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BeitragVerfasst: Di 6. Jun 2017, 12:31 
Zweitcharakter
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Volk: Tiefling
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Die Freien Völker (1)
Wie ruhig und freundlich Dave blieb, machte Urako ein wenig zu schaffen. Damit hatte er nicht gerechnet und schon gar nicht, nachdem er ihn in diesen Transportgriff hineingezwungen hatte. Einen Moment lang überlegte er, ob das eine Falle sein könnte, aber gleichzeitig wusste er, dass eben dass nicht der Fall sein würde. Er hatte schon tausende gerichtet und noch weitaus mehr bestraft, er wusste Körpersprache, Stimmlage und Mimik hervorragend zu intepretieren. Nur, wenn Eifersucht ins Spiel kam, ließ die Verlässlichkeit seiner Gabe arg zu wünschen übrig.

Er klopfte Dave einmal kurz auf die Schulter und gab ihn frei. Gemeinsam gingen sie in den Keller, so wie Pavo es befohlen hatte.

"Geh da bitte in die Zelle. Man hat nicht gesagt, dass ich absperren soll, also lasse ich die Tür auf und setze mich noch ein Weilchen dazu zum Quatschen, dann ist es nicht so öde."

Ohne zu warten, ob Dave wirklich in die offene Zelle ging, eilte Urako noch einmal davon, holte ein Tablett. Darauf waren Brot und Käse, ein Krug Wein und einen zweiter mit Wasser. Er schenkte jedem von ihnen ein Gemisch davon ein.

"Ist gut gegen Kater", erklärte er grinsend. "Kaffee gib`s nicht, der ist irgendwie nicht mehr im Schrank, vielleicht alle oder Lydia hat ihn wieder zum Wäschewaschen benutzt."

Dann setzte er sich mit seinem Becher und einem Stück Käsebrot auf einen Stuhl neben der Zelle.

"Also, du wolltest wissen, warum du anstrengend bist." Urako überlegte. Er wollte Dave keinesfalls noch ein zweites Mal beleidigen, aber Höflichkeitslügen waren auch nicht seine Art. "Du hast schwierige Launen." Aus Urakos Mund klang das sicher etwas komisch nach dem gestrigen Tag, aber Urako fand sich selber kein bisschen schwierig. Er fand sein eigenes Verhalten rundum logisch und gerechtfertigt.

"Du gehst einfach weg, wenn man mit dir über Probleme reden will. Das ist kacke. So werden sie nicht gelöst. Klar, das ist mal unangenehm, aber danach ist die Sache auch erledigt, wenn man sich auf eine Lösung einigt. Wie soll man das aber, wenn du einfach weggehst? Die Probleme bleiben dadurch bestehen, du verdrängst sie nur, sie werden dir ewig im Genick sitzen. Und im Laufe der Zeit werden es immer mehr. Für eine Beziehung kann das irgendwann zu viel werden, dann macht es knack und sie ist an dieser Unmenge ungelöster Probleme zerbrochen. Wenn du mit Varmi wirklich langfristig glücklich werden willst, solltest du daran arbeiten, finde ich. Ansonsten bist du eigentlich nicht schwierig. Nur manchmal etwas ungezogen für meinen Geschmack, aber das musst du mit Varmi ausmachen, das geht mich nichts an, hähä."

Urako aß etwas und spülte mit dem Weinwasser herunter. Er hatte nur wenig Wein reingegeben, weil er gerade keine Lust hatte, besoffen zu sein. Früh trank er eigentlich nichts, er hatte Dave nur was gegen den Kater bringen wollen.

"Warum ich Gasmi angegangen bin? Nun ..." Urako sah in eine andere Richtung. Das Thema war für ihn sehr empfindlich und er spürte, wie seine Pulsfrequenz sich sofort verdoppelte, kaum, dass er auch nur daran dachte. Aber er wollte dennoch mit Dave darüber reden. Dave hatte sich ihm anvertraut, jetzt würde Urako das gleiche tun. Er musste ja nicht jedes einzelne unangenehme Detail auswalzen, aber das Grobe durfte Dave ruhig erfahren. "Gasmi hat sich für meinen Geschmack viel zu sehr gefreut über den Neuling. Das schmeckt mir nicht. Er hat sich auf mich zu konzentrieren und andere mit kalter Neutralität zu betrachten. Er ist mein Mann."

Er trank nun doch einen Schluck puren Wein direkt aus der Kanne. Sein Unterarm zitterte kaum merklich. Dave würde wahrscheinlich nicht verstehen, warum ihn das so aufwühlte. Wobei ... Urakos Gesicht verzog sich zu seinem schiefen Lächeln.

"Ist so ähnlich wie deine Wut wegen Varmi. Du hast gedacht, ich nehme Varmi dir weg und bist mich darum angegangen. Ich hab Angst, dass Gasmi mir wegläuft, wenn ich die Zügel zu locker lasse - und bin ihn darum angegangen. Du willst deine Beziehung schützen und richtest deinen Zorn gegen die Bedrohung von außen - ich meinen auch gegen die Bedrohung von innen. Man muss für seine Beziehungen kämpfen, Dave. Wenn man sie einfach nur beiläufig nebenher laufen lässt, lockert sich das Band zwischen den Partnern immer mehr. Das werden langweilige und oberflächliche Beziehungen. Ich will eine, die in die Tiefe geht. Mein Herz steht in Flammen für Gasmi, Dave. Es lodert. Ich will, dass auch sein Herz für mich brennt. Ich will, dass es irgendwann einmal kein Ich und Du mehr zwischen Gasmi und mir gibt, sondern nur noch ein Wir. Dann kann nichts und niemand uns mehr trennen, egal, was geschieht."

