Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. WĂ€hrend die Urvölker auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. GeheimbĂŒnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Herrensitz des Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Großherzogtum Souvagnen
Das almanische Großherzogtum Souvagne ist geprĂ€gt von sanfte HĂŒgeln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne hĂ€lt sich aus Kriegen grĂ¶ĂŸtenteils heraus und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische NeutralitĂ€t. Von allen Herrschern ist er der GemĂ€ĂŸigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen grĂ¶ĂŸtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Maximilien Rivenet de Souvagne
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Herrensitz des Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

#1

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Sa 14. Okt 2017, 21:11

Herrensitz des Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

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Jede Grundherrschaft hat einen Herrensitz. Dies ist zumeist eine Burg, ein Schloss oder Herrenhaus. Der Herrensitz beherbergt die Adelsfamilie des Inhabers der Grundherrschaft mit Verwaltern und den Bediensteten. Er ist zugleich der wirtschaftliche und verwaltungstechnische Mittelpunkt der Grundherrschaft.

Der Herrensitz von Duc Maximilien Rivenet de Souvagne ist in Beaufort, der Hauptstadt der Souvagne und ist der Familien- und Stammsitz des Duc des Großherzogstums von Souvagne.

***
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Re: Herrensitz des Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

#2

Beitrag von Komavan » Mo 16. Okt 2017, 11:20

Komavan raste in einem Gewaltflug in die Souvagne. Er verfluchte, dass er bei Tag zu Stein werden musste und nicht einfach wie die Menschen im Notfall Tag und Nacht durchmachen konnte. So benötigte er trotz aller Eile mehrere NĂ€chte, bis er seinen Schatten unter dem Vollmondlicht ĂŒber die vertrauten Felder gleiten sah, die sich dicht an dicht wie ein Gitter ĂŒber die HĂŒgel zogen. Große Waldgebiete suchte man hier vergebens, stattdessen gab es nur Felder, bewirtschaftet von hunderten einzeln stehenden, aus Stein erbauten Gehöften mit den typischen flachen GiebeldĂ€chern, ganz im Gegensatz zu den spitzen Giebeln der FachwerkhĂ€user im ĂŒbrigen Almanien. Seine Heimat war schon etwas Besonderes und umso wichtiger war es, sie vor eindringenden Barbaren, gleich ob es sich um Invasoren oder FlĂŒchtlinge handelte, zu schĂŒtzen! AbgekĂ€mpft erreichte er den Hof des Duc. Die breite, ebenmĂ€ĂŸig gepflasterte Straße, die zum Haupteingang des Schlosses fĂŒhrte, wurde von penibel gepflegten KunstgĂ€rten flankiert. Doch so weit kam Komavan nicht allein, denn zuvor meldete er sich beim diensthabenden Wachmann, der wiederum den zustĂ€ndigen Diener aus dem Schlaf riss, der Komavan dann ins Innere geleitete. Er organisierte fĂŒr den Gargoyle eine kleine Erfrischung, bestehend aus klarem Brunnenwasser und ein paar Kieselsteinen zum Knabbern, ehe der Diener davon eilte, um die Herrschaften ĂŒber diesen dringlichen Besuch zu so spĂ€ter Stunde in Kenntnis zu setzen. Ungeduldig wartete Komavan auf dem gepolsterten Stuhl.

Es war unverkennbar der uneheliche Sohn des Duc, der ihn schließlich empfing, Ciel Felicien de Souvagne. Der Duc hĂ€tte die Vaterschaft nicht leugnen können, selbst, wenn er es gewollt hĂ€tte. Es war ein blasser junger Mann mit spitzem Gesicht und blauen Augen, mit weißblonden, zu einem strengen Zopf gebundenen Haaren, der sich mit einer spießigen und altbackenen Art sich zu kleiden redlich darum bemĂŒhte, Ă€lter zu wirken, als er war. Eine ganze Delegation begleitete den jungen Mann, der zwischen den anderen MĂ€nnern zierlich und verloren wirkte, was ihn jedoch nicht davon abhielt, dreinzublicken, als lĂ€ge ihm die Welt zu FĂŒĂŸen.

„Man hat meine Person bereits in Kenntnis gesetzt bezĂŒglich Eurer Person und der Natur Eures Anliegens. Verlieren wir also keine Zeit mit dem Austausch von Höflichkeiten, sondern kommen umgehend zur Sache. Berichtet mir alles, wovon Ihr wisst.“

„Die Zwerge ersuchen den Beistand Almaniens, da sie von den StreitkrĂ€ften des Chaos bedrĂ€ngt werden. Dunkelbruch steht kurz vor dem Fall, wenn man den Worten des zwergischen Boten Glauben schenkt, den mein Freund, Comte Massimo de la Cantillion, empfing. Massimo ist in großer Sorge, dass als Resultat dieser Auseinandersetzung wahlweise das Chaos oder Heerscharen flĂŒchtender Zwerge in Almanien einfallen könnten. Mir steht es nicht zu, fĂŒr ihn bezĂŒglich einer angemessenen Reaktion auf die Bedrohung zu sprechen. Ich bin lediglich hier, um seine Ankunft anzukĂŒndigen.“

„Ist das alles, was Ihr berichten könnt?“

„Der Bote berichtete von keinen Details. Weder sprach er von der Zahl der Gegner, noch, wie die Armee des Chaos aufgestellt ist. Auch sprach er nicht davon, welche Gegenleistungen uns fĂŒr Hilfe in Aussicht gestellt werden.“

Das BĂŒbchen – Komavan korrigierte sich gedanklich – der junge Herr zog ein ungehaltenes Gesicht.

