Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie√üen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf√§ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W√§hrend die Urv√∂lker auf Altbew√§hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb√ľnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Doppelhochzeit -- 15.09.202

Das Geisterhaus
Die Geister sind eine erfolgreiche und wohlhabende Gilde von Auftragsm√∂rdern. Jedoch bietet das Leben im Geisterhaus mehr als nur ein gesichertes Einkommen, sondern auch ein zu Hause f√ľr Verlorene. Wichtigste Aufnahmebedingungen sind absolute Loyalit√§t und Verschwiegenheit - sonst endet man rasch selbst auf der Todesliste.
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#131

Beitrag von Anwolf » Mi 4. Okt 2017, 07:14

Anwolf zuckte in einer hilflosen Geste die Schultern.

"Nat√ľrlich hat sich Dave um Dich gek√ľmmert und das Paps Dich besch√ľtzt ist selbstverst√§ndlich. Du geh√∂rst zu uns. Ich habe nicht gestottert, ich habe nach passenden Worten gesucht. Doch ich hab gestottert Marci, weil ich aufgeregt war. Freut mich zu h√∂ren, dass Du es genauso siehst S√ľ√üe", grinste Anwolf verlegen.

"Nein f√ľr den Besuch k√∂nnen wir wirklich nichts, denn normalerweise m√ľsste der alte Sack tot sein. Angeblich hat ihn Opa Dunwin ermordet, naja was man auf das Gerede der Leute geben kann, sieht man ja.

Vor allem was Nekromanten angeht. Wir k√∂nnen von Gl√ľck sagen, dass der Kerl nur seinen Bruder sprich meinen Opa beschworen hat. Schlimmer w√§re es wohl gewesen, w√§re er hier Hand in Hand mit Uropa Alastair aufgeschlagen. Dann w√§re hier wohl die Endschlacht losgebrochen. Wobei, dass ist sie ja schon",
gr√ľbelte Anwolf.

Über Urakos Erklärung musste er breit grinsen.

"Du hast mich ja noch nie Bazum tanzen sehen, vielleicht vergisst Gasmi ja dann Dich, statt Marcella mich. Wobei, vergiss es, ich möchte nicht tauschen, so gerne ich Euch beide auch habe", lachte sich Wolfi schlapp.

"Pavo? Der war vorhin im Tempel, wie alle anderen Geister auch. Ihr solltet ihn suchen, bevor er anfängt Euch zu suchen. Nicht dass er noch wie Onkel Friedulin endet und irgendwo schon langsam vor sich hin trocknet. Wäre schade um ihn, ich mag ihn sehr", erklärte Wolfi.

Nachdem Ansgar gemeinsam mit Urako und Gasmi verschwunden war, √ľberreichte ihm Osmund die Hochzeitsurkunden. Anwolf schaute sie an, steckte sie ein und gab Marcella ein Zeichen ihm zu folgen.

Urako und Gasmi waren bei seinem Vater, folglich konnte er ihnen gleich ihre Urkunde aushändigen.

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Ansgar von Hohenfelde
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#132

Beitrag von Ansgar von Hohenfelde » Mi 4. Okt 2017, 08:16

Ansgar nahm einen Schluck von seinem Getränk und dachte einen langen Moment nach.

"Den Waschlappen sah ich nicht als Beleidigung. H√§ttest Du nicht so empfunden, w√§re meine L√ľge nicht glaubhaft gewesen. Deshalb, geschenkt Urako.

Bezogen auf die Hinrichtungsmethode, ob sie sauber oder unsauber ist, interessiert mich nicht im Geringsten. Ich √ľberlasse die Wahl der Methode Dir, einzige Pr√§misse - sie muss so schmerzhaft wie m√∂glich sein. Er soll leiden, f√ľr das was er uns angetan hat.

Er soll am eigenen Leib erfahren, was Schmerzen sind. F√§lschlicherweise ging ich davon aus, dass er dies w√ľsste. Weit gefehlt, denn Dunwin war sein Bruder und nicht sein Vater. Was immer Alastair ihnen angetan hat, es scheint harmlos gewesen zu sein, im Vergleich dazu was er uns gemeinsam mit seinem Sohn Dunwin antat.

Denn ansonsten hätte Brandur begriffen, worum es Dave und mir ging.
Und weshalb wir versucht haben etwas zu ändern.

Ich weiß selbst, dass wir nicht alles richtig gemacht haben, allen voran ich. Und mir ist durchaus bewusst, dass ich einen Großteil der Schuld daran trage, dass mein ältester Sohn genau zu dem wurde, was ich eigentlich zu verhindern gedachte.

Aber woher sollten wir es besser wissen? Und wurde es uns gesagt, dann hatten wir den gewissen Restzweifel. So ist das leider bei uns in der Familie.

Es wird erst mit Wolfi und Daves Kindern enden. Und es endet erst, sobald Brandur tot in meinem Keller liegt.

F√ľr Linhard haben wir eine andere L√∂sung vorgesehen. Ihr werdet damit beauftragt ihn zu jagen und zu finden. Dave soll Linhard die Erinnerungen nehmen. Entweder an Brandur und das was hier geschah, oder zur Not komplett. Weigert er sich oder widersetzt sich der Gefangennahme, nun dann m√ľssen wir uns der Verantwortung stellen und Wolfi vor seinem √§lteren, verblendeten Bruder besch√ľtzen.

Dann gibt es nichts, was Linhard noch retten könnte.
Wobei Rettung das falsche Wort ist. Raubt man einer Person s√§mtliche Erinnerungen, bleibt auch nicht mehr viel von ihr √ľbrig. Allerdings kann sie neu beginnen.

Wie dem auch sei, Brandur ist zum Abschuss freigegeben. Ich w√ľnsche seine Festnahme und seinen Tod. Der Auftrag geht an Euch, die Geister. Richte das Dave aus, sobald er wieder Zeit f√ľr derlei Dinge hat, oder sei so freundlich und gib meinen Auftrag an Aino weiter.

Sie versteht die Bedeutung wie auch die Tragweite eines Verrats. Der Frau muss man so etwas nicht erläutern. Jagt, findet und richtet Brandur. Findet Linhard, reinigt seinen Verstand oder richtet ihn. Dass ist mein Auftrag an Euch",
erklärte Ansgar ruhig.

