Zum Henker und zum Heiler


Das Geisterhaus
Die Geister sind eine erfolgreiche und wohlhabende Gilde von Auftragsmördern. Jedoch bietet das Leben im Geisterhaus mehr als nur ein gesichertes Einkommen, sondern auch ein zu Hause fĂŒr Verlorene. Wichtigste Aufnahmebedingungen sind absolute LoyalitĂ€t und Verschwiegenheit - sonst endet man rasch selbst auf der Todesliste.
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Urako
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Re: Zum Henker und zum Heiler

#71

Beitragvon Urako » Do 20. Jul 2017, 08:48

Urako wollte Gasmi schon wieder hinter sich schieben, doch so war es vielleicht besser. Er drehte sich um, so dass sie nun RĂŒcken an RĂŒcken standen und bereute, dass er sein Richtbeil nicht mitgenommen hatte. Das Ding war zwar schwer und unhandlich, aber besser als nichts. Da fiel ihm ein, dass er ja noch Mos Dolch einstecken hatte. Doch die Rakshaner hatten keine Waffen gezogen, ihnen reichten bei zwei Passanten offenbar die HyĂ€nen. Die riesigen Viecher gaben ein Gemisch aus Jaulen, Winseln und Keckern von sich. Es klang, als wĂŒrden sie Gasmi und Urako auslachen.

"Seid ihr Deserteure? Wieso seid ihr nicht an der Front? Wir brauchen jeden Mann! Und dort ist selbstredend auch Tarkan zu finden, wo er hingehört, wie jeder von uns. Samsun, nimm den DĂŒsterling mit auf deine HyĂ€ne, ich nehm den Tiefling."

Die beiden Reiter ließen ihre HyĂ€nen ablegen, so dass die DĂ€monen hinter sie klettern konnten. Urako guckte eifersĂŒchtig, weil Gas einen fremden Mann von hinten umarmen sollte, aber wagte nicht, zu motzen. Zur Strafe umarmte er seinen eigenen Reiter besonders innig, bis dieser irgendwann meckerte, er solle sich nicht so affig haben, man wĂŒrde weich fallen in der Steppe. Der Ritt war rasant und fĂŒhrte sie wieder nĂ€her ans Gebirge heran, nur in einem anderen Winkel. Die HyĂ€nen und auch ihre Reiter wurden unruhig. Sie kamen an achtlos herumliegenden Toten vorbei, Zwerge, Rakshaner, Tieflinge, Orks und Menschen. Die Rakshaner sahen, so schien es, extra weg, hielten den Blick stur auf den Horizont gerichtet. Auch tote Reittiere lagen herum, HyĂ€nen, Esel und Maultiere vor allem und Zwergenponys. Auch Raktauren lagen da und Urako musste an Distel und Enzo denken.

Die Versorgungstruppen kamen in Sichtweite, die auf HyĂ€nen Waffennachschub lieferten, vor allem Pfeile und Speere und auch frische Krieger und auf dem RĂŒckweg kampfuntaugliche Verletzte in Richtung Cara'Cor brachten. Hier und da fraßen HyĂ€nen, deren Reiter nirgends zu sehen waren, von den Toten, die keine Rakshaner waren. Und Geier, Unmengen von Geier waren ĂŒberall.

Niemand beachtete Gasmi und Urako, denn es gab Tieflinge und DĂŒsterlinge zu Hauf hier. Doch die Reiter wurden lautstark begrĂŒĂŸt. Die Dichte an Leuten wurde immer grĂ¶ĂŸer und irgendwann setzten die Rakshaner Gasmi und Urako bei einem Stapel Kisten ab.

"Wartet hier auf Tarkan, es kann dauern."

Die beiden warteten bis mitten in die Nacht. Trinken und Essen bot ihnen niemand an und auch sonst beachtete sie keiner. Alle waren mit dem Krieg beschĂ€ftigt, damit, sich auf ihren nĂ€chsten Einsatz vorzubereiten oder die gerade ZurĂŒckkehrenden zu empfangen und zu versorgen. Urako schlief dort, wo man sie abgesetzt hatte, wie ein Stein. Der Trubel störte ihn nicht, er war völlig erschöpft von der Reise und der magischen Anstrengung.