„Die Zwerge verlieren selbst Zeit durch ihre kurz angebundene Art der Kommunikation, da wir uns die notwendigen Informationen nun zunĂ€chst selbst organisieren mĂŒssen, ehe wir unsere Entscheidungen abwĂ€gen können. Wie stellen sie sich das vor? Dass wir auf gut GlĂŒck, ohne die Details zu kennen, eine ganze Streitmacht mobilisieren und ihnen zu Hilfe schicken? Obendrein, ohne von ihnen ein Angebot zu einer angemessenen Gegenleistung erhalten zu haben? Haben sie noch die Zeit, mit uns diesbezĂŒglich zu verhandeln? Uns deucht, dann kann das Anliegen der Zwerge wohl so dringlich nicht sein.“

Ciel Felicien de Souvagnes blasser Teint hatte auf den Wangen einen rosigen Farbton angenommen und seiner Stimme hatte er einen schneidenden Unterton beigefĂŒgt.

„Ein Diener wird Euch in ein Quartier geleiten, wo Ihr Euch von der Reise erholen könnt. Ich werde meinen Vater informieren.“
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Re: Herrensitz des Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

#3

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Mo 16. Okt 2017, 15:26

Ciel Felicien de Souvagne

Noch immer VerĂ€rgert ob der Anmaßung der Zwerge, stolzierte Ciel samt der kompletten Delegation mitten in der Nacht durch das Anwesen. Er hatte jeden Einzelnen von ihnen aus dem Bett jagen und sich in Schale werfen lassen, um fĂŒr die wenigen Minuten, in denen er durch die Flure ging, den bestmöglichen Eindruck zu hinterlassen. Zumindest der Gargoyle hatte ihn schließlich gesehen und wĂŒrde alle EindrĂŒcke an den Comte de la Cantillion weiterleiten. So klapperten die RĂŒstungen der Garde, raschelten die Kleider der Hofdamen, pochten die harten AbsĂ€tze von Ciels Schnallenschuhen durch die nĂ€chtliche Stille. Nur sein Leibdiener Khawa, dessen Name bezeichnenderweise Kaffee bedeutete, bewegte sich lautlos.

Als exotischer Sklave hatte er alle Klischees fĂŒr einen Rakshaner zu erfĂŒllen, die man sich nur vorstellen konnte: Er ging barfuß, was seinen Gang angenehm leise machte, in einen Lendenschurz aus HyĂ€nenfell gekleidet, unter dem er aus GrĂŒnden des Anstandes eine Hose aus Zebrafell trug. Dazu hatte er ĂŒber dem nackten Oberkörper eine kurze Fellweste, obwohl die genau genommen zum tamjidischen Kulturkreis gehörte und nicht zum rakshanischen, sowie eine Kette aus HyĂ€nenklauen und einen schwarzen Turban samt Gesichtsschleier, an dem Pfauenpfedern befestigt waren, die lang ĂŒber seinen RĂŒcken hinabhingen. Ein freier Rakshaner wĂŒrde sich ĂŒber seinen Aufzug amĂŒsieren, doch es ging hier schließlich nicht um ethnologische Akuratesse. Da Khawa nach Meinung von Ciel von Natur aus nicht dunkelhĂ€utig genug war, hatte er den Auftrag, sich regelmĂ€ĂŸig auf Ciels Dachterasse zu sonnen und seit Neuestem auch eine spezielle alchimistische Mischung einzunehmen, welche seinen Teint weiter brĂ€unen sollte.

Als sie den FlĂŒgel erreichten, welche die PrivatgemĂ€cher des Duc de Souvagne beherbergten, ließ Ciel seine Gefolgschaft zurĂŒck. Nur Khawa begleitete ihn. Vor der TĂŒr richtete Khawa sowohl seinem Herrn als auch sich selbst noch einmal die Kleidung und in Ciels Fall das Haar, was alles ein wenig dauerte, da der junge Herr stets höchstmögliche Perfektion verlangte. Abschließend strich Khawa sich mit dem Finger noch die Augenbrauen glatt.

Erst jetzt klopfte Ciel.
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Re: Herrensitz des Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

#4

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Mo 16. Okt 2017, 18:07

Fabien Lacombe, der treue Leibdiener des Duc, schreckte hoch. Seine Kammer war ein kleiner aber Ă€ußerst penibel gepflegter Raum vor den herrschaftlichen Schlafgemach. Falls sein Herr des Nachts seiner Dienste bedurfte oder einen Wunsch an ihn zu richten gedachte, war er sofort zur Stelle.

