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BeitragVerfasst: Fr 1. Sep 2017, 13:30 
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Wolfi schaute von Distel zu Enzian und wieder zurück. Die beiden waren ein kauziges und lustiges Duo.

„Ein Frühstück samt einem kräftigen Kaffee könnten wir auch vertragen, da sagst Du was Distel. Lass uns gemeinsam frühstücken gehen. Sobald wir vor unserem Kaffee sitzen, werde ich Dave eine Botschaft schicken. Er kann ja immer noch nachkommen, falls er Lust dazu hat. Wenigstens sollte er uns die Taler für unser Frühstück vorbeibringen, immerhin hat er uns eingeladen“, lachte Wolfi.

„Spaß beiseite, die Hauptsache ist doch, ihm ist nichts passiert und er ist wieder im Haus. In dem Fall übernehme ich gerne die Zeche für meinen Onkel. Hat er gesagt mit wem er sich gestritten hat oder worüber? Und warum sollte er grün und blau geschlagen werden? Mit wem hat er sich angelegt?“, fragte Wolfi verwundert.

„Geht voran, wir folgen“, bat Anwolf die beiden Centauren.
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BeitragVerfasst: Fr 1. Sep 2017, 23:39 
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Dave hielt genussvoll still, während ihm Urako ins Ohr biss. Das der Tiefling etwas anderes als eine Umarmung erwartet hatte, wurde Dave erst in dem Moment bewusst.

So kalt und herablassend wollte er sich weder geben, noch tatsächlich sein. Er hatte die Wahrheit gesprochen, er hatte einfach nicht klein beigeben wollen. Und was hätte ihm das gebracht? Nichts, außer dass ein Streit den er nicht ertrug noch länger angedauert hätte.

Und wofür?
Für etwas, dass er sich besser verkniffen hätte.

Er verachtete seinen Vater Dunwin und wie hatte er vor Urako gestanden? Wie eine Kopie seines Vaters. Genauso kaltschnäuzig, nachtragend und nachtretend. Urakos Handlung hatte ihm einen Spiegel vors Gesicht gehalten, und was Dave dort sah gefiel ihm ganz und gar nicht.

Urakos Geständnis, dass er ihn liebte, gleichgültig wie er aussah und wie viel Geld er besaß rührte Dave. Und die Aussage von Urako dass er ihn wollte und nicht bereit war ihn zu teilen, freute Dave. Das war ein gewaltiges Kompliment.

Das was Puschel sagte und tat, veranlasste Dave seinen verdammten Stolz zur Seite zu schieben und einfach einmal das zu tun, was er sich tatsächlich wünschte und nicht, was irgendwer von ihm erwartete.

Dave gab klein bei und bat um Versöhnung. Er gestand Urako ehrlich, dass er bockig gewesen war und ihn nicht verlieren wollte. Urako nahm seine Entschuldigung an.

"Dann lass uns bitte einfach mit dem Streit aufhören. Ich habe unüberlegt gesprochen, genau wie Du. Wir beide hätten uns manche Dinge verkneifen sollen die wir gesagt haben.

Wir waren beide unfair zueinander.
Es freut mich dass Du meine Entschuldigung annimmst.

Nun Puschel, wie Du, ich oder auch jedes andere Lebewesen die Welt sehen, ist die Summe unserer Erfahrung die wir gemacht haben. Aber nicht nur das, es ist auch Teil unseres Blutes. Sprich unser Verhalten ist in Grundzügen angeboren.

Schau ein Choleriker wird schon als solcher geboren, genau wie der Sanftmütige.
Die Erfahrungen prägen den Charakter nur unterschiedlich stark aus.

Deine anerzogenen oder besser gesagt andressierten Charaktereigenschaften von Argwohn bis Misstrauen schaffen Dir nur Probleme denn sie haben keinen eigenen Gegenpol.

Du kannst dem nichts gedanklich entgegensetzen.
Und das Schlimmste ist, es nicht mal Deine Natur.

Du hast mir anvertraut, wer Dir das eingeimpft hat und Du hast mir sogar anvertraut wie hart und grausam er dies vollzog.

Wir gleichen uns auf diese Art. Darum meine Frage, bist Du bereit das gedankliche Erbe von Deinem Vater loszuwerden? Es wäre ein sehr großer Vorteil für Dich. Du würdest nicht nur die Angst verlieren, sondern auch seine Ketten, die Dich heute noch an die alten Verhaltensweisen ketten, die er Dir eintrichterte.

Ich wäre mehr als gewillt, es zu versuchen.
Wie ich Dir bereits anvertraute, ich bin es leid Angst zu haben.
Und ich bin es leid, aus Angst wegzulaufen und damit genau das zu zerstören, was mir am meisten bedeutet.

Allerdings weiß ich auch, dass ich es nicht allein schaffe. Ich habe es versucht, genau wie Du. Und genau wie Du bin ich gescheitert. Du flüchtest Dich in Alkohol und Sex, und ich fliehe in die Flasche und den Nexus.

Warum versuchen wir es nicht zusammen?
Was meinst Du?

