Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt. Die ├╝berlebenden V├Âlker beginnen zu ahnen, dass der Schl├╝ssel zur Herrschaft ├╝ber Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. W├Ąhrend die Almanen auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimb├╝nde der Schatten sehen in der Magie die m├Ąchtigste Waffe und f├╝r die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Brillenschlange & Pleitegeier

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Gro├čherzogtum Souvagne
Das almanische Gro├čherzogtum Souvagne ist gepr├Ągt von sanfte H├╝geln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h├Ąlt sich aus Kriegen gr├Â├čtenteils heraus und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit├Ąt. Von allen Herrschern ist er der Gem├Ą├čigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr├Â├čtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Brillenschlange & Pleitegeier

#1

Beitrag von Remy de Remuer » So 11. M├Ąr 2018, 09:21

<< Heimreise nach Souvagne

Der Prince gab ihm ein Zeichen, dass er gehen durfte. Remy verwahrte das Schreiben sicher, verneigte sich auf dem Pferd und ritt, als sei der leibhaftige Rakshor hinter ihm her. Unterwegs tauschte er mehrmals das Pferd, um so schnell wie m├Âglich nach Cantillion gelangen zu k├Ânnen. An der Grenze identifizierte er sich als Himmelsauge und wurde ohne gr├Â├čeres Brimborium eingelassen. Trotz aller Eile dauerte es vier Tage, ehe er am ersten Ziel seiner Etappe angelangt war.

Er stieg vor dem Anwesen der de la Cantillons von seinem letzten Pferd. Er war extrem ersch├Âpft, durchgeschwitzt und seine Beine waren wundgeritten. Seine Kleidung war v├Âllig verdreckt. Er wartete darauf, dass einer der Diener kam, um ihn zu empfangen und ihn zu seinem Herrn zu bringen.
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Re: Heimreise nach Souvagne

#2

Beitrag von Maurice de la Cantillion » So 11. M├Ąr 2018, 18:37

Maurice de la Cantillion hatte seinen Herren Bericht erstattet, nun nahm er Kontakt zu dem Himmelsauge vor Ort auf. Umgehend griff er auf seine Gabe zu und wandte sich an Chevalier Remy de Remuer.

`Ordensbruder de Remuer, ich gr├╝├če Euch. Ich habe folgende Botschaft f├╝r Euch.
Die Streitmacht der Zwerge hat sich bereits zur├╝ckgezogen.
Der R├╝ckzug fand statt, als sich uns die Delegation der Zwerge in Cantillion anschloss, zwecks gemeinsamer Reise nach Ehveros.

Bitte ├╝berzeugt Euch pers├Ânlich von der Sachlage vor Ort.
Unsere Hoheit erwartet hierzu eine best├Ątigende oder negierende R├╝ckmeldung ├╝ber den Sachverhalt.

Und selbstverst├Ąndlich interessiert es auch meinen Bruder wie mich, was sich an der Grenze unserer Scholle abspielt. Beste Gr├╝├če┬┤,
├╝bermittelte Maurice.

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Re: Heimreise nach Souvagne

#3

Beitrag von Remy de Remuer » Mo 12. M├Ąr 2018, 14:51

W├Ąhrend Remy noch mit schmerzenden Beinen vor dem Anwesen der de la Cantillions darauf wartete, dass er empfangen wurde, meldete sich ein Kollege von den Himmelsaugen bei ihm. Remy ├Âffnete seinen Geist und lie├č ihn eintreten.

'Ja', meldete er sich mental, um zu zeigen, dass er gerade Zeit hatte, um ihm seine volle Aufmerksamkeit zu widmen. Er h├Ątte sich ja auch gerade in einem wichtigen Gespr├Ąch mit einem Befehlshaber befinden k├Ânnen, da durfte ihn kein Kollege ablenken, indem er dazwischen quatschte, doch dem war ja gerade nicht so. Er stand nassgeschwitzt und ersch├Âpft in der riesigen Zufahrt, w├Ąhrend das vierte Pferd gerade mit ungesunden Ger├Ąuschen neben ihm im Grase verstarb, starrte auf das Geb├Ąude und wartete.

Das andere Himmelsauge gab sich als Maurice de la Cantillion zu erkennen. Er meldete Entwarnung, die Zwerge waren l├Ąngst weg.

'Das hei├čt also, ich habe umsonst mein Pferd zu Tode geritten und drei andere noch dazu? Und habe mich vollkommen unn├Âtig bis zur v├Âlligen Ersch├Âpfung verausgabt? Alles wegen falsch vorliegender Informationen? Toll! Wunderbar! Die Kommunikation war auch schon mal eine bessere!', motzte er mental zur├╝ck.'Ich dachte, eine landesweite Kommunikation zu gew├Ąhrleisten w├Ąre unsere Aufgabe! Wer war f├╝r f├╝r diese Falschinformation verantwortlich? Derjenige verdient einen Gutschein f├╝r ein Wochenende bei Domi! Mein Pferd war das Beste aus dem Stall, ein gek├Ârter Zuchthengst! Ich bin extra auf ihm geritten, um Souvagne m├Âglichst eindrucksvoll zu repr├Ąsentieren! Nun das! V├Âllig unn├Âtig! Und habt Ihr eine Ahnung, wie sehr mir alles wehtut? Ich kann kaum noch stehen und ├╝berhaupt nicht mehr sitzen! Alles f├╝r nichts!'

Er ├Ąrgerte sich ma├člos und am Liebsten h├Ątte er noch eine sehr viel l├Ąngere Beschwerde zum Besten gegeben.

'Sch├Ân. Ich werde also nachschauen, ob die Zwerge wirklich abger├╝ckt sind. Heute Abend oder sp├Ątestens morgen fr├╝h habt Ihr den Bericht. Kommt drauf an, ob Eure Leute sich ausk├Ąsen. Momentan stehe ich vor Schloss Cantillion und warte seit einer Ewigleit auf den Empfang, aber die Diener scheinen gerade alle Mittagspause zu haben.'
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Re: Heimreise nach Souvagne

#4

Beitrag von Maurice de la Cantillion » Di 13. M├Ąr 2018, 11:22

Maurice sch├╝ttelte kurz den Kopf. Er h├Ârte nicht nur den Unmut seines Kollegen, er sp├╝rte ihn auch, als w├Ąren es seine Gef├╝hle. Er konnte nachvollziehen, dass der Ordensbruder erbost war. Es war schade um die guten Pferde, aber noch bedauerlicher w├Ąre es wohl um die Landsleute gewesen, w├Ąre es tats├Ąchlich zu einer kriegerischen Auseinandersetzung gekommen.

`Gemach Bruder! Um Eure Pferde ist es bedauerlich, aber seid lieber froh, dass es zu keiner kriegerischen Auseinandersetzung gekommen ist. Nat├╝rlich war der Informationsfluss schon besser. Aber dies ist wohl im Moment dem allgemeinen Chaos geschuldet. Ferner haben wir mit einer Situation zu k├Ąmpfen, die vorab noch nicht eingetreten ist ÔÇô der Duc befindet sich au├čer Landes.

Wobei der Kronprinz nun an seine Stelle ger├╝ckt ist um ihn in den Amtsgesch├Ąften zu vertreten.
Wo wir direkt beim Thema w├Ąren. ÔÇ×VerschuldetÔÇť hat Euer Problem Duc Maximilien Rivenet de Souvagne. Falls Ihr es w├╝nscht, gebe ich gerne Eure Anregung weiter. Ich pers├Ânlich halte dies allerdings nicht f├╝r erforderlich.

Sollte Euch dennoch weiterhin daran gelegen sein, unser Tross hat bald Souvagne erreicht. Ihr k├Ânntet R├╝cksprache mit Duc Dreux Gifford de Souvagne oder Prinz Ciel de Souvagne halten. Sie vertreten sicher gerne die Interessen Ihres Vaters auch in diesen Belangen.

Die Festung der Cantillions ist meine Heimat und zur Zeit befinden sich dort nur noch meine Neffen. Ich werde mental nach ihnen schicken, aber es sind junge Leute ohne magische Gabe. Verzeiht Ihnen, dass sie Eure Anreise nicht mental ersp├╝rt haben.

Kollege rei├čt Euch zusammen! Euer Unmut in allen Ehren, aber meint Ihr, wir reiten gerne von der Souvagne nach Ehvros und wieder zur├╝ck? Aber wir mussten es tun, im Namen unserer aller Sicherheit. Also beruhigt Euch bitte. Ich werde Euch meinen Neffen schicken, er wird gleich bei Euch sein┬┤,
├╝bermittelte Maurice.