Urako machte die Zellentür noch einmal auf, die sowieso nur angelehnt war und schenkte Dave noch einmal nach, ohne darauf zu achten, ob er überhaupt schon ausgetrunken hatte. Ihm ging es nur darum, den restlichen Wein loszuwerden, den er sonst selber ziemlich schnell austrinken würde.

"Varum Varmi das Frettchen gekrault hat, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass mir das nicht schmeckt. Erstens, weil Du sein Mann bist und es offenbar nicht mitgekriegt hast. Zweitens, weil ich vielleicht ein ganz kleines Bisschen eifersüchtig war, weil er mich noch nie so gekrault hat." Er grinste entschuldigend. "Keine Sorge, ich nehm dir deinen Varmi nicht weg. Aber nach dem Spaß, den wir drei gemeinsam hatten, darfst du es mir nicht verübeln, dass ich euch nun beide ein wenig mehr mag als zuvor." Er streckte sich und es knackte zwischen seinen Schulterblättern. "Er hat ihn in Frettchengestalt am Rücken gekrault. Danach hat Mo sich zurückverwandelt und war logischer Weise erstmal nackt. Das passt mir nicht. Geht gar nicht. Mo ist eine Schlampe, wenn du mich fragst. Und obendrein ein Wandler! Mit denen habe ich schon schlechte Erfahrungen gemacht, die sind alle ziemlich falsch. Nutzen ihre Tiergestalt, um sich bei einem einzuschmeicheln, weil man ja nur ein Tier krault und zack, hast du sie plötzlich im Bett! Dann verschwinden sie wieder, weil ihre tierische Natur sie angeblich zu fernen Ufern ruft und du stehst alleine da wie der letzte Depp."

Urako erhob sich, stellte Dave den Rest des Frühstücks hin, überreichte ihn den Zellenschlüssel und machte von außen die Tür zu.

"So, ich gehe jetzt erstmal. Falls du mal musst, steht da hinten ein Eimer. Ich komme dann in einer Stunde oder so noch mal nach dir sehen, aber ich hoffe mal, dass Pavo dich nicht so lange hier versauern lässt. Eigentlich wollte er dich nur festsetzen, damit du nicht wieder wegrennen kannst." Er grinste. "Tu mir den Gefallen und tu eingesperrt. Hör ihm zu und rede mit ihm. Er wird dich nicht bestrafen, zumindest nicht hart, das kann der gar nicht. Leider. Er will nur ein wenig labern."

Urako brachte Dave noch ein dickes, riesiges Kissen und schleppte einen Stapel voller Bücher herbei. Für derlei Gefälligkeiten hatte er sich früher die ein oder andere körperliche Gegenleistung von seinen Gefangenen herausgeschunden. Er wusste, wie wichtig solche vermeintlichen Kleinigkeiten einem Gefangenen waren, genau wie ein Päckchen Pfeifenkraut oder ein heißer Tee. Solche Gesten konnten wahre Wunder bewirken. Von Dave erwartete er jedoch nichts. Urako hatte schlichtweg wieder gute Laune und mochte den Naridier, außerdem hatte Pavo ihm nicht befohlen, ihn zu bestrafen, sondern nur, ihn festzusetzen. So brachte er Dave auch noch ein leeres Notizbuch, sein Tintenfass und die Schreibfeder, die er selber ihm zum Frühlingsfest geschenkt hatte, damit er sich beschäftigen konnte und eine Schale Nüsse zum Knabbern. Des Weiteren eine Waschschüssel mit Lappen und Handtuch und frische Wechselklamotten, denn Dave roch nicht, als sei er schon zum Baden gekommen nach seinem nächtlichen Gelage. Urako kam nach zehn Minuten noch einmal vorbei und brachte ihm auch noch sein Rasierzeug und einen kleinen Spiegel sowie einen Kamm. So.

Jetzt erst verschwand er endgültig, um sich ans Aufräumen zu machen. Varmi konnte ihm nun jedenfalls nicht vorwerfen, er hätte sich nicht gut um seinen Mann gekümmert.

_________________
"Wenn Kaiser, Könige und Diktatoren ruhig schlafen, warum soll`s nicht auch der Henker können?"
Charles Henry Samson, Scharfrichter
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BeitragVerfasst: Di 6. Jun 2017, 17:22 
Freiherr
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Volk: Naridische Almanen
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Dave wusste nicht was er erwartet hatte, aber dass er in den Zellenblock gebracht wurde von Urako verwunderte ihn und weckte zeitgleich andere, ziemlich angenehme Erinnerungen. Varmikan und er besuchten öfter den Zellenblock um miteinander zu „spielen“.

In der Anfangszeit ihrer Beziehung hatten sich Varmi und er dort oft heimlich zum Stelldichein getroffen. Es war ruhig, kühl und angenehme leise, was wollte man mehr?

Das ausgerechnet Urako ihn nun hierhin führte, ließ Dave schmunzeln. Er grinste kurz Urako an und hockte sich wie gewünscht in die Zelle.

Dass ihm der Tiefling dabei weiterhin Gesellschaft leistete, während er hier auf Pavo warten sollte, machte die Sache wesentlich angenehmer.

Urako versorgte ihn zudem mit einem Katerfrühstück, was Dave mit dankbarem Nicken entgegen nahm. Der Magier ließ sich Brot und Käse schmecken, während er dazu die Weinschorle trank, die Urako serviert hatte.

„Danke. Keinen Kaffee? Da müssten wir eigentlich den Notstand ausrufen. Ich frage mich weshalb die Frauen ständig den Kaffee als Reinigungsmittel missbrauchen. Gegen welche Flecken hilft Kaffee? Sag jetzt nicht gegen Kaffeeflecken…

Frei nach dem Motto, Fettflecken bleiben wie neu – wenn man sie öfter mit Butter einreibt. Wenn sie ihn schon in die Wäsche geben müssen, dann reicht doch wohl der Prütt.

