Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt. Die ├╝berlebenden V├Âlker beginnen zu ahnen, dass der Schl├╝ssel zur Herrschaft ├╝ber Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. W├Ąhrend die Almanen auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimb├╝nde der Schatten sehen in der Magie die m├Ąchtigste Waffe und f├╝r die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Ehrungen am Hofe

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Gro├čherzogtum Souvagne
Das almanische Gro├čherzogtum Souvagne ist gepr├Ągt von sanfte H├╝geln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h├Ąlt sich aus Kriegen gr├Â├čtenteils heraus und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit├Ąt. Von allen Herrschern ist er der Gem├Ą├čigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr├Â├čtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
Benutzeravatar
Comte Massimo de la Cantillion
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 115
Registriert: Mo 5. Jun 2017, 20:19

Re: Ehrungen am Hofe

#21

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Mi 18. Jul 2018, 13:53

Massimo
 
fragte sich warum Khawa den Duc zuschwatzte. Der Wilde musste sich sogar im Thronsaal daneben benehmen. Der kannte kein Benehmen, keine Sitten und keine Tradition. Khawa blieb immer ein W├╝stenaffe. Das der einen Titel trug und schicke Kleider ├Ąndere das nicht. Jules hatte dem vorher Benehmen beibringen sollen. Wobei davor war Khawa Ciels Besitz gewesen. Der Prinz hatte alles versucht, aber nichts hatte die ganzen Jahre geholfen. Ausser dass sich der Wilde am Hof herumtrieb, die Leute ├Ąrgerte und sich auf Kosten der Krone durchfrass ohne was zu leisten. Andere Leute schufteten schwer auf dem Feld oder in der W├Ąscherei. Die K├Âhler und Maurer schleppten sich ein Leben lang die Buckel krumm. Wer harte Arbeit nicht scheute wurde satt. Aber Rakshaner wollten nicht arbeiten. Sie waren Parasiten aus der W├╝ste. Sie kamen um das zu stehlen, was sich andere durch harte Arbeit aufgebaut hatten.
Sie spuckten auf andere Menschen und ihre Kulturen. Und was die Wilden nicht stehlen konnten, zerst├Ârten sie. Tiere waren nicht so. Ein Tier nahm was es brauchte. Aber es zerst├Ârte nichts grundlos und raubte mehr als es brauchte. Massimo h├Ątte den Rakshanern keine Tr├Ąne nachgeweint, h├Ątten die Zwerge sie alle erschlagen. Was der Duc einmal ├╝ber die Rakshaner gesagt hatte, stimmte bestimmt. Sie raubten weil sie nichts zu fressen hatten in der W├╝ste. Aber die Wilden hatten nie um Hilfe gebeten und wo Tarkan Hilfe angeboten bekam, hatte der noch kackendreist behauptet, dass die Rakshaner so leben wollten. Die W├╝stenwilden wollten keine Hilfe. Schon gar keine Hilfe zum Aufbau, weil die dann in die Verlegenheit kamen f├╝rs eigene Fressen arbeiten zu m├╝ssen. Rauben und Brandschatzen war viel einfacher. Und dann das dumme Geschw├Ątz dass sie in Freiheit leben und einen so grossen Zusammenhalt hatten.
Ein Land dass zusammenhielt, teilte sich die Aufgaben und baute sich was auf. Massimo dachte dar├╝ber nach, woran dieser Wahnsinn liegen konnte. Er hatte schon lange die Vermutung, dass das wegen den Weibern der Fall war. Bei den Rakshanern hatten die Frauen dass sagen. Das sagte einen schon alles. Ein Mann dachte nach, traf eine Entscheidung und zog es durch. Eine Frau entschied sich st├Ąndig um und hatte ihre Launen. In Souvagne hatte jeder seine feste Aufgabe. Frauen waren nicht dazu gemacht die Familie anzuf├╝hren oder ein Land zu regieren. Sie waren daf├╝r da, dass sie die Familie zusammenhielten, sich um die Kinder und ihre M├Ąnner k├╝mmerten. Frauen mit Schwertern in den H├Ąnden war genauso verr├╝ckt, wie ein Mann am Herd.
Gut dass stimmte nicht. Er hatte selber versucht zu kochen. Als Hobby hatte er es angefangen und es machte ihm Spass. Er konnte das also, aber er musste es nicht. Die Aufgabe vom Mann war es seine Frau, seine Familie und sein Land zu besch├╝tzen. Und die Frau hatte die Aufgabe ihren Mann, ihre Familie und ihr Land zu versorgen. So war es gut. So sollte es sein.
Massimo betrachtete Moni die neben ihm kniete. Sie war eine gute Frau und er mochte sie sehr. Dass was Jules draussen gesagt hatte, war wahr. Aber nur weil er in Nal verliebt gewesen war, hiess das nicht dass Moni ihm nichts bedeutete. Moni und er dass war was ganz anderes. Er hatte sie nicht per Zufall kennengelernt. Sein Bruder hatte die Ehe vermittelt. Er hatte sie von Anfang an gerne gehabt und es war mehr geworden. Massimo wollte nicht mehr ohne Moni sein. Ob das Jules glaubte interessierte ihn nicht. Er liebte sie. Dass wusste er ab dem Augenblick, wo der widerw├Ąrtige Flugzwerg sie angegriffen hatte und er Angst um seine Frau gehabt hatte. Und in Ehveros hatten sie sich gut verstanden und viel Spass gehabt.
Er freute sich auf ihr Kind und dass sie bald eine eigene Familie waren.
Das Jules auf Nal rumritt, wollte Massimo nicht h├Âren. Aber Jules wollte auch nicht h├Âren, dass Khawa aussah wie ein Klumpen Scheisse. Er liebte den Wilden. M├Âglicherweise schwatzte der nur so viel, weil er sich bem├╝hte. Massimo wusste nicht, was er davon halten sollte. Er wollte die Einladung in Khawas Gedanken annehmen. Dann wusste er ob der Rakshaner die Wahrheit sagte. Falls nicht, konnte der was erleben. Und falls er doch die Wahrheit sagte?
Bei dem Gedanke wurde Massimo mulmig. Er rutschte zu seine Frau auf und schaute heimlich zu Khawa. Ja was dann?

