Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Umzug nach Souvagne

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Gro├čherzogtum Souvagne
Das almanische Gro├čherzogtum Souvagne ist gepr├Ągt von sanfte H├╝geln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h├Ąlt sich aus Kriegen gr├Â├čtenteils heraus und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit├Ąt. Von allen Herrschern ist er der Gem├Ą├čigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr├Â├čtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
Benutzeravatar
Comte Massimo de la Cantillion
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 99
Registriert: Mo 5. Jun 2017, 20:19
Guthaben: Gesperrt

Re: Umzug nach Souvagne

#11

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Mi 17. Jan 2018, 02:35

Massimo

freute sich ├╝ber die Geste und den Kuss von Monique. Er k├╝sste sie liebevoll zur├╝ck und dr├╝ckte ihre Hand. Als sie richtig wach war, schwatzte sie los. Massimo h├Ârte zu, was sie ihm erz├Ąhlte und musste dabei bl├Âde grinsen.

"Ich sagte vorhin lass uns ein bisschen schwatzen. Wir wissen so nichts von uns. Ich m├Âchte alles ├╝ber dich wissen, was du mir erz├Ąhlen magst. Heute Nachmittag hast du Ruhe vor mir ich muss mit meinen Bruder reden. Das hab ich gesagt. Wie du das Schlafzimmer aufteilen magst, darfst du aussuchen. Ich lasse meine Sachen r├╝berbringen und du guckst wie du es haben magst und wie es gut aussieht.
Dein Vater hat dir die Wahrheit gesagt. Ich mag nicht mehr durch das Land ziehen und Verbrecher jagen. In unserem Land ist das nicht so schwer und du hast damit Erfolg. Schl├Ągst du einen Verbrecher tot, freuen sich die Dorfbewohner. Wie sagt der Duc immer? Die Schutzbefohlenen sehen dass sie besch├╝tzt werden und die Verbrecher werden abgeschreckt. So soll es sein Monqiue.
Aber ausserhalb unseres Landes brauchst du das erst gar nicht versuchen. Die Verbrecher wachsen wie Pilze aus dem Boden. Du erschl├Ągst einen Verbrecher, morgen an der gleichen Stelle lauern zwei Verbrecher auf Opfer. Wo keine feste Hand die Regierung f├╝hrt, wird es niemals Ordnung geben. Kein kleiner Mann kann in Frieden leben, wenn die Herren sich nur f├╝r Geld und nicht f├╝r die Ordnung interessieren. Ich hab keine Lust mehr dazu, mich f├╝r andere zu bem├╝hen die weder unsere Hilfe wollen noch sie annehmen. Das ist ein aussichtsloser Kampf und ich bin daf├╝r zu alt. Ich bin Souvagner, warum die meisten von uns sich nicht an Schlachten und Kriege beteiligen sondern lieber Zuhause bleiben wurde mir klar. In der Fremde k├Ąmpfst du f├╝r nichts.
Leute l├Ąutern ist kein Hobby. Das klingt zwar lustig, aber die Wahrheit sieht anders aus Moni. L├Ąutern ist jemand mit Gewalt von seinem schlechten Weg abbringen. Entweder du l├Ąuterst ihn und er sieht seine Fehler ein. Oder du l├Ąuterst ihn und richtest ihn hin. Einmal kann der Verbrecher selber dein Ziel sein. Dann soll er seinen Lebensweg ├╝berdenken. Du pr├╝gelst ihm Verstand ein, wenn du so willst. Dann musst du ihn so zurichten, dass er gerade ├╝berlebt. Sonst merken die sich das nicht. Du musst einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Oder die L├Ąuterung betrifft sein Umfeld. Dann rettest du die Leute vor dem Verbrecher und t├Âtest ihn im Namen der Gerechtigkeit. Die Rechtsprechung ist dein Schwert.
Wie viele Komvan und ich schon gel├Ąutert haben, kann ich dir nicht sagen. Ich hab es nie gez├Ąhlt. Da werden schon einige zusammenkommen. Diese Aufgabe habe seit dem Jahr 168 in Souvagne erledigt. Das sind 35 Jahre. Ich hab einige erschlagen, weil es meine Aufgabe war. Verbrecher die ├╝ber Steckbrief gesucht wurden mit dem Vermerk tot, die werden von den jeweiligen Herrn gerichtet. Jeder Chevalier oder Comte oder Marquis der einen auf seinen Land erwischt t├Âtet so einen. Es sei denn der Duc befiehlt eine ├Âffentliche Hinrichtung. Dann wird der Verbrecher festgenommen und ausgeliefert.
In der Fremde war ich auf Feldzug seit dem Jahr 188. Seit dem Jahr wo meine Schwester starb. Das sind jetzt 15 Jahre. Vor 15 Jahren ist sie gestorben. Sie hiess Magdalena. Nach ihr ist eine Tochter von Melville benannt. Sie wurde ermordet und ich dachte ich k├Ânnte sowas bei anderen verhindern. Aber weisst du Moni, Verbrecher erschl├Ągst du leider nach der Tat. Nicht davor wie es n├Âtig w├Ąre. Wichtige oder interessante Eins├Ątze habe ich aufgeschrieben. Du kannst die Aufzeichnungen gerne mal lesen.
Wegen deine Frage, ich bin sesshaft. Nur kann es sein, dass der Duc nach einen von uns verlangt. Wenn er befiehlt, dann m├╝ssen wir folgen. Wenn er unser Schwert w├╝nscht, dann m├╝ssen wir ihm gehorchen. Also ich bleibe bei dir Zuhause, aber falls mich der Duc ruft oder mir eine Aufgabe gibt, dann muss ich die erledigen. Ist die Aufgabe friedlich, kannst du mich begleiten. Wenn nicht, dann nicht.
Ich glaub nicht dass dein Vater froh war dich loszuwerden. Kein Vater w├╝rde das so sehen. Dein Vater war nur vorsichtig, wegen deinem ersten Bewerber. Mehr als dass es nicht zu eure Hochzeit gekommen ist, weiss ich nicht. Du musst nichts davon erz├Ąhlen, wenn du nicht magst. Aber ich denke seine Bl├Âdheit war mein Gl├╝ck, dass hoffe ich f├╝r uns.
Ein Hobby wie du hab ich nicht. Aber ich schau mir deine Hobbys gerne an. Wenn du was haben m├Âchtest, sag es mir. Finde ich was sch├Ânes f├╝r dich, bringe ich es dir mit. In meine Freizeit trainiere ich Magie oder Kampfkunst. Oder ich trainiere mit Foudre meinem Pferd. Hast du ein eigenes gutes Pferd? Sonst kauf ich dir eins. Solange kannst du eins aus dem Stall nehmen. Mit Melville kann ich heute abend sprechen. Wenn du dich fertig gemacht hast, zeig ich dir dein Zuhause, die Stadt und einige D├Ârfer drumherum. Wir wollten zum Meer reiten. Da reiten wir durch die D├Ârfer die auf dem Weg liegen.
Nochwas. Was immer passiert oder aus uns beide wird, ich werde dich besch├╝tzen. Dass schw├Âre ich dir. Und ich w├╝nsche mir, dass wir Freunde werden und nicht nur Ehepartner sind."

Massimo k├╝sste Monique. Er dr├╝ckte sie liebevoll, dann stand er auf.

"Ich gehe mich waschen und anziehen. Ich schicke dir deine Zofe. Bis gleich."