Sollte dann einer von uns beiden straucheln, ist der andere da um ihn zu stützten und um ihm Halt zu geben.

Denn trotz allem, lebst Du nicht das Leben, was man Dir einprägte. Drum suchst Du Dir mit Deinen Aktionen, unbewusst einen Ausgleich.

Damit möchte ich Dir nichts unterstellen, ich handele schließlich genauso wie Du.
Du bist kein Dummkopf, Du folgst ja nicht streng einem Instinkt ohne nachzudenken.

Aber Dein Geist verspürt ein Bedürfnis, ansonsten wirst Du unruhig. Und das Bedürfnis ist NUR anerzogen. Es heißt sei NÜTZLICH, sei effektiv, beweise Deinen Wert, es gibt keinen Müßiggang, denn der Faule ist nichts wert.

Dieser Drill wurde uns anerzogen. Kurzum wir haben diese Weltsicht erlernt, es muss doch möglich sein, es auch wieder zu verlernen.

Dies kostet vermutlich einiges an Arbeit, aber ich wäre bereit dazu. Aus dem einfachen Grund, weil ein angstfreies Leben doch jede Mühe wert ist.

Ein leicht verständliches Beispiel - der menschliche Körper. Der Körper schützt sich selbst vor Krankheiten. Ob Dreck oder Krankheitserreger, der Körper ist stets bereit sich zu verteidigen.

Lebst Du nun in einer absolut sauberen Umgebung, wie es einige Adlige zu tun pflegen, könnten sie theoretisch doch nicht mehr krank werden. Der Körper könnte sich nun ausruhen und sich sagen, keine Gefahr vorhanden vor der ich mich schützen muss. Ruht er sich aber dahin gehend aus? Nein.

Der Mensch entwickelt seltsame Unverträglichkeiten. Der Körper bleibt einfach in Kampfbereitschaft, nur sind die Feinde nicht mehr Dreck und Krankheitserreger, sondern es sucht sich einfach neue Feinde.
Jene die dem Körper zugefügt werden – auch wenn diese gar keine Feinde sind.
Kurzum auf einmal wird eine bestimmte Nahrung nicht mehr vertragen, oder eine bestimmte Pflanze, der Körper schlägt grundlos Alarm.

Und wie ein menschlicher Körper reagierst Du.

Gibt es nichts zu tun, nichts zu bewachen oder zu bekämpfen, schaltest Du in eine ähnliche Situation wie es der Körper in meinem Vergleichsbeispiel macht.

Sind keine Feinde da Urako, dann suchen wir uns welche.
So handeln wir.

Und in Wut ist es für uns beide schier unmöglich zu sehen, dass es keine Feinde gibt. Wir denken immer in Abwehrhaltung, ob ein realer Feind existiert oder nicht. Jedes Wesen folgt seiner Bestimmung, nur uns hat man das aus dem Schädel geprügelt.

Rastlosigkeit, ständiger Argwohn, stetige Alarmbereitschaft, stetige Abwehrhaltung. Grundmisstrauen jeder Person gegenüber. Du hast wie ich gewaltig viele geistige Barrieren im Kopf Puschel, zum Eigenschutz.

Jene die uns auf diese Eigenschaften drillten, trugen sehr viel Hass in sich.
Ich möchte das nicht weitertragen Urako.

Falls ich je ein Kind habe, möchte ich niemals Angst in seinen Augen sehen. Es soll mich niemals fürchten.

Du denkst Deine Bestimmung ist die Abwehr von Feinden. Damit sie Dir nicht wehtun, damit sie Dich nicht verletzten. Aber es kein Feind hier Urako. Wieder nur wir beide und unsere Dämonen.

Falls doch einer auftaucht, dann sollten wir ihn gemeinsam bekämpfen.

Wir sollten gemeinsam versuchen unsere Väter hinter uns zu lassen, ihnen die Macht über uns zu nehmen. Wir müssen dabei zusammenhalten Puschel. Und ganz ehrlich, wir brauchen jemanden, der uns zur Not beisteht.

Du musst lernen Deine Aggression in den Griff zu bekommen, ohne auszurasten und auf Hilfsmittel zurückzugreifen. Und ich muss lernen meine Gefühle zuzulassen und nicht kopflos davon zu laufen oder blindlings um mich zu schlagen, sobald keine Flucht mehr möglich ist.

Alleine schafft das keiner von uns beiden. Zu zweit schaffen wir es auch nicht. Alleine im Duo packen wir das nicht. Wir benötigen jemanden, der uns zur Seite steht. Jemanden der uns hilft - dann schaffen wir es mit dessen Hilfe gemeinsam",
erklärte Dave freundlich.

"Wegen unserem Zusammenleben sollten wir klare Regeln aufstellen. Ein erster wichtiger Punkt ist, über Probleme die einen stören müssen wir reden. Schweigen bringt einen nicht weiter. Alkohol auch nicht, denn sobald man wieder nüchtern ist, sind die Probleme zurück.

In solchen Angelegenheiten bin ich wohl der miserabelste Gesprächspartner, aber wir könnten einen Schlichter benennen. Sobald einer von uns im Haus ein Problem hat, trägt er es beim Schlichter vor.

