Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Der neue Weg f├╝hrt nach Souvagne - Bran-Dun-Lin

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Gro├čherzogtum Souvagnen
Das almanische Gro├čherzogtum Souvagne ist gepr├Ągt von sanfte H├╝geln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h├Ąlt sich aus Kriegen gr├Â├čtenteils heraus und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit├Ąt. Von allen Herrschern ist er der Gem├Ą├čigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr├Â├čtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Re: Der neue Weg f├╝hrt nach Souvagne - Bran-Dun-Lin

#21

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Di 3. Apr 2018, 07:03


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Re: Der neue Weg f├╝hrt nach Souvagne - Bran-Dun-Lin

#22

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Di 3. Apr 2018, 07:56

Linhard nahm mit dankbarem Nicken die Urkunden entgegen. Er ├╝berpr├╝fte alle Urkunden in Seelenruhe, ehe er die von Dave, Varmikan und Anwolf seinem Onkel aush├Ąndigte.

"Die Urkunden sind zu meiner vollsten Zufriedenheit, ich danke Ihnen Hofmarschall - f├╝r Ihre gute Arbeit wie f├╝r die Gl├╝ckw├╝nsche. Sagen wir es einmal so, auch f├╝r mich kam die Verlobung etwas spontan. Sie wissen also fast genauso lange davon wie ich, was meine Freude dar├╝ber aber in keiner Weise schm├Ąlert. Ich werde Ihre vorz├╝gliche Arbeit und Ihr freundliches Betragen uns gegen├╝ber bei meinem Verlobten erw├Ąhnen. Er ist sicher stolz, Leute wie Sie in seinem Dienst zu wissen. Danke nochmals f├╝r die schnelle Bearbeitung", sagte Linhard freundlich.

Der Mann hatte sich bem├╝ht und jeder freute sich schlie├člich ├╝ber ein Lob. Und wie man mit Leuten umging, die man nicht ben├Âtigte, zeigte von welchem Charakter man war. Zudem wusste Linhard nicht genau, ob er den Hofmarschall nicht doch irgendwann ben├Âtigte. Bei dieser ├ťberlegung schlug die taktische Seite seines Blutes durch. Die Gruppe verlie├č die Amtsstube und verweilte noch einen Moment im Flur.

"Wie versprochen f├╝r Dich Dave, mit den Besten W├╝nschen von Herzen von Brandur und mir. Ich hoffe Dein K├╝ken wird auf Deiner Scholle geboren, der Name steht ja schon fest. Von daher w├Ąre es doch sch├Ân, wenn sie in dem Ort das Licht der Welt, der ihren Namen tr├Ągt", grinste Lin gut gelaunt.

Dave nahm die Urkunden ger├╝hrt entgegen und schaute sie sich ganz genau an, fast so als k├Ânnten sie sich in Luft aufl├Âsen oder zu Staub zerfallen, sollte er nur einen Moment den Blick davon abwenden. Ohne die Schrift tats├Ąchlich zu ber├╝hren zeichnete er schmunzelnd Varmikans Namen nach.

"Du hast sogar an die Varmi und Anwolf gedacht. Dankesch├Ân... f├╝r alles Lin", sagte Dave ergriffen.

"So gesehen w├Ąren sie auch nobilitiert und eingeb├╝rgert worden, allein durch die Urkunden der Familienoberh├Ąupter, sprich Deine Urkunde h├Ątte f├╝r Deine Familie ausgereicht, ebenso die von Veyd und jene von Wolfgang. Aber ich war der Auffassung, dass es einige Leute verdient haben, ihre eigene Urkunde in H├Ąnden zu halten und Varmikan z├Ąhlt eindeutig dazu.

Ebenso hat Wolfram seine eigene Urkunde erhalten, ich m├Âchte schlie├člich dass uns Wolf begleitet. Und Marlo hat neben seiner Einb├╝rgerung und Nobilitierung eine Namens├Ąnderung erhalten, samt die Zuweisung einer Chevaliers-Scholle auf dem Lehen der Wigbergs. Also wenn das Wolfram nicht ├╝berzeugt uns zu begleiten und in Souvagne seinen Kr├Ąutergarten anzulegen, dann wei├č ich es auch nicht. Au├čer vielleicht dass ich ihm ein Pfund Bienen kaufen muss",
lachte Linhard.

"Bienen? Zur Bedrohung oder was? Daf├╝r w├╝rde ich Hornissen w├Ąhlen, sind gr├Â├čer machen mehr her und ich habe das jetzt ├╝berhaupt nicht gesagt, weil Wolfram der Letzte w├Ąre, der ein Wespennest in der Bude verdient h├Ątte. Also vergiss besser meinen freundlichen Vorschlag", gibbelte Dave.
"Nein ich meinte echte Bienen, Honigbienen. Soweit ich das mitbekommen habe, w├╝nscht sich Wolfram f├╝r seinen Garten Honigbienen. Marlo hatte vor einige Tiere f├╝r das Tal anzuschaffen, als Selbstversorger. Und die Bienen hat sich Wolfram gew├╝nscht. Vielleicht sollte ich sie ihm wirklich kaufen.

Dabei f├Ąllt mir bei Honig die Farbe gelb ein und bei gelb f├Ąllt mir der Leibdiener von Archibald ein. Simon, ich glaube wir haben Simon im Tal vergessen, als wir alle zur Nachtburg aufgebrochen sind. Oh man, der arme Kerl w├Ąre da v├Âllig alleine. Dass muss ich nachher dringend mit Kasimir und Archibald besprechen",
st├Âhnte Lin.

"Mach Dir keine Sorgen um Simon, ihm geht es gut. Blendend, sicher hervorragend. Er ist v├Âllig allein im Tal, dass hei├čt weit und breit ist kein Mensch anwesend, der ihm etwas antun k├Ânnte. Kurzum Archibald ist hier, dass hei├čt Simon hat endlich mal einen Moment der Ruhe, eine Verschnaufpause von Archibalds Anwesenheit.

Die Speisekammer bei Wolfram sind immer gut gef├╝llt und wie man sich zur Not ein Brot schmiert wird er wissen, immerhin ist er Archibalds Leibdiener. Und sollte er es widererwartend nicht wissen, kann er das Personal von Wolfram fragen. Von daher, Deine Sorge ehrt Dich - sie ist aber unbegr├╝ndet. Sorgen solltest Du Dich, wenn Simon allein mit Archibald im Tal w├Ąre",
antwortete Dave und reichte Urako die Urkunden.

"Schau Sie Dir an Puschel", freute sich Dave.

"Du hast keine Vorstellung davon wie Recht Du hast", fl├╝sterte Linhard und dachte an Archibalds Keller und die Kinder die er mit Brandur und Dunwin gemeinsam gerettet hatte.

Dave musterte Lin einen Augenblick und strich ihm dann freundlich ├╝ber die Glatze.

"Linhard ich habe mehr als nur eine Vorstellung davon, ich habe es erlebt. Aus diesem Grund ist Urako hier. Man vergisst schnell, welcher Abgrund in diesem Kerl lauert durch seine einnehmende Art. Archibald kann ein Charmeur sein, er kann ├Ąu├čerst freundlich und zuvorkommend sein, er beherrscht es andere um den Finger zu wickeln. Aber all das ist nur Heuchelei die er einem vorspielt. Er angelt und dieses Verhalten ist sein K├Âder.

Kasimir kann sogar Recht haben, dass Archibald eine gute Seite hat. Er hat sie vielleicht kennengelernt. Ich kann Dir versichern, dass Archibald eine Seite hat, die niemand kennenlernen sollte, nicht mal meine Todfeinde. Seine Form von Gnade ist derma├čen krank und verdreht, dass Du Dir w├╝nschen w├╝rdest, er h├Ątte sie Dir nie gew├Ąhrt.

Du warst in seinem Haus, ich war auch schon dort. Ich durfte es wieder verlassen. Manche blieben f├╝r immer dort. Wer es nun besser getroffen hat, mag dahin gestellt sein. Die einen haben ├╝berlebt, oder man bildet es sich zumindest ein, die anderen fanden ihren Frieden vor ihm.

Aber letztendlich, so schrecklich wie die Bestie auch sein kann, das wahre Monstrum war jene Kreatur die sie f├╝tterte und das war Dunwin. Jedenfalls was uns anbelangt. Drum Lin, lass es f├╝r uns beide ruhen und sprich nicht mehr von dem Thema. Du wei├čt teilweise was geschehen ist, das ganze Ausma├č an Grauen werde ich Dir nicht erz├Ąhlen oder offenbaren. Der Kelch ging an Dir vor├╝ber und so soll es bleiben.

Du denkt vielleicht, dass Ansgar Dich nicht liebte, dass ist ein Trugschluss. Er liebt Dich auf seine Weise, auch wenn er viel falsch gemacht hat. Aber eines hat er richtig gemacht, er hat Dich vor den anderen besch├╝tzt. Niemand hat es je gewagt, derma├čen Hand an Dich zu legen Linhard, vergiss das bitte nicht. Und er hat Dich vor diesem Dreck abgeschirmt der ihm und mir widerfahren ist.

Das hier ist unser Neuanfang Lin, wie Du schon einmal richtig sagtest, ich werde es nicht vergessen. Aber ich m├Âchte die Erinnerung daran in Naridien zur├╝cklassen und begraben. Und falls Du mir noch einen Gefallen erweisen m├Âchtest, dann begraben wir ihn ebenfalls dort",
schmunzelte Dave.
"Ich glaube Dir Dave. Was Du nicht glauben wirst ist, dass Dunwin seine Taten tats├Ąchlich bereute. Er war zu Euch unvorstellbar grausam und seine Reue macht ebenfalls nichts wieder gut, aber h├Ątte er es r├╝ckg├Ąngig machen k├Ânnen, er h├Ątte es getan. Aus dem Grund k├Ąmpfte er mit an unserer Seite. Denk dar├╝ber einmal in Ruhe nach, am besten in einer stillen Stunde. Antworte mir nicht darauf Dave, lass es bitte einfach so stehen", gab Lin zur├╝ck und steckte die anderen Urkunden vorsichtig ein.

"Ich habe zwar damit nichts direkt zu tun, aber ├╝ber mein verstorbene Tante Magdalena sehr wohl. Und es war unser Hof in dem das Duell zwischen Brandur und Ansgar stattfand. Dein Vater war ebenfalls zugegen, allerdings als Geist. In der Konstellation suchten uns Brandur, Linhard, Dunwin und Chirag auf.

Es ging ihnen darum, den Streit mit Ansgar aus der Welt zu schaffen, damit der Rest der Familie in Frieden leben kann. Und ich kann Dir versichern Dave, dass es Dunwin genau wie allen anderen um den Frieden in Deiner Familie ging. Dass sie sich dabei gestritten haben und das der Streit bis zu einem Duell eskaliert ist, h├Ątte nicht sein d├╝rfen. Aber so war es leider, beide haben zu sp├Ąt eingesehen dass sie f├╝r die gleiche Sache k├Ąmpften.

Und Brandur und Dunwin k├Ąmpften diesen Kampf mit vereinten Kr├Ąften f├╝r die Familie, gegen den vermeintlichen Gegner. Was immer Dein Vater f├╝r ein Scheusal zu Lebzeiten war, als Geist wusste er vieles besser. Er sah klarer als er jemals zu Lebzeiten durch die Scheuklappen aus Hass und Verblendung sah.

Das gibt Dir und Ansgar nicht Eure Kindheit zur├╝ck, es gibt meinem Vater und dessen Br├╝dern nicht ihre Schwester zur├╝ck oder mir meine Tante, aber letztendlich war vielleicht doch irgendwo ein kleines bisschen ein guter Kern in ihm, den irgendwer unter einer Lawine aus Hass begraben hatte. So wie er Euch begraben wollte. Sowas entsteht nicht einfach aus einer Laune heraus Dave. Bei niemandem, auch nicht bei Dunwin... oder Euch...

Kasimir wollte Euch gewiss nicht verh├Âhnen, sondern auss├Âhnen. Anders kann ich es mir nicht vorstellen",
erkl├Ąrte Aimeric wohlwollend und knuffte Dave.

Dave h├Ârte Linhard und Aimeric aufmerksam zu, sagte aber nichts weiter zu dem Thema. Nicht aus Frust oder da er den beiden b├Âse war, sie versuchten nur etwas zu erkl├Ąren wof├╝r es keine Erkl├Ąrung gab. Sie w├╝rden es nicht verstehen, so konnten es nicht verstehen und das war auch gut so. Denn das Gauen begriff nur der vollumf├Ąnglich, der es durchstehen musste.

Schweigend aber trotzdem gl├╝cklich ├╝ber die gute Wendung in seinem Leben folgte Dave der Gruppe nach drau├čen, dabei hakte er sich bei Urako unter. Er strich ihm einmal kurz liebevoll durch die schneewei├čen, flauschigen Haare. Auch zu Urako sagte Dave nichts, er schwieg, denn Puschel verstand ihn ohne Worte.

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Re: Der neue Weg f├╝hrt nach Souvagne - Bran-Dun-Lin

#23

Beitrag von Urako » Di 3. Apr 2018, 11:07

Urako gefiel es ├╝berhaupt nicht, dass Linhard mit Dave in der ├ľffentlichkeit ├╝ber dieses Thema sprach und dass Aimeric sich einmischte, gefiel ihm noch weniger. Aimeric hatte keine Ahnung, wovon er redete und obendrein kannte er Dave nicht, es stand ihm nicht zu, irgendwelche klugen Ratschl├Ąge zu geben. Er h├Ątte piet├Ątvoll schweigen m├╝ssen, was mischte er sich ein? Urako wusste sehr genau, was Dave widerfahren war, sein Freund hatte es ihm kraft seiner F├Ąhigkeiten gezeigt. Urako lie├č den Mund zu, w├Ąhrend Aimeric sprach. H├Ątte er ihn aufgemacht, w├Ąre dies ein Garant daf├╝r gewesen, dass die Stimmung kippte. Aber nicht an diesem Tag, nicht heute, zu Linhards Verlobung und der Nobilitierung der Familie. Urako stellte sich jedoch so hin, dass seine Fl├╝gelspitze Daves Bein ber├╝hrte und dr├╝ckte sie sacht dagegen. Sollte Aimeric doch dummquatschen. Dunwin war tot und auch Archibald w├╝rde b├╝├čen. Als Dave sich bei ihm unterhakte, legte Urako ihm seinen Fl├╝gel um den R├╝cken.

