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BeitragVerfasst: Mo 19. Jun 2017, 17:00 
Freiherr
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Volk: Naridische Almanen
Beiträge: 151
Varmikan und Dave musterten Urako gut gelaunt, als dieser mit ebenfalls blendender Laune ins Wohnzimmer geeilt kam. Gasmi hatte er direkt im Schlepptau.

Einen Moment später zog ein Übelkeit erregender Gestank auf und Mauli der Ghul gesellte sich zu ihnen. Gasmi war sofort außer sich, was man bei Maulis Anblick nur zu gut verstehen konnte.

Dave musterte Mauli angewidert und schüttelte den Kopf. Dabei war es nicht der arme Mauli, der Dave anwiderte, sondern der Umstand wie sehr heruntergekommen der Ghul war. Und Schuld daran war nicht der Ghul.

"Wenn Du schon nicht im Stande bist einen Untoten zu versorgen, wie sieht es dann mit lebenden Geschöpfen aus?

Ich frage Dich dass, weil ich eigentlich vor gehabt hatte Dir Vorschußlorbeeren zu gewähren, wenn Du Dich Urako gegenüber anständig verhältst und Dein Wort nicht brichst. Im Gegensatz zu Gasmis Ausführung wollte ich Dir keine Topfpflanze schenken, sondern ein Tier. Sowas festigt eigentlich den Charakter, aber wenn wir nun Mauli fragen würden, was glaubst Du würde er über Deinen Charakter sagen Mo? Was hätte er zu berichten?

Nicht nur dass Du Mauli hast verkommen lassen, Du hast Dich scheinbar kein Stück um ihn gekümmert. Du hast Crize Dein Wort gegeben, dass Du Dich um ihn kümmerst.

Ist ja nicht so, als wäre Crize unwichtig für meinen Mann!
Das ist zufällig der Nekromant, der Varmikan ermöglichen soll, mit seinem ehemaligen Partner zu sprechen.

Ich kümmere mich jetzt um Mauli und versorge ihn Mo.
Danach ist dass Deine Aufgabe, ganz so wie Du es versprochen hast. Du wirst mir täglich Bericht erstatten, ob und wie Du Mauli versorgt hast.

So etwas wie das hier mit Mauli, kommt nie wieder vor, dass wir uns verstanden haben",
sagte Dave schneidend.

Der Magier schaute kurz seinen Neffen an, ehe beide aufstanden, Mauli unterhakten und ihn bis vor die Vorratskammer schleppten. Dort setzten sie den arg in Mitleidenschaft genommenen Ghul ab und plünderten die Vorräte. Alles was an Fleisch zu finden war, legten sie Mauli hin, damit er sich satt fressen konnte.

"Scheiße noch eins, Mauli ist doch wirklich ein schöner Ghul. Und er war doch Morasa einziger Untoter. Da ist dass doch nicht so schwer ihn zu versorgen.
Paps hat Horden von denen und keiner sah je so aus!

Mauli war doch immer gut zu Mo.

Hey Davy, im Grunde war doch Mauli sogar Mo´s Freund. Wir sollten Mauli annektieren, oder ihn zu einem Mitglied der Geister machen. Jedenfalls so kann das nicht laufen. Ich dachte gerade ich gucke nicht richtig",
stöhnte Anwolf.

"Du guckst schon richtig. Entweder hat er keine Ahnung von Ghulen, dann hätte er Crize fragen müssen. Oder er hat keine Ahnung was Verantwortung für andere Personen und Lebewesen angeht, dann wird er das lernen müssen und zwar zügig.

Wir nehmen ihm Mauli nicht weg. Davon haben weder wir noch Mo was. Denn wenn er ihn aus reiner Bequemlichkeit verlottern ließ, lernt er daraus nur, dass er sich nicht kümmern muss und schon erledigt wer anderes die unbequeme Arbeit für ihn. Das ist hier nicht der Fall.

Und wenn ich ihn jede Viertelstunde fragen muss, ob er Mauli versorgt hat, dann werde ich das tun. Solange bis es ihm in Fleisch und Blut übergegangen ist, oder es ihm dermaßen auf den Sack geht, dass er es von ganz alleine erledigt.

Schöner wäre es natürlich, Mo täte es aus Überzeugung und Zuneigung zu Mauli heraus. Ich vermute einfach, der Waldalb hat Null Ahnung was die Versorgung von irgendwelchen Wesen angeht.

Aber nichts was man nicht lernen kann, notfalls auf die harte Tour",
grinste Dave seinen Neffen an.

"Damit Dir nichts entgeht, werden Varmi und ich auch ein Auge auf ihn haben", grinste Wolfi zurück.
"Keine Ahnung woher, aber irgendwie wusste ich, dass Du das sagen würdest", lachte Dave leise.

"Weil ich ein netter Kerl bin, darum", gab Wolfi zurück und strich Mauli über den Schädel.
"Bleibst Du hier und kümmerst Dich um unseren "Patienten Mauli", dann gehe ich zurück, esse was und kann dann direkt in die Stadt abrücken?", fragte Dave.

"Ja klar, geh nur. Ich passe auf Mauli auf", antwortete Wolfi.
"Ich nehme Mo trotzdem mit, oder gerade deshalb. Bis später Kurzer und Danke", sagte Dave und ging zurück ins Wohnzimmer.

