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 Betreff des Beitrags: Re: Zum Henker und zum Heiler
BeitragVerfasst: Do 10. Aug 2017, 07:30 
Freiherr
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Volk: Naridische Almanen
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Dave schüttelte grinsend den Kopf, während Varmikan Marcella einen Kaffee hinstellte und sich selbst nachschenkte.

"Die Erklärung bleibt besser unter uns Marci, denn ansonsten hättest Du tatsächlich allen Grund Dich vor Seddik zu fürchten. Und solche Informationen behältst Du in der Öffentlichkeit bitte ebenfalls für Dich. Du kannst sie Varmi, Wolfi und mir im Vertrauen sagen - was Du hiermit getan hast, aber ansonsten verkneif Dir solche Kommentare.

Du kannst uns sowas übermitteln, dann hast Du keine Konsequenzen zu befürchten. So halten wir es meist. Man redet höflich mit einer Person und mit Deines Gleichen redest Du mental über die Person.

Dort kannst Du Dich frei auslassen, denn es bekommt niemand mit. Selbstverständlich solltest Du dann bitte soviel Selbstbeherrschung haben und nicht ständig grinsen oder lachen. Weil sonst fällt das dem Dümmsten auf, dass wir hinter seinem Rücken über ihn herziehen.

Oh und ehe ich es vergesse, das Stichwort für Lästern oder über jemanden herziehen ist Lageerörterung. Sagt Dir Wolfi er möchte mit Dir die Lage erörtern, dann meint er damit, er möchte über irgendwen ablästern.

Da wir nicht "lästern" erörtern wir die Lage, Du verstehst schon. Klingt wesentlich vornehmer, ist aber genau das Gleiche",
schmunzelte Dave und ließ sich seinen Kaffee schmecken.

"Oh dabei fällt mir ein, wie sieht denn Varmikan für Dich aus? Da Seddik schon aussieht wie eine weiße Made...", grinste Dave über beide Ohren.

"Ich sehe sehr gut aus, ich bin kein Ork und ich habe keine Rillen", lachte Varmi.
"Rillen nicht, Röllchen schon...", gibbelte Dave.

"Und? Da stehst Du doch drauf, Du Hungerhaken", gab Varmi mit einem Zwinkern zurück.
"Absolut, wo Du Recht hast, hast Du Recht", stimmte Dave Varmikan zu, legte ihm einen Arm um die Hüfte und küsste seinen Schatz.

"Ich Dich auch Davy. Wann wollen wir umziehen? Ich meine wir könnten doch jeden Abend etwas nach drüben tragen. Dann ist es nicht soviel Arbeit auf einmal, aber wir werden trotzdem schnell fertig", schlug Varmi vor.
"Was möchtest Du denn tragen? Servietten? Vermutlich die Verantwortung oder? Das Einzige was wir in unser neues Haus tragen werden, sind unsere persönlichen Dinge wie die Bücher, Deine Deko und so weiter. Den Rest, sprich die Möbel werden wir beim Ausstatter neu kaufen und uns liefern lassen. Wir ziehen ein, sobald alles steht. Ich kümmere mich nachher drum. Falls Du Lust hast, kannst Du mit in die Stadt kommen. Ihr beiden auch, wenn Ihr möchtet", bot Dave an.

`Sobald alles steht?´, übermittelte Varmi grinsend.
`An Möbel, fürs andere können wir so jederzeit nach drüben gehen. Wann immer Du magst´, antwortete Dave auf gleichem Weg.

`Wie hast Du die Nachbarn überzeugt uns das Haus zu verkaufen?´, fragte Varmi und kraulte Dave den Rücken.
`Wie wohl´, schmunzelte Dave und widmete sich wieder seiner Arbeit.

`Und das Haus gegenüber des Seiteneingangs? Wie hast Du die Nachbarn überzeugt?´, grinste Varmikan und schlürfte seinen Kaffee.
`Bevor ich mit der Überzeugungsarbeit begann, habe ich mich bei Ansgar bezüglich der Häuser und des Grundstücks erkundigt. Das Haus gegenüber des Seiteneingangs stand zum Verkauf. Folglich habe ich dort niemanden überzeugen müssen, ich habe es erworben. Nicht dass direkt daneben, sondern ein Haus weiter steht auch zum Verkauf. Und das riesige Anwesen gegenüber von unserem Geisterhaus.