"Liebe Geste von Lin mit der Scholle", sagte er leise zu ihm, als sie so wieder hinausgingen. "Aber das Gequatsche von ihm und Aimeric kann man sich nicht anh├Âren. Den beiden ging es eindeutig zu gut. Ich bekomme Kopfschmerzen von ihren Rechtfertigungsversuchen! Dunwin, Dunwin, Dunwin - wen interessiert das Seelenleben von dem Sack? Erwartet Aimeric Mitleid oder Verst├Ąndnis? Der spinnt doch!

Brandur war ein komischer Kauz aber in einem hatte er Recht: Diese Generation musste weichen, damit es aufh├Âren konnte. Damit, dass er sich als kr├Ânenden Abschluss im Finale selbst beseitigte, hat er den Dunklen Weg mit einem Feuerwerk beendet. Die Generation ist tot, Brandur ist nicht mehr. Narbenfresse und Hiwi modern zusammen mit Dunwin, Alastair und ihren sonstigen Anh├Ąngseln im zeitlosen Abgrund. Der Letzte, der noch fehlt in der Reihe ihrer Gr├Ąber, ist Archibald.

Ich bin sicher, Brandur hatte seinen Tod mit geplant, da er das Ende der Dunklen Zeit sehr gewissenhaft anstrebte und sich sogar selbst mit einbezog, aber konnte es nicht mehr selbst umsetzen. Das ist nun deine Aufgabe, Davy, dein Beitrag f├╝r den Neuen Weg, dein Geschenk an die Zukunft. Und ich werde dir dabei helfen. Soll sonst noch wer abkratzen von Dunwins altem Stab? Chirag zum Beispiel? Hat noch wer Hand an dich gelegt von denen oder waren es nur die Bestie mit ihrem Hiwi und dem Fratzenkopf?"
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warum soll`s nicht auch der Henker k├Ânnen?"
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Re: Der neue Weg f├╝hrt nach Souvagne - Bran-Dun-Lin

#24

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Di 3. Apr 2018, 12:41

Dave rempelte Urako bei Laufen an.

`Niemand kann ermessen wie tief und dunkel der Abgrund ist, wenn ihm verg├Ânnt war unter dem Himmelzelt zu leben. Aber die Unwissenheit halte ich ihnen nicht vor Urako. Es w├╝rde im Umkehrschluss bedeuten um uns zu verstehen, m├╝ssten Linhard und Aimeric genau das gleiche Schicksal erleiden. Lass sie dumm labern, sie wissen es nicht besser. Den G├Âttern sei Dank!

Linhard hat Dunwin 6 Monate pers├Ânlich als Armleuchter, kurzum Gl├╝hgeist bei sich gehabt. Er lebte 6 Monate an der Seite von Brandur und Dunwin. Brandur hat Dunwin beschworen und was Brandur w├╝nschte, war somit Gesetz f├╝r Dunwin. H├Ątte er sich widersetzt, h├Ątte Brandur ihn zwingen k├Ânnen. Das hat er aber nicht, sondern er hat den Dunwin vermisst, den er aus der Kindheit her kannte. Und genau diesen Dunwin hat der Geist ihm vorgespielt.

Vielleicht war der Geist auch wirklich befreit von all seinen ├╝blen Eigenschaften und Linhard hat ihn von seiner besten Seite kennengelernt. Das ist wundersch├Ân f├╝r Linhard, hat aber rein gar nichts mit mir zu tun!

Zu mir war er das dreckigste Arschloch unter der Sonne. Nicht mal mental habe ich Worte daf├╝r wie sehr ich dieses Schwein verabscheue und hasse, damals wie heute. Daran wird sich nie etwas ├Ąndern. Niemals. W├╝rde er noch leben, ich w├╝rde ihn wieder abstechen. Ich hasse ihn, ich f├╝rchte ihn und ich werde ihm nicht eine einzige Tat vergeben oder auch nur eine einzige Misshandlung vergessen!

Linhard hat einen Dunwin kennenlernen d├╝rfen, den ich nie kennengelernt habe Puschel.

Aimeric meint es gut, aber wenn man keine Ahnung hat, sollte man einfach mal den Mund halten. Dunwin hat Brandurs Familie ausgel├Âscht. Brandurs Ehefrau war Magdalena de la Cantillion ÔÇô Aimerics Tante. So harmlos ist dann der liebe Dunwin doch nicht oder?

Was Aimeric erwartet ist gleichg├╝ltig Puschel. Ich verstehe zwar weshalb Aimeric m├Âchte, dass man verzeiht. Er m├Âchte dass man mit sich und der Familie ins Reine kommt. Quasi dass man einen Schnitt macht und einen Neuanfang hinlegt.

Wir sind hier, da wir einen Neuanfang wagen und nicht um alte Fehden weiterzuf├╝hren.
Der Neuanfang ist aber nur m├Âglich, da Dunwin und Alastair tot sind!
Und Archibald muss ihnen folgen.
Ich ertrage die Bestie nicht.

Linhard h├Ąlt ihn f├╝r n├╝tzlich, er meint er ben├Âtigt ihn damit Archibald ihn anlernt. Das ist doch nicht die Meinung von dem Kurzen! Da steckt doch Dunwin die Ratte dahinter, wenn nicht sogar Archibald selbst.

Und Linhard h├Ąlt Archibald in seiner manchmal noch recht infantilen Art f├╝r h├Ąndelbar.
Archibald und h├Ąndelbar!

Die Bestie hat sich Rinelda und Tsounai geholt, gleichg├╝ltig was Dunwin, Brandur oder Linhard sagten. Vermutlich in seinem vorauseilenden Kadavergehorsam.

Ich tue alles f├╝r DichÔÇŽ
Es war nur zu Deinem BestenÔÇŽ
Das habe ich nur f├╝r Dich getanÔÇŽ
Ich habe sie beseitigt, sie waren eine Gefahr f├╝r DichÔÇŽ

Meine G├╝te wie oft habe ich diese S├Ątze aus dem rei├čzahnstarrenden Maul geh├Ârt. Am Ende glaubt Archibald diesen Schei├č noch selbst.

Linhard sieht nicht in welcher Gefahr er schwebt. Archibald ist hochgef├Ąhrlich und extrem manipulativ. Aber ob Lin es einsieht oder nicht, ich werde Linhard und alle anderen vor diesem Drecksst├╝ck besch├╝tzen. Wir beide werden die Bestie zur Stecke bringen Puschel. Und wir werden ihm genau einen dieser S├Ątze sagen.

In Irminas Namen werden wir die Bestie erschlagen und im Namen all jener, die er sich geholt hat.

Wei├čt Du wovon ich oft nachts tr├Ąume? Dass ich auf Armbrustbolzen alle Namen schreibe von denen die er sich gegriffen hat. Und all die Armbrustbolzen jage ich ihm dann seinen Wanzt, dahin wo die anderen verschwanden. Keine Ahnung wie viele es sind. Hunderte vielleicht?

Hunderte Bauchsch├╝sse, an denen er elendig verreckt. Wo er genauso vor Schmerzen schreit und wimmert, wo er um Gnade oder ein schnelles Ende fehlt ÔÇô aber ich sage nichts, denn genau wie er habe ich nichts f├╝r jemanden ├╝brig, der winselt. Er h├Ąlt Schmerzenslaute doch f├╝r Schw├Ąche, was sollte ich also davon halten? Hat er mir nicht beigebracht zu Schweigen und wegzugucken? Das tue ich dann, ich bin doch ÔÇ×gehorsamÔÇťÔÇŽ nachdem ich ihn in einen atmenden Klumpen Hackfleisch verwandelt habe.

Brandur war genauso ein Opfer wie wir Urako, er wusste was er tat und tun musste. Er wusste sich nur nicht auszudr├╝cken, das ist alles. K├Ânnen wir ihm das verdenken? Wissen wir es denn? Ich vermisse ihn.

Und ich werde wie versprochen auf Lin f├╝r ihn aufpassen. Der Kurze hat es verdient. Ich habe Linny lieb und ich verstehe warum Brandur ihn so mochte. Er ist ein durch und durch Lieber, der selbst viel B├Âses tun musste. Er war ein benutztes und angestiftetes Kind, er war ein Werkzeug, aber kein Opfer auf Ansgars oder meine Art.

Und Du siehst doch selbst, wenn man ihn nur l├Ąsst, wie er eigentlich handelt.

Ich glaube auch ganz fest daran, dass Brandur Archibald tot sehen wollte, er h├Ątte nicht gewollt, dass sich Linhard so weit in die Klauen der Bestie begibt. Und genau das werden wir verhindern. Linhard hat zig gute Leute an seiner Seite, er ben├Âtigt nicht den Rat eines geistesgest├Ârten Menschenfressers. V├Âllig gleichg├╝ltig wie gut sein fachliches K├Ânnen ist. Als Ausbilder k├Ânnte Marlo fungieren oder jeder andere Schwertmeister.

Du hast einerseits Recht, der Tag ist zu sch├Ân um ├╝ber so etwas zu sprechen. Auf der anderen Seite, wenn wir uns davor f├╝rchten und schweigen, haben sie gewonnen. Wir sprechen jederzeit dar├╝ber, wir schweigen nicht mehr Puschel.

Der Umzug, unsere Scholle, die Nobilitierung, die Einb├╝rgerung, Linhard heiratet, wir ziehen um ÔÇô das ist ein Meilenstein in unserem Leben Puschel! Die Worte von Aimeric werden an meiner guten Laune nichts ├Ąndern. Dunwin ist tot, ich lebe. Ich habe Varmikan, Dich, die Geister, eine Familie bald ein K├╝ken, ein Haus und Land das nur mir geh├Ârt.

Kr├Ânen wir das ganze doch, indem wir es mit Blut weihen ÔÇô Archibalds Blut.

Nein Puschel, Chirag ist einer der wenigen der tats├Ąchlich Reue daf├╝r empfand weggeschaut zu haben, als Archibald sich bedient hat an mir oder Ansgar. Und er hat Wiedergutmachung geleistet. Ich bat ihn darum, Archibald zu beseitigen und er hat er versucht. Aufrichtig hat er versucht die Bestie ÔÇô meinen Sch├Ąnder zu ers├Ąufen. Es hat leider nicht funktioniert, aber Chirag erteilte ich aus tiefstem Herzen Absolution. Er ist ein Guter Puschel, auch wenn man es ihm nicht ansieht.

Aus dem direkten Stab um Dunwin herum hat es niemand weiter getan. Dunwin hatte es Archibald erlaubt mit Ansgar oder mir Spa├č zu haben. Und Archibald war so frei, diese Erlaubnis weiterzureichen an die normalen Fu├čsoldaten die dem Stab unterstellt waren. An Narbenfresse, dessen Hiwi, oder wenn sie gefeiert haben an alleÔÇŽ jeder der wollteÔÇŽ konnteÔÇŽ Ich kann Dir nicht sagen, wer es von den Fu├čsoldaten war, bis auf die beiden, da ich sie nicht sah. Er hat mich fixiert und zwar so, dass ich seine Freunde nicht sehen konnte.

Wie ich Dir von dem Tag berichtete, wo ich ihn um Gnade bat und er zustimmte. Aber dann lie├č er mich von allen fertig machen. Und irgendwann h├Ârte ich wie mein Vater reinkam und mit Archibald redeteÔÇŽ und lachteÔÇŽ und ich lag daÔÇŽ

Es war ihm absolut gleichÔÇŽ

Die h├Ątten mich da vor versammelter Mannschaft t├Âten k├ÂnnenÔÇŽ es w├Ąre Dunwin gleich gewesenÔÇŽ
Vielleicht h├Ątte er sogar dar├╝ber gelachtÔÇŽ wie sich so ein Verseuchter versucht zu wehrenÔÇŽ.
Aber eine ├ťberzahl an Puries bekommt auch so einen kleinÔÇŽ und dann winselt er um sein LebenÔÇŽ

In dem Moment waren eigentlich nicht die Schmerzen das Schlimmste Puschel, sondern das Begreifen. Das Begreifen der Tatsache, dass dort zwar mein Vater steht, aber dass ich niemals von diesem Mann Hilfe zu erwarten h├Ątte. Nie. Gleichg├╝ltig was Archibald mit mir anstelltÔÇŽ und dass war esÔÇŽ das wirklich weh tatÔÇŽ

Meinen K├Ârper habe ich irgendwann nach der Tortur eh nicht mehr gesp├╝rt. Am Anfang habe ich mich noch gewehrt, aber dann habe ich ihn verlassenÔÇŽ mich verband nur noch ein d├╝nnes Band mit ihmÔÇŽ

In diesem Zustand kannst Du fast alles ertragen, Du schwebst im Nexus und dort ist alles gut. Du bist frei, allerdings wirst Du irgendwann in Deinen K├Ârper zur├╝ckkehren m├╝ssen und dann trifft Dich er Schmerz wie ein Hammerschlag, ein Wand aus Schmerzen und erneut wirst Du schweigenÔÇŽ den f├╝r diese Dimension des Schmerzes gibt es keinen Ausdruck PuschelÔÇŽ

Drum nein, ich w├╝nsche mir nicht, dass mich Linhard versteht. Ich w├╝nsche mir vielmehr, dass es niemals wieder irgendwer verstehen wird. Das wir die Letzten sein werden, die so eine Erinnerung tragen. Es ist nicht nur Archibald, da drau├čen gibt es hunderte, tausende solcher Bestien. Irrelevant Puschel, denn unsere Scholle ist Bestien freier Raum. Wir kennen keine Gnade┬┤,
├╝bermittelte Dave gut gelaunt und streichelte Urakos Fl├╝gelkante.