Benutzeravatar
Khawa
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 44
Registriert: Sa 25. Nov 2017, 22:32
Volk: Souvagner, geb. Rak.

Re: Ehrungen am Hofe

#22

Beitrag von Khawa » Mi 18. Jul 2018, 16:51

Khawa bemerkte Massimos abf├Ąlligen Seitenblick, verkniff es sich aber, zur├╝ckzuschauen, da er dazu den Blick h├Ątte abwenden m├╝ssen. Er konzentrierte sich ganz auf den Duc, der seine H├Ąnde mit den seinen umschlossen hielt.

"Ich schw├Âre Euch Treue und Loyalit├Ąt", sagte er fest.
"Guter Kaffee ist schwarz wie die Nacht, hei├č wie die Liebe und bitter wie das Leben."

Benutzeravatar
Maximilien Rivenet de Souvagne
Duc
Beitr├Ąge: 257
Registriert: So 8. Okt 2017, 15:04
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Ehrungen am Hofe

#23

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Mi 18. Jul 2018, 23:18

"Wir gew├Ąhren Euch Schutz und Schirm Chevalier Khawa Laurent Rousseau. Dieser Eid soll nicht nur die Bindung unserer Partnerschaft herstellen. Er betont vielmehr dass Ihr, nun unser Lehnsmann, Euren Status als Freier nicht verliert. Denn nur Freie k├Ânnen sich durch einen Eid binden Chevalier", erl├Ąuterte Max freundlich.

Maximilien nahm das Reichsschwert zur Hand und hielt die Klinge mit beiden H├Ąnden Khawa entgegen, so dass er sie auf der flachen Seite k├╝ssen konnte.

"K├╝sst das Reichsschwert Chevalier Khawa Laurent Rousseau. Der Kuss des Reichsschwertes ist Eure Huldigung und Eure Willenserkl├Ąrung.

Da zu diesem Rechtsakt ein sichtbares Zeichen geh├Ârt, erhaltet Ihr nach der Huldigung und Eurer Willenserkl├Ąrung eine offizielle Urkunde. Kurzum ├╝ber die Beleihung wird eine Urkunde ausgestellt. Diese erhaltet Ihr bei unserem Hofmarschall Adrien Meunier.

Tretet n├Ąher Chevalier Rousseau",
sagte der Duc.
[ externes Bild ]

"Der Edle verlangt alles von sich selbst. Der Primitive stellt nur Forderungen an andere."
"Eine Entscheidung f├╝r etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen vieles andere."

Benutzeravatar
Jules de Mireault
Chevalier
Beitr├Ąge: 42
Registriert: Sa 25. Nov 2017, 22:33
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Ehrungen am Hofe

#24

Beitrag von Jules de Mireault » Do 19. Jul 2018, 00:34

Jules musste Massimo nicht beobachten, um zu wissen was los war. Er war immer noch mit dem Comte verbunden. Was der frischgebackene Palaisin ├╝ber Rakshaner dachte, war genau dass, was ein Gro├čteil der Souvagner dachte.

Auch das Frauenbild des Comte entsprach der g├Ąngigen Sichtweise. Auch wenn Massimo es selbst sofort L├╝gen strafte, indem er schutzsuchend zu Monique aufr├╝ckte wo er unsicher wurde. Er f├╝hlte sich bei ihr sicher. Jules fand das seltsamerweise faszinierend. Moni wusste vermutlich nicht einmal, dass ihr Mann so dachte oder tief er doch mittlerweile f├╝r sie f├╝hlte.

Dass der Comte traurig ├╝ber Nals Ableben war, sagte er zwar nicht direkt, aber man sp├╝rte es. Er hatte die Frau mehr gemocht, als er jemals offen zugeben w├╝rde.

Erneut vergriff sich Massimo gewaltig im Ton Khawa gegen├╝ber. Jules setzte gerade zu einer passenden, schneidenden Erwiderung an, als Massimo selbst weiter ├╝berlegte und zu einer f├╝r ihn sehr erstaunlichen Einsicht kam. Denn sonst war er eher f├╝r seine gewaltige Sturheit bekannt.

