Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Der Tross nach Ehveros

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Die Souvagner sind bekannt für ihre Sturheit, vor allem aber für die Mauer, die ihr Land umschließt.
Großherzogtum Souvagne
Das almanische Großherzogtum Souvagne ist geprägt von sanfte Hügeln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne hält sich aus Kriegen größtenteils heraus und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralität. Von allen Herrschern ist er der Gemäßigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen größtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Bellamy Bourgeois
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Re: Der Tross nach Ehveros

#21

Beitrag von Bellamy Bourgeois » Mi 7. Feb 2018, 18:46

Bellamy Bourgeois nickte anerkennend und ließ den Scharfrichter seines Amtes walten. Im Gegensatz zu anderen Personen fürchtete er Dominique Dubois nicht, vielmehr sah er ihn als Kollegen. Dieser Mann führte einen Job aus, zudem andere nicht einmal in der Lage waren. Aber der Beruf des Henkers war genauso notwendig wie der eines Palaisins, ohne sie beide, ohne viele andere ähnliche Berufe konnte die öffentliche Ordnung nicht aufrecht erhalten werden.

Welche Zustände über ein Land herein brachen, welches sich nicht vehement dem Verbrechen in den Weg stellte und ihm nicht nur die Stirn bot, sondern direkt den Kopf abschlug, sah man an Naridien. Obenza war ein beispielloser Ort dafür, wie weit das Verbrechen Blüten treiben konnte, wenn es niemanden gab, der ihm Einhalt gebot.

Souvagne würde durch Leute wie sie und durch Herrscher wie den Duc niemals zu einem gigantischen Obenza verkommen.

Scharfrichter Dubois hatte dem Übeltäter ein Joch umgelegt. Was es genau damit auf sich hatte, wusste Bellamy nicht. Aus dem Grund schaute er seinen Kollegen Dominique an und zog kurz fragend eine Augenbraue hoch, ehe er sich ebenfalls Richtung Duc umdrehte.

"Eure Majestät, die Kreatur ist gesichert", erklärte er freundlich.

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Comte Massimo de la Cantillion

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Re: Der Tross nach Ehveros

#22

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Mi 7. Feb 2018, 18:55

Massimo

sprang von seinem Pferd und trat der Zofe von seiner Frau dabei voll in die Knochen. Die Frau stürzte zu Boden. Mit einer Bewegung hatte der Comt sein Schwert gezogen und schlug der Zofe den Kopf ab. Er packte die Überreste der Frau am Kragen und schleuderte sie ins Gebüsch. Mit grimmigen Blick schaute er die widerwärtige, kleine Kreatur an.

"Der Fremdländer soll gebrandmarkt werden. Zerstört sein Gesicht. Mein Bruder Melville soll ihm das Gesicht von den Knochen schmelzen. Ich verlange das als Wiedergutmachung für die Ehre von meine Frau Herr. Verschont das Vieh vom Block, aber brandmarkt diesen Fremdländer. Gebt uns ein paar Minuten, wir sind gleich wieder da."

Massimo packte Monique am Oberarm und zog sie mit sich zu dem kleinen Bach der die Felder versorgte.

"Weine nicht Moni. Du hättest nicht den Platz mit mir tauschen sollen. Es ist meine Schuld, weil ich rumgestritten hab. Darum hast du den Platz getauscht. Es tut mir leid Moni. Gleich bist du wieder sauber. Ich muss dich aus dem Fetzen schälen, hab keine Angst."

Der Comte schnitt das Kleid mit seinem Dolch auf und schnitt es von Moniques Körper runter, so dass seine Frau nackt vor dem kleinen Bach stand. Er drückte ihr vorsichtig den Dolch in die Hand und zeigte auf den Bach.

"Geh dich abwaschen, ich bin sofort wieder da. Wasch dich ganz, egal wie deine Haare gleich aussehen. Wenn wir ins nächste Dorf kommen, kannst du sie machen lassen. Oder binde sie nur zusammen. Das reicht. Ich bin gleich wieder da, ich hole dir ein neues Kleid. Schrei wenn was ist Moni. Ich beeile mich."

