Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

Das Geisterhaus
Die Geister waren bis zum Jahr 202 eine erfolgreiche Gilde von Auftragsm├Ârdern. Jedoch bot das Leben im Geisterhaus mehr als nur ein gesichertes Einkommen, sondern auch ein zu Hause f├╝r Verlorene. Wichtigste Aufnahmebedingungen waren absolute Loyalit├Ąt und Verschwiegenheit - sonst endete man rasch selbst auf der Todesliste. Die ehemaligen Geister verdienen ihren Lebensunterhalt heute auf ehrbare Weise als "Fantomes" in Souvagne.
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Davard von Hohenfelde
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Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#71

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Fr 24. Nov 2017, 13:54

Weiter geht es in Ankunft in Alessa:

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http://asamura.de/viewtopic.php?f=51&t=1056

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Urako
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Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#72

Beitrag von Urako » Sa 3. Feb 2018, 11:23

<< Kommend von hier

W├Ąhrend Davard badete, richtete Urako dessen Schlafzimmer neu her. Dave war vermutlich in einer grauenhaften Verfassung, nachdem er dem Kinderfresser, der auch seine Kindheit gefressen hatte, erneut begegnet war.

Urako bezog das Bett neu, mit einer flauschigen dunkelroten Bettw├Ąsche. Das sterile wei├če Ding, das Dave sonst da drauf hatte, ging ja mal gar nicht, vor allem nicht, wenn es Dave schlecht ging. Angewidert warf er es in den W├Ąschekorb. Zu wei├č, zu steif, zu kalt. Dave sollte sich geborgen f├╝hlen und was war da geeigneter, als wenn die Bettw├Ąsche weich und r├Âtlich war so wie das Licht, welches f├╝r einen F├Âtus durch die Bauchdecke der Mutter scheint? Rott├Âne wirkten auf die meisten Leute behaglich. Also bezog Urako nicht nur das Bett so, sondern schleppte auch eine Salzlichtlampe herbei. Sie sah aus wie ein gro├čer Rosenquarz mit einem Schacht, in welchen man eine Kerze hineinstellen konnte. So war man nicht mit dem direkten Kerzenlich konfrontiert, sondern erhielt ein angenehmes warmes Schimmern. Zus├Ątzlich wuchtete er einen W├Ąschekorb mit einem Berg von kleinen Kuschelkissen herbei, die er alle im Bett verteilte. Alles roch wunderbar frisch gewaschen.

Distel kam gerade vom Markt und brachte ihm das, worum er ihn gebeten hatte: Einen Sack voller Kuscheltiere. Urako untersuchte sie und sie waren zu seiner zufriedenheit. Er drappierte sie alle am Kopfende des Bettes, ein ganzes Spalier. Neben vielen kleinen Teddys, Hasen, K├╝ken und K├Ątzchen war auch ein riesengro├čer Kuschelhund dabei. Er war fast so gro├č wie Urako und er war das Herzst├╝ck. Urako wusste leider nicht, wie der Hund ausgesehen hatte, den Dave als Kind gehabt hatte, doch der hier gefiel ihm vielleicht auch. Er streichelte den gro├čen Pl├╝schhund und platzierte ihn.

Urako l├╝ftete noch einmal kr├Ąftig durch und entz├╝ndete ein R├Ąucherst├Ąbchen. Die Auswahl der Sorte geschah nicht willk├╝rlich, sondern es war aus Kr├Ąutern gefertigt, denen man das Vertreiben b├Âser Geister nachsagte. Aus gleichem Grunde fuhr Urako mehrfach mit der Hand durch das klimpernde Windspiel, das er aufgeh├Ąngt hatte und streute lauter Salz kreuz und quer. Auch klatschte er die Ecken aus, in dem er dort in die H├Ąnde schlug und fegte mit einem kleinen Reisigfeger durch die Luft, als wolle er alles B├Âse zum Fenster hinauskehren. Erst dann machte er wieder zu, warf neue Kohlen in den Ofen. Er l├╝pfte die Beddecke und fasste hinein. Die W├Ąrmflaschen, die darin lagen, hatten alles sch├Ân vorgew├Ąrmt.

Er holte rasch noch hei├čen Tee aus der K├╝che und eine Schale mit Weintrauben, damit Dave was Essen oder Trinken konnte, wenn ihm danach war. Nerv├Âs wartete Urako, dass er vom Baden hochkam. Er machte sich gro├če Sorgen um ihn.
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Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#73

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Sa 3. Feb 2018, 16:42

Dave schleppte sich ersch├Âpft Richtung Schlafzimmer. Das Bad hatte ihm gut getan, es hatte seine Seele etwas gereinigt, dennoch hatte er das Bed├╝rfnis sich ins Bett zu verkriechen und die Begegnung mit der Bestie zu vergessen.

