Kesselgulasch - (k)eine Reise fĂĽr den feinen Gaumen

Evalon ist ein fruchtbares Bergland. Die goblinischen Städte stehen im Gegensatz zu den sagenumwobenen Ruinenstädten, die aus den Wäldern ragen. Das warme Meer und die vielen Inseln bieten einen Schauplatz für Piraten, Korallentaucher und Abenteurer.

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Evalon ist ein fruchtbares Bergland. Die technikverliebten goblinischen Städte stehen im Gegensatz zu den sagenumwobenen Ruinenstädten, die aus den Wäldern ragen. Das warme Meer und die vielen Inseln bieten einen Schauplatz für Piraten, Korallentaucher und Abenteurer.
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JEELEN
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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise fĂĽr den feinen Gaumen

#61

Beitragvon JEELEN » Mi 18. Jan 2017, 19:35

Jeelen suchte immer noch nach der kleinen Lysa als in einer anderen Ecke Trubel ausbrach und sich die Leute versammelten. Das verhieĂź nie was Gutes. Wie ĂĽblich versammelten sich Leute nur, wenn es was zu Gaffen gab.

Der Goblin machte sich sofort auf den Weg zum Tumult und schob sich durch die Menschen hindurch.

`Bitte nicht Lysa, bitte nicht Lysa, bitte nicht...´, flehte Jeelen in Gedanken Dal gerade noch an und sah dann den Grund des Ärgers... `LYSA!!!´

„Diebstahl wird in La Grange nicht geduldet“, knurrte ein Verkäufer Lysa an und spuckte mürrisch neben ihr zu Boden.
„Die Strafe dafür ist der Kerker!“, fügte der Kerl umgehend an.

Jeelens Hand zuckte nach der Rotzaktion fast automatisch zu seinem Dolch, aber er führte die Bewegung nicht zu Ende. Blitzartig versuchte er die Situation zu erfassen. Lysa kniete im Dreck, etwas weiter entfernt lag ein Brot, der Stand des Brotverkäufers ohne Verkäufer. Alles klar. Was hatte sich Lysa dabei gedacht? Gleichgültig, er musste sie aus den Klauen des Verkäufers befreien.

Der Goblin schob sich grob nach vorne und riss den Kerl von Lysa weg.

"Sonst geht es Dir gut ja? Bist Du blind oder was? DAS ist ein Kind, klar??? Und nenne sie nie wieder eine Diebin. Guck Dir das Mädchen an! Sieht sie aus wie eine Diebin???", fragte Jeelen wütend, packte Lysa und zog die Kleine auf die Füße.

"Ich hab sie geschickt Brot zu kaufen, nur die Kleine war schneller weg, als mir lieb war. Ohne Geld und ohne Gedanken. Warst Du auch mal ein Kind oder von Anfang an so ein Tölpel? Du kannst gerne in unsere Tasche gucken was wir vorher eingekauft haben und Dich bei Deinen Händlerkollegen erkundigen. Weder sie noch ich ist ein Dieb", erklärte Jeelen etwas ruhiger und reichte Lysa die Süßwaren.

Dabei musterte er den Händler stechend, ohne ihn nur eine Sekunde aus den Augen zu lassen. Die Worte des Goblin bezogen sich auf den Handel, aber seine Augen versprachen eine ganz andere Strafe, sollte der Händler nicht einlenken. Und sein Narben gezeichnetes Gesicht unterstrich die lautlose Drohung. Grenzenlose Sorge gemischt mit Wut, war nie eine gute Mischung.

Es war ein Handeln. Nimm Dein Geld und lass uns einfach gehen - oder Du gehst, irgendwann eines Nachts in einer dunklen Gasse... und zwar rĂĽber ins Nichts.
Es ist Deine Wahl... Er wĂĽrde nicht ohne das Kind gehen, egal was geschah.
Das sagten diese dunklen Augen.

"Halt das fest Kleine", sagte Jeelen freundlich und drückte Lysa ihre Einkäufe in die Hand, ohne sie dabei anzuschauen.

Ganz nebenbei und berufstypisch sprach er Lysa während der ganzen Sache kein einziges Mal mit ihrem Namen an. So hielten es alle seine Kollegen, man offenbarte nicht den Namen von Freunden oder Kollegen und schon gar nicht von Schutzbefohlenen.

"Was kostet das Brot? Du nennst mir den Preis und die Sache ist vergessen, oder ich erzähle jedem dass man bei Dir besser kein Brot kauft. Kunden werden hier verleumdet und Kinder kann man nicht zu Dir schicken, da Du sie vom Stand prügelst. Ich sehe auch darüber hinweg dass Du ihre Kleidung beschmutzt hast. Also WAS kostet Dein Brot?", fragte Jeelen mit eisiger Ruhe.

Immer noch hielt er den Blick des Verkäufers mit seinem fest.

Der Verkäufer wollte gerade lautstark protestieren, aber dieser seltsame Goblin starrte ihn dermaßen komisch an, dass dem Händler anders wurde. Irgendwas stimmte mit dem Kerl nicht. Die Worte und der Blick stimmten nicht überein. Sein Blick huschte von dem Goblin zu dem kleinen Mädchen. Sie sah wirklich nicht wie eine typische Diebin aus. Und die Tüten, die der Goblin dem Kind in die Hand gedrückt hatte, waren voll.

