Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Heimreise nach Souvagne

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Gro├čherzogtum Souvagne
Das almanische Gro├čherzogtum Souvagne ist gepr├Ągt von sanfte H├╝geln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h├Ąlt sich aus Kriegen gr├Â├čtenteils heraus und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit├Ąt. Von allen Herrschern ist er der Gem├Ą├čigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr├Â├čtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Ciel Felicien de Souvagne
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Heimreise nach Souvagne

#1

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Di 6. M├Ąr 2018, 21:57

<< Das Land Ehveros
Heimreise nach Souvagne

Die Friedensverhandlungen hatten eine seltsame Wendung genommen. Niemand konnte ahnen, was noch geschehen w├╝rde. Der Duc hatte sein Gefolge in aller Eile zur├╝ck nach Hause geschickt. Er selbst war mit einer winzigen Schar in Ehveros geblieben, um die Verhandlungen zu Ende zu f├╝hren. Der Tross bewegte sich seit einigen Tagen in Richtung Souvagne. Sie waren im Eiltempo unterwegs und die Ungewissheit, was geschehen w├╝rde, zehrte an manch Nervenkost├╝m. In dieser Situation tat es dem jungen Prince Ciel gar nicht gut, seine wichtigsten Bezugspersonen zur├╝cklassen zu m├╝ssen.

Ciel:
Prince Ciel hatte seinen Vater, seinen Berater, seinen Ausbilder und seinen ehemaligen Leibdiener zur├╝cklassen m├╝ssen. Geblieben waren ihm unter anderem seine beiden Leibdiener Ferrau und Nathan, aber auch Maurice de la Cantillion, den Bruder seines Ausbilders Massimo. ┬╗Maurice, auf ein Wort┬ź, bat er den Geistmagier f├╝r eine pers├Ânliche Unterredung zu sich.

Maurice:
Das Himmelsauge musterte kurz seinen jungen Herrn und folgte ihm dann umgehend. ┬╗Ihr habt nach mir gerufen Herr? Wie kann ich Euch dienen?┬ź, fragte Maurice freundlich wie respektvoll.

Ciel:
┬╗Ich ben├Âtige Ihre Dienste als Geistmagier. Es geht um eine pers├Ânliche Angelegenheit und verlangt Diskretion.┬ź Ciel lenkte sein Pferd etwas beiseite und gab den Gardisten Zeichen, etwas mehr Abstand als sonst zu halten.

Maurice:
Lenkte sein Pferd genau neben das des Prinzen und nickte auf die Bemerkung hin. ┬╗Ihr k├Ânnt Euch ganz auf meine Verschwiegenheit verlassen Herr┬ź, antwortete Maurice. Er streckte kurz den Arm nach oben aus und einen Moment sp├Ąter landete sein Falke. F├╝r seine Aufgabe konnte der Magier keine mentale Ablenkung gebrauchen

Ciel:
┬╗Es geht um meinen Leibdiener Nathan. Etwas stimmt nicht mit ihm, er ist unkonzentriert und angespannt. Er versucht es zu ├╝berspielen, aber mich t├Ąuscht er nicht. Es weist Parallelen zur Migr├Ąne von Khawa auf. Aber Nathan kenne ich sch├Ân sehr viel l├Ąnger, er hat keine Migr├Ąne. Ich habe versucht, mit ihm zu reden, aber er behauptet, es sei nichts. Ich bin besorgt. Ich m├Âchte Sie bitten, in seinem Kopf nach dem Rechten zu sehen.┬ź

Maurice:
┬╗Ich werde mich umgehend darum k├╝mmern. Seien Sie unbesorgt┬ź, erwiderte der Magier. Maurice schloss mit seinem Pferd umgehend zu Nathan auf und tippte ihn an. ┬╗In Namen der Himmelsaugen fordere ich Dich auf, sofort mit mir zur Seite zu kommen. Zuwiderhandlung muss ich abstrafen. Bitte unauff├Ąllig┬ź, bat Maurice leise.

Nathan:
Nathan wurde kurzzeitig schwarz vor Augen. Er w├Ąre fast vom Pferd gefallen. Nur m├╝hsam konnte er sich wieder aufrecht hinsetzen. Hilfesuchend blickte er zu Ciel, doch der sah weg. Und auch Edo konnte ihm nicht helfen. Mit zittrigen Fingern raffte er die herumbaumelnden Z├╝gel ordentlich zusammen. ┬╗Was habe ich denn falsch gemacht?┬ź, fragte er mit br├╝chiger Stimme. ┬╗Muss ich ins Gef├Ąngnis?┬ź Er lie├č sein Pferd zu dem von Maurice gehen und ritt neben ihm her. Nathan war zum Heulen zumute, w├Ąhrend er gedanklich sein Register an Unzul├Ąnglichkeiten herunterratterte.

Maurice:
┬╗Aber nein nur aufgrund der akuten Gefahrenlage bin ich gehalten Deinen Mentalzustand zu durchforschen. Du wurdest gemeldet, dass Du Dich sehr auff├Ąllig und sonderbar verh├Ąltst. In Tagen wie diesen kann dies alles bedeuten. Solange Du Dich meiner Auslesung nicht verschlie├čt, wirst Du keine Schmerzen versp├╝ren. Also sei einfach locker, ansonsten muss ich Zwang anwenden. Schau mir in die Augen┬ź, bat Maurice.

Nathan:
Erneut blickte Nathan hilfesuchend zu Ciel, doch der tat, als w├╝rde er es nicht bemerken. Nat├╝rlich war das gelogen, denn Ciel merkte alles, was seine Diener um ihn herum taten oder nicht taten. Gerade eben besprach er etwas mit Ferrau. Zufall oder Absicht? Was fragte Nathan sich das ├╝berhaupt, nat├╝rlich war das Absicht! Wer ihn gemeldet hatte, lag auf der Hand. Es gab kein Entrinnen. Nathan versuchte sich zu zwingen, dem Himmelsauge in die Augen zu sehen, doch das war etwas, das er nicht gut konnte und seine Augen sahen von allein immer wieder weg.

Maurice:
Der Magier starrte Nathan so durchdringend an, dass er allein davon schon Kopfschmerzen bekam. ┬╗Du machst es nur grundlos schlimmer┬ź, sagte Maurice leise. Er grabschte Nathan im Schopf und fixierte dessen Kopf. Maurice schaute Nathan genau in die Augen und zwar so nah, dass sich ihre Nasen fast ber├╝hrten. Urpl├Âtzlich sp├╝rte Nathan eine zweite Pr├Ąsenz in seinen Gedanken, die seine Erinnerungen wie ein Buch durchforsteten.

Nathan:
Nathan bekam Panik und versuchte, den Mann von sich wegzuschieben. Aber er war nur ein Diener und der andere war ein Kampfmagier. Er hatte keine Chance, sich herauszuwinden, egal, wie sehr er sich m├╝hte. Maurice riss ihm bei dem Versuch mehrere Haarb├╝schel heraus. Nathan kniff die Augen ganz fest zusammen.

Maurice:
Der Magier schloss die Augen und konzentrierte sich darauf die Mentalbarriere von Nathans Geist niederzurei├čen, um ihn weiter auslesen zu k├Ânnen. Dies war f├╝r Nathan allerdings nun allerdings alles andere als schmerzfrei. Er f├╝hlte sich, als w├╝rde jemand mit gl├╝henden St├Ąben in seinem Hirn herumbohren.

Edo:
Edoardo beobachtete die Situation eine Weile. Das Zucken in Nathan Gesicht zeigte ihm, dass er sich wohl wehrte. Der Gardist beschleunigte sein Pferd kurz und hielt dicht neben Nathan. Er legte seine Hand auf dessen Schulter. ┬╗Nathan du solltest dich besser nicht wehren. Er kann dich so oder so lesen.┬ź

Nathan:
Nathan krallte seine H├Ąnde panisch in den Wappenrock von Maurice, der seine Haare erbarmungslos festhielt, so dass er nicht fortkonnte. Der Schmerz in seinem Kopf war so heftig, dass ihm die Tr├Ąnen rannen und es f├╝hlte sich an, als ob jemand mit einem R├╝hrbesen sein Gehirn durchschlug. ┬╗Bitte nicht┬ź, flehte er. ┬╗Bitte...!┬ź Dann wurden die Schmerzen so ├╝bel, dass er nicht mehr reden konnte und jeder innere Widerstand zusammenbrach. Wimmernd und weinend hing er mit zusammengekniffenen Augen im Griff des Himmelsauges.

Maurice:
`Ich habe Dich gewarnt, mach es nicht schlimmer, als es ist. Verhalte Dich kooperativ und friedfertig. Dann wird Dir bei der ├ťberpr├╝fung nichts geschehen. Lass mich einfach meinen Job erledigen┬┤, ├╝bermittelte Maurice Nathan mental und las dessen Gedanken aus, w├Ąhrend er ihm zeitgleich etwas beruhigende Gedanken ├╝bermittelte. Er las zuerst die j├╝ngsten Ereignisse, da sie wohl die wichtigsten waren, dann las er die vergangenen.

Nathan:
Nathan sp├╝rte, wie Maurice sich systematisch und erbarmungslos durch seine Erinnerungen w├╝hlte. Das intime und so z├Ąrtliche Ereignis mit Fabien wurde brutal zutage gerissen, ebenso das Treffen mit den Gardisten in dem leerstehenden Verlies. Dann sah er den Ausflug mit dem Duc zum Sklavenmarkt, wo Nathan versucht hatte, sich mit Edoardo anzufreunden, den er mochte. Als Maurice noch tiefer grub, fand er weitere Ereignisse, in denen Nathan auf seine ungeschickte Weise versucht hatte, Freundschaften zu schlie├čen und jedes Mal gescheitert war. ┬╗Aufh├Âren!┬ź, rief Nathan und versuchte, den Magier weiter von sich wegzuschieben. Der Magier gelangte zu den Erinnerungen, als Khawa in sein Leben trat und ihm die Aufmerksamkeit seiner einzigen Bezugsperson - Ciel - gekonnt streitig machte. Er sah sehr viel Einsamkeit. Doch als er noch weiter w├╝hlte und in Nathans Jugend angelangte, sah er eine tiefe Freundschaft, die ihn mit Ciel verband und die durch die neuen Ereignisse v├Âllig durcheinander kam. Als Maurice noch tiefer grub, gelangte er zu Nathans Gesangesprobe, die zur Verbannung der de Duponts gef├╝hrt hatte und entdeckte noch fr├╝her, dass Nathan tats├Ąchlich einmal eine wundersch├Âne Stimme gehabt hatte. Nathan zitterte am ganzen K├Ârper.

Maurice:
Der Magier zog sich behutsam aus den Gedanken von Nathan zur├╝ck und strich ihm die Haare wieder glatt. Er musterte ihn einen Moment schweigend, nickte knapp und ritt dann zur├╝ck zu Ciel. ┬╗Herr ich habe Euren Leibdiener ausgelesen. Er hat keine Migr├Ąne oder der gleiche. Nichts davon war in seiner Erinnerung zu lesen┬ź, sagte Maurice.

Ciel:
┬╗Sondern?┬ź, fragte Ciel.

