Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Von Schreiadlern und Schildkröten [Chat-rpg]

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Die Souvagner sind bekannt für ihre Sturheit, vor allem aber für die Mauer, die ihr Land umschließt.
Großherzogtum Souvagne
Das almanische Großherzogtum Souvagne ist geprägt von sanfte Hügeln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne hält sich aus Kriegen größtenteils heraus und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralität. Von allen Herrschern ist er der Gemäßigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen größtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Von Schreiadlern und Schildkröten [Chat-rpg]

#1

Beitrag von Erzähler » So 4. Feb 2018, 23:09

Von Schreiadlern und Schildkröten


Ciel beschloss, eine Erklärung zu fordern, warum der Duc seinem Leibdiener Khawa die Freiheit schenkte. Ciel für seinen Teil ist damit nicht im Mindesten einverstanden. Während des bisweilen sehr hitzigen Gesprächs kamen die beiden auch auf politische Themen zu sprechen und Ciel deutete erstmalig gegenüber seinem Vater seine Gedanken einer Expansionspolitik an ...

Duc: Fabien hol Domi uns ist laaangweilig

Fabien: :erstaunt:

Duc: Nur Spaß :D

Tür: *BUMM BUMM*

Fabien: Ich gehe schon

Duc: wer auch sonst????

Fabien: *Tür öffne

Fabien: HALLO????

Duc: wer immer es war, ist nun taub...

Nathan: Mein Herr wünscht dringendst mit seinem Vater zu sprechen!

Fabien: sehr wohl, wer ist Dein Herr?

Nathan: Seine Durchlaucht Ciel Felicien de Souvagne, das weißt du doch.

Fabien: ah jetzt ja Moment bitte. *zum Duc schlender* gg Eure Majestät Euer Sohn Ciel wünscht Euch zu sehen

Duc: er darf eintreten

Fabien: *zurückschlender* er darf eintreten

Duc: :misstrauisch:

Nathan: *rückwärts hinausgeh und lufthol*

Ciel: *Nathan unwirsch zur Seite schubs, an Fabien vorbei drängel* Vater!

Fabien: hoffentlich sing der nicht draußen

Duc: ARGH

Duc: Sohn, was führt Dich zu uns?

Fabien: *Ciel musterte und wieder neben den Duc stell*

Ciel: Ich wünsche zu erfahren, aus welchem Grund Ihr meinem Leibdiener Khawa, neuerdings anzusprechen als Monsieur Rousseau, die Freiheit geschenkt habt!

Duc: da er diese verdient hat

Fabien: *nickt bestätigend*

Nathan: *steht irritiert alleine draußen vor der Tür*

Ciel: Khawa ist keineswegs tüchtiger als die anderen Domestiken. Vielmehr ist er tölpelhaft und ungeschickt, er überschüttete gar den ehrenwerten Chevalier de Mireault mit Mokka und zwar mehr als einmal.

Duc: und wovon soll uns Euer Gejammer nun überzeugen? Wart nicht Ihr es, der uns diesen Wilden ins Haus schleppe und im Brustton der Überzeug behauptete, jede Seele könne zivilisiert werden? Nun was grämt Euch? Ihr wart erfolgreich. Ihr habt eindeutig bewiesen, dass man Wilde nicht nur zivilisieren kann. Nein Ihr habt sogar bewiesen, dass sie freie Männer werden können. Sogar Souvagner. Mag es Euch am Ende gar nicht um den Wilden sondern um Euch selbst gegangen sein Sohn?

Fabien: *verkneift sich krampfhaft ein Grinsen und behält eine hoheitliche Leibdienermiene bei*

Ciel: Ich habe ihn nicht herbeigeschleppt, sondern Euch formell vorgeführt. Zum anderen bin ich vor allem darum aufgebracht, weil es mich schmerzt, dass dies hinter meinem Rücken geschah. Ich wurde nicht im Vorfeld informiert, so dass ich mir rechtzeitig hätte Ersatz organisieren können. Des weiteren habe ich Khawa als Leibdiener trotz seiner Marotten geschätzt und gut behandelt und nun wird er aus meinem Leben gerissen. Ihr selbst wisst um die Bedeutung eines Leibdieners!

