Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel


Das Geisterhaus
Die Geister sind eine erfolgreiche und wohlhabende Gilde von Auftragsm├Ârdern. Jedoch bietet das Leben im Geisterhaus mehr als nur ein gesichertes Einkommen, sondern auch ein zu Hause f├╝r Verlorene. Wichtigste Aufnahmebedingungen sind absolute Loyalit├Ąt und Verschwiegenheit - sonst endet man rasch selbst auf der Todesliste.
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Davard von Hohenfelde
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Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#91

Beitragvon Davard von Hohenfelde » Fr 9. Jun 2017, 20:08

Dave musterte Morasa.

"Sch├Ân dass Du mir beistehen willst. Dein Beistand sollte dann alle Aspekte des Lebens abdecken Morasa. Ob ich mit Robe auf die Welt gekommen bin, spielt dem zu Folge keine Rolle. Jetzt trage ich welche und Du tr├Ągst den Lendenschurz, wenn ich Dich darum bitte oder Dich dazu auffordere.

Es geht dabei nicht um Pr├╝derie, dass wirst Du hier morgens selbst noch sehen, hier ist niemand pr├╝de. Die anderen Gildenmitglieder verstecken sich nicht, ich ebensowenig. Dennoch geh├Ârt es zum normalen Umgang miteinander, dass man Kleidung tr├Ągt. Zumindest tags├╝ber und im Kontakt mit anderen Personen.

Wenn Du keine Kleidung tragen willst, schleich als Marder herum Mo.
Schleichst Du als Waldalb in unserem Haus herum, dann wirst Du Kleidung tragen. Ausnahmen best├Ątigen die Regel, wie wenn Du zum Baden gehst oder vom Baden kommst.

All diese f├╝r Dich scheinbar nutzlosen Kleinigkeiten geh├Âren zu einem guten Miteinander dazu. Ich fordere Dich nicht umsonst zu etwas auf Mo.

Da Du Dich unter meiner Robe versteckt hast, hast Du selbst geh├Ârt worum es Pavo gegangen ist. Nat├╝rlich hat mich seine Aussage verletzt. Aber ich kenne den Goblin weit ├╝ber ein Jahrzehnt Morasa. Der Mann hatte mir einst das Leben gerettet. Er hat mich als erste Person gemocht, mir Zuneigung entgegen gebracht.
Auch wenn ich auf ihn w├╝tend bin, gibt es Dir nicht das Recht so ├╝ber ihn zu reden. F├╝r mich hat er den Status eines "Papas". Wie w├╝rde es Dir gefallen, wenn ich so ├╝ber Deinen Vater oder Deine Mutter rede?

Ich erkenne den Hintergrund Deiner "Warnungen" bez├╝glich Pavo und Urako Morasa.

Einerseits schmeichelhaft, dass Du so gerne mein Freund w├Ąrst. Aber bitte nicht auf Kosten anderer. Pavo hat Dir pers├Ânlich nichts getan und so wird es auch bleiben, wenn Du ihn mit Respekt und Anstand behandelst.
Als Neuling erwarte ich das auch von Dir.

Ebenso verh├Ąlt es sich mit Urako. Du liegst mit Deiner Meinung falsch. Ich selbst habe mit meiner Meinung ├╝ber ihn falsch gelegen. Er ist ein Choleriker wie mein Bruder. Wenn er mir etwas antun wollte, wie Du bef├╝rchtest, h├Ątte er versucht mir in seiner Wut den Sch├Ądel einzuschlagen.

Aber mich extra wohin zu locken, um dann mit mir gem├╝tlich und ausf├╝hrlich zu plaudern, mich mit einem Fr├╝hst├╝ck zu versorgen und dann noch mit Unterhaltung nur damit ich auch wirklich auf Pavo warte - entschuldige, so handelt niemals ein Choleriker. Dass ist denen viel zu viel Aufwand. Zudem m├╝ssten sie sich f├╝r so eine Aktion beherrschen. Choliker k├Ânnen vieles, sich beherrschen geh├Ârt nicht dazu.

Ich mag Dich Mo. Ich mag Dich wirklich, sonst h├Ątte ich Dich nicht anwerben lassen. Und ich freue mich auch dass Du bleiben und mein Kumpel werden m├Âchtest. Aber dann nach den Regeln unserer Gruppe. Du bist der Neue, Du f├╝gst Dich ein und damit wird auch alles gut.

Du musst Seddik und Urako nicht aus dem Weg gehen. Du musst ihnen nur zeigen, dass Du gewillt bist, Dich anzupassen. Oder meinst Du die gesamte Gilde passt sich dem Waldalben Morasa an, der tats├Ąchlich schon einen ganzen Tag hier ist?

Na also.

Da Du die ganzen Sachen schon auf dem Arm hast, belassen wir es jetzt dabei. Geh so wie Du bist mit den Sachen nach oben. Zuk├╝nftig wirst Du Kleidung tragen und wenn es ein Kartoffelsack aus Jute ist. Mir v├Âllig gleichg├╝ltig, Hauptsache Du rennst hier nicht mit nacktem Arsch rum.

Und nebenbei, wir beide k├Ânnen gerne Freunde werden. Das Du mich direkt so magst, sehe ich als Kompliment. Ich gehe gerne drauf ein und schlie├če gerne Freundschaft mit Dir. Aber mehr werden wir beide niemals.

