Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt. Die ĂŒberlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der SchlĂŒssel zur Herrschaft ĂŒber Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. WĂ€hrend die Almanen auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die GeheimbĂŒnde der Schatten sehen in der Magie die mĂ€chtigste Waffe und fĂŒr die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Wie die Rose zu den Geistern fand

Das Geisterhaus
Die Geister waren bis zum Jahr 202 eine erfolgreiche Gilde von Auftragsmördern. Jedoch bot das Leben im Geisterhaus mehr als nur ein gesichertes Einkommen, sondern auch ein zu Hause fĂŒr Verlorene. Wichtigste Aufnahmebedingungen waren absolute LoyalitĂ€t und Verschwiegenheit - sonst endete man rasch selbst auf der Todesliste. Die ehemaligen Geister verdienen ihren Lebensunterhalt heute auf ehrbare Weise als "Fantomes" in Souvagne.
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Enzian
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Re: Wie die Rose zu den Geistern fand

#31

Beitrag von Enzian » Di 26. Dez 2017, 15:23

"Äh ... Jeelen? Die Geister sind eine Meuchlergilde?" Ängstlich trippelte Distel ein paar Schritte zurĂŒck. "Ist das nicht verboten? Ich meine ... Mörder? Enzo! Enzo!!!" Der Ponyzentaure geriet in Panik und ihm gingen im wörtlichen Sinne die Pferde durch. Mit einem schrillen Wiehern spurtete er davon und raste durch die Stadt.

Enzian war genau so entsetzt. Er schnaubte nervös. Seine Hufe scharrten und er stampfte auf. Dann nahm der Herdentrieb ĂŒberhand. Er galoppierte Distel hinterher, den er mit seinen lĂ€ngeren Beinen rasch einholte. Sie rannten, bis sie im Stadtpark angelangten, wo sie sich keuchend auf der Wiese niederlegten.

"Darum wollten sie uns Blut abnehmen! Von wegen BotengĂ€nge!" Er rĂŒttelte an Enzos Arm. "Wir ... wir mĂŒssen den BĂŒtteln Bescheid sagen!"

UnschlĂŒssig fuhr der Zebrazentaure durch seine gestreifte MĂ€hne.

"Was ist mit dem jungen Anwolf? Und Lydia mit dem Baby im Bauch? Und Tsounai? Willst du die wirklich alle ans Messer liefern? Du weißt, welche Strafe sie erwartet. Dann landen sie bei Urako. Wobei, der ist ja selber ein Meuchler, wenn er ein Geist ist. Aber irgendwo sind das doch unsere Kameraden. Ich komme mir vor wie der letzte VerrĂ€ter, wenn wir zu den BĂŒtteln gehen."

"Die Geister sind die VerrĂ€ter, nicht wir!", schimpfte Distel. Seine Stimme zitterte noch von dem Schrecken, den er bekommen hatte. "Sie haben gesagt, wir sollen BotengĂ€nge erledigen. Haben getan, als seien sie nette Leute, aber in Wahrheit sind sie Mörder! Wer weiß, wen sie schon alles getötet haben und jetzt töten sie uns, weil wir erfahren haben, wer sie wirklich sind. Unsere einzige Chance ist, sie an die BĂŒttel auszuliefern, sonst bringen sie uns um! Dabei dachte ich, Anwolf und Gasmi sind meine Freunde."

Distel weinte. Enzian versuchte vergebens, ihn zu beruhigen.

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Re: Wie die Rose zu den Geistern fand

#32

Beitrag von JEELEN » Di 26. Dez 2017, 16:41

Jeelen schaute den beiden Centrauren nach, ehe er Dimi und Urako musterte.

"Nun Euer Wunsch ging so eben in ErfĂŒllung... die Geister sind Geschichte.
Ich werde umgehend Dave informieren, dass er alle Nötige einleitet.

Da Ihr beide den Streit vom Zaun gebrochen habt Dimicus und Urako, könnt Ihr auch sehen wo Ihr bleibt.
Kurzum mitgefangen, mitgehangen - so sagt man doch bei Henkern.
Ich muss los",
erklÀrte Jeelen.

Der Goblin rannte so schnell ihn seine FĂŒĂŸe trugen in die Schreibstube, riss die TĂŒr auf und knallte sie hinter sich zu.

"Folgendes, Dimi und Urako haben gestritten.
Im Streit habe ich mich hinreißen lassen auszuplaudern, wer wir sind.
Distel und Enzian sind abgehauen, keine Ahnung wohin.
Nostand?",
fragte Jeelen nervös.

Dave schaute den Goblin an, schĂŒttelte langsam den Kopf und schloss das Kassenbuch.

"Haben die beiden GÀule Beweise, dass auch nur einer von uns irgendwann, irgendwen getötet hat?
Die haben nichts, außer sich verhört Jeelen.