Massimo ging zurück und holte aus dem Reisegepäck ein leichtes Kleid. Damit ging er zurück zu seine Frau. Er hing es so lange vorsichtig über einen Ast, ehe er zu ihr ins Wasser ging. Massimo störte das nicht. Er hatte schon im Schlamm und Dreck gelegen während einer Schlacht. So gut es in den kleinen Bach ging wusch er seine Frau mit Sand vom Bachufer sauber. Danach tauchte er sie ein paarmal unter. Dabei hielt er sie aber fest, dass ihr nichts passieren konnte. Er roch an ihr und an ihre Haare. Sie roch wieder sauber.

"Ich hoffe Melville darf das kleine Drecksvieh zeichnen. Könnte ja sein, dass er sich verschätzt und es abfackelt. Sowas passiert, kleiner Unfall. Kann ihm niemand übel nehmen find ich."

Massimo schnappte sich Monique und trug sie rüber auf die Wiese. Dort zog er ihr das neue Kleid an und küsste sie liebevoll.

"Da hab ich zum Ausflug zum Meer ja doch was nützliches für dich gelernt. Ich kann dich nicht nur aussiehen, ich kann dich sogar anziehen Moni. Weine nicht mehr. Das war widerwärtig von dem Vieh, aber du bist wieder sauber. Du siehst doch wie die Fremdlinge sind. Kein Benehmen was wollen wir mit solchen Tieren in der Gesellschaft. Da war mir der Rakshaner sogar noch lieber und das sage ich. Wobei gut, ich hab angefangen zugegeben. Der Duc wird es bestrafen lassen, da bin ich ganz sicher."

Der Comte schälte den Körper der Zofe aus dem Kleid und machte den Fetzen als Putzlappen im Bach nass. Gemeinsam ging er mit seine Frau zurück zu deren Pferd und machte das mit dem Lappen sauber. Massimo schmiss den Lappen ins Gebüsch und half seine Frau wieder aufs Pferd. Dann schwang er sich auf Foudre.

"Wir sind wieder da. Es kann bestraft werden."

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Re: Der Tross nach Ehveros

#23

Beitrag von Dominique Dubois » Mi 7. Feb 2018, 19:49

"Es ist ein Messinghalsband. Ohne Schlüssel kriegt der kleine Kerl es nicht mehr ab. Messing ist in der Lage, jegliche Magie erfolgreich zu blockieren", erklärte Dominique, als er den fragenden Blick des Palaisins auf sich ruhen sah. Er sprach leise, damit der Duc nicht gestört wurde. "Man stellte es zuerst fest bei Gestaltwandlern, deren Wandlungsfähigkeit blockiert wurden. Doch Experimente ergaben, dass es bei allen Magierichtungen funktioniert."

Während um sie herum alles außer sich war, die weniger gut ausgebildeten Pferde durchgingen und die Zivilisten kreischten, war Dominique zufrieden mit sich und der Welt. Der Scharfrichter war die Ruhe in Person. Er tätschelte dem kleinen Deliquenten den Kopf. "Wird schon halb so wild. Jetzt beruhige dich erst einmal."

Die fachmännische Enthauptung der ungehorsamen Zofe durch den Comte de la Cantillion quittierte er mit einem anerkennenden Nicken.

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Re: Der Tross nach Ehveros

#24

Beitrag von Edoardo Lombardi » Mi 7. Feb 2018, 22:41

Edoardo ritt eine ganze weile ohne Vorkommnisse am Ende des Tross.
Als unerwartet Bellamy Befehle brüllte. Die Gardisten strömten aus so wie auch er. Seine Schwerthand bereit zum ziehen des Schwertes. Langsam und mit wachsamen Auge untersuchte er die Gegend. Recht schnell wurde aber Entwarnung gegebene da der Schuldige wohl geschnappt wurde.

Dennoch blieben die Gardisten kampfbereit solange sie hier noch standen. Es konnte immer noch weitere Angreifer geben. Edoardo kam näher zu der Kutsche von Prinz Ciel. Der Schutz der Duc Familie hatte im Moment höchste Priorität. Seine Gesichtszüge wurden kalt und sein Blick wanderte unentwegt umher nach möglichen Gefahren Ausschau haltend.

