Seid gegr├╝├čt, Reisender!

Auf der Suche nach einem Abenteuer, was? Dann seid Ihr hier genau richtig, in einer Welt von edlen Rittern und dreckigen Halunken, m├Ąchtigen Magiern und fantastischen Wesen. Auch f├╝r Euch wird ein Pl├Ątzchen zu finden sein. Traut Euch und tretet ein in eines der aktivsten deutschsprachigen Forenrollenspiele der freien Fantasy! F├╝r Neulinge gibt es den Novizenbereich, wo Ihr alles Wissenswerte ├╝ber das Spiel erfahrt. In der Weltenbibliothek findet Ihr alle wichtigen Informationen zu unserer Welt. Und wenn ich Euch einen Rat geben darf - gesellt Euch doch einfach mal beim Stammtisch dazu, wo auch Neulinge ohne Ortskenntnis rasch Bekanntschaften schlie├čen.

Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Gro├čherzogtum Souvagnen
Das almanische Gro├čherzogtum Souvagne ist gepr├Ągt von sanfte H├╝geln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h├Ąlt sich aus Kriegen gr├Â├čtenteils heraus und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit├Ąt. Von allen Herrschern ist er der Gem├Ą├čigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr├Â├čtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#31

Beitrag von Dreux Gifford de Souvagne » Di 15. Mai 2018, 19:42

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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#32

Beitrag von Dreux Gifford de Souvagne » Di 15. Mai 2018, 20:45

Die Trauung

Endlich war es soweit, der offizielle Teil der Hochzeit begann. Der gesamte Hof war bis aufs ├äu├čerste herausgeputzt. Jeder noch so kleine Winkel war mit Blumen dekoriert worden. Pavillions waren aufgestellt worden, um die zahlreichen G├Ąste mit Erfrischungen und Speisen zu verw├Âhnen. Dabei hatte das Fest noch nicht einmal begonnen.

Die Zeit der Trauung war endlich gekommen. Dreux verschaffte sich kurz Geh├Âr.

"Werte Paare, werte G├Ąste folgt uns bitte in den Palast, auf dass die Verm├Ąhlung durch unsere Hand stattfinden m├Âge", sagte er h├Âflich. Dreux l├Ąchelte die Paare und G├Ąste freundlich an und gab dann den Weg vor, indem er gemessenen Schrittes zum Palast schritt.

Der Weg f├╝r diese Zeremonie war genau vorgegeben und dementsprechend abgesichert worden. Zur Durchf├╝hrung des milit├Ąrischen Zeremoniells waren rund 1000 Angeh├Ârige der souvagnischen Streitkr├Ąfte angetreten. Die Streitkr├Ąfte versahen die Ehrenwache am Gro├čherzoglichen Palast und waren dementsprechend in Prunk- und Parader├╝stungen gekleidet.

Gregoire Verrill de Souvagne schritt gemeinsam mit seinem Verlobten Linhard von Hohenfelde den Menschen ges├Ąumten Weg zum Gro├čherzoglichen Palast entlang. Den beiden folgten Ciel Felicien de Souvagne mit Olivie Solain de Souvagne. Die Hofgarde hatte 100 Gardisten zum S├Ąbelspalier abgestellt. Die Ehrenposten entlang der Strecken, die die Hochzeitspaare zur├╝cklegen, bestand teils aus Soldaten und wie auch aus Zivilisten.

Die Menge hinter den sichernden Soldaten versuchte m├Âglichst nah an die Absperrungen zu kommen um einen direkten Blick auf die Brautpaare, den folgenden Familienangeh├Ârigen und Adelstross Souvagnes werfen zu k├Ânnen. Die Gro├čherzogliche Leibgarde ├╝bernahm die Ehreneskorte zum Einmarsch in den Gro├čherzoglichen Palast.

Kurz bevor Gregoire, Linhard, Ciel und Olivie unter der F├╝hrung von Dreux als Duc den Palast betraten, blieb dieser kurz stehen. Dreux drehte sich um und vollf├╝hrte eine einladende Geste. Keine Sekunde sp├Ąter regnete es tausende und abertausende rosafarbene Rosenbl├Ątter aus dem gewaltigen Luftschiff.

├ťberall vernahm man erstaunte wie erfreute Ausrufe, das Gesicht von Olivie strahlte mit der Sonne um die Wette. Sie hielt beide H├Ąnde auf und versuchte einige der Rosenbl├Ątter zu fangen. Der gesamte Hof sah nach wenigen Augenblicken aus, wie eine M├Ąrchenlandschaft, die man mit rosafarbenem Zuckerguss ├╝bergossen hatte. Wem sie dies zu verdanken hatte war klar - Ihrem Liebsten Ciel.

Dreux wartete einen Augenblick, dann f├╝hrte er die Paare in den Palast zum Trausaal. Der Weg dorthin war mit schweren Samtvorh├Ąngen abgehangen worden. Nun als sich die Gruppe n├Ąherte, wurden die Vorh├Ąnge beiseite gezogen und gaben den Blick auf eine Dekoration preis, die ihres Gleichen suchte. Ein Meer aus duftenten Blumen empfing sie.

Der Weg bis zur Spitze des Saales war mit Kerzen flankiert. Blumen ├╝ber Blumen soweit das Auge reichte. Sie hingen von der Decke, schm├╝ckten S├Ąulen und zierten die Zwischenr├Ąume der Sitzgelegenheiten. Dreux schritt voran und nahm seinen Platz am oberen Ende des Saales ein. Auf ein unsichtbares Zeichen hin, fiel das Band, dass die Paare vom Weg getrennt hatte.

Link:
https://i.pinimg.com/564x/ad/ab/a2/adab ... 4dc5fd.jpg

Gemeinsam schritten Gregoire und Linhard Hand in Hand nach vorne.
Exakt zwei Schritte hinter ihnen folgten Ciel und Olivie und hielten sich bei den H├Ąnden.

Hinter den Paaren folgte die Familie sowie die G├Ąste. Maximilien und seine Ehefrauen setzten sich in die erste Reihe, w├Ąhrend sich der Strom der G├Ąste leise in den Reihen verteilte. Als alle Platz genommen hatten, erhob Dreux die H├Ąnde und bat damit um Ruhe.

"Wer mit dem Herzen sieht, sieht auch Verborgenes. "Das Herz hat f├╝r manches gute Gr├╝nde, die die Vernunft gar nicht kennt und aus diesem Grund sind wir heute hier. Vier Herzen haben beschlossen auf ewig im gleichen Takt zu schlagen.

Tretet nach vorne Gregoire Verrill de Souvagne und Linhard von Hohenfelde.
Tretet nach vorne Ciel Felicien de Souvagne und Olivie de Souvagne",
bat der junge Duc.
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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#33

Beitrag von Dreux Gifford de Souvagne » Di 15. Mai 2018, 23:28

Die Trauung von Gregoire & Linhard und Ciel & Olivie - 01.05.203


Dreux Gifford de Souvagne
Dreux hatte beide Brautpaare nach vorne gebeten. Freundlich musterte er seine Geschwister und fragte sich, wann er selbst vor dem Altar stehen w├╝rde. Sie sahen gl├╝cklich aus, alle drei und auch der famili├Ąre Neuzugang Linhard wirkte durch und durch gl├╝cklich. "Wer ├╝berreicht die Hand von Greg seinem Manne Linhard?", fragte Dreux. Rein der Zeremonie halber, da er die Antwort bereits kannte.

Maximilien
"Ich - ich ├╝berreiche die Hand meines Sohnes, an seinen anzutrauenden Ehemann", best├Ątigte Maximilien de Souvagne.

Dreux Gifford de Souvagne
"Wer ├╝berreicht die Hand Linhards seinem Manne Gregoire?", fragte Dreux die Gegenfrage. Er hoffte, dass der Geist erschien, oder sich einer seiner anderen Verwandten dazu erbarmte. Ansonsten w├╝rde hoffentlich einer der Cantillions diese Aufgabe ├╝bernehmen. Aber so wie er seinen Vater kannte w├╝rde er Linhard nicht h├Ąngen lassen, sondern dann alle vier H├Ąnde ineinander legen.

Brandur von Hohenfelde
Der Geist erhob sich aus dem Mantel wie gr├╝ner Nebel. Er war die ganze Zeit ├╝ber bei seiem Sohn gewesen. Er manifestierte sich in der Gestalt, die Linhard vertraut war, ein alter Mann in der Kleidung des naridischen Adels, mit Bundhose, Strumpfhosen, Schnallenschuhen, Wams und knielangem Mantel. Nicht fehlen durfte der Dreispitz. Brandur l├Ąchelte gl├╝cklich. Er konnte Linhards H├Ąnde nicht halten, doch er deutete die Ber├╝hrung an und legte seine Geisterh├Ąnde um die warmen, lebenden H├Ąnde Linhards. "Ich ├╝berreiche die hand meines Sohnes Linhard an seinen anzutrauenden Ehemann", sprach er feierlich. Seine Stimme war voller Stolz auf seinen Sohn.

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux musste einen Moment die Fassung bewahren, aber seine Ausbildung hatte ihn genau dass gelehrt. Gleichg├╝ltig wie erstaunt er ├╝ber den Geist war und wann hatte er jemals zuvor in seinem Leben einen echten Geist gesehen, er musste die Fassung und W├╝rde bewahren. Zumal dies nun ein "Familiengeist" war.

Dreux Gifford de Souvagne
"Beide V├Ąter legen die Hand ihres Sohnes in die des anderen. Und so frage ich Dich, Gregoire Verrill de Souvagne, m├Âchtest Du den anwesenden Marquis Linhard von Hohenfelde zu dem Dir angetrauten Ehemann nehmen, f├╝r jetzt und alle Zeit? Dann antworte mit Ja - ich will".

Gregoire Verrill de Souvagne
Gregoire h├Ârte seinem Bruder zu und musterte erleichtert Brandur, der rechtzeitig zur Hochzeit erschienen war. Nichts w├Ąre f├╝r Linhard schlimmer gewesen, als auf seinen Vater zu verzichten. Sanft umschloss er die Hand seines Liebsten. "Ja ich will", sagte er liebevoll.

Dreux Gifford de Souvagne
"Und so frage ich auch Dich, Linhard von Hohenfelde, m├Âchtest Du den anwesenden Prince Gergoire Verrill de Souvagne zu dem Dir angetrauten Ehemann nehmen, f├╝r jetzt und alle Zeit? Dann antworte mit Ja - ich will", forderte Dreux freundlich.

Linhard von Hohenfelde
Linhard atmete seelig auf, als Brandur erschien und seine Hand in die von Verrill legte. Er schloss seine starke Hand um die schlanken Finger von Gregoire. Dies war mehr als eine Eheschlie├čung, Brandur, Maximilien und Dreux gaben ihnen ihren Segen - und gleichg├╝ltig was offiziell von Bedeutung war, f├╝r Linhard z├Ąhlte, dass sein Vater mit der Verbindung einverstanden war. Lin musterte Greg, den er eigentlich f├╝r Brandur und die Familie hatte heiraten wollen und nun aus einem ganz anderen Grund ehelichte. "Ja ich will - f├╝r jetzt und alle Zeit", antwortete er innig.

Dreux Gifford de Souvagne
"Kraft meines Amtes, sowie des Hausrechts de Souvagne erkl├Ąre ich Euch somit zu rechtm├Ą├čig anerkannten Eheleuten. Marquis Linhard von Hohenfelde tr├Ągt ab sofort den Titel sowie Namen Prince Linhard de Souvagne, Marquis von Hohenfelde und ist mit Hoheit anzusprechen. Willkommen in unserer Familie Schwager. Tauscht bitte die Ringe".

Gregoire Verrill de Souvagne
Gregoire z├╝ckte ein kleines K├Ąstchen und klappte es auf. Er entnahm einen der beiden Ringe und zwar den mit Steine und schob ihn Linhard sanft auf den Finger. "F├╝r Dich Linhard. Ich habe Dir etwas in unseren Roman geschrieben", fl├╝sterte Gregoire.

Linhard von Hohenfelde
Linhard nahm den zweiten, etwas schlichteren Ring heraus, wobei schlicht eigentlich eine Beleidigung f├╝r den Ring war und schob ihn seinerseits Verrill auf den Finger. "Wer Liebe erf├Ąhrt, versteht den Sinn des Lebens Verrill", sagte Lin sanft und strich ├╝ber Gregoires Hand.

Dreux Gifford de Souvagne
Eheringe Gregoire und Linhard:
Link:
http://asktoronto.info/wp-content/uploa ... -ringe.jpg

Dreux Gifford de Souvagne
"Ihr d├╝rft Euch nun k├╝ssen", schmunzelte Dreux. Der Aufforderung kamen Gregoire und Linhard direkt nach. Lin umarmte Greg fest und beide k├╝ssten sich lang und liebevoll, ehe sie sich grinsend voneinander l├Âsten. Dreux verkniff sich ebenfalls ein Grinsen, w├Ąhrend die beiden einige Schritte nach hinten machten um nun den Platz f├╝r Ciel und Olivie zu r├Ąumen.

Dreux Gifford de Souvagne
"Tretet bitte nach vorne Ciel und Olivie. Wer ├╝berreicht die Hand von Olivie ihrem Manne Ciel?", fragte Dreux. Rein der Zeremonie halber, da er die Antwort bereits kannte.


Maximilien
"Ich ├╝berreiche die Hand meiner Tochter Ciel Felicien", antwortete Maximilien.

Dreux Gifford de Souvagne
"Wer ├╝berreicht die Hand von Ciel Felicien an Olivie?", fragte Dreux der Zeremonie gehorchend.

Maximilien
"Ich ├╝berreiche die Hand meines Sohnes Ciel Felicien an Olivie", erkl├Ąrte Max feierlich und legte ihre beiden H├Ąnde ineinander.

Dreux Gifford de Souvagne
"Euer Vater legte die Hand seines Sohnes und seiner Tochter in die des anderen. Und so frage ich Dich, Ciel Felicien de Souvagne, m├Âchtest Du die anwesende Olivie Solain de Souvagne zu der Dir angetrauten Ehefrau nehmen, f├╝r jetzt und alle Zeit? Dann antworte mit Ja - ich will".

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel blickte seiner Braut w├Ąhrend der Zeremonie in die Augen. Ihre waren so blau wie seine und beide hatten blondes Haar. Sie konnten nicht leugnen, dass sie Halbgeschwister waren. Doch Olivie sah frischer, lebendiger aus als er selbst, der sich viel Stress gemacht hatte in letzter Zeit und kaum geschlafen hatte. Dennoch war er nun gl├╝cklich. Er l├Ąchelte, wobei die Ringe unter seinen Augen sich vertieften. ┬╗Ich will┬ź, sagte er.

Dreux Gifford de Souvagne
"Und so frage ich auch Dich, Olivie, m├Âchtest Du den anwesenden Prince Ciel Felicien de Souvagne zu dem Dir angetrauten Ehemann nehmen, f├╝r jetzt und alle Zeit? Dann antworte mit Ja - ich will", forderte Dreux gl├╝cklich.

Olivie Solaine de Souvagne
Olivie musterte Ciel, w├Ąhrend ihre Finger seine Hand umschlossen hielten. Er liebte sie. Aber nicht nur das, er hatte sich so viele Gedanken gemacht. Angefangen von ihrer Sicherheit, dar├╝ber was aus ihr werden sollte, falls sie einen Zwerg ehelichen w├╝rde, ├╝ber ihre gemeinsame Ehe, das sie beide unbedarft in diese Ehe gingen und sogar dass sie Rosen ├╝ber alles liebte und sogar Rosenbl├Ątter f├╝r sie regnen lie├č. Sanft dr├╝ckte sie seine gro├če starke Hand und l├Ąchelte ihn liebevoll an. "Ja ich will", sagte sie voller Liebe.

Dreux Gifford de Souvagne
"Kraft meines Amtes, sowie des Hausrechts de Souvagne erkl├Ąre ich Euch somit zu rechtm├Ą├čig anerkannten Eheleuten. Die aus dieser Ehe hervorgehenden Kinder erhalten die Titel Prinz/Prinzessin de Souvagne und werden mit Hoheit angesprochen.Tauscht bitte die Ringe".

Ferrau Du Trieux
Ferrau trat an Ciel heran und reichte ihm die Eheringe:
Link:
https://www.fischer-trauringe.de/wp-con ... 95x400.jpg

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel warf Ferrau einen dankbaren Blick zu. Er war nicht nur froh, dass der brave Diener an alles gedacht hatte, sondern auch, dass er dadurch, dass er die Ringe bei sich getragen hatte, nun einen Grund hatte, in diesem wichtigen Augenblick bei Ciel zu stehen. Ciel bedeutete es viel, seinen Leibdiener nun bei sich zu haben und anstatt das K├Ąstchen von diesem entgegenzunehmen, nahm er nur den Ring heraus, damit Ferrau bei ihnen stehen blieb. In diesem Moment fiel ihm ein, dass er vor lauter Nervosit├Ąt vergessen hatte, seiner Braut den Vorsteckring zu ├╝berreichen. Das war ganz sch├Ân unangenehm, aber er w├╝rde ihr den Ring sp├Ąter noch schenken. Die Eheringe sahen auch f├╝r sich betrachtet wundersch├Ân aus. Er nahm den Ring heraus, nahm ihre Hand in seine und schob ihr den Ring langsam ├╝ber den Finger. Diese Geste hatte f├╝r ihn fast noch etwas Bedeutsameres im Hinblick auf die Eheschlie├čung an sich, als die Worte des Ducs, die ihre Trauung besiegelten. Er hatte das Gef├╝hl, dass Olivie, jetzt in diesem Moment, als er ihr den Ring auf den Finger steckte, seine Frau wurde. Er l├Ąchelte gl├╝cklich.

