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BeitragVerfasst: So 28. Mai 2017, 10:04 
Volkslegende
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Volk: Waldalb
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Schlüsselloch (1)
Morasa

packte Dave um die Hüfte und hielt ihn dabei am Gürtel fest, um ihn zu stützen während sein Hund Fedor sie beide zum Haus führte. Der Waldalb hoffte, dass Dave von dem harten Schnaps nicht kotzen musste. Morasa ging langsam, weil frische Luft ihnen gut tun würde. Der Waldalb war auf das Haus von Dave gespannt.

"So ist das unter Kameraden üblich, du passt auf mich auf, ich passe auf dich auf. Ich hab von den Schnaps drei Schluck getrunken. Hast du den Rest der Flasche getrunken? War die noch zu, oder war die schon angebrochen? Dave können wir es uns bei dir zu Hause gemütlich machen? Ich habe keine Lust auf Trubel und nochmal unter Leute zu gehen. Keine Ahnung wie viel Platz du hast, aber zur Not können wir bei dir daheim einpennen ohne dass uns einer ausraubt und umbringt. Ich kann auf dem Boden pennen. Dann können wir in Ruhe unseren Rausch ausschlafen. Jeelen sagte, wenn ich etwas für mein Quartier brauche, soll ich dich fragen. Eine Lampe wäre mein Wunsch. Da unten in meinen Quartier ist ganz düster."

Mo überlegte ob sich Dave seinen Wunsch in dem besoffenen Zustand merken konnte.
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BeitragVerfasst: So 28. Mai 2017, 12:17 
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Volk: Centauren
Beiträge: 14
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Die Freien Völker (1)
Distel schaute verständnisvoll drein, während der Düsterling ihm sein Leid klagte, obwohl er inhaltlich nicht die Bohne verstand. Aber eines verstand er sehr deutlich: Gasmis Angst, alle, die er liebte, zu verlieren und nichts dagegen tun zu können. Erst mal musste er beruhigt werden, der Kleine war ja ganz durcheinander.

Distel stellte sich seitlich vor ihn. "Steig auf", ermunterte er ihn. Erfahrungsgemäß wusste er, dass das Reiten im gleichmäßigen Schritttempo die Zweibeiner beruhigte. Enzo meinte, das hinge damit zusammen, dass sie als Baby von ihren Eltern getragen werden würden und sie das Reiten an diesen Zustand des Tragens und der Geborgenheit erinnerte. "Wir gehen ein Stück spazieren, das ist gut für die Nerven und in der Zwischenzeit können sich die ganzen Schreihälse im Haus beruhigen."
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BeitragVerfasst: So 28. Mai 2017, 12:33 
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Volk: Tiefling
Beiträge: 127
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Die Freien Völker (1)
Pavo erwiderte den Kuss zu Urakos bitterer Enttäuschung nur auf die Stirn. Das Zeichen war eindeutig. Sie hatten bislang nicht über den Zwischenfall im Keller gesprochen. Pavo hatte damals unter dem Einfluss seines eigenen Liebstrankes gestanden und vermutlich war ihm die Sache im Nachhinein mehr als unangenehm, obwohl er sich Urako gegenüber unverändert freundlich verhielt. Urako ertappte sich selber bei dem Wunsch, dass Pavo dadurch noch mehr für ihn empfunden hätte als nur eine väterliche Zuneigung. Die Enttäuschung tat weh.

"Ich will eigentlich gar nicht unbedingt von Varmi gestreichelt werden. Darum geht es doch gar nicht", erklärte er ihm, um sich abzulenken. "Wobei, dagegen hätte ich ehrlich gesagt auch nichts. Aber egal. Es stört mich trotzdem, dass er das bei Morasa macht. Ich meine, das ist ein Neuling! Ein Fremder! Und ich bin sein bester Freund." Er mahlte mit dem Kiefer und seine Zähne klackten dabei aneinander. "Morasa ist eine Gefahr für die Familie", fuhr er fort. "Er drängt sich zwischen Varmi und Dave. Er drängt sich zwischen Varmi und mich. Und er drängt sich zwischen Gasmi und mich. Er macht alles kaputt! Alles! Ich wollte ihn doch nur in seine Schranken weisen, damit er sich zurückhält! Wieso versteht das niemand? Oder wollen sie, dass alles kaputt geht und ich aus ihrer Mitte verschwinde?"