Andere Themen wie das was uns vorhin so aneinander geraten ließ, erklären wir zu Tabuthemen. Das muss auch jeder in unserer Familie akzeptieren. Du hast Themen die Du nicht angesprochen haben möchte, ich habe diese Themen ebenso und vermutlich haben sie auch Gasmi und Varmi. Jeder soll offen und ehrlich mitteilen, worüber er nicht reden möchte. Sollte einer kein Tabu-Thema haben, wunderbar. Ansonsten nehmen wir darauf Rücksicht.

Genauso offen sollten wir aber auch über schöne Dinge sprechen, da so etwas meist zu kurz kommt. Wünsche, Anregungen, Vorschläge rund um unser Haus sollte man direkt ansprechen. Je mehr man hat, worüber man sich freuen kann, umso leichter ist es, die dunklen Wolken zu vertreiben.

Zu unserem gemeinsamen Haus hätte ich noch eine Frage. Hättet Ihr etwas dagegen, dass meine Mutter und Marcella mit einziehen? Ich hatte all die Jahre nichts von meiner Mutter.

Weißt Du, ich liebe meine Ma, aber sie war im Grunde eine Mitgefangene und keine Mutter für mich. Ich habe Melisande öfter zufällig im Nexus getroffen, als real in unseren Gemäuern. Ich möchte sie gerne um mich haben und ich möchte sie als Person richtig kennenlernen. Zudem möchte ich ihr helfen und ihr beibringen, mit ihrer Gabe umzugehen. Darum wäre es mir wichtig, dass sie mit bei uns einzieht.

Marcella untersteht mir, sie ist meine Schutzbefohlene und meine Novizin. Ich mag die Kurze und ich möchte sie in meiner Nähe haben. Vielleicht könnten meine Ma und Marcella sogar zusammen wohnen. Das müsste ich mit ihnen absprechen, falls Ihr dafür stimmt.

Du würdest mir eine Freude damit machen, wenn Du Melisande kennenlernen würdest. Und es würde mir viel bedeuten, wenn Ihr alle mit ein Auge auf meine Ma und Marci habt. Ich möchte sie beschützt wissen. Du musst nicht sofort darauf antworten, ob Ma und Marci mit einziehen, nur denk bitte einfach eine Runde in Ruhe darüber nach.

Was sagst Du zu meinen anderen Überlegungen Puschel?",
fragte Dave liebevoll.
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BeitragVerfasst: Sa 2. Sep 2017, 11:46 
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Varmikan wachte am Morgen auf und rieb sich müde die Augen. Er tastete nach Dave, aber sein Schatz war nicht mehr da. Unwillig brummelte Varmi etwas und rollte sich auf Daves Bettseite.

Varmi drückte sein Gesicht in Daves Kopfkissen. Es roch nach seinem Mann. Eine Mischung aus Daves Eigengeruch und seinem Rasierwasser.

Lieber als am Kopfkissen hätte Varmikan an Dave selbst geschnuppert. Er überlegte kurz, ob er ihn zurück ins Bett beordern sollte. Varmi entschied sich dafür. Es war eh eine Unsitte von Dave in so einer Frühe aufzustehen, wo normale Frostalben eigentlich erst schlafen gingen und ihn dann noch einfach ungeliebt zurück zu lassen.

Andere wären froh, wenn ihr Mann sie ausschlafen ließ und sie nicht früh aus den Federn scheuchte. Varmikan rollte sich grinsend auf den Rücken und suchte mental nach Dave.

Sein Grinsen gefror.
Sein Mann befand sich in der Heilstube!

Varmikan war mit einem Satz aus dem Bett gesprungen und lief wie die Götter ihn schufen zur Heilstube. Kaum das er hineingeplatzt war, fiel sein Blick auf Dave.

Sein Mann hielt Urako umarmt. Wer nun von beiden krank oder verletzt war, konnte Varmi so auf den ersten Blick gar nicht feststellen.

"Was ist los Leute?
Ist irgendwas passiert?
Ist einer von Euch krank oder verletzt?",
fragte Varmikan verwirrt.

Er trat neben seinen Mann und strich ihm beruhigend über den Rücken. Puschel wie auch Dave sahen total fertig aus. Warum auch immer, sie waren scheinbar mit den Nerven am Ende. Selbst Pavo sah mitgenommen aus, was selten der Fall war.
Varmikan schaute von einem zum anderen, in der Hoffnung einer der Drei würde ihn aufklären was los war.
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BeitragVerfasst: Sa 2. Sep 2017, 16:22 
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"Ich habe mich schon oft gefragt, wer ich geworden wäre ohne diese ganze Kacke. Ich werde es nie erfahren. Werde nie herausfinden, was davon angeboren ist und was ich hätte werden können. Du weißt genau so wenig, welcher Dave sich unter deinem Eispanzer verbirgt, der davon erdrückt worden ist. Aber wir können es zumindest ausprobieren, die schlimmsten Ecken etwas abzuschleifen, damit sie nicht mehr gar so pieksen. Einverstanden, Davy. Lass uns das gemeinsam versuchen. Aber was meinst du damit, dass wir unser Erbe loswerden müssen und dass wir das nicht alleine schaffen? Wenn wir nicht, dann schafft es keiner. Uns kann da niemand helfen, wir können uns höchstens gegenseitig unsere Wunden lecken, hehe. Mit dem Streitschlichter, das ist eine gute Idee. Ich hab schon einen. Meiner heißt Pavo."

