Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt. Die ĂŒberlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der SchlĂŒssel zur Herrschaft ĂŒber Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. WĂ€hrend die Almanen auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die GeheimbĂŒnde der Schatten sehen in der Magie die mĂ€chtigste Waffe und fĂŒr die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Einen Gehilfen fĂŒr den Heiler

Das Geisterhaus
Die Geister waren bis zum Jahr 202 eine erfolgreiche Gilde von Auftragsmördern. Jedoch bot das Leben im Geisterhaus mehr als nur ein gesichertes Einkommen, sondern auch ein zu Hause fĂŒr Verlorene. Wichtigste Aufnahmebedingungen waren absolute LoyalitĂ€t und Verschwiegenheit - sonst endete man rasch selbst auf der Todesliste. Die ehemaligen Geister verdienen ihren Lebensunterhalt heute auf ehrbare Weise als "Fantomes" in Souvagne.
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Davard von Hohenfelde
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Einen Gehilfen fĂŒr den Heiler

#1

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Mo 1. Jan 2018, 15:50

Einen Gehilfen fĂŒr den Heiler

Pavo hatte die Stelle eines Gehilfen ausgeschrieben und der Lichtalb Minaddar hatte sich darauf beworben. In der Diskussionsrunde ĂŒber die neuen Einstellungsstatuten hatte sich Minaddar ebenfalls zu Wort gemeldet. Seine Einstellung war eindeutig pro Familie und contra reiner Firma. Urako seinerseits hatte vorher genau dies geĂ€ußert und sogar noch den Vorschlag unterbreitet, zukĂŒnftig die Bewerber ebenfalls auf ihre charakterliche Eignung zu prĂŒfen. Dem hatte Dave nur zu gerne zugestimmt. Die Vergangenheit wie die jĂŒngste Zukunft hatten gezeigt, dass dies mehr als nötig war.

Die Geister hatten sich innerhalb des Versammlungsraumes zusammengefunden. Dave wartete ab, bis Minaddar mit seinen Fragen geendet hatte.

"Zuerst möchte ich vor versammelter Mannschaft Minaddar in unserer Mitte willkommen heißen.
Minaddar wird ab heute Pavo in seiner Heilstube tatkrĂ€ftig unterstĂŒtzen. FĂŒr kleinere Verletzungen oder Krankheiten kann sich jeder Geist auch an ihn wenden. Pavo wird uns selbstverstĂ€ndlich erhalten bleiben. Das dies noch sehr lange der Fall sein wird, dafĂŒr werde ich sorgen. Jedenfalls sei ihm die helfende Hand gegönnt, willkommen Minaddar und viel Spaß in der Heilstube",
hieß Dave den Lichtalben willkommen.

Nun aufgrund einiger Probleme warf ich vorhin die Frage auf, ob wir weiterhin Zwangsrekrutierte aufnehmen sollten. Ich persönlich legte mein Veto ein. Urako wie auch Pavo hingegen hatten gute GrĂŒnde aufgefĂŒhrt, warum wir genau dies beibehalten sollten. Ferner fĂŒhrte Urako auf, sollten wir zur ÜberprĂŒfung die charakterliche Eignung testen. Dem stimme ich absolut zu. Die Vergangenheit wie die jĂŒngste Zukunft haben gezeigt, dass dies unbedingt nötig ist.

Zwar gebe ich Urako und Pavo Recht, dass ohne Zwangsrekrutierung die wichtisten Leute nicht hier wĂ€ren. Weder mein Mann, noch mein Puschel, noch ich wĂ€ren hier, aber irgendwie schmeckt es mir trotzdem nicht. Dennoch wĂŒrde ich mich der Abstimmung beugen, solltest Du Aino ebenfalls pro Zwangsrekrutierung voten. Vielleicht sehe ich es im Moment auch nur etwas einseitig, aufgrund der letzten Ereignisse. Was natĂŒrlich auch möglich wĂ€re",
rÀumte Dave ein.