Er dachte an Gasmi und sein Gesichtsausdruck wechselte innerhalb von Sekunden mehrfach zwischen abgrundtiefer Verzweiflung und eiskalter Wut hin und her.

_________________
"Wenn Kaiser, Könige und Diktatoren ruhig schlafen, warum soll`s nicht auch der Henker können?"
Charles Henry Samson, Scharfrichter
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BeitragVerfasst: So 28. Mai 2017, 15:03 
Freiherr
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Volk: Naridische Almanen
Beiträge: 106
Dave versuchte sich auf das Gespräch mit Morasas zu konzentrieren, während Mo ihn gepackt hielt und durch die Gegend schleifte.

"Die... Flasche? Die wa neu, noch zsssu, verstehse?", antwortete der Naridier dem Waldalben.

Fedor ging bewusst langsam und warf seinem Herrn immer wieder besorgte Blicke zu. Er kannte den seltsamen Zustand seines Herrn. Manchmal konnte er nicht mehr richtig laufen, torkelte herum, sprach ganz seltsam und stank in seiner Nase. Jetzt stank der fremde Mann neben seinen Herrn genauso.

Fedor blieb gerade deshalb an Daves Seite. Er führte und stützte seinen Herrn, der sich gerade überhaupt nicht mehr auf seine Sinne verlassen konnte.

Auch Brownie schloss sich der Geschwindigkeit von Fedor an. Er musterte stets wachsam seinen Herrn, wusste aber mit dem seltsamen Zustand im Gegensatz zu Fedor noch nichts anzufangen.

In ihren Augen war ihr Herrchen gerade in einer sehr hilflosen Situation und bedurfte besonders ihrer Führung und ihres Schutzes. Auf der anderen Seite verhielt er sich total unberechenbar und völlig anders als sonst.

Fedor führte Dave wie immer mit einer Engelsgeduld, langsamen und sicheren Schritten nach Hause. Vor der Tür blieb er stehen, schaute zu Dave auf und suchte den Blick seines Herrn. Als Dave ihn fragend musterte, bellte Fedor einmal tief und starrte zur Tür.

"Wia sin da, sacht er. Dass nich dassss Haus wo Varmi wa, dassn andrs, kla? Varmi wa in Alessa und wia sin hia in... woanners. Gehn wia rain", erklärte Dave Morasa.

Der Naridier schloss etwas umständlich die Tür auf und ging dann gemeinsam mit Morasa ins Haus. Daves Stadthaus in Shohiro war klein und im gleichen Baustil gehalten, wie die anderen Fachwerkhäuser. Das Haus war rustikal und urig eingerichtet. Dave schloss die Tür mit dem Fuß, ging durch bis zum Kamin und machte es sich davor gemütlich.

"Hierbleiben willse Mozsasa? Machenwe", stimmte Dave müde zu.


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Zuletzt geändert von Davard von Hohenfelde am So 28. Mai 2017, 15:26, insgesamt 1-mal geändert.
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BeitragVerfasst: So 28. Mai 2017, 15:24 
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Beiträge: 59
Gasmi musterte Distel und krabbelte dann vorsichtig auf den Rücken des kleinen Centauren.

Allein war er noch nie auf einem Pferd geritten, meist war er eh zu Fuß unterwegs, denn er war schnell. Aber die Gelegenheit auf einem Centrauren reiten zu dürfen, wollte sich Gasmi trotz seiner Laune nicht entgehen lassen.

Auch wenn der ganze Tag eine Katastrophe war, das war ein rettender Lichtblick, der ihm hier von dem Centauren geboten wurde.

