Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. WĂ€hrend die Urvölker auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. GeheimbĂŒnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Wie die Rose zu den Geistern fand

Das Geisterhaus
Die Geister waren bis zum Jahr 202 eine erfolgreiche Gilde von Auftragsmördern. Jedoch bot das Leben im Geisterhaus mehr als nur ein gesichertes Einkommen, sondern auch ein zu Hause fĂŒr Verlorene. Wichtigste Aufnahmebedingungen waren absolute LoyalitĂ€t und Verschwiegenheit - sonst endete man rasch selbst auf der Todesliste. Die ehemaligen Geister verdienen ihren Lebensunterhalt heute auf ehrbare Weise als "Fantomes" in Souvagne.
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Davard von Hohenfelde
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Re: Wie die Rose zu den Geistern fand

#51

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Mo 1. Jan 2018, 14:42

Dave schaute Dimicus mit einer Maske aus eisiger KĂ€lte hinterher.

"Urako und Gasmi nehmt sofort die Verfolgung von dem Neuzugang auf. ZurĂŒckbringen, lebendig.
Jede Respepktlosigkeit hat seine Grenzen. Der RosendÀmon hat sich damit gegen seine Familie entschieden.
Kein Geist wendet sich gegen seine Familie. Bringt ihn zurĂŒck, ruhig bewusstlos und fĂŒhrt ihn mir vor. Zweiter Keller, Ausleseraum. Ich verlasse mich auf Euch beide",
befahl Dave sachlich.

Der Magier drĂŒckte beiden kurz und verschloss hinter sich die Schreibstube. Er gab Tsounai und Seddik ein Zeichen ihm zu folgen. Gemeinsam gingen die drei in den zweiten Keller. Tsounai wie auch Seddik bereiteten alles vor, wĂ€hrend Dave sich mit einigen SĂŒĂŸigkeiten vollstopfte.

Zucker war Nervennahrung und jene benötigte Dave meist in Unmengen, sobald er seine mentalen FĂ€higkeiten voll ausnutzte. Allerdings verbrauchte er auch einen Großteil davon, wenn nicht sogar einen weiten Teil darĂŒber hinaus. Also musste er seinen Vorrat an Nervennahrung auffĂŒllen. Nachdem Dave dies hinter sich gebracht hatte, setzte er sich bequem in den großen Ohrensessel und wartete auf Urako und Gasmi.

Sobald die beiden Dimicus zurĂŒckgebracht hĂ€tten, wĂŒrde Dave das GedĂ€chtnis des RosendĂ€mons löschen und ihn dort aussetzen lassen, wo man ihn aufgelesen hatte. Damit wĂ€re das Kapitel des RosendĂ€mons dann geschlossen.

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Re: Wie die Rose zu den Geistern fand

#52

Beitrag von Urako » Mo 1. Jan 2018, 15:47

Urako sprang aus seinem gemĂŒtlichen Platz vom Sofa auf. Er nahm Gasmi an Ort und Stelle Huckepack und eilte mit ihm im Laufschritt durch die Flure des Geisterhauses. Der Tiefling trug noch alles bei sich, was er fĂŒr die Verfolgung der Zentauren benötigt hatte: die Armbrust mit den in BetĂ€ubungsmittel getunkten Bolzen, das Gegengift und zwei Seile.

»Brauchst du noch was, Gas?«, fragte er keuchend, wĂ€hrend er aus dem Versammlungsraum eilte. In diesem Fall wĂŒrde er rasch noch mit ihm einen Abstecher machen, um die benötigten Utensilien zu holen.

Nachdem beide so weit waren, schwang Urako sich mit Gasmi auf dem RĂŒcken in die LĂŒfte. Es dauerte eine Weile, ehe sie Dimicus aus der Luft heraus erspĂ€ht hatten. Der Mann spazierte scheinbar gemĂŒtlich ĂŒber den Markt, in Wahrheit versorgte er sich durch Beutelschneiderei mit dem Hab und Gut anderer Leute. Der Scharfrichter in Urako urteilte, dass ihm dafĂŒr die rechte Hand abgehackt gehörte. Aber das stand momentan nicht zur Debatte. Er kreiste mit Gasmi, um einen gĂŒnstigen Moment abzuwarten. Er flog so, dass sie den RosendĂ€mon gerade noch sehen konnten und versuchte, sich bestmöglich außerhalb von dessen Blickfeld zu halten, ohne ihn selbst aus den Augen zu verlieren. Wann immer möglich, rastete er wĂ€hrend der Observierung auf einem GebĂ€ude, um Energie zu sparen, denn das Fliegen mit einem Passagier auf dem RĂŒcken war fĂŒr Urako sehr anstrengend.

