Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Kekse & Spiele - Aussprache & Annullierungen

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Gro├čherzogtum Souvagne
Das almanische Gro├čherzogtum Souvagne ist gepr├Ągt von sanfte H├╝geln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h├Ąlt sich aus Kriegen gr├Â├čtenteils heraus und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit├Ąt. Von allen Herrschern ist er der Gem├Ą├čigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr├Â├čtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Gregoire Verrill de Souvagne
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Kekse & Spiele - Aussprache & Annullierungen

#1

Beitrag von Gregoire Verrill de Souvagne » Di 17. Jul 2018, 16:17

Kekse & Spiele - Aussprache & Annullierungen


Greg suchte einige seiner Lieblingskekssorten heraus und drapierte sie ansprechend auf einem gro├čen Zierteller, damit sie auch gut zur Geltung kamen. Linhard stellte einige andere Knabbereien, wie auch einiges an Getr├Ąnken dazu. Gregoire musterte seinen Mann gut gelaunt.

ÔÇ×Halt mal die Hand aufÔÇť, grinste Verrill.
ÔÇ×Wozu? Was hast Du vor?ÔÇť, grinste Linhard zur├╝ck.

ÔÇ×Ich m├Âchte Dir die Kr├╝mel aus der Keksdose in die Hand sch├╝tten. Die kannst Du unseren kleinen Rosenfinken zu fressen geben. Die freuen sich immer ├╝ber die Extrak├ÂrnchenÔÇť, antwortete Gregoire gut gelaunt.
ÔÇ×Die kann man auch wunderbar selbst essen, ist doch NaschkramÔÇť, lachte Lin.

ÔÇ×Auch daf├╝r musst Du die Hand aufhaltenÔÇť, schmunzelte Verrill, nahm Linhards Hand und sch├╝ttete die Kr├╝mel hinein, ÔÇ×dann lass sie Dir schmecken. Mandel- und KokossplitterÔÇť.
ÔÇ×Weshalb auch immer, Deine Bruchkekse sind die besten KekseÔÇť, antwortete Lin und sch├╝ttete sich die Kr├╝mel in den Mund.

Greg beobachtete ihn belustigt dabei, trat ganz nah zu ihm heran und machte ihm den Mund sauber.

ÔÇ×Gro├čer?ÔÇť, fragte Gregoire leise und nahm Linhard fest in die Arme.
ÔÇ×Was ist los? Schmusig?ÔÇť, fragte Lin mit einem Zwinkern Retour und erwiderte die Geste.

ÔÇ×L├Ąsst Du mich ran?ÔÇť, grinste Greg breit, was Linhard losprusten lie├č.
ÔÇ×Na sag schonÔÇť, schnurrte Verrill.
ÔÇ×Die Bedingung dazu kennst Du, patte mich und Du bekommst was Du m├ÂchtestÔÇť, gibbelte Linhard und kraulte Greg den R├╝cken.
ÔÇ×Das lassen wir lieber jetzt wo ich das W├╝rmchen in mir trage, such Dir einen anderen Wettstreit ausÔÇť, antwortete Greg und k├╝sste Lin auf den Hals.

ÔÇ×├ťberzeugen z├Ąhlt auchÔÇŽÔÇť, fl├╝sterte Lin, hockte sich aufs Sofa und zog Greg mit sich.
ÔÇ×├ťberzeugen? Nichts leichter als dasÔÇť, sagte Greg, schlang Lin einen Arm um den Hals und k├╝sste ihn leidenschaftlich, w├Ąhrend seine andere Hand auf Wanderschaft ging.

ÔÇ×Ich hab Dich so sehr vermisst Greg ÔÇŽ und ich hab st├Ąndig Angst Dich zu verlierenÔÇŽ Du bist doch meinerÔÇŽÔÇť, raunte Lin ihm ins Ohr und knabberte daran herum.
ÔÇ×Wir geh├Âren Dir und Du verlierst uns nicht. Hab Dich genauso vermisst und wie ich Dich vermisst habeÔÇŽ Dich zu lieben, mit Dir rumzualbern, mit Dir zu quatschen, einfach allesÔÇŽÔÇť, keuchte Greg und zog sich sein Hemd ├╝ber den Kopf aus.