Massimo ging zu der Stube von Moniques Zofe und schickte sie zu seine Frau. Danach ging er in den Waschraum und liess sich von einem Diener waschen, zurecht machen und ankleiden. Er musste sich dringend selber einen Leibdiener besorgen. Als er fertig war ging er seine Post holen und danach zur├╝ck zu seine Frau. Er machte es sich am Schreibtisch bequem und schaute seine Post durch. Er hoffte auf einen Brief von Ansgar, aber leider war noch nichts dabei. Dass der Magier ihn nicht gedanklich rief war klar, er wollte sich so lange wie m├Âglich versteckt halten. Er wusste nicht wo Ansar jetzt war.
Solange er noch in Brandurs Reichweite war, wollte sich Ansgar aus Angst um seinen Sohn zur├╝ckhalten. Vermutlich hatte er genauso Angst um sich selber. Die Angst war nicht grundlos. Brandur war ├Ąlter und hatte einen Mordanschlag ├╝berlebt. Nur dass die Familie so brutal untereinander war, dass konnte Massimo nicht verstehen. Die Brutalit├Ąt h├Ątte er gegen jeden Feind seiner Familie angewandt. Aber diese Familie schien niemanden mehr zu hassen als die eigenen Verwandten. Deshalb war damals Magdalena gestorben. Und Massimo wollte nicht, dass Ansgar starb. Kein Brief war meist eine gute Nachricht. Schlechte Dinge wurden einem immer gleich um die Ohren geschlagen. Massimo faltete die Briefe die er von einigen Kameraden erhalten hatte wieder zusammen. Er wollte sie am Abend in Ruhe lesen und beantworten. Er schaute wie weit seine Frau war.

"Sag wenn du aufbrechen m├Âchtest Moni. Wir k├Ânnen hier oder unterwegs fr├╝hst├╝cken."

Benutzeravatar
Monique de la Cantillion
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 36
Registriert: So 4. Feb 2018, 15:11
Guthaben: Gesperrt
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Umzug nach Souvagne

#12

Beitrag von Monique de la Cantillion » Mi 17. Jan 2018, 23:24

Monique de la Cantillion

Das Massimo mit ihr schwatzen wollte, h├Ârte Monique sehr gerne. Nur so konnte man etwas ├╝ber den anderen erfahren und zudem machte es auch noch Spa├č. Dass er auf ihre kleine Z├Ąrtlichkeit einging freute sie ebenso.

"Mir w├╝rde es auch sehr viel bedeuten, wenn wir nicht nur Eheleute blieben, sondern auch Freunde werden. Vielleicht sogar etwas mehr Massimo. Das w├Ąre sehr sch├Ân und w├╝rde mich sehr gl├╝cklich machen.

Nun ich glaube, alles was Du von mir wissen kannst wei├čt Du schon Massimo. Sprich meinen Lebenslauf, den Dir sicher Dein Bruder mitgeteilt hat. Warum mich mein erster Werber nicht geheiratet hat, kann ich Dir sagen.

Die Ehe war arrangiert, aber er hat sich in eine andere Frau verliebt. Er hat aus Liebe geheiratet und vorher nat├╝rlich das Versprechen an mich gel├Âst. Ich kann es ihm nicht verdenken Massimo. Ich mache ihm keinen Vorwurf, ich w├╝nsche ihm alles Gl├╝ck mit seiner Frau. Liebesheiraten sind selten in unserem Stand und es sei ihm geg├Ânnt.

Das Du Dir meine Hobbys anschauen m├Âchtest, freut mich. Ich werde Dir alles erkl├Ąren, wenn Du zu etwas eine Frage hast. Ich w├╝rde vorschlagen wir kaufen uns unterwegs etwas leckeres zu Essen und genie├čen es dann am Strand.

Ein eigenes Pferd habe ich nicht, ich bin mit der Kutsche angekommen. Du w├╝rdest mir eine gro├če Freude mit einem eigenen Pferd machen. Ein gutes, ruhiges und wei├čes Pferd w├Ąre mein Wunsch. Gleichg├╝ltig wohin man mit ihm reitet, man sieht immer gut auf ihm aus. Sowas m├╝ssen wir schlie├člich auch bedenken.

Wie sieht Foudre aus? Vermutlich ist es ein Schlachtross oder ein Kriegspferd. Also L├Ąutern ist Verbrechensbek├Ąmpfung im Namen der Gerechtigkeit. L├Ąutern klingt fast religi├Âs, da stellt man sich etwas anderes drunter vor.

Sag mal Massimo, wenn ich jemanden l├Ąutern m├Âchte, kann es auch ausreichen, dass ich mit der Person einfach rede? Vielleicht kann man einige auch schon so ├╝berzeugen. Soweit ich wei├č bevorzugt der Duc erst das Wort, dann die Waffe. Die meisten Adelsh├Ąuser halten es so, unsere Familie und Du wahrscheinlich auch. Eine T├Ątigkeit von 35 und 15 Jahren ist eine sehr lange Zeit Massimo.

Und was ich Dir gesagt haben m├Âchte, es tut mir sehr leid, dass Deine Schwester auf diese tragische Weise umgekommen ist. M├Âglicherweise hast Du in der Fremde niemanden helfen k├Ânnen, aber jede Person der Du helfen konntest, ist doch schon ein Erfolg. Zudem soll man zuerst immer auf seine eigenen Leute schauen, bevor man den Blick in die Ferne schweifen l├Ąsst. So hat es mein Vater stets gesagt.

Mein Vater ist genau wie Dein Bruder erzkonservativ, was das Zusammenleben anbelangt. Ich finde eine derart verl├Ąssliche Einstellung sehr bodenst├Ąndig und beruhigend. Offen gegen├╝ber war unsere Familie immer der Wissenschaft. Die Wissenschaft ist zu f├Ârdern, daraus ergeben sich auch oft Verbesserungen f├╝r die Bev├Âlkerung.

Wie bist Du der Wissenschaft gegen├╝ber eingestellt Massimo?
Und wie ist Deine grunds├Ątzliche Einstellung? Bist Du konservativ eingestellt, sprich Traditionalist?

Auch wenn wir uns gerade nur einen Augenblick kennen, freut es mich zu h├Âren, dass Du sesshaft bist. Es w├Ąre sehr schwierig geworden sich einander anzun├Ąhern, wenn Du den Gro├čteil auf Reisen verbringen w├╝rdest. Nat├╝rlich k├Ânnten wir uns schreiben, aber dies ist nicht das Gleiche. Die M├Âglichkeit sich pers├Ânlich kennenzulernen ist sch├Âner. So k├Ânnen wir als Ehepaar und Freunde zusammenwachsen. Sollte der Duc Dich an seine Seite rufen, werde ich Dich sehr gerne begleiten, wenn dies m├Âglich ist.

Gut, Du sagst zwar Du hast keine Hobbys, aber ich denke Dein Training und Magie kann man auch nicht als Hobby werten, sondern als Lebenseinstellung.

Was f├╝r Magie beherrscht Du und was kannst Du damit bewirken?
Ich kenne mich ├╝berhaupt nicht mit Magie aus. Erz├Ąhl mir etwas davon",
sagte sie gut gelaunt und streichelte seine Finger.