ÔÇ×Deine Fl├╝gel gefallen mir, sie sind was Besonders ÔÇô Schwingen der RechtschaffenheitÔÇť, grinste Dave und zwinkerte Urako zu.

Und das w├╝rden Puschels Schwingen auch werden, wenn alles klappte. Selbst wenn ihn Archibald mit von Kariakins R├╝cken riss, Puschel konnte fliegen, Archibald konnte das nicht, dachte Dave gut gelaunt. Er stellte sich bildlich vor, wie Archibald von dem R├╝cken des Greifs st├╝rzte und auf dem Boden zerschmetterte. Er teilte die Erinnerung gut gelaunt mit Puschel. Der Magier z├╝ndete sich eine Rauchstange an, nahm einen Zug und hielt sie Urako hin.

ÔÇ×Themenwechsel Puschel, die Geister m├╝ssen umziehen. Ich werde ein entsprechend gro├čes Haus auf meiner Scholle suchen, um uns alle dort unterzubringen. Die Gestaltung darfst Du mit Varmi ├╝bernehmen, wenn Du m├Âchtest. Aber Ihr m├╝sst mitÔÇť, bat Dave.

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Re: Der neue Weg f├╝hrt nach Souvagne - Bran-Dun-Lin

#25

Beitrag von Linhard von Hohenfelde » So 8. Apr 2018, 21:50

Schicksal

Linhard wachte am Morgen auf und ben├Âtigte einen Moment der Orientierung. Erneut hatte er auf dem Sofa von Gregoire geschlafen. Und erneut stellte er fest, dass dieses Sofa verdammt gem├╝tlich war. Wobei die ganze Atmosph├Ąre in Gregs Wohnbereich war gem├╝tlich und auch wenn es sich Lin nicht eingestehen wollte, ein Gro├čteil davon machte Gregoire aus. Lin streckte sich ausgiebig und wollte gerade die Decke zur Seite schlagen, als ihm jemand ├╝ber den Kopf strich. Lin schaute verdutzt nach oben. Normalerweise schlief er so, dass ihn jedes noch so minimale Ger├Ąusch alarmiert hochschrecken lie├č, hier schlief er tief und fest wie ein Stein.

ÔÇ×Guten Morgen und hast Du gut geschlafen?ÔÇť, fragte sein Gastgeber. Greg stand neben dem Sofa und hielt ihm einen Kaffee hin. Lin setzte sich auf und nahm ihn mit dankbaren Nicken entgegen.
ÔÇ×Mehr als gut, Dankesch├ÂnÔÇť, freute sich Lin und genoss den ersten Schluck Kaffee am Morgen.

ÔÇ×Wo ist Dein Leibdiener?ÔÇť, hakte Gregoire nach, setzte sich neben Linhard und z├╝ndete sich eine Rauchstange an.
ÔÇ×Kasimir mein Leibdiener ist ein Vampir, er kann mir nur Nachts dienen. Zudem durfte er nicht in den Palast. Hast Du auch eine Fluppe f├╝r mich ├╝brig?ÔÇť, bat Lin Kaffee schl├╝rfend.

ÔÇ×Dann wird sich Zerbino f├╝r die Zeit auch um Dich k├╝mmern. Sicher hier nimmÔÇť, antwortete Greg gut gelaunt und steckte Lin die eigene Rauchstange zwischen die Lippen, w├Ąhrend er sich selbst eine neue anz├╝ndete.

ÔÇ×Verw├Âhnprogramm am Morgen, Kaffee und eine Rauchstange serviert bekommen, was m├Âchte man mehr?ÔÇť, grinste Linhard vergn├╝gt.

ÔÇ×Da w├╝rde mir einiges einfallenÔÇť, g├Ąhnte Verrill.
ÔÇ×Ich bin ganz OhrÔÇť, fl├╝sterte Lin verschw├Ârerisch.

ÔÇ×Bezogen auf die Eheschlie├čung und die Hochzeitsnacht muss ich Dir was erl├Ąutern, wo wir schon beim Thema sind. Wir m├╝ssen die Ehe vollziehen, damit sie besiegelt ist. Sprich damit sie voll anerkannt wird. Das hei├čt, sobald Du dazu bereit bist, werden wir die Trauung vornehmen lassen.

Vorher den Bund der Ehe einzugehen und dann abzuwarten, bis Du sie vollziehen m├Âchtest, ist laut dem Hausrecht nicht m├Âglich. Haben wir die Trauung vollzogen, die Feier ist beendet und wir ziehen uns auf unser Zimmer zur├╝ck, dann geht es ans Eingemachte. Daf├╝r wirst Du kurz vorher von einem Heiler in Empfang genommen.

Bei einer Frau w├╝rde er ├╝berpr├╝fen, ob sie noch unber├╝hrt ist und gesund. Bei Dir wird er das Gleiche ├╝berpr├╝fen, zumindest ob Du gesund bist. Ist alles in Ordnung, wird er Dich zur├╝ck zu mir begleiten. Uns quasi sozusagen unter eine Decke stecken. Am Morgen danach siehst Du ihn wieder und er wird den Vollzug der Ehe best├Ątigen.

So ist der ├╝bliche Ablauf, dieser dient der Sicherung und Wahrung unserer Blutlinie. Das Hausrecht sieht keine Ausnahme bei einer Eheschlie├čung zwischen zwei M├Ąnnern vor. Ich denke es gibt bewusst keine Ausnahme, um die Gesundheit jedes Ehepartners zu ├╝berpr├╝fen. Ich wollte Dich nur vorgewarnt haben, damit Du nicht f├Ąlschlicherweise davon ausgehst, ich enthalte Dir die Trauung vor, bis Du bereit f├╝r den Beischlaf bist. Du kannst jederzeit im Hausrecht der de Souvagnes nachlesen. Eine Frage, bist Du unber├╝hrt oder nicht?ÔÇť, fragte Greg, rutschte ein St├╝ck n├Ąher und legte Linhard einen Arm um die H├╝fte.

ÔÇ×Verst├Ąndlich, Eure Linie kann sich Kinderlosigkeit nicht leisten. Und Du wirst Dir eine zweite Frau nehmen um Kinder zu zeugen, das ist mir bewusst Greg. Unsere Familie hat ebenfalls ein Hausrecht und das ist nicht ganz so liberal gestrickt. Daran m├╝sste ich etwas ├Ąndern, falls Du magst, kannst Du mir dabei behilflich sein. Zum Thema Warten bis ich zum Ehevollzug bereit binÔÇŽ

Du kannst die Eheschlie├čung arrangieren, wir werden die Hochzeitsnacht vollziehen Greg. Nein ich bin nicht unber├╝hrt, ich vollzog schon ├Âfters den Beischlaf, ob nun mit mir alleine oder mit einer Frau. Mit einem Mann war ich nie intim. Falls Du das gemeint hast, bin ich unber├╝hrtÔÇť, grinste Lin und g├Ânnte sich noch einen Schluck Kaffee.

ÔÇ×Mit Dir selbst z├Ąhlt nicht als BeischlafÔÇť, grinste Greg breit.
ÔÇ×Na komm sei ehrlich, dass z├Ąhlt schonÔÇŽÔÇť, prustete Lin, was Greg ebenso loslachen lie├č.

ÔÇ×Von der Befriedigung her z├Ąhlt es, trotzdem ist es ein gewaltiger Unterschied ob man solo spielt oder mit jemanden den man gerne hat. Das bringt mich zu meiner n├Ąchsten FrageÔÇť, schmunzelte Greg.
ÔÇ×Du hast ganz sch├Ân viele FragenÔÇŽÔÇť, lachte Lin leise.

ÔÇ×Habe ich immer und auf die meisten Fragen liefern mir meine B├╝cher Antworten. Aber auf die Frage wei├č kein Buch eine Antwort. Also Lin, pack die Karten auf den Tisch. Stimmst Du dem Vollzug zu, weil Du tats├Ąchlich m├Âchtest oder weil Du heiraten willst? Was ist der Grund Deiner Zustimmung? Du hattest Dir vorher Wartezeit erbeten, darum m├Âchte ich darauf gerne eine Antwort. Vorweg, eine Verlobung hat hier G├╝ltigkeit, sie ist das Versprechen zur Ehe. Nun?ÔÇť, fragte Greg abwartend.

Linhard musterte Greg, w├Ąhrend ihn dieser mit abgewandtem Blick kraulte. Die stille, liebevolle Art l├Âste eine ungewollte Welle von Gef├╝hlen bei Linhard aus.

ÔÇ×Was ist los Lin? Bekomme ich keine Antwort?ÔÇť, fragte Greg freundlich, w├Ąhrend er ihm weiter sanft die Seite kraulte.
ÔÇ×Ich frage mich, ob mir das Schicksal mit Dir gerade vers├Âhnlich die Hand reichtÔÇť, antwortete Linhard leise, stellte seine Kaffeetasse beiseite und legte Greg ebenfalls einen Arm um die H├╝fte.

ÔÇ×Dann bleibt der Termin zur Doppelhochzeit stehenÔÇť, freute sich Gregoire und streichelte Linhard ├╝ber die Wange. Auffordernd legte er den Kopf schief.

Linhard schmunzelte Greg an, beugte sich zu ihm her├╝ber und k├╝sste ihn als Antwort liebevoll auf den Mund. Gregoire entschl├╝pfte dabei ein sehns├╝chtiges Keuchen. Er presste seine Lippen fordernder und verlangender auf Linhards. Lin erwiderte die Geste, k├╝sste Greg mit gleicher Leidenschaft und sp├╝rte auf einmal etwas, dass er nicht erwartet hatte - ein angenehmes Ziehen zwischen den Beinen. Abrupt beendete er den Kuss und starrte Greg verunsichert an.

ÔÇ×Hab keine Angst, es ist alles gutÔÇť, fl├╝sterte Gregoire beruhigend.
ÔÇ×Angst? Ja ich habe AngstÔÇť, gestand Linhard genauso leise.

ÔÇ×Wovor denn? Ich tue Dir garantiert nicht weh, versprochenÔÇť, murmelte Greg Lin ins Ohr.
ÔÇ×Vielleicht davor mich am Ende doch noch in Dich zu verliebenÔÇŽ und damit wie ├╝blich aufs Maul zu fallenÔÇť, gab Lin zur├╝ck.

ÔÇ×Das Risiko wirst Du wohl eingehen m├╝ssen. Nur so viel, wir sind daf├╝r bekannt ziemlich zu klammern. Besonders bei Ehepartnern, Du kannst Dich gerne erkundigenÔÇť, grinste Gregoire gl├╝cklich.
ÔÇ×Da komme ich bei Bedarf drauf zur├╝ck und jetzt mach mich nicht verlegenÔÇť, lachte Linhard und befreite sich ein St├╝ck von Greg.

ÔÇ×Was m├Âchtest Du heute unternehmen? Ich habe gestern Abend mit Zerbino gesprochen, er meinte ein Ausflug zum Meer oder nach Beaufort w├╝rde Dir sicher gefallen. Dann ist mir eingefallen, dass Du noch gar kein Haus besitzt, in das Du bei Deinem Umzug einziehen kannst. Falls Du nicht neu bauen m├Âchtest, gibt es dort sicher noch einige Anwesen, die vom Krieg verschont wurden und keine Ruinen sind.

Ich habe entsprechende Erkundigungen eingeholt und entsprechende B├╝cher samt Grundst├╝ckskarten heraus suchen lassen. Sollten diese Herrenh├Ąuser tats├Ąchlich noch stehen, hast Du einiges an Auswahl. Ich hatte vor mir die H├Ąuser mit Dir gemeinsam in der Bibliothek anzuschauen, damit Du eine Vorabwahl treffen kannst. Zudem ben├Âtigt mein Bruder dort ebenfalls ein geeignetes Domizil, da er ebenfalls umzieht.

Vermutlich wird er nach Goldwasser ziehen um von dort aus seine Regierungsgesch├Ąfte zu erledigen. Ich m├Âchte f├╝r ihn gleich mit nach geeigneten H├Ąusern schauen. Und f├╝r mich selbst werde ich auch nach einer Unterbringung schauen, da ich Euch beide nach Neu-Souvagne begleiten werde. Nat├╝rlich sind alle Angaben ohne Gew├Ąhr, da wir nicht wissen ob die H├Ąuser, Burgen und so weiter tats├Ąchlich noch stehen. Einige stehen mit Gewissheit noch, denn es wurde ja nicht das ganze Land verw├╝stet, sondern ein Landstrich. Nach unserer Suche w├╝rde ich dann wie gesagt gerne mit Dir nach Beaufort oder zum Meer reitenÔÇť, erkl├Ąrte Greg und trank einen Schluck Kaffee aus Linhards Kaffeetasse.

ÔÇ×Wie Du m├Âchtest, von meiner Seite aus ben├Âtigst Du kein separates Heim in Neu-Souvagne. In Beaufort wohnst Du am Hof und in Hohenfelde wohnst Du bei mir. Das mit den H├Ąusern ist eine sehr gute Idee von Dir. Ich hatte nicht vor neu zu bauen, ich hatte vor eine alte Burg oder ein altes souvagnisches Herrenhaus zu beziehen. Irgendein Haus, das auf den ersten Blick gem├╝tlich aussieht.

Wenn ich es mir schon aussuchen darf, lass und nach dem Schm├Âckern nach Beaufort reiten. Ich m├Âchte den Ort kennenlernen, wissen wo sich was befindet und ein bisschen was einkaufen. Einen Ausflug zum Meer k├Ânnen wir immer noch unternehmen, am besten wenn es etwas w├Ąrmer ist. Dann k├Ânnten wir auch schwimmen gehen. Momentan ist mir das einfach noch zu lausig kalt. Hey dann reite ich heute zum ersten Mal mein Verlobungsgeschenk, da freue ich mich drauf. Wir k├Ânnen in Beaufort auch zu Mittag essenÔÇť, schlug Linhard vor.