Hätten die beiden vorher schon geklaut, wäre es sicher bei einem der anderen Händler schon aufgefallen und die Büttel wären auf den Plan getreten. Und kein Dieb der Welt schleppte seine Beute in Einkaufsbeuteln umher.

Die beiden waren schon ein seltsames Duo. Ein gezeichneter Goblin und ein kleines fremdländisches Mädchen. Sie mussten zusammengehören, denn die Kleine hatte erleichtert geschaut, als sie die Grünhaut erkannt hatte. Ohne Widerrede hatte sie die Einkäufe entgegen genommen. Bei einem Fremden wäre das wohl nicht der Fall gewesen.

Sich unnötigen Ärger einzuhandeln, konnte sich der Händler nicht leisten. Weder wollte er seinen Ruf, noch seine Kehle schädigen lassen.

"Nun sagen wir eine Krone für das Brot, den ganzen Ärger und die Aufregung", sagte der Händler.
"In Ordnung", stimmte Jeelen umgehend zu und gab den Mann einen Taler, "damit ist die Sache vergessen".

Der Goblin drehte sich um, ergriff Lysa sofort an der Schulter und zog sie von dem Geschehen weg. Er ging bewusst einen Zick-Zack-Kurs durch die Massen um in ihr zu verschwinden. Ganz ähnlich wie der Bengel der Lysa aufgehetzt hatte, zog er sie dann in eine Seitengasse. Der Goblin schaute Lysa einen Moment lang ernst an. Erst da fiel alle Anspannung von Jeelen ab. Er schüttelte den Kopf und drückte Lysa fest an sich, froh sie endlich wieder zu haben.

"Was hast Du Dir nur dabei gedacht, einfach abzuhauen und dann noch dieses verfluchte Brot zu stehlen Kleines? WeiĂźt Du wie sehr ich mich um Dich gesorgt habe? Mir ist das Herz in die Hose gerutscht! Mach sowas bitte nie wieder Kurze", flĂĽsterte er.

"Komm wir gehen zurück zu Deiner Mutter und Sew. Du sagst nichts, ich sag nichts. Wir beide haben uns nicht mit Ruhm bekleckert. Und es muss auch keiner von Deiner Brot-Aktion erfahren, ich halte dicht und Du besser auch", erklärte der Goblin und schlug Lysas Hose etwas sauber.

"Einhaken Kurze, Du hältst Dich an mir fest, damit Du nicht noch einmal stiften gehst", wies Jeelen sie an, als er sich mit Lysa auf den Heimweg zur Gaststätte machte. Er nahm Lysa die Einkaufstasche ab und kramte unterwegs die Kakaobohnen heraus. Einige schmiss er sich sofort in den Mund, eine Handvoll drückte er Lysa in die Hand.

"Hier iss, Nervennahrung. Die können wir beide gebrauchen Du Schlingel", grinste er sie breit an.

"Mal eine Frage, bist Du in Ordnung?", fragte Jeelen die Kleine.
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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise fĂĽr den feinen Gaumen

#62

Beitragvon RĂłsa vom Wolfsclan » Do 19. Jan 2017, 17:13

Als Rósa die Menschentraube erreichte, begann sie sich gerade aufzulösen. Suchend blickte sie sich um, doch weder das Kind noch der Grünling waren zu sehen.
„Was war hier los?“, wandte sie sich an zwei Frauen, die miteinander tuschelten.
„Ach, son Mädchen hat wohl den Bäcker bestohlen. Mit dem Kerl ist nicht gut Kirschen essen. Natürlich dürfen auch Kinder nicht stehlen, wo kämen wir denn hin. Aber das arme Ding war völlig verschreckt. Ich hoffe nur, dass der Goblin kein Schurke ist. Er sieht nicht gerade sehr gemütlich aus, aber sie ist mit ihm mitgegangen“, dann gingen die beiden Frauen ihrer Wege und liessen die Mutter alleine.
Die Norkara bemerkte Seweryn und winkte ihm zu. Sie berichtete, was sie gerade in Erfahrung gebracht hatte.
„Ein kleines Mädchen und ein nicht sehr vertrauenswürdig aussehender Goblin. Es wäre schon ein sehr grosser Zufall, wenn es sich dabei nicht um unsre beiden Ausbrecher handelt, meinst du nicht auch?“
RĂłsa brodelte innerlich.
Hatte Jeelen ihr Mädchen zum Steheln animiert? Das konnte doch nicht wahr sein! Lysa hatte noch nie etwas derartiges getan. Immerhin hatte er sie aus der Situation befreit, doch da würde sie noch ein Wörtchen mit den beiden zu reden haben!
„Lass uns zur Taverne zurückkehren. Und wehe den beiden, wenn sie nicht denselben Weg eingeschlagen haben!“

„Jeelen, es tut mir Leid. Ich wollte dem Bäcker nichts klauen. Aber der Junge… er war so mager und hungrig“, fast schon verzweifelt blickte sie den Goblin an und zottelte schafsbrav neben ihm her. Nicht einmal die Kakaobohnen mochte sie noch essen.
„Ich habe ihm gesagt, dass du ihm bestimmt einen Kuchen abgeben würdest. Aber er will niemandem vertrauen und er…“, sie zögerte, dann murmelte sie leise, „er meinte, dass ich dir vielleicht auch nicht vertrauen solle. Wegen den ganzen Narben und so.“
Sie wirkte total bedrĂĽckt und niedergeschlagen.
„Und Mamma wird unglaublich wütend sein! Man darf doch nicht stehlen. Und geflunkert hab ich auch, Jeelen. Mamma wollte mir gar keine Bohnen kaufen.“
„Jaa, mir geht’s gut. Mir ist nichts passiert“
, antwortete sie.