Maurice:
┬╗M├Âchtet Ihr die Wahrheit h├Âren? Und nichts als die Wahrheit? Darf ich offen und ohne Sanktionen sprechen?┬ź, fragte Maurice.

Ciel:
┬╗Was glauben Sie, wof├╝r ich Sie damit beauftragt habe?┬ź, schnauzte Ciel. ┬╗Jetzt sprechen Sie schon!┬ź Das Herumgedruckse von Maurice machte ihn nicht weniger nerv├Âs. Hoffentlich hatte er keine Geisteskrankheit oder gar einen Hirntumor in Nathans Kopf entdeckt!

Maurice:
┬╗Wie Sie w├╝nschen Herr. SIE sind das Problem. Sie machen den Mann krank. Er ist einsam, sie waren sein einziger Freund. Seine einzige Bezugsperson, seitdem er ein Junge ist. Er sah zu ihnen auf, er war ein Teil von ihnen. Und dann kam dieser Rakshaner und machte ihm seinen Platz streitig. Er ist nicht einmal eifers├╝chtig, er ist nur todtraurig und einsamer als ein Mensch sein sollte. Er hat versucht, Freunde zu finden, aber selbst dies haben Sie ihm unm├Âglich gemacht. Einsamkeit Herr, l├Âst die gleichen Beschwerden aus wie k├Ârperlicher Schmerz. Dies habe ich gesehen und gelesen┬ź, erkl├Ąrte der Magier.

Ciel:
Ciel war niemand, der au├čerhalb des Privatlebens lachte, doch er gab ein kurzes Ger├Ąusch von sich, das so ├Ąhnlich klang. ┬╗Ich wei├č, dass Nathan einsam ist, das ist nun einmal so als Leibdiener. Anderen geht es sicher ├Ąhnlich. Dieser Zustand d├╝rfte demnach schon l├Ąnger w├Ąhren. Aber seit einigen Tage verh├Ąlt er sich anders als sonst. Er schludert bei der Arbeit! Das ist nicht seine Art! Was ist los? Was haben Sie gelesen?┬ź

Maurice:
Der Magier kaute kurz auf der Innenwange und musterte Ciel. Er war der Krone gegen├╝ber zur Wahrheit verpflichtet, auch wenn er den Bengel vor sich am liebsten gerade eine gepfeffert h├Ątte. Dennoch war dies ein Sohn des Duc. Und auf seine seltsame verdrehte Art schien er sich sogar zu sorgen. Maurice wollte Nathan nicht anschw├Ąrzen, aber er hatte ein Gel├╝bde abgelegt und dies schloss Ciel als Teil der Krone mit ein. ┬╗Er hatte das erste mal in seinem Leben Sex┬ź, fl├╝sterte der Magier. Der Falke auf seinem Arm gab ein leises Zischen von sich. Er ├Ąu├čerte, was sein Herr nicht sagen durfte.

Ciel:
Ciels Gesicht wurde zu Eis. Eine Weile starrte er Maurice einfach nur an. Er ├╝berlegte, ob er wissen wollte, wer es gewesen war. Er sah Nathan, der etwas abseits gerade seine Frisur und seine Kleidung wieder richtete und fertig aussah. Fertig! Weshalb eigentlich, er hatte doch offenbar bekommen, was er wollte. Wie Ciel sich f├╝hlte, war ihm offenbar gleichg├╝ltig. Ciel f├╝hlte sich hintergangen, verraten vom einzigen Menschen, der ihm je wirklich nahegestanden hatte, ihre Freundschaft besudelt. Andererseits ... wer sagte denn, dass man ihn nicht dazu gezwungen hatte? Vielleicht war die Person handgreiflich geworden und Nathan sah darum so aufgebracht aus! ┬╗Wer war das┬ź, wollte Ciel nun doch wissen und egal, wie die Antwort ausfiel, er w├╝rde diejenige oder denjenigen auf den Block schicken!

Maurice:
┬╗Es war ein Mann, der ihn ausgesprochen ... nun nenne ich es mal liebevoll behandelte. Es war der Leibdiener Eures Vaters. Fabien Lacomb. Nathan und er haben sich im Schloss des Gro├čherzogs Felipe zur├╝ckgezogen und dort ist es passiert┬ź, fl├╝sterte Maurice, der sich selbst gerade vorkam wie bei einem Verh├Âr.

Ciel:
Ciel musste diese Information erst einmal setzen lassen. Er versuchte, die positiven Aspekte zu sehen. Nathan war gesund. Er war nicht misshandelt worden oder schlimmeres. Doch diese Dinge schienen geradezu l├Ącherlich gegen das, was gerade in Ciel vorging. ┬╗Danke, Sie k├Ânnen mit Ihrer Arbeit weitermachen.┬ź

Maurice:
Der Magier schaute Ciel einen Moment an, so als ob er noch etwas sagen wollte. Aber jeder weitere Kommentar war ├╝berfl├╝ssig oder w├╝rde Nathan schaden. Stattdessen verneigte er sich knapp im Sattel. ┬╗Wie Ihr w├╝nscht Herr┬ź, gab er betreten zur├╝ck und ritt zur├╝ck zu seinem Bruder.
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Re: Heimreise nach Souvagne

#2

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Do 8. M├Ąr 2018, 00:05

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux hatte sich sofort mit seinem Tross auf den Heimweg gemacht. So ├╝berst├╝rzt wie sie abbrechen mussten, konnte er gar keinen Blick auf Riccard erhaschen. Aber sein Vater w├╝rde sie nicht ohne Grund derma├čen schnell nach Hause schicken. Dreux musterte kurz den Tross und hielt nach seinem Bruder Ausschau. Lie├č sich mit seinem Pferd zur├╝ckfallen, so dass er nun neben Ciel ritt. Er schloss nahe zu seinem Bruder auf. So konnten sie vertraulicher reden und irgendwie hatte er auch das Bed├╝rfnis nach Ciels N├Ąhe. ┬╗Mir ist die Abreise nicht geheuer. Wie siehst Du das Ganze? Hier lies Dir einmal Vaters Befehle durch┬ź, bat Dreux.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel nahm das Schreiben entgegen und studierte es sorgf├Ąltig. ┬╗Es ist immer wieder erstaunlich, wie Vater in solch einer Situation die Konzentration aufbringen kann, derart umfassende Ma├čnahmen zu planen. Ich sehe jedoch an zwei Stellen den Befehl kritisch. Warum sollen deiner Meinung nach die Tiere geschlachtet werden? Als Ghulfutter taugen die nicht. Das halte ich f├╝r zu fr├╝h. Besonders in Anbetracht dessen, dass wir im Winter im gesamten Norden und Nordwesten Noternten durchgef├╝hrt haben und einen guten Teil der Felder verbrennen mussten. Des Weiteren l├Ąsst er die Blutnekromanten v├Âllig au├čen vor, die doch eine der ersten Ma├čnahmen zur Bek├Ąmpfung Untoter sein sollten. Oder spart er uns noch auf?┬ź

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux schaute Ciel todernst an. ┬╗Daran hat Vater nicht mehr gedacht, aber ich werde es tun. Das sind die Notfallma├čnahmen die ihm ad hock eingefallen. Die Nottierschlachtung meint er entweder f├╝r den Wenn-Fall oder er geht davon aus, dass sich die Verhandlungen gegen uns wenden. Bei letzterem werde ich die Ma├čnahmen hier, nur als Auftakt sehen m├╝ssen. Wie siehst Du die Sache? Ich meine manchmal denkt man Vater h├Ârt die Fl├Âhe husten und sein Argwohn grenzt an Paranoia. Aber wie oft hat uns das gerettet? Also was soll ich tun? Vermutlich als erstes nicht mehr so offen fragen, wo ich nun Duc bin. Aber Du bist mein Bruder und Ihr seid die einzigen die ich offen und ehrlich um Rat fragen kann. Mein Leibdiener ist mit Paps zur├╝ck in Ehveros geblieben. Was denkt Vater? Manchmal verstehe ich seine Gedanken nicht. Ich verstehe nur, dass er uns in akuter Gefahr sah und sieht und uns darum weggeschickt hat. Ich ben├Âtige Deinen Rat, dass wird meine erste Amtshandlung sein. Noch steht der Befehl auf Landesverteidigung. Soll ich zum Krieg hochr├╝sten lassen? Ich halte das mittlerweile f├╝r erforderlich. Je ├Âfter ich das Schreiben lese. Oder mache ich mich selbst verr├╝ckt? K├╝mmere Dich bitte um die Blutnekro, wir m├╝ssen sie nutzen als erste Instanz. Vielleicht sind sie der Anfang und das Ende, ehe es zum Knall kommt┬ź, sagte Dreux.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel ritt n├Ąher an seinen Bruder heran und ber├╝hrte kurz beruhigend seine Schulter. ┬╗Du kannst immer offen mit mir reden, das wei├čt du. Vater hat Recht, wir m├╝ssen zusammenhalten. Wir arbeiten gemeinsam daran, das Schlimmste zu verhindern und Souvagne stark zu erhalten und wenn wir uns in einem Punkt nicht einig sein sollten, hast du das letzte Wort. Ich wei├č nicht, was auf einmal los war. Die Offenbarung von Tarkan hat Vater v├Âllig verr├╝ckt gemacht. Er erwartete, als Vermittler anwesend zu sein und erf├Ąhrt, dass unser Land selbst ebenfalls bedroht wird. Momentan ist Winter. Ghule haben keine eigene K├Ârpertemperatur, weshalb sie gefroren sind. Eine Invasion ist momentan nicht unmittelbar zu bef├╝rchten, nehme ich an. Das Hochr├╝sten halte ich dennoch f├╝r sinnvoll, wir sollten gewappnet sein. Der Wall muss wie von Vater befohlen verst├Ąrkt und um ganz Souvagne gezogen werden, so lange es Winter ist. Das gr├Â├čte Problem ist, dass wir nicht wissen, aus welcher Richtung eine m├Âgliche Bedrohung kommen wird - aus Almanien oder Rakshanistan. Ich werde mich der Sache mit den Blutnekromanten annehmen, ich werde in Souvagne sofort meinen Mentor aufsuchen.┬ź