Das ist nicht nur Verschwendung, das ist Frevel. Kaffee ist ein Grundnahrungsmittel. Naja für mich jedenfalls. Für mich ist er wichtiger, als was zu essen“,
erklärte Dave freundlich und trank seine Schorle aus.

„Richtig, ich wollte wissen warum ich Deiner Meinung nach anstrengend bin“, pflichtete der Naridier Urako bei. Dave hörte sich aufmerksam Urakos Erklärung an.

"Hm leider sind es nicht einfach Launen Urako. Ich könnte lügen und behaupten, ich weiß nicht weshalb ich so "anstrengend" reagiere. Tatsache ist, es liegt an meiner Erziehung. Von klein auf wurde uns beigebracht, keine Gefühle zu zeigen, sich stets zu beherrschen, Haltung zu wahren und niemals die Kontenance zu verlieren. Fehler bestrafte mein Vater wie auch mein Großvater rigoros. Gezüchtigt, ergo erzogen werden wolltest Du ganz sicher nicht von ihnen.

Ich habe dieses Verhalten so gut verinnerlicht, dass ich bis zu einem gewissen Grad verlernt habe, Gefühle zu zeigen. Sprich dieses Verhalten abzulegen. Auch wenn ich das sehr gerne möchte.

Oft möchte ich etwas sagen und eine Sache verbal klären. Mir fällt in dem Moment nur nichts passendes ein. Zeitgleich fällt mir aber sehr wohl ein, dass ich viel zu lange geschwiegen habe um noch etwas zu dem Thema sagen zu können. Würde ich dann noch den Mund aufmachen, würde es höchstens peinlich.

Also gehe ich, weil ich nicht weiß was ich sagen soll.

Das betrifft nicht alle Themen. Ich kann über manche Themen problemlos reden. Wenn ich mit einem Auftraggeber in Kontakt treten muss, ist das für mich kein Problem. Das ist nicht „persönlich“. Im Grunde bin ich in diesem Moment Sprachrohr, sagen wir mal besser Sprecher – der Geister.
Rohr klingt zweideutig.

Die Person mit der ich in so einem Fall kommuniziere kennt mich nicht persönlich. Sie bedeutet mir persönlich nichts, folglich ist mir ihre Meinung gleichgültig.
Schwierig wird es, sobald mir die Person wichtig ist.
Ich schweige also nicht um Euch zu provozieren oder um Euch zu schneiden.

Für eine Freundschaft kann mein Verhalten schon belastend sein.
Für eine Beziehung erst Recht.
Da stimme ich Dir absolut zu Urako.

Thema Varmikan in diesem Zusammenhang.
Er ist anders als alle anderen. Varmikan versteht mich wortlos. Mit ihm kann ich einen geistigen Verbund eingehen und ihm einfach meine Gefühle, Ängste oder Sorgen übermitteln. Verstehst Du nun was er mir bedeutet?“,
fragte Dave ernst.

Dave nahm sich noch etwas vom Brot und hörte Urako weiterhin aufmerksam zu.

„Ich verstehe genau was Du meinst. Es ist ein Unterschied ob Du gemeinsam mit Deinem Partner Spaß hast - Beispiel Varmi, Du und ich, oder ob sich Dein Partner ein Bein aus freut für eine Person, die mit Euch im Grunde gar nichts zu tun hat.

Du kannst mir natürlich vorhalten, dass ich Morasa hierher gebracht habe. Das ist unbestreitbarer Fakt. Das habe ich allerdings nicht getan um jemanden zu schaden, sondern um die Stärke der Gilde zu erhöhen.

Wenn man sich über einen Neuzugang freut, ist das legitim.
Wenn man sich etwas zu viel freut, bricht das ein Tabu. Man überschreitet eine Grenze! Welche auch immer, zumindest die des guten Geschmacks",
erklärte Dave.

"Nun auf den Punkt gebracht lautet Deine Sicht, entweder ganz oder gar nicht.
Mich fragte Pavo einmal, wie weit würdest Du gehen um Varmikan zu behalten?
Meine Antwort - bis zur völligen Selbstaufgabe.
Du siehst Eure Beziehung genauso wie ich unsere.

Varmikan erklärte es mir auch einmal mit passenden Worten.
Man kann nicht ein bisschen zusammen sein, genauso wenig wie man nicht ein bisschen schwanger sein kann. Das musste ich begreifen. Genauso muss es Gasmi lernen. Denn entweder ist er mit Dir zusammen oder er ist es nicht. Die Wahl ist ganz einfach. Ja oder nein.

Ich habe JA gewählt, auch wenn ich mich manchmal ein bisschen dumm anstellte.
Aber JA zum Partner heißt auch, wenn man selbst keine Ahnung hat, ihm die Führung zu überlassen.
Du vertraust sie ihm an mit Dir",
erklärte Dave freundlich.

"Das was Du Dir wünscht, ist nicht einfach eine Beziehung die sich nicht wieder löst.
Du strebst eine untrennbare, absolute Verbindung an.
Eine Verbindung, in der alles offenbart ist.
In der es keine Geheimnisse mehr gibt.

Eine Vereinigung der kompletten Selbstauflösung zweier Individuen, die sich zu einem Bewusstsein vereinigen. Das ist möglich und das schönste und erhabenste Gefühl, dass Du je erfahren kannst.

Es ist die reinste Form von Liebe.

