Doppelhochzeit -- 15.09.202


Das Geisterhaus
Die Geister sind eine erfolgreiche und wohlhabende Gilde von Auftragsm├Ârdern. Jedoch bietet das Leben im Geisterhaus mehr als nur ein gesichertes Einkommen, sondern auch ein zu Hause f├╝r Verlorene. Wichtigste Aufnahmebedingungen sind absolute Loyalit├Ąt und Verschwiegenheit - sonst endet man rasch selbst auf der Todesliste.
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Anwolf
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#131

Beitragvon Anwolf » Mi 4. Okt 2017, 07:14

Anwolf zuckte in einer hilflosen Geste die Schultern.

"Nat├╝rlich hat sich Dave um Dich gek├╝mmert und das Paps Dich besch├╝tzt ist selbstverst├Ąndlich. Du geh├Ârst zu uns. Ich habe nicht gestottert, ich habe nach passenden Worten gesucht. Doch ich hab gestottert Marci, weil ich aufgeregt war. Freut mich zu h├Âren, dass Du es genauso siehst S├╝├če", grinste Anwolf verlegen.

"Nein f├╝r den Besuch k├Ânnen wir wirklich nichts, denn normalerweise m├╝sste der alte Sack tot sein. Angeblich hat ihn Opa Dunwin ermordet, naja was man auf das Gerede der Leute geben kann, sieht man ja.

Vor allem was Nekromanten angeht. Wir k├Ânnen von Gl├╝ck sagen, dass der Kerl nur seinen Bruder sprich meinen Opa beschworen hat. Schlimmer w├Ąre es wohl gewesen, w├Ąre er hier Hand in Hand mit Uropa Alastair aufgeschlagen. Dann w├Ąre hier wohl die Endschlacht losgebrochen. Wobei, dass ist sie ja schon",
gr├╝belte Anwolf.

├ťber Urakos Erkl├Ąrung musste er breit grinsen.

"Du hast mich ja noch nie Bazum tanzen sehen, vielleicht vergisst Gasmi ja dann Dich, statt Marcella mich. Wobei, vergiss es, ich m├Âchte nicht tauschen, so gerne ich Euch beide auch habe", lachte sich Wolfi schlapp.

"Pavo? Der war vorhin im Tempel, wie alle anderen Geister auch. Ihr solltet ihn suchen, bevor er anf├Ąngt Euch zu suchen. Nicht dass er noch wie Onkel Friedulin endet und irgendwo schon langsam vor sich hin trocknet. W├Ąre schade um ihn, ich mag ihn sehr", erkl├Ąrte Wolfi.

Nachdem Ansgar gemeinsam mit Urako und Gasmi verschwunden war, ├╝berreichte ihm Osmund die Hochzeitsurkunden. Anwolf schaute sie an, steckte sie ein und gab Marcella ein Zeichen ihm zu folgen.

Urako und Gasmi waren bei seinem Vater, folglich konnte er ihnen gleich ihre Urkunde aush├Ąndigen.
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Ansgar von Hohenfelde
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#132

Beitragvon Ansgar von Hohenfelde » Mi 4. Okt 2017, 08:16

Ansgar nahm einen Schluck von seinem Getr├Ąnk und dachte einen langen Moment nach.

"Den Waschlappen sah ich nicht als Beleidigung. H├Ąttest Du nicht so empfunden, w├Ąre meine L├╝ge nicht glaubhaft gewesen. Deshalb, geschenkt Urako.

Bezogen auf die Hinrichtungsmethode, ob sie sauber oder unsauber ist, interessiert mich nicht im Geringsten. Ich ├╝berlasse die Wahl der Methode Dir, einzige Pr├Ąmisse - sie muss so schmerzhaft wie m├Âglich sein. Er soll leiden, f├╝r das was er uns angetan hat.

Er soll am eigenen Leib erfahren, was Schmerzen sind. F├Ąlschlicherweise ging ich davon aus, dass er dies w├╝sste. Weit gefehlt, denn Dunwin war sein Bruder und nicht sein Vater. Was immer Alastair ihnen angetan hat, es scheint harmlos gewesen zu sein, im Vergleich dazu was er uns gemeinsam mit seinem Sohn Dunwin antat.

Denn ansonsten h├Ątte Brandur begriffen, worum es Dave und mir ging.
Und weshalb wir versucht haben etwas zu ├Ąndern.

Ich wei├č selbst, dass wir nicht alles richtig gemacht haben, allen voran ich. Und mir ist durchaus bewusst, dass ich einen Gro├čteil der Schuld daran trage, dass mein ├Ąltester Sohn genau zu dem wurde, was ich eigentlich zu verhindern gedachte.

Aber woher sollten wir es besser wissen? Und wurde es uns gesagt, dann hatten wir den gewissen Restzweifel. So ist das leider bei uns in der Familie.

Es wird erst mit Wolfi und Daves Kindern enden. Und es endet erst, sobald Brandur tot in meinem Keller liegt.

F├╝r Linhard haben wir eine andere L├Âsung vorgesehen. Ihr werdet damit beauftragt ihn zu jagen und zu finden. Dave soll Linhard die Erinnerungen nehmen. Entweder an Brandur und das was hier geschah, oder zur Not komplett. Weigert er sich oder widersetzt sich der Gefangennahme, nun dann m├╝ssen wir uns der Verantwortung stellen und Wolfi vor seinem ├Ąlteren, verblendeten Bruder besch├╝tzen.

Dann gibt es nichts, was Linhard noch retten k├Ânnte.
Wobei Rettung das falsche Wort ist. Raubt man einer Person s├Ąmtliche Erinnerungen, bleibt auch nicht mehr viel von ihr ├╝brig. Allerdings kann sie neu beginnen.

Wie dem auch sei, Brandur ist zum Abschuss freigegeben. Ich w├╝nsche seine Festnahme und seinen Tod. Der Auftrag geht an Euch, die Geister. Richte das Dave aus, sobald er wieder Zeit f├╝r derlei Dinge hat, oder sei so freundlich und gib meinen Auftrag an Aino weiter.

Sie versteht die Bedeutung wie auch die Tragweite eines Verrats. Der Frau muss man so etwas nicht erl├Ąutern. Jagt, findet und richtet Brandur. Findet Linhard, reinigt seinen Verstand oder richtet ihn. Dass ist mein Auftrag an Euch",
erkl├Ąrte Ansgar ruhig.