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux nickte Ciel dankbar zu. ┬╗Ja ich glaube das ist das Problem, dass Vater auf einmal Gefahren in jeder Ecke sah, von denen er vorher nichts wusste. Er hat den Zwergen selbstlos Hilfe angeboten. Und auf einmal setzen uns die Zwerge die Klinge an die Kehle oder besser gesagt die Armbrust auf die Brust und verlangen eine sofortige Entscheidung, ansonsten steht jeder f├╝r sich allein. Wie soll man das denn anders deuten, als entweder haben wir sofort eine Vereinbarung, wie wacklig die auch sein mag, oder ihr k├Ânnt uns mal kreuzweise? Und wenn jeder f├╝r sich allein steht ist der Folgeschritt, jeder gegen jeden. Auch wenn die Zwerge es nicht so meinen, es klingt nach einer halben Drohung. Also wer greift uns zuerst an? Die Zwerge oder die Rakshaner. Denn vergiss eines nicht, eine Armee der Zwerge steht vor unserer T├╝r - aber keine Rakshanische Armee. Nun wie kann man auch h├Âheres von einem Zwerg erwarten, kleines Wortspiel. Und Felipe, was plant er? Er sagte direkt was er sich w├╝nscht beziehungsweise fordert - Ledwick. Das Vater nicht zusieht wie er sich alle 3 Herzogt├╝mer einstreicht ist doch wohl klar. Selbst Vater kann da bei aller Traditionsliebe nicht einfach tatenlos zusehen, ansonsten k├Ânnte er Felipe Souvagne gleich mit aush├Ąndigen┬ź, murrte Dreux.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Momentan ist Tsaagan rechtm├Ą├čiger Herrscher der Hohen Mark. Vielleicht sollte Vater, wenn alle Str├Ąnge rei├čen, mit ihm noch einmal unter vier Augen reden. Die Zwerge waren schon immer ein ... ich nenne es mal schwieriges Volk. Sie sind ungeduldig, aber ich waren bis zu Dunkelbruch nicht aggressiv. Sie haben sich verschanzt und das ist, was sie wieder wollen. Sie f├╝rchten um ihre Pforten, jetzt, wo die erste in der Hand des Chaos liegt. Dass sie einen Krieg anzetteln, darf bezweifelt werden, ebenso allerdings, dass sie bereitwillig helfen. Sie sind passiv. Zugute halten muss man ihnen, dass sie einigen der almanischen Soldaten halfen, nachdem die Schlacht zu Ende war.┬ź

Dreux Gifford de Souvagne
┬╗Dann frage ich mich weshalb, sie vor unserer T├╝r erschienen sind mit der Armee. Sollten sie sich tats├Ąchlich wie immer verschanzen wollen, dann h├Ątten sie dies doch ohne diesen Zwischenbesuch tun k├Ânnen. Also entweder muss ihnen doch tats├Ąchlich etwas am Frieden gelegen haben, oder sie hatten etwas anderes vor. Wohlm├Âglich stecken sie mit Felipe unter einer Decke und haben sich den Kuchen schon aufgeteilt. Vielleicht war es auch nur der erste kl├Ąrende Schock Ciel. Nach einem grauenvollen Erlebnis sieht man die Welt auf einmal klarer, rationaler sagte einmal Vater. Man sieht das was wirklich wichtig ist, die meisten erkennen dann mit welchen Nebens├Ąchlichkeiten sie sich aufgehalten haben. Vielleicht haben die Zwerge erkannt, wohin sie der Krieg gef├╝hrt hat und ihr stolz. Sie wollten ein uraltes Gem├Ąuer nicht aufgeben. Steine, Ciel. Nichts weiter als ein Haufen uraltes Ger├Âll dass ihnen schon ewig geh├Ârte. Aber daf├╝r sind lebende, atmende Zwerge gestorben - f├╝r einen Haufen Ger├Âll, damit ein paar alte Zwerge ihren Stolz nicht herunterschlucken mussten. Vater versucht das Unm├Âgliche, er versucht diese ┬╗Geistes-Kinder┬ź dazu zu bewegen ihren Verstand zu gebrauchen ohne sich selbst dabei zu beachten. Sprich sie sollen an jene denken die sie vertreten und nicht was sie pers├Ânlich schmerzt. Aber das kann er nicht f├╝r den Preis sein eigenes Volk und Land zu verlieren. Und schon gar nicht seine Kinder. Man k├Ânnte ja mal so einen Zwerg fragen, ob er lieber leben mag oder den Stein in der Familie behalten m├Âchte. Eine echte Antwort sollte dann her, die w├Ąre nur m├Âglich, indem man so handelt wie er w├Ąhlt. Wer w├Ąhlt den Freitod f├╝r einen Pflasterstein? Ein Geisteskranker oder?┬ź, fragte Dreux.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Oder diese Pforten sind sehr viel wertvoller, als sie uns glauben machen wollen. Mehr, als nur leblose Steine. Wom├Âglich verbergen sie da unten etwas, von dem kein Oberweltler wissen darf. Empfangen sie G├Ąste in ihrem Reich? Wenn ja, d├╝rfen diese sich frei bewegen? Die Zwerge erschienen mir schon bei den Pr├Ąverhandlungen in Beaufort sehr starrsinnig, ja unvern├╝nftig. Tsaagan wollte einen Pfad durch das Gebirge, einen Pass ├╝ber die Oberfl├Ąche, abseits der Pforten - da ging kein Weg rein. Lieber h├Ątte Skaldor den Krieg fortgesetzt. Worum geht es ihnen wirklich, Dreaux?┬ź

Dreux Gifford de Souvagne
┬╗Was Du ├╝ber Tsagaan gesagt hast stimmt absolut. Der Mann hat nichts weiter verlangt als einen Weg. Deine Frage ist durchaus berechtigt, was machen die f├╝r einen Aufstand f├╝r einen Haufen Steine? Gesehen wie das bei Papa geht? Hof evakuieren und ab in die Festung. Er k├Ânnte nat├╝rlich auch der Seidentapete nachheulen und daf├╝r zig Soldaten in den Tod schicken, aber so ist er nicht. Menschen ├╝ber Material. Kein Mensch stirbt f├╝r einen toten Gegenstand. Ich denke im Notfall w├╝rde Vater sogar einem Feind mit dem Reichszepter den Sch├Ądel einschlagen, auch wenn es daf├╝r nicht geschaffen wurde, aber der Zweck heiligt die Mittel. Man merkt dem F├╝rsten an, dass er von Adel ist und eine entsprechende Erziehung genossen hat. Mich st├Ârt die Streitmacht vor Cantillion, da gegen m├╝ssen wir umgehend was unternehmen. Du hast gesagt, Ghule sind im Winter tiefgefroren? Dann m├╝ssten wir uns genau jetzt des Ghulproblems annehmen. Wir d├╝rfen dabei Souvagne nicht schw├Ąchen. Ich werde es wie Vater halten und all unsere Vorfahren, offene Schlacht nur wenn unabdingbar. F├╝r jeden gefallenen Souvagner verlangen wir das Blut von 100 Feinden. Wir werden kleine Sto├čtrupps zusammenstellen aus Spezialisten. Wir brauchen Saboteure, Spione, Du verstehst schon. Hier und da Nadelstiche, die anderen gef├Ąhrlich zusetzen. Wir m├╝ssen in Mini-Einheiten versuchen die Ghule loszuwerden um gleichzeitig die Rakshaner zu schonen. Auch wenn sie nicht begreifen werden weshalb.
Worum es den Zwergen wirklich geht, bleibt uns so verschlossen wie die Pforten. Schade dass der K├Ânig und Olivie sich nicht n├Ąher unterhalten haben. Eine Frau erf├Ąhrt von einem Mann manchmal etwas mehr, als ein Mann von einem Mann. Ich meinte damit aber nicht dass wir unsere Schwester verh├Âkern sollten┬ź, grinste Dreux.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Warum eigentlich nicht?┬ź, sinnierte Ciel. ┬╗Skaldor hatte doch scheinbar Interesse f├╝r sie ... warum Olivie nicht auf den Mann ansetzen?┬ź Er l├Ąchelte k├╝hl. ┬╗Ein Ghul, der in guter Position ist, wird nicht zulassen, dass er im Winter gefriert und wehrlos wird. Sie schlafen darum gern zwischen Lebenden, um sich zu w├Ąrmen. Sie sind bei K├Ąlte sehr anh├Ąnglich. Sie tragen oft erw├Ąrmte Kleidung, halten sich bei Feuern und in beheizten R├Ąumen auf. Das Selbe gilt f├╝r Vampire, wobei die ein Minimum an Eigenw├Ąrme produzieren k├Ânnen. Sie sind nicht ganz so K├Ąlteempfindlich. Gegen wen willst du die Nadelstiche schicken? Tarkans Truppe bei Dunkelbruch? Cara`Cor?┬ź

Dreux Gifford de Souvagne
┬╗Nun weil es daf├╝r ein wenig zu sp├Ąt ist. Die einzige Frau die noch bei den Verhandlungen ist, ist Monique de la Cantillion, eine Geb├╝rtige Neufville also ├╝ber einige Ecken mit uns verwandt. Ich glaube ja einiges, aber dass der gute Comte Massimo de la Cantillion seine Frau zu den Zwergen schickt, DASS glaube ich nicht. Er beh├╝tet sie wie seinen Augapfel, aber so soll es schlie├člich auch sein. Du kennst Dich gut mit Ghulen aus, nun dass musst Du auch. Also wird ein cleverer Ghul immer wie ein Mensch aussehen, da er sich seine Wege sucht oder sie bereits kennt. Gegen Tarkan nicht, der Mann ist doch kein Ghul oder? Ich dachte die Stiche genau gegen jene hohen Ghule zu setzen, die das Kriegsproblem verursachen. Man kann sie auf gewisse Weise verstehen, sie haben Hunger, sie ben├Âtigen das Fleisch und ├╝ber diese Schiene bekommen sie was sie wollen. Das ist wie mit den Jagdhunden Ciel. Menschen z├╝chten Hunde f├╝r einen bestimmten Zweck, in dem Fall den Jagdhund. Dann ben├Âtigen sie auf einmal die F├Ąhigkeit nicht mehr und wundern sich warum das Tier genau das tut, wof├╝r es erschaffen also gez├╝chtet wurde. Ist mit den Ghulen nichts anderes. Daf├╝r waren sie da, dass ist ihre Lebensgrundlage. Unser vorrangiges Problem sind die Zwerge vor unserer Haust├╝r. Was machen wir mit denen? Ich w├╝rde vorschlagen, abr├╝cken lassen. Sprich wir fordern sie auf zu gehen. Der Frieden war in greifbarer N├Ąhe Ciel, jetzt scheint er weiter weg denn je. Wir m├╝ssen die Essen anheizen lassen, Pflugscharren zu Schwerter...┬ź, st├Âhnte Dreux leise.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Wir h├Ątten eher darauf kommen sollen, Olivie auf den Zwerg anzusetzen┬ź, ├Ąrgerte sich Ciel. ┬╗So eine Gelegenheit bietet sich nie wieder! ├ärgerlich ... zu dumm. Tarkan ist kein Ghul, das h├Ątte ich gesp├╝rt. Das Chaos selbst verf├╝gt ├╝ber keine Blutnekromanten. Warum, liegt auf der Hand. Du liegst ganz recht, wenn du vermutest, dass ein Ghul versuchen wird, sein Ghulsein zu verbergen. Ich habe viel von Khawa erfahren. Nach der Zeit des Bedarfs werden sie an die hy├Ąnen verf├╝ttert, damit sie keine Gefahr f├╝r die Lebenden werden. Das Problem liegt darin, dass die Ghule das wissen. Wer l├Ąsst sich gern freiwillig fressen? Und denk noch einen Schritt weiter - was, wenn du erf├Ąhrst, dass jemand, der dir sehr nahesteht, in Wahrheit ein Ghul ist? W├╝rdest du den verraten - oder w├╝rdest du ihm helfen, in der Annahme, er sei ein guter Ghul?!