Dimicus bewegte sich leider stets im Umfeld von zahlreichen Beobachtern. Irgendwann kehrte er in eine Taverne ein. Urako prĂŒfte kurz, ob es eine HintertĂŒr gab, was nicht der Fall war. Er postierte sich so, dass sie alle Fenster und die TĂŒr im Blick hatten.

»Was jetzt, Gas? Reingehen und bitten, mitzukommen? Reingehen, und ihm dezent `nen Bolzen in den Oberschenkel jagen? Oder hier draußen warten, bis er wieder rauskommt? Ich glaub, Morasa hat mich verflucht. Das ist doch kein Zufall, dass kurz nachdem wir den los sind, gleich erneut so einer aufkreuzt. Sogar im Doppelpack! Wobei der andere bisher nicht negativ aufgefallen ist, aber ich hatte auch noch keine Zeit, den auf Herz und Nieren zu prĂŒfen. Das mach ich, wenn wir wieder daheim sind. Mann, wo nimmt Dave die Spacken immer her!«
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"Wenn Kaiser, Könige und Diktatoren ruhig schlafen,
warum soll`s nicht auch der Henker können?"
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Re: Wie die Rose zu den Geistern fand

#53

Beitrag von Gasmi » Mo 1. Jan 2018, 18:11

Kaum das Dave den Befehl ausgesprochen hatte, war Urako auch schon auf den Beinen und schulterte ihn Huckepack. Auf die Frage ob er noch etwas benötigte, schĂŒttelte Gasmi den Kopf. Zeitgleich fiel ihm ein, dass Urako das nicht sah.

"Nein Puschel, ich benötigte nichts. Ich habe immer alles dabei was ich benötige, mein Greifschwanz ist angewachsen. Flieg, wir mĂŒssen ihn schnell zurĂŒckbringen", antwortete Gasmi grinsend seinem Mann.

Der kleine DĂŒsterling klammerte sich an Urako felsenfest. Erstens damit er besser fliegen konnte und zweitens, weil es ihm Spaß machte und er die NĂ€he von Urako genoss. Urako verfolgte fachmĂ€nnisch den RosendĂ€mon. Er flog außerhalb dessen Sichtbereich und landete stets auf den DĂ€chern zwischen. Auch wenn ihr Auftrag sehr ernster Natur war, Gasmi genoss es, gemeinsam mit Urako einen Auftrag zu teilen. Den Flug genoss er sowieso.

Schließlich nach einer kleinen Diebestour, die gar nicht so ganz dem hochtrabenden Verhalten von Dimicus entsprach, sondern ehr der eines kleinen Beutelschneiders, ließ er sich dazu herab in eine bĂŒrgerliche Taverne einzukehren. Gasmi kicherte lautlos.

Gemeinsam bezog er mit Urako vor der TĂŒr Stellung. Kein Hinterausgang, nur eine einzige TĂŒr, zuzĂŒglich der Fenster. Sehr gut. Gasmi lockerte seine Muskeln, öffnete und schloss seinen Greifschwanz und kĂŒsste Urako felsenfest auf den Mund.

"Die KnalltĂŒte geht auf Haleys Konto Puschel und ich glaube unser Davy hat fĂŒrs erste die Schnauze getrichen voll, von besonderen NeuzugĂ€ngen. Der Alb war umgĂ€nglich, ich hoffe das bleibt so. Er wird glaube ich nur in der Heilstube rumhĂ€ngen. Beschnupper ihn, ohne Morasa vor Augen zu haben.

Wir gehen rein! Hat der Kerl nicht schon genug gelabert Puschel? Wir zeigen dem DĂ€mon aus welchen Holz wir geschnitzt sind! Du sicherst direkt den Ausgang hinter mir Puschel, auf gehts",
zischte der kleine DĂŒsterling so vehement, dass man ihm eindeutig seine dĂ€monische Herkunft ansah.

Gasmi riss die TĂŒr auf und sprintete auf allen vieren in den Raum hinein. Boden, Decke, SeitenwĂ€nde nutzend als wĂ€re es das normalste von der Welt, schraubte er sich so in die Taverne hinein und bahnte sich seinem Weg zu dem VerrĂ€ter.

„Scheiße“, fluchte gerade noch einer der SĂ€ufer an der TĂŒr und sprang auf, wĂ€hrend der kleine DĂŒsterling zeitgleich in der Luft einen Salto vollfĂŒhrte und mit einem Donnern auf dem Tisch von Dimicus aufsetzte.