Den Raum gegenĂŒber des Schlafgemachs seines Herrn nutze der Chevalier Jules Seymour de Mireault der dem Duc als Berater, BeschĂŒtzer, Magier und SpĂ€her diente. Er war ebenso wie Fabien ein stĂ€ndiger Begleiter des Duc von Souvagne.

Fabien war in Sorge, zu so spĂ€ter Stunde wagte kaum jemand den Duc zu behelligen, es musste sich somit um etwas Ă€ußerst wichtigstes handeln. Er warf sich einen Umhang ĂŒber seine Schlafkleidung, schlĂŒpfte in seine Hausschuhe und nahm eilig die Öllampe zur Hand.

Schnell huschte Fabien so vorbereitet zur TĂŒr, damit der spĂ€te Gast nicht erneut klopfen musste. Ein kurzer rĂŒckversichernder Blick auf seinen Herrn verriet ihm, dass der Duc bereits von dem leisen Klopfen aufgewacht war.

Fabien eilte zur TĂŒr und öffnete diese. Ciel, des Ducs Sohn seiner Beifrau, stand vor der TĂŒr in Begleitung seines Wilden. Fabien verbeugte sich und machte eine einladende Geste in das Schlafgemach.

"Mein junger werter Herr, was treibt Euch zu so spĂ€ter Stunde in das Schlafgemacht Eures Vater? Ich hoffe Euch ist nichts geschehen? Tretet schnell ein, Ihr scheint in Ă€ußerster Eile zu sein", sagte Fabien höflich.

Umgehend gab er den Weg vor, auch wenn Ciel selbstverstÀndlich wusste wo sich das Bett seines Vaters befand. Vor dem Bett des Duc blieb Fabien stehen und verbeugte sich tief.

"Euer Sohn zu so spĂ€ter Stunde mein Herr", erklĂ€rte Fabien unnötiger weise, stellte die Öllampe auf einen nahen Tisch, so dass die GĂ€ste wie auch der Duc ausreichend Licht hatten, ohne dabei von der Helligkeit gestört zu werden. Immerhin war es sehr spĂ€t und der Duc hatte bereits genĂ€chtigt.


Maximilien hatte sich im Bett aufgesetzt, sein langes weißes Haar fiel ihm ĂŒber die Schultern und ließ ihn in der Dunkelheit noch blasser aussehen, als er tatsĂ€chlich war. Er schaute seinen Sohn samt Anhang erwartungsvoll an.

"Nimm Platz Ciel, was fĂŒhrt Dich mitten in der Nacht zu mir mein Sohn?", eröffnete Maximilien freundlich das GesprĂ€ch. Der Duc unterdrĂŒckte ein GĂ€hnen und streichelte einen seiner großen Hunde.
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Re: Herrensitz des Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

#5

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Mo 16. Okt 2017, 20:07

Ciel Felicien de Souvagne

Ciel nickte zum Dank fĂŒr den trotz der spĂ€ten Stunde so raschen und korrekten Empfang durch Fabien. Sein Vater hatte mit diesem pflichtbewussten Mann wirklich einen hervorragenden Leibdiener gefunden, auch, wenn er fĂŒr Ciels Geschmack etwas gewöhnlich aussah.

"Mit meiner Person ist alles in bester Ordnung, danke der Nachfrage", versicherte Ciel. Im Schlafgemach angelangt, rĂŒckte Khawa fĂŒr seinen Herrn einen Stuhl zurecht, so dass er mit seinem Vater auf Augenhöhe saß.

"Vater, bitte verzeih die Störung deines wohlverdienten Schlafes. Soeben kam ein Bote von Comte Massimo de la Cantillion, um dessen baldige Ankunft anzukĂŒndigen. Der Comte seinerseits hat laut ihm Botschaft von den Zwergen aus Dunkelbruch erhalten, einen Hilferuf, da sie von den Truppen des Chaos bedrĂ€ngt werden. NĂ€here Details konnte mir unser Gast nicht benennen, weder was den Umfang noch die Aufstellung der feindlichen StreitkrĂ€fte anbelangt."

Khawa hielt sich im Hintergrund und aus seinem vermummten Gesicht war nicht abzulesen, wie er den Umstand, dass das Volk, in dem er geboren wurde, vorrĂŒckte, aufnahm. Ciel wĂŒrde ihn spĂ€ter direkt darauf ansprechen, damit keine unausgesprochenen Zweifel im Raum zwischen ihnen standen. Vielleicht konnte Khawa ja sogar aufgrund seiner Kentnisse zur AufklĂ€rung von Unklarheiten beitragen.
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Re: Herrensitz des Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

#6

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Mo 16. Okt 2017, 22:30

Duc Maximilien Rivenet de Souvagne versteifte sich und hörte mit steinerner Miene seinem Sohn zu. Sein Gesichtsausdruck galt selbstverstÀndlich nicht seinem Sohn, sondern war dem Inhalt der Nachricht geschuldet.

