Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Der wei├če Hengst

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Gro├čherzogtum Souvagne
Das almanische Gro├čherzogtum Souvagne ist gepr├Ągt von sanfte H├╝geln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h├Ąlt sich aus Kriegen gr├Â├čtenteils heraus und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit├Ąt. Von allen Herrschern ist er der Gem├Ą├čigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr├Â├čtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Fabien Lacomb
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Der wei├če Hengst

#1

Beitrag von Fabien Lacomb » Mi 7. Feb 2018, 14:18

Der wei├če Hengst

Der Duc sa├č im Bett und schaute sich in dem fremden Zimmer um. Es war gro├č und nobel eingerichtet, dennoch f├╝hlte er sich unbehaglich. Einen tats├Ąchlichen Grund hierf├╝r hatte er nicht, es war schlichtweg Heimweh das ihn plagte. Er hatte nie in der Fremde ├╝bernachtet. Fabien legte die Kleidung f├╝r den kommenden Tag seines Herrn heraus und musterte dabei den Gro├čherzog.

"Ist alles zu Eurer Zufriedenheit?", fragte Fabien f├╝rsorglich.
"Es ist alles fremd", gab der Duc zur├╝ck.

"Versucht zu schlafen, Ihr wollt gewiss morgen nicht mit Augenringen der Kr├Ânung beiwohnen. Falls etwas sein sollte, ich bin nebenan. Schlaft gut", erkl├Ąrte Fabien und l├Âschte fast alles Licht. Eine Lichtquelle lie├č er immer brennen, da dem Duc v├Âllige Dunkelheit missfiel.

"Bleib bitte hier, ich w├╝nsche dass Du hier schl├Ąfst", antwortete Maximilien.
"Selbstverst├Ąndlich. In einem Sessel, vor Eurem Bett oder bei Euch im Bett am Fu├čende? Was w├╝nscht Ihr?", fragte Fabien.

"Bei mir im Bett Fabien. Verstehst Du was f├╝r manche an Urlaub entspannend ist, wo man in einer fremden Umgebung schlafen muss und sich nicht entspannen kann?", sagte der Duc.
"Nein, ich war nie fort. Es ist das erste Mal und geht es nach mir, ist es auch das letzte Mal", antwortete Fabien, holte sein Bettzeug und machte es sich am Fu├čende quer in dem riesigen Bett gem├╝tlich.

Der Duc musterte Fabien zufrieden.

"Das hast Du sch├Ân gesagt. Erz├Ąhl mir was. Irgend einen Tratsch, einen Wunsch oder einen Traum", bat Maximilien und streckte sich lang aus.

"Ein Traum von mir ist einmal dem schneewei├čen Hengst reiten zu d├╝rfen.
Ich w├╝rde ihm zuerst einmal Vertrauen beibringen. So dass er sich streicheln l├Ąsst. Dass er meinen Geruch akzeptiert und dass er nach mir riecht.

Man muss ihn gut behandeln, er ist ein teureres Tier, extrem teuer. Exquisit, ein Vollblut edelster Herkunft aber von sanftem Wesen. Er ist es nicht gew├Âhnt ein Halfter oder eine Person zu tragen.

Sein Wille ist ungebrochen, er denkt frei und er beugt sich niemandem. So soll er bleiben. Er ist eine wahre Sch├Ânheit, k├Ârperlich wie geistig. Ich w├╝rde ihn nicht z├Ąhmen, ich w├╝rde versuchen seine Freundschaft zu gewinnen, ihm nahe zu sein.

Dann w├╝rde ich versuchen, ihn an das Gewicht eines Reiters zu gew├Âhnen.
Sollte er es zulassen w├╝rde ich ihn frei reiten.

Ohne Sattel, ohne Z├╝gel, ohne Befehl oder Gewalt. Dabei geht es um zwei Dinge, Vertrauen und Gl├╝ck. Jeder Muskel von ihm ist so zu sp├╝ren, jede noch so kleine Bewegung. Das ist traumhaft. Ich w├╝rde ihn nur durch mein Gewicht und den Druck meiner Schenkel lenken, ihm dabei sanft in die wei├če M├Ąhne fassen um ihm zu zeigen, dass mir der Weg bekannt ist.

Er w├╝rde keinen Grund versp├╝ren zu verweigern oder gar zu bocken. Er w├╝rde sich freiwillig f├╝gen und den Ausritt genie├čen.

Ob er herumtollen m├Âchte, traben oder galoppieren, es w├Ąre seine Wahl. Aber leider bleibt dies ein Traum, er wird nie in meinen Besitz ├╝bergehen", erz├Ąhlte Fabien und stopfte sich sein Kopfkissen zu Recht.

"Die Freundschaft von so einem Gesch├Âpf ist nicht leicht zu gewinnen, aber Dir geh├Ârt seine Freundschaft bereits seit Jahren. Ein Ausritt? Ein gewagtes Vorhaben Fabien, allerdings auch ein gro├čes Kompliment. Und nebenbei, f├╝r ein Ausritt muss Dir kein Pferd geh├Âren, es muss nur wollen. Allerdings solltest Du Dir tats├Ąchlich ein eigenes Pferd suchen", schmunzelte der Duc.

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