Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Kekse & Spiele - Aussprache & Annullierungen

Souvagne hat sich als einziges Großherzogtum nicht an den Feldzügen beteiligt. Die Souvagner sind bekannt für ihre Sturheit und für die Mauer, die ihr Land umschließt.
Großherzogtum Souvagne
Das almanische Großherzogtum Souvagne ist geprägt von sanfte Hügeln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne hält sich aus Kriegen größtenteils heraus und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralität. Von allen Herrschern ist er der Gemäßigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen größtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Gregoire Verrill de Souvagne

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Kekse & Spiele - Aussprache & Annullierungen

#1

Beitrag von Gregoire Verrill de Souvagne » Di 17. Jul 2018, 16:17

Kekse & Spiele - Aussprache & Annullierungen


Greg suchte einige seiner Lieblingskekssorten heraus und drapierte sie ansprechend auf einem großen Zierteller, damit sie auch gut zur Geltung kamen. Linhard stellte einige andere Knabbereien, wie auch einiges an Getränken dazu. Gregoire musterte seinen Mann gut gelaunt.

„Halt mal die Hand auf“, grinste Verrill.
„Wozu? Was hast Du vor?“, grinste Linhard zurück.

„Ich möchte Dir die Krümel aus der Keksdose in die Hand schütten. Die kannst Du unseren kleinen Rosenfinken zu fressen geben. Die freuen sich immer über die Extrakörnchen“, antwortete Gregoire gut gelaunt.
„Die kann man auch wunderbar selbst essen, ist doch Naschkram“, lachte Lin.

„Auch dafür musst Du die Hand aufhalten“, schmunzelte Verrill, nahm Linhards Hand und schüttete die Krümel hinein, „dann lass sie Dir schmecken. Mandel- und Kokossplitter“.
„Weshalb auch immer, Deine Bruchkekse sind die besten Kekse“, antwortete Lin und schüttete sich die Krümel in den Mund.

Greg beobachtete ihn belustigt dabei, trat ganz nah zu ihm heran und machte ihm den Mund sauber.

„Großer?“, fragte Gregoire leise und nahm Linhard fest in die Arme.
„Was ist los? Schmusig?“, fragte Lin mit einem Zwinkern Retour und erwiderte die Geste.

„Lässt Du mich ran?“, grinste Greg breit, was Linhard losprusten ließ.
„Na sag schon“, schnurrte Verrill.
„Die Bedingung dazu kennst Du, patte mich und Du bekommst was Du möchtest“, gibbelte Linhard und kraulte Greg den Rücken.
„Das lassen wir lieber jetzt wo ich das Würmchen in mir trage, such Dir einen anderen Wettstreit aus“, antwortete Greg und küsste Lin auf den Hals.

„Überzeugen zählt auch…“, flüsterte Lin, hockte sich aufs Sofa und zog Greg mit sich.
„Überzeugen? Nichts leichter als das“, sagte Greg, schlang Lin einen Arm um den Hals und küsste ihn leidenschaftlich, während seine andere Hand auf Wanderschaft ging.

„Ich hab Dich so sehr vermisst Greg … und ich hab ständig Angst Dich zu verlieren… Du bist doch meiner…“, raunte Lin ihm ins Ohr und knabberte daran herum.
„Wir gehören Dir und Du verlierst uns nicht. Hab Dich genauso vermisst und wie ich Dich vermisst habe… Dich zu lieben, mit Dir rumzualbern, mit Dir zu quatschen, einfach alles…“, keuchte Greg und zog sich sein Hemd über den Kopf aus.

„Weil Du ein Blödmann bist. Hör auf zu erklären und mach“, grinste Lin.
„Mach ich“, lachte Verrill.

Ciel Felicien de Souvagne
Während die beiden noch rumblödelten, hatte Ciel sich von Ferrau bettfertig machen lassen. Der Leibdiener wusste noch nichts davon, was heute Abend geplant war. Nachdem Ciel im Schlafanzug steckte, zog er Ferrau am Handgelenk zu sich heran, küsste ihn und meinte: "Du darfst dich auch bettfertig machen. Es gibt nichts mehr, was sonst noch erledigt werden muss."

Ferrau Du Trieux
Ferrau musterte Ciel aus großen Augen. "Es war schön, als wir noch Fabien hier hatten. Er war so praktisch. Aber er musste sich ja dermaßen daneben benehmen. Ich beeile mich. Möchtest Du Karten oder Würfel spielen? Worauf hast Du Lust? Oder was anderes?", bot Ferrau glücklich an und verschwand in seiner Kammer. Er ließ sich Zeit, wusch sich gründlich an der Waschschüssel, machte sich die Haare, rasierte sich und putzte sich die Zähne. Immerhin wollte er überall gut duften, falls Ciel der Sinn nach einem anderen Spiel stand. Mit Unschuldsblick und in Schlafklamotten kehrte er zu ihm zurück und grinste ihn breit an. "Na wie sehe ich aus? Und hast Du Dir schon was überlegt, was Du möchtest?", fragte Ferrau und stellte ihnen etwas zu Trinken hin.

Ciel Felicien de Souvagne
"Wie immer zauberhaft", schnurrte Ciel, stand auf und nahm sich seinen Trinkbecher. Er streichelte Ferraus frisch gestutzten Dreitagebart. "Wir spielen heute nicht allein. Wir gehen Verrill und Linhard besuchen. Vorher holen wir allerdings Dreaux ab. Der weiß noch nichts von seinem Glück, aber wir lassen ihm keine Wahl. Gut, dass du heute nicht in Unterhose schlafen wolltest, andererseits auch schade. Komm, gehen wir." Er schlüpfte in seine Pantoffeln.

Ferrau Du Trieux
Ferrau schlang Ciel seinen Morgenmantel um die Schultern und band ihn vorne ordentlich zu, so dass niemand seine Schlafkleidung sah. Er selbst nahm sich einen seiner Überwürfe und steckte vorsorglich Karten und Würfel ein, falls Gregoire und Linhard nichts da haben sollten. Dass Dreux ebenfalls an dem Spieleabend teilnehmen sollte, machte Ferrau ziemlich nervös. Langsam ging er hinter Ciel her und versuchte Schritt zu halten.

Ciel Felicien de Souvagne
Da Ferrau offensichtlich wenig erfreut war ob der Aussicht, seinem alten Herrn privat begegnen zu sollen, übernahm es Ciel, die Gardisten an Dreaux` Tür für sich klopfen zu lassen. Nathan war um diese Uhrzeit nicht mehr da, er war schon bei Fabien.

Ferrau Du Trieux
Ferrau kam auch endlich an und stellte sich sicherheitshalber genau hinter Ciel. Er wusste nicht wie Dreux reagieren würde, aber Ciel hatte ihn immer verteidigt und er würde ihn ganz gewiss nicht heute hängen lassen. Er sprich ihm liebevoll über den Rücken um ihn daran zu erinnern.

Ciel Felicien de Souvagne
"Alles in Ordnung", sagte Ciel leise und griff kurz nach hinten, um Ferraus Hand sanft zu drücken.

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux rieb sich die Augen, schwang sich aus dem Bett und tapste zur Tür. Er öffnete sie und musterte erstaunt seinen Bruder, hinter dem Ferrau stand und irgendwie seltsam guckte. "Hallo Ciel und Ferrau. Komm rein, was gibt es? Ich hatte mich gerade hingelegt, Nathan ist bei Vater. Möchtest Du was trinken?", bot Dreux an und nahm auf dem Sofa Platz.

Ciel Felicien de Souvagne
"Wir kommen nicht rein, du wirst rauskommen", antwortete Ciel grinsend von der Tür aus. "Danke für die förmliche Begrüßung, du hast ab jetzt Feierabend. Wir werden unseren kleinen Bruder und seinen Naridier besuchen gehen. Zieh dir was über und schlüpf in die Pantoffeln, wir warten hier so lange."

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux grinste breit und knuffte Ciel. "Ach Du weißt doch selbst wie das ist, wenn man den ganzen Tag in dieser Leier reden muss, da findet man nicht mehr den Ausgang. Ein bisschen Abwechslung wird mir gut tun, ich bin dabei. Ich ziehe mich nur schnell um. Nathan ist wie gesagt bei Vater, also wundere Dich nicht, wie ich gleich aussehe. Warte hier", bat Dreux und ging zurück ins Schlafzimmer. Er zog sich aus und seine Schlafkleidung an und kehrte dann zu Ciel zurück. Er hielt ihm ein Haarband entgegen. "Sobald Du mir einen Dutt gemacht hast, brechen wir auf", lachte er gut gelaunt. "Was machen wir bei Greg und Linhard? Ich habe keine Ahnung wo meine Pantoffeln sind, ich gehe auf Strümpfen. Wird sich ja keiner beschweren. Also sei so lieb und binde mir die Haare zuammen. Ich hoffe Greg hat welche von seinen Obstbrandkeksen übrig", freute sich Dreux.

Ciel Felicien de Souvagne
Etwas neidisch griff Ciel in die volle Haarpracht und sortierte die Haare mit den Fingern. "Bis vor Ehveros hatte ich auch noch so volles Haar, von da an ging es abwärts. Ich hätte sie lang tragen sollen, als ich es noch konnte." Er mühte sich und knotete Dreaux einen unordentlichen, verstrubbelten Dutt. "Na ja, immerhin sieht das nun wirklich reichlich unroyal aus und somit nach Feierabend." Er schlüpfte aus seinem rechten Pantoffel und schubste ihn mit dem Fuß zu seinem Bruder. "Dann sehen wir beide blöd aus." So unmöglich aussehend machte er sich auf den Weg zu Verrills Gemächern. "Wir werden was spielen und ich hoffe auch, dass Greg nicht alles aufgefressen hat. Keine Ahnung, wo der immer alles hinfrisst, bei Ferrau sieht man wenigstens, wo es bleibt."

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux hakte sich bei seinem Bruder ein und verpasste ihm gut gelaunt einen Schubs. "Greg ist wenn er nicht gerade in der Bibliothek sitzt doch immer in Aktion. Hierhin laufen, da was gucken, oder er geht trainieren. Vermutlich weil er sonst die ganze Zeit still sitzt. Dann liegt er wieder auf der Couch, isst und liest und dann geht das Spiel wieder von vorne los. Aber ich wusste von Anfang an, dass er die Kekse gebacken hat. Der Sauhund wollte es nur nicht zugeben. Von wegen Bäckerei unten im Dorf. Da hat er die Zutaten vermutlich her. So ein wohlschmeckendes Hobby muss man nicht verheimlichen. Und was machen wir mit Dir wegen Deiner Haare? Wir sollten mal zu Benito gehen, da muss es doch was geben. Keiner aus unserer Familie hat Haarausfall und bei Dir ist es noch besonders schlimm. Ich möchte Dich nicht ärgern, dass ich das so sage. Aber das fällt doch auf. Wie kam es? Wie hat es begonnen? War Ferrau schuld?", fragte Dreux und Ferrau starrte ihn finster an.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel lief so, dass er genau ins Blickfeld von Dreaux kam und ihm die Sicht auf Ferrau versperrte. "Nein, das ist meine eigene Schuld. Es hängt mit meiner Kunst zusammen, ich habe Eisenmangel. Und in fünf Jahren werde ich aussehen wie Alex, da geb ich dir Brief und Siegel drauf. Ich sollte weniger Kekse und mehr rohes Fleisch essen. Und nun gehe ich Verrill besuchen und esse wieder Kekse. Nun ja. Warum Verrill sein Hobby verschwiegen hat, kann ich dir nicht sagen, er hat sich aus irgendeinem Grund dafür geschämt. Zum Glück sind unsere Hobbys voreinander kein Geheimnis." Er rempelte Dreaux zurück an, so dass der in einen Gardisten hineinstolperte.