Es steht Aussage gegen Aussage. Wir haben hier weder Leichen, noch Leichenteile in unserem Domizil. Selbst unsere BuchfĂŒhrung ist einwandfrei. Sollten hier die BĂŒttel aufschlagen und uns als Mörder bezichtigen, werde ich Anklage wegen Rufmord gegen die beiden Centrauren erheben.

Selbstredend werde ich jede weitere Klage unterstĂŒtzen die Du, Aino, Anwolf oder wer auch immer gegen die beiden einreichen werdet. Wir klagen denen dermaßen den Arsch auf Grundeis, dass die noch in 100 Generationen verschuldet sind.

Zweitens streiche ich Dir fĂŒr Deine unbedachte Äußerung die HĂ€lfte Deines Monatssoldes.
Urako und Dimi gehen diesen Monat bis auf Kost und Logis leer aus.
Als Dank fĂŒr Euer Verhalten.

Schick mir Dimicus und Urako her. Es ist das zweite Mal, dass Urako durch sein Verhalten der Gilde schadet",
erklÀrte Dave wie immer ruhig.

Jeelen nickte knapp und ging wieder nach draußen.

"Urako, Dimicus folgt mir zu Dave", befahl der Goblin und ging vor.

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Re: Wie die Rose zu den Geistern fand

#33

Beitrag von Urako » Di 26. Dez 2017, 17:07

Urako war kreideweiß geworden. Er setzte Gasmi behutsam von seinem RĂŒcken und folgte Jeelen in die Schreibstube.

"Sollte ich nicht besser den GĂ€ulen hinterherfliegen? Ich mach`s wieder gut. Ich bring sie um, bevor sie den Mund aufmachen. Sie sind schnell. Ich bin schneller."

Er spreizte leicht seine FlĂŒgel.
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warum soll`s nicht auch der Henker können?"
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Davard von Hohenfelde
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Re: Wie die Rose zu den Geistern fand

#34

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Di 26. Dez 2017, 23:17

Dave schaute zu Jeelen und Urako auf und knallte das Kassenbuch zu, so dass Varmikan und Anwolf neben ihn zusammenzuckten. Sein Blick bohrte sich zuerst in den des Goblins und danach in den von Urako.

"Wisst Ihr was Ihr da angerichtet habt?
Euren Gesichtern nach zu urteilen ja...
Gut...

Aufregung und Wut bringen uns an der Stelle nicht weiter...
Das klÀrt keine Probleme...

Dein Auftrag ist klar, folge den beiden Centauren...
Bring sie zum Schweigen...
Wie?
Das ist mir völlig gleichgĂŒltig...
Nur versiegele ihre Lippen...

Ich erwarte Erfolgsmeldung...
Unser aller Leben hÀngt davon ab.
AbrĂŒcken!",
befahl Dave eisig.

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Re: Wie die Rose zu den Geistern fand

#35

Beitrag von Urako » Mi 27. Dez 2017, 10:33

"Ja", sagte Urako tonlos, drehte sich um und eilte im Laufschritt durch das Geisterhaus, brĂŒllte herum und verlangte nach diesem und jenem, um sich in möglichst kurzer Zeit mit allen nötigen Utensilien einzudecken. Er war keiner von den Killern, darum hatte er die Sachen nicht griffbereit beisammen liegen, doch die anwesenden Geister halfen ihm.

Voll ausgerĂŒstet stĂŒrmte er auf den Hof. Noch im Rennen breitete er die FlĂŒgel aus, sprang und schwang sich mit lauten FlĂŒgelschlĂ€gen in die Luft. Der Streit mit Dimicus war auf einmal vollkommen unwichtig, jetzt ging es um die Sicherheit seiner Freunde und seiner Familie, um ihr gemeinsames zu Hause. Sie hatten nicht mehr Zeit mit Reden vergeudet, als unbedingt nötig gewesen war und Urako sah die beiden Zentauren nach kurzem Suchflug im Park liegen.

Enzian hatte den arm um Distel gelegt, der vermutlich gerade weinte. Der große Zebrazentaur blickte in alle Richtungen und hielt nach Gefahr Ausschau, doch er vergaß, nach oben zu schauen. In einer Baumkrone hockte Urako und er hockte dort, bis jene, die seinen Anflug und seine Landung beobachtet hatten, weitergegangen waren. Er wartete einen Zeitpunkt ab, in dem der Park abgesehen von Enzian und Distel weitestgehed leer war. Die beiden schienen uneins, was zu tun sei und lagen in all der Zeit nur auf der Wiese rum, wĂ€hrend sie sich manchmal kurz unterhielten. Urako hob die Armbrust. Mit dieser Waffe konnte er nicht gut umgehen, in den SĂŒmpfen hatte er frĂŒher vor allem mit Fallen, Angeln und Reusen und gelegentlich mit einem Bogen gejagt. Er zielte lange und sorgfĂ€ltig. Es gab einen kleinen Knall, als er abschoss und einen ordentlichen RĂŒckschlag. Dabei war das eine kleine und leichte AnfĂ€ngerarmbrust. Distel sank in sich zusammen.

