Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

Das Geisterhaus
Die Geister waren bis zum Jahr 202 eine erfolgreiche Gilde von Auftragsm├Ârdern. Jedoch bot das Leben im Geisterhaus mehr als nur ein gesichertes Einkommen, sondern auch ein zu Hause f├╝r Verlorene. Wichtigste Aufnahmebedingungen waren absolute Loyalit├Ąt und Verschwiegenheit - sonst endete man rasch selbst auf der Todesliste. Die ehemaligen Geister verdienen ihren Lebensunterhalt heute auf ehrbare Weise als "Fantomes" in Souvagne.
Antworten
Benutzeravatar
Kariakin
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 8
Registriert: So 23. Apr 2017, 08:06
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#171

Beitrag von Kariakin » Mi 12. Jul 2017, 08:07

Kariakin musterte Morasa der schlagartig gute Laune hatte. Der Greif wartete bis Morasa richtig sa├č. Der Waldalb hielt sich an seinem Hals fest, was im Grunde ausreichend war. Kariakin war gro├č, im Grunde war er sogar gewaltig im Vergleich zu dem kleinen Waldalben.

Und wenn Menschen oder auch Alben problemlos auf ungesattelten Pferden reiten konnten, dann durfte es auch kein Problem darstellen, wenn Mo auf seinem R├╝cken sa├č. Genug Platz hatte der Waldalb auf seinem Kreuz.

Kariakin breitete seine gewaltigen Schwingen aus, sprang mit einem gewaltigen Satz in die Luft und schlug hart mit den Fl├╝geln um so schnell an H├Âhe zu gewinnen.

Der Greif kreiste einmal ├╝ber dem Waldst├╝ck, wo er Morasa aufgelesen hatte und hielt nach dem Reithirsch Ausschau. Einen Hirsch im Wald aufzusp├╝ren war nicht ganz so leicht, aber einen gesattelten, handzahmen Hirsch erkannte man sofort.

Nach einigen Kreisen die der Greif am Himmel zog, entdeckte er das Tier von Morasa. Kariakin w├Ąhlte seinen Anflug so, dass er die Sonne im R├╝cken hatte und dadurch verdeckt wurde.

Der Greif ging im Gleitflug herunter und hielt auf den Hirsch zu. Als der Hirsch Kariakin entdeckte war es f├╝r ihn bereits zu sp├Ąt. Der Greif flog genau hinter dem Reithirsch und als er ├╝ber dessen R├╝cken hinwegglitt, griff er mit seinen Vorderpranken in den Sattel und pfl├╝ckte Morasas Reittier vom Boden.

Zuerst zappelte der Hirsch noch etwas vor lauter Panik, aber der Griff der Raubvogelkrallen des Greifs war unerbittlich. Der Hirsch kam zu seinem eigenen Gl├╝ck nicht frei.

Das Tier gab auch bald seine Gegenwehr auf, als der Boden unter ihm immer kleiner wurde. Verschreckt und schlaff hing es in seinem Sattelgurt und starrte nach unten.

Kariakin schraubte sich im Flug immer h├Âher und schlug kr├Ąftig mit den Fl├╝geln um schnell voran zu kommen, um dann in einen gem├╝tlichen Gleitflug ├╝berzugehen.

Der Greif flog Richtung Innenstadt von Shohiro, da der Waldalb von der Stadt gesprochen hatte aber keinen zus├Ątzlichen Namen, au├čer den seiner Ex-Heimat Kalthorst erw├Ąhnt hatte, ging der Greif davon aus, dass Morasa genau in jener Stadt wohnte, die unter ihnen lag.

"Wo genau wohnst Du? Beschreibe mir den Weg oder deute auf das Haus, sobald es in Sicht kommt.

Ich glaube Dein Hirsch ist von seiner neuen Art zu Reisen wenig begeistert",
sagte Kariakin w├Ąhrend er ├╝ber Shohiro kreiste.

Benutzeravatar
Urako
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 216
Registriert: Mo 16. M├Ąr 2015, 16:58
Volk: Tiefling

Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#172

Beitrag von Urako » Mi 12. Jul 2017, 10:17

Urako verank in der Umarmung und dann geschah etwas sehr merkw├╝rdiges - er versank in Dave und Dave versank in ihm. Auf einmal war da kein st├Ârender K├Ârper mehr zwischen ihnen, sondern sie ber├╝hrten sich im tiefsten Inneren. Er sp├╝rte, wie dessen Seele ihn umarmte und Urako wurde von intensiven, rein positiven Gef├╝hlen durchstr├Âmt. Es war, als w├╝rde er in Honig baden, s├╝├č und golden. Einen Moment lang leistete Urako Widerstand, da er Angst hatte vor so viel Gutem. Er glaubte, es nicht aushalten zu k├Ânnen. Doch dann konnte er nicht anders. Ein einziges Mal in seinem Leben wollte er erfahren, was es hie├č, rundum gl├╝cklich zu sein. Nicht diese Illusionen von Gl├╝ck, die sich durch einen Drogenrausch ergaben, sondern echtes. Und er versank. Das Gef├╝hl war ├╝berw├Ąltigend. Dave ├╝bermittelte ihm mental alles, was Urako wissen sollte. Urako hatte M├╝he, sich auf die Informationen zu konzentrieren und das Elebnis selbst ein wenig in den Hintergrund zu schieben. Es war wundersch├Ân und Daves Worte zu wundervoll, um wahr zu sein. Aber da ihre Seelen sich ber├╝hrten, sp├╝rte Urako, dass sie stimmten, sonst h├Ątte er sie schulterzuckend abgetan.