ÔÇ×Weil Du ein Bl├Âdmann bist. H├Âr auf zu erkl├Ąren und machÔÇť, grinste Lin.
ÔÇ×Mach ichÔÇť, lachte Verrill.

Ciel Felicien de Souvagne
W├Ąhrend die beiden noch rumbl├Âdelten, hatte Ciel sich von Ferrau bettfertig machen lassen. Der Leibdiener wusste noch nichts davon, was heute Abend geplant war. Nachdem Ciel im Schlafanzug steckte, zog er Ferrau am Handgelenk zu sich heran, k├╝sste ihn und meinte: "Du darfst dich auch bettfertig machen. Es gibt nichts mehr, was sonst noch erledigt werden muss."

Ferrau Du Trieux
Ferrau musterte Ciel aus gro├čen Augen. "Es war sch├Ân, als wir noch Fabien hier hatten. Er war so praktisch. Aber er musste sich ja derma├čen daneben benehmen. Ich beeile mich. M├Âchtest Du Karten oder W├╝rfel spielen? Worauf hast Du Lust? Oder was anderes?", bot Ferrau gl├╝cklich an und verschwand in seiner Kammer. Er lie├č sich Zeit, wusch sich gr├╝ndlich an der Waschsch├╝ssel, machte sich die Haare, rasierte sich und putzte sich die Z├Ąhne. Immerhin wollte er ├╝berall gut duften, falls Ciel der Sinn nach einem anderen Spiel stand. Mit Unschuldsblick und in Schlafklamotten kehrte er zu ihm zur├╝ck und grinste ihn breit an. "Na wie sehe ich aus? Und hast Du Dir schon was ├╝berlegt, was Du m├Âchtest?", fragte Ferrau und stellte ihnen etwas zu Trinken hin.

Ciel Felicien de Souvagne
"Wie immer zauberhaft", schnurrte Ciel, stand auf und nahm sich seinen Trinkbecher. Er streichelte Ferraus frisch gestutzten Dreitagebart. "Wir spielen heute nicht allein. Wir gehen Verrill und Linhard besuchen. Vorher holen wir allerdings Dreaux ab. Der wei├č noch nichts von seinem Gl├╝ck, aber wir lassen ihm keine Wahl. Gut, dass du heute nicht in Unterhose schlafen wolltest, andererseits auch schade. Komm, gehen wir." Er schl├╝pfte in seine Pantoffeln.

Ferrau Du Trieux
Ferrau schlang Ciel seinen Morgenmantel um die Schultern und band ihn vorne ordentlich zu, so dass niemand seine Schlafkleidung sah. Er selbst nahm sich einen seiner ├ťberw├╝rfe und steckte vorsorglich Karten und W├╝rfel ein, falls Gregoire und Linhard nichts da haben sollten. Dass Dreux ebenfalls an dem Spieleabend teilnehmen sollte, machte Ferrau ziemlich nerv├Âs. Langsam ging er hinter Ciel her und versuchte Schritt zu halten.

Ciel Felicien de Souvagne
Da Ferrau offensichtlich wenig erfreut war ob der Aussicht, seinem alten Herrn privat begegnen zu sollen, ├╝bernahm es Ciel, die Gardisten an Dreaux` T├╝r f├╝r sich klopfen zu lassen. Nathan war um diese Uhrzeit nicht mehr da, er war schon bei Fabien.

Ferrau Du Trieux
Ferrau kam auch endlich an und stellte sich sicherheitshalber genau hinter Ciel. Er wusste nicht wie Dreux reagieren w├╝rde, aber Ciel hatte ihn immer verteidigt und er w├╝rde ihn ganz gewiss nicht heute h├Ąngen lassen. Er sprich ihm liebevoll ├╝ber den R├╝cken um ihn daran zu erinnern.