Gasmi bezog Kampfhaltung wie ein Panther. Dimicus erschrak, wollte eines seine Wurfmesser ziehen und zeitgleich aufstehen, da war der DĂŒsterling auch schon ĂŒber ihm. Mit einem gekonnten Tritt, wurde Dimicus das Messer aus der Hand getreten. Eine minimale SeitwĂ€rtsdrehung und ein gleichzeitiges fallenlassen in die Hocke, schon wurde der RosendĂ€mon wurde von einem echten DĂ€mon ergriffen.

Binnen Sekunden schlang sich der Greifschwanz des DĂŒsterlings um seinen Hals. Eine mehr als effektive Waffe. Ein kurzer Ruck, ein entsprechender Griff und sofort spĂŒrte Dimicus einen kreischenden Schmerz, der von seinem Lendenwirbelbereich ausging und seinen gesamten Körper durchschĂŒttelte. Eine Nerven waren paralysiert.

Ohne den Griff seines Greifschwanzes zu lockern, hÀmmerte Gasmi dem RosendÀmon aus der gleichen Bewegung heraus synchron die Daumen mit Wucht hinter die Ohren.

Schlagartig wurde es fĂŒr Dimicus dunkel.

Die HĂ€nde wurden gepackt, auf den RĂŒcken verdreht und mit Fetzen von Gasmis Lendenschurz gefesselt, die sich schmerzhaft in sein Fleisch fraßen. Ein Knebel aus dem gleichen Material wurde ihm in den Rachen gestopft und dort mit einem Fetzen Stoff rund um seinen Kopf gesichert, ebenso wurden ihm die Augen verbunden. Das nicht mehr viel von seinem Lendenschurz ĂŒbrig war, interessierte Gasmi nicht. Mit dem Rest fesselte er Dimicus die FĂŒĂŸe, nachdem er diesem die Schuhe ausgezogen hatte.

Den Fetzen opferte er gerne fĂŒr seine Familie.

Gasmi durchsuchte Dimicus auf Wertsachen und brachte das erbeutete Geld, sowie die weiteren Habseligkeiten an sich. Damit sprang er kurz auf die Theke, hÀmmerte einen der Geldbeutel gerÀuschvoll darauf und schaute dem Wirt ernst in die Augen.

"FĂŒr Deine Schulden, die er hier noch offen hat.
Er schuldet meinem Herrn eine Menge Taler, dieser Mann hier!
Wettschulden! Ehrenschulden!
Wenn er gewann, hat er schön kassiert. Wenn er verlor, hat er sich was geliehen.
Als nichts mehr kam, hat er gejammert. Wenn dieser jedem Jammerlappen mit rĂŒhrseliger Geschichte die Schulden erlassen wĂŒrde, wĂ€re er bald pleite. Das verstehst Du doch, nicht wahr? Kein unnötiges Wort",
befahl Gasmi mehr als eindringlich.

Der Wirt war nicht nur ein guter GeschĂ€ftsmann, er war auch ein kluger Mann. Er wusste wann er lieber den Mund hielt und einfach sein Geld einsteckte. Zumal was scherte ihn dieser Gast, den er noch nie zuvor in seinem Leben gesehen hatte? Gasmi nickte knapp, hakte Dimicus unter und schliff ihn nach draußen zu Urako.

"Hier ist er, Abflug Puschel. HĂ€ndige ihm Dave aus. Sag ihm, dass Du ihn fertig gemacht hast, dass wir ihn sehr stolz auf Dich machen. Ich habe solange die TĂŒr gesichert und ganz erstaunt zugesehen", bat der kleine DĂŒsterling. Liebevoll strich er einmal ĂŒber Urakos Haare.

"Schnell jetzt", grinste Gas.
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Re: Wie die Rose zu den Geistern fand

#54

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Sa 6. Jan 2018, 13:55

Urako lieferte Dimicus fachmĂ€nnisch bei Dave ab. Der Magier vertrödelte keine Minuten und löschte die Erinnerungen von Dimicus. Dazu musste der Mann dass Bewusstsein nicht wiedererlangen. Nachdem diese Aufgabe erledigt war, entledigten sich die Geister des Mannes. Er wachte in Syriel in einem GebĂŒsch mit einem Kater auf. Ein Saufgelage waren seine letzten verschwommenen Erinnerungen.

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FĂŒr Urako & Minaddar etc. geht es weiter in:
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http://asamura.de/viewtopic.php?f=55&t=1247

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