Der Naridier setzte sich wieder neben Varmikan, nahm sich vom Hühnerfrikasse und aß eine kleine Portion.

"Iss Mo, wir brechen auf sobald ich fertig bin", sagte Dave.
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BeitragVerfasst: Mo 19. Jun 2017, 17:14 
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Volk: Goblin
Beiträge: 44
Varmikan schaute Pavo fragend an. Der alte Goblin war über den offenen, fragenden Blick des Frostalben erstaunt. Pavo schüttelte langsam den Kopf.

"Keine Ahnung ob Dave und Wolfi Mauli wieder gesund bekommen. Ich kann Dir nicht mal sagen, ob gesund überhaupt ein passendes Wort für einen Ghul ist. Immerhin ist er nicht lebendig, aber auch nicht tot, sondern untot. Von gesund oder krank kann man da glaube ich gar nicht mehr sprechen.

Allerdings muss ich da Morasa in Schutz nehmen. Er kann sich doch gar nicht mit Ghulen auskennen, wenn er kein Nekromant ist. Und sind wir mal ehrlich, wenn dieser Rakshaner seine lebende Leiche hier nicht vergessen hätte, wäre sie auch nicht in diesen Zustand geraten.

Jemanden unbedarftes einen Ghul aushändigen ist doch nicht nur verantwortungslos, sondern auch gefährlich. Selbst wenn Morasa um Mauli gebeten hat, hätte sich dieser Rakshaner davon überzeugen müssen, dass er mit der Haltung von Ghulen vertraut ist!

Ihr würdet doch auch niemanden, der keine Ahnung hat einen Säugling aushändigen. Wie das für den kleinen Tropf ausgeht, können wir uns vorstellen.

Oder ein anderer Vergleich, keiner von uns würde jemand ungeschultes eine Repetierarmbrust schenken, weil er die Waffe so schön findet. Die erste logische Frage wäre doch, kann er damit umgehen und die zweite Frage die man stellen sollte wäre, was will er damit?

Das hätte man von dem Rakshaner auch erwarten dürfen!
Was uns dazu führt zu fragen, ob dieser Rakshaner selbst genug Reife besitzt Ghule zu erschaffen. Sein Können spricht ihm niemand ab, aber ob er sie erschaffen sollte, die Frage sollte er sich selbst stellen. Ich sage eindeutig nein.

Wie Gasmi schon sagte - das ist keine Topfpflanze.
Ich sehe die Schuld garantiert nicht bei dem armen Mauli, er ist hier das Opfer auf ganzer Linie. Er wurde verschenkt wie ein altes Kissen.

Ich sehe aber auch nicht die Schuld bei Morasa.
Der Waldalb ist hier neu, steht ziemlich für sich alleine und so ein Ghul macht schließlich auch was her. Warum er ihn angenommen hat ist doch eindeutig. Er hatte damit jemanden an seine Seite und die beiden hatten sich doch gut verstanden.

Vielleicht sollte der Rakshaner seine Ghule nicht wie Bonbons an kleine Kinder verteilen oder jedem aufs Auge drücken, der sich einen wünscht. Das kann sehr böse enden, da hat Gasmi schon Recht.

Aber soviel Weitsicht ist natürlich zuviel verlangt von einem Rakshaner. Vielleicht hat er ihn auch bewusst Mo angedreht um hier Chaos zu stiften!

Mich würde das ja nicht wundern. Im Chaos stiften sind Rakshaner ja erste Klasse",
sagte Pavo.

Der alte Goblin schöpfte sich eine große Portion Reis und Gemüse auf und fing genüsslich an zu essen.
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BeitragVerfasst: Mo 19. Jun 2017, 17:20 
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Die Handelsallianz (1)
Lydia kam aus der Küche und kaum dass sie im Wohnzimmer stand verschlug ihr ein pestilenzartiger Gestank den Atem. Die Zwergin wedelte mit der Hand vor ihrer Nase herum. Auch wenn sie sonst nicht empfindlich war, aber im Moment drehte ihr der Gestank den Magen um

"Da fallen ja die Fliegen von der Wand! Ich glaub das nicht!
Also ehrlich, ist DAS nötig beim Mittagstisch?

Welche Sau von Euch war das und hat beim Mittagstisch gefurzt?",
fragte die Zwergin aufgebracht.
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BeitragVerfasst: Mo 19. Jun 2017, 20:56 
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Die Handelsallianz (1)
Aino konnte sich ein Lachen nicht verkneifen und grinste Lydia breit an.

"Niemand hat hier gefurzt Lydia, Mauli war nur anwesend, der Ghul von Morasa. Leider in einem etwas lädierten Zustand.

Wo wir beim Thema wären.
Ich glaube nicht, dass Morasa den Ghul bewusst in diesen Zustand gebracht hat. Wir waren gerade alle dabei zueinander zu finden. Mo hatte Urako die Hand zum Frieden gereicht. Das Urako dies nicht so ohne weiteres nach den Drohungen hingenommen hat, dürfte logisch sein.

Mo hat gefragt, was Urako noch erwartet und Urako hat ein Friedensessen vorgeschlagen. Mo erklärte sich damit einverstanden. Das Essen steht noch aus und ich hoffe, dass es gut schmecken wird.

