Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Einen Gehilfen für den Heiler

Das Geisterhaus
Die Geister waren bis zum Jahr 202 eine erfolgreiche Gilde von Auftragsmördern. Jedoch bot das Leben im Geisterhaus mehr als nur ein gesichertes Einkommen, sondern auch ein zu Hause für Verlorene. Wichtigste Aufnahmebedingungen waren absolute Loyalität und Verschwiegenheit - sonst endete man rasch selbst auf der Todesliste. Die ehemaligen Geister verdienen ihren Lebensunterhalt heute auf ehrbare Weise als "Fantomes" in Souvagne.
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Davard von Hohenfelde

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Einen Gehilfen für den Heiler

#1

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Mo 1. Jan 2018, 15:50

Einen Gehilfen für den Heiler

Pavo hatte die Stelle eines Gehilfen ausgeschrieben und der Lichtalb Minaddar hatte sich darauf beworben. In der Diskussionsrunde über die neuen Einstellungsstatuten hatte sich Minaddar ebenfalls zu Wort gemeldet. Seine Einstellung war eindeutig pro Familie und contra reiner Firma. Urako seinerseits hatte vorher genau dies geäußert und sogar noch den Vorschlag unterbreitet, zukünftig die Bewerber ebenfalls auf ihre charakterliche Eignung zu prüfen. Dem hatte Dave nur zu gerne zugestimmt. Die Vergangenheit wie die jüngste Zukunft hatten gezeigt, dass dies mehr als nötig war.

Die Geister hatten sich innerhalb des Versammlungsraumes zusammengefunden. Dave wartete ab, bis Minaddar mit seinen Fragen geendet hatte.

"Zuerst möchte ich vor versammelter Mannschaft Minaddar in unserer Mitte willkommen heißen.
Minaddar wird ab heute Pavo in seiner Heilstube tatkräftig unterstützen. Für kleinere Verletzungen oder Krankheiten kann sich jeder Geist auch an ihn wenden. Pavo wird uns selbstverständlich erhalten bleiben. Das dies noch sehr lange der Fall sein wird, dafür werde ich sorgen. Jedenfalls sei ihm die helfende Hand gegönnt, willkommen Minaddar und viel Spaß in der Heilstube",
hieß Dave den Lichtalben willkommen.

Nun aufgrund einiger Probleme warf ich vorhin die Frage auf, ob wir weiterhin Zwangsrekrutierte aufnehmen sollten. Ich persönlich legte mein Veto ein. Urako wie auch Pavo hingegen hatten gute Gründe aufgeführt, warum wir genau dies beibehalten sollten. Ferner führte Urako auf, sollten wir zur Überprüfung die charakterliche Eignung testen. Dem stimme ich absolut zu. Die Vergangenheit wie die jüngste Zukunft haben gezeigt, dass dies unbedingt nötig ist.

Zwar gebe ich Urako und Pavo Recht, dass ohne Zwangsrekrutierung die wichtisten Leute nicht hier wären. Weder mein Mann, noch mein Puschel, noch ich wären hier, aber irgendwie schmeckt es mir trotzdem nicht. Dennoch würde ich mich der Abstimmung beugen, solltest Du Aino ebenfalls pro Zwangsrekrutierung voten. Vielleicht sehe ich es im Moment auch nur etwas einseitig, aufgrund der letzten Ereignisse. Was natürlich auch möglich wäre",
räumte Dave ein.

"Vielleicht hat jemand eine grundlegende Idee zur Behebung des Problems? Die charakterliche Eignung würde ich in die Prüfung aufnehmen. Andere Themen sind natürlich auch willkommen", fügte der Magier an.

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Re: Einen Gehilfen für den Heiler

#2

Beitrag von Urako » Mi 3. Jan 2018, 17:23

Urako hatte seinen Senf ja schon zum Besten gegeben, also wartete er, was die anderen zu sagen hatten. Nebenbei steckte er dem Neuling einen Brief zu. Beigelegt war eine Süßigkeit, die herausplumste, als Minaddar den Brief entrollte.
Hallo Minaddar,

ich bin Urako und ich bin eifersüchtig. Damit es nicht zu Streit zwischen uns kommt, hier eine Antigrabschliste:

Gasmi
Varmikan
Davard
Pavo

Alle anderen kannst du anbalzen, die sind mir egal. Aber die vier sind Tabu, die sind alle meine und ich teil sie nicht. Jetzt weißt du Bescheid.