Olivie Solaine de Souvagne
Olivie hielt ganz still, als Ciel ihr den Ehering auf den Finger schob. Nun war es offiziell und f├╝r alle sichtbar, sie beide waren Mann und Frau. Liebevoll drehte sie mit einem Finger den Ring an ihrer Hand. Wie sanft er ihr den Ring ├╝ber den Finger gestreift hatte, aber so war Ciel. Er war durch und durch eine sanftm├╝tige Person, die wie ein Sandpanther k├Ąmpfen konnte, damit alle anderen in Ruhe und Gl├╝ck leben durften. Olivie nahm den zweiten Ring aus dem K├Ąstchen und schob ihn Ciel ├╝ber den Finger. "Liebe bedeutet f├╝r mich, immer von Deinen starken H├Ąnden besch├╝tzt, gehalten oder aufgefangen zu werden", fl├╝sterte sie ihm zu.

Dreux Gifford de Souvagne
"Ihr d├╝rft Euch nun k├╝ssen", forderte Dreux Ciel auf und musterte ihn gut gelaunt. Er wusste wie sein Bruder zu K├Ârperlichkeiten stand, aber dies war Z├Ąrtlichkeit und Zeremonie. Minimal nickte er ihm aufmunternd zu.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel blinzelte seinem Bruder kaum merklich zu, als dieser ihm zunickte. Dann konzentrierte er sich nur noch auf Olivie und erstmals k├╝sste er seine Frau. Weich schmiegten sich ihre Lippen aufeinander. Ciel hatte nie gedacht, dass er je heiraten w├╝rde. Er hatte es nie gewollt. Und doch hatte die Heirat heute keinen Schrecken mehr. Olivie war von so sanftem Wesen, so klug und so einf├╝hlsam. Alle hatten sich so viel M├╝he gegeben, allen voran Ferrau, aber auch der gesamte Hofstaat und alle Mitglieder ihrer Familie. Vater war extra aus Ehveros aufgebrochen, noch bevor die Verhandlungen beendet waren, um der Hochzeit seiner Kinder beiwohnen zu k├Ânnen. Sie alle hatten dazu beigetragen, dass dies ein wundervoller Tag wurde. Ciel mochte in manchen Dingen unbeholfen sein, er konnte weder gut Komplimente machen noch Geschenke ausw├Ąhlen, doch gut k├╝ssen, das konnte er. Er legte alle Liebe, die er f├╝r seine junge Frau empfand, in diesen Kuss.

Olivie Solaine de Souvagne
Olivie k├╝sste Ciel mit allem was sie f├╝r ihn empfand, aller Liebe, aller Freundschaft, aller Zuneigung die sie ihm entgegenbrachte und dies war extrem viel. Zeitgleich dr├╝ckte sie ihren K├Ârper an seinen und hielt ihn fest in ihren Armen. Er k├╝sste sie so, dass sie seine Seele f├╝hlen, ja schmecken konnte. Diesmal beherrschte er sich nicht, es war auch keine Kontrolle n├Âtig, denn sein Gef├╝hl war rein und kristallklar wie ein Bergsee. Ebenso k├╝sste sie ihn zur├╝ck, hielt ihn, streichelte ihn und sandte ihm per Herzen all ihre Liebe und W├Ąrme.

Ciel Felicien de Souvagne
Als Bluthexer sp├╝rte Ciel den Herzschlag seiner Frau mit ├╝bergro├čer Deutlichkeit. Ohne, dass er dies bewusst getan hatte, hatte er ihre Herzen in den selben Takt gebracht. Ihre Herzen schlugen v├Âllig gleich und Olivies Herzschlag f├╝hlte sich gesund und voller Lebenskraft an. Damit ├╝bertraf sie seine eigene Vitalit├Ąt um L├Ąngen, die in letzter Zeit arg gelitten hatte. Er war froh, dass es so war und nicht umgekehrt, dass sie so warm und lebendig war, so voller Leben. Ciel war der Geistmagie nicht m├Ąchtig, doch auf seine Weise sp├╝rte er ebenso, wie viel Olivie f├╝r ihn empfand.

Dreux Gifford de Souvagne
"Meine Lieben, ich erkl├Ąre Euer dreit├Ągiges Hochzeitsfest f├╝r er├Âffnet!", verk├╝ndete Dreux. Nach der Trauung begaben sich die Ehepaare unter der F├╝hrung von dem jungen Duc und dem milit├Ąrischen Ehrengeleit zur Prunktreppe des Gro├čherzoglichen Palastes um sich der ├ľffentlichkeit zu zeigen.
Das Fest konnte beginnen!
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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#34

Beitrag von Brandur von Hohenfelde » Mi 16. Mai 2018, 00:45

Brandur von Hohenfelde
Brandur war zutiefst ergriffen. Als Geist konnte er keine Tr├Ąnen der R├╝hrung mehr vergie├čen und das war gut, denn sonst h├Ątte er wohl den Gro├čteil der Zeit damit verbracht, mit einem Stofftaschentuch seine Augen zu tupfen. Brandur hatte drei Kinder auf schreckliche Weise verloren. Das vierte jedoch, jenes Kind, welches er erst kurz vor seinem Tode adoptiert hatte - jenes ging nun einer gl├╝cklichen Zukunft auf dem neuen Pfad entgegen. Brandur hatte seinen nachdenklichen und oft stoischen-resignierten Jungen, den er so sehr liebte, selten so gl├╝cklich gesehen. Er schwebte an einer gut sichtbaren Stelle und blickte ihn aufmerksam an, damit Linhard zu ihm kommen konnte, wenn er sich f├╝r ein Gespr├Ąch bereit f├╝hlte. Der Geist des alten Mannes, der sonst so gut wie nichts von seinen Gef├╝hlen hatte nach au├čen dringen lassen, l├Ąchelte aus ganzem Herzen und in seinen Augenwinkeln bildeten sich Lachfalten, die man so selten bei jemandem ihrer Familie sah.

Linhard von Hohenfelde
Linhard dr├╝ckte Greg fest an sich, vergrub einmal seine Nase in dessen Haaren, ehe er ihn behutsam von sich schob. Er hielt eine Hand von Gregoire fest und spielte mit dessen Fingern. ┬╗Ich muss mit meinem Paps reden, ich bin gleich wieder da. Lauf nicht weg und mach keinen Unsinn, nicht dass Du wen mit einem Blumenk├╝bel erschl├Ągst. Das soll Ungl├╝ck bringen Verrill, ganze drei N├Ąchte lang┬ź, raunte Lin Gregoire ins Ohr. Er k├╝sste ihn liebevoll und ging dann hin├╝ber zu seinem Vater. Lin blieb in einigem Abstand zu Brandur stehen und schaute ihn von oben bis unten an, ehe er nahe herantrat. Seinen Vater mit so guter Laune zu sehen,musste er einfach als Gesamtbild genie├čen. Auch er grinste wie ein Honigkuchenpferd, dass sah er zwar nicht, aber er sp├╝rte es. Vor allem, dass dies eine sonst ehr ungewohnte Bewegung seines Gesichts war. Nun f├╝r Brandur sicher ebenso. Lin legte den Kopf schief und blinzelte Brandur zu. ┬╗Keks Paps, ich freue mich so, dass Du an de Zeremonie teilgenommen hast. Ich glaube Dreux hat etwas gemogelt und meine Leute eingeladen... aber wichtig ist, dass Du hier bist. Ob Du Dich freust muss ich nicht fragen, Du strahlst fast mehr als ich┬ź, sagte Lin ├╝bergl├╝cklich.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Keks, mein lieber Junge. Einen riesengro├čen Berg voller Kekse! Ihr beide seid ein wundervoll anzuschauendes Paar. Meiner anf├Ąnglichen Skepsis zum Trotz freue ich mich, euch beide so gl├╝cklich zu sehen und w├╝nsche euch von Herzen alles Gute auf eurem weiteren Weg, den ihr nun Seite an Seite beschreitet. M├Âge es ein heller und warmer Pfad bleiben und es nie mehr erforderlich sein, die Klingen zu etwas anderem als zu ├ťbungszwecken zu kreuzen. Ich m├Âchte dir gern ein Geschenk ├╝berreichen.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Danke Paps, dass hoffe ich auch. Und ich hoffe dass sich Verrill an meiner Seite so wohl f├╝hlt, dass er mir vielleicht auch eines Tages ein Geschenk machen m├Âchte. Falls es so kommen sollte, werde ich mein K├╝ken nach Dir benennen. Vorher m├Âchte ich rundum gl├╝cklich mit Verrill sein und hoffe dass sich seine Familie mit unserer verbindet. Das w├Ąre doch sehr sch├Ân. Was hast Du f├╝r mich denn Sch├Ânes?┬ź, fragte Lin neugierig.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Dass du dein Kind nach mir benennen m├Âchtest, ist eine gro├če Ehre und es r├╝hrt mich. Ich freue mich auf den Tag, an dem es so weit ist und mein Enkelchen das Licht des Lebens erblickt. Doch bevor dir Verrill ein Kind schenkt, m├Âchte ich dir etwas schenken. Es ist mir leider momentan nicht verg├Ânnt, materielle Dinge ├╝berreichen zu k├Ânnen. Dennoch soll es ein Geschenk sein, f├╝r das ich keinen ├ťberbringer ben├Âtige. Ein Geschenk von mir an meinen Sohn. Ich wei├č nicht, wie lange ich dir als Geist noch erhalten bleiben werde, darum soll dieses Geschenk dich daran erinnern, wie sehr ich dich liebe und dass ich stets ein Teil von dir sein werde, auch wenn wir uns in diesem Leben nicht mehr sehen sollten. Mein Geschenk soll etwas sein, das bleibt bis auch du dich auf die Reise in den Nexus begibst. Ich m├Âchte dir jenes Geschenk ├╝berreichen, welches traditionell alle V├Ąter ihren S├Âhnen erweisen, das bei uns allerdings noch aussteht. Ich m├Âchte dir einen Namen geben. Deinen ersten Namen gab dir Ansgar, der dein leiblicher Vater ist. Ich, als dein Adoptivvater, m├Âchte dir nun deinen Zweitnamen schenken. Den Namen meines vierten Kindes.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard nickte stumm und ergriffen. Seinem Namen konnte er nichts abgewinnen, die Abk├╝rzung ging noch durch - Lin, aber die meisten verhackst├╝ckelten ihn in etwas weniger schmeichelhaftes, wie Lin Larve oder der gleichen. Und Linhard an sich, hatte zwar eine gute und starke Bedeutung, aber er klang trotzdem grauenvoll. Das Brandur ihm einen Namen schenken wollte r├╝hrte ihn daher zutiefst. Er hatte ihn aufgenommen, obwohl ihn sonst scheinbar niemand haben wollte - fast niemand, au├čer Verrill. Damit gab es schon zwei Leute. Gut mit Opa drei. Aber ein Name war zeugte davon, wieviel Gedanken Brandur sich um ihn machte und wie gut er ihn kannte. Denn danach suchte man den Namen aus. Das was die Person war, oder das was man ihr w├╝nschte. Was w├╝nschte ihm sein Paps? Lin war neugierig und freute sich ├╝ber alle Ma├če. ┬╗Wie lautet mein Name?┬ź, fragte er ger├╝hrt.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Ich habe mir lange Gedanken darum gemacht, wie mein j├╝ngster Sohn hei├čen soll. Hier in Souvagne beginnt der neue Weg unserer Familie und darum w├Ąhlte ich einen souvagnischen Namen. Einen, mit dem du dich hoffentlich genau so wohl f├╝hlst wie ich, wenn ich mir vorstelle, dass du ihn tr├Ągst und wie ich dich mit ihm anspreche ... wie du dich danach umdrehst, wenn dein Paps diesen Namen ruft. Es ist der Name, den ich ausgew├Ąhlt h├Ątte, w├╝rde ich dich als neugeborenen S├Ąugling in meinen Armen halten. Aber ist das, was uns beide verbindet, nicht auch so etwas wie eine Geburt? Ich bin dein Vater und du bist mein Sohn. Mit aller Liebe f├╝r dich gebe ich dir den Namen Xavier, mein Kind.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Lin umarmte Brandur, jedenfalls versuchte er es. ┬╗Danke Paps, ich werde ihn mit Liebe und Stolz tragen. Ein Name den niemand verunstalten kann, ein Name der nach etwas klingt. Und wenn es auch keiner wei├č, er klingt nach Liebe. Was bedeutet er? Er verbindet uns mehr, als die Adoptionsurkunde je k├Ânnte. Ja in Souvagne neugeboren mit neuem Namen, dass trifft es sehr gut, dass trifft es perfekt┬ź, freute sich Linhard und wischte sich die Tr├Ąnen aus den Augen.

Brandur von Hohenfelde
Brandur umarmte seinen neu bennannten Sohn mit seinen eisigen Geisterarmen. ┬╗Xavier bedeutet ÔÇ║neues HausÔÇ╣ und war einst der Name einer alten und sehr wehrhaften almanischen Burg, die lange noch vor der Ankunft der naridischen Siedler erbaut wurde. Sie war der Sitz vieler verschiedener Adelsgeschlechter. Und diese Burg Xavier steht noch heute, es ist eine der ├Ąltesten erhaltenen Burgen ├╝berhaupt. Ich finde ihn passend f├╝r meinen Sohn und unser Familienoberhaupt und nebenbei ist er sehr klangvoll.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Ja und wie mein neuer Name, soll auch unsere Familie erhalten bleiben. Wehrhaft nach au├čen und liebevoll nach innen. So wie jene in die wir durch meine Hochzeit eingeheiratet haben. Der Name klingt sehr sch├Ân Paps, ich danke Dir aus tiefstem Herzen daf├╝r. Ein sch├Âneres Geschenk konntest Du mir nicht machen. Au├čer zur├╝ckzukehren, aber das ist mein Part. Auch das werden wir schaffen, wie wir alles gemeinsam geschafft haben. Nun vielleicht haben wir jetzt ein paar helfende H├Ąnde mehr. Verrill mag Dich sehr┬ź, erkl├Ąrte Linhard gl├╝cklich.

(Fortsetzung folgt)
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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#35

Beitrag von Dreux Gifford de Souvagne » Mi 16. Mai 2018, 19:23

Nach der Er├Âffnung des Festes, zog sich Dreux f├╝r einen Moment in die Gro├čherzogliche Schreibstube zur├╝ck. Maximilien folgte seinem ├Ąltesten Sohn und bat ihn darum, jenen Passus der eigentlich f├╝r Ciel und Olivies Verlobungs- wie auch Hochzeitsurkunde gegolten hatte, ebenfalls bei Gregoire und Linhard einzuf├╝gen.

Dreux war zwar etwas erstaunt und fragte sich insgeheim, ob sein Vater den beiden ein gemeinsames adoptiertes Kind legitimieren wollte. Dennoch kam er der Bitte nach. Nachdem er die Heiratsurkunden verfasst hatte, begab sich Dreux gemeinsam mit seinem Vater zu Gregoire und Ciel.

"Damit auch alles offiziell seine Richtigkeit hat, Eure Heiratsurkunden", sagte Dreux freundlich und ├╝berreichte zuerst Gregoire und dann Ciel jeweils ihre Urkunden.

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Maximilien dr├╝ckte seine drei Jungs an sich.

"Verrill falls Du jemals den Entschluss fassen solltest, gemeinsam mit Linhard ein Kind zu bekommen, ist es durch die Heiratsurkunde legitimiert. Ganz offiziell tragen Eure Kinder Deinen Namen, wie jedes von Dir mit einer Ehefrau gezeugte Kind. Keine nachtr├Ągliche Erl├Ąuterung, keine Erg├Ąnzung. Dein Bruder hat es so in Eurer Heiratsurkunde vermerkt. Kl├Ąre Dreux bitte auf", bat Maximilien leise.
"Dankesch├Ân Paps. Eigentlich wollte ich Dich nach der Hochzeitsfeier aufkl├Ąren Dreux, aber ich denke jetzt ist ebenso ein guter Zeitpunkt. Komm mit", bat Verrill und gab den Weg vor.

Dreux zuckte die Schultern und folgte seinem Bruder. Maximilien nahm sich zwei Gl├Ąser Sekt und dr├╝ckte eines davon Ciel in die Hand.

"Du hattest Recht, beenden wir das Versteckspiel. Zumindest in der Familie", sagte Max liebevoll und stie├č mit Ciel an.
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Gregoire Verrill de Souvagne
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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#36

Beitrag von Gregoire Verrill de Souvagne » Mi 16. Mai 2018, 23:40

Kennenlernen
Hochzeitsnacht von Gregoire und Linhard - 01.05.203 n.d.A.

Link (├ť-18):
http://asamura.de/viewtopic.php?f=41&p=14452#p14452
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Ciel Felicien de Souvagne
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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#37

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Do 17. Mai 2018, 00:01

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Linhard von Hohenfelde
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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#38

Beitrag von Linhard von Hohenfelde » Do 17. Mai 2018, 23:59

Linhard schaute sich auf dem Fest um, ob er die bestimmte Person sah, die er dringend erwartete. Etwas abseits sah er den kleinen, pummligen, ├Ąlteren Mann mit sch├╝tterem Haar. Dennoch war er gepflegt und machte einen freundlichen Eindruck.

Lin deutete Verrill an zu warten und gesellte sich zu dem kleinen Kerl. Beide sprachen kurz leise miteinander, ehe Linhard mit dem Mann im Schlepptau zu Greg zur├╝ckkehrte.

"Verrill darf ich Dir Gaston, Deinen neuen Leibdiener vorstellen? Gaston hat erstklassige Zeugnisse und hat auch einige Zeit bei einem Heiler gelernt, so dass er bei kleinen Dingen ebenfalls helfen kann. Laut unserem Hofmarschall ist er integer, verschwiegen, zuverl├Ąssig nun alles was ein Leibdiener sein muss. Ich hoffe Du freust Dich", grinste Lin.