Endlich kam Tarkan auf dem Weg zu seinem Zelt an ihnen vorbei, vom Kopf bis zum Zeh in Staub gehĂŒllt, mĂŒde und reizbar. Er sah die beiden, die dort auf ihn warteten, denn an dieser Stelle warteten immer jene, die zu ihm wollten oder mussten. Er wollte sie nicht sehen, er wollte sich nur noch waschen, umziehen und schlafen und dann so schnell wie möglich wieder an die Front. Also sprach er sie gleich an, damit er es hinter sich hatte. Die Leibgarde, die ihn begleitete, wirkte ebenso wenig begeistert, sich noch mit Bittstellern befassen zu mĂŒssen, die Urlaub in der Heimat erbaten oder darum, sich vom Kampf befreien zu lassen wegen irgendwelcher nichtiger Zipperlein.

"Sprecht", raunzte er.
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Re: Zum Henker und zum Heiler

#72

Beitragvon Gasmi » Do 20. Jul 2017, 11:34

Gasmi musterte den Reiter giftig der es wagte Puschel zurecht zu weisen. FĂŒr wen hielt dieser Sklaventreiber sich?

Wenn Puschel Angst hatte zur stĂŒrzen, dann musste er sich festhalten!
Er saß ja nicht jeden Tag auf einem dieser Riesenhunde und wurde durch die Gegend geschleudert.

Der Ritt dauerte einige Zeit und Gasmi schmerzte der Hintern. Er war es nicht gewöhnt auf so einem seltsamen Tier zu sitzen.

Zudem war er klein und die Tiere waren groß, er kam sich vor als ritt er stundenlang im Spagat durch die Gegend. Endlich kamen sie im Lager an. Auf dem Weg dorthin lagen ĂŒberall Leichen, Gasmi schaute kurz rĂŒckversichernd zu Puschel, aber ob sich dieser an dem Anblick störte, oder ob er Angst hatte, dass konnte der DĂŒsterling leider nicht an Puschels Gesichtsausdruck ablesen.

Als Henker war er vermutlich andere Anblicke gewöhnt. Gasmi selbst hatte schon Dinge gesehen, dagegen sahen die Kriegstoten fast noch harmlos aus. Seine verbrannten BrĂŒder, die Opfer von seinem Partner, er hatte einiges gesehen, was er lieber nicht gesehen hĂ€tte.

Im Lager wies man ihnen einen Platz zu, dort sollten sie auf Tarkan warten. Gas ging davon aus, dass der Kerl in der NĂ€he war. Aber er irrte sich, sie hatten bis in die Nacht hinein auf den Burschen zu warten.

Weder ein GetrÀnk noch etwas zu essen wurde ihnen angeboten. So sah sie also aus, die sagenumwogene Gastfreundschaft der Rakshaner.

Puschel hatte es sich indes auf dem Boden bequem gemacht und war eingeschlafen. Gasmi hielt mit grimmiger Miene ĂŒber seinem Freund Wache. Sicherheitshalber setzte er sich dazu auf dessen Kreuz und zog ihm den Dolch aus dem Ledenschurz, so konnte Puschel niemand in den RĂŒcken fallen. Jedenfalls nicht, ohne mit dem Leben dafĂŒr zu bezahlen.

Nach einer Ewigkeit bequemte sich dann endlich Tarkan zu ihnen.
Der Mann sah aus, als hĂ€tte er sich im Staub gewĂ€lzt. Vielleicht war das bei Rakshanern ja so ĂŒblich und war so etwas wie Körperbemalung.

Gasmi störte sich nicht daran. Ihn störte nur der dreiste Ton des Menschen. Aber um den Kerl zu erziehen, dafĂŒr war er nicht hier. Er hatte eine Botschaft von Dave abzuliefern und je schneller er dem nach kam umso schneller war er den staubgepuderten HĂ€uptling der Rakshaner wieder los.

„GrĂŒĂŸe! Wir wurden von Deinem Freund Freiherr Davard von Hohenfelde geschickt.

Er lĂ€sst Dir beste GrĂŒĂŸe ausrichten und ĂŒbersendet Dir diese Botschaft. Laut meiner Information von Dave, handelt es sich dabei um einen wichtigen Plan fĂŒr Dich.