"Ich hoffe, dass Linhard nicht so dumm ist und sich widersetzt", sagte Fin leise.
"Das alte Blut ist stark in ihm, meist ├╝berspringt es eine Generation, so sagt man. Er ist Dunwin leider ├Ąhnlicher als wir es uns je eingestehen wollten. Und wie wir Dunwin richten, so hat Linhard vor uns zu richten. Jedenfalls mich, dass steht fest.

Er hat seine Seite gew├Ąhlt, ich habe keine Wahl.
Ich habe weder vor mich von ihm umbringen zu lassen, noch dabei tatenlos zuzusehen, wie er Wolfi meuchelt und dessen angestammten Platz einnimmt. Vorher w├╝rde ich ihn pers├Ânlich davon abhalten, obwohl ich das nie mein Plan war.

Vielleicht ist nicht alles am alten Weg falsch. In manchen Dingen h├Ątte ich lieber auf Maghilia h├Âren sollen, anstatt auf mein eigenes Urteilsverm├Âgen. Wunsch und Realit├Ąt liegen leider oft sehr weit auseinander",
antwortete Ansgar.

"Du kannst nicht etwas halb beenden Ans. Maghilia hatte gewiss nicht Recht was Linhard betraf. Du allerdings auch nicht, ich habe Dich oft genug ermahnt. Nun vielleicht nicht oft genug. Ich selbst war nicht besser, was mein Verhalten unserem ├ältesten gegen├╝ber angeht. Wir haben Wolfi stets bevorzugt und das lag sicher nicht nur allein an seiner Gabe. Es w├Ąre unfair und verantwortungslos die Schuld alleine bei Linhard und Brandur zu suchen", erkl├Ąrte Fin.
"Das mag sein, ├Ąndert aber nichts an dem Ist-Stand und an den Konsequenzen die wir nun ziehen m├╝ssen. Die Schuldfrage ist m├╝├čig, sie bedrohen unser Leben, folglich haben sie ihres verwirkt", antwortete Ansgar entschieden.

"Ans bist Du tats├Ąchlich bereit Lin zu richten?", fl├╝sterte Fin.
"Nein, dass bin ich nicht. Aber ich habe schon ganz andere Dinge getan, zu denen ich nicht bereit war Finny. Aus dem einfachen Grund, weil ich sie tun musste", gab Ansgar zur├╝ck und leerte sein Glas auf ex.
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#133

Beitragvon Anwolf » Mi 4. Okt 2017, 08:23

Anwolf hatte Marcella an der Hand ergriffen und f├╝hrte sie im Schlepptau durch das Herrenhaus. Er wusste nicht inwieweit sich Marcella bereits in dem Haus auskannte, darum ├╝bernahm er sicherheitshalber die F├╝hrung.

Gemeinsam mit der jungen Frau suchte er die privaten R├Ąume seines Vaters auf und klopfte an der verschlossenen T├╝r. Einen Augenblick sp├Ąter trat er ein und musterte kurz seine Eltern, sowie Urako und Gasmi.

"Wir sind gleich wieder weg, wir st├Âren nicht lange. Als Ihr gerade verschwunden seid, kam Osmund in die Heilstube. Er hat mir die Heiratsurkunden ausgeh├Ąndigt und mir den Auftrag gegeben, sie zu verwahren und bei Gelegenheit den Brautpaaren auszuh├Ąndigen.

Urako und Gasmi, diese Heiratsurkunde ist f├╝r Euch, mit den besten W├╝nschen von Osmund von Wigberg, Eurem Priester und selbstverst├Ąndlich von uns beiden, Marci und mir",
grinste Anwolf gut gelaunt.

Er legte Urako vorsichtig die Urkunde in die Hand und dr├╝ckte ihn dann kurz und fest, genauso wie Gasmi.

"Wir sind wieder weg, die n├Ąchste Urkunde ├╝berbringen", fl├Âtete Anwolf und machte sich mit Marci wieder auf den Weg.
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#134

Beitragvon Urako » Mi 4. Okt 2017, 09:26

"Um Lin tut es mir aufrichtig leid", sagte Urako. "Aber er hat auch einen eigenen Kopf um zu denken. Man kann nicht alles auf falsche Erziehung oder Beeinflussung von au├čen schieben. Er ist ja nicht ganz bl├Âde und hat bewusst gew├Ąhlt. Macht euch keine Vorw├╝rfe. Er wei├č nicht zu sch├Ątzen, wie gut er es bei euch hatte.

Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen, kann ich leider von mir behaupten, nachvollziehen zu k├Ânnen, was du, Ansi, und Davy unter Dunwin erleiden musstet. Lin hat im Land der Gl├╝ckseligen gelebt, er wurde nie geschlagen, nie gedem├╝tigt, er hatte gutes Essen, ordentliche Kleider, f├╝r seinen Lebensunterhalt war gesorgt. Und nur wegen einer dummen Hochzeit, die jetzt eh abgesagt wurde, dreht er jetzt frei und will dich abstechen. Vielleicht h├Ątten du und Dave ├Âfter mal aus dem N├Ąhk├Ąstchen plaudern sollen, damit er wieder auf den Teppich kommt und er zu sch├Ątzen wei├č, wie gut er es hatte. Ehrlich, ich w├Ąre froh gewesen, einen Vater wie dich zu haben, Ans.

Brandur scheint eine ganz gute Menschenkenntnis zu haben, wenn er Lins pubert├Ąre Wehwehchen auf die Schnelle richtig einsch├Ątzen und f├╝r sich selber nutzbar machen konnte. Er ist eine verlogene und manipulative Schlange und l├Ąsst gern andere f├╝r sich k├Ąmpfen. Lin ist seine Marionette. Wer wei├č, was Brandur ihm alles versprochen hat, dass er ihm so mir nichts dir nichts ins Verderben folgte? Was hat ihm denn gefehlt? Er hatte alles und schmiss es hin.

Das ist traurig, aber letztlich nicht zu ├Ąndern. Wenn es nicht gelingt, Lins Ged├Ąchtnis gefahrlos zu l├Âschen, werde ich ihn kurz und schmerzarm t├Âten, Ans und Fin. Das geht ganz fix. Macht euch keine Sorgen um euren Jungen, bei mir ist er in guten H├Ąnden, was das anbelangt.