Fabien legte seinem Herrn einen Morgenmantel um die Schultern, bĂŒrstete vorsichtig sein Haar und band es zusammen, damit es ihm bei der Unterredung nicht ins Gesicht fiel.

"Fabien, Jules soll uns beiwohnen. Ich benötige Informationen der Himmelsaugen. Beeile Dich, die Zeit drÀngt", befahl der Duc.
"Sehr wohl mein Herr", antwortete Fabien und eilte nach draußen, so schnell er konnte.

Maximilien wie auch Ciel warteten schweigend auf die Ankunft von Jules. Allerdings war es kein unangenehmes Schweigen, denn die beiden verband trotz Ciels Herkunft familiÀre Bande. Der Duc liebte jedes seiner Kinder, ebenso Ciel.

Jules betrat einige Minuten spÀter das Schlafgemach des Duc und verneigte sich tief, bevor er sich vor Ciel verneigte.

"Ihr habt nach mir schicken lassen Eure Durchlaucht?", sagte Jules ergeben.

"Wir bekamen soeben Kunde, dass die Zwerge von Dunkelbruch im Krieg mit den Rakshanern liegen. Was habt Ihr in letzter Zeit hinsichtlich dieser Kunde vernommen oder erspÀht? Berichtet", befahl Maximilien.

"Unsere SpĂ€her haben eine logistische Großaufgabe entdeckt und haben ihr zu unserem Bedauern keine Beachtung beigemessen. Wir hielten es fĂŒr eine nun mit Verlaub, Spinnerei der Goblins. Ihr wisst sie testen alles mögliche, ob sinnig oder unsinnig.

StreitkrĂ€fte der Hohen Mark erreichten uns ĂŒber Ledwick. Der Tross bestehend aus Goblins, Almanen und Gargoyles erreichte Chasseaux. Mit alten Handelsschiffen der Tazzlogkaner und mit allen verfĂŒgbaren Schiffen der Souvagne setzen innerhalb von zwei Tagen 300 Goblins und 500 almanische Ritter ĂŒber die Azursee.

WofĂŒr die Goblins samt die Hohe Mark so einen Aufwand betrieben haben, hat sich bis dato unserer Kenntnis entzogen Durchlaucht.

Unsere Order war stets eindeutig, Überwachung und Sicherung der Grenze vor Feinden. Weder die Goblins noch die Hohe Mark galten als Feinde, vielmehr sind es unsere VerbĂŒndeten Herr. Aus diesem Grund haben wir sie passieren lassen",
erklÀrte Jules ergeben.

Der Duc erhob sich. Arlette die bis dato auf einer gewaltigen Stange neben dem Bett geschlafen hatte, flatterte kurz auf und ließ sich auf der Schulter des Großherzogs nieder.

Maximiliens Kampfmagier musterte seinen Herrn erstarrt, hatten sich aber schnell wieder gefasst. Der Duc samt dem Adler auf seiner Schulter schaute kurz auf Jules herab, ehe sich Maximilien an alle Anwesenden wandte.

"Meine Person erklĂ€rt mit sofortiger Wirkung den Kriegszustand fĂŒr ausgesprochen! Der Kriegsrat wird umgehend einberufen!", befahl der Duc Maximilien Rivenet de Souvagne.

"Alle Krieger am Hofe haben sich umgehend zum Kampf zu rĂŒsten!
Schickt umgehend Boten in jedes Lehen aus!

SĂ€mtliche Marquis, Comte und Chevalier haben sich mit ihren Mannen, Kampfmagiern und Gargoyles unter unserem Banner zu vereinen!
Rekrutiert alle fÀhigen MÀnner und Frauen die kÀmpfen können.

Die Grenzen unseres Landes sind unverzĂŒglich zu sichern!
Vorrangig sind die westlichen Grenzen unseres Landes mit allen Mitteln zu sichern!
Besonders Augenmerk gilt der Grenze zu Dunkelbruch", erklÀrte der Duc.

"Die natĂŒrlichen Grenzen des Goldwasser decken nicht die gesamte Grenze zu Dunkelbruch ab. Sie werden durch Barrikaden auf unserer Seite umgehend verstĂ€rkt. Truppenzusammenzug und Abordnung sofort. Weder ein Heer noch einzelne Soldaten dĂŒrfen die Grenze passieren können!

Die Himmelsaugen werden mit sofortiger Wirkung abgeordnet. Meine Person erwartet schnellstmöglich eine Ladesondierung samt AufklĂ€rung ĂŒber den Ist-Zustand der dortigen Gefechtshandlungen.

Weitere dem Terrain angepasste Gefahrenabwehrmaßnahmen sind diesbezĂŒglich meiner Person vorzuschlagen, seien es Fallen oder Ă€hnliche gelĂ€ndeangepasste Abwehrmaßnahmen.

Kein Zwerg und kein Rakshaner soll einen Fuß auf Souvagnischen Boden setzen, um zu plĂŒndern oder zu brandschatzen!

Dennoch dĂŒrfen die ĂŒbrigen Grenzen nicht außer Acht gelassen werden.
Es ist durchaus möglich, dass sich die Handelsallianz einem Geier gleich auf ein vermeintlich geschwĂ€chtes Almanien stĂŒrzt.