Ciel Felicien de Souvagne
"Alles in Ordnung", sagte Ciel leise und griff kurz nach hinten, um Ferraus Hand sanft zu dr├╝cken.

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux rieb sich die Augen, schwang sich aus dem Bett und tapste zur T├╝r. Er ├Âffnete sie und musterte erstaunt seinen Bruder, hinter dem Ferrau stand und irgendwie seltsam guckte. "Hallo Ciel und Ferrau. Komm rein, was gibt es? Ich hatte mich gerade hingelegt, Nathan ist bei Vater. M├Âchtest Du was trinken?", bot Dreux an und nahm auf dem Sofa Platz.

Ciel Felicien de Souvagne
"Wir kommen nicht rein, du wirst rauskommen", antwortete Ciel grinsend von der T├╝r aus. "Danke f├╝r die f├Ârmliche Begr├╝├čung, du hast ab jetzt Feierabend. Wir werden unseren kleinen Bruder und seinen Naridier besuchen gehen. Zieh dir was ├╝ber und schl├╝pf in die Pantoffeln, wir warten hier so lange."

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux grinste breit und knuffte Ciel. "Ach Du wei├čt doch selbst wie das ist, wenn man den ganzen Tag in dieser Leier reden muss, da findet man nicht mehr den Ausgang. Ein bisschen Abwechslung wird mir gut tun, ich bin dabei. Ich ziehe mich nur schnell um. Nathan ist wie gesagt bei Vater, also wundere Dich nicht, wie ich gleich aussehe. Warte hier", bat Dreux und ging zur├╝ck ins Schlafzimmer. Er zog sich aus und seine Schlafkleidung an und kehrte dann zu Ciel zur├╝ck. Er hielt ihm ein Haarband entgegen. "Sobald Du mir einen Dutt gemacht hast, brechen wir auf", lachte er gut gelaunt. "Was machen wir bei Greg und Linhard? Ich habe keine Ahnung wo meine Pantoffeln sind, ich gehe auf Str├╝mpfen. Wird sich ja keiner beschweren. Also sei so lieb und binde mir die Haare zuammen. Ich hoffe Greg hat welche von seinen Obstbrandkeksen ├╝brig", freute sich Dreux.

Ciel Felicien de Souvagne
Etwas neidisch griff Ciel in die volle Haarpracht und sortierte die Haare mit den Fingern. "Bis vor Ehveros hatte ich auch noch so volles Haar, von da an ging es abw├Ąrts. Ich h├Ątte sie lang tragen sollen, als ich es noch konnte." Er m├╝hte sich und knotete Dreaux einen unordentlichen, verstrubbelten Dutt. "Na ja, immerhin sieht das nun wirklich reichlich unroyal aus und somit nach Feierabend." Er schl├╝pfte aus seinem rechten Pantoffel und schubste ihn mit dem Fu├č zu seinem Bruder. "Dann sehen wir beide bl├Âd aus." So unm├Âglich aussehend machte er sich auf den Weg zu Verrills Gem├Ąchern. "Wir werden was spielen und ich hoffe auch, dass Greg nicht alles aufgefressen hat. Keine Ahnung, wo der immer alles hinfrisst, bei Ferrau sieht man wenigstens, wo es bleibt."