Kaum dass die ersten Wogen geglättet sind, kommt es zu neuem Unmut.

Einerseits verständlich. Aber auf der anderen Seite Leute ich bitte Euch! Wir sind Assassinen, ich glaube wir haben schon anderes gesehen als einen halbverfaulten Ghul. Jeder einzelne von uns ist ein Berufsmörder, wir sind demnach für mehr verantwortlich als für einen kriechenden Untoten!

Wie soll Morasa in die Gruppe finden, wenn er leider von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt?
Dass schafft er dann doch gar nicht.

Wenn aus dem Untoten, ein Toter wird ist das eben so. Normalerweise sterben die Leute und weg sind sie. Mauli, so gern man ihn auch haben mag, wurde ja nichts gestohlen. Im Gegenteil, ihm wurde eine Existenz nach dem Tod aufgezwungen, denn ich glaube kaum dass er darum gebeten hat.
Und selbst wenn, wie gesagt wir haben schon mehr Leute bewusst und mit voller Absicht umgebracht, als Morasa jetzt den armen Mauli, den er scheinbar durch das ganze hin und her nur vergessen hat.

Der Streit schadet uns allen und wird sich nicht weiter aufschaukeln!

Du Morasa kochst Dein Versöhnungsessen für Urako nach besten Wissen und Gewissen. Ich erwarte von Dir, dass dieses Essen so schmeckt, dass man es einem König servieren könnte. Also gib Dir alle Mühe. Du hast Dir einen Schnitzer geleistet, Du hast die Hand zur Versöhnung gereicht, dies ist Deine Chance es bei Urako wieder gut zu machen.
Jeelen Du bist und bleibst Morasas Ansprechpartner für die erste Zeit was die Jobs angeht. Mo zieht die erste Zeit nicht alleine los, denn ich gehe davon aus, dass er die Großstadt nicht kennt. Nimm den Waldalben bitte auch so ein bisschen an die Hand und zeig ihm die Stadt und alles was er hier kennen und wissen muss Jeel. Ich verlasse mich auf Dich. Falls das nicht nötig sein sollte, korrigiere mich Mo.

Davy, Ghule interessieren Dich eigentlich nicht, Du magst Mauli als Person. Drum hat es Dich gestört. Aber weit schlimmer war für Dich Mos Unzuverlässigkeit. Jedenfalls war er das in Deinen Augen.

Zur allgemeinen Beruhigung, Mauli ist nicht tot!
Oder eigentlich ist er doch tot, aber nicht... naja auseinander gefallen.

Ich glaube nicht, dass Mo unzuverlässig ist Dave. Im Gegenteil unser Waldalb ist ein bisschen zu dienstbeflissen... vor allem was Dich angeht Davy. Er wird Mauli in dem ganzen Streit einfach schlichtweg vergessen haben. Oder hast Du heute Morgen die Abrechnung gemacht Großer? Nein, Du bist besoffen nach Hause getorkelt, hast Dich mit Puschel ausgesprochen, hast Dich mit Pavo ausgesprochen, bist baden gegangen und hast Dich schlafen gelegt.

Normal heißt es, wer saufen kann, kann auch arbeiten Dave.
Ich habe drüber hinweg gesehen, weil ich froh bin, dass Ihr drei Euch versöhnt habt. Dass die Versöhnung so friedlich zwischen Dir und Puschel abläuft hätte ich nicht für möglich gehalten, freut mich aber außerordentlich.

Also siehst Du jetzt auch über Mo´s Fehler hinweg Davy.
Was immer Du ihm kaufen wolltest, kauf es ihm bitte.

Der ganze Streit hat nicht nur Mo ganz strubblig gemacht, sondern uns alle.

Eine kleine Aufmerksamkeit Deinerseits Mo gegenüber als Kumpel, kann da nicht schaden.
Mo gibt diese Freundlichkeit dann an Urako weiter, indem er sich besonders große Mühe bei dem Versöhnungsessen gibt. Du verstehst mich Mo.

Und jetzt essen wir, guten Hunger Ihr Lieben",
entschied Aino freundlich.
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BeitragVerfasst: Di 20. Jun 2017, 09:46 
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Volk: Ghul (Naridier)
Beiträge: 3
Mauli schnupperte sofort an den Hühnerstückchen, wich dann aber enttäuscht zurück. Seine Hoffnung kehrte zurück, als zwei der Leute, deren Namen er dank seines verwesenden Gehirns wieder vergessen hatte, ihn unterhakten und in die Speisekammer zerrten. Dort schnüffelte er alles an, doch nichts war dabei, was er essen konnte, ohne grässliche Bauchkrämpfe, schier unerträgliche Schmerzen und eine Kombination aus Kotzerei und Scheißerei zu bekommen. Etwas, das die wenigsten Ghule öfter als zwei oder dreimal ausprobierten, ehe sie resigniert feststellten, dass sie nichts als Humanoidenfleisch fressen konnten.

Jemand strich ihm über die Glatze und Mauli drehte den Kopf, so dass die Hand ihm versehentlich übers Gesicht fuhr. Dabei streckte er die Zunge raus und schmeckte für einen Moment leckere, salzige Haut. Sein Magen knurrte. Selbst wenn ein Ghul schon zerfiel, die Eingeweide blieben bis zuletzt intakt.