Ferner mĂŒssen wir den Schutz der Zivilbevölkerung im Auge behalten.

Unser Dekret lautet folgendermaßen - sĂ€mtliche Burgen der Lehnsherren haben unverzĂŒglich auch der Zivilbevölkerung zum Schutze zur VerfĂŒgung zu stehen. Dies ist zwar Brauch und Tradition, wird aber durch unsere persönliche Anordnung nunmehr befohlen!

Zudem sind sĂ€mtliche Schiffe von der KĂŒstenlinie zu entfernen um den Zwergen und Rakshanern eine Übernahme und Anlandung an unsere KĂŒsten nicht zu ermöglichen.

SĂ€mtliche Schiffe werden in dem natĂŒrlichen Hafenbecken des KĂŒstenortes Chevrette verbracht.

Die Zwerge hingegen könnten zudem planen unsere Schiffe dazu zu nutzen um von Dunkelbruch ĂŒber die Azursee hinter La Grange zu gelangen um dort auf Höhe der Zwergenpforte Bartglanz anzulanden. Der Marschweg bis nach Bartglanz wĂ€re dann auf ihrem Territorium. Unsere Schiffe stehen den Zwergen nicht zur VerfĂŒgung!

Um dem vorzubeugen befehlen wir, ebenfalls die Grenze von La Grange besser abzusichern. Die dortigen Zwerge sind mit Argwohn im Auge zu behalten.

Zum weiteren Schutz ist unsere Waldfeste in Chevrette als Zufluchtsort herzurichten. Sollte es widererwartend nötig sein, werden wir uns samt Familie und Anhang nach Chevrette zurĂŒckziehen.

Souvagne wird bereit sein, seine Freiheit und UnabhÀngigkeit gegen jeden Feind zu verteidigen!

Der Adler Souvagnes ist ein weises und geduldiges Tier, aber wagt sich der Feind in sein Nest, dann wird er ihn das FĂŒrchten lehren!",
sagte der Duc stolz.

Arlette das mĂ€chtige Adlerweibchen unterstrich die Worte ihres Herren indem sie einen Schrei ausstieß und mit den FlĂŒgeln schlug.

Maximilien wandte sich an seinen Sohn Ciel Felicien.

"Mein Sohn hört zu, Euch sei folgende Aufgabe ĂŒbertragen. Sorgt dafĂŒr dass sĂ€mtliche Heilmagier, Heiler, Priester und Priesterinnen, Hebammen und sonstige Heilkundige sich umgehend sammeln. Dennoch soll in jedem Dorf einer der Heilkundigen verbleiben oder diesem zugeteilt werden! Unser Schutz gilt den unseren.

Meiner Person ist es unerklĂ€rlich, weshalb das Kaisho Abkommen von den Goblins wie auch von einigen Almanischen GroßherzogtĂŒmern gebrochen wurde.

Wir haben uns zum Schutze unserer Schutzbefohlenen, zum Erhalt des Almanischen Gesamtvolkes und zum Erhalt unserer Traditionen von der Handelsallianz getrennt.

Weshalb gefÀhrden nun die Goblins wie auch einige Almanen unser Abkommen in dem sie den Zwergen zur Hilfe eilen?

Meine Person sieht keine Veranlassung dazu, zu alten MissstĂ€nden zurĂŒckzukehren. Vielmehr haben die Zwerge durch ihre UnfĂ€higkeit nur erneut bewiesen und den Fakt untermauert, dass Almanien selbstĂ€ndig und autark zu verbleiben hat.

Da weder die Golbins noch der Rest Almaniens dazu bereit zu sein scheint, werden jene von unserem Land verwiesen, bis die Weisheit und Weitsicht in ihre Herzen wie Hirne zurĂŒckgekehrt ist.

Bis zu diesem Zeitpunkt hat ein fremdes, nicht souvagnisches Banner auf unserer Scholle keine Duldung zu erwarten.

Per Proklamationen sind diese Völker aufzufordern, unsere Scholle binnen 3 Tagen zu verlassen und die nÀchstmögliche Grenze zu passieren. Personen die dem zuwider handeln und nach Verfristung noch auf unserer Scholle angetroffen werden, sind sofort unter Arrest zu nehmen.

Ferner werden sofort sĂ€mtliche UnterstĂŒtzungen gegenĂŒber diesen Völkern eingestellt.

Die Zahlungen zwecks KriegsfĂŒhrung gegen die Handelsallianz werden mit sofortiger Wirkung eingestellt. Weder verwenden die genannten Völker die Zahlungen sachgerecht zur Verteidigung gegen die Handelsallianz, noch unterstĂŒtzt Souvagne den nicht abgesprochenen Beistand von Nichtmenschlichen Fremdvölkern.

Wir sind großmĂŒtig und verlangen keine Wiedergutmachung der betreffenden goblinischen wie auch almanischen Völker, obgleich sie uns durch die Nutzung unserer GĂŒter mit in einen Krieg hĂ€tten verwickeln können, der nicht der unsere ist.