Aus diesen Grund darf ich ihn nur von Hand zu Hand weitergeben. Ein Goblin namens Sancillo ist hierher unterwegs, um Dir bei der Umsetzung des Plans zu helfen. Das ist ein Geschenk von Dave an Dich“,
erklÀrte Gasmi.

Er schnappte sich die Botenrollen von seinem RĂŒcken, in der der Plan verstaut war und drĂŒckte sie Tarkan in die Hand.

„Die Lieferung wurde persönlich abgegeben und somit vollzogen, wir reisen ab“, sagte der kleine DĂŒsterling und rĂŒttelte Puschel wach.

Gas kletterte umgehnend auf Puschels RĂŒcken.
„Schatz flieg los, unser Job ist erledigt“, sagte Gasmi.

Als Tarkan die Botenrolle öffnete, zog er einen großen Plan heraus. Zuerst erschloss sich nicht, was darauf wohl zu sehen sein wĂŒrde, denn er blickte auf die blinde, leere Seite des schweren und kostbaren Papiers.

Der AnfĂŒhrer der Rakshaner drehte den Plan um. Es war ein zweigeteilter Plan, kurzum zwei PlĂ€ne in einem, dazu eine kleine Anmerkung.

„Alles Gute kommt von oben mein Freund, Gruß D".


Plan/PlÀne:

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Re: Zum Henker und zum Heiler

#73

Beitragvon Tarkan » Mo 24. Jul 2017, 09:06

Tarkan nickte zunĂ€chst wohlwollend, als Gasmi ihm offenbarte, dass Dave ihm einen Goblin schickte. Er hatte zwar keine Ahnung, was er mit einem Mechaniker, Ingenieur oder Bilanzbuchhalter sollte, aber es ging um die Geste. Als er jedoch die Rolle öffnete, blieb sogar einem gestandenen Krieger wie ihm die Spucke weg. Davard von Hohenfelde sandte ihm Luftschiffe und der Goblin sollte ihnen die Funktionsweise erklĂ€ren! Er muste sich zusammenreißen, seinen ernsten Auftritt zu wahren. Ganz gelang ihm das nicht, Tarkan war, wie die meisten Rakshaner, ein grottenschlechter Schauspieler und gewohnt zu zeigen, was er fĂŒhlte und zu sagen, was er dachte.

"Wartet noch", sagte er, reichte die Rolle einem Zebra und setzte rasch ein Antwortschreiben auf. "FĂŒr den Absender, persönlich auszuhĂ€ndigen." Er fand, dass der DĂŒsterling und der Tiefling etwas hungrig aussahen und ihnen fehlte auch der Geruch von Kaffee. Offenbar hatten sie das Restaurant nicht als solches wahrgenommen, vor dem man sie abgesetzt hatte. Dabei sah man doch eigentlich deutlich, dass die Ansammlung von Kisten eine Sitzgruppe nachbildete, mit einer großen Kiste als Tisch in der Mitte und kleineren als Sitzgelegenheiten drumherum. Sobald man sich da niederließ, kam jemand und brachte einem Speis und Trank. Aber die beiden hatten davor herumgestanden und so hatte sich auch niemand fĂŒr sie zustĂ€ndig gefĂŒhlt.

"Sand", sprach er daher ein anderes Zebra an, dass den wohl beliebtesten Vornamen in ganz Rakshanistan trug, "bring unseren GĂ€sten bitte eine großzĂŒgige Wegzehrung." Bald brachte er das gewĂŒnschte, zwei riesige Pakete voll SĂŒĂŸgebĂ€ck und Tarkan hatte inzwischen noch weitere Dinge organisiert. Unter anderem zwei krĂ€ftige Raktauren, auf deren RĂŒcken sie bis zu Grenze gebracht werden wĂŒrden und dazu eine ganze Raktaureneskorte.

"Im Namen des Chaos danke ich euch", sprach er und dann verschwand er, um die Neuigkeit mit den anderen Tarrikes zu besprechen.
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Re: Zum Henker und zum Heiler

#74

Beitragvon Gasmi » Mo 24. Jul 2017, 14:44

Gasmi musterte Tarkan erstaunt. Was immer Dave geschrieben hatte, schien den Rakshaner richtig glĂŒcklich zu machen. Seine Miene hellte sich auf, auch wenn man das nur an seinen Augen erkennen konnte.