"Ich heiße Gasmi, wie heißt Du Centaur? Danke für den Ritt! Ich bin noch nie allein geritten. Einmal bin ich auf einem Pferd mit geritten, aber danach war ich total durchgeschüttelt und meine Knochen haben alle geschmerzt. Du musst sagen, falls ich Dir mit meinen Krallen wehtue", sagte Gasmi und krallte sich an dem Centauren fest.

"Meine Nerven können jede Beruhigung gebrauchen. Im Moment weiß ich nicht wo mir der Kopf steht. Mein Mann hasst mich! Ich weiß aber nicht warum. Und ob sie die anderen aus dem Rudel beruhigen, weiß ich auch nicht. Sie machen nicht den Eindruck.

Es ist verrückt. Alles hat gut angefangen. Ein Neuling in unserer Gruppe. Plötzlich wurde Seddik wütend, dann wurde mein Mann wütend, dann wurde der Neuling wütend, dann wurde Dave wütend, auf einmal waren alle wütend!

Wut, Wut, Wut! Überall nur Wut.

Mein Mann hat unsere Einrichtung zerstört. Jetzt haben wir nichts mehr. Kein Bett, kein Tisch. Nichts. Warum? Weil er wütend war, auf mich wahrscheinlich. Auf wen denn sonst?

Sonst hätte er von dem Neuling die Einrichtung demoliert, nicht unsere. Ich weiß nicht weiter, ich weiß nicht wie ich dafür sorgen soll, dass sich alle wieder versöhnen.

Hast Du eine Idee?",
fragte Gasmi und lehnte sich erschöpft an den kleinen Centrauren-Rücken an.
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BeitragVerfasst: So 28. Mai 2017, 15:44 
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Volk: Goblin
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Pavo drückte Urako fest an sich und schüttelte den Kopf.

"Oh man Urako, jetzt verstehe ich worum es Dir ging! Genau das hättest Du Dave gerade sagen sollen. Du hast für ihn und seine Beziehung gekämpft und Du hast für Deine Freundschaft mit Varmi gekämpft. Ihr wärt Euch doch gar nicht angegangen, wenn er das gewusst hätte. Ihr beide kämpft für die gleiche Sache, aber anstatt einen Schulterschluss zu vollziehen, greift Ihr Euch auch noch gegenseitig an! Was soll denn der Unfug?

Du wirst den beiden dass sagen und genau damit ist Dein Problem und der Streit doch vom Tisch!
Denn es gab überhaupt kein Problem, jedenfalls nicht zwischen Dir, Varmi und Dave.

Warum Dir die Streicheleinheiten von Varmikan Richtung des Neuen so stinken verstehe ich, nach Deiner Erklärung. Der Neue ist ein Unbekannter, Du hingegen bist sein bester Freund. Der Frostalb hat sich einen Schnitzer damit geleistet, indem er dem Neuen eine Art von Aufmerksamkeit schenkte - die er nicht mal Dir, seinem besten Freund, zu Teil werden ließ.

Warum er so handelte, würde ich ihn an Deiner Stelle offen und ehrlich fragen.
Schließlich ärgerst Du Dich darüber und es läuft Dir nach. Wenn er Dein Freund ist, wird er Dir darauf antworten Urako.

Was den Neuen selbst angeht, ich werde ihn unter die Lupe nehmen.

Wie gesagt, sein Verhalten kann ich mir nicht erklären, da ich nicht dabei gewesen bin. Aber die ersten Minuten sagen nicht viel über eine Person aus. Jeder handelt anders, wenn er sich irgendwo neu vorstellt, Du, ich und dieser Alb auch Urako.

Warte ab, wie er sich zukünftig zu Dir verhält. Ändert er sein Verhalten nicht, kommst Du sofort zu mir. Das mit Varmi und Dave musst Du aber klären. Du wolltest die beiden schützen, Du wolltest sogar die ganze Zunft schützen, nur leider hast Du eine sehr unglückliche Art gewählt es zu zeigen. Aber das ist nichts, was Du nicht wieder gerade rücken könntest, in Ordnung?