Als Lysa über ihre Schulter zurückblickte, meinte sie plötzlich einen Rotschopf hinter einer Ecke hervorblinzeln zu sehen.
„Oh“, abrupt blieb sie stehen.
„Ich… ich lasse das Brot hier“, sagte sie dann plötzlich zu dem Goblin und legte es gut sichtbar auf ein Fenstersims hin.
„Er hat es bestimmt nicht böse gemeint. Und wir haben genug Brot“, verteidigte sie den Jungen unschuldig und zog den Goblin schliesslich weiter ohne zurückzublicken.

In der Taverne warteten ihre Gefährten bereits auf das ungleiche Paar. Rósa hatte die Hände in die Hüften gestimmt und ihr Blick war unerbittlich.
„Nun? Wer von euch beiden möchte mir erklären, warum meine Tochter auf dem Markt als kleine Diebin bezeichnet wird?“
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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise fĂĽr den feinen Gaumen

#63

Beitragvon Seweryn » Do 19. Jan 2017, 19:39

Seweryn hatte die Gruppe erreicht, doch weder von Lysa noch von Jeelen war etwas zu sehen. Er war frustriert. Wo mochten sie sich aufhalten?
Da plötzlich sah er Rósa am Rand stehen. Sie winkte ihn heran und berichtete von dem, was sie mit bekommen hatte.
"Jah, das klingt doch sehr nach den beiden.", sagte er mit leicht säuerlichem Unterton. Ihm gefiel die ganze Sache nicht. "Aber meinst du wirklich, dass da...naja.", er sprach seinen Gedanken nicht zuende, aber Rósa hatte verstanden. Seweryn konnte erkennen, dass in der Norkara gerade ein Vulkan ausbrach.
„Lass uns zur Taverne zurückkehren. Und wehe den beiden, wenn sie nicht denselben Weg eingeschlagen haben!“. Dem konnte Seweryn einfach nichts hinzufügen und nickte daher nur stumm. Auf dem ganzen Rückweg sprachen sie kein Wort. Seweryn war die ganze Sache zu heikel und er wusste auch nicht, was er hätte sagen sollen.
Schließlich kamen die beiden wieder bei dem Gasthaus an und betraten den Schankraum. Seweryn nahm an einem Tisch Platz und gab ein knappes Handzeichen in Richtung Tresen. Sie wollten gerade sicherlich nichts bestellen und auch so war es nicht der Zeitpunkt für eine gemütliche Runde. Er drehte sich auf seinem Stuhl in Richtung Tür, Rósa setzte sich gar nicht erst. Unruhig schritt sie auf und ab. Als sich die Tür öffnete flogen die Blicke der beiden direkt zum Eingang, doch da war nur ein dicklicher Mann mit sich lichtendem Haar. Er sagte irgendwas von Lieferung und wurde dann von der Wirtin in Empfang genommen. <Verdammt, wo bleiben die beiden?!> fluchte Seweryn innerlich. Doch es dauerte nicht mehr lang als auch Jeelen mit der untergehakten Lysa den Schankraum betrat. Seweryn schaute kurz zu Rósa, sah ihren fast schon vernichtenden Blick und beschloss daher, sich erst einmal bedeckt zu halten...
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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise fĂĽr den feinen Gaumen

#64

Beitragvon JEELEN » Do 19. Jan 2017, 22:14

Der Goblin hörte Lysa genau zu.
"Das kenne ich auch. Manchmal empfindet man Mitleid Lysa. Das ist nichts schlechtes, da musst Du Dich überhaupt nicht schämen. Aber ab und an gibt es Menschen, die genau das ausnutzen wollen.

Mein Lehrmeister sagte immer, Freundlichkeit wird stets mit Schwäche verwechselt. Dass heißt bist Du lieb und freundlich, denken andere sie können Dich ausnutzen.

Das stimmt vielleicht auch, aber ĂĽberhaupt kein Mitleid zu haben, ist auch der falsche Weg.
Drum, Du wirst einfach auf Dein Herz gehört haben. Und dafür werde ich Dich ganz sicher nicht bestrafen Kleine. Ich hätte Dir wirklich dass Brot gekauft, auch für den Jungen.

Was es mit dem Jungen auf sich hatte, weiß ich nicht. Vielleicht war er einfach eine arme Gossenratte. Ein Straßenjunge der Hunger hatte. Ein Straßenjunge am Brotstand fällt natürlich eher auf als Du hm? Drum dachte er vielleicht, Du kannst schneller und leichter ein Brot stehlen.

Aber Lysa stehlen ist unehrenhaft. Du hast Dir weder durch Fleiß, Schmerz oder Blut das verdient, was Du Dir da heimlich aneignest. Selbst die schlimmsten Verbrecher wie Meuchelmörder verachten Diebe Lysa. Niemand traut einem Betrüger oder einem Dieb. Denn im Gegensatz zu anderen Verbrechern, haben Diebe keine Ehre. Nicht die geringste. Guck was hat das blöde Brot denn gekostet Kleine hm? Dafür hätte man Dich in den Kerker geworfen, oder Dir sogar die Finger abgeschnitten. Für das blöde Brot? Drum stiehl bitte niemals wieder etwas Lysa. Versprich mir das", erklärte ihr Jeelen fürsorglich.