"Vielleicht hat jemand eine grundlegende Idee zur Behebung des Problems? Die charakterliche Eignung wĂŒrde ich in die PrĂŒfung aufnehmen. Andere Themen sind natĂŒrlich auch willkommen", fĂŒgte der Magier an.

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Re: Einen Gehilfen fĂŒr den Heiler

#2

Beitrag von Urako » Mi 3. Jan 2018, 17:23

Urako hatte seinen Senf ja schon zum Besten gegeben, also wartete er, was die anderen zu sagen hatten. Nebenbei steckte er dem Neuling einen Brief zu. Beigelegt war eine SĂŒĂŸigkeit, die herausplumste, als Minaddar den Brief entrollte.
Hallo Minaddar,

ich bin Urako und ich bin eifersĂŒchtig. Damit es nicht zu Streit zwischen uns kommt, hier eine Antigrabschliste:

Gasmi
Varmikan
Davard
Pavo

Alle anderen kannst du anbalzen, die sind mir egal. Aber die vier sind Tabu, die sind alle meine und ich teil sie nicht. Jetzt weißt du Bescheid.

Wenn ich nicht gerade eifersĂŒchtig bin, bin ich lieb. Zum Beweis hab ich dir nen Keks beigelegt.

GrĂŒĂŸe
https://s2.imagebanana.com/file/180103/NNdoajCP.png

P.S.: Liebe GrĂŒĂŸe von Aino soll ich dir ausrichten.

P.P.S: Hast du ein Mittel fĂŒr besseren Haarwuchs?
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Re: Einen Gehilfen fĂŒr den Heiler

#3

Beitrag von Minaddar » Mi 3. Jan 2018, 18:30

Minaddar
 
steckte den Keks in die Tasche. Er las den Zettel durch und ging dann zur Heilstube. Dort suchte er die KrĂ€uter raus, die er fĂŒr die Antwort brauchte. Der Lichtalb schrieb auf die RĂŒckseite seine Antwort.
 
"Hallo Urako, danke fĂŒr GrĂŒsse von Aino und den Keks und die Warnung. Ich bin nicht eifersĂŒchtig und weiss einige Mittel fĂŒr Haarwuchs. Fangen wir klein an, weil ich denke du bist nicht krank. Gut fĂŒr Haarwuchs sind KrĂ€uterauszĂŒge damit die Haare angeregt werden zu wachsen. KrĂ€uter- und Pflanzentinkturen können aus frischen wie aus getrockneten Pflanzen hergestellt werden. KrĂ€uterauszĂŒge sind nichts anderes als hochkonzentrierte KrĂ€utertees. Man verwendet fĂŒr die Herstellung eines KrĂ€uterauszugs lediglich weniger Wasser und mehr KrĂ€uter als beim Teekochen. Ein gutes VerhĂ€ltnis ist hierbei etwa drei Teelöffel KrĂ€uter auf ein Becher Wasser. Die KrĂ€uter lĂ€sst du 15min in heissen Wasser ziehen. Danach filterst du sie mit einen Sieb ab. FĂŒr Haarwuchs nutzt du einen KrĂ€uterauszug aus Brennnessel und Rosmarin. Beide Pflanzen enthalten Stoffe, die sich anregend auf das Haarwachstum auswirken.
Hilft dir dass nicht, mĂŒssen wir schauen ob du krank bist. Manche Krankheiten zeigen sich ĂŒber die Haare und NĂ€gel. Die KrĂ€uter lege ich dir dabei."
 
Minaddar faltete die Antwort zusammen und steckte die KrĂ€uter in die Mitte. Er ging zu Urako und steckte ihm mit einen LĂ€cheln die Antwort zu. Dann ging er zurĂŒck in die Heilstube.

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Re: Einen Gehilfen fĂŒr den Heiler

#4

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Di 23. Jan 2018, 18:53

Urako hatte Minaddar einen Brief zugesteckt, woraufhin der Alb kurz verschwunden war und dann seinerseits Urako etwas aushĂ€ndigte, was Dave nicht sehen konnte. Danach verschwand der Lichtalb wieder in Richtung Heilstube. Der Einwand von Urako, Minaddar und Pavo war logisch. Er selbst hatte zwar immer noch ein seltsames GefĂŒhl wegen der Zwangsrekrutierung, da sie bei drei Mitgliedern schief gegangen war, aber all jene Probleme waren aus der Welt geschafft worden.

