Fahndung nach der Furie

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.

Großherzogtum Souvagnen
Das almanische Großherzogtum Souvagne ist geprĂ€gt von sanfte HĂŒgeln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne hĂ€lt sich aus Kriegen grĂ¶ĂŸtenteils heraus und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische NeutralitĂ€t. Von allen Herrschern ist er der GemĂ€ĂŸigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen grĂ¶ĂŸtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Maximilien Rivenet de Souvagne
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Fahndung nach der Furie

#1

Beitragvon Maximilien Rivenet de Souvagne » Sa 23. Dez 2017, 18:19

Fahndung nach der Furie

Fabien eilte zum Duc.

"Eure Hoheit, ein Elbrief des Comte Didier de la Chateaub fĂŒr Euch. Er erbittet die Hilfe der Himmelsaugen. In seinem Lehen kam es zu einem abscheulichen Verbrechen.

Die Mehrfachmörderin Derya Letnaux sollte gerade fĂŒr ihre Taten hingerichtet werden, als diese von einer unbekannten, vermummten Gestalt unter grösster BrutalitĂ€t befreit wurde. Der Mann hat mehrere BĂŒttel getötet und den dortigen Henker schwer verletzt.

Mehr als dass es sich um einen schlanken Mann handelte, kann nicht gesagt werden, da er wie erlÀutert, vermummt war. Stellt Euch dies nur vor",
erklÀrte Fabien schockiert und reichte Maximilien den genannten Brief.

Der Duc schaute von seinen Papieren auf und nahm umgehend den Brief entgegen. Maximilien ĂŒberflog die Zeilen des Comte de la Chateaub und rieb sich nachdenklich das Kinn.

"Diese Verurteilte, Derya Letnaux ist mit sofortiger Wirkung landesweit zur Fahndung ausgeschrieben. Das Himmelsauge welches die Verurteilte sah, wird umgehend seine Kollegen ĂŒber deren Äußeres informiert haben, weißt trotzdem alle Himmelsaugen erneut an, Kenntnis ĂŒber das Aussehen der Verurteilten zu erlangen. Ferner sind ĂŒberall im Land Steckbriefe von der Verurteilten auszuhĂ€ngen.

Des weiteren beauftrage ich meinen Sohn Ciel damit, alle weiteren notwendigen Schritte einzuleiten. Uns ist bewusst, welche Belastung bereits auf seinen jungen Schultern liegt, aber ebenso wie die Befehlsgewalt, muss er das deligieren erlernen. Er soll die Ermittlungen gegen Derya Letnaux nicht persönlich leiten, er soll sie einem gewissenhaften Manne oder meinetwegen auch einem vertrauensvollen Weibsbild anheim geben und jene Person mit allen Rechten ausstatten.

Ferner ist in Erfahrung zu bringen, welche Person sich hinter dem Maskierten verbirgt. Wir möchten alle Informationen bezĂŒglich der Verurteilten erhalten. SĂ€mtliche zur VerfĂŒgung stehenden Informationen, mögen sie noch so klein und unscheinbar erscheinen.

Der Vermummte könnte im direkten Zusammenhang mit ihr stehen, es könnte sich allerdings auch um einen angeheuerter Profi handeln. Ein einzelner Mann der zu so etwas in der Lage ist, klingt nach einem ausgebildeten Speziallisten. Die Hinzuziehung eines Himmelsauges in der direkten Ermittlergruppe halte ich fĂŒr Ă€ußerst angebracht. Was diese Person einmal geleistet hat, wird sie wieder leisten können.

Wir lassen unsere BĂŒttel nicht abschlachten. Jeder von ihnen reprĂ€sentiert uns, Souvagne - treten die BĂŒttel in Erscheinung, tritt die Staatsmacht Souvagnes in Erscheinung!

Es wird eine Belohung auf das Ergreifen der Verurteilten in Höhe von 2.000 Talern ausgesetzt.
Diese werden vom Hofe persönlich ĂŒbernommen.

Ferner wird jeder sachdienliche Hinweis auf Ergreifung des vermummten mit 500 Talern belohnt.