"Ich hoffe, dass Linhard nicht so dumm ist und sich widersetzt", sagte Fin leise.
"Das alte Blut ist stark in ihm, meist √ľberspringt es eine Generation, so sagt man. Er ist Dunwin leider √§hnlicher als wir es uns je eingestehen wollten. Und wie wir Dunwin richten, so hat Linhard vor uns zu richten. Jedenfalls mich, dass steht fest.

Er hat seine Seite gewählt, ich habe keine Wahl.
Ich habe weder vor mich von ihm umbringen zu lassen, noch dabei tatenlos zuzusehen, wie er Wolfi meuchelt und dessen angestammten Platz einnimmt. Vorher w√ľrde ich ihn pers√∂nlich davon abhalten, obwohl ich das nie mein Plan war.

Vielleicht ist nicht alles am alten Weg falsch. In manchen Dingen hätte ich lieber auf Maghilia hören sollen, anstatt auf mein eigenes Urteilsvermögen. Wunsch und Realität liegen leider oft sehr weit auseinander",
antwortete Ansgar.

"Du kannst nicht etwas halb beenden Ans. Maghilia hatte gewiss nicht Recht was Linhard betraf. Du allerdings auch nicht, ich habe Dich oft genug ermahnt. Nun vielleicht nicht oft genug. Ich selbst war nicht besser, was mein Verhalten unserem √Ąltesten gegen√ľber angeht. Wir haben Wolfi stets bevorzugt und das lag sicher nicht nur allein an seiner Gabe. Es w√§re unfair und verantwortungslos die Schuld alleine bei Linhard und Brandur zu suchen", erkl√§rte Fin.
"Das mag sein, √§ndert aber nichts an dem Ist-Stand und an den Konsequenzen die wir nun ziehen m√ľssen. Die Schuldfrage ist m√ľ√üig, sie bedrohen unser Leben, folglich haben sie ihres verwirkt", antwortete Ansgar entschieden.

"Ans bist Du tats√§chlich bereit Lin zu richten?", fl√ľsterte Fin.
"Nein, dass bin ich nicht. Aber ich habe schon ganz andere Dinge getan, zu denen ich nicht bereit war Finny. Aus dem einfachen Grund, weil ich sie tun musste", gab Ansgar zur√ľck und leerte sein Glas auf ex.

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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#133

Beitrag von Anwolf » Mi 4. Okt 2017, 08:23

Anwolf hatte Marcella an der Hand ergriffen und f√ľhrte sie im Schlepptau durch das Herrenhaus. Er wusste nicht inwieweit sich Marcella bereits in dem Haus auskannte, darum √ľbernahm er sicherheitshalber die F√ľhrung.

Gemeinsam mit der jungen Frau suchte er die privaten R√§ume seines Vaters auf und klopfte an der verschlossenen T√ľr. Einen Augenblick sp√§ter trat er ein und musterte kurz seine Eltern, sowie Urako und Gasmi.

"Wir sind gleich wieder weg, wir stören nicht lange. Als Ihr gerade verschwunden seid, kam Osmund in die Heilstube. Er hat mir die Heiratsurkunden ausgehändigt und mir den Auftrag gegeben, sie zu verwahren und bei Gelegenheit den Brautpaaren auszuhändigen.

Urako und Gasmi, diese Heiratsurkunde ist f√ľr Euch, mit den besten W√ľnschen von Osmund von Wigberg, Eurem Priester und selbstverst√§ndlich von uns beiden, Marci und mir",
grinste Anwolf gut gelaunt.

Er legte Urako vorsichtig die Urkunde in die Hand und dr√ľckte ihn dann kurz und fest, genauso wie Gasmi.

"Wir sind wieder weg, die n√§chste Urkunde √ľberbringen", fl√∂tete Anwolf und machte sich mit Marci wieder auf den Weg.

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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#134

Beitrag von Urako » Mi 4. Okt 2017, 09:26

"Um Lin tut es mir aufrichtig leid", sagte Urako. "Aber er hat auch einen eigenen Kopf um zu denken. Man kann nicht alles auf falsche Erziehung oder Beeinflussung von au√üen schieben. Er ist ja nicht ganz bl√∂de und hat bewusst gew√§hlt. Macht euch keine Vorw√ľrfe. Er wei√ü nicht zu sch√§tzen, wie gut er es bei euch hatte.

Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen, kann ich leider von mir behaupten, nachvollziehen zu k√∂nnen, was du, Ansi, und Davy unter Dunwin erleiden musstet. Lin hat im Land der Gl√ľckseligen gelebt, er wurde nie geschlagen, nie gedem√ľtigt, er hatte gutes Essen, ordentliche Kleider, f√ľr seinen Lebensunterhalt war gesorgt. Und nur wegen einer dummen Hochzeit, die jetzt eh abgesagt wurde, dreht er jetzt frei und will dich abstechen. Vielleicht h√§tten du und Dave √∂fter mal aus dem N√§hk√§stchen plaudern sollen, damit er wieder auf den Teppich kommt und er zu sch√§tzen wei√ü, wie gut er es hatte. Ehrlich, ich w√§re froh gewesen, einen Vater wie dich zu haben, Ans.

Brandur scheint eine ganz gute Menschenkenntnis zu haben, wenn er Lins pubert√§re Wehwehchen auf die Schnelle richtig einsch√§tzen und f√ľr sich selber nutzbar machen konnte. Er ist eine verlogene und manipulative Schlange und l√§sst gern andere f√ľr sich k√§mpfen. Lin ist seine Marionette. Wer wei√ü, was Brandur ihm alles versprochen hat, dass er ihm so mir nichts dir nichts ins Verderben folgte? Was hat ihm denn gefehlt? Er hatte alles und schmiss es hin.

Das ist traurig, aber letztlich nicht zu ändern. Wenn es nicht gelingt, Lins Gedächtnis gefahrlos zu löschen, werde ich ihn kurz und schmerzarm töten, Ans und Fin. Das geht ganz fix. Macht euch keine Sorgen um euren Jungen, bei mir ist er in guten Händen, was das anbelangt.