Wenn ich mich t├Ąusche und Du mich nicht "anbalzt", kannst Du die Information einfach als das hinnehmen was sie ist - Fakt.

Ich bin mit Varmikan verheiratet!
Ich werde Varmi noch einmal nach unserem Recht heiraten.
Ich liebe den Mann von ganzem Herzen!
Ich werde ihn nicht verlassen, unter keinen Umst├Ąnden.
Zur Not w├╝rde ich ihn bis zur letzten Konsequenz verteidigen.

Beachte das, akzeptiere dass, respektiere das und vor allem respektiere meinen Mann! Das verlange ich von Dir als Neuling und als Freund.
Gleiches gilt f├╝r meine Freunde, unter anderem Urako.
Zudem ist Urako der beste Freund von meinem Mann.

Schadest Du Urako, schadest Du Varmikan. Und schadest Du Varmi... nunja versuche nicht herauszufinden was dann passiert.

Hast Du keinen Respekt vor meinen Leuten, wie meiner Gilde, meinen Freunden, meiner Familie und meinen Mann k├Ânnen wir keine Freunde werden.

Da Du allerdings gesagt hast, dass Du einen Neuanfang wagen willst, gehe ich davon aus, dass Du Dir auch meine Ratschl├Ąge und meine Bitten zu Herzen nehmen wirst",
erkl├Ąrte Dave freundlich und ├Âffnete die Zellent├╝r.

"So jetzt gehen wir. Nat├╝rlich nehme ich Varmikan mit zum Baden. Aber nicht dass er mich bewacht, daf├╝r habe ich schlie├člich meine Fellnasen, sondern dass er mir Gesellschaft leistet und mich vielleicht abschrubbt, wenn er Lust drauf hat", grinste Dave.

"F├╝r den Stadtgang hole ich Dich nach dem Mittag ab, oder wir gehen direkt nach dem Mittagessen. Ich sag Dir auf alle F├Ąlle bescheid", sagte Dave.

Der Naridier gab die F├╝hrung zur├╝ck zu ihren Quartieren.
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Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#92

Beitragvon Morasa » Sa 10. Jun 2017, 08:21

Morasa

├╝berholte Dave und blieb genau vor ihm stehen, so dass Dave auch stehen bleiben musste. Der Waldalb guckte ihm genau in die Augen. Er bliess sich eine Haarstr├Ąhne aus dem Gesicht, da er beide H├Ąnde voll hatte.

"Entschuldige. Gestern warst du w├╝tend auf Pavo. Wenn er wie ein Vater f├╝r dich ist, darfst du anders ├╝ber ihn sprechen als ich. Der Hintergrund stimmt, ich bin ein bisschen eifers├╝chtig. Es ist deine Gilde und es sind deine Regeln. Ich bin der Neue, ich werde mich f├╝gen. Nicht nur f├╝r dich Dave, f├╝r alle anderen. Ich habe mich ├╝ber die Aufnahme in eure Mitte gefreut. Ich m├Âchte hier bleiben. Dann muss ich daf├╝r was tun, da hast du Recht.┬á
Wenn man mit andere zusammenlebt, gelten andere Spielregeln. Die werde ich direkt befolgen. Die Gildenregeln musst du mir noch nennen.
Anwolf hat es mir genauso erkl├Ąrt wie du. Ich war einfach w├╝tend ├╝ber die Beleidgung von Seddik und Urako. Sie waren bestimmt auch beledigt wegen meine Art. Was du und die Gilde erwarten werde ich erf├╝llen.
Anwolf hat es mir erkl├Ąrt und du hast es mir erkl├Ąrt. Meine Wut sollte nicht ├╝ber meine Vernunft siegen. Und beliebt mache ich mich nicht, wenn ihr mir alles doppelt sagen m├╝sst. Anwolf war zwar w├╝tend auf mich, trotzdem hat er mir seine Meinung in Ruhe erkl├Ąrt. Am Ende als wir zur├╝ck im Geisterhaus waren, hat er sogar an meine Lampe f├╝r mein Quartier gedacht. Er hat mir eine ganz besondere ├ľllampe geschenkt. Eine die die Zeit anzeigt. Die Zeit ist f├╝r mich unwichtig. Ich brauche nur das Licht der Lampe. Aber ich wollte sagen, obwohl er w├╝tend war, blieb er vern├╝nftig und ruhig. Wenn das ein Junge schafft, muss ich dass genauso schaffen. Das ist doch l├Ącherlich, w├╝rde ich das nicht schaffen.
Gestern habe ich zu dir noch gesagt, morgen ist ein neuer Tag, ich hoffe er sieht besser aus. Ich selber mache ihn gerade nicht besser Dave.
Varmikan ist dein Mann und du liebst ihn. Das ist alles was ich ├╝ber euch beide wissen muss. Du magst mich und ich mag Dich. Freunde. Als Freund achte ich dein Mann und nat├╝rlich deine Freunde. Genauso deine Familie und deine Gilde. Du musst sie nicht vor mir besch├╝tzen. Wir beide besch├╝tzen sie zusammen. Das verspreche ich dir, ich gebe dir mein Wort.
Wenn wir uns nachher treffen, habe ich alles erledigt was ich zu tun habe."

Morasa dachte nach.