Da ist den eigentlichen Besitzern finanziell die Puste ausgegangen. Momentan steht es leer, ist versiegelt und ist ebenfalls zu erwerben. Ich hatte überlegt ob ich die beiden anderen Häuser auch erwerben soll. Einerseits wäre dann rechter Hand vom Bach kommend alles unsere Ecke. Bis auf ein kleines mittleres Haus.

Auf der anderen Seite habe ich mich gefragt, was ich mit dem riesigen Kasten soll. Ein eigenes Haus ist angenehm, aber eine gewisse Größe darf es nicht überschreiten. Ich mag es lieber etwas kleiner und gemütlicher. Ab einer gewissen Größe ist ein Haus nicht mehr wohnlich und warm, sondern kalt und abweisend. Es erinnert mich an alte Zeiten und dafür kaufe ich kein Haus.

Ich habe die beiden anderen erworben um neue Zeiten einzuläuten. Das nebenan ist unser eigenes Zuhause Varmi, drum soll es gemütlich werden. Und wo wir schon beim Thema sind, von mir aus dekoriere bis Dir schlecht wird. Nur lass etwas Platz damit ich irgendwo was ablegen kann und die Hunde sich bewegen können´,
antwortete Dave.
`Nun vertraue mir einfach Sternchen, ich werde nach besten Wissen und Gewissen gemeinsam mit Puschel uns Nest dekorieren´, freute sich Varmi.

"Was ist nun? Gehen wir nachher gemeinsam in die Stadt oder nicht?", hakte Dave gut gelaunt nach.
"Ja sicher machen wir das", gab Varmikan zurück.

"Wir sind auch dabei", grinste Wolfi.
"Perfekt", schmunzelte Dave.
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 Betreff des Beitrags: Re: Zum Henker und zum Heiler
BeitragVerfasst: Sa 12. Aug 2017, 08:08 
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Marcella
 
lächelte ihren Meister freundlich an.
 
„Dann werde ich von nun an die Lage sondieren Meister. Ich nehme mir deine Worte zu Herzen und werde zukünftig besser aufpassen was sich sage. Und genauso zu wem. Ich wollte nicht frech sein, aber der Ork sieht wirklich komisch aus oder sieht du das anders Dave? Ich meine er ist hässlich und bleich, damit will ich dich nicht beleidigen Varmikan. Aber warum hat er diese komischen Rillen? Sind das Narben?  Hat er der Ork sie sich selber ins Fleisch geschnitten oder hatte er einen schrecklichen Unfall? Ich konnte gar nicht hingucken. Das war widerwärtig und so als ob ich die Schmerzen der Rillen spüre.
Danke für die Warnung Meister, aber mal echt jetzt, dass hätte ich doch nicht dem Ork gesagt, ich bin ja nicht lebensmüde. Ich hatte schon genug zu kämpfen, so mit dem Widerling zu sprechen. Ich habe das euch hier unter der Hand gesagt. Weil wir doch ein Team sind und zusammenarbeiten. Aber ich schwatze zuviel und sollte mehr arbeiten. Ich wollte nur mein Verhalten erklären Dave.“
 
Als Dave Varmikan neckte musste Marcella aufpassen nicht zu lachen. Der Meister war ganz schön frech  seinen Mann zu sagen, dass er Speckröllchen hatte. Aber es stimmte. Varmikan war nicht trainiert und ohne jeden Muskel. Der Frostalb hatte Speckröllchen und war schwabbelig am Bauch. Trotzdem mochte Marcella ihn gerne. Er war lieb.
Das Dave sie mit in die Stadt nehmen wollte, freute Marcella. Sie beschloss sich dort einen Krapfen zu kaufen und noch etwas Süssigkeiten für den Abend. Eine Zimmerpflanze wollte sie sich auch kaufen.
 
„Und du? Hast du Röllchen?.“
 
Marcella lächelte Wolfi frech an und schrieb schnell weiter.
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 Betreff des Beitrags: Re: Zum Henker und zum Heiler
BeitragVerfasst: Sa 12. Aug 2017, 18:02 
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Wolfi hielt im Schreiben inne und musterte Marcella.