Als er ernst wurde und ihr sagte, dass er sie besch├╝tzen w├╝rde, gleichg├╝ltig was noch geschehen w├╝rde, nickte sie und k├╝sste ihn liebevoll. Dass er seine Aussage absolut ernst meinte, sah man ihm an. Und Monique glaubte nicht, dass man mit Massimo als Gegner spa├čen konnte. Nicht bei seiner Art, nicht bei seiner Lebensgeschichte und vor allem wegen Magdalenas Tod nicht. Grundlos hatte Massimo ihr nicht erneut seinen Schutz geschworen.

"Ich danke Dir f├╝r Deinen Schwur von ganzem Herzen Massimo und ich werde alles daf├╝r tun, um Dir diesen Schwur zu erleichtern", antwortete sie ihm.

Er k├╝sste sie, stand auf und verabschiedete sich, um sich f├╝r den Tag fertig zu machen. Monique schaute ihm hinterher und erhaschte dabei einen kurzen Blick auf den Gargoyle der vor ihrer T├╝r wartete.

Einige Minuten sp├Ąter kam ihre Zofe herein und es dauerte nicht lange, dann war Monique ebenfalls bereit in den neuen Tag zu starten. Als ihr Ehemann zur├╝ckkehrte, hatte er Post dabei die er in aller Seelenruhe durchschaute. Scheinbar erwartete er einen bestimmten Brief, denn die andere Post legte er beiseite. Sie wartete in Ruhe ab, bis er seine Sachen erledigt hatte. Als ihr Mann sie dann ansprach erhob sie sich und gesellte sich zu ihm.

Monique hakte sich bei ihrem Mann unter.

"Ich bin bereit Massimo, wir k├Ânnen los. Heute habe ich extra ein schlichtes und etwas weiteres Kleid gew├Ąhlt, da wir ausreiten. Falls Du mir ein passendes Pferd kaufen m├Âchtest, dann bitte einen T├Âlter. Ich m├Âchte nicht vom Pferd st├╝rzen, das ist mir zum Gl├╝ck gerade noch eingefallen", erkl├Ąrte sie freundlich und dr├╝ckte kurz seinen Arm.

Benutzeravatar
Comte Massimo de la Cantillion
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 99
Registriert: Mo 5. Jun 2017, 20:19
Guthaben: Gesperrt

Re: Umzug nach Souvagne

#13

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Do 18. Jan 2018, 01:27

Massimo

f├╝hrte Monique einmal durch die gesamte Familienfestung. Das war schon ein Spaziergang f├╝r sich. Er machte mit ihr eine Pause im Hof, der ein sch├Âner Garten war. Es war fr├╝hmorgens und die Luft war kalt. Massimo zog Monique an sich um sie zu w├Ąrmen.

"Morgens ist es bereits kalt. Der Winter zieht auf. Es wird ein harter Winter werden, eisig und streng. So ist es immer bei Krieg."

Gemeinsam ging er mit ihr zum Stall und liess Foudre und einen der T├Âlter satteln. Er half zuerst seine Frau aufs Pferd. Dann schwang Massimo sich auf sein eigenes Pferd und ritt mit Monique los in Richtung Meer. Er w├Ąhlte den direkten Weg. Ein Dorf war noch zwischen der Stadt Cantillion und dem Meer. Auf dem R├╝ckweg konnten sie die anderen D├Ârfer anschauen. Dann war es sich schon w├Ąrmer. ├ťberall waren die Erntearbeiten abgeschlossen oder fast fertig. Massimo ritt nahe neben seine Frau, damit sie schwatzen konnten.

"Wir werden im Dorf im Gasthaus fr├╝hst├╝cken und dort bleiben wir ein bisschen. So fr├╝h ist es zu kalt am Meer. Du bekommst dein eigenes Pferd Moni, ich hab dir das versprochen. Weiss, friedlich, freundlich und ein T├Âlter. Viel muss ich bei Foudre nicht beschreiben, du siehst ihn ja. Normalerweise tr├Ągt er R├╝stung und er ist ein Schlachtross. Aber er ist etwas leichter und schlanker als die normalen Schlachtr├Âsser. Er ist ein guter Mix aus stark und wendig.
Wenn du genauso an Freundschaft und mehr interessiert bist wird das klappen. Ich bem├╝he mich um dich so gut ich kann Moni. Als Freunde und Ehepaar zusammenwachsen h├Ârt sich sch├Ân an. Ich bleibe an deine Seite und wenn wir mal getrennt sind, muss ich dir nicht schreiben. Ich kann dir gedanklich eine Nachricht schicken. Im Schlaf geht es sogar leichter.
Meine Magie ist Geistmagie und die meines Bruder ist Feuermagie. Erkl├Ąren kann ich das schlecht. Ich werde dir heute Nacht mal eine Nachricht schicken. Dann kannst du dir vorstellen wie es funktioniert.
L├Ąuterung gibt es in der Rechtsprechung und in der Religion. Im Namen der Gerechtigkeit sprichst du vor Ort Recht. Sicher kannst du tats├Ąchlich nur sprechen, wenn es ausreicht. Ich hab bei kleinen Vergehen genauso zuerst das Wort gesucht. Nicht jeder Verbrecher ist wirklich b├Âse. Manche sind einfach arm und verzweifelt. Trotzdem haben sie nicht das Recht andere zu ├╝berfallen. Sie m├╝ssen sich dann an ihre Herrn wenden, damit ihnen geholfen wird. Manche sind einfach auf dem falschen Weg und du kannst ihnen mit einer Wegbeschreibung zur├╝ck helfen. Andere kennen den Weg nicht mal, denen brauchst du keine Wegbeschreibung geben Moni. Eine ├Ąhnliche Unterhaltung hatte ich vor l├Ąngerer Zeit mit einer Begleitung. Wir kamen zu dem Ergebnis dass einige gerettet werden k├Ânnen, andere nicht. Und die du retten kannst musst du genauso unterscheiden. Einige ben├Âtigen viel Aufkl├Ąrung und deinen Beistand. Das sind die besten Gel├Ąuterten. Du musst wirklich nur tats├Ąchlich helfen, mit Beistand oder Nahrung. Oder was die Person braucht. Dann gibt es die mit denen du reden musst. Das w├Ąre vermutlich was f├╝r dich, aber da bist du genauso stolz wenn sie es schaffen. Dann gibts die Hartn├Ąckigen die ben├Âtigen deine eiserne Faust und die Unbelehrbaren ben├Âtigen dein Schwert. Die letzten beiden Punkte kommen f├╝r dich nicht in Betracht als meine Frau.
Zu deine Beruhigung, ich bin genau wie mein Bruder und dein Vater Traditionalist. Ich war zwar in der Fremde unterwegs, aber ich bin konservativ. Warum sollten wir etwas an unserer Lebenweise ├Ąndern, wo alles funktioniert? Die anderen mit ihren neumodischen Ideen, haben st├Ąndig Krieg. Das muss ja irgendwoher kommen. Verl├Ąsslichkeit und Best├Ąndigkeit sind sehr wichtig, dass ist richtig Moni."