Er sp├╝rte wieder ein St├╝ck seines K├Ârpers, seinen Mund, als dave ihn k├╝sste. Urako erwiderte den Kuss. Er erwiderte ihn voller Leidenschaft und er konnte nicht verhindern, dass sein K├Ârper auf die Ber├╝hrung ihrer Lippen und ihrer Seelen mit einer heftigen Erektion reagierte. Hoffentlich kam nicht genau jetzt Gasmi aus dem Haus.

Als Dave die Ber├╝hrung wieder l├Âsen wollte, kam Urako ihm hinterher und zerrte ihn an sich heran, um ihn noch weiter zu k├╝ssen. Erst danach gab er ihn widerstrebend wieder frei. Er musste sich immer wieder vor Augen halten, dass weder Varmi noch Dave ihm geh├Ârten. Sie geh├Ârten sich gegenseitig und er war und blieb Gast in ihrer Beziehung. Dennoch w├╝nschte er sich gerade, es w├Ąre anders und er k├Ânnte jetzt Dave die Robe vom Leib rei├čen, das St├╝ck Stoff einfach zerfetzen, bis er nackt vor ihm stand und ihn dann ├Âffentlich durchrammeln, damit jeder sah, dass er seine war!

"Ich liebe dich auch, Dave"
, sagte Urako und versuchte, dabei sachlich zu klingen. "Vertretungsdienst kannst du haben, wann immer du ihn brauchst." Seine Wangen gl├╝hten, sein ganzer Hals, wahrscheinlich war er mal wieder pink angelaufen. "Und Varmi liebe ich auch. Er wei├č das schon, ich glaueb, es ist mir mal rausgerutscht. Jetzt wei├čt du es auch. Aber zum Geier, sagt das nicht Gasmi!" Er rieb sich mit beiden H├Ąnden das Gesicht und begann sich wieder sch├Ąbig zu f├╝hlen, weil er Gasmi so hinterging. Aber er konnte es ihm nicht sagen. Niemals! Gasmi durfte nicht gehen oder ihn weniger lieben! Ohne Gasmi war er verloren in dieser Welt. Gasmi war noch immer seine unangefochtene Nummer eins und eher h├Ątte er auf Varmikan oder Davard verzichtet, als auf seinen Verlobten. Aber eigentlich wollte er sie alle drei haben und Pavo noch dazu.

"Grillecke ist eine gute Idee, das machen wir. Wann wir umziehen, ist mir egal, so schnell wie m├Âglich, oder?

Ach so und ├Ąhm, noch was. Varmi und ich, also Varmi hatte ├╝berlegt, ob Aino nicht die Mutter eures Kindes werden k├Ânnte. Und ich hab eingewilligt, sie mal zu fragen. Wenn du auch einverstanden bist. Ich meine, sie ist eigentlich doch eine gute Partie.

Der Knollo ist mein Ex. Der ist fett wie ein Schwein und dumm wie Bohnenstroh, aber hilfsbereit. Der macht alles, worum man ihm bittet, wenn es nur dringlich genug ist. Und kann halt Wasserzauberzeug."


Urako lie├č unerw├Ąhnt, dass er genau diese Eigenschaften, ├╝ber die er gerade so r├╝de sprach, stets sehr an Firxas gesch├Ątzt hatte. Er hatte viel Fleisch zum Kneten und Grabschen gehabt und war unf├Ąhig gewesen, Urakos Er├Âterungen seiner Weltsicht argumentativ Paroli zu bieten und hatte einfach bei dessen Tiraden geschwiegen und es ├╝ber sich ergehen lassen. Seine Begr├╝ndung war gewesen, dass er nicht streiten wollte, aber nat├╝rlich war er einfach zu doof gewesen.

Er grinste. "Von dem geht keine Konkurrenz mehr aus, nur so f├╝r den Fall, dass irgendwer hier auf die Idee kommen k├Ânnte, eifers├╝chtig zu sein." Urako wartete auf Best├Ątigung, andernfalls w├Ąre er etwas beleidigt. Nur ein wenig, aber immerhin. "Ich wei├č aber nicht, ob wir den wirklich hier brauchen, ihr k├Ânnt gern mal in meinem Kopf nach dem suchen. Er ist nicht zu ├╝bersehen, er ist gro├č, rund und braun und sieht aus wie ein Rakshaner ohne Augenbrauen und ohne Haare."
[ externes Bild ]

"Wenn Kaiser, K├Ânige und Diktatoren ruhig schlafen,
warum soll`s nicht auch der Henker k├Ânnen?"
Charles Henry Samson, Scharfrichter

Benutzeravatar
Morasa
MOhikaner
Beitr├Ąge: 200
Registriert: Do 11. Mai 2017, 11:01
Volk: Waldalb

Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#173

Beitrag von Morasa » Mi 12. Jul 2017, 10:17

Morasa
 
hielt sich gut an Kariakin fest. Der Greif hatte seinen Hirsch gut eingefangen und das Tier war lieb und ruhig. Oder aus Panik. Eigentlich war das egal, Hauptsache es zappelte nicht rum. Morasa hielt Ausschau nach dem Haus der Geister. Von oben hatte er es nat├╝rlich noch nicht gesehen. ┬áAber er kannte die Form und die Mauer drum rum und den Baum an der Seite. Als der Waldalb es ersp├Ąhte zeigte Mo auf das Haus.
 
ÔÇ×Das dort. Das mit der Mauer drum rum und den kleinen Stall an der Seite. Dass vor dem Fluss siehst du? Lande dort auf dem Hof vor dem Stall bitte. Da wohne ich.ÔÇť
 
 

Benutzeravatar
Davard von Hohenfelde
Marquis
Beitr├Ąge: 445
Registriert: Mi 22. Feb 2017, 12:46
Volk: Souvagner
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#174

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Mi 12. Jul 2017, 11:37

Das sich Urako zuerst etwas gegen die mentale Umarmung gedanklich str├Ąubte, h├Ątte einige Magier sicher verwundert, Dave hingegen nicht. Er kannte Puschel und seine Gedankeng├Ąnge mittlerweile gut und er selbst hatte genauso wie Puschel Angst vor Gef├╝hlen und vor unbekannten Dingen.