Hilflos sah er den beiden Leute nach, die ihn hierhergebracht und ihm wohlmeinend einen ganzen Fleischberg aus tierischem Material aufgetürmt hatten, dann aber wieder verschwunden waren. Noch hatte er ein letztes Bisschen Verstand. Er musste es gut einsetzen, bevor er endgültig zur Fressmaschine wurde. Aber was jetzt? Er konnte nicht mehr einfach auf den Friedhof spazieren, um nachzusehen, ob in der Kapelle jemand aufgebahrt war. Dafür war die Verwesung zu weit fortgeschritten. Aber wenn er hier bleiben würde, würde er innerhalb von weniger als vierundzwanzig Stunden vor lauter Hunger jemanden anfallen.

Er kroch noch einmal zu ... Mo. Wenigstens dessen Name wusste er noch. Er stupste ihn zum Abschied an, damit er Bescheid wusste, dass er auf Nahrungssuche gehen würde. Zumindest sein alter Besitzer hatte diese Geste zu deuten gewusst. Danach würde er das Geisterhaus aus Sicherheitsgründen erst einmal verlassen, bis er hoffentlich etwas zu Essen fand, bevor er zerfiel.
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BeitragVerfasst: Di 20. Jun 2017, 10:51 
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Volk: Waldalb
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Schlüsselloch (1)
Morasa
 
schaute schuldbewusst Mauli an. Er hatte seinen Gul wirklich vergessen. Der Düsterling von Urako beschuldigte ihn sofort, dass er unzuverlässig ist und man ihn nicht einmal eine Topfpflanze geben konnte. Morasa bliess sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und wollte passend antworten. Aber er sagte nichts. Er sah Mauli an und schwieg. Der Düsterling wollte sich bestimmt nur für seine Drohung an seinen Mann rächen, aber trotzdem hatte der Dämon recht. Mo hätte an Mauli denken müssen. Nicht wegen der Gefahr, die anderen konnten ja die Tür abschliessen. Aber er mochte Mauli sehr und dann hatte er ihm das angetan.
 
„Es tut mir leid, dass wollte ich nicht.“
 
Der Waldalb sagte das ganz leise. Nur die Goblins, andere scharfe Ohren oder Varmikan mit seine Albenohren konnten hören was er gesagt hatte.
Dann beschloss Dave ebenso auf ihm herum zu haken, weil er versagt hatte. Pavo nahm ihn in Schutz, was Morasa freute. Der alte Goblin hatte sogar ein bisschen Recht. Er wusste wirklich nicht, was Mauli zu essen bekommen sollte. Das Essen was Gasmi ihn hinlegte, nahm er nicht an. Der Nekromant hatte Mauli nicht als Falle für seine Kameraden zurückgelassen, dafür hatte er Mauli zu gerne gehabt. Das der Rakshaner ihnen vielleicht schaden wollte, konnte sich Mo vorstellen. Aber seinen Mauli wollte er nicht schaden. Dafür war der Abschied zu freundlich. Mo merkte sich, dass Pavo die Rakshaner genauso hasste wie er selber. Er berichtigte sein Urteil über den alten Heiler, jetzt mochte er ihn.
Dave und Wolfi nahmen Mauli mit und verschwanden um ihn zu füttern.
Als sie wiederkamen nahm sogar Aino ihn in Schutz und sagte Dave etwas zu seinen eigenen Fehlern. Er wollte nicht dass Dave Ärger bekam, weil er so nachlässig gewesen war, Mauli zu versorgen. Dabei hatte er Mauli sehr gerne. Aber Aino hatte Recht, dass sie Frieden halten sollten. Und dass er keine Chance hatte in die Gruppe zu finden, wenn sie alle nur seine Fehler sahen und keiner helfen wollte. Das hatte er doch nicht gewollt. Aino verlangte, dass er das Versöhnungsessen perfekt kochen sollte. Morasa hatte vor genau das zu tun. Jetzt nicht nur alleine für Urako, sondern auch für Aino und Pavo, weil die zwei zu ihm gehalten hatten und ihn beschützt hatten. Und genauso für Dave und Wolfi, weil er sein Wort gegeben hatte.
 
„Danke Pavo und Aino. Das Essen werde ich so gut kochen wie ich kann. Gibt es was, was du nicht essen magst Urako? Oder hast du einen Wunsch was es dazu geben soll? Ich wollte Gulasch machen.
Wegen den Geschenk Dave, ich habs nicht verdient. Du musst mir nichts kaufen. Gib es mir ein anderes mal, wenn ich es verdient hab.“
 
Morasa hatte keinen Hunger mehr.
Mauli kehrte zu ihm zurück und stupste ihn an und wollte sich verdrücken. Der Waldalb hielt den Gul fest und schaute hilfesuchend zu Wolfi.
 
„Wolfi, dein Vater ist Nekromant wie Crize, kannst du ihn über Gedanken bitte fragen was Gule essen? Er scheint nichts zu essen von unseren Zeug.
Vielleicht muss es frisch geschlachtet sein? Dann gehe ich auf Jagd für ihn. Frag deinen Vater, ehe er verhungert.“
 
Mo hielt Mauli fest und versuchte ihm etwas von dem Hähnchenfleisch in den Mund zu drücken, damit er ein bisschen was im Bauch hatte.
 