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux schälte sich aus dem Gardisten und musterte Ciel baff. "Na Danke auch. Dann musst Du mehr Fleisch essen, oder eisenhaltige Dinge. Ich hoffe nicht, dass Du in fünf Jahren aussiehst, wie Alex. Und ich wünsche Alex, dass er in fünf Jahren auch nicht mehr aussieht wie jetzt, sondern etwas gesünder und fitter. Vielleicht gelingt uns das ja, sobald seine Peinigerin das Zeitliche gesegnet hat. Ich werde mal Benito für Dich fragen, was dort sonst noch helfen könnte", antwortete Dreux. Sie gingen eine Weile und kamen bei den Gemächern von Gregoire und Linhard an. Ferrau klopfte für sie und sie warteten ab. Einen Augenblick später öffnete Gaston und hieß sie mit einem freundlichen Lächeln willkommen.

Gregoire Verrill de Souvagne
Gaston: "Kommt bitte herein, die Herrschaften warten schon auf Euch, Prince Dreux, Prince Ciel, Ferrau", sagte Gaston freundlich und gab den Weg frei.

Gregoire Verrill de Souvagne
"Na Ihr Nasen!", grinste Gregoire breit und nahm zuerst Ciel dann Dreux in die Arme. "Wir haben schon einiges für den Abend vorbereitet. Was sagt Ihr? Nicht so schüchtern, setzt Euch und lasst es Euch gut gehen. Gaston hat für heute Abend frei. Also wir kümmern uns um uns selbst", sagte Greg freundlich.

Ciel Felicien de Souvagne
"Danke, Gaston", sagte Ciel nicht minder freundlich, als er eintrat. Er mochte den Diener. Er trat mit Ferrau ein. "Guten Abend", verkündete Ciel und drückte nacheinander Verrill und nach kurzem Zögern auch Linhard. "Wo sind die Kekse? Wir werden uns schon selbst zu kümmern wissen. Wie sagt man so schön? Überlebenstraining für Adlige. Wo spielen wir? Auf dem Sofa oder auf dem Fußboden?"

Linhard von Hohenfelde
"Von mir auch ein herzliches Hallo. Ich hoffe Ihr habt Hunger mitgebracht, soviel wie Verrill aufgetischt hat. Für Essen und Getränke ist gesorgt, Karten und Würfel haben wir ebenfalls. Setzt Euch, damit Gaston sich in seinen freien Abend verabschieden kann. Und nebenbei, schön das Ihr da seid. Wann hättest Du mal Zeit zu unserem Herrenhaus zu reisen Ciel?", fragte Linhard und stellte jedem eine Flasche Bier vor die Nase. "Nicht mehr lange und wir treten die Reise ins Kloster an, ist Euch das bewusst?", fragte Lin und ließ die Flasche aufploppen. "Prost, auf einen schönen Abend!", sagte er.

Gregoire Verrill de Souvagne
"Speis und Trank stehen bereit, wir hocken uns am besten auf den Boden rund um den Tisch. Überlebenstraining hattet Ihr auch in Ehveros oder? Du hast Dir zwei Sklaven gekauft. Wo sind die überhaupt? Hatte Dreux nicht auch einen?", lachte Verrill und setzte sich auf den Boden. Lin hockte sich neben ihn.

Ferrau Du Trieux
Ferrau setzte sich ebenfalls auf den Boden und zog Ciel neben sich. "Danke, ich habe auch Karten und Wüfel dabei, falls Ihr keine gehabt hättet. Ich habe an alles gedacht. Hier, schaut", sagte Ferrau und legte Karten wie auch Würfel auf den Tisch. "Falls wir mehrere Decks brauchen, könnten wir mischen. Ich werde Ciel vermissen, wenn er im Kloster ist", sagte Ferrau und nahm sich als Erster eine Hand voll Kekse.

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux setzte sich ebenfalls dazu und nahm einen großen Schluck von dem kalten Bier. "Tja das Bier kommt aus dem Kloster und wir gehen in eins. Oder muss ich gar nicht mit? Nur ihr?", fragte er schelmisch.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel nahm sich auch eine Flasche, öffnete sie und stieß damit an alle übrigen Flaschen, auch an die, die noch standen. "Auf einen schönen Abend. Das kommt darauf an, Lin. Willst du das noch vor unserem Klosterdienst erledigt wissen? Dann muss ich entsprechend planen, aber es wird sich einrichten lassen." Er fläzte sich gemütlich an Ferrau, legte den Arm um ihn und zog ihn an sich heran. "Der Norkara ist im Stall, da er nicht für den Dienst bei den Herrschaften geeignet ist. Und der Tamjid ist momentan in der Küche, ich warte noch ab, ob er sich dort als tüchtig und tauglich erweist. Und du, Ferrau, wirst uns ins Kloster begleiten. Du warst schließlich auch nicht gerade freundlich zu Fabien, oder?" Er zwinkerte ihm zu. "Du kommst auch mit, Dreaux, du hast den größten Dreckklumpen am Stecken."

Dreux Gifford de Souvagne
"Wohl wahr, aber mal ehrlich, wo kann man weniger jemanden kennenlernen als im Kloster? Ein Wunder dass ich nicht auf den Meeresgrund tauche. Ich wette, jeder würde da eine Frau kennenlernen, ich sicher nicht. Naja dafür fahren wir ja auch nicht dahin. Trotz allem bin ich neugierig, wie wir uns da schlagen werden. Ferrau darf mit? Oder er muss mit?", grinste Dreux und gönnte sich einen Schluck Bier.

Ciel Felicien de Souvagne
"Muss, weil ich es so will", erwiderte Ciel grinsend. "Ich bin der Einzige, der seinen Leibdiener mitnehmen darf, Papas Dankeschön für meine Verdienste. Du hast immer noch keine Frau gefunden? Ich weiß Abhilfe. Ich schenk dir Olivie."

Ferrau Du Trieux
Ferrau nickte, allerdings nicht betreten sondern glücklich. "Ja ich war sehr fies zu Fabien, dass muss bestraft werden. Da hat der Duc Recht, so geht es nicht. Falls er es vergisst, werde ich ihn daran erinnern, dass ich auch ins Kloster gehöre. Genau wie mein Herr und Meister. So geht es nicht, man darf mich nicht verschonen, ich war noch nie im Kloster. Aber wenn wir dort täglich so leckeres Bier bekommen, kann es nicht schlecht sein".

Linhard von Hohenfelde
"Ohje Olivie, nur ein rostiger Nagel im Kopf ist schöner!", prustete Linhard. "Vor dem Klosteraufenthalt wäre die Reise gut, damit Du verstehst warum ich so ausgerastet bin. Damit Du es einmal selbst siehst und nicht denkst, ich erzählte Dir immer noch etwas. Aber wie wir Dich bereits warnten, sei dort vorsichtig", gab Lin zu bedenken und schnappte sich einige Kekse.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel zuckte mit der Schulter seines gesunden Arms. "Muss ich wohl, ich kann so nicht kämpfen. Ich hoffe, Belly und Boldi nehmen ihre Aufgabe auch in der Fremde zuverlässig war und Jules ist auch nicht zu unterschätzen, auch wenn er nicht mehr der Jüngste ist. Wen nehmt ihr zu eurem Schutz mit?"

Dreux Gifford de Souvagne
"Ihr Lieben, Olivie so gerne ich sie habe ist nichts für mich. Ich hätte gerne eine Frau, die mehr für mich ist. Ich weiß, dass klingt utopisch und das ist es vielleicht auch, aber ich hätte gerne eine Frau die ich mag, bestenfalls sogar liebe und die meine Gefühle erwidert. Und ich wäre gerne mit ihr befreundet. So wie Vater mit Min. Mir wäre nur wichtig, dass sie sich auch um andere Dinge Gedanken macht, etwas Interesse zeigt. Das würde mir gefallen, sie könnte ruhig etwas taffer sein, natürlich nicht zu taff. Viele Wünsche für eine Frau was?", gibbelte Dreux und knuffte Verrill. "Schön dass wir hier zusammensitzen, aber das Bier trinkst Du nicht", erklärte Dreux und nahm Greg die Flasche weg.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel überlegte, dann hatte er einen Geistesblitz. "Magst du Alexandre de la Grange?", fragte er mit einem verschwörerischen Grinsen. "Er hat eine kleine Schwester."

Linhard von Hohenfelde
"Nun innerhalb des Hauses ist Wissen die Beste Waffe. Wie heißt ein uralter Spruch unserer Familie? Das Haus ist kein Monster, dass man einfach erschlagen kann. An diesem Ort ist die Heuchelei Dein Schwert und die Raffinessen Dein Schild. Wir müssen das Spiel spielen... Aber DAS Spiel dürfen wir nicht mehr spielen. Und noch etwas. Das Haus verliert nichts, pflegt Osmund stets zu sagen, wenn wieder einmal ein wertvolles Teil verschwunden und scheinbar auf Nimmerwiedersehen verloren gegangen war. Aber er hatte immer Recht, über kurz oder lang fand sich der Gegenstand wieder oder die Person... an den unmöglichsten Orten, in einem unmöglichen Zustand... denn niemand kehrt dem Haus den Rücken. Sie alle kehren dahin zurück... immer. So sagte es einst Opa... drum müssen wir stets bereit und wachsam sein im Haus. Ich beschütze uns dort drinnen, keiner sonst", erklärte Lin ernst.

Dreux Gifford de Souvagne
"Du weißt doch, wie ich zu Alex stehe. Ich komme sehr gut mit ihm klar und ich mag ihn sehr. Eine kleine Schwester? Das klingt doch vielversprechend, eine Marquise, eine de la Grange, Stand und Name und jung. Wie heißt sie? Könnte er uns bekannt machen?", hakte Dreux begeistert nach.

Ciel Felicien de Souvagne
"Sie heißt Estelle, ist neun Jahre jünger als Alexandre, sieht für deine Begriffe vermutlich viel besser aus und ist genau so klug wie ihr Bruder. Sie steht ihm in Sachen Grips in nichts nach, aber sie hat natürlich andere Schwerpunkte als jemand, der Erzhexer ist und sich dem selbstlosen Dienst an der Krone verschrieben hat. Man kann sich gut mit ihr unterhalten, ich schätze sie. Sie ist - wie die meisten Schwestern großer Brüder - nicht zimperlich und verfügt im Gegensatz zu Alexandre auch über Humor. Dafür allerdings nicht über die magische Gabe. Natürlich könnte Alexandre dich mit ihr bekannt machen, ich denke, das ist eine Ehre, die niemand ausschlagen würde, selbst wenn er das könnte."