F√ľr Brandur, die alte Schlange, denke ich mir was H√ľbsches aus. Ich nehme mir f√ľr ihn sehr viel Zeit und ich werde es √∂ffentlich machen, als Warnung an alle anderen Familienmitglieder. Vorher werde ich aus ihm herauspressen, vor was er besonders Schiss hat, vielleicht eine nette Kindheitserinnerung an Papa Alastair oder an seinen ach so gesch√§tzten kleinen Bruder, das alte Bettlaken. Er wird schreien und um Erl√∂sung flehen, darauf gebe ich dir mein Wort, aber es wird keine Erl√∂sung geben. Nicht sofort. Es wird sehr, sehr lange dauern. Mehrere Tage, vielleicht Wochen, je nachdem, wie lange der Alte durchh√§lt. Gut w√§re, wenn ihr noch einen starken Nekromanten aufgabeln k√∂nntet, der Dunwin eine Gespensterfolter zukommen l√§sst, parallel zu Brandur. Um zu zeigen, dass es auch im Tod kein Entrinnen gibt, wenn mand en Krieg gegen eure Familie w√§hlt."


Urakos zorniges Schwelgen wurde unterbrochen, als Wolfi ihnen die Heiratsurkunden aush√§ndigte und sie beide noch einmal dr√ľckte. Urako dr√ľckte das B√ľrschlein zur√ľck. Er w√ľrde nicht zulassen, dass ihm etwas passierte. Er mochte den kleinen Gauner. Wieder besser gelaunt lie√ü er sich nicht nehmen, ihn kurz in die Wange zu kneifen.

"Wir geben schon auf dich acht, Wölfchen", sagte er aufmunternd. "Auf dich und dein Weiblein."
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"Wenn Kaiser, Könige und Diktatoren ruhig schlafen,
warum soll`s nicht auch der Henker können?"
Charles Henry Samson, Scharfrichter

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Ansgar von Hohenfelde
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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#135

Beitrag von Ansgar von Hohenfelde » Mi 4. Okt 2017, 12:58

Ansgar konnte Urako nur zustimmen.

"Du hast Recht, ich kann Dir nur beipflichten, es liegt nicht alles an der Erziehung. Sie macht nur einen Teil einer Person aus. Veranlagung, der eigene Charakter und auch das sonstige Umfeld formen eine Person ebenso.

Dennoch hast Du mit einem weiteren Punkt durchaus ebenfalls Recht, ich hätte Lin und Wolfi nicht schonen sollen. Es ist nicht immer förderlich, sein Kind von jedem Bösen abzuschirmen. Allein die Information das eine Person gefährlich ist, oder wie gefährlich sie ist, ist nicht ausreichend.

Wie wir durch Linhard feststellen mussten. Es ist durchaus m√∂glich, dass er Brandur und Dunwin mit ganz anderen Augen gesehen h√§tte, w√§re ihm bekannt gewesen, was f√ľr Untaten sie begangen haben.

Jedenfalls von den Untaten von Dunwin und Alastair hätte ich ihm erzählen sollen, am besten in allen Einzelheiten, damit er die Tragweite begriffen hätte warum wir heute sind wer wir sind und warum wir sind, wie wir sind.

Aber wie Fin öfter anmerkt, hinterher weiß man immer hätte. Eventuell hätte dieses Wissen Linhard anders handeln lassen. Oder das Gegenteil wäre eingetreten und es hätte ihn erst Recht neugierig auf die beiden Bastarde gemacht.

Was nun eingetreten w√§re, kann ich nicht beurteilen. Es spielt auch keine Rolle mehr, denn daf√ľr ist es nun zu sp√§t. Wir k√∂nnen nicht von was w√§re wenn ausgehen, sondern nur vom gegebenen Ist-Stand. Und dieser besagt, dass Linhard momentan ein Verr√§ter ist und mit Brandur paktiert.

Denn eines steht ebenso fest und da muss ich Dir zum dritten Mal zustimmen, Linhards Sorgen hätten andere Kinder gerne gehabt. Zum Beispiel jene die vor Hunger kaum Brot sagen können.

Damit m√∂chte ich seine Probleme nicht schm√§lern, sie m√∂gen ihn genauso verletzt haben wie uns manch andere Tat unseres Vaters, dennoch ging von mir nie f√ľr ihn eine Bedrohung aus. Und wenn ich von meiner Warte aus nicht mit ihm sprechen kann, so h√§tte er mich ebenso gut fragen k√∂nnen. Oder mich √ľber seine Mutter fragen lassen k√∂nnen.

Dies ist ebenso Fakt.

Wie Du schon richtig anmerkst, hatte er alles. Nahrung im √úberfluss, Kleidung, Taler f√ľr seine Hobbys, was er sich w√ľnschte hat er bekommen. Ihm wurde nichts vorenthalten... nun bleibe ich ehrlich, fast nichts.

Auf materieller Ebene jedenfalls ging es ihm hervorragend. Alles andere h√§tte man kl√§ren k√∂nnen und Dave hatte damit sogar angefangen. Ich habe mich bem√ľht, aber auch ich bin nur eine Person und genau wie Linhard die Summe meiner Erfahrungen und meine waren alles andere als rosig im Gegensatz zu Linhards.

Er hatte von mir nie etwas zu bef√ľrchten, ich hingegen wei√ü was es hei√üt Todesangst vor dem eigenen Vater zu haben. Vielleicht h√§tte ihm Dave diese Erfahrung und das damit verbundene Gef√ľhl einmal √ľbermitteln sollen.

Das h√§tte Linhards Weltsicht garantiert etwas gerade ger√ľckt.
Ebenso wie meine, als er sagte, dass er mich als Vater vermisst.

Die Straße kann aber von beiden Seiten beschritten werden, von ihm genauso wie von mir. Ich habe es leider weder gewusst noch gesehen, die Schuld muss ich mir auf die Fahne schreiben. Ich war bereit es zu ändern, ich hab es versucht.

Bei Wolfi hatte ich nie derartige Schwierigkeiten, wir waren uns immer nahe. Nun Wolfi ist auch eine andere Person. Sollte er nicht bekommen, was er sich w√ľnscht oder von einem erwartet fordert er es meist ziemlich lautstark ein. Linhard hingen erwartet einfach irgendetwas. Vielleicht sollte man das als Vater wissen, aber ich Nekromant und kein Hellseher. Sprechenden Menschen wird geholfen.

