Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

Das Geisterhaus
Die Geister waren bis zum Jahr 202 eine erfolgreiche Gilde von Auftragsmördern. Jedoch bot das Leben im Geisterhaus mehr als nur ein gesichertes Einkommen, sondern auch ein zu Hause für Verlorene. Wichtigste Aufnahmebedingungen waren absolute Loyalität und Verschwiegenheit - sonst endete man rasch selbst auf der Todesliste. Die ehemaligen Geister verdienen ihren Lebensunterhalt heute auf ehrbare Weise als "Fantomes" in Souvagne.
Benutzeravatar
Davard von Hohenfelde

Die Handelsallianz Weltenbastler in Gold Chronist in Silber Die fleißige Feder in Bronze
Marquis
Beiträge: 480
Registriert: Mi 22. Feb 2017, 12:46
Volk: Souvagner
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#71

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Fr 24. Nov 2017, 13:54

Weiter geht es in Ankunft in Alessa:

Link:
http://asamura.de/viewtopic.php?f=51&t=1056

Benutzeravatar
Urako

Die Freien Völker Rote Laterne
Zweitcharakter
Beiträge: 218
Registriert: Mo 16. Mär 2015, 16:58
Volk: Tiefling

Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#72

Beitrag von Urako » Sa 3. Feb 2018, 11:23

<< Kommend von hier

Während Davard badete, richtete Urako dessen Schlafzimmer neu her. Dave war vermutlich in einer grauenhaften Verfassung, nachdem er dem Kinderfresser, der auch seine Kindheit gefressen hatte, erneut begegnet war.

Urako bezog das Bett neu, mit einer flauschigen dunkelroten Bettwäsche. Das sterile weiße Ding, das Dave sonst da drauf hatte, ging ja mal gar nicht, vor allem nicht, wenn es Dave schlecht ging. Angewidert warf er es in den Wäschekorb. Zu weiß, zu steif, zu kalt. Dave sollte sich geborgen fühlen und was war da geeigneter, als wenn die Bettwäsche weich und rötlich war so wie das Licht, welches für einen Fötus durch die Bauchdecke der Mutter scheint? Rottöne wirkten auf die meisten Leute behaglich. Also bezog Urako nicht nur das Bett so, sondern schleppte auch eine Salzlichtlampe herbei. Sie sah aus wie ein großer Rosenquarz mit einem Schacht, in welchen man eine Kerze hineinstellen konnte. So war man nicht mit dem direkten Kerzenlich konfrontiert, sondern erhielt ein angenehmes warmes Schimmern. Zusätzlich wuchtete er einen Wäschekorb mit einem Berg von kleinen Kuschelkissen herbei, die er alle im Bett verteilte. Alles roch wunderbar frisch gewaschen.

Distel kam gerade vom Markt und brachte ihm das, worum er ihn gebeten hatte: Einen Sack voller Kuscheltiere. Urako untersuchte sie und sie waren zu seiner zufriedenheit. Er drappierte sie alle am Kopfende des Bettes, ein ganzes Spalier. Neben vielen kleinen Teddys, Hasen, Küken und Kätzchen war auch ein riesengroßer Kuschelhund dabei. Er war fast so groß wie Urako und er war das Herzstück. Urako wusste leider nicht, wie der Hund ausgesehen hatte, den Dave als Kind gehabt hatte, doch der hier gefiel ihm vielleicht auch. Er streichelte den großen Plüschhund und platzierte ihn.

Urako lüftete noch einmal kräftig durch und entzündete ein Räucherstäbchen. Die Auswahl der Sorte geschah nicht willkürlich, sondern es war aus Kräutern gefertigt, denen man das Vertreiben böser Geister nachsagte. Aus gleichem Grunde fuhr Urako mehrfach mit der Hand durch das klimpernde Windspiel, das er aufgehängt hatte und streute lauter Salz kreuz und quer. Auch klatschte er die Ecken aus, in dem er dort in die Hände schlug und fegte mit einem kleinen Reisigfeger durch die Luft, als wolle er alles Böse zum Fenster hinauskehren. Erst dann machte er wieder zu, warf neue Kohlen in den Ofen. Er lüpfte die Beddecke und fasste hinein. Die Wärmflaschen, die darin lagen, hatten alles schön vorgewärmt.

