Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel


Das Geisterhaus
Die Geister sind eine erfolgreiche und wohlhabende Gilde von Auftragsm├Ârdern. Jedoch bietet das Leben im Geisterhaus mehr als nur ein gesichertes Einkommen, sondern auch ein zu Hause f├╝r Verlorene. Wichtigste Aufnahmebedingungen sind absolute Loyalit├Ąt und Verschwiegenheit - sonst endet man rasch selbst auf der Todesliste.
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Urako
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Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#161

Beitragvon Urako » Fr 7. Jul 2017, 11:36

Varmi versuchte, m├Âglichst unbeschwert zu klingen, als er Urako ausmalte, wie wenig schlimm sein baldiges Ableben doch war. Urako fragte sich, ob Varmi das wirklich so leicht nahm, oder ob er nur nicht wollte, dass sein Freund und Seelenbruder sich mehr als n├Âtig sorgte.

"Wir m├╝ssen das Haus oder am besten beide H├Ąuser so dunkel und k├╝hl wie m├Âglich gestalten", bestimmte Urako, nachdem Varmi geendet hatte. "Du Pflaume h├Ąttest mal eher sagen k├Ânnen, wie sehr die Witterung hier an dir zehrt! Gasmi d├╝rfte ein dunkles kaltes Haus auch entgegenkommen und Dave und ich werden davon nicht sterben, im Gegesatz zu dir, wenn es zu warm und zu hell ist. Schwere, schwarze Samtvorh├Ąnge und Fensterl├Ąden, die komplett abdichten. Wir werden so viele von den verdammten Dunkelsteinen organisieren, wie wir rankriegen und die ganze Bude damit auskleiden! Wo kriegt man die her und was kosten die? Im Winter musst du regelm├Ą├čig ein Schneebad nehmen. Des Weiteren m├╝ssen wir einen Wassermagier organisieren, der am besten auch noch Eis beherrschen kann und dich im Sommer runterk├╝hlt."

Wie der Zufall oder ein geh├Ąssiger Gott es so wollte, kannte Urako einen Wassermagier. Es war ebenjener, der ihn auch Aalglatt gelehrt hatte. Nur diesen Wassermagier hatte er in der Vergangenheit verdammt schlecht behandelt und nun trieb er sich wei├č Rakshor wo herum, wenn er sich inzwischen nicht totgefressen oder totgesoffen hatte. Urako glaubte nicht, dass er Nein sagen w├╝rde, wenn er ihn um Hilfe bat. Aber er hatte keine Ahnung, wo der Kerl steckte.

"Kannst du Personen aus meinem Ged├Ąchtnis aufsp├╝ren?", fragte er Varmi. "Geht das irgendwie?"

In dem Moment wurden sie unterbrochen, weil Dave zur├╝ckkehrte. Varmi begr├╝├čte ihn freudig und auch Urako grinste wieder, auch, wenn sein Grinsen heute noch schiefer aussah als sonst. Als Daves und sein Blick sich kurz trafen, wusste Urako sofort, dass Dave erkannte, dass er geheult hatte. Und auch er selbst sah innerhalb dieses kurzen Augenblickes, dass irgendetwas ganz und gar nicht bei Dave in Ordnung war. Und sogleich offenbarte er auch, was das war.

Urakos Herz h├Ârte f├╝r einen Moment auf zu schlagen, er sp├╝rte es ganz deutlich als einen dumpfen Schmerz, ehe es holpernd wieder in die G├Ąnge kam. Er fasste sich mit einem kurzen ├ächzen an die Brust, doch er hatte noch einmal Schwein. H├Ątte die Info Gasmi betroffen, w├Ąre er vermutlich jetzt mit einem Herzinfarkt von der Mauer gefallen. Sein ungesunder Lebensstil und der viele Stress, den er sich selber machte, begannen sich bemerkbar zu machen. Er wurde nicht j├╝nger und sein K├Ârper verzieh schon l├Ąngst nicht mehr all seine Eskapaden. Er nahm noch einen weiteren Schluck aus der Flasche.

Aber da er nun doch nicht tot umfiel, konnte er auch das tun, wof├╝r er hier auf Tasmeron war und seine Arbeit als schwarzer Rachegott erf├╝llen, als Henker, als Vollstrecker! Mo war zu weit gegangen. Viel zu weit! Das konnte Urako auch. Dave war nicht sein Mann, aber der Mann seines besten Freundes und Seelenbruders und somit Mitglied seines engsten Kreises, den er bewachte wie ein Schie├čhund. Und obendrein war Dave ein Geliebter, den er inzwischen langsam, aber sehr tief zu m├Âgen begann. Er reichte Varmi die Flasche.

"Halt das mal", sagte Urako leicht lallend und ging davon.

Er ging in die K├╝che und bat Mauli heraus. Der vollgefressene Ghul folgte ihm unwillig und blickte sich suchend um, ob Mo bereits zur├╝ck war, doch der war nirgends zu sehen. Urako schaffte es, ihn dazu zu ├╝berreden, auf seinen R├╝cken zu klettern, um ihm den Friedhof zu zeigen. Stattdessen flog er ihn in die verlassene Scheune, wo er und Gasmi sich geliebt hatten. Berauscht und stinksauer und verzweifelt pr├╝gelte er den Ghul derart, dass dessen Gesicht eine einzige Ruine wurde. Er lie├č all die Emotionen raus, die sich innerhalb des Gespr├Ąchs angestaut hatten und Mauli war sein Opfer. Nase und Jochbeine waren mehrfach gebrochen und die meisten Z├Ąhne fehlten. Das ganze Antlitz war v├Âllig deformiert. So sperrte Urako ihn in das Joch, das noch immer an der Wand hing und befestigte dies mit einem seiner Fu├člappen an der Halterung. Schlaff wie eine Marionette hing Mauli herunter. Dann flog er zur├╝ck zu Varmi und Dave, mit nur einem Fu├člappen.

Mauli war nun seine Gei├čel und er w├╝rde ihn so lange qu├Ąlen und hungern und faulen lassen, bis Mo das tat, was er von ihm verlangen w├╝rde, sobald der Kerl zur├╝ck war.

"Also, ├Ąh, um Dave zu informieren ..." Urako musste erstmal ├╝berlegen, welches von den vielen wichtigen Themen er nun eigentlich erkl├Ąren sollte. Das mit den Kindern? Dass er sich um Dave k├╝mmern sollte nach Varmis Ableben? Dass er dem Kind einen Namen geben sollte? Hilfsuchend blickte er r├╝ber zu Varmi. Keinesfalls wollte er den Tag noch mehr verderben, indem er jetzt das Falsche zur Sprache brach. Nebenbei knetete er seine schmerzenden Finger, die zu dicken rosa W├╝rsten geschwollen waren.
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Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#162

Beitragvon Kariakin » Fr 7. Jul 2017, 13:59

Der Hirsch sollte Morasa niemals erreichen. Denn in dem Moment, wo sich das Geweih todbringend in den Waldalben bohren sollte, kam etwas in Sicht, dass sich Morasa zuerst gar nicht erkl├Ąren konnten.

Etwas Riesiges schob sich von oben ├╝ber den Hirsch, eine blitzartige, schnappende Bewegung aus einem schnabelartigen Maul, gewaltige schwarze Schwingen gl├Ąnzten auf und f├Ącherten aus.

Dort wo eben noch der Hirsch gestanden hatte, war nur noch ein gro├čer Blutfleck. Ein gefl├╝gelter, schwarzer Gigant stand f├╝r einen Moment vor dem Waldalben auf der Lichtung. Der Hirsch hing tot in seinem gewaltigen Schnabel.

Mit den ruckartigen Bewegungen eines Vogels schaute sich das Wesen um und musterte Mo f├╝r einen Moment.
So schnell wie das Wesen aufgetaucht war, war es auch verschwunden. Der schwarze Greif war mit einem Satz und einem kurzen Fl├╝gelschlag zwischen den n├Ąchsten B├Ąumen verschwunden. Von dort h├Ârte Morasa wie der Greif zu fressen anfing.

Seine befiederte Schwanzquaste lugte aus einem Geb├╝sch hervor. Sie hob und senkte sich leicht, wie bei einer gut gelaunten Katze.
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Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#163

Beitragvon Varmikan Eisseher » Fr 7. Jul 2017, 14:42

Varmikan blinzelte Puschel an.

"Die Witterung hier kann f├╝r mich t├Âdlich enden, genau wie f├╝r Dich unsere Puschel. Ich h├Ątte Euch das fr├╝her sagen sollen, ich ging nur davon aus, es w├Ąre bekannt.

Frostalben k├Ânnen die k├Ąltesten Temperaturen aushalten. Eine Temperatur von -10┬░C ist f├╝r uns die normale Wohlf├╝hltemperatur. Da schlottert ihr schon erb├Ąrmlich. Mit richtiger Kleidung k├Ânnen wir Temperaturen von bis zu -60┬░C ├╝berleben.

Was wir ├╝berhaupt nicht vertragen k├Ânnen ist W├Ąrme. Temperaturen ├╝ber 25┬░C f├╝hren zu einer erh├Âhten K├Ârpertemperatur. Die f├╝hrt unweigerlich zu Kreislaufproblemen, dass kann f├╝r ├Ąltere Frostalben oder kleine Kinder bereits den Tod bedeuten.