Die Ergreifung des Vermummten werten wir höher als das der verurteilten Unperson.
Sein Ergreifen ist mit 5.000 Talern ausgeschrieben!

Beide Personen verurteile ich hiermit mit sofortiger Wirkung als Staatsoberhaupt Souvagnes zum Tode durch PfĂ€hlung! Lasst diese Kunde umgehend verbreiten Fabien. Danach bringt mir Arlette, sie hat meinem Sohn eine Botschaft zu ĂŒberbringen",
befahl der Duc mit eiserner Miene.

Fabien der treue Leibdiener des Duc kam dessen Befehlen sofort nach.


***


Der Abend dĂ€mmerte bereits und die Nacht zog auf, als ein heller Adlerschrei das Lager von Ciel de Souvagne in Aufruhr versetzte. Jeder erkannte den großen Adler sofort, Arlette der Steinadler des Duc. Arlette flog suchend ĂŒber dem Lager auf und ab und landete dann genau vor Ciel.

Erneut schrie das Adlerweibchen und schlug mit den mĂ€chtigen Schwingen. An ihrem Bein befand sich eine Botschaft, und niemand außer Ciel durfte sich wagen, das Tier zu berĂŒhren. Die Augen von Arlette waren genauso messerscharf wie ihr Schnabel und ihre Krallen.

Ciel trat auf den stattlichen Adler zu und löste den Brief von dessen Bein. Es musste sich um eine Ă€ußerst wichtige Botschaft handeln, denn grundlos wĂŒrde der Duc niemals Arlette schicken. Allein ihre Anwesenheit sprach von der Ernsthaftigkeit dieser Situation.

Mein geschÀtzter Sohn Ciel,

uns ist bekannt welche BĂŒrde Ihr bereits fĂŒr uns wie auch fĂŒr Souvagne tragt. Dennoch mĂŒssen wir Euch in dieser schweren Stunde, von einem abscheulichen Verbrechen unterrichten. Ein Verbrechen, welches nicht ohne Handlung hingenommen werden darf.

Comte Didier de la Chateaub bat uns um persönliche UnterstĂŒtzung, ferner bat er um die UnterstĂŒtzung der Himmelsaugen, zwecks AufklĂ€rung eines Verbrechens.

Folgendes war geschehen Ciel.
In Chateaub wurde eine 46-fache Mörderin, ja Ihr habt richtig gelesen, namens Derya Letnaux zum Tode verurteilt.
Gerade als der Henker das einzig und allein gerechte Urteil des Come de la Chateaub vollstrecken wollte, kam es zu einem Zwischenfall.

Eine vermummte mĂ€nnliche Person, befreite nicht nur die zuvor genannte Massenmörderin, nein sie tötete dabei auch unschuldige BĂŒttel und verletzte den eingesetzten Henker schwer!

Die Verurteilte konnte durch das An- und Eingreifen dieses Unbekannten entkommen und sich somit ihrer gerechten Strafe entziehen!

Ein Himmelsauge nahm die Verfolgung auf und konnte die beiden Personen auch noch bis in die unteren Gefilde des Armenviertels von Chateaub verfolgen. Das Himmelsauge lotste die BĂŒttel jeweils in die entsprechende Richtung, um die StraftĂ€ter zu stellen. Leider verlor der Falke des Himmelsauges die beide aus den Augen als sich diese unter Überdachungen fortbewegten. Diese Informationen entstammen dem Bericht des Comte.

Zur Ergreifung der Verurteilten Massenmörderin Derya Letnaux haben wir ein Kopfgeld von 2.000 Talern ausgesetzt.
Zur Ergreifung des Vermummten haben wir ein Kopfgeld von 5.000 Talern ausgesetzt.
FĂŒr sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des Vermummten fĂŒhren, haben wir 500 Taler ausgesetzt.

Ob sich die beiden LandesverrÀter noch innerhalb Souvagne aufhalten, entzieht sich leider unserer Kenntnis.
Mein Sohn, nehmt Euch dieser Sache umgehend an.