Wenn ich nicht gerade eifersüchtig bin, bin ich lieb. Zum Beweis hab ich dir nen Keks beigelegt.

Grüße
https://s2.imagebanana.com/file/180103/NNdoajCP.png

P.S.: Liebe Grüße von Aino soll ich dir ausrichten.

P.P.S: Hast du ein Mittel für besseren Haarwuchs?
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Re: Einen Gehilfen für den Heiler

#3

Beitrag von Minaddar » Mi 3. Jan 2018, 18:30

Minaddar
 
steckte den Keks in die Tasche. Er las den Zettel durch und ging dann zur Heilstube. Dort suchte er die Kräuter raus, die er für die Antwort brauchte. Der Lichtalb schrieb auf die Rückseite seine Antwort.
 
"Hallo Urako, danke für Grüsse von Aino und den Keks und die Warnung. Ich bin nicht eifersüchtig und weiss einige Mittel für Haarwuchs. Fangen wir klein an, weil ich denke du bist nicht krank. Gut für Haarwuchs sind Kräuterauszüge damit die Haare angeregt werden zu wachsen. Kräuter- und Pflanzentinkturen können aus frischen wie aus getrockneten Pflanzen hergestellt werden. Kräuterauszüge sind nichts anderes als hochkonzentrierte Kräutertees. Man verwendet für die Herstellung eines Kräuterauszugs lediglich weniger Wasser und mehr Kräuter als beim Teekochen. Ein gutes Verhältnis ist hierbei etwa drei Teelöffel Kräuter auf ein Becher Wasser. Die Kräuter lässt du 15min in heissen Wasser ziehen. Danach filterst du sie mit einen Sieb ab. Für Haarwuchs nutzt du einen Kräuterauszug aus Brennnessel und Rosmarin. Beide Pflanzen enthalten Stoffe, die sich anregend auf das Haarwachstum auswirken.
Hilft dir dass nicht, müssen wir schauen ob du krank bist. Manche Krankheiten zeigen sich über die Haare und Nägel. Die Kräuter lege ich dir dabei."
 
Minaddar faltete die Antwort zusammen und steckte die Kräuter in die Mitte. Er ging zu Urako und steckte ihm mit einen Lächeln die Antwort zu. Dann ging er zurück in die Heilstube.

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Davard von Hohenfelde

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Re: Einen Gehilfen für den Heiler

#4

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Di 23. Jan 2018, 18:53

Urako hatte Minaddar einen Brief zugesteckt, woraufhin der Alb kurz verschwunden war und dann seinerseits Urako etwas aushändigte, was Dave nicht sehen konnte. Danach verschwand der Lichtalb wieder in Richtung Heilstube. Der Einwand von Urako, Minaddar und Pavo war logisch. Er selbst hatte zwar immer noch ein seltsames Gefühl wegen der Zwangsrekrutierung, da sie bei drei Mitgliedern schief gegangen war, aber all jene Probleme waren aus der Welt geschafft worden.

Dave zeigte der Gruppe kurz seine offenen Handflächen, als Zeichen dass er in der Diskussion klein beigab, kurzum sich der Mehrheit anschloss.

"Ich ziehe mein Votum zurück und schließe mich der Meinung von Urako, Minaddar und Pavo an. Drei Klogriffe gab es in der gesamten Zeit während die Geister bestanden, dem gegenüber stehen alle anderen Mitglieder die sich als Familie fühlen. Ferner wurden die drei Fehler beseitigt und fallen der Familie nicht weiter zur Last.

Mein Dank geht in diesem Fall besonders an Urako und Gasmi, die sich der Sache schnell und beherzt angenommen haben. Danke Ihr beiden.

Minaddar hat sich leider Richtung Heilstube verabschiedet, aber ich glaube unserem lichtalbischem Neuzugang schwirrt gerade der Kopf und er ist ein bisschen durcheinander. Nunja dies spielt keine Rolle, er hat sich eindeutig für uns und die Familie entschieden und ebenso wie Du Urako und Du Pavo auch für diese gesprochen. Also von meiner Seite aus, könnten wir die Besprechung beenden"
, erklärte Dave freundlich.

