Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. WĂ€hrend die Urvölker auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. GeheimbĂŒnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

RĂłsa und Lysa vom Wolfsclan

Evalon ist ein fruchtbares Bergland. Die goblinischen StĂ€dte stehen im Gegensatz zu den sagenumwobenen RuinenstĂ€dten, die aus den WĂ€ldern ragen. Das warme Meer und die vielen Inseln bieten einen Schauplatz fĂŒr Piraten, Korallentaucher und Abenteurer.
Der SĂŒdwesten
Evalon ist ein fruchtbares Bergland. Die technikverliebten goblinischen StĂ€dte stehen im Gegensatz zu den sagenumwobenen RuinenstĂ€dten, die aus den WĂ€ldern ragen. Das warme Meer und die vielen Inseln bieten einen Schauplatz fĂŒr Piraten, Korallentaucher und Abenteurer.
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Arafis
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RĂłsa und Lysa vom Wolfsclan

#1

Beitrag von Arafis » So 20. Dez 2015, 23:06

RĂłsa Tochter des Alvar vom Wolfsclan

Norkara, 34 Jahre, langes weisses Haar, dunkle Augen, kantiges Gesicht mit Lach- und Sorgenfalten
Auf Grund von Gestaltwandlungen zu einer EisbÀrin besitzt sie auch in menschlicher Gestalt einen sehr krÀftigen und Àusserst muskulösen Körper. Durch Wandlungen sind einige Körperregionen mit weichem, weissen Fell bedeckt.

RĂłsa hat einen ausgeprĂ€gten BeschĂŒtzerinstinkt.
Sie feiert gerne, lĂ€sst sich von Tochter gerne fĂŒr Schabernack anstecken. Lacht, singt und tanzt gerne.
Alkohol ist ihre SchwÀche. Sie kann weder lesen noch schreiben.
Vom Überleben geprĂ€gt, trotzdem sind die Ehre und der Stolz ihr wichtig.
FĂŒr ihre Tochter wĂŒrde sie ihr Leben geben, was auch einen ihrer Schwachpunkte darstellt.

Götter: Segira und Clawis
Sprache: Asameisch

Lysa Tochter des Draumur vom Wolfsclan

Norkara, 6 Jahre, lange blonde Haare, meeresblaue Augen, Pausbacken, Stubsnase

Talentiert, aber ohne Lehrer - Wassermagierin: Seifenblasen, (Kochendes Wasser), Kleine Wasserfigur, (spÀter Wassertransformation)

Beginnt Welt zu hinterfragen, ist neugierig, allem und jedem gegenĂŒber kritisch.
Frohgeist wie ihre Mutter.
Kann weder lesen noch schreiben.

Auf Grund von Lysas Magie steigerte sich die Abneigung gegen das MĂ€dchen. Deshalb mussten die beiden Norkarafrauen von ihrem Stamm fliehen.

Götter: Vor Allem Clawis, aber auch Segira
Sprache: Asameisch


Unterwegs
RĂłsa Tochter des Alvar vom Wolfsclan war besorgt. Sie war mit ihrer Tochter nun schon mehrere Tage unterwegs, doch die endlose Weite wollte nicht enden. In weiter Ferne meinte sie, einige HĂŒgel auszumachen, doch der Weg dorthin war weiter als der, den sie bis jetzt von ihrem Heimatdorf aus zurĂŒckgelegt hatten.
Die Reittiere waren erschöpft, und die VorrĂ€te wurden langsam knapp. Doch das Land war karg. Von Schnee bedeckt, gab es fĂŒr die beiden Norkara Frauen keine Nahrung preis. Nur die beiden zotteligen Ponys schafften es bei der kurzen Rast immer wieder, einige vertrocknete Grashalme unter der Eisdecke hervor zuscharren, worauf sie dann den ganzen weiteren Weg genĂŒgsam rumkauten.

„Mamma“, erklang da die sĂŒsse Stimme ihrer Tochter in ihrem RĂŒcken. RĂłsa ritt voraus, um Lysa Tochter des Draumur vom Wolfsclan gegen den frostigen Wind abzuschirmen. „Ja mein Liebling?“, fragte sie und wandte ihren Kopf. „Ich bin mĂŒde und meine Zehen frieren gleich ab!“, sie deutete mit gequĂ€ltem Gesichtsausdruck auf ihre FĂŒsse, welche in Leder- und Fellschuhe eingepackt, an der Seite ihres Ponys herab baumelten. „Na wenn das so ist, solltest du wohl absteigen und ein StĂŒckchen gehen. Wir wollen doch nicht, dass du deine Zehen verlierst“, mit einem ernsten Ausdruck im Gesicht machte RĂłsa Anstalten, von ihrem Schimmelpony abzusteigen, um ihrer Tochter vom RĂŒcken ihres Reittieres zu helfen. „Ähm, ich glaube, das ist nicht nötig“, beilte sich die 6-jĂ€hrige zu versichern, „ich werde meine FĂŒsse einfach ganz nah Fredos warmes Fell drĂŒcken!“
Mit einem verschmitzten Grinsen trieb Rósa ihr Pferdchen an. Sie wusste genau, wie sie mit den gelegentlichen QuÀngeleien ihrer kleinen Tochter umzugehen hatte.