Verliebt betrachtete er hinter Daves Kopf hervor den alten Mann, der etwas verdattert in der Gegend herumstand und sich wahrscheinlich gerade überflüssig vorkam. Er wirkte noch kleiner und verlorener in der Heilstube als sonst, aber vielleicht täuschte das auch und er fühlte sich gar nicht so unwohl, wie es gerade wirkte. Dave erzählte sehr viele Dinge, die sich für Urako sehr klug anhörten. Nur am Ende verzog sich sein Gesicht unwillig.

"Muss das echt sein, dass die Weiber mit in unser Haus ziehen? Nichts für ungut, aber ich kenne die nicht und außerdem wohnen sie ja eh gleich nebenan. Da kannst du deine Mutti jeden Tag besuchen und auch bei ihr pennen, wenn dir danach ist. Aber muss die echt in unserem Haus mit wohnen? Die nörgelt doch garantiert rum, wenns bei uns unordentlich ist oder wir zu lange wach bleiben. Und ein sechzehnjähriges Gör? Mal ehrlich! Außerdem wollte ich doch früh mit dir zusammen frühstücken - und das geht nun mal weder in eurem noch in unserem Schlafzimmer, da dort ja Varmi und Gasmi pennen, weshalb nur einer der anderen Räume bleibt, wo Marci und Meli dann kreuz und quer rumspuken. Das ist doch kacke."

Er murrte etwas. Seine Vorstellungen von einem äußerst angenehmen Tagesablauf wurde gestört durch Daves neue Pläne und nicht zuletzt war Urako natürlich auch wieder eifersüchtig, auch wenn er diesmal nicht zankte. Doch bevor er sich allzusehr sorgen konnte, platzte Varmi herein und fragte, was los war. Urakos Gesicht hellte sich auf.

"Ich hab ein Aua, Flocke. Ein großes Aua. Ihr müsst mich die nächsten Tage verarzten und bemitleiden, hat Pavo verordnet. Ich muss bekocht und verwöhnt werden, damit ich genese. Oh und Varmiiii, mit dir muss ich noch ein Wörtchen reden, bevor Dave dich wieder in Beschlag nimmt. Dauert nur zehn Minuten."

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"Wenn Kaiser, Könige und Diktatoren ruhig schlafen, warum soll`s nicht auch der Henker können?"
Charles Henry Samson, Scharfrichter
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BeitragVerfasst: Sa 2. Sep 2017, 23:39 
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Dave zuckte in einer etwas hilflosen Geste die Schultern.

"Damit hast Du wohl oder übel Recht, wobei ich wirklich gerne gewusst hätte wer ich bin, oder hätte sein können. Früher habe ich mir dazu immer irgendwas zusammen gesponnen... mich in Tagträume verloren nach dem Motto was wäre wenn... sobald ich etwas Zeit dazu hatte. Mit früher meine ich als Kind. Ich bin selbstverständlich dabei, immerhin kam der Vorschlag ja von mir. Ein paar Ecken und Kanten weniger können uns garantiert nicht schaden. Gut damit wäre der Schlichter bestimmt - Pavo", grinste Dave gut gelaunt.

"Ich nehme die Wahl an. Bis zu einem gewissen Grad ist von Euch beiden selbst abhängig. Niemand zwingt Euch dazu, so zu bleiben wie Ihr seid. Mit etwas Mühe, Selbstbeherrschung oder auch mal Ablegen der Selbstbeherrschung und gutem Willen kann sich jede Person verändern.

Niemand behauptet dass es angenehm ist oder leicht wird. Aber möglich ist es. Das versuche ich Euch doch schon die ganze Zeit beizubringen. Ihr selbst seht Euch viel zu schlecht und ich versuche Euch aufzuzeigen, dass Ihr nicht schlecht seid. Ihr wurdet nur schlecht behandelt. Das ist was völlig anderes",
erklärte Pavo den beiden.

"Nein es muss nicht sein, dass die beiden Frauen bei uns einziehen. Meine Ma würde nicht meckern, sie ist froh wach zu sein und in Ruhe gelassen zu werden. Lerne sie kennen. Gut Privatsphäre achtet meine Ma nicht. Sie kommt auch einfach in unser Schlafzimmer, weckt mich und setzt sich aufs Bett. Das wäre doch was ungünstig. Und Marcella ist vermutlich auch froh im Geisterhaus zu bleiben... in Wolfis Nähe. Wobei Wölfchen direkt auf Marcella aufpassen könnte. Ich frage ihn nachher, ob er die Aufgabe übernimmt. Stimmt unser Frühstück! Du hast völlig Recht, wir sollten unser Frühstück in Ruhe abhalten, vergiss meinen Vorschlag. Ich bin noch etwas durcheinander vom Streit", schmunzelte Dave.