Dreux Gifford de Souvagne
┬╗Die Frage ist uralt Ciel, ab wann ist ein Monster kein Monster mehr? Ab dem Moment wo Du es liebst. Wenn man eine Person mag, gerne hat oder sogar liebt und auf einmal feststellen w├╝rde, dass sie ein Ghul ist, w├╝rde man sie decken. Ich w├╝rde sie decken, wie jeder andere Mensch auch. Denn das unterscheidet uns von den unbelebten Dingen, wir haben Gef├╝hle. Manchmal muss man sich vor den eigenen Gef├╝hlen sch├╝tzen, aus diesem Grund gibt es die Himmelsaugen, wie auch jene die l├Ąutern. Das hei├čt, ich w├╝rde diesem Ghul vermutlich nie ein Leid zuf├╝gen. Jules w├╝rde ihn ohne zu z├Âgern erschlagen, da es seine Berufung ist. Ich sehe die geliebte Person, er sieht eine Krankheit die er aus dem Fleische Souvagnes schneidet. Er ist der Arzt der uns pr├Ąventiv vor einer Seuche besch├╝tzt, er und all seine Br├╝der und Schwestern. Sie sind die Domis des Himmels, sprich sie erledigen dass, wozu wir gef├╝hlsm├Ą├čig nicht in der Lage sind. Deshalb haben wir ihnen Respekt zu zollen, so erkl├Ąrte es einst Vater. Wobei ich glaube, auch Himmelsaugen, gleichg├╝ltig wie gut geschult, haben Gef├╝hle. Denn ansonsten k├Ânnten sie ihre Landleute nicht effektiv besch├╝tzen. Man sch├╝tz was man liebt. Und sonst w├╝rden sie keine Familien gr├╝nden. Wie erkennt man denn sonst einen Ghul? Au├čer dass er es einem selbst beichtet oder man einen Blutnekro in der N├Ąhe hat? Was sind Ghulanzeichen?┬ź, fragte Dreux. ┬╗So wie ich das gesehen habe, hatte unsere Schwester ebenfalls ein Auge auf den Zwerg geworfen. Sogar Vater hat es mitbekommen, bei den ersten Friedensverhandlungen bei uns in Beaufort. Ich glaube der Ort hat den Verhandlung gut getan, nun scheint alles wirr. Oder es entwirrt sich zu seinem wahren Bild Bruder. Zum Gl├╝ck hast Du den Nordwall ausgebaut┬ź, sagte Dreux erleichtert.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Respekt geb├╝hrt ihnen wahrlich┬ź, sprach Ciel und an seiner Stimme konnte Dreaux h├Âren, wie ernst es ihm damit war. ┬╗Ich habe sie erlebt, als ich meine ersten Schlachten f├╝hrte, als ganz junger Mann, noch an der Seite Massimos. Nicht nur die Himmelsaugen, auch die Chevaliers und die gew├Âhnlichen Soldaten. Wir zollen ihnen nicht nur Respekt, sondern auch Dankbarkeit.┬ź Ciel schwieg einen Moment, bevor er weitersprach. ┬╗Ein Ghul ist zu allererst einmal so k├╝hl sie seine Umgebung. Im Sommer nat├╝rlich eine schwierige Sache und zu anderen Zeiten ber├╝hrt man ja im Normalfall h├Âchstens die H├Ąnde einer Person. Und es gibt auch Lebende, die zu eisigen H├Ąnden neigen oder rasch frieren. Vater friert auch schnell und hat oft kalte H├Ąnde. F├╝r einen Laien ist das wirklich schwierig, wenn man den Ghul nicht gerade Stellen ber├╝hrt, die eigentlich immer warm sind, wie die Achseln oder Leisten und dort eisige K├Ąlte feststellt. Gegebenenfalls f├Ąllt auf, dass sie normales Essen unter diversen Vorw├Ąnden verweigern. Sie seien satt oder ihnen w├Ąre gerade nicht gut, sie seien auf Di├Ąt und so weiter. Bei einer Person, die man zu Lebzeiten kannte, merkt man vielleicht eine Verhaltens├Ąnderung, die man aber auch auf ein gedr├╝cktes Gem├╝t schieben k├Ânnte.┬ź

Dreux Gifford de Souvagne
┬╗Daran muss man auch denken, wohl wahr. Wir haben Winter und das ist schlecht f├╝r Ghule. Das muss man doch ausn├╝tzen k├Ânnen. Nun Vater ist kein Ghul, sonst g├Ąbe es uns nicht. Oder? Ich meine sie sind tot, also sind sie auch unten rum tot. Zudem liegt das in der Familie, es ist nicht mal eine Krankheit. Der Medicus sagt, Leute mit niedrigem Blutdruck frieren oft, daf├╝r werden sie uralt. Wollen wir hoffen, dass dies stimmt. Naja wir k├Ânnen ja nicht jeden Fremden zur Begr├╝├čung in den Schritt fassen und das als souvagnische Tradition oder Sicherheitsma├čnahme verkaufen┬ź, lachte Dreux. ┬╗So gnadenlos wie Massimo mit der Zofe war aufgrund seiner Wut, so gnadenlos wird er wie jeder andere Chevalier mit einem Feind sein und dies ist gut so. Ich habe sie noch nicht auf dem Feld erlebt, im Gegensatz zu Dir Bruder. Aber ich glaube Dir auch so aufs Wort, wenn man sieht, wie sie mit Verbrechern hier umgehen. Tja ich glaube die Gelgenheit ├╝ber Olivie etwas ├╝ber die Zwerge zu erfahren ist vorbei. Vermutlich hat es einen Moment gegeben, wo Vater sogar das Werben von K├Ânig Dunkelerz erh├Ârt h├Ątte. Aber nun scheinen sich dort die Fronten verh├Ąrtet zu haben. Nicht mal Riccarda konnten wir sehen. Sprich einen richtigen Blick auf sie werfen. Schade eigentlich. Nun ich glaube f├╝r den schlimmsten Wenn-Fall sollte ich mir Gedanken um eine baldige Heirat machen. Sprich, falls Vater nicht zur├╝ckkehrt. Sollte er doch zur├╝ckkehren, was ich inst├Ąndig hoffe, h├Ątte ich dies schon einmal gekl├Ąrt. Welches Haus steht uns am n├Ąchsten und ist uns freundlich zugetan? Mit welchem Haus w├╝rdest Du eine Verbindung anstreben, da es ja scheinbar keine Landes├╝bergreifende Verbindung geben wird?┬ź, fragte Dreux.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Doch, das k├Ânnen wir sehr wohl┬ź, sprach Ciel ernst. ┬╗Das ist sogar eine hervorragende Idee! Das sollten wir als Befehl an die Grenzposten so weiterleiten. Blutnekromanten zur einwandfreien Identifikation k├Ânnen nicht ├╝berall aufgestellt werden, daf├╝r sind wir zu wenige. Aber wir k├Ânnen eine ├ťberpr├╝fung auf manuellem Wege veranlassen und wenn das hei├čt, jeden, der ins Land will, in die Leisten zu greifen! F├╝r G├Ąste von Stand wird selbstredend ein Blutnekromant vorbeigeschickt, doch f├╝r den B├╝rger oder den Leibeigenen tut es auch ein beherzter Griff durch einen Grenzposten. Wer sich das nicht gefallen lassen will, wird schlie├člich nicht gezwungen, ins Land einzureisen.┬ź Auf die Frge, mit welchem Haus er eine Verbindung anstreben wolle musste Ciel passen. ┬╗Wie du wei├čt, mache ich mir ├╝ber derlei Dinge keine Gedanken. Offen gestanden, erw├Ąge ich, mich in einen Tempel zur├╝ckzuziehen, sobald man meiner nicht mehr bedarf.┬ź

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux grinste Ciel von einem Ohr zum anderen an. ┬╗Du hast sowas von Recht Bruder! Wer einreisen will, l├Ąsst sich an die K├Ârpermitte, die Achseln und zwischen den Beinen bef├╝hlen, denn er kann nachweisen dass er kein Ghul ist! Und verweigert er dies, verweigern wir die Einreise. Muss schlie├člich einen Grund haben, warum die Person sich weigert. Handelt es sich um einen Leibeignen Landsmann wird er sich f├╝gen m├╝ssen, da dies ein Dekret der Krone ist. Nun ich kenne mich mit den H├Ąusern aus und wei├č stets einen Rat. Aber wie es so oft im Leben ist Ciel, sobald es einen selbst betrifft, ist man v├Âllig ratlos. Ich hatte zuerst angenommen, dass Vater mich vielleicht mit Riccarda verbinden m├Âchte. Aber ich denke das ist nicht der Fall, sonst h├Ątte er nur Dich heimgeschickt. Nebenbei, wei├č mal bitte eines der Himmelsaugen an, sofort die Nachricht weiterzuleiten. Die muss nicht in meiner Tasche schlummern. Erste Ma├čnahmen k├Ânnen schon umgehend ergriffen werden! Nun ich werde mir Gedanken um meine Frau machen m├╝ssen. Du m├Âchtest in den Tempel gehen? Du m├Âchtest Dein Leben komplett der Magie verschreiben? Wir hatten ja bereits einmal so ein pers├Ânliches Gespr├Ąch, also mein Ohr steht Dir offen. Widert es Dich derma├čen an? Ich meine es ist Deine Wahl und Dein Leben Ciel. Was n├╝tzt Dir eine Ehe, wenn sie Dich kaputt macht, wenn Du sie nicht ertr├Ągst. Wobei es bei vielen unseres Standes wohl nur ein nebeneinander ist und man sich dann mit der Zweitfrau die Frau des Herzens sucht. Aber ich denke auch dies ist nicht Dein Fall stimmts?┬ź, fragte Dreux leise.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel winkte Maurice de la Cantillion zu sich heran, bevor er seinem Bruder auf diese f├╝r ihn komplizierten Fragen antworten wollte. Mit einem Blick bedeutete er, dass es Dreaux war, der seiner bedurfte und nicht Ciel selbst.

Dreux Gifford de Souvagne
Maurice: Das Himmelsauge ritt direkt neben Ciel und schaute kurz diesen und dann Dreux an. Dreux ├╝berreichte dem Mann die Botschaft. ┬╗├ťbermittelt diese Befehle umgehend an die Heimat, so dass mein Bruder Greg direkt Ma├čnahmen ergreifen kann┬ź, befahl Dreux. ┬╗Sofort Herr. Ihr erhaltet die Botschaft danach zur├╝ck. Ich w├╝rde Euch anbieten diese mit dem Falken zus├Ątzlich zu versenden, allerdings habt Ihr nur einen Falken hier. Deshalb sollte Magie ausreichend sein. Der Vogel gew├Ąhrt Eure Sicherheit als Sp├Ąher. Falls sich widererwartend doch noch etwas negativ verschiebt, habt Ihr noch einen Boten in Petto┬ź, erkl├Ąrte Maurice. Er nahm die Botschaft an sich und entfernte sich wieder von den beiden.