Eine Temperatur von 30┬░C bedeutet f├╝r jeden Frostalben den sicheren Tod durch Kreislaufversagen. Das bedeutet im Sommer kann ich tags├╝ber hier nicht vor die T├╝r gehen, ich w├Ąre tot.

Zudem ist f├╝r mich hier alles verdreht, Frostalben sind nachtaktiv.
Nicht nur die Hitze ist f├╝r uns gef├Ąhrlich, sondern auch das Licht, sprich die Sonnenstrahlung.

Bei uns ist Eis das Baumaterial schlechthin. Alles bei uns besteht aus Eis. Allerdings keinem gew├Âhnlichen Eis, sondern magisch bearbeitetem Eis. Es ist eine v├Âllig andere Welt als Eure.

Das Eis wird so bearbeiten, dass m├Âglichst wenig Sonnenlicht hindurch scheint und das Licht durch die Spiegelung im Eis komplett zur├╝ckreflektiert wird.

Speziell im Sommer, wenn die Tage l├Ąnger werden, m├╝ssen Frostalben Dunkelkammer aufsuchen. Dabei handelt es sich um Kammern, die von Magiern entworfen wurden und die vollkommen abgedunkelt sind.

Es kommt dabei auf die Dunkelheit an Puschel, kalt ist es.

Ein magischer Dunkelstein im Zentrum des Raumes, entzieht den Frostalben die ├╝bersch├╝ssige Sonnenenergie und bringt ihren K├Ârper damit wieder in Ausgeglichenheit.

Alternativ gibt es auch eine kleinere Dunkelsteine in Form von Halsschmuck.
Du tr├Ągst Deinen kleinen Sonnenlichtbesch├╝tzer dann direkt auf der Haut. So einen h├Ątte ich sehr gerne, aber sie sind sehr selten und sehr teuer.

Die Kunst einen Dunkelstein zu schaffen, ist aber sehr kostspielig, weil nur Magier die notwendigen Kenntnisse f├╝r die Erschaffung eines Dunkelsteins besitzen. Das ist der Grund weshalb Dunkelsteine sehr teuer sind und sich nur wenige Frostalben diesen Schmuck leisten k├Ânnen.

Zuhause ist das auch kein Problem, Du erledigst alles nachts. Unsere Nacht ist f├╝r uns wie bei Euch der Tag, die Zeit des gesch├Ąftigen Treibens.

Der Mittwinter, die l├Ąngste Nacht im Jahr, ist das gr├Â├čte Fest der Frostalben. An diesem Tag werden riesige Dunkelsteine in den St├Ądten platziert, ein Festmahl wird veranstaltet und es werden sich Geschenke ├╝berreicht. Das Fest ist zu Ehren von Malgorion und ihm zu Ehren finden an diesem Tag auch gro├čz├╝gige Opferabgaben statt.

Du siehst also Puschel, ich brauche es kalt und dunkel.

Unser gemeinsames Haus ganz an meine Bed├╝rfnisse anzupassen ist ein wundervoller Gedanke! Das ist echt lieb von Dir, wie viele Gedanken Du Dir um mich machst. Wenn alle einverstanden sind, setzen wir alle Deine Ideen um.

Ich beherrsche selbst Wassermagie, nur n├╝tzt mir das auch nichts mehr, wenn ich vor lauter Kreislaufprobleme nicht mehr geradeaus denken kann. Ein weiterer Wassermagier w├Ąre wirklich topp!

Ich kann Personen im Nexus aufsp├╝ren, aber bei mir dauert das ewig, weil ich nicht gew├Âhnt bin unbekannte Leute zu suchen. Davy kann das ruck zuck",
erkl├Ąrte Varmikan Puschel freundlich.

Gerade hatte er noch von seinem Mann gesprochen und schon stand er vor ihm. Das konnte kein Zufall sein, irgendwie passte es immer zwischen ihnen beiden.

Er begr├╝├čte seinen Schatz, wollte dass Davy zu ihm auf die Mauer kletterte und zeitgleich wollte er ihm all die Ideen von Puschel und sich sofort erz├Ąhlen. Doch dann erz├Ąhlte Dave zuerst, was er unbedingt los werden wollte.

Varmikan f├╝hlte sich keine zwei Sekunden sp├Ąter so, als h├Ątte ihm sein Kerl zur Begr├╝├čung mit Anlauf in die Eier getreten.

Am liebsten h├Ątte er gekotzt und er f├╝hlte wie sich sein Kreislauf f├╝r einen Moment verabschiedete. Vermutlich bestand kein farblicher Unterschied mehr, zwischen ihm und der Mauer. Vermutlich sah sogar die Mauer ges├╝nder aus, als er selbst.

Urako neben ihm erging es nicht besser. Sie beide waren zwar nicht mental verbunden, aber doch auf einer anderen Ebene, die Au├čenstehende nie begreifen w├╝rden.

Varmikan sp├╝rte regelrecht wie Puschels Schmerz aus seinem K├Ârper ausstrahlte und sich mit seinem eigenen vermischte.

Urako gab einen Laut von sich, den Varmi noch nie geh├Ârt hatte, dabei griff er sich an die Brust.

Puschel tat somit genau dass, was sich Varmikan verkniff. Varmi musterte Dave und gestattete seinem Mann sich mental zu erkl├Ąren. Der Frostalb las seinen Mann aus und hatte danach mehr zu k├Ąmpfen, als vorher.

H├Ątte Dave beschlossen ihn zu betr├╝gen, w├Ąre dies eine freiwillige, wenn auch ├Ąu├čerst dumme Handlung gewesen.

Gleichg├╝ltig was er sonst auch sagte, er h├Ątte ihm verziehen. Nat├╝rlich nicht ohne ihn zu bestrafen, aber er konnte sich nicht vorstellen ohne Dave leben zu m├╝ssen.

Aber so hatte sich dieser Waldalb an seinem Mann vergriffen und er hatte nichts dagegen getan.

Er war nicht vor Ort gewesen, um seinen Mann zu besch├╝tzen und er war nicht streng genug gewesen um diese Situation ├╝berhaupt erst gar nicht entstehen zu lassen!

Er war so ein Weichei und wer hatte daf├╝r die Zeche gezahlt?
Dave!
Erneut hatte er als Partner auf voller Linie versagt!

Varmi war spei├╝bel und dabei musste er noch die Haltung und seine Konzentration bewahren. Varmikan hatte M├╝he Dave neutral auszulesen und seine eigenen Gedanken v├Âllig unterdr├╝ckt zu halten.

Er musste ruhig bleiben und ihm ein Gef├╝hl von Sicherheit und Geborgenheit vermitteln. Ganz so, wie er es damals Iphi gegeben hatte, wenn sich dieser an seine grauenvolle Kindheit erinnerte.

F├╝r einen winzigen Augenblick wurde Varmikan ungerecht und faltete Dave schon zusammen, als ihm bewusst wurde, was er dort tat. Der Frostalb biss sich auf die Zunge und schwieg sofort. Varmi beschwichtigte seine Worte und nahm sie umgehend zur├╝ck.

Aber das schlimmste was Varmi schmerzte war, dass Dave scheinbar ├╝berhaupt nicht begriff, was passiert war!

Er war wie Iphi betriebsblind! Der dusslige Kerl suchte die Schuld auch noch bei sich! Varmikan unterdr├╝ckte den Drang sich st├Âhnend den Sch├Ądel zu halten.

In so einem Fall gab es nur eine Option! Man musste seinen Liebling ablenken und die Sache ganz pers├Ânlich mit dem Feind kl├Ąren!

Varmi l├Ąchelte Dave liebevoll an und ├╝bermittelte ihm seine Gef├╝hle. Seine Sorge, seine Liebe und dass er ihm ├╝berhaupt nicht b├Âse war. Der Rest war eine Sache zwischen ihm und Mo! M├Âglicherweise auch zwischen ihm, seinen Bruder Puschel und Mo, falls Puschel mit ihm an einem Strang ziehen w├╝rde.

Varmikan schaute kurz r├╝ckversichernd zu seinem Wahlbruder. Er war sich sicher, dass Puschel ihm beistehen w├╝rde. Dave war nicht nur sein "Schwager in Spee", er war auch sein Zweitmann. Das w├╝rde Puschel nicht auf sich sitzen lassen.

Urpl├Âtzlich dr├╝ckte ihm Urako die Schnapsflasche in die Hand und verschwand f├╝r eine geraume Zeit. Varmikan redete w├Ąhrend dessen mit Dave ├╝ber die H├Ąuser, zumal sein Sternchen bereits zugestimmt hatte gemeinsam mit ihnen dort wohnen zu wollen.

Die Aussicht auf einen Teich und den Grillplatz schien Dave wesentlich mehr zu interessieren, als die Inneneinrichtung des Hauses, stellte Varmikan erstaunt fest.

Vermutlich weil sein Kerl gerne drau├čen sah und es sich dort gem├╝tlich machte. Im Haus f├╝hlte er sich manchmal eingesperrt. Der Garten samt Teich war vermutlich Puschels beste Idee ├╝berhaupt.