Auf der anderen Seite wollte er die Begegnung nicht vergessen. Er hatte ihm gegen├╝ber gesessen und er hatte ihm die Stirn geboten. Zudem hatte er endlich einige Informationen erhalten, die ihm allerdings ├╝berhaupt nicht schmeckten. Sie machten das Grauen verst├Ąndlicher, aber nicht besser. Wieder gut machten diese Informationen nat├╝rlich rein gar nichts.

M├╝de ├Âffnete Dave die Schlafzimmert├╝r, starrte perplex in das Zimmer und ging einen Schritt zur├╝ck um sich zu vergewissern, dass er im richtigen Raum war. Erneut betrat er das Schlafzimmer, aber diesmal wesentlich langsamer, fast z├Âgerlich, da er jede noch so kleine Kleinigkeit in sich aufnehmen wollte.

Er nahm den Raum nicht nur bis ins Detail mit seinen normalen Sinnen wahr, sah nicht nur welche M├╝he sich Puschel gegeben hatte, sondern er sp├╝rte auch die grenzenlose F├╝rsorge und Liebe die dahinter steckte. Dave schloss f├╝r einen Moment die Augen und tastete den Raum mit seinen Gedanken ab, sp├╝rte den Nachklang von dessen was Puschel hier getan hatte. F├╝hlte das Echo des Raumes im Nexus. Reine positive Energie.

Das war der richtige Raum, es hatte niemals eine richtigeren Raum gegeben.
Die Welt mit all ihrem Dreck und ihren Widerw├Ąrtigkeiten hatte hier keinen Zutritt.

Dave ├Âffnete die Augen, packte Varmikan am Kragen der wie versteinert in der T├╝r stehen geblieben war, zerrte ihn ins Schlafzimmer und schloss hinter ihm die T├╝r.

Pure Behaglichkeit, so war es rund, so war es perfekt. Puschel stand besorgt im Schlafzimmer und musterte ihn. Er hatte das Bett in einer anderen Farbe bezogen und Dave musste gestehen, dass es einladend und gem├╝tlich aussah. Zudem war es vollgestopft mit Kuscheltieren. Dave musste ├╝ber die Tiere schr├Ąg grinsen. Er hatte noch nie im ganzen Leben ein einziges Kuscheltier besessen. Sein einziges Spielzeug war ein Holzpferd gewesen und das hatte er vor langer Zeit als Kind gefunden und gut versteckt.

Er ber├╝hrte zuerst den gro├čen Hund und grinste ├╝ber beide Ohren, ehe er ein Tier nach dem anderen ber├╝hrte um sie wortlos willkommen zu hei├čen. Danach schaute er sich neugierig die seltsame Lampe an. Sie verbreitete ein ged├Ąmpftes, fast diffuses Licht und in Kombination mit der roten Bettw├Ąsche hatte es fast den Anschein als bef├Ąnden sie sich in einer organischen H├Âhle.

Dave lie├č seinen Blick erneut einmal durch den ganzen Raum schweifen, ehe er zu Urako her├╝ber ging und ihn felsenfest umarmte. Vielmehr klammerte sich Dave felsenfest an Urako und vergrub sein Gesicht in dessen Halsbeuge. Puschel h├Ârte es nicht, aber er sp├╝rte dass sein Hals nass wurde und Dave etwas zitterte, er weinte und so wie er fast alles tat, tat er auch dies lautlos.

Dave l├Âste sich ein bisschen von Puschel, k├╝sste ihn zuerst auf den Mund und lehnte dann seine Stirn gegen die von Urako. Zeitgleich umarmte er ihn mental, so dass sie seelisch verbunden waren. Dave sagte immer noch kein Ton, er fand keine Worte daf├╝r wie unbeschreiblich gl├╝cklich und ger├╝hrt er ├╝ber diese wundervolle Geste war, also ├╝bermittelte er Puschel seine Gef├╝hle.

