Zum Henker und zum Heiler


Das Geisterhaus
Die Geister sind eine erfolgreiche und wohlhabende Gilde von Auftragsm├Ârdern. Jedoch bietet das Leben im Geisterhaus mehr als nur ein gesichertes Einkommen, sondern auch ein zu Hause f├╝r Verlorene. Wichtigste Aufnahmebedingungen sind absolute Loyalit├Ąt und Verschwiegenheit - sonst endet man rasch selbst auf der Todesliste.
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Davard von Hohenfelde
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Re: Zum Henker und zum Heiler

#91

Beitragvon Davard von Hohenfelde » Do 10. Aug 2017, 07:30

Dave sch├╝ttelte grinsend den Kopf, w├Ąhrend Varmikan Marcella einen Kaffee hinstellte und sich selbst nachschenkte.

"Die Erkl├Ąrung bleibt besser unter uns Marci, denn ansonsten h├Ąttest Du tats├Ąchlich allen Grund Dich vor Seddik zu f├╝rchten. Und solche Informationen beh├Ąltst Du in der ├ľffentlichkeit bitte ebenfalls f├╝r Dich. Du kannst sie Varmi, Wolfi und mir im Vertrauen sagen - was Du hiermit getan hast, aber ansonsten verkneif Dir solche Kommentare.

Du kannst uns sowas ├╝bermitteln, dann hast Du keine Konsequenzen zu bef├╝rchten. So halten wir es meist. Man redet h├Âflich mit einer Person und mit Deines Gleichen redest Du mental ├╝ber die Person.

Dort kannst Du Dich frei auslassen, denn es bekommt niemand mit. Selbstverst├Ąndlich solltest Du dann bitte soviel Selbstbeherrschung haben und nicht st├Ąndig grinsen oder lachen. Weil sonst f├Ąllt das dem D├╝mmsten auf, dass wir hinter seinem R├╝cken ├╝ber ihn herziehen.

Oh und ehe ich es vergesse, das Stichwort f├╝r L├Ąstern oder ├╝ber jemanden herziehen ist Lageer├Ârterung. Sagt Dir Wolfi er m├Âchte mit Dir die Lage er├Ârtern, dann meint er damit, er m├Âchte ├╝ber irgendwen abl├Ąstern.

Da wir nicht "l├Ąstern" er├Ârtern wir die Lage, Du verstehst schon. Klingt wesentlich vornehmer, ist aber genau das Gleiche",
schmunzelte Dave und lie├č sich seinen Kaffee schmecken.

"Oh dabei f├Ąllt mir ein, wie sieht denn Varmikan f├╝r Dich aus? Da Seddik schon aussieht wie eine wei├če Made...", grinste Dave ├╝ber beide Ohren.

"Ich sehe sehr gut aus, ich bin kein Ork und ich habe keine Rillen", lachte Varmi.
"Rillen nicht, R├Âllchen schon...", gibbelte Dave.

"Und? Da stehst Du doch drauf, Du Hungerhaken", gab Varmi mit einem Zwinkern zur├╝ck.
"Absolut, wo Du Recht hast, hast Du Recht", stimmte Dave Varmikan zu, legte ihm einen Arm um die H├╝fte und k├╝sste seinen Schatz.

"Ich Dich auch Davy. Wann wollen wir umziehen? Ich meine wir k├Ânnten doch jeden Abend etwas nach dr├╝ben tragen. Dann ist es nicht soviel Arbeit auf einmal, aber wir werden trotzdem schnell fertig", schlug Varmi vor.
"Was m├Âchtest Du denn tragen? Servietten? Vermutlich die Verantwortung oder? Das Einzige was wir in unser neues Haus tragen werden, sind unsere pers├Ânlichen Dinge wie die B├╝cher, Deine Deko und so weiter. Den Rest, sprich die M├Âbel werden wir beim Ausstatter neu kaufen und uns liefern lassen. Wir ziehen ein, sobald alles steht. Ich k├╝mmere mich nachher drum. Falls Du Lust hast, kannst Du mit in die Stadt kommen. Ihr beiden auch, wenn Ihr m├Âchtet", bot Dave an.