Dreux Gifford de Souvagne
"Estelle? Der Name gefällt mir schon vom Klang. Aber sie könnte auch Erna heißen, der Rest klingt vielversprechend. Ich wüsste nicht warum sie ein Treffen ausschlagen sollte. Ich meine, ich bin ein umgänglicher Kerl und sie hätte es bei mir gut. Alexandre ist zudem ihr Bruder, wenn er zusagt ist das so. Oder falls ihr Vater zusagt, aber so möchte ich erst gar nicht anfangen. Frage bitte Alex ob er für mich ein Treffen arrangiert. Ich habe wenn alles gut läuft ernste Interessen, dass darf er gleich von Anfang an wissen. Ich suche eine Frau, keine Unterhaltung. Vielleicht sieht sie die Dinge ganz ähnlich wie ich, dass wäre sehr schön. Danke Ciel", freute sich Dreux aufrichtig.

Ciel Felicien de Souvagne
"Momentan ist Brandur bei Alexandre, ich möchte die beiden nicht stören. Sie unterhalten sich schon seit dem frühen Nachmittag, sie scheinen sich entweder gut zu verstehen oder sie haben sich ob des Streits ihrer divergierenden Ansichten zum Thema Untoter selbst gegenseitig in den Nexus verfrachtet. Spätestens morgen früh sollte mal jemand vorsichtig nachsehen, ob sie noch leben. Vielleicht gefällt die Estrelle ja, ich finde sie in Ordnung, aber sie ist mir etwas zu lebhaft und selbstbewusst." Er streichelte Ferrau die Flanke. "Dein Herrenhaus hört sich unheimlich an, Linhard. Sicher, dass wir keine anderen Verteidigungsmöglichkeiten haben? Was rätst du, wen außer dir sollten wir mitnehmen? Und wieso spielt eigentlich niemand? Ferrau hatte Interesse geäußert, auf Einsatz zu spielen, also was bietet ihr?" Er lächelte in sich hinein und hoffte, Ferrau würde auf diese Weise seine persönliche Rache nehmen, denn im Spielen war er sehr gut.

Ferrau Du Trieux
Ferrau nickte eifrig. "Ich habe zwar kaum Erfahrung und bin nur ein einfacher Diener mit schlichtem Gemüt, aber ich würde gerne versuchen etwas meine Haushaltskasse aufzubessern. 5 Taler pro Runde sind doch fair oder nicht? Das könnte ich mir auch noch leisten, wenn es nicht zu viele Runden werden. Die Frau die Ciel beschreibt Prince Dreux klingt sehr nett. Wir hatten unseren Streit und ich weiß, dass Ihr mich nicht mögt. Aber trotzdem drücke ich Euch die Daumen bei der Frau. Ihr werdet sehen, wenn es klappt, wie schön es ist, wenn man geliebt wird. Das ist was besonders, ab dem Tag werdet Ihr anders durchs Leben gehen. Das macht Euer Bruder Ciel und ich auch und Euer kleiner Bruder Verrill genauso. Vielleicht wart Ihr auch immer so verzweifelt, weil Ihr einsam wart. Aber das war nicht meine Schuld. Das möchte ich nur sagen und ich möchte dass sagen, damit wir uns vertragen. Ciel und ich sind zusammen. Auch wenn ich für Euch nichts wert bin und keinen Stand habe, möchte ich versuchen dass wir uns verstehen. Weil ich kann nicht von meinem Freund wegbleiben oder er von mir, wenn Ihr Euch trefft. Dann könntet Ihr vielleicht dabei einfach übersehen, dass ich keinen Stand habe. So wie heute, dass wäre schön", bat Ferrau und drückte Ciel an sich.

Linhard von Hohenfelde
"Da ist was dran, wenn man kämpft und weiß wofür ist das gut. Wenn man weiß für wen, bedeutet es einem alles. Das ist tatsächlich so. Ich hatte mir auch immer jemanden an meine Seite gewünscht und wenn es nur ein Kumpel wäre. Ich hatte nie einen, nur mein Pferd, dass war mein Kumpel. Dann musste ich mit meinem Großonkel fliehen und er wurde mein Kumpel, mein bester Freund und sogar mein Paps. Und später bekam ich Verrill dazu. Auch wenn die beiden es nicht glauben, aber ohne sie komme ich nicht aus. Als Brandur weg war, dachte ich, ich erledige alle Aufgaben und gehe ihm nach. Hauptsache zusammen, wo ist doch gleichgültig. Hier oder im Nexus. Aber dann bekam ich wie gesagt Verrill und ich fand der Nexus kann warten, oder besser noch Brandur muss hierher geholt werden. Was letztendlich geschah... Ihr habt vermutlich keine Ahnung was es mir bedeutet. Und ich kann es leider nicht in Worte fassen, die es nur annähernd wiedergeben würden. Also viel Glück bei Estelle von ganzem Herzen. Das Haus ist ein Alptraum Ciel, es hat Mauern die Dich vor Fremden beschützen, aber sie sperren Dich auch ein und liefern Dich der Familie aus. Du wirst es sehen, aber mehr noch, Du wirst es spüren... fühlen bis tief hinab in die letzte Faser Deiner Seele. Und Du wirst dort anders handeln, weil Du Dich permanent bedroht fühlst. Das ist keine Illusion, so sagte man mir", erklärte Lin und streichelte Greg.

Gregoire Verrill de Souvagne
"Bei fünf Talern bin ich dabei Ferrau. Ich denke wenn Du ganz locker bleibst und Dich so gibst wie Du bist, dann wird sie Dich mögen. Ich weiß leichter gesagt als getan, ich habe mich vor Linhard auch zum Affen gemacht um ihn von mir zu überzeugen. Aber versuch es wenigstens Dreux. Normal bist Du ganz nett, weißt Du?", lachte Verrill und knuffte ihren Bruder, was Dreux breit grinsen ließ. "Das Haus klingt schon jetzt so, dass ich Gänsehaut bekomme, guckt mal", sagte Greg und zeigte seine Gänsehaut auf dem Arm.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel schmunzelte peinlich berührt, als Ferrau so offen ihr gemeinsames Geheimnis herumtratschte. Zur Strafe kniff er ihn in den Speck, küsste ihn aber gleichzeitig auf den Mund. "Stimmt, wir sind ein Paar. Noch nicht lange und eigentlich sollte es auch unter uns bleiben, aber irgendwie sickert es doch hier und da unbeabsichtigt durch. Vermutlich weiß es inzwischen jeder außer Alex, der es als Erster erfahren sollte, wenn die Zeit reif ist. Sei es drum. Greg, sei bitte nicht so hart zu Ferrau. Er sagte ja, dass er kaum Erfahrung in Kartenspielen hat. Sonst macht es keinen Spaß. Was macht dieses Haus eigentlich so seltsam, Lin? Ist es magisch manipuliert? Artefaktmagie?"

Dreux Gifford de Souvagne
"Unter anderen ist das ein Teil davon, ja Ferrau. Du bist nicht nichts wert. Das habe ich nie behauptet. Und welchen Stand Du hast, spielt für Ciel keine Rolle. Das allein reicht aus. Was wir alle denken, spielt für Eure Liebe keine Rolle. Wenn es Euch wichtig ist, ich gönne es Euch von Herzen, jedem meiner Geschwister und ich gönne es mir selbst auch. Drum meinen Segen habt Ihr", sagte Dreux und lehnte sich an Ciel an. "Du darfst uns sowas aber ruhig erzählen, wir freuen uns mit, wir machen Dir nichts kaputt", erklärte Dreux freundlich. "Deine Familie ist ein seltsamer und gefährlicher Haufen, mit einigen wirklichen Lichtblicken. Dein Onkel zum Beispiel. Aber wie heißt es so schön? Das kann sich Verrill auch merken. Das Licht zu lieben ist leicht, zeig mir Deine Dunkelheit... davon hast Du einiges Lin, aber nicht weil Du es Dir ausgesucht hast. Ihr nehmt Bellamy mit ins Haus. Gleichgültig was er verbrochen hatte, er hat seine Strafe erhalten und ist damit rehabilitiert als Person. Und keiner ist mit dem Schwert härter, schneller und tödlicher als Bellamy, nicht mal Massimo, so schnell er auch ist. Nicht einmal Du Lin, oder ich, oder Ciel, oder sonst wer. Er ist eine Kampfsau, wo wir zurückzucken um uns zu schützen, gibt er im Notfall alles und setzt Dich mit seinem Körper fest. Er wird Euch verteidigen, er ist Ciels Leibwächter und er soll Euch in das Haus begleiten. Was immer dort lauert, bedroht es Euch, wird es Stahl fressen. Oder nimm Deinen Schwertmeister zudem mit. Keine Ahnung wie gut der Mann ist, aber wenn er nur an Bellamy herankommt, seid Ihr sicher. Fast, hundertprozent gibt es nie", erklärte Dreux.

Gregoire Verrill de Souvagne
"Ich werde Gnade walten lassen", grinste Greg und verteilte die Karten.

Linhard von Hohenfelde
"Ehrliche Antwort? Ich weiß es nicht. Seit Generationen, seit dem unsere Vorfahren das Haus bezogen, lebte es unseren selbstgewählten Weg mit. Es überlebt sonst in unserer Familie immer nur der stärkste Sohn. Er zeugt wieder Kinder und von diesen Söhnen wird auch nur der Stärkste mit seiner Familie überleben und sein Blut weitergeben. So war es bei uns Tradition und so haben wir es geschafft, dass unsere Familie einen sehr hohen Magieranteil hat, so umwerfend aussieht und einen neben sich laufen hat", stöhnte Lin.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel spielte innerlich mit dem Gedanken, einen Schwertmeister für seinen Schwertmeister zu organisieren. Der Gedanke, dass Bellamy etwas geschehen sollte, behagte ihm nicht, seit sie gemeinsam geplant und intrigiert hatten und er sein Blut vergossen hatte, um Bellamys Leben zu retten. Plötzlich horchte er auf und musterte Dreaux. "Deinen Segen? Du meinst, für die Hochzeit?" Ihm wurde etwas mulmig und er wechselte rasch das Thema. "An Selbstbewusstsein mangelt es jedenfalls scheinbar keinem aus eurer Sippe, nicht einmal denen, die diese blutige Tradition nicht überlebten und eigentlich überhaupt kein Bewusstsein mehr haben sollten."