"Ja klar und was für eins Marci. Vielleicht zeige ich es Dir irgendwann mal", grinste Anwolf breit und schrieb mit Unschuldsblick weiter, was Dave und Varmikan losprusten ließ vor Lachen.

"Das sind Ziernarben die Seddik auf der Haut trägt, demzufolge wird er sie sich selbst in die Haut geritzt haben", erklärte Dave schmunzelnd.
"Nur wie Zierde sehen die Narben nicht aus, da muss ich Marci Recht geben", lachte Varmi.

"Hätte er sich Blümchen in die Pelle schneiden sollen oder Duftkerzen?", lachte Dave, was auch Wolfi loswiehern ließ.
"Du meinst florale Muster? Ich glaube das würde Seddik sogar stehen. Jedenfalls würde ihn dann niemand mehr für einen Mö... Möbelrücker halten", grinste Varmi entwaffnend.

"Warst Du früher beim Frostalbischen Geheimdienst?", hakte Dave nach.
"Wieso?", fragte Varmi baff.

"Hups?", warf Dave ein.
"Weil man Dich verbannt hat - drum!", antwortete Wolfi lachend.
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 Betreff des Beitrags: Re: Zum Henker und zum Heiler
BeitragVerfasst: Mo 14. Aug 2017, 10:26 
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Marcella

lief rot an bei der frechen Antwort von Wolfi. Aber sie hatte angefangen, dann musste sie da durch. Zudem war es nur Spass und sie war froh, dass sie alle miteinander schwatzen und scherzen konnten.

„Die Antwort hab ich verdient Wolfi. Ich hab angefangen. Wobei das mit den Röllchen hat Dave angefangen. War der Ork betrunken als er sich die Narben in die Haut geschnitten hat? Die sehen nicht nach Zierde aus. Sie sehen wie grauenvolle Wunden aus. Varmikan hat Recht, der Ork ist hässlich. Wer kommt denn auf die Idee sich durch Narben zu verschönern? Die Leute sind froh, wenn sie keine Narben haben.“

Marcella versteckte ihr Grinsen hinter ihre Haare. Als sie sich den Ork mit Blumenmuster auf der Haut vorstellte, musste Marcella lachen. Er würde aussehen wie ein alter Küchenvorhang.

Wenn wir nachher in die Stadt gehen Dave, essen wir vorher hier mittag oder in der Stadt? Haben die hier in der Stadt einen Viehmarkt? Ich möchte mir gerne eine Reitziege kaufen. Wenn ich für dich was einholen muss, bin ich so viel schneller. Und ich kann mir die Ziege schon leisten. Darf ich meine Ziege mit zu deinen Pferden in den Stall stellen?.“

Marcella legte die Rechnungen ordentlich zusammen und legte sie Wolfi hin.
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 Betreff des Beitrags: Re: Zum Henker und zum Heiler
BeitragVerfasst: Mo 14. Aug 2017, 13:51 
Freiherr
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Volk: Naridische Almanen
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Dave nickte zustimmend.

"Ja das war ich, ich habe mit dem Röllchen-Thema angefangen", grinste Dave.

"Sicher darfst Du Deine Ziege bei meinen Pferde unterstellen. Einige stellen soweit ich weiß sogar bewusst Ziegen mit in den Stall, damit ihr Pferd nicht so einsam ist. Mache Dir darüber keine Gedanken. Ansonsten hätte ich Dir allerdings auch eines meiner Pferde geliehen, sollte ich Dich soweit fort etwas einzukaufen, dass Du es zu Fuß nicht erreichen kannst", stimmte Dave zu.

Der Magier klappte das Kassenbuch zu und schloss es in den Tresor ein.

"Guter Vorschlag, lasst uns in der Stadt was essen gehen. Ich wäre für Braten oder Salat und Fleisch", schlug Dave vor und kramte seine Sachen zusammen.

"Was ist denn nun los?", lachte Varmikan.
"Von dem ganzen Gerede über Essen habe ich Hunger bekommen. Aufbruch, kommt", schmunzelte Dave.

"Da lassen wir uns nicht zweimal sagen", grinste Varmi und verstaute sofort seine Sachen in seiner Tasche. Wolfi tat es ihm gleich.

