzen.

"Danke Janko", sagte Ansgar. Er nickte zufrieden, kraulte kurz den Sch├Ąferhund zwischen den Ohren und trank in Ruhe weiter seinen Kaffee.
"Wie immer gerne", gab Janko dienstbeflissen zur├╝ck, obwohl er sich sehr ├╝ber das Lob freute.

"Und wem geh├Ârt der kleine Hund?", fragte Fin neugierig.
"Dies ist mir unbekannt Herrin. Die G├Ąste waren nur zu dritt und in Begleitung dieses gro├čen Hundes. Woher nun der kleine stammt, entzieht sich meiner Kenntnis. Eventuell k├Ânnen Euch Eure G├Ąste dar├╝ber aufkl├Ąren", antwortete Janko h├Âflich.

"Woher stammt der kleine Hund? Ist er der Eure?", fragte Fingard Firxas.
"Falls nicht, ist er nun der Deine", grinste Ansgar, was Fin ebenfalls grinsen lie├č.
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Re: Ankunft in Alessa

#104

Beitragvon Firxas » Fr 13. Okt 2017, 11:36

"Das ist nicht mein Hund", erkl├Ąrte Firxas stirnrunzelnd. "Das ist ein Stra├čenhund, der mir seit Obenza hinterherl├Ąuft. Vermutlich, weil ich ihn manchmal gef├╝ttert habe. War, glaub ich, fr├╝her mal ein Diensthund. Aber ich kann ihn nicht ins S├Âldnerlager mit reinnehmen, darum lebt er drau├čen."

Skeptisch beobachtete er, wie Tsacko sich den Wanst vollschlug und das H├╝ndchen sich auf dem Scho├č von Ansgars Frau aalte.

"Das Kleine ist, glaube ich, auch ein Stra├čenhund. Den habe ich manchmal von weitem gesehen, aber er h├Ąlt sich fern vom S├Âldnerlager. Sucht sich woanders sein Futter, vermutlich beim Caf├Ę an der Promenade. Da sind immer viele Frauen mit ihren Kindern, die Kaffee trinken und plaudern. Vor dem Sch├Ąferhund haben die Angst, darum kommt der eher zu uns."

Hilfesuchend blickte er zu Morasa. Er war sich immer noch nicht sicher, ob das Kleine ├╝berhaupt ein richtiger Hund war. Und wenn nicht, ob es so gut war, dass die zwei sich so frech von den gutherzigen von Hohenfeldes durchf├╝ttern lie├čen und das H├╝ndchen sich von der Frau des Hausherren verw├Âhnen lie├č.
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Re: Ankunft in Alessa

#105

Beitragvon Morasa » Fr 13. Okt 2017, 12:08

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schaute die beiden Hunde genau an. Er rieb sich seine verletzte Schulter, weil sie wieder schmerzte. Morasa nahm sich noch ein Br├Âtchen und mampfte es langsam, dabei streichelte er Firxas Oberschenkel. Der kleine Hund konnte alles sein. Ein Hund, eine Ratte, ein stinkendes Opossum, keiner wusste es.

"Der Sch├Ąferhund hat mich begleitet als ich auf dem Schlitten her kam. Er hat ihn gezogen mit anderen Hunden. Ein Mann hat meine Wunden versorgt die mir der widerliche Albenhasser von einem Ork verpasst hat. Der Fettsack hat mich angeschossen. Jedenfalls war der Sch├Ąferhund dabei, als Crize mich nach Hause schickte. Nach Kalthorst, aber ich kam hierher. Das war ein Versehen und so lernte ich Firxas kennen. Der kleine Hund geh├Ârte nicht dazu.
Wir gehen uns ungucken. Ob das ein Hund ist, weiss ich nicht. Es kann alles sein, da es so klein ist, sogar ein Opossum."