Einen Moment später schneite Varmikan splitterfasernackt herein. Dave musterte seinen Mann von oben bis unten und grinste über beide Ohren. Zeitgleich fragte er sich, wie er Varmikan nur unterstellen konnte, was er seinem Klingenohr unterstellt hatte, nun wo er so besorgt vor ihnen stand.

Varmikan war sicher kein zweiter Dunwin, denn der hätte nicht mal nach einem gegen Bezahlung geschaut. Und nach einer Hure die einem nichts bedeutete, die man nur benutzte, schaute auch niemand. Dave nahm Varmikan in die Arme, drückte ihn fest an sich und küsste ihn liebevoll.

Varmi erwiderte die Geste und legte Dave einen Arm um die Hüfte.

"Ja das dürfte das geringste Problem sein. Sicher kümmern wir uns um Dich. Aber was ist Dir passiert?", fragte Varmikan durcheinander.
"Er hat versehentlich Glas gegessen. Also etwas Glas verschluckt", antwortete Dave.

"Heilige Scheiße... Puschel", keuchte Varmi.
"Beruhige Dich Varmikan, ich habe die Scherben schon aus Urako herausgeholt. Aber etwas Schonung und vor allem Schonkost wird er diese Woche über sich ergehen lassen müssen. Ich wollte Dir gerade vorschlagen, Dir etwas anzuziehen damit Du Dich nicht verkühlst, aber der Tipp ist wohl müßig", grinste Pavo.

"Danke Pavo. Ja der Tipp ist echt müßig", grinste Varmikan.
Der Frostalb schaute Puschel fragend an.

"Gut Du hast es gehört, Schonung und Schonkost. Worüber möchtest Du mit mir reden Puschel? Dave lass uns bitte einen Moment allein. Geh in unser Quartier Sternchen, ich gehe mit Puschel in die Schreibstube", antwortete Varmikan und zog Urako hinter sich her.

Dave schaute den beiden baff nach.

"Ehm ja... zu Befehl...", grinste der Naridier.
"Guck nicht so baff, Du hast ihn Dir ausgesucht und Du brauchst ihn auch", grinste Pavo.
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BeitragVerfasst: So 3. Sep 2017, 08:13 
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Nur zu gern und ohne den kleinsten Widerstand ließ Urako sich vom nackten Varmi durch den Flur ziehen, bis sie in der Schreibstube standen. Urako verriegelte die Tür, wennauch nicht aus den Gründen, die er jetzt eigentlich gern hätte und zwang sich, dem Frostalben ins Gesicht zu schauen und sehr wichtig dreinzublicken.

"Also, Flocke. Mach mal kurz deinen Geist zu, Dave soll nicht mithören. Es geht um diesen bescheuerten Mo, der mich und dich umbringen wollte. Der Abschaum steckt noch immer wie ein faulender Splitter in Daves Gehirn. Da er offenbar nicht von alleine da rauseitert, müssen wir ihn eigenhändig entfernen. Ich will, das Mo stirbt. Hilfst du mir? Du bist Geistmagier, du kannst ihn aufspüren und ihn schwächen, ihn verrückt machen und ihm den Schlaf rauben, damit er entkräftet ist, wenn wir ihn stellen. Er dürfte dann schnell erledigt sein. Töten kann ich ihn, das macht mir nichts aus. Wenn du mir nicht hilfst, geh ich den Mistarsch mit Gasmi alleine suchen. Gasmi ist der beste Kämpfer der Geister. Aber wenn wir zu dritt anrücken hat der kleine Waldscheißer keine Chance. Aber sag um Himmels Willen Dave nichts davon! Sag ihm, äh, keine Ahnung, was du ihm dazu sagst, wenn wir weg sind. Er ist dein Mann, du musst dir was ausdenken. Also, bist du dabei?"

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Charles Henry Samson, Scharfrichter
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BeitragVerfasst: So 3. Sep 2017, 15:58 
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Varmikan grinste Puschel vergnügt an, als er merkte wie Urako zu kämpfen hatte seinen Blick in der Höhe zu halten und ihm in die Augen zu schauen. Der Forstalb hörte Puschel aufmerksam zu. Was ihm sein Wahlbruder zu sagen hatte, schnürte ihm die Kehle zu.

"Danke für die Information Puschel. Dave hat nicht an Mo zu denken, denn er gehört mir. An wen er denkt und wie, das bestimme ich und nicht er. Er ist mein Mann, folglich hat er sich mir zu fügen. Aber wer nicht hören kann muss fühlen.

Dein Plan Mo zu töten ist ein Fehler. Jedenfalls ist es ein Fehler den Kerl schnellstmöglich zu töten. Das ist ein Fehler, den man schnell begeht, sobald man eifersüchtig ist. Ich erkläre Dir auch warum und natürlich wie wir vorgehen.

