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Majest├Ątische Pyjama-Party

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Gro├čherzogtum Souvagnen
Das almanische Gro├čherzogtum Souvagne ist gepr├Ągt von sanfte H├╝geln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h├Ąlt sich aus Kriegen gr├Â├čtenteils heraus und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit├Ąt. Von allen Herrschern ist er der Gem├Ą├čigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr├Â├čtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Maximilien Rivenet de Souvagne
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Die flei├čige Feder in Bronze Rote Laterne

Majest├Ątische Pyjama-Party

#1

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Sa 27. Jan 2018, 23:27

Majest├Ątische Pyjama-Party

Der Duc de Souvagne sa├č vor sich hin br├╝tend im Zuber und dachte angestrengt nach. Er hatte die Beine angezogen und die Arme darum geschlungen.

"Fabien f├╝lle hei├čes Wasser nach", befahl er seinem Leibdiener. Fabien steckte vorsorglich eine Hand ins Badewasser und zog sie schnell wieder heraus.

"Herr falls Ihr gekocht werden m├Âchtet wie ein Krebs, stiftet bitte wen anderes dazu an, ich m├Âchte nicht auf dem Block landen da ich Euch bei lebendigem Leib gekocht habe", antwortete Fabien freundlich.

"Du kannst ja anf├╝hren, ich h├Ątte selbst drum gebeten", schmunzelte der Duc ihn ├╝ber die Schulter an.

Fabien fasste die Haare des Duc zusammen und zog dessen Kopf behutsam in den Nacken, so dass dieser ihn anschauen musste.

"M├Âchtest Du Dich mir anvertrauen? M├Âchtest Du offen sprechen Max?", fl├╝sterte der Leibdiener und schaute seinem Herrn in die Augen.
"Eine gewagte Aussage Fabien", schmunzelte der Duc.

"Nun ich dachte Ihr w├╝rdet gerne privat sprechen Herr, verzeiht mir meine Ungeb├╝hrlichkeit", entschuldigte sich der Leibdiener.
"Richtig gedacht Fabien, entschuldige Dich nicht f├╝r Deine Sorge und f├╝r Dein Angebot. Mein Scherz war ungeb├╝hrlich, da er Dich ge├Ąngstigt hat. Nun wor├╝ber ich mir den Kopf zerbreche ist ein Mix aus Familien- und Staatssorgen.

Oder besser erl├Ąutert, ein Mix aus Vater- und Duc-Sorgen. Allerdings finde ich keine zufriedenstellende L├Âsung und meine Gedanken drehen sich im Kreis. Vielleicht sollte ich die Gedanken einige Zeit beiseiteschieben und mit etwas Abstand erneut dar├╝ber nachdenken, so habe ich immer eine gute L├Âsung gefunden", erkl├Ąrte Maximilien, w├Ąhrend Fabien ihn mit dem Badeschwamm den R├╝cken wusch.

"Wor├╝ber denkst Du denn genau nach? Manchmal hilft es schon, etwas laut auszusprechen. Ab und an hilft es auch, wenn man gemeinsam ├╝berlegt. Vielleicht kann ich Dir helfen", bot Fabien an.
"Zuerst haben wir ganz allgemein dar├╝ber nachgedacht, weshalb Felipe Ricarda den Thron durch Abdikaktion...", setzte Maximilien an und stockte.

"Ich verstehe schon", antwortete Fabien freundlich und wusch dem Duc die Haare.
"Nochmal das Ganze von vorne, ich wollte nicht zur F├Ârmlichkeit zur├╝ckkehren. Ich war mit den Gedanken bereits wieder im Dienst Fabien. Ich habe mich gefragt weshalb Felipe seiner Tochter Ricarda den Thron ├╝berl├Ąsst", antwortete Maximilien.

"Nun ich glaube das liegt daran, dass Felipe schon alt ist und seiner Tochter den Thron nicht durch Tod vererben m├Âchte. So kann er ihr noch in der ersten Zeit beraten zur Seite stehen. Mit dem Tod w├╝rde man sie ins kalte Wasser schmei├čen was die Amtsgesch├Ąfte angeht. Niemand w├╝rde ihr beistehen. Und so kann er seine Tochter in dem Amt anlernen. Ein guter Gedanken, findest Du nicht?", fragte Fabien und sp├╝lte dem Duc die Haare aus.
"Das k├Ânnte durchaus seine Begr├╝ndung sein, gut nachgedacht Fabien. Nun bei dieser Frage stellte sich mir gleich die zweite, ist es nicht unverantwortlich eine so junge Frau auf den Thron zu setzen?

Vor allem eine Frau? Ich spreche den Frauen nicht ihre Bef├Ąhigungen ab, sie sind das R├╝ckgrat unserer Gesellschaft, aber wir sind der Kopf. Was h├Ąttest Du lieber genutzt um eine Entscheidung zu f├Ąllen?", hakte der Duc nach und genoss die Kopfmassage die ihm Fabien spendierte.

