Jules & Khawa - Gespräch nach den Verhandlungen


Großherzogtum Souvagne
Nicht alle Almanen waren damit einverstanden, die eigenen Truppen zu opfern, um die Zwerge vor dem Chaos zu retten. Souvagne verließ daher das Kaisho- Abkommen und begann, alle Grenzen zu sichern. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Jules de Mireault
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Re: Jules & Khawa - Gespräch nach den Verhandlungen

#11

Beitragvon Jules de Mireault » Do 25. Jan 2018, 17:47

Jules zuckte die Schultern und nickte zeitgleich, was eine ziemlich verwirrende Antwort war, aber so f√ľhlte er sich auch im Moment. Als Khawa ihm die Augen und die Finger abtupfte, hielt er still und genoss die F√ľrsorge von seinem Schatz.

`Es ist nicht der Turban selbst Khawa, es ist die Bedeutung. Du schenkst mir Dein letztes bisschen Heimat dass Du bei Dir tr√§gst. Ein St√ľck Deiner Geburtsst√§tte, auch wenn er urspr√ľnglich aus Tamjidistan stammte, hast Du ihn doch in Rakshanistan, Deiner urspr√ľnglichen Heimat erhalten. Und Du besitzt nichts weiter, was aus dieser Heimat stammt. Daher wei√ü ich um den Wert dieses Geschenks B√∂hnchen¬ī, antwortete Jules mental.

Der Chevalier wickelte den Turban auseinander, nahm den Stoff dann mehrfach doppelt, band ihn sich als G√ľrtelsch√§rpe um und schenkte Khawa ein L√§cheln.

`Selbstverst√§ndlich darf ich Dich umarmen um Dich zu begl√ľckw√ľnschen, nur leider nicht so wie wir es beide gerne h√§tten. Dies w√§re zu auff√§llig. Du bist zwar nicht mehr das Eigentum des Prinzen Ciel de Souvagne, aber wer vom Hof wei√ü das Khawa? Nicht mal Ciel oder? Offiziell kennt Dich jeder noch als Ciels Eigentum. G√§be es unliebsame Fragen, so habe ich Dich nur zu Deiner Freilassung wie auch zu Deiner neuen Staatsb√ľrgerschaft begl√ľckw√ľnscht. Wobei was hei√üt nur, ich kann meine Freude nicht in Worte fassen. Sie ist der Grundstein f√ľr mehr. Dennoch bist Du auch als freier Mann noch Ciels Leibdiener und musst Deinen Herrn √ľber die neue Situation informieren. Ich werde Dich begleiten Khawa.

So lange keiner von uns beiden offiziell um den anderen wirbt, m√ľssen wir uns auf freundschaftliche Umarmungen beschr√§nken. So gerne ich Dich auch stundenlang im Arm halten w√ľrde, dies sparen wir uns f√ľr unsere gemeinsamen Stunden auf.

Aber im Gegensatz zu fr√ľher w√§ren diese Stunden nun m√∂glich, ohne dass sie mich den Kopf kosten B√∂hnchen. Ich besch√§dige ja niemandes Eigentum, so grausam dass vielleicht als Grund klingen mag¬ī,
teilte Jules Khawa mental mit.

`L√§cherlich? An diesem Gest√§ndnis ist nichts L√§cherliches Khawa, es bedeutet mir viel. Alles um genau zu sein. Nun wie sehr ich Dich liebe habe ich Dir gesagt, aber ich h√§tte es Dir auch jederzeit bewiesen. Ich war bereit f√ľr Dich Hochverrat zu begehen und ich war bereit f√ľr Dich den Kopf zu verlieren. Nur passend wo Du ihn mir schon verdreht hast¬ī, gab Jules schmunzelnd zur√ľck und setzte Gufo auf Khawas Schulter.

Dabei beugte er sich so weit vor, dass sich ihre Gesichter fast ber√ľhrten in dem Moment wo Khawas Gesicht f√ľr einen Augenblick in Jules Kapuze verschwand k√ľsste er ihn auf den Mund. So schnell wie er ihn gek√ľsst hatte, l√∂ste sich der Chevalier wieder von seinem Schatz. Er kr√§uselte kurz die Lippen, da er Khawa immer noch auf den eigenen schmeckte und streichelte Gufo. Zuf√§llig ber√ľhrte er dabei jedes Mal Khawas Halsbeuge und streichelte diesen gleich mit.