Pass auf Puschel, sollte Mo heute noch sterben, sind wir den Störenfried scheinbar los. Das stimmt aber so nicht. Denn Mo wird in Daves Erinnerung weiterleben und zwar so, wie mein Mann Morasa zuletzt kannte. Der arme Mo, der hier aufgrund einiger Missverständnisse vertrieben wurde und nun ist er auch noch tot.

Wir hätten Mo ein mentales Denkmal gebaut und wir hätten nie mehr die Chance, die Sicht auf ihn zu revidieren. Er bleibt in der Erinnerung ewig der benachteiligte, arme, äußerst attraktive Waldalb, dem wir so böse mitgespielt haben.

Folglich bleibt dieser Mo für immer bestehen. Möchtest Du das? Ich nicht.
Und für solche Fälle, habe ich etwas äußerst Schlaues von Dave gelernt und genau das wenden wir an.

Wir müssen Mo auslöschen, aber dafür darf Mo noch nicht sterben. Dave würde hier anfügen, das klingt paradox, ist aber so. Und das stimmt auch.

Mo muss das Bild, dass Dave von ihm hat selbst zerstören. Mo muss Dave beweisen, dass er weder attraktiv ist, noch ein armes Opfer, noch dass er Dave tatsächlich mag oder schätzt. Dave muss am eigenen Leib erfahren, dass Mo ihn für ein Arschloch hält. Dass Mo auf ihn spuckt. Das Mo nur vorhatte ihn auszunutzen.

Das er für den Waldalb nur ein weiterer Arsch war, den der Waldschrat geschubst hätte. Das er bestenfalls als das Eigentum von Morasa geendet wäre, schlimmstenfalls als reine Matratze.

Dass muss Morasa ihm beweisen. Ab dato wird Dave Morasa nicht nur meiden, er wird ihn hassen und verachten. Damit existiert der Mo den Dave so anziehend findet nicht mehr. Und ist dieses Bild von Mo gefallen, dann Puschel rammen wir ihm einen Dolch ins Herz und schicken ihn zum Abgrund.

Vorher darf Mo nicht sterben.

Soweit mir bekannt ist, war Mo sehr kreativ was Überzeugungsarbeit angeht. Er hat Dave in der Stadt gesagt, er hätte mit mir über das Problem des Anfassens gesprochen. Die Sache wäre für mich geklärt, allerdings nur unter dem Punkt, dass Dave nie wieder mit mir darüber sprich - kurzum kein Wort verliert. Hinterhältig oder?

Ein Waldalb ist kein Frostalb und wo Morasa herkommt, da komme ich schon dreimal zurück. Das Spiel kann ich problemlos ebenso spielen. Allerdings hat das Spiel einen Haken. Ich müsste meinem Mann etwas schaden um es Mo in die Schuhe zu schieben.

Mo hat sich schon einmal meinen Mann unter den Nagel gerissen und ihn mitgenommen. Was würde passieren, wenn jemand Dave einsackt und behauptet er wurde beauftragt ihn vor uns zu retten?

Ein lieber Gönner hat ihn aus diesem Haus holen lassen und seinen Wärter damit beauftragt ihn so lange zu hüten, bis er ihn abholt. Oder bis er bereit ist, sich seinem neuen Mann völlig zu fügen. Hier und da ein paar Infos eingestreut, die auf Morasa hindeuten und Dave wird vermuten, der Waldalb hätte ihn einfangen lassen um ihn zu brechen.

Sobald Dave das glaubt, werden wir beide uns nicht um die Beseitigung von Mo kümmern müssen. Dave wird ihn jagen oder jagen lassen. Und sollte er dies nicht tun, wird er von Morasa eine völlig andere Meinung haben als im Moment, er wird ihn verachten.

So müssen wir vorgehen.

Allerdings muss ich Morasa trotzdem suchen, damit der unseren Plan nicht versehentlich durchkreuzt. Nachdem wir seinen Ruf ruiniert haben, werden wir sein Leben beenden. Und natürlich sage ich nichts meinem Mann davon.

Das ist eine sehr harte Erziehungsmaßnahme, aber eine andere Möglichkeit sehe ich nicht. Sternchen muss begreifen zu wem er gehört und von wem er sich fernzuhalten hat. Fruchten Worte nicht, müssen Taten her, auch wenn mir das in der Seele wehtut",
erklärte Varmikan vehement.

Der Frostalb musterte Puschel eingehend und trat ganz nah an ihn heran.

"Das ist das eine Thema nun zum anderen. Wieso hast Du Glas gegessen? Wie konnte das überhaupt passieren? War das ein Unfall, Absicht Deinerseits oder hat jemand versucht Dich... ehm Dich zu töten?

Falls letzteres zutrifft, dann müssen wir uns sofort darum kümmern. Hast Du noch etwas von der Mahlzeit oder dem Getränk? Dann versuche ich ein Echo dessen auszulesen, wer es angefasst oder präpariert hat.

Sowas lassen wir nicht auf uns sitzen, wir werden das Miststück erdolchen... mit Eis",
grinste Varmikan und streichelte Puschel über die Wange, ehe er ihn sanft auf den Mund küsste.