Weitere UnterstĂŒtzung wird jedoch vollumfĂ€nglich versagt, ebenso das reisen ĂŒber unsere Scholle!

Zieht eine Bannmeile an der gefĂ€hrdeten Grenze zu Dunkelbruch. Und stationiert dort zu einer Einheit SpĂ€hern zusĂ€tzlich Bogen- und ArmbrustschĂŒtzen.

Wir haben Herbst, die Felder innnerhalb der Bannmeile sind sofort im Akkord abzuernten und zur Not brandzuschatzen, damit dem Feind keine Nahrung auf unserer Scholle in die HÀnde fÀllt.

Ferner sind alle LandsmĂ€nner und Frauen zurĂŒck in die Souvagne zu rufen. GleichgĂŒltig ob sie zur Zeit den aktiven Kampf gegen die Handelsallianz unterstĂŒtzen oder gar den nicht bewilligten Krieg der Zwerge.

Wer sich nicht unverzĂŒglich gen Heimat begibt, verliert sein Lehen sowie seine Adels- und Ehrenrechte. Souvagne hat in dieser schweren Stunde wie ein Mann zusammen zu stehen. Wir benötigen zur Verteidigung jede Klinge.

Selbstredend setzt zur Heerbildung das ĂŒbliche Prozedere ein, Sicherung der Grundversorgung, Sicherung der Heerversorgung, Zuweisung und Rationalisierung der Nahrungsmittel und so weiter und so fort.

Die Souvagne steht fĂŒr uns an erster Stelle!
So war es und so wird es immer sein!

Ciel Felicien Ihr werdet Chevalier Jules Seymour de Mireault begleiten und an seiner Seite Eure Aufgabe erledigen.

Er wird Euch schĂŒtzend und beratend zur Seite stehen. Beweist Euch in dieser schweren Stunde Souvagnes und ich werde Euch als meinen Sohn vollumfĂ€nglich legitimieren.

Als Magier werdet Ihr Euch mit Chevalier de Mirelaut ergÀnzen, meine Person erwarte von Euch stets auf dem laufenden gehalten zu werden.

Geht mit meinen besten WĂŒnschen Sohn und mögen uns die Götter beistehen. Falls Ihr noch VorschlĂ€ge habt, so sprecht und sprecht völlig offen",
sagte Maximilien.
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Re: Herrensitz des Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

#7

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Di 17. Okt 2017, 10:14

Ciel Felicien de Souvagne

Voller Entsetzen vernahm Ciel die Kunde, die Jules vortrug. „Unsere Schiffe wurden entwendet und niemand maß dem Bedeutung bei?“, fragte er unglĂ€ubig und starrte Jules fassungslos an. Dann wandte er sich an seinen Vater. „Wir mĂŒssen umgehend Boten entsenden, die unsere Schiffe zurĂŒckfordern! BĂŒndnis hin oder her, ein derart umfassender Diebstahl kann doch nicht ignoriert werden! Wer hat diesen Fauxpass zu verantworten? Und wer hat momentan den Oberbefehl ĂŒber unsere Flotte inne? Derjenige muss umgehend verhört werden!“

Sein Vater ordnete in weiser Voraussicht an, die verbliebenen Schiffe in das natĂŒrliche Hafenbecken bei Chevrette zu verbringen, damit sie nicht ebenfalls fĂŒr nicht genehmigte Kriegshandlungen missbraucht werden konnten. Bei dem Gedanken, dass ein betrĂ€chtlicher Teil der wertvollen und wichtigen souvagnischen Flotte nun bei Zentralrakshanistan vor Anker lag, packte Ciel kalte Wut. Er teilte die Auffassung seines Vaters, dass die Hohe Mark damit das BĂŒndnis verletzt hatten.

„Weder sind wir informiert worden ĂŒber den Diebstahl der Schiffe, noch ĂŒber die geplanten Kriegshandlungen! Entweder waren wir wirklich zu gutglĂ€ubig und haben uns allzu sehr in Vertrauen gewiegt oder, was ich vielmehr glaube, hier ist Verrat und gezielte Desinformation am Werke, Vater! Wir mĂŒssen dem nachgehen. Jemand wird die Verantwortung fĂŒr diese Ereignisse zu tragen haben!“

Als sein Vater ihm die verantwortungsvolle und schwere Aufgabe zuwies, die Verteidigung des Landes von den Grundpfeilern auf zu organisieren, wurde der von Natur aus schon blasse junge Mann weiß wie eine Kreidewand, er verneigte sich vor seinem Vater.