F├╝r Brandur, die alte Schlange, denke ich mir was H├╝bsches aus. Ich nehme mir f├╝r ihn sehr viel Zeit und ich werde es ├Âffentlich machen, als Warnung an alle anderen Familienmitglieder. Vorher werde ich aus ihm herauspressen, vor was er besonders Schiss hat, vielleicht eine nette Kindheitserinnerung an Papa Alastair oder an seinen ach so gesch├Ątzten kleinen Bruder, das alte Bettlaken. Er wird schreien und um Erl├Âsung flehen, darauf gebe ich dir mein Wort, aber es wird keine Erl├Âsung geben. Nicht sofort. Es wird sehr, sehr lange dauern. Mehrere Tage, vielleicht Wochen, je nachdem, wie lange der Alte durchh├Ąlt. Gut w├Ąre, wenn ihr noch einen starken Nekromanten aufgabeln k├Ânntet, der Dunwin eine Gespensterfolter zukommen l├Ąsst, parallel zu Brandur. Um zu zeigen, dass es auch im Tod kein Entrinnen gibt, wenn mand en Krieg gegen eure Familie w├Ąhlt."


Urakos zorniges Schwelgen wurde unterbrochen, als Wolfi ihnen die Heiratsurkunden aush├Ąndigte und sie beide noch einmal dr├╝ckte. Urako dr├╝ckte das B├╝rschlein zur├╝ck. Er w├╝rde nicht zulassen, dass ihm etwas passierte. Er mochte den kleinen Gauner. Wieder besser gelaunt lie├č er sich nicht nehmen, ihn kurz in die Wange zu kneifen.

"Wir geben schon auf dich acht, W├Âlfchen", sagte er aufmunternd. "Auf dich und dein Weiblein."
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"Wenn Kaiser, K├Ânige und Diktatoren ruhig schlafen,
warum soll`s nicht auch der Henker k├Ânnen?"
Charles Henry Samson, Scharfrichter

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Ansgar von Hohenfelde
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#135

Beitragvon Ansgar von Hohenfelde » Mi 4. Okt 2017, 12:58

Ansgar konnte Urako nur zustimmen.

"Du hast Recht, ich kann Dir nur beipflichten, es liegt nicht alles an der Erziehung. Sie macht nur einen Teil einer Person aus. Veranlagung, der eigene Charakter und auch das sonstige Umfeld formen eine Person ebenso.

Dennoch hast Du mit einem weiteren Punkt durchaus ebenfalls Recht, ich h├Ątte Lin und Wolfi nicht schonen sollen. Es ist nicht immer f├Ârderlich, sein Kind von jedem B├Âsen abzuschirmen. Allein die Information das eine Person gef├Ąhrlich ist, oder wie gef├Ąhrlich sie ist, ist nicht ausreichend.

Wie wir durch Linhard feststellen mussten. Es ist durchaus m├Âglich, dass er Brandur und Dunwin mit ganz anderen Augen gesehen h├Ątte, w├Ąre ihm bekannt gewesen, was f├╝r Untaten sie begangen haben.

Jedenfalls von den Untaten von Dunwin und Alastair h├Ątte ich ihm erz├Ąhlen sollen, am besten in allen Einzelheiten, damit er die Tragweite begriffen h├Ątte warum wir heute sind wer wir sind und warum wir sind, wie wir sind.

Aber wie Fin ├Âfter anmerkt, hinterher wei├č man immer h├Ątte. Eventuell h├Ątte dieses Wissen Linhard anders handeln lassen. Oder das Gegenteil w├Ąre eingetreten und es h├Ątte ihn erst Recht neugierig auf die beiden Bastarde gemacht.

Was nun eingetreten w├Ąre, kann ich nicht beurteilen. Es spielt auch keine Rolle mehr, denn daf├╝r ist es nun zu sp├Ąt. Wir k├Ânnen nicht von was w├Ąre wenn ausgehen, sondern nur vom gegebenen Ist-Stand. Und dieser besagt, dass Linhard momentan ein Verr├Ąter ist und mit Brandur paktiert.

Denn eines steht ebenso fest und da muss ich Dir zum dritten Mal zustimmen, Linhards Sorgen h├Ątten andere Kinder gerne gehabt. Zum Beispiel jene die vor Hunger kaum Brot sagen k├Ânnen.

Damit m├Âchte ich seine Probleme nicht schm├Ąlern, sie m├Âgen ihn genauso verletzt haben wie uns manch andere Tat unseres Vaters, dennoch ging von mir nie f├╝r ihn eine Bedrohung aus. Und wenn ich von meiner Warte aus nicht mit ihm sprechen kann, so h├Ątte er mich ebenso gut fragen k├Ânnen. Oder mich ├╝ber seine Mutter fragen lassen k├Ânnen.

Dies ist ebenso Fakt.

Wie Du schon richtig anmerkst, hatte er alles. Nahrung im ├ťberfluss, Kleidung, Taler f├╝r seine Hobbys, was er sich w├╝nschte hat er bekommen. Ihm wurde nichts vorenthalten... nun bleibe ich ehrlich, fast nichts.

Auf materieller Ebene jedenfalls ging es ihm hervorragend. Alles andere h├Ątte man kl├Ąren k├Ânnen und Dave hatte damit sogar angefangen. Ich habe mich bem├╝ht, aber auch ich bin nur eine Person und genau wie Linhard die Summe meiner Erfahrungen und meine waren alles andere als rosig im Gegensatz zu Linhards.

Er hatte von mir nie etwas zu bef├╝rchten, ich hingegen wei├č was es hei├čt Todesangst vor dem eigenen Vater zu haben. Vielleicht h├Ątte ihm Dave diese Erfahrung und das damit verbundene Gef├╝hl einmal ├╝bermitteln sollen.

Das h├Ątte Linhards Weltsicht garantiert etwas gerade ger├╝ckt.
Ebenso wie meine, als er sagte, dass er mich als Vater vermisst.

Die Stra├če kann aber von beiden Seiten beschritten werden, von ihm genauso wie von mir. Ich habe es leider weder gewusst noch gesehen, die Schuld muss ich mir auf die Fahne schreiben. Ich war bereit es zu ├Ąndern, ich hab es versucht.

