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Re: Wie die Rose zu den Geistern fand

Verfasst: Mo 1. Jan 2018, 14:42
von Davard von Hohenfelde
Dave schaute Dimicus mit einer Maske aus eisiger Kälte hinterher.

"Urako und Gasmi nehmt sofort die Verfolgung von dem Neuzugang auf. Zurückbringen, lebendig.
Jede Respepktlosigkeit hat seine Grenzen. Der Rosendämon hat sich damit gegen seine Familie entschieden.
Kein Geist wendet sich gegen seine Familie. Bringt ihn zurück, ruhig bewusstlos und führt ihn mir vor. Zweiter Keller, Ausleseraum. Ich verlasse mich auf Euch beide",
befahl Dave sachlich.

Der Magier drückte beiden kurz und verschloss hinter sich die Schreibstube. Er gab Tsounai und Seddik ein Zeichen ihm zu folgen. Gemeinsam gingen die drei in den zweiten Keller. Tsounai wie auch Seddik bereiteten alles vor, während Dave sich mit einigen Süßigkeiten vollstopfte.

Zucker war Nervennahrung und jene benötigte Dave meist in Unmengen, sobald er seine mentalen Fähigkeiten voll ausnutzte. Allerdings verbrauchte er auch einen Großteil davon, wenn nicht sogar einen weiten Teil darüber hinaus. Also musste er seinen Vorrat an Nervennahrung auffüllen. Nachdem Dave dies hinter sich gebracht hatte, setzte er sich bequem in den großen Ohrensessel und wartete auf Urako und Gasmi.

Sobald die beiden Dimicus zurückgebracht hätten, würde Dave das Gedächtnis des Rosendämons löschen und ihn dort aussetzen lassen, wo man ihn aufgelesen hatte. Damit wäre das Kapitel des Rosendämons dann geschlossen.

Re: Wie die Rose zu den Geistern fand

Verfasst: Mo 1. Jan 2018, 15:47
von Urako
Urako sprang aus seinem gemütlichen Platz vom Sofa auf. Er nahm Gasmi an Ort und Stelle Huckepack und eilte mit ihm im Laufschritt durch die Flure des Geisterhauses. Der Tiefling trug noch alles bei sich, was er für die Verfolgung der Zentauren benötigt hatte: die Armbrust mit den in Betäubungsmittel getunkten Bolzen, das Gegengift und zwei Seile.

»Brauchst du noch was, Gas?«, fragte er keuchend, während er aus dem Versammlungsraum eilte. In diesem Fall würde er rasch noch mit ihm einen Abstecher machen, um die benötigten Utensilien zu holen.

Nachdem beide so weit waren, schwang Urako sich mit Gasmi auf dem Rücken in die Lüfte. Es dauerte eine Weile, ehe sie Dimicus aus der Luft heraus erspäht hatten. Der Mann spazierte scheinbar gemütlich über den Markt, in Wahrheit versorgte er sich durch Beutelschneiderei mit dem Hab und Gut anderer Leute. Der Scharfrichter in Urako urteilte, dass ihm dafür die rechte Hand abgehackt gehörte. Aber das stand momentan nicht zur Debatte. Er kreiste mit Gasmi, um einen günstigen Moment abzuwarten. Er flog so, dass sie den Rosendämon gerade noch sehen konnten und versuchte, sich bestmöglich außerhalb von dessen Blickfeld zu halten, ohne ihn selbst aus den Augen zu verlieren. Wann immer möglich, rastete er während der Observierung auf einem Gebäude, um Energie zu sparen, denn das Fliegen mit einem Passagier auf dem Rücken war für Urako sehr anstrengend.

Dimicus bewegte sich leider stets im Umfeld von zahlreichen Beobachtern. Irgendwann kehrte er in eine Taverne ein. Urako prüfte kurz, ob es eine Hintertür gab, was nicht der Fall war. Er postierte sich so, dass sie alle Fenster und die Tür im Blick hatten.