"Nun dann erkläre ich die Versammlung für beendet, allerdings sollten wir ruhig noch etwas länger gemeinsam hier sitzen bleiben und ein wenig plaudern. Nutzen wir doch den unliebsamen Hintergrund, doch für etwas Schönes. Wir haben selten Gelegenheit als ganze Familie zusammen zu sitzen. Wolfi sei so lieb und hole unseren Neuen aus der Heilstube zurück zu uns.

Falls wer etwas Lustiges zu erzählen hat nur raus damit, ebenso sind die neuesten Gerüchte interessant oder vielleicht hat ja der eine oder andere noch etwas das ihm auf dem Herzen liegt",
sagte Aino.

Anwolf nickte knapp und begab sich umgehend in die Heilstube. Er tippte den Lichtalben freundlich an und grinste von einem Ohr zum anderen.

"Du sollst zurück in den Verhandlungraum kommen Minaddar. Keine Panik, die Wogen sind geglättet und Dave hat sich Urakos, Pavos und Deiner Meinung angeschlossen. Sie sind gerade zum gemütlichen Teil der Versammlung übergegangen. Und da Du der Neue bist, wäre dass ja eine gute Gelegenheit dass Du die Familie kennenlernst und sie Dich. Deinen ersten Arbeitstag wo Dich Pavo durch die Gegend scheucht, hast Du noch früh genug. Morgen vermute ich", grinste Wolfi und zog den Alben mit sich.

"Hier sind wir wieder", sagte Wolfi unnötiger weise und machte es sich wieder neben Marcella gemütlich.

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Re: Einen Gehilfen für den Heiler

#5

Beitrag von Urako » So 28. Jan 2018, 13:17

Minaddar guckte freundlich, als er Urako den Zettel samt einer Handvoll Kräutern zusteckte. Also blinzelte auch Urako freundlich zurück. Er wartete, bis Dave und Aino fertig gesprochen hatten und nickte zustimmend. Wenn man sich gegen die Zwangsrekrutierungen entschieden hätte, wäre das auch in Ordnung gewesen. Wenn es nach ihm ginge, bräuchten sie überhaupt keine Neuzugänge mehr und konnten so bleiben, wie sie waren.

Er entfaltete das Briefchen, als die Versammlung offiziell für beendet erklärt worden war und las ersteinmal selber. Er lies jedoch Gasmi mit hineingucken, damit er sah, dass nix Geheimes darin war. Anschließend las Urako ihm den Zettel vor.

"Du musst mir die Tinktur dann einmassieren, Hase", erklärte er. "Das ist wichtig, sonst wirkt das nicht. Aber gründlich, ja?" Dann wandte er sich an Varmikan. "Der Neue scheint in Ordnung zu sein, auch wenn`s kein Frostalb ist. Aber hey, er ist bis zum Hals angezogen und mag meine Kekse! Der kann so schlecht gar nicht sein."

Kurz darauf kamen Anwolf und Minaddar in die Stube zurück und Urako verkniff sich weitere Kommentare. Dave schien irgendwie noch immer im formellen Modus zu sein und guckte höchst seriös drein. "Entspann dich, Davy und iss `nen Keks", schnurrte Urako und räkelte sich gähnend, um ihn mit seiner Entspannung anzustecken. "Die hab ich gebacken. Die sind gut."
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Re: Einen Gehilfen für den Heiler

#6

Beitrag von Gasmi » Mo 29. Jan 2018, 08:03

Gasmi schaute neugierig und verwundert in den Brief, den Minaddar Urako gereicht hatte. Es waren seltsame Kräuter darin enthalten und eine Botschaft. Den Brief selbst konnte Gasmi nicht lesen, aber die Kräuter dufteten gut. Urako zeigte Gas die Kräuter und las ihm den Brief vor.

Der kleine Düsterling strich Puschel liebevoll durch die Haare. Nach seinem Unfall wo ein Großteil seiner Haut verbrannt war, waren seine Haare stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Vermutlich lag das an den Narben, die nun Urakos Kopfhaut zierten. Falls diese Kräuter dabei helfen konnten, dass seine Haare wieder nachwuchsen, half Gasmi Puschel gerne. Und falls nicht, dufteten eben seine Haare gut.