Massimo fragte sich zu Recht, was w├Ąre wenn Khawa die Wahrheit sagte.

`Was dann w├Ąre, falls Khawa die Wahrheit sagt? Nun dann wirst Du hoffentlich nie wieder so von meinem Mann reden, sobald Du es selbst gelesen hast Massimo. Denn er sagt die Wahrheit. H├Âr zu, Du liebst Deine Frau und ich liebe meinen Mann. Du musst ihn nicht m├Âgen, aber akzeptieren. Das Ihr eine alte Feindschaft pflegt wei├č ich.

Aber er ist nun ein Chevalier und Du bist Comte, zudem der neue Palaisin. Schlie├čt Frieden, alle beide. Bedenke dass auch er von nun an unter Deinem Schutz steht. Und wenn er es Dir nicht wert ist, dann vielleicht unsere Freundschaft und Deine Frau. Sie hat Dich auch um Frieden gebeten Massimo, genauso wie ich.

Dass Du so f├╝r Monique empfindest freut mich f├╝r Euch beide. Wie hast Du reagiert, als man sie angegriffen und beleidigt hat? Du warst au├čer Dir vor Wut und wolltest den Angreifer hinrichten.

Wie glaubst Du geht es mir, wenn man meinen Mann als St├╝ck Schei├če bezeichnet?
Lie├č seine Gedanken und erkenne, dass er keiner von den Wilden mehr ist Massimo┬┤,
├╝bermittelte Jules.

Der Chevalier stupste Khawa mental mit seiner Seele an, um ihm zu zeigen, dass er bei ihm war. Zeitgleich ├╝bermittelte er ihm all seine Gef├╝hle f├╝r ihn und das waren nicht gerade wenige.

Benutzeravatar
Monique de la Cantillion
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 40
Registriert: So 4. Feb 2018, 15:11
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Ehrungen am Hofe

#25

Beitrag von Monique de la Cantillion » Fr 20. Jul 2018, 11:17

Monique nahm die Hand von Massimo, als er heimlich n├Ąher zu ihr aufr├╝ckte. Sie kannte ihren Mann mittlerweile gut genug um zu wissen, dass er vermutlich immer noch mit Jules stritt, obwohl er kein Ton sagte. Die besonderen F├Ąhigkeiten, ├╝ber die Magier geboten wurden auch zum Streiten genutzt. Da machte Monique sich nichts vor. Und ihr Mann war alles andere, als ein ruhiger Geselle. Massimo regte sich scheinbar oft und gerne auf. Manchmal war das wirklich zum Schmunzeln, bei anderen Gelegenheiten, verging einem geh├Ârig das Lachen. Denn Massimo stritt sich nicht nur verbal, sondern er auch mit dem Schwert. Auf dem Weg nach Ehveros hatte ihre Zofe zu sp├╝ren bekommen, welche Bedeutung das Wort Streiter noch bedeuten konnte. Vermutlich lag die arme Frau immer noch kopflos am Wegesrand in der Botanik. Das Traurige an der Sache war, dass Massimo sie gar nicht aus B├Âswilligkeit niedergestreckt hatte, sondern um Sorge um sie ÔÇô seine Ehefrau.

Moni f├╝hlte sich immer noch schuldig, dass sie so dumm gewesen war, nicht besser aufzupassen. Diese kleine, seltsame und ├Ąu├čerst b├Âsartige Kreatur hatte auf sie herabgepinkelt. So etwas war ihr noch nie im Leben passiert. Sie dankte den G├Âttern auf Knien dass es so war und hoffentlich jetzt auch so blieb. Nicht nur, dass ihr Mann ihre Zofe einen Kopf k├╝rzer gemacht hatte, sie w├Ąre am liebsten vor Scham im Boden versunken. Aber niemand hatte sich lustig gemacht und Massimo hatte ihr beigestanden und sie von dem Unrat der Kreatur gereinigt. Und dies tat er ebenfalls auf seine Art.

Wobei dass nahm sie ihm nicht ├╝bel. Er hatte sich in Ehveros als sie bei Felipe eingekehrt waren, f├╝r seine grobe Behandlung entschuldigt. Sie glaubte ihm, dass er sie versehentlich wie einen Kameraden behandelt hatte. Nun in der Burg von Felipe hatte er sie alles andere als wie einen Kameraden behandelt, sie hatten es sich gut gehen lassen. Massimo bem├╝hte sich ihr ein guter Ehemann und Freund zu sein. Dass er unbewusst zu ihr auf rutschte, zeigte ihr dass er tats├Ąchlich so dachte. Sie streichelte ihm liebevoll die Hand und sch├╝ttelte unmerklich den Kopf. Er sollte es endlich gut sein lassen und die Chance auf Vers├Âhnung nutzen, die Khawa ihm angeboten hatte.

Bei dem Gedanken an Kameraden erinnerte sich Moni schlagartig an Komavan!