Dave zeigte der Gruppe kurz seine offenen HandflÀchen, als Zeichen dass er in der Diskussion klein beigab, kurzum sich der Mehrheit anschloss.

"Ich ziehe mein Votum zurĂŒck und schließe mich der Meinung von Urako, Minaddar und Pavo an. Drei Klogriffe gab es in der gesamten Zeit wĂ€hrend die Geister bestanden, dem gegenĂŒber stehen alle anderen Mitglieder die sich als Familie fĂŒhlen. Ferner wurden die drei Fehler beseitigt und fallen der Familie nicht weiter zur Last.

Mein Dank geht in diesem Fall besonders an Urako und Gasmi, die sich der Sache schnell und beherzt angenommen haben. Danke Ihr beiden.

Minaddar hat sich leider Richtung Heilstube verabschiedet, aber ich glaube unserem lichtalbischem Neuzugang schwirrt gerade der Kopf und er ist ein bisschen durcheinander. Nunja dies spielt keine Rolle, er hat sich eindeutig fĂŒr uns und die Familie entschieden und ebenso wie Du Urako und Du Pavo auch fĂŒr diese gesprochen. Also von meiner Seite aus, könnten wir die Besprechung beenden"
, erklÀrte Dave freundlich.

"Nun dann erklĂ€re ich die Versammlung fĂŒr beendet, allerdings sollten wir ruhig noch etwas lĂ€nger gemeinsam hier sitzen bleiben und ein wenig plaudern. Nutzen wir doch den unliebsamen Hintergrund, doch fĂŒr etwas Schönes. Wir haben selten Gelegenheit als ganze Familie zusammen zu sitzen. Wolfi sei so lieb und hole unseren Neuen aus der Heilstube zurĂŒck zu uns.

Falls wer etwas Lustiges zu erzĂ€hlen hat nur raus damit, ebenso sind die neuesten GerĂŒchte interessant oder vielleicht hat ja der eine oder andere noch etwas das ihm auf dem Herzen liegt",
sagte Aino.

Anwolf nickte knapp und begab sich umgehend in die Heilstube. Er tippte den Lichtalben freundlich an und grinste von einem Ohr zum anderen.

"Du sollst zurĂŒck in den Verhandlungraum kommen Minaddar. Keine Panik, die Wogen sind geglĂ€ttet und Dave hat sich Urakos, Pavos und Deiner Meinung angeschlossen. Sie sind gerade zum gemĂŒtlichen Teil der Versammlung ĂŒbergegangen. Und da Du der Neue bist, wĂ€re dass ja eine gute Gelegenheit dass Du die Familie kennenlernst und sie Dich. Deinen ersten Arbeitstag wo Dich Pavo durch die Gegend scheucht, hast Du noch frĂŒh genug. Morgen vermute ich", grinste Wolfi und zog den Alben mit sich.

"Hier sind wir wieder", sagte Wolfi unnötiger weise und machte es sich wieder neben Marcella gemĂŒtlich.

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Re: Einen Gehilfen fĂŒr den Heiler

#5

Beitrag von Urako » So 28. Jan 2018, 13:17

Minaddar guckte freundlich, als er Urako den Zettel samt einer Handvoll KrĂ€utern zusteckte. Also blinzelte auch Urako freundlich zurĂŒck. Er wartete, bis Dave und Aino fertig gesprochen hatten und nickte zustimmend. Wenn man sich gegen die Zwangsrekrutierungen entschieden hĂ€tte, wĂ€re das auch in Ordnung gewesen. Wenn es nach ihm ginge, brĂ€uchten sie ĂŒberhaupt keine NeuzugĂ€nge mehr und konnten so bleiben, wie sie waren.