Varmikan war die erste Person die mir etwas geschenkt hat, was mir vorher niemals eine Person schenkte, nicht nur Liebe sondern zudem pure Geborgenheit.

Man selbst hört auf zu existieren. Du gibst alles auf und erhältst trotzdem mehr als Du je besessen hast. Man gibt sein Bewusstsein auf, verliert es um es zu erweitern.

Bewusstseinsverschmelzung.

Das wäre Deine Lösung. Gehe eine Bewusstseinsverschmelzung mit Gasmi ein. Vereinigt Eure Körper und Eure Seelen. Wenn Du es nicht kannst, gebe ich den Vermittler. Ich bin in dem Fall nur das Bindestück - also keine Angst. Du kannst auch Varmikan bitten. Er kann das sogar wesentlich besser als ich.

Ich liebe es, wenn Varmi und ich verschmelzen. Am liebsten würde ich mein Klingenohr dann nicht wieder loslassen“,
erklärte Dave liebevoll.

Man hörte ihm bei der Erklärung eindeutig an, wie wundervoll diese Erfahrung sein musste und wie sehr er Varmikan liebte. Urako schenkte ihm noch einmal Wein nach und Dave ließ sich nicht lange bitten zu trinken.

„Zum Thema Kraulen, da musst Du nicht entschuldigend grinsen. Solange Varmi Dich kraulen würde, wenn ich dabei bin, ist alles in Ordnung zwischen uns. Es wird erst dann zu einem Problem, wenn es hinter meinem Rücken geschieht. Verheimlichen ist Betrug.

Solange ich davon weiß und mitziehe, hat er mich nicht betrogen. Und wenn er Dir den Pelz dabei krault, nur zu. Er krault ziemlich gut. Solange wir zu dritt spielen, wird mir nichts weggenommen, es ist ein Spieler mehr auf dem Feld.

Hättest Du mir vor einem halben Jahr gesagt, dass ich jemals so etwas behaupte, ich hätte Dich ausgelacht. Heute ärgere ich mich höchstens nur darüber, Varmikan nicht viel früher kennengelernt zu haben.

Varmikan hat mir einige Dinge beigebracht, von denen ich nie gedacht hätte, dass ich sie jemals tun würde. Manches brachte er mir bei, von dem ich nicht mal wusste, dass es diese Dinge gibt. Manche Spielarten davon möchte ich nicht missen. Andere bleiben ein einmaliges Erlebnis – davon brauche ich keine Wiederholung.

Ich denke Du wirst ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Am Anfang war ich ab und an wütend auf Varmi, ich fühlte mich benutzt. Es ging ihm nie darum mir zu schaden, oder mich zu unterdrücken. Es ging ihm stets darum, dass es mir gut geht. Wie sagte er mal, zu mir?

Mein Mann senkt seinen Blick nicht vor anderen – auch nicht vor mir.
Aber er darf gerne zu mir aufschauen.

Das solltest Du Gasmi sagen. Nur weil man sich vertrauensvoll in die Hände seines Gefährten begibt, heißt das nicht, dass man schwach oder dumm wäre.

Varmikan wollte, dass ich gemeinsam mit ihm Neues kennenlerne. Dinge kennenlerne, die mir unbekannt waren. Ohne Kenntnis keine Wahl. Wie sagt er immer? Man sollte alles mal ausprobiert haben.

Dich auszuprobieren war kein Fehler Urako. Du bist zwar ein ganz schön harter Lehrmeister, aber Dein „Unterricht“ hat Spaß gemacht. Ziemlichen Spaß sogar, Deine Optik ist keine Mogelpackung - ich hab es ja hautnah gespürt. Sogar noch näher. Ein ausfüllendes und erfüllendes Erlebnis“,
grinste Dave gut gelaunt.

"Thema Gestaltwandler. Wenn Du solche Erfahrungen mit Gestaltwandlern gemacht hast, verstehe ich Deine Reaktion. Ich kannte bis jetzt keinen Gestaltwandler persönlich.

Und auch wenn es jetzt unpassend klingt, ich habe mich in Morasas Gegenwart als ich besoffen war, sicher gefühlt. Bitte frag nicht warum, aber ich war mir absolut sicher, dass er mich zur Not verteidigen würde. Er ist mir nicht von der Seite gewichen",
erläuterte Dave.

Der Naridier schwieg einen Moment um nachzudenken.

"Weißt Du Urako, ich habe im Suff etwas Peinliches geträumt. Ich erzähle Dir dass, weil ich gut mit Dir reden kann. Lach aber bitte nicht. Ich habe geträumt, dass Mo mich im Schlaf befummelt hat. Ich lag auf dem Boden und schlief. Dabei konnte ich mich nicht bewegen. Meine Knochen waren schwer wie Steine oder Blei. Du kennst das sicher auch aus anderen Träumen.

Jedenfalls hat mir Morasa unter die Robe gefasst und ihn gestreichelt. Nicht so wie ich es selbst tun würde, oder Du - er hat ihn festgehalten, eingeklemmt und nur seinen Kopf massiert. Als ich aufgewacht bin, war ich von dem Traum total verwirrt. Varmikan stand über mir und hat mich wachgerüttelt. Aber irgendwie hatte ich ein komisches Gefühl. Naja gut was erwarte ich? Ich war stockbesoffen",
grinste Dave schief.

"Wer weiß ob sein gespaltenes Verhalten von seiner Gestaltwandlung herrührt? Wie verhalten sich Marder von Natur aus? Frage mich etwas über Hunde, da könnte ich Dir eine Antwort geben, aber Marder? Nicht mein Gebiet. Ich werde mit ihm reden, sobald ich wieder fit und ausgeschlafen bin“, antwortete Dave.