Er lie├č den Tiefling gew├Ąhren. Stillschweigend und liebevoll hielt Dave Puschel einfach weiter fest umarmt und streichelte ihn behutsam mit seinen Gedankenf├Ąden. Einzig und allein Wohlwollen, Zuneigung und Liebe ├╝bermittelte er ihm.

Pure Geborgenheit und das Versprechen auf Schutz in dieser sph├Ąrischen Welt.
Es gab nichts was Puschel f├╝rchten musste, solange Dave ihn wie ein Schutzschild mit seiner Seele umarmte.

Durch die feste Umarmung f├╝hlte sich Urako nicht nur umarmt und beh├╝tet, er f├╝hlte sich auch von der Welt au├čerhalb positiv abgeschnitten.

F├╝r diesen einen Augenblick war die Welt um ihn herum bedeutungslos. Er war ein Gefangener in einem Kokon aus purer, liebender Geborgenheit, aus dem es von seiner Seite aus keine Fluchtm├Âglichkeit gab, genauso wenig wie einen Fluchtgrund.

Dave hielt Urako einfach stillschweigend fest, bis sich dieser selbst ├╝berwunden hatte und die Umarmung nicht nur zulie├č, sondern sie auch genie├čen konnte.

Da sie in dem Moment tats├Ąchlich Eins wurden, ihre beiden Bewusstseine zu einem verschmolzen, empfand Dave die gleichen Gef├╝hle wie Urako.

Dave genoss nicht nur die Verbindung zwischen ihnen beiden, es war f├╝r ihn pure Ekstase.

Puschel hatte M├╝he Gef├╝hl und Information zu trennen, aber er war diese Form der Vereinigung auch nicht gew├Âhnt. Dave sp├╝rte kurz einen Moment des Zweifels, aber Zweifel gab es in dem Zustand nicht, genauso wenig gab es L├╝ge. Denn man ├╝bermittelte die ureigenen Gedanken und Gef├╝hle selbst.

Allerdings war er nicht anders gewesen und hatte genau wie Urako reagiert, als er das erste Mal mit Varmikan verbunden war.

Dave gestand Puschel seine Gef├╝hle, durch einen einzigen ├╝bersandten Gedanken.
Er sah keine Veranlassung dazu, sie ihm zu verschweigen.

Im Gegenteil, so wie er sich selbst ├╝ber jede positive Aufmerksamkeit freute, so freute sich auch Puschel ├╝ber das Gest├Ąndnis. Viel mehr noch, der Tiefling nahm das Gest├Ąndnis nicht nur einfach freundschaftlich hin, sondern er sog die Gef├╝hle auf wie ein Schwamm.

Ganz so, als ob er sie f├╝r schlechte Zeiten auf Reserve aufheben wollte.
Dave konnte es ihm nicht verdenken.

Was vorher so seltsam begann, hatte eine ganz andere Wendung genommen und nun standen sie hier drau├čen vor dem Geisterhaus und dennoch waren sie in Wahrheit ganz woanders.

Sie sagten und zeigten sich Dinge, die sie beide ├Âffentlich anderen niemals zeigen w├╝rde, jedenfalls nur ausgew├Ąhlten Personen.

Dave war zuerst verwundert, dass Puschel ebenso f├╝r ihn empfand. Er war davon ausgegangen, dass ihn Urako mochte, er hatte gehofft, dass ihn der Bursche vielleicht ein bisschen scharf fand, aber dass er ihn liebte ├╝berraschte den Magier und freute ihn gleicherma├čen.

Sie beide waren es nicht gew├Âhnt mit positiven Gef├╝hlen ├╝berh├Ąuft zu werden und sie beide waren wahre Meister darin ihre Gef├╝hle hinter einer Maske zu verstecken.

Puschels Maske hie├č Wut.
Daves Maske hie├č Gleichg├╝ltigkeit.

Dennoch waren sie von einem Geist und einer Meinung erf├╝llt, sie sahen die Welt fast mit gleichen Augen, sie bedeutete ihnen nichts.

Wobei, einst war es so gewesen. Nun nach langer Suche hatte Puschel Gasmi gefunden und Dave Varmikan.

Dave sp├╝rte Urakos Gedanken, er war nur Gast in ihrer Beziehung. So ganz stimmte der Gedanke nicht mehr. F├╝r Varmikan und Dave geh├Ârte Puschel fest dazu. Selbst wenn Urako es nicht sah, Dave geh├Ârte ihm, jedenfalls bis zu einem gewissen Anteil.

Der Magier war sich dessen durchaus bewusst. Er hatte nichts dagegen, im Gegenteil er f├╝hlte sich gut und geborgen in Puschels N├Ąhe. Puschels Seele verbunden mit seiner f├╝hlte sich wundervoll an. Es war eine ganz andere Umarmung als die von Pavo. Pavo hatte er als Freund und Vater umarmt.

Puschel umarmte er als Zweit-Mann und Geliebten. Dave grub seine Seelenf├Ąden in die von Urako, das mentale Gegenst├╝ck zu einer felsenfesten Umarmung. Er schmiegte seine Farbe fest in die von Puschel und genoss einfach den Zustand reinen Seins gemeinsam mit dem Tiefling in seiner Umarmung.

Dass Puschel so heftig auf seinen Kuss reagierte, lie├č Dave breit grinsen, ohne dass er davon gro├č etwas mitbekam. Das Sp├╝ren, dass Auslesen und die R├╝ckkopplung der Gef├╝hle lie├čen Dave genauso hei├č werden wie Urako.