`Sobald alles steht?┬┤, ├╝bermittelte Varmi grinsend.
`An M├Âbel, f├╝rs andere k├Ânnen wir so jederzeit nach dr├╝ben gehen. Wann immer Du magst┬┤, antwortete Dave auf gleichem Weg.

`Wie hast Du die Nachbarn ├╝berzeugt uns das Haus zu verkaufen?┬┤, fragte Varmi und kraulte Dave den R├╝cken.
`Wie wohl┬┤, schmunzelte Dave und widmete sich wieder seiner Arbeit.

`Und das Haus gegen├╝ber des Seiteneingangs? Wie hast Du die Nachbarn ├╝berzeugt?┬┤, grinste Varmikan und schl├╝rfte seinen Kaffee.
`Bevor ich mit der ├ťberzeugungsarbeit begann, habe ich mich bei Ansgar bez├╝glich der H├Ąuser und des Grundst├╝cks erkundigt. Das Haus gegen├╝ber des Seiteneingangs stand zum Verkauf. Folglich habe ich dort niemanden ├╝berzeugen m├╝ssen, ich habe es erworben. Nicht dass direkt daneben, sondern ein Haus weiter steht auch zum Verkauf. Und das riesige Anwesen gegen├╝ber von unserem Geisterhaus.

Da ist den eigentlichen Besitzern finanziell die Puste ausgegangen. Momentan steht es leer, ist versiegelt und ist ebenfalls zu erwerben. Ich hatte ├╝berlegt ob ich die beiden anderen H├Ąuser auch erwerben soll. Einerseits w├Ąre dann rechter Hand vom Bach kommend alles unsere Ecke. Bis auf ein kleines mittleres Haus.

Auf der anderen Seite habe ich mich gefragt, was ich mit dem riesigen Kasten soll. Ein eigenes Haus ist angenehm, aber eine gewisse Gr├Â├če darf es nicht ├╝berschreiten. Ich mag es lieber etwas kleiner und gem├╝tlicher. Ab einer gewissen Gr├Â├če ist ein Haus nicht mehr wohnlich und warm, sondern kalt und abweisend. Es erinnert mich an alte Zeiten und daf├╝r kaufe ich kein Haus.

Ich habe die beiden anderen erworben um neue Zeiten einzul├Ąuten. Das nebenan ist unser eigenes Zuhause Varmi, drum soll es gem├╝tlich werden. Und wo wir schon beim Thema sind, von mir aus dekoriere bis Dir schlecht wird. Nur lass etwas Platz damit ich irgendwo was ablegen kann und die Hunde sich bewegen k├Ânnen┬┤,
antwortete Dave.
`Nun vertraue mir einfach Sternchen, ich werde nach besten Wissen und Gewissen gemeinsam mit Puschel uns Nest dekorieren┬┤, freute sich Varmi.

"Was ist nun? Gehen wir nachher gemeinsam in die Stadt oder nicht?", hakte Dave gut gelaunt nach.
"Ja sicher machen wir das", gab Varmikan zur├╝ck.

"Wir sind auch dabei", grinste Wolfi.
"Perfekt", schmunzelte Dave.
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Re: Zum Henker und zum Heiler

#92

Beitragvon Morasa » Sa 12. Aug 2017, 08:08

Marcella
 
l├Ąchelte ihren Meister freundlich an.
 
ÔÇ×Dann werde ich von nun an die Lage sondieren Meister. Ich nehme mir deine Worte zu Herzen und werde zuk├╝nftig besser aufpassen was sich sage. Und genauso zu wem. Ich wollte nicht frech sein, aber der Ork sieht wirklich komisch aus oder sieht du das anders Dave? Ich meine er ist h├Ąsslich und bleich, damit will ich dich nicht beleidigen Varmikan. Aber warum hat er diese komischen Rillen? Sind das Narben?┬á Hat er der Ork sie sich selber ins Fleisch geschnitten oder hatte er einen schrecklichen Unfall? Ich konnte gar nicht hingucken. Das war widerw├Ąrtig und so als ob ich die Schmerzen der Rillen sp├╝re.
Danke f├╝r die Warnung Meister, aber mal echt jetzt, dass h├Ątte ich doch nicht dem Ork gesagt, ich bin ja nicht lebensm├╝de. Ich hatte schon genug zu k├Ąmpfen, so mit dem Widerling zu sprechen. Ich habe das euch hier unter der Hand gesagt. Weil wir doch ein Team sind und zusammenarbeiten. Aber ich schwatze zuviel und sollte mehr arbeiten. Ich wollte nur mein Verhalten erkl├Ąren Dave.ÔÇť
 