Der Magier staunte nicht schlecht, als Urako ihm die Zelle wohnlich einrichtete. Er versorgte ihn mit einem Kissen, Schreibutensilien und sogar etwas zu knabbern. Zum Schluss toppte Urako das alles sogar noch mit Wasch- und Rasierzeug.

„Ich muss ehrlich gestehen ich bin beeindruckt. Danke für Deine Mühe. Du bist eine sehr ordentliche Vertretung für Varmi. Ich verspreche es Dir, ich mache keinen Ärger und höre Pavo aufmerksam zu. Ich will mich doch auch mit ihm versöhnen.

Danke fürs Kopfwaschen und den netten Plausch. Vielleicht können wir es ja mal wiederholen, wenn Du magst. Würde mich jedenfalls freuen“,
sagte Dave freundschaftlich und machte es sich in der Zelle gemütlich.
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BeitragVerfasst: Di 6. Jun 2017, 19:58 
Zweitcharakter
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Volk: Centauren
Beiträge: 16
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Die Freien Völker (1)
Während Distel die Dose mit dem Kaffeepulver holte, bereitete Enzian draußen zusammen mit Urako aus dem Sperrholz ein großes Lagerfeuer vor. Der Raktaure half dem Tiefling, die kaputten Möbel alle auf einen Haufen zu schichten und unterhielt ihn derweile mit Anekdoten aus dem 'fernen, schönen Rakshanistan'.

Als Distel mit Gasmi auf dem Rücken wieder nach draußen kam, prasselten bereits die ersten Flammen und eine Zinkwanne voller Wasser stand mitten drin, in die Distel nun die komplette Dose Kaffee ausleerte. Enzian gab noch einige Gewürze hinein und ein forderte Distel auf, noch ein paar Töpfe Honig aus der Küche zu holen, was dieser auch brav machte. Nach kurzer Zeit duftete der gesamte Geistergarten nach frischem Mokka. Enzian rührte mit einer langen Kelle darin herum und schenkte jedem Geist, der vorbei kam, so viel davon ein, wie er wollte, wobei er nicht versäumte, irgendein paar passende Sprüche zum Besten zu geben. Die Frauen wurden mit ausschweifenden Komplimenten bedacht.

Urako traute sich nicht, irgendetwas zu sagen, als er Gasmi begegnete und ignorierte ihn mit eisiger Miene. Er wollte, dass Gasmi der Erste war, der den entscheidenden Schritt zur Versöhnung unternahm. Distel schüttelte darüber nur seufzend den Kopf und Enzian hielt vorsorglich die Klappe, um nicht wieder den Huf in irgendein Fettnäpfchen zu stellen.
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BeitragVerfasst: Mi 7. Jun 2017, 09:35 
MOhikaner
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Volk: Waldalb
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Schlüsselloch (1)
Morasa
 
hörte die ganze Zeit über nur Varmikan in seinen Zimmer rumräumen. Ein wenig später hörte er Urako und Dave in den zweiten Keller kommen. Sie schwatzten und gingen zu den Zellen. Die Ohren des Waldalben waren gut. Mo versuchte sie zu belauschen, aber sie schwatzten leise und die dicke Tür von dem Zellenblock war dazwischen. Mo gefiel das nicht. Zuerst hatte Urako Dave angegriffen, dann brachte er ihn in den Zellenblock. Warum? Wollte er ihn angreifen oder heimlich ermorden? Dave war ein Magier, er konnte selber auf sich aufpassen. Aber Mo wäre ein schlechter Kamerad, wenn er Dave nicht helfen würde. Er hatte es Dave versprochen. Er hatte ihm sein Wort gegeben. Morasa hatte gemeinsam mit Dave gebechert. Dave war vorher schon besoffen, darum hatte ihn Mo nicht allein zurückgelassen. Das der Tiefling Dave in den zweiten Keller gelockt oder verschleppt hatte, gefiel Mo nicht.
Der Waldalb wollte nachsehen gehen. Morasa löschte die Öllampe. Ein angezettelter Flächenbrand war genug. Mo wollte nicht das Haus abfackeln. Er stand auf und verwandelte sich in einen Marder. Er sprang aus den Kleiderknäul und schnüffelte.  Morasa schlich los. In seiner zweiten Gestalt war Mo schnell. Er folgte der Spur von Urako und Dave. Seine Nase führte ihn bis zur Zellenblocktür. Der Tür war ein Hindernis. Mo verwandelte sich zurück und öffnete die Tür lautlos. Dahinter nahm er wieder Mardergestalt an. Mit langen Sprüngen rannte er die Reihen der Zellen ab. Seine Nase führte ihn.
Vor Dave seine Zelle blieb er stehen. Der Magier war allein und eingesperrt. Er war mit Bücher versorgt und Nahrung. Dave sah sehr müde aus. Mit seinen Krallen kratzte er über den Boden. Morasa quetschte sich durch die Gitterstäbe und schlüpfte in die Zelle von Dave hinein. Drinnen berührte er Dave mit einer Tatze und verwandelte sich in seine Waldalbengestalt. Mo zeigte seine Zähne, so als ob er immer noch ein Marder war. Er war wütend auf den Tiefling. Das würde ein Nachspiel haben. Morasa hockte sich neben Dave und überprüfte ob er verletzt war.
 
„Ich habe schlimmes geahnt. Dass war der Tiefling, er hat  dich hier eingesperrt. Er ist ein falscher Kamerad, du darfst ihm nicht vertrauen. Ich befreie dich Dave. Sag mir wo die Schlüssel sind, dann hole ich dich hier raus.“
 
Morasa lächelte Dave aufmunternd an. Mo nahm sich Nüsse und ass sie, während er wartete.