Er holte rasch noch heißen Tee aus der Küche und eine Schale mit Weintrauben, damit Dave was Essen oder Trinken konnte, wenn ihm danach war. Nervös wartete Urako, dass er vom Baden hochkam. Er machte sich große Sorgen um ihn.
[ externes Bild ]

"Wenn Kaiser, Könige und Diktatoren ruhig schlafen,
warum soll`s nicht auch der Henker können?"
Charles Henry Samson, Scharfrichter

Benutzeravatar
Davard von Hohenfelde

Die Handelsallianz Weltenbastler in Gold Chronist in Silber Die fleißige Feder in Bronze
Marquis
Beiträge: 480
Registriert: Mi 22. Feb 2017, 12:46
Volk: Souvagner
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#73

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Sa 3. Feb 2018, 16:42

Dave schleppte sich erschöpft Richtung Schlafzimmer. Das Bad hatte ihm gut getan, es hatte seine Seele etwas gereinigt, dennoch hatte er das Bedürfnis sich ins Bett zu verkriechen und die Begegnung mit der Bestie zu vergessen.

Auf der anderen Seite wollte er die Begegnung nicht vergessen. Er hatte ihm gegenüber gesessen und er hatte ihm die Stirn geboten. Zudem hatte er endlich einige Informationen erhalten, die ihm allerdings überhaupt nicht schmeckten. Sie machten das Grauen verständlicher, aber nicht besser. Wieder gut machten diese Informationen natürlich rein gar nichts.

Müde öffnete Dave die Schlafzimmertür, starrte perplex in das Zimmer und ging einen Schritt zurück um sich zu vergewissern, dass er im richtigen Raum war. Erneut betrat er das Schlafzimmer, aber diesmal wesentlich langsamer, fast zögerlich, da er jede noch so kleine Kleinigkeit in sich aufnehmen wollte.

Er nahm den Raum nicht nur bis ins Detail mit seinen normalen Sinnen wahr, sah nicht nur welche Mühe sich Puschel gegeben hatte, sondern er spürte auch die grenzenlose Fürsorge und Liebe die dahinter steckte. Dave schloss für einen Moment die Augen und tastete den Raum mit seinen Gedanken ab, spürte den Nachklang von dessen was Puschel hier getan hatte. Fühlte das Echo des Raumes im Nexus. Reine positive Energie.

Das war der richtige Raum, es hatte niemals eine richtigeren Raum gegeben.
Die Welt mit all ihrem Dreck und ihren Widerwärtigkeiten hatte hier keinen Zutritt.

Dave öffnete die Augen, packte Varmikan am Kragen der wie versteinert in der Tür stehen geblieben war, zerrte ihn ins Schlafzimmer und schloss hinter ihm die Tür.

Pure Behaglichkeit, so war es rund, so war es perfekt. Puschel stand besorgt im Schlafzimmer und musterte ihn. Er hatte das Bett in einer anderen Farbe bezogen und Dave musste gestehen, dass es einladend und gemütlich aussah. Zudem war es vollgestopft mit Kuscheltieren. Dave musste über die Tiere schräg grinsen. Er hatte noch nie im ganzen Leben ein einziges Kuscheltier besessen. Sein einziges Spielzeug war ein Holzpferd gewesen und das hatte er vor langer Zeit als Kind gefunden und gut versteckt.

Er berührte zuerst den großen Hund und grinste über beide Ohren, ehe er ein Tier nach dem anderen berührte um sie wortlos willkommen zu heißen. Danach schaute er sich neugierig die seltsame Lampe an. Sie verbreitete ein gedämpftes, fast diffuses Licht und in Kombination mit der roten Bettwäsche hatte es fast den Anschein als befänden sie sich in einer organischen Höhle.