Maurice wandte sich mental an den Heilmagier des Hauses Cantillion und ungef├Ąhr eine Viertelstunde sp├Ąter stand Gaetano vor Remy und musterte diesen durch seine Brillengl├Ąser.

ÔÇ×Was kann ich f├╝r Euch tun Himmelsauge?ÔÇť, fragte der junge Mann freundlich.

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Re: Heimreise nach Souvagne

#5

Beitrag von Remy de Remuer » Di 13. M├Ąr 2018, 14:49

`Nat├╝rlich bin ich froh, dass es nicht zu einem Krieg kam! Aber trotzdem wird man ja wohl mal was sagen d├╝rfen, oder? Ihr wisst schon, dass mein Obsidian aus der selben Linie stammte wie Alcanterra? Sie haben den selben Vater und mein Obsidian widerum war der Vater von Acapella und Abracadabra vom Regenmoor, unter anderem, sofern Ihr ein Kenner seid und Euch die Namen was sagen! Alles im Zuchtverzeichnis nachzulesen! Er hatte eine perfekte Winkelung, ein hervorragendes Wesen und wurde von den Zuchtrichtern mit 'Ausgezeichnet' in allen Disziplinen bewertet! M├╝├čig zu erw├Ąhnen, dass er bei bester Gesundheit war und sich als ein herrausragendes, mutiges und zuverl├Ąssiges Streitross im Ernstfall bew├Ąhrt hat! Es gab sogar Stimmen, ich will jetzt keine Namen nennen, die waren der Meinung, dass Obsidian ein noch besseres Pferd sei als Alcanterra! Ich habe noch seinen Sohn Equinox, bei Ainuwar, bin ich froh, dass ich den nicht verkauft habe! Ihr k├Ânnt es Euch sparen, zu fragen, was er kostet, er ist unbezahlbar. Dem Duc kann man so was nat├╝rlich nicht sagen, dem kann man ja keine Pflichtverletzungen vorwerfen, geht ja nicht, aber der gute Percivel, dem werde ich mal ein paar Takte dazu sagen! Dieser Orden wird immer schlampiger und die Leidtragenden sind wir!

Oh, da kommt schon Euer Neffe, ich glaube, wir haben uns ein wenig verquatscht. Macht`s gut, man h├Ârt voneinander, falls man sich nicht sieht.'


Remy musterte den Mann, der ihn freundlich mit von der Brille riesengro├č wirkenden Augen anschaute. Remys Habicht - ein zur Beizjagd abgerichtetes Tier, nat├╝rlich von bester Abstammung - be├Ąugte von seiner Schulter aus verst├Ąndnislos die deplaziert wirkende Brille. Remy verneigte sich samt Vogel vor dem jungen Mann und zog dann den Brief heraus.

"Meine ehrerbietigsten Gr├╝├če. Ich bin Chevalier Remy de Remuer und komme im Auftrag von Prince Ciel. Ihr wisst schon, der kleine Prince. Bitte entschuldigt meinen Gestank, aber ich hatte es eilig. Vollkommen unn├Âtig, wie ich dazu sagen muss. Ich wurde als Eilbote geschickt, um Euch diesen Brief zur Kenntnisnahme vorzulegen, der eigentlich f├╝r den Oberzwerg gedacht war."
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Befehl seiner Durchlaucht
Prince Ciel Felicien de Souvagne


An den Oberbefehlshaber der zwergischen Streitkr├Ąfte vor der n├Ârdlichen Grenze Souvagnes

Meine Person erl├Ąsst mit sofortiger Wirksamkeit den Befehl, die zwergischen Truppen, welche zwei Kilometer vor der n├Ârdlichen Grenze lagern, abzuziehen. Sollte dem Befehl nicht umgehend nachgekommen werden, wird das Campieren der bewaffneten Streitkr├Ąfte in Grenzn├Ąhe als kriegerischer Akt gewertet und Souvagne wird entsprechend darauf reagieren.

Ehveros, 10.03. des Jahres 203 nach der Asche

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"Ich wurde jedoch soeben von einem Kollegen dar├╝ber informiert, dass die Zwerge l├Ąngst abger├╝ckt sind. Meine Aufgabe ist somit nur noch, dass ich nachschauen muss, ob sie auch wirklich weg sind und ob sie keinen M├╝ll haben liegen lassen. Wenn ich das so dezent anmerken darf, ich bin v├Âllig erledigt, hungrig, verdreckt und hab `nen wunden Hintern. Ich bin geritten, als sei der leibhaftige Rakshor hinter mir her, unter selbstaufopferungsvollster Erf├╝llung meiner heiligen Pflicht!"

Er blickte den jungen Cantillion erwartungsvoll an und hoffte, dass er wenigstens ein Bad und etwas zu Essen spendiert bekam.
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Re: Heimreise nach Souvagne

#6

Beitrag von Gaetano de la Cantillion » Di 13. M├Ąr 2018, 16:32

Maurice h├Ârte sie die Ausf├╝hrungen von Remy und dessen Pferd an. Der Magier antwortete nicht darauf, da ihm dies alles wirklich nichts sagte. Mit Pferden und deren Zucht hatte er sich nicht besch├Ąftigt. Sein Steckenpferd waren Falken. Dennoch glaubte er seinem Kollegen, dass das Pferd ein besonderes gewesen war. Und wenn das Tier die h├Ąsslichste und lahmste Schindm├Ąhre auf ganz Asamura gewesen w├Ąre, wenn Remys Herz an dem Tier hing, war es automatisch unbezahlbar. Gerade als er dem Mann antworten wollte, war wohl sein Neffe vor Ort erschienen und Remy beendete die mentale Verbindung.

Gaetano de la Cantillion nickte h├Âflich zur Begr├╝├čung, nahm das Schreiben entgegen und las es durch. Das Papier zitterte leicht in seiner Hand. Aber wer konnte es dem jungen Mann verdenken? Er war ein Advokat und kein Ritter.

"Seid gegr├╝├čt Chevalier Remy de Remuer, ich bin Comte Gaetano de la Cantillion. Es ist wahr, die Zwerge sind abgezogen, wir sahen es von den Zinnen der Festung aus. Es war meines Erachtens nach fast zeitgleich als unser Vater samt seinen Br├╝dern Richtung Ehveros aufbrach. Die Streitkraft der Zwerge zog ab, w├Ąhrend eine kleine Delegation sich unserem Vater anschloss. Ihr k├Ânnt Euch selbst gerne davon ├╝berzeugen.

Kommt erstmal herein. Nun Ihr seht auch sehr mitgenommen aus. Wir k├Ânnen froh sein, dass es nicht zu einem kriegerischen Akt gekommen ist. Die Zwerge sind ordentlich abgezogen. Sie haben kein M├╝ll oder dergleichen hinterlassen.

Ich lasse Euch ein Zimmer mit Zuber und Speisen herrichten, damit Ihr Euch von den Strapazen der Reise erholen k├Ânnt. Braucht Euer Hintern einen Heiler?",
fragte Gaetano, w├Ąhrend er eine einladende Geste in die Festung machte und im Anschluss direkt die F├╝hrung ├╝bernahm.

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Re: Heimreise nach Souvagne

#7

Beitrag von Remy de Remuer » Di 13. M├Ąr 2018, 20:18

"Ainuwar segne Euch", rief Remy ├╝bergl├╝cklich, als Gaetano ihm ein Bad und etwas zu Essen herrichten lie├č. "Ihr macht Euch keine Vorstellung davon, was ich alles durchgemacht habe, wie ich geritten bin, alles f├╝r die Sicherheit von Souvagne! Vier Pferde habe ich zu Tode geritten und eines davon ... aber das erz├Ąhle ich Euch nach dem Bad. Und ja, ich brauche unbedingt einen Heiler, sonst zieht sich das wieder so in die L├Ąnge, man kommt ja in diesen Zeiten als pflichtbewusster Chevalier nicht dazu, sich zu erholen oder gar den angenehmen Dingen des Lebens zu widmen, nein, w├Ąre ja auch zu sch├Ân, man h├Ârt immer nur ├╝berall 'Das Kaisho-Abkommen wurde gebrochen!' und ' Die Rakshaner stehen vor der Mauer!' und jetzt auf einmal sogar die Zwerge, beziehungsweise nahm man dies f├Ąlschlicher Weise an.