„Ich werde mir die größte Mühe geben, alles vernünftig einzumassieren. Deine Haare werden wieder nachwachsen Puschel, mach Dir keine Sorgen. Und falls nicht, ich liebe Dich auch ohne Haare. Die wichtigsten Haare hast Du ja behalten, die an Deinem Puschel.

Der Neue macht wirklich einen guten Eindruck und er scheint freundlich zu sein. Jeder mag Deine Kekse Puschel und nicht jeder kann es sich erlauben so wie ich rumzulaufen. Hat eben nicht jeder so einen schönen Körper“,
grinste Gasmi breit und küsste seinen Mann.

"Genau Dave nimmt Dir einen von Puschels-Entspannungskeksen, Du kannst ihn nach all dem Ärger gut gebrauchen. Entspann Dich, Puschel hat alles wieder ins Lot gebracht. Eigentlich muss er kein Welpe mehr sein, ich war nur Begleitung und er hat den Flüchtling völlig allein gestellt und abreise fertig verschnürt. Ich habe lediglich draußen vor der Tür Schmiere gestanden, damit der Kerl nicht abhaut.

Könnten wir das als bestandene Prüfung gelten lassen? Ich meine hey, er hat immerhin die Geister vor Schlimmeren bewahrt, da nochmal eine extra Prüfung abzuhalten, halte ich für unangebracht. Mehr beweisen kann sich doch keiner.

Hinzu kommt noch, dass er die ganze Zeit stets für die Familie gehandelt hat und auch wieder vorhin für die Familie gesprochen hat. Er hat von Anfang an die Tragweite von der Familie verstanden, genauso der neue Alb. Drum finde ich ist es an der Zeit, dass der Puschel seinen Welpenstatus verliert und ein vollwertiges Mitglied in der Familie wird.

Das man sich auf ihn verlassen kann, hat Puschel Dir selbst schon mehrfach bewiesen, gleichgültig worum es ging. Also was sagst Du dazu Dave? Oder was sagen die anderen?",
fragte Gasmi in die Runde.
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Re: Einen Gehilfen für den Heiler

#7

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Mo 29. Jan 2018, 08:27

Dave musterte Puschel einen Moment irritiert, ehe Varmikan ihn kurz knuffte.

„Er hat Recht, Du denkst die ganze Zeit noch dienstlich distanziert. Ich glaube so viel Aufmerksamkeit hat kein Ärgernis verdient, zumal Puschel es behoben hat. Richte Deine Aufmerksamkeit auf schöne Dinge, wie Puschels Kekse“, freute sich Varmikan und nahm sich selbstverständlich sofort einen Keks.

Dave schmunzelte Puschel an, ließ sich bequem im Stuhl herab sinken und nahm sich ebenfalls einen Keks. Dave probierte und nahm sich direkt noch einen Keks, so dass Varmikan verdutzt auf die Kekse starrte.

„Du hast absolut Recht Puschel, entspannen wir uns“, erwiderte Dave mampfend.
„Ich stimme dafür, Puschel hat eindeutig seinen Wert unter Beweis gestellt. Privat mehr als einmal, aber das zählt leider nicht um den Welpenstatus zu verlieren. Allerdings zählt dies für mich privat. Was er mir bedeutet muss ich wohl nicht erläutern. Ein Geheimnis ist es jedenfalls nicht.

Was die anderen genannten Punkte angeht, hat Gas Recht. Puschel hat durch sein schnelles Einschreiten die Sache wieder gerade gebogen, also eindeutig dafür. Zudem schmecken seine Kekse super“,
erklärte Dave und nahm sich noch einen.

„Ich bin auch dafür, sobald ich einen Keks gereicht bekam. Sieht keiner von Euch wie hungrig ich bin? Du weißt ganz genau wie gerne ich Kekse esse, aber auf die Idee mir mal einen zu reichen, kommst Du auch nicht Davy“, schmollte Pavo.

Varmikan schnappte sich einen Keks und reichte ihn grinsend an Pavo weiter.

„Nun da ich einen Keks in Händen halte, kann ich eindeutig dafür stimmen“, lachte der alte Goblin und ließ sich ebenfalls den Keks von Urako schmecken.
„Und ich vote ebenfalls dafür, auch wenn ich keinen Keks bekam. Damit ist es beschlossene Sache, Urako ist kein Welpe mehr“, verkündete Aino.