Im ersten Moment wusste Enzo, nicht, was los war und glaubte, das Kerlchen hÀtte sich in den Schlaf geweint. Urako hÀngte die Armbrust mit dem Gurt um den Oberkörper, kletterte vom Baum und trat von vorn langsam und in möglichst entspannter und wenig offensiver Gangart ins Blickfeld von Enzian. Der blÀhte die Nasenlöcher und schnaubte, sprang auf die Beine. Distel fiel reglos zu Boden wie ein nasser Sack.

"Distel", brĂŒllte Enzian, doch der Ponycentaur rĂŒhrte sich nicht.

"Er schlĂ€ft", sprach Urako. "Ich möchte mit dir reden, ohne dass ihr gleich wieder abdampft. Geht das? Ich tu euch nichts. Ich bin allein und wir sind hier in der Öffentlichkeit mitten im Stadtzentrum. Hier kommen dauernd Passanten vorbei. Ihr seid sicher."

Enzian blickte rasch zwischen Urako und Distel hinterher und tÀnzelte an der Stelle. Er brauchte einige Sekunden, ehe er sich entschieden hatte, aber er hielt Abstand zu Urako und blieb fluchtbereit.

"Tut mir leid, dass ihr es auf die Weise erfahren musstet. Mir ging es Ă€hnlich. Ich war ein Jahr lang krank und lag gutglĂ€ubig im Bett und Gasmi pflegte mich. Wir haben uns schon damals gut verstanden und nachdem ich wieder genesen war, erfuhr ich, dass dieser freundliche und liebenswĂŒrdige Mann in Wahrheit ein Mörder ist. Er und alle anderen auch. Das war ein ziemlicher Schock."

Enzian antwortete nicht, er behielt ihn genau im Auge, hörte aber zu. Urako hoffte, dass er glaubwĂŒrdig zeigen konnte, dass er fast die selbe Situation auch schon einmal durchgemacht hatte, die Zentauren sehr gut verstand und offensichtlich trotz allem noch quicklebendig vor ihnen stand. Er hoffte, so Zugang zu Enzian zu erhalten.

"Ich hab damals gesagt, dass ich nicht mitmachen will bei so was. Ich bin Scharfrichter, der Arm des Gesetzes, kein Mörder. Ich habe bis heute niemanden fĂŒr die Gilde getötet. Und das wird auch so bleiben. Ich war am Anfang sehr geschockt, aber inzwischen habe ich mir angewöhnt, sie als eine Art Söldnerunternehmen zu betrachten. Mit Söldnern trinkt man in der Taverne. Vor denen hat man weder Angst noch Vorbehalte, zumindest ich nicht. Man weiß, sie tun einem nichts, auch wenn das manchmal ziemliche Raubeine sind, man ist nicht ihr Ziel. Das Selbe gilt fĂŒr die Geister. Sie sind Söldner auf seinem sehr hohen Niveau und fĂŒr den Normalo vollkommen harmlos."

"Und ihre Ziele sind Zivilisten", wandte Enzo ein. "Was sie von Söldnern unterscheidet."

Urako zeigte die HandflĂ€chen und zuckte kurz mit den Schultern. "Da braucht man nichts zu beschönigen. Ja. Ich finds auch nicht so dolle, dass sie das machen. Aber ich wollte trotz allem bei ihnen bleiben. Weil ich in dem Jahr gelernt hatte, dass sie nicht nur Mörder sind, sondern auch eine andere Seite haben und im Geisterhaus ein zu Hause gefunden habe. Ihr könnt auch dort bleiben, ihr seid nach wie vor sehr willkommen. Wir wĂŒrden uns sehr freuen. Ich denke, da kann ich fĂŒr alle sprechen. Ihr seid jetzt monatelang durchgefĂŒttert worden, ohne einen Handgriff machen zu mĂŒssen, das spricht fĂŒr sich. Ihr wart fĂŒr uns alle Freunde, die lĂ€ngere Zeit zu Gast waren. Anwolf und Gasmi haben sich mit Distel angefreundet und dich finden die Frauen sehr, Ă€h, sympathisch. Und ich mag euch beide, das weißt du."

"Aha. Und was geschieht nach all diesen freundlichen Worten, wenn wir ablehnen sollten und, sagen wir, zurĂŒck nach Rakshanistan ziehen?"

"Mein Auftrag lautete, euch zum Schweigen zu bringen. In dem Fall wĂŒrde ich euch bitten, mir ein letztes Mal zum Geisterhaus zu folgen. Dave wĂŒrde euer GedĂ€chtnis bereinigen, er kann das. Ihr wĂŒrdet euch danach in einer Taverne wiederfinden vor einem leeren Glas und vergessen haben, wie ihr dorthin gekommen seid. Von den Geistern und dem Geisterhaus wĂŒrdet ihr nichts mehr wissen. Ihr wĂŒrdet glauben, es am vorherigen Abend gewaltig ĂŒbertrieben zu haben und euer Leben weiterleben, als hĂ€tte es die Geister nie gegeben."