Als Dave Varmikan neckte musste Marcella aufpassen nicht zu lachen. Der Meister war ganz sch├Ân frech┬á seinen Mann zu sagen, dass er Speckr├Âllchen hatte. Aber es stimmte. Varmikan war nicht trainiert und ohne jeden Muskel. Der Frostalb hatte Speckr├Âllchen und war schwabbelig am Bauch. Trotzdem mochte Marcella ihn gerne. Er war lieb.
Das Dave sie mit in die Stadt nehmen wollte, freute Marcella. Sie beschloss sich dort einen Krapfen zu kaufen und noch etwas S├╝ssigkeiten f├╝r den Abend. Eine Zimmerpflanze wollte sie sich auch kaufen.
 
ÔÇ×Und du? Hast du R├Âllchen?.ÔÇť
 
Marcella l├Ąchelte Wolfi frech an und schrieb schnell weiter.
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Re: Zum Henker und zum Heiler

#93

Beitragvon Anwolf » Sa 12. Aug 2017, 18:02

Wolfi hielt im Schreiben inne und musterte Marcella.

"Ja klar und was f├╝r eins Marci. Vielleicht zeige ich es Dir irgendwann mal", grinste Anwolf breit und schrieb mit Unschuldsblick weiter, was Dave und Varmikan losprusten lie├č vor Lachen.

"Das sind Ziernarben die Seddik auf der Haut tr├Ągt, demzufolge wird er sie sich selbst in die Haut geritzt haben", erkl├Ąrte Dave schmunzelnd.
"Nur wie Zierde sehen die Narben nicht aus, da muss ich Marci Recht geben", lachte Varmi.

"H├Ątte er sich Bl├╝mchen in die Pelle schneiden sollen oder Duftkerzen?", lachte Dave, was auch Wolfi loswiehern lie├č.
"Du meinst florale Muster? Ich glaube das w├╝rde Seddik sogar stehen. Jedenfalls w├╝rde ihn dann niemand mehr f├╝r einen M├Â... M├Âbelr├╝cker halten", grinste Varmi entwaffnend.

"Warst Du fr├╝her beim Frostalbischen Geheimdienst?", hakte Dave nach.
"Wieso?", fragte Varmi baff.

"Hups?", warf Dave ein.
"Weil man Dich verbannt hat - drum!", antwortete Wolfi lachend.
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Re: Zum Henker und zum Heiler

#94

Beitragvon Morasa » Mo 14. Aug 2017, 10:26

Marcella

lief rot an bei der frechen Antwort von Wolfi. Aber sie hatte angefangen, dann musste sie da durch. Zudem war es nur Spass und sie war froh, dass sie alle miteinander schwatzen und scherzen konnten.

ÔÇ×Die Antwort hab ich verdient Wolfi. Ich hab angefangen. Wobei das mit den R├Âllchen hat Dave angefangen. War der Ork betrunken als er sich die Narben in die Haut geschnitten hat? Die sehen nicht nach Zierde aus. Sie sehen wie grauenvolle Wunden aus. Varmikan hat Recht, der Ork ist h├Ąsslich. Wer kommt denn auf die Idee sich durch Narben zu versch├Ânern? Die Leute sind froh, wenn sie keine Narben haben.ÔÇť

Marcella versteckte ihr Grinsen hinter ihre Haare. Als sie sich den Ork mit Blumenmuster auf der Haut vorstellte, musste Marcella lachen. Er w├╝rde aussehen wie ein alter K├╝chenvorhang.