Bei Wolfi hatte ich nie derartige Schwierigkeiten, wir waren uns immer nahe. Nun Wolfi ist auch eine andere Person. Sollte er nicht bekommen, was er sich w├╝nscht oder von einem erwartet fordert er es meist ziemlich lautstark ein. Linhard hingen erwartet einfach irgendetwas. Vielleicht sollte man das als Vater wissen, aber ich Nekromant und kein Hellseher. Sprechenden Menschen wird geholfen.

Drum kann ich im R├╝ckblick nur sagen, ich teile mir die Schuld mit Linhard. Wir beide haben Fehler gemacht. Er genauso wie ich, daran besteht kein Zweifel.

Wie bereits gesagt, w├╝nsche ich ihm nichts Schlechtes, sonst h├Ątte ich bereits zu einer anderen Zeit ganz anders handeln k├Ânnen. Zu einer Zeit, wo er f├╝r mich noch keine Gefahr dargestellt hat.

Nun aber gilt mein Augenmerk nicht mehr Linhards Leben, sondern ausschlie├člich dem Wohlergehen meiner Frau und dem von Wolfi. Mein oberstes Ziel ist es die beiden zu besch├╝tzen.

Wie Du Brandur t├Âtest ist mir gleich, wie gesagt, mir ist nur wichtig dass er leidet. Ich bin ihm extrem weit entgegen gekommen. Ich habe ihm weit mehr angeboten, als ihm zustehen w├╝rde und dennoch hat er mir den Krieg erkl├Ąrt - dann sei es so.

Einen m├Ąchtigen Nekromanten, der eventuell Dunwin schaden k├Ânnte?
Hm Maghilia eventuell oder Osmund. Beide sehr alt, beide extrem m├Ąchtig.

Aber wie Varmikan vorhin schon anf├╝hrte, w├Ąre es vielleicht sogar m├Âglich, dass Dave Dunwin schadet. Als Geistmagier manipuliert man den Geist einer Person. Ein Versuch w├Ąre es auf alle F├Ąlle wert und es schadet ganz gewiss nicht, Dunwin von zwei Seiten zeitgleich anzugreifen.

Ich werde diesbez├╝glich mit Maghilia und Osmund R├╝cksprache halten.
Die Zeit f├╝r vornehme Zur├╝ckhaltung ist l├Ąngst vorbei.
Nun wird's schmutzig",
antwortete Ansgar mit diabolischem Grinsen.

Ansgar nickte seinem Sohn zu.

"Er hat Recht, was immer geschieht, wir passen auf Dich auf. Und wir beide haben nachher ein ernstes Wort miteinander zu reden Wolfi. Verschwinde und hab Spa├č, ich hole Dich nachher ab", erkl├Ąrte Ansgar bevor Wolfi sich verdr├╝ckte.
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Marcella
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#136

Beitragvon Marcella » Do 5. Okt 2017, 11:34

Marcella

schaute sich die Hochzeitsurkunden an. Sie waren auf sch├Ânen Papier geschrieben und sahen sehr edel und teuer aus. Sie gefielen ihr sehr gut. Das Wolfi sie verwahren durfte, war ein grosses Zeichen von Vertrauen. Das dieser alte Priester ihm gew├Ąhrte.
Wolfi schnappte sie an der Hand und folgte Urako und Gasmi zu seinen Eltern. Er fragte gar nicht, sondern nahm sie mit. Marcella war es Recht. Sie war vorhin bei Ansgar gewesen, als sie alle Streit mit dem Eindringling hatten. Jetzt w├╝rde er bestimmt nicht b├Âse sein, wenn sie in seinen Zimmer auftauchte.
Als sie dort ankamen, sprachen Urako und Ansgar gerade ├╝ber Wolfis Bruder. Sie sprachen schlecht ├╝ber Linhard. Sie waren nicht mehr gut auf ihn zu sprechen. Marcella hatte Linhard gemocht, aber als er seinen Vater bedroht hatte und zu dem Eindringling hielt, der Ansgar t├Âten wollte, da war sie sehr w├╝tend auf ihn geworden.
Und der Eindringling, dieser alte Knacker, hatte noch einen Geist beschworen. Ausgerechnet den Vater von Dave und Ansgar. Er wusste genau was er damit anrichtete. Und das hatte er gewollt.
Linhard hatte das nicht gest├Ârt. Trotzdem hatte er zu dem alten Sack gehalten und nicht zu seine Familie. Er h├Ątte sich auf die Seite von seinen Vater stellen m├╝ssen, aber er hatte auf ihn gespuckt.
So war sie gezwungen Ansgar zu besch├╝tzen, da ihm niemand beistand.
Am Ende als der Geist sie bedroht hatte, hatte Ansgar sie sogar besch├╝tzt. Marci war froh und erleichtert, denn sie hatte sehr viel Angst vor dem abscheulichen Geist gehabt.
Wie schlecht es Dave ging, hatte Marci ersch├╝ttert. Sie war tief entt├Ąuscht, dass der Eindringling zu so einen Mittel gegriffen hatte. Und sie hasste ihn daf├╝r, dass er ihren Meister zerst├Âren wollte.
Marci beschloss so hart sie konnte zu lernen. Wenn er ihr eines Tages gegen├╝berstehen w├╝rde, wenn sie eine Meisterin war, dann w├╝rde sie den alten Kauz bluten lassen, wie er noch nie geblutet hatte. Selbst wenn Dave dann schon uralt war, dass war gleichg├╝ltig. Der Widerling lebte bestimmt hunderte Jahre weil er ein Nekromant war. Aber wenn sie es verhindern konnte als Meisterin, dann w├╝rde sie mit seiner Schreckensherrschaft schluss machen.
Aber jetzt musste sich Marcella auf die Urkunden├╝bergabe konzentrieren. Sie war ger├╝hrt, wie Urako sich freute. Und als er Wolfi und ihr versicherte, auf sie aufzupassen dass ihnen nichts geschah. Urako war ein guter Kerl, genau wie Ansgar.
Sie dr├╝ckte Urako und Gasmi zum Gl├╝ckwunsch ebenso, bevor Wolfi sie wieder hinter sich her schleifte. Er wollte bestimmt zu Dave und Varmikan um die Urkunde von ihnen zu ├╝berreichen.