Als er sich von Puschel l├Âsen wollte, da Dave bef├╝rchtete sich sonst in der Umarmung zu verlieren, oder auf die ├Ąu├čerst geile Einladung einzugehen, packte ihn Urako und zerrte ihn wieder zu sich.

Puschel entlie├č ihn nicht aus dem Kuss, was Dave leise, erregt und vor Lust gequ├Ąlt aufst├Âhnen lie├č.

`Wenn es danach ginge, br├Ąuchte ich den Vertretungsdienst genauÔÇŽ jetzt. Du hast keine Ahnung was mir die Aussage ├╝ber uns beide bedeutet┬┤, ├╝bermittelte Dave gl├╝cklich.

Er l├Âste sich vorsichtig, geradezu behutsam von Urako, blieb aber so vor ihm stehen, dass keiner sah wie Urako gerade empfandÔÇŽ oder er selbst.

Die Erkl├Ąrung w├Ąre etwas schwierig geworden.

`Ich schweige Uako. Ob Du es Gasmi offenbarst ist allein Deine Entscheidung, sie obliegt weder mir noch Varmikan┬┤, fl├╝sterte Dave mental.

Der Naridier verschr├Ąnkte die Arme vor der Brust und leckte sich kaum merklich ├╝ber die Lippen, er atmete einmal durch und musterte dann Urako.

ÔÇ×EhmÔÇŽ Umzug, genau. Ich k├╝mmere mich drum. Schnellstm├Âglich, dass sehe ich auch so. Ich sage Euch die Grillecke wird perfekt. Wir k├Ânnen abends drau├čen sitzen, lesen und sogar Fleisch dabei essen.

Wir k├Ânnten uns auch eine Grillecke im Wohnzimmer einrichten, kurzum so etwas wie einen offenen Kamin. Aber die genaue Planung vom Innenraum ist Eure Aufgabe. Sprich Du und Varmi, Ihr k├╝mmert Euch darum, soweit ich wei├č, liebt Ihr beide Deko. Nur bitte ├╝bertreibt es nicht damit. Die Hunde m├╝ssen sich auch noch bewegen k├ÂnnenÔÇť,
erkl├Ąrte Dave.

Als Urako den fremden Magier erw├Ąhnte musterte Dave Puschel mit hochgezogener Augenbraue.

ÔÇ×Du glaubst doch nicht allen Ernstes, dass wir Dir Deinen Ex suchen? Soweit kommt es noch. Du sagst, er ist keine Konkurrenz, wei├č er das auch?

Wassermagie ist ja nun nicht soooooo selten, dass wir unbedingt den brauchen. Also in mein Haus kommt er schon mal nicht. Und Varmikan m├Âchte den Kerl auch gar nicht kennenlernen, stimmts Varmi?ÔÇť,
fragte Dave.

ÔÇ×N├Â, so wichtig ist mein Wohlbefinden nicht. Dann f├╝hle ich mich zwar k├Ârperlich gut, aber seelisch Schei├če, zudem artet dass echt in Stress aus! Mo im Auge behalten, damit er Dave nicht anf├Ąllt. Den Knollo im Auge behalten, damit er Urako nicht flachlegt. Leute ich bin kein Cham├Ąleon, das in zwei verschiedene Richtungen gucken kann. Wir finden wen andersÔÇŽ hoff ichÔÇť, murrte Varmi.

ÔÇ×Gut Thema durch. Thema Aino als unsere Leihmutter. Nein damit bin ich nicht einverstanden. Sie ist eine gute, ehrliche und taffe Frau. Sie ist mir nahe wie eine Schwester und allein deshalb k├Ânnte ich nicht mit ihr intim werden. Auf diese Art empfinde ich nichts f├╝r sie.

Der zweite Punkt ist, sie w├Ąre st├Ąndig pr├Ąsent, es w├╝rde uns extrem zusammenschwei├čen. Gut man k├Ânnte als Argument auff├╝hren, ich habe eh keine Chance die Geister je zu verlassen. Ich bin einer der ÔÇ×tragenden PfeilerÔÇť der Gruppe.

Sollte ich je beschlie├čen zu gehen, k├Ânnte ich ihnen sogar gewaltig schaden, ganz ohne Magie. Sie w├╝rden mich nicht gehen lassen. Weder w├╝rden sie es wollen, noch d├╝rften sie es der Logik halber. Und ich selbst m├Âchte die Geister auch nicht verlassen, es ist meine Familie. H├Ątte ich vor gehabt, mir eine Hintert├╝r offen zu halten, h├Ątte ich niemals Wolfi hierher gebracht.

Es geht mir darum, Aino und ich w├Ąren dann als Eltern extrem verbunden und diesen Bund m├Âchte ich nicht mit ihr eingehen. Sie ist und bleibt meine Gilden-Schwester, ich liebe sie als Schwester, aber da bei soll es auch bleiben.

W├Ąhlt bitte jemand anderes. Ich schlage im Gegenzug Eloise vor. Sie ist nicht mit den Geistern verbunden und wird es nicht sein. Sie eine Freundin aus Kindertagen und wir waren uns einmal nahe. Das w├╝rde funktionierenÔÇť,
erkl├Ąrte Dave leise.

Benutzeravatar
Varmikan Eisseher
Marquis
Beitr├Ąge: 94
Registriert: Fr 24. M├Ąr 2017, 08:13
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#175

Beitrag von Varmikan Eisseher » Mi 12. Jul 2017, 21:38

Varmikan starrte mit riesigen Augen Richtung Himmel hinter Urako und Dave.
Der Frostalb deutete mit einem Finger hinter die beiden.

"Leute...!!!", setzte Varmi an und r├Ąusperte sich, da seine Stimme eher wie ein Piepsen klang.