"Was, wenn wir auch dazu Nein sagen? Ist nicht gerade schön, dass GedÀchtnis gelöscht zu bekommen. Was, wenn was schiefgeht und wir als demente Wracks enden?"

Urako wurde Bammel.

"Willst du denn wirklich zu allen Angeboten Nein sagen? Was das bedeuten wĂŒrde, muss ich dir nicht erklĂ€ren! Keiner will das, aber genau das wĂŒrde dann passieren. Wir haben eine Familie zu verlieren, ein zu Hause, ein Hauptquartier und unser aller Leben. Willst du wirklich die beiden Angebote ausschlagen, entweder zurĂŒckzukommen, oder das GedĂ€chtnis bereinigen zu lassen und alsdann freien Abzug gewĂ€hrt zu bekommen?"

Nervös rieb Enzian sich die gestreifte MÀhne. Er war Krieger. Urako hoffte, dass der Vergleich mit den Söldnern ihm etwas die Vorbehalte nahm. Es dauerte, ehe er antwortete.

"In Ordnung. Wir gehen mit dir zurĂŒck. Was dann geschehen soll, muss ich mit Distel bereden, ob er lieber bleiben oder das GedĂ€chtnis gelöscht bekommen will. Ich kann nicht fĂŒr ihn Sprechen, aber ich garantiere unser beider gute Absichten. Ich will dein Ehrenwort, dass uns nichts geschieht. Dass wir tatsĂ€chlich entweder bleiben dĂŒrfen, oder nur unser GedĂ€chtnis bereinigt wird. Nichts sonst. Ich will nicht sterben. DafĂŒr bin ich bereit, zu kooperieren und Distel auch. Aber wenn irgendeiner von euch Anstalten macht, uns anzugehen, dann ..."

"Das wird nicht geschehen." Urako trat zu ihm und streckte die Hand aus. "Du hast mein Wort, Enzian."

Enzo ergriff sie und sie schĂŒttelten die HĂ€nde, wĂ€hrend sie sich beide fest in die Augen sahen. Enzo prĂŒfend, um festzustellen, ob Urako log und Urako, um zu zeigen, dass er es Ernst meinte.

"Dann weck ich mal Distel auf", sagte Urako, nachdem sie damit fertig waren und ihre HĂ€nde wieder gelöst hatten. Er traute sich nicht zu, dem Ponycentauren die passende Spritze zu verabreichen und so zog er erst den BetĂ€ubungsbolzen aus seiner Schulter und verpasste ihm dann das Gegenmittel ebenfalls mit der Armbrust. Das Aufwachen geschah langsam und Distel wĂŒrde noch eine Weile benommen sein. Sie halfen ihm gemeinsam auf die wackligen Beine und machten sich auf den Weg ins Geisterhaus. Man sah Enzian an, dass er extrem nervös war. Immer wieder schnaubte er, tĂ€nzelte und wich zurĂŒck.

"Folgt mir in die Schreibstube."

Urako klopfte und trat ein. Ihm folgten beide Zentauren.

"Auftrag ausgefĂŒhrt. Keiner von beiden hat irgendwem etwas gesagt. Ich habe ihnen angeboten, entweder bei uns zu bleiben oder das GedĂ€chtnis gelöscht zu bekommen", erklĂ€rte Urako. "Ich habe ihnen mein Ehrenwort gegeben, dass ihnen darĂŒber hinaus nichts geschieht." Urako blickte dabei sehr Ernst und bat Dave gedanklich instĂ€ndig, jetzt keine andere Entscheidung zu fĂ€llen. "Sie waren sehr kooperativ und offen. Sie haben sich nur ein wenig erschrocken, so wie ich damals auch, darum sind sie fortgerannt. Sie wollen uns nichts Böses."
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"Wenn Kaiser, Könige und Diktatoren ruhig schlafen,
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Davard von Hohenfelde
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Re: Wie die Rose zu den Geistern fand

#36

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Mi 27. Dez 2017, 14:41

Dave musterte die Drei einen Moment wortlos. Varmikan und Anwolf hielten sich lieber bedeckt, obwohl sie den Dreien zum Gruß knapp zunickten.

"Gut, mit den beiden Optionen bin ich einverstanden Urako. Ich betrachte Deine Aufgabe als erledigt. Eine zweite Chance hat in meinen Augen jeder verdient. Die Offenbarung von Jeelen mag etwas ĂŒberraschend gekommen sein, aber bis zu dem Zeitpunkt hat keiner von Euch beiden hinterfragt, woher das Geld stammt von dem Ihr hier lebt. Folglich solltet Ihr mit Eurem Urteil vielleicht nicht ganz so vorschnell sein.

Welche der beiden Optionen wÀhlt Ihr?