"Erzähl Puschel, ich bin ganz Ohr", bat Varmi und strich Urako über den Arm.
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BeitragVerfasst: Di 5. Sep 2017, 09:32 
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Urako war froh, dass Varmikan mit ihm einer Meinung war. Morasa war ein Feind und obwohl er räumlich entfernt worden war, schwebte er noch wie eine schwarze Wolke in diesen Räumen und vernebelte Daves Gedanken.

"Ich verstehe deine Bedenken", murrte Urako. "Aber dein Plan ist zu fehleranfällig. Erstens: Er erfordert viel Zeit. Zeit, in der Morasa sich aus dem Staub machen könnte. Zweitens: Wenn wir Dave entführen und einsacken, haben wir die Geister im Genick, denn die werden sein plötzliches Verschwinden nicht einfach ignorieren. Es sei denn, er verschwindet auf einer längeren Reise, aber auch das fällt früher oder später auf. Hinzu kommt, dass er Geistmagier ist, der kann seinen Hilferuf hinaus in den Nexus plärren und dann haben wir einen Tag später eine ganze Armee aus schlecht gelaunten von Hohenfeldes um uns herumstehen. Kein erbaulicher Gedanke. Andererseits ..."

Urako kam ein Gedanke.

"Sag mal, es gibt doch dieses Messingkraut. Das blockiert die Wandlungseigenschaften von Gestaltwandlern. Vielleicht ist es auch imstande, Geistmagie zu blockieren? Das könntest du mal an dir ausprobieren!"

Urako kaute auf seiner Wange herum.

"Trotz allem wäre es ein extremer Vertrauensbruch, Dave einzufangen und von vorne bis hinten zu belügen. Am Ende traumatisiert es ihn. Vielleicht ist er danach nicht mehr der Davy, den wir lieben. Oder er schlägt uns hinterher tot. Oder noch schlimmer - er mag uns nicht mehr."

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BeitragVerfasst: Di 5. Sep 2017, 17:23 
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Varmikan konnte Urako nur zustimmen, sein Plan war fehlerhaft. Und Dave zu belügen und viel schlimmer noch zu gefährden, passte ihm ganz und gar nicht.

„Das Schlimmste was passieren kann wären nicht die Geister die uns zum Abgrund wünschen. Ich glaube ich könnte sogar ertragen, dass mir Daves Familie auf den Fersen wäre, allen voran sein Bruder Ansgar. Der mich scheinbar eh bei jeder Gelegenheit tot sehen möchte.

Was ich gar nicht ertragen könnte Puschel ist, dass Dave verletzt werden würde. Sollte es unser Komplize zu gut meinen, dann könnte er Dave verletzten. Oder Dave versucht sich selbst zu befreien, da er es hasst eingesperrt zu sein.

Dann könnte eins zum anderen führen in einer grausigen Kettenreaktion. Dave würde unseren Komplizen angreifen und der würde Dave vielleicht am Ende noch so schwer verletzten dass ich ihn verliere. Das wäre unerträglich für mich.

Genauso unerträglich wäre es, wenn er ein Trauma erleidet. Manchmal ist er ja schon mit den Gedanken in der Vergangenheit. Dann bleibt er absichtlich im Nexus, da er nicht in der Physis sein möchte. Er möchte dann seinen Körper nicht wahrnehmen, er möchte dann frei sein. Frei von fast allem. Vielleicht würde er dann gar nicht mehr zurück kommen? Ich habe nicht die leiseste Ahnung, ob das überhaupt geht.

Aber seine Mutter lebte einen Großteil ihres Lebens so ähnlich. Ihre Seele war auf Wanderschaft im Nexus, ihr Körper war im Diesseits. Dave sagte für Außenstehende sah es so aus, als säße sie in ihrem Stuhl und war mit den Gedanken woanders. An schlechten Tagen hat sie sich dabei keinen Millimeter bewegt. An guten Tagen hat sie ihren winzigen Hund gestreichelt, halt soweit wie sie sich bewegen konnte.

Meist konnte sie nur ihre Fingerspitzen bewegen. Er war ihr Anker zu dieser Welt, sie hat den kleinen Hund wohl sehr geliebt auch wenn sie es nicht zeigen konnte. Dave sagte, er war ihre spürbare Verbindung in die Physis.

Und Pavo fragte mich einmal, ob ich Dave aus dem Nexus zurückholen kann, falls er wieder seine dollen fünf Minuten hat und nicht zurück möchte. Ich habe ihm zugesichert, dass ich das nicht nur kann, sondern auch jederzeit tun würde.

Denk mal scharf nach Puschel, wann hast Du das letzte Mal Dave ohne Grund in Trance gesehen?

Wann hast Du Dave das letzte Mal stundenlang regungslos in der Ecke sitzen sehen?

Ich habe ihn ewig nicht mehr so gesehen. Gut ewig ist stark übertrieben, aber einige Monate ist das doch her oder? Denke ich genau darüber nach, muss ich sagen hat sich das doch sehr gut verbessert. Er flüchtet nicht mehr in den Nexus, sobald er sich unwohl fühlt. Gut manchmal läuft er so weg. Das ist schon grenzwertig genug. Solange ich ihn wieder einfangen oder abholen kann geht es ja noch. Nur mit wem war er dabei letztens unterwegs? Richtig Mo.