Drum kann ich im R√ľckblick nur sagen, ich teile mir die Schuld mit Linhard. Wir beide haben Fehler gemacht. Er genauso wie ich, daran besteht kein Zweifel.

Wie bereits gesagt, w√ľnsche ich ihm nichts Schlechtes, sonst h√§tte ich bereits zu einer anderen Zeit ganz anders handeln k√∂nnen. Zu einer Zeit, wo er f√ľr mich noch keine Gefahr dargestellt hat.

Nun aber gilt mein Augenmerk nicht mehr Linhards Leben, sondern ausschlie√ülich dem Wohlergehen meiner Frau und dem von Wolfi. Mein oberstes Ziel ist es die beiden zu besch√ľtzen.

Wie Du Brandur t√∂test ist mir gleich, wie gesagt, mir ist nur wichtig dass er leidet. Ich bin ihm extrem weit entgegen gekommen. Ich habe ihm weit mehr angeboten, als ihm zustehen w√ľrde und dennoch hat er mir den Krieg erkl√§rt - dann sei es so.

Einen mächtigen Nekromanten, der eventuell Dunwin schaden könnte?
Hm Maghilia eventuell oder Osmund. Beide sehr alt, beide extrem mächtig.

Aber wie Varmikan vorhin schon anf√ľhrte, w√§re es vielleicht sogar m√∂glich, dass Dave Dunwin schadet. Als Geistmagier manipuliert man den Geist einer Person. Ein Versuch w√§re es auf alle F√§lle wert und es schadet ganz gewiss nicht, Dunwin von zwei Seiten zeitgleich anzugreifen.

Ich werde diesbez√ľglich mit Maghilia und Osmund R√ľcksprache halten.
Die Zeit f√ľr vornehme Zur√ľckhaltung ist l√§ngst vorbei.
Nun wird's schmutzig",
antwortete Ansgar mit diabolischem Grinsen.

Ansgar nickte seinem Sohn zu.

"Er hat Recht, was immer geschieht, wir passen auf Dich auf. Und wir beide haben nachher ein ernstes Wort miteinander zu reden Wolfi. Verschwinde und hab Spa√ü, ich hole Dich nachher ab", erkl√§rte Ansgar bevor Wolfi sich verdr√ľckte.

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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#136

Beitrag von Marcella » Do 5. Okt 2017, 11:34

Marcella

schaute sich die Hochzeitsurkunden an. Sie waren auf schönen Papier geschrieben und sahen sehr edel und teuer aus. Sie gefielen ihr sehr gut. Das Wolfi sie verwahren durfte, war ein grosses Zeichen von Vertrauen. Das dieser alte Priester ihm gewährte.
Wolfi schnappte sie an der Hand und folgte Urako und Gasmi zu seinen Eltern. Er fragte gar nicht, sondern nahm sie mit. Marcella war es Recht. Sie war vorhin bei Ansgar gewesen, als sie alle Streit mit dem Eindringling hatten. Jetzt w√ľrde er bestimmt nicht b√∂se sein, wenn sie in seinen Zimmer auftauchte.
Als sie dort ankamen, sprachen Urako und Ansgar gerade √ľber Wolfis Bruder. Sie sprachen schlecht √ľber Linhard. Sie waren nicht mehr gut auf ihn zu sprechen. Marcella hatte Linhard gemocht, aber als er seinen Vater bedroht hatte und zu dem Eindringling hielt, der Ansgar t√∂ten wollte, da war sie sehr w√ľtend auf ihn geworden.
Und der Eindringling, dieser alte Knacker, hatte noch einen Geist beschworen. Ausgerechnet den Vater von Dave und Ansgar. Er wusste genau was er damit anrichtete. Und das hatte er gewollt.
Linhard hatte das nicht gest√∂rt. Trotzdem hatte er zu dem alten Sack gehalten und nicht zu seine Familie. Er h√§tte sich auf die Seite von seinen Vater stellen m√ľssen, aber er hatte auf ihn gespuckt.
So war sie gezwungen Ansgar zu besch√ľtzen, da ihm niemand beistand.
Am Ende als der Geist sie bedroht hatte, hatte Ansgar sie sogar besch√ľtzt. Marci war froh und erleichtert, denn sie hatte sehr viel Angst vor dem abscheulichen Geist gehabt.
Wie schlecht es Dave ging, hatte Marci ersch√ľttert. Sie war tief entt√§uscht, dass der Eindringling zu so einen Mittel gegriffen hatte. Und sie hasste ihn daf√ľr, dass er ihren Meister zerst√∂ren wollte.
Marci beschloss so hart sie konnte zu lernen. Wenn er ihr eines Tages gegen√ľberstehen w√ľrde, wenn sie eine Meisterin war, dann w√ľrde sie den alten Kauz bluten lassen, wie er noch nie geblutet hatte. Selbst wenn Dave dann schon uralt war, dass war gleichg√ľltig. Der Widerling lebte bestimmt hunderte Jahre weil er ein Nekromant war. Aber wenn sie es verhindern konnte als Meisterin, dann w√ľrde sie mit seiner Schreckensherrschaft schluss machen.
Aber jetzt musste sich Marcella auf die Urkunden√ľbergabe konzentrieren. Sie war ger√ľhrt, wie Urako sich freute. Und als er Wolfi und ihr versicherte, auf sie aufzupassen dass ihnen nichts geschah. Urako war ein guter Kerl, genau wie Ansgar.
Sie dr√ľckte Urako und Gasmi zum Gl√ľckwunsch ebenso, bevor Wolfi sie wieder hinter sich her schleifte. Er wollte bestimmt zu Dave und Varmikan um die Urkunde von ihnen zu √ľberreichen.