Auch die fehlende Nahrung war auf einmal kein Problem mehr. Scheinbar löste der Brief oder die Botschaft alle Probleme. Gasmi grinste Puschel an, Gastfreundschaft kannten die Rakshaner also doch.

Tarkan gab ihm einen Brief mit, den er Dave persönlich aushÀndigen sollte. Gasmi nahm die Botschaft entgegen.

"NatĂŒrlich wird die Botschaft persönlich ĂŒbergeben. Ich bin der beste Bote aus unserer Zunft. Unsere Botschaften kommen immer persönlich und sehr gut an. Du hast Dich ja auch gefreut", grinste Gasmi ĂŒber beide Ohren und zwinkerte Urako gut gelaunt zu.

Gasmi nahm die Wegzehrung mit dankbarem Nicken entgegen und schwang sich auf einen der Centauren. Der einzige Ritt auf einem PferderĂŒcken der ihm je gefallen hatte, war auf Distel gewesen. Der kleine Centaur wusste, wie er sich zu bewegen hatte. Gas öffnete den Beutel und fing genĂŒsslich an zu essen.

"Sehr gut!", freute sich der DĂŒsterling.
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Re: Zum Henker und zum Heiler

#75

Beitragvon Urako » Do 27. Jul 2017, 15:42

WĂ€hrend Gasmi beim Reiten sogar speiste, tat Urako von dem Geholper inzwischen alles weh. Seine Beine waren innen wundgescheuert und was andere Körperteile dazu sagten, versuchte er so gut es ging zu ignorieren. Er war dankbar, als die Zentauren endlich eine Rast einlegten, um erstmal Kaffee zu kochen. Urako vertrat sich derweile die Beine. Zu sehen gab es nichts außer Gras bis zum Horizont, egal, wohin er blickte. Seine Laune war ohnehin nicht die Beste, weil er nicht mochte, dass Gasmi auf einem Zentauren ritt, aber er verkniff sich jedwedes Gemecker. Die NĂ€he zum Kriegsgeschehen hatte vieles in ihm aufgewĂŒhlt und er hatte gesehen, wie tote Kameraden betrauert wurden und sein eigenes chronisches Genörgel kam ihm mit einem Mal lĂ€cherlich vor. Er aß etwas im Stehen, ohne dass es ihm schmeckte und auch seinen Kaffee trank er im Stehen.

Die Rast dauerte ewig und nachdem sie eine Weile geritten waren, stand schon wieder die nĂ€chste Pause an, diesmal fĂŒr Tee, was Urako irgendwann zu nerven begann. Er wollte nur noch nach Hause in ihr gemeinsames Nest, weg vom Krieg. Irgendwann hatte er die Schnauze voll vom herumstehen. Ihm tat alles weh und sie kamen wegen der dauernden Pausen nur langsam voran, obwohl die Centauren zwischendurch rasch galoppierten. Das faule Verhalten der Rakshaner hatte wohl auf sie abgefĂ€rbt.

"Gas, wir fliegen den Rest", stöhnte er. "Wir wollten ja eh noch was abholen. Danke fĂŒr den Ritt, Jungs."
"Wollt ihr nicht noch auf einen Kaffee bleiben?", fragte einer der Zentauren bedauernd.
"Nein, danke!" Urako sagte das eine Spur schĂ€rfer als beabsichtigt. "Komm, Gasmi, hĂŒpf hoch."
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Re: Zum Henker und zum Heiler

#76

Beitragvon Gasmi » Fr 28. Jul 2017, 07:25

Gasmi war verwundert, dass das Chaos solche Siege davon getragen hatte, wenn die KĂ€mpfer stĂ€ndig Pause machten. Auf der anderen Seite, waren sie dann natĂŒrlich immer ausgeruht. Gasmi ließ sich seinen Verpflegungsbeutel schmecken. Auch zu dem angebotenen Kaffee und Tee sagte er nicht nein, denn immerhin hatte man sie vorher hungern lassen.

Der Ausritt mit den Centauren zog sich extrem in die LĂ€nge. Puschel schien immer genervter zu sein, was Gasmi verstehen konnte. Zum GlĂŒck verfĂŒgten DĂ€monen ĂŒber eine lange Lebensspanne, lachte Gasmi gedanklich. Sonst wĂ€ren sie nie mehr Zuhause angekommen.