"Ob Du mir vertrauen kannst Lysa, dass musst Du selber entscheiden. Aber ich habe Dir bis jetzt nie einen Grund gegeben mir zu misstrauen oder? Ich bin auch soweit ehrlich zu Dir, wie ich kann. Manche Dinge mag man einfach nicht erzählen, dass kennst Du ja auch.

Was die Narben angeht, Narben sind Ehrenmale aus einem Kampf, man trägt sie mit Stolz. Meine habe ich mir verdient. Als mich eine Gruppe von Männern angriff, habe ich mich so gut es ging verteidigt und daher habe ich meine Gesichtsnarbe. Das ist schon lange her, damals war ich noch ein junger Mann. Ich habe nichts anderes gelernt als Bergbau und Kämpfen. Von irgendwas muss man leben Lysa, irgendwoher muss das Geld kommen", erklärte der Goblin der kleinen Lysa.

"Schwamm drüber, dass Du mich angeflunkert hast wegen den Bohnen. Du hättest aber ruhig die Wahrheit sagen können Kleines, ich liebe Süßigkeiten bestimmt genauso wie Du. Also lügen war gar nicht nötig. Wegen Deiner Mama, ja die wird uns wohl beiden die Ohren lang ziehen. Das befürchte ich auch", stimmte der Goblin dem Mädchen zu.

Jeelen nahm mit freundlichem Nicken zur Kenntnis, dass es der Kleinen gut ging. Dass sie das Brot für den Jungen zurückließ, fand er goldig. Sie war irgendwie völlig unschuldig und trotzdem taff. Eine seltsame Mischung. Und ein Wink mit dem Zaunpfahl nicht immer selbst mit aller Härte gegen alles und jeden vorzugehen. In seinem Beruf rutschte man schnell ab und sah Dinge zu hart und handelte dementsprechend. Ein bisschen Milde konnte nicht schaden.

"Lieb von Dir. Er wird es schon finden", flĂĽsterte Jeelen und stellte einen Kuchen zu dem Brot.

Sie marschierten weiter Richtung Taverne und Jeelen betete innerlich stumm, dass Rosa und Sew noch nicht da waren. So hätte er noch ein paar Minuten um sich eine Ausrede für ihr Verschwinden einfallen zu lassen.

Aber als sie die Taverne betraten, waren Sew und Rosa nicht nur schon da, sondern Rosa schien auch schon zu wissen was abgelaufen war.

`Wie zur Hölle wissen Frauen immer schon was man angestellt hat, wenn man nach Hause kommt?´, grübelte Jeelen panisch nach und lächelte Rosa entwaffnend an. Dabei schien er sichtlich unter ihrem Blick zusammenzuschrumpfen. Jeel legte unterwürfig die Ohren an.

"Ehm wir waren auf dem Markt Kuchen und Süßigkeiten kaufen. Es kam zu einem Missverständnis. Gestohlen hat niemand was", grinste der Goblin so freundlich er konnte und tippte mit einem Finger Lysa an es ihm gleich zu tun.
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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise fĂĽr den feinen Gaumen

#65

Beitragvon RĂłsa vom Wolfsclan » Fr 20. Jan 2017, 10:09

Lysa schaffte zwar kein Lächeln, doch ihre treuherzigen blauen Augen konnten Eis zum Schmelzen bringen – nicht jedoch ihre Mutter.
„Ein Missverständnis also? Seltsam, der Blick des Bäckers sagte mir da etwas Anderes!“, ihre Stimme klang drohend und ähnelte irgendwie dem Grollen einer Bärenmutter. Sie wollte keine Ausreden hören, sondern die Wahrheit.
„Was habt ihr überhaupt auf dem Markt gesucht? Ihr seid einfach spurlos verschwunden, habt nicht einmal eine Nachricht hinterlassen. Euch hätte was weiss ich zustossen können! Seweryn und ich mussten euch suchen und wir haben uns Sorgen gemacht!“
Lysa war schon fast hinter Jeelen verschwunden, doch dann hörte man plötzlich die Kinderstimme flüstern: „Ich wollte die Kakaobohnen. Jeelen kann nix dafür. Ich… habe ihn angeflunkert.“
RĂłsas Mundwinkel zuckten unheilverheissend.
„Und ich dachte, ich wäre hier mit zwei Männern unterwegs und nicht mit einem Mann und zwei Kindern! Jeelen, wegen der Süssigkeiten, ist das wahr?“

Die Kleine schwieg betreten, doch aus Erfahrung wusste sie, dass es besser war, ehrlich zu sein, als ihre Mamma anzulĂĽgen.
„Und was habe ich dir übers Lügen erzählen gesagt?“, streng blickte sie das Mädchen an, das seine Füsse plötzlich für unglaublich interessant befand.
„Lügen haben kurze Beine“, meinte sie zerknirscht, „und eine Regel des Ehrenkodex von Segira heisst: Sei ehrlich, lüge und betrüge nicht.“
RĂłsa nickte zufrieden ab dieser Antwort.
„So, und was hat es nun mit der kleinen Diebin auf sich?“, ihr Blick wanderte zwischen Lysa und Jeelen hin und her.
„Ich wollte das Brot für den hungrigen Jungen nehmen. Segira sagt doch auch, dass man die Schwachen und Armen beschützen soll!“, meinte sie dann plötzlich tapfer und schaute ihre Mamma mutig von unten herauf an.
„Aber doch nicht, indem Du rechtschaffene Leute bestiehlst!“
„Jeelen hat mir auch gesagt, dass niemand Diebe mag“, druckste sie schliesslich leise herum und blickte wieder beschämt auf ihre Füsse.
Nun mischte sich auch Jeelen ein und erklärte der Norkara eilig, dass er Lysas Schulden beglichen und den Händler bezahlt hätte.