"Eure Hoheit, es ist mir eine Ehre Euch kennenlernen zu d├╝rfen. Zu Eurer Verm├Ąhlung w├╝nsche Euch und Eurem Gatten alles Gute", sagte Gaston ergeben und verneigte sich vor Gregoire.

Link Gaston:
https://78.media.tumblr.com/332771c1744 ... 2_1280.jpg

"Danke Schatz, ja ich freue mich. Vielen Dank Gaston, auf ein gutes Verh├Ąltnis zwischen uns. Feiere etwas mit uns. Sobald ich Deiner bedarf, rufe ich Dich", erkl├Ąrte Greg freundlich.

Gaston verbeugte sich erneut.
"Vielen Dank Herr", antwortete er respektvoll und lie├č die beiden frischgebackenen Eheleute allein.

Verrill musterte Lin und umarmte ihn.

"Du bist ein Lieber", fl├╝sterte er Lin ins Ohr, "lass uns tanzen".
"Gerne. Wer macht nachher den Anfang Verrill? Du oder l├Ąsst Du mir diesmal den Vortritt?", fl├╝sterte Linhard zur├╝ck und k├╝sste Verrill.
"Linny Du hattest die ganze Zeit vor der Hochzeit den Vortritt, was soll es, von mir aus, Du bekommst Dein St├╝ckchen vom Kuchen", schmunzelte Verrill.

"Keks", antwortete Lin grinsend.
"Ich Dich auch Linny, Keks", gab Verrill zur├╝ck und zog ihn auf die Tanzfl├Ąche.

"Gregoire... Verrill... Sch├Ątzchen, hast Du Dir wegen einem Kind schon einmal n├Ąhere Gedanken gemacht? Oder besser generell gefragt, w├╝rdest Du eines in Erw├Ągung ziehen?", fragte Linhard Verrill ernst, w├Ąhrend sie beide langsam tanzten.
"Als Vater w├╝nsche ich mir auf alle F├Ąlle Kinder Lin. Ob ich als Mutter ein Kind austragen werde, muss ich mir gut ├╝berlegen, da es mit extrem gro├čen Risiken f├╝r mich verbunden ist. Aber ich h├Ątte schon sehr gerne eines von Dir, sehr gerne sogar. Aber nicht sofort Lin, lass uns das Leben noch eine Zeit zu zweit genie├čen. Du bist erst 18 Jahre jung und ich 23. Lass es uns in zwei Jahren planen", schlug Verrill vor.

"Wann immer Du dazu bereit bist. Wir werden die besten Heiler dazu befragen und wir werden die besten Heiler und Heilmagier engagieren, damit sie Dir in dieser Zeit beistehen. Dir wird nichts passieren, daf├╝r sorge ich", fl├╝sterte Linhard Verrill ins Ohr.
"Noch bin ich nicht bereit dazu", schmunzelte Verrill.

"Noch", antwortete Lin mit einem Zwinkern.
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"Niemand wendet sich gegen die Familie, sonst wendet sich die Familie gegen Dich" - Linhard von Hohenfelde

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Gregoire Verrill de Souvagne
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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#39

Beitrag von Gregoire Verrill de Souvagne » So 20. Mai 2018, 02:25

Die R├╝ckkehr des Ritters


Ciel Felicien de Souvagne
Ciel ging in der billigen, zerbeulten R├╝stung ├╝ber den Hof, bis er Ferrau fand. Das Blut, das aus seinen Haaren in sein Gesicht gelaufen war, war inzwischen angetrocknet und die Wunde blutete nicht mehr. Er grinste Ferrau breit zu.

Ferrau Du Trieux
Ferrau starrte seinen Herrn und dessen Aufmachung an. "Was ist denn mit Euch geschehen? Ihr seid ja verletzt!", st├Âhnte Ferrau

Ciel Felicien de Souvagne
"Ich habe mich schmutzig gemacht, damit du heute keinen Feierabend machen kannst", erkl├Ąrte Ciel mit ernster Stimme.

Ferrau Du Trieux
"Ich habe es von Anfang an gewusst, dass Ihr ohne mich mal wieder nicht klarkommt", knurrte Ferrau und hakte Ciel unter. "Ihr verletzt Euch w├Ąhrend der eigenen Hochzeit. War das Eure Frau? Warum hat sie euch geschlagen?", hakte der Leibdiener nach.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Meine Frau? Bewahre! Ich habe mir lediglich einen ├ťbungskampf mit jemandem von der Leibgarde geliefert. Du hast heute gefehlt Ferrau. Absolut gefehlt. Aber die Dekoration, um die du dich gek├╝mmert hast, ist traumhaft. Die lassen wir so, bis die Blumen v├Âllig verwelkt sind. Und die Leckereien waren ausgesprochen k├Âstlich. Allerdings wei├č ich, wo du sie her hast.┬ź Er knuffte Ferrau, der ihn mit sich schliff.

Ferrau Du Trieux
"Herr ich hatte solche Sorge um Euch. Ja von Eurem Bruder Gregoire Herr. Niemand backt so wie er und ich musste dieses Risiko auf mich nehmen, damit alles perfekt f├╝r Euch werden w├╝rde. Es freut mich zu h├Âren, dass ich Euch gefehlt habe. Euer Bruder hat mich anst├Ąndig behandelt, als ich um die Leckereien f├╝r Euch gebeten habe. Er hat sich sehr dar├╝ber gefreut. Ich glaube wenn man mit ihm ├╝ber Kekse und Kuchen redet oder ├╝ber B├╝cher ist er ein anderer Mensch. Ihr solltet an Eurem Hochzeitstag nicht trainieren Herr", erkl├Ąrte Ferrau.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich habe nicht trainiert, ich habe nachgedacht. Dazu bedarf es eines freien Kopfes und nichts hilft dabei besser, als die Aussicht auf gewaltige Kopfschmerzen. Zudem habe ich mich gut mit dem betreffenden Leibgardisten unterhalten. Ich freue mich ├╝ber die M├╝he, die du dir f├╝r meine Hochzeit gemacht hast, aber verrate mir doch bitte, wie ich dich dazu bringen kann, meine Anweisungen zu befolgen, hm?┬ź

Ferrau Du Trieux
"Das habe ich Herr. Ihr sagtet k├╝mmere Dich um alles Ferrau und das habe ich sogar auf die Gefahr hin, wieder geschlagen zu werden. Ich habe nichts gescheut, obwohl ich gewaltige Angst vor Eurem Bruder hatte. Aber er war wirklich ganz reizend, allerdings nicht wie Grubengas", lachte Ferrau.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Meine Anweisung besagte auch, dass du und Zerbino Arrest in meinem Fl├╝gel habt, so lange ich abwesend bin┬ź, sagte Ciel und blickte Ferrau sehr ernst an.

Ferrau Du Trieux
"Ja Herr dass stimmt. Aber Eure Hochzeit ist sehr wichtig und welcher Befehl galt nun zuerst? Da musste ich entscheiden. Bleibe ich gehorsam daheim und Ihr habt keine sch├Âne Hochzeit oder gehe ich los und erf├╝lle Eure W├╝nsche und es wird wundersch├Ân? Es war beides Euer Befehl Herr. Ich m├Âchte Euch nicht ├Ąrgern, ich wollte Euch nur gl├╝cklich machen. Sonst gehorche ich Euch doch immer, dass wisst Ihr", sagte Ferrau gl├╝cklich.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Eigentlich grenzen diese beiden Befehle sich sehr deutlich voneinander ab - sie besagen in Kombination: Bereite alles f├╝r meine Hochzeit vor, ohne allein meinen Fl├╝gel zu verlassen! Du h├Ąttest alles delegieren oder per Boten erledigen lassen k├Ânnen. Und bei den anderen Dingen, wo das nicht m├Âglich ist, h├Ątte ich dabei sein k├Ânnen. Nicht nur du sorgst dich, Ferrau, auch ich mache mir Sorgen. Vergiss das nicht. Dennoch war alles wundervoll.┬ź Er stockte kurz. ┬╗Na ja. Fast alles. Aber daf├╝r kannst du nichts.┬ź

Ferrau Du Trieux
"Ja da habt Ihr Recht, aber Ihr wisst auch dass es doch eine ├ťberraschung werden sollte. Herr zuk├╝nftig, gehorche ich Euch aufs Wort. Es steckte kein b├Âser Wille dahinter, dass ich Euren Befehl etwas lockerer sah. Weil ich ganz sch├Ân Angst hatte zu Eurem Bruder zu gehen. Aber fragt nur, er war wirklich h├Âflich und Ihr seht ja, der Kuchen und die Leckereien waren da. Das Ihr Euch so um mich sorgt, dass freut mich sehr. So sollte es zwischen Herrn und Diener sein. Beide achten aufeinander. Was war denn nicht nach Eurem Wunsch?".

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel pr├╝fte, dass niemand in der N├Ąhe war und sprach leise. "Was glaubst du, warum wir nicht gleich im Bett liegen geblieben sind? Die Hochzeitsnacht war ein einziges Desaster. Es fing wundersch├Ân an, die Mitte war ein Graus und das Ende war ertr├Ąglich. Aber damit sollte ich vielleicht nicht mit dir sprechen, du sagst mir ohnehin nur wieder, dass du keine Ahnung hast oder schweigst einfach", murrte Ciel.

Ferrau Du Trieux
Ferrau schaute Ciel traurig an und nahm ihn in den Arm. "Herr ich bin halt einfach ein bisschen dumm und ungeschickt in solchen Dingen. Ich bin ein Trampel in Liebesdingen. Wenn ich Euch berate, wird alles nur schlimmer. Aber ich kann Euch tr├Âsten".

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Du h├Ąttest dabei sein sollen┬ź, sagte Ciel, dr├╝ckte ihn an sich und strich ihm von hinten durchs Haar. ┬╗Aber ich habe deswegen schon mit Olivie gesprochen. Sie mag dich nicht, genau so wenig wie Zerbino. Und Nathan darf ich nicht fragen. Nun stehe ich auf dem Schlauch. Die L├Âsung f├╝r alle Probleme w├Ąre so einfach - aber die verschm├Ąht sie.┬ź

Ferrau Du Trieux
"Vielleicht hat sie genauso Angst wie Ihr und ich? Ich wei├č es nicht Herr. Soll ich Euch frisch machen f├╝r die Feier?", bot Ferrau freundlich an und versuchte dass Blut zu entfernen.

Ciel Felicien de Souvagne
"Es lag nicht an ihr. Ich wollte nicht. Weil mir die n├Âtige Unterst├╝tzung gefehlt hat, um mich zu entspannen. Sie wollte Zerbino sogar aus dem Raum herausschicken! Nein, ich bleibe gleich so, ich versprach dir Freizeit. Nur das Blut k├Ânntest du wegputzen."

Ferrau Du Trieux
Ferrau z├╝ckte ein seidenes Taschentuch und reinigte Ciel ganz behutsam von dem Blut, damit er nicht noch eine wunde Stelle am Kopf bekam. "Danke Herr. Versucht Euch etwas zu entspannen und zu am├╝sieren. Trinkt etwas und esst gut. Wir sehen uns nachher. Seid bitte vorsichtig. Ich werde auch noch etwas essen gehen und dann bin ich in Euren Gem├Ąchern", sagte Ferrau und dr├╝ckte Ciel zum Abschied.

Gregoire Verrill de Souvagne
Gregoire schlenderte zu Ciel und schaute Ferrau kurz hinterher. "Hallo. Warum bist Du ger├╝stet Ciel?", fragte Greg neugierig und schaute sich Ciels Kopfwunde an.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel dr├╝ckte Ferrau zur├╝ck und lie├č ihn ziehen, auch wenn alles in ihm sich dagegen str├Ąubte. Aber Ferrau hatte sich ein paar freie Stunden mehr als verdient. Da kam auch schon Greg und fing Ciel ab. "Ich hatte einen ├ťbungskampf", erkl├Ąrte er und blickte Ferrau immer noch hinterher.

Gregoire Verrill de Souvagne
"Und das heute? Was ist mit Ferrau, dass Du ihm so nachschaust? Ist alles in Ordnung bei Dir Ciel? Und bevor ich es vergesse, erstmal vielen Dank, dass Du Dich mit Lin ausges├Âhnt hast. Er hat sich sehr dar├╝ber gefreut, ich hoffe Ihr beide freundete Euch an. Ihr seid zwar verschieden, aber Ihr erg├Ąnzt Euch. Das hat mich extrem gefreut, dass Du ihm die Hand gereicht hast", erkl├Ąrte Greg freundlich.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Es war ├╝berf├Ąllig┬ź, erkl├Ąrte Ciel. ┬╗Mich freut es auch. Es nimmt einen Teil der Last. Einen unn├Âtig schweren Teil. Linhard ist schwierig, aber nicht so kaltherzig, wie ich am Anfang glaubte. Vermutlich ist er sogar das Gegenteil und gibt sich nur alle M├╝he, kalt zu wirken, damit man einen Bogen um ihn macht und seinem Herzen nicht zu nahe kommt. Bez├╝glich Ferrau ... das h├Ąngt mit einer schiefgelaufenen Hochzeitsnacht zusammen. Mir hat ... Unterst├╝tzung gefehlt. Olivie wollte keine. Und ich konnte mich ohne Hilfe nicht entspannen.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
"Das hast Du sehr weise erkannt Ciel, er hat eine gewaltig hohe Mauer drumherum errichtet und es dahinter gut versteckt. Wenn man ihn l├Ąsst, ist er genau wie Du eine sehr warmherzige und liebevoll Person. Aber man muss ihm auch die M├Âglichkeit dazu geben. Und er muss etwas Vertrauen fassen, Du hast ihm gezeigt dass Du dazu bereit bist und er hat es sehr mit Freude angenommen. Ich soll Dir etwas geben, wenn ich Dich treffe. Hier, dass ist f├╝r Dich", erkl├Ąrte Greg und legte Ciel einen Feuerstein mit einem kreisrunden Loch in die Hand. "Dieser Stein hei├čt H├╝hnergott, dass soll ich Dir sagen", sagte Greg und schloss Ciels Hand um den Gl├╝cksstein. "Deine Hochzeitsnacht lief schief? Es lief nichts?", fragte Greg und schaute seinen Bruder genau an.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel schloss die Finger fest um den Stein und verwahrte ihn am Fu├čgelenk in seiner Socke. Dort konnte er nicht verlorengehen. "Es lief nur die H├Ąlfte. Es begann richtig gut. Aber dann wollte Olivie Zerbino hinausschicken und von da an ging es abw├Ąrts. Ich wurde fahrig, gereizt. Wir haben es dann am Ende trotzdem versucht, aber ich habe abgebrochen. Deine Leckereien waren ├╝brigens k├Âstlich. Danke, dass du mir Ferrau nicht erschlagen hast daf├╝r, dass er dich danach fragte."

Gregoire Verrill de Souvagne
"Was konnte Ferrau f├╝r meine Angst und f├╝r meine schlechte Laune? Ich war ungerecht und habe mich einfach widerw├Ąrtig verhalten. Der Kuchen war das Mindeste. Zudem waren die Leckereien ja f├╝r Dich. Er m├Âchte dass es Dir gut geht und ich m├Âchte das auch. Es gibt also gar keinen Grund sich zu streiten. Und mein Angriff auf ihn war meinen dicken Eiern geschuldet, bin ich mal v├Âllig ehrlich", grinste Greg. "Das klingt nicht gerade sehr gut. Habt Ihr Euch denn sonst vestanden? Gut der Anfang ist zuerst immer etwas ├ťberwindung, dann erkundet man sich langsam, tastet sich ab, lernt sich kennen. Entweder wird man dann eingeladen oder nicht. Nun ich musste Lin auch ein klein wenig ├╝berzeugen, zumal er vor den Heiler treten musste. Aber danach hei├č er mich willkommen. Das Du dann lieber abgebrochen hast, vestehe ich. Wei├čt Du mit so viel Krampf w├Ąre es auch nur ein krampfhaftes Rummgerammele geworden. Zerbino war Deine R├╝ckendeckung, verstehe. Warum sollte Zerbino gehen?".

Ciel Felicien de Souvagne
"Sie meinte, er sei ein alter Sack", murrte Ciel. "Als ich sie daran erinnerte, dass ich ihr vorher Ferrau und Nathan angeboten hatte, die sehr viel j├╝nger sind, fand sie Ferrau pl├Âtzlich unheimlich und Nathan zu lieb, um ihn darum bitten zu d├╝rfen. Dabei fragte ich sie schon vor Wochen! Sie wollte gern mich ... was mich freut. Aber ich h├Ątte ein wenig Unterst├╝tzung wirklich gebraucht. Wei├čt du, was mich verunsichert? Damals im Schrank - durfte Ferrau bis zum Schluss gehen. Obwohl es in einem furchtbaren Schrank geschah! Und mit Olivie hatte ich alle Zeit und Ruhe der Welt. Der Gardist, mit dem ich vorhin k├Ąmpfte, meinte, dass mir die m├Ąnnliche Unterst├╝tzung gefehlt h├Ątte, die mir Sicherheit gibt. Und ich glaube, er hat recht."

Gregoire Verrill de Souvagne
"Ich wei├č...", schmunzelte Greg und musterte Ciel, "...und Du wei├čt es auch schon l├Ąnger. Du hast es Dir nur nicht eingestanden. Wie weit w├╝rdest Du mit mir gehen ohne Ferrau und andere Unterst├╝tzung?"