Eure Aufgabe ist nicht die persönliche KlĂ€rung, dieses Verbrechens, sondern Ihr habt die Aufgabe in vertrauenswĂŒrdige HĂ€nde zu deligieren. Dennoch liegt die Überwachung der AufklĂ€rung bei Euch. Ich schlage dringend vor, aufgrund der Tatsache dass es sich vermutlich bei dem Vermummten um einen professionellen AttentĂ€ter handelt, ein Himmelsauge in die Ermittler-Truppe zu intregieren.

Wir vertrauen auf Euch und Euer Entscheidungsgeschick Ciel.

Euer Euch liebender Vater

Duc Maximilien Rivenet de Souvagne
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Re: Fahndung nach der Furie

#2

Beitragvon Ciel Felicien de Souvagne » So 24. Dez 2017, 20:07

Ciel war in großer Sorge ob der Botschaft. Er dachte eine ganze Weile nach, wie er vorgehen sollte, um die WĂŒnsche seines Vaters zu erfĂŒllen. Schließlich sandte er Arlette mit folgendem Brief zurĂŒck an den Duc:

Mein hochverehrter Vater,

dieses unfassbare Verbrechen wird nicht ungesĂŒhnt bleiben. Schon bald werden die kriminellen Subjekte auf einem Pfahl die Kraft der souvagnischen Exekutive fĂŒr jedermann gut sichtbar zur Schau stellen!

Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dafĂŒr entschieden, den besten Mann damit zu betrauen, der mir hier im Feldlager zur VerfĂŒgung steht: Chevalier Jules de Mireault. Ich lasse ihn nur schweren Herzens ziehen, da er mir gute Dienste als Berater erwiesen hat und sich als ausgesprochen hilfsbereit und, wie ich ehrlich sagen muss, ĂŒberraschend umgĂ€nglich erwiesen hat. Doch gerade wegen seiner außerordentlichen FĂ€higkeiten ist er der geeignetste Mann.

Ich hatte kĂŒrzlich eine fruchtbare Untrredung mit meinem werten Bruder Dreaux, der mich im Feldlager besuchte, um die Befestigungsanlage zu loben. Wir beide gedenken, in Erfahrung zu bringen, ob die almanischen StreitkrĂ€fte gegebenenfalls aus wirtschaftlichen GrĂŒnden von feindlichen KrĂ€ften manipuliert wurden und werden die entsprechenden GeldflĂŒsse prĂŒfen lassen. Auch fĂŒr diese Aufgabe erscheint uns ein Himmelsauge als geeignet und so wird de Mireault sich zeitgleich ebenfalls dieser Aufgabe widmen.

Womöglich gibt einen Zusammenhang zwischen dem terroristischen Akt, der sich in Chateaub abspielte, und dem irrationalen Verhalten unserer ehemaligen VerbĂŒndeten?

Desweiteren habe ich beschlossen, de Mireault fĂŒr diese Zeit meinen Leibdiener Khawa zur Seite zu stellen. Zum einen glaube ich, dass sie sich aufgrund ihrer unterschiedlichen Weltsicht in dieser Aufgabe gut ergĂ€nzen. Vier Augen sehen mehr als zwei und Khawa mag Dinge sehen, die einem Souvagner aus GrĂŒnden der Gewohnheit verborgen bleiben. Zum anderen hat Khawa von meinem Leibmedicus Urlaub von seiner Arbeit als Leibdiener verordnet bekommen. Ich fĂŒrchte allerdings, dass er in alte rakshanische Untugenden zurĂŒckfĂ€llt, wenn er sich wĂ€hrend dieses Urlaubs dem MĂŒĂŸiggang hingibt. Darum soll er de Mireault bei den Ermittlungen unterstĂŒtzen und sich fĂŒr Souvagne nĂŒtzlich machen, anstatt auf der faulen Haut zu liegen.

Ich trage keine BĂŒrde, ich trage nur Stolz im Herzen!

Ich danke Euch fĂŒr Euer vertrauen und werde mich dessen als wĂŒrdig erweisen!

Euer Euch liebender Sohn
Prince Ciel Felicien de Souvagne
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