RĂłsa schĂĽttelte ab dem ungleichen Paar in gespielter Verzweiflung den Kopf. Trotzdem freute sie sich darĂĽber, dass Lysa die Verantwortung ĂĽbernahm und nicht den Goblin vorschob, um sie aus der Patsche zu ziehen.
Gutes Mädchen, hat also doch was von mir gelernt, dachte die Mutter zufrieden.
Ihre Miene blieb jedoch unnachgiebig, als sie nun ihr Urteil verhängte:
„Wie Lysa bereits richtig erkannt hat, schätzt Segira keine Lügner und Diebe. Ihr Kodex gibt den Übeltätern jedoch auch die Chance, für ihre Fehler einzustehen, indem diese die Konsequenzen tragen.“
Rósa wandte sich zu Seweryn um und zwinkerte ihm schliesslich zu: „Was meinst du Seweryn, welche Strafe wäre für die beiden angemessen? Keine Stadtbesuche mehr ohne Aufsicht?“
Dann wandte sie sich wieder den beiden Übeltätern zu: „Nun gut, da die Wurzel des Übels die Süssigkeiten waren, werden diese gleich mal von Seweryn konfisziert! Bis auf weiteres… werdet ihr beiden Schleckermäuler auf Süsskram verzichten. Du bist jetzt mit einem blauen Auge davongekommen Lysa, doch wenn ich Dich noch einmal bei solchen Vergehen erwische, oder dabei, dass du deine Strafe umgehst…“
RĂłsa liess den Satz unvollendet und drohend in der Luft stehen, dann durchbohrte ihr Blick den Goblin.
„Ich kann Dir schlecht den Hintern versohlen, wenn ich Dich mit Süssigkeiten erwische. Doch ich hoffe, du erträgst die Konsequenzen wie ein Mann und stehst zu deinen Taten.“
„Wir sind jetzt im selben Boot“, flüsterte Lysa Jeelen zu und drückte ermutigend seine Hand.
„Nachdem wir das nun geklärt haben… sollen wir aufbrechen?“, schlug Rósa mit einem versöhnlichen Tonfall vor und grinste den mit Süsskuchen und anderem Kram vollbepackten Seweryn schief an.
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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise fĂĽr den feinen Gaumen

#66

Beitragvon Seweryn » So 22. Jan 2017, 20:01

<Uuuuuuha.>, Seweryn wollte sich einfach nicht in die Standpauke einmischen. <Die beiden kriegen ganz schön ihr Fett weg.>. So saß er also da und schaute ernst drein, während eine Münze durch die Finger seiner linken Hand wanderte. Auch wenn er etwas Mitleid mit klein-Lysa hatte, so wie sie da stand...den Ärger gab es schon irgendwie zurecht. Sicherlich, Jeelen würde damit bestimmt besser klar kommen. Kurz drifteten seine Gedanken ab, doch plötzlich fiel sein Name. "Keine Besuche ohne Aufsicht.", wiederholte er emotionslos und nickte. Dann sollte er die....Süßigkeiten einsacken?
Schließlich stand Seweryn auf, nahm einen der Beutel, in denen Einkäufe verstaut waren und stellte sich abwartend vor Jeelen und Lysa. Bald hatte er einige Süßwaren beisammen, ging zum Tisch, blieb dann aber doch auf halbem Weg stehen. "Ehm. Ihr zwei...", er drehte sich wieder zu Lysa und Jeel um. "Wir waren uns doch einig...ALLE Süßigkeiten bitte.". Wieder hielt er ihnen den Beutel hin. <Mal sehen, ob das funktioniert.>, dachte er und war selbst etwas gespannt.
Kurze Zeit später waren sie sich einig: Die Reise sollte weitergehen. "Ja, auf gehts! Die Vorräte und die anderen Einkäufe sind bereits verstaut, wir haben auch noch einiges an Weg vor uns.". Seweryn befestigte den Beutel mit dem Süßkram an seinem Rucksack.

Es dauerte nicht lang, da war die Gruppe abreisefertig. Seweryn verabschiedete sich noch von Khira, gab ihr einen Kuss und flüsterte ihr etwas zu. Sie lächelte ihn nur mit großen Augen an und drückte ihm etwas in die Hand. Nachdem er ihr noch einmal durch das Haar gestrichen hatte, drehte er sich zum Rest der Gruppe um. "Na dann...packen wirs!". So stapfte Seweryn zu "seinem" Pferd und schwang sich in den Sattel. "Ich nehme an, wir reisen wieder zusammen?", fragte er in Lysas Richtung, schaute dann aber auch fragend zu Rósa hinüber.

Nach einigen Minuten hatten sie die Stadttore von La Grange hinter sich gelassen. Die kleine Gruppe zog weiter die schmale LandstraĂźe entlang. Seweryn war in Gedanken noch eine Weile bei Khira, wandte sich dann aber noch mal an Lysa, die etwas brummelig vor ihm im Sattel saĂź. "Hey, Lysa.", flĂĽsterte er. "Ich werde nicht mit dir schimpfen oder so, aber versprich mir bitte, dass du dafĂĽr sorgst, dass sowas wie auf dem Marktplatz nicht noch mal passiert, hm? Ich glaube, du kriegst das auf jeden Fall hin, oder?". Er beugte sich seitlich in das Blickfeld der kleinen. "Und jetzt tu mir doch mal einen Gefallen und lach mal wieder.". Freundschaftlich stubste er Lysa in die Seite.