"Bei Malgorions Eiern!!! Leute, passt auf!
Hinter Euch kommt ein riesiges schwarzes H├Ąhnchen angeflogen und das Ding ist riesig wie ein Berg, mindestens doppelt so riesig wie ein Eisb├Ąr! In seinen Krallen tr├Ągt es einen Hirsch und... beim Abgrund Morasa sitzt auf dem R├╝cken der Riesen-Poularde!",
keuchte Varmikan und grabschte nach Dave und Puschel um sie in Sicherheit ins Haus zu zerren.

Dave riss sich mit einem Ruck los, der Varmikan fast von den F├╝├čen riss. Allerdings klammerte sich Varmikan fest und bedachte Dave mit einem flehentlichen Blick, den man von dem Frostalb sonst nicht gew├Âhnt war.

"ES REICHT! Deine Witze sind nicht witzig! H├Âr auf mit dem Unfug verdammt!", schnauzte Dave.
"Dave das ist die Wahrheit, dreh Dich doch um!", bettelte Varmikan.

"Wieso kommt da nun auch noch Jozo angeflogen?", fragte Dave sarkastisch.
"Nein Schatz guck doch einfach ├╝ber die Schulter...", flehte Varmi.

"Varmikan sag einfach was Du mopsen m├Âchtest Du bekommst es auch so von mir ausgeh├Ąndigt. Du und Deine Hirngespinste... was soll...", erkl├Ąrte Dave gerade noch, als Varmi ihn am Kiefer packte und seinen Kopf Richtung "H├╝hnchen" drehte.

"Heilige Schei├če...", keuchte Dave.
"Riesen-H├╝hnchen, Hirsch in den F├Ąngen und Mo als Kr├Ânung oben drauf", keuchte Varmikan.

"A L A R M!!!", br├╝llte Dave aus voller Kehle und ├╝bermittelte allen Geistern zeitgleich mental dass sie per Luftangriff von Morasa angegriffen wurden.

Innerhalb eines Augenblicks standen Aino, Lydia, Jeelen und Pavo drau├čen mit gez├╝ckten Armbr├╝sten.

"Dave was schreist Du so? Bist Du in Ordnung Gro├čer? Was f├╝r ein Luftangriff?", fragte Pavo besorgt und schaute sich um.

"Luftangriffe kommen von oben Pavo, pass auf verdammt!", bellte Dave Pavo besorgt an.
"Da ist was dran", grinste Jeelen und zielte grinsend auf den schwarzen Giganten.

"Was greift uns... bei allem was heilig ist!", keuchte Lydia.
"Gib das Ding her und geh ins Haus", fauchte Dave Lydia an und nahm der Zwergin die Armbrust ab.

"Du kannst damit nicht umgehen", knurrte Lydia und riss Dave die Armbrust wieder aus den H├Ąnden.
"Gleichg├╝ltig, Du hast hier nichts verloren, Du wei├čt warum! Geh ins Haus!", befahl Dave und riss die Armbrust wieder an sich.

"Wegen ihrem Zustand?", fragte Varmi.
"Welchen Zustand???", fragte Jeelen verdattert.

"Lasst den Unfug! Soll ich Mo, den Hirsch oder Riesenhuhn abknallen?", fragte Aino.
"T├Âte das M├Ârderhuhn, dann sterben sie alle", grinste Varmikan breit, was Aino eine Augenbraue hochziehen lie├č.

"Das war eigentlich ein Scherz", antwortete Aino.
"Ja und der war genauso lustig, wie die von Varmi", hielt Dave dagegen.

"Du liebst meine Witze doch Sternchen", grinste Varmikan.
"Welcher Zustand Varmikan, was meintest Du???", fragte Jeelen lautstark.

"Es wird niemand get├Âtet, wir warten ab was Mo und der Vogel machen, aber haltet Euch bereit!", befahl Aino.
"Er kann uns nicht angreifen, er hat einen Hirsch in den Pfoten", sagte Lydia.

"Hirsche kann man fallen lassen. Welcher Zustand Schatz?", fragte Jeelen Lydia.
"Konzentriere Dich auf den Feind Gr├╝ner", befahl Lydia und z├╝ckte ihr Kurzschwert, da Dave scheinbar beschlossen hatte, die Armbrust nicht wieder herauszur├╝cken.

"Richtig etwas mehr Konzentration! Ich glaube nicht das Mo uns angreifen wird, aber der Waldalb ist manchmal etwas von der Rolle und z├╝ckt ohne Grund und Vorwarnung die Waffe", warnte Aino vor.

"Das ist ein Greif, vermute ich. Ich habe noch nie einen echten Greif gesehen. Falls es ein Feind ist und wir ihn umlegen, kann ich ihn obduzieren?", fragte Pavo hoffnungsvoll.
"Na klar, warum denn nicht?", stimmte Aino zu und zielte mit der Armbrust auf den Greif.

"Wo zum Abgrund ist Wolfi?", fragte Dave leise und besorgt.
"Der hat mit Seddik auf dem Dach Stellung bezogen, ist alles gut", fl├╝sterte Pavo.

"Danke, die Frage war zwar an mich selbst gerichtet, da ich nach ihm gesp├╝rt habe, aber Danke Pavo", sagte Dave und knuffte Pavo kurz.
"Bitte bitte", grinste der alte Goblin gl├╝cklich.

"Sie haben sich wieder lieb", grinste Lydia.
"Haben sie", stimmte Aino zu.

"LANDET SOFORT!", befahl die Almanin schneidend dem sich n├Ąhernden Trio.

Benutzeravatar
Urako
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 216
Registriert: Mo 16. M├Ąr 2015, 16:58
Volk: Tiefling

Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#176

Beitrag von Urako » Mi 12. Jul 2017, 22:16

Ihre seelisch so intime Zweisamkeit wurde j├Ąh unterbrochen. Einmal mehr verfluchte Urako diesen Morasa. Wahrscheinlich hasste Ardemia wirklich alle Tieflinge, so wie man es sagte, dass sie ihm derart ihre Brut auf den Hals hetzte, erst T├Âli und nun diese zweite Pestilenz! Die Geister bezogen Stellung, w├Ąhrend Urako hasserf├╝llt nach oben starrte.