Vorab, welche Option Ihr auch wĂ€hlen werdet, ich werde Euch beide prĂŒfen, ob Ihr Urako die Wahrheit gesagt habt. Das ist meine Pflicht meiner Familie gegenĂŒber. Aus diesem Grund hoffe ich, Ihr sprecht die Wahrheit.

Urako, nach dieser Unterredung bitte Aino und Pavo zu mir. Das Tribunal hat ĂŒber die Einstellungsstatuten neu zu entscheiden. Meiner Meinung nach, sollten wir nur noch freiwillige Bewerber rekrutieren. Alles andere ist sinnlos. Eine Zwangsgemeinschaft kann man nicht als Gilde oder gar als Familie bezeichnen. Vielleicht sollten wir darĂŒber sogar mit der gesamten Gilde abstimmen. Doch das halte ich fĂŒr besser, berufe eine Komplettversammlung aller Mitglieder ein, Treffpunkt ist der Versammlungsraum.

Nun aber zu Euch beiden, wie lautet Eure Entscheidung?
Bleiben oder Gehen?",
fragte Dave.

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Re: Wie die Rose zu den Geistern fand

#37

Beitrag von Dimicus » Mi 27. Dez 2017, 17:34

Anfangs war dieses sprachliche KrÀftemessen nicht mehr als eine kleine Spielerei, eine minimale Provokation um die Grenzen besser abzustecken. Dimicus hatte alles im Griff, er wÀre nicht weiter gegangen als diese eine Frage trotz des Verbotes von Urako. Mit der Antwort die er von Gasmi bekam, wÀre er auch völlig zufrieden gewesen und hÀtte sich einen Lehrmeister an anderer Stelle gesucht. Er willigte, wenn auch nicht ganz freiwillig in die Bedingungen ein. Kommentiert mit einem knappen Nicken und somit dem Akzeptieren des Gesagt.

Doch plötzlich eskalierte die komplette Situation. Vermutlich war dies nicht das Ziel einer anwesender Partei, doch mit einer simplen und höflichen Frage hatte Dimicus etwas losgetreten, was in einem Wortduell zwischen Jeelen, Urako und Gasmi endete. Er selbst sprach kein Wort mehr und beobachtete das Schauspiel vor ihn. Zwar rĂŒckte Urako mit jedem Wort weiter hinab in Dimicus' Gunst, doch vermutlich legte es der Tiefling nicht darauf an, dass Dimicus ihn mögen lernen könnte.

Der Konflikt erreichte im nĂ€chsten Augenblick seinen nĂ€chsten Höhepunkt. Dimicus blickte neugierig auf, als er die beiden Zentauren sah, wie sie feststellten, was fĂŒr eine Art von Organisation eigentlich waren. Ein offensichtliches Sicherheitsrisiko und obendrein eine GefĂ€hrdung des Gildengeheimnisses. Mit den Zentauren gingen die Pferde durch und sie flohen in Richtung der Stadt. Dimicus witterte eine Möglichkeit, sich auszutoben und seit langer Zeit wieder Blut zu vergießen. Im Namen der Kunst und seines eigenen Wohles. Es juckte ihn bereits in den Fingern.

Was dann geschah, war abzusehen. Jeelen beklagte sich und warf Urako als auch Dimicus einen gewollten Schaden vor. Dimicus selbst blieb gelassen, denn in Panik zu verfallen wĂ€re ein tödlicher Fehler fĂŒr die Gilde. Ein seltsamer Haufen voller Wesen, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Fraglich blieb, was nun geschehen wĂŒrde. Vorerst folgte Dimicus seinem „Leitwolf“ und schritt mit ins BĂŒro. Dort wurde seine Anwesenheit jedoch kaum gewĂŒrdigt und der Befehl war schließlich eindeutig. Die beiden Zentauren mussten zum Schweigen gebracht werden.

Allerdings fiel diese Aufgabe vollends Urako zu. Ein wenig enttĂ€uscht musterte Dimicus den Tiefling, ließ ihn aber ohne ein Wort oder Blick ziehen. Zu gern hĂ€tte er diese Aufgabe ĂŒbernommen, allerdings sah er auch die Vorteile eines Tieflings. Urako war schneller bei den beiden Zentauren, als es Dimicus in die Stadt geschafft hĂ€tte. Offengestanden hĂ€tte sich Dimicus zuerst einen Plan zurechtlegen mĂŒssen, wie er einen von ihnen zu Fall bringen könnte. Von Zentauren wusste er beinahe nichts und noch weniger hatte er eine Ahnung, wie er mit ihnen umspringen sollte. So war es eindeutig die bessere Wahl, Urako zu schicken.