Linhard von Hohenfelde
"Also meinen Schwertmeister werden wir nicht mitnehmen, denn das ist nicht mehr mein Schwertmeister, sondern von ihm geht die größte Gefahr für uns aus. Er ist der Vater von Derya, jender Frau die Alex angeknabbert hat. Und er ist jene Person die den jüngsten Sohn meines Vaters angefressen hat. Da war er noch ein Baby. Und deshalb werden Ciel und ich zu unserem Haus reisen um die Babys abzuholen und zu bestatten. Genauso unsere anderen Verwandten, sie sollen aus den eisigen Hallen des Hauses ausziehen und ruhen dürfen. Und ja Archibald ist schnell und tödlich. Aber er hat auch seine Schwachstellen. Ich hoffe Bellamy ist so gut wie Du sagst. Arch löschte mit 16 Jahren seine komplette Familie aus, die Wachen und jeden. Er kämpft wie ein Geisteskranker, denn das ist er. Ein Menschenfresser, ein Babybeißer und ein Schänder. Ich weiß nicht warum, aber immer wenn ich in seiner Nähe war, konnte er mich um den Finger wickeln und ich dachte wir wären Freunde. War er nicht anwesend, fühlte ich mich als hätte ich einen Rausch ausgeschlafen und fragte mich warum ich der Bestie so vertraue. Aber als ich die Babys sah, war es vorbei vor allem da wir selbst eines erwarten", erklärte Lin ehrlich und drückte Ciels Hand.

Ciel Felicien de Souvagne
"Angeknabbert?", wiederholte Ciel langsam, jedoch offenbarte sich in Lins weiteren Worten, dass er es nicht so respektlos meinte, wie es klang. Er scheute sich vermutlich nur, es beim Namen zu nennen. "Der Mann ist nun ein Vampir. Ich bin Bluthexer und Alexandre auch. Notfalls nehmen wir noch Isidore mit, meine Güte, es ist nur ein Blutsauger. Wir brauchen keinen Schwertmeister, um ihn zu besiegen, es reicht solide Blutmagie. Bleib ruhig, Lin, wir holen deine Angehörigen aus den eisigen Hallen und überführen sie in Souvagnes steinernen Schoß, wo sie in Frieden ruhen mögen."

Dreux Gifford de Souvagne
"Meinen Segen zu Eurer Verbindung Ciel und ja wenn Ihr möchtet auch zu Eurer Hochzeit. Aber damit kannst Du Dir gerne noch etwas Zeit lassen. Wobei Ferrau scheint es da ja was eiliger zu haben, sonst würde er es nicht überall herumerzählen. Ihr nehmt auf alle Fälle Bellamy mit und eines der Himmelsaugen. Wir haben auch noch andere gute und fähige Männer. Und gleichgültig wie gut dieser Archibald ist, selbst wenn er der Beste der Besten ist, gegen eine Übermacht von 20 oder 30 Gardisten wird er versagen. Das einzige was sie schaffen müssen ist ihn zu Boden zu bringen, dann steht er nicht mehr auf. Die Frage dabei ist, worauf ist er ausgelegt? Kraft, Schnelligkeit? Mit was kämpft er? Wie kämpft er? Bellamys Stärke ist Vielseitigkeit und das macht eine Menge wett. Und unsere Gardisten würden den Kerl zerfetzen, wenn er am Boden ist. Gleichgültig, was er sonst kann, er wird sterben", sagte Dreux und hörte Ciel zu. "Angeknabbert, weil er nicht sagen möchte, was den Babys geschah Ciel. Er erwartet doch eines, da sagt man sowas nicht. Stimmt der Vampir war das! Dieses Scheusal, aber ja Du wirst ihn ausschalten Ciel. Sein angeblicher Vorteil anderen Menschen gegenüber ist nun seine Schwäche. Ciel hat ihn wie eine Marionette in der Hand. Er könnte ihn zwingen seine widerliche Tochter zu enthaupten und sich ins Schwert zu stürzen, wobei... genau so sollte es laufen", schlug Dreux vor.

Linhard von Hohenfelde
Linhard nahm sein Blatt auf und musterte Ciel. "Kannst Du ihn zwingen zu verraten wieviele Kinder er hat? Und kannst Du ihn zwingen zu verraten, wieviele Kinder er... verspeist hat? Die Idee das er eines seiner Monster richtet, hat was. Das wäre wohl das erste Mal in seinem Leben, dass ihm ein Mord leidtäte. Nein das war nicht böse gemeint, ich hab versucht es harmlos auszudrücken. Ich möchte das nicht sagen, man sagt doch so ein Wurm hört alles mit", antwortete Lin.

Gregoire Verrill de Souvagne
"Schatz, aber vermutlich erst dann, wenn es Ohren hat. Und ich werde mich darüber nicht aufregen, denn wir reisen an um sie aus dem Haus zu befreien. Sie zu erlösen sozusagen. Behalte das im Hinterkopf", sagte Verrill und legte einige Karten ab.

Ciel Felicien de Souvagne
"Ich kann ihn leider nicht aus der Ferne demontieren, aber ich kann ihn marionettengleich fremdsteuern. Das kann viel bewirken, auch wenn ich es nicht vermag, in seinen Geist einzudringen. Wenn Ihr unbedingt die Garde mitnehmen wollt, würde ich Unitè B vorschlagen. Ich denke, ihr Ruf ist genau das, was sie bei Archibald unter Beweis stellen dürften. Sollen sie zeigen, wozu sie fähig sind, wenn man ihnen freie Hand lässt. Bellamy und Boldiszàr mögen sich darum kümmern, unsere physische Verteidigung zu organisieren. Die magische Verteidigung übernehme ich. Alexandre ist momentan leider nicht in der Lage, uns zu helfen, außer mit seinem Rat." Er musterte Dreaux etwas verunsichert und dann Ferrau. "Eigentlich sind wir erst seit einer Woche ein Paar, da schon von Hochzeit zu sprechen halte ich für sehr früh. Trotzdem danke für dein Vertrauen in uns."

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux knuffte Ciel gut gelaunt. "Heiratete wann immer Du magst Ciel, ich wollte damit nur gesagt haben, dass ich Euch das Beste wünsche und auf Eurer Seite bin. Gleichgültig was damals gewesen ist, ich habe mich einfach völlig daneben benommen, meine Wut und meinen Frust an Ferrau ausgelassen und das hätte niemals passieren dürfen. Hätte ich von wem anders so behandelt werden wollen? Nein. Bei mir wagt es sich nur keiner. Ebensowenig wie bei Dir, als Du Nathan verstoßen hast, oder bei Verrill als er zuschlug. Wir können nur im Jetzt leben, wenn wir die Vergangenheit gehen lassen. Also schließe ich damit ab. Ich habe damit abgeschlossen und es wird nicht wieder vorkommen. Ich möchte so nicht sein, ich möchte nicht dass mich wehrlose Souvagner fürchten, nur weil ich es kann. Und was hatte ich denn davon? Er weinte in seiner Kammer aus Angst und ich heulte ein Zimmer weiter in meinem Schlafzimmer. Ging es mir dadurch besser? Kein Stück, aber hätte ich es ihm erzählt, vielleicht wäre es mir dann besser gegangen. Was immer war, etwas hat Ferrau mir dagelassen, auch wenn er mich verlassen musste - dass ich eingesehen habe wer und was ich sein möchte meinen Leuten gegenüber. Da kannst Du Nathan fragen. Nathan hat es durch Dich besser Ferrau. Ich akzeptiere Dich als Ciels Mann, gleich ob Ihr verheiratet seid, welchen Stand Du hast oder wieviele Taler. Das wollte ich nur gesagt haben. Lange Rede und so weiter, wie Lin immer sagt. Im Kloster werden wir zusammenhalten müssen und auch so müssen wir das. Also tun wir es", schmunzelte Dreux.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciels bleiches Gesicht bekam einen rosigen Schimmer. "Mein Mann...", murmelte er und betrachtete Ferrau beim Kartenspielen. Er griff in sein Oberteil, zog ihn rücklings zwischen seine Beine und umarmte ihn von hinten, während er seine Nase in Ferraus wuschlige Haare drückte. Er hielt ihn ganz fest. Er ließ Dreaux` Worte Revue passieren. "Hört sich gut an, oder was meinst du?", fragte er leise.

Ferrau Du Trieux
Ferrau ließ sich widerstandslos in Ciels Arme ziehen und musste aufpassen, nicht erneut loszuweinen, da er bei so etwas immer nah am Wasser gebaut war. Er machte sich so leicht wie möglich, jedenfalls hoffte er, dass er dabei Erfolg hatte. Dann schmiegte er seinen Rücken an Ciels Bauch und Brust. "Gut? Hab nie was Schöneres gehört", flüsterte er zurück und streichelte Ciels Hände die vorne auf seinem Bauch gefaltet waren. Er hätte niemals damit gerechnet, mal einen Bauch zu haben oder sogar einen Mann. Er lehnte sich einfach nach hinten und schloss die Augen. "Was passiert wenn wir heiraten? Geht das überhaupt wo ich ein Leibeigener bin?", wisperte Ferrau auf einmal ängstlich.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel drückte Ferrau ganz fest an sich, als er merkte, wie nahe das seinem Leibdiener ging, der nun auch sein Partner war. Er streichelte die Hände, die seine Hände festhielten und ihre Finger wurden ein sich liebkosendes Knäuel. "Wovor hast du Angst? Ich denke schon, dass das ginge ... aber bislang habe ich mich damit nicht befasst. Dreaux? Wie ist die Rechtslage?"

Ferrau Du Trieux
"Wenn Du einen Leibeigenen ehelichst, erhebst Du ihn in Deinen Stand. Es sei denn Du schließt genau das aus. Aber ich würde es ganz offiziell machen. Ferrau die Freiheit schenken und ihn als freien Mann heiraten. Das hat eine größere Symbolkraft", erklärte Dreux und aß noch eine Handvoll Kekse.

Dreux Gifford de Souvagne
"Wenn Du einen Leibeigenen ehelichst, erhebst Du ihn in Deinen Stand. Es sei denn Du schließt genau das aus. Aber ich würde es ganz offiziell machen. Ferrau die Freiheit schenken und ihn als freien Mann heiraten. Das hat eine größere Symbolkraft", erklärte Dreux und aß noch eine Handvoll Kekse.

Ciel Felicien de Souvagne
"Würdest du dir das wünschen, Ferrau?", fragte Ciel. "Aber dann hätte ich keinen Leibdiener mehr ... wovor fürchtest du dich? Du siehst mit einem Mal ängstlich aus."

Ferrau Du Trieux
"Wenn ich frei bin und Du mich dann nicht mehr willst? Dann habe ich alles verloren, dann bin ich obdachlos, ohne Arbeit und noch viel schlimmer ohne Dich. Werden wir uns verheiratet noch nah sein? Werden wir weiter so leben wie jetzt? Das wäre sehr schön und das würde mir gefallen. Aber ich will die Freiheit nicht vorher. Du kannst sie mir wenn vor der Frage schenken. Aber nicht vorher und dann bin ich frei von allem. Das macht mir Angst, ich will das nicht", wisperte er leise.