W├Ąhrend sie warteten, nahm Dave Varmikan die Flasche ab, g├Ânnte sich selbst einen Schluck und h├Ąndigte sie seinem Mann wieder aus.

Kaum dass Puschel zur├╝ck gekehrt war, wollte er Dave informieren und Varmikan l├Ąchelte aufmunternd.

Leider blieb Urako mitten in seinen Gedanken h├Ąngen. Das war kein Problem f├╝r Varmi, er w├╝rde Puschel einfach mental vorsagen.

`Frag ihn ob er sich ein Kind mit mir w├╝nscht.
Falls ja, erz├Ąhl ihm von der Idee mit Aino.

Danach erz├Ąhl ihm, dass Du bereit bist Dich sp├Ąter um ihn zu k├╝mmern.
Er ist auch einverstanden, ich habe ihn schon gefragt.
Ich glaube ihm gef├Ąllt die Idee, wie wir die ├ťbergabe besiegeln.

Er mag Dich ziemlich Puschel. Wir m├╝ssen dann nur einen Termin abstimmen, wann wir es uns zu dritt gutgehen lassen┬┤,
├╝bermittelte Varmikan.

Der Frostalb schaute auf Urakos H├Ąnde und untersuchte sie vorsichtig.

`Wo warst Du und was hast Du getan? Sag mal, hast Du Mo umgebracht?┬┤, fragte Varmi mental ohne eine Miene zu verziehen.
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Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#164

Beitragvon Morasa » Sa 8. Jul 2017, 09:42

Morasa

griff instinktiv nach seinen Dolch um sich zu verteidigen, aber die Waffe war nicht da. Nat├╝rlich war sie das nicht, er hatte sie dem verfluchten Tiefling verpf├Ąndet. Er w├╝rde wegen dem Tiefling sterben. Er hatte den Hirsch nur f├╝r das Vers├Âhnungsessen gejagt und nun noch das. Der Waldalb packte seinen Bogen an einen Ende um sich damit zu verteidigen. Aber diese Verteidigung war lausig. Das der Hirsch nicht loslachte war alles.
Zum Rakshor in die W├╝ste mit dem verdammten Tiefling und seiner ganze Sippe.
Sollte Ardemia ihn holen und in Kompost verwandeln.
Verwandeln war ein gutes Stichwort. Mo griff blitzschnell auf seine Gabe zu und verwandelte sich in einen Marder. So w├╝rde der Hirsch in nicht treffen, er hatte auf die H├Âhe eines Alben gezielt.
Aber bevor der Hirsch Gelegenheit hatte Mo zu schaden, w├╝rde das Tier vom Boden gerissen. Der Waldalb musste zweimal gucken. Ein Greif hatte ihm das Leben gerettet. Ein riesig grosser schwarzer Greif, der eine ganz andere Form hatte als er sich einen Greif vorstellte. Er sah nicht aus wie ein Adler L├Âwen Mischling. Das Tier war riesig und das nicht nur weil Mo gerade ein Marder war.
Der Greif schnappte sich den Hirsch und verschwand damit in die B├╝sche. Morasa verwandelte sich zur├╝ck und zog sich an, solange er den Greif noch fressen h├Ârte. Soweit er wusste, waren Greife kluge Gesch├Âpfe. Sie konnten sprechen und waren schlau. Ob das stimmte oder ein M├Ąrchen war, wusste Mo nicht. Er hatte noch nie in seinen Leben einen Greif gesehen. Es war ein sehr sch├Ânes Gesch├Âpf. Der Greif war voller Kraft und Anmut und er hatte ihm das Leben gerettet.
Morasa schlich ganz vorsichtig zu dem Greif r├╝ber um ihn nicht zu erschrecken. Behutsam tippte er die Schwanzquaste an. Wobei der Waldalb bereit blieb, notfalls sofort zwischen die B├Ąume zu fl├╝chten. Dahin w├╝rde ihn der Riese nicht folgen k├Ânnen, falls er ihn fressen wollte.

"Greif, du hast mir das Leben gerettet vor dem Hirsch. Ich wollte danke sagen, drum danke. Mein Name ist Morasa, ich bin ein Waldalb."

Morasas Herz schlug heftig vor Aufregung. Er wartete gespannt ob das Gesch├Âpf antwortete, oder ob es wie ein L├Âwe reagieren und angreifen w├╝rde. Dann w├╝rde er sich erneut in einen Marder verwandeln und in die kleinste Ecke fliehen.
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Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#165

Beitragvon Urako » Sa 8. Jul 2017, 16:50

"Wer von euch beiden den Knollo sucht, ist mir eigentlich wurscht", erkl├Ąrte Urako. "Hauptsache, der kommt herzu und vielleicht kann der mir alles N├Âtige beibringen und sich dann wieder verpissen. Oder du bringst es mir bei. Du bist sicher ein besserer Magier als der. Stimmt eigentlich, wir brauchen ihn gar nicht. Der Kerl ist mehr als fl├╝ssig, er ist ├╝berfl├╝ssig."

Urako lie├č zu, dass Varmikan seine H├Ąnde untersuchte. "Ich sagte doch, ich brauche einen Boxsack." Er grinste etwas und antwortete Varmikan mental: 'Wenn ich gewusst h├Ątte, wo dieses verdammte Frettchen sich gerade aufh├Ąlt, h├Ątte das durchaus passieren k├Ânnen. Aber so spaziert er zu meinem tiefsten Bedauern weiterhin fummelnd und grabschend einher und erfreut sich seines Daseins als Beziehungssch├Ądling.'

Dann drehte er den Kopf unvermittelt zu Dave.

"Sag mal, Davy, hast du eigentlich mal dar├╝ber nachgedacht, wie das w├Ąre, wenn du und Varmi ein gemeinsames Kind h├Ąttet?" Er versuchte, dabei m├Âglichst neutral dreinzublicken, so als ob er ihm die Frage aus reiner Neugier stellen w├╝rde. Er brauchte nicht mit Aino anzufangen, wenn Dave bereits an diesem Punkt Nein sagen w├╝rde.

"├äh und noch was. Also wegen der ├ťbergabe im Falle von, ├Ąh, also wenn Varmi mal gehen sollte. Ist ein schei├č Thema, aber man muss ja mal dr├╝ber reden. Varmi hat mich gefragt und ich wollte dir nur sagen, dass ich mich um dich k├╝mmern w├╝rde, sollte das jemals geschehen. Und Varmi hat auch schon einen Plan f├╝r die symbolische ├ťbergabe erarbeitet, der sich ganz brauchbar anh├Ârt. Willst du ihn h├Âren oder kennst du ihn schon?"

Das klang unsagbar trocken und beil├Ąufig, ungef├Ąhr so passend wie Urakos f├Ârmliche Verabschiedung von Pavo, als sie nach Rakshanistan aufgebrochen waren. Genauso ungeschickt und fehl am Platz. In Wahrheit musste Urako sich tats├Ąchlich sehr zusammenrei├čen bei dem Gedanken, wie wenig Zeit ihnen noch bis zu Varmikans Ableben blieb. Er sp├╝rte, dass seine Aug├Ąpfel hei├č waren und brannten, als w├╝rde er Zwiebeln schneiden.

In seiner Hilflosigkeit und unter dem Eindfluss des Schilfrohrschnapes tat er das, was er eigentlich nicht hatte tun wollen: Er ├Âffnete seinen Geist und stupste gedanklich. Falls Dave wollte, konnte er nun diesen Bereich mental abtasten und sehen, was Urako nicht imstande war angemessen mitzuteilen:

Wie sehr er sie beide mochte und dass er es als eine gro├če Ehre empfand, dass Varmi ihn darum gebeten hatte und wie Ernst er diese ihm anvertraute Aufgabe nahm. Und dass er wie ein Vieh darum k├Ąmpfen w├╝rde, dass dieser Zeitpunkt noch m├Âglichst lange hinausgez├Âgert wurde. Aber auch, wie sehr er sich davor f├╝rchtete, darin zu versagen und davor, wie Gasmi auf die Neuigkeit wohl reagieren w├╝rde. Oder Pavo, der sich ja ebenfalls f├╝r Davard zust├Ąndig f├╝hlte. Sorge, ob sie eifers├╝chtig werden w├╝rden und Urako alles kaputtmachte, was er so verzweifelt zu halten versuchte.

... und einen unsagbaren Hass auf Mo, der Dave angefasst hatte und f├╝r Urako eine finstere, orkangleiche Bedrohung all dessen war, dass ihm lieb und teuer war. Sorge, dass Varmi, Gasmi oder Pavo Mos n├Ąchstes Ziel sein k├Ânnten. Und nicht zuletzt der unertr├Ągliche Gedanke, dass Dave vielleicht gefallen haben k├Ânnte, was Mo getan hatte.
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Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#166

Beitragvon Davard von Hohenfelde » Sa 8. Jul 2017, 19:23

Daves musterte Varmikan und Urako im Wechsel.

"Wenn Ihr beiden mir sagt, wen Ihr sucht, dann finde ich ihn f├╝r Euch. Das ist kein Problem f├╝r mich, es kann allerdings sein, dass es etwas dauert, einen Tag oder so. Es kommt drauf an, wer die Person ist und wo er sich herumtreibt. Ich gehe von einem Kerl aus, wenn Du ihn als Knollo betitelst.