Mit kleinen, steifen Schritten folgte er dem Comte in dessen Anwesen. Trotz seiner Schmerzen lie├č es sich Remy nicht nehmen, die Inneneinrichtung zu bewundern. "Nobel, nobel! OHA! T├Ąuschen sich meine Augen oder ist das hier echter Harlekinmarmor?" Er bef├╝hlte eine S├Ąule, ging ganz dicht mit der Nase ran und analysierte sie, auf der Suche nach den die Echtheit best├Ątigenden Eisenerz-Einschl├╝ssen in dem inteinsiv gemusterten Gestein. Doch bevor er seine Untersuchung fortsetzen konnte, bemerkte er, dass Gaetano schon voraus war und humpelte ihm hinterher in ein Zimmer, wo zu seiner gro├čen Freude bereits der einladend dampfende Zuber auf ihn wartete.
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Re: Gaetano & Remy

#8

Beitrag von Remy de Remuer » Fr 16. M├Ąr 2018, 11:40

Schulden & Frauen

Remy versucht Gaetano davon zu ├╝berzeugen, dass er nichts f├╝r seine Schulden kann, in der Hoffnung, dass der junge Advokat ihm bei diesem Problem helfen kann. Im Gegenzug erkl├Ąrt Remy sich dazu bereit, gemeinsam mit Gaetano auf Brautschau zu gehen, denn seiner Meinung nach braucht der Mann unbedingt Remys fachkundige Beratung.
Remy de Remuer
Er wachte irgendwann auf, weil das Wasser kalt wurde. Er hatte nach dem Essen lange in der Wanne gelegen, denn er war offensichtlich eingeschlafen. Er rief nach dem Diener, lie├č sich rasieren, k├Ąmmen und mit frischer Kleidung versorgen, w├Ąhrend seine eigene noch in der W├Ąscherei gereinigt wurde. Man f├╝hrte ihn auf seine Frage hin zu Gaetano. ┬╗Abend, Comte. Habt Ihr Zeit f├╝r eine pers├Ânliche Unterredung? Ich w├╝rde Euch gern was fragen.┬ź

Gaetano de la Cantillion
Gaetano den die meisten nur kurz Tano nannten, schaute von seinen Unterlagen auf. ┬╗Gewiss. Ihr seht wesentlich erholter und nat├╝rlich auch reinlicher aus. Ich hoffe Ihr habt Euch auch gut erholt. Wor├╝ber m├Âchtet Ihr denn gerne sprechen?┬ź, hakte der junge Mann nach.

Remy de Remuer
┬╗Erstens: Ich habe meinen Habicht ausgeschickt, er ist momentan auf dem Weg in Richtung der benannten Stelle. Zweitens wollte ich Euch gern um einen Rat zu einem hypthetischen Fall fragen. Und zwar geht es darum, was man tun k├Ânnte, wenn ein Chevalier sich ├╝ber die Ma├čen verschuldet h├Ątte und seine Familie ihm weitere finanzielle Unterst├╝tzung verwehrt. Welchen Rat w├╝rdet Ihr einem solchen Chevalier geben?┬ź

Gaetano de la Cantillion
Tano kratzte sich am Kopf und r├╝ckte seine Brille zu Recht. ┬╗Nun in dem Falle w├╝rde ich diesem Chevalier raten, er sollte sich an seinen Comte als Lehnsherrn wenden. Dieser w├╝rde ihm sicher beistehen und ihm einen Kredit gew├Ąhren. Nat├╝rlich kommt es auch auf die H├Âhe des Betrages an. Ich meine in wie weit man die R├╝ckzahlung regeln muss, wie hoch die Raten sind und so weiter. Findet Euer Falke Euch denn hier?┬ź, fragte Tano verdutzt.

Remy de Remuer
┬╗Ja, ja, der findet mich ├╝berall. Und es ist ein Habicht, das ist ein Unterschied! Jeder Idiot hat heutzutage einen Falken. Man sieht damit aus wie jemand, der keinen Kopf zum Nachdenken hat, Falken haben einfach weder Stil noch Klasse. Schon mal einen Habicht in Aktion gesehen? Jeder Mittelklassehabicht macht einen noch so teuren Edelfalken fertig. Ich w├╝rde mich sch├Ąmen, m├╝sste ich einen Falken f├╝hren. ├ähmmm ach ja, die Schulden des fiktiven Chevaliers. Was k├Ânnte man machen, sollte der Comte die Bitte des Chevaliers ablehnen, oder der Chevalier danach immer noch au├čerstande sein, zu zahlen? Es ginge in dem Beispiel um gr├Â├čere Summen.

Gaetano de la Cantillion
┬╗Mein Onkel Maurice f├╝hrt einen Falken und ich finde, der Vogel ist ein recht sch├Ânes Tier. Jeder hat wohl seine Meinung dazu┬ź, erkl├Ąrte Gaetano, nahm seine Brille ab und putzte sie in aller Seelenruhe, ehe er sie wieder aufsetzte. ┬╗Dann muss sich dieser Chevalier eine Etage h├Âher begeben und seinen Marquis fragen. Sollte er da scheitern, bleibt nur noch eines... eine F├╝rbitte bei dem Duc pers├Ânlich┬ź, sagte Tano gewichtig.

Remy de Remuer
┬╗Sch├Ânheit ist nicht alles┬ź, sprach Remy im Tonfall eines weisen alten Mannes, was in Anbetracht seines jungen Alters etwas deplatziert wirkte. ┬╗Ich meine, Euer Onkel, den kenne ich ja pers├Ânlich, holt schon viel aus dem Tier raus. Aber mit einem Habicht w├Ąre das was anderes. Sie sind wendiger, effektiver, k├Ânnen viel gr├Â├čere Beute schlagen. Und sie haben Charakter! Oh Mann.┬ź Remy war sichtlich unwohl, als Gaetano ihm erkl├Ąrte, dass er zum Duc m├╝sste. ┬╗Was, ├Ąh, was w├Ąren denn die Konsequenzen bei anhaltender Zahlungsunf├Ąhigkeit?┬ź

Gaetano de la Cantillion
Tano zuckte die Schulter. ┬╗Ich habe keine Ahnung von solchen Greifv├Âgeln, entschuldigt. Wenn der Chevalier dauerhaft zahlungsunf├Ąhig sein w├╝rde, w├╝rde man zuerst das pf├Ąnden was er noch besitzt, damit seine Schulden beglichen werden k├Ânnen. Da Schulden Ehrensache sind, k├Ânnte es sein, dass der Duc ihm den Titel aberkennt, da er sich nicht mehr wie ein Edelmann verh├Ąlt. Sprich er hat sich nicht bem├╝ht die Schulden gering zu halten und er hat sie nicht abbezahlt. Dass kann sehr b├Âse enden. Sehr... sehrrrrr b├Âse┬ź, sagte Gaetano und starrte Remy mit gro├čen Augen an, die durch die Brille wie die Augen eines Uhus wirkten.

Remy de Remuer
┬╗Oh je ... verdammt ...┬ź Remy trat unruhig von einem Fu├č auf den anderen. ┬╗Aber jeder hat seine Schw├Ąchen, es kann nicht jeder eine Ausbildung zum k├Ânigkichen Hofmathematiker haben und sich mit Finanzen derart auskennen, das ist ein komliziertes Thema! ├äh, was wird denn alles gepf├Ąndet in so einem Fall?┬ź Er musste Gaetano die ganze Zeit auf seine von der Brille verzerrten Augen starren.

Gaetano de la Cantillion ÔÇó Gestern, 21:26
┬╗Alles, der gesamte, komplette Besitz. Ihr m├╝sst bedenken, die Leute die ihr Geld verliehen haben im guten Glauben k├Ânnen ja durch sowas auch in Existenznot geraten. Nein niemand verlangt, dass jeder Adlige dazu im Stande ist. Aber einen entsprechenden Domestiken, einen Buchhalter wird doch jeder gut gef├╝hrte Haushalt haben. Sogar die R├╝stung samt Waffen wird gepf├Ąndet. Welche Schmach. Aber ich denke, wenn der Duc einem pers├Ânlich Kredit geben sollte, sollte man auch zur├╝ck zahlen. Stellt Euch dann nur die Schmach vor. Vermutlich wird man dann wegen Verrats an der Krone gek├Âpft? Vielleicht auch nur verbannt unser Gro├čherzog ist ja stets sehr milde. Denkt nur an die armen Duponts┬ź, erkl├Ąrte Gaetano.

Remy de Remuer
┬╗Bei Ainuwar┬ź, st├Âhnte Remy und wurde merklich blasser um die Nase. ┬╗Was ist, wenn man sich, sagen wir, krankheitsbedingt verschuldet hat? Weil man verhext wurde, verflucht! K├Ânnen einem die Schulden nicht erlassen werden? Es muss doch irgendeinen Ausweg geben ...!┬ź Ungl├╝cklich dachte er an die Duponts, die ge├Ąchtet waren und obendrein seine Blutsverwandten, wenn auch entfernt.