Ciel Felicien de Souvagne
"Wie kannst du nur annehmen, dass ..." Ciel unterbrach sich selbst und schloss den Mund. Ferrau hatte sehr handfeste Gründe. Seinen Vorgänger hatte Ciel wie ein ungeliebtes Spielzeug vor die Tür gesetzt. Natürlich konnte er sich einreden, dass das ganz andere Umstände gewesen wären, aber so anders waren sie nicht. "Ehrlich gesagt, ich will das auch nicht. Ich weiß gar nicht, ob wir überhaupt heiraten sollten, dann wärst du auf einmal frei zu gehen, wohin du willst und zu tun und zu lassen, wonach dir beliebt. Ich muss gestehen, dass mir der Gedanke wenig behagt. Als Leibdiener bist du Tag und Nacht an meiner Seite, wenn ich das wünsche und das wünsche ich mir. Wären wir verheiratet, wäre da plötzlich ein Dritter und vielleicht sogar ein Vierter, der sich deiner annimmt."

Ferrau Du Trieux
"Nein. Das müsste so sein, wie Fabien bei uns gearbeitet hat. So dass wir zusammen bleiben und uns immer noch lieb haben, auf der Nähe sind, beisammen sind Ciel. So darf es nur sein, sonst nicht. Wir wollen doch ein Paar sein und nicht getrennt oder? Ich würde mich auch so immer um Dich kümmern, ob ich noch ein Diener bin oder nicht", sagte Ferrau und küsste ihn liebevoll.

Ciel Felicien de Souvagne
"Wir können nicht getrennt leben", befand auch Ciel. "Das ist nicht möglich. Wir essen ja auch gemeinsam, verbringen unseren Feierabend gemeinsam ... mir würde mehr als nur was fehlen. Es harmoniert gerade so gut. Warum wölltest du denn überhaupt heiraten? Wenn es dir zu anstrengend ist, kann ich uns einen Ersatz-Fabien organisieren, der dir unter die Arme greift, damit du auch mal die Füße hochlegen kannst."

Ferrau Du Trieux
"Das hat Dreux gesagt nicht ich Ciel. Aber ich glaube ich finde es schön, offiziell Deiner zu sein, Dein Mann, Dein Ferrau und Du bist mein Ciel. Ich würde Dich nicht verlassen, oder Unsinn anstellen. Und ich würde immer bei Dir wohnen, selbst wenn ich frei wäre. Ich will nicht frei und einsam sein. Ich möchte einfach mit Dir glücklich sein. Das wollte ich und ich wollte, dass jeder von unserem Glück weiß. Das war mein Wunsch. Das geht doch oder?", grübelte Ferrau.

Ciel Felicien de Souvagne
"Das ginge schon ... es wissen ohnehin schon die meisten, habe ich das Gefühl. Und weißt du was, es fühlt sich erstaunlich richtig an. Das hätte ich nicht erwartet. Das hast du schön gesagt ... ich liebe dich auch, mein Schatz. Aber wie macht man so etwas offiziell, falls man noch nicht sicher ist, ob man heiraten möchte? Und noch etwas, Dreaux. Ich frag das unter uns, bevor ich Vater damit behellige. Ersteinmal rein in der Theorie. Was würde geschehen, würde ich die Ehe mit Olivie nicht mehr wollen? Wäre eine Auflösung der Ehe möglich? Ich bin wütend, Dreaux, und zutiefst verletzt."

Dreux Gifford de Souvagne
"Du würdest die Ehe mit ihr annullieren lassen, dass heißt Du erklärst sie für nichtig. Das wäre dann so, als hättest Du sie niemals geheiratet. Und ich glaube ganz ehrlich, Du wärst mit Deiner anderen Schwester besser gefahren als mit Olivie. Ich verstehe Dich, ich wäre genauso verletzt und ich glaube ich wäre nicht so ruhig geblieben wie Du. Möchtest Du Dich denn von ihr trennen? Das wäre natürlich ein Staatsakt, aber manchmal ist er nötig. Wobei bei so etwas ehr die Verstoßung gewählt wird, wenn sich der Mann hintergangen fühlt. Wobei das auch ein Akt wäre, sie ist eine de Souvagne. Was hast Du Dir denn selbst vorgestellt? Sprechen wir mal offen darüber unter uns Männern. Sie ist Deine Frau, Deine Schwester, unsere Schwester und Vaters Tochter. Sie selbst hätte dazu nichts zu sagen. Was möchtest Du? Sprich was möchtest Du erreichen? Möchtest Du wieder frei sein? Oder möchtest Du Ferrau heiraten? Dazu müsstest Du nicht frei sein, Vater hat drei Ehefrauen und er könnte noch so viele heiraten wie er möchte, oder was weiß ich Fabien dazu und Nathan. Mal als blödes Beispiel. Deshalb wird meine Mutter dennoch immer seine Hauptfrau bleiben. Drum meine Frage Ciel, erzähl", bat Dreux freundlich.

Ciel Felicien de Souvagne
"Ich liebe Olivie. Aber sie hat sehr deutlich zum Ausdruck gebracht, dass sie mich nicht als ihren Ehemann wahrnimmt und sich von mir auch nicht als Ehefrau geliebt fühlt. Sie hat mir lang und breit erläutert, was ihr alles an mir und meinen Bemühungen, ihr eine schöne Hochzeitsnacht zu bereiten, nicht genehm war. Meine Lust, es noch einmal mit ihr zu versuchen, hält sich in Grenzen, was ist das für eine Basis für eine Ehe. Zumal ich sehr verletzt bin und mich auch öffentlich vorgeführt fühle. Ich möchte ihr nicht schaden, sie nicht verstoßen, Dreaux. Aber ich möchte auch nicht ihr Hampelmann sein. Soll sie glücklich mit diesem arroganten Fatzke von den Himmelsaugen werden."

Dreux Gifford de Souvagne
"Wie wäre es, wenn Du ihr genau das einmal sagst, damit sie sich überlegen kann wie sie sich zukünftig Dir gegenüber verhält? Sie ist jung und unerfahren. Das wart Ihr beide Ciel. Und das man nicht sofort das bekommt, was man sich wünscht ist klar. Ich möchte auch nicht, dass sie verstoßen wird. Aber es ist Deine Frau und wenn Du darauf bestanden hättest, wäre genau das geschehen. Remy ist frosch und dreist, vielleicht fühlte sie sich überfordert selbst äußern zu müssen was sie möchte? Er hat ihr vielleicht jede Entscheidung abgenommen und einfach losgelegt. Und Du hast mir gesagt, Du wolltest es ihr schön machen und hast ihr mehrere Möglichkeiten geboten. Aber vielleicht war es genau dass. Bis vor kurzem wolltest Du selbst keinen Sex. Das ist Deine Entscheidung, ob, wann und wie Du möchtest. Bei Olivie wolltest Du deshalb für Ersatz sorgen. Du hast ihr einen Ersatzmann angeboten. Aber nun möchtest Du selbst, hast Spaß am Sex und am Liebesleben. Das freut mich für Dich, denn wir alle haben uns gesorgt, Du würdest Dir was antun. Aber wieso möchtest Du nun sehr gerne und mit Olivie ging es nicht? Lag es an ihr als Partnerin oder hat sich Deine Einstellung geändert Ciel? Falls es an der Einstellung liegt, rede nochmal mit ihr. Wenn es an ihr als Partnerin liegt, dann wird sich da wohl nichts geben oder?", fragte Dreux.

Ciel Felicien de Souvagne
"Ich war ihr zu zögerlich, zu langweilig, sie hat sich erst bei Remy richtig als Frau gefühlt. Hab ich sie etwa wie einen Mann behandelt? Ich weiß wirklich nicht, ob noch etwas zu kitten ist, wenn sie mich nur als Bruder wahrnimmt ... ob ich sie einfach mal mit zu unserem Spieleabend dazuhole? Vielleicht redet es sich dann ungezwungener, als wenn ich mit ihr allein irgendwo sitze." Er drückte Ferrau etwas fester an sich.

Dreux Gifford de Souvagne
"Nicht als Mann, aber vielleicht als gute Freundin und nicht als heiße Frau die Du am liebsten sofort vernaschen würdest. Das ist doch ein Unterschied sind wir ehrlich. Jeder von uns kennt es. Es gibt Personen die sieht man und denkt sich, lecker. Und man kennt vielleicht Personen, wo man denkt, lecker. Ich leider nicht, dass muss ich gestehen, sonst hätte ich schon geworben wie ein Paradisvogel. Aber wie hast Du bei ihr gefühlt? Liebe? Zuneigung? Oder das was Lin fühlt, wenn er Greg ansieht, wenn der Kleinen sein Böckchen schiebt? Da sieht man genau, dass er darauf abfährt", grinste Dreux was auch Lin grinsen ließ.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel grinste auch etwas, aber nur kurz. "Angst", gestand er. "Ich habe Angst gefühlt."

Dreux Gifford de Souvagne
"Siehst Du, es war für Dich beängstigend aber nicht heiß oder? Was fühlst Du denn, wenn Du mit Ferrau schlafen möchtest? Sag es ehrlich. Ich würde Dir auch sagen, was ich empfinde für meine Liebste. Vielleicht kann ich das Dank Dir schon bald", munterte Dreux Ciel auf.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel druckste etwas herum, ehe er sich durchrang, zu antworten. "Spaß. Ferrau hat so eine Art, die mir jeden Wind aus den Segeln nimmt. Ich hatte Anfangs auch Angst gespürt, so ist es nicht, aber er hat sie mir genommen. Er hat vermutlich das getan, was Olivie sich auch gewünscht hätte, er hat einfach gesagt, was ich tun soll, nicht anmaßend, sondern fast schon spielerisch. Ja, das trifft es gut, wir haben miteinander gespielt und ich war so überrumpelt, dass ich gar nicht dazu kam, Angst zu haben. Olivie hatte sich auch große Mühe gegeben, aber vermutlich hat sie sich von mir gewünscht, dass ich ihr Anleitung gebe, als hätte ich 10 Jahre Erfahrung. Die habe ich nicht, ich hatte gar keine. Ferrau allerdings auch nicht. Darum kann ich wirklich nicht sagen, was der wahre Grund war, dass es zwischen Ferrau und mir so viel besser lief."

Dreux Gifford de Souvagne
"Ganz einfach, Ferrau hat die Ansagen gemacht und Du hast sie benötigt. Bei Dir und Olivie habt Ihr beide die Ansagen gebraucht und keiner von Euch konnte sie machen und dem anderen die Angst nehmen. Ihr habt beide mehr von Euch erwartet und Euch beide wohl enttäuscht Ciel. Da war Ferraus freche Art zu was gut, Dir hat sie gut getan", grinste Dreux.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel küsste Ferrau gleich noch mal. "Schon möglich. Du hast Recht, ich sollte mit ihr persönlich reden, anstatt zu spekulieren. Sie fragen, was sie sich wünscht. Ich vermute, ich kenne die Antwort", seufzte er. "Sie wird mich loswerden und Remy heiraten wollen. Oder mich bestenfalls aus rein pragmatischen Erwägungen heraus behalten wollen."

Dreux Gifford de Souvagne
"Oder sich vielleicht auch mit Dir versöhnen wollen, dass wissen wir nicht. Wir sollten vermitteln oder wenn gar nichts mehr geht, Greg. Ihr vertraut sie und Du auch. Er hat einen guten Draht zu ihr. Er hat sie ja schon dazu überredet gehabt, bei Dir einzuziehen", gibbelte Dreux.