"Nun ich entscheide meist aus dem Bauch heraus, danach was sich meiner Meinung nach f├╝r Dich richtig anf├╝hlt, damit Du Dich wohl f├╝hlst. Vielleicht mag eine Frau auf dem Thron seltsam erscheinen, aber drauf gesetzt hat sie ein Mann, ein Gro├čherzog mit sehr langer Regierungserfahrung. So oder so hast Du dort kein Grund Dich zu sorgen. Regiert sie erfolgreich, hast Du eine gute und verl├Ąssliche B├╝ndnispartnerin. Nur falls sie versagt, dann w├╝rde es vielleicht eine neue Krise geben. M├Âchtest Du sie mit Dreux verbinden?", fragte Fabien und massierte Max die Schultern.

"Ich hatte noch nie Freude daran andere scheitern und fallen zu sehen Fabien. Solche Geh├Ąssigkeiten sind nichts weiter als Krieg auf einer anderen Ebene. Merke Dir das gut mein Bester. Und was w├Ąre ich f├╝r ein Nachbar, sollte ich im Falle eines eventuellen Versagens einfach die Augen verschlie├čen. W├╝rde sie in Schwierigkeiten geraten, w├╝rde ich ihr zur Not beistehen, von Gro├čherzoglichem Haus zu Gro├čherzoglichem Haus.

Jemanden mit kaum Regierungserfahrung bewusst scheitern zu lassen w├Ąre nicht nur taktlos, es w├Ąre fatal f├╝r ihr Gro├čherzogliches Haus wie f├╝r ihr gesamtes Land. Sie ist jung, allerdings war ich selbst noch j├╝nger als ich den Thron bestieg. Mir macht nur eher Sorge, ob eine Frau eine F├╝hrungsposition jemals selbst├Ąndig bekleiden kann. Eine unselbst├Ąndige Gro├čherzogin k├Ânnte schnell zur Beute von Marionettenspielern werden, so wie es ihr werter Papa einst selbst gewesen war. Davor soll Ricarda bewahrt werden. Sie wird es in ihrer Rolle als Frau schwer genug haben", antwortete der Duc.

"So etwas h├Ątte ich Dir niemals unterstellt. Das Gute hat etwas mehr Glaubw├╝rdigkeit in der Welt erhalten, einfach weil es Dich gibt Maximilien. Du vertrittst und verteidigst das Gute in Deiner Person. Du bevorzugst zwar oft den Verstand, aber Deine Entscheidungen sind nie ohne einen Anteil Herz. Darum diene und folge ich Dir aus tiefstem Herzen.

Selbst f├╝r Au├čenstehende scheinbar harte Entscheidungen, wie die Hinrichtung eines Verbrechers hat einen Anteil Herz. Die Liebe zu den ehrlichen und unschuldigen B├╝rgern, die Du mit so einem Urteil besch├╝tzt.

Maximilien Du sorgst Dich um Ricarda, wegen Ricarda - ich muss gestehen so etwas habe ich auch noch nicht bei einer Person erlebt", gab Fabien zur├╝ck.

Er stand auf, holte ein Handtuch und hielt es ausgebreitet in den Armen. Max stieg aus dem Zuber, Fabien umschlang ihn mit dem Handtuch und rubbelte ihn trocken, dabei grinste er den Duc ├╝ber beide Ohren an. Maximilien ging zur├╝ck in sein Schlafzimmer und setzte sich aufs Bett. Fabien kam seiner Aufgabe nach r├Ąumte alles weg und widmete sich danach sofort wieder seinem Herrn. Er trocknete ihn noch einmal gr├╝ndlich ab, zog ihm die Nachw├Ąsche an und kraulte ihm danach noch einige Zeit den Sch├Ądel, so wie es Max mochte.

"Darf ich Dich etwas fragen?", fragte Fabien und k├Ąmmte vorsichtig die nassen Haare des Duc, ohne ihn zu ziepen.
"Frag nur", g├Ąhnte Maximilien m├╝de, hinter vorgehaltener Hand.

"Sind Dir Komplimente peinlich? Du antwortest nie auf eines", erkl├Ąrte der Leibdiener und band die Haare des Duc locker f├╝r die Nacht zusammen.
"Nein sind sie nicht Fabien, ich nehme sie an und freue mich dar├╝ber. Aber eine Antwort darauf w├Ąre wie ein Eigenlob, oder schenkst Du Dir selbst Blumen?", lachte der Duc leise.