Gaetano de la Cantillion
┬╗Na dann hat der Chevalier sich nicht verschuldet, sondern er wurde betrogen. Das ist doch ein v├Âllig anderer Sachverhalt. Damit m├╝sste er zum Duc gehen und die Machenschaften dieser Hexe aufdecken! Ansonsten, falls man krankheitsbedingt hohe Kosten zu tragen hat, dann kann man immer um Kredit bitten. Der n├Ąchst h├Âhere Lehnsherr hat oft ein Einsehen. Mein Vater musste f├╝r mich als ich klein war auch viel bezahlen. Weil ich nicht gut sehe, kaum was um genau zu sein. Aber deshalb hat er sich nicht verschuldet. Um wen handelt es sich?┬ź, fragte Gaetano.

Remy de Remuer
┬╗Ihr k├Ânnt es Euch vermutlich schon denken ... um mich selbst! Es ist der Dupontfluch! Ich bin Blutsverwandt mit ihnen, ich kann nichts daf├╝r! Das geld rinnt mir durch die Finger, es ist immer zu wenig! Ich wei├č nicht, was ich noch tun soll!┬ź

Gaetano de la Cantillion
Gaetano starrte sein Gegen├╝ber ernst an. ┬╗Nat├╝rlich, Ihr sollt es nur zugeben. Wenn Ihr nicht mal vor mir zu Euren Schulden stehen k├Ânnt, k├Ânnten wir niemanden um Hilfe bitten. Tja die Duponts, sie waren wirklich verflucht. Wie hoch sind Eure Schulden? K├Ânnt Ihr die Schulden noch irgendwie abarbeiten oder haben sie jedes Ma├č ├╝berschritten? Benennt mir bitte die Summe┬ź, bat Tano.

Remy de Remuer
┬╗Ich habe v├Âllig den ├ťberblick verloren┬ź, gestand Remy. ┬╗Schon vor Jahren. Ich z├Ąhle nicht mehr mit. Ich sehe nur, dass der Schuldenberg immer mehr w├Ąchst und bald ├╝ber mir zusammenbrechen wird. Meine Familie hat mir bereits jede Unterst├╝tzung entzogen. Ich kann von Gl├╝ck reden, dass ich beim Orden wohne.┬ź

Gaetano de la Cantillio
┬╗Dann m├╝sstet Ihr Euch zuerst einen ├ťberblick verschaffen. Ich k├Ânnte Euch dabei helfen. Sobald das Geschehen ist, schreiben wir Eure Gl├Ąubiger an und bitten um etwas Geduld. Und dann sehen wir, ob wir es irgendwie abstottern k├Ânnten. Ich schlage vor, Ihr leiht Euch die komplette Summe, zahlt jedem Gl├Ąubiger seine Schulden zur├╝ck und tilgt dann die geliehene Summe bei Eurem Marquis oder dem Duc selbst┬ź, schlug Tano vor.

Remy de Remuer
┬╗Aber ... die jagen mich doch vom Hof, wenn die mich schon von weitem sehen! Die hetzen die Hunde auf mich! Ehrlich, ich k├Ânnte Euch da Geschichten erz├Ąhlen, Ihr w├╝rdet Nachts nie wieder ein Auge zubekommen! Und was w├╝rde eine weitere Leihgabe denn n├╝tzen, der Fluch sorgt daf├╝r, dass ich niemals im Leben zu Geld komme, ich bin chronisch pleite! Verschuldet! Schuld sind die Duponts! Selbst aus der Ferne verseuchen Sie mich!┬ź

Gaetano de la Cantillion
┬╗Nun zuerst erreicht Ihr einmal, dass Euch nicht ein Rudel Gl├Ąubiger hetzt, sondern nur ein Einziger. Und mit dem kann man gewiss reden. Sonst w├╝rde er Euch nichts leihen. Falls wir einen finden, der Euch was leiht. Ihr scheint ein echter Ungl├╝ckswurm zu sein mein Freund┬ź, sagte Tano betr├╝bt.

Remy de Remuer
┬╗Ja, bin ich auch! Gebeutelt, gepeinigt! Schuldlos schuldig! Ich werde als Leibeigener enden oder auf dem Block! Oder im Exil!┬ź, jammerte er.

Gaetano de la Cantillion
┬╗Das ist gut m├Âglich. Aber vorher sollten wir versuchen es zu verhindern, meint Ihr nicht? Wie viel ist so ein Falke wert?┬ź, fragte Gaetano.

Remy de Remuer
┬╗Ein Falke? Ihr meint einen Habicht! Geht los bei 5000 Talern, aber daf├╝r kriegt man nur den Ausschuss. Wenn es ein Guter sein soll und ich brauche als Himmelsauge zweifelsohne ein Tier aus bester Linienzucht, geht es in Richtung eines h├Âheren f├╝nfstelligen Betrages. Gut, ich nenne Euch einen Preis, weil Ihr es seid. Mein Habicht hat seine 75 000 Taler gekostet, eine absolut gerechtfertigte Summe.┬ź

Gaetano de la Cantillion
┬╗Wunderbar! Das ist doch herrlich. Euer Habicht kommt unter den Hammer und wir kaufen Euch einen g├╝nstigeren Vogel. Mit solchen weiteren Ver├Ąu├čerungen, werden wir Euch von Euren Schulden befreien!┬ź, freute sich Gaetano und nickte Remy aufmunternd zu.

Remy de Remuer
┬╗Das ist mein Handwerkszeug, man kann einem Himmelsauge nicht seinen Vogel nehmen┬ź, ereiferte sich Remy. ┬╗Davon h├Ąngt die Sicherheit von Souvagne ab!┬ź

Gaetano de la Cantillion
┬╗Ja aber Ihr kauft doch einen neuen. Ihr m├╝sst ja nicht so ein Luxusfedervieh f├╝hren. Nun Ihr m├╝sst schon etwas einsichtig sein!┬ź, sagte Tano etwas verzweifelt. Der verzweifelte Blick wirkte dopptel schlimm hinter den gewaltigen Brillengl├Ąsern.

Remy de Remuer
┬╗Aber das k├Ânnt Ihr nicht verlangen, an diesem Tier h├Ąngt mein Herz! Und au├čer ihm besitze ich kaum noch etwas. Da meine Familie ... das sagte ich ja bereits.┬ź

Gaetano de la Cantillion
┬╗Ja und Euer Pferd ist in unseren Rosenrabatten gestorben, dass war auch nicht feierlich┬ź, st├Âhnte Gaetano und musste sich erstmal setzen. So ein Ungl├╝ck kam nur selten allein. Der Vogel war wertvoll und durfte nicht verkauft werden. Das Pferd gab den Geist auf. Sollte sich sein Gast entschlie├čen den Vogel zu ver├Ąu├čern, kam dieser sicher in einen Wirbelsturm und konnte nur noch als halbes H├Ąhnchen angeboten werden. Das Blut der Duponts musste schwarz wie Teer sein. Gaetano wusste sich keinen Rat. Was sollte der Mann verkaufen, wenn er nichts besa├č? Aber wo blieb das Geld? Wof├╝r gab er soviel Geld aus? ┬╗Was besitzt Ihr generell?┬ź, fragte er nach.

Remy de Remuer
┬╗Nicht mehr viel, wie gesagt. Meine Kutsche, in der ich vom Orden nach Hause fahre und umgekehrt. Die Einrichtung des Quartiers bei den Himmelsaugen. Nun ja, einige kleine Habseligkeiten konnte ich vor der Ver├Ąu├čerung durch meine Familie retten, die verstecke ich in eben jenem Quartier. Aber sehr viel ist das nicht mehr.┬ź Er wagte nicht, den zweiten Hengst Equinox zu erw├Ąhnen, damit Gaetano nicht auch noch vorschlug, dieses edle Tier zu verkaufen.

Gaetano de la Cantillion
┬╗Ja aber bei den G├Âttern, wof├╝r habt Ihr denn das Geld verbraten, doch wohl nicht f├╝r...┬ź, setzte Gaetano an und schaute sich sichernd nach allen Seiten um, damit blo├č keiner der Diener in der N├Ąhe war, der seinem Vater etwas zutrug. ┬╗F├╝r Unzucht?┬ź, fl├╝sterte Tano besorgt.