"Danke f√ľr das Geschenk. Damit Sie nicht ganz so nackt auf dem Haupte herum rennen m√ľssen Monsieur Rousseau, erlaube ich Ihnen einen Moment den guten Gufo zu tragen. Er wird Ihnen Gl√ľck bringen, w√§hrend sie mit Ihrem Herrn sprechen", erkl√§rte Jules offen.

`Es kann durchaus sein, dass ich es nicht geschafft h√§tte, dann w√§re dem ebenso gewesen Khawa. Aber ich h√§tte es f√ľr Dich versucht. Das ist ein guter und sehr treffender Vergleich. Wobei ich da weder B√§ume noch Burgen als bildhaftes Beispiel w√§hlen w√ľrde. Ich w√§hle meist V√∂gel.

Du bist ein Wanderfalke, Du bist √ľberall Zuhause und l√§sst Dich vom warmen W√ľstenwind dorthin treiben, wohin Dich das Leben lenkt. Du findest √ľberall Beute und Du findest Dich √ľberall zu Recht. Ein Nomade der L√ľfte, ein Krieger der L√ľfte das ist der Wanderfalke. Als Vogel w√§rst Du wohl als dieses wunderbare Gesch√∂pf auf die Welt gekommen.

Ich hingegen h√§tte wohl wie die meisten Souvagner als Eisvogel das Licht der Welt erblickt. Eisv√∂gel sind Standort treu. Sie w√§hlen sich einmal einen Platz an dem sie leben m√∂chten. Irgendeinen sch√∂nen Flusszweig, der die kleinen bunten V√∂gel mit dem Fisch versorgt, den sie zum Leben ben√∂tigen. Aber sie sind so Standort treu, dass sie sogar dann vor Ort bleiben, wenn ihr kleiner Fluss oder Bach zufriert. Sie sterben eher, bevor sie ihre Heimat aufgeben. Nicht alle, unter ihnen gibt es auch Einzelexemplare, die einsehen wann Standort Treue den Tod bedeutet B√∂hnchen. Aber ob ich in der Fremde gl√ľcklich geworden w√§re, kann ich Dir nicht beantworten.

Allerdings kann ich Dir sagen, h√§tte ich es um Deinetwillen versucht. Ich h√§tte mich auf Dich konzentriert, nicht darauf wo ich bin. Ob das funktioniert h√§tte, steht nat√ľrlich auf einem anderen Blatt Khawa.

Aber dar√ľber m√ľssen wir uns nun keine Gedanken mehr machen. Ob Du daf√ľr auf Knien oder auf dem Bauch vor dem Duc rumgerutscht bist, ist v√∂llig gleichg√ľltig. Du hattest genug Schneid um Deine Freiheit zu bitten und Du hast uns beiden damit eine Zukunft geschenkt. Wir sollten um einander werben, findest Du nicht?¬ī,
sagte Jules mental.

Der Chevalier hakte Khawa unter.

"Nun ich wei√ü Sie w√ľrden gerne weiter mit mir plaudern Monsieur Rousseau, aber dies heben wir uns f√ľr die Feier Ihrer Freiheit auf, meinen Sie nicht auch? Lassen Sie uns unverz√ľglich zu Ihrem Herrn gehen um ihm ebenfalls diese wunderbare Botschaft zu √ľberbringen", erkl√§rte Jules und nahm Khawa mit sich.

Gemeinsam ging er mit Khawa zu Dreux und Ciel de Souvagne und räusperte sich kurz.