»Was jetzt, Gas? Reingehen und bitten, mitzukommen? Reingehen, und ihm dezent `nen Bolzen in den Oberschenkel jagen? Oder hier draußen warten, bis er wieder rauskommt? Ich glaub, Morasa hat mich verflucht. Das ist doch kein Zufall, dass kurz nachdem wir den los sind, gleich erneut so einer aufkreuzt. Sogar im Doppelpack! Wobei der andere bisher nicht negativ aufgefallen ist, aber ich hatte auch noch keine Zeit, den auf Herz und Nieren zu prüfen. Das mach ich, wenn wir wieder daheim sind. Mann, wo nimmt Dave die Spacken immer her!«

Re: Wie die Rose zu den Geistern fand

Verfasst: Mo 1. Jan 2018, 18:11
von Gasmi
Kaum das Dave den Befehl ausgesprochen hatte, war Urako auch schon auf den Beinen und schulterte ihn Huckepack. Auf die Frage ob er noch etwas benötigte, schüttelte Gasmi den Kopf. Zeitgleich fiel ihm ein, dass Urako das nicht sah.

"Nein Puschel, ich benötigte nichts. Ich habe immer alles dabei was ich benötige, mein Greifschwanz ist angewachsen. Flieg, wir müssen ihn schnell zurückbringen", antwortete Gasmi grinsend seinem Mann.

Der kleine Düsterling klammerte sich an Urako felsenfest. Erstens damit er besser fliegen konnte und zweitens, weil es ihm Spaß machte und er die Nähe von Urako genoss. Urako verfolgte fachmännisch den Rosendämon. Er flog außerhalb dessen Sichtbereich und landete stets auf den Dächern zwischen. Auch wenn ihr Auftrag sehr ernster Natur war, Gasmi genoss es, gemeinsam mit Urako einen Auftrag zu teilen. Den Flug genoss er sowieso.

Schließlich nach einer kleinen Diebestour, die gar nicht so ganz dem hochtrabenden Verhalten von Dimicus entsprach, sondern ehr der eines kleinen Beutelschneiders, ließ er sich dazu herab in eine bürgerliche Taverne einzukehren. Gasmi kicherte lautlos.

Gemeinsam bezog er mit Urako vor der Tür Stellung. Kein Hinterausgang, nur eine einzige Tür, zuzüglich der Fenster. Sehr gut. Gasmi lockerte seine Muskeln, öffnete und schloss seinen Greifschwanz und küsste Urako felsenfest auf den Mund.

"Die Knalltüte geht auf Haleys Konto Puschel und ich glaube unser Davy hat fürs erste die Schnauze getrichen voll, von besonderen Neuzugängen. Der Alb war umgänglich, ich hoffe das bleibt so. Er wird glaube ich nur in der Heilstube rumhängen. Beschnupper ihn, ohne Morasa vor Augen zu haben.

Wir gehen rein! Hat der Kerl nicht schon genug gelabert Puschel? Wir zeigen dem Dämon aus welchen Holz wir geschnitzt sind! Du sicherst direkt den Ausgang hinter mir Puschel, auf gehts",
zischte der kleine Düsterling so vehement, dass man ihm eindeutig seine dämonische Herkunft ansah.

Gasmi riss die Tür auf und sprintete auf allen vieren in den Raum hinein. Boden, Decke, Seitenwände nutzend als wäre es das normalste von der Welt, schraubte er sich so in die Taverne hinein und bahnte sich seinem Weg zu dem Verräter.

„Scheiße“, fluchte gerade noch einer der Säufer an der Tür und sprang auf, während der kleine Düsterling zeitgleich in der Luft einen Salto vollführte und mit einem Donnern auf dem Tisch von Dimicus aufsetzte.

Gasmi bezog Kampfhaltung wie ein Panther. Dimicus erschrak, wollte eines seine Wurfmesser ziehen und zeitgleich aufstehen, da war der Düsterling auch schon über ihm. Mit einem gekonnten Tritt, wurde Dimicus das Messer aus der Hand getreten. Eine minimale Seitwärtsdrehung und ein gleichzeitiges fallenlassen in die Hocke, schon wurde der Rosendämon wurde von einem echten Dämon ergriffen.