Dave ließ seinen Blick erneut einmal durch den ganzen Raum schweifen, ehe er zu Urako herüber ging und ihn felsenfest umarmte. Vielmehr klammerte sich Dave felsenfest an Urako und vergrub sein Gesicht in dessen Halsbeuge. Puschel hörte es nicht, aber er spürte dass sein Hals nass wurde und Dave etwas zitterte, er weinte und so wie er fast alles tat, tat er auch dies lautlos.

Dave löste sich ein bisschen von Puschel, küsste ihn zuerst auf den Mund und lehnte dann seine Stirn gegen die von Urako. Zeitgleich umarmte er ihn mental, so dass sie seelisch verbunden waren. Dave sagte immer noch kein Ton, er fand keine Worte dafür wie unbeschreiblich glücklich und gerührt er über diese wundervolle Geste war, also übermittelte er Puschel seine Gefühle.

Für einen Moment badete Puschel in warmen, goldenen Licht und war nun selbst erfüllt von absoluter Glückseligkeit, ehe das Licht verblasste und immer schwächer wurde, da Dave ganz behutsam die mentale Umarmung löste. Als Urako wieder mit beiden Beinen im Schlafzimmer stand, spürte er wie Dave ihm über den Rücken strich und ihn erneut küsste. Es war nicht einfach eine Zärtlichkeit, sondern es war ein Kuss in dem all das Gefühl lag, das Dave für Puschel empfand.

Sachte gab er Urako frei und schlüpfte in das Nest, dass ihm Puschel bereitet hatte. Den riesigen Hund nahm er dabei breit grinsend als Kopfkissen.

`Treue über den Tod hinaus Puschel´, übermittelte ihm Dave gerührt und mummelte sich ganz tief in die Kuschelkissen und seine Decke.

Benutzeravatar
Urako

Die Freien Völker Rote Laterne
Zweitcharakter
Beiträge: 218
Registriert: Mo 16. Mär 2015, 16:58
Volk: Tiefling

Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#74

Beitrag von Urako » Sa 3. Feb 2018, 21:36

Als er die heiße Nässe an seinem Hals spürte, sagte Urako gar nichts, sondern legte die Flügel um Dave. Er hoffte, dass Dave die Tränen einfach mal fließen ließ, die seit so vielen Jahren in ihm aufgestaut waren und sich nicht gleich wieder zusammenriss. Urako legte den Kopf an Davys Haar und wartete, während er Dave ganz festhielt. Die seelische Verbindung war intensiv und wunderschön. Es gab nicht viele positive Gefühle, die Urako in seinem Leben hatte sammeln können. Die Seelenumarmung war besser als alles.

Bis auf ... ja. Bei seiner Hochzeit hatte er sich genau so gut gefühlt. Er hielt Dave fest in seinen Armen und Flügeln. Bis der Magier sich von selbst löste und ins Bett kuschelte. Urako fasste unter die Decke und nahm die Wärmflaschen heraus, damit er sich ausbreiten konnte in das schön vorgewärmte Bett. Urako zog die Decke hoch bis zu Daves Hals und klopfte sie zurecht.

`Was bedeutet der Spruch, Davy?`, fragte er.

Er hob den Kopf und lauschte um zu erfahren, ob Varmikan schon auf dem Weg war. Für ihn hatte er Kühlbeutel vorbereitet, damit er nicht wegschmolz in dem aufgezeizten Bett.
[ externes Bild ]

"Wenn Kaiser, Könige und Diktatoren ruhig schlafen,
warum soll`s nicht auch der Henker können?"
Charles Henry Samson, Scharfrichter

Benutzeravatar
Davard von Hohenfelde

Die Handelsallianz Weltenbastler in Gold Chronist in Silber Die fleißige Feder in Bronze
Marquis
Beiträge: 480
Registriert: Mi 22. Feb 2017, 12:46
Volk: Souvagner
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#75

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Mo 5. Feb 2018, 10:34

Dave klopfte neben sich aufs Bett.