"Dave wegen dem Mittagsessen muss ich dich was fragen. Wie regelt ihr das und wie bezahlt ihr dass? Esst ihr gemeinsam und jeder bezahlt seinen Anteil? Oder wie funktioniert das hier? Zur Zeit bin ich ganz knapp bei Kasse. Ich habe aus deinen Stadthaus einige ├äpfel mitgenommen. Sie sind noch gut aber welk. Ich wollte uns daraus ein Fr├╝hst├╝ck machen und habe dir auch einige gute aufgehoben. Dann wurdest du schon abgeholt und ich hab sie eingesteckt. Nur dass du das weisst. Mit Wolfi war ich fr├╝hst├╝cken, das war richtig gut. Er war echt schwer anst├Ąndig zu mir, er hat mir sogar sein Brot geschenkt. Ich werde die Geste zur├╝ckgeben, versprochen."

Mo gab den Weg frei und ging hoch zu Dave sein Quartier. Vor der T├╝r legte der die Sachen ab. Er wollte nicht nackt in das Zimmer von Varmikan gehen, wo er vorher sein Versprechen abgegeben hatte. Mo l├Ąchelte Dave an und deutete auf das B├╝ndel. Der Waldalb ging in sein eigenes Zimmer und zog sich seine Kleidung an. Danach ging er hoch in das Geisterhaus. Er lauschte ob er die anderen h├Âren k├Ânnte.
Sie waren im Hof und von dort roch es lecker nach Kaffee. Auch Urako konnte er dort h├Âren. Morasa ging zu den anderen in den Hof und fing den Tiefling ab.

"Urako ich entschuldige mich bei dir für meine Drohung. Ich war beleidigt wegen deiner Worte und du wegen meinen. Frieden und ein Neuanfang?". 

Der Waldalb bot dem Tiefling Frieden an.
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Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#93

Beitragvon Davard von Hohenfelde » Sa 10. Jun 2017, 20:05

Dave zog eine Augenbraue hoch, als ihn Morasa im Laufen geradezu ausbremste. Allerdings war dass, was der Waldalb zu sagen hatte, Musik in seinen Ohren. Wenn er sich wirklich an seine Worte halten wollte, hatte der Magier nichts dagegen.

"Wunderbar Morasa, ├╝berzeuge mich einfach mit Taten anstatt mit Worten. Kurzum erz├Ąhle mir nicht was Du tun m├Âchtest, sondern sag - ich habe es getan.

Nat├╝rlich hat Anwolf Dir das Gleiche erz├Ąhlt, um was ich Dich gebeten habe. Es geht ihm schlie├člich um dieselbe Sache. Er m├Âchte Frieden in seiner zweiten Familie.

Aber so wie ich das W├Âlfchen kenne, wird er seine W├╝nsche mit einigen kreativen Drohungen gew├╝rzt haben Mo. Und im Gegensatz zu Dir Mo, droht Wolfi niemals leer. Er entschuldigt sich auch nicht. Er warnt vor der Drohung.

Und wenn keine Reaktion auf seine Drohung erfolgt handelt er. Drum zwing ihn nicht zu handeln. Er scheint Dich zu m├Âgen, sonst h├Ątte er Dir erstens kein Fr├╝hst├╝ck spendiert und zweitens Dir nicht eine ├ľllampenuhr geschenkt. So hei├čt Deine Lampe.

Und ich warne Dich, fang nicht an ├╝ber Wolfi herzuziehen, da kenne ich Null Nachsicht. Er untersteht mir, er ist f├╝r mich wie mein eigenes Kind. Komm ihm also nicht krumm, sondern halte Dich an Dein Versprechen.

Richtig erkannt, gestern hast Du noch gehofft, der heutige Tag w├╝rde besser werden. Wenn es Dir ernst damit ist, dann sorg doch einfach daf├╝r. Wie das funktioniert, haben wir Dir nun ausreichend erkl├Ąrt - sprich Wolfi und ich.

Solltest Du nachher tats├Ąchlich bereits Deine Versprechen umgesetzt haben, w├╝rde mich das wirklich freuen Mo.

Wie wir hier verfahren bez├╝glich gemeinsamer Kosten, habe ich Dir bereits im Schluckspecht erz├Ąhlt. Nun denn, noch einmal f├╝r Dich. Vielleicht warst Du einfach etwas nerv├Âs oder unaufmerksam. Das passiert aber bitte nicht noch einmal.

Es geht mir nicht darum, dass ich Dir Dinge nicht noch einmal erl├Ąutern w├╝rde - es geht darum, dass Du direkt von Anfang an lernst, mir stets Deine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Gleichg├╝ltig was ich Dir erl├Ąutere. Bei einem Auftrag kannst Du auch nicht dreimal zur├╝ckkommen und fragen wer die Zielperson war.

Also h├Âr zu. Alle Einnahmen der Geister wandern in einen Topf, in die Gemeinschaftskasse. Ich verwalte die Gemeinschaftskasse, alle Einnahmen und Ausgaben m├╝ssen bis auf den letzten Taler stimmen.

Alle Einnahmen wandern in die Gemeinschaftskasse und davon werden alle Gemeinschaftskosten beglichen. Alles! Dazu z├Ąhlt auch unsere Versorgung mit Nahrung und Getr├Ąnken, Kleidung, Waffen, Sonderw├╝nsche - wie zum Beispiel jetzt Deine Lampe.