 
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BeitragVerfasst: Mi 7. Jun 2017, 22:33 
Zweitcharakter
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Die Handelsallianz (1)
Aino und Lydia ließen sich vom Kaffeeduft anlocken. Die beiden gönnten sich einen großen Becher des Rakshanischen Gebräus.

Sie genossen nicht nur das warme Getränk, sondern auch Enzos warme Worte, die Komplimente und seine Geschichten. Der Centaur war unterhaltsam und die beiden Frauen hörten ihm begeistert zu.

"Der Kaffee schmeckt wirklich lecker und überhaupt nicht bitter. Ansonsten kann man Zucker hinein kippen wie man möchte, es bleibt immer ein bitterer Nachgeschmack. Dein Kaffee schmeckt wirklich gut", freute sich Aino.

"Ja finde ich auch. Du hast erstklassig gekocht Enzo. Den Job des Kaffeekochers hast Du", pflichtete Lydia bei.
"So hatten die zerstörten Möbel wenigstens noch einen guten Zweck. Es wurde ein Lagerfeuer errichtet und gemeinsam lecker Kaffee getrunken. Wo sind die anderen alle? Schon erstaunlich dass unser Kaffee-Junkie fehlt", lachte Aino leise.

"Der kam heute früh mit Varmi wieder und sah aus, als hätte man ihn aus der Gosse gezogen. Ich habe die beiden heute Morgen antanzen sehen. Übel Aino, echt übel. Pavo muss darüber mal mit ihm reden", flüsterte Lydia.
"Eigentlich ein Grund mehr sich einen großen Pott Kaffee zu holen. Wenn unser Großer wieder fit ist, rede ich mit ihm. Er sagt mir bestimmt was los war. Er braucht ein bisschen", antwortete Aino.

"Gasmi und Urako gehen sich aus dem Weg. Das ist nicht gut", erklärte Lydia.
"Beide hoffen darauf das der andere den ersten Schritt macht. Wenn keiner von beiden die Traute hat, müssen wir eingreifen", flüsterte Aino.
"Richtig", stimmte Lydia zu und nickte gewichtig.

Beide Frauen nahmen sich noch einen Pott Kaffee und grinsten Enzo an.

"Du hast sehr leckeren Kaffee gekocht Enzo, Du auch Distel", lobte Aino die beiden Centauren.
"Erzähl uns noch einige Abenteuer, einige härtere", bat Lydia.

"Ja genau, erzähl über Rakshanistan. Wir sind ganz Ohr und neugierig", grinste Aino.
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BeitragVerfasst: Mi 7. Jun 2017, 22:41 
Zweitcharakter
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Gasmi musterte Urako aus traurigen Augen. Der Düsterling wollte sich gerne wieder mit seinem Puschel versöhnen, aber bereits im Wohnzimmer hatte ihn sein Schatz zweimal weggestoßen.

Hier vor allen anderen wieder "verstoßen" zu werden, traute sich Gasmi nicht.

Rückversichernd schaute er zu seinem kleinen, neuen Freund Distel. Vielleicht wusste der Centaur ja einen Rat.

Immer wenn Puschel nah genug an ihm vorbei ging, verpasste ihm Gasmi versehentlich einen Hieb mit dem Greifschwanz.

Wenn Puschel schon nicht den Mund aufmachte um sich zu versöhnen, oder ihm die Versöhnung zu ermöglichen, dann sollte er wenigstens einen Ton von sich geben. Selbst wenn es nur ein wütendes Zischen war.

Gasmi lief bewusst nah an Puschel vorbei und verpasste ihm einen Hieb auf den Hinter. Mit Unschuldsmiene ging er weiter und fütterte das Feuer erneut mit Möbelbruch. Die Trümmerstücke ließen seine Laune wieder sinken.

Er schaute Puschel über die Schulter an, schaute dann lieber weg und warf das Holz ins Feuer.
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BeitragVerfasst: Mi 7. Jun 2017, 22:53 
Freiherr
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Volk: Naridische Almanen
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Dave musterte den nackten Waldalb vor sich total perplex. Dave wusste nicht wo er hinschauen sollte und versuchte dann, sich auf Morasas Gesicht zu konzentrieren.

Trotzdem wandere sein Blick ab und an dahin, wohin der Naridier eigentlich nicht gucken wollte. Dave räusperte sich, grinste und guckte bewusst zu Boden.

"Ehm ja Danke Mo. Vor Urako musst Du mich aber nicht retten, er hat mich hier mit allem versorgt was ich brauche. Ich muss hier auf Pavo warten, da ich mit ihm noch etwas klären muss.

Geh, wir treffen uns später Mo - versprochen.

Ich finde nicht, dass Pavo Dich nackt in meiner Zelle sehen sollte. Das bringt uns beide in Schwierigkeiten. Ich möchte keinen Ärger mit Varmi, also geh jetzt bitte, er kommt schon die Treppe herunter, hör doch",
erklärte Dave freundlich.

Man hörte wie der alte Goblin die Treppe herunterkam.
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BeitragVerfasst: Do 8. Jun 2017, 09:07 
MOhikaner
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Volk: Waldalb
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Schlüsselloch (1)
Morasa
 
spitzte die Ohren. Der alte Knacker kam in den Zellenblock. Der Waldalb verwandelte sich sofort in einen Marder und schoss unter Dave seine Robe. Dort versteckte er sich. Falls der alte Knacker Streit suchen sollten, würde er sein blaues Wunder erleben.
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BeitragVerfasst: Do 8. Jun 2017, 13:47 
Freiherr
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Volk: Naridische Almanen
Beiträge: 151
So schnell wie Mo unter seine Robe verschwand konnte Dave gar nicht gucken, geschweige denn reagieren und den Mo-Marder aufhalten. Der Magier blinzelte in Zeitlupe und strich sich über das Gesicht.