Aber nicht alle Geister. Einer fehlte.

"Wo ist Gasmi?!", br├╝llte er mit ├╝berschlagender Stimme, als er dessen Fehlen bemerkte. Die Geister wirkten chaotisch, aber kampferfahren, nur er selber hatte derartiges noch nie erlebt und verlor v├Âllig die Fassung. Er packte Varmi an der Schulter. "Sag ihm, wir haben Mauli! Ich rei├č den Ghul auseinander!" Dann st├╝rmte er Hals ├╝ber Kopf ins Haus, um seinen Mann zu suchen.

"GASMIII!", hallte es durch alle R├Ąume. Urako riss r├╝cksichtslos alle T├╝ren auf, stie├č Einrichtungsgegenst├Ąnde um und war v├Âllig von Sinnen. "Wo bist du?!" Vorhin war er doch noch hier gewesen, er konnte nicht weit sein! Urako w├╝rde nicht eher aufh├Âren wie ein Wirbelsturm durch das Haus und notfalls auch durch die Umgebung zu fegen, bis er seinen Mann gefunden hatte, und wenn Morasa in der Zeit drei Mal auf seinem Riesenmonster das Geisterhaus zerquetschte!

Distel versteckte sich zitternd und weinend im Keller. Doch Enzian kam herbeigaloppiert, den K├Âcher mit seinen kn├Âchernen Wurspeeren auf dem R├╝cken, um die Geister in ihrem Kampf zu unterst├╝tzen. Er hatte den Befehl Ainos, abzuwarten, nicht geh├Ârt und sogleich schleuderte er aus vollem Lauf einen der Speere durch die Luft. Ohne in seinem Sprint innezuhalten, zog er den n├Ąchsten.
[ externes Bild ]

"Wenn Kaiser, K├Ânige und Diktatoren ruhig schlafen,
warum soll`s nicht auch der Henker k├Ânnen?"
Charles Henry Samson, Scharfrichter

Benutzeravatar
Gasmi
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 90
Registriert: Fr 20. Jan 2017, 11:02
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#177

Beitrag von Gasmi » Do 13. Jul 2017, 07:18

Der kleine D├╝sterling hatte gewartet bis Varmikan und Urako miteinander gesprochen hatten. Dann hatte ihm sein Schatz eine Unmenge an Essen auf den Teller geschaufelt.

Kein Mensch, geschweige denn ein D├╝sterling konnte so einen Berg verschlingen. Gut, vermutlich konnte Gasmi schon so einen Berg verschlingen, wenn es sich dabei um reines Fleisch gehandelt h├Ątte.

Aber hierbei handelte es sich um H├╝hnerfrikasse und der Reis dabei machte Gasmi zu schaffen. Bei jedem Bissen und bei jedem Kauen f├╝hlte sich das Frikasse in seinem Mund an als w├╝rde es best├Ąndig mehr werden.

Als Puschel gemeinsam mit Varmikan losgezogen war und ihm deutlich sagte, dass er sie nicht begleiten durfte, wartete der D├╝sterling noch einen Moment und w├╝rgte einen weiteren L├Âffel H├╝hnerfrikasse herunter.

Was immer Varmikan und Puschel auch vorhatten, es betraf ganz sicher die Hochzeit, sonst h├Ątte er mitgedurft. Gasmi selbst hatte auch noch einiges f├╝r die Hochzeit zu erledigen. Wichtig war ihm vor allem Puschel ein sch├Ânes Ersatzgeschenk f├╝r seinen verloren gegangen Gl├╝cksanh├Ąnger in Form einer Axt zu kaufen.

Gasmi nahm noch einen L├Âffel vom H├╝hnerfrikasse zur Tarnung, ehe er kurz aufstand als ob er mal aufs Kloh├Ąuschen musste. Dabei holte er seine Geldkatze aus seinem Quartier und schaute hinein. Seine Taler waren unterteilt und abgez├Ąhlt.

Nicht von ihm pers├Ânlich, da er weder rechnen noch schreiben konnte, aber Aino oder Dave halfen ihm immer dabei, so konnte er ganz sicher sein, dass in jedem kleinen S├Ąckchen in seiner Geldkatze 20 oder 100 Taler waren.

Gasmi steckte die ganze Geldkatze ein, knotete sie an seinem Lendenschurz fest und schlenderte zum Kloh├Ąuschen. Allerdings suchte er es nicht auf, sondern kletterte da ├╝ber die Mauer des Geisterhauses und spazierte seelenruhig in die Stadt.

Da Puschel und Varmikan nach vorne hinaus verschwunden waren, nahm er die R├╝ckseite. Er kannte den Frostalben zwar nicht so gut, wie sein Mann ihn kannte, aber eines wusste er ÔÇô Varmikan ging keinen Schritt zu viel. Folglich waren sie in eine ganz andere Richtung unterwegs.

Unterwegs kaufte er sich etwas zu Trinken, bevor sich Gas daran machte die Juweliere abzuklappern um nach einer sch├Ânen Kette f├╝r seinen Puschel Ausschau zu halten.

Gasmi schaute sich viele Anh├Ąnger an, aber letztendlich entschied er sich f├╝r einen Bronzeanh├Ąnger einer kleinen Prunkaxt, die zwei H├Ârner trug, genau wie sein Puschel.

Link:
https://www.fashn.de/mode/Wulflund/Baer ... 128359.jpg

Die Farbe, die Form und das Material waren nicht etwas Allt├Ągliches und der Schmuck w├╝rde sehr gut an Puschel aussehen entschied Gasmi. Nachdem er das erste Geschenk erstanden hatte schlenderte Gasmi weiter.

