Doppelhochzeit -- 15.09.202


Das Geisterhaus
Die Geister sind eine erfolgreiche und wohlhabende Gilde von Auftragsmördern. Jedoch bietet das Leben im Geisterhaus mehr als nur ein gesichertes Einkommen, sondern auch ein zu Hause fĂŒr Verlorene. Wichtigste Aufnahmebedingungen sind absolute LoyalitĂ€t und Verschwiegenheit - sonst endet man rasch selbst auf der Todesliste.
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Urako
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#141

Beitragvon Urako » Mi 11. Okt 2017, 10:51

"Varmikan und ich haben bereits einen wichtigen Auftrag", erklĂ€rte Urako Ansgar. "Beruflicher Natur. ich werde mit ihm besprechen, ob wir zuerst den ausfĂŒhren oder uns lieber zuerst um deinen missratenen Sprössling kĂŒmmern. Jeder von beiden wĂŒrde einige Wochen dauern, also rechne nicht damit, dass wir deinen Sohn und deinen Onkel ĂŒbermorgen schon anschleifen.

Wir mĂŒssen uns außerdem noch was wegen dem blauen Spukgespenst ĂŒberlegen, uns informieren, was das alles kann. Am Ende kann das bloß mit Ketten rasseln und heulen und ihr habt euch heute umsonst in die Hosen geschissen und bis auf die Knochen blamiert."


Urako trank aus und erhob sich.

"Ist noch irgendwas? Sonst geh ich mit Gasmi schauen, ob der Rakshaner uns noch was vom Kuchen ĂŒbriggelassen hat."
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Ansgar von Hohenfelde
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#142

Beitragvon Ansgar von Hohenfelde » Mi 11. Okt 2017, 11:40

Ansgar lehnte sich zurĂŒck und musterte Urako mit nicht zu deutender Miene.

"Tacheles da Fin nicht anwesend ist. Wolfi darf ruhig hören was ich zu sagen habe. Ob Du die VerrĂ€ter heute oder morgen anschleppst Urako ist mir gelinde gesagt völlig gleichgĂŒltig. Mir ist nicht wichtig wann sie sterben.

Mir ist einzig und allein wichtig, dass sie sterben und dass auf die möglichst qualvollste Art und Weise.

Ich habe dem VerrĂ€ter Brandur in meinem Haus willkommen geheißen und um des Friedens Willen, habe ich ihm sogar einen Platz in unserer Familie angeboten. Ich sah ihn als Mit-Opfer nicht als Feind.
Aber er bevorzugte es uns als Feinde zu sehen.
Nicht begreifend, dass wir als Dunwins Söhne mehr Opfer seiner GrÀuel gewesen sind, als er jemals sein konnte!

Was ist ihm denn schon groß widerfahren? Er hat ein Duell verloren und ist angeblich in den Tod gestĂŒrzt. Schnell und schmerzlos wĂŒrde ich meinen.
Jedenfalls wesentlich schmerzloser als 25 Jahre misshandelt zu werden, mit Unterbrechung. Aber diese Unterbrechungen wo wir auf den Akademien waren, hat mein Vater schon nachgeholt, dass kannst Du mir glauben.

Also worĂŒber regt sich dieser alte Knacker eigentlich auf?
Geht es ihm um Stolz?
Weil er Dunwin nicht in den Staub treten konnte, versucht er es nun bei seinen Söhnen um nicht als völliger Versager dazustehen?

Massimo sah es ein, auf die Frage wo er war, als wir ihn tatsÀchlich gebraucht hÀtten, rÀumte er ein, nicht da gewesen zu sein.

Aber ich verrate Dir eines Urako, im Gegensatz zu Massimo war Brandur da...
Er war zugegen als Dave von seinem Vater und dessen Freunden zusammengeschlagen, gefoltert, gequÀlt oder missbraucht wurde.
Und was hat Brandur getan? Leicht erklĂ€rt, ich benötige dafĂŒr nur ein Wort - NICHTS!

Genauso wenig wie Kunwolf der Ă€lteste Bruder der drei oder Alastair selbst. Laut den Anekdoten unseres Vaters, waren wir gewĂŒnscht, hat Alastair uns nur verhĂ€tschelt, da wir ĂŒber die Gabe verfĂŒgten und er nicht.

VerhÀtschelt... diese wahnsinnige Missgeburt eines Bastards!
Weißt Du wie er uns verhĂ€tschelt hat?
Vergiftet, mit Krankheiten infiziert und und und...