"Wolfi ich bin froh, dass du mir das gesagt hast. Ich weiss ich hab das schon gesagt und ich schwatze viel, aber es bedeutet mir viel dass du mich so magst. Ich mag dich auch sehr und ich bin so froh, dass dir nichts passiert ist.
Jetzt renn mal langsamer.
Ich weiss nicht, ob dein Vater erlaubt, dass du einfach aus dem Haus gehst, wo der alte Sack draussen lauern k√∂nnte um dich umzubringen. Ich w√ľrde dich besch√ľtzen so gut ich kann, aber ich kann nicht viel ausrichten. Ausser ihn in den Schritt zu treten. Und wenn dann w√§re dein Bruder bei ihm und der w√ľrde uns beide t√∂ten. Ich habe gesehen wie er deinen Vater geschlagen hat und wie schnell er war. Linhard ist ein Verr√§ter, aber er ist schnell und stark.
Er wird dir was antun, wenn er dich erwischt Wolfi. Kannst du mit einem Schwert k√§mpfen? Ich kann nur etwas mit dem Messer umgehen, vom G√§nseschlachten. Aber ich glaub nicht, dass das deinen grossen Bruder aufh√§lt. Es sei denn er verh√§lt sich im Kampf wie eine Schlachtgans. Also √ľberleg mal was du jetzt tun willst.
Wenn du zu Dave gehen willst wegen der Urkunde, dann nimm jemanden mit und sag Dave vorher bescheid dass wir vorbeikommen. Passiert uns sonst was unterwegs, weiss doch keiner dass wir abgehauen sind. Sag Dave jetzt bitte bescheid dass wir kommen. Und nimm einen von den Hunden mit. Ansgar hat mir einen Hund versprochen. Er wollte ihn mir mitgeben, damit ich nicht allein bin und Angst habe, als ich nach Hause gehen wollte. Holen wir den Hund. Linhard wird uns nicht angreifen, wenn wir so einen Hund dabei haben. Besonders wenn der Hund so wie Fedor ist.“

Marci hielt Wolfi fest, so dass er ebenso stehen bleiben musste. Sie wollte ihn nicht ohne Schutz aus dem Haus gehen lassen.

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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#137

Beitrag von Anwolf » Mo 9. Okt 2017, 08:09

Anwolf blieb abrupt stehen und musterte Marcella.

‚ÄěWir sollten wirklich nicht einfach die Biege machen, da stimme ich Dir zu. Einen Hund h√§ttest Du eh bekommen, ich habe Dir einen von Paps kaufen lassen. Ob es erlaubt ist einfach das Haus zu verlassen, kann ich Dir nicht sagen, aber ich kann meinen Vater fragen. Dann wissen wir es ja.

Ich glaube kaum dass der Alte drau√üen auf uns lauert. Vater h√§tte ihm die Hunde und Ghule auf den Hals hetzen sollen, anstatt ihn zu begr√ľ√üen.

Keine Ahnung was in Lin gefahren ist, aber bei ihm habe ich eh nie so ganz durchgeblickt. Er ist zwar ein netter Kerl, aber sehr launisch. Jedenfalls mir gegen√ľber noch launischer als Paps zu den Dienern. Der hat mich scheinbar f√ľr alles verantwortlich gemacht, sogar falls es anfing zu regnen, falls er ausreiten wollte. Mal stark √ľbertrieben erkl√§rt.

Ich habe mich immer bem√ľht mit ihm auszukommen, ich dachte wir sind Br√ľder. In anderen Familien halten sie doch auch zusammen, aber wir sind nicht andere. Wir sind nur anders.

Wie sagte er mal √ľber Paps? Nur weil ich ihn mag, hei√üt das nicht dass er mich m√∂gen muss. Aha.
Gilt √ľbrigens auch f√ľr Linhard selbst, f√ľr wen interessiert er sich denn? Ich habe ihm nichts getan, sondern ich habe versucht mit ihm klarzukommen. Aber was solls, wie sagt Dave immer? Nicht √ľber sch√ľtteten Schnaps heulen, dass bringt ihn auch nicht zur√ľck ins Glas.

Bezogen auf Lins Kampff√§higkeit da w√§ren wir beide wohl tot, bevor wir √ľberhaupt dran denken k√∂nnten uns zu wehren. Ich kann etwas mit dem Dolch und dem Degen umgehen, aber Lin ist nicht nur einfach gut mit den Waffen, er ist extrem schnell und er trainiert t√§glich Stunden. Also mit einer Stichwaffe w√ľrde ich mich ihm nicht stellen.

Selbst mit eine Repetierarmbrust in der Hand w√§re ich vorsichtig, er kann schlie√ülich auch einen Dolch oder ein Messer werfen. Aber das w√ľrde er nur zur Not, so wie ich ihn kenne. Denn mit dem Wurf, verliert er die Waffe und er w√ľrde sich nur im Notfall zum Eigenschutz entwaffnen.

Ich m√ľsste versuchen ihn mental anzugreifen, aber der beste Weg ist momentan einen gro√üen Bogen um ihn zu machen. Denn ich wei√ü nicht, wie er zu mir steht. Vermutlich wird der versuchen uns alle zu t√∂ten. Warum sollte er sonst mit dem Verr√§ter abgezogen sein? Er ist selbst einer‚Äú,
antwortete Wolfi Marcella.

Anwolf ergriff Marcellas Hand fester und ging zur√ľck in Ansgars Gem√§cher. Er klopfte kurz an und trat ein.

‚ÄěPaps hier sind wir wieder. Marcella sagte ich sollte Dich um Erlaubnis fragen. Ich hatte vor Dave und Varmikan ihre Ehekurkunde zu bringen. Geht das in Ordnung, erteilst Du uns die Erlaubnis das Haus zu verlassen oder nicht?

Sie bef√ľrchtet das der verr√ľckte Verr√§ter drau√üen auf uns lauert mit Lin. Und so ganz Unrecht hat sie da ja nicht. Ich soll Dave informieren dass wir kommen und zumindest Bescheid sagen, dass wir das Haus verlassen. Zudem m√∂chte sie gerne den Hund von Dir ausgeliehen bekommen, den Du Ihr versprochen hast. Und falls Du den Kriegshund schon gekauft hast, k√∂nnte sie den bitte direkt haben?‚Äú,
fragte Wolfi.

Ansgar schmunzelte Wolfi an.

‚ÄěSie hat Recht, sie bekommt ihren Hund und Du darfst das Haus verlassen. Du nimmst einen meiner Bullmastiffs mit und Du kannst Dir unten von einem der Diener ihren Kriegshund aush√§ndigen lassen. An Deiner Stelle w√ľrde ich das Tier die erste Zeit f√ľhren, eventuell gemeinsam mit Marcella. Sonst k√∂nnte es leicht sein, dass sie √ľber Stock und Stein geschliffen wird.