Er entfaltete das Briefchen, als die Versammlung offiziell fĂŒr beendet erklĂ€rt worden war und las ersteinmal selber. Er lies jedoch Gasmi mit hineingucken, damit er sah, dass nix Geheimes darin war. Anschließend las Urako ihm den Zettel vor.

"Du musst mir die Tinktur dann einmassieren, Hase", erklĂ€rte er. "Das ist wichtig, sonst wirkt das nicht. Aber grĂŒndlich, ja?" Dann wandte er sich an Varmikan. "Der Neue scheint in Ordnung zu sein, auch wenn`s kein Frostalb ist. Aber hey, er ist bis zum Hals angezogen und mag meine Kekse! Der kann so schlecht gar nicht sein."

Kurz darauf kamen Anwolf und Minaddar in die Stube zurĂŒck und Urako verkniff sich weitere Kommentare. Dave schien irgendwie noch immer im formellen Modus zu sein und guckte höchst seriös drein. "Entspann dich, Davy und iss `nen Keks", schnurrte Urako und rĂ€kelte sich gĂ€hnend, um ihn mit seiner Entspannung anzustecken. "Die hab ich gebacken. Die sind gut."
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Re: Einen Gehilfen fĂŒr den Heiler

#6

Beitrag von Gasmi » Mo 29. Jan 2018, 08:03

Gasmi schaute neugierig und verwundert in den Brief, den Minaddar Urako gereicht hatte. Es waren seltsame KrÀuter darin enthalten und eine Botschaft. Den Brief selbst konnte Gasmi nicht lesen, aber die KrÀuter dufteten gut. Urako zeigte Gas die KrÀuter und las ihm den Brief vor.

Der kleine DĂŒsterling strich Puschel liebevoll durch die Haare. Nach seinem Unfall wo ein Großteil seiner Haut verbrannt war, waren seine Haare stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Vermutlich lag das an den Narben, die nun Urakos Kopfhaut zierten. Falls diese KrĂ€uter dabei helfen konnten, dass seine Haare wieder nachwuchsen, half Gasmi Puschel gerne. Und falls nicht, dufteten eben seine Haare gut.

„Ich werde mir die grĂ¶ĂŸte MĂŒhe geben, alles vernĂŒnftig einzumassieren. Deine Haare werden wieder nachwachsen Puschel, mach Dir keine Sorgen. Und falls nicht, ich liebe Dich auch ohne Haare. Die wichtigsten Haare hast Du ja behalten, die an Deinem Puschel.

Der Neue macht wirklich einen guten Eindruck und er scheint freundlich zu sein. Jeder mag Deine Kekse Puschel und nicht jeder kann es sich erlauben so wie ich rumzulaufen. Hat eben nicht jeder so einen schönen Körper“,
grinste Gasmi breit und kĂŒsste seinen Mann.

"Genau Dave nimmt Dir einen von Puschels-Entspannungskeksen, Du kannst ihn nach all dem Ärger gut gebrauchen. Entspann Dich, Puschel hat alles wieder ins Lot gebracht. Eigentlich muss er kein Welpe mehr sein, ich war nur Begleitung und er hat den FlĂŒchtling völlig allein gestellt und abreise fertig verschnĂŒrt. Ich habe lediglich draußen vor der TĂŒr Schmiere gestanden, damit der Kerl nicht abhaut.

Könnten wir das als bestandene PrĂŒfung gelten lassen? Ich meine hey, er hat immerhin die Geister vor Schlimmeren bewahrt, da nochmal eine extra PrĂŒfung abzuhalten, halte ich fĂŒr unangebracht. Mehr beweisen kann sich doch keiner.

Hinzu kommt noch, dass er die ganze Zeit stets fĂŒr die Familie gehandelt hat und auch wieder vorhin fĂŒr die Familie gesprochen hat. Er hat von Anfang an die Tragweite von der Familie verstanden, genauso der neue Alb. Drum finde ich ist es an der Zeit, dass der Puschel seinen Welpenstatus verliert und ein vollwertiges Mitglied in der Familie wird.