Der Rest der dann ├╝brig bleibt im Monat wird anteilsgerecht an die einzelnen Gildenmitglieder ausgezahlt. Hei├čt ich teile es durch die Anzahl der Gildenmitglieder und deren geleisteten Auftr├Ąge.

Es ist logisch, dass jene Mitglieder mehr Geld ausgezahlt bekommen, die auch mehr Auftr├Ąge ableisten.

Um die Auszahlung musst Du Dir keine Gedanken machen. Das ist mein Part und in Geldangelegenheiten unterlaufen mir keine Fehler.

Das bedeutet, Dein Fr├╝hst├╝ck, Dein Mittag, Dein Abendessen, wie auch Deine Zwischenmahlzeiten, Deine Getr├Ąnke oder auch Essensw├╝nsche sind bereits bezahlt.

Aber um es mal mit Varmikans Worten zu sagen - Du hast noch nichts f├╝r diese Gemeinschaft geleistet Morasa. Alle Geister hier verzichten f├╝r Dich auf etwas, damit auch Du Dich an unseren Tisch setzten kannst.

Ein weiterer Grund sich erkenntlich zu zeigen, nicht wahr?

Richtig erkannt, es w├Ąre sch├Ân wenn Du die Geste allein Geistern zur├╝ckgeben w├╝rdest und nicht nur Wolfi. Wenn Du bestimmte W├╝nsche in der Versorgung hast, kannst Du mir das gerne mitteilen.

Aber nicht jetzt, ich bin extrem m├╝de und ich m├Âchte endlich in den Zuber. Das geht nicht gegen Dich, ich kann einfach nicht mehr",
antwortete Dave freundlich.

Als der Waldalb den Weg freigab und die Sachen bis vor Daves Quartier schleppte und dann sogar anstandshalber das Quartier nicht betrat, sondern sich mit einem L├Ącheln verabschiedete und in Richtung des eigenen Quartiers verschwand, nickte Dave anerkennend.

Ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Dave schnappte sich seine Sachen und wuchtete sie selbst ins Quartier. Der Naridier hatte kaum Varmikans Quartier betreten, als er feststellte, dass sein Klingenohr bereits ganze Arbeit geleistet hatte. Varmi hatte seine Sachen bereits einger├Ąumt.

Dave musste bei dem Gedanken daran schmunzeln, wie oft Varmikan wohl gelaufen war, da sein Kerl nicht gerade viel schultern und schleppen konnte. Varmi kam ihm aus dem Schlafzimmer g├Ąhnend entgegen, nahm Dave die Sachen ab und r├Ąumte sie vorsichtig zur Seite.

"Sternchen ich war so frei Deine Sachen schon einzur├Ąumen. Nicht dass Du es Dir nochmal anders ├╝berlegst", grinste der Frostalb.
"Keine Sorge, dass ist in Stein gemei├čelt. Wir wohnen ab sofort zusammen. Hast Du ├╝brigens super gemacht. Frage - ich wollte baden gehen, kommst Du mit? Ich muss mich ja noch bei Dir entschuldigen... das geht auch im Wasser", sagte Dave schmunzelnd.

"Werde ich f├╝r meine harte Arbeit belohnt?", fl├Âtete Varmi.
"Auf alle F├Ąlle", grinste Dave breit.
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Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#94

Beitragvon JEELEN » So 11. Jun 2017, 09:50

Jeelen folgte dem Kaffeeduft nach drau├čen und lie├č sich von Enzo ebenfalls einen gro├čen Becher aush├Ąndigen. Der Kaffee war s├╝├č, ganz nach dem Geschmack des Goblins. Es fehlte nur ein St├╝ck Kuchen oder Pl├Ątzchen. Jeel schaute Lydia an, aber die Zwergin sch├╝ttelte langsam den Kopf.

"Schade. Aber der Kaffee ist trotzdem gut", grinste der Gr├╝ne.
"Es scheint sich eine Vers├Âhnung anzubahnen", fl├╝sterte Lydia.
"Und es steht noch eine Vers├Âhnung aus - die zwischen Gasmi und Urako", warf Aino ein.

"Ich geselle mich mal lieber zu den beiden, ehe das hier noch in einer Messerstecherei endet, nur weil die beiden wieder was in den falschen Hals bekommen. Sicherer ist das. Weder Urako noch unser Waldalb sind tiefenentspannt", grinste Jeelen.

Der Goblin gesellte sich zu Urako und Morasa dazu, schl├╝rfte seinen Kaffee und wartete gespannt ab.
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Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#95

Beitragvon Urako » Mo 12. Jun 2017, 11:37

Eine Weile hielten Gasmi und Urako es aus, sich gegenseitig zu ignorieren, doch Urako erkannte zu seiner tiefsten Genugtuung bald die ersten Zeichen von Gasmi, dass er gern wieder Kontakt herstellen wollte. Ein verstohlener Blick hier, ein Schnuppern da. Auch wechselte er einen hilfesuchenden Blick mit Distel, der jedoch nur traurig mit den Schultern zuckte. Zu guter Letzt begann Gasmi, dem Tiefling scheinbar aus Versehen kleine Hiebe mit seinem Schwanz zu verpassen. Das war witzig und angenehm zugleich. Urako war primitiv genug, als dass sich eine k├Ârperliche Reaktion darauf anzubahnen begann. Er hatte genug vom Schmollen. Gasmi war derjenige, der zuerst wieder Kontakt herstellen wollte, gab somit klein bei, unterwarf sich und damit war Urako zufrieden und sah keinen Grund, sich noch l├Ąnger abweisend zu verhalten.