„Mein Herr, bleibt bitte zu eurer eignen Sicherheit in der Kutsche“
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Bellamy Bourgeois
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Re: Der Tross nach Ehveros

#25

Beitrag von Bellamy Bourgeois » Fr 9. Feb 2018, 08:11

Bellamy ließ seinen Blick über seine Truppe schweifen. Der Neue hatte gut und besonnen gehandelt, direkt neben der Kutsche des Prinzen Stellung zu beziehen. Bellamy warf Edoardo einen anerkennenden Blick zu. So ein Einstand in die Truppe gefiel dem Palaisin.

Dominique Dubois erläuterte derweil, was es mit dem Joch auf sich hatte. Selten hatte die Garde Magier oder magisch veranlagte Wesen im Gewahrsam. Dies war normalerweise die Aufgabe der Himmelsaugen. Bellamy erinnerte sich an die Verurteilung und Hinrichtung der verräterischen Lichtalbin. Sie hatte ebenfalls ein Joch getragen und ihr waren die Augen verbunden worden.

Palasin Bourgeois speicherte die Information umgehend in seinem Gedächtnis. Zu passenden Handschellen um Delinquenten sichern zu lassen, würde er ebenfalls Messingjochs an seine Garde verteilen lassen. Zwar begleitete neben der persönlichen Leibgarde auch mindestens immer ein Himmelsauge den Duc, aber Bellamy wollte auf Nummer Sicher gehen.

„Eine äußerst interessante Information, Danke. Ich vermute die Lichtalbin die vor kurzem hingerichtet wurde, trug ein ganz ähnliches Joch. Die Garde werde ich ebenfalls mit solchen Hilfsmitteln ausstatten lassen“, antwortete Bellamy dem Scharfrichter freundlich. Auch er bedachte den Comte Massimo de la Cantillion mit einem anerkennenden Nicken für sein Werk.

„Eure Majestät wie wünscht Ihr mit dem Verbrecher zu verfahren?“, fragte Bellamy respektvoll.

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Monique de la Cantillion

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Re: Der Tross nach Ehveros

#26

Beitrag von Monique de la Cantillion » Fr 9. Feb 2018, 11:46

Monique wusste nicht wie ihr geschah. Zuerst wurde sie vor allen Augen gedemütigt, aber keiner der Anwesenden machte sich über sie lustig oder zog ihr Missgeschick ins Lächerliche. Nein alle Anwesenden zeigten Anstand und Besorgnis. Sie schämte sich etwas dafür, dass sie hatte weinen müssen, aber sie konnte es auch nicht verhindern.

Die lustigen Anekdoten in denen einem armen unwissenden Reisenden zur frühen Morgenstunde der Inhalt eines Nachttopfes traf, kamen Monique in den Sinn. Dies waren keineswegs nur Erzählungen, nein so manch einem Unwissenden war es tatsächlich so ergangen.

Zwar hatte Monique keinen Nachttopfinhalt über sich entleert bekommen, aber ob der Urin vorher in einem Nachtgeschirr schwamm oder nicht, spielte keine Rolle. Niemals hatte sie sich so gedemütigt gefühlt und so schändlich behandelt.

Die Verwandten ihrer neuen Familie standen ihr sofort bei. Ihre Zofe wurde von ihrem Schwager zurecht gestutzt und eilte ihr umgehend zu Hilfe. Scheinbar war dies nicht schnell genug, denn einen Augenblick später trat ihr Mann ihre Zofe wie ein wütender Dämon zu Boden und enthauptete sie. Massimo ergriff den kopflosen Torso, als wäre es das Normalste von der Welt und schmiss den Torso in die Botanik des Wegesrandes.

Sie hatte sich gewünscht einmal eine Läuterung zu sehen, nun hatte sie eine gesehen. Monique fühlte sich wie betäubt. Schlagartig verstand Monique, dass die Redensart – mit jemandem kurzen Prozess machen, nicht einfach nur eine Redenswendung war.