Sie kamen in den kleinen Dorf an. Massimo z├╝gelte sein Pferd und stieg ab. Dann half er Monique vom Pferd. Er band die beiden Pferde an und schaute zuerst auf das Aushangbrett, ob es was neues oder interessantes gab. Es gab nichts besonderes. Massimo legte einen Arm um seine Frau und betrat mit ihr gemeinsam das kleine Gasthaus. Der Wirt mit Pottschnitt machte sofort einen kleinen Tisch in eine Ecke sauber f├╝r die beiden sauber. Massimo gab seine Frau den Vortritt, damit sie auf der Sitzbank sitzen konnte. Er bestellte bei dem Wirt ein grosses Fr├╝hst├╝ck. Tee, Honig und Marmelade extra f├╝r seine Frau und f├╝r sich dazu einen Kaffee. Nach der Bestellung setzte er sich seine Frau gegen├╝ber hin.

"Wunder dich nicht, es ist nicht wie in der Stadt. Es gibt keine Speisekarten. Die meisten Bauern k├Ânnen nicht lesen. Das ist nicht schlimm, du musst es nur wissen. Wenn du mal mit deine Zofe in einem Dorf einkaufen willst, fragst du nach dem Angebot und den Preisen. Oder wenn du in ein Gasthaus gehen m├Âchtest, kannst du die normalen Angebote direkt bestellen. Brot, Eier, Wurst, Schinken, Bier, Marmelade, Tee und Honig gibt es meist. Manchmal zum Fr├╝hst├╝ck auch Biersuppe oder einen Eintopf, je nach Jahreszeit. Und du kannst sogar Kaffee bekommen. Der kostet zwar was mehr, schmeckt aber sehr lecker. Falls du noch keinen getrunken hast, kannst du ihn gerne mal probieren. Er schmeckt pur bitter, die meisten s├╝ssen ihn oder sch├╝tten Milch rein."

Der Wirt kam und brachte ihnen ihr Fr├╝hst├╝ck mit den Getr├Ąnken. Massimo bediente sich, nahm aber nichts von den s├╝ssen Sachen. Die waren f├╝r seine Frau.

"Mit wissenschaftlichen Dinge habe ich mich nicht besch├Ąftigt, ausser der Magie. Die Wissenschaft sit wichtig, denk nur an die Heilkunst. Wird da nicht geforscht, dann bleiben viele Krankheiten oder Verletzungen unheilbar. Andere Wissensgebiete bieten vielleicht einen besseren Lebensstandard. Andere bieten vielleicht ein besseres Verst├Ąndnis. Wie deine Sternenkunde. Die Bauern richten ihre Saatzeiten und Erntezeiten nach dem Mond. W├╝rde ein Gelehrter herausfinden, wie sie noch mehr Ertr├Ąge erreichen k├Ânnen, w├Ąre das f├╝r uns alle gut. Von daher ich sehe da kein Problem zwischen einen traditionellen Leben und der Wissenschaft. Traditionell leben heisst nicht, dass wir r├╝ckst├Ąndig leben m├╝ssen. Wir wollen nur f├╝r uns bleiben. Und wir beide sind gerade genauso f├╝r uns. Ohne Diener und ohne Zofen und ohne Verwandte die uns st├Âren k├Ânnten. Nur wir zwei. Wir k├Ânnen uns alles sagen ohne l├Ąstige Lauscher."

Massimo grinste seine Frau an und schob ihr den Kaffeebecher r├╝ber zum probieren.

Benutzeravatar
Monique de la Cantillion
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 36
Registriert: So 4. Feb 2018, 15:11
Guthaben: Gesperrt
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Umzug nach Souvagne

#14

Beitrag von Monique de la Cantillion » Mo 22. Jan 2018, 23:02

Ausflug Massimo und Monique -- Chat-RPG 22.01.203 n.d.A.

Intro:

Nach der Hochzeitsnacht und dem gemeinsam verbrachten Morgen, machten sich Massimo und Monique auf Richtung Meer. Massimo hatte seiner Frau nicht nur versprochen, ihr das Anwesen de la Cantillion zu zeigen, sondern sie auch zum Meer auszuf├╝hren. Auf dem Weg dorthin wollte er ihr die nahegelegenen D├Ârfer zeigen.

Allerdings kam es anders als geplant, denn das Wetter war ungew├Âhnlich kalt an diesem Tag. Massimo hatte es Monique mit einer eindeutigen und auch traurigen Erl├Ąuterung erkl├Ąrt.

"Der Winter zieht auf. Es wird ein harter Winter werden, eisig und streng. So ist es immer bei Krieg".

Dies hatte Massimo seiner Frau im Hof ihres Anwesens gesagt und Monique wusste darauf nichts zu antworten. Sie kannte weder Krieg noch die daraus resultierenden Leiden und sie hoffte, dass dies so bleiben w├╝rde. Nicht nur die K├Ąlte hatte nach diese Aussage Monique fr├Âsteln lassen. Massimo zog sie an sich und w├Ąrmte sie.

Gemeinsam machten sich die beiden danach zu Pferd auf den Weg zum Meer. Sie unterhielten sich angeregt und gut gelaunt und kehrten in einem Gasthaus ein. Er wollte vor Ort bleiben, bis etwas w├Ąrmer geworden war, denn laut seiner Aussage war es zu kalt um bereits zu so fr├╝her Morgenstunde ans Meer zu gehen. Monique war fr├╝her schon ├Âfter sehr fr├╝h ans Meer gegangen.

Sie konnte sich denken, warum ihr Mann einige Zeit im Gasthaus verbringen wollte. Sie hatte allerdings nichts dagegen sich aufzuw├Ąrmen und gem├╝tlich im Warmen zu fr├╝hst├╝cken. Massimo orderte ein gro├čes Fr├╝hst├╝ck f├╝r sie beide mit allem was das Herz begehrte. Er bestellte sogar extra f├╝r Monique etwas S├╝├čes und zwar Honig und Marmelade.

Massimo lie├č es sich umgehend gut schmecken und r├╝hrte bewusst die s├╝├čen Sachen f├╝r seine Frau nicht an, was Monique zu sch├Ątzen wusste. Sie langte ebenfalls zu und genoss den Honig wie auch die Marmelade. Auch in dem Gasthaus unterhielten sie sich gut.

Ihr Mann er├Âffnete ihr geradezu verschw├Ârerisch, dass sie beide hier alleine im Gasthaus w├Ąren - ohne st├Ârende Verwandte oder sonstigen Anhang. Dabei schob Massimo seiner Frau seinen Kaffeebecher her├╝ber, damit diese von dem Getr├Ąnk probieren konnte.


(Es beginnt Monique :-) )


****

Komplett im ├ť18-Bereich

Link:
http://asamura.de/viewtopic.php?f=41&t=1288

Benutzeravatar
Monique de la Cantillion
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 36
Registriert: So 4. Feb 2018, 15:11
Guthaben: Gesperrt
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Umzug nach Souvagne

#15

Beitrag von Monique de la Cantillion » Fr 26. Jan 2018, 14:43

Monique de la Cantillion

Monique wachte Stunden sp├Ąter in Massimos Armen auf. Sie wusste nicht wie sp├Ąt es war, oder wie lange sie geschlafen hatte. Sie f├╝hlte sich geborgen und sicher und das kleine Zimmer war gem├╝tlicher als ihr eigenes riesiges Schlafzimmer. Riesige R├Ąume waren zwar ein Luxus den sich nicht jeder leisten konnte, aber sie waren auch meist kalt. Nicht nur von der Einrichtung her, da diese oft nicht den Geist des Bewohners wieder spiegelten, sondern einfach der Tatsache geschuldet, dass es enorme Kosten verursachte so riesige R├Ąume ausreichend zu hei├čen.