"Rósa? Jeel? Wohin gehts als nächstes?", Seweryn warf einen kurzen Blick nach oben. Der Himmel war leicht bewölkt. "Übrigens! Ich habe ein neues Gewürz probiert und auch für uns eingekauft. Falls wir demnächst an etwas Frischfleisch kommen, so würde ich das gern einmal testen. Angeblich soll es sowohl zu Fisch, als auch zu Fleisch wunderbar passen.". <Wie kann ich eigentlich schon wieder Hunger haben?!>
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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise fĂĽr den feinen Gaumen

#67

Beitragvon JEELEN » Mo 23. Jan 2017, 19:33

Jeelen hörte Rosa mit schlechtem Gewissen zu. Er hatte ja selbst erkannt, wenn auch mit ausreichend Verspätung, dass er ihr eine Nachricht hätte hinterlassen sollen. Lysa nahm die Schuld für die Kakaobohnen auf sich, wobei er eine Teilschuld trug. Er hätte die Info von der Kleinen hinterfragen können oder besser gesagt sogar hinterfragen sollen.

Aber wenn es um SĂĽĂźkram ging, da siegte seltsamerweise immer seine Gier ĂĽber seinen Verstand. Das hatte er ja bereits Lysa eingestanden. GroĂź ĂĽberreden musste die Kleine den Goblin schlieĂźlich nicht.

Die Standpauke von Rosa hatte er sich wohl mehr verdient als die kleine Lysa. Als die Kurze dann ermutigend seine Hand drückte und sagte sie säßen im selben Boot, konnte er nur zustimmen.

"In Ordnung brechen wir auf", stimmte der Goblin zu und händigte Sew noch einige Süßigkeiten aus, als dieser erneut nachhakte.
"Nur zur Erläuterung, die waren für Pulga...", flötete der Goblin mit entwaffnendem Grinsen.

Der Goblin warf einen sehnsĂĽchtigen Blick auf den Rucksack von Seweryn. Aber da Lysa verzichten musste, verzichtete er auch auf alle SĂĽĂźigkeiten.

Es dauerte nicht lange und die Gruppe war wieder unterwegs. Sie hatten die Stadttore von La Grange hinter sich gelassen und ritten weiter auf der Landstraße. Sew fragte wohin es sie als nächstes verschlagen würde und erzählte ihnen, dass er ein neues Gewürz erstanden hätte. Angeblich sehr lecker für Fisch und Fleisch. Bei der Erläuterung musste der Goblin breit grinsen.

"Frischfleisch? Hattest Du doch gerade erst Sew. Schon wieder hungrig?", grinste der Goblin gut gelaunt.

Jeelen versuchte es sich so gemütlich wie möglich auf dem Pferderücken zu machen und dachte nach.

"Nun Rosa hatte mich zu Anfang unserer Reise gefragt, ob auf Asamura bestimmte Personen geächtet werden und ich habe ihr erklärt warum wer mit wem im Streit liegt. Du hast erzählt Rosa, dass Dir Naridien als ein sehr liberales Land erscheint und Du dorthin mit Deiner Tochter ziehen möchtest, wenn sie ihre Ausbildung abgeschlossen hat.

Wo soll Lysa eine Ausbildung erhalten und als was?

Wenn Du Dir um Völker- und Fraktionsstreitigkeiten keine Gedanken machen möchtest, schlage ich das Gebiet der Handelsallianz vor. Dort leben alle Völker gemischt miteinander. Einige Freunde von mir wohnen ebenfalls dort. Der eine oder andere hätte aufgrund seiner Rasse vermutlich woanders starke Probleme, aber dort in Shohiro hat sie keiner.

Einer meiner Freunde ist ein Düsterling. Und glaube mir, er hätte woanders als im Gebiet der Handelsallianz seine Probleme. Dabei ist er ein ganz netter Kerl. Du bist was Du bist und solange Du Dich an das Gesetz hältst und niemandem etwas zu Leide tust, lebt dort jeder sein Leben", erklärte Jeelen.

`Oder Dich nicht erwischen lässt´, fügte er gedanklich an.

"Also wo möchtest Du hin? Zur Handelsallianz kann ich Dir sagen, dass er herrschende Grundgedanke der ist, dass alle Völker in Frieden und Harmonie zusammen leben können. Es scheint zu funktionieren. Die Handelsallianz setzt sich für kulturellen Austausch ein, wodurch die kulturellen Grenzen teilweise verbleichen oder ganz verschwinden.

Kinder wachsen in der Handelsallianz mit dem Verständnis für andere Kulturen auf. Sie nennen es eine "Verständniskultur".