Als Gasmi beim Herumtragen der Holzst├╝cken wieder "zuf├Ąllig" seinen Hintern peitschte, fing Urako das K├Ârperanh├Ąngsel, zerrte Gasmi an sich heran und umarmte ihn fest von hinten. Er umschlang seinen baldigen Mann beiden Armen um Schultern und Brust und legte seinen Mund an Gasmis Schl├Ąfe. Erleichterung machte sich in Urako breit. Auch f├╝r ihn waren solche Streits sehr anstrengend, auch wenn man ihm oft vorwarf, dass er streitlustig w├Ąre, was durchaus stimmte. Doch seine Streitsucht war selbstzerst├Ârerisch, sie machte ihn nicht gl├╝cklich. Er war keiner dieser sogenannten Energievampire, die sich daran labten, anderen die Stimmung verdorben zu haben, denn er f├╝hlte sich danach kein bisschen besser, sondern im Gegenteil, noch schlimmer als vorher. Dass er trotzdem weiter streiten w├╝rde, wenn er es n├Âtig hielt, bis hin zur v├Âlligen seelischen Selbstzerst├Ârung, war nichts anderes als das verzweifelte um sich Bei├čen eines in die Ecke gedr├Ąngten Tieres. Nein, Urako h├Ątte nicht als Erster klein bei gegeben, nie. Doch war er froh, dass Gasmi kl├╝ger war als er und k├╝sste ihn auf den Kopf.

"Tut mir leid", sagte er so leise, dass nur Gasmi es h├Ârte, obwohl es ihm eigentlich ├╝berhaupt nicht leid tat. Wieso sollte es auch, Gasmi war ja zusammen mit Varmi und Dave Schuld daran, dass er so ausgerastet war. Urako konnte nichts f├╝r diese Zerst├Ârung, genau so wenig, wie er als Scharfrichter etwas daf├╝r konnte, dass seine Deliquenten hingerichtet werden mussten. Dennoch schien es, dass er als letztes Glied von Ketten der Gewalt immer jener war, auf den man den Finger richtete. Er war nur jener, der Blut vergoss, aber nicht derjenige, der es verursachte. Er entschuldigte sich daher nur, um Gasmi auf ihrem Weg zur Vers├Âhnung einen Schritt entgegen zu kommen. Mit seinem l├╝ckenhaften Gebiss zog er an Gasmis Ohr und presste sich von hinten an ihn. Gemeinsam schauten sie in die Flammen ihres brennenden Zimmermobiliars. "Wir kaufen neue M├Âbel. Sch├Ânere, bessere. Die hier hat schon irgendwer benutzt und mit seiner negativen Energie verseucht. Hell oder dunkel, gezimmert oder geflochten?"

Da kam das wandelnde ├ťbel auf ihn zu. Morasa. Der Feind. Urako ├Ąnderte nichts an seiner K├Ârperhaltung, beobachtete ihn jedoch wie ein Luchs. Er kam n├Ąher, er wollte wirklich zu ihnen! Urako stie├č Gasmi hinter sich, damit er nicht zwischen die Kontrahenten geriet und wollte sich auf den Waldalb st├╝rzen, um seine Nase einzuebnen - da entschuldigte sich dieser. Urakos geballte Faus verharrte in er Luft, noch bevor er hatte zum Schlag ausholen k├Ânnen.

"Eh", machte er und war einen Moment lang aus dem Konzept. Alle umstehenden Geister starrten ihn an. Nat├╝rlich erwartete jetzt jeder von ihm, dass er die Entschuldigung annahm.

"Vergiss es", sagte Urako eisig. "Nach einer Morddrohung musst du dir schon mehr einfallen lassen, wenn dir wirklich an einer Vers├Âhnung gelegen sein sollte. In meiner Heimat w├Ąrst du allein f├╝r diese Worte auf dem Block gelandet! Dass du noch lebst, nachdem du mich mit dem Tode bedroht hast, verdankst du der laschen Gesetzeslage, die hier zu herrschen scheint!"

Es war nicht so, dass Urako generell nicht f├╝r eine Vers├Âhnung bereit gewesen w├Ąre, aber in Anbetracht von Morasas Tat f├╝hlte er sich von dessen laschen, fast gelangweilten Worten ziemlich verarscht.
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Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#96

Beitragvon Morasa » Mo 12. Jun 2017, 16:34

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nickte ernst zu Urakos Worte. Nicht weil er zustimmte, sondern nur da er zuh├Ârte. Er h├Ârte sich an, was der Tiefling zu sagen hatte. Dabei blieb er gelassen, so als schwatzen sie freundlich miteinander. Urako war ganz sch├Ân nachtragend. Er hatte sich entschuldigt. Was wollte er noch? H├Ątte er sagen sollen, es tut mir leid? Es tat ihm ├╝berhaupt nicht leid. Er w├╝rde beleidigt und hatte sich gewehrt. Mo dachte nach. Doch ein bisschen tat es ihm leid. Er wollte zu der Familie geh├Âren und alle stritten wegen ihm. Er wollte sein Versprechen halten und nicht rausfliegen. Den Tod anzudrohen war f├╝r einen Mitbruder zuviel. Er erinnerte sich an Wolfis Worte.
Er wusste nicht was er sonst machen sollte. Was wollte der Tiefling? Mo wusste es nicht.