Jeder Adlige hatte das Recht auf seiner Scholle zu richten. Wie schnell und zielsicher Ihr Mann zugeschlagen hatte, flößte Monique Respekt aber auch Angst ein.

Einen Moment später stand Massimo neben ihr, ergriff sie am Oberarm und zog sie hinter sich her. Sie folgte ihm gehorsam, während er beruhigend auf sie einsprach. Es tat ihm leid was passiert war und er nahm die Schuld der Pinkelattacke auf sich. Nun gestritten hatte er wirklich, aber dafür dass irgendjemand vom Himmel pinkelte, dafür konnte ihr Mann nichts.

So brutal und erbarmungslos wie er mit der Zofe umgegangen war, so fürsorglich war er zu ihr. Vorsichtig zerschnitt er ihr ruiniertes Kleid und versicherte ihr, dass sie keine Angst haben müsse. Monique fürchtete sich dennoch etwas, aber mehr vor der Waffe als vor ihrem Mann. Eine Klinge so nah an der Haut zu spüren, bereitete ihr große Angst.

Er verletzte sie nicht, er ritzte sie nicht, er berührte sie nicht einmal mit dem Metall. Was hatte sie auch geglaubt? Wenn er so mit einem großen Schwert umgehen konnte, würde er sie wohl kaum mit einem Dolch verletzten. Und sollte er je beabsichtigen sie zu verletzen, würde ihn davon nichts abhalten können.

Sie lächelte Massimo tapfer an, obwohl sie spürte dass ihr wieder die Tränen kamen. Ihr Mann drückte ihr seinen Dolch in die Hand und forderte sie auf, sich im Bach waschen zu gehen. Er erklärte ihr, dass er ihr ein neues Kleid holen wollte. Sie nickte zur Bestätigung und drückte den Dolch an sich, dabei hätte sie sich beinahe selbst geschnitten.

Vorsichtig watete sie ins Wasser des kleinen Baches. Sie wusch sich so gut sie konnte, aber der ekelerregende Gestank blieb. Verzweifelt schrubbte sie ihre Haut in dem Wasser. Sie konnte den Tross des Großherzogs nicht ewig warten lassen. Panik überkam sie, in dem Moment war ihr Ehemann zurück und hing ein frisches Kleid über einen Ast.

Ohne zu zögern gesellte er sich zu ihr ins Wasser und wusch sie mit Sand des nahen gelegenen Ufers sauber. Das half, ihre Haut stank nicht mehr. Dann tauchte er sie ohne Vorwarnung ein paarmal unter, hielt sie aber selbstverständlich sichernd fest. Das war so typisch ihr Mann, er konnte herzensgut, liebevoll und grob zeitgleich sein. Prustend wischte sie sich das Wasser aus den Augen, während er an ihren Haaren roch. Auch die etwas unsanfte Prozedur zeigte entsprechende Wirkung. Ihre Haare hatte er ebenfalls vom Gestank befreit.

Dass der das kleine Geschöpf abgefackelt sehen wollte, konnte Monique nachvollziehen. Wenn es nach ihr ginge, hätte es ihr ausgereicht, es in den nächsten Misthaufen zu schleudern. Trotzdem musste sie bei der Vorstellung grinsen, allein da sie Melville gerne einmal Feuer beschwören sehen wollte. Doch sie korrigierte ihre Gedanken schnell. Eine Läuterung hatte sie auch sehen wollen und bei dem Gedanken daran wurden ihre Knie ganz weich.

Massimo nahm sie auf den Arm und trug sie aus dem Wasser. Monique schlang ihm dabei die Arme um den Hals und presste sich ganz fest an ihren Ehemann. Als er sie herunter ließ um ihr das frische Kleid anzuziehen ließ sie ihn widerstrebend los.

„Was Du über den kleinen Unhold sagst, kann ich unterschreiben. Der Rakshaner war nicht unhöflich und er hat niemanden angegriffen. Nicht einmal Dich Massimo, er hat Dir offen und ehrlich gesagt was ihn stört. Im Vergleich zu diesem ekligen Wildpinkler solltest Du ihm eine Chance geben. Er gab sie Dir ebenso, er hätte Dein Verhalten melden können Massimo“, erklärte Monique leise.