Mo fand es lustig.
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Re: Ankunft in Alessa

#106

Beitragvon Firxas » Di 17. Okt 2017, 20:45

Firxas erhob sich. Er verneigte sich etwas, jedoch nicht zu stark, da noch immer Terc auf seinem R├╝cken sa├č und an den Fleischb├Ąllchen fra├č, die er sich ├╝ber Firxas' Schulter hinweg vom Tisch genommen hatte. Er schmatzte Firxas ins Ohr und je mehr Firxas sich Zweisamkeit mit Morasa w├╝nschte, umso mehr st├Ârte ihn der D├╝sterling auf seinem R├╝cken. Aber er hatte keine Ahnung, wie er den loswerden sollte, ohne wieder gekratzt und gebissen zu werden.

"Danke f├╝r das Essen und dass Ihr mit Eurem Bruder reden wollt und f├╝r die Behandlung und alles", sagte Firxas ehrlich. "Wir kommen sehr gern zum Mittagessen wieder, wenn ich bis dahin den Donnerbalken gefunden habe." Auf diesen komischen Toilettenstuhl, der mitten in ihrem Dreimannzimmer stand, wollte er nicht gehen. Er war nur Donnerbalken gewohnt oder einfach ein Geb├╝sch. Er griff Mo an der gesunden Schulter unter den Arm, um ihm beim Aufstehen zu helfen.

Das H├╝ndchen machte keinerlei Anstalten, ihnen zu folgen und auch der Sch├Ąferhund schien sich in Ansgars N├Ąhe wohlzuf├╝hlen.

"Sag mal, Mo, wie werd ich meinen lebenden Rucksack los?", fragte er aus dem Mundwinkel.
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Re: Ankunft in Alessa

#107

Beitragvon Morasa » Mi 18. Okt 2017, 17:56

Morasa

stand mit Firxas auf und machte die Verbeugung nach.

"Danke f├╝r das Essen und die Hilfe. Bitte kl├Ąr das mit Dave, ich will mit ihm keinen Streit. Wir haben uns gut verstanden und ich m├Âchte Frieden mit ihm. Ich werde ihn nicht mehr bel├Ąstigen und ich werde mich fernhalten. Ich will doch nur mit Firxas gl├╝cklich sein."

Der Waldalb st├╝tzte Firxas und schob ihn aus den Raum. Dabei schaute er sich genau an wie der D├╝sterling auf dem Tiefling hockte. Mo griff den D├╝sterling ├╝ber den Kopf und krallte zwei Finger in seine Nasenl├Âcher. Dann zerrte er ihn mit aller Gewalt den Kopf nach hinten und riss ihn so von Firxas Schultern.

"Verzieh dich du st├Ârt, wir wollen allein sein!."

Mo machte ziemlich eindeutige Beckenbewegungen um dem D├╝sterling klar zu machen, wobei er die ganze Zeit st├Ârte. Der Waldalb dr├╝ckte sich gegen Firxas und schob ihn weiter.

"Geht es dir gut, oder musst du kotzen Firxas? Soll ich deinen Bauch reiben? Das hilft mir, wenn ich mich ├╝berfressen habe. Es hilft genauso, wenn du dich was schlafen legst. Wo war das Klo mitten im Raum? Ich meine wenn man da einen abseilt, dann stinkt es doch oder nicht? Menschen haben seltsame Ideen. Bei mir Zuhause kacke ich nicht mitten in die H├╝te, ich kacke einfach draussen ins Geb├╝sch. Das ist geruchsfreundlicher.
Wenn es dir besser geht und du dich nicht mehr schlecht f├╝hlst, m├Âchtest du ein bisschen rumschmusen oder mehr? Hast du Lust auf mich? Ich hab Lust auf dich und ich w├╝rde dich gerne ganz genau kennenlernen. Wo es mir so schlecht ging, ging das ja nicht, aber jetzt geht das. Du musst nur ein bisschen wegen meine Schulter aufpassen. Was meinst du?."

Mo schenkte Firxas ein L├Ącheln und rieb kichernd seine Seite an ihm.
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Re: Ankunft in Alessa

#108

Beitragvon Firxas » So 22. Okt 2017, 11:20

"Ich muss nicht kotzen", murrte Firxas. Das w├╝rde noch fehlen, dass er dann aus dem Maul nach Kotze stank, wenn er mit Morasa zu zweit sein wollte. Firxas fuhr sich nerv├Âs mit der Hand ├╝ber die Glatze. Er hatte schon wieder dunkle Ohren bekommen. "Ich glaub, ich such mir erstmal ein Geb├╝sch." Als er fertig war, f├╝hlte er sich f├╝nf Kilo leichter und hatte zumindest keine Bauchschmerzen mehr.