Da möchte man glaube ich kaum noch wissen, wie es sich anfĂŒhlt, falls Alastair beschlossen hĂ€tte uns wahrhaftig Grauenvolles anzutun.

Und was war ihre Ausrede?
FĂŒr die SchlĂ€ge, Folter und Misshandlungen? Die Ausrede hieß AbhĂ€rtung.
FĂŒr den Missbrauch? Die Ausrede hieß, dass hast Du zu lernen.
FĂŒr die Infizierung? Die Ausrede hieß, ImmunitĂ€t gegen die Krankheit.

Ich glaube an dem Tag wo Alastair und Dunwin die Ausreden ausgegangen wĂ€ren, hĂ€tten sich beide vom Dach gestĂŒrzt.

Und nun sage mir, was wirft Brandur uns vor? Das wir ĂŒberlebt haben? Das wir im Gegensatz zu ihm nicht verreckt sind? Was?

Weißt Du was der Unterschied zwischen ihm und Massimo ist?
Brandur war dort und er hÀtte uns tatsÀchlich helfen können, aber er wollte nicht.
Massimo hingegen hÀtte uns vermutlich geholfen, war aber nicht vor Ort.

Ich habe ehrlichen Herzens versucht Brandur als einen der unseren zu sehen und ihm die Hand zu reichen. Er hat sie ausgeschlagen. Er hat sogar Linhard mitgenommen. Gut, was aus Lin werden wĂŒrde habe ich schon frĂŒh befĂŒrchtet und es hat sich bestĂ€tigt.

Lange Rede, kurzer Sinn Urako - ich Danke Dir fĂŒr Deine Treue und Freundschaft, Dave und meinem Sohn gegenĂŒber. Wann immer Du mir die beiden VerrĂ€ter bringst, ist mir gleich. Nur richte sie so dreckig, unsauber und grauenvoll wie möglich.

Sie sollen so elendig verrecken, wie wir gelebt haben. Und sie sollen mit Angst im Blick diese gottverdammte, beschissene Welt verlassen. Linhard hat keine Ahnung davon, wie gut es ihm ging... aber nun, wir werden ihn aufklĂ€ren. Wir werden ihm zeigen, wie schlecht es ihm gehen kann, sobald niemand die schĂŒtzende Hand ĂŒber ihn hĂ€lt. Dann wird er begreifen, was er besaß ohne dessen Wert zu kennen oder es ĂŒberhaupt zu schĂ€tzen.

Was das Gespenst also Dunwin angeht, selbst wenn der Kerl nur noch mit den Ketten rasseln kann, er hat imenses Wissen das er in dieser Form weitergeben kann.

Wissen ist nicht nur Macht, Wissen ist ebenso eine Waffe. Er wird Linhard alles beibringen was er weiß. Vermutlich auch all jene schmutzigen Dinge, die er sich zu Lebzeiten angeeignet hat.

Frei nach dem Motto besser das Wissen haben und nicht benötigen, als es irgendwann zu benötigen und dann nicht zu haben. Darin liegt die große Gefahr von Dunwin.

GleichgĂŒltig was Du je benötigst oder wem Du die Fehde aussprichst, die Familie Hohenfelde steht Dir zur Seite. Ich spreche im Namen von uns allen. Tote wie Brandur und Verstoßene wie Linhard, zĂ€hlen nicht zur Familie...

Anwolf wird sich ebenfalls an dieses Versprechen gebunden fĂŒhlen, nachdem er meinen Platz eingenommen hat.

Geh und erledige was immer Du zu erledigen hast Urako und pass auf Dich auf.
Ich wĂŒnsche Dir und Deinem Mann, trotz allem viel Spaß.
Du bist zum Machtwechsel von Wolfi und mir herzlich eingeladen",
erklÀrte Ansgar freundlich.

"Die Bindung des Sippenschwurs bleibt bestehen, unser Wort gilt Urako. Zudem sind wir ja auch Gildengeschwister. Du stehst uns bei, wir stehen Dir bei. Oder besser gesagt Euch.