F├╝r einen Moment badete Puschel in warmen, goldenen Licht und war nun selbst erf├╝llt von absoluter Gl├╝ckseligkeit, ehe das Licht verblasste und immer schw├Ącher wurde, da Dave ganz behutsam die mentale Umarmung l├Âste. Als Urako wieder mit beiden Beinen im Schlafzimmer stand, sp├╝rte er wie Dave ihm ├╝ber den R├╝cken strich und ihn erneut k├╝sste. Es war nicht einfach eine Z├Ąrtlichkeit, sondern es war ein Kuss in dem all das Gef├╝hl lag, das Dave f├╝r Puschel empfand.

Sachte gab er Urako frei und schl├╝pfte in das Nest, dass ihm Puschel bereitet hatte. Den riesigen Hund nahm er dabei breit grinsend als Kopfkissen.

`Treue ├╝ber den Tod hinaus Puschel┬┤, ├╝bermittelte ihm Dave ger├╝hrt und mummelte sich ganz tief in die Kuschelkissen und seine Decke.

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Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#74

Beitrag von Urako » Sa 3. Feb 2018, 21:36

Als er die hei├če N├Ąsse an seinem Hals sp├╝rte, sagte Urako gar nichts, sondern legte die Fl├╝gel um Dave. Er hoffte, dass Dave die Tr├Ąnen einfach mal flie├čen lie├č, die seit so vielen Jahren in ihm aufgestaut waren und sich nicht gleich wieder zusammenriss. Urako legte den Kopf an Davys Haar und wartete, w├Ąhrend er Dave ganz festhielt. Die seelische Verbindung war intensiv und wundersch├Ân. Es gab nicht viele positive Gef├╝hle, die Urako in seinem Leben hatte sammeln k├Ânnen. Die Seelenumarmung war besser als alles.

Bis auf ... ja. Bei seiner Hochzeit hatte er sich genau so gut gef├╝hlt. Er hielt Dave fest in seinen Armen und Fl├╝geln. Bis der Magier sich von selbst l├Âste und ins Bett kuschelte. Urako fasste unter die Decke und nahm die W├Ąrmflaschen heraus, damit er sich ausbreiten konnte in das sch├Ân vorgew├Ąrmte Bett. Urako zog die Decke hoch bis zu Daves Hals und klopfte sie zurecht.

`Was bedeutet der Spruch, Davy?`, fragte er.

Er hob den Kopf und lauschte um zu erfahren, ob Varmikan schon auf dem Weg war. F├╝r ihn hatte er K├╝hlbeutel vorbereitet, damit er nicht wegschmolz in dem aufgezeizten Bett.
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Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#75

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Mo 5. Feb 2018, 10:34

Dave klopfte neben sich aufs Bett.

ÔÇ×Kommt mit ins Bett Ihr beiden, ich m├Âchte in der Mitte von Euch liegen. Varmi hat es mir versprochen. Gasmi kann sich ja auf die Au├čenseite neben Dich quetschen Puschel.

ÔÇ×Treue ├╝ber den Tod hinaus, bedeutet genau das. Ich habe es einst Varmi geschworen und nun schw├Âre ich es ebenso Dir. Ich werde Dir hier im Diesseits treu sein und sollten wir eines Tages gegangen sein, werde ich Dir auch in der Physis treu sein. Der Tod ist bedeutungslos f├╝r Liebe. Gleichg├╝ltig einer von Euch beiden sein wird, ich bin Euch treu. Das ist die Bedeutung dahinter.

Und f├╝r das hier, also wie Du den Raum dekoriert hast und soÔÇŽ ich finde daf├╝r keine Worte, au├čer Danke. Aber Danke erfasst nicht ann├Ąhernd wie ich f├╝hle und was es mir bedeutet. Du hat mir damit eine unbeschreibliche Freude gemacht. Der ganze Raum f├╝hlt sich sicher und geborgen an. Er ist wie losgel├Âst von allem. Nun was ich f├╝hle habe ich Dir ├╝bermittelt, weil Worte daf├╝r zu schwach sind Puschel. Kommt ins Bett und lasst uns schlafenÔÇť,
bat Dave leise und gl├╝cklich.