Alles was Du brauchst ist etwas Mut. Du hattest den Mut Dave die Stirn zu bieten, dann hab auch den Mut die Sache vor den beiden richtig zu stellen.

Urako, wie ich bereits sagte, niemand möchte dass Du gehst und ich vermutlich am allerwenigsten. Jedenfalls im Moment.

Warum Dich niemand versteht?
Um verstanden zu werden, musst Du Dich verständlich ausdrücken mein Lieber.

Wenn Du die Leute angreifst, die Du verteidigen willst, sehen diese zuerst nur eins - Deinen Angriff.
Ein Beispiel, jemand schießt einen Pfeil nach Dir und ich trete Dir die Beine weg um Dich zu retten. Du stürzt zu Boden. Das erste was Du tun würdest ist was Urako? Du würdest mich anschnauzen, warum ich Dich zu Boden geschickt habe. Erst nach meiner Erklärung, würdest Du verstehen, warum ich so gehandelt habe. Ich muss Dir sagen, dass ich Dich retten wollte, wenn Du den Pfeil nicht selbst entdeckst.

Du hast nichts anderes getan, als den Geistern die Beine unter dem Arsch wegzutreten um sie zu retten. Aber den Pfeil hat niemand gesehen Urako, sie sahen nur, dass sie vor Dir auf den Arsch gefallen sind.

Jetzt sag ihnen wenigstens warum!

Mit Gasmi musst Du allerdings auch reden. Ich denke kaum, dass Du Gasmi für ein Missverständnis aufgeben willst. Das wäre das Schlimmste was Du Dir und ihm antun könntest",
sagte Pavo aufmunternd.

"Und nebenbei Urako, zwischen uns beiden gibt es eigentlich auch noch was zu klären. Möchtest Du anfangen, oder soll ich?", grinste der Goblin.
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BeitragVerfasst: Mo 29. Mai 2017, 10:05 
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Volk: Waldalb
Beiträge: 132
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Schlüsselloch (1)
Morasa

hielt Dave fest als er die Tür aufschloss. Als der Magier zu dem Kamin ging liess Mo ihn vorsichtig los. Er setzte sich vor den Kamin hin. Der Waldalb schaute sich einmal in dem Haus um. Hier war es fast genauso dunkel wie in seinen Quartier. Das Haus sah gemütlich aus, es fehlte nur Licht.
Mo ging hinüber zu Dave. Er tippte ihn beruhigend an und durchsuchte die Taschen von dem Magier. Da Dave geraucht hatte, musste er Feuerstahl, Feuerstein, Zunderpilz und Zunder bei sich haben. Morasa nahm die Dose an sich und entzündete die Kerzen in den Zimmer und den Kamin. Danach gab er Dave seine Feuerbox zurück.
Mo setzte sich neben Dave vor den Kamin. Der Waldalb lehnte sich an den Magier und genoss die Flammen. Die Schnapsflasche war noch nicht ganz leer. Morasa nahm die Flasche an sich und nahm noch einen kräftigen Schluck. Der Teppich unter ihren Hintern war alt aber angenehm weich. Morasas Blick fiel auf das Bett das neben den Kamin stand. Es war schmal und nur für eine Person bestimmt. Der Waldalb zog seinen Umhang von den Schultern und breitete ihn neben sich aus. Das Bett gehörte Dave. Er selber würde vor dem Kamin schlafen. Auf der anderen Seite von dem Raum stand ein grosser Eimer aus Holz. Das wollte Mo sich unbedingt merken, falls Dave oder er selber über Nacht kotzen mussten.
Morasa war von dem ganzen Streit fertig. Der Waldalb strich sich die Haare aus dem Gesicht und band sie mit einer Haarsträhne zu einen Zopf zusammen. Dann rollte sich Mo neben Dave vor dem Kamin ein und deckte sich mit seinen Umhang zu.