Stattdessen verließ Dimicus die Schreibstube und widmete sich an Jeelen. Seine Bitte war einfach: Er wollte seine AusrĂŒstung bekommen und sich anstĂ€ndig ankleiden. Vielleicht missmutig kam der Goblin dem nach, brachte Dimicus zu seiner AusrĂŒstung und ließ ihn darauf wieder allein. Als Jeelen außer Sicht- und Hörreichweite war, begann Dimicus seine AusrĂŒstung auf VollstĂ€ndigkeit zu prĂŒfen. Zum GlĂŒck fehlte nichts. Auch die Kiste mit seinem Ensemble wurde nicht angerĂŒhrt. Mit diesem Wissen, welches sein Gewissen beruhigte, kleidete er sich an. Seine eigentliche Kleidung fand ihren Platz an seinem Körper. DarĂŒber die RĂŒstung und die Waffen. Wurfmesser und Dolche waren griffbereit, falls es ein Notstand erfordern sollten.

Sein Blick glitt darauf auf die Kiste am Boden. Vielleicht eine ArmlĂ€nge lang, eine Hand hoch und eine Elle breit, wirkte sie wie eine einfaches StĂŒck zum Transportieren von einfachem Gut. Behutsam nahm Dimicus diese Kiste auf seinen Schoß und ĂŒberprĂŒfte das Schloss. Den SchlĂŒssel zog aus einer seiner RĂŒstungstaschen und schloss sie auf. Ein Augenblick der ihn mit einem Momentum der Erhabenheit fĂŒllte. Es war noch alles da. Ordentlich angeordnet und zusammengelegt, wie er es aus Drakenstein mitgebracht hatte. Es war wunderschön.

Lang konnte er in diesen Gedanken aber nicht schwelgen. Schon bald hörte er Hufgetrappel durch die GĂ€nge und offensichtlich hatte Urako bei seinem Auftrag Erfolg gehabt. Jedoch ohne Blutvergießen? Dimicus ĂŒberzeugte sich selbst, nachdem er die Kiste verschlossen und verstaut hatte. Selbstredend verschwand der SchlĂŒssel wieder in einer seiner Taschen, worauf er sich zur Schreibstube aufmachte. Er sah gerade noch das Hinterteil eines Pferdes in die Stube verschwinden, worauf er eifrig folgte und mit in den Raum trat. Leise schloss er die TĂŒr hinter sich.

Die Stimmung im Raum war eisig und angespannt. Mit Interesse folgte er den GesprĂ€chen im Raum. Nach außen hin entspannt wirkend, lehnte er sich mit dem RĂŒcken an der Wand neben der TĂŒr und verschrĂ€nkte die Arme vor der Brust. Dieses Drama das sich vor seinen Augen abspielte – er liebte es. Ohne Drama wĂ€re das Leben nichts und das Drama gĂ€be es nicht ohne Ereignisse. Zwar hatte er nicht ein Zusammenkommen oder eine Entscheidung dieser Art herbeifĂŒhren wollen, doch geschehen war geschehen. Ohnehin hatte er als „Welpe“ in der Gilde keine Kontrolle. Jetzt blieb es dem Schicksal und des Willens der Zentauren, was nun geschehen sollte.
Vielen Dank an Sanni der Avatarschmiede fĂŒr das schicke Profilbild!

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Re: Wie die Rose zu den Geistern fand

#38

Beitrag von Morasa » Do 28. Dez 2017, 00:28

Minaddar

hatte sich auf eine Gehilfenstelle bei einen alten Goblin beworben. Eine Festanstellung mit festen Gehalt, war etwas wovon er schon lange trĂ€umte. Seitdem er Obenza verlassen hatte, hatte er im Tempel gearbeitet. Und da hatte Minaddar alles gelernt, was er wissen musste. Sogar seinen Beruf. Trotzdem gab es fĂŒr ihn dort nur Essen, Unterkunft und Kleidung. Er liebte seinen Beruf sehr und er heilte sehr gerne Leute. Aber er konnte nicht sein ganzes Leben im Tempel  verbringen. Er war kein Mönch und schon lange kein Priester. Er war ein Alb, der es aus der Gosse von Obenza bis nach Shohiro geschafft hatte.
Er ertrĂ€umte sich nicht viel und grosste ReichtĂŒmer wollte Minaddar gar nicht anschauffeln. Aber ein kleines Zimmer dass sein eigenes war und einige Taler die er als Nottaler ansparen konnte, dass war sein Traum. Im Gemeinschaftsquartier der Tempeldiener wollte er nicht ewig leben. Dort hatte er jetzt schon viel zu lange gelebt. Minaddar wollte nicht undankbar sein. Was er dort in all den Jahren gelernt hatte, hĂ€tte er woanders ganz schön teuer bezahlen mĂŒssen. Er hatte fĂŒr seine Lehre gearbeitet und geholfen wo er konnte. Jetzt hatte er eine Bewerbung geschrieben und der alte Goblin hatte ihn geantwortet. Es war sogar in der gleichen Stadt. Das freute Minaddar sehr. Er hoffte dass er die Stelle bekam, denn er hatte extra einen Tag freigenommen dafĂŒr. Er hatte seine Privatsachen angezogen, statt die Tempelrobe. Minaddar wollte einen guten Eindruck machen.
Er schaute auf den Zettel wo genau das Haus war. Aber dann sah er schon das Haus mit dem Anschlagbrett. Dort war Pavos Heilstube. Der alte Goblin suchte einen Gehilfen und Minaddar hoffte, dass sich noch nicht so viele beworben hatten. Der Alb betrat die Heilstube und die TĂŒrschelle klingelte. Direkt sah Minaddar den Goblin nicht. Er ging bis nach vorne hin zum Thresen. Dort wartete er auf den Goblin. Rufen wollte er nicht, dass wĂ€re unverschĂ€mt. Die TĂŒrglocke hatte bescheidgesagt dass er da war. Er kramte schon seine Unterlagen raus und schaute sich neugierig in der Heilstube um. Es gefiel ihm gut, hier wĂŒrde er gerne arbeiten.