Und da Du schon mal da bist Wolfi, noch etwas, dar√ľber wollte ich nachher mit Dir sprechen, aber wir kl√§ren es umgehend. Es geht um etwas sehr Wichtiges, es ist Essenziell.

Ich werde Dir das Erbe abtreten.

Du bist jung und Du bist clever Anwolf. Wir werden Dir beratend zur Seite stehen. Dass Du noch nicht verheiratet bist, spielt f√ľr mich keine Rolle.

Nat√ľrlich sch√ľtzt Dich das nicht vor Linhard. Es geht ihm um das Erbe. Linhard geht davon aus, t√∂tet er Dich, Fin und mich, er w√§re Erbe und w√ľrde den Sippenthron besteigen. Aber so ist es nicht. Er erbt nichts. Selbst wenn wir auf voller Linie versagen, erbt er nichts.

Wobei der Verräter die Sache dann zu seinen Gunsten gerade biegen kann. Also musst Du schnellstmöglich den Familienthron besteigen mit allen Rechten und Pflichten.

Dann hat das schon eine andere Wirkung.

Zwar scheinst Du keine Heirat mit Veyds Zweig zu erwägen, aber Du und Veyd steht Euch nahe. Folglich steht er Dir bei, hoffe ich.

Ebenso Dave samt Anhang. Er ist nicht nur Dein Onkel, sondern auch Dein Mentor. Und er ist der Mentor von Deiner Freundin. Ferner gehe ich davon aus, dass Varmikan Dir ebenso beistehen wird, wie Dave selbst",
sagte Ansgar.

Anwolf kratzte sich nervös das Kinn und musterte seinen Vater.

"Paps Danke f√ľr die Ehre, ich werde mich als w√ľrdig erweisen. Ich wei√ü nicht was ich noch sagen soll, au√üer dass ich Schiss habe. Das k√∂nnte Linhard zu einer Handlung provozieren", antwortete Wolfi ehrlich.

‚ÄěSchiss haben wir alle am Anfang Anwolf und Du bist nicht allein. Du hast Deine Mutter und mich, ich hatte niemanden. Und wozu Linhard sich provoziert f√ľhlt, haben wir bereits gesehen, ganz ohne dass Dir umgehend Dein Erbe gewunken h√§tte.

Wir k√ľmmern uns um die Sache Wolfi.
Sei gewarnt, sei vorsichtig, aber sei nicht dumm aus Angst.

Unausgesprochen wird vorausgesetzt, dass man seine Kinder zu lieben hat und die Liebe zu allen Kindern gleich stark sein sollte. Liebe wird dementsprechend als Regel erwartet. Weitere Anspr√ľche umfassen die Gleichheit der Liebe zu allen Kindern und gleicherma√üen zu S√∂hnen und T√∂chtern.

Aber das ist unrealistisch.
V√§ter und M√ľtter sind auch nur Menschen.
Und wir alle m√ľssen mit dem leben, was uns selbst mitgegeben wurde.
Nur das können wir weitergeben.

Glaubt man den allgemein g√ľltigen Dogmen, bel√ľgt man sich selbst.

Sicher liebe ich Linhard.
Aber nicht annähernd so mächtig wie Dich Wolfi.

Und das hat nicht allein mit der Gabe zu tun. Wir sind uns nahe, wir sind auf eine andere Art und Weise verbunden. Du bist mein Sohn und mein kleiner Kumpel, wenn Du so möchtest.

Mit Dir kann ich lachen, oder rumalbern allerdings w√ľrde ich Dir auch jederzeit die Meinung sagen, falls Du Dich selbst gef√§hrdest. Mit Linhard teile ich diese Form von N√§he nicht. Und aus diesem Grund teile ich auch nichts anderes mit ihm, sondern ausschlie√ülich mit Dir Wolfi‚Äú,
antwortete Ansgar liebevoll.
‚ÄěDito und Dankesch√∂n Paps‚Äú, grinste Wolfi √ľber beide Ohren.

"Ans hast Du wirklich vor Lin zu töten?", fragte Fin leise.
"Ja", kam die m√ľde Antwort.

"Schatz wir könnten doch...", setzte sie an.
"Wir k√∂nnen und wir werden. Es schmerzt mich, aber er ist Dunwin zu √§hnlich. Du hast Deinen eigenen M√∂rder ausgetragen, sollte ich Dich nicht besch√ľtzen k√∂nnen. Das liegt nicht an Dir, es liegt uns im Blut", antwortete Ansgar.

"Meinst Du er w√ľrde dies tats√§chlich tun?", fragte Fin leise.
"Er w√ľrde. Generationen vor ihm haben die eigenen Br√ľder samt deren Familien get√∂tet und jene aus der eigenen Familie die sich einmischten", erkl√§rte Ansgar.

"Und Du wirst das Gleiche tun", sagte Fin.
"Ja", stimmte Ansgar zu.

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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#138

Beitrag von JEELEN » Di 10. Okt 2017, 09:50

Fingard

Fingard stand auf und dr√ľckte ihren J√ľngsten liebevoll an sich.

"Gib mir die Heiratsurkunde von Dave und Varmi Mäuschen. Ich werde sie den beiden aushändigen um ihnen zu gratulieren", bat Fin.
"Klar Ma, aber Du solltest ebenso wenig alleine losziehen wie wir. Nicht das Dir was passiert", bat Wolfi besorgt und gab seiner Mutter die Urkunde.

"Ich passe auf und nehme die Hunde mit. Wo wohnt Dave nun?", hakte Fin nach.
"Einfach das Haus rechts neben Pavos Ma. H√ľhnerstall vor der T√ľr, da bist Du richtig", grinste Wolfi.

Fin k√ľsste Wolfi auf den Kopf, strich Ansgar √ľber die Wange und verlie√ü den Raum.

Eine Stunde später stand sie mit Sivguna vor Daves Haus. Sie klopfte und Varmi öffnete den beiden und ließ sie gut gelaunt ins Haus.