"Verzeiht uns prinzliche Hoheiten, aber Khawa hat dringende Kunde f√ľr Eure Hoheit Ciel de Souvagne. Er m√∂chte Ihre Unterredung nicht ungeb√ľhrlich lange st√∂ren, aber dennoch m√∂chte er Euch als seinen Herrn umgehend von den neuen Ereignissen in Kenntnis setzen. Bitte gew√§hrt ihm einen Moment Euer Ohr Herr", bat Jules ergeben.
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Ciel Felicien de Souvagne
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Re: Jules & Khawa - Gespräch nach den Verhandlungen

#12

Beitragvon Ciel Felicien de Souvagne » Sa 27. Jan 2018, 07:25

<< Gespräch von Ciel und Dreaux

Ciel lie√ü nach au√üen hin nicht erkennen, was in ihm vorging, aber spannte sich innerlich an, als er sehen musste, wie der Chevalier seinen Leibdiener behandelte. Jules hatte Khawa am Arm gepackt und zerrte ihn durch die Gegend und obendrein hatte er ihm seinen Turban geraubt. Offenbar hatte Khawa damals im Feldlager tats√§chlich die Wahrheit gesagt, als er behauptet hatte, Jules h√§tte ihn bestohlen. Ciel betrachtete Khawas Arm, den Jules festhielt und wahrscheinlich heimlich verknickte und verdrehte. So hatte niemand mit seinem Sklaven umzugehen, schon gar nicht wegen irgendwelcher Lappalien! Er war gespannt auf den Grund beziehungsweise die Ausrede, die Jules diesmal auff√ľhren w√ľrde, um sein feindseliges Verhalten zu rechtfertigen. Er roch zumindest nicht nach Kaffee.

Ciel nickte. "Sprich", sagte er auf Jules` Bitte hin zu Khawa.

Eigentlich hatte er ja geglaubt, dass die beiden sich endlich miteinander ausgesöhnt hätten nach den gemeinsamen Ermittlungsarbeiten. Khawa schien die ganze Situation immerhin lustig zu finden, er war zwar sichtlich nervös, aber offenbar guter Dinge.
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Re: Jules & Khawa - Gespräch nach den Verhandlungen

#13

Beitragvon Khawa » Sa 27. Jan 2018, 09:14

Der Uhu sa√ü schwer auf seiner Schulter und seine starken Greiff√ľ√üe f√ľhlten sich an, als w√ľrde jemand Khawa mit aller Kraft in die Schulter krallen. Er wusste, wie wichtig Gufo seinem Besitzer war, mindestens genau so wichtig wie Khawa sein Turban war. Er blickte ger√ľhrt ob der Geste an dem gro√üen und majest√§tischen Tier hinauf, w√§hrend Jules so tat, als w√ľrde er Gufo streicheln und dabei seinen Hals streifte. Khawa war √ľbergl√ľcklich. Dies war der sch√∂nste Tag seines Lebens!

`Ihr m√ľsst mir erkl√§ren, wie man als Souvagner umeinander wirbt! Ich glaube, ich habe im Feldlager alles falsch gemacht und all eure Gesten missverstanden. Die waren ja eigentlich unfreundlich gemeint und ich fand sie nett, dabei wolltet ihr mich loswerden. Ich glaube, ich habe mich blamiert. Ich m√∂chte um euch werben, aber ich will es nicht wieder tun wie ein St√ľmper. Bitte erkl√§rt es mir, wenn ich Prince Ciel informiert habe.`

Jules stupste ihn mental darauf, dass er seine Gedanken mitgelesen hatte und nun davon wusste, dass Khawa tats√§chlich vor dem Duc auf Knien herumgerutscht war. Khawa biss sich unn√∂tiger Weise auf die Zunge. Er verga√ü immer wieder, dass der Chevalier wusste, was er dachte, so lange sie geistig miteinander verbunden waren. Als Jules ihn kurz k√ľsste und dann rasch den Kopf wieder wegnehmen wollte, kniff Khawa ihn mit den Z√§hnen in die Lippe und hielt ihn noch einen Moment l√§nger fest. Einen kurzen Augenblick, in dem er die N√§he ihrer Gesichter genoss. Er konnte es kaum erwarten, Jules zu fragen, ob er bei ihm in der Kammer n√§chtigen wollte. Vorsichtig lie√ü er die gefangene Lippe wieder los.

Der Chevalier hakte ihn unter und brachte ihn zu den Prinzen Ciel und Dreaux, die sich gerade unterhielten und gut gelaunt zu sein schienen. Khawa wartete, bis er die Erlaubnis zu sprechen erhielt und zeigte seinem Herrn stolz das Dokument. "Seine Hoheit hat mir die Freiheit geschenkt! Ich bin nun ein B√ľrger Souvagnes."