Wenn wir nachher in die Stadt gehen Dave, essen wir vorher hier mittag oder in der Stadt? Haben die hier in der Stadt einen Viehmarkt? Ich m├Âchte mir gerne eine Reitziege kaufen. Wenn ich f├╝r dich was einholen muss, bin ich so viel schneller. Und ich kann mir die Ziege schon leisten. Darf ich meine Ziege mit zu deinen Pferden in den Stall stellen?.ÔÇť

Marcella legte die Rechnungen ordentlich zusammen und legte sie Wolfi hin.
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Re: Zum Henker und zum Heiler

#95

Beitragvon Davard von Hohenfelde » Mo 14. Aug 2017, 13:51

Dave nickte zustimmend.

"Ja das war ich, ich habe mit dem R├Âllchen-Thema angefangen", grinste Dave.

"Sicher darfst Du Deine Ziege bei meinen Pferde unterstellen. Einige stellen soweit ich wei├č sogar bewusst Ziegen mit in den Stall, damit ihr Pferd nicht so einsam ist. Mache Dir dar├╝ber keine Gedanken. Ansonsten h├Ątte ich Dir allerdings auch eines meiner Pferde geliehen, sollte ich Dich soweit fort etwas einzukaufen, dass Du es zu Fu├č nicht erreichen kannst", stimmte Dave zu.

Der Magier klappte das Kassenbuch zu und schloss es in den Tresor ein.

"Guter Vorschlag, lasst uns in der Stadt was essen gehen. Ich w├Ąre f├╝r Braten oder Salat und Fleisch", schlug Dave vor und kramte seine Sachen zusammen.

"Was ist denn nun los?", lachte Varmikan.
"Von dem ganzen Gerede ├╝ber Essen habe ich Hunger bekommen. Aufbruch, kommt", schmunzelte Dave.

"Da lassen wir uns nicht zweimal sagen", grinste Varmi und verstaute sofort seine Sachen in seiner Tasche. Wolfi tat es ihm gleich.

Dave verlie├č die Schreibstube und Wolfi schloss hinter ihnen ab.

"Marcella Du reitest mit mir mit oder m├Âchtest Du ein eigenes Pferd?", fragte Dave freundlich.
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Re: Zum Henker und zum Heiler

#96

Beitragvon Morasa » Di 15. Aug 2017, 14:17

Marcella

lief hinter ihren Meister her.

"Ich reite mit dir mit Dave. Das ist mir lieber, da ich die Pferde noch nicht kenne. Danke dass ich mein Tier bei dir mit im Stall unterstellen darf. Braten klingt sehr lecker. Wir haben Zuhause nicht jeden Tag Fleisch gegessen. Hier esse ich schon zwei Tage hintereinander Fleisch.
Da habe ich was zu erz├Ąhlen, wenn ich Zuhause zu Besuch bin. Wenn du magst kannst du mich mal zu unseren Hof begleiten. Unser Hof ist klein aber sauber. Alles ist ordentlich.
Und ich kann dir Kalthorst zeigen und den alten B├Ącker. Dann weisst du, wo ich vorher gearbeitet habe. Varmikan und Wolfi k├Ânnen mitkommen. Es gibt dann G├Ąnseeier zu essen. Einige davon legt meine Mutter ein. Soleier werden eingelegte Eier genannt. Die sind sehr lecker."

Marcella war neugierig auf die Pferde.
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Re: Zum Henker und zum Heiler

#97

Beitragvon Davard von Hohenfelde » Fr 18. Aug 2017, 10:58

Dave f├╝hrte Marcella und seine Begleiter nach drau├čen. Er schwang sich auf Rulrot und zog seine Sch├╝lerin hinter sich auf das Pferd. W├Ąhrend dessen wartete er ab, bis Varmikan und Wolfi ebenfalls aufgestiegen waren.

Im gem├╝tlichen Tempo ritten sie gemeinsam Richtung Innenstadt.