„Ich danke Euch fĂŒr die ehrenvolle Aufgabe, unser Volk schĂŒtzen zu dĂŒrfen und fĂŒr das erwiesene Vertrauen, Vater!“

Danach aber er setzte sich aufrecht in seinen Stuhl und antwortete fest:

„Ihr dĂŒrft sicher sein, dass ich Euch nicht enttĂ€uschen werde. Nach Ende dieser Unterredung werde ich mich sofort gemeinsam mit Jules an die Arbeit machen und weder ich noch die in meinem Verantwortungsbereich liegenden Personen werden rasten noch ruhen, bis die Souvagne gesichert ist!“

Zum Lohn bot sein Vater ihm die vollumfĂ€ngliche Legitimierung Ciels als seinen Sohn. Bei diesen Worten klopfte Ciels Herz schneller. Es war in der Tat eine ungeheure Ehre, dass ausgerechnet er die Verteidigung organisieren durfte und nicht etwa einer seiner HalbbrĂŒder, die aus der ehelichen Verbindung des Ducs mit der Duchesse entstammten. Ciels Ehrgeiz wurde aufs Äußerste geschĂŒrt, er wĂŒrde beweisen, worin sein Wert bestand! Doch er hatte auch Angst und war froh, dass der resolute und erfahrene Jules an seiner Seite sein wĂŒrde.
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Re: Herrensitz des Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

#8

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Di 17. Okt 2017, 12:55

Maximilien nahm auf einem Stuhl Platz und musterte seinen Sohn eindringlich.

"Die Schiffe sind noch vor Ort bei den Aggressoren, sprich den Zwergen und Rakshanern? Das ist ein Umstand der von uns nicht hingenommen werden kann!
Bei den Schiffen handelt es sich um Souvagnisches Eigentum und dies ist umgehend wieder in unseren Besitz zu bringen.

Sorgt dafĂŒr, dass die Schiffe zurĂŒck in unsere Hand gelangen Ciel. Erteilt entsprechende Befehle. Sendet ein Schiff aus, dass ĂŒber genug Bemannung verfĂŒgt, um die Schiffe per Notbesetzung zurĂŒck in die heimischen GewĂ€sser ĂŒberzufĂŒhren.

Sollte eine Bergung unseres Eigentums nicht möglich sein, dann sehe ich mich leider gezwungen unsere Schiffe abzuschreiben. Folgende Vorgehensweise ordne ich an.

Entsendet umgehend einen Bergungstrupp, der die Schiffe sichert. Wie bereits erwÀhnt, ein voll besetztes Schiff um die Notbesatzung der gestohlenen Schiffe zu gewÀhrleisten.

Sollte widererwartend eine Bergung nicht möglich sein, werden die Schiffe vernichtet! Sie werden gebrandschatzt und versenkt, dass heißt Dies ist ein ausdrĂŒcklicher Befehl!

Wir werden nicht dulden, dass die Schiffe gegebenenfalls zweckentfremdet werden, indem diese als FlĂŒchtlingsunterkĂŒnfte fĂŒr Zwerge missbraucht werden!

Ferner besteht die Gefahr, dass die Zwerge ansonsten von der Möglichkeit Gebrauch machen, unsere KĂŒste entlang Richtung La Grange zu fahren um dort anzulanden. Die Dreistigkeit mit der die Goblins sowie die anderen GroßherzogtĂŒmer ĂŒber unser Eigentum verfĂŒgt haben, wird nicht hingenommen!

Sichert die Schiffe, ansonsten versenkt sie.

Möglich dass sie in Unkenntnis handelten, aber das setzt doch wohl keine Unhöflichkeit voraus! Oder gar die Missachtung anderer Leute oder Völker Eigentum.

Wir betrauen mit dieser Aufgabe vorrangig Massimo de la Cantillion. Sprecht mit ihm in meinem Namen. Sobald er am Hofe erscheint, möchte ich ihn umgehend sprechen.

Hast Du noch Fragen mein Sohn?",
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Comte Massimo de la Cantillion
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Re: Herrensitz des Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

#9

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Do 19. Okt 2017, 19:04

Massimo

trieb sein Pferd Foudre an. Er ritt so schnell er konnte ohne sein Tier zu schaden. Als sie endlich Souvagne erreichten, war Massimo erleichtert. Trotzdem musste er weiter. Foudre konnte er noch keine Ruhe gönnen. Sie ritten weiter bis nach Buffort zum Hof des Duc. Sein Pferd hatte alles gegeben und nun stand es erschöpft vor den Hoftoren. Die Garde des Duc versperrte ihnen den Weg. Massimo zĂŒgelte sein Pferd. Der misstrauische Blick der Garde lag auf Nal die ihn begleitete. Almanen schĂ€tzten keine Fremden. Also musste Massimo sich fĂŒr Nal verbĂŒrgen, damit sie ihn begleiten durfte.
Der Comte stieg ab und nĂ€herte sich der Garde. Er erklĂ€rte wer er war und das er ganz dringend mit dem Duc sprechen musste, da eine schreckliche Gefahr fĂŒr ihr Land drohte. Er erklĂ€rte der Garde, dass er seinen Gargoyle Komavan vorgeschickt hatte, damit sie die Warnung rechtzeitig erreichte. Als Comte durfte er den Hof betreten. Er wurde von der Garde in Empfang genommen und es wurde ihm gesagt, dass er warten sollte bis das der Duc ihn empfing.