"Es tut mir leid. Ich h├Ątte dich nicht bedrohen sollen. Was willst du noch als Entschuldigung? Sag es mir. Ich hab keine Ahnung."

Morasa wartete ab.
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Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#97

Beitragvon Urako » Mo 12. Jun 2017, 18:28

Urako betrachtete Morasa lange und suchte in seinem Gesicht nach nonverbalen Zeichen, einem verr├Ąterischen Zucken der Wangenmuskulatur, wenn er nerv├Âs mit den Kiefern mahlte, unregelm├Ą├čigen Bewegungen der Augen, einem sich dem Lichte unangemessenen Weiten oder Zusammenziehen der Iriden und anderen Hinweisen, die zwar f├╝r sich betrachtet nichtsagend waren, aber in der Kombination mit dem ├╝brigen Gebahren Auskunft ├╝ber verborgene Gef├╝hlsregungen geben und L├╝genkonstrukte enttarnen konnten. Urako entdeckte nichts dergleichen. Entweder war Morasa ein ├Ąu├čerst routinierter L├╝gner oder er wusste tats├Ąchlich nicht, was er machen sollte.

"Nun", sagte Urako gedehnt und musste ersteinmal selber ├╝berlegen, was er ├╝berhaupt k├Ânnte haben wollen. "Du k├Ânntest mal was kochen! Aber nicht irgendeine Pl├Ąrre, sondern was richtig Leckeres. Liebe geht durch den Magen und demzufolge auch irgendwelche ... Vorstufen davon, Freundschaft oder Wohlwollen und so. Wenn du ganz sicher gehen willst, dass es funktioniert, kochst du nackt!" Er grinste sch├Ąbig. "Nur Spa├č. Du kochst f├╝r alle, ich organisier die Getr├Ąnke, Varmi w├Ąscht ab und Dave muss die K├╝che aufr├Ąumen. Schlie├člich haben die zwei auch mitgemacht, da brauchen die sich gar nicht dr├╝cken. Und dann unterhalten wir uns mal normal. Einverstanden?"
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Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#98

Beitragvon Gasmi » Mo 12. Jun 2017, 19:22

Gasmi war zuerst verwirrt, w├╝tend und traurig und das alles zeitgleich. In seinem Kopf ergab dies einen schwindelerregenden Cocktail.

Leider war dieser nicht erheiternd, sondern verursachte wie ein tats├Ąchlicher Cocktail einfach nur grenzenlose Kopfschmerzen.

Weder sein neuer Freund Distel noch einer der Geister konnte ihm helfen. Gasmi hatte den kleinen Centauren einen Moment lang hilflos angestarrt, zeitgleich kam ihm aber dann der Gedanke, dass Puschel genau dieser Blick erneut in Rage versetzen konnte.

Der D├╝sterling wusste nicht weiter. Er hatte keine Idee wer jetzt noch helfen konnte. Wenn er sonst nicht weiter wusste, fragte er Dave.

Aber Dave war vorhin genauso durch den Wind und ein Nervenwrack wie Puschel.

Zwar hie├č es, man konnte Feuer mit Feuer bek├Ąmpfen, aber Gasmi bef├╝rchtete er w├╝rde in diesem Fall einen gigantischen Gro├čbrand ausl├Âsen, wenn er Dave oder Varmikan um Hilfe bat. Zudem wollte er niemanden um Hilfe bitten.

Puschel war sein Kerl und er war schlie├člich auch mit Jozo fertig geworden und hatte ihn gez├Ąhmt.

Also mehr oder weniger hatte er Jo gez├Ąhmt.
Gasmi kratzte sich mit seiner Schwanzspitze am Kopf.

Gut er hatte Jo kein St├╝ck gez├Ąhmt, aber ihn immer gut behandelt und Jozo ihn... grottenschlecht.

Erneut kratzte sich Gasmi am Kopf.

Irgendwie waren seine ├ťberlegungen nicht sonderlich hilfreich. Puschel war nicht Jozo, auch wenn er genauso explodieren konnte.

Puschel war viel h├╝bscher gef├Ąrbt und sah noch bombiger aus als Jo. Und er war im Herzen seiner Seele liebevoll. Dass wusste Gasmi.

Jo war verst├Ârend verloren. Er wollte nicht gerettet werden. Jo k├Ąmpfte und str├Ąubte sich wie eine Bestie gegen seine Rettung.

Puschel kratzte und biss wie ein w├╝tender D├╝sterling, damit ihn jemand von seinem Schmerz befreite. Schmerz, war eigentlich eine gute L├Âsung, grinste der D├╝sterling in sich hinein. Kein b├Âser Schmerz, sondern einer, der Puschel wachr├╝tteln w├╝rde.

Ein Peitschenhieb mit dem Greifschwanz konnte manchmal Wunder wirken!

Gasmi konzentrierte sich darauf, Puschel jedes Mal beim Vorbeigehen "versehentlich" eins mit dem Greifschwanz ├╝berzuziehen. Zuerst bef├╝rchtete Gas, dass Puschel dagegen immun w├Ąre oder noch schlimmer, noch w├╝tender werden w├╝rde.