Das man sich auf ihn verlassen kann, hat Puschel Dir selbst schon mehrfach bewiesen, gleichgĂŒltig worum es ging. Also was sagst Du dazu Dave? Oder was sagen die anderen?",
fragte Gasmi in die Runde.
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Re: Einen Gehilfen fĂŒr den Heiler

#7

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Mo 29. Jan 2018, 08:27

Dave musterte Puschel einen Moment irritiert, ehe Varmikan ihn kurz knuffte.

„Er hat Recht, Du denkst die ganze Zeit noch dienstlich distanziert. Ich glaube so viel Aufmerksamkeit hat kein Ärgernis verdient, zumal Puschel es behoben hat. Richte Deine Aufmerksamkeit auf schöne Dinge, wie Puschels Kekse“, freute sich Varmikan und nahm sich selbstverstĂ€ndlich sofort einen Keks.

Dave schmunzelte Puschel an, ließ sich bequem im Stuhl herab sinken und nahm sich ebenfalls einen Keks. Dave probierte und nahm sich direkt noch einen Keks, so dass Varmikan verdutzt auf die Kekse starrte.

„Du hast absolut Recht Puschel, entspannen wir uns“, erwiderte Dave mampfend.
„Ich stimme dafĂŒr, Puschel hat eindeutig seinen Wert unter Beweis gestellt. Privat mehr als einmal, aber das zĂ€hlt leider nicht um den Welpenstatus zu verlieren. Allerdings zĂ€hlt dies fĂŒr mich privat. Was er mir bedeutet muss ich wohl nicht erlĂ€utern. Ein Geheimnis ist es jedenfalls nicht.

Was die anderen genannten Punkte angeht, hat Gas Recht. Puschel hat durch sein schnelles Einschreiten die Sache wieder gerade gebogen, also eindeutig dafĂŒr. Zudem schmecken seine Kekse super“,
erklÀrte Dave und nahm sich noch einen.

„Ich bin auch dafĂŒr, sobald ich einen Keks gereicht bekam. Sieht keiner von Euch wie hungrig ich bin? Du weißt ganz genau wie gerne ich Kekse esse, aber auf die Idee mir mal einen zu reichen, kommst Du auch nicht Davy“, schmollte Pavo.

Varmikan schnappte sich einen Keks und reichte ihn grinsend an Pavo weiter.

„Nun da ich einen Keks in HĂ€nden halte, kann ich eindeutig dafĂŒr stimmen“, lachte der alte Goblin und ließ sich ebenfalls den Keks von Urako schmecken.
„Und ich vote ebenfalls dafĂŒr, auch wenn ich keinen Keks bekam. Damit ist es beschlossene Sache, Urako ist kein Welpe mehr“, verkĂŒndete Aino.

„Selbst ist die Frau“, lachte Lydia und nahm sich eine Handvoll Kekse und teilte mit Aino und Jeelen.
„Ich dĂŒrfte gar keine Kekse essen, ich habe den Bockmist verzapft, da mich dieser Typ provozierte“, erklĂ€rte Jeelen und stopfte sich sicherheitshalber seine Kekse schnell in den Mund.

„Kekse schmecken eigentlich nicht ohne Kaffee“, warf Tsounai ein.
„Hindert Dich keiner dran, welchen aufzusetzen“, gĂ€hnte Seddik mĂŒde.

„Ich nehme mir auch einen“, grinste Anwolf und schnappte sich mehrere Kekse. Einen davon reichte er an Marcella weiter, was Dave losprusten ließ vor Lachen.
„Du bist aber spendabel“, lachte der Magier.
„Es geht um Kekse, das ist fast so als ginge es um Geld“, grinste Wolfi.
„Und niemand weiß, ob ihr die Kekse schmecken, sie muss erstmal probieren“, stimmte Varmikan zu.

„Da sich jeder einen Keks nehmen darf, bediene ich mich auch“, erklĂ€rte Baran und nahm sich fĂŒr sich und seinen Mann Ekangar einen Keks. Der große Troll nickte Urako anerkennend zu, wĂ€hrend er sich das GebĂ€ck schmecken ließ.