Ciel nahm ihm das Zertifikat aus der Hand und betrachtete es lange.
Khawa trat nervös von einem Fuß auf den anderen. Freute Ciel sich gar nicht?

"Ich begl√ľckw√ľnsche Sie, Monsieur Rousseau", sagte der Prince schlie√ülich und reichte ihm das Dokument zur√ľck. "Bleiben Sie mir als Leibdiener erhalten?"
"Selbstverständlich, Herr!" Khawa verneigte sich, ohne Anstalten zu machen, seinen Arm zu befreien.

Der Prince wirkte zwar ein wenig beruhigt, aber nicht zufrieden. Wie alle Angeh√∂rigen des Hochadels lag es nicht in Ciels Natur, seine Gef√ľhle offen zur Schau zu tragen, doch wenn Khawa sich nicht t√§uschte, wirkte er nicht halb so erfreut, wie er gehofft hatte. Unruhig krallte Khawa seine Hand in Jules¬ī Arm, der ihn noch immer untergehakt hielt. Ein unangenehmer Moment der Stille breitete sich aus, in dem Ciel mit sich zu ringen schien.

"Und Sie", sprach der Prince an Jules gewandt, "warum zerren Sie den Leibdiener meiner Person in derartiger Manier durch den Korridor?"
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Re: Jules & Khawa - Gespräch nach den Verhandlungen

#14

Beitragvon Jules de Mireault » Sa 27. Jan 2018, 16:18

`Es gibt verschiedene Formen der Werbung, jene der freien Personen ist die einfachste wie vermutlich auch die sch√∂nste. Im Hochadel √ľbernehmen das Hochzeiter oder Werber, ganz unten im Volk hat man seinen Herrn zu bitten.

Als freie B√ľrger kannst Du der Person Deines Herzen zwecks Demonstration Deiner Zuneigung ein Geschenk √ľberreichen. Vor dem √úberreichen von Geschenken machst Du mal hier und dort ein Kompliment. Das Werben muss von Dir ausgehen, sonst z√§hlt Ciel und der Duc eins und eins zusammen und ich bekomme ein Problem. Das hei√üt Du wirbst um mich als Erster und ich steige darauf ein. Du wei√üt ja eh, dass ich das tun werde.

Kurzum Du machst mir ein Kompliment, ich werde einige Male √ľberrascht tun, ab dato umg√§nglicher zu Dir sein und Dir selbst Komplimente unterbreiten.

Danach darf man sich etwas schenken. Meist w√§hlt man bei einer Dame Blumen √ľberreicht mit einem passenden Brief, man w√§hlt eventuell Schmuck oder eine K√∂stlichkeit zu essen. Diese w√§hlt man aber erst, wenn man sich noch etwas n√§her kommen m√∂chte. Und genauso funktioniert das Werben zwischen uns. Nun statt Blumen w√ľrde ich Dir eine Waffe schenken, samt einem Liebesbrief. Statt Schmuck vielleicht etwas anderes, ich lasse mir etwas einfallen. Etwas dass Dich wirklich erfreut und √ľberrascht.

Nun und hat man lange genug gebalzt und hat jeder mitbekommen dass wir um einander werben, können wir den nächsten Schritt gehen, wir machen es fest.

Mach Dir keine Sorge Khawa, Du hast Dich nicht l√§cherlich gemacht nur mich, aber ich habe Dir l√§ngst verziehen¬ī,
grinste Jules.

Einen Augenblick später standen sie vor Ciel de Souvagne und nach seiner Bitte, schenkte ihm der junge Prinze Khawa sein Ohr. Begeisterung sah anders aus, nun man hatte dem Prinzen sein Lieblingsspielzeug weggenommen und in die Freiheit entlassen. Jules verkniff sich das breite Grinsen, dass sich in sein Gesicht stehlen wollte.

`Tja Ciel nun ist das mein B√∂hnchen...¬ī, √ľbermittelte Jules mit Engelsmiene an Khawa w√§hrend er sich respektvoll vor Ciel verneigte.