Dave verließ die Schreibstube und Wolfi schloss hinter ihnen ab.

"Marcella Du reitest mit mir mit oder möchtest Du ein eigenes Pferd?", fragte Dave freundlich.
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 Betreff des Beitrags: Re: Zum Henker und zum Heiler
BeitragVerfasst: Di 15. Aug 2017, 14:17 
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Marcella

lief hinter ihren Meister her.

"Ich reite mit dir mit Dave. Das ist mir lieber, da ich die Pferde noch nicht kenne. Danke dass ich mein Tier bei dir mit im Stall unterstellen darf. Braten klingt sehr lecker. Wir haben Zuhause nicht jeden Tag Fleisch gegessen. Hier esse ich schon zwei Tage hintereinander Fleisch.
Da habe ich was zu erzählen, wenn ich Zuhause zu Besuch bin. Wenn du magst kannst du mich mal zu unseren Hof begleiten. Unser Hof ist klein aber sauber. Alles ist ordentlich.
Und ich kann dir Kalthorst zeigen und den alten Bäcker. Dann weisst du, wo ich vorher gearbeitet habe. Varmikan und Wolfi können mitkommen. Es gibt dann Gänseeier zu essen. Einige davon legt meine Mutter ein. Soleier werden eingelegte Eier genannt. Die sind sehr lecker."

Marcella war neugierig auf die Pferde.
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 Betreff des Beitrags: Re: Zum Henker und zum Heiler
BeitragVerfasst: Fr 18. Aug 2017, 10:58 
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Dave führte Marcella und seine Begleiter nach draußen. Er schwang sich auf Rulrot und zog seine Schülerin hinter sich auf das Pferd. Während dessen wartete er ab, bis Varmikan und Wolfi ebenfalls aufgestiegen waren.

Im gemütlichen Tempo ritten sie gemeinsam Richtung Innenstadt.

"Nicht dafür Marcella, wie viel kostet die Reitziege denn? Selbstverständlich können wir den Hof Deiner Eltern einmal gemeinsam besuchen. Ich wüsste nichts, was dagegen sprechen sollte.

Im Gegenteil, vielleicht möchten Deine Eltern mich als Deinen Meister einmal persönlich kennenlernen. Immerhin wurdest Du mir blind anvertraut, da ist ein Anstandsbesuch doch dass Mindeste.

Ich habe nicht angezweifelt, dass Euer Hof ordentlich und sauber ist. Und selbst wenn dem nicht so sein sollte, auf einem Hof wird gearbeitet und dabei fällt Schmutz an. Niemand kann etwas anpflanzen, ohne dabei mit den Händen in der Erde zu wühlen.

Selbst unsereins ist bewusst woher die Nahrung kommt Marcella, selbst wenn einige scheuen es zuzugeben.

Soleier habe ich schon gegessen, die schmecken wirklich sehr gut. Allerdings waren das keine Gänseeier, sondern Hühner- und Wachteleier. Die helfen einem auch am Morgen danach. Kurzum, solltest Du zu tief ins Glas geschaut haben und Du fühlst Dich wie frisch gerädert, iss einige davon. Sie helfen tatsächlich und im Gegensatz zu anderen Hausmitteln schmecken sie noch.

Wir essen meist worauf wir Appetit haben Marcella. Außer an den Tagen wo Lydia kocht. Dann essen wir alle aus Sicherheits- und Gesundheitsgründen dass was unsere Zwergenfreundin auf den Tisch stellt.

Und gleichgültig was es ist, wir loben sie dafür, auch wenn ihre Speisen mitunter sagen wir mal sehr gewöhnungsbedürftig im Geschmack sind. Aber sie bemüht sich, hat Spaß daran und stellt sich für uns in die Küche. Drum verlieren wir keinen Ton darüber.

Müsste ich selbst kochen, würde es entweder keiner Essen oder ich würde für die Leistung öffentlich gesteinigt. Da Du zu mir gehörst, wirst Du Dich an den Umstand auch noch gewöhnen. Aber schön, dass es Dich erfreut.

Wir gehen zuerst essen und widmen uns dann dem Kauf Deiner Ziege. Erstens sind wir dann satt und haben es nicht eilig und zweitens können wir so mit dem Tier direkt den Heimweg antreten.