"Wolfi ich bin froh, dass du mir das gesagt hast. Ich weiss ich hab das schon gesagt und ich schwatze viel, aber es bedeutet mir viel dass du mich so magst. Ich mag dich auch sehr und ich bin so froh, dass dir nichts passiert ist.
Jetzt renn mal langsamer.
Ich weiss nicht, ob dein Vater erlaubt, dass du einfach aus dem Haus gehst, wo der alte Sack draussen lauern k├Ânnte um dich umzubringen. Ich w├╝rde dich besch├╝tzen so gut ich kann, aber ich kann nicht viel ausrichten. Ausser ihn in den Schritt zu treten. Und wenn dann w├Ąre dein Bruder bei ihm und der w├╝rde uns beide t├Âten. Ich habe gesehen wie er deinen Vater geschlagen hat und wie schnell er war. Linhard ist ein Verr├Ąter, aber er ist schnell und stark.
Er wird dir was antun, wenn er dich erwischt Wolfi. Kannst du mit einem Schwert k├Ąmpfen? Ich kann nur etwas mit dem Messer umgehen, vom G├Ąnseschlachten. Aber ich glaub nicht, dass das deinen grossen Bruder aufh├Ąlt. Es sei denn er verh├Ąlt sich im Kampf wie eine Schlachtgans. Also ├╝berleg mal was du jetzt tun willst.
Wenn du zu Dave gehen willst wegen der Urkunde, dann nimm jemanden mit und sag Dave vorher bescheid dass wir vorbeikommen. Passiert uns sonst was unterwegs, weiss doch keiner dass wir abgehauen sind. Sag Dave jetzt bitte bescheid dass wir kommen. Und nimm einen von den Hunden mit. Ansgar hat mir einen Hund versprochen. Er wollte ihn mir mitgeben, damit ich nicht allein bin und Angst habe, als ich nach Hause gehen wollte. Holen wir den Hund. Linhard wird uns nicht angreifen, wenn wir so einen Hund dabei haben. Besonders wenn der Hund so wie Fedor ist.ÔÇť

Marci hielt Wolfi fest, so dass er ebenso stehen bleiben musste. Sie wollte ihn nicht ohne Schutz aus dem Haus gehen lassen.
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Anwolf
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#137

Beitragvon Anwolf » Mo 9. Okt 2017, 08:09

Anwolf blieb abrupt stehen und musterte Marcella.

ÔÇ×Wir sollten wirklich nicht einfach die Biege machen, da stimme ich Dir zu. Einen Hund h├Ąttest Du eh bekommen, ich habe Dir einen von Paps kaufen lassen. Ob es erlaubt ist einfach das Haus zu verlassen, kann ich Dir nicht sagen, aber ich kann meinen Vater fragen. Dann wissen wir es ja.

Ich glaube kaum dass der Alte drau├čen auf uns lauert. Vater h├Ątte ihm die Hunde und Ghule auf den Hals hetzen sollen, anstatt ihn zu begr├╝├čen.

Keine Ahnung was in Lin gefahren ist, aber bei ihm habe ich eh nie so ganz durchgeblickt. Er ist zwar ein netter Kerl, aber sehr launisch. Jedenfalls mir gegen├╝ber noch launischer als Paps zu den Dienern. Der hat mich scheinbar f├╝r alles verantwortlich gemacht, sogar falls es anfing zu regnen, falls er ausreiten wollte. Mal stark ├╝bertrieben erkl├Ąrt.

Ich habe mich immer bem├╝ht mit ihm auszukommen, ich dachte wir sind Br├╝der. In anderen Familien halten sie doch auch zusammen, aber wir sind nicht andere. Wir sind nur anders.

Wie sagte er mal ├╝ber Paps? Nur weil ich ihn mag, hei├čt das nicht dass er mich m├Âgen muss. Aha.
Gilt ├╝brigens auch f├╝r Linhard selbst, f├╝r wen interessiert er sich denn? Ich habe ihm nichts getan, sondern ich habe versucht mit ihm klarzukommen. Aber was solls, wie sagt Dave immer? Nicht ├╝ber sch├╝tteten Schnaps heulen, dass bringt ihn auch nicht zur├╝ck ins Glas.

Bezogen auf Lins Kampff├Ąhigkeit da w├Ąren wir beide wohl tot, bevor wir ├╝berhaupt dran denken k├Ânnten uns zu wehren. Ich kann etwas mit dem Dolch und dem Degen umgehen, aber Lin ist nicht nur einfach gut mit den Waffen, er ist extrem schnell und er trainiert t├Ąglich Stunden. Also mit einer Stichwaffe w├╝rde ich mich ihm nicht stellen.

Selbst mit eine Repetierarmbrust in der Hand w├Ąre ich vorsichtig, er kann schlie├člich auch einen Dolch oder ein Messer werfen. Aber das w├╝rde er nur zur Not, so wie ich ihn kenne. Denn mit dem Wurf, verliert er die Waffe und er w├╝rde sich nur im Notfall zum Eigenschutz entwaffnen.

Ich m├╝sste versuchen ihn mental anzugreifen, aber der beste Weg ist momentan einen gro├čen Bogen um ihn zu machen. Denn ich wei├č nicht, wie er zu mir steht. Vermutlich wird der versuchen uns alle zu t├Âten. Warum sollte er sonst mit dem Verr├Ąter abgezogen sein? Er ist selbst einerÔÇť,
antwortete Wolfi Marcella.

Anwolf ergriff Marcellas Hand fester und ging zur├╝ck in Ansgars Gem├Ącher. Er klopfte kurz an und trat ein.

ÔÇ×Paps hier sind wir wieder. Marcella sagte ich sollte Dich um Erlaubnis fragen. Ich hatte vor Dave und Varmikan ihre Ehekurkunde zu bringen. Geht das in Ordnung, erteilst Du uns die Erlaubnis das Haus zu verlassen oder nicht?

Sie bef├╝rchtet das der verr├╝ckte Verr├Ąter drau├čen auf uns lauert mit Lin. Und so ganz Unrecht hat sie da ja nicht. Ich soll Dave informieren dass wir kommen und zumindest Bescheid sagen, dass wir das Haus verlassen. Zudem m├Âchte sie gerne den Hund von Dir ausgeliehen bekommen, den Du Ihr versprochen hast. Und falls Du den Kriegshund schon gekauft hast, k├Ânnte sie den bitte direkt haben?ÔÇť,
fragte Wolfi.

Ansgar schmunzelte Wolfi an.