Sie hakte sich bei ihrem Mann ein und benötigte noch einen Moment um sich zu sammeln. Nach einem Moment des Durchatmens, ergriff sie Massimo am Kinn, drehte seinen Kopf zu sich und küsste ihn lang und innig. Dabei umarmte sie ihn und drückte ihn fest.

„Danke für die Rettung Schatz“, flüsterte sie dankbar und gab ihn wieder frei.

Er nahm der Zofe das Kleid ab und tränkte es im naheliegenden Bach. Als sie gemeinsam zum Tross zurückkehrten, reinigte er sogar ihr Pferd und half ihr wieder in den Sattel. Als er selbst wieder hoch zu Ross saß, strich Monique ihm liebevoll und dankbar über die Seite.

Das kleine Vieh war festgesetzt worden von Scharfrichter Dubois, Palaisin Bourgeois und Tarrik Tarkan. Die Frage was nun geschehen sollte, stand im Raum.

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Maximilien Rivenet de Souvagne

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Re: Der Tross nach Ehveros

#27

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Fr 9. Feb 2018, 12:27

Maximilien Rivenet de Souvagne musterte kurz den winzigen Tiefling. Fabien folgte dem Blick seines Herrn.

„Die Kreatur kann sich einen sehr üblen Scherz erlaubt haben, oder aber sie wurde bewusst entsandt um uns zu schaden. Ferner kann sie durchaus von Personen niederträchtiger Geisteshaltung entsandt worden sein um unser Vorankommen zu unterbinden und die bevor stehenden Friedensverhandlungen zu sabotieren.

Wir werden uns nicht von unserem eingeschlagenen Weg in ein friedliches Zeitalter abbringen lassen. Weder von dieser Kreatur, noch von sonstigen Störungen. Wir setzen unseren Weg fort“,
entschied der Großherzog.

„Dominique gehen wir Recht in der Annahme, dass Ihr über eine Möglichkeit der sicheren Verfahrung dieses Straftäters während unserer Reise verfügt? Die Kreatur darf sich weder befreien noch erneute Störungen verursachen dürfen. Sollte sich diese Kreatur erneut gegen uns wenden, richtet sie mit dem Schwert. Sobald die Kreatur ausreichend gesichert ist, wird die Reise fortgesetzt. Gebt dazu kurze Rückmeldung Dominique“, erklärte der Duc.
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Re: Der Tross nach Ehveros

#28

Beitrag von Dominique Dubois » Fr 9. Feb 2018, 14:15

"Wir haben einen entsprechenden Wagen bei uns, ähnlich zum Transport von Pferden, aus massivem Holz mit Eisenverschlägen an den Kanten und einer Sicherheitstür."

Dominique war die Freude ob des Spielzeuges, das man ihm für die Reise anvertraut hatte, deutlich anzusehen. Stolz fuhr er fort:

"Darin ist eine mit Ketten herabklappbare Wandpritsche und eine Bettpfanne für die Notdurft, die über einen Spalt heraus- und hereingereicht werden kann. So wie es das auch mit dem Essen getan wird. Der Karren ist sehr schwer und wird von einem treuen alten Ochsen gezogen. Die Konstruktion stammt von der Quatre M Mordwaffen-Manufaktur, ist also allerhöchste Qualitätsware."

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Re: Der Tross nach Ehveros

#29

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Fr 9. Feb 2018, 15:54

Massimo
 
freute sich über die Zärtlichkeit von Moni. Sie musste sich nicht für die Hilfe bedanken. Seine Hilfe war selbstverständlich, sie war seine Frau. Vielleicht war er etwas derb bei der Reinigung gewesen, aber er musste sie schnell sauber bekommen. Sie hatte sich nackt an ihn gedrückt als er sie aus dem Wasser schleppte. Und sie wollte ihn nicht loslassen. Gerade hatte sie ihn gestreichelt. Massimo musste schnell an was anderes denken. Er dachte an die Läuterung von dem Drecksvieh, dass seine Frau besudelt hatte. Schon wieder war er mit seinen Gedanke bei seine Frau und wie sie sich nackt an ihn presste. Also dachte Massimo an Monis Worte um nicht an ihre nasse Haut zu denken. Er beugte sich zu ihr rüber und küsste sie.
 