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Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#76

Beitrag von Marcella » So 11. Feb 2018, 14:00

Marcella

war froh dass die Verhandlung vorbei waren. Der alte Sack hatte viele gef├Ąhrliche Leute angeschleppt. Einer von denen hatte Wolfi und sie angegrinst. Aber sein Grinsen hatte ihr Angst gemacht. Sogar ihr Meister hatte Angst vor dem Widerling. Zuerst dachte sie, dass w├Ąre der Vater von Dave. Aber das ging nicht. Der war tot und niemand hatte gesagt dass er ein Vampir war. Vielleicht wollte er Wolfi und sie aussaugen. Ihr Meister wollte sogar vor dem Kerl fliehen. Aber Varmikan verbot es ihm. Das war richtig so. Dave durfte nicht weglaufen.
Die Verhandlung war anders als sie gedacht hatte. Der alte Sack wollte Frieden und meinte es ehrlich. Sie alle waren gedanklich verbunden. Sie verstand nicht, warum er das nicht vorher gesagt hatte. Warum hatte er vorher alle angegriffen und bedroht. Warum hatte er nicht auf Ansgar geh├Ârt. Oder warum hatte er nicht mit Ansgar geredet. Er sagte er wusste nicht wo Ansgar war. Da waren sie aber noch nicht gedanklich verbunden. Vielleicht hatte er gelogen. Er hatte zugegeben dass er Ansgar umbringen wollte um was aus ihm zu schnitzen. Das war widerw├Ąrtig. Marcella glaubte ihm kein Wort. Sie hatte grosse Angst um Ansgar. Sie mochte ihn sehr und vermisste ihn. Nur Wolfi verteidigte seinen Vater. F├╝r alle anderen war er schuldig. Dabei hatte er den Streit auf der Hochzeit nicht angefangen. Und was dachten die anderen von ihm? Das er sich nicht wehrt, wenn sie ihn angreifen? Das war l├Ącherlich. Sie hoffte das er noch lebte und es ihm gut ging. Das die anderen auf ihn spuckten, war ihr egal. Er hatte sie vor dem widerlichen Geist besch├╝tzt und er war immer freundlich zu ihr gewesen. Sein falscher Sohn und seine verlogene Frau hatte er nicht verdient.
Dave hatte gesagt, dass er Ansgar nicht mehr durch seine Magie finden konnte. Er musste sich nicht verstecken oder von dem alten Sack ermordet sein. Er konnte sich auch selber get├Âtet haben f├╝r Wolfi. Marcella dachte daran, wo sie Ansgar zuletzt gesehen hatte. Das war im Stall gewesen, als er Anwolf die Urkunde und die Brosche geschenkt hatte. Er hatte gesagt das es egal war wo er ist. Das er immer bei Wolfi sein w├╝rde. Sowas sagte keiner mal eben so. Vielleicht hatte er sich selber umgebracht. Ihr Vater hatte ihr mal gesagt, dass arme Leute die alles verlieren wieder von vorne anfangen. Aber reiche Leute die alles verlieren brachten sich oft um. Sie konnten damit nicht leben. Die kannten kein Leben in Armut. Marcella dachte nicht dass Ansgar so einer war. Er war wie Wolfi frech und lieb. Das war klar, denn er war Wolfis Vater. Sie wollte nach Ansgar suchen, aber sie wusste nicht wie. Und sie durfte niemand davon erz├Ąhlen. Marcella wischte ihre schwitzenden H├Ąnde an der Robe ab. Sie wollte ihren Vater fragen, wenn sie zu Besuch war. Der wusste bestimmt eine L├Âsung. Marcella wusste nicht was sie machen sollte, wenn Ansgar tot war. Wenn sie ihn so fand, dann konnte sie Wolfi nichts sagen. Dann musste sie ihn mit ihren Vater wegholen und vergraben, damit der alte Sack ihn nicht verarbeitete. Sie wusste gar nicht wie sie ihrem Vater das alles erkl├Ąren sollte. Das war so viel abscheuliches was in dieser Familie los war. Die Leute erinnerten sich immer nur an das schlechte. Ansgar konnte sein Leben lang was gutes versucht haben. Ein Fehler und nur daran wollten die sich erinnern. Marcella wollte nicht aufgeben und wenn sie die einzige war die sich gut an Ansgar erinnerte. Bei ihre erste Begegnung hatte sie Angst vor ihm gehabt. Dann hatten sie zusammen gelacht und jetzt war sie die einzige die noch an ihn dachte. Sie hoffte dass seine verr├Ąterische Frau bestraft wurde, genauso sein missratener Sohn.
Er wollte sie nicht t├Âten. Ja an den Tag nicht. Morgen vielleicht doch wieder. Keiner konnte das wissen bei dem Spinner. Der hatte sogar sein Vater mit der Waffe bedroht. Wenn sie ihr Vater mit der Mistgabel bedroht h├Ątte das w├Ąre was gewesen. Niemals h├Ątte sie das getan.
Marcella ging in die K├╝che und wischte ihre Augen trocken. Sie durfte nicht weinen.
Sie stellte sich ans Fenster und schnaufte durch. Wolfi war nicht da, sie wusste nicht wo er hingegangen war. Und niemand war in der K├╝che. Sie st├Ârte keinen. Marcella kramte alle Zutaten f├╝r einen R├╝hrkuchen zusammen. Sie machte sich an die Arbeit einen sch├Ânen grossen R├╝hrkuchen zu backen. Ihre Suche musste warten bis zu sie Besuch bei ihren Eltern war, aber sie w├╝rde suchen. Dass schwor sie sich. Jetzt musste sie sich um den Meister k├╝mmern. Er sah fertig aus mit der Welt. Ein S├╝sskuchen half immer. Ihre Mutter hatte ihr immer einen S├╝sskuchen gemacht, wenn sie traurig war. Marcella machte gleich zwei St├╝ck. Einen f├╝r ihren Meister und einen f├╝r Wolfi.