Remy de Remuer
┬╗├äh nein, das nicht. Ich habe die Freude, dass die Damenwelt mir von sich aus zugeneigt ist, aber dazu braucht es nun mal auch Dinge, die einen repr├Ąsentieren, nicht wahr? Da kann man nicht mit so einer Billigkutsche ankommen. Oder auf einem Klepper wie der letzte Bauerngaul. Man muss ja zeigen, dass man der Damenwelt was bieten kann - oder k├Ânnte. Es begann eigentlich ganz harmlos. Ich wollte es wie die Naridier machen und investieren. Wir haben Verwandtschaft da dr├╝ben und da h├Ârt man so Einiges. Ich kaufte also dies und das ... aber anstatt sich zu mehren, wurde das Geld weniger. Ich kaufte noch hochwertigere Dinge, weil ich meinte, dass es daran l├Ąge, aber auch das half nichts. Ich glaube, es liegt an der Wirtschaft hier, die ist einfach anders ... oder an dem Fluch. Dann hat man ja Freunde, wenn man sich gro├čz├╝gig zeigt. Kaum ist man pleite, lassen die einen fallen. Die Frauen das Gleiche. Also muss man so tun, als h├Ątte man was. Da kommt man nicht raus aus dem Kreis! Ein paar Spielschulden kommen da vielleicht auch noch dazu. Jules de Mireault zockt gern. Und ich auch, irgendwie muss man sich ja ablenken. Aber ich verliere dauernd. Oder er beschei├čt!┬ź

Gaetano de la Cantillion
┬╗Kurzum Ihr lebt also generell gerne ├╝ber Eure Verh├Ąltnisse und seid ein Genussmensch. Auch Spielschulden sind Ehrenschulden und de Mireault ist doch ebenfalls Chevalier und ein Himmelsauge. Er darf Euch nicht betr├╝gen. Zudem seid Ihr Magier, Ihr merkt sowas. Nun normalerweise investiert man in Gold, Edelsteine oder Anleihen, Grundst├╝cke und nicht in Frauen, um dies zu beeindrucken. Keine Ahnung wie es ist, wenn sie einem zufliegen. Entweder fliegen mir keine zu, oder ich bekomme es nicht mit, da ich so gut sehe wie ein Maulwurf┬ź, lachte Gaetano. ┬╗Also wenn Ihr das Spielen lasst und die falschen Freunde, dann k├Ânnten wir doch schon einen Schritt weiter sein, findet Ihr nicht auch? Ihr k├Ânnt doch niemanden etwas spendieren, wenn Ihr selbst nichts habt┬ź, erkl├Ąrte Gaetano.

Remy de Remuer
┬╗So einfach ist das nicht┬ź, versuchte Remy h├Ąnderingend zu erkl├Ąren. ┬╗Man kann nicht mal mehr abends mit den Kollegen was trinken gehen! Man macht sich doch l├Ącherlich, die lachen einen aus, wenn man gestehen w├╝rde, pleite zu sein. Und das macht die Runde! Bald w├╝sste es jeder! Mit dem Spielen k├Ânnte ich aufh├Âren, ja. Aber das w├Ąre ein Tropfen auf den hei├čen Stein! Ich habe derart viele Schulden, dass ich sie dieses Leben nicht mehr abstottern kann, selbst wenn ich aufh├Âren w├╝rde zu essen und zu trinken und jeden verdienten Kupferling in den Sparstrumpf stecken w├╝rde. Wisst Ihr, wie das ist, so v├Âllig machtlos zu sein? Irgendwann resigniert man, da es nicht mehr schlimmer werden kann! Und nun sagt Ihr mir, auf mich wartet der Block ... was soll ich denn Eurer Meinung nach noch machen, au├čer den Rest meines versauten Lebens noch m├Âglichst intensiv zu genie├čen? Wegen den Frauen w├╝rde ich Euch ja helfen. Ihr m├╝sst einfach mal mitkommen, ich zeige Euch, wie das geht.┬ź

Gaetano de la Cantillion
┬╗Ihr h├Ârt mir nicht zu, nein nein nein! So habe ich das niemals nicht gesagt. Ich sagte, der Block winkt Euch, wenn Ihr unehrenhaft seid. Das sagte ich! Ihr dreht ja meine Worte im Munde herum. Also wie ich sagte, m├╝sst Ihr ehrenhaft zu Euren Gl├Ąubigern sein, also ehrlich. Dann werden wir mit Euren Schulden den Marquis oder Duc behelligen. Es geht nicht anders. Wieso wollt Ihr Euren Kollegen davon erz├Ąhlen? Habt Ihr beim Marquis oder Duc Geh├Âr gefunden, wird sich alles zum Guten wenden. Denn Ihr wollt es doch regeln. Der Block winkt Euch, wenn die Gl├Ąubiger Euch und Eure Ausreden leid sind. Wenn Ihr l├╝gt, hinausz├Âgert, besch├Ânigt. Ergreift die Initiative! Rausgehen? Wohin soll ich rausgehen? Ich gehe so nicht weg, da ich bin lieber dort wo ich mich auskenne, wenn Ihr versteht was ich meine. Stellt Euch vor mir kommt die Brille abhanden, nicht auszudenken┬ź, antwortete er ehrlich. ┬╗Es sei denn Ihr gebt mir Euer Wort, dass Ihr mich ansonsten Heim geleitet┬ź, schlug Tano vor.

Remy de Remuer
┬╗Nat├╝rlich w├╝rde ich Euch heimgeleiten, glaubt Ihr, ich lasse Euch blind wie einen Maulwurf irgendwo zur├╝ck? Ich mag ja einige kleine Fehler haben, man ist ja als Chevalier auch nur ein Mensch, aber ich bin doch kein ... nein, also ja! Ich geleite Euch Heim. Mit oder ohne Brille. Ihr k├Ânnt nicht allein gehen. Ihr seid viel zu gutherzig. Das w├╝rden irgendwelche Gauner sofort ausnutzen. Besonders, wenn Ihr Euch in eure teuersten Gew├Ąnder h├╝llt und in die protzigste Kutsche setzt, um der Damenwelt zu gefallen! Was habt Ihr f├╝r eine Kutsche? Am besten, ich hole Euch mit meiner ab. Die ist gefedert und hat alchimstische Unterbodenlaternen, nicht ganz legal, aber das macht was her! Die Brille, ├Ąh, wie viel seht ihr ohne die? K├Ânnt Ihr die absetzen f├╝r einen Abend? Und, ├Ąh, also w├╝rdet Ihr mich im Gegenzug zum Marquis oder Duc begleiten? Ihr seid nat├╝rlich ├╝berhaupt nicht dazu verpflichtet, aber ich meine, so aus lauter Nettigkeit einem Verzweifelten gegen├╝ber, der sich Euch in seiner Not offenbarte?┬ź

Gaetano de la Cantillion
┬╗Nun ich dachte anhand dessen wie ich Euch beriet, w├Ąre das klar. Aber ja, nat├╝rlich helfe ich Euch. Ich bot Euch doch auch an, Eure Schulden zu ├╝berblicken. Das bekommen wir hin, Ihr m├╝sst nur etwas Mut haben und leider auch Geduld. Man bekommt sicher nicht sofort einen Termin als Schuldner. Ich habe eine ganz normale, gew├Âhnliche, schwarze Kutsche. Wie viel ich sehe? Nun wenn ich mir ein Blatt nah vor die Nase halte, k├Ânnte ich es lesen. Und ich bin Kurzsichtig - das hei├čt, dass ist schon das Optimum. Ohne Brille ist alles in einiger Entfernung, nur verschwommener Brei┬ź.

Remy de Remuer
┬╗Eine gew├Âhnliche schwarze Kutsche, damit gewinnt Ihr keinen Blumentopf! Ich hole Euch ab. Wir suchen ja keine Braut f├╝rs Leben, da darf man dem Gl├╝ck also ein wenig nachhelfen. Aber diese Brille...! K├Ânntet Ihr sie absetzen? Ihr seht damit so, wie sage ich das am besten, Eure Augen sind so gro├č! Es ist ja auch nicht wichtig, wie die Dame aussieht, wenn Ihr sie nicht sehr und sie sowieso ur mal f├╝r eine Nacht in Eurem Zimmer haben wollt. Au├čerdem k├Ânnt Ihr mir da vertrauen, Ich bin ein Kenner, das erw├Ąhnte ich ja. Danke, dass Ihr mir beisteht bei meinem Problem. Ich bin noch etwas pessimistisch. K├Ânnte ich trotz allem noch auf dem Block enden?┬ź

Gaetano de la Cantillion ÔÇó Gestern, 22:41
┬╗Ehrenhaft landet Ihr niemals auf dem Block, notfalls w├╝rde Euch dann wohl der Duc sch├╝tzen als Landsmann und Eure Schulden eventuell ├╝bernehmen. Solange Ihr versucht es aufrecht zu l├Âsen, wird er Euch wie jedem anderen seiner Untertanen immer beistehen. Aber wir versuchen es erst einmal selbst. Nat├╝rlich kann ich die Brille abnehmen, sie ist ja nicht festgewachsen┬ź, lachte Gaetano und nahm die Brille ab. ┬╗So bitte, Beweis angetreten. Wieso sehen meine Augen dann gro├č aus? Ich meine mir ist das noch nie aufgefallen. Gut wie auch┬ź, grinste er.