Falls Du aus der Stadt noch etwas anderes benötigst Marcella , sag Bescheid",
erklärte Dave.
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 Betreff des Beitrags: Re: Zum Henker und zum Heiler
BeitragVerfasst: So 27. Aug 2017, 09:34 
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Marcella
 
wurde von Dave aufs Pferd gezogen. Marcella fand es war ein schönes Tier. Wolfi hatte erzählt, was das Pferd von Dave und ihm alles konnte. Die Pferde sahen nicht aus wie Arbeitspferde. Sie waren schlank und schön. Als alle auf ihren Pferden sassen ritten sie los. Das Pferd von Varmikan sah ganz anders aus, als das von Dave und Wolfi.  Es war schwer und erinnerte Marcella an die Arbeitspferde der reichen Bauern. Marcella hielt sich beim Reiten an Dave fest. Sie war froh, dass sie das Pferd nicht selber reiten musste. So ein Pferd hatte sie noch nie geritten.
 
„Eine normale Ziege kostet so zwischen 5 und 6 Taler. Eine Reitziege kostet 15 Taler manche sogar 20 Taler. Von meinen ersten Geld kann ich mir die Ziege schon leisten. Sie sind grösser als normale Ziegen und haben längere Beine. Sie sehen ein bisschen wie Rehe aus Dave. Sie sind nicht so gross wie Pferde, ich schätz die sind so gross wie ein Pony. Am günstigsten sind sie in Natur Farbe. Also braun und grau. Wenn man eine besondere Farbe will, werden die Ziegen teurer. Aber mir ist die Farbe egal, ich werde auf ihr Wesen achten. Sie soll ruhig und zutraulich sein. Das ist mir das wichtigste. Du kannst mir beim aussuchen helfen, wenn du magst.
Für die Ziege brauche ich noch ihr Geschirr, den Sattel und Taschen. Ich hoffe meine 50 Taler reichen aus. Aber ein Sattel kann nicht teurer sein als das Reittier oder? Dass geht doch nicht. Wenn dass doch so ist, kaufe ich einen gebrauchten Sattel. Die Sachen für die Ziege müssen nicht neu sein, oder ich nehme solange eine Decke, dass geht genauso.
Unser Hofhund ist für viele bestimmt hässlich, aber es gibt keinen besseren Hund. Ausser deinen Fedor, er hat mich direkt am Anfang beschützt als die zwei Dämonen vor der Tür standen. Ich hab die Namen vergessen, der pinke und der graue der dich so fest umarmt hat und du ihn.
Auf den Markt wollte ich mir gerne noch eine Zimmerpflanze für mein Zimmer kaufen. Schön wäre was mit Blüten. Und Puschen brauche ich noch. Der Fussboden in eurem Haus ist aus Stein bei uns Zuhause ist er aus Lehm. Meine Füsse werden sonst kalt und ich will nicht krank werden und was von der Ausbildung verpassen. Drum brauche ich dringend Puschen.
Dann hat mir Wolfi doch den Waschtisch geschenkt. Aber ich hab vergessen mir Seife zu kaufen. Ich möchte mir gerne ein gutes Stück Seife vom Seifenmacher kaufen dass gut duftet. Mit Rosenblättern wäre schön, dann passt es zu meinen Waschtisch. Falls es zu teuer ist, kauf ich Kernseife. Wichtig ist ich bin sauber und ordentlich. Mehr brauch ich nicht Dave.“
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 Betreff des Beitrags: Re: Zum Henker und zum Heiler
BeitragVerfasst: So 27. Aug 2017, 19:39 
Freiherr
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Volk: Naridische Almanen
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Dave drehte sich kurz zu Marcella um und grinste.

"Gut, Du benötigst also eine Reitziege samt Zubehör, eine Zimmerpflanze, Hausschuhe und ein Stück Duft- oder Kernseife. Nichts davon liegt im Bereich des Unmöglichen Marci, kurzum es wird keine Schwierigkeiten bereiten Dir die Dinge zu besorgen.

Mit Deinen 50 Talern wirst Du nicht auskommen. Ein guter und einfacher Sattel beginnt bei 100 bis 150 Talern. Und Du solltest Deiner Ziege schon einen neuen Sattel gönnen anstatt einem durchgesessenen. Ohne Grund wird niemand einen Sattel verkaufen.