"Nicht daf├╝r Marcella, wie viel kostet die Reitziege denn? Selbstverst├Ąndlich k├Ânnen wir den Hof Deiner Eltern einmal gemeinsam besuchen. Ich w├╝sste nichts, was dagegen sprechen sollte.

Im Gegenteil, vielleicht m├Âchten Deine Eltern mich als Deinen Meister einmal pers├Ânlich kennenlernen. Immerhin wurdest Du mir blind anvertraut, da ist ein Anstandsbesuch doch dass Mindeste.

Ich habe nicht angezweifelt, dass Euer Hof ordentlich und sauber ist. Und selbst wenn dem nicht so sein sollte, auf einem Hof wird gearbeitet und dabei f├Ąllt Schmutz an. Niemand kann etwas anpflanzen, ohne dabei mit den H├Ąnden in der Erde zu w├╝hlen.

Selbst unsereins ist bewusst woher die Nahrung kommt Marcella, selbst wenn einige scheuen es zuzugeben.

Soleier habe ich schon gegessen, die schmecken wirklich sehr gut. Allerdings waren das keine G├Ąnseeier, sondern H├╝hner- und Wachteleier. Die helfen einem auch am Morgen danach. Kurzum, solltest Du zu tief ins Glas geschaut haben und Du f├╝hlst Dich wie frisch ger├Ądert, iss einige davon. Sie helfen tats├Ąchlich und im Gegensatz zu anderen Hausmitteln schmecken sie noch.

Wir essen meist worauf wir Appetit haben Marcella. Au├čer an den Tagen wo Lydia kocht. Dann essen wir alle aus Sicherheits- und Gesundheitsgr├╝nden dass was unsere Zwergenfreundin auf den Tisch stellt.

Und gleichg├╝ltig was es ist, wir loben sie daf├╝r, auch wenn ihre Speisen mitunter sagen wir mal sehr gew├Âhnungsbed├╝rftig im Geschmack sind. Aber sie bem├╝ht sich, hat Spa├č daran und stellt sich f├╝r uns in die K├╝che. Drum verlieren wir keinen Ton dar├╝ber.

M├╝sste ich selbst kochen, w├╝rde es entweder keiner Essen oder ich w├╝rde f├╝r die Leistung ├Âffentlich gesteinigt. Da Du zu mir geh├Ârst, wirst Du Dich an den Umstand auch noch gew├Âhnen. Aber sch├Ân, dass es Dich erfreut.

Wir gehen zuerst essen und widmen uns dann dem Kauf Deiner Ziege. Erstens sind wir dann satt und haben es nicht eilig und zweitens k├Ânnen wir so mit dem Tier direkt den Heimweg antreten.

Falls Du aus der Stadt noch etwas anderes ben├Âtigst Marcella , sag Bescheid",
erkl├Ąrte Dave.
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Re: Zum Henker und zum Heiler

#98

Beitragvon Marcella » So 27. Aug 2017, 09:34

Marcella
 
wurde von Dave aufs Pferd gezogen. Marcella fand es war ein sch├Ânes Tier. Wolfi hatte erz├Ąhlt, was das Pferd von Dave und ihm alles konnte. Die Pferde sahen nicht aus wie Arbeitspferde. Sie waren schlank und sch├Ân. Als alle auf ihren Pferden sassen ritten sie los. Das Pferd von Varmikan sah ganz anders aus, als das von Dave und Wolfi.┬á Es war schwer und erinnerte Marcella an die Arbeitspferde der reichen Bauern. Marcella hielt sich beim Reiten an Dave fest. Sie war froh, dass sie das Pferd nicht selber reiten musste. So ein Pferd hatte sie noch nie geritten.
 