Remy de Remuer
Remy betrachtete sein Gesicht. ┬╗Wenn, dann m├╝sst Ihr die schon eine Stunde vorher absetzen. Das Ding muss eine Tonne wiegen, Ihr habt richtige Dellen auf dem Nasenr├╝cken. Andererseits - wer kann sich eine Brille leisten? Eine Brille ist schon auch Statussymbol. Nein, setzt die auf! Wir versuchen es erstmal mit! Wann habt Ihr Zeit? Die Bedrohung ist ja erstmal vor├╝ber. Wir haben eine Atempause, die m├╝ssen wir nutzen, wer wei├č, wie lange wir noch leben.┬ź Gaetano hatte versucht, ihn zu beruhigen, doch Remy war noch immer in gro├čer Sorge. ┬╗Wenn der Duc ablehnen w├╝rde ... meine Schulden zu ├╝bernehmen, f├╝r die ich zwar nichts kann, aber vielleicht glaubt er das ja nicht ... w├╝rde er mich einsperren? Was w├╝rde schlimmstenfalls geschehen?┬ź

Gaetano de la Cantillion
Gaetano setzte die Brille wieder auf. ┬╗Das wei├č niemand, denn der Duc ist das Gesetz Souvagnes, er ist Souvagne, das Land, das Volk, alles wenn Ihr so wollt. Er kann ablehnen, aber wieso sollte er? Mein Onkel Massimo de la Cantillion war einst eingeladen auf eine Feier und hat dabei versehentlich vergessen ehm mitzuteilen, dass vor unserer Haust├╝r ein Krieg tobt. Also k├Ânnt Ihr Euch das vorstellen? W├Ąhrend er also Kuchen a├č, plauschte und tanzte, tobten die Rakshaner und Zwerge vor unserer T├╝r und schlugen sich die Sch├Ądel ein. Als es auf der Hochzeit dann auch so kam, also jetzt die G├Ąste - es kamen schlie├člich keine Zwerge und Rakshaner auf die naridische Hochzeit, da erinnerte sich mein Onkel und schickte den treuen Komavan, seinen Gargoyle, um den Duc zu warnen. Auch er wurde begnadigt. Er hatte seine Schuld wieder gut zu machen und tat es. Ihr seht, so leicht ersch├╝ttert den Duc nichts. Die Brille ist sehr schwer, aber ich ben├Âtige sie halt. Versuchen wir es┬ź, freute sich Gaetano.

Remy de Remuer
┬╗Das ist schon eine heftige Nummer┬ź, sprach Remy stirnrunzelnd. ┬╗Wenn er den Cantillion bei so etwas begnadigt und ihm gar verzeiht, habe ich ja vielleicht doch noch eine Chance. Pflichtverletzung kann man mir wahrlich nicht vorwerfen, meinen besten Hengst habe ich zu Tode geritten wegen einer Armee, die l├Ąngst abgezogen wurde! Ich darf gar nicht daran denken ... eine viertel Million Taler kochen jetzt im Kochtopf eines Bauern. Das ist der teuerste Pferdegulasch aller Zeiten. Eure Brille entstellt Euch eigentlich gar nicht soooo viel, wenn man sich einmal daran gew├Âhnt hat. Im ersten Moment ist es nur ungewohnt. Also wann darf ich Euch abolen?┬ź

Gaetano de la Cantillion
┬╗Nun er hat es nicht vergessen, er hatte sagen wir mal andere Priorit├Ąten. Die Zwerge baten um Hilfe, aber mein Onkel mag Fremdl├Ąnder nicht sonderlich. Also ritt er lieber auf die Hochzeit unserer Verwandten. Bis dato noch legitim, nur h├Ątte er melden m├╝ssen, wof├╝r die Zwerge seinen Beistand verlangten. Wie dem auch sei, die Hochzeit war ein schlimmerer Krieg als der, der vor unserer T├╝r tobte. Unsere Familie hat in einen sehr dunklen Zweig eingeheiratet und einer dieser Familie heiratete nun. Ein wohl nicht ganz verlorener Mann wie Massimo sagte. Er wollte weder uns verraten noch die Pflicht verletzten, die Wut ging mit ihm durch. Das ist meine Vermutung. Darum bin ich guter Dinge, was Euch betrifft. Man soll Euch nicht nachsagen, Ihr h├Ąttet es nicht selbst ehrlich versucht. Und gelingt es nicht, k├Ânnt Ihr genau das vorweisen und der Duc wird sich sicher Eurer Sache annehmen. Wann m├Âchtet Ihr denn los? Ihr m├╝sst noch auf die Zinnen steigen um Euch selbst zu ├╝berzeugen, dass die Zwerge weg sind┬ź, erinnerte Gaetano.

Remy de Remuer
┬╗Ich sehe es durch die Augen meines Vogels, wenn ich mich darauf konzentriere. Aber das geht nicht w├Ąhrend eines Gespr├Ąchs. Kommt Ihr kurz mit, ich kenne den Weg zu den Zinnen hinauf nicht. Oder ihr m├╝sst mal kurz still sein, dann ├╝berpr├╝fe ich die Sachlage per Meditation.┬ź

Gaetano de la Cantillion
┬╗Ich f├╝hre Euch hinauf, Ihr m├╝sst keine Angst haben, ich war selbst oben und habe keinen einzigen Zwerg gesehen┬ź, grinste Gaetano und gab sofort die F├╝hrung. Der Weg war entsprechend der Festung lang. Die G├Ąnge waren ausladend und aus massiven Steinen, ihnen begegneten einige Diener, die freundlich gr├╝├čten, w├Ąhrend Gaetano weiter die F├╝hrung gab. Als sie endlich oben auf den Zinnen angekommen waren, pfiff der Wind eisig. ┬╗Schaut nur┬ź, sagte Gaetano freundlich und deutete in die Ebene.

Remy de Remuer
Remy blickte in die Ferne. Es war weder etwas anderes zu sehen noch zu h├Âren als Wildnis, Land, das niemandem geh├Ârte. Er legte die H├Ąnde auf die Zinnen und schloss die Augen, um sogleich Asamura durch die Augen seines Habichts zu sehen. ┬╗Diese Sauhunde┬ź, knurrte er und machte die Augen wieder auf. ┬╗Ich wusste es!┬ź


Gaetano de la Cantillion ÔÇó Gestern, 23:08
┬╗Sie haben sich eingegraben oder? Zwerge w├╝hlen doch in der Erde, ist es so?┬ź, fragte Gaetano und versuchte etwas zu erkennen.

Remy de Remuer
┬╗Sie tun noch ganz andere Dinge! Sie lassen ihren M├╝ll ├╝berall liegen! Die ganze Wiese ist zertramelt, die Fr├╝hbl├╝her vernichtet, die wir f├╝r unsere Bienen brauchen und ├╝berall liegen abgenagte Knochen, zerbogene L├Âffel, zerbrochene Haark├Ąmme, abgel├Âste Kettenhemdringe und anderer Unrat! Der n├Ąchste souvagnische Reisende tritt da rein! Wir m├╝ssen eine Putzkolonne entsenden!┬ź

Gaetano de la Cantillion
┬╗Sowas mir ist nichts aufgefallen. Zum Gl├╝ck seid Ihr hier. Nun dann werden wir unsere Diener beauftragen und es den Zwergen in Rechnung stellen┬ź, schlug Tano vor und ging verlie├č wieder die Zinnen im festen Glauben Remy w├╝rde ihm schon folgen.

Remy de Remuer
Was Remy nat├╝rlich auch tat, denn was sollte er allein auf den Zinnen? Sein Vogel landete von hinten auf seiner Schulter und hockte sich mit aufgeplustertem Gefieder hin, um sich zu auszuruhen. ┬╗Der Duc sollte die Rechnung gro├čz├╝gig aufrunden! Und auch das geschlagene Feuerholz mit berechnen! Der Streifen geh├Ârt zwar nicht mehr zu Souvagne, aber trotzdem. Wenn der Wind jetzt st├Ąrker pfeift erodiert der Wall schneller. Am besten ihr schreibt einen sehr langen und emp├Ârten Brief, indem Ihr Eure Best├╝rzung zum Ausdruck bringt! Wann gedenkt Ihr, mit mir auf Brautschau zu gehen?┬ź

Gaetano de la Cantillion
┬╗Nun ich denke das ├╝berlasse ich Euch, wann wir los ziehen um einige Frauen kennenzulernen. Aber ben├Âtige ich daf├╝r nicht noch wesentlich stattlichere Kleidung? Ich habe nur normale Adelskleidung kein Pomp. Ich wei├č auch nicht, warum Zwerge immer so einen ├ärger machen m├╝ssen.Gut ich kenne keinen Zwerg, aber Massimo hat mich ├╝ber Zwerge aufgekl├Ąrt┬ź, grinste Gaetano.