"Gewiss Eure Hoheit, ich erl√§utere Euch sehr gerne weshalb ich Euren Diener mit etwas mehr Nachdruck zu Euch geleitet habe. Monsieur Laurent Rousseau war so √ľbergl√ľcklich √ľber seine Freilassung wie auch Einb√ľrgerung, dass er mir davon sofort berichten musste.

Ferner berichtete er mir, stände er nun den Friedensverhandlungen als etwaige Störung nicht mehr im Wege, da Tarkan keine Entscheidung von seiner Herausgabe abhängig machen könne.
Diese weise Voraussicht Eures ehemaligen Sklaven hat mich sehr erstaunt.

Aufgrund unserer alten Differenzen bez√ľglich seiner Herkunft, wollte Monsieur Rousseau mir umgehend seine neue Staatsb√ľrgerschaft mitteilen. Wir kamen zu der √úbereinkunft, dass wir uns im besonderen Hinblick auf die wichtige Reise zur Kr√∂nung, die Hand reichen sollten.

Herr Euer Vater hat in seiner Weisheit entschieden Monsieur Rousseau zu einen der unseren zu machen, wie könnte ich es wagen dort zu widersprechen oder unter dieser Prämisse die gereichte Hand von Monsieur Rousseau auszuschlagen?

Ich nahm seine Hand an und versicherte ihm ebenso, mich redlich um ein Auskommen mit ihm zu bem√ľhen.

Da ich Euch nicht ungeb√ľhrlich auf diese frohe Kunde warten lassen wollte, zog ich es vor Euren Leibdiener zu Euch zu ziehen, obwohl mir dieser sagte, Ihr w√ľrdet Euch in einem wichtigen Gespr√§ch befinden. Aber diese Zwischeninformation duldete meiner Ansicht nach keinen Aufschub. Es w√§re Euch sicher unertr√§glich gewesen und h√§tte Euch zu tiefst gekr√§nkt, h√§ttet Ihr von anderer Stelle von Monsieur Rousseaus Freilassung und Einb√ľrgerung geh√∂rt.

Nein Ihr solltet es schnellstm√∂glich aus seinem eigenen Munde erfahren, ebenso dass er Euch stets als treuer Leibdiener erhalten bleiben m√∂chte. Und auch die Kunde unserer Auss√∂hnung sollte nicht unerw√§hnt bleiben. Ich hoffe Ihr verzeiht mir meine etwas grobe Art Euch diese Kunde schnellstm√∂glich zu √ľberbringen Herr"
, erläuterte Jules untertänig.
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Re: Jules & Khawa - Gespräch nach den Verhandlungen

#15

Beitragvon Khawa » Do 1. Feb 2018, 21:04

`Dann habe ich ja schon um Euch geworben, ohne es zu merken`, erwiderte Khawa gedanklich. Sein Kopf gl√ľhte. `Das hei√üt, ich habe es schon gemerkt, aber ich habe es so getan, dass die anderen das auch sehen. Ich habe Euch meinen Turban geschenkt. Und Ihr mir Eure Kerze! Was w√ľrde passieren, wenn Ihr zuerst mit dem Werben beginnen w√ľrdet? Was w√ľrde geschehen, wenn herausk√§me, dass Ihr mir die Bitte um meine Freiheit empfohlen habt?`

Ciel schien mit der Erkl√§rung von Jules zufrieden zu sein, auch wenn es ihm sichtbar wenig schmeckte, dass dieser seinen Leibdiener am Arm festhielt. Verliebt betrachtete Khawa seinen Chevalier von der Seite. Er sollte also mit den Komplimenten anfangen. Gut, dann w√ľrde er das tun.

"Das habt Ihr treffend formuliert, Chevalier", sagte er und trat Jules auf den Fuß. "Verzeihung."
Ciels Augenbraue zuckte kurz. Gedanklich f√ľgte Khawa hinzu: `Und wenn ich mir die Bemerkung gestatten darf, Ihr seht gerade besonders umwerfend aus, July. Wo schlafen wir heute Nacht? Ich glaube, Ciel m√∂chte mich nicht auf der Arbeit sehen.`
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Re: Jules & Khawa - Gespräch nach den Verhandlungen

#16

Beitragvon Jules de Mireault » Do 1. Feb 2018, 21:33

Jules verkniff sich ein Schmunzeln.