Er betrachtete seine Schultern. Auf jeder leuchteten vier parallele tiefe Schnitte, die Terc mit seinen Klauen hinterlassen hatte, als Morasa ihn von Firxas`R├╝cken gezerrt hatte. Das Blut lief seine Brust hinab, aber das st├Ârte Firxas nicht weiter. Es waren nur acht weitere Narben in seiner Sammlung und eigentlich ganz h├╝bsch da platziert und sogar symmetrisch, sah fast aus wie Ziernarben. Terc war in der Zwischenzeit davon gehuscht. Vielleicht suchte er jetzt die anderen D├╝sterlinge.

Firxas legte den Arm um Morasa und presste ihn an sich. Im Gegensatz zu dem Waldalben fiel es ihm schwer, unverbl├╝mt auszusprechen, worauf er Lust hatte. Ein weiterer Verdienst von Urako, der seine Freude daran gehabt hatte, Firxas am ausgestreckten Arm verhungern zu lassen. Obwohl Firxas sonst recht selbstbewusst auftrat, war er in dieser Hinsicht ausgesprochen unsicher und hatte Angst, irgendwas falsch zu machen und wie fr├╝her einen Anraunzer nach dem anderen zu kassieren oder Morasa gleich ganz zu vergraulen. "Ja. Ich hab Lust auf dich", best├Ątigte er knapp. "Wo gehen wir hin?"

Innerlich verfluchte er Urako. Der Kerl hatte ihn dressiert wie ein Tier und Firxas sp├╝rte seine Macht so deutlich, als w├╝rde Urako hinter ihm stehen und ihm seinen garstigen Blick in den Hinterkopf bohren. Wahrscheinlich merkte Morasa seine Unsicherheit und hielt ihn f├╝r einen Versager und Schw├Ąchling. W├╝tend auf sich selbst nahm Firxas das Armband ab, das aus Urakos Haaren gedreht war, und wollte es auf den Boden werfen. Er konnte es nicht. Es ging einfach nicht! So steckte er es in die Hosentasche. Vermutlich hielt Morasa ihn wegen seiner Wortkargheit sowieso f├╝r den letzten Langweiler und w├╝rde sich noch einmal gr├╝ndlich ├╝berlegen, wie viel Zeit er k├╝nftig mit ihm verbringen w├╝rde.

Firxas w├╝nschte sich zur├╝ck ins S├Âlnderlager, wo ihm einfach jeden Tag gesagt wurde, was er jetzt tun hatte und man nicht von ihm verlangte, eigene Initiative zu ergreifen. Er war ├╝berfordert und hoffte, dass Mo einfach sagte, was er machen sollte, damit er keinen Fehler beging.
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Re: Ankunft in Alessa

#109

Beitragvon Morasa » So 22. Okt 2017, 21:08

Morasa

beobachtete Firxas ganz genau. Er murrte und brummte herum, aber das war nur Ablenkung. Der Waldalb sah Angst in Firxas Augen. Firxas ging sich schnell erleichtern und kam dann was entspannter zur├╝ck. Er schaute sich die Narben auf seine Schultern an. Mo sagte dazu nichts, sondern beobachtete Firxas weiter wie eine Beute die er lesen wollte. Terc hatte sie zum Gl├╝ck endlich alleine gelassen. Bestimmt hatte der Hinweis von Mo geholfen, sonst h├Ątte sich der D├╝sterling wieder festgeklammert.
Als Firxas einen Arm um ihn legte und ihn an sich dr├╝ckte, schenkte ihm Mo ein L├Ącheln. Der Waldalb dr├╝ckte sich ganz nah an Firxas und wartete was er tun w├╝rde. Firxas war immer noch nerv├Âs, obwohl er Mo ganz nah bei sich sp├╝rte. Er wurde seine Unsicherheit nichts los. Er nahm sogar das Armband von dem Widerling Urako ab, aber er konnte es nicht wegwerfen. Er steckte es in seine Tasche. Ein halber Sieg war besser als keiner, dachte sich Mo. Er gab Firxas noch ein paar Minuten in seine Arme um sich zu beruhigen, aber scheinbar konnte er das nicht. Also musste Mo die F├╝hrung ├╝bernehmen. Der Waldalb bewegte sich sanft an Firxas, so dass er ihn mit seinen K├Ârper streichelte.