Da es scheinbar um eine Ausbildung in Wassermagie geht, d├╝rfte Varmikan Dich auch ausbilden k├Ânnen. Es sei denn Dein Wunsch ├╝bersteigt den dritten Rang der Magusf├Ąhigkeiten, da rate ich einem Schritt nach dem anderen",
schmunzelte Dave.

"Wobei ich davon ausgehe, dass Varmikan Dich gerne ausbildet... nicht wahr? Leider sind mir in dem Fall die H├Ąnde gebunden, sonst h├Ątte ich Deine Ausbildung ├╝bernommen. W├Ąre doch ein fairer Tausch, wo Du mir auch einiges beigebracht hast Puschel", grinste Dave.

Als Urako ihn ernst, f├Ârmlich ja fast feierlich auf das Thema Kinder und die ├ťbergabe ansprach h├Ârte Dave Puschel eine ganze Weile schweigend zu. Nicht aus Unh├Âflichkeit, sondern im Gegenteil um ihn ausreden zu lassen und damit seinen Respekt zu zollen.

Dann tat Puschel etwas, womit Dave und vermutlich auch Varmikan nie gerechnet h├Ątten - er ├Âffnete seinen Geist. Er entbl├Â├čte sich nicht k├Ârperlich, sondern er offenbarte Dave seine Seele. F├╝r den Magier war dies eine intimere Einladung als zum Sex.

Dave wusste wie schwer sich Puschel damit tat sich zu offenbaren. Die Auslesung zur Einstellung bei den Geistern hatte er so gerade z├Ąhneknirschend ├╝ber sich ergehen lassen. Nicht freiwillig, sondern aus Zwang. Entweder lie├č er sich auslesen, oder er ging - auf die eine oder andere Weise.

Nun den Tiefling bereitwillig und seelisch offenbart vor sich zu sehen, war f├╝r Dave ein gewaltiger Vertrauensbeweis, wenn nicht sogar ein Liebesbeweis. Urako stupste ihn mental an und Dave stupste liebevoll zur├╝ck.

"Worte sind in solchen Situationen hohl und banal. Man kann oft mit Worten nicht ausdr├╝cken, was man tats├Ąchlich denkt und f├╝hlt. Jedenfalls geht es mir sehr oft so. Aus dem Grund antworte ich Dir mental Puschel. Auf all Deine Fragen und Gef├╝hle. Ich antworte Dir offen, ehrlich und so gut und genau ich kann. Falls Du mich danach noch etwas fragen m├Âchtest, nur zu.

Als Gegenleistung und als Zeichen meiner Wertsch├Ątzung, sowie des Dankes f├╝r Deine Geste werde ich ebenfalls etwas tun, was ich sonst nicht zu meiner Handlungsweise geh├Ârt",
antwortete Dave.

Der Magier packte Puschel, hob ihn von der Mauer, zog ihn an sich und umarmte ihn felsenfest. Dave dr├╝ckte seine Stirn gegen die von Urako und verband sich mental mit ihm. Zeitgleich umarmte er Puschel mit seinen Seelenf├Ąden.

`Zur ersten Frage, bez├╝glich Kinder. Fr├╝her als junger Mann habe ich mir immer eine eigene Familie gew├╝nscht, dazu geh├Âren auch Kinder. Oder wenigstens erst mal ein Kind. Mir mit Varmikan ein Kind anzuschaffen, dar├╝ber habe ich ehrlich gesagt, nie nachgedacht.

Wie es w├Ąre wenn ich mit Varmi ein gemeinsames Kind h├Ątte? Das w├Ąre so verr├╝ckt wie wundervoll. Meine Antwort ist ja. Nur das wie, das ist die alles entscheidende Frage. Adoption oder ein anderer Weg?

Zum n├Ąchsten ziemlich d├╝steren Thema. Da gebe ich Dir vollkommen Recht, irgendwann muss man auch ├╝ber solche Themen sprechen. Aber wer spricht schon gerne ├╝ber Abschiede, wenn man doch gerade dabei ist, sich zu finden hm?

Dass Dir dass so zu Herzen geht, freut mich.
Du bist ein besserer Kerl, als Du selbst von Dir glaubst.

Ich glaube das habe ich Dir schon einmal gesagt. Unter anderen Voraussetzungen und mit wesentlich weniger Hintergrundinfo. Allerdings je mehr ich ├╝ber Dich wei├č, je mehr wird die Auffassung zur Tatsache.

Dein eigener Feind bist Du Puschel, Du bist der einzige der Dich wirklich schlecht macht. Andere spiegeln dies nur, denn Du ├╝bertr├Ągst Deinen Selbsthass sehr gekonnt auf andere. Sie hassen Dich dann Retour, zeigen Dir den Hass den Du erwartest und Dir selbst gegen├╝ber hegst.

Das ist Unfug.
Das lernst Du auch noch.
Irgendwann, ich hab es auch gelernt.

Zum Thema Varmikans Lebensspanne, fangen wir mal damit an, denn wir m├╝ssen das Thema etwas entwirren.

Es kotzt mich genauso an wie Dich. Er ist zwanzig Jahre j├╝nger und ist biologisch so alt wie ich. Wenn er davon spricht mit mir gemeinsam alt zu werden, oder besser gesagt nach unseren neusten Pl├Ąnen mit uns, bedeutet das f├╝r ihn... wir alle werden ihn ├╝berleben.

Denke ich dar├╝ber nach, dann bekomme ich Panik, dass sich mir die Luft abschn├╝rt. Ich will ihn auf keinen Fall verlieren, genauso wenig wie Pavo. Sogar noch wesentlich weniger als Pavo, weil mir das Klingenohr alles bedeutet. Er ist die erste Person von der ich mit Fug und Recht behaupten kann, dass ich ihn liebe.

Und von der ich mit Stolz sagen kann, ja seit dem ich ihn kenne, wei├č ich sogar was Liebe ist!
Vorher, Entschuldigung, da habe ich das mit was auch immer verwechselt - Liebe war es jedenfalls nicht.

Aber er steht da nicht alleine Puschel, Du stehst an seiner Seite.
Du hast Dich irgendwie mit in mein Herz gemogelt und f├╝r Dich w├╝rde ich das gleiche leisten, was ich f├╝r Varmikan leisten werde.

Ich werde Leben stehlen um ihn am Leben zu erhalten.

So handhabt das seine Rasse, sie nutzen ihre Macht in der Geistmagie um ein Alter von um die 150 Jahre zu erreichen. Leider ist Varmikan nicht in der Lage den vierten Rang des Magus in Geistmagie zu erreichen, da er sich nicht auf Geistmagie fokussiert hat.

Fachsimpelei, damit m├Âchte ich Dich nicht bel├Ąstigen. Jedenfalls werden wir beide Leute f├╝r die ein Schrieb offen ist holen. Aber wir werden sie nicht mehr t├Âten. Sondern Du und ich Puschel, wir bringen sie hierher. Und hier lassen sie ihr Leben auf die Art, wie wir es gebrauchen k├Ânnen.

Damit schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Der Auftrag wurde erf├╝llt, denn das Opfer ist tot. Und wir haben seine Lebensenergie geerntet und Varmikan damit Zeit verschafft. Wie gesagt, laut meinem Kenntnisstand ist es m├Âglich seine Lebensspanne als Frostalb bis auf 150 Jahre zu strecken.

Bei Menschen geht das sogar noch weiter, ich werde Dir mal einige meiner Verwandten vorstellen.

Weit entfernte Verwandte was Zeit angeht und dennoch reine Blutlinie.

Meine Tante Maghilia zum Beispiel ist so alt, dass keiner von uns mehr wei├č aus welcher Generation sie nun wirklich stammt. Normalerweise machen sich Frauen j├╝nger, bei uns machen sie die Nekros ├Ąlter - das zeugt von gewaltiger Macht.

Aber ├Ąlter als mein Gro├čvater und Urgro├čvater ist Maghilia garantiert.
Ich m├╝sste mal im Stammbuch nachschlagen wie alt sie ist...
Mag kn├╝pft mich auf, wenn ich ihr das sage.

Sie ist eine total liebe Person, Du wirst sie lieben wenn Du sie kennenlernst Puschel. Uralt, aber lustig drauf, immer f├╝r Scherze zu haben. Varmikan liebt sie auch.

Solltest Du jemals in diese Bedr├Ąngnis kommen, dann werde ich Dir ebenfalls eine Spende zukommen lassen. Was wei├č ich, in dem Fall einer t├Âdlichen Verletzung oder Krankheit. Ich k├╝mmere mich drum, ich versorge Euch mit.

Varmikan und Du Ihr beide geht vor, danach folgt Pavo. Das klingt vielleicht jetzt etwas b├Âsartig in Deinen Ohren aber so ist es keinesfalls gemeint. Muss ich abw├Ągen, wen ich rette gilt mein Wohlwollen zuerst immer Varmikan, sogar vor mir. Er h├Ąlt es ebenso.

Drum sorge Dich nicht darum, ich habe mich wie gesagt darum gek├╝mmert. Wir m├╝ssen die Essenz├╝bertragung nur in einem abgesicherten Bereich vornehmen, damit keine Gefahr von au├čen droht und ich mich zur Not ohne Probleme von unserem Spender trennen kann.