Er dr├╝ckte seine Rauchstange im Aschenbecher aus und legte sich noch einmal lang. Da dabei nutzte Lin Gregs Schoss als Kopfkissen.

ÔÇ×Gleichg├╝ltig wo wir hinziehen Greg, Dein Sofa muss mitÔÇť, grinste Lin was Gregoire losprusten lie├č.
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Re: Der neue Weg f├╝hrt nach Souvagne - Bran-Dun-Lin

#26

Beitrag von Linhard von Hohenfelde » So 8. Apr 2018, 21:52

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Rote Laterne

Re: Der neue Weg f├╝hrt nach Souvagne - Bran-Dun-Lin

#27

Beitrag von Varmikan Eisseher » So 8. Apr 2018, 22:48

Varmikan lag gerade gem├╝tlich im Bett und dachte an seinen Mann. Er beschloss Dave zu kontaktieren, da er schon einige Zeit nichts von seinem Schatz geh├Ârt hatte. Varmi lie├č sich in den Nexus fallen und suchte nach den Farben von Dave. Er musste nicht lange suchen, denn es gab kaum Seelenfarben die er besser kannte.

`Davy┬┤, ├╝bermittelte er gl├╝cklich und stupste ihn mental an.
`Varmi┬┤, freute sich Dave und erwiderte die Geste liebevoll.

`Wie geht es Euch? Alles soweit gut gelaufen? Ich dachte Du meldest Dich mal. Ich war etwas besorgt, wegen Eurem besonderen Begleiter, aber Puschel ist ja bei Dir und besch├╝tzt Dich. Wir sind hier flei├čig am Packen und ich soll Dir von Pavo besonders liebe Gr├╝├če ausrichten. Er vermisst Dich genauso wie wir alle anderen. Du sollst ihm nicht mehr b├Âse sein, wegen dem einem verdammten Satz in Ordnung Sternchen?┬┤, fragte Varmi.
`Mir geht es soweit gut, Puschel ist ein Schatz, er passt gut auf mich auf. Ja unser spezieller Begleiter lebt immer noch. Sag Pavo, wir beide sind wieder gut miteinander. Ich habe es echt ├╝bertrieben, da ich das an dem Tag in den falschen Hals bekam. Ich vermisse das alte Schlappohr doch auch. Sag ihm das von mir Fl├Âckchen.

Ach es gibt einiges Neues! Stell Dir vor, Linhard wird heiraten. Aber nicht Magdalena de la Cantillion, sondern Gregoire de Souvagne - einen der Prinzen. Genau genommen sogar der zweite in der Thronfolge. Bevor Du fragst wie es dazu kam, erz├Ąhle ich es Dir umgehend. Wir hatten eine Audienz beim Duc, bez├╝glich unserer Einb├╝rgerung und Nobelitierung. Dort ist alles wunderbar gelaufen Varmi. Danach bat Gregoire Linhard um ein vertrauliches Gespr├Ąch, bez├╝glich des Vorschlages von Aimeric - Olivie de Souvagne heiraten zu d├╝rfen.

Wir haben also alle die Amtsstube verlassen, au├čer Chirag, er blieb bei Linhard als Berater. Als die beiden dann gemeinsam aus der Besprechung kamen, teilte uns Linhard mit, dass er heiraten wird und zwar- jetzt halt Dich fest - den besagten Prinzen Gregoire de Souvagne.

Scheinbar hat dieser ihm spontan einen Antrag gemacht und Lin hat zugesagt. Warum ist im ersten Moment logisch, der Prinz ist eine erstklassige Partie. Die beiden haben die kurze Zeit wo wir hier am Hofe sind, ziemlich viel Zeit miteinander verbracht. Soweit ich das mitbekommen habe, hat sogar Puschel als Eheberater fungiert. Nun wenn sich einer auskennt, dass Urako. Jedenfalls gab es vor kurzem einen Wendepunkt, dass hat man sofort gemerkt, da Lin mit seinem Verlobten schlagartig anders umgeht.

Ich glaube unser Lin mag seinen Greg wirklich. Es ist beiden zu g├Ânnen.

Der Hof w├╝rde Dir gefallen Fl├Âckchen, es ist eine gigantische Anlage mit Parks und der Palast selbst stellt die Bezeichnung Prunk in den Schatten. Ich wei├č nich wieviel Tonnen Mamor hier verbaut wurden, aber sobald Du den Palast betrittst, wei├čt Du dass dort tats├Ąchlich ein Herrscher lebt. Kein Rat, kein Amtmann, ein Herrscher ├╝ber ein Land. Sobald Du hier bist mit den anderen, frage ich um Erlaubnis, ob wir den Palast einmal komplett anschauen d├╝rfen.

Noch etwas, Du wirst es nicht glauben, aber Linhard hat uns eine eigene Scholle geschenkt. Seine Begr├╝ndung war folgende.

"Wohin wir ziehen werden, oder wo wir letztendlich gl├╝cklich und eine Familie werden, wird meinen Paps nicht gekratzt haben Davy. Das sind Kleinigkeiten mit denen er sich nicht aufgehalten hat. Sein Wunsch war es, sein Versagen von damals wieder gut zu machen. Die Scholle wird das nicht k├Ânnen, nichts kann das. Es gibt auch nichts auf der Welt, was Dich das vergessen lassen k├Ânnte.

Aber mit Deinem St├╝ck Land, kannst Du es vielleicht ein bisschen besser abhaken und die was ganz eigenes aufbauen. Ab jetzt ben├Âtigst Du niemanden mehr von uns, Du bist frei. Du hast Land, Du hast Einnahmen, Du bist v├Âllig unabh├Ąngig von mir. Die einzige Bindung die noch besteht beruht auf Freiwilligkeit, auf Wunsch Davy und das schenke ich Dir in Brandurs Namen".

Ich wei├č nicht was ich dazu sagen soll, ich bin einfach ger├╝hrt. Die Worte haben sich in mein Ged├Ąchtnis eingebrannt. Ich werde mich um ein neues Haus k├╝mmern, sch├Ân dass der Umzug gut voran geht Varmi.

Ich vermisse Dich Flocke und das W├╝rmli und nat├╝rlich alle anderen auch. Ich freue mich, wenn wir es uns hier richtig gem├╝tlich machen. Danke das Du Dich gemeldet hast┬┤,
antwortete Dave mental und ├╝bermittelte Varmikan seine Gef├╝hle.
`Ich liebe Dich auch Davy. Uns geht es allen gut und dem W├╝rmli nat├╝rlich auch. Das sind tats├Ąchlich wunderbare Neuigkeiten. Puschel kann dann gleich mit einer neuen Grillecke in Souvagne loslegen. Der wird sich freuen. Ich bin gespannt, was Du f├╝r ein Haus aussuchen wirst.

Und nebenbei, es wurde auch Zeit, dass Du Dich mit Pavo auss├Âhnst. Was Brandur f├╝r unseren Linhard war, ist Pavo f├╝r Dich. Was hat er nicht alles f├╝r Dich getan? Gut klar, ich war am Anfang eifers├╝chtig und er hat versucht sich in unsere Beziehung einzumischen. H├Ątte er das nicht versucht, w├Ąre das wohl wesentlich seltsamer gewesen. Er hat sich einfach Sorgen um Dich gemacht.

Und Davy Pavo ist alt. Nicht einfach alt, sogar uralt. Du kannst Dich heute mit ihm streiten und nimmst Dir morgen die Vers├Âhnung vor, da Ihr Euch trotz allem liebt. Aber wer sagt Dir, dass es ein Morgen gibt? Das kann Dir keiner garantieren. Drum sei nicht immer so stur, gerade nicht zu ihm. Ich hatte meine Differenzen mit Pavo, aber ohne ihn, g├Ąbe es Dich gar nicht mehr. Ohne den alten Gobo h├Ątte ich Dich nicht zum Ehemann.

Ich werde ihm Deine Gr├╝├če ausrichten und dass Du ihm gar nicht b├Âse warst, sondern nur geschmollt hast. Und ich sage ihm, dass Du ihn vermisst. So Du, ich lege mich schlafen. Morgen meldest Du Dich Sternchen. Schlaf sch├Ân und tr├Ąum was S├╝├čes┬┤,
antwortete Varmikan mental und trennte vorsichtig die Verbindung.

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Besuch vom Schwiegerpapa

#28

Beitrag von Brandur von Hohenfelde » Mo 16. Apr 2018, 23:58

Linhard von Hohenfelde
Linhard hatte nicht nur den Umzug nach Almanien in die Wege geleitet, nein mit Dunwins Hilfe in Aimerics K├Ârper war es ihm auch gelungen in Souvagne eingeb├╝rgert und nobilitiert zu werden. Ergeben hatte sich zudem eine Hochzeit, nicht jene die er sebst geplant hatte, sondern eine komplett au├čerplanm├Ą├čige und zwar mit einem der Prinzen. Lin sah es die erste Zeit wie jeder Hohenfelde - rein pragmatisch. Bis zu einem Wendepunkt in ihrer sehr kurzen Beziehung, seit dem sah er seinen Verlobten mit anderen Augen. Die Hochzeit war auf den 01.05.203 festgelegt worden. Tradition war es, dass man von einem Elternteil - in Souvagne dem Vater, zum Traualtar geleitet wurde. Linhard hatte keinen Vater der ihn zum Traualtar geleiten konnte. Ansgar wollte er nicht fragen, da h├Ątte er sich auch selbst ins Gesicht spuken k├Ânnen. So beschloss er den Weg, wie fast jeden anderen auch seit 18 Jahren allein zu gehen. Weder hatte er vor Dave noch Anwolf zu fragen. Sie h├Ątte er zwar gerne gefragt, aber er wollte sich keinen Korb holen. Auch er hatte seinen Stolz. Ihm viel ein, dass das Verbot f├╝r Nekromantie erst am 07.05. griff, folglich konnte sein Paps am 01.05. sehr wohl dabei sein. Zwar nicht lebend, da er es bis jetzt nicht geschafft hatte einen der Blutmagier zu entf├╝hren und in seine Gewalt zu bringen, aber als beschworener Geist sehr wohl. So hatte er sich erneut hilfesuchend an Osmund gewandt.

Osmund von Wigberg
Der alte Nekromant hatte alles vorbereitet und nun beschwor er erneut Brandur. Eigentlich hatte dieser vor gehabt bis zu seiner tats├Ąchlichen Wiedergeburt zu schlafen, nun hatten sich die Dinge ge├Ąndert und Lin bat erneut darum, dass sein Paps beschworen wurde. Osmund st├Ârte es nicht. Er genoss es seine F├Ąhigkeiten unter Beweis zu stellen und einen Geist zu beschw├Âren war nichts, was ihn irgendwie ins Gr├╝beln oder gar ins Schwitzen brachte. Brandur sp├╝rte erneut den Zog und einen Augenblick sp├Ąter wurde er wider Willen zur├╝ck in die Physis gerissen.

Brandur von Hohenfelde
Ein blaues Licht erschien. Zun├Ąchst klein und schwach, doch es wuchs, bis es wie eine Sonne glei├čte. Die Gesichter der Anwesenden erstrahlten blau, ehe das Licht wieder schw├Ącher wurde und sich als ein dunkelblaues Leuchten stabilisierte. Der Geist ver├Ąnderte seine Substanz, um sie in die Form der Gestalt zu bringen, in der er am Tag seines Todes auf Asamura gewandelt war. Mantel, Schnallenschuhe, Dreispitz und Gehstock durften dabei nicht fehlen. Er blickte sich um und nahm Osmund als seinen Beschw├Ârer war. Der interessierte ihn nur am Rande. Wichtiger war, dass sein Sohn vor ihm stand. ┬╗Mein lieber Junge, was ist geschehen?┬ź, fragte Brandur ernst, denn f├╝r ihn war sicher, dass eine Katastrophe stattgefunden haben musste. ┬╗Sind die Wigbergs dir in den R├╝cken gefallen oder waren es die Leute aus den eigenen Reihen? Verlieren wir keine Zeit, beginnen wir von Anfang an. Berichte mir der Reihe nach, wer wie ermordet wurde.┬ź Brandur st├╝tzte sich auf seinen Gehstock und blickte ihn hochgradig besorgt an.

Linhard von Hohenfelde
Linhard grinste Brandur an. ┬╗Zuerst hat der Umzug nach Almanien reibungslos funktioniert. Jedenfalls was die Einb├╝rgerung anbelangt samt Nobilitierung. Aimeric hatte f├╝r mich um die Hand der Tochter des Duc angehalten - aber sie wurde mir verwehrt. Nun dennoch werde ich heiraten Paps und zwar am 01.05. und zwar Gregoire Verrill de Souvagne. Und da es Tradition ist, dass der Vater sein Kind zum Altar f├╝hrt wurdest Du beschworen. Noch ist es m├Âglich┬ź, erkl├Ąrte Linhard liebevoll.

Brandur von Hohenfelde
Brandur starrte Linhard einen Moment lang ausdruckslos an, weil er mit v├Âllig anderen Nachrichten gerechnet hatte. Er r├Ąusperte sich. ┬╗Nun, unter diesen Umst├Ąnden ist es wohl angebracht, sich Zeit f├╝r eine ausschweifendere Begr├╝├čung zu nehmen.┬ź Er schwebte zu seinem Sohn und umarmte ihn mit seinen eisigen Geisterarmen. Er hielt ihn umarmt, bis Raureif sich auf Linhards Kleidung abzeichnete und der Geist f├╝rsorglich wieder etwas auf Distanz ging. ┬╗Das sind ... ├╝berraschende Neuigkeiten. Und es ist wirklich niemand daf├╝r gestorben? Dieser Gregoire Verill ist als ein de Souvagne, der Sohn von Duc Maximilien, wenn ich mich recht entsinne? Aus taktischen Beweggr├╝nden w├Ąre eine Verm├Ąhlung mit der Tochter erstrebenswerter gewesen aus Gr├╝nden des Erhalts der Blutlinie. Aber ich sagte dir ja freie Partnerwahl zu, auch wenn ich dich, nun ja, etwas anders eingesch├Ątzt h├Ątte. Hast du deinen ... Verlobten ... bitte verzeih, ich muss mich an den Umstand erst einmal gew├Âhnen ... auf Herz und Nieren ├╝berpr├╝ft? Bist du sicher, dass er eines Hohenfeldes w├╝rdig ist und vor allem DES von Hohenfeldes, des Sippenoberhauptes - deiner?┬ź Brandur musterte seinen Jungen.