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Mir nicht eingestehen? Verrill, ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, Menschen nach ihren Geschlechtern zu unterscheiden! Bislang war mir das egal. Woher soll ich wissen, dass ich beides gleichzeitig ben├Âtige?┬ź, st├Âhnte Ciel gestresst. ┬╗Mit dir allein ... w├╝rde ich vermutlich keine Probleme haben, oder nur wenige. Denn du bist ... bereits beides.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
"Weil Du nicht unterscheidest und nicht selektierst. Wer keine Wahl trifft, ben├Âtigt alles. Richtig ich bin bereits beides... und nun sag mir, hast Du vorher in Betracht gezogen mich zu fragen, vor Olivie?", fragte Greg leise und liebevoll.

Ciel Felicien de Souvagne
"Dich was zu fragen?"

Gregoire Verrill de Souvagne
"Hattest Du die Idee mich zu fragen ob ich Dich gerne heiraten m├Âchte bevor Du die Idee hattest Olivie zu fragen, oder danach?", hakte Greg schmunzelnd nach.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich habe erst angefangen, ernsthaft dar├╝ber nachzudenken, jemanden zu heiraten, als Olivie an diesen Zwerg verkauft werden sollte. An dich dachte ich das erste Mal in der Hinsicht, als du offenbartest, dass du auch auf M├Ąnner stehst.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
"Das war nie ein Geheimnis Ciel, ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht. Ich habe nur den Grund verschwiegen warum es so ist. Dreux wei├č ebenfalls bescheid. Nun fast alle bis auf Deine Mutter, Olivie und Josette. M├Âchtest Du Dir einen Mann suchen?", fragte Gregoire.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Zum heiraten? Nachdem ich nicht einmal meine Frau vern├╝nftig umk├╝mmern kann?┬ź, fragte Ciel traurig. ┬╗Jene, die ich heiraten w├Âllte, stehen au├čerdem nicht zu meiner Verf├╝gung.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
"Nun ich vermute mit beiden an der Seite und Du in der Mitte k├Ânntest Du Dich k├╝mmern. Oder bist Du ehr jemand der lieber an einer Seite ist? Ich habe zwei Seiten, wei├čt Du?", schmunzelte Verrill.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ja, so in der Art hatte ich mir das vorgestellt. Olivie sollte in der Mitte liegen. Zerbino sollte sie verw├Âhnen und ich wollte genau schauen, wie er das macht. Vielleicht ein wenig mitmachen oder es auch mal selbst versuchen. Er h├Ątte dabei meinen R├╝cken streicheln k├Ânnen, w├Ąhrend ich mich Olivie widme. Und dann hatte ich geplant, ihn zum einschlafen hinter mich zu legen, w├Ąhrend ich in der Mitte liege und mit Olivie kuschle.┬ź Er betrachtete Gregoire etwas zweifelnd. ┬╗Du bietest dich an, mir mit unserer Schwester zu helfen?┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
"Ich habe ehr gedacht, dass Du es mal mit mir und Linhard versuchst. Aber ich k├Ânnte anwesend sein bei Dir und Olivie. Allerdings w├╝rde ich sie h├Âchstens mal streicheln. Wir sind direkte Blutlinie, vergiss das nicht", erinnerte Verrill und k├╝sste Ciel auf die Stirn. "Genauso so wie Du es beschreibst, ist ein anst├Ąndiger Dreier".

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Mit ... Linhard? Aber den kenne ich doch kaum┬ź, warf Ciel ein. ┬╗Das Angebot ehrt mich nat├╝rlich. Aber f├╝r mich geh├Ârt dazu schon sehr viel Vertrauen. Ich m├╝sste Linhard vorher besser kennen lernen. Sehr viel besser. Er ist kein schlechter Kerl, aber bis vor kurzem sah ich ihn noch als meinen sch├Ąrfsten Rivalen, ja, als Feind! Und nun soll ich mit ihm derart pers├Ânliche Dinge tun? Das will mir nicht richtig erscheinen. Bez├╝glich Olivie hast du recht. Ihr seid zu nah miteinander verwandt. Du kannst mir da vermutlich nicht helfen. Ich w├╝rde gern einen dritten Part zur Hilfe haben, aber Olivie lehnt jeden ab┬ź, beklagte Ciel sich. ┬╗Ich wei├č einfach nicht weiter! Ich sehe unser Liebesleben den Bach runtergehen, bevor es richtig begonnen hat. Hast du nicht irgendeinen klugen Rat?┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
"F├╝r das was wir tun w├╝rden, musst Du Linhard nicht besser kennenlernen. Denn dabei w├╝rdest Du ihn so nah kennenlernen wie es nur m├Âglich ist. Ihr macht nichts miteinander, sondern nebeneinander mit mir. Aber alles zu seiner Zeit, falls jemals dazu kommt. Also keine Angst Ciel. Ich an Deiner Stelle w├╝rde Alex dazunehmen. Du liebst ihn und er ist f├╝r Olivie keine Gefahr. Vielleicht hatte Zerbinos Erfahrung sie abgeschreckt. Und falls das nicht genehm ist, bin ich dabei. Ihr beide seid meine Geschwister, ihr kennt mich und meine Anwesenheit w├╝rde Dich und sie beruhigen. Aber ich w├Ąre kaum aktiver Part. Ich w├Ąre einfach f├╝r Euch beide da. Wie ein seelischer Heiler", erkl├Ąrte Verrill.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Aber es ist doch extrem pers├Ânlich, selbst wenn wir nur nebeneinander liegen. Man ber├╝hrt sich ja doch und sieht den anderen bei sehr intimen Dingen, bei denen ich mich obendrein anstelle wie der erste Mensch. Bei Olivie w├╝rdest du ... Alex dazunehmen?┬ź, fragte Ciel nun vollkommen aus dem Konzept. ┬╗Alex? Du meinst, ausgerechnet der soll auf Olivie vertrauenserweckender wirken als Zerbino oder Ferrau?┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
"Und genau dass w├╝rde die Grenze aufl├Âsen. Du siehst ihn, er sieht Dich. Beide v├Âllig vertraut und dennoch nicht f├╝r den anderen bedrohlich. Beide als das was Ihr seid, liebesbed├╝rftig. Ebenso ich. Wir sind dort gemeinsam um uns nahe zu sein. Es ist kein reiner Akt. Vielleicht kommt es nicht mal dazu. Sondern zu dritt N├Ąhe zulassen. Nun f├╝r Alex empfindest Du etwas und f├╝r Olivie. Das w├╝rde passen. Ich empfinde f├╝r Linhard und f├╝r Dich. Das w├╝rde passen. Einmal w├Ąrst Du das Bindeglied, einmal ich. Also was das Angebot angeht und was Deine Partnerschaft angeht. Nur muss Alex sauber sein und nicht morcheln".

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Schon, ich mag ihn. Sehr. Und k├Ânnte mir das mit ihm auch vorstellen. Aber er hat ... du wei├čt, was ihm fehlt. Wie soll Olivie damit umgehen? Sie ist so zartf├╝hlend und die Narben, die er am K├Ârper tr├Ągt, sind wirklich heftig. Das k├Ânnte ihr Angst machen oder sie betr├╝ben. Zudem ist er selbst auch nicht ganz einfach. Mir w├╝rde die Vorstellung gefallen, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass das in Olis Interesse w├Ąre. Bez├╝glich Lin ... wir sollten es, wenn es dir wichtig ist, sehr langsam angehen. Wirklich sehr langsam. Denn wenn, dann will ich nicht die ganze Zeit Lin ausweichen, weil er mich versehentlich ber├╝hren k├Ânnte, sondern m├Âchte es genie├čen k├Ânnen.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
"Oder Ciel es ist genau dass was Ihr beide braucht. Sie einen Mann der v├Âllig ohne Bedrohung ist - er wird sie nicht besteigen, aber er kann z├Ąrtlich zu ihr sein. Sie streicheln, aber er wird ihr nicht wehtun. Er wird nicht ihren K├Ârper in Besitz nehmen. Und Du hast einen vertrauten m├Ąnnlichen Partner an der Seite, der Dir Kraft gibt. Sie st├╝tzt er, Dich beruhigt er. Was Lin, Dich und mich angeht - ich m├Âchte dass es wie gemeinsames Schmusen mit mehr ist. Ihr sollt Euch anschauen, anfassen, gut zueinander sein. Wollt Ihr mehr - gut. Aber zuerst geh├Ârt ihr beiden mir", grinste Verrill.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Meinst du, sie f├╝hlte sich von Zerbino bedroht?┬ź, fragte Ciel erstaunt. ┬╗Warum hat sie das dann nicht gesagt? Bei Ainuwar, ich wollte nicht, dass sie Angst hat. Ich nahm an, sie hat sich nur etwas albern ...┬ź Ciel war entsetzt. ┬╗Ich werde ihr Alex vorschlagen. Und erst danach Alex fragen. Tue ich es andersherum und sie lehnt dann ab ... bewahre┬ź, st├Âhnte Ciel. Dann musterte er Verrill interessiert. ┬╗Warum w├╝nschst du dir den Dreier ausgerechnet mit uns beiden? Hattest du auch mal bez├╝glich einem anderen Part als mir dazu ├ťberlegungen angestellt? Was reizt dich an dieser Kombination?┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
"Zwei im Arm zu haben die mir viel bedeuten. Sehr viel sogar. Das reizt mich. Ich hatte es schon mit anderen aus anderen Gr├╝nden. Einfach Lust und Neugier. Aber Sex aus dem Grund ist nicht das gleiche wie mit jemanden, den man wirklich liebt. Mit jemanden den ich scharf finde, oder mit jemanden den ich liebe und scharf finde wie Lin? Das ist was ganz anderes. Drum w├Ąrt Ihr es und ich vertraue Euch. Aber jetzt zur├╝ck zu Dir. Sie hat keine Ahnung, Du hast keine, Zerbino ist erfahren, er ist ├Ąlter, er wei├č wie der Hase l├Ąuft und w├╝rde ihr vermutlich klare Ansagen machen. Denkt sie. Und sie sprach nicht, weil er da war. Das vermute ich. Du musst Ihr dann allerdings sagen, dass Alex besonders ist", erkl├Ąrte Verrill.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ja, nat├╝rlich h├Ątte Zerbino das getan, das war ja auch seine Aufgabe! Himmel┬ź, jammerte Ciel. ┬╗Bevor ich Olivie sage, dass Alex besonders ist, muss sie ersteinmal zustimmen, sonst ist es ein unn├Âtig gel├╝ftetes Geheimnis. Und er muss mir dazu die Genehmigung erteilen. Wie du es beschreibst, deine Vorstellung von Lin und mir, h├Ârt es sich gut an. Aber es darf nicht zu schnell gehen, noch bin ich dazu nicht bereit. Ich muss Lin wie gesagt noch besser kennen, ehe ich mit dir und ihm schmusen m├Âchte.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
"Ganz ruhig, beschnuppert Euch als Freunde und wenn Ihr beide wollt - Du und Lin, dann werden wir es wagen. Er muss auch wirklich wollen. Er ist da etwas offener als Du, aber ihr beide wart nicht neutral, ihr m├╝sst zueinander finden. Danach wagen wir uns es, solltet Ihr wollen. Haben wir es gewagt, werdet Ihr anders zueiandner stehen, dass wei├čt Du. Frage Olivie doch einfach ob sie sich vor Alex f├╝rchtet. Er macht keinen furchterregenden Eindruck. Zerbino f├╝r mich auch nicht, aber vielleicht f├╝r sie. Alex ist neutral und er ist ein Marquis. Daran kann es auch liegen. Ich w├╝rde zum Beispiel auch nicht jeden reinbitten, dazu geh├Ârt schon sehr viel mehr", fl├╝sterte Verrill Ciel ins Ohr.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel sp├╝rte, wie ihm ein warmer Schauer den R├╝cken hinabjagte, als Verrill ihm so etwas ins Ohr fl├╝sterte. ┬╗Ich f├╝hle mich geehrt. So machen wir das. Jetzt habe ich einen neuen Plan, an den ich mich halten kann. Danke dir.┬ź Er nutzte die Gelegenheit, Verrill einen Kuss auf die Wange zu dr├╝cken. ┬╗Hast du meine Braut gesehen?┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
Verrill schloss halb die Augen und genoss den Kuss. "Ciel wir standen bei der Trauung zuerst vor und dann hinter Euch. Nat├╝rlich habe ich Euch gesehen. Ihr habt beide fantastisch ausgesehen. Rede mit ihr in aller Ruhe. Alex ist ein ruhiger und besonnener Mann, auch wenn er sich mir gegen├╝ber komisch verh├Ąlt. Nun ich war auch nicht freundlich mit meinem Block-Witz. Frage sie was sie von Alex h├Ąlt und erkl├Ąre ihr, dass Du jemand an Deiner Seite ben├Âtigst - zus├Ątzlich. Dann soll sie antworten. Und mal ganz ganz gaaaanz ehrlich - wer h├Ątte nicht gerne jemanden dabei, der einem die Angst nimmt? Jeder m├Âchte doch in einer v├Âllig neuen Situation einen Besch├╝tzer an der Seite. Dabei w├╝nscht sich das auch so mancher, nur keiner gibt es zu. Jeder hat Angst und keiner gibt es zu. Das ist doch l├Ącherlich. Ich hatte damals Angst und ich habe auch etwas Angst vor dem anderen ersten Mal. Und die Angst genommen zu bekommen ist doch was sehr Sch├Ânes. Manche schaffen es v├Âllig alleine, Du geh├Ârst halt nicht dazu. Und sie ja scheinbar auch nicht. Nicht jeder hat das Gl├╝ck und hat beim ersten mal so einen z├Ąrtlichen liebevollen und umsichtigen Partner wie Dich. Mein erstes Mal war sch├Ân und absolut z├Ąrtlich. Das erste Mal als ich Lin auf meinem R├╝cken liegen lie├č, habe ich auch nie bereut. Er war zwar sehr hungrig, aber er war war sehr vorsichtig und hat aufgepasst. Als er mich in Besitz nahm, hat er mich zwischen den Beinen gestreichelt und sich kurz gewundert, woher die Lust einer Frau kam, bevor er mir ganz sanft seinen Finger hineinschob. Er sagte als er mich so nach roch wusste er mein Duft ist anders. Aber auch da tat er mir nicht weh, er streichelte mich nur und testete ob er das durfte. Es war mehr Liebkosung als irgendetwas anderes. Und es f├╝hlte sich herrlich mit ihm an. Er ist ziemlich schwer, obwohl er nicht so aussieht. Und so liebte er mich, seine Z├Ąhne in meinem Nacken, sein Schwanz in meinem HIntern und sein Finger da wo vorher niemand war. Und ich f├╝hlte mich, als sollte es so sein. Es war rund und ich war gl├╝cklich und geborgen. Und so wird es mit uns ebenfalls sein. Das musst Du hinbekommen", raunte Verrill Ciel ins Ohr.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich wollte doch nur wissen, ob du sie jetzt gesehen hast, ob du wei├čt, wo sie ist┬ź, keuchte Ciel erregt ob der bildhaften und gef├╝hlvollen Beschreibung. Er merkte sehr deutlich die Folgen der nicht zu Ende gebrachten Hochzeitsnacht. ┬╗Alexandre ist schnell beleidigt. Du solltest dich bei ihm entschuldigen und dich durch Lob und geschickte Fragen einschmeicheln, wenn du dich mit ihm wieder gut stellen m├Âchtest. Sonst wird er dir den sogenannten Witz nachtragen, bis der Nexus ihn holt.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
Greg schaute besch├Ąmt zu Boden. "Ich wollte das er zu Deiner Hochzeit kommt um Dir eine Freude zu machen. Ich wollte ihn doch nicht... derma├čen schockieren. Aber gut, woher soll er wissen, dass das ein bl├Âder Witz war. Wir haben die Macht diesen "Witz" binnen Sekunden Realit├Ąt werden zu lassen. Und da lacht sicher niemand dr├╝ber. Ich werde mich bei ihm entschuldigen und ihm sagen, wie daneben und unbedacht mein Witz war. Und ich werde ihm sagen, warum ich so einen Unsinn erz├Ąhlte. Ich hoffe er versteht das. Ich werde mich mit ihm auss├Âhnen, ich werde mich bem├╝hen. Wie gesagt, ich wollte mit dem Mann doch keinen Streit. Nein ich habe Olivie nicht gesehen, ich war bis vor kurzem bei Lin und kam dann zu Dir. Er fragte ob ich bereit w├Ąre ein Kind mit ihm zu zeugen, sprich es auszutragen. Ich sagte als Vater m├Âchte ich gerne Kinder. Als Mutter von ihm ja, aber noch bin ich dazu nicht bereit. In zwei Jahren werde ich dar├╝ber nachdenken, oder noch sp├Ąter. Aber noch nicht. Er sagte er besorgt die besten Heiler, nun... das freut mich. Dennoch bin ich noch lange nicht bereit. Aber ich wollte Dich informieren", fl├╝sterte Verrill.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel nickte steif. ┬╗Danke f├╝r die Information. Hei├čt, sollten wir beide es allein miteinander versuchen, dann solltest du einen Zeitpunkt w├Ąhlen, an dem du nicht empfangen kannst. Sprich das bitte mit Benito ab. Alexandre hatte deinen Witz nicht als komisch aufgefasst. Er hatte Panik! Und nun ist er beleidigt. Wollen wir ihn und Olivie suchen gehen?┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
"Ja ich wei├č Ciel, es gibt auch Ma├čnahmen die man vorher treffen kann. Danke f├╝r Deine Sorge mein Gro├čer. Ja lass uns die beiden suchen gehen", stimmte Verrill zu und hakte sich bei Ciel unter. "Zuerst suchen wir am Besten ihn oder?", schlug Greg vor.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Einverstanden┬ź, sagte Ciel und freute sich, dass Verrill bei ihm untergehakt gehen wollte. Er f├╝hrte ihn entsprechend stolz durch die Menge, ungeachtet der unpassenden Trainingsr├╝stung, die er selbst gerade am Tag seiner Hochzeit trug. Sie fanden Alexandre noch am selben Fleck, an dem Ciel ihn zuvor zur├╝ckgelassen hatte, an einem einsamen Stehtisch, wo er stilles Wasser trank und pure rohe Leber mit einer Gabel a├č. Alexandre musterte die beiden Princen und als er merkte, dass sie zu ihm wollten, h├Ârte er auf zu essen, legte die Gabel weg und trat etwas vom Tisch weg. ┬╗Hoheiten┬ź, gr├╝├čte er sie und verneigte sich.