Ich bin sehr gerne dort. Also wie gesagt, mein Vorschlag lautet Shohiro. Es sei denn Du hast einen bestimmten anderen Wunsch. In Shohiro kann man soweit ich weiß, jedes Handwerk erlernen. Allerdings müssen wir dann genau in die entgegengesetzte Richtung und es ist ein ganzes Stück Weg. Überleg es Dir", erklärte der Goblin freundlich.
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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise fĂĽr den feinen Gaumen

#68

Beitragvon RĂłsa vom Wolfsclan » Di 24. Jan 2017, 16:00

Lysa war aussergewöhnlich still, als sie vor Seweryn auf dem Pferd hockte. Trotzdem war sie froh, dass sie mit ihm reiten durfte und nicht mit ihrer Mamma.
Tatsächlich verwickelte sie Seweryn auch bald in ein Gespräch.
„Ich wollte dem Jungen doch nur helfen“, erklärte sie nun auch Seweryn.
„Es ist doch nicht in Ordnung, dass er hungern muss, während wir uns den Bauch vollstopfen können!“, sie klang ganz empört ob dieser Vorstellung.
Dann erinnerte sie sich aber daran, dass ihre Mamma bestimmt nix davon hören wollte und sie fügte vorsichtshalber schnell an: „Ich werde nicht mehr klauen. Es ist nicht ehrenvoll. Beim nächsten Mal werde ich Dich, Jeelen oder Mamma danach fragen.“
Lysa hoffte, dass sie nicht mehr in so einer Patsche landen wĂĽrde, denn der Junge hatte ihr wirklich leidgetan.
„Hilfst Du auch den Schwachen, Seweryn? So wie Segira es möchte? Mamma sagt, andere Völker verehren andere Götter. Segira ist manchmal sehr streng.“
Vielleicht gab es ja noch eine Gottheit, die zu ehren nicht ganz so anstrengend war…
Als er sie freundlich anstubste, zauberte er tatsächlich ein Lächeln auf ihr Gesicht.
Seweryn erzählte vom Kochen und Lysa hörte interessiert zu.
„Zeigst Du mir, wie Du kochst? Mamma kann nicht so gut kochen“, sofort blickte sie sich nach Rósa um, doch diese war ausser Hörweite.
„Ich kann dafür das Wasser heiss machen! Ohne Feuer! Das geht viel schneller“, stolz strahlte sie ihn an.
„Wenn Du beim nächsten Mal kochst, dann zeig ich Dir das“, dann erinnerte sie sich jedoch wieder an seine Warnung, „darf ich das, Sew?“

Inzwischen beschäftigte sich Rósa mit der Frage nach dem Wohin ihre Reise denn nun konkret gehen sollte.
„Shohiro...“, sie dachte über den Vorschlag nach.
„Nun, ich habe mich in der Stadt vorsichtig erkundigt nach einer geeigneten Akademie. Tatsächlich soll es in Shohiro auch eine Akademie geben, welche für Lysa passend sein könnte. Aber was heisst in die entgegengesetzte Richtung? Wir sollten uns für einen Weg entscheiden. Was meint denn Seweryn dazu?“
„Kann ich dann eine richtige Schule besuchen?“, hörte man die Kinderstimme begeistert rufen.
„Werde ich dort nicht komisch angeguckt von den anderen Kindern?“
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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise fĂĽr den feinen Gaumen

#69

Beitragvon Seweryn » Di 24. Jan 2017, 19:24

<Oh, das sieht man selten.>, dachte Seweryn, als er bemerkte wie still Lysa doch war. Die Ansage von RĂłsa hatte ihre Wirkung in keinster Weise verfehlt, was auch eigentlich gut war.
Lysa wollte sich...rechtfertigen. Seweryn nickte nur und lächelte stumm. <Wie lieb sie einfach ist...>.
Sie fragte, ob er auch den Schwachen helfe. Seweryn dachte kurz nach und wog seine Worte vorsichtig ab. "Ja, eigentlich helfe ich jedem, der meine Hilfe benötigt.". Die Tatsache, dass dafür die ein oder andere Münze springen musste, verschwieg er in weiser Voraussicht einfach mal. "Manchmal muss man aber gut aufpassen, da man sonst ausgenutzt wird oder weil die Leute nicht so sind, wie sie vorgeben zu sein.". Er nutzte die Gelegenheit und erzählte Lysa von einem seiner Erlebnisse, wo ihn tatsächlich jemand aus recht fragwürdigen Gründen anheuern wollte. Dabei wählte Seweryn seine Worte so, dass sie für Kinderohren bestimmt waren. Lysa schien zu verstehen.

Auch seine Blicke schossen zu Rósa, als Lysa erwähnte, dass sie nicht gut kochen könne. Zum Glück hatte sie nichts mitbekommen. "Natürlich zeige ich dir das. Pass auf, wir bereiten einfach das nächste Abendessen zusammen zu, hm? Was sagst du dazu?". Ein grinsen zog über Seweryns Gesicht, als Lysa von ihren Künsten des Wassererhitzens berichtete. "Ja, darfst du.". Flüsternd fügte er hinzu: "Was hälst du davon, wenn wir deine Mamma und Jeel überraschen? Wir setzen uns bei der nächsten Rast zusammen und kochen. Die beiden dürfen das natülich nicht sooo sehr merken.". Ein verschwörerischer Gesichtsausdruck folgte seinem Vorschlag. <Tut der kleinen vielleicht mal ganz gut...diese Ablenkung.>

"Jeel...wegen der Frischfleisch-Geschichte.", er nickte dem Goblin etwas herausfordernd zu. "Was soll ich tun? Es gibt einfach gewisse Sachen, da kann Mann einfach nicht nein sagen. Außerdem...". Seweryn lenkte das Pferd näher an Rósa und Jeelen heran, sodass er dem Goblin etwas zuflüstern konnte. "Man kann es immer treiben...aber man sollte es nicht übertreiben.". Er blickte erst finster drein, prustete dann jedoch los und reihte sich lachend wieder in die Formation ein. Mit Jeelen konnte er einfach irgendwie gut rumalbern und das gefiel Seweryn.