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Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#77

Beitrag von Montgomery » So 11. Feb 2018, 14:02

Montgomery

erwachte. Die Nacht war gekommen und er wachte das erste mal in seinen neuen Zuhause auf. Er hatte lange geschlafen, da er sich erholen musste. Der Gargole senkte sein Kopf mit den H├Ârnern und schaute auf die schlafende Gruppe. Er schaute sich in dem Raum um wo sein Podest stand. Sein Herr lag in der Mitte von eine Gruppe. Das Schlafzimmer war sch├Ân eingerichtet. Es sah f├╝r Weichweisen sehr gem├╝tlich aus.
Er selber war aus Stein und er liebte Steine. H├Âhlen mochte er und vor allen die hohen Zinnen von seine Heimatburg in Cantillion. Aber er war jetzt der W├Ąchter von einen neuen Herrn. Montgomery stieg vom Podest und schn├╝fftelte an allen die im Bett lagen. Dann ging er vor die T├╝r und schaute sich um. Er ging durch das ganze Haus um sich alles zu merken. Dann kletterte er auf das Dach. Monty schaute sich die Stadt bei Nacht an. Er wusste nicht welche Stadt das war. Aber Zuhause kannte er die St├Ądte genauso wenig. Er war mit seinem Zuhause verwurzelt. Er hockte sich auf alle viere hin. Montgomery versuchte zu erkennen ob andere Gargole bei Nacht auf die H├Ąuser gestiegen waren um ihre Herrn zu bewachen. Er sah keine. Das war komisch, wo waren die denn alle? Zuhause waren nachts viele auf die Burg geklettert und hatten sich f├╝r den Gleitflug fallen lassen. Sie ├╝berflogen das Land und besch├╝tzten ihre Menschen.
Manche bleiben Zuhause damit die Herrn in der Burg nicht ohne Schutz waren. Er musste weit weg von Zuhause sein, wenn es keine Gorgole gab. Er kletterte wieder ins Haus und ging zur├╝ck zu seinen Herrn. Der schlief immer noch. Aber das war normal. Die meisten Menschen schliefen nachts, wenn die Gargole wachten. Daf├╝r wachten die Menschen am Tag, wenn sie schliefen. Montgomery beugte sich ├╝ber sein Herrn und schaute ihn genau an. Er sah zufrieden aus. Das Wesen das neben ihn lag hatte auch einen Schwanz und Fl├╝gel. Monty dachte zuerst, es war ein Gargole wie er und freute sich. Aber als er genau hinguckte sah er, dass es ein Weichwesen war. Was f├╝r eins wusste er nicht. Vielleicht waren hier die Gorgole nicht aus Stein. Falls es in der Nacht aufwachte, wollte er es fragen was es war. Monty hockte sich vor die T├╝r und bewachte die Schlafenden. Das war seine Aufgabe.

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Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#78

Beitrag von Gasmi » Mi 14. Feb 2018, 06:47

Gasmi wachte am Morgen in aller Fr├╝he auf. Es war noch dunkel und vor ihrem Bett hockte die Statue. Gas fragte sich einen Moment, wer sie von dem Sockel gehoben hatte, als sie sich bewegte. Das war keine Statue, dass war ein Gargoyle!

Gasmi setzte sich auf und gab dem Gargoyle ein Zeichen dass er leise sein musste. Heute war ein besonderer Tag und zwar nicht nur, weil sie alle zusammen in dem vom Puschel vorbereiteten Schlafzimmer geschlafen hatten. Das Schlafzimmer war mit besonderer Liebe von Puschel f├╝r Dave hergerichtet worden, damit seine verletzte Seele heilen konnte.