Sie war stolz auf ihr MĂ€dchen und liebte sie von ganzem Herzen. Egal, was die anderen ĂŒber sie denken mochten, fĂŒr sie war sie ein Geschenk der Götter. Lysa trug langes, blondes Haar, welches ihr in Wellen bis ĂŒber die Schultern hinab fiel. Sie hatte ein keckes Gesicht mit einer Stubsnase, von der KĂ€lte gerötete Pausbacken und meeresblauen Augen. Sie war in wĂ€rmende Felle und Leder eingepackt und nur ihr Gesicht blickte noch aus der schĂŒtzenden UmhĂŒllung heraus.
Auch ihre Mamma hatte lange Haare, waren sie jedoch schneeweiss. Sie hatte ein etwas kantigeres Gesicht, welches von Lach- und Sorgenfalten gezeichnet war. Die dunklen Augen unterschieden sich von denen ihrer Tochter und auch die Stubsnase fehlte ihr. Der krÀftige Körper, welcher sich von den meisten anderen Frauen durch seine auffÀlligen Muskeln unterschied, war an einigen Stellen von einem hellen, flauschigen Fell bedeckt. Jedoch war er wie auch bei ihrer Tochter in wÀrmende Kleidung verpackt.

In letzter Zeit war ihr MĂ€dchen erwachsener geworden, so schien es RĂłsa. Sie entwickelte eine immense Neugier, begann alles kritisch zu bedenken und ĂŒberhĂ€ufte ihre Mutter mit den unmöglichsten Fragen. Ausserdem zeigte sie Ausdauer und schaffte es, tagelang auf Fredos RĂŒcken durch die EiswĂŒste zu reiten, auch wenn sie manchmal mehr schlief als wach war. Trotzdem blieb sie noch immer ihre Kleine und liebte es, mit ihrer Mamma zu singen, tanzen und zu lachen, Wettrennen zu veranstalten oder sich abends in Arme zu kuscheln.

RĂłsa dachte an den Vater des MĂ€dchens zurĂŒck. Auch er hatte gerne viel getanzt und gelacht. Er hatte seine Familie geliebt – bis zu dem Moment, als Lysa begonnen hatte, sich anders zu verhalten als andere Kinder. Sie konnte stundenlang alleine am Wasser sitzen und die Wellen beobachten. Auch nachts war sie oft aus der HĂŒtte geschlichen und hatte im Licht des Vollmondes beobachtet, wie die mĂ€chtigen Meeresbewohner WasserfontĂ€nen in die Luft spien, welche wie ein Sternenregen niederprasselten.
Manchmal hatte sich RĂłsa dazugesetzt und ihre Tochter in den Arm genommen, und dadurch nur die Wut von Draumur geschĂŒrt. Wie alle anderen musste er intuitiv gespĂŒrt haben, dass seine Tochter mehr war, als ein einfacher Norkara. Und sie alle fĂŒrchteten sich davor, denn Magie war unter ihnen eine Seltenheit und wurde mit Argwohn bedacht.

Als die Mutter eines Tages beobachtete, wie ihre Tochter aus einer Handvoll Schnee, welche sie in die Luft warf, Seifenblasen entstehen liess, wusste sie, dass sie mit ihr das Dorf verlassen mĂŒsste. Bereits jetzt wurde das MĂ€dchen gemieden und die anderen Kinder hĂ€nselten sie, doch die Abneigung wĂŒrde bald in Hass umschlagen.
Auch Rósa kannte sich damit aus, anders zu sein. Sie trug das Gestaltwandlergen in sich und konnte zu einer EisbÀrin werden. Da die Norkara jedoch den Nutzen in ihrer Begabung schnell erkannten und sie ohnehin schon lÀnger in dem Dorf lebte, konnte man ihr Wesen schneller akzeptieren. Ausserdem wusste man auch von anderen Gestaltwandlern in umliegenden Orten.
Eine Magierin wĂŒrde jedoch niemals eine solche Akzeptanz erfahren, dafĂŒr war die Furcht schon viel zu tief in der Geschichte des Volkes verwurzelt.

So kam es schliesslich, dass RĂłsa ohne ein Wort des Abschieds von ihrem Clan aufbrach, zusammen mit ihrer kleinen Tochter. Zwei Schimmelponys begleiteten sie auf ihrer Reise. Sie waren robust, genĂŒgsam und ausdauernd und wĂŒrden ihre beiden Reiterinnen und die VorrĂ€te trittsicher durch die eisige Weite tragen.
Sie waren in der NĂ€he von Arinsborg Richtung SĂŒden aufgebrochen und RĂłsa schĂ€tzte, dass sie sich bald dem See und den in der NĂ€he befindlichen WĂ€ldern nĂ€hern wĂŒrden. Dort, so hoffte sie, wĂŒrden sie wieder vermehrt auf Pflanzen und Tiere stossen und könnten ihre notdĂŒrftige Kost etwas aufbessern.
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