Die Reise ging weiter und Jeelen und RĂłsa planten die weitere Route.
"Was ich dazu meine?", fragte Seweryn und zuckte dann mit den Schultern. "Wohin es uns auch verschlägt, ich bin bei euch. Ich muss zugeben, ich war noch nie in Shiro...Shorho...der Stadt. Etwas Abwechslung würde mir bestimmt auch gut tun.". Lysa fragte nach einer richtigen Schule und Kindern, die sie nicht komisch angucken. Für einen Moment trafen Seweryns Blicke wissend die von Rósa und er wirkte zuversichtlich. "Wird schon werden.", brummelte er, wenn überhaupt nur von Lysa hörbar, vor sich hin.

Der Wind frischte etwas auf und der Himmel füllte sich langsam aber stetig mit Wolken. "Sieht nach Regen aus.", stellte Seweryn nüchtern fest. "Wir sollten vielleicht in den nächsten Stunden immer mal wieder Ausschau nach einer Unterstellmöglichkeit halten.", schlug er vor.
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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise fĂĽr den feinen Gaumen

#70

Beitragvon JEELEN » Di 24. Jan 2017, 20:01

Der Goblin grinste Seweryn nach seinem Kommentar bezĂĽglich des Frischfleischs breit an.

"Dazu fällt mir auch ein Spruch ein, aber den sage ich Dir irgendwann mal, wenn alle anderen schon schlafen. Du verstehst schon, ist nicht für alle Ohren bestimmt", gab Jeelen gut gelaunt zurück.

"Sho-hi-ro... oder ganz kurz die Stadt", lachte Jeelen, "wird Euch gefallen".

"Ich würde mal dreist behaupten, dort gibt es nichts, was es nicht gibt. Und wieso sollte jemand dort auffallen, nur weil Noraka ist? Damit fällt dort niemand auf. Selbst Vampire und Ghoule leben dort. Und Düsterlinge.

Also wenn ein DĂĽsterling dort in aller Seelenruhe leben kann, dann zwei Noraka garantiert auch.

Wie die Schulbildung dort ist, davon habe ich keinen blassen Schimmer. Ich hab kein Kind dass zur Schule muss, auĂźer ich selber vielleicht. Vermutlich gibt es dort Akademien und Schulen.

Wobei Du vielleicht damit das gleiche meinst Rosa. Eine Akademie ist doch nichts anderes als eine Bildungs- oder Ausbildungseinrichtung. Oder meinst Du sowas wie eine Hochschule?

Sowas findest Du bei Goblins. Die haben ein gut ausgebautes Schulsystem. Handelsschulen, Handwerksschulen und auch eine Akademie der Wissenschaften. Heilkram und so weiter wird im Tempel des Ainuwar geschult.

Aber ob dort auch Fremdrassen ausgebildet werden, bezweifele ich.

Es werden nicht mal alle Goblins auf eine Schule geschickt. Die Schulen haben eine bestimmte Anzahl an Plätze und so bekommen nur die Besten eine Chance auf einen Schulbesuch.

Ich selbst war auf keiner Schule. Alles was ich so weiĂź, wurde mir von Freunden beigebracht oder hab ich mir irgendwie selber beibringen mĂĽssen.

Wir können uns in Shohiro umhören, was es dort für Bildungseinrichtungen gibt. Ich kenne auch ein paar Leute dort, die ich fragen könnte.

Die wichtigste Frage ist allerdings, woran hat Lysa SpaĂź?
Einen Beruf zu erlernen den man den Rest seines Lebens verflucht ist grauenvoll. Glaub mir das.

Entweder wird man mĂĽrrisch, oder man flieht aus dem eigenen Leben. Oder beides.

Bezogen auf den Weg. Wir müssen zurück Richtung Westen. Ich würde vorschlagen An Beaufort vorbei, dann Richtung Syriel, ab da kurz nördlich halten Richtung Königstal und von dort aus wieder westlich die ganze Küste entlang herunter.

Zuerst kommen wir an Obenza vorbei und ein StĂĽck weiter haben wir dann schon die Hauptstadt der Handelsallianz Shohiro erreicht.

Ist ein weiter Weg, aber wie gesagt, wenn Du Befürchtungen hast, erneut irgendwo angefeindet zu werden, dass ist die Handelsallianz der Ort Deiner Wahl. Und falls es da nicht laufen sollte, wäre wohl die letzte Möglichkeit sich den Rakshanern anzuschließen.

Die sind ein ziemlich liberales Volk. Das als Info nebenbei. Nur wenn Dich jemand fragt, vor allem ein Zwerg - habe ich nie etwas ĂĽber Rakshaner gesagt", grinste Jeelen.

"Ich bin dann mal so frei und bestimme, dass wir umdrehen und den von mir vorgeschlagenen Weg einschlagen. Je eher wir losziehen, je eher sind wir da", sagte der GrĂĽne freundlich.

Der Goblin folgte Seweryns Blick gen Himmel.
"Du hast Recht Sew. Ich halte die Augen auf", stimmte Jeelen Sew zu.

Die Gruppe machte kehrt und nahm den ersten Wegabschnitt Richtung Shohiro in Angriff.
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