Duc: Nun Euer Ersatz krächzt vor unserer Tür wie eine angeschossene Katze lieber Sohn. Zudem sind wir nicht gehalten Euch vorab zu informieren. Unserer Kenntnis nach wünscht Euer Leibdiener bei Euch im Dienst zu verbleiben. Khawa hat dies ausdrücklich erwähnt. Niemand wird Euch also entzweien, wenn Ihr dies nicht wünscht. Ihr habt nur einige kleine Veränderungen in Kauf zu nehmen. Und gewiss wissen wir um die Bedeutung eines treuen Leibdieners. Wir selbst sind froh einen solchen unser Eigen nennen zu dürfen. Khawa steht Euch weiter zur Verfügung Ciel. Also was stört Euch wirklich? Wir sehen kleine Probleme darin, dass Euch ein freier Mann aus freien Stücken dient

Ciel: *wirft einen kurzen Blick zur Tür, hinter welcher Nathan leise eine Ballade vor sich hinsingt, weil man ihn aussperrte* Ich weiß, dass Ihr nicht dazu gehalten seid, mich zu informieren! Dennoch wäre es wünschenswert und freundlich gewesen, da man nicht wissen kann, ob Khawa nicht doch jeden Moment den Dienst quittiert. Und der Ersatz ist allein, ich benötige jedoch zwei Leibdienr, da ich längere Wachphasen zu haben pflege als jeder Diener ertragen könnte.

Duc: Ciel noch ist Khawa in Eurem Dienst, also sucht Euch nun einen neuen von uns aus auch dritten Leibdiener. Welche Wachphasen Ihr zu nutzen pflegt, sollte Euer Leibdiener begleiten. Wo wir sind ist Fabien. Aber ein jeder hält es anders. Also möchtet Ihr Khawa aus dem Dienst entfernen?

Fabien: *mustert Ciel argwöhnisch*

Ciel: Ich möchte überhaupt nichts! Ich fühle mich hintergangen und in meinen Bedürfnissen nicht für voll genommen! Des weiteren war Khawa mein Projekt, meine Glanzleistung, mein Weg zu zeigen, was ein Souvagner selbst aus einem Wilden zu machen vermag, mein Beweis, wie wichtig die souvagnischen Tugenden sind. Und nun war mir nicht vergönnt, das Projekt selbst zu beenden, ich habe einen Anfang und eine Mitte und das Ende schriebet Ihr!

Duc: Also ging es Euch rein um Eure persönliche Eitelkeit und nicht um Khawa, wie wir bereits sagten. Wenn Ihr nichts wünscht, sehr gut. Dann werdet Ihr ja mit Narthan auskommen wie es uns scheint. Ihr verhaltet Euch wie ein Kleinkind Ciel. Was habt Ihr denn verpasst? Wärt Ihr gerne anwesend gewesen, als er seine Freiheit geschenkt bekam oder hättet Ihr sie ihm versagt?

Fabien: *musterte Ciel argwöhnisch*

Ciel: *muss schlucken ob der Beleidigung, bemüht sich ruhiger zu sein* Es ging mir weder um meine Eitelkeit, noch um Khawa als Person. Mir ging es um das, wofür er steht. Im Kleinen, wie im Großen, so lehren es die Alchemisten. Was hier im Kleinen funktionieren kann, aus einem ruchlossen und schmutzigen Wilden einen vorbildlichen und strebsamen Manne zu machen, das funktioniert auch im Großen. Khawa ist ein Beispiel dessen, was sein könnte, ein Experiment und es glückte! Und ja, ich wäre wenigstens gern anwesend gewesen bei diesem Ereignis.

Duc: Nun Euer Experiment wie Ihr es nennt ist geglückt, wir können dies gerne bezeugen. Wir haben es schließlich beurkundet Sohn. Nun uns freut es, dass Ihr bei solch wichtigen Entscheidungen gerne anwesend wärt. Sobald ihr den Düsterling Eurer Mutter in eine Hofdame umgeformt habt, gebt uns bescheid. Dann werden wir dieser gemeinsam die Freiheit schenken *Grinsen verkneif*

Fabien: Eure Majestät auf ein Wort? *flüster*

Duc: nur zu

Fabien: vielleicht solltet Ihr mit Eurem Sohn privater Natur sprechen

Duc: vielleicht :D

Ciel: *bekommt vor Zorn und Scham rote Wangen*

Duc: es wäre angebracht Du beruhigst Dich Ciel, ehe wir noch den Leibarzt rufen lassen müssen. In Deinem Alter haben wir bereits 7 Jahre regiert, anstatt uns an solchen Kinkerlitzchen aufzuhalten. Falls Dir Khawa dermaßen wichtig war, besorge Dir einen neuen Affen aus dem Wald! Du hast die Grenzen zu sichern, Du hast ein Land zu verteidigen, falls Du Dich nicht erwachsen genug dafür fühlst und Deinem Spielzeug hinterher trauerst sprich nur offen!