Meist wurden nur die st├Ąndig bewohnten Zimmer geheizt oder die Frauenzimmer. Eine kleine gut gew├Ąrmte Kate, konnte also durchaus gem├╝tlicher sein als eine eiskalte Burg. Wenn man einmal von dem Sicherheitsfaktor absah.

Allerdings f├╝hlte sich Monique auch in diesem kleinen Tavernenzimmer sicher, denn ihr Mann wusste mit dem Schwert und anderen Waffen umzugehen. Den Beruf den er laut seiner Erkl├Ąrung so lange ausge├╝bt hatte, verlangte dass er mit Waffen umgehen konnte und vor allem auch, dass er dazu in der Lage war, Personen zu besch├╝tzen.

Monique konnte sich noch kein Urteil ├╝ber die anderen Familienmitglieder bilden. Sie hatte bis jetzt nur Massimo kennengelernt, Melville kannte sie schon l├Ąnger, da er ein Freund ihres Vaters war. Alle anderen hingegen kannte sie nicht. Sie ├╝berlegte, ob es f├╝r sie beide nicht sch├Ân w├Ąre, ebenfalls irgendwo im Gr├╝nen ein kleines Haus zu haben. Aber direkt am zweiten Tag danach zu fragen, ob sie nicht ausziehen k├Ânnten, machte sicher einen ganz falschen Eindruck. Vermutlich w├╝rde ihr Mann annehmen, sie wollte ihrer neuen Familie den R├╝cken kehren. Sie beschloss damit bis zum Sommer zu warten. Vielleicht hatte sich dann auch der Krieg gelegt.

Noch hing dieses Schwert bedrohlich ├╝ber den K├Âpfen aller. Sie hoffte der Duc w├╝rde wie stets Ihr Land vor dem Krieg bewahren k├Ânnen. In diesem Fall war sie sogar besonders betroffen, denn direkt gegen├╝ber von ihrer neuen Familie, ihrem Stammsitz de la Cantillion tobte die Schlacht. Vielmehr hatte sie getobt. Friedensverhandlungen waren zur Zeit im Gange und vom Hochadel bis zum niedersten Bauern hielt vermutlich ganz Souvagne den Atem an, was nun geschehen w├╝rde.

Das Schicksal einer Nation stand auf dem Spiel und sollte sich das Blatt zum Schlechten wenden, w├Ąre es ihre Scholle wo der Feind zuerst einfallen w├╝rde.

Monique hatte die Generalmobilmachung gesehen. Sie hatte zwar keine Ahnung von solchen Dingen, aber auch sie sah, das die Soldaten in Alarmbereitschaft waren, die Garden der Adelsh├Ąuser die Burgen sicherten und die Lehnsherren sich allesamt zum Krieg r├╝steten. W├Ąlle wurden errichtet, Bollwerke verst├Ąrkt und ein jedermann trug nun seine Waffe bei sich. Sogar die Leibeigenen waren bewaffnet worden. Es sollte zu keiner Verz├Âgerung kommen.

Sie alle warteten auf den Befehl oder eine neue Nachricht ihres Duc.

Monique vertraute auf ihren Gro├čherzog, ebenso vertraute sie Melville als ihrem Familienoberhaupt und sie vertraute ihrem Ehemann. Dennoch blieb eine Restangst und sie w├╝nschte der vermaledeite Krieg w├Ąre endlich vorbei.

Sie strich ihrem schlafenden Mann ├╝ber die Wange. Er behandelte sie gut und sie hoffte, dass dies auch so bleiben w├╝rde. Dass sich ihre Beziehung festigen und ihre Freundschaft vertiefen w├╝rde. Monique wollte gerne ganz zu ihm finden. Dass er sich Kinder w├╝nschte und eine Familie gr├╝nden wollte war ihr bewusst. Sie w├╝nschte sich ebenfalls Kinder, aber zeitgleich hatte sie davor auch etwas Angst und der Krieg vor ihrer Haust├╝r machte ihr die Sache nicht leichter.

Sie konnte mit ihrem Mann dar├╝ber sprechen, aber sie wusste nicht wie offen er mit solchen Gest├Ąndnissen umging. Gut, seine Gest├Ąndnisse und w├╝nschte hatte er sehr offen und pr├Ązise ge├Ąu├čert. Aber er war ein Mann und nicht nur dass, er war ihr Ehemann. Er konnte sie bitte, er konnte allerdings auch verlangen.

Eine Frau war schon in arger Not, wenn sie ihrem Mann keine Kinder schenken konnte. Manche Frauen wurden dann sogar versto├čen. Wie w├╝rde er also eine Bitte aufnehmen, mit der Familiengr├╝ndung zu warten, bis die Wirren des Krieges vor ihrer T├╝r vorbei waren? Massimo konnte ihr zuh├Âren und sich ihrer Sorgen annehmen oder er konnte sie sogar daf├╝r bestrafen. Die Entscheidung lag letztendlich in solchen Dingen beim Mann.

Und wollte sie ├╝berhaupt einen Streit mit ihrem Mann riskieren? Der Krieg war nicht ihrer, der Mann schon. Sie lernten sich gerade kennen, vielleicht w├╝rde er es als Provokation sehen oder als Machtkampf. Schlimmstenfalls w├╝rde er die Ehe annullieren lassen und sie in Schande zu ihrem Vater zur├╝ckschicken.

Monique schalt sich selbst in Gedanken. Sie war manchmal wirklich eine Schwarzseherin. Gerade noch tr├Ąumte sie von einem Sommerhaus indem sie allein mit Massimo die Zeit verbrachte und nun hatte sie schon Angst versto├čen zu werden und zu ihrem Vater in Schimpf und Schande zur├╝ck geschickt zu werden.

Letztendlich konnte sie sich nur auf die Entscheidungen und das Verhandlungsgeschick der M├Ąnner verlassen, die daf├╝r zust├Ąndig waren. So war es schon immer gewesen und so w├╝rde es auch immer sein. Sie schmiegte sich eng an Massimo und k├╝sste ihn z├Ąrtlich.

"Wach auf Schatz", fl├╝sterte sie ihm ins Ohr und r├╝ttelte ihn wach.

Benutzeravatar
Ansgar von Hohenfelde
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 70
Registriert: Do 14. Sep 2017, 10:18
Guthaben: Gesperrt
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Umzug nach Souvagne

#16

Beitrag von Ansgar von Hohenfelde » Sa 27. Jan 2018, 18:13

Ansgar war vor einer gef├╝hlten Ewigkeit aus Gr├╝nbachtal nach Souvagne aufgebrochen. Als er die T├╝r des Hauses in Gr├╝nbachtal hinter sich geschlossen hatte, hatte er es bereits Anwolf vermacht. Dies und einen Brief hatte er seinem Sohn hinterlassen.

Falls er Gl├╝ck hatte und sich ein neues, gutes Leben in Souvagne aufbauen konnte, w├╝rde er Anwolf nachholen. Sollte ihm dies nicht gelingen war Anwolf bei Dave in guten H├Ąnden. Nach Ansgars Meinung war Wolfi besser ungl├╝cklich und lebend dran, als wenn er seinem Vater m├Âglicherweise in den Tod folgte.