„Wir sollten uns mal gemeinsam wieder einen gemĂŒtlichen Nachmittag oder Abend machen. Mit was leckerem zu Essen und was gutem zu trinken“, schlug Pavo vor.

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Re: Einen Gehilfen fĂŒr den Heiler

#8

Beitrag von Urako » Mo 29. Jan 2018, 16:17

"Eh, ja-ha-Ă€hm", machte Urako als erstes völlig ĂŒberrumpelt. "So schnell kann sich doch keiner eine Dankesrede aus den Klauen saugen! Oh, Mann, ich fĂŒhle mich geehrt! Etwas ist gut gelaufen, obwohl ich nett war. Mein destruktives Weltbild bröckelt ... ihr habt mich grad voll aus dem Konzept gebracht! Danke, Leute!"

GerĂŒhrt drĂŒckte Urako seinen Mann und dann alle anderen, sogar den Neuen, damit der sich nicht doof vorkommen musste, wenn er als einziger nicht gedrĂŒckt wurde. Gewisse Einzelpersonen wurden natĂŒrlich intensiver gedrĂŒckt als andere, allen voran Gasmi, der am Ende ein zweites Mal gedrĂŒckt und nicht mehr losgelassen wurde. Wer von ihnen beiden war eigentlich auf die Schnapsidee gekommen, nebeneinander zu sitzen? Urako zog Gasmi auf seinen Schoß, um den Missstand zu beheben und war ĂŒberglĂŒcklich.

"Mann, da muss ich ja einen ausgeben! Enzo, du musst mir bei den GetrĂ€nken tragen helfen. Wir machen heut Abend Wintergrillen mit nem Riesenberg Fleisch. Das muss ich vorher noch marinieren, da muss Lydi mir helfen. Oder besser Aino, Lydi muss sich schonen. Ich kenn da ein echt leckeres Rezept mit Torf. Der Grillplatz ist zwar noch nicht fertig, aber egal, wir grillen trotzdem. Und der Neue, Ă€h, der kann mir beim Grillen assistieren, die Zange reichen und so, da kann er schon mal fĂŒr Pavo ĂŒben, wenn der beim Operieren das passende Besteck gereicht bekommen muss."

Urako war ganz aus dem HĂ€uschen und hatte ein rotes Gesicht bekommen.

"Das kam jetzt völlig unerwartet, danke!"

Er drĂŒckte Gasmi von hinten und schmatzte ihm aufs Ohr. "Danke, Hase", sagte er noch einmal nur fĂŒr ihn, da sein DĂŒsterling fĂŒr ihn so frech gemogelt hatte. Er hoffte nur, dass Dave das nicht irgendwann beim Auslesen spitzbekam, dass eigentlich Gasmi die ganze Arbeit gehabt hatte beziehungsweise, dass Urako sich bis dahin genĂŒgend bewĂ€hrt hatte, als dass Dave darĂŒber hinwegsah.

"Was ist denn nun eigentlich anders fĂŒr mich, wenn ich kein Welpe mehr bin?"
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Re: Einen Gehilfen fĂŒr den Heiler

#9

Beitrag von Gasmi » Mo 29. Jan 2018, 16:46

Aino grinste Urako breit an.

"Also dass Du das fragen musst, dass hÀtte ich wirklich nicht gedacht. Aber gut, ich erlÀutere es Dir. Wobei das eigentlich Daves Aufgabe wÀre, aber da er heute mal anstÀndig isst, möchte ich ihn nicht unterbrechen", lachte Aino.
"Wus?", fragte Dave gut gelaunt mit vollem Mund.

"Zuerst das Wichtigste fĂŒr Dich, Du bist nicht mehr an die Weisungen Deines Leitwolfs gebunden. Du erhĂ€ltst einen Auftrag und Du entscheidest wie und wann Du ihn erledigst. Gibt es Vorgaben, hast Du Dich selbstverstĂ€ndlich daran zu halten. Gibt es keine, liegt es nun ganz allein an Dir, wann, wie und womit Du zuschlĂ€gst.