Binnen Sekunden schlang sich der Greifschwanz des Düsterlings um seinen Hals. Eine mehr als effektive Waffe. Ein kurzer Ruck, ein entsprechender Griff und sofort spürte Dimicus einen kreischenden Schmerz, der von seinem Lendenwirbelbereich ausging und seinen gesamten Körper durchschüttelte. Eine Nerven waren paralysiert.

Ohne den Griff seines Greifschwanzes zu lockern, hämmerte Gasmi dem Rosendämon aus der gleichen Bewegung heraus synchron die Daumen mit Wucht hinter die Ohren.

Schlagartig wurde es für Dimicus dunkel.

Die Hände wurden gepackt, auf den Rücken verdreht und mit Fetzen von Gasmis Lendenschurz gefesselt, die sich schmerzhaft in sein Fleisch fraßen. Ein Knebel aus dem gleichen Material wurde ihm in den Rachen gestopft und dort mit einem Fetzen Stoff rund um seinen Kopf gesichert, ebenso wurden ihm die Augen verbunden. Das nicht mehr viel von seinem Lendenschurz übrig war, interessierte Gasmi nicht. Mit dem Rest fesselte er Dimicus die Füße, nachdem er diesem die Schuhe ausgezogen hatte.

Den Fetzen opferte er gerne für seine Familie.

Gasmi durchsuchte Dimicus auf Wertsachen und brachte das erbeutete Geld, sowie die weiteren Habseligkeiten an sich. Damit sprang er kurz auf die Theke, hämmerte einen der Geldbeutel geräuschvoll darauf und schaute dem Wirt ernst in die Augen.

"Für Deine Schulden, die er hier noch offen hat.
Er schuldet meinem Herrn eine Menge Taler, dieser Mann hier!
Wettschulden! Ehrenschulden!
Wenn er gewann, hat er schön kassiert. Wenn er verlor, hat er sich was geliehen.
Als nichts mehr kam, hat er gejammert. Wenn dieser jedem Jammerlappen mit rührseliger Geschichte die Schulden erlassen würde, wäre er bald pleite. Das verstehst Du doch, nicht wahr? Kein unnötiges Wort",
befahl Gasmi mehr als eindringlich.

Der Wirt war nicht nur ein guter Geschäftsmann, er war auch ein kluger Mann. Er wusste wann er lieber den Mund hielt und einfach sein Geld einsteckte. Zumal was scherte ihn dieser Gast, den er noch nie zuvor in seinem Leben gesehen hatte? Gasmi nickte knapp, hakte Dimicus unter und schliff ihn nach draußen zu Urako.

"Hier ist er, Abflug Puschel. Händige ihm Dave aus. Sag ihm, dass Du ihn fertig gemacht hast, dass wir ihn sehr stolz auf Dich machen. Ich habe solange die Tür gesichert und ganz erstaunt zugesehen", bat der kleine Düsterling. Liebevoll strich er einmal über Urakos Haare.

"Schnell jetzt", grinste Gas.

Re: Wie die Rose zu den Geistern fand

Verfasst: Sa 6. Jan 2018, 13:55
von Davard von Hohenfelde
Urako lieferte Dimicus fachmännisch bei Dave ab. Der Magier vertrödelte keine Minuten und löschte die Erinnerungen von Dimicus. Dazu musste der Mann dass Bewusstsein nicht wiedererlangen. Nachdem diese Aufgabe erledigt war, entledigten sich die Geister des Mannes. Er wachte in Syriel in einem Gebüsch mit einem Kater auf. Ein Saufgelage waren seine letzten verschwommenen Erinnerungen.

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Für Urako & Minaddar etc. geht es weiter in:
Link:
http://asamura.de/viewtopic.php?f=55&t=1247