„Kommt mit ins Bett Ihr beiden, ich möchte in der Mitte von Euch liegen. Varmi hat es mir versprochen. Gasmi kann sich ja auf die Außenseite neben Dich quetschen Puschel.

„Treue über den Tod hinaus, bedeutet genau das. Ich habe es einst Varmi geschworen und nun schwöre ich es ebenso Dir. Ich werde Dir hier im Diesseits treu sein und sollten wir eines Tages gegangen sein, werde ich Dir auch in der Physis treu sein. Der Tod ist bedeutungslos für Liebe. Gleichgültig einer von Euch beiden sein wird, ich bin Euch treu. Das ist die Bedeutung dahinter.

Und für das hier, also wie Du den Raum dekoriert hast und so… ich finde dafür keine Worte, außer Danke. Aber Danke erfasst nicht annähernd wie ich fühle und was es mir bedeutet. Du hat mir damit eine unbeschreibliche Freude gemacht. Der ganze Raum fühlt sich sicher und geborgen an. Er ist wie losgelöst von allem. Nun was ich fühle habe ich Dir übermittelt, weil Worte dafür zu schwach sind Puschel. Kommt ins Bett und lasst uns schlafen“,
bat Dave leise und glücklich.

Benutzeravatar
Marcella

Die Handelsallianz
Zweitcharakter
Beiträge: 49
Registriert: So 20. Aug 2017, 14:10

Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#76

Beitrag von Marcella » So 11. Feb 2018, 14:00

Marcella

war froh dass die Verhandlung vorbei waren. Der alte Sack hatte viele gefährliche Leute angeschleppt. Einer von denen hatte Wolfi und sie angegrinst. Aber sein Grinsen hatte ihr Angst gemacht. Sogar ihr Meister hatte Angst vor dem Widerling. Zuerst dachte sie, dass wäre der Vater von Dave. Aber das ging nicht. Der war tot und niemand hatte gesagt dass er ein Vampir war. Vielleicht wollte er Wolfi und sie aussaugen. Ihr Meister wollte sogar vor dem Kerl fliehen. Aber Varmikan verbot es ihm. Das war richtig so. Dave durfte nicht weglaufen.
Die Verhandlung war anders als sie gedacht hatte. Der alte Sack wollte Frieden und meinte es ehrlich. Sie alle waren gedanklich verbunden. Sie verstand nicht, warum er das nicht vorher gesagt hatte. Warum hatte er vorher alle angegriffen und bedroht. Warum hatte er nicht auf Ansgar gehört. Oder warum hatte er nicht mit Ansgar geredet. Er sagte er wusste nicht wo Ansgar war. Da waren sie aber noch nicht gedanklich verbunden. Vielleicht hatte er gelogen. Er hatte zugegeben dass er Ansgar umbringen wollte um was aus ihm zu schnitzen. Das war widerwärtig. Marcella glaubte ihm kein Wort. Sie hatte grosse Angst um Ansgar. Sie mochte ihn sehr und vermisste ihn. Nur Wolfi verteidigte seinen Vater. Für alle anderen war er schuldig. Dabei hatte er den Streit auf der Hochzeit nicht angefangen. Und was dachten die anderen von ihm? Das er sich nicht wehrt, wenn sie ihn angreifen? Das war lächerlich. Sie hoffte das er noch lebte und es ihm gut ging. Das die anderen auf ihn spuckten, war ihr egal. Er hatte sie vor dem widerlichen Geist beschützt und er war immer freundlich zu ihr gewesen. Sein falscher Sohn und seine verlogene Frau hatte er nicht verdient.
Dave hatte gesagt, dass er Ansgar nicht mehr durch seine Magie finden konnte. Er musste sich nicht verstecken oder von dem alten Sack ermordet sein. Er konnte sich auch selber getötet haben für Wolfi. Marcella dachte daran, wo sie Ansgar zuletzt gesehen hatte. Das war im Stall gewesen, als er Anwolf die Urkunde und die Brosche geschenkt hatte. Er hatte gesagt das es egal war wo er ist. Das er immer bei Wolfi sein würde. Sowas sagte keiner mal eben so. Vielleicht hatte er sich selber umgebracht. Ihr Vater hatte ihr mal gesagt, dass arme Leute die alles verlieren wieder von vorne anfangen. Aber reiche Leute die alles verlieren brachten sich oft um. Sie konnten damit nicht leben. Die kannten kein Leben in Armut. Marcella dachte nicht dass Ansgar so einer war. Er war wie Wolfi frech und lieb. Das war klar, denn er war Wolfis Vater. Sie wollte nach Ansgar suchen, aber sie wusste nicht wie. Und sie durfte niemand davon erzählen. Marcella wischte ihre schwitzenden Hände an der Robe ab. Sie wollte ihren Vater fragen, wenn sie zu Besuch war. Der wusste bestimmt eine Lösung. Marcella wusste nicht was sie machen sollte, wenn Ansgar tot war. Wenn sie ihn so fand, dann konnte sie Wolfi nichts sagen. Dann musste sie ihn mit ihren Vater wegholen und vergraben, damit der alte Sack ihn nicht verarbeitete. Sie wusste gar nicht wie sie ihrem Vater das alles erklären sollte. Das war so viel abscheuliches was in dieser Familie los war. Die Leute erinnerten sich immer nur an das schlechte. Ansgar konnte sein Leben lang was gutes versucht haben. Ein Fehler und nur daran wollten die sich erinnern. Marcella wollte nicht aufgeben und wenn sie die einzige war die sich gut an Ansgar erinnerte. Bei ihre erste Begegnung hatte sie Angst vor ihm gehabt. Dann hatten sie zusammen gelacht und jetzt war sie die einzige die noch an ihn dachte. Sie hoffte dass seine verräterische Frau bestraft wurde, genauso sein missratener Sohn.
Er wollte sie nicht töten. Ja an den Tag nicht. Morgen vielleicht doch wieder. Keiner konnte das wissen bei dem Spinner. Der hatte sogar sein Vater mit der Waffe bedroht. Wenn sie ihr Vater mit der Mistgabel bedroht hätte das wäre was gewesen. Niemals hätte sie das getan.
Marcella ging in die Küche und wischte ihre Augen trocken. Sie durfte nicht weinen.
Sie stellte sich ans Fenster und schnaufte durch. Wolfi war nicht da, sie wusste nicht wo er hingegangen war. Und niemand war in der Küche. Sie störte keinen. Marcella kramte alle Zutaten für einen Rührkuchen zusammen. Sie machte sich an die Arbeit einen schönen grossen Rührkuchen zu backen. Ihre Suche musste warten bis zu sie Besuch bei ihren Eltern war, aber sie würde suchen. Dass schwor sie sich. Jetzt musste sie sich um den Meister kümmern. Er sah fertig aus mit der Welt. Ein Süsskuchen half immer. Ihre Mutter hatte ihr immer einen Süsskuchen gemacht, wenn sie traurig war. Marcella machte gleich zwei Stück. Einen für ihren Meister und einen für Wolfi.

Benutzeravatar
Montgomery
Zweitcharakter
Beiträge: 5
Registriert: So 4. Feb 2018, 15:40

Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#77

Beitrag von Montgomery » So 11. Feb 2018, 14:02

Montgomery

erwachte. Die Nacht war gekommen und er wachte das erste mal in seinen neuen Zuhause auf. Er hatte lange geschlafen, da er sich erholen musste. Der Gargole senkte sein Kopf mit den Hörnern und schaute auf die schlafende Gruppe. Er schaute sich in dem Raum um wo sein Podest stand. Sein Herr lag in der Mitte von eine Gruppe. Das Schlafzimmer war schön eingerichtet. Es sah für Weichweisen sehr gemütlich aus.
Er selber war aus Stein und er liebte Steine. Höhlen mochte er und vor allen die hohen Zinnen von seine Heimatburg in Cantillion. Aber er war jetzt der Wächter von einen neuen Herrn. Montgomery stieg vom Podest und schnüfftelte an allen die im Bett lagen. Dann ging er vor die Tür und schaute sich um. Er ging durch das ganze Haus um sich alles zu merken. Dann kletterte er auf das Dach. Monty schaute sich die Stadt bei Nacht an. Er wusste nicht welche Stadt das war. Aber Zuhause kannte er die Städte genauso wenig. Er war mit seinem Zuhause verwurzelt. Er hockte sich auf alle viere hin. Montgomery versuchte zu erkennen ob andere Gargole bei Nacht auf die Häuser gestiegen waren um ihre Herrn zu bewachen. Er sah keine. Das war komisch, wo waren die denn alle? Zuhause waren nachts viele auf die Burg geklettert und hatten sich für den Gleitflug fallen lassen. Sie überflogen das Land und beschützten ihre Menschen.
Manche bleiben Zuhause damit die Herrn in der Burg nicht ohne Schutz waren. Er musste weit weg von Zuhause sein, wenn es keine Gorgole gab. Er kletterte wieder ins Haus und ging zurück zu seinen Herrn. Der schlief immer noch. Aber das war normal. Die meisten Menschen schliefen nachts, wenn die Gargole wachten. Dafür wachten die Menschen am Tag, wenn sie schliefen. Montgomery beugte sich über sein Herrn und schaute ihn genau an. Er sah zufrieden aus. Das Wesen das neben ihn lag hatte auch einen Schwanz und Flügel. Monty dachte zuerst, es war ein Gargole wie er und freute sich. Aber als er genau hinguckte sah er, dass es ein Weichwesen war. Was für eins wusste er nicht. Vielleicht waren hier die Gorgole nicht aus Stein. Falls es in der Nacht aufwachte, wollte er es fragen was es war. Monty hockte sich vor die Tür und bewachte die Schlafenden. Das war seine Aufgabe.

Benutzeravatar
Gasmi

Rote Laterne
Zweitcharakter
Beiträge: 90
Registriert: Fr 20. Jan 2017, 11:02
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#78

Beitrag von Gasmi » Mi 14. Feb 2018, 06:47

Gasmi wachte am Morgen in aller Frühe auf. Es war noch dunkel und vor ihrem Bett hockte die Statue. Gas fragte sich einen Moment, wer sie von dem Sockel gehoben hatte, als sie sich bewegte. Das war keine Statue, dass war ein Gargoyle!

Gasmi setzte sich auf und gab dem Gargoyle ein Zeichen dass er leise sein musste. Heute war ein besonderer Tag und zwar nicht nur, weil sie alle zusammen in dem vom Puschel vorbereiteten Schlafzimmer geschlafen hatten. Das Schlafzimmer war mit besonderer Liebe von Puschel für Dave hergerichtet worden, damit seine verletzte Seele heilen konnte.

Gas selbst hätte den Raum am liebsten mit den Einzelteilen derer geschmückt, die Dave verletzt hatten. Aber was nicht war, konnte noch werden. Er würde die Feinde seines Rudels gemeinsam mit Puschel jagen. Sie waren ein erstklassiges Duo und ergänzten sich gut. Aber auch darum ging es im Moment nicht.

Gasmi hatte Puschel für den heutigen, besonderen Tag einen Glücksbringer gefertigt. Der kleine Düsterling konnte zwar nicht schreiben, aber basteln konnte er alle Male. Gasmi knotete den Glücksbringer an Puschels rechtes Horn fest und stellte sich dann schlafend. Er hoffte, dass ihm das kleine Geschenk gefiel und er sich darüber freuen würde.