Linhard von Hohenfelde
Linhard genoss die Umarmung seines Vater, selbst dann noch als er von Raureif ├╝berzogen wurde. Was machte das bisschen K├Ąlte schon aus? Die Geste dahinter war von purer W├Ąrme erf├╝llt. ┬╗Ich erz├Ąhle es Dir ganz. Also wir waren dort zur Einb├╝rgerung und Nobilierung. Ich habe um einen Termin gebeten. Souvagne hat sich vergr├Â├čert, da es die Hohe Mark aufgenommen hat. Und was ben├Âtigt man bei einem Wiederaufbau - Geld. Wir haben Geld, wir haben Verbindungen, wir haben das n├Âtige Wissen, wir haben aber keine eigenen Schollen - wir waren nur Geldadel in Naridien. Die Macht die wir besa├čen haben wir uns hart erstritten und teuer daf├╝r bezahlt und zwar mit Blut. Ich habe eine sechsstellige Summe locker gemacht f├╝r vier Marquis-Schollen - eine Scholle der Wigbergs, eine der Eibenbergs, eine der Hohenfelde und eine f├╝r Dave - Hohenfelde-Eisseher. Du hattest ihm eine Wiedergutmachung versprochen, ich habe es in Deinem Namen geleistet. In meinem Namen wurde dem Duc ferner die gleiche Summe als zus├Ątzliches Staatsanleihen angeboten, aber dies lehnte er ab. Kurzum, wenn Du zur├╝ckkehrst bist Du kein Freiherr mehr - also kein Comte - sondern Marquis. Als diese Audienz mit dem Duc vorbei war, ging es um das Thema Olivie de Souvagne. Zur Zeit sitzt der Kronprinz auf dem Thron und ist Duc. Sein Vater befindet sich in Ehveros. Ob dieser den Thron wieder einnimmt sobald er zur├╝ckkehrt wei├č ich nicht. Thema Heirat. Aimeric hatte vorgeschlagen, dass ich Olivie heirate und als Zweitfrau seine ┬╗Schwester┬ź Magdalena um mit Souvagne verbunden zu sein. Bin ich durch meinen Titel und meine Scholle eh - aber nun gut. Jedenfalls sagten die drei Br├╝der dann, ich w├╝rde Olivie nicht zur Frau bekommen, da Ciel - einer der Prinzen sie selbst heiraten wollte. Wer fragt sollte mich einem Nein leben k├Ânnen, dass konnte ich und dachte mir, gut dann versuche ich mein Gl├╝ck bei Magdalena. Nur Olivie w├Ąre eine sehr gute Partie gewesen, da unser Adelshaus somit am Hofe vertreten w├Ąre. Aber bevor ich dazu gro├č was sagen konnte, bot mir Gregoire an, ihn zu heiraten. Er fragte mich ob ich ihn heiraten wollte. Ich hielt das zuerst f├╝r einen Scherz der drei. Ich dachte sie wollten pr├╝fen inwieweit sie sich einen Spa├č erlauben konnten. Darum fragte ich Chirag. Die anderen die vorher noch dabei waren mussten den Saal verlassen. Nur eine Person durfte bei mir bleiben und da w├Ąhlte ich Chirag. Er erz├Ąhlte mir, dass man in Souvagne heiraten kann, wen man m├Âchte. Gregoire ist der zweite Mann in der Thronfolge. Ich hatte zuerst vor mir Bedenkzeit zu erbitten. Aber Chirag sagte etwas sehr logisches, dann kann Greg in der Zeit auch ├╝berlegen. Und ├╝berlege ich zu lange, sagt er vielleicht ab. Er gestand offen ein, dass er wei├č dass ich nichts f├╝r ihn empfinde. Ich fragte was er erwartet. Er erwartet ein Bem├╝hen um Freundschaft. Das w├Ąre mehr als die meisten anderen Adelsehepaare h├Ątten. Also nahm ich sein Angebot an. Ich sah es taktisch, es hat gewaltige Vorteile am Hofe einen F├╝rsprecher zu haben. Nun jedenfalls h├Ârte ich dann von den besagten Blutnekros und wollte seinem Bruder Ciel auf den Zahn f├╝hlen. Das war nach meiner Zusage Paps - ein anderes Treffen. Jedenfalls hat Ciel mich abgeb├╝rstet. Als er Gregs Wohnung verlassen hat, hatte dieser mich nach meiner Loyalit├Ąt gefragt. Er wollte wissen woher ich von den Nekros wei├č. Und da habe ich mit Greg offen und ehrlich ├╝ber alles geredet Paps. Auch ├╝ber Dich und wie sehr ich Dich vermisse. Er hat sich nicht lustig gemacht, oder mir vorgehalten dass ich ein Schw├Ąchling w├Ąre, sondern er hat mich einfach getr├Âstet. Ab dato waren wir Kumpel, er ist ein guter Typ. Dann kam der Tag wo er mir erkl├Ąrte, dass die Ehe vollzogen werden muss. Ich bat Urako um Rat und gemeinsam trafen wir uns mit Greg. Dann bat ich Archibald um Rat. Ich hatte nicht direkt vor den Rat umzusetzen. Aber an einem Tag kam ich sp├Ąt heim und er hatte sich gesorgt. Er hat mir ein Verlobungsring geschenkt - hier schau. Er hat nichts verlangt. Sogar das Essen dass ich mitbrachte wollte er erst am Morgen essen, dass ich ausschlafen kann. Da kroch ich nachts zu ihm ins Bett. Er ist gut zu mir und nun sind wir ein Paar┬ź, grinste Lin.

Brandur von Hohenfelde
Brandur h├Ârte sich alles in Ruhe an und betrachtete den Ring. Er musste sich eine Geistertr├Ąne verkneifen, man sah es daran, dass er einige Male blinzelte. ┬╗Ich bin sehr stolz auf dich, mein Sohn. Du hast dich verhalten wie ein wahrer Spross deiner Ahnen und mehr als das - du bist deinem Weg dabei treu geblieben. Dem neuen Weg. Kein Tropfen unseres Blutes wurde daf├╝r vergossen. Almanien, mein Junge ... viele Naridier sehen es als ein Land voller Grenzen, voller Mauern. Ich sah es stets als eine Art sicheres Nest, wo man gut beh├╝tet ist. Im ach so freien Naridien ist doch jeder sich selbst ├╝berlassen und muss schauen, wo man bleibt. Ich freue mich sehr ├╝ber diesen Schritt. Dass du an Davard gedacht hast in meinem Namen, r├╝hrt mich zutiefst. Niemand kann ihm seine geraubte Kindheit zur├╝ckgehebn, doch kann man so vielleicht dazu beitragen, dass er die Zukunft genie├čen kann. Bitte vergiss nie, wer es war, der seine Kindheit fra├č. Ich entnehme deinen Worten und sah auch selbst, dass du dich Archibald sehr hingezogen f├╝hlst. Nun, er k├Ânnte vom Alter her dein Vater sein ... es wird stets eine Aufgabe f├╝r dich bleiben, M├Ąnnern, die dein Vater sein k├Ânnten, mit dem Bewusstsein gegen├╝ber zu treten, dass sie es nicht sind. Dein Vater steht hier, Linhard. Lass nicht zu, dass sich solche Gef├╝hle bei dir f├╝r Archibald entwickeln. Ich wei├č, dass dir dein Vater fehlt ... du fehlst mir auch. Wie seid ihr im Thronsaal auf das Thema der Blutnekromantie gekommen? Habt ihr schon eine Spur? Ich freue mich f├╝r dich, dass du dich so gut mit Gregoire verstehst, gleichwohl taktisches Denken deine Zustimmung erm├Âglichte. Sch├Ân, dass es nicht nur bei kaltem Kalk├╝l bleiben muss, das h├Ątte mich geschmerzt. Das hast du gut gemacht, Linhard. Und der Ring ist ausgesprochen sch├Ân und obendrein sieht er ziemlich teuer aus.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard musterte den Ring und schmunzelte Brandur an. ┬╗Paps ich wei├č wer mein Vater ist, vielleicht wei├č ich nicht viel... aber DAS wei├č ich - DU. Ich antworte Dir das gleiche, was ich Greg sagte. Der Ring k├Ânnte aus dem billigsten Blech sein, es ist die Geste dahinter. Ich bedeute ihm etwas, er macht es ├Âffentlich, er steht zu mir. Darum ist er f├╝r mich wertvoll. Ich wei├č das Arch nicht mein Vater ist und ich erinnere mich sehr gut was wir im Haus gesehen haben. Aber manchmal habe ich meine Probleme mit ihm Paps. Wenn ich einen Rat ben├Âtige oder einfach jemanden der mir zuh├Ârt, dann ist er f├╝r mich da. Manchmal bekomme ich die zwei Personen die er ist nicht unter einem Hut. Du kannst neben ihm sitzen, plaudern, lachen, rauchen und eine gute Zeit haben und Du f├╝hlst Dich in seiner N├Ąhe absolut sicher. Und keine zwei Sekunden sp├Ąter... schei├čt Du Dir vor ihm fast in die Hose, wenn Du siehst was er mit anderen macht. Ich wei├č nicht warum, vielleicht habe ich da einen Hau von Opa weg, aber auf ganz seltsame Art mag ich ihn. Ich verachte abgrundtief was er Dave und anderen antat. Aber ich w├╝nsche zeitgleich, dass er der Arch bleibt, mit dem man scherzen kann, der einen zur Not beisteht oder einen sogar besch├╝tzt. Das gleiche dachten die meisten auch von Dunwin. Ich habe ihn nur als eine Person kennengelernt die immer besorgt um mich war und sich gek├╝mmert hat - sogar jetzt noch. Zu mir war er nie wie zu Dave. Das wei├č ich. Aber ich kann doch nur meine eigene Meinung werten - ich glaube Dave und Ansgar. Ihr Leid spreche ich ihnen nicht ab. Aber sie k├Ânnen auch Dunwin nicht absprechen, dass er eine gute Seite hat. Und wenn er sie nur uns zeigte in so kurzer Zeit, daf├╝r kann ich doch nichts. Souvagne und Einschr├Ąnkungen? Tja man kann es so sehen. Die Sicht ist vom Standpunkt abh├Ąngig. Von au├čen kann man sagen die verschanzen sich. Von innen kann man sagen, puh sch├Ân sicher. Ich habe es aber lieber sch├Ân sicher mit klaren Regeln, als dass manche Tradition solche Bl├╝ten annimmt wie in Naridien. Und damit meine ich jetzt mal nicht uns, sondern denk mal an Obenza. Die Stadt w├Ąre nirgendwo in Almanien m├Âglich. Ist das ein Nachteil? Ich habe mich an Deine Worte erinnert. Und wenn wir einen Neuanfang wagen, dann so dass man sich auch daran halten muss. Wer nur leere Worte verspricht, hat hier schlechte Karten. M├Âchtest Du Greg mal kennenlernen? Unsere Idee war, dass er Magdalena heiratet. So h├Ątte er mich und sie. Sp├Ąter nicht direkt. Meine Kinder sind meine Blutlinie - seine nun logisch seine. Genug von dem ganzen Planungsschei├č und den ganzen Aufgaben! Mal was Wichtiges, bevor ich Dir hier alles haargenau weiter erkl├Ąre - ich habe Dich derma├čen vermisst dass mir die Knochen weh taten und ich echt ├╝berlegt habe Dir zu folgen. Es ist gleichg├╝ltig auf welcher Seite wir zusammen sind, dachte ich. Ich dachte ich besuche Dich nach der Hochzeit und wir sind wieder zusammen. Die Aufgaben w├Ąren erledigt gewesen. Aber nun mag ich nicht mehr auf die andere Seite kommen. Ich habe so ein Flugvieh, ein Megahuhn. Wenn Du zur├╝ck bist musst sie sie mal reiten. Ich kenne kein Gef├╝hl wo man sich so frei f├╝hlt wie auf ihrem R├╝cken. Sie hei├čt Aquila und sieht aus wie eine Monsterlegehenne. Habe ich Dir schon gesagt dass ich Dich liebe?┬ź, hakte Lin nach.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Keks, Linhard ... ich liebe dich auch, mein lieber Junge.┬ź Brandur streichelte sacht mit seiner eisigen Hand die Schulter des jungen Mannes, der hier vor ihm sa├č, noch immer kahlk├Âpfig und m├╝de aussehend, aber zufrieden. ┬╗Bist du gl├╝cklich?┬ź, wollte Brandur wissen und sah ihm tief in die Augen. ┬╗Du darfst mir nicht folgen. Das verbiete ich dir. Daf├╝r ist es viel zu fr├╝h. Und eigentlich hatte ich auch nicht vor, ewig tot zu bleiben. Was will ich allein in der Physis? Tu mir das nicht an, Linchen!┬ź Er streichelte mit der R├╝ckseite seiner Finger Linhards Wange, aber nur kurz, um seine Haut nicht zu verletzen. Es f├╝hlte sich an wie ein bei├čender Winterwind. ┬╗Bitte vergleiche Archibald nicht mit meinem Bruder. Damit kriegst du mich nicht rum. Ich verabscheue ihn. Dunwin war von Anfang an v├Âllig anders. Ihn zwang man zu diesem Kampf - Archibald entschied sich aus freien St├╝cken, zu einer Bestie zu werden. Wie geht es Kasimir, oder hat Archibald ihn inzwischen gefressen? Die beiden schienen sich gut zu verstehen. Nat├╝rlich m├Âchte ich deinen Verlobten, meinen Schwiegersohn, kennenlernen! Dass er dir ein Hun schenkt ... nun ja. Davard hatte einst auch ein Huhn geschenkt bekommen. Das scheint unter jungen Leuten heutzutage nicht un├╝blich zu sein. Du hast mir noch nicht verraten, ob ihr eine Spur habt bez├╝glich eines Blutnekromanten.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Lin lachte leise. ┬╗Nun einer von uns beiden muss zum anderen kommen. Gl├╝cklich? Eine schwierige Frage aber ich lehnte mich mal sehr weit aus dem Fenster - ich behaupte ja. Ich h├Ątte nicht gedacht, dass mich Greg gl├╝cklich machen w├╝rde oder es ├╝berhaupt kann. Aber er kann, er hat einen ziemlich bissigen Humor. Und er hat eine Bibliothek die ist zum niederknie... wenn man B├╝cher mag. Und er liebt Kekse. Erschreck Dich nicht vor ihm, er ist d├╝nn wie ein Stock. Das mit den Blutnekros ist echt ein Problem. Ich habe davon zwei st├Ąndig im Fahrwasser, da sie auf Arch und Kasimir aufpassen. Nur kann ich meine Verfolger nicht wegfangen. Hier d├╝rfen Vampire so nicht rumlaufen. Also ja - ich habe sogar zwei Paps! Aber ich komme nicht an die Typen ran! Ich habe Archibald auf sie angesetzt, er soll sich was einfallen lassen. Alles was ich Dir versuche wegen ihm zu erkl├Ąren ist, dass ich eine Seite von ihm echt mag und die andere am liebsten t├Âten w├╝rde. Ich m├Âchte Dich zu gar nichts rumbekommen Paps. Opa hatte das gleiche Schicksal wie Du, dank Alastair... welches Archibald hatte und ob er ├╝berhaupt eines hatte, wei├č keine Sau. Nur das seine Leute eines hatten und zwar ihn. Danach gab es keine Familie mehr. Das Huhn ist etwas gr├Â├čer als das von Dave. Gleichg├╝ltig, ich bekomme Dich schon zur├╝ck in die Physis, denn nun kann ich nicht mehr gehen Paps. Ich wei├č Dein Verbot zu sch├Ątzen, aber alles was ich bis dato hatte war Dich. Nun habe ich Dich und Greg - also in der Physis sind zwei Leute, Du musst also zu uns kommen. Schwebe mir hinterher, ich bringe Dich zu ihm┬ź, grinste Lin gut gelaunt.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Eine Bibliothek┬ź, murmelte Brandur interessiert. ┬╗Woher wei├čt du, dass eure Verfolger Blutnekromanten sind? Blutnekromanten sind sehr selten und du verstehst sicher, warum sie so begehrt sind und sich daher verbergen. Vielleicht ist es ein Bl├Âff. Andernfalls muss hier wohl jemand sein, der sie direkt befehligt und daher Zugriff auf ein Nest hat. Wer ist das?┬ź Gespannt schwebte Brandur neben Linhard anstatt wie angewiesen hinter ihm. ┬╗Junge, ich bin dein Vater, ich werde sicher nicht hinter dir gehen oder schweben! Wie sieht das denn aus!┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard drehte sich zu seinem Paps um und blieb stehen. ┬╗Du hast Recht, entschuldige. Woher ich es wei├č? Vertrauen gegen Vertrauen - daher. Wer der Kopf in der Schlangengrube ist, wei├č ich nicht. Aber ich wei├č dass die zwei Blutnekros sind. Ich wei├č es von meinem Verlobten Greg. Und er wei├č es von seinen Br├╝dern. Als ich die Audienz verlie├č hat Ciel die beiden Nekros auf meine Vampire angesetzt. Er fragte Dreux ob sie weiterhin die beiden verfolgen sollen. Und Dreux ordnete es als Duc an. Folglich wird es stimmen, es sei denn Dreux und Ciel bel├╝gen ihren j├╝ngsten Bruder. Aber das glaube ich nicht. Denn wenn Du einen von ihnen etwas schr├Ąg kommst sind die sofort ein Trio und zwar gegen Dich. Du kannst keinen Keil zwischen sie treiben. Frage ihn selbst Paps. Sie hatten im Orden der Blutnekros einen Maulwurf vermutet, da ich ein klein wenig ungeschickt nach denen gefragt habe. Und da musste ich mit der Sprache rausr├╝cken, dass ich es von Dir wei├č. Den Rest sagte ich zwar, aber Du wei├č wie - Familienart - ich sagte es ohne etwas zu sagen. Wie lange kannst Du bei mir bleiben?┬ź, fragte Lin und f├╝hrte Brandur zu Gregs Quartier.