Dann sehe ich in Deinen Gedanken, dass Du Dir Gedanken um Varmis Lebensumst├Ąnde gemacht hast. Deine Ideen gefallen mir, wir kommen dem nach. F├╝r uns ist es kein Problem, f├╝r ihn wird es paradiesisch sein, so leben zu k├Ânnen.

Was die Dunkelsteine angeht, ein Frostalb braucht davon eigentlich nur einen, den er direkt auf der Haut tr├Ągt. Sagen wir mal in Form eines Anh├Ąngers.

Ich vertraue Dir jetzt etwas an, wo Du wirklich dicht halten musst Puschel!
Unsere Eheringe sind aus Dunkelstein! Das hei├čt Varmikan bekommt einen von mir geschenkt. Und glaube mir, sie waren verdammt teuer. Ich w├╝rde ihm seinen Ring sogar sofort aush├Ąndigen, aber das darf ich nicht, dass bringt Ungl├╝ck.

Auch wenn ich sonst ein Mann des Pragmatismus bin, in der Sache bin ich abergl├Ąubisch. Ich will unsere Beziehung nicht ruinieren.

Drum das Problem mit der Lebensspanne und den Dunkelsteinen haben wir gel├Âst. F├╝r erstes brauche ich Deine Hilfe, f├╝r zweites - die Ringe sind in meiner Tasche.

Thema meine ├ťbergabe an Dich.
Dass Du so f├╝r uns empfindest ber├╝hrt mich zutiefst und ich glaube ich erz├Ąhle Dir hier nichts Neues, wenn ich Dir sage wir empfinden ebenso f├╝r Dich.

Ich liebe Dich Puschel.

Ich hatte gewiss nicht vor Dich zu lieben, ich hatte vor Dich zu m├Âgen, mich mit Dir anzufreunden und eine Menge Spa├č mit Dir zu haben. Du hast einen fantastischen K├Ârper und Du wei├čt ziemlich geil damit umzugehen. Ich liebe Deine Krallen in meinem H├╝ftspeck...

Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Irgendwie... nunja bist Du eben direkt neben Varmikan in meinem Herzen. Ich w├╝rde f├╝r Dich t├Âten und ich werde es tun, wenn ich muss. Geschworen.

Du bist f├╝r mich nicht nur ein Geliebter, ein Freund oder Familie...
Du bist mein Vertrauter Puschel.

Ich liebe nicht nur Deinen K├Ârper, nicht dass Du das denkst - ich liebe Dich als Person.

Die ├ťbergabe feiere ich au├čerordentlich gerne mit Euch beiden. In den Plan bin ich eingeweiht. Wir feiern in Alessa, wir machen uns einen sch├Ânen Tag und dann ziehen wir uns in mein Stadthaus dort zur├╝ck f├╝r die Feier der ├ťbergabe.

Die Feier hei├čt nicht, dass die ├ťbergabe an sich schnell stattfinden wird.
Wir beide werden wie Wolfshunde daf├╝r k├Ąmpfen, dass der Tag so lange wie m├Âglich auf sich warten l├Ąsst.

Du musst keine Angst haben, dass Pavo uns dazwischenfunkt, ich glaube der s├Ąhe uns beide lieber zusammen als getrennt. Er w├╝rde uns jederzeit unterst├╝tzen, aber nicht dazwischen schlagen. Das macht Pavo nicht, keine Angst. Wir sind ja beides seine Jungs wie er immer so sch├Ân sagt. Was sollte er dagegen haben, wenn wir befreundet sind oder sogar ein Paar w├Ąren? Nichts wird er dagegen haben.

Was Gasmi angeht, tja.
Du k├Ânntest ihm die H├Ąlfte sagen, sprich das Varmikan Dich gebeten hat im Falle seines Umzuges ein Auge auf mich zu haben. Du hast zugestimmt als sein Freund, denn ├╝berleg mal, Gasmi ist ein Rudelwesen, wieso sollte er dagegen sprechen? D├╝sterlinge leben im Rudel ja auch etwas lockerer, vielleicht w├╝rde er es nicht verurteilen, wenn er alles w├╝sste. Aber damit warte lieber noch ein paar Jahre, oder Jahrzehnte, gut w├Ąren auch ein paar Jahrhunderte...

Thema Mo.
Ich habe Dir doch von diesem seltsamen Traum erz├Ąhlt. Es war kein Traum, denn als Mo und ich in der Stadt waren, hat er mir offenbart, dass das kein Traum war, sondern eben Fakt.

Du machst Dir Sorgen ob es mir gefallen hat - die Fummelei, eindeutig nein. Dazu war es zu andersartig. Von ihm umworben zu werden - ja. Das hat mir gewaltig geschmeichelt, weil ich so eine Form von Aufmerksamkeit sonst nicht gewohnt war.
Er tat es nicht aus B├Âsartigkeit, sondern weil er etwas f├╝r mich empfindet. Gut mein Bruder sagte das ist keine Ausrede, er h├Ątte mich trotzdem nicht anfassen d├╝rfen. Aber es ist geschehen und nicht r├╝ckg├Ąngig zu machen. Die Frage ist, wie wir damit umgehen.

Er hat mich ja schlie├člich nicht...
Also er hat laut Varmi irgendwie schon...
Ehm... ja.

Ich halte zuk├╝nftig den Sicherheitsabstand zu Mo ein, geschworen. Trotzdem kann ich nachvollziehen wie einsam er war und wie sich das anf├╝hlt. Ich habe ihm in der Stadt nach dem Gest├Ąndnis in die Fresse geboxt, er ist auf dem Arsch gelandet und war etwas weggetreten.

Ich habe ihm gesagt, er soll sich einen eigenen Partner suchen, ich werde nicht sein Partner, ich geh├Âre Varmikan.

Mo dachte wir zwei w├Ąren mal zusammen gewesen, er hat mich ausgefragt. Selbstverst├Ąndlich habe ich nichts gesagt, aber er scheint ziemlich eifers├╝chtig auf Dich zu sein, warum auch immer.

H├Âr zu Puschel, ich wei├č Du h├Ąltst mich sicher f├╝r ein Weichei oder so, aber lass es bitte auf sich beruhen, sonst haben wir Krieg in der Gilde. Weshalb denn dann? Weil einer seine d├Ąmlichen Griffel nicht bei sich behalten konnte, weil er verknallt ist? Er hat eins in die Schnauze bekommen, Thema ist erledigt. Es wird nie wieder vorkommen.

Und sollte es das doch, dann kannst Du Dich gerne mit Varmikan und Ansgar um die Sache k├╝mmern. Wenn Mo aber sein Wort h├Ąlt, sehe ich das als erledigt an.

Zur├╝ck zum sch├Ânen Thema, also wann wollen wir umziehen? Wie hast Du Dir das vorgestellt? Mit der Gartenplanung bin ich absolut einverstanden. Ich w├╝nsche mir eine Sitzecke mit Grillm├Âglichkeit.

Und mal eine Frage nebenbei, wenn wir gemeinsam in einem Haus wohnen, ist dann Vertretungsdienst Deinerseits dabei? Sprich kann ich Dich darum bitten? Mental selbstverst├Ąndlich...┬┤,
schmunzelte Dave.

Er k├╝sste Puschel fest und liebevoll auf den Mund.

"Gibt kein Grund f├╝r Deine Tr├Ąnen Puschel", fl├╝sterte Dave Urako ins Ohr.
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Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#167

Beitragvon Kariakin » Sa 8. Jul 2017, 19:48

Kariakin erhob sich und drehte sich zu dem Waldalben um. Mit schr├Ąg gelegtem Kopf musterte er seinen kleinen Zaungast, der sich ganz leise angeschlichen hatte.

Er sp├╝rte die Angst und den Respekt des Alben, allein seine Gr├Â├če war f├╝r die meisten schon furchteinfl├Â├čend.

Trotz seiner Angst stand der Waldalb unbeirrt vor ihm und bedankte sich. Der Greif lie├č sich nieder und faltete seine vorderen Raubvogelpranken wie eine Katze zusammen, die sich hinlegte.

"Der Zufall hat Dich gerettet Morasa, wir beide jagten das gleiche Wild. Du hast scheinbar von der einen Seite und ich von der anderen aus angegriffen. Wenn mein Beuteschlag Dein Leben gerettet hat, freut mich das.

Du musst mich nicht f├╝rchten kleiner Waldalb, die Zeiten in denen ich Schrecken unter meinen Feinden verbreitete, sind lange vorbei. Ein Greif ist nur so gut wie sein Reiter, beide bilden ein untrennbares Team.

Meist gehen wir einen Bund mit Harpyien oder Lichtalben ein um bek├Ąmpfen die Dunkelheit. Und doch sitze ich hier alleine vor Dir.

Aber die Dunkelheit hat meine Venthros Geschwister die Harpyien l├Ąngst verschlungen. Faul, dekadent und Orgien feiernd, sind sie nur noch ein Schatten ihrer selbst. Und f├╝r einen Lichtreiter bin ich schon zu alt und zu desillusioniert.

Nun Du hast sicher Besseres zu tun, als einem alten Veteranen der L├╝fte zu lauschen. Falls nicht, setz Dich doch einen Moment zu mir.