Gas selbst h├Ątte den Raum am liebsten mit den Einzelteilen derer geschm├╝ckt, die Dave verletzt hatten. Aber was nicht war, konnte noch werden. Er w├╝rde die Feinde seines Rudels gemeinsam mit Puschel jagen. Sie waren ein erstklassiges Duo und erg├Ąnzten sich gut. Aber auch darum ging es im Moment nicht.

Gasmi hatte Puschel f├╝r den heutigen, besonderen Tag einen Gl├╝cksbringer gefertigt. Der kleine D├╝sterling konnte zwar nicht schreiben, aber basteln konnte er alle Male. Gasmi knotete den Gl├╝cksbringer an Puschels rechtes Horn fest und stellte sich dann schlafend. Er hoffte, dass ihm das kleine Geschenk gefiel und er sich dar├╝ber freuen w├╝rde.

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Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#79

Beitrag von Urako » Mi 14. Feb 2018, 08:50

Als Urako aufwachte, erschrak er zun├Ąchst fast zu Tode. Wer hatte diesen Steinhaufen da platziert und warum? Doch seine Lieben schliefen alle und auch der Gargoyle wirkte entspannt. Urako w├╝hlte in seinem Ged├Ąchtnis und glaubte, sich zu erinnern, dass Dave irgendwann mal einen Gargoyle geschenkt bekommen hatte, war sich aber nicht ganz sicher.

"Hallo? Lebst du?", fragte er den Gargoyle unsicher. Vielleicht war es ja doch nur eine Statue.

Da bemerkte er, dass irgendwas ihm immer wieder ins Gesicht baumelte. Erst dachte er, es sei eine Haarstr├Ąhne doch als er sie wegstreichen wollte, fiel ihm auf, dass sich irgendwas in seinem Horn verfangen hatte. Er tastete danach und zog es ab. Ein kleines selbstgebasteltes Herzchen, sogar in Rosa. Das trug eindeutig Gasmis Handschrift. Urako l├Âste seine Arme von dem schlafenden Dave und drehte sich zu seinem kleinen Mann um, der neben ihm auf der anderen Seite eingekuschelt schlief. Urako fuhr mit der Nase mehrmals ├╝ber Gasmis Wange, um ihn aufzuwecken.

"Hey, Hase", schnurrte er und zwickte ihn mit seinem zahnlosen Zahnfleisch ins Ohr. "Vielen Dank f├╝r diesen wundersch├Ânen Gl├╝cksbringer! Das trag ich jetzt immer bei mir. Schau." Er legte es sich um den Hals. "Hast du das selber gebastelt? Es ist wundersch├Ân." Er sprach leise, um Dave und Varmi nicht zu st├Âren. Verliebt und ausnahmsweise vollkommen innerlich entspannt und friedlich betrachtete Urako Gasmis h├╝bsches Gesicht. Vielleicht sollten sie sich doch Gruppenschlafen angew├Âhnen. Er f├╝hlte sich wunderbar ausgeglichen. Im R├╝cken sp├╝rte er seinen Seelenverwandten, f├╝hlte Daves warmen K├Ârper, der sich langsam hob und senkte. Dahinter h├Ârte er die Atemz├╝ge von seinem Wahlbruder, der kaum merklich schnarchte und vor sich hatte er den Mann, den er sich am Ende doch noch aus ganzem Herzen zu lieben getraut hatte, anstatt ihn wegen irgendwelcher Lappalien von sich zu sto├čen und der ihn sogar hatte heiraten wollen. Urako war rundum gl├╝cklich.
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Re: Dunkelheit -- Dave - Urako 202 n.d.A.

#80

Beitrag von Montgomery » Mi 14. Feb 2018, 10:35

Montgomery
 
faltete seine Fl├╝gel auf den R├╝cken zusammen und hockte sich auf sein Podest. Das rosa Weichwesen sprach ihn an.
 
ÔÇ×Ja ich lebe, genau wie du. Ich bin ein Gargole und der Mann dort ist mein Herr. Ich hab ihn zu bewachen, dass ist meine Aufgabe. Wir sind W├Ąchter. Wir besch├╝tzen unsere Menschen bei Nacht wie sie uns am Tag. Ich hab was l├Ąnger geschlafen. Ich glaub das lag an der langen Reise. Vorhin war ich oben auf dem Dach. Es gibt hier keine von uns. Was bist du f├╝r ein Wesen? Ich dachte zuerst du bist einer von uns.ÔÇť
 
Monty l├Ąchelte Urako freundlich an.

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