Den armen Gargoyle hatte Massimo erneut vergessen. Sein bester Freund und Kumpel und Massimo verga├č ihn st├Ąndig irgendwo. Daf├╝r schleppte Massimo sie st├Ąndig mit, was Moni nicht weiter st├Ârte. Sie fand das ganz witzig, ihren Mann ├╝berall hin begleiten zu d├╝rfen. Zur Not w├╝rde er sie schlie├člich verteidigen. Dennoch durfte er Komavan nicht vergessen. Sie musste ihren Mann gleich nach der Audienz darauf aufmerksam machen. Wo immer Komavan war, sie mussten ihn zur├╝ck in den Scho├č der Familie holen. Und wenn es ihr Mann nicht schaffte, an seinen Kumpel zu denken, dann war dies halt ihre Aufgabe als Ehefrau.

Monique fragte sich, ob Massimo nach der Audienz die Leibgardisten begutachten w├╝rde. Die Truppen unterstanden nun ihm und es war sicher ganz interessant, mal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Soweit sie wusste gab es vier Truppen und es war zu jeder Zeit eine der Truppen im Dienst, genauso wie es die Gardisten in der Burg ihres Vaters oder ihres Schwagers hielten. Nur hatte die Leibgarde des Ducs einen noch wesentlich h├Âheren Stellenwert, als ein einfacher B├╝ttel oder Gardist. Moni war gespannt wie die M├Ąnner lebten und wo sie arbeiteten, wenn sie nicht durch den Hof marschierten und Wache schoben. Das konnte sie sich sicher gleich alles ganz genau angucken.

Zudem war sie stolz auf ihren Mann. Er durfte nun im Namen des Duc Recht sprechen und richten. Er war das pers├Ânliche Schwert des Duc und sie hoffte, dass er einen guten Anfang machte indem er sich mit Khawa vers├Âhnte. Dass er dem Mann wenigstens die Chance dazu einr├Ąumte. Immerhin hatte Massimo sogar f├╝r die Duponts gesprochen. Ein Umstand der sie sehr verwundert, aber auch ger├╝hrt hatte. Was immer ihren Mann dazu bewogen hatte, seine F├╝rsprache machte sie sehr stolz auf ihn. Noch heute schn├╝rte sich ihr Herz und ihre Kehle zusammen, wenn sie an die ausgemergelten Gesichter und verhungernden Gestalten der Duponts dachte. Gerade die Kinder taten ihr besonders leid. Was war eigentlich aus ihnen geworden?

Auch dies w├╝rde sie Massimo nach der Verhandlung fragen. Falls ihr Mann dar├╝ber keine Information hatte, w├╝rde sie mit dem Duc dar├╝ber sprechen.

Sie hatte eh vor noch ein Gespr├Ąch mit Maximilien zu suchen, da sie geh├Ârt hatte, dass er seine S├Âhne in das Kloster Saint Hanna schicken wollte und dies lag in Neufville. Dies w├Ąre eine gute Gelegenheit, dass sich die drei einmal mit ihren weiteren Verwandten trafen und ihr Vater k├Ânnte zudem ein Auge auf die Rasselbande haben. Und Ihr Vater musste ├╝ber den hohen Besuch informiert werden, denn er w├╝rde alles daran setzen, dass die Princen dort sicher und gut lebten. Alles andere w├Ąre f├╝r ihre Familie eine Schmach, aber so wie sie Maximilien kannte, hatte er auch daran gedacht. Eine R├╝ckversicherung konnte aber nicht schaden.

Monique warf einen Blick auf Khawa und dann auf Massimo. Gleich drau├čen w├╝rde sie mit beiden sprechen.

Benutzeravatar
Khawa
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 44
Registriert: Sa 25. Nov 2017, 22:32
Volk: Souvagner, geb. Rak.

Re: Ehrungen am Hofe

#26

Beitrag von Khawa » Fr 20. Jul 2018, 13:43

Khawa trat einen weiteren Schritt nach vorn und kniete erneut nieder, diesmal, um das Reichsschwert zu k├╝ssen. Die Klinge war sauber, vermutlich wurde sie sofort abgewaschen, nachdem jemand seinen Abdruck darauf hinterlassen hatte. Khawa dr├╝ckte ohne zu z├Âgern seine Lippen auf die blanke Klinge.

Im selben Moment kam Jules auf die Idee, Khawa magisch anzustupsen und ihm eine mentale Liebeserkl├Ąrung zu unterbreiten. Was so etwas anging, war Khawa nicht gerade multitaskingf├Ąhig. W├Ąhrend er dem Duc durch den Schwertkuss huldigte und somit den Eid komplettierte, bekam er unwahrscheinlich Bock, seinen pers├Ânlichen Chevalier zu packen und ihm an Ort und Stelle zu demonstrieren, wie sehr er die Liebe erwiderte. Gleich hier auf dem Teppich vor dem Thron, wo Massimo es sah und sich vor Neid dar├╝ber einschei├čen konnte, was der verhasste Ex-Rakshaner zustandebrachte, w├Ąhrend er selbst seine Ehefrau im Bett mit h├Âfischer Etiquette zu Tode langweilte und Monique gedanklich die Einkaufsliste f├╝r die Bediensteten durchging, um sich die Zeit zu vertreiben, bis er endlich fertig war. Jules hingegen kam gar nicht zum Denken, daf├╝r sorgte Khawa und er tat das sehr nachhaltig.