Gregoire Verrill de Souvagne
Verrill streichelte w├Ąhrend des Laufens beruhigend Ciels Arm. Sie mochte das Gef├╝hl, er f├╝hlte sich genauso stark und sicher an wie Linhard. Als sie bei Alexandre angekommen waren, musterte Verrill kurz das was er dort a├č. Nun Austern waren f├╝r Lin genauso appetitlich, wie f├╝r ihn rohe Leber. Und der Mann schien es wirklich zu ben├Âtigen. Verrill erwiderte die Verbeugung in perfekter Vollkommenheit und hob danach eine Hand. "Marquis ich entschuldige mich in aller Form bei Euch f├╝r meinen unangebrachten Witz. H├Ârt, es war nie meine Absicht, Euch auf den Block zu schicken. Diese Bemerkung hatte ich im Scherz von mir gegeben - mit einem Augenzwinkern wenn Ihr so wollt. Das Euch danach nicht nach Lachen zumute war, da ich durchaus in der Lage w├Ąre so einen "Witz"Realit├Ąt werden zu lassen, wurde mir danach erst bewusst. Ihr hattet es nicht als Witz aufgefasst und es ist auch nur ein Scherz, wenn beide dar├╝ber lachen. Grund meinerseits war, dass ich Euch zur Hochzeit bewegen wollte. Es lag mir fern Euch zu verletzen. Es lag mir nur daran meinem Bruder eine Freude zu machen, da er Euch sch├Ątzt und liebt. Ihr solltet auf seiner Hochzeit erscheinen. Also bitte verzeiht mir meine kindische Dummheit, es tut mir aufrichtig leid. Verzeihung", sagte Gregoire und reichte Alex die Hand zur Vers├Âhnung.

Alexandre
Falls Alexandre ├╝berrascht oder verunsichert war, lie├č er es sich nicht anmerken. Er ergriff Gregoires Hand mit festem Fingerdruck. ┬╗Mein Herr, ich nehme Eure Bitte um Verzeihung an. Lustig fand ich den sogenannten Witz in der Tat nicht.┬ź Ciel krallte sich derweil in Verrills Arm, weil der ausgesprochen hatte, was er f├╝r den Marquis empfand. Der indes wirkte vollkommen unger├╝hrt.

Gregoire Verrill de Souvagne
"Ich wei├č und ich wei├č dass Ihr mir vergebt, dank Eurer Worte - aber vergessen werdet Ihr meinen Fauxpas sicher nicht. Oder nicht so schnell. Aber da meinem Bruder sehr viel an Euch liegt, und mir an Ciel - werde ich mich bem├╝hen, dass Ihr es mir nicht nur vergebt, sondern auch meine Dummheit vergesst. Ihr seid an anst├Ąndiger Mann Marquis und ich wei├č wozu Ihr in der Lage seid. Ich wei├č auch wozu Ihr bereit w├Ąrt, falls einem von uns was geschieht. Ich habe Euch nicht nur ge├Ąngstigt, ich habe einen Mann schockiert, der im Notfall mein Leben retten w├╝rde und seines daf├╝r g├Ąbe. Daf├╝r sch├Ąme ich mich", fl├╝sterte Verrill so dass nur Alex und Ciel sie verstehen konnten.

Alexandre
┬╗So ist es┬ź, sprach Alexandre langsam und bedeutungsschwer. ┬╗Geschehen ist geschehen. Auch ich werde mich um ein gutes Auskommen mit euch bem├╝hen, denn b├Âses Blut ist das Letzte, was der Hof ben├Âtigt.┬ź Dann wanderte sein Blick zu Ciel. ┬╗Sch├Ân w├Ąre jedoch gewesen, wenn du wenigstens diesmal den Mut aufgebracht h├Ąttest, mir dein Befinden pers├Ânlich zu sagen.┬ź Ciel schlug die Augen nieder.

Gregoire Verrill de Souvagne
Verrill trat n├Ąher und legte Alex die freie Hand auf den Arm. "Alex... ganz vertraulich unter uns beiden. Du wei├čt doch sicher selbst wie schwer es ist, einer Person zu sagen was man empfindet. Gerade der Person f├╝r die man es empfindet. Und welche gr├Â├čere Empfindung als Liebe gibt es? Ciel hatte vor es Dir zu sagen. Auf seine Art, zu seiner Zeit. Aber ich bin der Auffassung, dass Du es verinnerlichen solltest. Du so wie er Dich liebt, so ben├Âtigst Du die Liebe. Du bist einsam Alex, sehr einsam. Unter all diesen Menschen hier in der ganzen Masse bist Du allein. Dieses Leid erleiden noch andere Seelen, nicht nur Du. Aber auch in Deinem Leid bist Du allein, denn nicht alle einsamen Seelen finden aus dieser Einsamkeit zusammen. Drum sieh es doch als vermittelnde Botschaft. Er verschwieg es Dir nicht aus Feigheit, sondern da er noch nicht wusste, wie er es Dir sagen kann. Und ich sprach nicht um ihn blo├čzustellen, sondern um Euch nebeneinander zu stellen. Verstehst Du? Versteht Ihr?", erkl├Ąrte Verrill liebevoll. Sie nahm Alex Hand und legte sie in die von Ciel. "Ihr liebt Euch, ich sehe es. Falls er fragt warum und woher Ciel, Du darfst es ihm sagen. Und Du darst Dein Herz ├Âffnen Alex, lass es zu".

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel griff Alexandres Hand und zog ihn vorsichtig an sich heran. Halb widerstrebend, halb verwirrt lie├č der Marquis es geschehen. Ganz vorsichtig, so als w├╝rde er es nur tun, weil man es von ihm verlangte, legte er die Arme um Ciels Schultern. Ciel schmiegte seinen Kopf an ihn und schloss die Augen. Er hielt den Erzhexer sanft fest und sagte nichts. Je l├Ąnger die Umarmung w├Ąhrte, umso unsicherer wurde Alexandre. ┬╗Warum?┬ź, fragte er Verrill nun selbst. ┬╗Woher meint Ihr dies zu wissen?┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
Verrill umarmte sie beide. "Ich bin seit Geburt beides, ich bin das was man einen Hermaphroditen nennt - einen Zwitter. Ich sehe mit den Augen eines Mannes und einer Frau, also entgeht mir nichts. So wie Vater sagt, mein Dasein ist rund - auch wenn ich nur die eine H├Ąlfte offen trage. Glaube mir, ich bin beides und Ciel wei├č es. Und so verstehe ich auch was Du bist. Wer Du bist. Lass es einfach zu Alex, es ist alles in Ordnung. Du ben├Âtigst es mehr als Du glaubst. Lass ihn in Deine Festung", fl├╝sterte Verrill ihm zu.

Alesandre
Nun war es an Alex, kein Wort mehr herauszubekommen. Er betrachtete das Gesicht des Prinzen, der doch kein reiner Prinz war, sondern gleichsam eine Prinzessin. ┬╗Aber ja┬ź, sagte er schlie├člich und sein Blick wurde eine Spur zug├Ąnglicher. ┬╗Nun verstehe ich.┬ź

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗M├Âgt Ihr tanzen?┬ź, fragte Ciel den Erzhexer, da er ihn nicht loslassen mochte. ┬╗Es w├Ąre mir eine Ehre.┬ź


Alexandre
Noch verwirrter als zuvor nickte der Erzhexer.

Gregoire Verrill de Souvagne
"Was verstehst Du Alex?", fragte Greg und dr├╝ckte Ciel einen Kuss auf die Stirn.


Alexandre
┬╗Ciel hatte mir etwas gebeichtet, das nun in einem anderen Licht erscheint.┬ź Er spielte auf den v├Âlligen Kontrollverlust seines Sch├╝lers im Schrank an, was er aber nicht benennen durfte, ohne seine Schweigepflicht zu brechen. Ciel wurde knallrot.

Gregoire Verrill de Souvagne
"Sprecht offen, nur zu. Ich habe mich auch offenbart", schmunzelte Verrill.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ihr d├╝rft┬ź, murrte Ciel kleinlaut und versteckte sein Gesicht in Alexandres Robe. Der war noch immer verst├Ârt davon und betrachtete Ciel wie einen Fussel, der an seiner Kleidung hing. Ganz vorsichtig legte er eine Hand auf sein vom Tragen des Helms verstrubbeltes Haar und strich etwas dar├╝ber. ┬╗Ciel ist ein Bewahrer. Er ist dazu geboren, besonders sch├╝tzenswerte Individuen um sich zu scharen und sie zu beh├╝ten. Er kann nicht anders, er muss sie einsammeln und zu seinen machen. Das ist sein ainuwargegebener Sinn. Allerdings macht ihn das auch undifferenziert. Drum bin ich etwas ... zur├╝ckhaltend, was seine Liebeserkl├Ąrung anbelangt┬ź, gestand Alexandre. ┬╗Ich bin nur einer in einer sehr langen Liste, von denen der Gro├čteil nebeneinander in der ersten Zeile steht.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
"Aber auch Bewahrer muss es geben Alex. Eine liebende Mutter die 10 Kinder hat, wird alle 10 Kinder lieben. Jedes genauso stark, aber auch jedes auf seine Art und Weise - f├╝r das was es ist. Das schw├Ącht doch nicht die Liebe zu dem Einzelnen oder? Es zeigt nur, dass diese Person sehr viel Liebe zu geben hat und sogar jene liebt, die andere von sich weisen. Das macht seine Liebe nicht geringer, sondern ehr wertvoller. Und es ist nicht das Fremdartige dass ihn falsch anzieht. Er liebt Dich nicht trotzdem - sondern weil Alex. Und weil Du so bist, geh├Ârst Du zu seiner Herzensfamilie. Er hat nicht das Bed├╝rfnis einer Freakshow im Bett. Er hat das Bed├╝rfnis jene aufzulesen, die andere nicht sch├╝tzen w├╝rden. Denn wo andere den Freak sehen, sieht er das Herz und die Sch├Ânheit die anderen verborgen bleibt. Da sie gar nicht hinschauen wollen"


Alexandre
┬╗Richtig, Hoheit. Es ist eine Gabe. Und sie ist der Grund, warum er sich von Euch so angezogen f├╝hlte, ohne zu wissen, warum. Er sp├╝rte, dass Ihr besonderem Schutz bed├╝rft. Man unterstellt Ciel oft, er w├╝rde eine Kuriosit├Ątensammlung um sich scharen und auch ich habe dies im Zorn schon verlauten lassen. Ich wei├č jedoch eigentlich sehr gut, wer Ciel wirklich im Inneren ist, ich selbst habe diese Gabe bei ihm erkannt und sie gezielt gef├Ârdert, da sie eine der wichtigsten Tugenden unserer Zunft enth├Ąlt - Selbstlosigkeit. Wenngleich Ciel manchmal noch ├╝ben muss, sie nicht zu eigens├╝chtigem Besitzgreifen umschlagen zu lassen.┬ź Er hob ihm mit dem Finger das Kinn und Ciel grinste etwas. ┬╗Tanzen, Alex?┬ź, fragte er noch einmal. - ┬╗Tanzen┬ź, best├Ątigte der Erzhexer. Ciel lie├č Alex los, umarmte Verrill ganz fest, fl├╝sterte: ┬╗Danke!┬ź Dann ging er, noch immer in R├╝stung, mit Alexandre zur Tanzfl├Ąche.
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Re: Royale Doppelhochzeit -- 01.05.203

#40

Beitrag von Linhard von Hohenfelde » Mo 21. Mai 2018, 13:58

Vater & Sohn - Brand & Lin
(Fortsetzung)


Linhard von Hohenfelde
Linhard freute sich dass sein Vater als Geist auf der Hochzeit erschienen war. Das Dreux seine anderen Verwandten auch eingeladen hatte, war sch├Ân aber nicht so wichtig, wie dass Brandur erschienen war. Nun ben├Âtigte er nur noch einen neuen oder seinen alten K├Ârper. Lin gesellte sich wieder zu Brandur, da Greg scheinbar ausgerechnet heute durch die Gegend stromern musste. Aber was sollte es, so war er und so hatte er mehr Zeit f├╝r seinen Vater. Lin grinste Brandur breit an, er konnte nicht anders. "Ich freue mich jedesmal wie bl├Âde wenn ich Dich sehe", sagte er gut gelaunt.

Brandur von Hohenfelde
"Es ist sch├Ân zu sehen, dass du nach all der Zeit nun so herlich l├Ącheln kannst. Du hast ein sch├Ânes L├Ącheln, wei├čt du das? Aber wenn du weiter so viel rauchst, wirst du irgendwann braune Z├Ąhne haben und dann ist es nur noch halb so gut anzuschauen. Ich freue mich auch stets, wenn wir uns begegnen, insbesondere, da Zeit f├╝r mich ein sehr wertvolles Gut geworden ist, welches ich gern mit deiner Gegenwart ausf├╝lle. Die Frist l├Ąuft bald aus. Gibt es Neuigkeiten bez├╝glich meiner Wiedererweckung oder hast du einen tauglichen K├Ârper gefunden, den ich verwenden k├Ânnte?"

Linhard von Hohenfelde
"Ich werde versuchen aufzuh├Âren Paps. Nein noch nicht, aber die Hochzeit ist doch eine gute Gelegenheit sich nach einem neuen K├Ârper f├╝r Dich umzuschauen, findest Du nicht auch? Ansonsten werde ich Ciel noch einmal bitten, Dich wiederzubeleben. Er hatte es ja vor. Er wollte diesen schrecklichen Alex daf├╝r opfern. Gut es ist sein einziger Freund und er wollte Dich daf├╝r in seine Dienste einstellen. Was sagst Du dazu? Ich meine ich muss ja nicht ausgerechnet heute anfangen eine Moral zu entwickeln. Dass geht auch einen Tag sp├Ąter. So eilt das nun nicht. Oder? Darf ich Dich mal etwas fragen, ohne das Du b├Âse wirst? Hast Du je Deine Frau geschlagen Paps?", hakte Lin nach.

Brandur von Hohenfelde
Brandur wurde sehr ernst. ┬╗Ja, das habe ich. Nicht so, dass sie verletzt wurde, aber auch ein Schlag mit der flachen Hand ins Gesicht ist ein Schlag, der K├Ârper und Seele schmerzt. Es geschah aus Wut und Verzweiflung gegen eine Ehe, die ich nur zur H├Ąlfte wollte. Zwar war Magdalene die Frau, die ich selbst w├Ąhlte, doch war sie nur zweite Wahl und das wusste sie - und hasste meine wahre Frau Aster. Wir stritten uns so oft deswegen ... Magdalena war Souvagnerin, doch sie lebte in Naridien und kannte die naridische Sitte der Monogamie sehr gut. Die forderte sie ein, w├Ąhrend ich almanisches Recht f├╝r mich beanspruchte. R├╝ckblickend sch├Ąme ich mich daf├╝r. Ich schlug sie daf├╝r, dass sie mich liebte. Es war ... ein sehr hohenfeldsches Verhalten. Warum fragst du? Und was f├╝r ein Problem hast du mit Alexandre?┬ź, wollte Brandur wissen und sein Blick wurde hart. ┬╗Hast du ├ärger mit dem Mann?┬ź