Ich w├Ąre bereit Dir ein St├╝ck der Beute abzugeben. Schneide Dir das Fleisch heraus, dass Du essen m├Âchtest.

Es war sch├Ân Deine Bekanntschaft zu machen Morasa. Deine Worte haben mich gefreut, ich habe schon lange nicht mehr mit jemanden gesprochen. Mein Name ist Kariakin",
sagte der Greif.

Sein langer Hals schnellte nach hinten, packte den Hirsch und legte die Beute vor seine F├╝├če.
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Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#168

Beitragvon Morasa » Mo 10. Jul 2017, 10:27

Morasa
 
schaute zu dem Greif auf. Der Waldalb war sprachlos dass der Greif wirklich sprechen konnte. Er hatte das zwar ├Âfter geh├Ârt, in Tavernen und anderen Orten, aber geglaubt hatte er es nicht. Kariakin sprach wie eine Person. Er war einer Person in einer anderen Gestalt. Wie die Centrauren war er, dachte Morasa. Es musste nicht alles wie ein Alb aussehen um klug zu sein. Manches lief auf zwei Beine und verursachte nur ├ärger. Sein Feind der Tiefling zum Beispiel. Der h├Ątte ihn beinahe umgebracht, ohne dass er in der N├Ąhe war. Und das nur, weil Mo so bl├Âd war, dem Tiefling seinen Dolch zu verpf├Ąnden. Morasa wollte sich wenn er zur├╝ck gekehrt war, sofort seinen Dolch wiederholen. So konnte er nicht auf die Jagd gehen. Er war ein Idiot, wie sollte er ohne Dolch seine Beute aufbrechen und ausweiden k├Ânnen. Die Hilfe w├╝rde sowieso keine Hilfe sein, sondern nur wieder eine Verarschung um ihn blosszustellen. Er hatte ├╝berhaupt nicht richtig nachgedacht.
Kariakin bot ihn von den Fleisch des Hirsches an, was Morasa sehr freute.
 
ÔÇ×Dann hat uns der Zufall zusammengef├╝hrt Kariakin. Ich hatte lange Zeit selber niemanden mehr mit dem ich reden konnte. Jetzt bin ich in einer neuen Gilde und da lief von Anfang an alles schief. Vielleicht wundert es dich, dass ein J├Ąger kein Messer oder Dolch dabei hat, aber ich hab bl├Âderweise meinen Dolch verpf├Ąndet. F├╝r was, sage ich besser nicht, du w├╝rdest dich ├╝ber meine Bl├Âdheit totlachen. Ich habe mich schon gewundert, dass mich der Hirsch nicht ausgelacht hat, weil ich so ein Idiot bin. Ich schwatze gerne mit dir, schwatz einfach drauf los. Die anderen in meiner Gilde sind ganz nett bis auf zwei Feinde die mich von Anfang an gehasst haben. Es sind Albenhasser. Lichtalben reiten oft Greife habe ich geh├Ârt, wie du selber gerade gesagt hast. Ich glaube nicht, dass dich jemand verurteilt weil du alt oder ein Veteran bist. Dann hast du doch Erfahrung. Ich w├╝rd gerne mal auf deinen R├╝cken eine Runde fliegen, wenn ich darf.
Das du mir was von dem Fleisch abgeben willst ist nett von dir, ich brauche aber einen grossen Batzen Fleisch f├╝r viele Leute. Ich soll ein Vers├Âhnungsessen kochen. Wenn die Frage nicht dreist ist, kannst du mich mit meinen Hirsch nachher nach Hause fliegen? Dann m├╝ssten ich nicht das ganze St├╝ck reiten und ich bin schneller dort. Wir k├Ânnen unterwegs weiterschwatzen wenn du Lust hast.
Die Ecke vom Wald hier ist sch├Ân, fast so sch├Ân wie meine alte Heimat. Hast du ein Nest oder eine H├Âhle wo du lebst? Wenn nicht, kann ich dir eine H├╝tte bauen, dann hast du einen Unterstand f├╝r schlechtes Wetter. In der N├Ąhe von Kalthorst hatte ich im Wald auch eine kleine Holzh├╝tte. Dort habe ich gelebt. Manchmal w├╝nsche ich, ich w├Ąre nicht fortgegangen von dort. Seit dem ich den neuen Job angenommen habe wurde alles Scheisse, eigentlich dachte ich mit festen Einkommen wird alles besser. Aber auf das Einkommen habe ich bald keinen Bock mehr f├╝r den ganzen ├ärger mit diesen Albenhassern. Vertreiben lassen will ich mich auch nicht, darum werde ich noch das Vers├Âhnungsessen zubereiten. Aber wenn es nicht hilft und du doch auch niemand hast, k├Ânnten wir uns zusammentun. Was meinst du dazu? In meine alte H├╝tte passt du garantiert nicht hinein, aber ich kann dir eine eigene bauen. Oder einfach einen Verschlag wo du im Stroh schlafen kannst, damit du nicht auf dem harten Boden liegen musst.
Falls du dazu Lust hast, nehmen wir Mauli und meinen Hirsch mit. Mauli ist ein Gul, er sieht seltsam aus aber du musst keine Angst vor ihm haben. Er ist harmlos und sehr freundlich. Ich glaube in der Wildnis kann ich ihn auch besser mit Fleisch versorgen als hier. Hier versteht mich jeder falsch. Stadtleben ist nichts f├╝r Waldbewohner.ÔÇť
 
Der Waldalb setzte sich vor Kariakin hin und untersuchte den toten Hirsch.
 
ÔÇ×Ich hab voll miserabel geschossen. Sein Herz wollte ich treffen und wo hab ich getroffen? Pft, guck dir die Scheisse an. Eine Schande f├╝r einen Waldalben. Zuhause hatte ich etwas Geld gespart, ich wollte mit ein Esel oder ein Maultier f├╝r den Transport kaufen, jetzt habe ich einen Reithirsch. Ich habe ihn geschenkt bekommen. Es ist kein Geheimnis, du kannst es ruhig wissen. Ich habe mich in einer Taverne um einen Job bem├╝ht, eben bei dieser Gilde wo ich jetzt bin. Dort habe ich mich verpflichtet und jemand kennengelernt. Ich fand ihn klasse, er ist ein heisses St├╝ck. Und er hat einen Mann, der nicht ganz klar im Kopf ist. Wie ich herausgeh├Ârt hab, schl├Ągt er ihn und trotzdem will er bei dem bl├Âden Sack von einem Frostalben bleiben. Zuerst dachte ich, der ist ganz nett, aber nachdem ich das geh├Ârt habe, dachte ich es ist wahr, was man ├╝ber Frostalben sagt. Sie sind b├Âsartig und verr├╝ckt, sie sind gewaltt├Ątige Irre die jeden umbringen wollen.
Den ich kennengelernt habe, der hatte mich verteidigt als mich der Albenhasser vor allen angegriffen hat. Es kam zum Schluss so, dass er sich besoffen hat und wir sind gemeinsam in sein Haus gegangen. Dort haben wir ├╝bernachtet. Ich habe auf ihn aufgepasst und ich habe mich gefreut, dass er bei mir war. Ich mag ihn sehr. Ich hab ihn gestreichelt, weisst du? Dass h├Ątte ich nicht gedurft, aber ich hab es ihm sp├Ąter gestanden. Und da hat er mir eins aufs Maul gegeben und trotzdem war er danach noch nett zu mir. Keine Ahnung was er wirklich will. Weiss er vielleicht selber nicht so genau.
Denk nicht dass ich dich zuschwatzen will, aber du hast es mir angeboten und ich hab keinen den ich mal was erz├Ąhlen kann. Gib keinen der sich interessiert. Und wenn nur daf├╝r wie ich schnell verschwinde oder abkratze. Und du hast keine Meinung von mir. Jemand den ich kenne sagte mir mal, Fremden kann man mehr erz├Ąhlen als Bekannten oder Freunden. Fremde haben keine Vorstellung vor dir, sie stecken dich nicht in eine Schublade und du musst kein Bild erf├╝llen. Darum kann man oft mit Fremden die man mag, freier reden als mit Bekannte. Die verurteilen dich vielleicht pl├Âtzlich, weil du nicht mehr ihr Bild erf├╝llst.
Wenn es danach geht, ich habe noch nie ein Bild erf├╝llt. Scheinbar bin ich f├╝r alle ein Albtraum. Das Wort muss von Alb kommen, Waldalb vermutlich. Es sollte Morasatraum heissen die Scheisse. F├╝r meine Leute bin ich ein Verr├Ąter. Ich handele nicht wie ein Waldalb handeln soll. Ich bin nicht zu jeden freundlich. Wenn jemand Freundlichkeit verdient und zu mir freundlich ist wie du, bin ich auch freundlich. Aber wenn mich einer angreift, werde ich mich verteidigen. Das macht jedes Tier im Wald. Keine Ahnung warum meine Leute so verblendet sind.
Und ich hab noch weniger Ahnung was der verfluchte D├Ąmon eines Tieflings dachte, dass er mich beschimpfen kann und ich bedanke mich daf├╝r. Ich glaube wenn alle Stricke reissen, dann habe ich nur eine Person, die mir noch helfen kann. Er ist klein und niedlich, aber er ist t├Âdlich wie eine Grasschlange. Er heisst Jozo und ich habe ihn in Kalthorst kennengelernt. Meine neue Gilde f├╝rchtet ihn. Mittlerweile glaube ich, der wurde nur rausgeworfen, weil er vertr├Ąglich ist. Komisch ich habe mich sofort mit ihm verstanden. Ein klein bisschen hat er gezankt, aber dann haben wir uns gut verstanden.
Beim zweiten Besuch war er richtig nett. Ich habe ihm ein Geschenk mitgebracht, wir haben geschwatzt und gelacht und es war richtig sch├Ân. Ich sollte ihn wieder besuchen, dass w├╝rde meiner Seele gut tun. Einfach mit jemand reden der mich versteht und mich nicht verurteilt weil ich kein Feigling bin. Diese Heuchlergilde. Ich glaube ich sollte nur den Vers├Âhnungsfrass kochen, damit die mich aus dem Weg haben um neue Gemeinheiten gegen mich zu planen.ÔÇť
 
Morasa st├╝tzte seinen Kopf auf die Hand.
 