„Bei Ainuwars Eiern!“, fluchte er leise.

`Na wunderbar! Ich hoffe er stellt dort nichts an. Bei Rakshor, bitte beiß mir nicht in die Nudel.
Wenn Pavo gleich hier ist, beweg Dich bloß nicht. Der denkt nachher noch ich hab Störungen, wenn da was unter meiner Robe wackelt!

Und bitte, bei allem was heilig ist, heb nicht den Kopf und mach nicht „Männchen“!
Womit hab ich das verdient?´,
stöhnte Dave gedanklich.

In dem Moment klopfte Pavo an die Gitterstäbe.

„Davy sei mir nicht böse. Aber ich wusste mir nicht anders zu helfen, als Dich festzusetzen. Ich möchte mich mit Dir aussprechen und versöhnen. Hörst Du mir zu?“, fragte Pavo freundlich.
Dave grinste Pavo entwaffnend an wie ein Schuljunge, was Pavo dazu veranlasste fragend eine Augenbraue hochzuziehen.

„Hast Du Urako was angetan?“, hakte der Goblin nach.
Ich nein, wieso? Wir haben uns ganz nett unterhalten“, flötete Dave und rieb sich den Nacken.

„Und weshalb bist Du dann so nervös Davy?“, fragte Pavo.
„Wegen dem Vieh in meiner Hose…“, murmelte Dave kaum hörbar.

„Was?“, hakte Pavo nach.
„Ehm… nichts. Ich möchte mich auch mit Dir versöhnen. Ich hasse es mit Dir Streit zu haben Pavo“, gestand Dave ein und musterte argwöhnisch seine Robe.

„Dave, bist Du immer noch betrunken, hast Du schon wieder getrunken oder hast Du Dir was eingeworfen?“, fragte Pavo skeptisch.
„Nichts dergleichen, ich bin nur müde und nervös“, antwortete Dave.

Der alte Heiler langte in die Zelle, zog Dave die Kapuze vom Kopf und packte ihn am Kiefer. Pavo drehte Daves Gesicht zu sich, so dass sie sich in die Augen schauten.

„Hör zu, ich meine das ernst. Es tut mir leid was ich gesagt habe. Du bist nie geizig und den Spruch den ich Dir unter die Nase gerieben habe, hast Du nicht verdient. Natürlich ist das hier mein Haus. Aber meins ist Deins Davy. Du bist mein „Junge“, gleichgültig wie alt Du bist.

Ich weiß, dass ich Dich mit dem Spruch verletzt habe. Ich wollte Dich nicht verletzten, hörst Du? Ich wollte nur verhindern, dass Du Urako verletzt. Ich wollte Dich aufhalten, denn Du bist wie ein wütender Stier in meine Heilstube gestürmt und hast dermaßen rumgebrüllt, dass mir Angst und Bange wurde.

Ich kenne Dich sonst sehr gut, aber in dem Moment konnte ich Dich nicht mehr einschätzen. Darum habe ich mich zwischen Dich und Urako gestellt, im Vertrauen auf unsere Freundschaft, dass Du mich nicht attackieren würdest. Auch wenn ich mit meiner Aussage Recht habe, heißt es nicht, dass sie richtig von mir war. Es tut mir leid, sei wieder gut mit mir“,
bat Pavo und ließ Dave los.

„Vergeben und vergessen Pavo. Ich bin so ausgerastet, weil Urako Varmikan beleidigte. Zudem dachte ich, er will unsere Beziehung zerstören. Wir haben miteinander geredet. Es ist alles in Ordnung zwischen uns. Wir haben uns versöhnt. Der ganze Scheiß, war nur ein Missverständnis. Und wenn ich mich mit Urako aussöhne, dann doch wohl erst Recht mit Dir. Du wolltest uns beiden ja nichts Böses. Im Gegenteil. Nebenbei, ich ziehe zu Varmi. Das geht nicht gegen Dich Pavo. Er hat mich heute Morgen danach gefragt, ich ziehe zu ihm. Habe ich schon die ganze Zeit über gewollt, Du hast also keinen Grund auf Varmi stinkig zu sein“, erklärte Dave freundlich.

„Varmi hat Dich gefragt? Er hat es nicht angeordnet?“, grinste Pavo.

„Ist es ein Befehl, wenn man etwas befohlen bekommt, was man sich wünscht?“, hielt Dave dagegen.

„Ein Befehl bleibt es Davy, aber es ist einer der Spaß macht. Oder kurzum, sein Wunsch ist Dir Befehl. Nur zu, freut mich wenn Du glücklich bist. Pass auf, ich hole von Urako den Schlüssel, lasse Dich frei und wir beide räumen Dein Zeug direkt in Dein neues Quartier. Dann musst Du nicht so oft laufen“, bot Pavo an.

Dave zog den Schlüssel aus der Tasche.

„Das ist nicht nötig Pavo, ich habe den Schlüssel. Urako hat mich gebeten, Dir zuzuhören und nicht ständig wegzurennen“, grinste Dave.
„So lautete mein Pan nicht, Du hättest fliehen können“, gibbelte Pavo.

„Hätte ich, wäre ich auch gerne, habe ich aber nicht gemacht. Ich sagte doch, Urako und ich haben geredet. Fühl Dich gedrückt Pavo, real unterlasse ich das lieber, da ich ziemlich stinke. Ich räume hier alleine auf. Bis später auf einen Kaffee, oder Tee. Wo immer Du Lust drauf hast“, bot Dave an.

„Bis später oder heute Abend“, antwortete Pavo, knuffte Dave und machte sich auf den Weg zurück in seine Heilstube.