"Herzlichen Gl√ľckwunsch zur Hochzeit Varmi. Hier Eure Hochzeitsurkunde. Ich freue mich f√ľr Euch, Du tust Dave gut und ich freue mich, Dich in unserer Familie zu begr√ľssen. Wo ist Davy? Ich m√∂chte mit ihm privat reden", sagte Fin, dr√ľckte Varmi und √ľberreichte ihm die Urkunde.
"Danke Fin, dass hast Du lieb gesagt. Im Schlafzimmer, er döst im Bett", grinste Varmi und deutete auf sein Schlafzimmer.

Fin nickte und betrat allein das Schlafzimmer von Dave.
Dave musterte Fin erstaunt und schmunzelte.

"Was machst Du denn hier Finny?", gähnte Dave und schälte sich etwas aus seiner Decke.
"Dir Deine Hochzeitsurkunde vorbei bringen. Und ich benötige Deine Hilfe Davy. Bitte erweise mir einen Gefallen", bat Fin.

"Welchen denn?", fragte Dave mulmig.

"Ansgar plant Lin zu t√∂ten. Gleichg√ľltig was gewesen ist, Lin ist ebenso mein Sohn. Du bist anders als Ansgar, weicher, sanfter und manchmal ein Trostkopf.

Und ich denke Du wirst eher die Mutterrolle √ľbernehmen als Varmi. Du wirst es verstehen, sobald Du Dein Kind das erste Mal im Arm h√§ltst. Du wirst es lieben und besch√ľtzen Davy und das m√∂chte ich auch.

Ich bitte Dich als Mutter, als Deine Schwägerin und als Freundin, bitte warne Linhard. Bitte Davy, bitte erweise mir diesen Gefallen.

Mehr kann ich nicht tun. Aber wenigstens dass bin ich ihm schuldig. Ich habe Angst um Wolfi und meinen Mann, sogar um Dich und Varmi. Aber ich habe auch Angst um Lin. Bitte warne ihn. Er soll nicht sterben, genauso wenig wie alle anderen sterben sollen",
fl√ľsterte Fin.

Dave musterte Fin mit nicht zu deutender Miene. Er √ľberlegte einen Moment, kaute auf der Unterlippe und band sich nachdenklich die Haare zum Zopf zusammen.

"Der Part der "Mama" wird mir obliegen korrekt Fin. Varmi √ľbernimmt den Schutz, so wie er es ausdr√ľckt. Ich verstehe Dich auch so Fin.
Ich erf√ľlle Dir Deinen Wunsch und warne Lin √ľber seinen Rattenf√§nger Brandur.

Ihn pers√∂nlich warne ich nicht, ich nehme zu ihm keinen mentalen Kontakt auf, da er dies als Angriff werten k√∂nnte. Zum Schutz f√ľr uns alle, nehme ich nur ein einziges Mal mit Brandur Kontakt auf. Kurzum ich warne Lin ein einziges Mal Fin",
antwortete Dave.
"Danke", sagte Fin ergriffen.

Dave ließ sich in Trance fallen und suchte im Nexus die Farben von Brandur.

***

Mentale Warnung an Brandur im Schlaf:
Link:
http://asamura.de/viewtopic.php?f=4&t=1 ... 844#p11844

***

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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#139

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Di 10. Okt 2017, 10:52

Dave kehrte in die Physis zur√ľck und rieb sich m√ľde √ľber das Gesicht.

"Dein Wunsch wurde erf√ľllt. Brandur schlief, so blieb mir eine Diskussion mit ihm erspart. Falls er √ľberhaupt mit mir gesprochen h√§tte. Vermutlich h√§tte er es ebenso wie Lin als Angriff gewertet und mich attackiert.

Wie dem auch sei, er schlief zum Gl√ľck und ich habe ihm Deine Botschaft zugestellt.

Ich habe ihn weder angegriffen, noch versucht ihn auszulesen. Zumal sein Selbstschutz gewaltig hoch sein d√ľrfte. Ebenso werden seine versiegelten gedanklichen Bereiche nicht ohne weiteres zu knacken sein.

Darum ging es mir selbstverst√§ndlich auch nicht, nur w√§re es gewaltig schwierig geworden ihn mental niederzuk√§mpfen, nur um ihm eine Botschaft zu √ľbermitteln.

Genau erkannt habe ich Brandur nur an SEINER Anwesenheit und an der von Lin.
Dein Sohn schl√§ft ganz in der N√§he von Brandur. Und ER ist mit Brandur verbunden, sie sind aneinander gekettet, so w√ľrde ich es nennen. Dein Sohn wurde gewarnt Fin, er wei√ü dass er sich nun besser von seinem Vater fernhalten sollte. Mehr k√∂nnen wir nicht f√ľr ihn tun.

Mehr werde ich jedenfalls nicht f√ľr ihn tun. Frage bitte also nicht erneut nach einem Gefallen, die Antwort lautet nein Fin. Gleichg√ľltig wann Du mich fragst, ob in f√ľnf Minuten oder erst in f√ľnf Jahren.

Es tut mir leid um Lin, ich mochte ihn und ich hatte vor ihn und Ansgar zusammenzuf√ľhren. Aber das ist nun hinf√§llig, da er mit IHM paktiert. Deine Angst verstehe ich, also versteh Du auch meine vor IHM",
erklärte Dave.

"Danke Davy. War Euer Ehevollzug sch√∂n? Varmi sah sehr gl√ľcklich aus, Du auch mein Lieber", freute sich Fin.

"Es war wunderschön, Varmi liebt mich und er hat mich lieb. Sprich er ist gut zu mir und falls mal nicht, habe ich es verschuldet und er meint seine Strafaktion trotz allem gut.

Ich h√§tte nie geglaubt jemals zu heiraten. Heimlich habe ich es mir gew√ľnscht, aber dran geglaubt habe ich schon lange nicht mehr.

Ich hab mich nach jemandem an meiner Seite gesehnt, der mich mag und zwar so sehr, dass er mich sogar heiraten w√ľrde. Irgendwann habe ich mich damit abgefunden, dass es das f√ľr mich nicht geben wird und dann kam Varmi. Ich bin absolut gl√ľcklich mit meinem Klingenohr",
grinste Dave.