Ferrau Du Trieux
"Ja aber dass muss er nicht nochmal machen. Es reicht, wenn er ganz nett mit ihr redet und fragt, ob sie nicht lieber bei Remy bleiben möchte", warf Ferrau ein.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel stöhnte. "Richtig. Dass ich ihren Einzug abgelehnt habe, hat es vermutlich auch nicht besser gemacht. Soll ich Olivie mit dazuholen zu unserem Spieleabend oder bleiben wir besser unter uns?"

Gregoire Verrill de Souvagne
"Ich vermittele oder rede gerne mit Euch, dass ist kein Problem, aber da könnte Dreux wirklich Recht haben. Wobei Ciel, so ahnungslos bist Du nun nicht mehr und sie sicher auch nicht. So anhnungslos warst Du auch nicht, als Du Dich auf Deinen Instinkt verlassen hast. Was immer Du bist, ich gebe Dir Brief und Siegel, langweilig bist Du garantiert nicht. Gut ich bin voreingenommen, Du weißt wie ich zu Dir stehe. Genau wenn mich jemand nach Linhard fragt. Aber sie war so unsicher wie Du, dass kommt hin", sagte Verrill liebevoll.

Linhard von Hohenfelde
"Also ich würde sagen, wir machen es so wie Ciel vorschlug. Wir holen Olivie dazu und sie redet hier mit uns offen. Keiner schreibt ihr etwas vor, keiner befiehlt, sie soll sich einfach äußern dürfen. Nur so kann man die Sache klären. Das haben wir doch auch schon bemerkt oder? Und wenn wir uns vertragen können, nach unserer Aktion auf der Straße, dann Du Dich mit Oli auch Ciel. Ob Ihr ein Paar bleibt oder nicht, aber schafft Frieden unter Euch", sagte Lin und nahm Greg in den Arm.

Ciel Felicien de Souvagne
"In Ordnung", sagte Ciel und bekam nun eine ganz ähnliche Angst wie jene, die Ferrau kurz zuvor verspürt hatte. Er musste sich durchringen, ihn loszulassen und sich etwas abseits neben ihn zu setzen. Mit ihm zu kuscheln, während er mit Olivie über das mögliche Ende ihrer Ehe sprach, wäre doch etwas unangebracht. "Greg, würdest du bitte Gaston schicken, um meine Frau zu holen?"

Gregoire Verrill de Souvagne
"Nein er ist nicht da, ich habe ihm doch einen freien Abend geschenkt. Ich gehe selbst und hole Olivie Ciel. Ganz ruhig. Gaston hat sich so über den Abend gefreut, er wollt ein bisschen einkaufen gehen für sich, dass dürfen wir ihm nicht nehmen. Ich bin sofort wieder da", sagte Greg freundlich und machte sich direkt auf den Weg. Es dauerte eine kleine Ewigkeit, die sich die Gruppe mit Kartenspielen versüßte, dann kehrte Gregoire gemeinsam mit Olivie zurück. "Da sind wir wieder. Setz Dich zu uns, keine Angst. Es geht um eine freundliche Aussprache", erklärte Greg und nahm wieder Platz.

Olivie Solaine de Souvagne
"Hallo Ihr Lieben, eine friedliche Aussprache tut uns wohl allen gut. Hallo Ciel", sagte sie freundlich und legte ihm kurz eine Hand auf den Arm, ehe sie sich auf die andere Seite neben Verrill setzte und ihn aufmerksam anschaute. "Eigentlich wollte ich Dich zuerst sprechen lassen, aber ich möchte Dir eines sagen. Ich hatte nicht vor, Dich zu verletzten. Ganz sicher nicht", sagte sie leise.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel zog die Brauen etwas zusammen. Olivie würde wohl kaum davon ausgegangen sein, dass sie ihm nicht wehtat, wenn sie ihn betrog. Ihr Beschichtigungsversuch bedeutet in Wahrheit: ›Ich hatte nicht vor, dass du es je herausfindest.‹ Ciel wartete, bis sie sich bequem hingesetzt hatte. »Hallo, Olivie«, sagte er. »Ob du es wolltest, oder nicht - du hast mich verletzt. Wichtiger: Du hast zum Ausdruck gebracht, dass du dich von mir nicht als Frau begehrt und geliebt fühlst, sondern rein als Schwester. Dem Recht nach stünde es mir zu, dich zu verstoßen und dich ein Leben im letzten Kloster am einsamsten Ende von Souvagne fristen zu lassen. Es liegt jedoch nicht in meiner Absicht, kleinliche Rache zu üben. Was ich möchte, ist von dir zu erfahren, was du dir für die Zukunft wünschst. Du hast vor mir nichts zu befürchten, denn wie du richtig angemerkt hast, bin ich nicht nur dein Mann, sondern auch dein Bruder. Ich liebe dich. Aber so geht es nicht weiter. Darum bitte ich dich, mir eine Frage ehrlich zu beantworten. Wenn du einen Wunsch frei hättest für deine Zukunft, wenn du sie so leben könntest, wie du willst, ohne Rücksicht nehmen oder Gesetze befolgen zu müssen - wie würde deine Zukunft aussehen?«

Olivie Solaine de Souvagne
Olivie muster Ciel eine zeitlang stumm, ehe sie seine Hand nahm. "Ich wollte Dich wirklich nicht verletzten, ich war eigensüchtig. Ja Du hast Recht, ich habe Dich verletzt und ich habe Dich betrogen. Und ich habe mich auch nicht als Frau von Dir geliebt gefühlt. Wir hatten doch vereinbart es gemeinsam zu versuchen und ich war wirklich dazu bereit Ciel. Und dann kammst Du mit dieser abenteuerlichen Idee mit Zerbino. Ich weiß dass Du keusch leben wolltest und dass das sicher nicht leicht für Dich war. Das verstehe ich alles, wir beide hatten uns ausgesprochen vorher. Aber Ciel, ganz ehrlich war es leicht für mich? Du hättest sagen können Du möchtest nicht und ich hätte es akzeptiert. Aber Zerbino machte mir Angst. Ich weiß dass ich böse Dinge über ihn sagte, aber ich mag den Mann nicht und ich fürchtete mich vor ihm. Nathan war eine liebe Idee, aber es war eine Idee aus Hilflosigkeit oder? Ich Danke Dir, dass Du mich nicht verstoßen willst. Auch ich bin neben Deiner Frau Deine Schwester und liebe Dich. Und ich wollte Dich nicht bloßstellen, aber Remy behandelte mich ganz anders. Das hätte ich mir sehr von Dir gewünscht. Das Du mich vor dem Zwerg retten wolltest, rechne ich Dir hoch an. Nun müsste ich Dich vor einem Zwerg retten, würde ich es genauso tun. Das klingt verrückt, aber das ist so. Was ich mir wünschen würde für meine Zukunft? Darüber habe ich oft nachgedacht, aber meine Zukunft war immer klar, ich werde einen Adligen heiraten müssen. Ich habe mir immer gewünscht, dass der Mann mich mag und gut zu mir ist. Beides warst Du und ich habe es mit Verrat vergolten. Nicht aus Böswilligkeit, sondern weil ich mich einmal frei und begehrt fühlen wollte. Nicht geachtet oder respekttiert, sondern einfach als Frau gewollt. Meine nähere Zukunft wäre wenn ich es dürfte, einmal mit Dir so zusammenzusein wie mit ihm. Ob Du das möchtest und kannst. Und wenn ich meine Zukunft völlig frei wählen dürfte, würde ich ihn gerne behalten", erklärte Olivie.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel erwiderte den Druck ihres zarten Händchens. Er betrachtete ihre Finger, während sie miteinander sprachen. »Was genau würdest du dir von mir wünschen? Ich war nicht dabei, Olivie, ich weiß nicht, was er getan hat, das dir so gut gefiel. Du müsstest schon die Karten auf den Tisch packen und die Dinge beim Namen nennen. Du wünschst dir einen Adligen, der dich mag und gut zu dir ist. Kann dir Remy das bieten? Du möchtest ihn gern behalten. Würdest du ihn heiraten oder nur als Gespielen an deiner Seite wissen wollen? Ja, ich habe Nathan und Zerbino um Hilfe gebeten, da ich eben genau das befürchtete, was eignetreten ist - dass du mit meiner Leistung nicht zufrieden bist. Aber beides sind gute Menschen und ich habe keine Widerlinge ausgesucht, sondern Männer, von denen ich annahm, dass sie dir gefallen würden. Dass du Zerbino derart abstoßend findest, konnte ich nicht ahnen, aber ich habe es respektiert und mit Nathan hattest du doch Spaß.«

Olivie Solaine de Souvagne
Olivie nickte zustimmend. "Ja das ist war, dass ist unfair. Wie sollst Du etwas wissen, dass ich Dir nicht sage? Er war einfach so selbstsicher, er wusste alles und er wusste wie er mich behandeln muss. Ich musste gar nichts tun, außer genießen. Es war so, als bedient er mich. Dabei wäre doch doch eigentlich so, dass ich dem Mann dienen muss. Natürlich war es auch so, aber er kannte den Weg und sagte nicht was ich tun soll, er tat es und gab mir das Gefühl er kennt es. Er weiß es und er ist gut zu mir. Er bedient mich, dabei nahm er sich selbst was er wollte. Und so wie er es tat, so frech und frosch und selbstsicher, da hat es mir sehr gefallen. Er hat nicht überlegt, er hat es einfach getan. Er hat mich vorher so nun mit Verlaub heiß gemacht, dass ich gerne mit ihm Sex haben wollte. So sehr, dass ich es nicht erwarten konnte. Mit Nathan hat es auch sehr viel Spaß gemacht. Aber er ist völlig anders. Er war lieb, zärtlich, behutsam, ja ich würde sagen zahm. Vergleiche ist das mit Tanzen ist es mit Nathan ein ganz langsamer Walzer gewesen und mit Remy reines über die Wiese wetzen. Nathans Art zu lieben ist wie sein Körper, weich und sanft. Und Remys Art zu lieben ist so wie er sich anfühlt, hart und wild. Du bist doch auch letzteres, aber Du möchtest es nicht selbst tun. Ihn heiraten? Ich mag seine Art, weil er weiß was er tut und weil er so naja erwachsen wirkt und dann kann er auch wieder ein frecher Bub sein. Und er ist ein Wildfang, er macht was er will, das imponiert mir. Und er sieht gut aus. Das könntest Du auch Ciel. Er ist ganz ähnlich wie Gregoires Linhard oder wie Khawa", erklärte Olivie.

Ciel Felicien de Souvagne
"Wie Linhard oder Khawa?", wiederholte Ciel. Er wechselte einen fassungslosen Blick mit Gregoire. Auf seinem Gesicht spielte sich ein sehenswertes Schauspiel ab, ehe es wieder ausdruckslos wurde. "Ich bin aber kein Wildfang. Ich bin ein nachdenklicher, sensibler Mensch, der manchmal seine Launen hat. Mehr als meine langweilige Liebe und bedingungslose Zuneigung kann ich dir nicht bieten. Höchstens noch einen Vortrag über alchemistische Algorithmik oder die Taxonomie kardiovaskulärer Systeme. Ich könnte dir anbieten, dich zu verwöhnen, ohne dass du eine Gegenleistung erbringen musst, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass du dich trotzdem wieder langweilen würdest, denn genau das hatte ich bei unserer Hochzeitsnacht ja versucht."