„Selbst ist die Frau“, lachte Lydia und nahm sich eine Handvoll Kekse und teilte mit Aino und Jeelen.
„Ich dürfte gar keine Kekse essen, ich habe den Bockmist verzapft, da mich dieser Typ provozierte“, erklärte Jeelen und stopfte sich sicherheitshalber seine Kekse schnell in den Mund.

„Kekse schmecken eigentlich nicht ohne Kaffee“, warf Tsounai ein.
„Hindert Dich keiner dran, welchen aufzusetzen“, gähnte Seddik müde.

„Ich nehme mir auch einen“, grinste Anwolf und schnappte sich mehrere Kekse. Einen davon reichte er an Marcella weiter, was Dave losprusten ließ vor Lachen.
„Du bist aber spendabel“, lachte der Magier.
„Es geht um Kekse, das ist fast so als ginge es um Geld“, grinste Wolfi.
„Und niemand weiß, ob ihr die Kekse schmecken, sie muss erstmal probieren“, stimmte Varmikan zu.

„Da sich jeder einen Keks nehmen darf, bediene ich mich auch“, erklärte Baran und nahm sich für sich und seinen Mann Ekangar einen Keks. Der große Troll nickte Urako anerkennend zu, während er sich das Gebäck schmecken ließ.

„Wir sollten uns mal gemeinsam wieder einen gemütlichen Nachmittag oder Abend machen. Mit was leckerem zu Essen und was gutem zu trinken“, schlug Pavo vor.

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Re: Einen Gehilfen für den Heiler

#8

Beitrag von Urako » Mo 29. Jan 2018, 16:17

"Eh, ja-ha-ähm", machte Urako als erstes völlig überrumpelt. "So schnell kann sich doch keiner eine Dankesrede aus den Klauen saugen! Oh, Mann, ich fühle mich geehrt! Etwas ist gut gelaufen, obwohl ich nett war. Mein destruktives Weltbild bröckelt ... ihr habt mich grad voll aus dem Konzept gebracht! Danke, Leute!"

Gerührt drückte Urako seinen Mann und dann alle anderen, sogar den Neuen, damit der sich nicht doof vorkommen musste, wenn er als einziger nicht gedrückt wurde. Gewisse Einzelpersonen wurden natürlich intensiver gedrückt als andere, allen voran Gasmi, der am Ende ein zweites Mal gedrückt und nicht mehr losgelassen wurde. Wer von ihnen beiden war eigentlich auf die Schnapsidee gekommen, nebeneinander zu sitzen? Urako zog Gasmi auf seinen Schoß, um den Missstand zu beheben und war überglücklich.

"Mann, da muss ich ja einen ausgeben! Enzo, du musst mir bei den Getränken tragen helfen. Wir machen heut Abend Wintergrillen mit nem Riesenberg Fleisch. Das muss ich vorher noch marinieren, da muss Lydi mir helfen. Oder besser Aino, Lydi muss sich schonen. Ich kenn da ein echt leckeres Rezept mit Torf. Der Grillplatz ist zwar noch nicht fertig, aber egal, wir grillen trotzdem. Und der Neue, äh, der kann mir beim Grillen assistieren, die Zange reichen und so, da kann er schon mal für Pavo üben, wenn der beim Operieren das passende Besteck gereicht bekommen muss."

Urako war ganz aus dem Häuschen und hatte ein rotes Gesicht bekommen.

"Das kam jetzt völlig unerwartet, danke!"

Er drückte Gasmi von hinten und schmatzte ihm aufs Ohr. "Danke, Hase", sagte er noch einmal nur für ihn, da sein Düsterling für ihn so frech gemogelt hatte. Er hoffte nur, dass Dave das nicht irgendwann beim Auslesen spitzbekam, dass eigentlich Gasmi die ganze Arbeit gehabt hatte beziehungsweise, dass Urako sich bis dahin genügend bewährt hatte, als dass Dave darüber hinwegsah.

"Was ist denn nun eigentlich anders für mich, wenn ich kein Welpe mehr bin?"
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Re: Einen Gehilfen für den Heiler

#9

Beitrag von Gasmi » Mo 29. Jan 2018, 16:46

Aino grinste Urako breit an.