Linhard von Hohenfelde
"Danke f├╝r die ehrliche Antwort. Manchmal wenn ich nicht weiter wei├č, habe ich oft das gleiche Bed├╝rfnis und ich habe mich gefragt, was passiert wenn ich es je bei Verrill habe. Allein f├╝r den Gedanken habe ich mich gesch├Ąmt, aber ich dachte ich frage Dich. Wir sagen uns immer die Wahrheit. Nun Verrill nimmt glaube ich das gleiche Recht in Anspruch wie Du einst, er sieht das sehr weitl├Ąufig was ich manchmal sehr eng sehe. Keine Ahnung, vielleicht sollte ich mal anfangen mich zu entspannen, wie er sagt. Also Alex ist ein Fall f├╝r sich. Er lebt sehr zur├╝ckgezogen ist einer von denen die wir ben├Âtigen und ich habe versucht ihm zu helfen. Ich wollte ihn mit Dave und Wolfram zusammenbringen, damit er nicht so einsam ist. Aber was war, er war ziemlich frech und undankbar. Also mit Ansgar w├╝rde er sich sicher, sehr gut verstehen. Denn was er in den falschen Hals bekommen konnte hat er auch gleich so geschluckt. Er ist von Ciel der beste Freund glaube ich. Daf├╝r habe ich mich mit Ciel vers├Âhnt. Er eigentlich mit mir, was mich sehr freute. Drum wollte ich ihn nochmal f├╝r Dich bitten. Was w├Ąre Dir denn lieber? M├Âchtest Du Deinen alten K├Ârper zur├╝ck oder einen nagelneuen?", fragte Lin.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Mein alter K├Ârper hatte einen gebrochenen R├╝cken. Nach der Wiedererweckung w├Ąre er vermutlich so gebrochen wie zuvor. Ein junger, gesunder K├Ârper w├Ąre nicht schlecht. Wobei es auch Bluthexer geben soll, welche dazu im Stande sind, jemanden in verj├╝ngter Gestalt auferstehen zu lassen. Allerdings wei├č ich nicht, ob jene die hier bei Hofe zur Verf├╝gung stehen, das schaffen, oder ob sie mir meinen alten, kaputten K├Ârper wiedergeben w├╝rden, indem ich vielleicht noch 5 oder 10 Jahre wie gewohnt weiterlebe, ehe ich endg├╝ltig scheide. Nein, ein junger K├Ârper w├Ąre eindeutig die bessere Wahl. Bitte schlage Gregoire nicht. Erstens wird er zur├╝ckschlagen. Zweitens wird sein Vater das so wenig dulden wie seine Br├╝der. Du verpasst ihm einen Hieb und verlierst Leib und Leben. Und nicht zuletzt liebst du ihn doch. R├╝ckblickend sch├Ąme ich mich sehr und k├Ânnte ich die Zeit zur├╝ckdrehen, w├╝rde ich weder Magdalena noch meine Kleinen schlagen - ganz so, wie ich auch dich in unserer kurzen Vater-Sohn-Beziehung nie geschlagen habe und auch niemals w├╝rde. Man wird ├Ąlter und kl├╝ger. Schlag die Wand oder einen Domestiken. Dazu sind sie schlie├člich da. Kasimir beherrscht die Gabe der Regeneration, du kannst ihn halb tot pr├╝geln und mit gen├╝gend Blut ist er bald schon wieder der Alte. Was genau tut Gregoire denn, was dich so st├Ârt? Hast du mit ihm einmal dar├╝ber gesprochen? Bez├╝glich Alexandre ... bringt es dich nicht zum Nachdenken, dass Ciel dir nicht nur seinen besten Freund opfern w├╝rde, sondern einen derart f├Ąhigen Magier? Ungeachtet aller pers├Ânlichen Pr├Ąferenzen - ich w├╝rde einen Abgrund tun! Dieser Mann ist vielleicht der wertvollste hier bei Hofe! Ciel w├Ąre entweder dumm, ihn zu opfern, oder eine gute Beziehung zu dir ist ihm bis auf das Ma├č von gr├Â├čtm├Âglicher Dummheit wichtig.┬ź

Linhard von Hohenfelde
"Dann werde ich mit Ciel reden, ob Du gesund auferstehen kannst. Falls nicht, dann suchen wir Dir einen guten gesunden K├Ârper. Den wir am besten vorher schon suchen. Ach Paps, dass kann ich manchmal gar nicht so genau erfassen. Aber eines vorneweg - ich werde ihn niemals schlagen. Ich hatte nur Angst vor den Gedanken. Manchmal sage ich was und er ist so... sagen wir mal selbst├Ąndig und unbelehrbar, dass ich ihn packen und sch├╝tteln m├Âchte. Aber eine Sekunde sp├Ąter grinst er mich an und ich denke mir... Du kleiner Hornochse, ├╝bertreib es mal nicht. Aber dann ist meine Wut sofort verraucht. Gut auf der anderen Seite, er muss mir ja nicht gehorchen. Nur regt mich das st├Ąndig auf, wenn er es nicht macht. Ich m├Âchte ja einfach nur, dass es ihm gut geht. Das gleiche m├Âchte Ciel. Eigentlich ist es mehr Sorge als alles andere. Das andere Thema sind Kinder. Oder erstmal ein Kind. Ich habe ihn gefragt, er m├Âchte erst in circa zwei Jahren. Sprich also ich fragte ob er Kinder m├Âchte. Als Vater ja, als Mutter wollte er es sich ├╝berlegen. Sagte aber dass er gerne ein Kind von mir h├Ątte, sehr gerne sogar, was mich gewaltig freute. Aber er m├Âchte erst in ungef├Ąhr zwei Jahren. Jetzt ist er noch nicht bereit dazu. Das verstehe ich und ich sagte, dass wir es angehen wenn er soweit ist. Das war schlichtweg von mir gelogen, da ich es am liebsten heute tun w├╝rde. Du kennst mich Paps. Jedenfalls habe ich ihm versprochen, dass ich mich um die besten Heiler k├╝mmere, damit ihm nicht geschehen kann, wenn er schwanger ist. Wenn sie schwanger ist... er klingt so... abstrakt. Das war selbstverst├Ąndlich nicht gelogen, denn ich werde den Abgrund verschieben wenn es sein muss, damit ihr nichts passiert und dem Kleinen. Warten werde ich trotzdem, oder sie ├╝berzeugen, dass es auch vorher schon geht. Was Du wegen dem schlagen gesagt hast stimmt. Ich werde mein Kind auch nie schlagen und ich werde ihm beibringen sich zu verteidigen. Bezogen auf zur├╝ckschlagen, ich glaube wenn man sich mit Verrill wirklich anlegt, kann es passieren dass man den K├╝rzeren zieht und das nicht sehr gut f├╝r einen ausgeht. Kasimir schlage ich nicht Paps, er war immer gut zu mir. Er war neben einigen wenigen mein Halt. Ich hoffe er ist immer noch dann mein Diener, wenn ich selbst alt und grau bin. Dann wird er immer noch existieren. Das klingt f├╝r Dich vielleicht schr├Ąg, aber f├╝r mich hat das eine beruhigende Vorstellung. Jemand der immer da ist, jemand der einen nicht verl├Ąsst. Das meine ich nicht b├Âse auf Dich bezogen, Du kannst ja nichts daf├╝r dass wir alle sterblich sind, aber Kasimir ist das nicht. Ich wei├č nicht ob er mich mag oder sogar als Kumpel sieht, oder einfach nur als Job - aber f├╝r mich hat er etwas wie ein Fels in der Brandung oder das Meer. Er war immer da und wird noch da sein, wenn ich l├Ąngst tot bin. Und dann wird er f├╝r mein Kind da sein und so weiter, dass war immer mein Wunsch. Was Kasimir betrifft. Also von der Seite aus habe ich das mit Ciel noch gar nicht betrachtet. Er ist in dem Fall gar kein Konkurrent gewesen, sondern er war so gro├čz├╝gig, dass es schon an Eigengef├Ąhrdung grenzt. Du hast eine bessere Sicht auf die Dinge als ich. Ja, wozu bietet er mir das an? Er ben├Âtigt Dich, dass war meine Schlu├čfolgerung. Aber jemanden wiedererwecken k├Ânnen ├╝bersteigt doch jede F├Ąhigkeit. Jedes K├Ânnen, er... mag mich vielleicht?", gr├╝belte Lin.

Brandur von Hohenfelde
Brandur nickte mit hochgezogenen Brauen. ┬╗Ja, das war mein Gedanke. Er mag dich - es sei denn, er ben├Âtigt dich f├╝r etwas, das noch wichtiger ist als Alexandre. Doch was k├Ânnte das sein? Was k├Ânntest du ihm bieten, dass die Macht dieses Hexers ├╝bersteigt? Denkbar w├Ąre nat├╝rlich auch, dass die Wiedererweckung gar nicht unbedingt dir gilt - sondern Gregoire. Er m├Âchte vielleicht, dass Gregoire sieht, wie viel er zu opfern bereit ist, nur damit es seinem Mann gut geht. Das w├Ąre ein Gedanke, der sehr in Richtung unserer Familie geht. Ich kenne Ciel nicht gut genug, um ihn dahingehend einsch├Ątzen zu k├Ânnen. Er ist ein hervorragender Schauspieler. Warum m├Âchtest du jetzt sofort das Kind? Wovor hast du Angst? Sag mir, warum du dich sorgst. Denn Angst ist es, die dich treibt, das sehe ich, leugnen ist zwecklos. Ich bin schlie├člich dein Paps.┬ź Brandur l├Ąchelte freundlich. ┬╗Kasimir ist dir gegen├╝ber so loyal, wie ein Vampir nur sein kann. Also zu 98%. F├╝r ihn bist du sicher mehr als nur eine Aufgabe, denn seien wir ehrlich - ist jemand wie er auf einen ehrlichen Beruf angewiesen? Einen K├Ârper hast du f├╝r mich also noch nicht gefunden. Schade. Ich werde die Augen weiter offenhalten.┬ź

Linhard von Hohenfelde
"Das w├╝rde zu Ciel passen, er ist absolut selbstlos und liebt seine Geschwister bis zur Selbstaufgabe. Er hat Olivie geheiratet um sie vor einem Zwerg zu retten. Welcher Mann macht sowas? Er. Er hat Dreux seinen geliebten Leibdiener geschenkt, seinen Leibdiener, sein Ein- und Alles. Und er besch├╝tzt meinen Mann so als... w├Ąre es seiner. Auf der einen Seite macht mich das tierisch eifers├╝chtig, auf der andere beruhigt es mich zu wissen, da ist noch wer, der mit aufpasst. Ja ich habe Angst. Manchmal denke ich, was ist wenn sie mich vorher umlegen, ich habe meinen Stab, meine Leute und ich denke als Ehemann von Greg genie├če ich sicher auch etwas mehr Schutz als normale Leute. Aber Du kennst unsere Familie - ein unverzeihlicher Fehler und sie holen Dich. Was wenn ich sie nicht auf Spur bekomme? Daf├╝r habe ich dann Archibald und den Stab. Gut und bis jetzt scheinen alle gut gelaunt und gl├╝cklich zu sein, aber der Tag des Nekromantieverbots ist nur noch einen Hauch von uns entfernt... was dann? Werden Maghilia und Osmund mir vorwerfen sie geofpert zu haben? Und werden sie mich angreifen? Falls ja, ich w├╝sste nicht wer oder was die beiden im Duo aufhalten kann. Das hast Du lieb gesagt, was Kasimir betrifft, ich mag ihn sehr. Er bedeutet mir viel. Na einen K├Ârper hatten wir schon, aber ihn samt seinem Bewohner h├Ątte ich gerne als Kumpel Paps", grinste Lin schief. "Sag mal Xavier zu mir", lachte er leise, "Bitte".

Brandur von Hohenfelde
Brandur l├Ąchelte so warm, wie der Geist eines toten Vaters nur l├Ącheln konnte, den sein Sohn bat, in bei seinem Namen zu nennen. ┬╗Xavier┬ź, sagte Brandur sanft und stolz. ┬╗Du wirst diesem Namen zur Ehre gereichen. Ich habe ihn nicht umsonst f├╝r dich erw├Ąhlt. Es ist ein gro├čer Name und ich wei├č, dass er dir genau passt. Die de Souvagnes werden dich nicht holen. Du bist nun einer von ihnen. Sie sehen das etwas anderes als die Hohenfeldes, f├╝r die das gemeinsame Blut der entscheidende Punkt war, neben Magief├Ąhigkeit. Deine Eifersucht bez├╝glich Ciel hat durchaus Hand und Fu├č, nach allem, was du erz├Ąhltest. Ich war zumindest nie derart intim mit meinen Br├╝dern, wie es zwischen den beiden Sitte zu sein scheint. Dabei hatten wir anfangs durchaus viel, was uns verband, ehe das Dunkel in uns erwachte. Maghilia und Osmund sollten Souvagne vor Ablauf der Frist verlassen! Sie machen sich sonst strafbar. Was man ihnen entgegensetzen k├Ânnte? Einen Vampir. Nur um ein Beispiel zu nennen. Oder schlichtweg ein Messer in der Dunkelheit oder einen gezielten Armbrustbolzen.┬ź

Linhard von Hohenfelde
"Danke Paps, der Name gef├Ąllt mir. Er hat was ganz besonderes, er wurde mit Liebe ausgew├Ąhlt und ist von Dir. Das reicht schon aus um ihn zu etwas Besonderem zu machen. Du hast v├Âllig Recht! In denke in alten und falschen Bahnen... wieso sollten sich die de Souvagnes wie Hohenfeldes verhalten? Dann g├Ąbe es nur noch Dreux, oder den der es geschafft h├Ątte. Und was Maghilia und Osmund angeht, bis jetzt waren sie loyal. Und falls sie ihren Unmut an mir auslassen wollen, ich habe sogar zwei Vampire und vermutlich ein paar Leibw├Ąchter von denen ich nichts wei├č, die ├╝ber Armbr├╝ste verf├╝gen. Nein Du bist das nie gewesen, aber denke mal an Opa und Arch. Wenn die Ger├╝chte stimmen was sie Oma angetan haben, waren sie keinen Deut besser im Duett als Damir und Holzi mit dieser Margot. Einen Vamir haben sie nichts entgegenzusetzen? ├ťberhaupt nicht?", fragte Lin.

Brandur von Hohenfelde
"Ein Nekromant hat gegen einen Vampir im offenen Kampf nicht mehr in der Hand als jeder andere - seinen Degen. Vampire sind Untote, wie sollten wir sie also aufhalten als jene, welche die ganz Toten beherrschen? Was Dunwin und Archibald anbelangt, so haben diese beiden nie miteiinander etwas gehabt, sondern nur gemeinsam ├╝ber ihr Opfer verf├╝gt. Deine bedauernswerte Gro├čmutter. Aber Gregoire und Ciel scheint anderes zu verbinden, nachdem, was du einmal andeutetest. Oder entsprang diese Einsch├Ątzung Zorn und Angst, als du meintest, Ciel k├Ânnte dir wom├Âglich einen Kuckuck ins Nest setzen?"

Linhard von Hohenfelde
"Dann kann ich froh sein, zwei zu haben. Nein Du hast mich absolut richtig verstanden. Es war kurz vor unserer Hochzeit, da hatten Verrill und ich Sex. Jedenfalls hat Ciel in unserem Schrank gehockt und gemeinsam mit seinem Leibdiener zugeschaut! Soweit so grauenvoll, wenn man so etwas nicht wei├č! Ich bin ja nicht pr├╝de, ich ganz gewiss nicht. Aber das h├Ątten die beiden mich fragen k├Ânnen oder? Verrill fand das ├╝berhaupt nicht schlimm. Gut so gesehen ich auch nicht, ich war nur f├╝r einen Moment w├╝tend, dass ich davon nichts wusste. Ansonsten habe ich selbst schon zugeguckt, manche macht es an. Nur ein unwissender Depp zu sein, schmeichelt nicht gerade. Ciel hat sich verraten, indem er im Schrank losheulte wie die Notsignalsirene in unserem Schrank als er kam. Es klang als wurde ein Pferd im Schrank massakriert und dann hatte er noch alles vollgespritzt, echt der Mann ist die H├Ąrte!", st├Âhnte Lin.

Brandur von Hohenfelde
Brandur ├Âffnete den Mund, zeigte die Z├Ąhne und lie├č eine seiner seltenen Lachsalven verlauten. ┬╗Das ist wirklich die H├Ąrte! An Unh├Âflichkeit kaum zu ├╝berbieten und das von ihm, dem doch an Sittsamkeit angeblich so viel gelegen ist. Warum Gregoire dich unwissend lie├č, musst du ihn fragen. Vielleicht war es ein geschmackloser Scherz, vielleicht wollte er seinem Bruder einen Gefallen tun. Aber was machte der Leibdiener dann auch noch mit darin? Der hatte nun wirklich nichts dort zu suchen und euch beide so zu sehen. Ich w├╝rde ihn ja blenden lassen f├╝r diesen Frevel. War das der selbe Kerl, der dir und Gregoire so viel Spa├č bereitet hat mit dem Sch├╝rhaken? Ciels Leibdiener d├╝rfen sich scheinbar alles erlauben.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Lin musste ebenfalls losprusten, als sein Paps lachte. Es war befreiend ihn so locker und gl├╝cklich zu sehen, auch wenn das Thema daf├╝r etwas schr├Ąg war. Mit Ansgar hatte er nie gemeinsam gelacht, jedenfalls konnte er sich nicht daran erinnern. "Der Leibdiener war nicht nur im Schrank, er war auch in Ciel, denn als dieser den Schrank verlie├č... ehrlich bei den G├Âttern, er zog ihm den Finger aus dem Arsch! Ich dachte ich gucke nicht richtig, ich w├Ąre am Tr├Ąumen oder w├Ąre zugedr├Âhnt. Aber nein... es war kein Traum, es war kein Albtraum, es war die Realit├Ąt. Nichts Paps kann so schr├Ąg sein wie die Wahrheit und Realit├Ąt. Wenn er diese Ger├Ąusche auch in der Hochzeitsnacht von sich gegeben hat, dann wird seine Frau schon ├╝ber alle Berge sein", lachte sich Linhard scheckig.