Nachdem er seine Lippen von der kalten Klinge gel├Âst hatte, grinste Khawa vor lauter Freude den Duc breit an. Er wusste, dass er das nicht durfte, aber er konnte es auf die kulturellen Unterschiede schieben und Maximilien sollte sehen, wie sehr er sich freute. "Danke", sagte er leise.
"Guter Kaffee ist schwarz wie die Nacht, hei├č wie die Liebe und bitter wie das Leben."

Benutzeravatar
Comte Massimo de la Cantillion
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 115
Registriert: Mo 5. Jun 2017, 20:19

Re: Ehrungen am Hofe

#27

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Fr 20. Jul 2018, 14:53

Massimo

h├Ârte zu was Jules zu sagen hatte. Er antwortete nicht darauf. Was sollte er sagen? Vorher musste er den Wilden auslesen. Massimo beobachtete Khawas Schwertkuss.
Er schaute sich an, was Khawa dabei dachte. Ein Schwert so nahm bei seinen Herrn und viel zu nah bei dem Rakshaner. Er war bereit sein Herr zu verteidigen.
Was er lesen musste war nicht lustig. Es war wahr. Moni hatte es ihm selber gesagt. Er hatte keine Ahnung eine Frau beim Sex zu unterhalten. Er hatte sich daf├╝r nie interessiert. Er hatte sein Leben lang gek├Ąmpft und nicht den ganzen Tag faul rumgelegen und den Tag verbumst. Er musste nie eine Frau befriedigen. Wenn er mit einer ins Bett ging, war das abreagieren, damit es ihm besser ging. Mehr war das nicht. Er war auch nicht sein Bruder Melville der von so was eine Ahnung hatte und jedem Rock nach lief. Seine Ehe war ein Gesch├Ąft. Sein Bruder hatte es ausgehandelt und abgeschlossen. Was dachte der d├Ąmliche W├╝stenaffe woher da die Leidenschaft sofort kommen sollte. Es gab keine.
Er musste seine Frau erst kennenlernen. Sie war eine Fremde gewesen. Vielleicht war er nur so w├╝tend auf Jules und den Wilden, weil die das hatten was er vermisste. Dabei waren er und Moni auf einen guten Weg.
Seine Frau streichelte ihn und schaute ihn komisch an. Die hatte bestimmt wieder was vor. Er wusste es. Das die Frau sich immer rein h├Ąngen mussten. Massimo musste grinsen. Er schleifte sie ja selber ├╝berall mit.

Benutzeravatar
Maximilien Rivenet de Souvagne
Duc
Beitr├Ąge: 257
Registriert: So 8. Okt 2017, 15:04
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Ehrungen am Hofe

#28

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Sa 21. Jul 2018, 18:10

"Bitte", sagte Maximilien und nur wer ihn sehr gut kannte, erkannte an seinen Augenwinkeln, dass er schmunzelte.

Der Duc freute sich ├╝ber Khawas Freude. Dennoch musste er den Comte und seinen Chevalier r├╝gen. Die beiden hatten sich vor dem Thronsaal danebenbenommen.

"Vergesst nicht Eure Urkunde bei unserem Hofmarschall Adrien Meunier abzuholen Chevalier. Und noch etwas, gerichtet an Euch und Comte Massimo de la Cantillion, kl├Ąrt Euren Zwist gesittet und nicht erneut vor unserem Thronsaal.

Bei erneuter Zuwiderhandlung werten wir dies als Missachtung der Krone. Und wir w├╝nschen nicht, unseren neuen Palaisin und unseren neuen Chevalier direkt abstrafen zu m├╝ssen. Es w├╝rde f├╝r unsere schlechte Wahl sprechen und Ihr w├╝rdest uns pers├Ânlich damit br├╝skieren. Wir hoffen Ihr beide habt uns verstanden.

Dies hier war eine freudige Zusammenkunft um Euch zu ehren, Ihr selbst entehrt Euch durch einer infantiles Verhalten vor unserer T├╝re.

Gleichwohl merken wir an, m├╝sst Ihr einander nicht zugetan sein. Allerdings sollte, unabh├Ąngig der pers├Ânlichen Amosit├Ąten, eine Zusammenarbeit jederzeit m├Âglich sein. So weit hat Eure Professionalit├Ąt zu reichen. Und steht es derma├čen schlecht um diese, sollte die Treue zur Krone Euch ausreichend Grund genug sein, werte Herren.

Ihr d├╝rft Euch entfernen, Comte, Chevalier",
sagte der Duc und gab beiden mit Handzeichen zu verstehen, dass die Audienz beendet war.
[ externes Bild ]

"Der Edle verlangt alles von sich selbst. Der Primitive stellt nur Forderungen an andere."
"Eine Entscheidung f├╝r etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen vieles andere."