ÔÇ×Eine normale Ziege kostet so zwischen 5 und 6 Taler. Eine Reitziege kostet 15 Taler manche sogar 20 Taler. Von meinen ersten Geld kann ich mir die Ziege schon leisten. Sie sind gr├Âsser als normale Ziegen und haben l├Ąngere Beine. Sie sehen ein bisschen wie Rehe aus Dave. Sie sind nicht so gross wie Pferde, ich sch├Ątz die sind so gross wie ein Pony. Am g├╝nstigsten sind sie in Natur Farbe. Also braun und grau. Wenn man eine besondere Farbe will, werden die Ziegen teurer. Aber mir ist die Farbe egal, ich werde auf ihr Wesen achten. Sie soll ruhig und zutraulich sein. Das ist mir das wichtigste. Du kannst mir beim aussuchen helfen, wenn du magst.
F├╝r die Ziege brauche ich noch ihr Geschirr, den Sattel und Taschen. Ich hoffe meine 50 Taler reichen aus. Aber ein Sattel kann nicht teurer sein als das Reittier oder? Dass geht doch nicht. Wenn dass doch so ist, kaufe ich einen gebrauchten Sattel. Die Sachen f├╝r die Ziege m├╝ssen nicht neu sein, oder ich nehme solange eine Decke, dass geht genauso.
Unser Hofhund ist f├╝r viele bestimmt h├Ąsslich, aber es gibt keinen besseren Hund. Ausser deinen Fedor, er hat mich direkt am Anfang besch├╝tzt als die zwei D├Ąmonen vor der T├╝r standen. Ich hab die Namen vergessen, der pinke und der graue der dich so fest umarmt hat und du ihn.
Auf den Markt wollte ich mir gerne noch eine Zimmerpflanze f├╝r mein Zimmer kaufen. Sch├Ân w├Ąre was mit Bl├╝ten. Und Puschen brauche ich noch. Der Fussboden in eurem Haus ist aus Stein bei uns Zuhause ist er aus Lehm. Meine F├╝sse werden sonst kalt und ich will nicht krank werden und was von der Ausbildung verpassen. Drum brauche ich dringend Puschen.
Dann hat mir Wolfi doch den Waschtisch geschenkt. Aber ich hab vergessen mir Seife zu kaufen. Ich m├Âchte mir gerne ein gutes St├╝ck Seife vom Seifenmacher kaufen dass gut duftet. Mit Rosenbl├Ąttern w├Ąre sch├Ân, dann passt es zu meinen Waschtisch. Falls es zu teuer ist, kauf ich Kernseife. Wichtig ist ich bin sauber und ordentlich. Mehr brauch ich nicht Dave.ÔÇť
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Re: Zum Henker und zum Heiler

#99

Beitragvon Davard von Hohenfelde » So 27. Aug 2017, 19:39

Dave drehte sich kurz zu Marcella um und grinste.

"Gut, Du ben├Âtigst also eine Reitziege samt Zubeh├Âr, eine Zimmerpflanze, Hausschuhe und ein St├╝ck Duft- oder Kernseife. Nichts davon liegt im Bereich des Unm├Âglichen Marci, kurzum es wird keine Schwierigkeiten bereiten Dir die Dinge zu besorgen.

Mit Deinen 50 Talern wirst Du nicht auskommen. Ein guter und einfacher Sattel beginnt bei 100 bis 150 Talern. Und Du solltest Deiner Ziege schon einen neuen Sattel g├Ânnen anstatt einem durchgesessenen. Ohne Grund wird niemand einen Sattel verkaufen.

Dabei solltest Du nicht in erster Linie an Deinen Hintern denken, sondern an den R├╝cken und die Kruppe von Deinem Tier. Du erwirbst die Reitziege ja nicht, um sie zur Schande zu reiten. Die Kruppe ist sozusagen das Ges├Ą├č, sprich der Hintern Deiner Ziege.

Bei Reitpferden sind gleich hoher Widerrist und Kruppe erw├╝nscht. Eine sehr gerade flache Kruppe, wie sie bei Rennpferden anzutreffen ist oder hier bei Rulrot ist f├╝r einen schnellen Galopp sehr gut geeignet, zeitgleich aber hinderlich f├╝r hohe Tragf├Ąhigkeit. Gut f├╝r Lastenbewegung wurden Kriegspferde auch nicht gez├╝chtet, sondern auf Schnelligkeit und Wendigkeit.