Brandur von Hohenfelde
Brandur lachte noch lauter. ┬╗Das macht es nicht besser, beim Abgrund! Was geht in dem Jungen nur vor? Gut, immerhin wissen wir nun, warum sein Leibdiener solche Narrenfreiheit hat. Und dass du und Gregoire den Herrn besser in Ruhe lasst, denn ganz offenbar ist er f├╝r Ciel mehr als nur irgendein Domestik. Seine Ehefrau tut mir leid. Sie hat vermutlich nicht viel zu melden.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Lin wischte sich die Lachtr├Ąnen aus den Augen. "Das tat gut Paps. Ach was, das klang jetzt schlimmer als es gewesen ist, das war einfach pure Situationskomik. Sonst h├Ątten wir nicht so lachen m├╝ssen. Warum Greg ihm das erlaubt hat? Damit Ciel etwas lernt, damit er lernt wie es l├Ąuft. Aber das h├Ątte er auch offiziell haben k├Ânnen. Tja... ja... der Leibdiener bedeutet ihm sehr viel und das m├╝ssen wir anerkennen. Ich habe auch Leute die mir viel bedeuten. Es sind wenige, daf├╝r ben├Âtige ich nicht mal eine Hand um sie abzuz├Ąhlen, aber w├╝rde einem davon etwas geschehen, w├Ąre ich genauso fertig wie er es war. Wir haben uns da einen gewaltigen Schnitzer geleistet. Und wie ich Dich fragte, wieviel Dunkler Weg schlummert einfach in unserem Blut? Nicht alles ist wirklich eine bewusste Entscheidung Paps. Denn ich handelte wie Dunwin, obwohl ich genau das nicht wollte. Drum muss man sehr achtsam sein mit sich und seinen Handlungen. Wei├čt Du was achtsam ist? Greg hat es mir erkl├Ąrt, er versucht meist achtsam zu sein, aber manchmal sticht ihn auch der Hafer. Sonst w├Ąre es nicht soweit gekommen. Wollen wir ein bisschen rumlaufen?", schlug Lin vor.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Ich an deiner Stelle w├╝rde um Ferrau k├╝nftig einen Bogen machen, vorsichtshalber, wenn dir an einer guten Beziehung zu Ciel gelegen ist. Andernfalls kannst du ihn vermutlich genau damit gut ├Ąrgern, die Frage ist nur, ob das weise w├Ąre. Der dunkle Weg schlummert in allen von uns, in jedem Einzelnen, in dir so wie in mir. Deine Aufgabe ist es, zu lernen, dieses Dunkel zu beherrschen - anstatt selbst davon beherrscht zu werden, wie es ├╝ber Generationen geschah. Ja, lass uns ein wenig herumlaufen, vielleicht finden wir ein passendes Gef├Ą├č.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Lin nickte zustimmend und zog gemeinsam mit Brandur los. "Das Dunkele zu beherrschen - anstatt selbst davon beherrscht zu werden - das ist weise und tief Paps. Ein sehr tiefgr├╝ndiger Gedanke und so wahr. Nein ich werde um Ferrau keinen Bogen machen, sondern ich werde ihn so behandeln wie Ciel es sich w├╝nschen w├╝rde. Er hat sich um mich bem├╝ht, er hat mir mehrmals eine Br├╝cke gebaut und am Ende hat er mich in die Familie geholt durch eine Umarmung. Ich wollte zu ihnen, aber ich konnte es nicht und er hat es mir erm├Âglicht. Von daher weiche ich keinem von ihnen mehr aus, sondern ich bem├╝he mich. Damit sie sehen, dass es mir genauso wichtig ist, wie ihnen. Das ich es wirklich will. Halt die Augen auf nach jemanden der Dir gef├Ąllt, er darf aber nicht zu alt sein. Vielleicht so bis 30 Jahre w├╝rde ich sagen? Das w├Ąre doch ein gutes Alter f├╝r Dich", schlug Lin vor.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Umso j├╝nger, umso mehr Zeit h├Ątten wir beide gemeinsam┬ź, erkl├Ąrte Brandur. ┬╗Darum ist ein junger K├Ârper zu favorisieren. Am besten mit geistmagischen F├Ąhigkeiten, denn ich m├Âchte zu gern wieder Nekromantie aus├╝ben. Mir wurde ja eine entsprechende Stelle in Aussicht gestellt. Andererseits - das h├Ątte sich bei K├Ârperdiebstahl vermutlich erledigt. Aber man kann ja mal schauen. Da ist dein neuer Freund.┬ź Brandur zeigte auf Remy, der mit Gaetano auf der Tanzfl├Ąche kreiste. Sie gingen extrem langsam, da Gaetano seine F├╝├če nicht erkannte und v├Âllig au├čerhalb des Rhythmus. Auch schien Remy wieder ununterbrochen zu reden, sah aber dabei ausgesprochen gut gelaunt aus. ┬╗Du hast recht, um ihn w├Ąre es schade┬ź, fand Brandur. ┬╗Dass du dich mit Ciel trotz allem ausges├Âhnt hast, freut mich. Der Kriege ist wahrlich genug, irgendwann braucht jeder eine Pause vom ewigen Kampf. Und auch er ist nun Teil deiner Familie, wenn man den neuen Weg zugrunde legt und nicht mehr den alten.┬ź

Linhard von Hohenfelde
"Ja dass meine ich doch Paps, wir m├╝ssen zusehen dass wir fast gleich alt werden. Ein junger K├Ârper verschafft Dir mehr M├Âglichkeiten. Oder wir m├╝ssen einen in Naridien besorgen", antwortete Linhard und schaute Remy und Tano auf der Tanzfl├Ąche zu. "Die beiden... es w├Ąre nicht Recht Paps, er ist ein Guter. Einer von den wenigen der tats├Ąchlich ein Herz hat und es auch einsetzt. Was die Kriege angeht, ich bin sie leid. Aber sollte jemand unsere Familie angreifen, dann werde ich sie mit der gleichen H├Ąrte und Konsequenz f├╝hren, wie es unser Name seit Generationen der Welt versprach oder h├Ąrter. Denn die H├Ąrte der Hohenfeldes verb├╝ndet sich dann mit der de Souvagnes. Es wird keine Gnade geben. Einer von uns hei├čt alle von Euch. Ja sie sind nun ein Teil von unserer Familie und wir von ihnen. Das macht mich stolz und es freut mich. Ich werde es lernen, ich bin schon dabei. Ihre Wege sind gute, geradlinige Wege Paps. Sie werden Dir gefallen. Sollen wir mit Ciel einmal ├╝ber diese M├Âglichkeit sprechen? Was w├Ąre wenn Du hier in anderer Form erscheinst?", fragte Lin.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Nun, ich kann jede beliebige Gestalt annehmen┬ź, erkl├Ąrte Brandur - und wurde zu Dunwin. ┬╗Hast du eine bestimmte im Blick f├╝r deinen Zweck?┬ź

Linhard von Hohenfelde
Lin stockte und blinzelte Brandur an. "Das stimmt ja. Noch nicht, ich ├╝berlege mir gerade was. Zeig Dich mal in jung", grinste Lin.

Brandur von Hohenfelde
Vor Linhard erschien ein junger Mann mit langem, glatten Haar und f├╝r Hohenfeldes eher untypische weiche Gesichtsz├╝ge, die von seiner Mutter stammten, doch um die Augen lag die selbe H├Ąrte wie bei jedem von ihnen. Sein L├Ącheln wirkte erzwungen, denn er zeigte sich so, wie er damals ausgesehen hatte, inklusive Mimik. Er war weniger hager als Duwnin und schon damals hatte ein Korsett f├╝r die n├Âtige straffe Gestalt gesorgt. Er deutete eine Verneigung an.

Linhard von Hohenfelde
"Du hast gut ausgesehen bis auf den Blick Paps. Aber den Blick haben wir alle und ich hoffe keiner von uns muss jemals wieder so schauen. Sei es aus ├ťberzeugung noch aus Schmerz. Du warst nicht so ein Gerippe wie Dunwin oder ich. Ich rauche und saufe zuviel und esse zuwenig. Keine gute Mischung, vermutlich habe ich nicht nur die Liebe zu Waffen von Opa geerbt, sondern auch den Schmacht auf eine Rauchstange. Aber wie gesagt, ich versuche davon loszukommen. Bleib einfach mal so", sagte Linhard und trat ganz nah an Brandur heran. Er musterte ihn so genau, wie ein Gem├Ąlde in einer Gallerie. Scheinbar wollte er jeden einzelnen Pinselstrich verfolgen, die das Gesamtgem├Ąlde ausmachten. Er umrundetete seinen Paps einmal in einem ganz langsamen Tempo, ehe er wieder vor ihm stehen blieb und freundlich l├Ąchelte. "Du hast nicht viel von Alastair und das steht Dir. Dun hatte viel von ihm, Dave hat es ebenso, genauso wie Wolfi und ich. Ansgar kam wohl ehr nach seiner Mutter. Und Du ebenfalls, dar├╝ber kannst Du froh sein. Also so hast Du ausgesehen, so m├Âchtest Du auch wieder aussehen? Dann m├╝ssen wir nach einem optisch ├Ąhnlichen jungen Mann schauen. Das wir kein Double finden ist klar, falls uns Ciel nicht hilft", grinste Lin.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Optisch ├Ąhnlich w├Ąre nat├╝rlich am besten, aber da bin ich nicht m├Ąklig. Remy h├Ątte mir ja auch nicht sehr ├Ąhnlich gesehen, aber man sieht, dass er von Stand ist. Hauptsache, er ist jung, gesund, magisch begabt und man kann sich mit ihm an der Seite in der ├ľffentlichkeit gut blicken lassen. Das sind die wichtigsten Eckpfeiler. Oh schau mal, wie w├Ąre es mit ihm?┬ź Brandur nickte in Richtung von Fabien, der mit Nathan tanzte. ┬╗Da w├Ąre ich auch gleich an einer guten Schl├╝sselposition. Nur Spa├č. Du wolltest mit Ciel reden. Worum geht es und wie soll ich daf├╝r aussehen?┬ź

Linhard von Hohenfelde
"Nathan oder Fabien? Nathan ist der Leibdiener von Duc Dreux und Fabien ist der Leibdiener von Maximilien. Das lassen wir lieber. Wobei ich irgendwann mal mit Maximilien reden muss, nur habe ich davor richtig Schiss. Erstens wie spreche ich ihn an? Zweitens wie gehe ich mit ihm um? Dreux und seine Br├╝der waren am Anfang schon schwierig, bezogen auf das Gespr├Ąch mit der Adelung. Aber mit ihrem Vater, also meinem Schwiegervater? Du solltest aussehen wie Ainuwar und ihn nachts besuchen", grinste Lin.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Ich meinte den Blonden, es ist mit mir noch nicht so weit, dass ich in derart affiger Kleidung herumlaufen w├╝rde┬ź, schmunzelte der junge Brandur. ┬╗Dass die zwei wichtig sind, habe ich mitbekommen, es war auch nur ein Scherz. Wollen wir gleich zu Maximilien gehen? Ich bin an deiner Seite, aber das bin ich nur noch heute und dann f├╝r unbestimmte Zeit nicht mehr. Geh mit ihm so h├Âflich und respektvoll um, wie du nur kannst. Er ist dein Schwiegervater und nebenbei auch noch der Duc.┬ź

Linhard von Hohenfelde
"Den Blonden? Wen denn?", fragte Lin und versuchte einen blonden Kerl zu ersp├Ąhen, ehe er Brandur musterte. "Du meinst doch wohl nicht den Duc selbst oder? DAS... w├Ąre ein genialer Schachzug, aber sehr Hohenfelde", wisperte Lin.

Brandur von Hohenfelde
Brandur grinste und sah nun tats├Ąchlich ausgesprochen hohenfeldsch aus. ┬╗W├╝rden wir den dunklen Pfad weiter verfolgen - w├Ąre das die Option Nummer eins. Nicht wahr? Den Duc oder noch besser - den Thronfolger zu besetzen.┬ź Er nickte in Richtung des ├Ąltesten Prinzen.

Linhard von Hohenfelde
"Ja aber es w├Ąre extrem schwer, denn sie stehen sich sehr nahe. Ein falsches Wort, eine falsche Geste und sie wissen etwas stimmt nicht. Zudem werden sie bewacht, auch magisch Paps. Nein, wir wollten hierher um uns zu retten, nicht andere in den Abgrund zu rei├čen", sagte Lin liebevoll.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Ich sagte doch, dass es nur ein Anflug von Humor war. Verzeih. Ich will unserer neuen Familie nichts B├Âses. Und nebenbei reizte mich zu erfahren, wie du auf den Vorschlag reagieren w├╝rdest. Aber die Idee w├Ąre gut, das musst du zugeben┬ź, schmunzelte der junge Brandur. ┬╗Lass uns zu Maximilien gehen und mit ihm bereden, was du bereden wolltest.┬ź

Linhard von Hohenfelde
"Die Idee ist gut, sogar brilliant aber daf├╝r waren wir nicht hier. Denn ganz ohne uns ├╝berhaupt in Gefahr zu bringen, sind wir in einer ├Ąhnlich guten Position, Dank Dir und auch Dank Greg. ├ťberleg nur was wir alles haben, von unseren Schollen bis zu unserer Freiheit. Eine andere Form davon ja - aber ich freue mich hier zu sein und ein neues Leben anzufangen. Und dazu geh├Ârt auch den Dunklen Weg zu verlassen. Wie Du vorhin sagtest, ihn in seine Schranken verweisen, anstatt sich beherrschen zu lassen. Nein ich wollte gar nichts mit ihm bereden, ich wollte irgendann nur Hallo sagen. Mehr nicht. Gut komm, aber hilf mir, falls ich rumstammele", bat Lin.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Du hast so recht, wie man nur recht haben kann - sp├Ątestens dann, wenn man an deine zuk├╝nftigen Kinder denkt, muss einem bewusst werden, dass es mehr als Zeit war, den dunklen Pfad zu verlassen.┬ź Brandur nahm seine alte Gestalt wieder an, in der er gestorben war. ┬╗Nat├╝rlich helfe ich dir, aber du wirst nicht stammeln, mein lieber Xavier.┬ź

Linhard von Hohenfelde
"Mein aber ich habe weiche Knie, als ich Dreux gegen├╝berstand war es auch so. Aber auf der anderen Seite, muss es vielleicht so sein. Diese M├Ąnner haben eine Macht, die wir nicht haben. Und wenn vor uns einer unserer Leibeigenen steht, dann wird er genauso Angst haben. Das ist denke ich ganz normal, wobei jeder sagt, dass er sehr umg├Ąnglich ist. Da hinten, dass ist er. Der Blonde, sie sind fast alles Blondsch├Âpfe", schmunzelte Lin.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Nat├╝rlich werden deine Leibeigenen so empfinden, ansonsten w├╝rdest du etwas falsch machen. Das sind schlie├člich nicht deine Freunde, sondern du hast f├╝r sie zu sorgen und sie f├╝r dich zu arbeiten┬ź, erkl├Ąrte Brandur seine Sicht. ┬╗Das funktioniert nur mit einem deutlichen Gef├Ąlle in der Hierarchie.┬ź Brandur begleitete seinen Sohn zu Maximilien.

Linhard von Hohenfelde
Linhard gesellte sich gemeinsam mit Brandur zu Maximilien und seinen drei Frauen. Ciels Mutter erkannte er daran, wie sie zu Maximilien stand. Die Duchesse stand ein klein wenig abger├╝ckt und lie├č sich kleine H├Ąppchen schmecken, w├Ąhrend die dritte Ehefrau Josette auf der anderen Seite von Max stand. Sie war noch ziemlich jung. Vielleicht um die 30 Jahre alt. "Eure Majest├Ąt, Eure Hoheiten", gr├╝├čte Linhard ergeben. "Ich wollte Euch meinen Vater vorstellen und mich ebenso", sagte Lin mit klopfendem Herzen.

Brandur von Hohenfelde
Brandur vollf├╝hrte eine formvollendete Verneigung. "Es ist mir eine Ehre."

Maximilien
Max erwiderte den Gru├č mit einem freundlichen Nicken. "Wir gr├╝├čen Dich Linhard, willkommen in unserer Familie. Neben mir steht Minette, dies ist Josette und dort steht meine Erstfrau Nathalie. Innerhalb der Familie ist es bei uns Souvagnes Brauch sich zu duzen Linhard. Du musst uns - und damit meine ich uns vier - nicht Ihrzen oder Siezen. Dreux hat mir schon einiges ├╝ber Dich erz├Ąhlt und Gregoire ebenso. Dass er Dich derma├čen ins Herz geschlossen hat freut mich sehr. Nebenbei, gew├Âhne Dir bitte ab, derma├čen viel zu trinken. Hierbei geht es nicht um Deinen Ruf, sondern um Deine Gesundheit. Ich sage Dir dies auch nicht als Zurechtweisung, sonst h├Ątte ich vor der Hochzeit nicht Ciel geschickt, damit er Dich von Deiner Bowle befreit. Achte da ein bisschen drauf, Du bist noch so jung. Und Du bist der verstorbene Vater meines Schwiegersohnes - nun trotz allem, willkommen in der Familie. Zu Lebzeiten h├Ątte ich Dir einen Wein angeboten, so m├╝ssen wir mit einem Gespr├Ąch von Vater zu Vater Vorlieb nehmen", sagte Max freundlich.

Minette
W├Ąhrend die beiden V├Ąter ein Gespr├Ąch begannen, trat Minette an Linhard heran und umarmte ihn liebevoll. ┬╗Auch von mir Willkommen┬ź, sagte sie mit einem freundlichen L├Ącheln. ┬╗Ich bin die Mutter von Ciel. Ich freue mich, dass er einen so wundervollen Schwager sein eigen nennen kann. Ihr werdet sicher gute Freunde. Du und Gregoire, ihr seid ein bezauberndes Paar und ihr alle vier habt auf der Hochzeit so sch├Ân ausgesehen, als w├Ąrt ihr einer Traumwelt entsprungen! Nur, dass der Traum Wirklichkeit ist.┬ź

Brandur von Hohenfelde
┬╗Einen guten souvagnischen Wein h├Ątte ich mit Freuden angenommen┬ź, erkl├Ąrte Brandur. ┬╗Aber ohne festen K├Ârper ist dies bedauerlicherweise nur schwer m├Âglich.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard umarmte Minette ebenfalls und wurde dabei knallrot. Das ausgerechnet die Mutter von Ciel den Anfang machte, damit hatte er nicht gerechnet. Was Ciel ├╝ber sie gesagt hatte, entsprach der Wahrheit, aber genau dass was ihr Sohn so f├╝rchtete, machte seine Mutter ├Ąu├čerst liebenswert. "Ich Danke Dir und Euch allen f├╝r die liebe Begr├╝├čung. Ich bem├╝he mich nicht mehr so tief ins Glas zu schauen und die Rauchstangen loszuwerden. Ein guter Rat Maximilien. Danke Minette f├╝r die liebevolle Begr├╝├čung. Dein Sohn und ich waren uns nicht immer ganz gr├╝n, aber letztendlich hat er das gleiche getan wie Du, mich mit einer Umarmung willkommen gehei├čen", freute sich Linhard.