Aber sobald er sich mir mental entzieht, sprich seelisch ist das für mich nicht erträglich. Wenn wir mental verbunden sind, ist das eine innige Erfahrung, es fühlt sich wundervoll an. Ich könnte sofort nach ihm spüren, seine Seele fühlen und es fühlt sich einfach phantastisch an. Lass Dich mal von ihm mental umarmen. Ich kann Dich gerne auch mal so umarmen, damit Du weißt wie sich das anfühlt. Umso schlimmer ist es, wenn er dann nur körperlich anwesend ist. Dann sitzt sein Köper zwar da, aber er… Davy… Sternchen ist weg.

Drum… Du hast Recht. Möglicherweise zerstöre ich damit alles, was wir gemeinsam erreicht haben. Er, Du und ich. Alleine war ich das schließlich nicht. Und ihn vor sich hinvegetieren sehen, wäre das Letzte was ich ertragen könnte.

Weißt Du Puschel, ich glaube er würde uns dafür nicht mal anschreien, geschweige denn schlagen.

Das ist nicht seine Art.
Er würde vermutlich einfach gehen, auf die schlimmste Art die mir einfällt.

Und mögen würde uns Dave wirklich nicht mehr. Du hast Recht, wir lassen es. Das ist für Dave viel zu gefährlich. Es birgt ein zu hohes Risiko. Ich möchte meinen Mann nicht verlieren, wir haben vor ihn vor Mo zu beschützen.

Das Messingkraut werden wir uns besorgen und ich teste es aus. Allerdings aus einem anderen Grund. Hat Davy mal wieder seine fünf Minuten, bekommt er es verabreicht. Falls es ihn vom Nexus trennt, ist er gezwungen seelisch im Diesseits zu bleiben. Zudem brauchen wir das Zeug für Mo. Entweder bleibt er dann ein Waldalb oder ein Marder, was wir besser gebrauchen können. Was sollen wir mit dem Kerl machen? Ich hoffe der funkt uns nicht bei der Hochzeit dazwischen, was soll ich dann machen?“,
fragte Varmikan.

Der Frostalb kratzte sich nachdenklich am Kopf und musterte Puschel.

"Ob ich ihm gestehen soll, wie weit mich der Gedanke an Mo schon treibt? Überlege doch nur mal, was ich hier geplant habe. Wozu er mich mit seinem dummen und unreifen Verhalten verleitet!

Es ist meine Aufgabe ihn zu beschützen und anzuleiten, er muss sich beugen und gehorchen. Aber nein, dass macht Dave natürlich nicht. Er macht wonach ihm sein Sturkopf steht. Am Ende landet er auf der Nase, wie letztens mit Mo in seinem Haus. Und was ist das Ende vom Lied? Ich habe Recht gehabt. Oder Du hast Recht gehabt. Das sagt Sternchen dann auch noch.

Warum gehorcht er dann nicht vorher einmal, er weiß doch dass wir Recht haben und es gut mit ihm meinen. Er bringt mich fast dazu seine Entführung zu planen, wodurch ihm sonstwas passieren kann. Nur damit er keinen Unfug anstellt.

Der zwingt mich ja geradezu noch größeren Unfug anzustellen um ihn von seinem Blödsinn abzuhalten! So geht das doch nicht! Dave muss lernen zu gehorchen und mir zu vertrauen.

Meine Idee war nicht nur schwachsinnig, sie war auch gefährlich für ihn. Und es war seine Schuld, weil er einfach nicht dieses Mo vergessen kann. So geht das nicht. Soll ich ihm das erklären und gestehen wie weit mich das treibt? Ich bekomme noch weiße Haare!",
stöhnte Varmikan.
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BeitragVerfasst: Do 7. Sep 2017, 11:53 
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Die Freien Völker (1)
"Weiße Haare, das wäre ja furchtbar." Urako grinste. "Mann, mit weißen Haaren würden wir so was von Kacke aussehen. Willst du Dave das echt sagen, unseren Plan? dann kriegt der doch noch mehr Bock auf den Marder. Verbotene Früchte und so. Wollen wir Mo nicht einfach töten?"

Er streichelte Varmi an der Schulter.

"Du bist ein guter Ehemann, Dave versteht einfach nicht, dass er deine Führung braucht. Es tut ihm nicht gut, ohne Anleitung zu sein. Er macht nur Käse, sobald du wegsiehst, siehe Mo. Man darf die Zügel echt nicht locker lassen. Irgendwas muss geschehen, so kann man das echt nicht lassen. Ich sag, Mo muss weg. Messingkraut hat unser Alterchen sicher in seiner Heilstube, wollen wir mal nachsehen?"

_________________
"Wenn Kaiser, Könige und Diktatoren ruhig schlafen, warum soll`s nicht auch der Henker können?"
Charles Henry Samson, Scharfrichter
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