Dabei solltest Du nicht in erster Linie an Deinen Hintern denken, sondern an den Rücken und die Kruppe von Deinem Tier. Du erwirbst die Reitziege ja nicht, um sie zur Schande zu reiten. Die Kruppe ist sozusagen das Gesäß, sprich der Hintern Deiner Ziege.

Bei Reitpferden sind gleich hoher Widerrist und Kruppe erwünscht. Eine sehr gerade flache Kruppe, wie sie bei Rennpferden anzutreffen ist oder hier bei Rulrot ist für einen schnellen Galopp sehr gut geeignet, zeitgleich aber hinderlich für hohe Tragfähigkeit. Gut für Lastenbewegung wurden Kriegspferde auch nicht gezüchtet, sondern auf Schnelligkeit und Wendigkeit.

Eine steil abfallende Kruppe ist dagegen gut für die Tragfähigkeit und bei Kaltblüter erwünscht, wie Du an Varmikans Choco sehen kannst. Bei Kaltblütern ist zudem eine gespaltene Kruppe erwünscht. Die Kruppe erweckt den Eindruck einer Spaltung durch den starken Muskelaufbau. Allerdings ist die Kruppe hinderlich Springsport oder Dressursport.

In Dressur- wie auch im Springsport ist die schräg und gut gerundete Kruppe erwünscht, die bei guter Tragfähigkeit auch einen optimalen Bewegungsspielraum bietet.

Ob man dieses Wissen auch auf Reitziegen übertragen kann, entzieht sich meiner Kenntnis. Allerdings würde ich einfach danach schauen, das ein gesunder Rücken einiges über das Tier aussagt. Zudem sollte Dein Tier nicht nur zum Reiten geeignet sein, sondern Du möchtest sicher auch einiges mit der Ziege transportieren können. Von daher sollte sie rundherum gesund sein, einen starken Körperbau haben und wie Du schon sagst, ein freundliches Wesen.

Den Rest Deiner Wunschliste erwerben wir so. Wobei ich mich frage, wozu Du eine Zimmerpflanze kaufen möchtest. Dein Quartier hat weder ein Fenster noch Licht. Die Pflanze wird vermutlich nicht lange überleben.

Es ist Deine Entscheidung Marci, es ist immerhin Dein Geld das Du für die Pflanze ausgibst, aber ich an Deiner Stelle würde mir etwas anderes kaufen, womit ich mein Quartier dekoriere. Eine Pflanze ist in meinen Augen heraus geschmissenes Geld.

Falls es unbedingt eine Pflanze sein muss, kauf Dir eine Vase mit Trockenblumen. Erstens musst Du Dich nicht darum kümmern und zweitens gehen die Blumen nicht ein",
antwortete Dave freundlich.
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 Betreff des Beitrags: Re: Zum Henker und zum Heiler
BeitragVerfasst: Mo 4. Sep 2017, 08:45 
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Marcella

hörte genau zu was ihr Meister Dave zu sagen hatte. Er kannte sich gut mit Pferde aus, aber ein Pferd konnte sie sich nicht leisten. Sie selber wusste genauso wenig, ob das mit den Rücken und dem Hintern genauso für Ziegen galt. Wenn bei ihnen ein Hoftier gekauft wurde, dann hatte ihr Vater danach geschaut. Sie selber wollte danach schauen, was Dave ihr erklärt hatte. Und sie wollte darauf schauen, ob die Ziege einen guten und gesunden Eindruck auf sie machte. Und was wichtig war, ob ihr Fell glänzte. Ein stumpfes Fell zeigte, dass der Besitzer sie nicht gut gepflegt hatte und ihr kein gutes Futter gab. Wenn eine Ziege gut gepfegt wurde, konnte sie sogar bis 20 Jahre alt werden. Und Marcella wollte dass ihre Ziege uralt wurde.