`Einerseits hast Du um mich geworben, aber so freundlich wie Du Dich angestellt hast, hat jeder vermutet Du hasst mich. Einschlie√ülich ich, bis ich begriffen habe was Sache ist. Was passiert w√§re, ist nicht zum Schmunzeln B√∂hnchen. Du warst weder ein freier Mann, noch ein Leibeigener, Du warst Sklave. Du warst Ciel pers√∂nliches Eigentum, Du warst ein Ding, ein Gegenstand, sein Haushaltsgegenstand. H√§tte ich um Dich geworben, w√§re das sehr wohlwollend gesehen ein ungeb√ľhrliches Verhalten f√ľr einen Adeligen. So lange es nur bei einem Flirt oder einem Werben geblieben w√§re, vermute ich dies jedenfalls.

Aber h√§tte jemand mitbekommen dass wir uns vergn√ľgt haben, dann h√§tten sie mich daf√ľr einen Kopf k√ľrzer machen k√∂nnen. Ob sie es getan h√§tten, kann ich Dir nicht sagen. Normalerweise reagiert der Duc seinen Landsleuten oder direkten Untergebenen gegen√ľber nicht extrem hart. Er gibt einem meist eine zweite Chance.

Aber wie er entschieden h√§tte, wenn ich offiziell das Eigentum seines Sohnes besch√§digt h√§tte, kann ich Dir nicht beantworten. Milde w√§re dann ja noch eine √∂ffentliche Pr√ľgelstrafe. Wie gesagt, ich kann es Dir nicht beantworten, vom Block bis zum Pranger oder einer einfachen Abmahnung h√§tte er alles verh√§ngen k√∂nnen. Er kann alles verh√§ngen, er ist das Gesetz. Ich habe sozusagen das Eigentum von einem Prinzen besch√§digt. Ich glaube da reagiert er nicht mehr sonderlich wohlwollend.

Du wirbst zuerst um mich, damit die anderen sich nichts zusammenreimen. Ich wei√ü nicht wie Ciel reagiert, falls er erf√§hrt, dass ich Dir empfohlen habe um Deine Freiheit zu bitten. Allerdings w√ľrde ich es auf den gleichen Grund schieben, wie vorhin. Ich w√ľrde sagen, es ging mir um unser Land. Das w√§re nicht mal gelogen und fr√ľher w√§re auch dies der einzige Grund gewesen. Woher sollte ich wissen, dass ich mich irgendwann in Dich verlieben w√ľrde? Dass es so ist, bedeutet mir alles. Aber das m√ľssen die anderen ja nicht wissen um uns schaden zu k√∂nnen oder?

Dein ehemaliger Herr wirkte zwar immer wesentlich aufgeschlossener als alle anderen, aber wie weit seine G√ľte oder Weitsicht wirklich geht, wissen wir nicht. Er versteht vieles, er hat von vielen Dingen Ahnung, die sich meiner Kenntnis entziehen. Er ist klug und er ist sehr strebsam. Aber er ist auch sehr jung und von Liebesdingen hat er keine Ahnung. Er m√∂chte sie auch gar nicht haben. So √§hnlich war ich auch mal gestrickt.

Bis mich jemand mit Kaffee verbr√ľhte, meine Welt auf den Kopf stellte und ich feststellte, von der Perspektive sieht sie viel besser aus.

Du kannst bei mir schlafen, wenn Du m√∂chtest, mich w√ľrde es ziemlich freuen. Nun wo Du frei bist, k√∂nntest Du sowieso schlafen wo Du magst. Und falls wer fragt, hast Du bei mir um Unterschlupf gebeten, wo wir uns doch gerade vers√∂hnt haben und Du niemanden kennst B√∂hnchen. Du ben√∂tigst auch keine Kerze, versprochen¬ī,
√ľbermittelte Jules gl√ľcklich.

"Vielen Dank. Nicht so schlimm, kann ja mal passieren Du Grobmotoriker", grinste der Chevalier.
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