Link:
https://pixabay.com/de/jahrgang-herz-ha ... n-1662542/
[ externes Bild ]

"Done with ePic Character Generator"

Benutzeravatar
Urako

Die Freien Völker Rote Laterne
Zweitcharakter
Beiträge: 218
Registriert: Mo 16. Mär 2015, 16:58
Volk: Tiefling

Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#79

Beitrag von Urako » Mi 14. Feb 2018, 08:50

Als Urako aufwachte, erschrak er zunächst fast zu Tode. Wer hatte diesen Steinhaufen da platziert und warum? Doch seine Lieben schliefen alle und auch der Gargoyle wirkte entspannt. Urako wühlte in seinem Gedächtnis und glaubte, sich zu erinnern, dass Dave irgendwann mal einen Gargoyle geschenkt bekommen hatte, war sich aber nicht ganz sicher.

"Hallo? Lebst du?", fragte er den Gargoyle unsicher. Vielleicht war es ja doch nur eine Statue.

Da bemerkte er, dass irgendwas ihm immer wieder ins Gesicht baumelte. Erst dachte er, es sei eine Haarsträhne doch als er sie wegstreichen wollte, fiel ihm auf, dass sich irgendwas in seinem Horn verfangen hatte. Er tastete danach und zog es ab. Ein kleines selbstgebasteltes Herzchen, sogar in Rosa. Das trug eindeutig Gasmis Handschrift. Urako löste seine Arme von dem schlafenden Dave und drehte sich zu seinem kleinen Mann um, der neben ihm auf der anderen Seite eingekuschelt schlief. Urako fuhr mit der Nase mehrmals über Gasmis Wange, um ihn aufzuwecken.

"Hey, Hase", schnurrte er und zwickte ihn mit seinem zahnlosen Zahnfleisch ins Ohr. "Vielen Dank für diesen wunderschönen Glücksbringer! Das trag ich jetzt immer bei mir. Schau." Er legte es sich um den Hals. "Hast du das selber gebastelt? Es ist wunderschön." Er sprach leise, um Dave und Varmi nicht zu stören. Verliebt und ausnahmsweise vollkommen innerlich entspannt und friedlich betrachtete Urako Gasmis hübsches Gesicht. Vielleicht sollten sie sich doch Gruppenschlafen angewöhnen. Er fühlte sich wunderbar ausgeglichen. Im Rücken spürte er seinen Seelenverwandten, fühlte Daves warmen Körper, der sich langsam hob und senkte. Dahinter hörte er die Atemzüge von seinem Wahlbruder, der kaum merklich schnarchte und vor sich hatte er den Mann, den er sich am Ende doch noch aus ganzem Herzen zu lieben getraut hatte, anstatt ihn wegen irgendwelcher Lappalien von sich zu stoßen und der ihn sogar hatte heiraten wollen. Urako war rundum glücklich.
[ externes Bild ]

"Wenn Kaiser, Könige und Diktatoren ruhig schlafen,
warum soll`s nicht auch der Henker können?"
Charles Henry Samson, Scharfrichter

Benutzeravatar
Montgomery
Zweitcharakter
Beiträge: 5
Registriert: So 4. Feb 2018, 15:40

Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#80

Beitrag von Montgomery » Mi 14. Feb 2018, 10:35

Montgomery
 
faltete seine Flügel auf den Rücken zusammen und hockte sich auf sein Podest. Das rosa Weichwesen sprach ihn an.
 
„Ja ich lebe, genau wie du. Ich bin ein Gargole und der Mann dort ist mein Herr. Ich hab ihn zu bewachen, dass ist meine Aufgabe. Wir sind Wächter. Wir beschützen unsere Menschen bei Nacht wie sie uns am Tag. Ich hab was länger geschlafen. Ich glaub das lag an der langen Reise. Vorhin war ich oben auf dem Dach. Es gibt hier keine von uns. Was bist du für ein Wesen? Ich dachte zuerst du bist einer von uns.“
 
Monty lächelte Urako freundlich an.

Antworten

Zurück zu „Das Geisterhaus“