"Wie ich sagte Maximilien, Du hast stets weitsichtige Gedanken. Sogar bei solchen Dingen", schmunzelte Fabien gut gelaunt.
"Ein weiterer Gedanke w├Ąre, sollten zwei meiner Kinder in ein anderes K├Ânigreich einheiraten, w├╝rde dies Souvagne bis zu einem gewissen Grad ├Âffnen. Allerdings w├╝rde es auch ein B├╝ndnis festigen. M├Âchte ich die Festigung zu einem derartigen Preis?

Heiratet Olivie K├Ânig Dunkelerz w├Ąren wir durch meine Tochter mit den Zwergen verbunden. Sie ist eine Ehefrau, keine Regentin. Ich w├╝rde dies als freundschaftlichen Verbund betrachten. Einer freundschaftlichen L├Ąnderbeziehung w├╝rde nichts entgegenstehen, Zwerge sind ebenso Traditionalisten. Sie denken in ihren eigenen Bahnen und dennoch ├Ąhnlich wie wir.

Heiratet Dreux allerdings Ricarda, heiratet er eine gleichberechtigte Regentin.
Es w├╝rden damit nicht nur Dreux und Ricarda heiraten, sondern Souvagne und Ehveros.

Jedenfalls sp├Ątestens nach meinem Amtsr├╝cktritt.

Auf den ersten Blick eine scheinbar gute, Frieden sichernde Entscheidung. Schaut man allerdings tiefer, gibt es dort ein Problem. Ein riesiges almanisches Land ehemals drei Gro├čherzogt├╝mer w├╝rden von zwei Kindern regiert. Ein bessere Einladung f├╝r Aggressoren kann es nicht geben.

Wie lange w├╝rde die Hohe Mark noch die F├╝├če still halten, bevor sie von innen heraus versuchen, sich ganz Almanien einzuverleiben? Dies sorgt mich. Vielleicht etwas zu weit gedacht, aber die M├Âglichkeit best├╝nde.

Jedenfalls dann, wenn Dreux auf meinem Thron s├Ą├če oder ihn erben w├╝rde.
Aber noch sitze ich auf dem Thron und dies wird auch noch eine ganze Weile so bleiben Fabien.

Ferner habe ich drei S├Âhne, ich muss den Thron nicht zwangsl├Ąufig Dreux ├╝berlassen, sollte er sich als unf├Ąhig herausstellen. Ich selbst war der Zweitgeborene und musste den Thron besteigen. Was zeigt, dass nicht unbedingt nur die Nummer eins daf├╝r geeignet ist, nicht wahr? Ebenso k├Ânnte Greg oder Ciel den Thron besteigen", schmunzelte der Duc.

"Korrekt, wobei ich Deinen letzteren Sohn bevorzugen w├╝rde, er kommt vom Flei├č her sehr nach Dir. Ciel ist flei├čig, aufmerksam und wie seine Mutter sehr milde gestimmt. Er ist durch und durch ein guter Sohn.

Vielleicht muss es auch nicht immer ein Sohn sein, oder?
Schau Dir Ricarda in Ruhe an. Wenn Felipe der alte Fuchs sie auf den Thron setzt, dann wird sie kein Kind sein Maximilien. Stimmen die Ger├╝chte, dann hatte er Roderich in der Hand, so ein Mann erzieht seine Tochter anders glaube mir das.

Danke dass Du Dich mir anvertraut hast, es hat mich sehr gefreut so offen mit Dir sprechen zu d├╝rfen. Leider muss ich Dich so langsam ins Bett schicken, Du musst morgen wieder fr├╝h aufstehen. M├Âchtest Du noch einen Tee oder hast Du noch einen anderen Wunsch?", fragte Fabien f├╝rsorglich.

Maximilien machte es sich im Bett gem├╝tlich und musterte Fabien.

"Du bist trotz allem immer im Dienst Fabien... genau wie ich.
Mein Wunsch w├Ąre noch etwas unverf├Ąnglich zu plaudern, erz├Ąhle mir irgendetwas am besten den neusten Hoftratsch. Dabei kann ich entspannen und abschalten. Pack Dein Schlafzeug neben mein Bett", antwortete der Duc.
"Ich soll neben Euch schlafen?", fragte Fabien total baff.

"Nein nicht neben mir im Bett, sondern neben meinem Bett. Stell es Dir wie eine Hoheitliche Pyjama-Party vor. Mir gef├Ąllt unsere Unterhaltung im Moment zu gut, als dass ich schon schlafen m├Âchte. Es tut mir gut so offen mit Dir zu reden, dass wei├čt Du doch", grinste der Duc verschmitzt.
"Ich hole meine Sachen, aber in einer Stunde wird geschlafen, sonst bekomme ich Dich morgen fr├╝h nicht aus dem Bett", hielt Fabien dagegen, was Max kopfsch├╝ttelnd losprusten lie├č.
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"Der Edle verlangt alles von sich selbst. Der Primitive stellt nur Forderungen an andere."
"Eine Entscheidung f├╝r etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen vieles andere."

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