Bei der nĂ€chsten viel zu schnell anstehenden Rast, entschied Puschel, dass sie im Flug weiterreisen wĂŒrden. Gasmi freute sich darĂŒber. Es gab keine bessere Art zu reisen, als im Flug.

"So ist es, wir mĂŒssen noch dringend was abholen", stimmte Gasmi seinem Schatz zu. Sie durften die Diamanten dort nicht verkommen lassen. So ein Geschenk erhielt man nur einmal im Leben, falls man ĂŒberhaupt jemals so ein Geschenk erhielt.

Gasmi sprang Puschel gut gelaunt ins Kreuz und klammerte sich an seinem Schatz fest.

"Flieg los Puschel!", feuerte ihn der kleine DĂŒsterling gut gelaunt an.
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Re: Zum Henker und zum Heiler

#77

Beitragvon Urako » Fr 28. Jul 2017, 09:29

Urako war froh, dass Gasmi jetzt keine Zicken machte. Er war halt einfach der beste Mann der Welt! Es tat gut, ihn wieder auf dem RĂŒcken zu spĂŒren und Urako hielt sich nicht lĂ€nger mit der Verabschiedung auf. Sie flogen zu der Stelle, wo Gasmi die Diamanten versteckt hatte und danach hielt Urako auf dem kĂŒrzesten Weg in die neue Heimat zu. Unterwegs legten sie noch die eine oder andere Rast ein und schliefen ein paar Stunden, ehe sie endlich wieder die vertrauten Felder, Straßen und HausdĂ€cher, GĂ€rten und Gassen unter sich sahen.

Geschafft, aber glĂŒcklich landete Urako genau vor dem Geisterhaus. Es war noch vor der MorgendĂ€mmerung, das Pflaster glĂ€nzte feucht vom Tau und vom Fluss kroch Nebel durch die Straßen. Am Horizont dĂ€mmerte es grau.

"Willkommen zu Hause."

Urako ließ Gasmi von sich herunterrutschen und kĂŒsste ihn liebevoll. Seine Lippen und Wangen waren ganz kalt vom Flugwind. Er nahm seine Hand und spazierte mit ihm hĂ€ndchenhaltend zum Eingang.

"PARTYYYYYY", brĂŒllte er die TĂŒr an, dass die Öllampe wackelte, damit man ihnen öffnete und sie gebĂŒhrend begrĂŒĂŸte.
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Re: Zum Henker und zum Heiler

#78

Beitragvon Morasa » Fr 28. Jul 2017, 11:16

Marcella

öffnete die TĂŒr als sie hörte wie jemand Party schrie, dass der ganze Hauseingang wackelte. Unsicher spĂ€hte sie hinaus. Sie blieb aber in der TĂŒr stehen.

"Was soll denn das und was wollen Sie?."

Marcella wusste nicht wie sie sich verhalten sollte. Sie schloss die TĂŒr wieder und holte schnell Fedor. Sie zog den Hund vorsichtig am Halsband mit.

"Komm. Braver Fedor, du musst gucken wer da vor der TĂŒr steht und rumschreit. Sonst passt du auch immer gut auf. Hast du den Schreihals ĂŒberhört? Wenn er ins Haus will, versperr ihm den Weg. Ich frage den Meister. Halt schön Wache an der TĂŒr Fedor."

Marcella stellte Fedor vor die TĂŒr und hoffte der Hund wĂŒrde aufpassen. Dann lief sie schnell zu Dave in die Schreibstube.

"Meister, vor der TĂŒr stehen zwei MĂ€nner und machen Radau. Können sie bitte mal kommen? Ich hab ausversehen die TĂŒr aufgemacht, als einer von den beiden Party schrie. Aber ich hab die TĂŒr schnell wieder zu gemacht und Fedor geholt. Ich hoffe er hĂ€lt Wache und lĂ€sst sie nicht hinein. Die MĂ€nner waren unheimlich, drum hab ich die TĂŒr schnell wieder zugemacht. Kommen sie bitte mit Meister?."