Brandur von Hohenfelde
Brandur nickte und l├Ąchelte zufrieden. ┬╗Prinz Ciel ist also jemand, der unmittelbaren Zugriff auf die Blutnekromanten hat. Zudem mussten sie direkt vor Ort sein. Wenn zwei dort waren - sind es wom├Âglich noch mehr, zum Schutz der Familie de Souvange? Versuche, das aus Greg herauszubekomen ... wom├Âglich ist das Nest hier vor Ort! Ich werde bei dir bleiben, bis zur Hochzeit und dann werden wir weitersehen. Im ersten Moment war ich entsetzt ob meiner Beschw├Ârung, da ich eine Katastrophe f├╝rchtete, doch inzwischen bin ich bester Dinge und habe es nicht so eilig, zur├╝ck in den Nexus zu gehen.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Wenn es nach mir ginge w├Ąrst Du nie gegangen Paps┬ź, erkl├Ąrte Linhard und klopfte. Es dauerte einen Moment, dann ├Âffnete ihnen Zerbino die T├╝r. Einen winzigen Augenblick sp├Ąter ersp├Ąhte er Brandur und fiel gef├Ąllt um. Lin machte einen Schritt ├╝ber den Leibdiener und schaute sich gut gelaunt nach Greg um. ┬╗Greg? Wo bist Du? Ich habe Besuch mitgebracht!┬ź, rief Lin gl├╝cklich.

Gregoire Verill de Souvagne
Greg gesellte sich zu Lin und begr├╝├čte ihn freundlich, ehe er selbst auch Brandur entdeckte und einen Schritt zur├╝ck machte. ┬╗Was ist das?┬ź, hakte er misstrauisch nach.

Linhard von Hohenfelde
┬╗Nicht was - wer! Mein Paps! Brandur, dass ist Greg - Greg, dass ist mein Vater┬ź, stellte Linhard sie einander vor.

Brandur von Hohenfelde
Brandur schwebte, ganz wie es seinerzeit Dunwin bei Kasimir getan hatte, r├╝cksichtslos durch den am Boden liegenden Mann hindurch. Es war nur ein Diener und ganz offensichtlich auch noch ein Z├Ąrtelchen. Brandur blieb in geb├╝hrlichem Abstand vor dem Prinz stehen und verneigte sich. Im ersten Moment war er ├╝berrascht, dass er keine R├╝ckenschmerzen dabei versp├╝rte, dann erinnerte er sich daran, dass er ja seines Leibes beraubt worden war. ┬╗Hoheit┬ź, sprach er in hervorragendem Asameisch. ┬╗Mein Name ist Brandur von Hohenfelde. Mein Sohn hat mich soeben ├╝ber Eure Verm├Ąhlung in Kenntnis gesetzt. Als liebender Vater folgte ich nat├╝rlich seinem Vorschlag, mir meinen Schwiegersohn einmal pers├Ânlich anzusehen.┬ź Er richtete sich wieder auf und betrachtete Gregoire ganz genau. Der Mann war wirklich extrem d├╝nn. Brandur versp├╝rte den Impuls, ihm mit dem Gehstock gegen die d├╝nnen Beine zu klopfen, um ihre Stabilit├Ąt zu ├╝berpr├╝fen, doch nat├╝rlich belie├č er es dabei, den Prinz genau zu betrachten.

Gregoire Verill de Souvagne
┬╗Die Freude ist ganz meinerseits, auch wenn Ihr Erscheinen etwas.... gew├Âhnungsbed├╝rftig ist. Linhard hat viel ├╝ber Sie erz├Ąhlt. Sehr viel, er hat Ihnen quasi ein Monument gebaut. Wie sind Sie aus dem Jenseits hierher gekommen? Durch Nekromantie nehme ich an? Nekromantie ist in unserem Land ge├Ąchtet - aber da wir am 01.05. heiraten und sie am 07.05. erst vollumf├Ąnglich verboten wird, k├Ânnen Sie gerne bleiben. Lin w├╝rdest Du bitte mal Zerbino aufheben? Und zufrieden mit dem was Sie sehen werter Herr Papa?┬ź, schmunzelte Greg.

Linhard von Hohenfelde
Linhard hakte Zerbino unter, schliff ihn zur Couch und legte ihn darauf ab. Viel tun konnte er dabei eh nicht, er musste einfach wieder zu sich kommen. Lin schloss die T├╝r und stellte sich so, dass sie drei wie im Kreis standen. Bewusst bezog er keine Stellung. Er musste sich zusammenrei├čen nicht total bl├Âde zu grinsen, weil beide Personen die er liebte gemeinsam in einem Raum waren.

Brandur von Hohenfelde
Brandur nahm sich die Freiheit, sich unaufgefordert auf einer Sitzgelegenheit niederzulassen. Er war als alter und sehr kranker Mann gestorben und handelte daher aus Gewohnheit so, als w├╝rde er noch leben und des Sitzens bed├╝rfen. ┬╗Ich bin sehr stolz auf meinen Jungen und Ihr habt wahrlich au├čerordentlichen Geschmack bewiesen, um seine Hand anzuhalten. Auch zeugt Eure Wahl von betr├Ąchtlicher Weitsicht. Linhard hat Euch sicher erz├Ąhlt, welche historische Rolle unsere Familie und die Sippe in Naridien spielte. Ich freue mich sehr, dass unsere H├Ąuser durch die Bande der Ehe verbunden werden sollen und ├╝ber die Chance, in der ehemaligen Hohen Mark unter Beweis stellen zu d├╝rfen, wozu unsere alte und namhafte Familie wirklich f├Ąhig ist, wenn man sie nur l├Ąsst. Ich kannte Souvagne bereits ├╝ber meine Ehefrau und habe mich hierzulande immer sehr gl├╝cklich gesch├Ątzt. Linhard erf├╝llt mir einen alten Lebenstraum damit, dass er den Umzug der Sippe arrangiert hat. Es ist ein ehrw├╝rdiges und stolzes Land, mit dem ich mich tief verbunden f├╝hle, auch wenn ich nicht hier geboren wurde.┬ź Er betrachtete Gregoire noch immer. ┬╗Nun, aus der Sicht Eures angehenden Schwiegervaters macht Ihr einen gebildeten, gepflegten und ansprechenden Eindruck. Mein Sohn brachte zum Ausdruck, dass er obendrein gl├╝cklich mit Euch ist und das freut mich besonders. Mich beschwor ein Nekromant unserer Familie. Wenn ab dem 7.5. das Verbot der Nekromantie greift, wird das wohl der Tag sein, an dem ich dich auf unbestimmte Zeit wiede verlassen muss, Linhard.┬ź Vor Gregoire zeigte Brandur nicht, was dabei in ihm vor sich ging. Doch Linhard w├╝rde es auch so wissen, nachdem sein Vater ihm kurz zuvor noch gesagt hatte, dass er seine Beschw├Ârung zu genie├čen begann in Anbetracht von so vielen positiven Ereignissen. ┬╗Ich bin dankbar, dass uns noch die Gelegenheit bleibt, die Hochzeit gemeinsam zu erleben.┬ź

Gregoire Verill de Souvagne
┬╗Wir wissen wozu Eure Sippe sowie auch Eure Familie in der Lage ist werter Schwiegerpapa. Eure geballte Macht gelenkt durch g├╝tige H├Ąnde w├Ąre enorm. Wie sagt mein Vater immer Macht ist immer lieblos - aber Liebe niemals machtlos. Denn w├Ąre dem so, w├Ąrt Ihr samt Eurer Familie nicht hier. Um die Hand Eures Sohnes hielt ich an, da ich ihn sah und ihn wollte. Ich bleibe bei der Wahrheit, so wie stets. Dies hatte nichts mit seiner Familie zu tun - weder postiv noch negativ. Seid unbesorgt. Es war eine reine Bauchentscheidung, eine Entscheidung des Gef├╝hls. Ich hatte gehofft, dass er es erwidern w├╝rde, aber es von Euch zu h├Âren erfreut mich sehr. Es ist ein sch├Âneres Kompliment als von ihm selbst. Euer Sohn bat darum, dass Ihr behandelt werden w├╝rdet. Er bat darum dass man Euch vom Tode kurriert. Vielleicht werdet Ihr dann nicht auf ewig getrennt sein, was das Datum anbelangt. Ich selbst habe darauf keinen Einfluss. Aber Ihr wisst mehr als Ihr wissen solltet. Dass Ihr unser Land derma├čen liebt, ehrt mich. Jeder Duc gibt sein Bestes dass Souvagne ein ruhiger Hafen der Zuversicht in einem tobenden Meer aus Kriegen ist. Was drau├čen geschieht interessiert uns meist nicht. Ob Ihr dort Leuten die Kehlen durchschneidet ist gleich - solange Ihr in Souvagne die Gesetze achtet, seid Ihr in Souvagne ein ehrbarer B├╝rger. Nunja wie sich das mit Geistern verh├Ąlt, kann ich nicht absch├Ątzen┬ź, grinste Greg kurz und musterte Linhard. ┬╗Lin w├╝rdest Du meine Rauchstangen aus der Bibliothek holen? Ich habe sie vergessen?┬ź, bat Greg. ┬╗Du kannst offen mit meinem Paps reden, selbst wenn ich dabei bin Greg. Und falls Deine Rauchstangen tats├Ąchlich in der Bibliothek liegen - dann holen wir sie gemeinsam. Paps w├Ąre bestimmt erstaunt wie riesig sie ist┬ź, gab Lin zur├╝ck. ┬╗Soll ich gekr├Ąnkt sein oder stolz? Danke f├╝r die Unterstellung. Aber wenn wir schon offen reden sollen - spricht f├╝r Sie etwas gegen unsere Hochzeit? Haben sie Fragen oder Bedenken? Haben Sie W├╝nsche? Ben├Âtigen Sie etwas in der Form?┬ź, hakte Greg freundlich nach.