Benutzeravatar
Comte Massimo de la Cantillion
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 115
Registriert: Mo 5. Jun 2017, 20:19

Re: Ehrungen am Hofe

#29

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Mo 23. Jul 2018, 10:01

Massimo

hatte sich erst gefreut und nun war er stinksauer. Die Ernennung zum Palaisin machte ihn stolz. Aber sogar dass musste ihm der verfluchte Wilde verderben. Khawa hing ihm wie ein Fluch am Hintern. Egal wo er hinging oder was passierte, der Affe war auch da. Und er zog alles ins l├Ącherliche. Der Wilde alberte rum, stellte bl├Âde Fragen und grinste sein Dauergrinsen. Massimo h├Ątte ihm am liebsten das Grinsen mit dem Panzerhandschuh aus dem Gesicht gepr├╝gelt. Sogar hier im Thronsaal hatte Khawa ihn in die Scheisse gezogen.
Er war gerade Palaisin geworden, schon wurde er vom Duc zusammengefaltet. Und warum? Wegen Khawa und seine Rosinenfresserei und weil der sich wie ein Kleinkind draussen benehmen musste. Massimo hatte die Schnauze voll, er wollte nur noch weg. Er wollte die Leibgarde inspizieren und sich dann nur an die Ernennung erinnern.
Er hoffte, dass er nie mit dem Wilden zusammenarbeiten musste. Das war ein starkes St├╝ck. Ausgerechnet mit dem. Massimo wusste nicht, wieso Khawa so eine Behandlung verdient hatte. Warum der Duc den W├╝stenaffe so mochte. Das Jules total verblendet war, sah jeder. Nur Jules nat├╝rlich nicht und der wollte keine Vernunft annehmen. Dem war nicht mehr zu helfen.
Massimo wollte keinen ├ärger wegen dem Wilden mit dem Duc bekommen. Er beschloss den Kerl zu ignorieren. Massimo freute sich auf die Leibgarde und dachte daran. Dann endlich erl├Âste der Duc sie. Sie durften den Thronsaal verlassen. Normal dachte Massimo nicht so. Aber er war froh den verblendeten Jules und den abartigen Khawa hinter sich zu lassen. Kaum dass der Duc sie entliess, stand Massimo auf und verbeugte sich. Er verliess den Thronsaal wie es sich geh├Ârt r├╝ckw├Ąrts.
Auch wenn er schneller war als sonst.
Draussen angekommen schnaufte er erstmal durch. Sogar den Tag hatte der Wilde versaut. Eine Glanzleistung. Massimo zog das Schwert des Palaisin und betrachtete es. Er hielt es einmal von sich ausgestreckt und f├╝hrte einige Schl├Ąge. Das Schwert war eine erstklassige Arbeit. Es w├╝rde ihm gute Dienste erweisen, wie er seinem Herrn. Fr├╝her hatte es Bellamy gef├╝hrt, bis er sich als unw├╝rdig erwiesen hatte. Vermutlich wollte Khawa ihm die Ernennung kaputt machen. Aber wenn der dachte, dass er das Schwert des Palaisin mit seinem Blut beschmutzte war der falsch gewickelt.
Massimo steckte das zur├╝ck und wartete mit verschr├Ąnkten Armen auf seine bummelnde Frau. Er wusste nicht, ob er das Angebot von Jules und Khawa annehmen sollte. Er hatte schon viel zu viel gesagt. Er war das nutzlose Geschw├Ątz leid. Aber sein Herr verlangte was anderes.
Gerade war er zum Palaisin ernannt worden und er f├╝hlte sich so beschissen wie nie zuvor.

Benutzeravatar
Monique de la Cantillion
Zweitcharakter
Beitr├Ąge: 40
Registriert: So 4. Feb 2018, 15:11
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Ehrungen am Hofe

#30

Beitrag von Monique de la Cantillion » Mi 25. Jul 2018, 13:03

Moni verbeugte sich erneut vor dem Duc und folgte ihrem Mann nach drau├čen. Massimo wartete vor dem Thronsaal und so wie er schaute, hatte er alles andere als gute Laune. Monique konnte ihn auf eine Art verstehen, f├╝r ihn war es ein ganz besonderer Tag und genau da hatte Khawa mit ihm einen Streit angefangen. Wobei es eigentlich nur eine Neckerei gewesen war. Massimo h├Ątte sie mit einem Schulterzucken oder sogar einem Lachen abtun k├Ânnen. Ebenso h├Ątte er die Rosinen auch zur├╝ckwerfen k├Ânnen. Aber Massimo w├Ąre nicht Massimo der L├Ąuterer, wenn er nicht jeden Fehltritt als pers├Ânliche Kriegserkl├Ąrung werten w├╝rde.

In einigen Situationen hatte er ihrer Meinung nach durchaus Recht, wie bei dem schrecklichen ├ťberall des fliegenden Wildpinklers. Zu anderen Begebenheiten war es pure Situationskomik, wenn er lautlos und gedanklich vom Leder zog. Vor allem als er sich ├╝ber die Ausf├╝hrungen von Gro├čherzog Felipe aufgeregt hatte. Nur hatte Ihr Liebster wohl vergessen, dass er Gast im Hause des Gro├čherzogs Felipe war und dieser nicht bei ihm. Ein Schmunzeln konnte sie sich da nicht verkneifen und den meisten anderen anwesenden Magiern w├Ąhrend der Verhandlung war es ├Ąhnlich ergangen. Sie sah an ihren Augenwinkeln, dass die Magier um Fassung rangen.