"Genau wir beide bleiben hier. Ich beiße noch ein oder zwei Bissen von den Schnaps ab. Morgen früh sieht die Welt bestimmt schon wieder besser aus. Ich hoffe dem Ork und dem Tiefling ist die Lust zum Streiten dann vergangen. Ansonsten kannst du mich ja in deiner Robentasche ins Gildenhaus schmuggeln. Mit so einen Einstand habe ich nicht gerechnet. Ich hoffe dass ich mich weiter mit Jeelen verstehe, wenn wir zusammen arbeiten. Arbeitest du nur im Gildenhaus? Wieso wohnst du nicht mit deinen Mann zusammen Dave?".

Morasa zog den Verschluss aus der Schnapsflasche und nahm noch einen Schluck. Er spürte wie seine Augenlider schwer wurden vor Müdigkeit. Mo stellte die Flasche beiseite und wickelte seinen Umhang fester um sich. 
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BeitragVerfasst: Mo 29. Mai 2017, 21:20 
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Volk: Naridische Almanen
Beiträge: 106
Dave musterte Morasa irritiert, als dieser anfing an ihm rumzufummeln und ihn zu durchsuchen.

"Was solln das?", knurrte Dave drohend.
Seine beiden Hunde reagierten sofort und knurrten ebenfalls mit gesträubtem Nackenfell.

Der Waldalb nahm allerdings nur die Zunderdose an sich um den Kamin, wie auch die anderen Lichtquellen im Haus zu entzünden. Als Morasa damit fertig war, gab er Dave sein Eigentum zurück und der Magier entspannte sich wieder, seine Hunde taten es ihm gleich und legten sich beruhigt ab.

Als es sich Mo neben Dave vor dem Kamin bequem machte, rutschte der Magier zu ihm auf und legte sich neben den Waldalben.

"War eben nich so gemeind", murmelte Dave und knuffte Mo.

Der Almane wartete bis sich Morasa an dem Schnaps bedient hatte und die Flasche wegstellte. Dave trank den Rest der Flasche aus und schmiss sie aufs Bett.

"Morgn, wer weiß was da is Mo. Hier habn wir unsre Ruhe. Dein Einsstand... jupp der wa Scheiße. Doch, doch Du verstehst Dich mit Jeelen. Jeel is in Ordnung. Er mag Schokolade. Wenne nicht weiter weißt, Schokolade. Machste ihm ne Freude mit.

Deine Lampe, Du wolltes doch ne Lampe. Merk Dir das. Wenn ich wieda abbeide, kümmere ich mich drum.

Schmugglen? Dich? Nö wozu? Bleiben wir hier. Solange bis die uns vergessen habn.
Zusammenwohn? Gemeinsam mit Varmi meinste? Gerne. Dass würde ich so gerne, ja. Biste auch müde was? Schlaf jut",
murmelte Dave freundlich und knuffte Mo.

Er legte sich auf die Seite, streckte sich lang aus und stopfte seine Hände unter den Kopf. Einige Minuten später war Dave neben Morasa eingeschlafen.
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BeitragVerfasst: Di 30. Mai 2017, 07:12 
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Die Freien Völker (1)
"Aber ich hab mich doch verständlich ausgedrückt", rief Urako hilflos. "Ich red doch kein Demonai! Und ich will Varmi nicht fragen, wieso er das gemacht hat. Ist ja nicht so, dass der mich nicht verstehen würde. Der versteht mich genau. Nein, vielmehr will ich dem Waldalben dafür die Fresse polieren, dass er sich so angebiedert hat und Varmi gleich mit, weil er drauf eingestiegen ist! Was soll man da auch bereden? Morasa, du Unhold, wie konntest du nur! Und Varmikan, oh treulose Seele, weshalb hast du diesem Manne die Gunst deiner Zärtlichkeit geschenkt, wo dein Herz doch dem holden Davard und meiner Wenigkeit gehören sollte? - Darum, du Doofie! Wir können machen, was wir wollen und du kannst rein gar nichts dagegen tun! Hindere uns doch, na los, hähähä! Na los, versuch`s!"