Er nahm sich fest vor, auf dem Nachhause weg etwas S├╝├čes zu kaufen um Puschel eine Freude zu machen. Aber vorher musste er die Stadt nach einem T├Ątowierer durchk├Ąmmen.

Der Schmuck war sch├Ân und gut, und sollte seine Liebe zu Puschel ausdr├╝cken, aber Schmuck konnte man verlieren.

Wie man an Urakos erster Axt gesehen hatte. Das Zeichen ihrer Verbundenheit, quasi ihre Eheringe, wollte sich Gasmi gemeinsam mit Puschel unter die Haut stechen lassen. Erstens konnte Puschel den Schmuck dann nicht erneut verlieren und zweitens konnte er ihn nicht zerst├Âren.

Gasmi dachte angestrengt nach.

Gut mit genug Wut im Bauch, konnte man sich selbst sogar eine T├Ątowierung ruinieren, indem man seine Haut verunstaltete. Der D├╝sterling sch├╝ttelte den Kopf und die d├╝steren Gedanken loszuwerden.

So etwas durfte er nicht denken. Das w├╝rde nur das Ungl├╝ck anziehen. Seine Gedanken mussten positiv sein, wenn er einen passenden Meister f├╝r die T├Ątowierungen finden wollte.

Ob in Shohiro ein T├Ątowierungsmeister niedergelassen war, wusste Gasmi nicht. Aber er vermutete dort wo einige Arashi oder Noraka lebten, dort musste es auch jene Meister geben, die sie t├Ątowierten. Andernfalls gab es sie sicher in Hafengegenden.

Falls Gas keinen in Shohiro fand, beschloss er sich auf den Weg nach Obenza zu machen. Er wusste wer in Obenza lebte und jagte. Aber er f├╝rchtete Jozo nicht. Und die Stadt war so gro├č, es musste schon an ein Wunder oder einen Zufall grenzen sollten sie sich ├╝ber den Weg laufen.

Und selbst wenn dies der Fall sein sollte, Gasmi war dies mittlerweile gleichg├╝ltig. Er w├╝rde Jo gr├╝├čen, aber das w├Ąre auch alles was er tun w├╝rde.

Vorsorglich erkundigte sich Gasmi schon einmal bei einem Fuhrwerk was es kosten w├╝rde, nach Obenza in den Hafen zu reisen.

Danach machte sich der D├╝sterling auf in die Gassen, wo die Arashi lebten. In so einer gro├čen gemischten Hauptstadt von einem Land in dem alle V├Âlker willkommen waren, war es nur nat├╝rlich, dass sich die meisten Volkszugeh├Ârigen in einigen Revieren zusammenschlossen um sich heimischer zu f├╝hlen.

Ob in der Fremde oder Zuhause, jeder lebte gerne mit seinesgleichen zusammen und duldete nur ganz selten oder unter gewissen Ausnahmebedingungen Fremde in direkter N├Ąhe. Als D├╝sterling wusste das Gasmi nur zu gut.

Ein D├╝sterling duldete nicht einmal fremde D├╝sterlinge, da sie einem feindlichen Rudel angeh├Ârten. Tats├Ąchlich befeindet musste man daf├╝r nicht sein, es reichte aus, dass man fremd war. Gasmi hatte diese Einstellung schon vor langer Zeit abgelegt.

Sein eigenes Rudel, die Geister, war bunt gemixt und sollte jemals ein weiterer D├╝sterling ins Rudel finden, dann w├╝rde er ihn genauso willkommen hei├čen wie jeden anderen auch. Denn genau wie alle anderen, hatte er dann das gleiche Schicksal erlitten und seine eigene Familie verloren.

Gasmi spazierte durch das Viertel der Arashi und schaute sich dort ├╝berall neugierig um.
[ externes Bild ]

"Done with ePic Character Generator"

Benutzeravatar
Kariakin
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 8
Registriert: So 23. Apr 2017, 08:06
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#178

Beitrag von Kariakin » Do 13. Jul 2017, 07:19

Der Greif wich mit einer gekonnten Halbdrehung dem Sperr aus und landete genau zwischen den Geistern. Allerdings setzte Kariakin zuerst mit den l├Âwenartigen Hinterpranken auf um den Hirsch vorsichtig absetzen zu k├Ânnen.

Der Veteran der L├╝fte stellte Cervini wieder auf die Hufe, was dem Hirsch sichtlich gut tat und setzte dann selbst die Vorderpranken auf den Boden.

ÔÇ×Beruhigt Euch! Ich bringe nur Euer Familienmitglied samt seinem Reittier nach Hause. Morasa hat mich gebeten ihn nach Hause zu fliegenÔÇť, erkl├Ąrte der Greif und musterte dabei die Schar, die ihn mit gezogenen Waffen begr├╝├čte.

Benutzeravatar
Aino
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 21
Registriert: Do 5. Jan 2017, 16:58
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#179

Beitrag von Aino » Do 13. Jul 2017, 07:24

Aino nickte knapp und deutete den anderen an die Waffen zu senken.

ÔÇ×Enzo, wir wollte nicht angreifen, wir wollten warten, was die beiden vorhabenÔÇť, fl├╝sterte Aino dem Centrauren freundlich zu und legte ihm kurz die Hand auf den Arm, damit auch er seinen Sperr senkte.

Dann wandte sich die Almanin an den Greif.

ÔÇ×Nun mittlerweile sind wir so einige Scherze von Morasa gew├Âhnt, die er vermutlich nicht mal als Scherz meint. Der gute Waldalb ist etwas ungehalten und cholerisch. Und wenn er dann nach einem Streit auf einem gigantischen Wesen, n├Ąmlich Dir, per Luftpost anreist wird man schon etwas vorsichtig.