„Es wird alles wieder gut, es tut mir leid Mauli.“
 
 
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BeitragVerfasst: Di 20. Jun 2017, 18:23 
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Beiträge: 55
Wolfi nickte knapp auf Morasas Frage hin. Die meisten Anwesenden verzogen die Gesichter, da Mauli seinen Pestilenz artigen Gestank im Wohnzimmer verbreitete.

Anwolf machte das nichts aus, er war den Gestank der Untoten und Toten gewöhnt.

Warum Mauli allerdings nichts fressen wollte, wusste er nicht. Gut Anwolf kannte sich auch nicht mit Untoten aus. Er hatte sich nie für Nekromantie interessiert, jedenfalls nicht in der Ausführlichkeit, wie es sein Vater zu tun pflegte.

Wolfi nahm die Untoten einfach als gegeben hin. Sie waren praktisches Personal. Sie waren an ihren Herren gebunden, sie wurden nicht krank, sie streikten nicht, sie lungerten nicht herum, sich drückten sich nicht vor der Arbeit, sie verlangten nie längere Pausen oder sogar eine Lohnerhöhung, es waren perfekte Bedienstete.

Leibeigene waren selbstverständlich auch gute Bedienstete, aber manche von ihnen mischten sich dann doch etwas zu sehr in das Privatleben ihrer Herren ein.

Es war ein schmaler Grat zwischen Aufmerksamkeit und krankhafter Neugier. Irgendwann hatte Wolfis Vater beschlossen, dass jede Aufmerksamkeit für ihn krankhafte Neugier war.

Da man Leibeigene nicht entließ, sondern höchstens verstoßen konnte und Ansgar darin keinen Vorteil für sich sah, hatte er vor Jahren seine Leibeigenen in Untote „umfunktioniert“.

Wolfi erinnerte sich nur noch düster daran. Nicht weil es den jungen Mann anekelte, oder er sich mit Grauen daran erinnerte, sondern aus dem einfachen Grund, weil er sich kaum noch daran erinnerte.

Seine Kindheit und Jugend hatte er in einem Zuhause verbracht, dass andere vermutlich als Abgrund empfunden hätten. Aber im Gegensatz zu seinem Vater und seinem Onkel, hatte er gemeinsam mit seinem Bruder Linhard das Paradies in diesem Abgrund gehabt.

Auch wenn die Umwelt der kleinen von Hohenfelde scheinbar dem einer Dämonenebene glich, lebten sie darin völlig anders als ihr Vater eine Generation zuvor. Das Wolfis Zuhause kein Dämonenreich mehr war, dafür kämpfte sein Vater.

Aus diesem Grund musterte Wolfi auch Mauli nicht mit Ekel, Abscheu oder Übelkeit, sondern mit dem Blick mit dem Hundeliebhaber andere Hunderassen bedachten – schönes „Tier“, aber nicht mein Geschmack. Diese Botschaft lag in Wolfis Blick.

Der junge Naridier ließ sich in den Nexus fallen und rief nach seinem Vater.
Ansgar war nicht in Alessa, sondern praktischerweise in ihrem Herrenhaus in Shohiro.

`Kurzer was ist los?´, fragte Ansgar mental.
`Paps wir haben ein Problem. Also wir haben hier einen Ghul namens Mauli. Das Problem ist, er verwest in unserem Beisein und keiner kann ihm helfen. Sein Besitzer hat vergessen ihn zu füttern.

Jetzt ist der Mauli fast nur noch Gammelfleisch und er isst überhaupt nichts mehr.

Weder von unserem Hühnerfrikasse noch vom Reis. Dave und ich haben versucht ihm aus der Vorratskammer Fleisch zu geben. Aber scheinbar hat er das auch nicht angerührt. Sollte uns zu denken geben, was wir hier essen, wenn nicht mal ein verfaulter Ghul das Fleisch futtern möchte. Jedenfalls musst Du mir jetzt erklären, was ich tun soll, damit Mauli nicht den Löffel abgibt´,
übermittelte Wolfi.

`Hühnerfrikasse?´, hakte Ansgar nach.
`Ja, wir haben ihm etwas vom Mittagessen abgegeben, aber er isst es nicht Paps´, erklärte Wolfi.

Anwolf spürte, dass sich sein Vater über die übermittelte Information kringelig lachte.

`Wolfi, siehst Du den Verursacher des Problems in Deiner Nähe mein Kleiner?´,
fragte Ansgar belustigt.
`Ja…´, antwortete Anwolf.

`Schneide ihm die Kehle durch, dann hat der Ghul was zu Fressen´, übermittelte Ansgar lachend.
`Wir haben hier nur Löffel liegen. Das fällt voll auf, wenn ich jetzt in die Küche gehe und mit einem Brotmesser wiederkomme. Vor allem wenn ich mich damit hinter den Alben stellen und dann ratsch…. Nur Spaß. Nein dass kann ich nicht machen, weil er einer der Geister ist und Dave mag den Kerl. Die sind Kumpel. Wäre blöde wenn ich seinen Kumpel umbringe, dass macht man nicht´, gab Wolfi lachend zu bedenken.