Eine steil abfallende Kruppe ist dagegen gut f├╝r die Tragf├Ąhigkeit und bei Kaltbl├╝ter erw├╝nscht, wie Du an Varmikans Choco sehen kannst. Bei Kaltbl├╝tern ist zudem eine gespaltene Kruppe erw├╝nscht. Die Kruppe erweckt den Eindruck einer Spaltung durch den starken Muskelaufbau. Allerdings ist die Kruppe hinderlich Springsport oder Dressursport.

In Dressur- wie auch im Springsport ist die schr├Ąg und gut gerundete Kruppe erw├╝nscht, die bei guter Tragf├Ąhigkeit auch einen optimalen Bewegungsspielraum bietet.

Ob man dieses Wissen auch auf Reitziegen ├╝bertragen kann, entzieht sich meiner Kenntnis. Allerdings w├╝rde ich einfach danach schauen, das ein gesunder R├╝cken einiges ├╝ber das Tier aussagt. Zudem sollte Dein Tier nicht nur zum Reiten geeignet sein, sondern Du m├Âchtest sicher auch einiges mit der Ziege transportieren k├Ânnen. Von daher sollte sie rundherum gesund sein, einen starken K├Ârperbau haben und wie Du schon sagst, ein freundliches Wesen.

Den Rest Deiner Wunschliste erwerben wir so. Wobei ich mich frage, wozu Du eine Zimmerpflanze kaufen m├Âchtest. Dein Quartier hat weder ein Fenster noch Licht. Die Pflanze wird vermutlich nicht lange ├╝berleben.

Es ist Deine Entscheidung Marci, es ist immerhin Dein Geld das Du f├╝r die Pflanze ausgibst, aber ich an Deiner Stelle w├╝rde mir etwas anderes kaufen, womit ich mein Quartier dekoriere. Eine Pflanze ist in meinen Augen heraus geschmissenes Geld.

Falls es unbedingt eine Pflanze sein muss, kauf Dir eine Vase mit Trockenblumen. Erstens musst Du Dich nicht darum k├╝mmern und zweitens gehen die Blumen nicht ein",
antwortete Dave freundlich.
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Re: Zum Henker und zum Heiler

#100

Beitragvon Marcella » Mo 4. Sep 2017, 08:45

Marcella

h├Ârte genau zu was ihr Meister Dave zu sagen hatte. Er kannte sich gut mit Pferde aus, aber ein Pferd konnte sie sich nicht leisten. Sie selber wusste genauso wenig, ob das mit den R├╝cken und dem Hintern genauso f├╝r Ziegen galt. Wenn bei ihnen ein Hoftier gekauft wurde, dann hatte ihr Vater danach geschaut. Sie selber wollte danach schauen, was Dave ihr erkl├Ąrt hatte. Und sie wollte darauf schauen, ob die Ziege einen guten und gesunden Eindruck auf sie machte. Und was wichtig war, ob ihr Fell gl├Ąnzte. Ein stumpfes Fell zeigte, dass der Besitzer sie nicht gut gepflegt hatte und ihr kein gutes Futter gab. Wenn eine Ziege gut gepfegt wurde, konnte sie sogar bis 20 Jahre alt werden. Und Marcella wollte dass ihre Ziege uralt wurde.