Dave wartete noch einen Moment, bis die schwere Tür ins Schloss fiel. Er spürte sicherheitshalber zusätzlich mental nach Pavo, der Goblin hatte den Zellentrack verlassen. Dave zog die Robe nach oben, grabschte den Marder und zerrte ihn aus seiner Robe.

Er pflanzte Mo einfach neben sich.

„Verwandele Dich zurück und binde Dir den Kissenbezug als Lendenschurz um. Zum Glück hast Du die Füße still gehalten! Du kannst beim Aufräumen gleich mit anpacken“, befahl er dem Marder.

"Zukünftig unterlässt Du solche Aktionen mir in die Klamotten zu kriechen Morasa.

Allerdings auch Danke für Deinen Beistand. Hier wie auch gestern im Haus. Und Danke für Dein offenes Ohr. Nicht jeder hätte mir in der Situation beigestanden oder sich mit mir abgegeben. Ich kann betrunken... etwas ungehalten werden. Darum Danke.

Welchen Eindruck Du von uns haben musst, nach dem Einstand ist mir bewusst. Einen derartigen Vorfall hat es vorher nicht gegeben. Der Eklat erfolgte direkt nach Deiner Aufnahme, sprich nach Übergabe des Blutes.

Wie verbleiben wir?

Ich biete Dir an zu gehen, wenn Du möchtest. Du darfst die Gilde verlassen, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Das Prozedere ist in dem Fall ich lösche einen Teil Deiner Erinnerung. Sterben wirst Du nicht. Ich garantiere Dir dabei Deine Sicherheit.

Das ist das Mindeste, da ich Dich anwerben ließ.
Letztendlich war es wohl alles meine Schuld.

Falls Du trotz allem bleiben möchtest, würde ich mich darüber freuen. Trotz des Ärgers könnten wir alle miteinander einen Neustart wagen. Du mit der Gilde und die Gilde mit Dir.

Wir beide haben uns von Anfang an gut verstanden, allein stehst Du nicht.
Du musst Dich allerdings auch bemühen und Drohungen gegen Urako kann ich Dir nicht durchgehen lassen.

Im Moment weiß ich selbst leider nicht wie hier mein Stand ist Mo. Inwieweit Pavo oder Seddik noch zu mir stehen, kann ich nicht abschätzen.

Ich gehe jetzt nach oben, dann baden und lege mich dann einige Stunden schlafen. So gegen Mittag wollte ich in die Stadt gehen. Du kannst mich begleiten wenn Du möchtest. Dann hängst Du hier nicht alleine rum und Du kannst auch ein Unheil stiften“,
grinste Dave.
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BeitragVerfasst: Fr 9. Jun 2017, 13:42 
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Morasa
 
verwandelte sich wieder in einen Waldalben und setzte sich vor Dave. Mo musste über Dave seine Zimperlichkeit lachen.
 
„Den Kissenbezug als Lendenschurz brauche ich nicht. Nackt ist normal, oder bist du mit Robe auf die Welt gekommen? Natürlich hab ich mich ruhig verhalten, ich wollte dir beistehen. Das ist normal als Kamerad. Der alte Knacker war freundlich. Er vermisst dich Dave. Trauen darfst du ihm trotzdem nicht. Im Streit hat er zu dem Tiefling gehalten und nicht zu dir. Vergiss das nicht Dave, du weisst genau wem seine Kameradschaft gilt. Ich helfe dir beim umräumen, dass ist kein Problem.
Mein Eindruck ist nicht schlecht von eure Gilde. Nur der fette Ork und der Tiefling sind Albenhasser. Das werde ich nicht vergessen. Ich muss mich noch bei dem Tiefling entschuldigen. Das habe ich Anwolf versprochen. Varmikan war allein in euren Zimmer, das habe ich gehört. Und du wolltest zu ihm umziehen. Ich hab dich und den Tiefling in den Zellentrack gehen gehört. Ich weiss was das für einer ist. Ich dachte er will dir etwas antun oder dich ermorden. Darum bin ich dir gefolgt um dir zu helfen. Wer weiss was er von dir will, dass er auf einmal so freundlich ist. Pass bloss auf bei dem. Er hat Varmikan und dich  vor der ganzen Gilde beleidigt, seine Freundlichkeit ist falsch. Ich sage dir, dass ist ein ganz krummer Hund der Tiefling.
Mein Einstand war scheisse, aber es war nicht deine Schuld Dave. Danke für das Angebot mich gehen zu lassen. Ich möchte gerne in der Gilde bleiben. Schön dass es dich freut wenn ich bleibe. Da bist du wohl der einzige. Ich möchte gerne dein Kumpel und Kamerad sein. Wenn du magst. Wie du sagst, wir haben uns von Anfang an gut verstanden. Noch vor der Aufnahme in die Gilde.
Ein Neuanfang mit der Gilde würde mir gefallen. Es wird keinen weiteren Streit mit dem Tiefling und dem fetten Ork geben. Ich gehe beiden aus dem Weg. Halten sie keinen Frieden wehre ich mich. Dass ist erlaubt, hat Anwolf gesagt. Aber ich werde sie nicht angreifen. Das verspreche ich dir.
Zum baden nimmst du besser Varmikan mit. Du siehst geschafft aus, verteidigen kannst du dich in dem Zustand nicht. Er muss auf dich aufpassen.
Ich bin dabei und begleite dich gerne in die Stadt. Hol mich ab, wenn du losgehst. Ich wohne direkt in der Nähe von euch. Nur ein paar Zimmer weiter ist mein Quartier. “
 
Morasa räumte die Sachen zusammen und packte sich das Bündel.
 
„Gehen wir.“
 
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