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux musterte seinen Bruder. ┬╗Nur zu, ich bin ganz Ohr. Er war ein wenig eingesch├╝chtert, was lief zwischen Euch┬ź, grinste Dreux.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ja, es widert mich an┬ź, erkl├Ąrte Ciel mit gesenkter Stimme. ┬╗Ich w├Ąre bereit gewesen, irgendwann zu heiraten, wenn die Zeiten ruhiger sind. Nach Beendigung des Krieges, damit Vater seine Ruhe hat. Ich h├Ątte jemanden beauftragt, sich um meine Frau zu k├╝mmern, da ich wei├č, dass ich ein schrecklicher Ehemann w├Ąre. Ich hatte Khawa im Blick. Seine Art und sein Aussehen gefallen vielen Frauen. Aber jetzt ... ist er ein freier Mann. Und ich bin unsicher ob er ...┬ź Sein Blick fiel auf Maurice, der den verf├╝hrten Nathan ausgelesen hatte. Und da fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. ┬╗Aber ja ... von wegen Migr├Ąne!┬ź Ciel sp├╝rte einen Wutanfall aufsteigen. Sein blasses Gesicht wurde rot vor Zorn. M├╝hsam k├Ąmpfte er die Wut auf ein Niveau hinunter, in dem er sich weiter mit seinem Bruder unterhalten konnte. ┬╗K├Ârperliche Lust m├╝ndet worin? In einer Beeintr├Ąchtigung des logischen Denkverm├Âgens und oft genug in Treulosigkeit! Treue ist ein so wichtiges Gut ... man muss sich aufeinander verlassen k├Ânnen. Ich ... mein Leibdiener wurde besudelt┬ź, sprach Ciel mit erstickter Stimme. ┬╗Ich kann diesen Umstand nicht ignorieren. Ich ekel mich vor ihm, seit ich das wei├č. Darum kam mir der Gedanke, mich von diesem materiellen Dasein abzuwenden und mein Leben ganz der Magie zu widmen.┬ź

Ciel Felicien de Souvagne
Er erg├Ąnzte: ┬╗Maurice war derjenige, der Nathan ├╝berf├╝hrt hatte. Er berichtete mir, was sich zugetragen hatte. Er war der Schwarze Rabe, der Ungl├╝cksbote. Und er f├╝rchtete, ich k├Ânnte ihn sanktionieren f├╝r diese Botschaft. Was ich nat├╝rlich nicht tat.┬ź

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux starrte Ciel wie vom Donner ger├╝hrt an. ┬╗Ich... ich verstehe. Er wurde? Bei den G├Âttern, dass darf doch nicht wahr sein. Dieses verdammte Ehverosser Pack ist aber auch vor nichts fies. Wo geschah es? Oh sag nichts, ich kann es mir denken! Als der ahnungslose Nathan sich in die Unterk├╝nfte der Ehverosser Dienerschaft begab, da wurde er... meine G├╝te er wurde... ihm wurde Gewalt angetan┬ź, stotterte Dreux durch den Wind. ┬╗Nun wir bestrafen nicht den Boten Ciel, so lehrte es uns Vater. Aber das h├Ątte er Dir sagen m├╝ssen! Ist er denn verr├╝ckt? Vor Ort h├Ątte das gekl├Ąrt werden m├╝ssen. Migr├Ąne? Nun ich dachte das w├Ąre die Ausrede, wenn sie nicht mag. Nun dass Du Dich jetzt vor ihm ekelst, ist unfair aber wohl eine ganz normale Reaktion. Ich glaube jeder hat so seine Hemmschwellen. Stell Dir vor Dein Leibdiener w├Ąre total verrotzt und erk├Ąltet, da w├╝rde man sich auch nicht gerade gut f├╝hlen. Was ein d├Ąmlicher Vergleich, entschuldige. Nun Du scheinst dem Himmelsauge eins zwischen die H├Ârner gegeben zu haben┬ź, schmunzelte Dreux.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗W├Ąre es nur das gewesen┬ź, st├Âhnte Ciel. ┬╗Wunden verheilen, ebenso ein gebrochener Stolz oder der Schrecken, den man vielleicht einmal bekommen hat. Das ist nichts, was man nicht mit gen├╝gend F├╝rsorge durch einen Medicus und einen Heilmagier wieder h├Ątten richten k├Ânnen. Aber Nathan gab sich freiwillig hin. Und es war auch kein Ehveroser sondern ein - m├Ąnnlicher - Souvagner. Ich werde es dir sagen. Halt dich am Sattel fest. Es war Fabien! Er hat meinen Nathan verdorben! Nathan hatte es nicht mit mir abgesprochen und Fabien noch weniger. Nathan war bis dato absolut rein, unschuldig in seinen Gedanken. Fast wie ein gro├čes Kind. Ein wei├čes, unbeschriebenes Blatt. Und nun ... wurde er auf das Niveau einer Dorfdirne degradiert. Ich bin froh, dass ich noch Ferrau habe. Dein Vergleich ist ├╝brigens gar nicht so schlecht. Vergleiche ein wei├čes, frisch geb├╝geltes Spitzentaschentuch mit einem, in das gerade jemand hineingeschnaubt hat!┬ź

Dreux Gifford de Souvagne
Dreuxs H├Ąnde verkrampften sich kurz um den Sattelknauf und er starrte Ciel an, dass sein Bruder fast die Bef├╝rchtung haben musste, ihm w├╝rden die Aug├Ąpfel aus dem Sch├Ądel kullern. ┬╗Fabien hat WASSS?!? Tickt der noch richtig?!? Das hat Fabien nicht mit Dir abzusprechen, er ist Vaters Leibdiener. Hat er von Vater ├╝berhaupt die Genehmigung? Wenn man f├╝r eine Eheschlie├čung die Zustimmung ben├Âtigt, dann doch wohl auch f├╝r Beischlaf. Das geht nicht allein um Treue in dem Fall. Stell Dir vor Nathan oder Fabien w├╝rden mit einer kranken Person Sex haben. Die beiden ber├╝hren Euch intimer als jede andere Person je w├╝rde. Jeder Leibdiener, jede Zofe tut dies. Du hast Zahnschmerzen? Er w├╝rde sie Dir vielleicht behandeln. Du hast eine Schnittwunde? Er k├╝mmert sich darum. Er rasiert Dir das Gesicht, er rasiert Dich intim. Er bringt Dir Dein Essen, er schmiert Dir ein Brot, er cremt Dich ein. Er w├╝rde Dich zur Not ins Bett tragen, er fast Dich den ganzen lieben langen Tag doch an. Bei An- und Auskleiden. Jetzt stell Dir vor er hat eine Krankheit... Du wirst Dich infizieren und sterben, weil Dein Leibdiener mit dem Schwanz dachte! Deshalb ist es verboten und genehmigungspflichtig und Fabien tut das einfach? Fabien? Du musst das Vater sagen┬ź, erkl├Ąrte Dreux stinksauer.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel zuckte etwas mit den Schultern. ┬╗Ich wei├č nicht, ob Vater das interessieren w├╝rde. Er ist manchmal so ... liberal. Abgesehen von den gesundheitlichen Risiken f├╝r mich ist es auch von der menschlichen Seite her f├╝r mich sehr schmerzvoll. Ich mag Nathan sehr. Er war nicht nur mein Leibdiener und Freund sondern, nimm mir den Vergleich nicht ├╝bel, auch mein Bruder und Vertrauter. Wir beide haben ja erst k├╝rzlich angefangen, uns miteinander wirklich bekannt zu machen, Nathan war stattdessen meine Familie. Er ist so ein lieber, ruhiger, angenehmer Mensch. Und nun ... ich wei├č nicht, was ich jetzt machen soll, Dreaux! Im ersten Moment wollte ich ihn schlagen, im zweiten verschenken, im dritten in den Tempel gehen, um meine Ruhe vor der primitiven Fleischeslust zu haben, die nun selbst ihn befallen hat.┬ź Es war sehr viel gewesen in letzter Zeit. Selbst der beherrschte Ciel musste einen Moment mit den Tr├Ąnen k├Ąmpfen.

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux legte seinen Bruder einen Arm um die Schulter, um ihn zu tr├Âsten. ┬╗Oben ist es immer einsam Ciel, je h├Âher man einen Berg besteigt, je eisiger wird die Umgebung. Ich verstehe genau was Du meinst. Sie sind unsere wahren Vertrauten. Liebst Du Deine Mutter, oder liebst Du Deine Amme? Wen w├╝rdest Du Mama nennen? Drum verstehe ich sehr gut, dass er Dir wie ein Bruder war, vielleicht sogar n├Ąher. Vermutlich sogar n├Ąher als ich Dir je war. Wir sollten nicht wegwerfen, was wir uns aufgebaut haben. Und wir sollten es beibehalten und die anderen beiden einbeziehen. Du verstehst nun warum ich Ferrau nicht ertragen kann? Man muss einem Leibdiener doch vertrauen k├Ânnen, ihn m├Âgen, sich in seiner Gegenwart geborgen und sicher f├╝hlen. Gut aufgehoben einfach. Man lacht und weint gemeinsam, er sieht all die Dinge, die andere nie von Dir sehen oder sehen d├╝rfen. Und nun wei├čt Du nicht mehr, ob Du Nathan vertrauen kannst. Was kannst Du ihm noch sagen, ohne das es 5 Minuten sp├Ąter Fabien wei├č? Und was kann Vater Fabien noch anvertrauen, ohne das vielleicht seine S├Âhne dr├╝ber kichern keine 5 Min sp├Ąter? Er hat eine Grenze ├╝berschritten, die es nicht zu ├╝berschreiten gilt. Nun Vater mag liberal sein, aber das betr├Ąfe dann nur Fabien und nicht Nathan. Wir m├╝ssten wissen, ob Fabien eine Erlaubnis dazu hat. Ist es nicht verboten, ist es erlaubt gilt f├╝r ihn nicht. ├ťberlege mal, was der Mann ganz ohne Stand f├╝r eine Macht hat. Er ist der Zufl├╝sterer von Vater, so wie Nathan von Dir war. Drum solche Schnitzer hat er sich nicht zu erlauben. Und ganz ehrlich, er hat es klarzustellen. Er kann Dich nicht unbedacht in den Arsch treten und dann nicht mal einen Gedanken an Dich verschwenden. Und auch an Dich und Deine Gesundheit m├╝ssen wir denken. Nathan war rein, sagst Du. Wie oft trieb sich Fabien rum? Lass Nathan untersuchen und lass danach Dich untersuchen. Und sage Vater er soll sich untersuchen lassen. Nathan w├╝rde ich nicht bestrafen. Ich w├╝rde so offen mit ihm reden, wie Du jetzt mit mir geredet hast. Das hat er verdient, gib ihm eine Chance sich zu erkl├Ąren und es einzusehen. Vielleicht besteht eine M├Âglichkeit Eure Verbindung zu retten. Aber Fabien muss schon seine Grenzen aufgezeigt bekommen. Hier hei├čt es nun Ciel oder Fabien. Da sollte schon eine Strafe f├╝r Fabien drin sein. Zumindest w├╝rde ich anordnen dass er ┬╗erzogen┬ź wird. Sprich Domi wird sich seiner annehmen und ihm einige Hiebe f├╝r sein ungeb├╝hrliches Verhalten verpassen. Mehr w├╝rde ich nicht verlangen, dass w├╝rde nicht gut aussehen gegen├╝ber Vater. Aber schweigen w├╝rde ich auch nicht. Fabien soll sp├╝ren was er angerichtet hat┬ź, fl├╝sterte Dreux.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel nickte bek├╝mmert. Er war froh, dass wenigstens sein richtiger Bruder bei ihm war. ┬╗Das werde ich tun. Nathan und mich einem Medicus vorstellen. Und mit Vater sprechen, sobald er wieder Zeit f├╝r derlei Dinge hat. Wei├čt du, was mich besonders schmerzt ... Maurice, der Nathans Geist auslas, war hinterher erbost und sprach mit mir wie mit einem Verbrecher, der Nathan qu├Ąlen w├╝rde. Niemand hat sich je f├╝r Nathan interessiert, er war bestenfalls f├╝r Witze gut. Bei mir war er zu Hause. Pl├Âtzlich aber scheint es jeder mit ihm gut zu meinen! Und Maurice stellte mich hin, als w├╝rde ich Nathan einkerkern! Er sei einsamer, als ein Mensch sein sollte, so seine Worte. Ich wei├č nicht, was er alles gelesen hat, ob das wirklich Nathans Empfindungen sind oder seine Interpretation. Aber Nathan hat bei mir doch alles, was man sich als Diener nur w├╝nschen kann. Ist das weniger wert als die Befriedigung fleischlicher Gier? Was Ferrau anbelangt ... ich verstehe dich. Mir selbst muss ich noch ein umfassenderes Bild machen, aber spontan finde ich ihn sympathisch. Meinst du, du kommst mit Khawa aus?┬ź