Fabien: oha

jetzt ist er sauer

Ciel: Warum sagst du solche verletzenden Dinge? Sonst bist du immer stolz darauf, jeden anzuhören, sogar die Niedersten der Niederen, allen würdest du dein Ohr leihen. Nur deinem eigenen Sohn nicht. Du hast eigentlich überhaupt keine Lust, dir meine Sorgen und Gedanken anzuhören, sondern nennst mich ein Kleinkind, wenn ich dir mein Herz öffne. Ich habe verstanden, ich werde es wieder schließen.

Duc: Ciel... komm mal her

Ciel: *geht ein paar Schritte näher*

Duc: Herkommen heißt herkommen Ciel

Ciel: *geht noch näher*

Duc: soll ich Dich holen lassen? g

Ciel: *geht so nah, bis es ihm unangenehm zu werden beginnt*

Duc: setz Dich neben mich.

Ciel: *setzt sich neben seinen Vater*

Duc: So. Und jetzt von vorne und Privat. Du möchtest nicht beleidigt und übergangen werden. Das verstehe ich. Ich lasse mir aber auch nicht gerne unter die Nase reiben, ein alter fauler Sack zu sein, der nur einen Leibdiener benötigt, da er den ganzen Tag rumgammelt. Ich meine wir beide haben uns gerade nichts geschenkt, nur ich kenne das Spielchen schon eine Weile länger. Bei Khawas Freilassung ging es nicht um Dich Ciel. Es ging vorerst um die Sache und zwar um die Friedensverhandlungen. Dass Du Khawa vermisst ist mir klar. Ich würde auch Fabien extrem vermissen. Aber Khawa bat persönlich um seine Freiheit in Bezug auf Tarkan. Der Bezug war ersten, er hätte seine Herausgabe fordern können und davon die Verhandlungen abhängig machen können. Für einen Mann, naja sind wir ehrlich wer macht so etwas? Auf der anderen Seite sind schon Kriege für nur eine Frau geführt worden hm? Und hätte Tarkan seine Herausgabe gefordert, hätte er Deinen Khawa wohlmöglich getötet. Beides nicht in unserem Sinne. Ich hätte Dich fragen können - natürlich. Aber ich bin es nicht gewöhnt irgendwen fragen zu müssen. Und ich hätte Dich informieren können, selbstverständlich. Aber das habe ich nicht getan. Weder aus Boshaftigkeit noch aus einem anderen Grund. Ich habe es schlichtweg vergessen. Vor unserer Tür tobt ein Krieg Ciel. Nicht umsonst hast Du die Aufgaben zugeteilt bekommen die Du erhalten hast. Ich vertraue Dir, ansonsten hätte ich wen anderes damit betraut. Aber Du hast Dir Khawa ausgesucht Junge, nicht ich. Das es so für Dich kam und dass Du so um ihn trauerst, hätte ich ehrlich gesagt nicht erwartet. Es tut mir leid, ich hatte nicht vor Dich zu verletzten Kleiner.

Ciel: Schon gut, streiten wir nicht weiter, sondern reden wir. Ehrlich gesagt, hätte ich selbst nicht erwartet, dass es mich so aus der Fassung bringt. Aber mir wurde auch noch nie ein Leibdiener, nun ja, entwendet? Es lag nicht in meiner Absicht, dir Faulheit zu unterstellen, ich wollte nur begründen, warum ich zwei Leibdiener brauche. Wertungsfrei war das gemeint. Aber um mich ging es mir nicht, auch wenn ich gerade wütend bin. Ich habe das Experiment für Souvagne durchgeführt und nicht für mich.