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Re: Wie die Rose zu den Geistern fand

#39

Beitrag von Pavo » Do 28. Dez 2017, 14:43

Kaum nachdem Jeelen kurz mit dem Neuen vorbeigeschaut hatte, gab es einen Tumult im Hof. Das dies nichts Gutes bedeuten konnte war klar. Pavo hatte nachsehen wollen, aber er erwartete heute einen Bewerber und sollte alles gut gehen, dann musste er die Heilstube nicht mehr alleine fĂŒhren. Er war alt fĂŒr einen Goblin, sehr alt.

Viele alltĂ€glichen Dinge ĂŒber die er sich frĂŒher nicht einmal den Kopf zerbrochen hatten, fielen ihm heute schwer. Da war eine helfende Hand genau dass, was er benötigte. Zwar half ab und an mal der eine oder andere Geist aus, aber es waren keine Heiler, Alchemisten oder KrĂ€uterkundige. Von daher meinten sie es gut, aber eine wahre Hilfe waren sie meist nicht. Oft hatte Pavo danach mehr aufzurĂ€umen und zu suchen, als wenn ihm niemand geholfen hĂ€tte.

Sie meinten es gut, aber er benötigte fachmĂ€nnische Hilfe. Und es wĂ€re auch nur zum Vorteil der Geister, einen weiteren Ansprechpartner in Gesundheitsfragen oder Problemen zu haben. Als der LĂ€rm dann doch etwas heftiger wurde und zig Leute hin und her rannten, verließ Pavo doch seine Heilstube und schaute nach.

Urako stĂŒrmte gerade davon und ließ sich das eine oder andere aushĂ€ndigen, bevor er im wahrsten Sinne des Wortes den Abflug machte. Pavo schaute hinterher und konnte sich nur insoweit seinen Reim darauf machen, dass es wohl einen Notfall gab. Einen mörderischen Notfall, denn Urako hatte sich Handwerkszeug der Gilde aushĂ€ndigen lassen.

Der alte Goblin wollte gerade zu seinem Freund Dave gehen und diesen fragen was los war, als Jeelen aus der Schreibstube marschiert kam, mit einem Gesicht dass BĂ€nde sprach. Pavo schaute dem anderen Goblin kurz hinterher und ging dann lieber in die KĂŒche anstatt in die Schreibstube. Sein Kumpel Dave wurde selten wĂŒtend, aber war er das einmal lief man ihm besser nicht ĂŒber den Weg.

Pavo gönnte sich heimlich eine Tasse Kaffee, den er offiziell gar nicht trank, und setzte sich einen Moment hin. Er wĂŒrde vermutlich schon noch frĂŒh genug erfahren, was hier los gewesen war. Gedankenverloren schĂŒttete er noch etwas Zucker in seinen Kaffee, als er die TĂŒrglocke seiner Heilstube hörte.

Sein Bewerber!

Pavo schnappte sich seine Kaffeetasse und lief eilig zurĂŒck zur Heistube. Da stand er, sein Bewerber. Neugierig schaute sich der Lichtalb in seiner Heilstube um. Es schien ihm zu gefallen was er sah, was Pavo freute. Pavo gesellte sich zu ihm an den Thresen und lĂ€chelte den Alben freundlich an, wĂ€hrend er sich die Unterlagen schnappte und ĂŒberflog.

"Schön dass Du kommen konntest. Ich sage gleich Du, falls es Recht ist. Ich bin Pavo, was bei dem Namen Pavos Heilstube klar sein dĂŒrfte. Du musst Minaddar sein. Du bist ein Lichtalb, wenn ich das richtig sehe oder? Nun Deine Unterlagen sehen gut aus und Du hast sehr lange in einem Tempel gearbeitet. Da haben wir noch eine Gemeinsamkeit außer die Freude an der Heilkunst, ich war frĂŒher Priester des Ainuwar, also auch mir ist das Tempelleben bekannt.