Dann hatte Massimo noch zu allem ├ťberfluss beschlossen, seine sonstige essenstechnische M├Ą├čigkeit an dem Tag v├Âllig ├╝ber Bord zu werfen und hatte einfach alles verschlungen, was nicht niet- und nagelfest war. Massimo hatte so viel gegessen, das man gut und gerne einen neuen Menschen aus ihm h├Ątte schnitzen k├Ânnen, oder sogar zwei. Er hatte fast alles gegessen, bis auf die Tischdecke und die Servietten. Aber das lag vermutlich am faden Geschmack, nicht an dem Willen ihres Mannes, es nicht doch zu versuchen. Sie selbst fand die Anekdote k├Âstlich und zum Lachen. Zudem hatte sie selbst auch beherzt zugegriffen, denn die dargebotenen Speisen und Getr├Ąnke, die Felipe ihnen serviert hatte, waren au├čerordentlich k├Âstlich gewesen.

Aber neben all der manchmal notwendigen Ernsthaftigkeit seiner Wut, oder auch der Situationskomik die sie mit sich brachte, war der Streit mit Khawa etwas v├Âllig anderes.
Dies war kein Streit mehr, dies grenzte schon an eine Fehde, eine Vendetta.

Wie weit wollten Massimo und Khawa das Spiel treiben?

Irgendwann gab es f├╝r beide kein Zur├╝ck mehr, ohne dass sie die Waffen ziehen mussten. Der Gesichtsverlust vor dem anderen w├Ąre viel zu hoch und keiner von beiden war gewillt nur einen Millimeter nachzugeben, oder gar einen Schritt auf den anderen zuzugehen. Alte Feindschaften sa├čen oft tief, manche wurden sogar von Generation zu Generation weitervererbt. So hatten die Personen die heute in Fehde lebten, oft nicht mal mehr den Hauch einer Ahnung, warum ihre Familie sich derma├čen bis aufs Blut hassten. All das Ungl├╝ck, dass eine Fehde mit sich brachte, begann oft mit einer unbedachten ├äu├čerung oder einem Scherz den eine Person in den falschen Hals bekam. Gemischt mit dem Stolz mancher Adliger wurde genau das zu einer hochgradig explosiven Mischung.

Das ihr Mann weit mehr erlebt hatte, als er ihr erz├Ąhlte, war Monique durchaus bewusst. Sie hatte seinen K├Ârper nicht nur gesehen, sie hatte die Narben und Verletzungen gesp├╝rt, als sie sich ber├╝hrten. Massimo de la Cantillion hatte alles andere als ein friedfertiges Leben gef├╝hrt. Er lebte von, mit und durch das Schwert. Und leider dachte er oft genug damit.

Aber Khawa erging es nicht anders. Er hatte genauso stets ein Leben im Kampf gef├╝hrt und letztendlich hatte ihn der Krieg an den souvagnischen Hof gesp├╝lt als Kriegsbeute von seiner Hoheit Prince Ciel. Andere h├Ątten vermutlich den Rakshanischen Wilden wie ein b├Âsartiges Tier ausgestellt, um die Feindschaft gegen den Feind zu untermauern, gegen den sie in den Krieg zogen. Nicht so Prince Ciel. Er war wie sein Vater ein Mann mit weiser Voraussicht, auch wenn diese v├Âllig anders gelagert war. Entgegen aller Stimmen hatte Khawa eine Chance gegeben, denn er sah mehr in ihm, als die anderen. Und der junge Prince sollte Recht behalten. Khawa mauserte sich vom Wilden zu einem Leibdiener, von einem Leibdiener zu einem Freien und letztendlich sogar von einem Freien zu einem Adligen. Diese Ernennungen erfolgten nicht, ohne vorherige, entsprechende Leistungen.

Warum sahen das die anderen, nur ihr Mann nicht.

Vermutlich lag der pers├Ânliche Hass auf die Rakshaner und besonders auf Khawa bei Massimo zu tief. Aber auch die Duponts h├Ątte er verachten m├╝ssen. Sie hatten Schande ├╝ber sich gebracht, indem sie den Duc pers├Ânlich beleidigt hatten. Und es w├Ąre dem Duc ein leichtes gewesen, auch die Cantillions zur Rechenschaft zu ziehen, denn sie waren die oberen Lehnsherrn der de Duponts. Allerdings bestrafte Maximilien meist nur die Schuldigen selbst, von Sippenhaft hielt er nichts. Es sei denn eine Sippe war als ganze schuldig. Und dann geschah das Undenkbare, sie wurden auf der Heimreise von Ehveros nach Souvagne, genau von jenen ehemals Adligen Dupont festgesetz und in Geiselhaft genommen.