Von mir ebenfalls viel Spaß und ich hoffe der verfressene Rakshaner hat Dir noch ein StĂŒck Kuchen ĂŒbrig gelassen. Falls nicht, gönn Dir ein StĂŒck von Varmikans und Daves Torte. Das heißt, sofern Varmi sie nicht alleine verputzt hat",
grinste Wolfi.
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#143

Beitragvon Urako » Do 12. Okt 2017, 10:38

Urako spĂŒrte, wie sein Herz schwer wurde, als Ansgar die traurige Geschichte ihrer Kindheit, von welcher Dave ihm bereits zum Teil berichtet hatte, in einem weiteren Aspekt offenbarte. Ansgar schimpfte, wie Urako verwandelte er den unsagbaren Schmerz, den er hatte ertragen mĂŒssen, in Zorn. Er schimpfte lange und viel und benutzte reichlich VulgĂ€rsprache. FĂŒr Urako machte ihn dies gleich noch eine Spur sympathischer.

"Ich geb mein Bestes, sie allesamt bĂŒĂŸen zu lassen. FĂŒr den Geisterbruder lass ich mir irgendwas einfallen. Davy ist Meistermagier, der soll recherchieren, wie wir das alte Bettlagen in seiner verbliebenen Substanz quĂ€len können, bevor wir es zurĂŒck in den Abgrund schicken. Um Brandur und das kleine NatterngezĂŒcht Linhard kĂŒmmere ich mich persönlich. Ich freu mich drauf, es ihnen so unangenehm wie nur möglich zu machen."

Urako hĂ€tte Ansgar nun gern irgendwie getröstet, wie es trotz seiner rauen Schale seine Art war. Seine eigene grauenvolle Jugend erschien ihm regelrecht harmlos gegen das, was Dunwins Söhne unter ihrem Peiniger hatten erdulden mĂŒssen. Er fĂŒhlte sich wie das letzte Weichei, dass er sich das bisschen DemĂŒtigung und öffentliches Arschversohlen so zu Herzen nahm. Doch er schĂ€tzte Ansgar als niemanden ein, der öffentlich einen Arm um die Schultern gelegt zu bekommen wĂŒnschte, Ans wĂŒrde sich entweder besaufen gehen oder seine Frau ihn trösten lassen. Urako griff ihm daher nur kurz an die Schulter.

"Danke fĂŒr die offenen Worte. Und danke fĂŒr das Angebot. Ich habe nicht vor, irgendwem die Fehde zu erklĂ€ren, die Fehde gegen mich selbst und gegen die ganzen Feinde da draußen, die mir Gasmi wegnehmen wollen, ist anstrengend genug." Er grinste schief. "Wobei ... einen gĂ€be es da, den wöllte ich gerne weghaben. Vielleicht kannst du mir da helfen. Der Name Morasa wird dir vermutlich nichts sagen, aber um genau den geht es. Er ist der erste Auftrag, um den ich mich mit Varmi kĂŒmmern will, ehe wir uns Brandur und seinen Spießgesellen zuwenden."

Als Wolfi sich zu Wort meldete in seiner unbeschwerten Art, war Urakos TrĂŒbsal schon fast wieder verschwunden. Er mochte den Kurzen.

"Varmi hat garantiert mit dem Rakshaner um die Wette gefressen. Dave wird ihn heute zu Hochzeitsnacht rollen mĂŒssen und wenig Freude an ihm haben, hehe! Die kleine Speckbacke!"
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#144

Beitragvon Marcella » Do 12. Okt 2017, 10:49

Marcella

war froh, dass Wolfi auf sie gehört hatte. Das was er ĂŒber seinen Bruder erzĂ€hlte, machte ihr Angst. Sie hatte selber gesehen, wie schnell Linhard war. Sie hatte ihn nett und still kennengelernt, aber stille Leute sagten nicht was sie dachten. Das machte sie sehr gefĂ€hrlich.
Und Wolfi hatte es bestĂ€tigt, dass Linhard eine gefĂ€hrliche Person war. Er war ein ausgebildeter KĂ€mpfer, sie wĂŒrden sich nicht gegen ihn wehren können. Und der alte Knacker hatte ihn bestimmt schon aufgehetzt. Dass musste so sein, denn sonst hĂ€tte er nicht zu ihm gehalten und seinen Vater mit der Waffe bedroht. Sie gingen zurĂŒck zu Ansgar.
Marci hoffte, dass er ihnen den Hund mitgeben wĂŒrde. Einen Hund wĂŒrde Lin nicht so leicht abstechen können. Jedenfalls war ein guter Hund abschreckend, fand Marci.
Wolfi fragte seinen Vater nach einen Kriegshund, den er fĂŒr sie gekauft hatte. Marci fĂŒhlte wie sie rot wurde.