ÔÇ×Sie hat Recht, sie bekommt ihren Hund und Du darfst das Haus verlassen. Du nimmst einen meiner Bullmastiffs mit und Du kannst Dir unten von einem der Diener ihren Kriegshund aush├Ąndigen lassen. An Deiner Stelle w├╝rde ich das Tier die erste Zeit f├╝hren, eventuell gemeinsam mit Marcella. Sonst k├Ânnte es leicht sein, dass sie ├╝ber Stock und Stein geschliffen wird.

Und da Du schon mal da bist Wolfi, noch etwas, dar├╝ber wollte ich nachher mit Dir sprechen, aber wir kl├Ąren es umgehend. Es geht um etwas sehr Wichtiges, es ist Essenziell.

Ich werde Dir das Erbe abtreten.

Du bist jung und Du bist clever Anwolf. Wir werden Dir beratend zur Seite stehen. Dass Du noch nicht verheiratet bist, spielt f├╝r mich keine Rolle.

Nat├╝rlich sch├╝tzt Dich das nicht vor Linhard. Es geht ihm um das Erbe. Linhard geht davon aus, t├Âtet er Dich, Fin und mich, er w├Ąre Erbe und w├╝rde den Sippenthron besteigen. Aber so ist es nicht. Er erbt nichts. Selbst wenn wir auf voller Linie versagen, erbt er nichts.

Wobei der Verr├Ąter die Sache dann zu seinen Gunsten gerade biegen kann. Also musst Du schnellstm├Âglich den Familienthron besteigen mit allen Rechten und Pflichten.

Dann hat das schon eine andere Wirkung.

Zwar scheinst Du keine Heirat mit Veyds Zweig zu erw├Ągen, aber Du und Veyd steht Euch nahe. Folglich steht er Dir bei, hoffe ich.

Ebenso Dave samt Anhang. Er ist nicht nur Dein Onkel, sondern auch Dein Mentor. Und er ist der Mentor von Deiner Freundin. Ferner gehe ich davon aus, dass Varmikan Dir ebenso beistehen wird, wie Dave selbst",
sagte Ansgar.

Anwolf kratzte sich nerv├Âs das Kinn und musterte seinen Vater.

"Paps Danke f├╝r die Ehre, ich werde mich als w├╝rdig erweisen. Ich wei├č nicht was ich noch sagen soll, au├čer dass ich Schiss habe. Das k├Ânnte Linhard zu einer Handlung provozieren", antwortete Wolfi ehrlich.

ÔÇ×Schiss haben wir alle am Anfang Anwolf und Du bist nicht allein. Du hast Deine Mutter und mich, ich hatte niemanden. Und wozu Linhard sich provoziert f├╝hlt, haben wir bereits gesehen, ganz ohne dass Dir umgehend Dein Erbe gewunken h├Ątte.

Wir k├╝mmern uns um die Sache Wolfi.
Sei gewarnt, sei vorsichtig, aber sei nicht dumm aus Angst.

Unausgesprochen wird vorausgesetzt, dass man seine Kinder zu lieben hat und die Liebe zu allen Kindern gleich stark sein sollte. Liebe wird dementsprechend als Regel erwartet. Weitere Anspr├╝che umfassen die Gleichheit der Liebe zu allen Kindern und gleicherma├čen zu S├Âhnen und T├Âchtern.

Aber das ist unrealistisch.
V├Ąter und M├╝tter sind auch nur Menschen.
Und wir alle m├╝ssen mit dem leben, was uns selbst mitgegeben wurde.
Nur das k├Ânnen wir weitergeben.

Glaubt man den allgemein g├╝ltigen Dogmen, bel├╝gt man sich selbst.

Sicher liebe ich Linhard.
Aber nicht ann├Ąhernd so m├Ąchtig wie Dich Wolfi.

Und das hat nicht allein mit der Gabe zu tun. Wir sind uns nahe, wir sind auf eine andere Art und Weise verbunden. Du bist mein Sohn und mein kleiner Kumpel, wenn Du so m├Âchtest.

Mit Dir kann ich lachen, oder rumalbern allerdings w├╝rde ich Dir auch jederzeit die Meinung sagen, falls Du Dich selbst gef├Ąhrdest. Mit Linhard teile ich diese Form von N├Ąhe nicht. Und aus diesem Grund teile ich auch nichts anderes mit ihm, sondern ausschlie├člich mit Dir WolfiÔÇť,
antwortete Ansgar liebevoll.
ÔÇ×Dito und Dankesch├Ân PapsÔÇť, grinste Wolfi ├╝ber beide Ohren.

"Ans hast Du wirklich vor Lin zu t├Âten?", fragte Fin leise.
"Ja", kam die m├╝de Antwort.

"Schatz wir k├Ânnten doch...", setzte sie an.
"Wir k├Ânnen und wir werden. Es schmerzt mich, aber er ist Dunwin zu ├Ąhnlich. Du hast Deinen eigenen M├Ârder ausgetragen, sollte ich Dich nicht besch├╝tzen k├Ânnen. Das liegt nicht an Dir, es liegt uns im Blut", antwortete Ansgar.

"Meinst Du er w├╝rde dies tats├Ąchlich tun?", fragte Fin leise.
"Er w├╝rde. Generationen vor ihm haben die eigenen Br├╝der samt deren Familien get├Âtet und jene aus der eigenen Familie die sich einmischten", erkl├Ąrte Ansgar.

"Und Du wirst das Gleiche tun", sagte Fin.
"Ja", stimmte Ansgar zu.
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JEELEN
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#138

Beitragvon JEELEN » Di 10. Okt 2017, 09:50

Fingard

Fingard stand auf und dr├╝ckte ihren J├╝ngsten liebevoll an sich.

"Gib mir die Heiratsurkunde von Dave und Varmi M├Ąuschen. Ich werde sie den beiden aush├Ąndigen um ihnen zu gratulieren", bat Fin.
"Klar Ma, aber Du solltest ebenso wenig alleine losziehen wie wir. Nicht das Dir was passiert", bat Wolfi besorgt und gab seiner Mutter die Urkunde.

"Ich passe auf und nehme die Hunde mit. Wo wohnt Dave nun?", hakte Fin nach.
"Einfach das Haus rechts neben Pavos Ma. H├╝hnerstall vor der T├╝r, da bist Du richtig", grinste Wolfi.

Fin k├╝sste Wolfi auf den Kopf, strich Ansgar ├╝ber die Wange und verlie├č den Raum.

Eine Stunde sp├Ąter stand sie mit Sivguna vor Daves Haus. Sie klopfte und Varmi ├Âffnete den beiden und lie├č sie gut gelaunt ins Haus.