Remy de Remuer
┬╗Kommt drauf an, wie lange Ihr mich als Gast ertragen m├Âchtet┬ź, sagte Remy und schmunzelte. ┬╗Und wann Ihr Euren Heiler zu mir schickt und ob der ein normaler Heiler oder ein Magier ist.┬ź

Gaetano de la Cantillion
┬╗Unser Heiler ist ein Heilmagier, mein Vater hat keine Kosten und M├╝hen gescheut f├╝r mich. Dass kann ich mit Recht und Stolz behaupten. Ihr k├Ânnt bleiben solange Ihr wollt. Mein gro├čer Bruder ist leider auch zur Zeit nicht da. Es kam Familienbesuch hierher, sie duellierten sich im Hof und ein alter Mann starb. So musste unser Verwandter nach Naridien ├╝berf├╝hrt werden. Mein Bruder begleitete die Trauernden┬ź, erz├Ąhlte Tano.

Remy de Remuer
┬╗Traurig┬ź, sagte Remy. ┬╗Eure Familie kam zu Besuch und duellierte sich? Eieiei ... ich glaube, bei uns steht so was auch an, wenn ich nicht bald zu Potte komme wegen der Schulden. Ich bin wirklich dankbar, dass Ihr mir helft. Der Heilmagier soll nur meine Haut wieder hinkriegen, ansonsten hat er mit mir keine Arbeit. Wegen Eurer Kleidung, da habt Ihr Recht, das muss was Exquisites sein! Auf jeden Fall Ma├čgeschneidert und beste Stoffe, entsprechend der aktuellen Mode! Momentan geht die Tendenz ins ehverosisch Angehauchte.┬ź

Gaetano de la Cantillion ÔÇó Gestern, 23:28
┬╗Ich sagte bereits, es ist ein dunkler Zweig der Familie, die bei uns oder wenn Ihr wollt in die wir eingeheiratet haben. Wie man es betrachtet. Meine Tante heiratete in diese Familie ein. Folglich sind wir angeheiratet. Nun genau jener Mann, also der Schwager meines Vaters duellierte sich mit seinem Neffen in Hof und beide starben fast. Und alles nur weil sie sich nicht vers├Âhnen k├Ânnen und wollen. Es ist eine Schande. Stellt Euch nur vor, Eure eigene Familie w├Ąre gegen Euch. Mein Vater h├Ątte mich doch sicher gar nicht behalten. In ihrer Familie h├Ątte mein Bruder mich f├╝r die Brille get├Âtet. Oder mich von den Zinnen geworfen, ich h├Ątte es nicht mal gesehen und mich noch ├╝ber den Wind gewundert, vor dem Aufschlag unten... tja. Drum ist mein Bruder mitgefolgen. Dabei ist der Neffe hier gewesen, weil er nicht mehr konnte. Es ist viel vorgefallen als er klein war. Und es wird wohl auch nie aufh├Âren. Ich hoffe Aimeric ist bald zur├╝ck. Das ist mein Bruder. Ehverosser Mode. ich hoffe keine Vollb├Ąrte┬ź, erkl├Ąrte Tano.

Remy de Remuer
┬╗Ihr versteht es, den Mut, den Ihr mir machtet, sogleich wieder zu d├Ąmpfen┬ź, ├Ąchzte Remy. ┬╗Meine Familie IST gegen mich. Ich traue mich kaum noch nach Hause. Eigentlich nur, um das Eine oder Andere noch vor der Ver├Ąu├čerung zu retten, wie meine Pferde. Wieso heiratet Ihr in eine derart gr├Ąssliche Familie ein? Sind sie so einflussreich? So schlimm, dass man Euch von den Zinnen schmei├čen m├╝sste, sehr Ihr nicht aus. Nur, na ja, nicht ganz so herrisch. In Ehveros tr├Ągt man zur Zeit eine ├╝ppige Halskrause, bei manchen ist das extrem, fast wie M├╝hlr├Ąder. Man muss es ja nicht ├╝bertreiben, aber Halskrausen sind momentan der letzte Schrei. Sieht sicher gut bei Euch aus!┬ź

Gaetano de la Cantillion
┬╗Diese Familie ist m├Ąchtig und sehr reich und sie haben vor allem Magier in ihren Reihen. Das war was der Mann meiner Tante suchte und beide waren gl├╝cklich keinen weit entfernten Verwandten heiraten zu m├╝ssen, Ihr versteht schon. Ein Gro├čteil der Familie sind T├Ąter aber einige auch Opfer, so sagte es mein Vater. Und den Guten darunter wollten wir helfen. Der junge Mann der den Mann meiner Tante begleitete, also meinen angeheirateten Onkel, der war auch ganz h├Âflich und nett. Das sagte mir mein Bruder vor der Abreise. Der Mann auf dessen Hochzeit Massimo den Krieg verschlafen hat, holte alle ab mit einem Greif. Einem echten Greif, ich hab ihn leider nicht gesehen. Halskrausen m├╝ssen doch f├╝rchterlich kratzen, aber was macht man nicht alles f├╝r die Mode? Gut dann kaufen wir uns Halskrausen. Am besten bleibt Ihr dann eine Weile hier, ehe Ihr von den Zinnen gesto├čen werdet oder in die Jauchengrube┬ź, lachte Gaetano.

Remy de Remuer
┬╗Ah, ja, die liebe Macht und das liebe Geld ... warum sonst sollte man jemanden aus solch einer Sippe auch heiraten. Selbst wenn es Anst├Ąndige unter ihnen gibt, ist es ja doch eine Gefahr, auch sp├Ąter f├╝r die eigenen Nachkommen. Stellt Euch vor, Ihr w├╝rdet dort einheiraten, Eure Kinder k├Ąmen nach Euch und dann ... nein, nicht auszudenken! Ja, die Halskrause braucht Ihr unbedingt! Und der Rest Eurer Kleidung darf ruhig etwas enger und k├Ârperbetonter ausfallen. Danke f├╝r Eure Gastfreundschaft, ich nehm Sie gern an. Eine Pause w├╝rde mir gut tun. Die Reise war anstrengend und die Zeit davor nicht minder.┬ź

Gaetano de la Cantillion
┬╗Ich w├╝rde vermutlich hoffen, dass meine Frau mich mag und trotz allem zu mir steht. Denn sie w├╝rde bei uns leben. Die Frau lebt beim Mann. Gut aber nicht zu eng, dass alles zwickt. Ich lass Euch Euer Zimmer f├╝r die Nacht herrichten. Falls Ihr noch etwas Gesellschaft sucht, kommt in den Gesellschaftsraum. Ansonsten schlaft gut, ich vergesse den Heiler nicht┬ź, sagte Gaetano.

Remy de Remuer
Remy verneigte sich dankbar. ┬╗Mit Eurer Erlaubnis w├╝rde ich mich noch ein wenig ausruhen. Ich war vorhin schon in dem Zuber eingeschlafen, mir fallen die Augen zu. Bitte legt es mir nicht als Undankbarkeit aus oder als Desinteresse. Aber ich f├╝rchte, ich schlafe sonst w├Ąhrend des Gespr├Ąchs ein und DAS w├Ąre ja mal richtig unh├Âflich! Wir finden sicher bald Gelegenheit, wieder miteinander zu sprechen. Am besten, ich berate Euch wenn es an das Schneidern Eurer Kleidung geht. Bevor Ihr nicht neu eingekleidet seid, brauchen wir nicht losziehen. Ich werde mental eine Botschaft schicken, damit man mir meine Kutsche hier her verbringt.┬ź

Gaetano de la Cantillion
┬╗So machen wir es, dann w├╝nsche ich Euch wohl zu ruhen. Falls etwas sein sollte, l├Ąutet nach den Dienern. Bis morgen fr├╝h┬ź, sagte Gaetano, nickte Remy freundlich zu und machte sich auf den Weg zum Heiler und von dort aus selbst in sein eigenes Quartier.