Und entgegen jeder Vermutung, sprach ihr Mann, ihr Massimo sich f├╝r die Begnadigung der Duponts aus! Sie hatten einen Fehler begangen, aber die Familie nun derma├čen leiden zu sehen, war sogar Massimo nahe gegangen. Monique war sehr stolz auf ihren Mann, dass er sich f├╝r die Duponts eingesetzt hatte. Er war weit mehr als nur ├╝ber seinen Schatten gesprungen.
Konnte er Khawa nicht genau dass gew├Ąhren, was er den Duponts gew├Ąhrt hatte?
Eine zweite Chance?

Um mehr hatten Khawa und Jules nicht gebeten. Massimo sollte sich pers├Ânlich die Gedanken des Rakshaner anschauen und sich davon ├╝berzeugen, dass er seine Einstellung ge├Ąndert hatte. F├╝r Monique war Liebe ÔÇô Liebe, Partnerschaft ÔÇô Partnerschaft und eine Beziehung ÔÇô eine Beziehung unabh├Ąngig der Personen die sie f├╝hrten. Denn es war alles dasselbe nur mit anderen Protagonisten. Massimo war zu Khawa nur so streng, da er sich vielleicht selbst nicht eingestehen wollte, dass sich der Rakshaner ge├Ąndert hatte. Es war so leicht, f├╝r alles ÔÇ×den WildenÔÇť verantwortlich zu machen. Hatte sich der Wilde tats├Ąchlich gewandelt, dann fehlte Massimo sein Feindbild. Sein geliebter, verhasster Feind, ohne den er scheinbar nicht auskam und gar nicht auskommen wollte. Aber Khawa war kein Feind mehr, denn der Duc hatte ihn in den Adelstand erhoben. Ob das Massimo nun gefiel oder nicht, es war eine unumst├Â├čliche Tatsache.

Monique ging zu ihrem Mann und ber├╝hrte ihn kurz am Arm. Sie wollte ihn nicht ver├Ągern, denn damit w├╝rde sie weder sich noch Khawa oder Jules einen Gefallen erweisen.

ÔÇ×Massimo gib Khawa bitte seine Chance. Schau damit gibst Du Euch beiden eine Chance auf einen Neuanfang. Niemand verlangt, dass Ihr Freunde werden m├╝sst. Aber wie der Duc schon sagte, sollte je eine Zusammenarbeit n├Âtig sein Schatz, dann musst Du auch mit Khawa zusammenarbeiten k├Ânnen. Und er wird nicht grundlos geadelt worden sein. Ich verstehe Deinen Groll, Du hast eine Ewigkeit gegen sein Volk gek├Ąmpft. Aber Du hast mir doch selbst erz├Ąhlt Schatz, dass Du des K├Ąmpfens m├╝de bist. Schau Du musst niemanden bek├Ąmpfen, wenn Du Deine Lieben besch├╝tzen m├Âchtest. Du musst Wache halten mit Deinen neuen M├Ąnnern, k├Ąmpfen m├╝sst Ihr doch nur, wenn eine Gefahr droht. Und droht uns allen eine Gefahr, dann wird auch Khawa seinen Betrag leisten, diese Gefahr zu bek├Ąmpfen. Souvagne ist nun auch seine Heimat, hier hat er seinen Grund und Boden, seinen Mann, sein Zuhause. Warum sollte er all das gef├Ąhrden wollen Massimo?

Das einzige was Du dem Mann ankreiden kannst, ist einen sehr absonderlichen Humor, aber mit Verlaub Massimo, den hast Du auch. Ich sage nur Ehveros und was redet Felipe ununterbrochen. Du warst in seinem Haus und nicht umgekehrt Schatz. Schau Du hast den Duponts Ihren Fehltritt verziehen, obwohl sie uns gefangen genommen haben. Du hast gesehen wie schlecht es ihnen geht. Jeder von uns ging davon aus, dass Du versuchen w├╝rdest sie in den Abgrund zu schicken. Aber das hast Du nicht getan. Du hast f├╝r die Familie gesprochen, Du hast von Deinem eigenen Fehler gesprochen und Du hast um ihre Begnadigung gebeten Massimo. Und das hat mich sehr stolz auf Dich gemacht.

Gew├Ąhre Khawa die gleiche Begnadigung, f├╝r ihn und f├╝r Dich selbst. Bitte. H├Âre Dir wenigstens an was er zu sagen hat, oder was er denkt. Vielleicht war sein Benehmen vorhin nichts weiter , als ein dummer Scherz um seine nerv├Âsen Nerven zu beruhigen. Wenn dem so war, kannst Du das gerne mit Deinem Verhalten in Ehveros gleichsetzen. Da waren Deine Nerven auch angespannt wie Drahtseilband. Bitte gib Dir einen Ruck und lies Khawa aus. Und dann Massimo entscheide so, als siehst Du den Mann in dem Moment zum ersten Mal, denn das hier ist doch ein ganz anderer Khawa, als jener R├Ąuber, der vor Euch im Dreck lag und um sein Leben flehte. Tue es f├╝r uns alle, lies und entscheide neutral um mehr bitte ich Dich nichtÔÇť
, sagte Moni liebevoll.

Antworten