Duc: ich höre Dir zu. Wozu soll das Experiment dienen? Dazu ob man ganz Rakshanistan befrieden könnte? Nun wenn Dich der »Raub« Deines Leibdieners so aus der Fassung bringt, scheinst Du ihn sehr gemocht zu haben. Ich meine persönlich, er stand Dir nicht nur als Diener, sondern scheinbar auch als Freund und Vertrauter sehr nahe. Ist dem so? Du fühlst Dich betrogen, so als hätte Dich ein Freund abgeschrieben

Ciel: Ein wenig schon, ja. Und ja, das Experiment war für eine solche Richtung angedacht. Einfach um zu schauen, ob es überhaupt funktionieren könnte. Das hat zuvor noch niemand je versucht. Wir haben die Rakshaner ferngehalten und notfalls bekämpft, aber haben wir uns bemüht, sie zu verstehen? Wirklich zu erfahren, was sie treibt und wie man das Übel an der Wurzel packen könnte?

Duc: Nein das hat bis jetzt noch niemand versucht, auch ich habe nicht versucht sie zu verstehen, sondern ihnen eine andere Möglichkeit des Lebens zu bieten. Was sie daraus machen, liegt an ihnen. Aber das ist die eine Seite, die andere ist Deine Kränkung. Ich denke Khawa wollte Dich garantiert nicht kränken, oder Dir den Rücken kehren. Immerhin hast Du ihm sein Leben gerettet. Und ich habe nichts davon mich mit Dir zu streiten Ciel

Ciel: Welche andere Möglichkeit meinst du? Sie haben immer wieder unsere Gehöfte und Händler überfallen, dies kann und darf kein Dauerzustand bleiben. Und Khawa könnte nun jederzeit gehen, jederzeit. Das ist sehr ungewohnt und bereitet eine innerliche Anspannung. Man sagt etwas oder tut etwas, dass ihm nicht schmeckt und weg ist er, dient einem anderen.

Duc: *der Duc musste schmunzeln* Du klingst so, als würde Dich Deine Frau verlassen wollen. Sowas denke ich dann auch, oder male mir irgendwelche Horrorszenarien aus. Ciel, ganz ehrlich? Wenn Khawa Dich so mag wie Du ihn schätzt wird er nicht gehen. Und falls er es doch tun sollte, dann war er kein Leibdiener. Gut ich kann Dir natürlich viel erzählen, Fabien ist mein Leibeigener. Aber er würde auch als freier Mann nicht gehen. Er möchte nicht einmal die Freiheit geschenkt bekommen. Er schätzt mich wie ich ihn. Wobei wir uns vermutlich völlig anders sehen, aber jeder mag an dem anderen etwas anderes. Wie soll ich Dir das verständlich machen? Hm. Er ist der einzige Freund den ich habe. Solltest Du jemals auf dem Thron sitzen Ciel, wirst Du wissen wie einsam dieser Sessel macht. Ich verstehe was Du vermisst. Möchtest Du einen neuen Leibdiener? Die andere Möglichkeit war, den Rakshanern beizubringen auf ihre Art ohne Raub auszukommen. Nur ob sie das wünschen, ist eine andere Frage

Ciel: Das ist es, was ich meine! Man müsste das Volk von Grund auf umkrempeln. Bei Khawa hat es funktioniert, warum sollte es nicht bei weiteren Rakshanern funktionieren? Wir hätten endlich Frieden und vielleicht würden wir darüber hinaus davon profitieren. Wir könnten die Steppe zu einem Wirtschaftsraum machen. Was meinen Leibdiener anbelangt, so werde ich mir schon aus Vorsorge einen dritten organisieren. Doch mein Herzstück war Khawa. Er ist nicht nur Freund, es ist jemand, dem ich das Leben rettete, obwohl er es bei Ainuwar nicht verdient hatte. Mir gehörte nicht nur seine Person, sondern sein Leben. Das ist etwas anderes, als irgendwen einzustellen. Ich persönlich formte ihn zu dem, der er heute ist. Und es schmerzt, all das nun so enden zu sehen.

Duc: Aber es endete doch gar nicht Ciel. Wenn Ihr Euch einigt, ist es doch gar nicht vorbei. Und wenn Dir jemand aus freien Stücken dient, ist das etwas anderes. So war er Dein Kriegsgefangener. Nun bleibt er, weil er das möchte. Das hoffe ich jedenfalls für Dich. Jemanden einstellen oder besitzen ist wiederum etwas anderes. Mir gehört ebenso das Leben von Fabien, aber ist er deshalb weniger wert? Im Gegenteil, ich muss für ihn sorgen, so wie er für mich sorgt. Natürlich auf andere Art und Weise. An wen hast Du gedacht?