"Also dass Du das fragen musst, dass hätte ich wirklich nicht gedacht. Aber gut, ich erläutere es Dir. Wobei das eigentlich Daves Aufgabe wäre, aber da er heute mal anständig isst, möchte ich ihn nicht unterbrechen", lachte Aino.
"Wus?", fragte Dave gut gelaunt mit vollem Mund.

"Zuerst das Wichtigste für Dich, Du bist nicht mehr an die Weisungen Deines Leitwolfs gebunden. Du erhältst einen Auftrag und Du entscheidest wie und wann Du ihn erledigst. Gibt es Vorgaben, hast Du Dich selbstverständlich daran zu halten. Gibt es keine, liegt es nun ganz allein an Dir, wann, wie und womit Du zuschlägst.

Dann ist da natürlich die Frage des Geldes. Da Du kein Lehrling, sprich kein Welpe mehr bist, bekommst pro erledigtem Auftrag auch mehr Geld. Und Du bekommst auch wesentlich gefährlichere und schwierigere Aufträge.

Du kannst ab heute allein arbeiten, aber so wie ich Dich kenne, wirst Du vermutlich trotzdem mit Gasmi zusammenarbeiten wollen. Dagegen spricht auch nichts, aber für einen Auftrag gibt es nur einmal eine Bezahlung, die Ihr Euch dann teilen müsst. Ebenso handhabten es früher auch öfter Jeelen und Lydia.

Kurzum Du bist kein Pimpf mehr, sondern ab heute vollwertiges Mitglied der Geister Urako, mit allen Rechten und allen Pflichten. Die Grillparty ist eine sehr schöne Idee. Ich helfe gerne bei den Vorbereitungen",
sagte Aino glücklich.

"Puschel konnte schon immer gefährliche Aufträge annehmen, er war ein Henker, vergesst das mal nicht. Er hatte nur keine Ahnung davon wie er einem Opfer auflauern muss, wie er einen Weg hinein und wieder hinaus aus der Gefahrenzone findet. Sowas muss er als Henker nicht wissen, er bekommt seine Opfer ja serviert.

Das Töten ist für Puschel kein Problem. Er kann auch Leute sehr schnell und geschickt ausschalten. Ebenso ist er ein sehr guter Foltermeister. Nur von dem ganzen drumherum was einen gemeinen Mörder oder einen Henker von einen Assassinen unterscheidet, dass musste er lernen. Und dass er es gelernt hat, dass hat er eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Sogar sein Anschleichen in der Luft hatte mich beeindruckt. Dass sage ich nicht, weil ich ihn liebe. Das sage ich ehrlich heraus, denn was nützt es ihm, wenn ich ihn über den Klee lobe und morgen wird er gefasst?

Nein er hat sich erstklassig angeschlichen per Flug, hatte immer im Auge behalten ob ihn wer sieht und hat sich nicht zu weit vorgewagt. Er hat stets das Opfer im Auge behalten, hat Zwischenpausen gemacht um nicht in den Blick von anderen zu geraten, die dann Rückschlüsse gezogen hätten, wer von dort oben eventuell verfolgt wird. Und als wir das Opfer dann in der Taverne verschwinden sahen, hat Puschel sofort die Gegend erkundet und gesagt, dass es nur einen Ein- und Ausgang gibt, dass wäre unsere Chance. Er bat mich Schmiere zu stehen, damit er sich den Burschen greifen konnte.

Gesagt und getan, kaum dass ich Posten bezogen hatte stürmte Puschel auch schon in den Laden mit ausgebreiteten Schwingen so dass keiner an ihm vorbei kam. Einige kräftige Schwinger später kam er schon mit dem ohnmächtigen Opfer heraus. Puschel hatte in seinem Eifer nur vergessen, dass er nichts zu fesseln dabei hatte. Aber das ist ja kein Problem, ich hatte ja einen alten Lendenschurz um, den ich meinen Mann hilfreich anbot.