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux zuckte die Schultern. ┬╗Ein Himmelsauge oder Geistmagier liest angeblich nur dass, was der andere denkt oder empfindet. Vielleicht f├╝hlte sich Nathan genau an dem Tag so? Oder gerade weil ihn Maurice auslas? Keiner steht mir bei und jetzt noch dieser Magier. Der Tag war f├╝r ihn gelaufen. Da ist die ganze Welt ungerecht und Schei├če. H├Ątte Maurice ihn ausgelesen, w├Ąhrend er ein Eisbecher becherte, w├Ąre da wohl was anderes bei rum gekommen. Drum rede mit Nathan. Er soll Dir offen ins Gesicht sagen, was er f├╝hlt, wie er f├╝hlt und was er vermisst. Auch das geh├Ârt zu einem guten Herren Ciel, sich f├╝r die Belange seiner Diener zu interessieren. Ich mag Khawa sehr, aber ich habe zur Zeit mal wieder keinen Leibdiener! Mir kommt das gerade so vor, als verarscht uns Vater. Werdet selbstst├Ąndig Jungs. Dabei sieht er permanent zu, dass wir keine Leibdiener zur Hand haben. Erst l├Ąsst er Khawa frei, dann l├Ąsst er Fabien ungesichert herumstromern, nun beh├Ąlt er Khawa vor Ort. Sobald Vater zur├╝ck ist, werde ich Z├Âpfe im Bart tragen k├Ânnen. Nein ich komme ganz schlecht mit Khawa aus, denn er wurde mir gestohlen! Und wieso bleibt Khawa vor Ort, wenn Vater SEINE Vertrauten dort haben m├Âchte. Khawa war Dein und MEIN Leibdiener, nicht der von Paps. Ferrau wirst Du noch kennenlernen, er ist echt ein fauler Hund. Naja vielleicht bekommst Du ihn ans Arbeiten. Wer wei├č. Du kerkerst Nathan nicht ein, falls doch bist Du auch eingekerkert. Rede Dir nichts ein Bruder┬ź, sagte Dreux.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Soll ich dir Nathan f├╝r die Zeit borgen?┬ź, fragte Ciel. ┬╗Das ist nicht als Scherz gemeint und ich kann verstehen, wenn du ablehnst. Aber er ist - abgesehen davon - wirklich ein angenehmer und flei├čiger Mensch. Ja, ich werde mit ihm reden. Aber ich kann mir die Antwort denken. Ihm fehlt, was ich ihm weder geben kann noch will.┬ź

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux nickte. ┬╗Ja gerne, ich verstehe Dein Angebot, es hilft uns beiden. Du gewinnst etwas Abstand zu ihm um Dir ├╝ber ihn klar zu werden. Und ich habe einen Leibdiener. Er muss aber vorher zum Medicus, ich habe so eine Aversion gegen Krankheiten und Keimlinge, Du verstehst schon. Er muss untersucht und gesund sein. Ihm fehlt was er sich w├╝nscht und Du ihm nicht geben kannst? Er liebt Dich?┬ź, fragte Dreux offen.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich hoffe nicht auf diese Weise!┬ź, sprach Ciel entsetzt. ┬╗Ich meinte es generell.┬ź

Dreux Gifford de Souvagne
┬╗Das kommt h├Ąufiger vor als Du denkst. Sehen weckt Begierde, st├Ąndiges sehen weckt Vertrauen. Es k├Ânnte m├Âglich sein, ich werde ihn aushorchen┬ź, erkl├Ąrte Dreux.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Das kannst du gern versuchen, aber ich hoffe wirklich nicht, dass dies der Grund ist und wenn ja, dass ich nicht durch einen x-beliebigen, dahergelaufenen Fabien ersetzbar bin! Die Beleidigung w├Ąre nur noch gr├Â├čer! Was hat dieser Mann nur angerichtet ... alles ist durcheinander. Ich hoffe, wir k├Ânnen die Sache abschlie├čend kl├Ąren. Es belastet mich mehr, als es sollte. Ich sollte an andere Dinge denken, an die Blutnekromanten.┬ź

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux nickte erneut. ┬╗Nun Fabien kann scheinbar mehr ├ärger verbreiten als stehende Armeen oder Ghule und Zwerge. Wir sollten ihn als Waffe einsetzen. Auch Tarkan sah super gepflegt und mitgenommen aus┬ź, grinste Dreux.

Ciel Felicien de Souvagne
Trotz der Situation musste auch Ciel grinsen. ┬╗Ich bin froh, dass ich an deiner Seite sein darf, Bruder. Man hilft sich gegenseitig, und wenn es der Tausch von Dienern ist. Und allein w├Ąre es nur halb so lustig.┬ź Er knuffte ihn sanft.

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux knuffte Ciel zur├╝ck. ┬╗Er hat uns herausgefordert, dann bekommt Fabien mal selbst eine ┬╗Rasur┬ź von uns spendiert┬ź, grinste Dreux.
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Re: Heimreise nach Souvagne

#3

Beitrag von Maurice de la Cantillion » Do 8. M├Ąr 2018, 21:21

Maurice de la Cantillion


Maurice kam erneut angeritten und verneigte sich vor Dreux und Ciel.

"Eure Majest├Ąt Dreux Gifford de Souvagne, Prinz Ciel de Souvagne, ich habe eine Botschaft unseres Ordensoberhauptes Magistral Percival Urbain de Deveraux f├╝r Euch.

Aufgrund Eurer Befehle die umgehend von ihm an Euren Bruder ├╝bersandt wurden, soll ich Euch folgendes mitteilen.

Erstens:
Die Cockatrice sind ein voller Erfolg und bereit f├╝r ihren ersten Jungfernflug. Vorweislich werden zuerst die weiblichen Tiere genutzt, da diese leichter zu h├Ąndeln sind. Die Tiere wurden auf magische wie auf verbale Befehle trainiert, so dass sie auch im Notfall von nichtmagischen Personen geflogen werden k├Ânnen. Die Cockatrice stehen zur Verteidigung Souvagnes bereit.

Zweitens:
Auf der Scholle der Cantillions ist es in unserer Abwesenheit zu einem Besuch gekommen. Dies w├Ąre nicht weiter erw├Ąhnenswert, w├Ąre der besagte Besuch nicht mit einem sehr ungew├Âhnlichen Flugef├Ąhrt angereist. Laut Auskunft des Ordens handelte es sich dabei um einen kn├Âchernen Drachen, der durch Nekromantie gelenkt wurde. Dies w├Ąre durch meine Familie in Erfahrung zu bringen um Euch die Nutzung der selben F├Ąhigkeit zur Verf├╝gung zu stellen. Somit w├╝rden diese Fluggef├Ąhrte ebenfalls zur Verteidigung Souvagnes genutzt werden k├Ânnen.

Drittens:
Magistral Percival Urbain de Deveraux schl├Ągt vor, dass wir uns Luftschiffe besorgen. Die Luftschiffe k├Ânnten aktiv zur Verteidigung Souvagnes genutzt werden. Ferner k├Ânnten Luftschiffe auch ├╝ber Souvagne selbst patrollieren. Eines der Luftschiffe k├Ânnte ├╝ber Souvagne dauerstationiert werden, um es als Basis f├╝r die Himmelsaugen zu nutzen.

Dies sind die Nachrichten wie auch Vorschl├Ąge die unser Oberhaupt direkt f├╝r Euch hat. Selbstverst├Ąndlich macht er sich weiterhin Gedanken, wie er Euch tatkr├Ąftig pers├Ânlich wie auch mit dem Orden unterst├╝tzen kann.

Sollten mir weitere Botschaften zukommen, werde ich Euch sofort informieren",
erl├Ąuterte Maurice. Das Himmelsauge verbeugte sich erneut und ritt zur├╝ck zu seinem Bruder.

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Re: Heimreise nach Souvagne

#4

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Fr 9. M├Ąr 2018, 11:42

"Ah, der gute Greg", freute Ciel sich, nachdem Maurice sich wieder an die Arbeit begeben hatte. "Gut zu wissen, dass auch unser daheimgebliebener Bruder nicht unt├Ątig war. Das nekromantische Luftfahrzeug w├╝rde ich mit deiner Erlaubnis gern im Tempel des Blutes untersuchen lassen. Die Bluthexer dort sind ausgesprochen f├Ąhig, zudem m├Âchte ich die Untersuchungen gern in eigener Obhut wissen und nicht ├╝ber zich Ecken delegiert haben. Wom├Âglich werden solche Fahrzeuge in Zukunft noch eine Rolle spielen, sp├Ątestens dann, wenn die ersten feindlichen Truppen auf diese Weise ├╝ber unsere Mauer gebracht werden. Ich wollte ohnehin Alexandre aufsuchen, bei dieser Gelegenheit kann ich mit ihm dar├╝ber sprechen.

Die genaue Aufgabenverteilung unter uns dreien - dir Dreaux, Greg und mir - f├╝r den Verteidigungsfall muss zeitnah gekl├Ąrt werden, sonst endet das in einem heillosen Durcheinander!

Ich schlage vor, dass ich mich um die Magie k├╝mmere, da ich den engsten Bezug dazu habe. Bitte nenne mir deine genauen W├╝nsche oder l├Ąsst du mir freie Hand? Meine erste Handlung w├Ąre, dass ich mich darum k├╝mmere, dass ein Verbot der gew├Âhnlichen Nekromantie landesweit durchgesetzt wird und die altgelernten Nekromanten umschulen auf Blutnekromantie. Des Weiteren w├╝rde ich an den Knotenpunkten der Grenze Bluthexer stationieren, um die magische Kontrolle zu erh├Âhen.