Ciel: *schüttelt den Kopf* Du verstehst nicht, wie ich fühle, Vater. Du und ich, wir sind verschieden. Ich könnte eine Abhandlung schreiben, warum Khawa etwas so Besonderes für mich war und doch vergleichst du ihn immer wieder mit Fabien oder Nathan! Ich habe niemand speziellen im Kopf ... vielleicht sollte ich mir in der Tat einen neuen Rakshaner fangen, ehe der Frieden es verbietet, und das Experiment von vorn starten.

Duc: Du verstehst schließlich auch nicht wie ich im Hinblick auf meinen Leibdiener fühle. Er ist die einzige Person der ich stets alles anvertrauen kann. Jemand der da ist, wo es andere nicht sind. Vielleicht verstehe ich nicht die grundlegende Bedeutung, was Khawa nun besonders macht. Aber letztendlich wird er einen gleichen Wert für Dich haben. Ich vermute er ist so etwas wie ein Kätzchen das man fand und zu etwas besserem aufpäppelte. Und bitte, ich würde weder Khawa noch Fabien mit Nathan vergleichen. Was Du bezogen auf die Rakshaner erläuterst klingt logisch und sehr durchdacht. Erläutere mir Deinen Plan. Und erläutere mir Deine Gefühle für Khawa Ciel

Ciel: Beides habe ich bereits erläutert, Vater. Wir sollten die Steppe nicht durch einen Wall von uns abgrenzen, sondern die Chancen nutzen, die sie bietet. Khawa ist vielmehr ein bösartiger und räudiger Wolf gewesen, als ich ihn zu mir nahm, der zwar äußerlich ruhig blieb, doch nur darauf wartete, mir an den Hals zu gehen. Er zappelte in einem Fangeisen, doch anstatt ihm das Fell über die Ohren zu ziehen, nahm ich mich seiner an. Und aus diesem Wildling formte ich, was keiner erwartet hätte, einen guten Hund. Es ist eine ganz andere Verantwortung, die ich für ihn hatte. Nathan kommt auch ohne mich zurecht. Khawa kam das nicht. Das verbindet auf einer sehr tiefen Ebene. Stell dir einen gezähmten Wolf vor, der zuvor die Kinder der Bauern riss und nun dein bester Hund ist. Er liegt abends vor deinem Fußende und wacht über deinen Schlaf wie kein anderer. Allein sein Aussehen schreckt jeden, der dir Böses will. Gleichzeitig isoliert es ihn von den anderen und bindet ihn noch fester an dich. Ihr werdet eins, eine Symbiose. Würde dich es nicht auch kränken, würde man ihm während du nicht hinsiehst einfach das Halsband und die Leine nehmen und dich damit zu trösten versuchen, er würde aus Gewohnheit schon bleiben und nicht zurück in die Wildnis kehren?

Duc: Ich verstehe, aber was ihn dann bindet ist Isolation Ciel und in dem Moment verstehe ich Khawa. Du kannst mir glauben, Du kannst alleine in einem Raum sein - in dem Fall bist Du nur allein. Aber er wie auch ich könnten uns in einem Raum mit 1000 Personen befinden, Du bist nicht mehr allein, aber Du bist einsam. Du bist isoliert. Er durch seine Herkunft, ich durch meinen Stand. Ich verstehe dass Du Angst hast, dass er nun weglaufen könnte. Und da nützt alles trösten nichts. Aber falls er bleibt, hast Du doch mehr bewirkt als Du gedacht hast. Läuft Dein Wolf zurück in den Wald, hat er nur auf eine Fluchtmöglichkeit gewartet. Bleibt er bei Dir dann aus Treue. Du fürchtest einfach die Unsicherheit. Die Möglichkeit dass er weglaufen könnte. Ja die hat er nun, dass ist wahr. Aber ob er es tatsächlich macht, wissen wir nicht. Auch das ist Dir kein Trost, ich weiß. Eine Symbiose ist ein schöner Ausdruck für eine Konstellation auf Gegenseitigkeit. Die Steppe zu nutzen klingt gut, aber eine Grenze ist stets nach beiden Seiten offen Ciel. Was sollte sie daran hindern und ihn eine Steppe verwandeln zu wollen?