Puschel hat damit umgehend das Opfer geknebelt und an Händen und Füßen gefesselt und schon ging es ab zurück zum Geisterhaus. Den Rest kennt Ihr ja. Ich war im Grunde nur die Reisebegleitung",
erklärte Gasmi und schlang seinen Greifschwanz um Puschels Wedel.
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Re: Einen Gehilfen für den Heiler

#10

Beitrag von Minaddar » So 11. Feb 2018, 14:06

Minaddar

folgte Wolfi zurück in den Verhandlungsraum. Der Junge hatte recht, er konnte früh genug mit der Arbeit anfangen. Der Vertrag war unterschrieben. Er hatte sogar ein Vorschuss bekommen. Der Tag war gut gelaufen. Er hatte nicht gewusst wo er zu arbeiten anfing. Aber er war es gewöhnt auch Kriminelle zu behandeln. Und als junger Alb war er selber ein Krimineller gewesen. Nicht weil er das gewollt hatte, sondern weil er überleben musste. Und im Tempel hatte er gelernt, dass es viele Gründe gab, warum andere Kriminelle wurden. Die Bewohner im Loch von Obenza konnten keine Arbeit annehmen. Sie waren der Abfall für die Gesellschaft. Wenn einer ehrlich bleiben wollte, stellte ihn sowieso keiner ein. Wer sagte woher er kam und ehrlich war, wurde vertrieben oder angegriffen wie die Kanalratten. Für die Leute die oben wohnten waren sie nichts anders als die die Ratten. Das wusste Minaddar. Nur die Tempel fragten nicht. Für die Brüder und Schwestern in den Tempeln war ein Leben ein leben. Sie halfen den armen und reichen.
Drum war er Heiler geworden. Aber er konnte nicht ewig im Tempel leben. Er war kein Priester oder Mönch und er wollte keiner werden. Die Geister musste er noch kennenlernen. Aber er hatte gesagt, dass er bei Pavo arbeiten würde. Er wusste wie man tötet. Er hatte es schon getan. Und ein Heiler oder ein Heilergehilfe wussten das genauso gut. Aber dafür war er nicht da. Falls einer von denen verletzt werden sollte, würde er ihnen helfen. Und sicher kamen genauso andere Kunden zu Pavo in die Praxis.
Minaddar setzte sich wieder auf sein Platz und lächelte zur Entschuldigung. Er wollte sich nicht verdrücken. Der Alb hatte gedacht die Besprechung war für ihn zuende. Zum Glück war der Spion weg. Minaddar dachte immer noch, dass der Spinner ein ein Spion von Finanzamt war. Was fragte der nach den Finanzbüchern, keiner machte sowas. Welcher Auftragsmörder hatte als Hobby Buchhaltung, kein Schwein. Die meisten waren froh,wenn die so einen Kack nicht arbeiten mussten. Minaddar versteckte sein Lachen hinter seiner Hand. Das war gemein gedacht. Wolfi und Dave arbeiteten das und sie waren freundlich zu ihm gewesen. Seine Arbeit war das nicht. Aber für die war seine Arbeit sicher genauso nichts. Sie arbeiteten mit Zahlen und Geld und er versorgte Wunden.
Die Geister die er schon kennengelernt hatte waren nett. Einer hatte scon Hilfe für seine Haare gebraucht und ihm sogar ein Keks geschenkt. Als sich alle über die Kekse hermachten, machte Minaddar schnell das er noch einen abbekam. Die waren lecker.

"Ich hab das falsch verstanden. Entschuldigung, ich dachte für mich ist die Besprechung zu eben wo der Verräter entlassen wurde. Und weil heute mein erster Arbeitstag war bin ich zurück zu mein Arbeitsplatz gegangen. Falls jemand in die Praxis kommt. Damit einer da ist und sie empfangen kann."

Alle freuten sich und frassen Kekse als Dave Urako beförderte. Da er den Spion entsorgt hatte, war er kein Lehrling mehr. Gut gemacht, dachte Minaddar. Urako wollte eine Feier schmeissen für seine Beförderung. Dem Alb gefiel das.

"Ich helf dir beim Grillen und ich kann Sosse machen für das Fleisch. Aus Kräutern kann nicht nur Medizin gemacht werden. Marinade und Sosse und vieles mehr. Wir können Fleisch und Gemüse grillen. Gegrillte Kartoffeln sind sehr lecker und genauso gegrilltes Brot mit Käse. Wenn du willst mache ich das für dich Urako."

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