Marcella wartete auf Dave. Allein wollte sie nicht wieder zur TĂŒr gehen. Beide MĂ€nner sahen sehr gefĂ€hrlich aus.
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Re: Zum Henker und zum Heiler

#79

Beitragvon Davard von Hohenfelde » Fr 28. Jul 2017, 14:15

Dave musterte Marcella unglĂ€ubig und musste sich nach ihrem Bericht das Lachen verkneifen. Varmikan schĂŒttelte breit grinsend den Kopf ĂŒber die Kleine.

"Warum hast Du die TĂŒr dann ĂŒberhaupt erst geöffnet?", grinste Dave.
"Weil sie nicht wusste wer davor steht", hielt Varmikan dagegen.

"Ein Grund mehr die TĂŒr geschlossen zu lassen und einen von uns zu holen", gab Dave zu bedenken.
"Was sie hiermit getan hat Sternchen", grinste Varmikan.

"Auch wahr. Ich komme mit und schaue mir die beiden an. Eigentlich schlĂ€gt Fedor sofort an, sobald Fremde vor dem Haus stehen. Es könnte also durchaus möglich sein, dass die beiden entweder zu unserer Hausgemeinschaft gehören, oder zu mir. Folge mir Marcella", antwortete Dave und ging mit seiner Novizin zur TĂŒr.

Fedor stand davor und bewachte die TĂŒr eisern, auch wenn er nicht verstand warum er das tun sollte. Dave kraulte seinem grauen Riesen den Kopf und zog ihn von der TĂŒr weg um sie zu öffnen.

Dave musterte Gasmi und Urako grinsend.

"Das sind Gasmi und Urako und sie gehören zu unserer Hausgemeinschaft Marcella. Die beiden wohnen ebenfalls hier. Du musst keine Angst vor ihnen haben. Und was macht Ihr beiden fĂŒr einen LĂ€rm? Ihr habt Marcella erschreckt.

Nun wie dem auch sei, Marcella - Urako und Gasmi.
Gasmi und Urako - Marcella, meine Novizin.

Damit wurdet Ihr offiziell einander vorgestellt. Kommt rein",
sagte Dave und gab die TĂŒr frei.

"Wurde die Botschaft zugestellt? Hat Tarkan etwas dazu gesagt?", hakte Dave nach und schob Marcella vor sich her, Richtung Schreibstube. Wie ĂŒblich ging der Magier davon aus, dass Gasmi und Urako ihm folgen wĂŒrden um Bericht zu erstatten.
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Re: Zum Henker und zum Heiler

#80

Beitragvon Gasmi » Sa 29. Jul 2017, 20:43

Gasmi kĂŒsste Puschel auf den Nacken, bevor er von dessen RĂŒcken sprang.

"Ja endlich wieder Zuhause Schatz", freute sich der kleine DĂŒsterling und schmiegte sich an Puschel, der seine gute Laune direkt herausbrĂŒllen musste, was Gasmi breit grinsen ließ.

Gas staunte nicht schlecht, als ein junges Menschen-MĂ€dchen die TĂŒr öffnete. Sie schien recht erschrocken zu sein und fragte was "das" sollte und sie wollen wĂŒrden. Mit "das" meinte sie vermutlich Puschels gute Laune und seinen Ausruf.

Gasmi legte einen Arm um die HĂŒfte von seinem Schatz und machte gerade den Mund auf, um dem jungen MĂ€dchen zu antworten, da schlug sie die TĂŒr auch schon wieder zu.

Etwas irritiert kratzte er sich mit seinem Greifschwanz am Kopf.
Sowas hatte er auch noch nicht erlebt.

"Was war das Puschel?", fragte Gasmi verwirrt und drĂŒckte seinen MĂŒtze mit den Diamanten fest an die Brust.

Hinter der TĂŒr hörte Gasmi nach einiger Zeit, wie das MĂ€dchen kurz mit Fedor sprach und wieder verschwand. Scheinbar sollte Fedor die TĂŒr bewachen. Einen weiteren langen Augenblick spĂ€ter wurde die TĂŒr von Dave geöffnet.

Der Magier grinste von einem Ohr zum anderen. Dann stellte er sie beide dem MĂ€dchen vor, dass sich hinter Dave versteckt hielt. Marcella hieß das KĂŒken und war Daves Novizin.

"Hallo Marcella, ich bin Gasmi und das ist mein Mann Urako, genannt Puschel", stellte Gasmi sie noch einmal selbst vor.