„Danke Wolfi und Ansgar. Ich werde mich gut um den Hund kĂŒmmern. Das verspreche ich euch.“

Marcella freute sich sehr ĂŒber das Geschenk. Sie drĂŒckte Wolfi als Dank. Ansgar wollte spĂ€ter Wolfi etwas geheimes sagen. Aber dann sagte er es ihm direkt. Marci war sprachlos was Ansgar vorhatte. Er wollte Wolfi sein Erbe ĂŒberreichen. Wolfi war genauso sprachlos und er hatte Angst. Das konnte Marci gut verstehen bei der Familie.
Ansgar schwatzte noch weiter. Er sagte, wie sehr er Wolfi mochte, was Marcella rĂŒhrte. Sie wusste dass Ansgar zwar frech und dreist war, aber er war ein guter und lieber Mann. Dass was er ĂŒber Linhard sagte, war traurig. Aber was zwischen den beiden frĂŒher gewesen war, wusste sie nicht.
Das was jetzt geschehen war, reichte Marcella schon aus. Er hatte sie verraten und er hatte zu dem alten Knacker gehalten.
Er war auf der Seite des Feindes. Er konnte nicht erwarten, dass sein Vater ihn verzeihen wĂŒrde fĂŒr das was er getan hatte. Durch seinen Verrat, war der Geist beschworen worden, der Dave so geschadet hatte. Und Ansgar sagte ganz ohne Scheu, was er mit Brandur und Lin vorhatte.
Aber Marcella war seiner Meinung, der alte Knacker musste weg und zwar ganz schnell.
Marci wurde nervös, als Wolfis Mutter alleine zu Dave und Varmikan gehen wollte. Wolfi gab seine Mutter die Urkunde. Sie machte sich auf den Weg und als sie weg war, beschwerte sich Urako ĂŒber Ansgars Verhalten.
Marcella hatte Angst, dass Ansgar Urako dafĂŒr angreifen wĂŒrde. Sie mochte beide sehr und wollte nicht, dass sie jetzt wegen den alten Knacker in Streit gerieten. Aber Ansgar blieb ganz ruhig.
Er hatte gelogen als seine Frau noch da war. Wolfis Vater bat Urako darum, den verlogenen alten Knacker zu erledigen und seinen miesen VerrÀtersohn gleich mit. Marcella tat es ein bisschen um Linhard leid. Aber als sie daran dachte wie Ansgar allein da stand um Dave, Varmikan und sie zu verteidigen und niemand von den anderen ihn beistehen wollte, da packte sie wieder die Wut. Linhard hatte so einen Vater gar nicht verdient. Da hatte Urako Recht.
Was Marcella total weh tat war, was Ansgar danach voller Wut schwatzte. Vor Wut sagte er ganz offen, was sein Vater ihn und Dave angetan hatte. Der alte Knacker war vor Ort und hatte ihnen als Kinder nicht geholfen. Marci ging zu Ansgar und umarmte ihn einfach.

„Dieser Brandur ist genauso ein Schwein wie dein Vater Ansgar. Er hĂ€tte dich und Dave retten können, aber er hat auf euch gespuckt. Eigentlich ist er sogar noch schlimmer. Bestimmt hat er sich heimlich gefreut und daran Spass gehabt. Ein normaler Mann hĂ€tte deinen Vater die Schnauze eingeschlagen, wenn er gesehen hĂ€tte was er mit euch macht. Oder er hĂ€tte ihn zur Rede gestellt, wenn er euch gehört hĂ€tte. Aber dieser alte Knacker ist genau wie dein Vater. Es kann gut sein, dass er dich und Dave hasst, weil er euch tot sehen will. Sonst hĂ€tte er euch damals ja geholfen. Der hat keine Versöhung verdient Ansgar. Dem Sack die Hand zu reichen, ist ein Fehler.
Massimo hĂ€tte euch bestimmt geholfen. Er hat dir unten in der Heilstube Hilfe angeboten. Rede mit ihm. Es ist kein Verbrechen, dass er nicht da war um dir helfen zu können Ansgar. DafĂŒr kann er nichts. Aber Brandur war da und hĂ€tte dir helfen können. Der wollte euch aber nicht helfen. Oder vielleicht ist er einfach nur feige und hatte Angst, dass sein Bruder ihn dann quĂ€lt anstatt euch. Drum dachte er, lass das mal schön so laufen. Es geht mich gar nichts an, scheiss auf die Kinder. Das sind nicht meine.
Egal was die anderen sagen, du hast es mit Wolfi besser gemacht. Und du willst ihm sogar deinen Posten geben. Das hĂ€tte der alte Knacker nie fĂŒr seine Kinder getan. Der hat die bestimmt nicht mal geliebt und vielleicht seine eigene Kinder genauso gequĂ€lt wie dein Vater dich. Dass weisst du nicht Ansgar. Ich habe keine Ahnung von so einen Posten vom Adel, aber ich werde Wolfi helfen wo ich kann, genau wie deinen Bruder.
Ich bin genau wie Urako der Meinung, dass der alte Knacker sterben muss. Stell dir vor Dave hat das Baby und der Alte kommt um es zu holen. Das traute ich dem zu nur um Dave zu quĂ€len. Wir mĂŒssen ganz genau auf das Baby aufpassen. Dave wird sicher sein Hund das Baby bewachen lassen. Und ich werde das Baby hĂŒten, wenn er nicht mehr kann. Dann werde ich meinen Hund genauso das Baby bewachen lassen. Aber so lange der alte Knacker draussen rumschleicht, ist niemand mehr sicher Ansgar. Dass du und deine Familie immer Urako beistehen wirst, finde ich gut. Und ich werde euch immer beistehen. Das verspreche ich dir.“