Dann ist da natĂŒrlich die Frage des Geldes. Da Du kein Lehrling, sprich kein Welpe mehr bist, bekommst pro erledigtem Auftrag auch mehr Geld. Und Du bekommst auch wesentlich gefĂ€hrlichere und schwierigere AuftrĂ€ge.

Du kannst ab heute allein arbeiten, aber so wie ich Dich kenne, wirst Du vermutlich trotzdem mit Gasmi zusammenarbeiten wollen. Dagegen spricht auch nichts, aber fĂŒr einen Auftrag gibt es nur einmal eine Bezahlung, die Ihr Euch dann teilen mĂŒsst. Ebenso handhabten es frĂŒher auch öfter Jeelen und Lydia.

Kurzum Du bist kein Pimpf mehr, sondern ab heute vollwertiges Mitglied der Geister Urako, mit allen Rechten und allen Pflichten. Die Grillparty ist eine sehr schöne Idee. Ich helfe gerne bei den Vorbereitungen",
sagte Aino glĂŒcklich.

"Puschel konnte schon immer gefÀhrliche AuftrÀge annehmen, er war ein Henker, vergesst das mal nicht. Er hatte nur keine Ahnung davon wie er einem Opfer auflauern muss, wie er einen Weg hinein und wieder hinaus aus der Gefahrenzone findet. Sowas muss er als Henker nicht wissen, er bekommt seine Opfer ja serviert.

Das Töten ist fĂŒr Puschel kein Problem. Er kann auch Leute sehr schnell und geschickt ausschalten. Ebenso ist er ein sehr guter Foltermeister. Nur von dem ganzen drumherum was einen gemeinen Mörder oder einen Henker von einen Assassinen unterscheidet, dass musste er lernen. Und dass er es gelernt hat, dass hat er eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Sogar sein Anschleichen in der Luft hatte mich beeindruckt. Dass sage ich nicht, weil ich ihn liebe. Das sage ich ehrlich heraus, denn was nĂŒtzt es ihm, wenn ich ihn ĂŒber den Klee lobe und morgen wird er gefasst?

Nein er hat sich erstklassig angeschlichen per Flug, hatte immer im Auge behalten ob ihn wer sieht und hat sich nicht zu weit vorgewagt. Er hat stets das Opfer im Auge behalten, hat Zwischenpausen gemacht um nicht in den Blick von anderen zu geraten, die dann RĂŒckschlĂŒsse gezogen hĂ€tten, wer von dort oben eventuell verfolgt wird. Und als wir das Opfer dann in der Taverne verschwinden sahen, hat Puschel sofort die Gegend erkundet und gesagt, dass es nur einen Ein- und Ausgang gibt, dass wĂ€re unsere Chance. Er bat mich Schmiere zu stehen, damit er sich den Burschen greifen konnte.

Gesagt und getan, kaum dass ich Posten bezogen hatte stĂŒrmte Puschel auch schon in den Laden mit ausgebreiteten Schwingen so dass keiner an ihm vorbei kam. Einige krĂ€ftige Schwinger spĂ€ter kam er schon mit dem ohnmĂ€chtigen Opfer heraus. Puschel hatte in seinem Eifer nur vergessen, dass er nichts zu fesseln dabei hatte. Aber das ist ja kein Problem, ich hatte ja einen alten Lendenschurz um, den ich meinen Mann hilfreich anbot.

Puschel hat damit umgehend das Opfer geknebelt und an HĂ€nden und FĂŒĂŸen gefesselt und schon ging es ab zurĂŒck zum Geisterhaus. Den Rest kennt Ihr ja. Ich war im Grunde nur die Reisebegleitung",
erklÀrte Gasmi und schlang seinen Greifschwanz um Puschels Wedel.
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Re: Einen Gehilfen fĂŒr den Heiler