Remy de Remuer
┬╗Danke, auch Euch eine angenehme und erholsame Nachtruhe┬ź, erwiderte Remy. Er begab sich auf direktem Wege in sein Zimmer. Er lie├č sich von einem Diener noch eine Sitzstange von Maurice f├╝r seinen Habicht bringen, die auf eine flache, mit Sand gef├╝llte Schale montiert war, ebenso etwas Leber f├╝r den Vogel. Er k├╝mmerte sich liebevoll um das Tier, w├╝nschte ihm gute Nacht und legte sich auf das Bett, bis der Heiler eintreffen w├╝rde.
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Re: Brillenschlange & Pleitegeier

#9

Beitrag von Remy de Remuer » So 18. M├Ąr 2018, 13:43

W├Ąhrend er ausgestreckt auf dem Bett lag, lie├č er sich erneut in den Nexus fallen und suchte nach der Pr├Ąsenz von Maximilien de Souvagne. Da Remy eine Plaudertasche war und gern im Nexus herumhing, nur um nach jemandem zu suchen, mit dem er quatschen konnte, war er entsprechend ge├╝bt darin, arglosen Leuten seine Pr├Ąsenz aufzuzwingen. Er schl├Ąngelte sich an den sch├╝tzenden Barieren der Himmelsaugen vorbei, die ihn erkannten und darum passieren lie├čen, und bohrte gegen das Bewusstsein des f├╝r den Augenblick ehemaligen Ducs.

"Guten Abend, Durchlaucht und untert├Ąnigste Gr├╝├če aus der Heimat! Hier ist Remy de Remuer von den Himmelsaugen, ich Kontaktiere Euch aus Cantillion. Ich habe mich soeben mit eigenen Augen und denen meines Habichts davon ├╝berzeugt, dass die Zwerge abgereist sind! Sie sind fort, mit Mann und Maus. Aber sie haben die gesamte Wiese vor der Mauer zertrampelt, Unmengen an Feuerholz geschlagen und M├╝ll liegen lassen. Ach so, wenn ich schon mal dabei bin, Gaetano de la Cantillion ist in Ordnung, wirklich schwer in Ordnung! Ich habe leider keine Tochter, die ich ihm anbieten k├Ânnte und wenn, dann w├Ąre sie zu jung und m├╝sste noch zehn Jahre warten, aber der Mann ist wirklich klasse! Das wollte ich nur mal erw├Ąhnt haben, so am Rande. Vielleicht kann ich eine andere Verwandte davon ... wobei, das interessiert Euch ja gar nicht, ich schweife ab. Wo waren wir davor? Ach ja, die Zwerge. Ich konnte auf Anhieb zerbeultes Kochgeschirr aus Eisen, verbogene L├Âffel und abgetrennte Kettenhemdringe identifizieren, die aufgebogen eine betr├Ąchtliche Verletzungsgefahr f├╝r die heimische Fauna darstellen oder f├╝r arglose Souvagner, die barfu├č vor der Mauer flanieren wollen! Zudem sollte man die erh├Âhte Winderosion an der Au├čenseite des Walls durch den verminderten Windschutz aufgrund der reduzierten Geh├Âlze nicht unerw├Ąhnt lassen."

Remy wartete, ob von Maximilien noch R├╝ckfragen kamen, w├Ąhrend er derweil den anderen in der N├Ąhe anwesenden Himmelsaugen bei ihren mentalen Gespr├Ąchen zuh├Ârte.
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Re: Brillenschlange & Pleitegeier

#10

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » So 18. M├Ąr 2018, 14:23

Maximilien verharrte und h├Ârte der Stimme in seinem Geist genau zu.

`Das sind ausgezeichnete Neuigkeiten Himmelsauge Remy de Remuer. Wir danken Euch hierf├╝r. Nun um den M├╝ll werden wir uns k├╝mmern, wir wollen den Frieden nicht f├╝r einen Acker voller Altmetall gef├Ąhrden. Sollte der Frieden scheitern, kippen wir ihnen den Abfall vor die Haust├╝re.

Nun die Cantillions zeichnen sich alle durch Zuverl├Ąssigkeit und Loyalit├Ąt aus. Soweit uns bekannt ist, ist Gaetano der j├╝ngste Spross von Melville de la Cantillion. Jener junge Mann mit erheblicher Sehschw├Ąche. Es freut uns, dass Ihr eine derart hohe Meinung von Gaetano de la Cantillion habt. M├Âchtet Ihr uns dezent darauf hinweisen, unsere Tochter an Gaetano zu verheiraten?

Kleiner Spa├č. Da Ihr Euch schon so vortrefflich gemeldet habt, werde ich gleich Eure Anwesenheit dienstlich nutzen. Nehmt Euch bitte etwas zu Schreiben zur Hand, es hat sich etwas sehr Positives f├╝r die Souvagne ergeben.

Hier├╝ber setzt Ihr bitte umgehend meinen Sohn Duc Dreux Gifford de Souvagne in Kenntnis. Sobald er die Heimat erreicht hat, soll er entsprechende Vorbereitungen treffen. Und richtet meinem Sohn aus, da die Zwerge abgezogen sind, ist eine Evakuierung des Hofes de Souvagne nicht mehr von N├Âten.

Nun aber zu meinem besonderen Anliegen.
F├╝rst Tsaagan von Alkena hat uns die Hohe Mark vertraglich abgetreten. Die Hohe Mark wird vollumf├Ąnglich in die Souvagne intrigiert. Hierf├╝r soll Dreux alle Vorbereitungen treffen, solange wir der Heimat fern sind┬┤,
antwortete der Duc und wartete ab, bis sich Remy etwas zu Schreiben geholt hatte.

`Seid Ihr bereit? Gut. Hier kommt der Vertrag, ich lese ihn Euch vor.
Schreibt bitte mit.

Vertrag
├ťbereignung/├ťbergabe
des almanischen Gro├čherzogtums die Hohe Mark
von
F├╝rst Tsaagan von Alkena
an
Duc Maximilien Rivenet de Souvagne


Die Hoheiten F├╝rst Tsaagan von Alkena - Staatsoberhaupt von Alkena, Eroberer des almanischen Gro├čherzogtums die Hohe Mark und Duc Maximilien Rivenet de Souvagne - Staatsoberhaupt der Souvagne, besiegeln gemeinsam und mit sofortiger Wirkung die ├ťbereignung/├ťbergabe des Gro├čherzogtums die Hohe Mark.


Beide Hoheiten verpflichten sich dabei wie folgt:
F├╝rst Tsaagan von Alkena wird das almanische Gro├čherzogtum - die Hohe Mark mit sofortiger Wirkung Duc Maximilien Rivenet de Souvagne ├╝bereignen.

Duc Maximilien Rivenet de Souvagne wird die Hohe Mark vollumf├Ąnglich in den Staat Souvagne intrigieren.

Im Gegenzug sichert Duc Maximilien Rivenet de Souvagne F├╝rst Tsaagan von Alkena folgendes zu:
Akute Winternothilfe

Wiederaufbauhilfe f├╝r Katamaris der Hauptstadt Alkenas

Hilfe beim Aufbau einer geeigneten Infrastruktur des Landes Alkena

Hilfen in Form von Nahrungs- und Lebensmittel-Lieferungen


Gemeinsam einigen sich F├╝rst Tsaagan von Alkena sowie
Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf folgende, weitere Punkte:

Die Staaten Alkena und Souvagne sind nunmehr B├╝ndnispartner und befreundete Staaten.

Der Staat Alkena erh├Ąlt im Staate Souvagnes einen Sonderstatus und darf dort G├╝ter ohne Einfuhrzoll ver├Ąu├čern. Bei den zollfreien G├╝tern handelt es sich um nat├╝rliche G├╝ter, die dem Lande Alkenas entsprechen, wie u.a. magische Dienstleistungen, alchimistische Zutaten, Kr├Ąutern, Gesteinen, Moose, Wurzeln, Samen, Pilze, Giftinsekten, Fische, V├Âgel, Echsen sowie Insekten.

Zusammenarbeit sowie Wissensaustausch beider Staaten in den Bereichen Magie, Wissenschaft, Forschung, Alchemie und Heilmittelerforschung.

Entsendung des Staates Alkena von magischem Lehr- und Fachpersonal in die Souvagne zur Unterst├╝tzung des Aufbaus der neuen magischen Akademie.

Dieser Vertrag ist mit sofortiger Wirkung bindend.

Ehveros: Drakenstein, 18.03.203 n.d.A.
gefertigt:
Fabien Lacomb
(Leibdiener seiner Majest├Ąt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne)


Unterzeichnet:
F├╝rst Tsaagan Lyridime von und zu Alkena

Unterzeichnet:
Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

Sollte es Euch m├Âglich sein Remy, dann unterrichtet uns bitte ├╝ber Weiterleitung der Botschaft, sowie die ersten Schritte unseres Sohnes┬┤,
bat Maximilien.
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"Der Edle verlangt alles von sich selbst. Der Primitive stellt nur Forderungen an andere."
"Eine Entscheidung f├╝r etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen vieles andere."

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