Linhard von Hohenfelde
Linhard gab Greg einen Kuss auf die Schl├Ąfe und holte sich die Pl├Ątzchen von Wohnzimmertisch. ┬╗Ich wollte Dir gerade auch eines anbieten Paps - alte Gewohnheit┬ź, grinste Lin verlegen.

Brandur von Hohenfelde
Brandur war ein wenig beleidigt, dass Gregoire Linhard nicht um des Rufes ihrer Familie willen ehelichen wollte, nicht mal ein klein wenig, aber das behielt er f├╝r sich. Er dachte scharf nach. ┬╗Nun, ich f├╝r meinen Teil habe nie jemanden get├Âtet, womit ich in meiner Familie wohl ein Exot bin. Ich habe mich lieber jenen gewidmet, die bereits verstorben waren und die ihrer Gebeine nicht l├Ąnger bed├╝rfen. Wie es um den besonders umsichtigen Einsatz von Blutnekromanten steht, dar├╝ber bin ich informiert, da ich ein Mensch bin, der sich ├╝berdurchschnittlich hoher magischer Bildung erfreuen durfte - ja, mitunter auch am Rande der Legalit├Ąt, selbst im liberalen Naridien. Da ich bereits tot bin, d├╝rft Ihr das gern wissen. Ihr spracht davon, dass dar├╝ber geredet wurde, mich mit Blutnekromantie zu behandeln ... da ich noch tot bin, kann ich mir denken, wie das Gespr├Ąch ausging. Daher habe ich ein Angebot. Als Lebender w├Ąre ich in der Lage, meine alte Kunst erneut zu wirken und ich war immerhin Hexenmeister dem Range nach. G├Ąbe es nicht einen Verstorbenen, auf eigener oder Feindesseite, den zu sprechen oder geisterhaft unter euch wandeln zu lassen Ihr Euch w├╝nschen w├╝rdet? Es w├Ąre ein Handel, ich w├╝rde diese betr├Ąchtliche magische Leistung nat├╝rlich nicht umsonst erwarten. Unabh├Ąngig davon spreche ich als Euer Schwiegervater Euch meinen Segen dazu aus, meinen Sohn zu ehelichen. Er ist gl├╝cklich und auch Ihr w├Ąhltet nach dem Herzen - was will man als Vater mehr erwarten? Ich w├╝nsche Euch eine freudige Hochzeit und eine erf├╝llte Ehe.┬ź Als Linhard ihm einen Keks anbieten wollte, schmunzelte Brandur ein wenig. ┬╗Danke, aber ich bin auf Di├Ąt.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard musterte Brandur ger├╝hrt. ┬╗Ich esse Deinen Keks f├╝r Dich mit Paps┬ź, sagte er leise.

Gregoire Verill de Souvagne
Gregoire nickte zustimmend. ┬╗Einen Moment┬ź, sagte er freundlich, holte etwas Riechsalz und hielt es Zerbino unter die Nase. Als sein Leibdiener wieder zu sich kam, stellte er es beiseite und wandte sich wieder seinem Gast zu. ┬╗Entschuldigt die St├Ârung, aber ich konnte ihn dort so nicht liegen lassen. Ich danke Euch f├╝r Euren Segen und Ihr h├Ąttet auch meinen - f├╝r Eure Wiederbelbung. Wenn auch nur ein Bruchteil dessen stimmt, was Linhard mir erz├Ąhlt hat, dann kann ich Eure Bedeutung f├╝r ihn voll und ganz nachvollziehen. Wissenshunger ist nicht illegal - nur die Aus├╝bung. Hier k├Ânnt Ihr alles lesen, erlernen, nur d├╝rft Ihr nicht alles anwenden. Da ist der Knackpunkt. Lin hat darum gebeten und mein Bruder hat ihm mitgeteilt, dass es unm├Âglich sei einen Toten zu heilen. Tote bleiben tot. Aber scheinbar ist dem nicht so. Leider habe ich im Moment ein Problem, dank Lin. Ich erl├Ąutere es Euch. Ich offenbarte meinem Bruder dass, was Linhard mir anvertraute. Selbstverst├Ąndlich nicht im Detail. Das w├Ąre ein Vertrauensbruch. Aber als ich etwas meinen Bruder fragte, schwieg er genau mit dem Argument. W├╝rde er sprechen, w├Ąre es ein Vertrauensbruch. In dem Moment kam ich mir so vor, als h├Ątte ich ihn bereits begangen und das habe ich damit auch. Ich offenbarte was mir wichtig ist, sie schweigen. Wozu, dass wei├č ich nicht, aber eigentlich sollten wir drei uns erg├Ąnzen. Das Linhard nicht immer ein einfacher Umgang ist, d├╝rftet Ihr auch wissen. Er tr├Ągt das Herz auf der Zunge, aber er wei├č auch genau, wann er den Mund halten soll. Darum rede ich offen mit Euch, da ihr einen gewaltigen Stellenwert f├╝r meinen Mann habt - es gibt die Blutnekros wirklich aber ob der Tod tats├Ąchlich heilbar ist, dass wei├č ich nicht. So etwas k├Ânnten meine Br├╝der wissen, aber sie schweigen sich zu dem Thema aus. L├Ąge es in meiner Macht, h├Ątte ich Euch wiederbelebt allein um Linhards Willen und auch f├╝r Euch selbst. Auch wenn Ihr f├╝r mich da nur an zweiter Stelle stehen w├╝rdet. Das versteht Ihr. Ich werde Euer Angebot dem Duc unterbreiten und hoffe er geht darauf ein oder nimmt dazu Stellung. Versprechen kann ich nichts. Ich selbst w├╝nschte es w├Ąre anders. Aber ich bin froh, dass Ihr wenigstens auf diese Art an der Hochzeit teilnehmen k├Ânnt. Linhard wollte den Weg zum Altar alleine gehen. Er sagte so wie er ein Leben lang alle Wege beschritt bis Ihr kamt. Das fand ich ├Ąu├čerst traurig, aber eine andere L├Âsung kam f├╝r ihn auch nicht in Betracht. Ich pers├Ânlich habe niemanden auf der anderen Seite den ich gerne wiedersehen m├Âchte. Aus reiner Neugier w├╝rde mir nur mein Onkel einfallen. Der ├Ąltere Bruder meines Vaters, aber sonst niemand. Was immer Ihr hier sprecht, bleibt unter uns. Es bleibt in diesem Raum┬ź, erkl├Ąrte Greg ernst.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Ich danke Euch f├╝r Eure Worte und Eure Hilfsbereitschaft. Wenn es keinen Weg gibt, dann werde ich die Zeit, die uns noch bleibt, genie├čen und meinen Tod akzeptieren.┬ź Ganz bewusst lie├č er Linhard au├čen vor. Sein Junge sollte ruhig weiter forschen und versuchen, einen dieser widerspenstigen Moralapostel von Blutnekros auftreiben und dazu zwingen, das zu tun, wof├╝r er da war. ┬╗Dass es die Blutnekromanten gibt, daran habe ich nie gezweifelt. Ich sagte doch, dass ich hervorragende Kontakte genoss, oder nicht? Diese w├╝rden nat├╝rlich auch dem Haus de Souvagne zugute kommen, sollte man meine Wiedererweckung arrangieren k├Ânnen.┬ź Er beobachtete am├╝siert, wie Gregoire sich um seinen Diener k├╝mmerte. Anstatt ihn aufzuwecken, um ihn f├╝r seine Schw├Ąche zu z├╝chtigen, umk├╝mmerte er ihn auch noch.

Linhard von Hohenfelde
Linhard knuffte Brandur gut gelaunt, aber sein Ellenbogen ging durch ihn hindurch. ┬╗Greg ist stets hilfsbereit, falls er etwas findet dass uns vielleicht doch noch weiterhilft, wird er es mir sagen. Und vielleicht l├Ąsst sich der Duc ja doch noch erweichen. Ansonsten bleibst Du uns einfach so erhalten┬ź, erkl├Ąrte Lin und schmunzelte Brandur gut gelaunt an. Er w├╝rde die Sonne im Abgrund aufgehen, als dass er die Suche nach so einem Blutnekro aufgab. Und falls dieser nicht sprechen wollte - dann w├╝rde er Archibald kennenlernen und zwar genau jene Seite, die sie sonst verabscheuten. Notfalls w├╝rde von Dornburg den Nekro zum sprechen bringen, da war sich Linhard sicher. Dunwin wusste auf Arch ist dabei Verlass und er verlie├č sich auf seinen Opa. Er konnte und wollte nicht hinnehmen, dass es eine L├Âsung gab, die ihm aber verwehrt bleiben sollte. Vor allem warum? Nach welchen Kriterien wurde entschieden? Nasenfaktor? Die Sache war noch nicht zu Ende, sie hatte gerade erst angefangen. ┬╗M├Âchtest Du hier bei uns ├╝bernachten? Oh warte ich zeige Dir mal meine Einb├╝rgerung und Nobilitierung┬ź, sagte Lin gl├╝cklich und holte beide Urkunden so dass sie sich Brandur anschauen konnte. ┬╗Greg hat gesagt, er hat mir ein Herrenhaus auf unserer Scholle ausgesucht. Dort wird Dein Leib ruhen Paps, ganz in meiner N├Ąhe. Bleib als Geist bitte┬ź, flehte Lin. Er h├Ątte Brandur am ├ärmel gezupft, w├Ąre es m├Âglich gewesen. Wobei dann h├Ątte er ihn gleich richtig umarmt.

Gregoire Verill de Souvagne
┬╗Es w├╝rde unserem Hause zu Gute kommen, der neuen Akademie, der Wissenschaft an sich, die Liste wird lang. M├Âchtet Ihr meine Bibliothek sehen?┬ź, fragte Greg hoffnungsvoll.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Die Bibliothek?┬ź Brandurs hohenfeldsche Maske verrutschte einen Moment und offenbarte seine Begeisterung. Er tat, als m├╝sse er seinen geisterhaften Dreispitz an der vorderen Spitze zurechtr├╝cken, um die Mimik zu verbergen, bis sie wieder in Ordnung war. ┬╗Es w├Ąre mir eine Freude.┬ź Er sp├╝rte Linhards warme Hand in seiner Substanz, wie ein w├Ąrmendes Feuer. Der Funke des Lebens, der ihm fehlte und ihn so zu einem eisigen Hauch verdammte. Liebevoll sah Brandur seinen Sohn an. ┬╗Ich w├╝rde sehr gern bei euch bleiben, Linhard. Schlaf ben├Âtige ich nicht mehr, aber ich w├╝rde gern ein wenig in der Bibliothek die Buchr├╝cken studieren, w├Ąhrend ihr beide n├Ąchtigt. Vielleicht borgt man mir auch einen Diener, der f├╝r mich umbl├Ąttert. Oder noch besser - einen nachtaktiven, magisch gebildeten Gespr├Ąchspartner. Es ist mir eine Freude und eine Ehre, dass mein Leib in dieser Erde ruhen darf, die ich so sehr liebe.┬ź Interessiert betrachtete Brandur die beiden Urkunden. Er nickte. ┬╗Sch├Ân, Linhard. Ich freue mich sehr.┬ź Ein warmes L├Ącheln umspielte seine Lippen, das er rasch wieder mit der Hand verbarg, als m├╝sse er sich den Bart reiben.

Linhard von Hohenfelde
Linhard legte vorsichtig die Urkunden wieder beiseite. ┬╗Wir haben Kasimir hier, aber er darf den Hof nicht betreten┬ź, sagte Lin entschuldigend. ┬╗Ich werde Euch einen Diener zur Seite stellen. Folgt mir und lasst Euch ├╝berraschen. Ich sehe ich habe einen B├╝cherfreund vor mir┬ź, freute sich Greg und gab die F├╝hrung. Sie gingen eine Weile, bis sie an einer gro├čen T├╝r ankamen die Greg mit ganz unroyalem, breiten Grinsen ├Âffnete. ┬╗Paps gleich siesht Du genauso aus┬ź, lachte Lin.

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Brandur von Hohenfelde
Brandur entglitt nicht nur die Kontrolle ├╝ber seine Mimik, sondern ├╝ber seine ganze Gestalt. Er wurde zu einem blauen Nebel, der sich zu einem Kometen verdichtete und an den Regalen entlang raste. Einem Diener, der gerade ein Buchzur├╝ckstellte, flog er genau durch dieses Buch, was den Diener kreischen lie├č. Brandur k├╝mmerte sich nicht um ihn sondern erkundete im Flug die Dimensionen dieser Mutter aller Bibliotheken. Nach einigen Sekunden kehrte er zur├╝ck und nahm seine alte Gestalt an. ┬╗Ich muss voll unverholenem Neid zugeben, dass Eure Sammlung vielleicht zehn oder zwanzig B├╝cher mehr umfasst als meine eigene. Sie ist ├╝berw├Ąltigend. Das ist keine Bibliothek, sondern eine Schatzkammer! Wo ist die magische Abteilung zu finden?┬ź

Gregoire Verill de Souvagne
Im Fl├╝gel M wie Magie und dann nach Wissenschaften unterteilt. Ja ich liebe B├╝cher, dies hier ist meine Welt, mein Reich, mein R├╝ckzugsort. Ich w├╝rde den ganzen Hof so umgestalten, aber leider ist dies nicht m├Âglich. Wissen ist der wahre Schatz des Menschen. Ihr seht es ganz ├Ąhnlich nicht wahr? Nat├╝rlich ist auch Gold notwendig, den ohne Gold keine Forschung oder Expiditionen und ohne das - keine B├╝cher. Bedient Euch, schwelgt, genie├čt, f├╝hlt Euch wie Zuhause - dies ist mein tats├Ąchliches Zuhause. Mein Herzensquartier wenn Ihr so m├Âchtet. Vielleicht sollten wir uns beim Vornamen nennen? Ich bin Gregoire - kurz Greg und das ist meine Sammlung┬ź, grinste er vergn├╝gt.