Marcella ging wieder rĂŒber zu Wolfi und wartete ab. Sie wusste nicht, wo der Hund verwahrt wurde, aber sie war ganz schön aufgeregt, so einen Hund zu bekommen.
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#145

Beitragvon Ansgar von Hohenfelde » Sa 14. Okt 2017, 14:51

Ansgar drĂŒckte Marcella ebenfalls kurz und schob sie dann sanft von sich.

"Dein Hund ist unten in der NĂ€he der Stallungen. Lass ihn Dir aushĂ€ndigen. Und sicher wird Brandur sterben. Mir ist bewusst, dass er sterben muss um uns alle zu schĂŒtzen Marci", antwortete Ansgar freundlich.

Ans musterte Urako und musste grinsen.

"Morasa sagt mir sogar sehr viel, der Alb kann ohne Punkt und Komma sprechen. Er erwartet auch Hilfe von mir, Euch betreffend. Er möchte die Fehde mit den Geistern und vor allem mit Dave begraben.

Sein Freund Firxas erbat Frieden. Der Mann war mit dem Nerven am Ende, er trug einen verletzten DĂŒsterling und hatte den besagten Mo schwerverletzt bei sich. Er gestand fĂŒr seinen Freund dessen Verfehlungen. Ich weiß also, was dieser Mo getan hat. Er selbst hat es mir seinerzeit sogar lang und breit erklĂ€rt. Lass uns darĂŒber ein anderes Mal in Ruhe sprechen Urako",
erklÀrte Ansgar.

Fin kehrte zurĂŒck und betrat die RĂ€ume von Ansgar. Sie wusste, dass sie ihm eigentlich nicht die Wahrheit sagen durfte, aber auf der anderen Seite wĂŒrde er sowieso irgendwann erfahren was sie getan hatte. Und es hatte eine andere Wertigkeit, es ihm selbst zu sagen, als wenn von ihrer Tat von ZutrĂ€gern erfuhr.

Zudem erhoffte sich Fin, dass die Anwesenheit der GĂ€ste ihren Mann milde stimmen wĂŒrde. In seiner Wut konnte sich Ansgar selbst vergessen, obwohl er ihr gegenĂŒber noch nie gewalttĂ€tig geworden war. Im Gegenteil, er behandelte sie stets mit Respekt, von den gegenseitigen Neckereien einmal abgesehen, aber die wussten sie beide einzuordnen.

Fin grĂŒĂŸte Wolfi mit einem Knuff und nickte Urako und Gasmi knapp zu, ehe sie sich wieder setzte.

"Ansgar ich muss Dir etwas gestehen", erklÀrte Fin leise.
"Was ist los hm?", hakt Ansgar freundlich nach.

"Ich habe lange genug geschwiegen Ansgar. Mir ist bewusst, dass es fĂŒr eine Umkehr zu spĂ€t ist, was Linhard betrifft. Aber er ist genauso mein Sohn wie Wolfi. Und ich konnte nicht zulassen, dass er wie ein wildes Tier gejagt und erlegt wird", erzĂ€hlte Fin.
"Was hast Du getan Fin...?", fragte Ansgar bewusst langsam.