Der kleine DĂŒsterling folgte Dave und zog Puschel mit sich. Insgeheim betete er zu allen ihm bekannten Göttern, dass Puschel die Kleine nicht auseinander nehmen wĂŒrde, nur weil sie Angst vor ihnen gehabt hatte.

Schließlich war sie nur ein kleines MĂ€dchen, dass zwei DĂ€monen vor der TĂŒr vorgefunden hatte. Einer davon gut einen Kopf grĂ¶ĂŸer und mit FlĂŒgeln und Hörnern und einer wundervollen Farbe und dann war Gas selbst auch noch dabei gewesen. Vor DĂŒsterlingen fĂŒrchteten sich auch einige Menschen.

"Du hast keine Ahnung was wir durchstehen mussten Dave!
Puschel ist geflogen wie ein Weltmeister, dann fast man Ziel angekommen, haben uns Rakshaner abgefangen. Wir mussten auf HyÀnen reiten. Das war sehr anstrengend. Wir waren danach völlig wund im Schritt.

Ich habe erklĂ€rt, dass wir eine persönliche Botschaft fĂŒr Tarkan haben. Sie haben uns ins Lager gebracht, wo man Tarkan vermutete. Dort sollten wir an so einer bestimmen Stelle warten.

Frag nicht warum.

Ich sage Dir eins, die bekannte Gastfreundschaft der Rakshaner, sie existiert nicht! Wir haben da Stunden gewartet! Die haben uns da stehen lassen, wie Falschgeld!

Kein Kaffee, kein Wasser und kein Essen!
So gehen die mit GĂ€sten um!

Bestimmt nur weil wir DĂ€monen waren. Mit Tieflingen und DĂŒsterlingen kann man es ja machen.

Puschel ist vor EntkrĂ€ftung sogar zusammengebrochen und eingeschlafen. Ich habe mich auf ihn gesetzt und Wache gehalten. Wer weiß, da krauchen so viele Ghule rum, nicht dass einer von denen versehentlich noch Puschel verspeist hĂ€tte. Ich hĂ€tte jeden sofort in den Abgrund geschickt, der es gewagt hĂ€tte Puschel anzutasten.

Kurz vor Mitternacht kam dann Tarkan bei uns an.
Verdreckt von oben bis unten!

Der wusste doch, dass er GÀste hat! Der Mann sah aus, als ob er sich im Staub gewÀlzt hÀtte. Hatte er sicher auch. Sonst sieht man so nicht aus. Das hat er sicher getan um uns zu zeigen, wie unwichtig wie ihm sind.

Wir mussten nicht nur hungern und dursten, wir wurden auch noch mit Staub beleidigt.

Er war zu Anfang auch ziemlich unfreundlich zu uns. So als ob er uns gar nicht sprechen wollte. Da bin ich auch ganz sachlich und dienstlich geblieben. Dabei hatte ich solchen Hunger, aber ich habe nichts gesagt. Da stehe ich drĂŒber.

Ganz professionell haben wir Deine Botschaft ĂŒbergeben, Puschel und ich.

Tarkan hat sie in Empfang genommen. Da wollte wir auch schon los. Bloß keine Minute lĂ€nger bei denen bleiben. Wir wollten sofort nach Hause.

Als Tarkan Deine Botschaft aufgerollt hat und sie gelesen hat, hat er richtig Stielaugen bekommen.

Dem sind fast die Augen aus dem Kopf gefallen.
Auf einmal war er total freundlich.

Er hat uns Vorratsbeutel bringen lassen und uns wurden Centauren gegeben, die uns aus Rakshanistan herausbringen sollten.

Er hat Dir auch eine Antwort geschrieben. Er hat sich gefreut wie ein Honigkuchenpferd. Tarkan hat versucht es zu vertuschen. Das wÀre ihm vielleicht gelungen, aber an seinen Augenwinkeln habe ich gesehen, dass er die ganze Zeit gegrinst hat.

Der war schlagartig gut drauf. Was immer Du ihm geschrieben hast, hat ihm das Grinsen geradezu ins Gesicht geklebt. Er hat sich also sehr gefreut. Hier ist seine Botschaft, sprich seine Antwort",
erstattete Gasmi Bericht und hÀndigte Dave Tarkans Antwort aus.
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