"Jetzt heisst es warten Nal. Sei höflich zu dem Duc, er ist vergleichbar mit einem Großherzog oder einen König. Und ich habe fĂŒr dich gesprochen. Hier in unseren Land sind Fremde nicht gerade willkommen. Und Nichtmenschen noch weniger. Darum versuch ihn von dem Gegenteil zu ĂŒberzeugen, indem du dich unseren Herrn gegenĂŒber gut verhĂ€ltst. Sonst fĂ€llt dein Verhalten auf mich zurĂŒck und im schlimmsten Fall wirst du als Feind gesehen.
Ich hoffe wir haben GlĂŒck und uns holt einer seiner Söhne ab oder einer seiner Vertrauten. Sein Kampfmagier wĂ€re gut, dann könnte ich ihm die Situation schon was schildern, bevor wir zu dem Duc vorgelassen werden. So von Kollege zu Kollege, obwohl unser Herr seinen Untertanen gegenĂŒber offen ist. Trotzdem habe ich mich zu rechtfertigen, wieso ich meine Heimat erst jetzt gewarnt habe. Ich habe mich so geĂ€rgert, dass ich blind vor Wut war und dann kam die Hochzeit dazwischen. Wobei die leider ebenfalls ein Krieg wurde. Ich hoffe der Duc ist milde gestimmt und verzeiht mir meine Fehler."

Massimo ging nervös auf und ab und wartete auf die Vertrauensperson vom Duc, damit sie abgeholt werden.

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Ciel Felicien de Souvagne
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Re: Herrensitz des Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

#10

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Fr 20. Okt 2017, 13:56

Ciel schlug das Herz heftig. Er war zwar nicht gĂ€nzlich unerfahren, aber dennoch sehr jung und hatte noch nie Zeiten solch massiver Bedrohungen der Souvagne, Almaniens und des ganzen Herzlandes erlebt. Er prĂ€gte sich jedes einzelne Wort seines Vaters ein. In seinem Arbeitszimmer wĂŒrde er sich alles aufschreiben, damit er nichts vergaß und gemeinsam mit Jules und den militĂ€rischen Beratern einen detailierten Schlachtplan ausarbeiten. Dass er womöglich ihre Flotte versenken musste, lag ihm schwer im Magen, aber er ließ sich nichts anmerken. Er hatte frĂŒh gelernt, sich zu benehmen. Je dringlicher das Problem war, umso wichtiger war es, einen kĂŒhlen Verstand zu wahren.

"Ich habe vorerst keine Fragen, Vater", antwortete Ciel. "Ich bitte um Erlaubnis, mich gemeinsam mit Jules zurĂŒckzuziehen, um mich mit ihm zu beraten und die ersten Schritte noch heute Nacht in die Wege zu leiten."

Nachdem sein Vater ihn verabschiedet hatte, ging Ciel eilenden Schrittes mit Jules durch die GĂ€nge, um seine Delegation abzuholen, damit sie ihn in das Arbeitszimmer geleiten konnte. Unterwegs kam ihnen jedoch schon wieder der Dienstbote entgegen, weil ein weiterer Gast angekommen war. Comte Massimo de la Cantillion begehrte samt Begleitung Einlass.

Ciel eilte persönlich zum Empfang des Comte. Der Mann musste geritten sein wie die Rakshaner, dass er schon hier war. Khawa machte einen etwas verstimmten Eindruck, als sie Massimo und dessen Begleitung entdeckten. VerstÀndlich, immerhin hatte dieser den Angriff geleitet, bei welchem Khawa seine gesamte Einheit und seine Freiheit verloren hatte.

"Wir hatten Euch nicht so frĂŒh erwartet, Comte", grĂŒĂŸte ihn Ciel freundlich. "Gaston, kĂŒmmert Euch um das Pferde unseres Gastes. Ich nehme an, Ihr möchtet mit meinem werten Vater sprechen, Massimo. Bitte folgt mir, ich bringe Euch zu ihm."

Ciel schilderte vor den GemĂ€chern seines Vaters kurz dem Leibdiener, wer die GĂ€ste waren, damit sein Vater entscheiden konnte, ob er sie empfangen wollte oder nur Massimo oder keinen von beiden. FĂŒr den Fall, dass sein Vater einen Empfang ablehnte, wĂŒrde er noch einmal persönlich mit den beiden sprechen und möglichst viel aus ihnen herauszubekommen versuchen. In der Zwischenzeit kĂŒmmerte sich jemand darum, dass die GĂ€ste jeweils ein Zimmer hergerichtet und warmes Essen zubereitet bekamen. Auch ein heißes Bad wurde fĂŒr jeden von ihnen vorbereitet. Er war etwas verwundert, dass Massimo seinen Leibdiener vergessen zu haben schien und ließ einen ihrer besten Diener aus dem Schlafe klingeln, damit der sich um das Wohlergehen des Comte kĂŒmmern konnte. FĂŒr die Lichtalbin wĂŒrde eine beliebige Dienerin genĂŒgen, beziehungsweise ĂŒberhaupt keine, wenn sein Vater sich aufgrund der aktuellen Ereignisse abweisend ihr gegenĂŒber zeigen wĂŒrde.
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