Olivie Solaine de Souvagne
"Ja von ihrer Art her Ciel, verstehe das nicht bewusst falsch. Du denkst nach, grübelst und denkst Dir ein Plan aus. Was täte Khawa in der gleichen Situation? Das was Remy und Lin auch tun, die denken und fackeln nicht lagen, die legen los. Und komischerweise haben sie dabei immer gute und blendende Laune. Sie versprühen Lebensfreude pur. Nun, jedenfalls Khawa und Remy, Lin ist manchmal ein Trauerkloß, aber dafür kann er nichts. Nein ich möchte nichts von Alechmie hören, es sei denn sie macht Dich zum Tier im Bett und stoppt mal für fünf Minuten Deine grausame Gedankenflut. Du quälst Dich doch selbst mit dieser Nachdenkerei Ciel! Mach einfach mal, fühl einfach mal und vor allem genieß einfach mal. Das möchte ich von Dir, lass mal locker, führe diesen Kampf ohne Schlachtplan, albere rum, was immer Du willst, wo immer Du Bock zu hast, tue es. Das Ciel, dass wünsche ich mir von Dir. Ja Du bist ein nachdenklicher und sogar sehr kluger Mensch. Das weiß ich, aber im Bett gehört das nicht hin. Wir beide wollten es versuchen und diese Denkerei sie stand wie eine Mauer zwischen uns. Mache ich alles richtig? Soll ich ihr einen anderen liefern, wie mag sie es gerne? Lass das Denken, teste es! Und nein, Du sollst mir Dich servieren! Guck Dich doch nackt mal an! Ganz ehrlich zu Dir selbst, was ist da zum nachdenken oder verstecken oder grübeln? Er funktioniert doch! Oder mache ich Dich nicht scharf, dass Du Dich nicht auf Dein Instinkt verlassen kannst wie Khawa und Co?", fragte Olivie ängstlich.

Ciel Felicien de Souvagne
»Liebling«, rief Ciel verzweifelt, »hätte er denn funktioniert, würdest du mir nicht ausgesprochen gut gefallen? Vielleicht weißt du das nicht, aber nein, dann hätte sich da gar nichts geregt. Mit deinen unmenschlichen Forderungen machst du es mir nicht einfacher. Du wünscht, dass ich jemanden spiele, der ich überhaupt nicht bin. Vielleicht findest du mich ansehnlich, vielleicht liebst du mich auch - aber du möchtest, dass ich dir einen Remy oder einen Linhard vorspiele. Du würdest die Augen schließen und dir jemand anderen vorstellen, nicht wahr?«, fragte er traurig.

Olivie Solaine de Souvagne
"Nein, ich würde die Augen offen lassen und Dich genießen. Du musst niemanden vorspielen, Du musst nur jemanden befreien. Jemanden wie die Spatzen von den Dächern pfeifen, den Du gerne für eine andere Person befreist. Aber das war nach unserem Versuch, darum sage ich dazu nichts, denn es steht Dir genau wie mir zu Ciel. Du wolltest mit mir glücklich sein und ich mit Dir. Ich habe mir einen Ersatz gesucht und Du Dir auch. Oder haben wir uns beide gesucht was wir wirklich brauchen? Ist es vielleicht so? Du möchtest mir nicht wehtun, mir schaden und mich glücklich sehen. Auch das möchte ich genauso für Dich. Warum geht es mit Ferrau? Sag mir das bitte. Ist es so, weil er ein Mann ist? Vielleicht spricht dass Dein Tier in Dir an und Du wirst zum Wolf. Oder bin ich Dir zu zahm? Ich lag da ja nur wie ein Brett, auch nicht gerade erotisch. Was ist es?", fragte sie und drückte seine Hände, damit er spürte dass sie es gut meinte.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel kniff etwas die Augen zusammen, dann ließ er die Schultern sinken. »Ich wüsste gern, woher der gesamte Palast das weiß! Andererseits ... ich glaube, ich weiß es.« Er blickte kurz zu Ferrau herüber, der mit seinen Karten hantierte. »In mir schlummert jedenfalls kein Tier, ich weiß nicht, was du dir für Vorstellungen machst von der Zweisamkeit, die ich mit Ferrau verbrachte. Wahrscheinlich hat Fabien dir diesen Blödsinn erzählt. Ich habe mich bei Ferrau nicht anders gegeben als bei dir, aber Ferrau hat eben nicht nur dagelegen wie ein Brett. Das Brett war in dem Falle vermutlich eher ich. Ungünstig ist, wenn zwei Bretter nebeneinander liegen. Olivie, ich möchte dir ein Angebot machen. Bitte nimm es nicht bös, ich meine es lieb, da du mir sehr am Herzen liegst. Möchtest du, dass wir unsere Ehe annullieren? Es stünde dir frei, Remy zu ehelichen, aber als offiziellen Geliebten oder deinen Zweitmann in unserer Ehe möchte ich ihn nicht dulden. Dafür kann ich ihn zu wenig leiden.«

Olivie Solaine de Souvagne
Olivie schaute Ciel lange und sehr ernst an, ehe sie nickte. "Ich glaube Dir dass Du es ernst und lieb meinst. Und ja, dass war wirklich ein gutes Beispiel, zwei Bretter. So lagen wir wirklich da, nicht wahr? Du wurdest wachgeküsst von Ferrau und wie ich hörte war es nicht gerade leise. Was mich für Dich freut. Und ich wurde von Remy wachgeküsst. Das Du Remy nicht als Ehemann oder Mitehemann wünscht, verstehe ich. Darf ich mir das noch einige Tage überlegen? Und möchtest Du es noch einmal mit uns versuchen, oder bist Du Dir sicher, dass Du Dich in Freundschaft trennen magst? Ich möchte das nicht entscheiden und dann mit Dir für immer verkracht sein Ciel, dass war nie was ich wünschte", sagte sie geknickt.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel zog sie an sich heran, streichelte ihre Schultern und küsste sie liebevoll. "Wir werden nicht für immer verkracht sein. Aber du wünschst dir von mir etwas, das ich dir nicht bieten kann. Ich bin kein Draufgänger, sondern jemand, der gern mit allen Sinnen genießt, nicht nur mit einem einzigen Körperteil, und es darum langsamer angeht. Aufeinander zugehen heißt nicht, sich völlig verbiegen zu müssen. Das kann man vielleicht das eine oder andere Mal zum Spaß tun, aber das kann doch kein Dauerzustand sein. Da du von Ferraus Leidenschaftlichkeit weißt, hast du es doch von Fabien erfahren, nicht wahr? Oder hat Ferrau es dir mitgeteilt?"

Olivie Solaine de Souvagne
"Da ist etwas dran, ich möchte gar nicht mit Dir verkracht sein. Nein ich hörte es weder von Ferrau noch von Fabien sondern von meiner Zofe Jeanne Ciel. Sie hat mir davon erzählt und sie erzählte auch, wie glücklich Ihr beiden geklungen habt. Zufrieden, völlig losgelöst und einfach glücklich", antwortete Olivie und drückte ihn. "Wenn es mit Ferrau sein soll und nicht mit mir, ist er der Richtige".

Ciel Felicien de Souvagne
"Und woher weiß es Jeanne?", fragte Ciel irritiert.

Olivie Solaine de Souvagne
"Das habe ich sie gar nicht gefragt Ciel, ich habe mich einfach wehmütig für Dich gefreut. Freude dass Du glücklich bist mit etwas Herzschmerz. Aber dennoch Freude für Dich. Ich kann sie gerne fragen, wenn Du möchtest", bot Olivie freundlich an.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel winkte ab. "Ich kann es mir denken. Es ist unwichtig." Er streichelte ihren Hals hinauf und küsste ihren weichen Mund. Alles an ihr war so viel weicher als an Ferrau. "Dann würde ich vorschlagen, dass wir beide unseren Weg wieder nebeneinander gehen anstatt miteinander. Ich gönne dir Remy an deiner Seite. Aber ich dulde ihn nicht als Nebenbuhler. Und ich möchte mich nicht zu etwas verbiegen, das ich nicht bin. Unsere Ehe soll keine Maskerade sein. Ich wünsche dir alles Gute. Mögest du glücklich werden."

Olivie Solaine de Souvagne
Olivie umarmte Ciel felsenfest, als müsste sie sich an ihm festhalten, während ihre Brüder und ihr Schwager schweigend um sie herum saßen und zuhörten. Sie mischten sich nicht ein, sie schauten nicht mal anklagend. Sie waren da. Eine menschliche Mauer, die Rücken nach außen gewandt, die Gesichter nach innen. So wie es stets in Souvagne war - der Blick nach innen gerichtet. Vielleicht hätten sie beide es selbst ebenso halten sollen, wie die jahrtausende alte Tradition. Denn auch als einzelne Person konnte man den Blick nach innen wenden. Hatte einer von beiden in sich selbst hinein gehorcht? Nein und nun standen sie nach kürzester Zeit vor den Scherben ihrer Ehe. War es je eine gewesen? Hatte Ciel sich nicht letztendlich doch verbogen, nur um sie vor einem Fremdländer beschützen zu können? Hatte er selbst den Blick auf sich verloren, für sie? Wenn dem so war, was hatte sie noch von ihm erwartet? Dass er zudem ihren Unterhalter gab und gleichzeitig ein Geliebter, der er nie sein wollte? Er hatte nie einen Hehl daraus gemacht wie er leben wollte. Das hatte sie von Anfang an gewusst. Sicher er hätte sie nicht fragen müssen, aber sie hätte den Antrag nicht annehmen müssen. Und schlimmer noch - würde man Ciel fragen, dann hatte er fragen müssen, für ihn gab es keinen anderen Ausweg um sie zu retten. Und genau das hatte er getan, gleichgültig was er wollte, fühlte, benötigte. Er hatte sie vollkommen über seine eigenen Bedürfnisse und Gefühle gestellt und genau das tat ein liebender Ehemann. Olivie nahm sein Gesicht in beide Hände und küsste ihn lange, liebevoll und leidenschaftlich. "Du bist viel mehr als ein Draufgänger", flüsterte sie mit blutendem Herzen.

Ciel Felicien de Souvagne
Mit geschlossenen Augen küsste er sie zurück. Er liebte sie kein Stück weniger als an dem Tag, als sie beide sich das Ja-Wort gaben und er fühlte alles Mögliche, aber keinen Zorn. Sie beide waren jung und naiv, er selbst nahm sich davon nicht aus, denn von Liebesdingen hatte er trotz seiner vielseitigen Lebenserfahrungen bislang nicht viel mitbekommen. Was er als Feldherr und als Bluthexer bislang geleistet hatte, interessierte in dem Moment nicht, wo er seiner Frau einen schönen Abend bereiten wollte, vielleicht stand es ihm in jenem Moment sogar im Weg. "Ich liebe dich", sagte er aufrichtig. "Du bist eine wunderbare Frau. Du hast Besseres verdient."