Solange Wolfi in seinem Dunstkreis war, w├Ąre Brandur eine t├Âdliche Gefahr f├╝r ihn und vermutlich nun nach dessen Macht├╝bernahme jeder Hohenfelde, Wigberg und Eibenberg da diese sich Brandur anschlie├čen w├╝rden. Wer war schon Wolfi in dem Machtgepl├Ąnkel um Geld? Nichts weiter als der Sohn des Versagers, keiner aus der Sippe w├╝rde seinem Sohn eine Tr├Ąne nachweinen, sollte ihn einer der Verwandten aus dem Weg r├Ąumen.

Folglich konnte er ihn nicht auf naridischen Boden besch├╝tzen. Der einzige Schutz den Ansgar Wolfi schenken konnte war, dass er ihn nicht mit in seine Blutfehde hinein zog. Wolfis Loyalit├Ąt w├Ąre sein Untergang. Und so hatte Ansgar getan, was er in seinen Augen tun musste, er hatte Wolfi in Daves Obhut ├╝bergeben.

Viel w├╝rde sich f├╝r den Kurzen nicht ├Ąndern, denn Dave war sein Meister und einen Gro├čteil seiner Zeit verbrachte Wolfi eh bei Dave. Nur hatten sie beide trotzdem stets Kontakt gehalten. Ansgar liebte seinen kleinen Sohn und er vermisste ihn schmerzlich. Aber der Schmerz war ertr├Ąglich im Vergleich dazu, sollte Wolfi umkommen.

Gleichg├╝ltig was die Sippschaft von ihm hielt, er hatte Wolfi alles in einem Abschiedsbrief erl├Ąutert.
Der Sippschaft w├╝rde er noch die Quittung f├╝r ihre Taten pr├Ąsentieren, allen voran Brandur, Linhard und Fingard. Mal sehen, ob sich f├╝r die drei Verr├Ąter sp├Ąter auch irgendein Idiot fand, der sie als Nachtlicht beschwor.

Allein bei der Vorstellung schlich sich ein diabolisches Grinsen auf das Gesicht des Nekromanten.

Ja ihr Tod war beschlossene Sache, gleichg├╝ltig wie lange er daf├╝r ben├Âtigen w├╝rde oder wie alt er daf├╝r werden musste. Und wenn es das Letzte war, was er tat, er w├╝rde die drei vom Angesichts Asamuras fegen. Nur ein winziges Loch in der Deckung und er w├╝rde genau dort zuschlagen. Aber bevor er sich ├╝berhaupt seinen Rachegel├╝sten hingeben konnte, musste er selbst einen sicheren Heimathafen erreichen.

Anna sa├č hinter ihm auf seinem Pferd Socke und hatte die Arme um seinen Bauch geschlungen, w├Ąhrend seine drei Bullmastiffs neben ihnen herliefen.

Ansgar musste den Schmugglerring in Obenza nutzen um per Seeweg nach Almanien zu reisen. Somit war er fast sein restliches, gesamtes Verm├Âgen los. Der Landweg war momentan durch die Kriegswirren sehr gef├Ąhrlich und er war sehr weit. Das Chaos stand vor den Toren Dunkelbruchs und einen Teil von Almanien war ebenfalls schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Fl├╝chtlinge str├Âmten aus der Hohen Mark und versuchten in den benachbarten L├Ąndern Unterschlupf zu finden.

Sie selbst hatten in Syriel Zwischenstation gemacht. Ansgar w├Ąhlte seine Reiseroute mit Bedacht, aber auch so, dass sie schnellstm├Âglich Souvagne erreichen w├╝rden. Von Syriel aus, war es nicht mehr allzu weit. Sie waren einige Tage unterwegs und ritten in einem gem├Ą├čigten Tempo um die Kr├Ąfte von Socke zu schonen. F├╝r einen gestreckten Galopp oder einen Kampf sollte sich das Tier jede Kraft aufsparen. Ansgar selbst hatte seine Messingkette abgelegt. Zwar verzichtete er immer noch darauf, sich seiner Magie zu bedienen, aber f├╝r den Notfall war er bereit sich mit allen Mitteln zu verteidigen und dazu geh├Ârte ebenfalls Magie.

Socke trat aus dem Wald heraus und Ansgar z├╝gelte kurz sein Pferd. Atemwolken stiegen von Socke, wie auch ihm auf. Hinter ihm fr├Âstelte Anna in ihrem Umhang. Auf der gegen├╝berliegenden Flussseite sahen sie die Hauptstadt Souvagnes - Beaufort.

Der einstmals stolze Draken war nur noch ein schlammiges Rinnsal, soweit das Auge reichte, vermutlich bis hinunter nach Goldfels. Einige der Fl├╝chtlinge hatten davon gesprochen. Ansgar trieb Socke wieder an. Der Hengst watete vorsichtig durch die tr├╝be, z├Ąhe Br├╝he. Mit kleinen bed├Ąchtigen Schritten kamen sie vorw├Ąrts und erreichten die Grenze Souvagnes. Die Hunde sahen aus als h├Ątten sie in Schlamm gebadet, sie selbst machten vermutlich auch keinen besseren Eindruck.

Souvagne war abgeriegelt, Grenzw├Ąlle erhoben sich Bollwerken gleich in die H├Âhe und Greifv├Âgel patrollierten in der Luft. Die W├Ąlle wurden gut bewacht und beim N├Ąherkommen zeigte mehr als eine Armbrust oder eine Pfeilspitze auf die beiden.

Ansgar und Annabelle hoben die H├Ąnde und blieben vor dem Wall stehen.

"Wir kommen in Frieden! Mein Name ist...", setzte Ansgar an und stockte.
"Euer Name!", bellte die Wache von oben herab, "wirds bald sonst hilft ein Pfeil nach!"

Ansgar funkelte den Kerl an, kassierte aber einen Wimperschlag sp├Ąter nicht den angek├╝ndigten Pfeil, sondern den Ellenbogen von Annabelle in die Rippen.

"Verzeiht meinem Mann geht es nicht gut, aufgrund der langen Flucht! Unsere Majest├Ąt hat alle Landsleute zur├╝ck in die Heimat beordert. Unsere Reise war weit und beschwerlich, vor allem wegen den vielen Fl├╝chtlingen. Sie str├Âmen ja in entgegengesetzter Richtung. Nun vergesse ich vor Aufregung selbst meinen Namen, ich hei├če Annabelle Lemaitre und dies ist mein Ehemann Ansgar. Wir werden in Cantillion zur├╝ck erwartet, bitte lasst uns die Grenze passieren", bat Annabelle und warf Ansgar einen warnenden Blick zu.

"Ist der Comte de la Cantillion Euer Lehnsherr?", fragte die Wache.
"Ja, wir waren im Auftrag seines Bruders Massimo unterwegs, sagt ihm bitte wir kommen von Freiherr von Hohenfelde", best├Ątigte Ansgar.
"Wir ├╝berpr├╝fen das, geduldet Euch", antwortete die Wache eine Spur umg├Ąnglicher und verschwand von dem Wall.

Es dauerte gut und gerne eine halbe Stunde, dann durften Ansgar und Annabelle die Grenze passieren.

"Souvagne", grinste Ansgar Annabelle an.
"Souvagne", best├Ątigte sie gl├╝cklich.

Benutzeravatar
Comte Massimo de la Cantillion
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 99
Registriert: Mo 5. Jun 2017, 20:19
Guthaben: Gesperrt

Re: Umzug nach Souvagne

#17

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Mo 29. Jan 2018, 12:06

Massimo
 
wachte auf weil ihn jemand r├╝ttelte. Zuerst wollte er eine passende Antwort knurren. Aber dann sah er wer ihn wach r├╝ttelte. Seine Frau sah besorgt aus. Massimo streckte sich und nahm sie in die Arme.
 