`Ja mache empfinden das als unhöflich, ist mir auch schon aufgefallen Du Witzbold. Gut, vergiss den Tipp. Kurzer ein Ghul frisst nur Menschenfleisch. Tote. Bei Euch in der Nähe ist leider kein Friedhof, sonst hättest Du ihn dort laufen lassen können´, gab Ansgar zu bedenken.

`Na toll, sein Besitzer ist auch ein Waldalb! Ich hätte den völlig umsonst geschlachtet´, lachte Wolfi mental.

`Ein Waldalb? Und Dave mag ihn? Es sind Kumpel? Was hat Dave eigentlich für ein Tick mit Alben jeglicher Coleur?´, hakte Ansgar nach.
`Keine Ahnung. Er liebt Varmikan, den hast Du ja schon kennengelernt. Varmi ist ein Frostalb. Mit Morasa hat sich Dave gleich gut verstanden und das ist ein Waldalb. Und so eine Lichtalbin auf der Akademie hat ihm einen Affen geschenkt, die fand er von der Optik ansprechend´, übermittelte Wolfi.

`Eine Lichtalbin? Auch das noch, herje... wir können ja froh sein, dass er den Frostalben gefunden hat´, stöhnte Ansgar.
`Genau, der Meinung bin ich auch. Varmi ist meist ein ganz netter Kerl. Paps ich hab ihn schon zweimal ausgenommen´, übermittelte Anwolf.

`Wer sich ausnehmen lässt, hat es nicht besser verdient. Alben könnte der Ghul theoretisch auch fressen, aber ich bin mir nicht sicher. Versuch es nicht, es nützt nichts, wenn Du da so eine Sauerei veranstaltest und der Ghul lässt ihn am Ende auch noch liegen. Damit ist keinem geholfen.

Wir machen das anders, Du bist bei Davy wie ich spüre. Ich schicke Dir einen Eilboten mit Fresspaket für Mauli. Mit den besten Grüßen an diesen Waldalben. Kläre ihn auf, dass sein Ghul Menschfleisch braucht und kein Hühnerfrikasse!

Meine Güte, wer isst überhaupt Hühnerfrikasse? Das abgepuhlte Restefleisch von Hühnerknochen. Den Abfall vom Abfall, die Zubereitung von dem Fraß kann man nicht mal Kochen nennen. Ich glaube das fällt unter Alchemie, Giftküche. Isst Du den Scheiß gerade etwa?´,
hakte Ansgar nach.
`Nein, ich kam noch nicht dazu, allerdings hätte ich es wohl gegessen. Es sieht essbar aus Paps´, antwortete Wolfi irritiert.

`Vieles sieht harmlos aus und ist es nicht. Und so sieht dieser Scheiß essbar aus und ist es nicht. Das ist genauso wenn Du auf der Speisekarte in einem Restaurant liest ein Potpourri aus schlag-mich-tot.

Das ist eine feine Umschreibung für „Küchenreste vom Vortag mit Durchfall Garantie“.

Lass die Finger von dem Abfall und vor allem, gib davon nichts den Hunden!
Sie werden krank davon!

Vor allem wenn da Reste von Hühnerknochen drin sind.
Warne Dave!

Der Kerl ist genau wie Du viel zu gutgläubig und harmlos. Euch beide alleine losschicken, die Katastrophe ist vorprogrammiert.

Wie abgemagert ist Mauli, damit ich ungefähr abschätzen kann was ich Dir schicken muss. Nächste Frage, hast Du dort die Möglichkeit den Eilboten zu verarbeiten? Dann müsste ich weniger einpacken. Es wäre ungünstig falls der Gemeine ins Paket guckt und begreift, was er transportiert.

So wäre dem vorgebeugt und Du hättest etwas Vorrat für den Ghul. Falls Du keine Möglichkeit hast eine Hausschlachtung vorzunehmen, schicke ich Lin vorbei. Ist glaube ich besser, wenn ich Deinen Bruder schicke´,
antwortete Ansgar.

`Schick besser Lin und sag ihm er soll sich beeilen. Es sieht nicht gut für Mauli aus. Ich weiß nicht, wie die hier reagieren, wenn wir den Boten in den Keller schleifen.

Das sind zwar alles Entsorger, aber die scheinen manchmal echt zart besaitet zu sein.

Wenn die mich nicht hätten, der hier ständig für Ruhe und Ordnung sorgt, es ginge drunter und drüber. Der Neue zum Bespiel Paps ja, kommt rein. Hallo ich heiße Mo.

Zwei Sekunden später sagt er zu Urako, das ist hier Dein Vertreter, greif mich an und stirbt. Ich dachte so hö?

Ich meine dass ging schneller als auf einer Neujahrsfeier bei uns. Da saufen alle wie ein Loch und jeder will den anderen tot sehen. Aber bei uns warten die Leute mit den Drohungen wenigstens, bis sie alle schön hacke-dicke-breit sind.

Aber Mo war völlig nüchtern! Urako ist dann ausgeflippt, hat rumgeschrien, die Bude demoliert und nun kocht Mo für ihn. Ich habe Mo ins Gewissen geredet, so kam es zur Versöhnung. Wann meinst Du ist Lin hier?´,
fragte Anwolf.