Linhard von Hohenfelde
┬╗Und ich kann Dir versichern, Du findest ├╝ber jedes Thema ein Buch. Also ich habe zum Spa├č zig Themen herausgesucht und so viele B├╝cher gefunden, dass ich nicht wusste wo ich anfangen soll Paps. Also ich nehme mir meistens etwas Spannendes mit zu lesen, aus dem Unterhaltungsfl├╝gel┬ź, antwortete Lin aufgekratzt. Es war gl├╝cklich die beiden so strahlen zu sehen. So grinste vermutlich nur noch Veyd, wenn er in seiner Schatzkammer hockte und die Taler nachz├Ąhlte.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Angenehm, Brandur┬ź, sagte er sehr viel zug├Ąnglicher als noch vor kurzem. ┬╗Darf ich mir diesen Diener dort leihen oder k├Ânnt Ihr mir einen emotional gefestigteren Domestiken zur Verf├╝gung stellen, Gregoire? Von Gold habe ich nie viel gehalten, nicht von Talern noch Diamanten. Ich habe es stets wie die Rakshaner gehandhabt und Arbeit gegen Ware getauscht oder Ware gegen Ware.┬ź Er be├Ąugte Linhard, der ganz aufgebracht war. ┬╗Aus dem Unterhaltungsfl├╝gel? Belletristik?┬ź Etwas leiser murmelte er: ┬╗Von mir hat er das nicht ... Kunwolfs Erbe vielleicht ... ┬╗ Er brabbelte leise vor sich hin, w├Ąhrend er die Regale nach dem M absuchte.

Gregoire Verill de Souvagne
┬╗Leih Dir was immer Du Dir leihen m├Âchtest. Falls Du doch einmal eine gute Nacht Lekt├╝re ben├Âtigst, sehr viel ist es nicht ein Fl├╝gel. Schau bitte - f├╝ndig wirst Du auch hier. Man muss den Geist auch entspannen damit er wieder aufnahmef├Ąhig ist. Ich denke nicht viele ziehen Genuss aus der Forschung oder dem Lernen so wie wir. Deines ist also die Magie. Meines die Naturwissenschaften. Hier die Unterhaltungsecke┬ź, sagte Greg und deutete hinein.

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Linhard von Hohenfelde
Lin grinste die beiden an. ┬╗Ich wette wenn ich nur ein Buch heimlich woanders einr├Ąume w├╝rdest Du das merken┬ź, kicherte er gut gelaunt.

Gregoire Verill de Souvagne
┬╗Das w├╝rde ich merken und ich w├╝rde merken wenn eines meiner Babys fehlt┬ź, lachte Greg.

Brandur von Hohenfelde
Brandur registrierte, wie sein Junge kicherte, als er mit Gregoire herumalberte. Linhard schien wirklich in guten H├Ąnden zu sein. Brandur lie├č die beiden einen Augenblick allein und verfolgte den fl├╝chtenden und kreischenden Diener. ┬╗Im Namen des bodenlosen Grauens, bleiben Sie stehen!┬ź, befahl Brandur und wehte durch ihn hindurch, als er ihn ├╝berholte. Der Diener schlug schreiend um sich, als w├╝rde er ein Insekt verjagen wollen. Es war Nathan, den Brandur sich herausgepickt hatte. Kreidewei├č presste der Diener sich mit dem R├╝cken an ein Regal, das Buch an den Bauch gepresst. Der Geist baute sich vor ihm auf. ┬╗Ich befehle Ihnen, mir zu dienen und mir die magische Abteilung zu zeigen!┬ź, br├╝llte er mit der f├╝rchterlichsten Stimme, die er aufbieten konnte. Nathan sank zitternd auf den Hintern und starrte den Geist mit riesigen Augen an.

Gregoire Verill de Souvagne
Greg eilte hinzu und half Nathan auf die Beine. ┬╗Nathan, dies ist mein verstorbener Schwiegervater. Nun bitte, rei├če Dich zusammen und falle nicht auch um wie Zerbino. Er wohnt der Hochzeit bei und m├Âchte doch nur etwas lesen. Bitte bl├Ąttere f├╝r ihn um┬ź, bat Greg.

Linhard von Hohenfelde
Lin nickte zustimmend. ┬╗Paps das ist der Leibdiener des Duc┬ź, grinste Lin entwaffnend.

Nathan
Nathan kam wieder auf die Beine und lie├č den Geist nicht aus den Augen. ┬╗Sehr, sehr, sehr erfreut┬ź, stammelte er fast ohne Stimme.

Brandur von Hohenfelde
Brandur r├Ąusperte sich. ┬╗Ich bitte um Verzeihung. Mir w├╝rde ein gew├Âhnlicher Diener f├╝r das Umbl├Ąttern der Seiten vollauf gen├╝gen, es muss nicht das Eigentum des Ducs sein. Ich w├╝rde es ja selbst tun, aber dies ist mir leider nicht m├Âglich.┬ź

Gregoire Verill de Souvagne
┬╗Nathan dann sei bitte so gut und hole meinem Schwiegervater einen passenden Diener. Und bitte rege Dich nicht auf. Ich wei├č Du bist ein guter und f├Ąhiger Diener, aber Deine Nerven sind in letzter Zeit arg in Mitleidenschaft gezogen┬ź, sagte Greg freundlich.

Linhard von Hohenfelde
Linhard musterte Nathan der irgendwie wie ein H├Ąufchen Elend wirkte. ┬╗Uns w├╝rde ein ganz normaler Diener ausreichen, er muss nur die Nacht ├╝ber durchhalten, da mein Vater nicht mehr schl├Ąft. Was klar sein d├╝rfte. Atme mal kurz tief durch Nathan┬ź, bat Lin.

Nathan
Nathan stellte sich gerade hin und atmete wie befohlen. Seine H├Ąnde zittern. ┬╗Sehr wohl, Herr, ja ich tu es, ich hol den Diener. Und nein, ich rege mich nicht auf, ich war nur ein kleines bisschen erschrocken! Ich wollte nur die Lekt├╝re meines Herrn zur├╝ckbringen und dabei ist mir noch nie ein Gespenst begegnet. Mir geht es gut, macht Euch keine Sorgen, Danke, Herr!┬ź Er eierte davon und kurze Zeit sp├Ąter kam ein anderer Diener hinein, der offenbar schon vorgewarnt worden war, denn er war der Erste, der bei Brandurs Anblick nicht umfiel oder losschrie. Er verneigte sich vor den drei Herren, als Letztes vor dem Geist. ┬╗Wie darf ich Euch zu Diensten sein?┬ź

Gregoire Verill de Souvagne
┬╗Wir ben├Âtigen f├╝r unseren Gast schlicht jemand, der die Seiten beim Lesen umbl├Ąttert. Wir suchen die Leseecke auf. Brandur such Dir etwas nach Deinem Geschmack aus. Du f├╝hrst unseren Gast in die Magieabteilung und danach zu uns in die Leseecke┬ź, befahl Greg freundlich, nickte Brandur gut gelaunt zu und zog Lin mit sich.

Brandur von Hohenfelde
Brandur nickte und stellte sich dem Diener kurz vor, damit dieser ihn auch so behandelte, wie es ihm geb├╝hrte. ┬╗Mein Name ist Brandur von Hohenfelde und ich bin der Vater von Linhard und k├╝nftige Schwiegervater von Prince Gregoire de Souvagne. Da ich momentan leider nicht in festem Aggregatzustand in der Physis zu Weilen vermag sondern plasmatischer Natur bin, ben├Âtige ich ein wenig Unterst├╝tzung.┬ź Gregoire und Linhard nutzten die Gelegenheit, sich im Doppelpack aus dem Staub zu machen. Sie wollten sicher gerade zu zweit sein. Brandur war das Recht, so konnte er die vielen Informationen erst einmal Sacken lassen und die weiteren Pl├Ąne vorbereiten. ┬╗Sind Sie so weit?┬ź, fragte er den Diener mit kaltem L├Ącheln. ┬╗Dann zeigen Sie mir bitte die Magieabteilung.┬ź Der Diener ging voran und Brandur suchte sich das erste Buch aus.

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Re: Der neue Weg f├╝hrt nach Souvagne - Bran-Dun-Lin

#29

Beitrag von Linhard von Hohenfelde » Mi 18. Apr 2018, 16:49

Die Beschw├Ârung von Alastair - Chat-RPG 17.04.203 n.d.A.

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Re: Der neue Weg f├╝hrt nach Souvagne - Bran-Dun-Lin

#30

Beitrag von Morasa » Do 14. Jun 2018, 09:26

Morasa

├╝berlegte wohin sie mit Mauli und Terc gehen sollten. Sie konnten in seine Waldh├╝tte oder zu Firxas ziehen. Aber Mo hatte mitbekommen, dass Dave und seine ganze Familie nach Souvagne umzog. Sie durften so lange im Geisterhaus bleiben bis Mauli gesund war. Innerhalb der Geister hatte es viel Unruhe gegeben und in Daves Familie auch. Mo hatte am Rand mitbekommen, dass Lin mit der Familie dort ein neues Leben aufbauen wollte. Firxas und er wollten das auch. Damals als Mauli zuerst die Hilfe ben├Âtigte, hatte Anwolf ihm geholfen und Lin hatte das Fleisch f├╝r seinen Gul gebracht.
Er erinnerte sich gut an den w├╝tenden Jungen. Wut war es nicht, er war alleine. Das hatte Mo ihm angesehen. Morasa konnte nicht viel ├╝ber die Gef├╝hle von anderen sagen, aber mit Einsamkeit kannte er sich aus. Er wusste was es bedeutete allein zu sein. Allein unter anderen Waldalben die ihn nicht verstanden. Drum lebte er ganz allein im Wald. Manchmal arbeitete er als J├Ąger und S├Âldner. Um Dinge zu kaufen, die er nicht herstellen konnte. Und um Gesellschaft zu haben. Aber meist wurde nichts draus. So war er auch an die Geister gekommen und es war wie immer alles schief gegangen. Er wollte nur zu jemand geh├Âren.
Mit Firxas hatte sich das ge├Ąndert. Firxas war sein Mann und niemand w├╝rde ihn jemals den Tiefling wegnehmen. Er war so gl├╝cklich wie noch nie und das war Firxas Leistung. Morasa schaute Firxas grimmig an. Die Wut packte ihn, als er Terc auf Firxas R├╝cken sah. Diese kleine Plage. W├╝tend riss er Terc von Firxas R├╝cken und schleuderte ihn von sich. Kaum dass Terc auf dem Arsch landete war Mo bei ihm und verpasst ihm einen Tritt.

"Das ist mein Mann! Jetzt ist Schluss mit der Klammerei. Ich warne dich, h├Âr auf dich festzuklammern oder ich f├╝tterte Mauli mit dir. Nie k├Ânnen wir in Ruhe Sex haben, immer h├Ąngst du an meinen Mann fest. Such dir einen eigenen, wir haben dein Leben gerettet. Das ist dein Dank unser Sex zu verhindern? Wenn du mitgenommen werden willst, lass das klammern sein. Ich warne dich".

Mo strich sich die Haare aus dem Gesicht und ging zur├╝ck zu Firxas.

"Linhard ist mit der ganzen Familie von Dave nach Souvagne ausgewandert. Die wollten dort ein neues Leben anfangen. Wir k├Ânnen bei dir oder bei mir wohnen Firxas. Aber wir k├Ânnten uns auch Linhard anschliessen. Ich kenne ihn, er ist nett aber auch sehr einsam. Er war voller Wut als er hierher kam und das Fleisch f├╝r Mauli abliefern musste. Es war aber keine echte Wut. Ich sah in seinen Augen dass er alleine war. So alleine wie. Ich war immer allein Firxas. Keiner h├Ąlt das mit mir aus. Ich habe es oft probiert und ich habe es immer verpatzt. Sogar mit den Geistern. Drum war ich hier. Ich suchte einen Job und ich suchte Anschluss. Und wieder gings daneben. Mit dir habe ich das erste mal Gl├╝ck. Und an dich kam ich, weil mir Mauli geholfen hat gemeinsam mit Crize und Aksoy. Wo immer die sind, ich hoffe denen gehts gut.
Wollen wir Linhard folgen? Der hat den Stab von seinem Opa ├╝bernommen. Das ist eine Truppe, sowas wie S├Âldner und du bist S├Âldner. Er k├Ânnte uns einstellen. Dann haben wir beide einen Job und k├Ânnen mit ihm gemeinsam den Neuanfang starten. Er stellt uns bestimmt ein, wir sind gut. Du bist stark und ein Magier und ich bin ein guter J├Ąger und Spurenleser und ich kann sehr gut mit dem Bogen umgehen. Wenn ich einen hab. Wir w├Ąren in eine Gruppe und den Boss kenne ich. Das w├Ąre doch gut f├╝r uns alle, f├╝r dich, mich und den Linhard. Er erinnert sich bestimmt gerne an mein Mauli. Was sagst du Firxas, wollen wir unser Gl├╝ck bei Linhard versuchen?".

Morasa streichelte Mauli und wartete Firxas Entscheidung ab.

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