"Herzlichen Gl├╝ckwunsch zur Hochzeit Varmi. Hier Eure Hochzeitsurkunde. Ich freue mich f├╝r Euch, Du tust Dave gut und ich freue mich, Dich in unserer Familie zu begr├╝ssen. Wo ist Davy? Ich m├Âchte mit ihm privat reden", sagte Fin, dr├╝ckte Varmi und ├╝berreichte ihm die Urkunde.
"Danke Fin, dass hast Du lieb gesagt. Im Schlafzimmer, er d├Âst im Bett", grinste Varmi und deutete auf sein Schlafzimmer.

Fin nickte und betrat allein das Schlafzimmer von Dave.
Dave musterte Fin erstaunt und schmunzelte.

"Was machst Du denn hier Finny?", g├Ąhnte Dave und sch├Ąlte sich etwas aus seiner Decke.
"Dir Deine Hochzeitsurkunde vorbei bringen. Und ich ben├Âtige Deine Hilfe Davy. Bitte erweise mir einen Gefallen", bat Fin.

"Welchen denn?", fragte Dave mulmig.

"Ansgar plant Lin zu t├Âten. Gleichg├╝ltig was gewesen ist, Lin ist ebenso mein Sohn. Du bist anders als Ansgar, weicher, sanfter und manchmal ein Trostkopf.

Und ich denke Du wirst eher die Mutterrolle ├╝bernehmen als Varmi. Du wirst es verstehen, sobald Du Dein Kind das erste Mal im Arm h├Ąltst. Du wirst es lieben und besch├╝tzen Davy und das m├Âchte ich auch.

Ich bitte Dich als Mutter, als Deine Schw├Ągerin und als Freundin, bitte warne Linhard. Bitte Davy, bitte erweise mir diesen Gefallen.

Mehr kann ich nicht tun. Aber wenigstens dass bin ich ihm schuldig. Ich habe Angst um Wolfi und meinen Mann, sogar um Dich und Varmi. Aber ich habe auch Angst um Lin. Bitte warne ihn. Er soll nicht sterben, genauso wenig wie alle anderen sterben sollen",
fl├╝sterte Fin.

Dave musterte Fin mit nicht zu deutender Miene. Er ├╝berlegte einen Moment, kaute auf der Unterlippe und band sich nachdenklich die Haare zum Zopf zusammen.

"Der Part der "Mama" wird mir obliegen korrekt Fin. Varmi ├╝bernimmt den Schutz, so wie er es ausdr├╝ckt. Ich verstehe Dich auch so Fin.
Ich erf├╝lle Dir Deinen Wunsch und warne Lin ├╝ber seinen Rattenf├Ąnger Brandur.

Ihn pers├Ânlich warne ich nicht, ich nehme zu ihm keinen mentalen Kontakt auf, da er dies als Angriff werten k├Ânnte. Zum Schutz f├╝r uns alle, nehme ich nur ein einziges Mal mit Brandur Kontakt auf. Kurzum ich warne Lin ein einziges Mal Fin",
antwortete Dave.
"Danke", sagte Fin ergriffen.

Dave lie├č sich in Trance fallen und suchte im Nexus die Farben von Brandur.

***

Mentale Warnung an Brandur im Schlaf:
Link:
viewtopic.php?f=4&t=1092&p=11844#p11844

***
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#139

Beitragvon Davard von Hohenfelde » Di 10. Okt 2017, 10:52

Dave kehrte in die Physis zur├╝ck und rieb sich m├╝de ├╝ber das Gesicht.

"Dein Wunsch wurde erf├╝llt. Brandur schlief, so blieb mir eine Diskussion mit ihm erspart. Falls er ├╝berhaupt mit mir gesprochen h├Ątte. Vermutlich h├Ątte er es ebenso wie Lin als Angriff gewertet und mich attackiert.

Wie dem auch sei, er schlief zum Gl├╝ck und ich habe ihm Deine Botschaft zugestellt.

Ich habe ihn weder angegriffen, noch versucht ihn auszulesen. Zumal sein Selbstschutz gewaltig hoch sein d├╝rfte. Ebenso werden seine versiegelten gedanklichen Bereiche nicht ohne weiteres zu knacken sein.

Darum ging es mir selbstverst├Ąndlich auch nicht, nur w├Ąre es gewaltig schwierig geworden ihn mental niederzuk├Ąmpfen, nur um ihm eine Botschaft zu ├╝bermitteln.

Genau erkannt habe ich Brandur nur an SEINER Anwesenheit und an der von Lin.
Dein Sohn schl├Ąft ganz in der N├Ąhe von Brandur. Und ER ist mit Brandur verbunden, sie sind aneinander gekettet, so w├╝rde ich es nennen. Dein Sohn wurde gewarnt Fin, er wei├č dass er sich nun besser von seinem Vater fernhalten sollte. Mehr k├Ânnen wir nicht f├╝r ihn tun.

Mehr werde ich jedenfalls nicht f├╝r ihn tun. Frage bitte also nicht erneut nach einem Gefallen, die Antwort lautet nein Fin. Gleichg├╝ltig wann Du mich fragst, ob in f├╝nf Minuten oder erst in f├╝nf Jahren.

Es tut mir leid um Lin, ich mochte ihn und ich hatte vor ihn und Ansgar zusammenzuf├╝hren. Aber das ist nun hinf├Ąllig, da er mit IHM paktiert. Deine Angst verstehe ich, also versteh Du auch meine vor IHM",
erkl├Ąrte Dave.

"Danke Davy. War Euer Ehevollzug sch├Ân? Varmi sah sehr gl├╝cklich aus, Du auch mein Lieber", freute sich Fin.

"Es war wundersch├Ân, Varmi liebt mich und er hat mich lieb. Sprich er ist gut zu mir und falls mal nicht, habe ich es verschuldet und er meint seine Strafaktion trotz allem gut.

Ich h├Ątte nie geglaubt jemals zu heiraten. Heimlich habe ich es mir gew├╝nscht, aber dran geglaubt habe ich schon lange nicht mehr.

Ich hab mich nach jemandem an meiner Seite gesehnt, der mich mag und zwar so sehr, dass er mich sogar heiraten w├╝rde. Irgendwann habe ich mich damit abgefunden, dass es das f├╝r mich nicht geben wird und dann kam Varmi. Ich bin absolut gl├╝cklich mit meinem Klingenohr",
grinste Dave.