ÔÇ×Mir war der Streit irgendwann zuviel. Kaum war ich da, gab es schon Streit. Ich wollte doch nur einen Job. Jedenfalls meinten einige aus der Gilde, vers├Âhn dich mit Urako, so heisst der Kotzbrocken von einem sch├Ąndlichen Tiefling. Im Kompost von Ardemia soll er verfaulen. Ich habe ihm die Hand gereicht, er sagte nein. Er wollte das Vers├Âhnungessen. Er wollte mir beibringen, wie ich meine Wut kontrollieren kann. Angeblich kann man an Wut sterben. Und weisst du was? Ich hab das geglaubt. Erz├Ąhl das bloss niemand Kariakin, die halten mich f├╝r verr├╝ckt. An Wut sterben, wie doof muss ich sein. Wenn man w├╝tend ist, stirbt man. Aber klar.
Dann sterbe ich auch vor Freude oder vor Trauer? Dar├╝ber h├Ątte ich mal was fr├╝her nachdenken sollen ich Idiot. Jedenfalls wollte ich nicht vor Wut sterben und dieser Betr├╝ger von einem Tiefling bot mir Hilfe an. Das ich das sogar das geglaubt habe, ist nicht normal. Der sollte bei einer Bank anfangen als Geldabkn├Âpfer, der w├Ąre ideal. Also habe ich zugestimmt, dass er mir beibringt meine Wut zu kontrollieren. Da ich blank bin wie ein Babyarsch, hab ich meinen Dolch verpf├Ąndet. Alles was ich von meinen Vater noch habe.
Ich habe ihn bezahlt, damit er mich zum zahnlosen Wolf macht! Ich k├Ânnte im Strahl kotzen, so doof war ich. Dann werde ich hier fast get├Âtet, weil mir genau in dem Moment der Dolch fehlt, den ich verpf├Ąndet habe, an diesen D├Ąmon. Das kann doch nicht wahr sein oder? Das einzige gute ist, dass wir beide uns getroffen haben Kariakin.
Wenn du magst, zeige ich dir gerne mal meine alte H├╝tte und wie ich dir eine bauen w├╝rde.ÔÇť
 
Der Waldalb dachte nach ├╝ber die Worte von dem Greif. Die Harpien waren scheinbar alle versoffene und drogens├╝chtige Vogelwesen geworden. Wie das passiert war, hatte der Greif nicht erz├Ąhlt. Und f├╝r die Lichtalben war er zu alt. Lichtalben waren so arrogant wie Frostalben brutal waren. Mo fand Kariakin als ein sch├Ânes Wesen. Er war riesig, kraftvoll und wie eine Raubkatze oder ein Adler wirkte er besonders. So ein Wesen zu sagen es war zu alt war eine bodenlose Frechheit.
 
ÔÇ×Lichtalben sind arrogante Alben Kariakin. Sie stellen sich ├╝ber andere und meinen ihnen geh├Ârt die Welt. Sie halten sich f├╝r so klug und rein. Dabei sind sie weder bessere Alben noch mehr wert als andere V├Âlker. Sie sind verblendete Irre, die den Weg der Natur vergessen haben. Sie schimpfen auf andere die Fleisch essen, dabei schenkt die Natur einen alles was man braucht. Nahrung, aus Fleisch oder Pflanzen und sogar eine Behausung, wenn man sie baut. Aber die Lichtalben tun so, als w├Ąre ein J├Ąger ein M├Ârder. Was sind dann Raubtiere f├╝r sie? Alles b├Âse Kreaturen die man schlachten muss? Die spinnen sage ich dir.
Sie selber bek├Ąmpfen andere, anstatt ein friedliches Beispiel zu sein. Sie zeigen mit ihren bleichen Wurstfingern auf andere und selber sind sie kein St├╝ck besser. Sie sind schlechter, denn sie sind L├╝gner und Betr├╝ger. Von solche Alben musst du dir nicht sagen lassen, dass du zu alt bist. Sie k├Ânnen dich an deinen Arsch lecken.ÔÇť
 
Morasa l├Ąchelte Kariakin an. Der Waldalb f├╝hlte sich wohl bei dem Greif. Er f├╝hlte sich befreit mit jemand ├╝ber seine Sorgen reden zu k├Ânnen. Vielleicht hatte Kariakin ja Lust ihn zu begleiten. Dann w├╝rde Mo ihm auch etwas sch├Ânes von der Natur zeigen und der Greif w├╝rde nicht nur klagen h├Âren.
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Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#169

Beitragvon Kariakin » Di 11. Jul 2017, 08:23

Der gro├če Greif nickte weise.

ÔÇ×Dann teilen wir das gleiche Schicksal Morasa. Wir beide sind Einzelg├Ąnger und werden wohl h├Ąufig missverstandenÔÇť, antwortete Kariakin.

Der Greif legte sich etwas auf die Seite und lauschte Morasa, w├Ąhren dieser ihm sein Herz aussch├╝ttete.

ÔÇ×Ich w├╝rde Lichtalben nicht als schlecht bezeichnen Morasa, sie sind fanatisch was ihre Ansichten angeht. Sie halten ausschlie├člich ihre Meinung f├╝r korrekt und vor allem f├╝r ma├čgeblich. Da Frostalben sehr ├Ąhnliche Ansichten haben und ebenso ihre eigene Meinung f├╝r unumst├Â├člich halten, sind Konflikte zwischen diesen beiden V├Âlkern leider vorprogrammiert. Niemand r├╝ckt von seinem Standpunkt ab.

Auge um AugeÔÇŽ das Ergebnis dieses Handelns ist nicht der Sieg Morasa, lass Dir das gesagt sein. Auge um Auge bedeutet irgendwann wird die ganze Welt blind sein!

Du sprichst in Wut und ich verstehe auch woher sie r├╝hrt. Du hast Dir Hoffnungen gemacht, genauso wie Du Dich gefreut hast, eine neue Gilde gefunden zu haben. Nun macht Dir genau ein Mann Dein Leben schwer.

Du siehst nur seine Handlungen Morasa, Du siehst nicht warum er so handelt.
Was l├Ąsst ihn so feindlich reagieren?
Steckt er sein Revier ab?
Besch├╝tzt er wen?

Auch wenn Du selbst nicht vollkommen wie ein Waldalb handelst, solltest Du einen anderen Blick auf die Dinge haben. Hinter scheinbar offensichtlichen Handlungen, k├Ânnen sich v├Âllig andere Gr├╝nde verbergen.

Ihr beiden werdet Euch vermutlich nur streiten, habt Ihr je versucht miteinander zu sprechen?
Damit meine ich nicht, sich gegenseitig zu beleidigen, sondern tats├Ąchlich zu kl├Ąren, was zwischen Euch falsch l├Ąuft. Hast Du jemals den Tiefling darauf angesprochen, sprich hast Du ihn gefragt, warum bist Du mir gegen├╝ber so feindlich eingestellt?

Nat├╝rlich kann es sein, dass er Dich als Person einfach schlichtweg nicht ausstehen kann. Den Umstand kennt jeder, Du wie auch ich Morasa. Man sieht eine Person und man kommt mit ihr einfach nicht klar. Man kann die Person nicht riechen, so hei├čt ein Sprichwort doch.

Da Du nach Deiner Erz├Ąhlung aber scheinbar gerne in dieser Gilde bist und freiwillig eingetreten bist, dort sogar jemanden sehr magst, w├Ąre es doch das kl├╝gste, den Kontrahenten einfach mal anzusprechen was ihn st├Ârt.

M├Âglicherweise kl├Ąrt sich die Sache ganz einfach, ohne dass Du vor Wut fast platzen musst.
Kl├Ąrt sich die Sache nicht, dann hast Du es wenigstens versucht und kannst einen Punkt hinter den Streit setzen. An Deiner Stelle w├╝rde ich mich nach einem Kl├Ąrungsversuch auch nicht weiter provozieren lassen, ich w├╝rde mich mit dieser Person nicht mehr abgeben. Einfach guten Tag und guten Weg.