„Der Rakshaner hat Ehre bewiesen, du hast Recht Moni. Er hätte mir einen Strick draus drehen können. Hat er aber nicht. Er hat es mir direkt ins Gesicht gesagt. Er hätte  das hinter meinen Rücken den Duc oder den Palaisin stecken können. Dann wäre die Kacke am dampfen gewesen. Bei der ersten Rast werde ich ihn auf ein Bier einladen als Entschuldigung. Ich war ungerecht zu ihm und ich war anmassend. Er hat sich benommen, wie wir es selber erwarten. Er hat mir keinen Dolch in den Rücken gerammt und er hat nicht geheuchelt. Ich hab mich wie der letzte Idiot verhalten. Warum sag ich besser nicht. Es kommt aber nicht wieder vor Moni.
Du musst dich nicht bedanken. Du bist meine Frau und ich helfe dir immer. Kann sein dass ich was hart mit dir umgesprungen bin im Wasser. Das war nicht böse gemeint. Ich wollte dich nur schnell von dem Dreck befreien. Von Unrat kann man krank werden. Deshalb hab ich mich beeilt dich schnell sauber zu schrubben. “
 
„Eure Hoheit der Befehl zur Grenzsicherung lautete, keiner Fremdländer darf die Grenzen überschreiten. Wer kein Almane ist und unsere Grenze überschreitet, soll Frieden mit seinen Göttern machen. Alle Fremdländer wurden aus Souvagne ausgewiesen. Die Fremdländer die sich nicht freiwillig verzogen haben landeten auf dem Block. Dank eure weisen Entscheidung.
Deshalb frage ich mich, woher kommt der Angreifer? Wer hat den in unser Land gelassen? Oder wer hat den versteckt, dass er hier im Land bleiben konnte? Grundlos wird der sich nicht nach Souvagne eingeschlichen haben. Er hat sicher weitere Kameraden versteckt. Sowas arbeitet nicht allein. Unser Henker sollte ihn verhören. Ich vermute er ist ein Staatsfeind von Souvagne. Ein Verräter, sonst wäre der nicht hier.“
 
Massimo verbeugte sich im Sattel vor seinen Herrn.

 

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Maximilien Rivenet de Souvagne

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Re: Der Tross nach Ehveros

#30

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » So 11. Feb 2018, 00:04

Maximilien nickte Dominique anerkennend zu.

"Sehr vorausschauend gedacht Dominique. Wirf den Verbrecher in den Gefängniswagen. Wir sind nicht die Heilsarmee, wir füttern keine Delinquenten oder Verräter. Kurz vor Grenzübertritt nach Ledwick, sprich Ehveros wirst Du dieses Subjekt einer peinlichen Befragung unterziehen.

Eure Fragen Comte de la Cantillion sind berechtigt, wir wünschen Aufklärung und die Beantwortung dieser Fragen.

Keine falsche Rücksicht Dominique, wobei diese Aufforderung müssen wir Dir nicht geben, wir wissen um Deine Zuverlässigkeit und Treue.

Danach sichere ihn, beziehungsweise lass ihn gesichert. Wir werden ihn im Ausland auf dem Sklavenmarkt veräußern. Den Verkaufserlös erhaltet Ihr Comte Massimo de la Cantillion, als Wiedergutmachung für die Schmach die Eurer Frau widerfuhr. Möge sie sich davon ein neues Kleid kaufen. Sollte der Erlös zu gering sein wird dieser zum Fehlbetrag auf die Summe von 500 Taler aufgestockt. Abrücken",
befahl der Duc.

Bellamy gab der Leibgarde ein Zeichen, sie formierten sich zum Abrücken, einige Minuten später brach der Tross wieder auf. Zurück blieb am Bach nur ein zerschnittenes Kleid und die Kopflose Leiche einer geläuterten Zofe am Wegesrand.
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"Der Edle verlangt alles von sich selbst. Der Primitive stellt nur Forderungen an andere."
"Eine Entscheidung für etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen vieles andere."

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