In seiner Albtraumversion sah er sich schon am Schwanz rumgewirbelt werden und die Geister lachten ihn dabei f├╝r seine Dummheit aus, w├Ąhrend Puschel ihn durch die Gegend schleuderte und auf ihn einschrie.

Das war auch ein verr├╝cktes Rudel!

Gerade noch als Gasmi seinen Albtraum mit offenen Augen tr├Ąumte und trotzdem nach Urako peitschte, fing der Tiefling seinen Greifschwanz ab, zerrte ihn zu sich heran und umarmte ihn fest von hinten.

Puschel hielt ihn so fest, als wollte er ihn nie wieder loslassen. Gasmi streichelte die H├Ąnde von Urako, w├Ąhrend ihn sein Schatz auf den Sch├Ądel k├╝sste.

"Egal welche M├Âbel, wir suchen sie gemeinsam aus. Schon gut Puschel, es ist alles gut", fl├╝sterte Gasmi zur├╝ck und dr├╝ckte sich gl├╝cklich an den Tiefling.

In dem Moment kam Mo angewackelt.

Gasmi brach der Schwei├č aus allen Poren aus. Seine Fu├čkrallen hatten eine sehr sch├Âne Farbe, stellte Gas auf einmal hochinteressiert fest. Hauptsache er schaute den Waldalben nicht an. In dem Moment packte ihn Puschel, riss ihn von den Beinen und schleuderte ihn hinter sein Kreuz.

Puschel nahm Kampfhaltung ein und war bereit den Waldalben zusammenzuschlagen.

Gas Blick verfinsterte sich sofort und er linste w├╝tend an Urakos Seite vorbei um zur Not seinem Mann beizustehen. Wut verlieh einem oft gewaltige Kr├Ąfte, aber Gasmi hatte Angst um Puschel.

Er wusste sein Mann war gerade nicht in Hochform, auch wenn er ihn verteidigen wollte, hie├č das noch lange nicht, dass Puschel dies gelang. Er wollte nicht, dass der Waldalb mit Puschel den Boden wischte und seinen Mann damit v├Âllig l├Ącherlich machte.

Das w├Ąre noch die Kr├Ânung, wenn er Puschel nicht nur entt├Ąuscht und verletzt h├Ątte, sondern ihn nicht vor dem Waldalben gerettet h├Ątte. Mehr konnte man an einem Tag wirklich nicht falsch machen.

Au├čer wenn man seinem Schatz gestand, dass man kein Bote war... sondern Auftragsm├Ârder. Und wenn man dann noch hinterher schob... dass er auch einer werden sollte.

Zudem erkl├Ąrte man dann... dass das ganze Haus voller Assassine war und er vermutlich sterben w├╝rde, wenn er ginge.

Dann w├╝rzte man dies alles noch mit der Prise der kleinen Nettigkeit... dass der Ex noch lebte.

Es fehlte eigentlich nur noch ein Meteor der aufs Haus st├╝rzte um so einen Tag komplett zu machen.

Oder ein Waldalb, der beschlossen hatte Puschel zu t├Âten.

Gasmi musterte argw├Âhnisch jeden Schritt des Alben. Er achtete auf jedes Muskelzucken, nicht dass der Bursche seinen Bogen z├╝ckte und noch vor den ersten zwei Silben Urako wie ein Mettigel mit Pfeile gespickt hatte.

Stattdessen entschuldigte sich der Waldalb. Gasmi blinzelte erstaunt.

Der D├╝sterling machte vermutlich genauso ein dummes Gesicht wie sein Schatz. Auch Urako konnte es nicht glauben. Er forderte von dem Waldalben mehr als eine l├Ąppische Entschuldigung.

"Eben! Mit warmen Worten ist es hier nicht getan! Erst wirbelst Du hier alles durcheinander und bedrohst meinen Mann mit dem Tod und dann meinst ein paar Worte machen alles wieder gut? Nichts da!", stand Gasmi seinem Mann bei.

Wiedererwartend blieb Puschel diesmal seelenruhig.

Er musterte den Waldalben lange. Gasmi tat dies ebenfalls und witterte auch nach ihm. Urako kam scheinbar zu dem gleichen Ergebnis wie er, der Waldalb log nicht.

Puschel forderte als Wiedergutmachung ein leckeres Essen. Morasa sollte f├╝r sie alle kochen, w├Ąhrend Varmi und Dave den Rest besorgen sollten, was die K├╝chenarbeit anging. Gasmi konnte da nur beipflichten, vor allem da der Kelch der K├╝chenarbeit an ihm vor├╝ber gegangen war.

"Sehr gute Idee", freute sich der D├╝sterling und krabbelte auf Puschels R├╝cken.

Gasmi hoffte inst├Ąndig, dass Morasa etwas besser kochen konnte als Dave, ansonsten w├╝rden sie nach dem Friedensessen Pavos Hilfe dringend n├Âtig haben. Gasmi lachte ├╝ber seine eigenen Gedanken und strich mit seinen Krallen durch Puschels Haare.
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Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#99

Beitragvon Morasa » Di 13. Jun 2017, 09:07

Morasa

rieb sich sein Kinn. Der Vorschlag von Urako war gut. Mo wollte ihn annehmen. So h├Ątten alle aus der Familie was davon, nicht nur sie beide. Das Dave und Varmikan mit in der K├╝che helfen sollten, freute Morasa.