`Wolfi Du bist eine Marke. In einer Viertelstunde. Pass auf Dich auf Mäuschen´, übermittelte Ansgar liebevoll und trennte die Verbindung.
Anwolf blinzelte und kratzte sich am Kopf.

„Paps schickt Mauli ein Fresspaket, es ist in einer Viertelstunde hier. Mein Bruder bringt es vorbei. Gleich hat Mauli was zu Fressen. Ach und ich soll Dir ausrichten Mo, Ghule fressen ausschließlich Menschenfleisch.

Du musst ihn auf einen Friedhof lassen, oder auf einem Schlachtfeld. Oder eben einen Versorger haben, wo Du das Fleisch herbekommst.

Du schuldest mir jetzt 100 Taler. Ich schreib es an, weil ich weiß dass Du nur noch 17 Taler hast. Allerdings, da es Deine Schuld war, kann ich nicht großzügig sein. Pro Monat werden bei Nichttilgung 15 % Zinsen auf die noch offene Restsumme fällig.

Die 100 Taler stunde ich Dir, sogar vorerst bis zum nächsten ersten. Aber für die erste Stundung verlange ich ebenfalls 15 %.

Das heißt ab sofort schuldest Du mir 100 Taler zuzüglich 15 %, ergo hast Du ab sofort 115 Taler Schulden bei mir.

Ich werde Dir nachher Deinen Schuldschein ausfüllen. Meinen mentalen Dienst, wie auch die Beratung von meinem Vater habe ich jetzt nicht einberechnet. Sieh es als Geschenk, wir verlangen kein Honorar für unsere Dienste.

Du musst aber rein den Sachwert des Fleisches bezahlen. Wie gesagt 100 Taler, 15 % Zinsen, 115 Taler ab sofort. Und das ist noch günstig!

Also wag es Dich nicht mit mir zu feilschen. Denn falls Du jetzt feilschen willst, schau Dir Mauli an, er benötigt das Fleisch dringend. Und vergiss nicht, ich bin der Einzige der Dir die Spezialnahrung für Mauli besorgen kann.

Drum lasse ich mich nicht aufs Feilschen ein, ich habe Dir schon einen Freundschaftspreis gemacht Morasa“,
grinste Anwolf freundlich.

Dave musterte Anwolf und hatte Mühe ein ausdrucksloses Gesicht zu wahren.
Varmikan starrte offen und entgeistert Wolfi an.
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BeitragVerfasst: Mi 21. Jun 2017, 10:02 
MOhikaner
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Volk: Waldalb
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Schlüsselloch (1)
Morasa
 
wartete ab, als sich Wolfi in Trance befand. Es dauerte länger als der Waldalb vermutet hatte. Aber er hatte auch keine Ahnung davon, wie anstrengend oder schwierig es für einen Magier war Kontakt mit einen anderen Magier aufzunehmen. Es konnte auch schwieriger werden, je weiter der andere Magier entfernt war. Mo fand diese Fähigkeit toll, er hätte es auch gerne gekonnt. Aber hier hatte er kaum jemand mit dem er so reden konnte. Es war sicher besser die Gedanken der anderen nicht zu hören. Vermutlich hätte er sonst doch noch jemand erschossen.
Endlich nach einer Ewigkeit war Wolfi wieder wach und teilte mit, dass Mauli Menschenfleisch als Nahrung brauchte. Mo schockierte das nicht. Und einen Friedhof brauchte er dafür nicht. Er dachte gut nach. Mo wollte sich die kleinen Seitenwege merken, wenn er nachher mit Dave in die Stadt ging. Er würde Dave ausfragen, wo wenig Trubel war. Wo man ungestört herumlaufen konnte und wo nachts die Gassen einsam waren. Dort wollte Mo sich auf die Lauer legen um für seinen Mauli auf Jagd zu gehen.
Das erste Essen hatte Wolfi gleich klar gemacht und bestellt. Mo konnte gar nichts mehr dazu sagen. Aber er hatte auch nichts zu sagen, wenn er Mauli anschaute. Mauli brauchte Fleisch. Jetzt. Sofort. Und es war seine Schuld.
Als Wolfi anfing ohne Ende über die Bezahlung zu schwatzen musste Mo sich anstrengen dem Geschwätz noch folgen zu können. Zinsen hier, Stundung da, 15 % von 100 Taler, dass sollten dann auf einmal 115 Taler sein? Morasa glaubte dem Jungen nicht. Aber er traute sich nicht offen vor allen zu fragen. Entweder hielten ihn die Geister für dämlich und würden ihn auslachen. Das wäre nicht gut. Vermutlich hätte er sonst noch jemand erschossen.
Oder sie würden ihm unterstellen, dass er Wolfi einen Lügner schimpfte. Das wäre vermutlich noch schlimmer. Dann hätte er sofort Dave und Varmikan als Feinde gegen sich. Und ganz bestimmt jeden der den Jungen mochte. Mo ärgerte sich, dass er nicht wusste ob Wolfi die Wahrheit sagte. Er musste rechnen lernen. Dave hatte es ihm angeboten. In vielen Situationen merkte er wie schwer es war, das er nicht rechnen konnte. Ob der Preis stimmte oder nicht, Mo musste ihn sowieso bezahlen für Mauli. Und wenn Wolfi die Wahrheit sagte, der Preis aber Wucher war, dann musste Morasa das als Lehrgeld abhaken.
Er war ein Idiot gewesen Mauli zu vergessen. Das wollte er sich selber nicht verzeihen und es würde nie wieder vorkommen. Und er war ein Idiot gewesen, nie lesen, schreiben und rechnen zu lernen. Gerade wenn man misstrauisch war, sollte man überprüfen können, was andere einen vorrechneten. Er hielt andere oft für Idioten. Der einzige Idiot hier am Mittagstisch war er selber. Er schluckte seinen Ärger über seine Dummheit herunter. Er würde niemanden angreifen, er hatte nicht mal das Recht wütend zu sein. Die einzige Person die einen Pfeil verdiente, weil sie ein Kameradenschwein war, war er.
 