Maximilien
Maximilien, Nathalie und Josi folten Minettes Beispiel und umarmten Linhard zur Begr├╝├čung, ehe sich Max Brandur zuwandte. "Leider, aber wie mir zugetragen wurde m├Âchtest Du genau dies ├Ąndern. Ich h├Âre zu", sagte Max und nahm einen Schluck Wein.


Minette
┬╗Streit geh├Ârt zum Leben dazu, besonders, wenn man jung ist. Es ist nur wichtig, dass man sich hinterher ausspricht und dann wieder miteinander vertr├Ągt. Ciel hat sich fr├╝her auch mit seinen Br├╝dern viel gestritten, sie haben sich als Kinder sogar mit Gerten gepr├╝gelt und trotzdem sind sie gute Freunde gewesen und sind es immer noch. Inzwischen streiten sie kaum noch.┬ź Sie blinzelte ihm freundlich zu, ganz so, wie es ihr Sohn gerne tat. ┬╗Und notfalls hilft es, sich einfach mal alles von der Seele zu reden bei einem warmen Kakao und etwas Zeit verstreichen zu lassen, dann wird es besser.┬ź

Brandur von Hohenfelde
┬╗Mein Sohn meinte, wom├Âglich k├Ânnte ich einen Spenderk├Ârper aus Naridien importieren, in welchem ich ganz ohne nekromantische Aktivit├Ąten legal weiterlebe. Die Frage w├Ąre, ob das Stellenangebot als Hofnekromant auch in einem anderen K├Ârper seine G├╝ltigkeit behalten w├╝rde, Maximilien.┬ź

Josette
Josette nickte zustimmend. "Ciel und seine Br├╝der sind absolut umg├Ąnglich, man muss es nur an der ersten H├╝rde vorbeischaffen. Du wolltest einen von ihnen heiraten, da testet Dich jeder gute Bruder", lachte Josette.

Nathalie
Nathalie schmunzelte Lin an. "Zumal Du Dir von den vier Geschwistern jemand sehr Besonderes ausgesucht hast. Behandele ihn gut, so wie er es verdient und wenn es geht noch besser. Er hat es nicht immer leicht mit sich selbst Linhard. Dass wirst Du noch merken. Und je h├Ąrter manch einer scheint, je zerbrechlicher ist er. Ich w├╝nsche Euch alles Gl├╝ck der Welt und dass Eure W├╝nsche in Erf├╝llung gehen. Seid gut zueinander, steht Euch bei und liebt Euch".

Linhard von Hohenfelde
Linhard schaute kurz Maximilien an, ehe er Nathalie musterte. "Ich passe gut auf Verrill auf und ich wei├č das er was ganz besonderes ist. Meine Ehe war nicht als Liebeshochzeit geplant, ist aber eine und dass auch dank seiner ganzen Art. Er bedeutet mir extrem viel und ich werde gut auf ihn acht geben, dass schw├Âre ich. Danke f├╝r Eure lieben Worte. Dankesch├Ân. Den Kakao nehme ich gerne an Minette", freute sich Lin.

Maximilien
Maximilien dachte einen Augenblick ├╝ber die Frage nach, ehe er zustimmend nickte. "Na, denn das Angebot galt Dir und Deinen F├Ąhigkeiten. Werte ich den K├Ârper als Transportmittel, dann ist es so. Du erh├Ąltst den Job schlie├člich auch, gleichg├╝ltig in welcher Kutsche Du vorgefahren kommst. Wie gedenkst Du an einen Spender zu kommen? Und weshalb ein Naridier? Falls Du einen Verurteilten ben├Âtigst, davon haben wir einige - jene die ihre K├Ârper nicht verdient haben".

Brandur von Hohenfelde
┬╗Ich wollte keinen Souvagner sch├Ądigen. Aber einen Verurteilten zu w├Ąhlen w├Ąre nat├╝rlich eine noch einfachere L├Âsung! Dann k├Ânnte ich mir im Gef├Ąngnis in Ruhe alle K├Ârper ansehen und mir einen aussuchen┬ź, freute Brandur sich. ┬╗Es m├╝sste nur, wenn das m├Âglich w├Ąre, vor dem endg├╝ltigen Inkrafttreten des Verbots geschehen, denn andernfalls kann niemand mich in den neuen K├Ârper hineinbef├Ârdern. Ich freue mich schon sehr darauf, meine Arbeit anzutreten.┬ź

Maximilien
Maximilien schmunzelte Brandur an. "Wenn ich etwas anordne, geschieht es - gleichg├╝ltig wann. Mein Wort ist Gesetz Brandur. Ja Du kannst Dir die zum Tode Verurteilten alle in Ruhe ansehen. Welche Voraussetzungen m├╝ssen erf├╝llt sein?", fragte Max.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Ich w├╝rde mir einen jungen, gesunden Mann als Spender w├╝nschen, wenn m├Âglich in repr├Ąsentabler Optik und mit geistmagischer Begabung. Zur Orientierung k├Ânnte ich Remy de Remuer als Referenzobjekt benennen. Hast du so jemanden in deinen Gef├Ąngnissen, den Souvagne nicht mehr ben├Âtigt?┬ź

Maximilien
"Nicht das ich w├╝sste, aber ich erteile Dir die Genehmigung bis auf Weiteres Deinem Sohn erhalten zu bleiben, auch in dieser Form. Was den Spender angeht, ist wohl die Magische Gabe das entscheidende. Ich werde schauen, ob wir so jemanden als Verurteilten haben", antwortete Max. "Remy wird es nicht als Spender geben, der Mann ist zwar eine Plaudertasche die ihres gleichen sucht, aber er ist auch ein sehr zuverl├Ąssiger Mitarbeiter. Er hat alles fein s├Ąuberlich notiert und weitergegeben, was ich ihm auftrug. Sprich wo ich in Ehveros war und Kontakt in die Heimat halten musste. Ein grauenvoller Zustand", grinste Max.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Um Remy wollte ich nicht bitten┬ź, sagte Brandur mit dem aufrichtigsten und harmlosesten Gesicht, das er aufzusetzen imstande war. ┬╗Schau ihn dir doch an.┬ź Der Besagte tanzte im Hintergrund immer noch in Zeitlupe mit dem Blindfisch mit der riesengro├čen Brille, wobei er darauf achtete, dass Gaetano ihm nicht auf die F├╝├če trat. Brandur drehte sich wieder um. ┬╗Ich benannte ihn nur zur Orientierung, was mir ungef├Ąhr vorschwebt. Ich bedanke mich von ganzem Herzen, bei meinem Sohn verweilen zu d├╝rfen. Ich verspreche, beim Herumschweben Diskretion walten zu lassen.┬ź

Maximilien
"Das m├Âchte ich sehr hoffen Brandur, denn es geht fortan auch um die Sicherheit Deiner Familie, Ihr geh├Ârt nun zu uns. Und eines Tages soll Dein Enkel doch ebenso die gr├Â├čtm├Âgliche Sicherheit genie├čen, nicht wahr? Du w├╝rdest Dir und Linhard sonst nur selbst schaden. Remy und Gaetano. Ja die beiden haben sich gesucht und gefunden. Remy sprach f├╝r Tano vor, er h├Ątte gerne Gaetano mit Olivie verm├Ąhlt. Nun so gesehen ist er ├╝ber Eck ein Freund Deiner Familie. Ihr seid mit den Cantillions verbunden, Du warst es einst und er ist mit ihnen befreundet. Vielleicht sollte Ciel Dir einmal Dein T├Ątigkeitsfeld zeigen, dann muss Du nicht ├╝berall danach suchen", grinste Max.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Meine anf├Ąngliche Aufdringlichkeit diente der Demonstration der Sicherheitsl├╝cken┬ź, erkl├Ąrte Brandur h├Âflich. ┬╗Da diese nun bekannt sind, ist dies nicht l├Ąnger n├Âtig. Ein Gespr├Ąch mit Ciel w├Ąre erstrebenswert, sobald dieser Zeit findet, er scheint es meistens sehr eilig zu haben. Wobei ...┬ź Ihm fiel auf, dass Ciel gerade mit dem arroganten Erzhexer tanzte, der erstaunlich souver├Ąn den Tanz f├╝hrte, obwohl er sich sonst eher wie ein Ghul bewegte. Heute schien der Tag der seltsamen Tanzpaare zu sein.

Maximilien
"Und das hast Du auch getan", antwortete Maximilien und folgte Brandurs Blick. "Alexandre ist ein Fall f├╝r sich. Er ist der Ausbilder von Ciel, aber in manchen Bereichen ist er mit seiner Ausbildung wohl weit ├╝ber das Ziel von Ciel hinausgeschossen. Die Lehren die er verbreitet sind nicht das, was ich mir f├╝r meinen Sohn w├╝nsche", sagte Max und musterte Alex genau.

Brandur von Hohenfelde
"Inwiefern? M├Âchtet Ihr dar├╝ber reden? Vielleicht kann ich einen guten Rat geben."

Maximilien
Maximilien verschr├Ąnkte die Arme vor der Brust, nahm einen Schluck Wein und dachte ├╝ber die Frage kurz nach. "Ja, warum nicht? Alexandre indoktrinierte meinen Sohn dahingehend, dass dieser keusch zu leben hat. Mehr noch, er redete Ciel ein, dass es der Geist ist, der ma├čgeblich f├╝r jede Entscheidung ist. Aber dem Geist kann genauso Gutes wie Grauenvolles erwachsen, wie dem Herzen ebenso. Geist und Herz m├╝ssen Hand in Hand gehen. Und wenn der Geist derma├čen dominiert, dass jedes K├Ârpergef├╝hl verloren geht, er sich sogar selbst verst├╝mmeln m├Âchte um ein v├Âlliges Geistwesen zu werden, was w├╝rdest Du mit dieser Person tun? Das einzige was davon abgehalten hat ihn pers├Ânlich niederzustrecken ist, dass mein Sohn diese Person liebt. Alex ist ein treuer Untertan und er ist die Absicherung meiner Familie und dennoch schadet er meiner Familie zeitgleich durch seine pure Anwesenheit. Denn dieser Mann ist im Kopf meines Sohnes daueranwesend mit seinem verquerten Logik und vergiftet sein normales menschliches Empfinden in etwas f├╝r selbst dass ich keine Bezeichnung finde. Stell Dir vor Linhard w├╝rde Dir erkl├Ąren, dass er sich selbst entmannen wollte. Das er auf alle weltlichen G├╝ter verzichten wolle. Nur weil er eine Person verehrt, die sein Lehrer ist. Ein Lehrer soll einen auf das Leben vorbereiten und einen den R├╝cken st├Ąrken. Was tut dieser Mann? Er f├╝hrt meinen Sohn in einen Abgrund, aus dem er selbst kein Entrinnen mehr sieht. Er sp├╝rt verlangen wie jede gesunde Person und sieht es als krankhaft durch die Zufl├╝sterungen dieser Schlangenzunge. Ich wei├č nicht wie lange ich mir das noch mitansehe, bevor er fallen muss", antwortete Max sehr leise.


Brandur von Hohenfelde
Brandur klappte der Geistermund auf. Er blickte noch einmal in die Richtung der Tanzenden. Tats├Ąchlich hielt Ciel den Erzhexer sehr eng umschlungen, enger, als ein normaler Tanz unter Freunden ablaufen w├╝rde. Er hatte die Augen beim Tanzen geschlossen und verlie├č sich im wahrsten Sinne des Wortes blind auf den Hexer, der ihn f├╝hrte. ┬╗W├╝rde Linhard solch einen Freund sein eigen nennen ... w├╝rde ich zun├Ąchst mit Linhard dar├╝ber sprechen. Dann mit diesem sogenannten Freund ein sehr, sehr deutliches Wort sprechen.┬ź Er wagte nicht, auszusprechen, was er tun w├╝rde, sollte er diese Person danach ein weiteres Mal in der N├Ąhe seines Sohnes vorfinden. Ihm wurde Angst und bange bei der Vorstellung, dass Linhard derart indoktriniert werden k├Ânnte und solche selbstzerst├Ârerischen Pl├Ąne h├Ątte. ┬╗Du scheinst das recht entspannt zu sehen, wenn du die beiden miteinander tanzen l├Ąsst┬ź, fand Brandur.

Maximilien
Den Blick den Maximilien Brandur zuwarf, lie├č selbst einen Hohenfelde fr├Âsteln. "Er ist nur einen Milimeter davon entfernt das zeitliche zu segnen. Ich habe bereits mit meinem Sohn gesprochen. Wie soll ich Dir seine Verblendung verdeutlichen. Sind die ehemalige Sektenmitglieder bekannt? ├ähnlich verh├Ąlt es sich mit Ciel nur ist er immer noch Mitglied dieser Zwei-Mann-Sekte. Oder anders gefragt, bist Du schon mal einer h├Ârigen Person begegnet? So ist Ciel. Was Alex sagt, ist nicht Gesetz, sondern dieses Wort scheint m├Ąchtiger zu sein als das von Ainuwar. Jeder Adlige wei├č, dass unsere Worte Gesetz sind und meines ist das Oberste. Es geht nicht um Macht- oder Kontrollverlust. Es geht um tats├Ąchliche Macht und jemanden der seine Grenzen viel zu weit ├╝berschreitet. Alex ist weder Herr, noch Gebieter meines Sohnes. Und er ist bei Leibe nicht, der Eigent├╝mer seines Geistes. Niemand ist das, nicht einmal ich. Jeder Mann, mag er noch so klein sein, muss seinem Herrn auch aus Freiwilligkeit folgen. Sonst n├╝tzt die beste Herrschaft nichts. Eure Untertanen m├╝ssen Euch vertrauen. Und Ihr m├╝sst Ihnen vertrauen. Aber wie kann man diesem Mann vertrauen, der einem das eigene Kind nimmt, es entfremdet, es in eine Kreatur verwandet, die nicht mehr m├Ąnnlich, nicht mehr menschlich, nicht mehr zeugungsf├Ąhig sein will, sondern vielmehr ein Geist in einer fleischlichen Flasche - einem Gef├Ą├č? Antworte mir darauf ehrlich Brandur", bat Max.

Brandur von Hohenfelde
┬╗Problematisch ist also der betr├Ąchtliche magische Wert von Alexandre┬ź, sinnierte Brandur. ┬╗Man muss ihm als liebender Vater einen Riegel vorschieben. Das ist jenseits von normalen Glaubensfragen, bei denen es immer hier und da Dinge gibt, die Auslegungssache sind. Es grenzt scheinbar an Fanatismus. Und ├╝ber Ciel hat Alexandre eine enorme Macht, sollte er sich dazu entschlie├čen, deinen Sohn f├╝r seine Zwecke als Werkzeug zu verwenden. Da fallen also zwei enorme Risiken zusammen. Hast du Alexandre schon verdeutlicht, wie haarscharf er davor ist, sein Leben zu verwirken? Hast du es Ciel schon verdeutlicht? Wenn nicht, w├Ąre das vielleicht der erste empfehlenswerte Schritt.┬ź

Maximilien
"Ein guter Rat. Ich habe Ciel gesagt, was ich von Alex halte. Allerdings muss man in solchen F├Ąllen sehr vorsichtig sein. Je negativer Du ├╝ber so eine Person sprichst, je st├Ąrker klammert sich das Opfer an sie. Und je offensichtlicher ich versuche Ciel zu retten, je mehr wird er Alex verteidigen. Und sollte ich Alex hinrichten lassen, dann wird er zum M├Ąrthyrer f├╝r Ciel. Alex - jener der f├╝r seine ├ťberzeugung gestorben ist. Nein... das hat nichts mit Amt und Staatsw├╝rden zu tun. Das ist eine reine Familienangelegenheit. Ein Vater der seinen Sohn vor einem Rattenf├Ąnger, einem Kinderfresser sch├╝tzen muss. Ich vermute dass Alex bald einen Ausflug macht und niemand sieht ihn je wieder. Was traurig ist, bedauerlich gerade zu aber ich werde meinen Sohn tr├Âsten und ihm erkl├Ąren, dass Alex Worte nur Worte waren. Er wird einen neuen Lehrer bekommen. Seine Lehren fortsetzen, Alex Worte und Weisheiten der Magie wurden verschriftlicht. Ja vielleicht sollte Alex mal etwas ausspannen und auf Weltreise gehen...", sinnierte Max.

Brandur von Hohenfelde
Brandur l├Ąchelte etwas. "Aber wie realistisch ist es, dass Alexandre sich allein auf eine l├Ąngere Reise begeht? Ich habe ihn aus beruflichem Interesse heraus beobachtet und auch hin und wieder in seinem R├╝ckzugsort besucht. Ciel wird vermutlich erkennen, das etwas nicht stimmt, denn ich habe Alexandre als jemanden erlebt, der wie ein Maulwurf in seiner H├Âhle lebt und nur herauskommt, wenn ihn Ciel oder die berufliche Pflicht dazu zwingt. Wenn, dann m├╝sste er also aus beruflichen Gr├╝nden eine Reise antreten."

Maximilien
"Du meinst das j├Ąhrliche Treffen der Ainuwar-Freunde in Ehveros? Das l├Ąsst er sich sicher nicht entgehen. Spa├č beiseite, ich werde letztmalig mit meinem Sohn reden. Du kannst mich begleiten wenn Du m├Âchtest", sagte Maximilien. Er stellte sein Glas beiseite und ging zu Ciel und Alexandre. "Auf ein Wort Ihr beiden", sagte Max.


(Fortsetzung folgt)
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"Niemand wendet sich gegen die Familie, sonst wendet sich die Familie gegen Dich" - Linhard von Hohenfelde

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