"Du hast was bei mir gut Davy. Die kommenden Tage werden wir wohl erneut eine Familienfeier abhalten. Eigentlich eine freudige und dennoch traurig zugleich", erkl√§rte Fin und dr√ľckte Dave fest.
"Aha und um welche Feier handelt es sich?", hakte Dave nach, obwohl ihm schon dämmerte worum es sich handeln konnte.

"Ansgars Abdikation samt Amts√ľbergabe an Wolfi", gab Fin zur√ľck.
"Es w√§re der erste Verzicht in unserer Familie, eine friedliche Macht√ľbergabe vom Vater auf den Sohn. Damit w√§re Ansgar der erste von Hohenfelde, der seine Macht zu Lebzeiten an seinen Nachfolger weitergegeben hat. Das gef√§llt mir, auch wenn der Hintergrund weniger friedlich ist.

Und Ans h√§tte die k√ľrzeste Zeit die Familie gef√ľhrt.
Macht√ľbernahme von Ans war am 12.03.202.
Die Macht√ľbergabe von Ans an Wolfi ist nur sechs Monate sp√§ter!

Wolfi ist erst 16 Jahre alt, er wird unsere Unterst√ľtzung brauchen. Verantwortung sch√§rft die Sicht und den Verstand, aber Wolfi ist trotzdem oft noch ein Backfisch. Dass muss Ans bewusst sein. Wir m√ľssen Wolfi beratend zur Seite stehen. Was das Finanzielle angeht, da braucht Anwolf keine Hilfe. Dabei ist er mir bereits eine gro√üe Hilfe.

Aber bei manch anderen Entscheidungen, w√ľrde ich doch lieber genauer ein Auge darauf werfen, bevor Anwolf das mit Brief und Siegel absegnet. Ich sage nur 10 Opfer, Dank 10 Schlangenlinie f√ľr Gasmi",
schmunzelte Dave.
"Ansgar wird ihm beratend zur Seite stehen. Und er hofft, dass Du, Varmikan wie auch Veyd Anwolf jederzeit beiseite stehen werdet. Das werdet Ihr doch oder?", fragte Fin.

"Varmi und ich auf alle F√§lle, das schw√∂re ich Dir Fin. Du kannst Dich auf uns verlassen. Wir m√∂gen den Kurzen, ich habe doch schon immer so gut ich konnte auf ihn aufgepasst. Jedenfalls immer dann, sobald er in meiner Obhut war. Das w√ľrdet Ihr f√ľr mein K√ľken doch auch gew√§hren", antwortete Dave.
"Das w√ľrden wir nicht nur, dass tun wir auch. Eloise wird bei uns wohnen, wie zugesagt. Du musst Wolfi beibringen sich zu verteidigen. Zeig ihm, wie man mental k√§mpft oder jemanden au√üer Gefecht setzt Davy. Die Bitte wirst Du mir doch erf√ľllen oder?", hakte Fin nach.

"Darum musst Du nicht bitten, dass ist selbstverst√§ndlich. Aber ich werde es im Lehrstoff vorziehen. Die Begegnung mit Brandur und IHM verlangt es. Mach Dir darum keine Gedanken, ich freue mich f√ľr Wolfi. Ans setzt gro√ües Vertrauen in ihn. Aber er wei√ü auch, was er vorher zu tun hat, oder?", fragte Dave.
"Das wei√ü Ans ganz sicher Davy. Pass auf Dich auf und Danke nochmals", sagte Fin, dr√ľckte Dave erneut und verlie√ü dann das Schlafzimmer.

Nachdem sie sich auch von Varmikan verabschiedet hatte, reiste sie gemeinsam mit Sivguna ab und machte sich wieder auf den Weg nach Hause.

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Re: Doppelhochzeit -- 15.09.202

#140

Beitrag von Varmikan Eisseher » Di 10. Okt 2017, 22:10

Varmikan betrat das Schlafzimmer, blieb im T√ľrrahmen stehen und musterte den in Decken geh√ľllten Dave. Der Frostalb grinste gut gelaunt, schlenderte aufs Bett zu und setzte sich neben seinen Mann.

"Sternchen Deine Schwägerin hat uns unsere Heiratsurkunde vorbeigebracht. Die Urkunde ist wunderschön. Hier schau sie Dir mal an", sagte Varmikan ergriffen und reichte Dave Urkunde.

Dave k√ľsste Varmikan liebevoll auf den Mund, nahm die Urkunde entgegen und rollte sie auf.

[ externes Bild ]

"Die Urkunde ist klasse. Wir beide sind verheiratet Varmi. Du hast keine Ahnung was mir das bedeutet. Ansgar hat Dich in die Familie aufgenommen. Hör mir zu Schatz, Fin war nicht nur wegen der Urkunde hier. Sie bat mich um einen Gefallen als Mutter.

Sie bat mich darum Linhard zu warnen, da Ansgar ihn tot sehen m√∂chte. Ich habe Brandur mental kontaktiert und ihm die Warnung √ľbermittelt. Er schlief, so gab es keine weiteren Komplikationen. Das war die erste und letzte Warnung die Lin von mir erhalten hat, dass habe ich gleich klargestellt. Das sollst Du wissen Varmi",
erklärte Dave und rollte die Urkunde wieder vorsichtig zusammen.

"Das ist zwar nicht gerade eine kluge Entscheidung, aber sie ist fair. Und es die Handlung einer Mama, eine des Herzens. Es bleibt ein einmaliger Gefallen Sternchen", antwortete Varmikan und kraulte Dave.
"Das stand von Anfang an fest, eine einzige Warnung", pflichtete Dave bei.

Varmikan nahm seinem Mann die Urkunde ab und legte sie vorsichtig zur Seite.

"Thema Verr√§ter f√ľr heute beendet, machs Dir gem√ľtlich Sternchen. Kontaktiere morgen fr√ľh Eloise, wir m√ľssen mit ihr einen Termin ausmachen", grinste Varmikan √ľber beide Ohren, krabbelte √ľber Dave und dr√ľckte ihn der L√§nge nach in die Decke.

"Verstanden Sternchen?", kicherte Varmi.
"Verstanden Klingenohr", freute sich Dave und umschlang seinen Schatz mit den Armen samt Decke.

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