Ciel: *nickt traurig* Ja, Unsicherheit trifft es wohl. Ich kann mich in seiner Gegenwart nicht mehr entspannen, ich stehe unter großem Druck, ihn nicht zu vergraulen. Das kann doch nicht Sinn eines Leibdieners sein, dass der Herr mehr darüber nachdenken muss, alles richtig zu machen, als umgekehrt! Es kam außerdem so plötzlich, ich hatte keine Zeit, mich mit dem Gedanken vertraut zu machen. Khawa war isoliert, aber er hatte doch alles, keinem anderen Diener hier hat irgendwer mehr Freiheiten zugestanden und doch war es ihm scheinbar nicht genug. Wir könnten und sollten die Grenzen natürlich weiterhin sichern, Vater, mir ging es eher darum, sie zu verschieben.

Duc: Nun dass ist wahr, der Herr soll sich natürlich Gedanken um seinen Diener machen, aber sicher nicht permanent. Das ist die Aufgabe eines Leibdieners. Also gut, um Dich zu beruhigen und Dir Deine gewohnte Sicherheit zurückzugeben, werde ich Dir einen neuen Leibdiener zuteilen. Plötzlich kam es, natürlich. Die Bitte kam ebenso plötzlich von Khawa. Inwiefern möchtest Du die Grenzen verschieben? Rakshanistan zu einem Lehen von Souvagne zu machen? Da könnte man zig Lehen draus machen Ciel gg

Ciel: *seine Augen blitzen* Ja, sehr viele! Wer sollte dieser neue Leibdiener sein?

Duc: mir schwant böses bei dem Blick.... Du hast mehr von Deinem Onkel als Dir gut tun würde. Nunja oder ich zu wenig von meinem Bruder. Wer weiß. Nun Du darfst ihn Dir aussuchen, falls Du möchtest. Ein Leibeigener wie ich sagte. Jemand der Dir gehört, so wie Fabien mir. Eine Person die Dir unumstößliche Treue bis in den Tod schwört. Keine Sorge noch verheirate ich Dich nicht, ich rede von einem Leibdiener, nicht von einer Ehefrau gg

Ciel: Kannst du mir einen oder zwei Vorschläge machen für einen Leibdiener? Inwiefern ähnel ich meinem Onkel? Ich habe ihn leider nie kennenlernen können. Ich will nichts Böses, ich will Gutes, Vater. Der momentane Zustand kann doch nicht auf Dauer erstrebenswert sein. Wie weit soll ich den Wall verstärken lassen, wie hoch ihn ziehen? Aus den Palisaden werden Mauern werden. Sind wir denn eine Schildkröte oder der Schreiadler?

Duc: tja am besten wäre wir könnten einen Dom über unser Land stülpen. Eine Glas- oder Steinkuppel. Aber das ist utopisch, denn dann graben sich Feinde unten drunter durch. Ich weiß es nicht Ciel. Schildkröten leben länger als Adler, aber wir sind Adler. Vermutlich bin ich einer der vergessen hat wie es sich anfühlt zu fliegen, weil er seinen Horst ziemlich sicher gebaut hat. Aber es spricht nichts dagegen etwas neues zu wagen, ohne gleich alles alte und bewährte über Bord zu werfen. Ich verweigere mich den Neuen nicht, auch wenn es manchmal so scheint. Vorschläge habe ich keine konkreten, aber ich kann um Vorschläge der Lehen bitten. Sie mögen gute und vertrauenswürdige Leute entsenden und Du suchst Dir Deinen Diener aus. Manche werden sich auch selbst bewerben, da sie so ein Amt anstreben.

Ciel: Das wäre eine Möglichkeit, Vater. Ich werde darüber nachdenken, vielleicht lässt es sich auch einrichten, einen weiteren Wilden zu fangen und zu zähmen. Vielleicht ein anderes Volk diesmal, um zu schauen, inwieweit die Erkenntnisse übertragbar sind.

Duc: nun falls Du vor hast ein weiteres Experiment zu starten, solltest Du dennoch einen Leibdiener bei Dir haben, der Dir wirklich dient. Denn zu Anfang wird diese Person eine Gefahr darstellen. Ich möchte nicht, dass Dir ein Leid geschieht. Nun woher solltest Du auch Deinen Onkel kennen Ciel, er starb bevor Du geboren wurdest. Er hatte wie Du oder Greg stets neues im Kopf, war an Neuerungen interessiert und er war der Auffassung, das man scheinbar alles einmal ausprobiert haben müsste um sich darüber ein Urteil zu bilden. Vielleicht nicht wirklich alles, aber bei einigen Dingen hatte er Recht. Er liebte die Wissenschaft genauso wie ich, aber er war er für den praktischen Teil, wo ich wohl ehr ein Bücherwurm und Akademienfreund bin. Wäre er nicht verunglückt würde heute Duc Bernard Pomeroy de Souvagne herrschen. Er war mein älterer Bruder. Er starb mit unserem Vater bei einem Unfall. Er war jünger als Du, er hatte Gregs Alter als es ihn aus dem Leben riss. Drum Konkurrenz belebt das Geschäft Ciel, aber werdet keine Feinde. Manchmal sind Brüder alles was einem bleibt. Es freut mich dass Du Dich mit Dreux beschnupperst