Da ich keine weiteren Bewerber habe, Deine Unterlagen ordentlich sind und Dein Lebenslauf ein klein wenig ungewöhnlich wĂŒrde ich sagen, wir versuchen es miteinander. Wie ich schrieb, suche ich einen Assistenten. Aber laut Deiner Vita dĂŒrfte das fĂŒr Dich kein Problem sein. Ich bin nicht mehr der JĂŒngste, folglich benötige ich UnterstĂŒtzung. Und Minaddar ich benötige jemanden, der Arbeit sieht, sprich jemandem dem ich nicht alles vorschreiben muss. Falls die Tiegel gereinigt werden mĂŒssen, musst Du das sehen, anstatt von mir auf eine Anweisung zu warten.

Ich vermute dass muss ich Dir nicht gesondert erzĂ€hlen, auch im Tempel hat man Arbeit zu sehen und man legt nie die HĂ€nde in den Schoß, aber ich möchte es trotzdem erwĂ€hnt haben. Du kannst Dich gerne hier umschauen, Dir noch einen Moment Gedanken machen, vielleicht ein paar Fragen stellen und dann wĂ€re es schön, wenn Du Dich sofort entscheiden könntest. Bei einem Nein weiß man ja sofort bescheid, bei einem Ja dauert es manchmal was lĂ€nger.

Ach ehe ich es vergesse, freie Kost und Logis ist inbegriffen, wie der ausgeschriebene Lohn. Bei Sonderbehandlungen von speziellen Verletzungen erhĂ€ltst Du einen Bonus. Dieser Bonus bezieht sich darauf, dass nicht jeder seine Verletzungen offen legen möchte. Sprich falls Du jemanden aus einer Messerstecherei zusammenflicken musst, wirst Du darĂŒber nicht die BĂŒttel informieren oder Du musst jemanden einen Armbrustbolzen aus der Schulter schneiden. Ansonsten verlieren diese Kunden das Vertrauen und wir vielleicht mehr als uns lieb ist.

Aber auch das dĂŒrfte Dir bekannt sein, im Tempel ist grundsĂ€tzlich ersteinmal jeder mit jedem Problem willkommen. Da werden auch nicht die BĂŒttel gerufen falls jemand einen Pfeil in der Futt hat",
lachte Pavo.

"Na was sagst Du?",
fragte der alte Goblin.

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Morasa
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Re: Wie die Rose zu den Geistern fand

#40

Beitrag von Morasa » Fr 29. Dez 2017, 01:37

Minaddar

lÀchelte freundlich. Der Goblin schien aufgeregt zu sein. Minaddar war genauso aufgeregt.

"Sag ruhig du. Mein Name ist Minaddar Aavelydh und ich bin ein Lichtalb. Die Heilstube hÀtte genauso den Namen von deinen Vater tragen können Pavo. Priester des Ainuwar? Dem Gott des Todes. Ich lebe, arbeite und diene im Tempel von Ardemia. Ich arbeite dort als KrÀuterkundiger und helfe den dortigen Heilern bei ihre Arbeit. Ich bin kein Priester und kein Mönch.Du kannst sicher verstehen, warum ich den Tempel verlassen möchte.
Das Tempelleben an sich ist nicht schlecht, es ist sogar ein gutes Leben Pavo. Wir haben dort alles was wir brauchen, Essen, Kleidung, ein Heim, aber nichts dort ist wirklich meins. Die Diener und Gehilfen haben keine eigenen Quartiere.
Das ist nicht schlimm, wenn du sonst gar nichts hattest, aber irgendwann im Leben möchtest du deine eigenen vier WĂ€nde und wenn die noch so klein sind. Mit deinen eigenen Bett, in dem nur du schlĂ€fst. Ich will nicht undankbar erscheinen, mir ist klar was der Tempel fĂŒr mich getan hat. Sie haben mir dort ein gutes Leben geschenkt. Aber jetzt möchte ich es allein versuchen, mit dem was ich dort gelernt hab. Ganz allein nun nicht, dass wĂŒrde ich nicht packen. Ich hab keine Ahnung davon wie ich ein GeschĂ€ft fĂŒhren muss.
Aber einen eigenen Job, wo ich Lohn erhalte und sogar Essen und Unterbringung klingt klasse. Arbeit sehe ich selber, da musst du mir nichts sagen. Was wir benutzt haben, wer ich direkt reinigen, genauso halten wir es im Tempel. Und im Tempel halten wir es mit den Verwundeten so wie du, wir stellen keine Fragen, wir helfen ihnen. Daran werde ich mich nicht stören. Wenn einer einen Pfeil im Arsch hat, schneiden wir ihn raus und nĂ€hen seine Wunde. Du fĂŒhrst dein GeschĂ€ft wie du das möchtest, ich bin dein Gehilfe. Ich sage direkt zu, ja zu deinen Angebot. Wann darf ich bei dir anfangen?."

Minaddar hoffte, dass er schnell bei Pavo anfangen konnte. Am meisten freute er sich auf sein erstes eigenes Quartier.

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