"Wir sollten alle Sachen beachten f├╝r die Ziege. Und wir m├╝ssen nach dem Fell der Ziege schauen. Es muss gesund sein und gl├Ąnzen. Hat sie stumpfes Fell, dann wurde sie schlecht gef├╝ttert und nicht gepflegt. Weisst du dass Ziegen bis 20 Jahre alt werden k├Ânnen Dave? Das k├Ânnen sie, wenn man sie gut pflegt. Ziegen sind hart in Nehmen. Sie werden nicht schnell krank und sie sind gen├╝gsam beim Futter. Trotzdem muss die Ziege gut behandelt werden. Ich bin gespannt auf den Viehmarkt. Ich hoffe sie haben noch mehrere Tiere die wir angucken k├Ânnen.
Du weisst viel ├╝ber Pferde, vielleicht haben sie da Pferde die wir angucken k├Ânnen. Auf dem Viehmarkt bei uns im Dorf wurden alle Tiere angeboten. Grosse und kleine Tiere. Wir haben auch unsere G├Ąnse dort angeboten.
Viehzucht ist eine wichtige Lebensgrundlage f├╝r Kleinbauern. ┬áDie Tierhaltung und Viehzucht bestimmen den Lebensalltag und das Auskommen der Familien. Neben Hofhund und Hauskatze tummelten sich H├╝hner, G├Ąnse, Tauben, Hasen, Schweine, K├╝he, K├Ąlber, Ochsen oder Schafe bei vielen Bauern in den St├Ąllen.
Bei uns ist es nur das Federvieh und unser Hund. Trotzdem bestimmen sie den Arbeitstag. F├╝r die Tiere sorgt und erntet wir, damit wir von ihnen und mit ihnen leben k├Ânnen.
Ein Teil der Ernte geht f├╝r die Tiere drauf. Darum bauen wir Getreide und K├Ârner an. Bei uns sind die Tiere vor allen Nutztiere und keine Haustiere. Manche sind Arbeitstiere wie unsere Ziege.
Irgendwann endeten die Viecher als Schlachttiere f├╝r den eigenen Kochtopf oder zum Verkauf. Der Viehmarkt bei uns im Dorf ist gut besucht und es gibt immer was zu gucken. Der Markt ist ein besonderes Ereignis und ein Treffpunkt f├╝r alle. Sogar f├╝r die Bauern die von weiter weg kommen. Auf dem Viehmarkt bieten die Bauern aus der ganzen Umgebung Tiere zum Verkauf oder zum Handel an. Manche tauschen n├Ąmlich┬á und verkaufen nicht. Es gibt sogar Viehh├Ąndler, die nur kommen um von einen bestimmten Bauern ein St├╝ck Vieh zu kaufen.
Der Viehmarkt ist mir der liebste Markt Dave. Da geht es dann unter den vielen Besuchern kunterbunt zu. Neben Schweinen werden Kühe, Rinder, Ochsen und Stiere, sogar Pferde verkauft.  Sie werden an dicke Stangen um den Standplatz angebunden.
Die Tiere sind dann in Reih und Glied zum angucken, zum pr├╝fen und zum Handel frei gegeben.
Ein erfahrener Bauer vertraut mehr seine Kenntnis als den Versprechungen der Viehh├Ąndler und Verk├Ąufer. Denn die versuchen immer den besten Preis rauszuschlagen.
Deshalb werden Gebisse gepr├╝ft, die H├╝ften abgeklopft und das Rindvieh rundum begutachtet. K├╝he sind teuer, da darf dir kein Fehler passieren.
Bei uns wird alles per Handschlag beschlossen und das Geld bar ├╝bergeben. So wechseln nicht nur die Tiere den Besitzer auf dem Viehmarkt sondern auch die Taler.Wenn du Gl├╝ck hast, gehst du mit wenig G├Ąnse wieder nach Hause aber mit einigen Talern mehr. ┬áManche Bauern tragen die verdienten Taler direkt zum Gastwirt um die Ecke. Da m├╝ssen dann die Frauen aufpassen.
Aber solche Pferde wie Rulrot oder das von Wolfi werden bei uns nicht angeboten. Es waren solche Pferde wie von Varmikan. Manchmal wurden Hundewelpen verkauft oder kleine Katzen. Die hab ich immer besonders gerne angeguckt.
Die Zimmerpflanze werde ich nicht kaufen. Ich hab nicht daran gedacht, dass sie in meinen Zimmer eingehen wird. Ich werde irgendwas sch├Ânes zum hinstellen kaufen. Damit mein Zimmer nicht so kahl aussieht. Ich k├Ânnte ja eine kleine Schale kaufen und sie passend zu den Jahreszeiten dekorieren. Mir f├Ąllt bestimmt was ein. Gehen wir eine Runde ├╝ber den Viehmarkt, wenn wir die Ziege gekauft haben? Ich kaufe f├╝r uns S├╝├čkuchen."

Marcella freute sich sehr auf den Markt.
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