ÔÇ×Was ist los Moni? Warum guckst du so besorgt? Du musst keine Angst haben, du kannst mir alles sagen. Wir wollten mehr als Freunde sein. Dazu geh├Ârt dass du mir sagst was los ist. Sonst kann ich dir nicht helfen. Und ich verspreche du kannst mir alles sagen. Ich werde dich f├╝r nichts verurteilen oder dir dumm kommen. Ich bin gerne mit dir zusammen, dabei kennen wir uns nur kurz. Und wir hatten vorhin Spass miteinander. Wir haben zuerst miteinander das Bett geteilt und lernen uns nun kennen. Normalerweise geschieht das anders herum. Aber nicht wenn Leute wie wir heiraten. Drum kann ich nicht einsch├Ątzen was mit dir los ist Moni. Daf├╝r kenne ich dich zu wenig. Noch kenne ich dich nicht gut genug, aber schon bald wird das anders sein. Wenn wir jeden Tag alles zusammen unternehmen, dann lernen wir uns sehr schnell ziemlich gut kennen. Oder st├Ârt dich genau das? Ich meine ich hatte vorher keine Partnerin an meine Seite. Wenn du dich von mir bedr├Ąngt f├╝hlst, kannst du mir das sagen. Jeder braucht mal seine Zeit f├╝r sich, die bekommst du genauso von mir wie dein Pferd. Ich will dir nicht auf die Nerven gehen. Was ich mir w├╝nsche oder was mich st├Ârt, werde ich dir sagen. Wir m├╝ssen immer offen und ehrlich miteinander sein Moni, sonst klappt das mit uns nicht. Also spuck es aus Moni, was ist los? Wenn es mich betrifft verpack es nett und tritt mir nicht mit voller Wucht ins Gem├Ącht.ÔÇť
 
Massimo dr├╝ckte seine Frau an sich und k├╝sste sie z├Ąrtlich.
 

Benutzeravatar
Monique de la Cantillion
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 36
Registriert: So 4. Feb 2018, 15:11
Guthaben: Gesperrt
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Umzug nach Souvagne

#18

Beitrag von Monique de la Cantillion » Mo 29. Jan 2018, 14:37

Monique de la Cantillion

Monique umarmte ihren Mann ebenfalls. Dass er ihr ihre Sorgen ansah, besch├Ąmte sie etwas.

"Du hast mit allem was Du sagst Recht und ich m├Âchte offen und ehrlich zu Dir sein. Nein ich habe keinen Grund Dir ins Gem├Ącht zu treten, wie Du es so sch├Ân nennst. Wieso sollte ich auch? Du warst heute den ganzen Tag lieb zu mir. Wir hatten Spa├č und wir werden sicher nachher auch noch Spa├č am Meer haben. Nat├╝rlich auf andere Art und Weise, aber vielleicht gef├Ąllt Dir ja mein Hobby.

Meine Sorgen habe ich mir selbst bereitet. Ich bin aufgewacht und habe die kleine Stube hier genossen. Daraufhin habe ich mich gefragt, ob wir uns nicht ein Sommerhaus g├Ânnen k├Ânnten. Eigentlich wollte ich Dich dies erst im Sommer gefragt haben, nicht dass Du f├Ąlschlicherweise annimmst, mir l├Ąge nichts an Deiner Familie. Oder schlimmer noch, ich h├Ątte etwas gegen Deine Familie. Dem ist nicht so, ich muss alle, einschlie├člich Dich, noch richtig kennenlernen. Die Idee entstammt meinem Wohlf├╝hlen hier Massimo.

Nun und ├╝ber diese ├ťberlegung kam ich auf den Gedanken wie es mit unserer eigenen Familiengr├╝ndung steht. Der Krieg tobt direkt vor unserer Grenze. Du w├╝nscht Dir Kinder Massimo, ich ebenso. Aber so sehr ich mir auch Kinder w├╝nsche, so sehr f├╝rchte ich mich davor. Meine ├ťberlegung war damit zu warten, bis der Krieg beendet ist.

Und hier fingen meine Sorgen an. Du bist mein Mann. Du kannst mich darum bitten, Du kannst dies aber auch von mir verlangen. Und schlimmstenfalls k├Ânntest Du mich sogar f├╝r so eine Aussage, oder die Weigerung Kinder zu bekommen versto├čen. Du k├Ânntest mich in Schimpf und Schande wie man so sch├Ân sagt, zur├╝ck nach Hause zu meinem Vater jagen.

Bitte verstehe mich nicht falsch Massimo. Weder hast Du so einen Eindruck gemacht, noch denke ich so von Dir. Aber Du kennst es vielleicht auch, denkt man zu lange ├╝ber eine Sache nach, zerdenkt man sie. Und das habe ich getan. Letztendlich kam ich zu dem Ergebnis, dass ich dem Duc, unserem Familienoberhaupt und Dir als meinem Ehemann vertraue und dass dieser Krieg nicht unser Krieg ist. Wartet man immer auf die passende Zeit, dann wartet man vermutlich ewig.

Deine Anf├╝hrung, dass Du nicht mehr jung bist, kann ich ebenso unterschreiben. Ich bin auch nicht mehr die J├╝ngste und wenn wir uns Kinder w├╝nschen sollten wir nicht unn├Âtig lange warten.

Also nein, Du hast gar nichts falsch gemacht Schatz, im Gegenteil, Du hast mich heute sehr gl├╝cklich gemacht. Dennoch danke ich Dir f├╝r Deine Sorge und Dein Nachfragen. Wollen wir uns anziehen und weiterreisen? Wir k├Ânnten uns etwas zu Mittag mitnehmen und am Strand essen. Das wird sicher sch├Ân. Ach und nebenbei, Du gehst mir nicht auf die Nerven, ich bin ebenfalls sehr gerne in Deiner N├Ąhe",
antwortete Monique und k├╝sste Massimo ebenfalls.

"Lass uns weiterziehen, sonst ist es nachher wieder zu kalt f├╝r den Ausflug ans Meer. Dann schleife ich Dich ├╝ber den Viehmarkt und Du musst mir gleich heute das Pferd kaufen", grinste Monique.

Benutzeravatar
Comte Massimo de la Cantillion
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 99
Registriert: Mo 5. Jun 2017, 20:19
Guthaben: Gesperrt

Re: Umzug nach Souvagne

#19

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Di 30. Jan 2018, 10:41

Massimo
 
h├Ârte zu was Moni zu sagen hatte. Sie schwatzte ohne Punkt und Komma und genauso hatte sie sich endlos Gedanken gemacht. Massimo setzte sich hin und schaute seine Frau gelassen an.
 