Wichtig ist f├╝r dich zu wissen, dass wir momentan sehr wenige Blutnekromanten haben und dass es illusorisch ist, anzunehmen, dass die Erfolgsquote bei einer Umschulung 100% betr├╝ge. Dass diese Magierichtung so selten ist, hat seinen Grund. Blutnekromantie ist die psychisch und physisch anspruchsvollste Art von Magie aufgrund der regelm├Ą├čig f├╝r die Rituale notwendigen Selbstverletzungen. Hinzu kommt, dass die st├Ąndigen Aderl├Ąsse an der eigenen Substanz zehren. Unsere Heiler sprechen von Eisenverlusten. Die Verletzung des K├Ârpers geht weit ├╝ber den sichtbaren Schnitt hinaus. Die Rituale erm├╝den, schw├Ąchen, machen krank und entstellen einen f├╝rs Leben. Alte Menschen fallen per se durch das Raster, wo sie bei anderen Magiearten von ihrer langj├Ąhrigen Erfahrung profitieren w├╝rden - in der Blutnekromantie jedoch sind die jungen Magier wegen ihrer gr├Â├čeren Gesundheit jene, welche die gr├Â├čte Macht haben. Auch Frauen haben wegen der Monatsblutung schwer mit den zus├Ątzlichen Eisenverlusten durch Blutopfer zu k├Ąmpfen, so dass sie in den h├Âheren R├Ąngen quasi nicht vertreten sind. In Naridien w├╝rde diese Ungleichheit wohl zu einem Aufschrei f├╝hren, aber zum Gl├╝ck sind wir hier in Almanien.

Die Frage ist - wer k├╝mmert sich in der Zwischenzeit um meinen Wall? W├╝nschst du, dass ich mich auch darum k├╝mmere oder willst du diese Aufgabe selbst in die Hand nehmen oder an Greg ├╝bertragen? Ich habe zuverl├Ąssige Kontaktpersonen dort und m├╝sste nicht zwingend pers├Ânlich vor Ort. Ich w├╝rde gern einen Boten schicken, der die Zwerge zum Gehen auffordert, wenn du einverstanden bist."
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Re: Heimreise nach Souvagne

#5

Beitrag von Dreux Gifford de Souvagne » Fr 9. M├Ąr 2018, 16:52

Dreux h├Ârte seinem Bruder aufmerksam zu. Ciel hatte einiges zu erz├Ąhlen und das meiste davon hatte Dreux nicht gewusst. Woher auch, er besa├č keine magische Gabe und der Magier in ihrer Familie war Ciel.

"Selbstverst├Ąndlich hast Du meine Erlaubnis. Danach musst Du nicht fragen Ciel. Untersuche das Gef├Ąhrt und sieh irgendwie zu, dass Du es f├╝r uns nutzbar machen kannst. Eines vorneweg, ich habe mir die Aufteilung so vorgestellt, Du k├╝mmerst Dich um alle magischen Belange. Sei es Forschung, Aufkl├Ąrung, Einteilung der neuen Nekromanten und so weiter.

Greg soll sich um alle wissenschaftlichen Dinge k├╝mmern. Gleichg├╝ltig welche nichtmagischen Informationen wir ben├Âtigen, er wird es f├╝r uns herausfinden. Greg ist unser B├╝cherwurm, ich glaube er kennt mittlerweile die gesamte Bibliothek des Hofs auswendig. Gleichg├╝ltig welches technische Wissen es ist, Greg liebt es.

Ferner m├Âchte ich, dass Greg ebenfalls eine Akademie gr├╝ndet. Wobei vielmehr soll es eine unabh├Ąngige Forschungseinrichtung sein. Eine Forschungseinrichtung die v├Âllig frei in der Erforschung neuer Waffen ist. Gleichg├╝ltig ob auf technischer oder anderer Basis.

Die Zeiten dass wir unser gewaltiges Wissen nur friedlich nutzen ist vorbei. Das hat man uns deutlich genug vor Augen gef├╝hrt. Eine Waffe muss nicht aktiv eingesetzt werden. Aber besser ist eine Waffe haben und niemals ben├Âtigen, als sie dringend ben├Âtigen und dann keine haben. Allein schon um uns vor ungebetenen G├Ąsten verteidigen zu k├Ânnen.

Nun zur├╝ck zu Deine sehr ausf├╝hrliche Erl├Ąuterung. Das alles habe ich nicht gewusst Ciel. Woher auch, ich habe keine magischen F├Ąhigkeiten. Aber alles was Du mir erkl├Ąrt hast, klingt f├╝r mich ├Ąu├čerst logisch. Vielleicht sollten wir nicht alle Nekros umschulen lassen. Wir wissen nicht, ob wir das andere Wissen ebenfalls ben├Âtigen.

Dass alte Personen und Frauen dann selten bis gar nicht in den Reihen von Blutnekromanten zu finden sind, ist selbsterkl├Ąrend. Man muss nur die Hintergr├╝nde kennen. Ansonsten denkt man bei einem Nekromanten an eine uralte Person, die sich durch andere so eine gewaltige Lebensspanne zusammengeklaut hat. Ich denke jedenfalls daran.

Also Dein Ressort ist alles Magische.
Gregs Ressort ist alles Technische.
Mein Ressort ist alles rund um den Staat, kurzum die Regierungsarbeit.

Wobei sich unsere Ressorts da sicher ├╝berschneiden oder ineinander greifen werden. Aber das wird kein Problem sein, wir sprechen uns ab. Ihr m├╝sst mich instruieren und informieren.

Um Deinen Wall soll sich der zust├Ąndige Lehnsherr vor Ort k├╝mmern, oder dessen Vertreter im Amt. Da Du dort mit dem Aufbau besch├Ąftigt warst, lege ich die ├ťbertragung in Deine Hand Ciel. Du wirst wissen, wer daf├╝r am besten geeignet ist.

Ja bitte trage daf├╝r sorge, dass ein Bote zu den Zwergen geschickt wird.
Diese zwergische Streitmacht soll umgehend von unserer Grenze abziehen!

Zur Verhandlung reicht eine Delegation, dazu bedurfte es wohl keine Streitmacht. Es sei denn sie hatten noch anderes im Sinn, sollte es nicht nach ihren W├╝nschen verlaufen.
Ziehen die Zwerge nicht ab, ist es keine Vermutung mehr, sondern wir wissen, dass mehr als rein friedliche Absichten hinter ihrem Aufmarsch stecken",
erkl├Ąrte Dreux.

Der junge Duc schwieg einen Moment und musterte seinen Bruder, ehe erneut das Wort ergriff.

"Wei├čt Du es ist geradezu befremdlich solch eine Macht zu haben. Gleichg├╝ltig was ich nun anordne, es wird umgesetzt. Wir hatten immer Befehlsgewalt, unseren W├╝nschen wurde immer Rechnung getragen, aber dennoch stand ├╝ber uns Vater. ├ťber mir stand Vater und wusste ich in einer Sache keinen Rat, so wusste er die Antwort. Jedenfalls hatte es stets den Anschein als sei er allwissend. Nun das ist er sicher nicht, er ist nur sehr klug. Man muss nicht alles selbst wissen, nur wissen wer es wei├č.

Aber trotzdem bekomme ich gerade einen Vorgeschmack darauf, was es bedeutet, solche Entscheidungen zu treffen. Ein Fehler unsererseits... meinerseits und es sterben Leute und zwar unsere Leute. Jeder schaut nun gebannt auf meine Entscheidungen und meine Taten. Ich hoffe Vaters Segen bringt mir das Gl├╝ck, dass wir alle ben├Âtigen",
fl├╝sterte Dreux seinem Bruder zu.

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Ciel Felicien de Souvagne
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Re: Heimreise nach Souvagne

#6

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Sa 10. M├Ąr 2018, 13:37

"Ich bin sicher, du wirst deine Sache zur vollsten Zufriedenheit von Vater machen. Sicher wird man deine Taten nun mit wachem Auge beobachten und nur darauf warten, dass du einen Fehler begehst. Das ist immer so, wenn sich etwas ├Ąndert. Das war so, als Vater den Thron bestieg, das war so, als Bellamy Palaisin wurde und auch du bist dem ausgesetzt.

Aber vom Volk darf man da nicht ausgehen, das findet schlie├člich immer was zu n├Ârgeln. Schwimmen sie in Milch und Honig, dann ist die Milch garantiert zu fettig. Die subjektive Zufriedenheit des Volkes darf man nicht zum Ma├čstab machen. Die objektive Zufriedenheit muss es sein, jene, welche wir als die daf├╝r Verantwortlichen wie die Schreiadler von oben aus der Distanz warhnehmen. Hat ein jeder genug zu essen? Stimmt die Hygiene? Ist die medizinische Versorgung l├╝ckenlos? Wie steht es um die Sicherheit und die ├Âffentliche Ordnung? Bleibt dem B├╝rger neben seiner Arbeit gen├╝gend Zeit, sich von dieser wieder zu erholen, damit er sie langfristig gut erledigt? Das sind Dinge, an denen man das Gl├╝ck eines Volkes messen sollte. Nicht danach, was der Plebs auf der Stra├če bl├Âkt. Er wird immer bl├Âken, Bruder. Du wirst ein guter Duc sein. Das ist, wof├╝r du ausgebildet wurdest, das ist, wof├╝r du geboren bist."


Ciel blinzelte ihm freundlich zu.

"Versuche, dich ein wenig zu entspannen. Ich werde derweil den Befehl bez├╝glich der Zwerge aufsetzen."

Er lie├č sich von Ferrau - nicht von Nathan - ein h├Âlzernes Klemmbrett und einen F├╝llfederhalter geben. Diese Schreibger├Ąte waren selten und teuer und Ciel war entsprechend zufrieden damit, einen zu besitzen. Er setzte das Schreiben w├Ąhrend des Reitens auf. Er h├Ątte seinen Befehl auch diktieren k├Ânnen, doch der Ritt war lang und monoton, zudem schrieb er gerne. Die Schrift war aufgrund der widrigen Umst├Ąnde nicht ganz so kalligrafisch vollkommen wie gewohnt, aber gut lesbar. Er reichte es seinem Bruder, damit er den Brief lesen konnte.
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Befehl seiner Durchlaucht
Prince Ciel Felicien de Souvagne


An den Oberbefehlshaber der zwergischen Streitkr├Ąfte vor der n├Ârdlichen Grenze Souvagnes

Meine Person erl├Ąsst mit sofortiger Wirksamkeit den Befehl, die zwergischen Truppen, welche zwei Kilometer vor der n├Ârdlichen Grenze lagern, abzuziehen. Sollte dem Befehl nicht umgehend nachgekommen werden, wird das Campieren der bewaffneten Streitkr├Ąfte in Grenzn├Ąhe als kriegerischer Akt gewertet und Souvagne wird entsprechend darauf reagieren.

Ehveros, 10.03. des Jahres 203 nach der Asche

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Er versiegelte das Schreiben. Dann blickte er sich suchend um, bis er entdeckte, wen er suchte.

"Remy, kommen Sie heran."

Eines der Himmelsaugen gab seinem Pferd die Fersen und lie├č es neben dem von Ciel gehen. Er gr├╝├čte zuerst den jungen Duc und dann dessen Bruder, indem er eine Verneigung auf dem Pferd andeutete.

"Hier bin ich, Majest├Ąt und Durchlaucht."