Ciel: Ja, wir haben festgestellt, dass wir zu vielen Dingen ähnliche Ansichten haben und eigentlich scheint er sogar regelrecht nett zu sein ... er verriet mir, dass er mich mag und ich mag ihn auch. Ich mochte ihn schon immer, aber er war und ist auch ein scharfer Rivale um deine Gunst, das will ich ehrlich sagen. In Sachen Innenpolitik weiß er sehr viel mehr als ich. Ich werde Khawa mitnehmen und Jules, sollte ich mir einen neuen Leibdiener fangen, Vater. Dann habe ich zwei gute Hunde an der Seite, um mir den Wolf zu zähmen. Und auch Nathan ist ein guter Mann.

Duc: oh ich spreche Nathan nicht ab ein guter Diener zu sein, aber vielleicht sollte er Gesangsunterricht nehmen. Irgendwie klingt alles grauenvoll verzerrt was er sing, da jaule ich sicher im Zuber angenehmen, falls ich mich dazu herablasse. Ich meine, ich singe vermutlich nicht wesentlich besser. Aber etwas garantiert, ich frage mich insgeheim ob er bewusst so schief singt um uns zu qäulen. So etwas wie ein Vanitasbildnis in Ton, er erinnert an die Vergänglichkeit... man freut sich sehr, sobald er schweigt. Nun wir sollten Dir zudem einen Diener besorgen, der wirklich Dein Deiner ist. Nicht nur Deinen eventeuell Ex-Leibdiener und dessen Erzfeind zuzüglich eines neuen Wilden. Du sollst einen Diener an der Seite haben, der von der ersten Sekunde an zuverlässig ist Sohn. Es freut mich zu hören, dass ihr Euch dermaßen versteht. Ich habe mich gut mit meinem Bruder verstanden, ich habe ihn sehr gemocht. Du hättest ihn sicher auch gemocht, Ihr beiden hättet Euch mit Euren verrückten Ideen ganz sicher verstanden. Ich höre Dir ja auch gerne zu, auch wenn ich manches anders sehe.

Ciel: *bekommt rosige Wangen* Ich rede auch gern mit dir, Vater. Du meinst, Nathan, Khawa und Jules genügen nicht bei dem Unterfangen?

Duc: nein ich befürchte sie genügen nicht. Weißt Du lieber hast Du einen zuviel dabei und es war gar nicht nötig, als das Du Dir wünscht Du hättest genug Leute. Aber dann ist es vorbei. Da hilft kein Fluch und kein Gebet, wenn es heißt vorbei - zu spät. Aus ist aus Ciel und ich möchte keines meiner Kinder gehen sehen. Kapiert?

Ciel: Ich benötige eine eigene Garde.

Duc: An Leibdienern? Nur ein Scherz. Nur zu,warum stellst Du Dir keine zusammen? Jeder Adlige hat eine Ciel

Ciel: Nun, bislang hielt ich den Schutz durch unsere Gardisten ausreichend, bis Bellamy mich höflich daran erinnerte, dass ich diesen keine Befehle zu erteilen hätte. *räusper* Wie viel Mann sollte eine solche Garde optimalerweise umfassen?

Duc: eine persönliche Garde hat die Stärke von 10 - 15 Mann aufwärts. Für den Anfang und Deinen Bedarf würde ich sagen suche Dir 20 treue Männer als Stab. Nun da musst Du Dich nicht räuspern Ciel, Bellamy ist tatsächlich nur allein mir verpflichtet. Das heißt nicht, dass er Dich nicht achtet, aber er darf sich von anderen nicht beeinflussen lassen. Nicht mal von Dir, Dreux oder einer meiner Frauen. Du musst Dir dann auch einen entsprechenden Schwertmeister für Deine Garde suchen. Bellamy zeigte sich durchaus fähig und würdig. Und nicht nur dass, was manch einem von uns an Schärfe fehlt, hat er im Übermaß. Gut, wir wissen auch ein Urteil zu fällen. Aber er weiß es auch selbst ohne Gnade zu vollstrecken. Normalerweise sucht man sich in den Reihen des Niederadels einen Schwertmeister, einen Chevalier der von klein auf darauf ausgebildet wurde. Selten arbeiten sich Personen in so einen Posten hoch, aber Belly hat es absolut würdig erreicht.