"So grosse Angst vor so einem kleinen Waldalb? Wir zwei machen nichts, was du nicht m├Âchtest. Unsicher musst du nicht sein. Wenn du nicht weisst wie es geht, ist das nicht schlimm. Ich bringe es dir bei. Ich zeige dir was ich mag und zeige dir was sch├Ân ist. Dann kannst du mir sagen, was du magst. Ich weiss nicht, was du mit Urako so getan hast, aber vergiss das mal. Scheinbar habt ihr beide nichts vern├╝nftiges getan, sonst w├Ąrst du nicht so zitterig. Es gibt nichts, was du nicht lernen kannst Firxas. Wenn du noch gar nichts weisst, dann wirst du dich einfach auf den R├╝cken legen und mich machen lassen. Das ist kein Misstrauen von mir, du bist nur zu gross und zu schwer, wenn ich dich in mir willkommen heisse, kannst du mich verletzen. Ich lass dich rein und ich zeig dir wie. Dann siehst du, dass es kein Grund zur Angst gibt. Und wenn du dann ein bisschen Mumm gesammelt hast, l├Ądst du mich zu dich ein.
Wir gehen zur├╝ck auf unser Zimmer, da sind wir ungest├Ârt und wir haben ein gem├╝tliches Bett. Ich werde dir nicht wehtun und du mir genauso wenig. Zuerst musst du ein bisschen deinen Kopf frei bekommen Firxas. Denk dran, dass machen wir weil wir Lust drauf haben. Wenn du was nicht willst, sagst du mir das. Und wenn dir was richtig gut gef├Ąllt, dann genauso. Und jetzt komm."

Morasa packe Firxas um das Handgelenk wo vorher das Armband von Urako gewesen war, damit der Tiefling seine Hand dort f├╝hlte. Damit das Armband von Urako seine Macht verlor. Mo zog Firxas hinter sich her und schob ihn dann durch die T├╝r von ihren Zimmer. Firxas war ein Brocken und Mo musste ganz sch├Ân k├Ąmpfen. Einladend deutete Mo aufs Bett und hockte sich drauf.

"Komm in meine Arme."
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Re: Ankunft in Alessa

#110

Beitragvon Firxas » Di 24. Okt 2017, 09:58

"Ich hab keine Angst vor dir", murrte Firxas. "Oder davor, mit dir zu schlafen. Ich freu mich drauf. Ich will nur nichts falsch machen oder was Dummes sagen und dich vergraulen. Davor hab ich Angst. Im Leute vergraulen bin ich ganz gut. Angst vor Schmerzen? Tse! Ich bin S├Âldner, Mo. Und ich wei├č, wie es sich anf├╝hlt, gefickt zu werden. Nur andersrum kenn ich`s nicht."

Ihm fiel auf, dass ihm die Kurzform von Morasas Namen herausgerutscht war und stellte fest, dass sie ihm gefiel. Mo klang sch├Ân. Der Name passte gut zu dem Mann, der ihn trug. Bereitwillig lie├č Firxas sich vom Waldalb hinter sich herschleifen. Bei der Beschreibung, die Mo vor sich hinplapperte, was sie alles machen w├╝rden, wurde Firxas vor lauter Vorfreude ganz anders. Ihm fiel auf, dass Mo ihn an dem Handgelenk hielt, wo nun das kratzende und kitzelnde Gef├╝hl des Armbandes fehlte. Stattdessen war da der feste, angenehme Griff von Mos d├╝nnen Fingern.

Als Mo sich aufs Bett hockte und ihn zu sich rief, musste der das nicht zwei Mal sagen.

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