#10

Beitrag von Minaddar » So 11. Feb 2018, 14:06

Minaddar

folgte Wolfi zurĂŒck in den Verhandlungsraum. Der Junge hatte recht, er konnte frĂŒh genug mit der Arbeit anfangen. Der Vertrag war unterschrieben. Er hatte sogar ein Vorschuss bekommen. Der Tag war gut gelaufen. Er hatte nicht gewusst wo er zu arbeiten anfing. Aber er war es gewöhnt auch Kriminelle zu behandeln. Und als junger Alb war er selber ein Krimineller gewesen. Nicht weil er das gewollt hatte, sondern weil er ĂŒberleben musste. Und im Tempel hatte er gelernt, dass es viele GrĂŒnde gab, warum andere Kriminelle wurden. Die Bewohner im Loch von Obenza konnten keine Arbeit annehmen. Sie waren der Abfall fĂŒr die Gesellschaft. Wenn einer ehrlich bleiben wollte, stellte ihn sowieso keiner ein. Wer sagte woher er kam und ehrlich war, wurde vertrieben oder angegriffen wie die Kanalratten. FĂŒr die Leute die oben wohnten waren sie nichts anders als die die Ratten. Das wusste Minaddar. Nur die Tempel fragten nicht. FĂŒr die BrĂŒder und Schwestern in den Tempeln war ein Leben ein leben. Sie halfen den armen und reichen.
Drum war er Heiler geworden. Aber er konnte nicht ewig im Tempel leben. Er war kein Priester oder Mönch und er wollte keiner werden. Die Geister musste er noch kennenlernen. Aber er hatte gesagt, dass er bei Pavo arbeiten wĂŒrde. Er wusste wie man tötet. Er hatte es schon getan. Und ein Heiler oder ein Heilergehilfe wussten das genauso gut. Aber dafĂŒr war er nicht da. Falls einer von denen verletzt werden sollte, wĂŒrde er ihnen helfen. Und sicher kamen genauso andere Kunden zu Pavo in die Praxis.
Minaddar setzte sich wieder auf sein Platz und lĂ€chelte zur Entschuldigung. Er wollte sich nicht verdrĂŒcken. Der Alb hatte gedacht die Besprechung war fĂŒr ihn zuende. Zum GlĂŒck war der Spion weg. Minaddar dachte immer noch, dass der Spinner ein ein Spion von Finanzamt war. Was fragte der nach den FinanzbĂŒchern, keiner machte sowas. Welcher Auftragsmörder hatte als Hobby Buchhaltung, kein Schwein. Die meisten waren froh,wenn die so einen Kack nicht arbeiten mussten. Minaddar versteckte sein Lachen hinter seiner Hand. Das war gemein gedacht. Wolfi und Dave arbeiteten das und sie waren freundlich zu ihm gewesen. Seine Arbeit war das nicht. Aber fĂŒr die war seine Arbeit sicher genauso nichts. Sie arbeiteten mit Zahlen und Geld und er versorgte Wunden.
Die Geister die er schon kennengelernt hatte waren nett. Einer hatte scon Hilfe fĂŒr seine Haare gebraucht und ihm sogar ein Keks geschenkt. Als sich alle ĂŒber die Kekse hermachten, machte Minaddar schnell das er noch einen abbekam. Die waren lecker.

"Ich hab das falsch verstanden. Entschuldigung, ich dachte fĂŒr mich ist die Besprechung zu eben wo der VerrĂ€ter entlassen wurde. Und weil heute mein erster Arbeitstag war bin ich zurĂŒck zu mein Arbeitsplatz gegangen. Falls jemand in die Praxis kommt. Damit einer da ist und sie empfangen kann."

Alle freuten sich und frassen Kekse als Dave Urako beförderte. Da er den Spion entsorgt hatte, war er kein Lehrling mehr. Gut gemacht, dachte Minaddar. Urako wollte eine Feier schmeissen fĂŒr seine Beförderung. Dem Alb gefiel das.

"Ich helf dir beim Grillen und ich kann Sosse machen fĂŒr das Fleisch. Aus KrĂ€utern kann nicht nur Medizin gemacht werden. Marinade und Sosse und vieles mehr. Wir können Fleisch und GemĂŒse grillen. Gegrillte Kartoffeln sind sehr lecker und genauso gegrilltes Brot mit KĂ€se. Wenn du willst mache ich das fĂŒr dich Urako."

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