Denn bedenke auch dass, nur weil man der gleichen Familie oder Gilde angeh├Ârt, muss man sich noch lange nicht ausstehen k├Ânnen. Sicher ist es sch├Âner, wenn sich alle verstehen und m├Âgen. Aber dazu muss auch jeder seinen Beitrag leisten und dazu geh├Ârt auch, dass man auf den anderen einen Schritt zugeht.

Wie Du schon richtig gesagt hast, wir beide gehen freundlich miteinander um, und so kamen wir direkt miteinander aus.

Ich habe keinen Grund unfreundlich zu sein Morasa.
Ich habe auch nichts davon wenn es Dir schlecht geht.

Du hast mir erz├Ąhlt was Dich bedr├╝ckt und mich damit im Grunde um meine Meinung gefragt. Ich habe Dir meine Sicht der Dinge sachlich und neutral geschildert. Ich kenne weder Dich noch diesen Tiefling. Alles was ich von Euren Streit wei├č, hast Du mir erz├Ąhlt.

Nur solltest Du auch bedenken, wenn Du sonst mit allen aus der Gilde klarkommst und der Tiefling ebenso, dann liegt da etwas im Argen was Euch beide betrifft. Denn die restlichen Leute mit denen Ihr beiden auskommt, mit denen habt Ihr kein Problem.

Das solltest Du kl├Ąren und wenn Du wie Du selbst behauptest kein Feigling bist, dann sprich den Tiefling offen und direkt an.

Der Tiefling hat Dich nicht belogen, was die M├Âglichkeit anbelangt vor Wut zu versterben.
An dem Gef├╝hl der Wut verstirbst Du nat├╝rlich nicht Morasa, aber Dein K├Ârper reagiert auf Wut mit k├Ârperlichen Symptomen und es ist dabei schon so mancher tats├Ąchlich tot umgefallen, weil er sich so ge├Ąrgert hat.

Und ob Du es glaubst oder nicht, vor Trauer sind auch schon einige gestorben, besonders dann, wenn sie eine Person sehr geliebt haben. Liebe bedeutet auch, dass man am gebrochenen Herzen sterben kann. Dies betrifft nicht nur Humaoide wie Alben oder Menschen Morasa, es betrifft jedes Lebewesen mit einem Herzen und der aufrichtigen F├Ąhigkeit zu lieben. Es ist bekannt, dass zum Beispiel auch Hunde am gebrochenen Herzen sterben k├Ânnen. Sie essen nichts mehr ohne ihre geliebte Person. Genauso verh├Ąlt es sich mit Treue, die haben auch nicht die Alben oder Menschen erfunden. Manch ein liebender Hund wartete Jahre lang noch auf seinen toten Herren oder sein totes Frauchen.

Und ja, sogar vor Freude oder Erleichterung kann man sterben Morasa. Das lass Dir von einem alten Veteranen gesagt sein. Es geschieht h├Ąufig im Krieg.

Gefangene halten durch, k├Ąmpfen seelisch um Gefangenschaft und Folter zu ├╝berleben und genau in dem Moment wo sie gerettet werden sterben sie. Die Erkl├Ąrung daf├╝r ist, in dem Moment sind sie voller Freude und geben ihre innere Kampfhaltung auf. Das ist der Moment ihres Todes.

Du bist weder dumm noch ein Idiot Morasa, Du bist in diesen Dingen nur unwissend. Ein Zustand den Du mit gutem Willen ├Ąndern kannstÔÇť,
erl├Ąuterte Kariakin.

Der Greif riss den Hirsch mit seinen Krallen und seinem scharfen Schnabel in kleine St├╝cke und schob sie Morasa r├╝ber.

ÔÇ×Hier nutze das Fleisch weise f├╝r Dein Vers├Âhnungsmahl. Nein ich habe keine H├Âhle und auch kein Nest. Ein Unterschlupf w├╝rde mir gefallen. Du kannst gerne eine Runde auf meinem R├╝cken reiten, dabei kannst Du mir ja Deine alte Heimat zeigen, wie Du sie nennst.

Du musst die H├╝tte doch nicht ganz aufgeben, oder bist Du gezwungen ausschlie├člich bei dieser Gilde zu leben? Dich nach Hause zu fliegen, samt Deinem Reittier ist f├╝r mich kein Problem. Die Frage ist nur, wie sieht das Dein ReittierÔÇť, antwortete der Greif und richtete sich auf.

ÔÇ×Pack Dein Fleisch ein und lass uns aufbrechenÔÇť,
sagte Kariakin und schlug kurz mit den Fl├╝geln um seine Muskeln zu lockern.

Er mochte den kleinen Waldalb, er bedauerte dass der kleine Kerl so voller Wut auf alles und jeden war.
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Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#170

Beitragvon Morasa » Di 11. Jul 2017, 13:56

Morasa
 
Sammelte das Fleisch ein und verschn├╝rte es. Das was ihm Kariakin vorgeschlagen hatte, h├Ârte sich gut an. So konnte ihm niemand vorwerfen, er h├Ątte sich nicht um Frieden bem├╝ht. Der Greif hatte Recht, was sollte er sich weiter ├╝ber den Tiefling ├Ąrgern. Mo wollte das versprochene Essen kochen und danach wollte er den Tiefling ignorieren. Der Waldalb w├╝rde sich von ihm fernhalten. Das hatte Mo schon vorher vorgehabt, aber jetzt durch den Zwischenfall mit dem Hirsch hatte er sich erneut ├╝ber den Tiefling ge├Ąrgert.
Trotzdem beschloss Morasa Jozo davon zu erz├Ąhlen. Der Goblin w├╝rde ihn verstehen. Und wenn er Gl├╝ck hatte, w├╝rde sich Jozo damit einverstanden erkl├Ąren ihm auch bei seinen Tieflingsproblem zu helfen. Warum sollte er sich mit Urako streiten, wenn Jozo daf├╝r sorgen k├Ânnte, dass die Grossfresse ihr Maul hielt und winzig klein wurde.
Morasa musste bei den Gedanken daran l├Ącheln. Mo wusste wie gef├Ąhrlich Jozo sein konnte. Er war schnell, b├Âsartig und gef├Ąhrlich. Jo war wie ein kleines b├Âsartiges Kind. Er w├╝rde Urako die Fl├╝gel ausreissen wie ein Kind Fliegen die Fl├╝gel rauszupfte und dabei lachte.
Ja Jozo war die perfekte Antwort auf Morasas Probleme. Mo brauchte ein richtig geiles Geschenk f├╝r den gelben Goblin. Dann w├╝rde Jo bestimmt Urako zusammenschlagen und der Tiefling wusste dann was gut und schlecht f├╝r ihn war.
Mo dachte nach und fand, dass Jozo wenn er schon dabei war Dave f├╝r ihn organisieren k├Ânnte. Wenn er Urako gr├╝n und blau schlug, was sicher lustig aussah bei einen pinken Tiefling, k├Ânnte er Dave einsacken und entf├╝hren.
Er k├Ânnte Dave festhalten und ihn etwas spezial behandeln, damit Dave etwas Angst bekommen w├╝rde. Dann w├╝rde Mo Dave retten. Dann sah die Sache ganz anders aus zwischen Mo und Dave. Der Magier w├Ąre ihm bestimmt dankbar. Morasa vermutete, dass jeder dankbar war, den man von Jozo befreite.
Sein Plan war gut. Nur wie man Dave einfangen konnte, ohne das er schwer verletzt werden w├╝rde, dass war ein Problem. Jozo musste ihn irgendwie ausknocken. Dave durfte nicht in seinem Kopf rumpfuschen, sonst w├Ąre Jozo nicht zu gebrauchen. Zumindest fangen musste der Goblin den Dave.
Mo wurde warm bei der Vorstellung, wie dankbar Dave w├Ąre. In seiner Vorstellung war er sehr dankbar. Wozu brauchte er noch den verfluchten Frostalb, wenn er nicht mal auf seinen Mann aufpassen konnte. Er brauchte Varmikan nicht, der ihn nicht retten konnte. Diesen verfressenen Pantoffelhelden von einem Frostalben.
Danach war egal was mit Jozo geschah, denn Mo wollte Dave retten und f├╝r sich erobern und nicht Jozo besch├╝tzen. Schwund war ┬áimmer. Und wer angeln ging, der hatte K├Âder am Haken gehangen. Angeln war nichts anderes als Wasserjagd.
Morasa bliess sich eine Haarstr├Ąhne aus den Gesicht und l├Ąchelte Kariakin an.
Der Greif war sehr klug und hatte ihn gut beraten. Ärgern würde sich Mo nicht mehr. Er würde freundlich mit Urako sprechen und der Plan würde laufen.
 
ÔÇ×Danke, du kannst den Hirsch am Sattel packen und im Flug wegtragen. Der kann ja nichts machen, ausser vor Angst kacken, aber dass f├Ąllt ja nach unten und trifft uns nicht.ÔÇť
 
Der Waldalb lachte gut gelaunt und kletterte auf den R├╝cken von den Greifen.
 
ÔÇ×Die H├╝tte zeige ich dir, wenn wir das Fleisch abgeliefert haben. Ich hoffe du bist einverstanden.ÔÇť
 
Mo hielt sich am Hals von Kariakin fest und wartete dass der Greif durchstartete.
 
 
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