Urako stand auf und wanderte im Kreis, da er nicht wusste, wohin mit seiner inneren Unruhe. Er war müde, emotional ausgelaugt und wünschte, er würde sich einfach in eine Wolke stinkendes Sumpfgas auflösen. Und Gasmi ... Gasmi! GASMI! Urako fuhr sich durch die Haare und mit den Klauen durchs Gesicht, wo sie rote Striemen hinterließen. Wenn er an seinen Freund dachte, bereitete ihm das körperliche Schmerzen. Er versuchte, den Gedanken an die wichtigste Person in seinem Leben beiseitezuschieben, da diese ihm am meisten wehtaten. Es war zu viel ... alles viel zu viel. Er hätte jetzt gern Sex, um sich abzulenken und diesen unerträglichen inneren Druck loszuwerden. Einfach nur sinnlos rumrammeln, sich das Hirn rausficken. Als hätte Pavo seine Gedanken gelesen, sagte er: "Und nebenbei Urako, zwischen uns beiden gibt es eigentlich auch noch was zu klären. Möchtest Du anfangen, oder soll ich?"

"Aheeaaarrrm", gab Urako einen gequälten, unartikulierten Laut von sich. Erneut rieb er sein Gesicht. Die Höflichkeit gebot, dass er Pavo in die Augen sah oder sich nun wenigstens hinsetzte, aber wie sollte er stillsitzen bei all diesen überkochenden Emotionen? Er zwang sich, wenigstens stehen zu bleiben und kratzte sich nervös, während er die Regale betrachtete. Dass sie miteinander geschlafen hatten, war ihm nicht im Mindesten unangenehm oder peinlich. Unangenehm war ihm, dass sie Pavo dazu unter Drogen gesetzt hatten, indem sie seine Hilfsbereitschaft und seine Gutgläubigkeit ausgenutzt hatten. Endlich sah Urako ihm in die Augen. "Tut mir leid", sagte er kleinlaut. Gleichzeitig wusste er, dass diese Entschuldigung entsetzlich platt klang in Anbetracht dessen, was er angerichtet hatte. "Ich ... du kannst mich, ich meine, es steht dir rechtlich zu, mich zu bestrafen."

_________________
"Wenn Kaiser, Könige und Diktatoren ruhig schlafen, warum soll`s nicht auch der Henker können?"
Charles Henry Samson, Scharfrichter
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BeitragVerfasst: Di 30. Mai 2017, 07:25 
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Volk: Centauren
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Die Freien Völker (1)
"Ich heiße Distel", erwiderte der Centaur freundlich. "Halt dich am besten an meiner Mähne fest, Gasmi, da stören deine Krallen nicht. Wir gehen aber ganz gemütlich." Gesagt, getan. Distel spazierte mit klappernden Hufen durch das Viertel, während Gasmi sich alles von der Seele redete.

"Ja, also, was man da jetzt machen kann ..."
, sinnierte er, nachdem Gasmi ihn um seinen Rat gefragt hatte. "Bei uns ist das so, dass ein Mann eine ganze Frauenherde besitzt. Sie gehört ihm, ist sein Eigentum. Und wenn er die haben will, muss er sie erobern. Natürlich bedeutet das auch, dass es viel mehr Männer als Stutenherden gibt. Die übrig gebliebenen Männer schließen sich also zu Jungesellenherden zusammen. So wie Enzo und ich. Alles ganz einfach in einer Centaurengesellschaft. Aber bei euch ist das alles so verwirrend und verstrickt."

Distel beitschte mit dem Schweif und versuchte vergebens, die zahllosen Fliegen zu vertreiben, die um seinen Hintern schwirrten. Dabei hatte sich Wolfi so viel Mühe gegeben, ihn sauber zu kriegen. "Ich hab`s", rief Distel erfreut und hob den Zeigefinger. "Dein Mann ist ja sozusagen eine Einmannstutenherde. Du musst den Übeltäter zu einem Duell herausfordern und deinen Mann zurückerobern!"
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