Ciel: Ich räusperte mich, weil ich dies durchaus wusste und er es mir trotzdem erklärte. Aber vermutlich meinte er es gut. Er ist ohne jeden Zweifel ein sehr fähiger Mann, einen solchen benötige ich auch! Zwanzig Mann hören sich gut an. Ich werde jemanden beauftragen, mir eine Auswahl zu verschaffen und mir die Bewerber ansehen.

Duc: nur zu, meinen Segen dazu hast Du. Du kannst Dich bei den Hochadel erkunden, schreibe sie an oder lass Dreux schreiben. So erhältst Du gleich eine Aufstellung der geeigneten Leute

Ciel: *nickt und schweigt*

Duc: was ist denn nun los? *verwundert anguck*

Ciel: Ich bin nur noch immer traurig, Vater. Wegen Khawa. Auch wenn ich deinen Grund verstehe und deine Entscheidung selbstverständlich respektiere.

Duc: Traurig zu sein ist keine Schande *Ciel kurz drück*, Gefühle generell sind keine Schande Ciel. Auch wenn Dich manche Personen auf ein Podest heben wollen, Du bist und bleibst ein Mensch mit allem was dazu gehört. Nur darfst Du das leider niemandem zeigen. Außer einigen Ausgewählten oder mir *knuff*

Ciel: *lächelt ein wenig und knufft sachte zurück* Ich werde mich zur Ablenkung den schönen Dingen des Lebens widmen. Es gibt in meiner Schreibstube genügend Arbeit, die auf mich wartet.

Duc: für eine Sekunde hatte ich etwas anderes erhofft sfg

Ciel: Darf ich mich zurückziehen?

Duc: natürlich darfst Du das und falls alle Stricke reißen und Du niemanden hast, ist vielleicht Fabien bereit Dich ab und an stundenweise zu unterstützen. Aber dazu sprecht Euch persönlich ab. Dies werde ich nicht entscheiden. Außer meine Morgen und Abendstunden, darf er Dir zur Seite stehen. Wir würden eine Einigung finden bis Du Deinen ureigenen dauerhaften Hauptleibdiener hast

Ciel: Das ist eine große Ehre, aber ich würde Fabiens Hilfe nur im äußersten Notfall in Anspruch nehmen, ich habe ja noch Nathan. Draußen ist es still geworden. Ich werde besser nach ihm sehen. *erhebt sich und verneigt sich* Danke, dass Ihr mir Euer Ohr geliehen habt, Vater.

Duc: Jederzeit und das meine ich aufrichtig, pass auf Dich auf Ciel

Ciel: *lächelt noch kurz und geht dann rückwärts zur Tür hinaus, bis die Wächter sie vor ihm wieder schließen*

Duc: *Ciel hinterher schau* Ich hätte nicht vermutet, dass es ihn dermaßen mitnimmt. Aber ich hätte es wissen sollen nicht wahr? Er ist ein Mann und trotzdem noch ein Kind. Vor allem ist er mein Kind. Vielleicht wird er es eines Tages verstehen, aber seine Traurigkeit gegen sein Leben? Wer weiß was uns in den kommenden Tagen erwartet.

Fabien: Niemand kann dies vorhersehen Eure Majestät, aber Khawa ist ein guter Mann. Und auch wenn er vielleicht nicht all das sagte, was er zu sagen hatte, er hat es stets gut gemeint. Vielleicht ab und an mit dem Schalck im Nacken oder einem Augenzwinkern, aber bösartig war er nie. Nur orientierungslos und ich vermute Ciel und Khawa nahmen sich beide an die Hand. Ihr habt gut daran getan, mit ihm als Eurem Sohn zu reden, von Vater zu Sohn, nicht von Duc zu Prince. Und ich Danke Euch für Euer Lob.... *flüster den Rest ins Ohr* Max :)

Duc: er ist mein Sohn :) mein Küken Fabien. Kein Lob einfach nur die Wahrheit

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