„Von mir aus kostet es 115 Taler. Ich verhandele nicht, dass Fleisch ist für Mauli. Wenn ich die Taler schneller zusammenhabe, bekommst du sie sofort ausgezahlt. Das ist die einzige Bestellung die ich brauche. Danach besorge ich ihm selber sein Fressen.“
 
Morasa schaute kühn zu Wolfi zurück.  Dann ass der Waldalb doch sein Frikassee auf.  Er musste seine Taler jetzt sparen wo er konnte. Mo lauschte auf jedes Geräusch. Er hoffte das der Bruder von Wolfi sich beeilte.
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BeitragVerfasst: Mi 21. Jun 2017, 11:30 
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Es klopfte laut und polternd an der Tür. Anwolf stand sofort auf und tippte Morasa auf die Schulter.

„Das wird mein Bruder sein, steh auf und trödel nicht für Mauli zählt jede Minute! Dass Fleisch darfst Du schon selbst schleppen Mo.

Immerhin wurde es Dir frei Haus geliefert. Ich begleite Dich sicherheitshalber zur Tür, ich möchte ja nicht dass Lin einen Pfeil in den Kopf bekommt“,
grinste Anwolf, packte den Waldalben und zerrte ihn hinter sich her zur Tür.

Kaum dort angekommen riss Anwolf freudestrahlend die Tür auf. Sein Gesichtsausdruck änderte sich so schlagartig, als hätte jemand einen Vorhang herunter gelassen, als nicht Lin, sondern ein dunkelhäutiger Rakshaner mit seltsamer Frisur vor ihm stand.

„Sie wünschen?“, fragte Anwolf misstrauisch.
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BeitragVerfasst: Mi 21. Jun 2017, 11:32 
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Tsounai hatte den weiten Weg von der Chaosfront bis nach Shohiro zurückgelegt, da ihn sein ehemaliger Herr Tarkan abgeordnet hatte.

Tarkan der Anführer der Chaostruppen war befreundet mit Dave, einem Magier und Vorstandmitglied der Geister. Als Zeichen des gegenseitigen Vertrauens, des Respekts und der Freundschaft hatte ihn Tarkan abkommandiert, sich an die Seite des Magier zu begeben und diesen tatkräftig zu unterstützen.

Ebenso war es seine Aufgabe für die Sicherheit des Mannes zu sorgen. Und als Tarkan von den seltsamen Lebensgewohnheiten der Bürger der Handelsallianz hörte, konnte er nur eine Entscheidung für einen einsamen Freund treffen – er brauchte einen Rakshaner an seiner Seite.

Denn im Grunde war Dave mit seiner Unterstützung des Choas nun ebenfalls einer ihrer Leute. Er gehörte dem Chaos an und er gehörte durch seine Freundschaft und seinen Taten der Chaosfraktion an. Was Tsounai gehört hatte von Tarkan, schien der Wahrheit zu entsprechen.

Die Menschen lebten hier in kalten Steinhäusern und einen großen Zusammenhalt hatte er hier noch nicht erkennen können.

Tsounai war gespannt auf die Person, der Tarkan so viel Respekt und Freundschaft entgegenbrachte.

Und so wie er von seinem Anführer erfahren hatte, ließ sich der Magier auch nicht lumpen, was die Unterstützung des Chaos anging. Allerdings war das Land, dass er bis jetzt durchreist hatte, völlig anders, als dass was sich Tsounai vorgestellt hatte. Den Rakshaner kümmerte es nicht, solange er nicht fror.

Er nahm fast alles gelassen und mit guter Laune hin. Wenn man sich über eine Tatsache oder einen Umstand ärgerte, änderte man nichts an der Situation, nur an der eigenen Laune. Und die ließ er sich kaum vermiesen. Meist war Tsounai ein gutmütiger und entspannter Zeitgenosse.

Jetzt stand er vor dem Haus, dass ihm genannt worden war und er hatte geklopft. Ein junger Kerl, vielleicht gerade mal Anfang 20 öffnete strahlend die Tür. Als er ihn erblickte wurde er sofort misstrauisch.

Der Backfisch hatte eindeutig jemand anderen erwartet. Neben dem jungen Kerl stand ein Alb, dessen Alter Tsounai nicht abschätzen konnte. Auch er schien jemand anderes erwartet zu haben.

„Grüße und den Segen Rakshors für Euch meine Freunde! Mein Name ist Tsounai Chalil, ehemaliges Mitglied der Elitetruppe Tarkans der Zebras, ich möchte den Magier Dave sprechen“, sagte Tsounai freundlich.
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