"Das was jede Mutter getan hÀtte in meiner Situation! Ich habe ihn warnen lassen Ans. Ich verstehe Deine Wut auf ihn, aber er ist ebenso Dein Sohn wie Anwolf. Und Du bist an der Situation nicht unschuldig!

Du hattest Angst das er wie Dunwin wird und hast ihn genau in die gleiche Ecke getrieben. Mein Part war genauso verwerflich Ans, ich habe dazu geschwiegen. Wir beide haben als Eltern versagt was Linhard angeht. Vielleicht bekommen wir unseren Sohn nicht zurĂŒck, aber ich werde nicht zulassen, dass Du ihn ermordest. Wenigstens warnen musste ich ihn. Und ich bitte Dich, töte ihn nicht",
sagte Fin niedergeschlagen.

Ansgar starrte Fin fassungslos an und benötigte einen Moment um sich zu sammeln.

"Wer", fragte Ansgar kalt.
"Wer was?", fragte Fin verwirrt.
"Stell Dich nicht dumm! Du bist wohl kaum Brandur hinterher geflogen. Wer warnte ihn? Bleiben nicht viele und zwei davon waren hier, Dave oder? Du hast Dave bequatscht", zischte Ansgar mit unterdrĂŒckter Wut.

"Also das... ja ich habe Dave gebeten. Er warnte Brandur und er stellte gleich klar, dass dies eine einmalige Aktion war. Bitte Ansgar", flehte Fin.
"Du weißt was auf Hochverrat steht, nicht wahr? Und Dir ist auch bewusst wie wir Scheidungen vollziehen richtig?", hakte Ansgar nach.

Fin musterte ihren Mann leichenblass und nickte ganz langsam.
Anwolf starrte seinen Vater panisch an und schĂŒttelte langsam den Kopf.
Ansgar schaute seinen Sohn an.

"Mach das nicht Paps, bitte. Bitte tu Mama und Dave nichts an", mischte sich Wolfi ein.
Ansgar dachte eine ganze Weile nach bevor er antwortete. Er schien mit sich selbst zu kĂ€mpfen und sein Blick sprach BĂ€nde wie er sich gerade fĂŒhlte.

"Ich werde den beiden nichts antun Wolfi. Du musst keine Angst um Deine Mutter oder Dave haben. Ich verspreche und schwöre es Dir. Das Du Deine Mutter nicht verlieren möchtest ist mir bewusst und ich kann und werde Fin nicht töten, da ich sie liebe. Ebenso wenig kann ich Dave töten.

Zudem wirst Du beide benötigen, sobald Du das Amt inne hast. Allein um Dich zu beschĂŒtzen, mĂŒssen die beiden leben",
antwortete Ansgar und wandte sich dann an Fin.

"Und ich hoffe ich gehe Recht in der Annahme, dass Du es ebenso siehst wie ich Fin. Wir beide sollten unseren Sohn in seinem zukĂŒnftigen Amt unterstĂŒtzen.

Das erwarte ich von Dir, dafĂŒr bleibt es zwischen uns friedlich.
Sicher haben wir beide Fehler gemacht und es mir heute aufs Brot zu schmieren ist sehr leicht, denn Du hast genauso lange geschwiegen wie ich. Du hÀttest vor mir sprechen können und sogar mit mir!

Aber das ist nun hinfÀllig, es ist geschehen was geschehen ist.
Belassen wir es dabei.

Des Friedens, unserer alten Zeiten und vor allem um Wolfis Willen, gehen wir ab heute einfach nur getrennter Wege Fingard. Ich werde Dir weder etwas zuleide tun, noch mich von Dir scheiden lassen. Ich werde mich nicht einmal offiziell von Dir trennen.

Trotzdem bist Du frei. Was immer Du tun möchtest, tue es. Mit wem immer Du Dich zukĂŒnftig zusammenschließen möchtest, nur zu. Ich werde es ebenso halten.

Ich hÀtte von fast jedem Verrat erwartet. Ebenso habe ich erwartet, das irgendwer versucht Brandurs Werk zu vollenden. Aber das habe ich nicht von Dir erwartet Fingard. Wirklich nicht von Dir... Wir haben uns nichts mehr zu sagen",
erklĂ€rte Ansgar, stand auf und verließ den Raum.
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Das Kaisho Abkommen Die fleißige Feder in Bronze Die fleißige Feder in Silber Rote Laterne

Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#146

Beitragvon JEELEN » Sa 14. Okt 2017, 14:59

Weiter geht es im Macht und Machtwechsel-Thread :)

Link:
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