Zudem kennt ihn von uns noch keiner so gut, um ihn tats├Ąchlich einsch├Ątzen zu k├Ânnen. Leider machen seine sprunghaften Handlungen und seine permanenten Wutausbr├╝che das Ganze auch nicht leichter.

Nat├╝rlich hast Du damit nichts zu tun, aber wir wissen schlie├člich auch nicht, was Dir Morasa erz├Ąhlt hat, oder worum Dich der Waldalb letztendlich bat. F├╝r uns bist Du ein Unbekannter, eine unbekannte Gefahr die sich von oben gen├Ąhert hat.

Und ich lasse Fremde lieber zweimal in eine Waffe schauen, als dass einem meiner Leute nur einmal was geschieht. Du bist fremd, Du bist niemand aus meiner Familie, folglich bist Du f├╝r mich bestenfalls bedeutungslos.

Wir waren friedlich, nur bereit uns zu verteidigen Greif.
Verwechsele da etwas nicht, Du stehst auf unserem Grund und Boden.

Etwas anderes h├Ąttest Du auch nicht getan, wenn jemand Deine Familie bedroht h├Ątte, beziehungsweise Du eine Gefahr vermutest.

Nun denn, da Du sagst Du kommst in Frieden und Dich ebenso verh├Ąltst, schenke ich Dir vorerst Glauben.

Wie kam es zu diesem seltsamen B├╝ndnis Morasa?
Logischer w├Ąre es wohl gewesen, wenn Du mit Deinem Reittier zuerst nach Hause gekommen w├Ąrst, um uns ÔÇ×Deinen GastÔÇť anzuk├╝ndigen, anstatt uns derma├čen in Alarmbereitschaft zu versetzenÔÇť,
erkl├Ąrte Aino.

ÔÇ×Richtig und wir haben MauliÔÇť, f├╝gte Varmikan an.

Aino musterte Varmi kurz perplex. Das war doch logisch, der stinkende Ghul lebte bei ihnen. Manchmal war Varmikan wirklich neben der Spur. Vermutlich war ihm einfach zu warm.

"Dave geh gemeinsam mit Varmikan ins Haus. Suche Gasmi mental, ehe Urako v├Âllig zusammenbricht. Und k├╝mmere Dich danach um Deinen Mann", wies Aino den Magier an.

"Ich k├╝mmere mich drum", antwortete Dave, hakte Varmikan unter und verschwand gemeinsam mit ihm im Haus.

"Also Morasa, was hast Du Dir nur wieder bei dieser Aktion gedacht?", fragte Aino den Waldalben.

Entweder war Morasa abgebr├╝ht, oder war ein wahrer Meister darin von einem Fettn├Ąpfchen ins andere zu treten.

Benutzeravatar
Morasa
MOhikaner
Beitr├Ąge: 200
Registriert: Do 11. Mai 2017, 11:01
Volk: Waldalb

Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#180

Beitrag von Morasa » Fr 14. Jul 2017, 12:10

Morasa
 
h├Ârte sich auf Kariakins R├╝cken an, was Aino zu sagen hatte.
 
ÔÇ×Erstaunlich dass du lieber Leute wenn du eine Gefahr vermutest zweimal in die Waffe gucken l├Ąsst aus reine Vorsicht. Bei mir ist das nat├╝rlich ein Fehler, ich soll mich t├Âten lassen und danach fragen. Vielleicht sollte ich am besten ├╝berhaupt nichts fragen und wortlos wie ein Trottel gehorchen. Das Recht sich zu verteidigen hast nicht nur du Aino, das habe ich auch. Und wenn du mich nicht einsch├Ątzen kannst, dann ist das dein Problem und nicht meins. Der Tiefling hatte mich angegriffen, ich hab ihn nicht angegriffen. Ich habe mich verteidigt. Aber ich hab das schon kapiert, bei mir ist das was anderes als bei diesen zahnlosen pinken Albenhasser.
Die Aussage sagt noch mehr. Lieber soll wer zweimal in die Waffe gucken, als dass einer aus deine Familie verletzt wird. Gut zu wissen, ich sitze hier auf dem R├╝cken von dem Greif und gucke auch in die Waffe. Dann bin ich keiner aus deine Familie. Wei├čte was? Ist mir mittlerweile Recht, du kannst mich mal am Arsch lecken, du und deine ganze Sippschaft.
Wie es zu dem B├╝ndnis kam, geht dich einen Scheiss an Menschenweib. Wozu soll ich dir noch antworten? Ich l├╝ge doch bestimmt, du kennst doch mein sprunghaftes Verhalten.
Schaff den zahnlosen Albenhasser hier ran. Ich habs kapiert und nehme den Rauswurf an. Urako soll mir meinen Dolch zur├╝ckgeben. Er war der Pfand, dass er mich ausbildet. Ich scheisse auf die Ausbildung. Ich will meine Waffe zur├╝ck und zwar zack zack. Und schaff Dave wieder ran, der soll die K├╝ndigung klarmachen. Der hat es mir angeboten, ich will das Angebot annehmen. Was hat der Frostalb damit gemeint, dass ihr Mauli habt? Das er hier ist , ist wohl klar oder hat dem die Sonne das Hirn verschmort, dass der so eine Kacke s├╝lzt?
Was ich bei der Aktion dachte? Das der Greif freundlich war und ich ihn zeigen wollte wo ich wohne. Mache ich sobald ich hier weg bin. Hier wohne ich nicht mehr. Genug geschwatzt Weib, meine Waffe und mein Gul. Dann bist du mich los.ÔÇť
 
Der Waldalb hatte im gleichen Augenblick seinen Bogen gezogen und ein Pfeil lag schussbereit auf der Sehne.
 
ÔÇ×Ich mache keinen Scherz, wenn Mauli was fehlt, fehlst du Aino.ÔÇť

Antworten