"Wir sollten alle Sachen beachten für die Ziege. Und wir müssen nach dem Fell der Ziege schauen. Es muss gesund sein und glänzen. Hat sie stumpfes Fell, dann wurde sie schlecht gefüttert und nicht gepflegt. Weisst du dass Ziegen bis 20 Jahre alt werden können Dave? Das können sie, wenn man sie gut pflegt. Ziegen sind hart in Nehmen. Sie werden nicht schnell krank und sie sind genügsam beim Futter. Trotzdem muss die Ziege gut behandelt werden. Ich bin gespannt auf den Viehmarkt. Ich hoffe sie haben noch mehrere Tiere die wir angucken können.
Du weisst viel über Pferde, vielleicht haben sie da Pferde die wir angucken können. Auf dem Viehmarkt bei uns im Dorf wurden alle Tiere angeboten. Grosse und kleine Tiere. Wir haben auch unsere Gänse dort angeboten.
Viehzucht ist eine wichtige Lebensgrundlage für Kleinbauern.  Die Tierhaltung und Viehzucht bestimmen den Lebensalltag und das Auskommen der Familien. Neben Hofhund und Hauskatze tummelten sich Hühner, Gänse, Tauben, Hasen, Schweine, Kühe, Kälber, Ochsen oder Schafe bei vielen Bauern in den Ställen.
Bei uns ist es nur das Federvieh und unser Hund. Trotzdem bestimmen sie den Arbeitstag. Für die Tiere sorgt und erntet wir, damit wir von ihnen und mit ihnen leben können.
Ein Teil der Ernte geht für die Tiere drauf. Darum bauen wir Getreide und Körner an. Bei uns sind die Tiere vor allen Nutztiere und keine Haustiere. Manche sind Arbeitstiere wie unsere Ziege.
Irgendwann endeten die Viecher als Schlachttiere für den eigenen Kochtopf oder zum Verkauf. Der Viehmarkt bei uns im Dorf ist gut besucht und es gibt immer was zu gucken. Der Markt ist ein besonderes Ereignis und ein Treffpunkt für alle. Sogar für die Bauern die von weiter weg kommen. Auf dem Viehmarkt bieten die Bauern aus der ganzen Umgebung Tiere zum Verkauf oder zum Handel an. Manche tauschen nämlich  und verkaufen nicht. Es gibt sogar Viehhändler, die nur kommen um von einen bestimmten Bauern ein Stück Vieh zu kaufen.
Der Viehmarkt ist mir der liebste Markt Dave. Da geht es dann unter den vielen Besuchern kunterbunt zu. Neben Schweinen werden Kühe, Rinder, Ochsen und Stiere, sogar Pferde verkauft.  Sie werden an dicke Stangen um den Standplatz angebunden.
Die Tiere sind dann in Reih und Glied zum angucken, zum prüfen und zum Handel frei gegeben.
Ein erfahrener Bauer vertraut mehr seine Kenntnis als den Versprechungen der Viehhändler und Verkäufer. Denn die versuchen immer den besten Preis rauszuschlagen.
Deshalb werden Gebisse geprüft, die Hüften abgeklopft und das Rindvieh rundum begutachtet. Kühe sind teuer, da darf dir kein Fehler passieren.
Bei uns wird alles per Handschlag beschlossen und das Geld bar übergeben. So wechseln nicht nur die Tiere den Besitzer auf dem Viehmarkt sondern auch die Taler.Wenn du Glück hast, gehst du mit wenig Gänse wieder nach Hause aber mit einigen Talern mehr.  Manche Bauern tragen die verdienten Taler direkt zum Gastwirt um die Ecke. Da müssen dann die Frauen aufpassen.
Aber solche Pferde wie Rulrot oder das von Wolfi werden bei uns nicht angeboten. Es waren solche Pferde wie von Varmikan. Manchmal wurden Hundewelpen verkauft oder kleine Katzen. Die hab ich immer besonders gerne angeguckt.
Die Zimmerpflanze werde ich nicht kaufen. Ich hab nicht daran gedacht, dass sie in meinen Zimmer eingehen wird. Ich werde irgendwas schönes zum hinstellen kaufen. Damit mein Zimmer nicht so kahl aussieht. Ich könnte ja eine kleine Schale kaufen und sie passend zu den Jahreszeiten dekorieren. Mir fällt bestimmt was ein. Gehen wir eine Runde über den Viehmarkt, wenn wir die Ziege gekauft haben? Ich kaufe für uns Süßkuchen."

Marcella freute sich sehr auf den Markt.
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