"Reiten Sie vor, Sie werden der Bote in einer wichtigen Angelegenheit sein. Bringen Sie diesen Befehl dem in der Heimat verbliebenen Comte Gaetano de la Cantillion zur Kenntnissnahme und reiten anschlie├čend damit weiter. Das vor der n├Ârdlichen Grenze campierende Zwergenheer hat sich umgehend zu entfernen. Ansonsten werden die entsprechenden Ma├čnahmen daf├╝r von unserer Seite ergriffen."

>> Remys Reise
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Re: Heimreise nach Souvagne

#7

Beitrag von Dreux Gifford de Souvagne » Sa 10. M├Ąr 2018, 13:52

Dreux wartete einen Moment bis das Himmelsauge verschwunden war und wandte sich dann erneut an seinen Bruder.

"Danke f├╝r Deine weisen Worte Ciel. Du hast v├Âllig Recht was das Volk und die Beobachtung der n├Ąchsten Untergebenen angeht. Wer es allen Recht machen m├Âchte, macht am Ende gar nichts.

Dein Brief war kurz, knapp und vorz├╝glich gehalten. Hoffen wir nun, dass sie Zwerge sich ihrer Handlung bewusst werden. Sollte es nur ein Fauxpas gewesen sein, dann werden sie wissen was zu tun ist. Sollten sie anderes geplant haben, sollten sie sich gut ├╝berlegen mit wem sie sich anlegen.

Ihre geschundene Streitmacht steht ausgeruhten, erbosten und hoch motivierten Souvagnern gegen├╝ber die mit unerbittlicher H├Ąrte ihre Heimat gegen die zwergischen Invasoren verteidigen werden.

Als Verteidiger unserer geliebten Heimat werden wir keine Gefangenen machen, dessen sollten sich die Zwerge bewusst sein. Wer Wind s├Ąt, wird Sturm ernten. Und Schreiadler fliegen sogar bei Sturm. Grauenvoll dass dies alles aus Friedensverhandlungen erwuchs",
sagte Dreux grimmig.

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Re: Heimreise nach Souvagne

#8

Beitrag von Hiccup » Mi 14. M├Ąr 2018, 21:52

Hiccup kam langsam wieder zu Bewusstsein. Er sp├╝rte das er auf irgendetwas lag das hin und her schwankte. Er versuchte sich zu erinnern was passiert war.

Seine letzte Erinnerung war im Kerker. Ein kalter und feuchter Ort, der ihn fast an zu Hause denken lies. Wenigstens musste er sich hier nicht mit dem Kerl herum schlagen der ihn erworben hatte.
Die gro├če schwere T├╝r ging auf und ein Gardist kam herein.

ÔÇ×AH, endlich der Zimmerservice. Braucht hier ja lange...,ÔÇť sagte Hiccup.
ÔÇ×Wert nicht frech kleiner. Dein Herr schickt mich dich zu holen,ÔÇť antwortete ihm der Gardist missbilligend. Der machte sich dann auch daran mit dem Schl├╝ssel die Kette zu entfernen die Hiccup an das Mauerwerk fesselten.
ÔÇ×Mich zu holen. Er ist also doch ein PERVERS......ÔÇť

Und hier wurde es dunkel. Von hier ab hatte Hiccup keine Erinnerung mehr. Er ├Âffnete langsam die Augen um zu sehen wo er sich befand. Der Norkara sah einen Weg vor seine Augen und Hufe die sich bewegten. Nun wusste er warum alles so schwankte. Da er nun wusste auf was er war wollte sich Hiccup aufrichten stellte aber schnell fest das er mit Seilen wie ein Paket auf dem Pferd fest gebunden war.
ÔÇ×Sehe ich aus wie eine POSTSACK,ÔÇť br├╝llte Hiccup herum und zappelte wild herum um sich zu befreien.
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Re: Heimreise nach Souvagne

#9

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Sa 17. M├Ąr 2018, 21:07

Ciel h├Ârte den w├╝tenden wie verzweifelten Schrei seines neuen Dieners. Er verabschiedete sich kurz von seinem Bruder und ritt zu dem spektakelnden Norkara, der wie ein Sack verschn├╝rt quer ├╝ber dem R├╝cken eines Pferdes hing. Hiccups Beine strampelten w├╝tend, so gut sie in dem Zustand strampeln konnten und er hatte einen ziemlich roten Kopf, entweder vom Schreien oder weil ihm das Blut hineinlief. Irgendwer hatte ihn grob und fahrl├Ąssig behandelt! Ciel sp├╝rte, wie ihm das Blut in die Wangen schoss, als er sehen musste, wie mit seinem pers├Ânlichen Eigentum, seiner k├╝nftigen Troph├Ąe des Triumphes souvagnischer Tugenden ├╝ber die Barbarei, umgegangen worden war.

"Bringen Sie mir Benito Brassac!", wies er den Erstbesten in seiner N├Ąhe an. Derjenige machte sich davon und kurze Zeit sp├Ąter kam der Heiler herbei. "Untersuchen sie diesen Mann", befahl Ciel und zeigte auf den wie ein Rohrspatz schimpfenden Norkara.

Benito be├Ąugte das verschn├╝rte Paket. "Zun├Ąchst w├╝rde ich empfehlen, die Fesseln zu lockern oder ganz zu l├Âsen", sprach der Heiler. "So kann ich ihn erstens nicht untersuchen und zweitens ist es seiner Gesundheit nicht zutr├Ąglich, auf diese Weise zu reisen."

"Sie haben den Mann geh├Ârt", blaffte Ciel zwei Gardisten an, die zuf├Ąllig in dem Moment vorbeiritten. Sie zuckten zusammen, als h├Ątte Ciel sie mit einer Peitsche geschlagen. "Machen Sie beiden meinen k├╝nftigen Diener los und setzen Sie ihn vern├╝nftig auf das Pferd! Man m├Âchte meinen, dass die Garde einen einzelnen Mann, sollte der zu fliehen versuchen, imstande w├Ąre an solch einem Vorhaben zu hindern, oder t├Ąusche ich mich da? Sind sie zu faul oder zu unf├Ąhig?!"

Die Gardisten l├Âsten die viel zu engen Fesseln und setzten den gefangenen Norkara richtig in den Sattel. Da der Tross nicht anhielt, untersuchte Benito den Norkara vom R├╝cken seines Pferdes aus, indem er neben ihm herritt, so gut das eben ging. Ciel beobachtete das Ganze h├Âchst besorgt, denn Benito zog dabei ein Gesicht, als schwebte Hiccup in akuter Lebensgefahr. Je l├Ąnger die Untersuchung dauerte, umso nerv├Âser wurde er.

"Er hat eine Beule", erkl├Ąrte Benito schlie├člich mit Grabesmiene. "Genau auf dem Scheitel. Stumpfe Gewalteinwirkung, zudem zeigt er Symtome einer leichten Gehirnersch├╝tterung. Der Patient ben├Âtigt eigentlich Bettruhe."

Eine Beule! Eine Gehirnersch├╝tterung! W├╝tend blickte Ciel in Richtung der Garde, die ├╝berall um den Tross herum verteilt ritt, bis er Bellamy entdeckte. Doch bevor er zu diesem ging sprach er freundlich zu Hiccup:

"Es handelte sich offenbar um ein grobes Missverst├Ąndnis. Die Aufgabe der Gardisten war nicht, dich zu schlagen und zu fesseln, sondern nur, dich nur aus dem Verlies zu holen, wenn wir Ehveros verlassen. Es tut meiner Person leid, dass du solche Unnanhemlichkeiten ertragen musstest. K├Ârperliche Gewalt ist nicht die Art, die von meiner Person bevorzugt wird. Welche Speis w├╝nschst du, wenn wir am Hof ankommen, als Wiedergutmachung f├╝r die Unbill, die dir widerfahren ist?"

Er wartete auf Hiccups Antwort, danach ritt er zu Bellamy.

"Bellamy", fauchte Ciel. "H├Âren Sie auf der Stelle auf, in der Gegend herumzustarren und widmen Sie mir sofort Ihre ganze Aufmerksamkeit! Ihre Gardisten haben entgegen meiner ausdr├╝cklichen Anweisung meinen k├╝nftigen Diener mit einer Beule besch├Ądigt! Erkl├Ąren Sie sich!"
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Re: Heimreise nach Souvagne

#10

Beitrag von Bellamy Bourgeois » So 18. M├Ąr 2018, 01:08

Bellamy sicherte gerade die Gegend, als der kleine Prince Ciel angeschossen kam und losfauchte wie eine Furie. Der kleine blasse Kerl war derma├čen erregt vor Wut, dass er endlich etwas Farbe im Gesicht hatte. Bei einer Frau h├Ątte er den Umstand ganz k├Âstlich gefunden, gerade weil die Wut ihm galt. Aber bei einem der S├Âhne des Ducs, war dies alles andere als witzig, erheiternd oder gar erregend. Belly verschr├Ąnkte seine muskul├Âsen Arme vor der Brust und musterte Ciel so ernst und starr, wie er nur konnte.

"Prince Ciel, ich starre nicht in der Gegend herum, sondern sichere die Gegend! Das ist ein himmelweiter Unterschied, denn Euer Vater trug mir auf, Euren Bruder und Euch sicher nach Hause zu geleiten. Euer Vater ist uns weisungsbefugt, nun Euer Bruder als Duc. Aber dar├╝ber streiten wir beide jetzt nicht und Ihr habt meine volle Aufmerksamkeit.

Ihr w├╝nscht eine Erkl├Ąrung von mir und die sollt Ihr auch bekommen. Wenn einer meiner Gardisten einen Befehl von Euch umgesetzt hat, werter Prince, dann um Euch einen Gefallen zu erweisen. Und keiner meiner Gardisten hat Euren Diener besch├Ądigt. Weshalb sollte einer meiner Leute Euch oder Eurem Besitz schaden?

Ihr seht doch selbst, was Euer neuer Diener f├╝r ein seltsames Fr├╝chtchen ist. Zappelt wie ein Fisch auf dem Trockenen, nur weil er ├╝ber einem Pferd liegt. Gut nicht die angenehmste Art zu reisen, aber sicher bei seiner Widerspenstigkeit bequemer, als wenn wir ihn hinter einem Pferd herstolpern lassen w├╝rden.

Und genauso wird er auch in der Zelle ├╝berreagiert haben. Vermutlich hat er seinen Kopf permanent gegen die Zellenmauer gedonnert, wie es einige Gefangene zu tun pflegen. Das hat aber nichts mit meinen Gardisten zu tun, sondern ausschlie├člich mit Eurem Diener. Dem Burschen geh├Âren die Krallen und die Giftz├Ąhne gezogen, dass sage ich Euch. Und daf├╝r wird er weit mehr ben├Âtigen, als das kleine Beulchen da. Im Landschaftsvergleich zum Berg Beule ist das da nicht mal ein sanfter H├╝gel.

Ihr solltet gut ├╝berlegen wem Ihr glaubt werter Prince, der ehrenwerten und pers├Ânlichen Leibgarde des Duc allen voran ihres Palasins oder einem dahergelaufenen Sklaven, der weder Benimm noch Anstand hat. Kurz und knapp erkl├Ąrt, Euer neuer Diener hat Euch belogen. Ihm solltet Ihr Vorhaltungen machen und nicht mir oder einem meiner Leute Prince",
erkl├Ąrte Bellamy.

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