ÔÇ×Moni mit solchen Gedanken machst du dich selbst verr├╝ckt. Solche Gedanken bringen dir nichts, du vermutest etwas, spinnst dir was zurecht und hast dann Angst anstatt zu fragen. In den eigenen Gedanken k├Ânnen Probleme solche Gr├Âssen annehmen, die sie tats├Ąchlich nie hatten. Manche Probleme entstehen erst in Gedanken und in Wahrheit sind sie keine.
Wie ich dir vorhin schon sagte sprich mit mir oder frag mich, wenn du unsicher bist. Ich kann nicht hellsehen Moni, Gedanken lesen kann ich schon. Sollte es was geben, was du dich nicht offen zu fragen traust, dann k├Ânnen wir uns gedanklich verst├Ąndigen. Dazu musst du nur zulassen, dass ich unsere Gedanken verbinde. Aber das machen wir jetzt nicht, jetzt reden wir offen miteinander. Eine Info vorneweg, wenn man sich gedanklich unterh├Ąlt, kann dabei nicht gelogen werden. Die Gedanken die du oder ich dabei denken sind genau das was wir denken. Drum kannst du dir sicher sein, dass alles was du so erf├Ąhrst die reine Wahrheit ist. Zudem gebe ich dir mein Wort, dass ich dir auch auf normalen Weg die Wahrheit sage.
Da sind wir dann direkt beim passenden Thema. Ich arbeite mal deine Liste ab, damit du siehst dass du keine Angst vor mir haben musst. Ich hab dich nicht geheiratet, dass du mich f├╝rchten musst Moni, du bist meine Frau und nicht mein Feind.
Mir gef├Ąllt es hier genauso gut wie dir und das Sommerhaus g├Ânnen wir uns. Du darfst dir aussuchen was du m├Âchtest Moni. Ob im Dorf auf dem Land oder am Meer, dass entscheidest du. Frau wieso sollte ich auf die Idee kommen, das hat was mit meine Familie zu tun? Wie du selber sagst, du kennst sie kaum. H├Ątte dich einer aus meine Familie so ver├Ąrgert, dann musst du mir das sagen. Ich w├╝rde das f├╝r uns kl├Ąren.ÔÇť
 
Massimo legte sich wieder hin und zwar ganz dicht neben Monique und nahm ihre Hand.
 
ÔÇ×Ja ich w├╝nsche mir Kinder und ich hab nicht vor damit zu warten bis irgendein Ereignis eintrifft. Das mache ich nicht von einem Ereignis abh├Ąngig, sondern von uns beiden. Das heisst f├╝r dich, dass ich werde dich nicht dazu zwingen. Sicher kann ich das von dir verlangen als meine Ehefrau. Wovor hast du Angst Moni? Vor dem Krieg, dass unseren Kindern etwas geschehen k├Ânnte? Oder davor schwanger zu werden und ein Kind auszutragen? Was macht dir Angst? Du planst damit zu warten bis der Krieg vorbei ist. Wir wissen nicht wann der Krieg vorbei sein wird oder wann wer einen neuen beginnt. Wir wissen nur, dass wir uns so gut es geht sch├╝tzen und verteidigen werden. Ich werde dich und unsere Kinder um jeden Preis verteidigen Moni.
Die Angst vor eine Schwangerschaft oder die Geburtschmerzen kann ich dir nicht nehmen. Bei einer Schwangerschaft kann was schief gehen, dass muss es aber nicht. Bei allen Entscheidungen im Leben kann man gewaltig auf die Schnauze fallen oder glorreich gewinnen. Du kannst dich auf das Kind freuen oder schwarz sehen. Du w├╝nscht dir genauso wie ich Kinder. Ewig kann ich nicht warten Moni. Aber ich bin bereit soweit es geht f├╝r dich zu warten. Wenn du erst den Mut finden musst oder die Sicherheit um ein Kind auszutragen, dann warte ich auf dich. Das ist Ehrensache Moni.
Also mach dich selbst nicht verr├╝ckt. Auf den Gedanken dich zu verstossen muss ich nicht antworten, ich mache es aber. Ich verstosse dich nicht. Ich sage dir was mir nicht passt. Baust du mal richtig grosse Scheisse Schatz, dann sage ich dir das vielleicht nicht mehr schmeichelhaft sondern knallhart. Aber ich verstosse dich nicht und ich gehe dich niemals an. ┬áIch habe dir geschworen dich zu besch├╝tzen. Ich k├Ąmpfe f├╝r dich nicht gegen dich.ÔÇť
 
Massimo nahm seine Frau wieder in die Arme.
 
ÔÇ×Wir k├Ânnen auf dem R├╝ckweg auf den Viehmarkt gehen. Wobei ich dein Pferd eigentlich bei einem Z├╝chter kaufen wollte. Die Tiere und Preise auf dem Viehmarkt sind gut, dass muss ich zugeben. Weiss, freundlich und lieb sollte er sein. Die Beschreibung passt doch fast auf mich. Bis auf ein T├Âlter, ein Frauenpferd. Gib mir noch ein paar Minuten zum Rumgammeln, danach machen wir uns auf zum Strand.ÔÇť
 

Benutzeravatar
Melville de la Cantillion
Comte
Beitr├Ąge: 8
Registriert: So 4. Feb 2018, 15:26
Guthaben: Gesperrt
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Umzug nach Souvagne

#20

Beitrag von Melville de la Cantillion » Di 30. Jan 2018, 13:14

Maurice de la Cantillion

Ansgar von Hohenfelde hatte gemeinsam mit seiner Freundin Annabelle Lemaitre die Forteresse de la Cantillion erreicht. Beide waren abgek├Ąmpft und hatten eine Erholung bitter n├Âtig. Weder Melville noch Massimo waren zugegen, als beide eintrafen und so hatte sich Maurice der beiden angenommen. Der Comte trug daf├╝r Sorge, dass das Pferd Socke im Stall untergebracht wurde und man sich ausreichend um das Tier k├╝mmerte. Ferner sorgte er daf├╝r, dass Ansgar und Annabelle ein Quartier samt Diener zugeteilt wurde.

W├Ąhrend sich die beide nach der langen Reise erst einmal baden und st├Ąrken gingen, nahm Maurice mit seinem Bruder Massimo Kontakt auf, um diese ├╝ber die Ankunft seiner G├Ąste zu informieren. Das Himmelsauge der Familie Cantillion setzte sich dazu gem├╝tlich in den gro├čen Ohrensessel in seiner Bibliothek und wechselte in den Nexus. Sein Falke sa├č auf der Lehne des Sessels und beobachtete neugierig seinen Herrn.

`Gr├╝├če Massimo, ich st├Âre Dich und Deine Liebste nicht unn├Âtig lange. Ich habe gute Kunde f├╝r Dich kleiner Bruder, Deine beiden G├Ąste Ansgar und Annabelle sind eingetroffen. Ich habe beiden ein Quartier samt Diener zugewiesen. Ihre Tiere, allen voran Ansgars Pferd habe ich umgehend versorgen lassen. Die beiden haben sich erst einmal frisch gemacht und dann gest├Ąrkt. Ich vermute sie werden sich den Rest des Tages oder sogar dar├╝ber hinaus von der langen Reise erholen. Es sei ihnen verg├Ânnt, nach all dem was Du berichtet hast.

Melville hatte mich dar├╝ber informiert, dass Du auf eine Antwort von Ansgar wartest. Nun statt einem Brief ist er samt Begleitung heute hier eingetroffen. Und gleichg├╝ltig wie abgek├Ąmpft beide auch von der Reise sind, sie sind wohlauf Massimo. Bis sp├Ąter Kleiner┬┤,
├╝bermittelte Maurice.

Nach ├ťbermittlung der guten Nachricht, g├Ânnte sich Maurice einen Tee und ein gutes Buch, w├Ąhrend er zufrieden auf die R├╝ckkehr seiner Br├╝der wartete.

Antworten