"Das ist fair und kameradschaftlich gedacht. Das mache ich. Wie Varmikan und Dave helfen ist egal, gut w├Ąre wenn einer schnibbeln hilft. Wir machen es zu dritt in der K├╝che. Ich kann kochen, ich muss nur Fleisch besorgen. Sagen wir heute abend. Fleischeintopf. Das ist keine Pl├Ârre und wird dir und den anderen schmecken.
Nackt kochen? Mich st├Ârts nicht wenn ich nackt bin. Aber das w├╝rde sicher wieder ├ärger geben. Ich soll nicht unbekleidet hier rumlaufen, sagte Dave. Und ich habe ihm versprochen mich an die Hausregeln zu halten. Drum nein, dass ist nicht drin. Aber den Fleischeintopf werde ich kochen f├╝r alle.
Ja einverstanden, wir unterhalten uns heute abend beim essen normal."

Morasa ging zur├╝ck in sein Zimmer und wartete dort auf Dave. Der Magier wollte in die Stadt und er sollte ihn begleiten. So konnte Mo dort auch gleich die Zutaten f├╝r den Eintopf kaufen. Das Fleisch konnte er vielleicht im Wald erjagen. Der Waldalb wollte am liebsten Wildfleisch zubereiten. Mit Gem├╝se und Beeren schmeckte ihm das Fleisch immer noch am besten. Und f├╝r ein Vers├Âhnungsessen wollte er gerne was kochen, was ihm selber schmeckte.
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Re: Aus dem Wald in den Gro├čstadt-Dschungel

#100

Beitragvon Urako » Mi 14. Jun 2017, 20:13

Wir machen es zu dritt in der K├╝che, wiederholte Urako gedanklich und obwohl er todernst hatte dreinblicken wollen, da er immer noch stinkig auf Mo war (immerhin war das Essen noch nicht gekocht), musste er jetzt sein zahnloses Grinsen zum Besten geben.

"Abgemacht." Er streckte Mo die Hand hin, aber der lie├č ihn einfach stehen und ging auf sein Zimmer. Er hatte es wohl sehr eilig mit der Vers├Âhnung. Urako winkelte die nutzlos ausgestreckten Hand wieder an und kratzte sich zwischen den H├Ârnern. Vielleicht kannte der Waldalb ja die Geste auch gar nicht, wer wusste schon, was die im Wald so trieben, um sich zu begr├╝├čen, vielleicht verm├Âbelten sie sich gegenseitig mit Brennnesseln.

"Gasmi", polterte Urako aus heiterem Himmel los. "Gut, dass du da praktischer Weise gleich da oben sitzt! Da wir nun jeder hier mindestens einen Liter Kaffee getrunken haben, sind wir fertig mit dem Fr├╝hst├╝ck."

Er wartete nicht darauf, ob Gasmi noch irgendwas sagen wollte, sondern buckelte das Kerlchen hoch zum Dachboden. Von dort aus quetschte er sich mit ihm durch das Fenster und sprang mit ausgebreiteten Fl├╝geln vom Dach. Er schlug kraftvoll mit den Schwingen und brachte sie h├Âher, bis er eine passende Str├Âmung gefunden hatte, die unter seine Membranen griff. "Guck mal, die ganze Stadt ist zu sehen!" Sie drehten eine Runde, doch es war nicht, um das Panorama zu genie├čen, sondern weil Urako nach einem lauschigen Pl├Ątzchen Ausschau hielt. Ihr Zimmer war leer und obendrein ein Tr├╝mmerfeld, aber hier drau├čen gab es sicher eine geeignete Stelle. Die Luft war noch angenehm k├╝hl am morgen und duftete nach Feuchtigkeit. Ah, da. Eine alte verlassene Scheune am Stadtrand. Die war ihre! Urako ging tiefer, flutschte mit angelegten Fl├╝geln durch den verfallsbedingt offenen Giebel und landete oben im Heuboden. Mehrere M├Ąuse stoben zu allen Seiten davon. Heu gab es noch gen├╝gend, das w├╝rde kuschlig werden.

Zu seiner abgr├╝ndigsten Freude entdeckte er eine Etage tiefer nicht nur ein von Holzw├╝rmern zernagtes Joch, sondern an einem Nagel h├Ąngend unter lauter Spinnenweben eine alte Bullenpeitsche. Er nahm das gute St├╝ck von der Wand, wischte es mit den Fingern sauer und rollte es aus. Die Peitsche war fast so lang wie er. Das Leder wirkte etwas gammlig, aber stabil. Urako lie├č die Peitsche einmal knallen. Allein das Ger├Ąusch sp├╝rte er auf angenehme Weise bis in die kleinste Faser seines K├Ârpers. Er beschloss, Gasmi zur Vers├Âhnung das neue Spielzeug ein wenig n├Ąher zu bringen. Damit w├╝rden sich noch wunderbare Sachen anstellen lassen, ehe es in Ainuwars ewiges Reich einging! Er stieg die alte Holzleiter zur├╝ck hinauf auf den Heuboden.
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"Wenn Kaiser, K├Ânige und Diktatoren ruhig schlafen,
warum soll`s nicht auch der Henker k├Ânnen?"
Charles Henry Samson, Scharfrichter