"Du hast was bei mir gut Davy. Die kommenden Tage werden wir wohl erneut eine Familienfeier abhalten. Eigentlich eine freudige und dennoch traurig zugleich", erkl├Ąrte Fin und dr├╝ckte Dave fest.
"Aha und um welche Feier handelt es sich?", hakte Dave nach, obwohl ihm schon d├Ąmmerte worum es sich handeln konnte.

"Ansgars Abdikation samt Amts├╝bergabe an Wolfi", gab Fin zur├╝ck.
"Es w├Ąre der erste Verzicht in unserer Familie, eine friedliche Macht├╝bergabe vom Vater auf den Sohn. Damit w├Ąre Ansgar der erste von Hohenfelde, der seine Macht zu Lebzeiten an seinen Nachfolger weitergegeben hat. Das gef├Ąllt mir, auch wenn der Hintergrund weniger friedlich ist.

Und Ans h├Ątte die k├╝rzeste Zeit die Familie gef├╝hrt.
Macht├╝bernahme von Ans war am 12.03.202.
Die Macht├╝bergabe von Ans an Wolfi ist nur sechs Monate sp├Ąter!

Wolfi ist erst 16 Jahre alt, er wird unsere Unterst├╝tzung brauchen. Verantwortung sch├Ąrft die Sicht und den Verstand, aber Wolfi ist trotzdem oft noch ein Backfisch. Dass muss Ans bewusst sein. Wir m├╝ssen Wolfi beratend zur Seite stehen. Was das Finanzielle angeht, da braucht Anwolf keine Hilfe. Dabei ist er mir bereits eine gro├če Hilfe.

Aber bei manch anderen Entscheidungen, w├╝rde ich doch lieber genauer ein Auge darauf werfen, bevor Anwolf das mit Brief und Siegel absegnet. Ich sage nur 10 Opfer, Dank 10 Schlangenlinie f├╝r Gasmi",
schmunzelte Dave.
"Ansgar wird ihm beratend zur Seite stehen. Und er hofft, dass Du, Varmikan wie auch Veyd Anwolf jederzeit beiseite stehen werdet. Das werdet Ihr doch oder?", fragte Fin.

"Varmi und ich auf alle F├Ąlle, das schw├Âre ich Dir Fin. Du kannst Dich auf uns verlassen. Wir m├Âgen den Kurzen, ich habe doch schon immer so gut ich konnte auf ihn aufgepasst. Jedenfalls immer dann, sobald er in meiner Obhut war. Das w├╝rdet Ihr f├╝r mein K├╝ken doch auch gew├Ąhren", antwortete Dave.
"Das w├╝rden wir nicht nur, dass tun wir auch. Eloise wird bei uns wohnen, wie zugesagt. Du musst Wolfi beibringen sich zu verteidigen. Zeig ihm, wie man mental k├Ąmpft oder jemanden au├čer Gefecht setzt Davy. Die Bitte wirst Du mir doch erf├╝llen oder?", hakte Fin nach.

"Darum musst Du nicht bitten, dass ist selbstverst├Ąndlich. Aber ich werde es im Lehrstoff vorziehen. Die Begegnung mit Brandur und IHM verlangt es. Mach Dir darum keine Gedanken, ich freue mich f├╝r Wolfi. Ans setzt gro├čes Vertrauen in ihn. Aber er wei├č auch, was er vorher zu tun hat, oder?", fragte Dave.
"Das wei├č Ans ganz sicher Davy. Pass auf Dich auf und Danke nochmals", sagte Fin, dr├╝ckte Dave erneut und verlie├č dann das Schlafzimmer.

Nachdem sie sich auch von Varmikan verabschiedet hatte, reiste sie gemeinsam mit Sivguna ab und machte sich wieder auf den Weg nach Hause.
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#140

Beitragvon Varmikan Eisseher » Di 10. Okt 2017, 22:10

Varmikan betrat das Schlafzimmer, blieb im T├╝rrahmen stehen und musterte den in Decken geh├╝llten Dave. Der Frostalb grinste gut gelaunt, schlenderte aufs Bett zu und setzte sich neben seinen Mann.

"Sternchen Deine Schw├Ągerin hat uns unsere Heiratsurkunde vorbeigebracht. Die Urkunde ist wundersch├Ân. Hier schau sie Dir mal an", sagte Varmikan ergriffen und reichte Dave Urkunde.

Dave k├╝sste Varmikan liebevoll auf den Mund, nahm die Urkunde entgegen und rollte sie auf.

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"Die Urkunde ist klasse. Wir beide sind verheiratet Varmi. Du hast keine Ahnung was mir das bedeutet. Ansgar hat Dich in die Familie aufgenommen. H├Âr mir zu Schatz, Fin war nicht nur wegen der Urkunde hier. Sie bat mich um einen Gefallen als Mutter.

Sie bat mich darum Linhard zu warnen, da Ansgar ihn tot sehen m├Âchte. Ich habe Brandur mental kontaktiert und ihm die Warnung ├╝bermittelt. Er schlief, so gab es keine weiteren Komplikationen. Das war die erste und letzte Warnung die Lin von mir erhalten hat, dass habe ich gleich klargestellt. Das sollst Du wissen Varmi",
erkl├Ąrte Dave und rollte die Urkunde wieder vorsichtig zusammen.

"Das ist zwar nicht gerade eine kluge Entscheidung, aber sie ist fair. Und es die Handlung einer Mama, eine des Herzens. Es bleibt ein einmaliger Gefallen Sternchen", antwortete Varmikan und kraulte Dave.
"Das stand von Anfang an fest, eine einzige Warnung", pflichtete Dave bei.

Varmikan nahm seinem Mann die Urkunde ab und legte sie vorsichtig zur Seite.

"Thema Verr├Ąter f├╝r heute beendet, machs Dir gem├╝tlich Sternchen. Kontaktiere morgen fr├╝h Eloise, wir m├╝ssen mit ihr einen Termin ausmachen", grinste Varmikan ├╝ber beide Ohren, krabbelte ├╝ber Dave und dr├╝ckte ihn der L├Ąnge nach in die Decke.

"Verstanden Sternchen?", kicherte Varmi.
"Verstanden Klingenohr", freute sich Dave und umschlang seinen Schatz mit den Armen samt Decke.
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