Olivie Solaine de Souvagne
"Ich liebe Dich ebenso Ciel von ganzem Herzen. Sag so etwas nicht, was Du getan hast und vor allem warum Du es getan hast, macht Dich mehr zu einem Mann als Du denkst. Was immer andere je behaupten, Du bist Vaters Sohn - eindeutig. Genau wie Dreux und Greg, Du bist es mit allen Ecken und Kanten, aber vor allem mit seinem Großmut und seiner Liebe. Und mit seiner Sturheit, mit der Du mich vor einem großen Unglück bewahren wolltest. Und dafür Danke ich Dir. Du hast auf mich geschaut und Dich selbst vergessen. Du rettest ständig andere Ciel, aber wer rettet Dich?"

Ciel Felicien de Souvagne
»Ich brauche nicht gerettet zu werden. Mir geht es gut.« Er lächelte. »Ich hätte mir nur gewünscht, dass unsere Ehe anders endet und nicht so schnell. Jetzt muss ich es Papa beichten, meine Ehe in den Sand gesetzt zu haben. Oder kannst du das regeln, Dreaux?«

Olivie Solaine de Souvagne
"Wir haben sie nicht in den Sand gesetzt Ciel, wir haben es versucht und sind gescheitert und dennoch haben wir hoffentlich etwas gewonnen, uns gewonnen auf andere Art", sagte Olivie und schaute ihren ältesten Bruder abwartend an.

Dreux Gifford de Souvagne
"Da von mir die Ehe als Duc geschlossen wurde und ich Mitregent bin, kann ich sie als Archi-Duc auch wieder aufheben. Ich an Eurer Stelle würde Vater informieren, aber ich werde die Ehe aufheben. Schaut, ich traue Euch, er trennt Euch? Wie muss sich dass für ihn als Vater anfühlen? Solltet Ihr Euch erneut verbinden, lasst Euch von ihm trauen, als Zeichen der Zusammengehörigkeit. Ich werde die Trennung vollziehen", sagte Dreux freundlich.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel blickte sehr ernst drein und hielt die Hand von Olivie ganz fest. "Wie wird es ablaufen?"

Dreux Gifford de Souvagne
"Ich hebe Eure Ehe auf, ich annulliere Sie, dass wäre so, als wärt Ihr nicht verheiratet gewesen. Das heißt nichts anderes, als dass ich die geschlossene Ehe aufheben werde. Für Euch hat dies nicht einmal standesrechtliche Probleme, da Ihr beide der Krone angehört habt und weiterhin angehören werdet. Keinem von Euch droht Standes- oder Gesichtsverlust. Was besonders für eine Frau schwerwiegt, falls sie erneut heiraten möchte. So etwas macht eine erneute Heirat fast unmöglich. Gut für Olivie nicht, die Krone ist immer noch etwas anderes, als Niederadel oder Adel. Selbst als gefallene Frau könnte man so immer noch einen Mann von Stand finden, der sich mit unserem Namen schmücken möchte. Aber Olivie ist keine gefallene Frau und wird dadurch also keine Schwierigkeiten erhalten und Du erst Recht nicht Ciel", erläuterte Dreux.

Ciel Felicien de Souvagne
"Und wie erfolgt das Annulieren? Schriftlich, via Zeremoniell?" Ciels Stimme klang etwas erstickt, woran man sah, dass er zwar äußerlich die Fassung wahrte, es ihm aber sehr nahe ging. "Und ab wann hat die Annulierung Gültigkeit? Bitte verzeiht meine vielen Fragen, aber ich möchte, wie so oft, alle Fakten kennen, um, ja, um darüber nachdenken zu können, was geschehen ist, was noch geschieht und was nie geschehen wird."

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux musterte ihn mitfühlend. "Ciel es gibt keine Zeremonie für eine Trennung. Dieser Akt ist quasi die Aufhebung von dem was geschehen ist. Ich bestätigte damit die Ungültigkeit Eurer Ehe, Eure Ehe ist rechtsungültig. Es ist so, als wärt Ihr niemals verheiratet gewesen. Sobald die Annullierung ausgesprochen ist, ist sie wirksam. Keine Sorge, besser Du überlegst es Dir in Ruhe, bevor Du nachher mit Dir haderst. Frag einfach was Du fragen möchtest", sagte Dreux ruhig.

Ciel Felicien de Souvagne
"Es gibt nichts zu überlegen, Dreaux. Olivie wünscht sich einen Wildfang, einen Draufgänger und ich bin ein Denker, der Zeit braucht und dann Stück für Stück lang und breit genießt. Mit mir wird Olivie nicht glücklich, zumindest nicht als Ehemann. Vielleicht aber als Bruder."

Olivie Solaine de Souvagne
"Ja ich denke damit hast Du Recht Ciel. Du benötigst einen kleinen Frechdachs wie Ferrau und einen Mann und ich benötige einen Wildfang wie Remy als Partner. Als Geschwister haben wir uns immer verstanden und geliebt. Und Liebe heißt auch gehen lassen können, auch wenn es mich extrem schmerzt, denn ich weiß was Du für mich getan hast. Was Du für mich leisten wolltest und auf was Du total selbstlos für mich verzichtet hast. Du hast mit Zerbino und den anderen versucht, dass zu retten, was nie zu retten war. Und das alles um mich zu retten. Verrückt nicht wahr? Und dennoch so liebenswürdig, dass es mir die Kehle zuschnürt. Du bist die selbstloseste Person die ich kenne Ciel, so selbstlos, dass Du sogar Dir gegenüber unfair warst um mir beistehen zu können. Ich fühle mich geehrt durch Deine Tat und schäbig Dich so enttäuscht zu haben. Ich hoffe wir sind als Geschwister wieder die Freunde die wir immer waren, nur um einige Erfahrungen reicher", sagte sie liebevoll.

Ciel Felicien de Souvagne
»Wir werden immer Freunde bleiben«, erwiderte Ciel zärtlich und gab ihr einen letzten Kuss, in den er all die Liebe legte, die er für sie empfand. »Lass dich zurück in deine Gemächer bringen und lass es setzen. Ich werde auch meine Zeit brauchen. Aber du brauchst mir in Zukunft nicht auszuweichen oder beschämt den Blick zu senken, wenn unsere Wege sich kreuzen, hörst du?«

Olivie Solaine de Souvagne
"Ja und ich verspreche Dir, Du ebenso wenig. Lass es die Spatzen doch von den Dächern pfeifen, was pfeifen sie denn? Ciel ist glücklich, das ist eine Botschaft die doch jeder gerne hört. Oder fast jeder. Du weißt, wer darüber unglücklich sein wird. Aber davon kannst Du Dein Glück nicht abhängig machen Ciel, denk bitte immer daran. Wir werden auch von mir aus immer Freunde sein und ich werde Dich beraten so gut ich kann, auch wenn ich eine andere Weltsicht habe als Du. Aber manchmal benötigt man ja genau das nicht wahr? Nein ich werde Dir nicht ausweichen. Und solltest Du je erneut heiraten, werde ich fest an Deiner Seite stehen, wie Du vielleicht eines Tages bei mir. Was oder wie Remy denkt Ciel, dass kann ich Dir in dieser Sache nicht einmal sagen. Ich halte es gerade wie Du, ich genieße einfach die Zärtlichkeiten und ich hoffe es bleibt noch eine ganze Weile so für uns beide", sagte sie innig.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel schloss kurz die Augen. Ja, er wusste wer unglücklich und mehr sein würde darüber, dass er mit Ferrau zusammen war. Während er bei Olivie sicher war, dass diese insgeheim darüber erleichtert war, fürchtete er Alexandres Reaktion. "Ja, genieße es. Remy hat nichts zu befürchten, darauf hast du mein Wort."

Olivie Solaine de Souvagne
"Dafür Danke ich Dir, Du solltest es Alex gemeinsam mit Ferrau sagen. Damit er es selbst sieht. Das macht es für ihn nicht leichter, aber ich weiß nicht wie Du zu ihm stehst. Remy kam für Dich nicht in Betracht, dass verstehe ich. Er ist jetzt nicht mehr Thema. Aber was ist mit Alex? Kommt er für Dich in Betracht? Als Familienangehöriger? Ich glaube wenn Du ihm diese Ehre erweist, wirst Du ihm mehr geben, als jemals jemand könnte. Und er hat einen Stand, der nicht zu verachten ist. Danach hätte er einen Stand, der dem von Linhard entspricht. Er wäre ein de Souvagne, mehr Zuneigung kannst Du ihm nicht zeigen, mehr Respekt und Adelung geht nicht", sagte Olivie.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel blickte überrascht auf. Es war, als hätte sie seine Gedanken gelesen. Sie waren Geschwister und standen sich nach wie vor sehr nahe - nun vielleicht sogar noch mehr als zuvor. Vielleicht hatte die gescheiterte Ehe sogar etwas Gutes bewirkt. "Brandur sagt es ihm gerade. Da Papa sich gedrückt hat. Aber vielleicht hast du Recht und Ferrau und ich sollten mal nach den beiden sehen. Alexandre kann im Zorn sehr unangenehm sein, auch wenn er nicht schreit oder handgreiflich wird. Wer ihn einmal wütend erlebt hat, weiß, was ich meine. Deine Idee ist ... ich werde darüber nachdenken."

Gregoire Verrill de Souvagne
"Nichts anderes habe ich Dir geraten Ciel und sie sieht es unabhängig von mir ebenso. Denk gut drüber nach, ein de la Grange in der Familie... hat doch was. Sie sind alter Hochadel, zuverlässig, loyal, treu", sagte Verrill und schmunzelte Dreux an. "Das würde Alex sicher gefallen, vielleicht auch seiner Schwester und Dir doch eh. Sei ehrlich. Gegen diese Ehe wird Vater garantiert nichts einzuwenden haben. Es sei denn Du möchtest wieder was abschneiden", lachte Greg leise und knuffte seinen Bruder als Zeichen dafür, dass er nur Spaß machte.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel bekam rote Ohren. "Damals hatte ich aber noch keinen Ferrau. Drum gilt es neue Erwägungen anzustellen, zusätzliche Parameter in Gestalt eines süßen Geliebten mit Pausbäckchen sind zu berücksichtigen." Er zog Ferrau an sich heran und lächelte. "Möchtest du nicht mitfeiern, Oli?"

Olivie Solaine de Souvagne
"Ja gerne, sehr gerne sogar", sagte sie ergriffen und nahm Ciel noch einmal fest in die Arme. Zuerst wie ihren Mann, den sie verabschiedete, dann wie einen Bruder den sie willkommen hieß. "Ich Danke Dir für alles, die Rettung, die Freilassung, Deine Liebe und Güte... wer immer Dich heiratet, kann froh drum sein", sagte sie leise und küsste ihn auf die Stirn. Dann nahm sie sich auch einen Keks, trank einen Schluck von Ciels Bier und knuffte ihn ebenfalls. "Bruder", grinste sie liebevoll.

Ciel Felicien de Souvagne
Er knuffte sie zurück. "Schwesterlein", erwiderte er grinsend.

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