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux hakte sich bei seinem Bruder ein und verpasste ihm gut gelaunt einen Schubs. "Greg ist wenn er nicht gerade in der Bibliothek sitzt doch immer in Aktion. Hierhin laufen, da was gucken, oder er geht trainieren. Vermutlich weil er sonst die ganze Zeit still sitzt. Dann liegt er wieder auf der Couch, isst und liest und dann geht das Spiel wieder von vorne los. Aber ich wusste von Anfang an, dass er die Kekse gebacken hat. Der Sauhund wollte es nur nicht zugeben. Von wegen B├Ąckerei unten im Dorf. Da hat er die Zutaten vermutlich her. So ein wohlschmeckendes Hobby muss man nicht verheimlichen. Und was machen wir mit Dir wegen Deiner Haare? Wir sollten mal zu Benito gehen, da muss es doch was geben. Keiner aus unserer Familie hat Haarausfall und bei Dir ist es noch besonders schlimm. Ich m├Âchte Dich nicht ├Ąrgern, dass ich das so sage. Aber das f├Ąllt doch auf. Wie kam es? Wie hat es begonnen? War Ferrau schuld?", fragte Dreux und Ferrau starrte ihn finster an.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel lief so, dass er genau ins Blickfeld von Dreaux kam und ihm die Sicht auf Ferrau versperrte. "Nein, das ist meine eigene Schuld. Es h├Ąngt mit meiner Kunst zusammen, ich habe Eisenmangel. Und in f├╝nf Jahren werde ich aussehen wie Alex, da geb ich dir Brief und Siegel drauf. Ich sollte weniger Kekse und mehr rohes Fleisch essen. Und nun gehe ich Verrill besuchen und esse wieder Kekse. Nun ja. Warum Verrill sein Hobby verschwiegen hat, kann ich dir nicht sagen, er hat sich aus irgendeinem Grund daf├╝r gesch├Ąmt. Zum Gl├╝ck sind unsere Hobbys voreinander kein Geheimnis." Er rempelte Dreaux zur├╝ck an, so dass der in einen Gardisten hineinstolperte.

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux sch├Ąlte sich aus dem Gardisten und musterte Ciel baff. "Na Danke auch. Dann musst Du mehr Fleisch essen, oder eisenhaltige Dinge. Ich hoffe nicht, dass Du in f├╝nf Jahren aussiehst, wie Alex. Und ich w├╝nsche Alex, dass er in f├╝nf Jahren auch nicht mehr aussieht wie jetzt, sondern etwas ges├╝nder und fitter. Vielleicht gelingt uns das ja, sobald seine Peinigerin das Zeitliche gesegnet hat. Ich werde mal Benito f├╝r Dich fragen, was dort sonst noch helfen k├Ânnte", antwortete Dreux. Sie gingen eine Weile und kamen bei den Gem├Ąchern von Gregoire und Linhard an. Ferrau klopfte f├╝r sie und sie warteten ab. Einen Augenblick sp├Ąter ├Âffnete Gaston und hie├č sie mit einem freundlichen L├Ącheln willkommen.

Gregoire Verrill de Souvagne
Gaston: "Kommt bitte herein, die Herrschaften warten schon auf Euch, Prince Dreux, Prince Ciel, Ferrau", sagte Gaston freundlich und gab den Weg frei.

Gregoire Verrill de Souvagne
"Na Ihr Nasen!", grinste Gregoire breit und nahm zuerst Ciel dann Dreux in die Arme. "Wir haben schon einiges f├╝r den Abend vorbereitet. Was sagt Ihr? Nicht so sch├╝chtern, setzt Euch und lasst es Euch gut gehen. Gaston hat f├╝r heute Abend frei. Also wir k├╝mmern uns um uns selbst", sagte Greg freundlich.

Ciel Felicien de Souvagne
"Danke, Gaston", sagte Ciel nicht minder freundlich, als er eintrat. Er mochte den Diener. Er trat mit Ferrau ein. "Guten Abend", verk├╝ndete Ciel und dr├╝ckte nacheinander Verrill und nach kurzem Z├Âgern auch Linhard. "Wo sind die Kekse? Wir werden uns schon selbst zu k├╝mmern wissen. Wie sagt man so sch├Ân? ├ťberlebenstraining f├╝r Adlige. Wo spielen wir? Auf dem Sofa oder auf dem Fu├čboden?"

Linhard von Hohenfelde
"Von mir auch ein herzliches Hallo. Ich hoffe Ihr habt Hunger mitgebracht, soviel wie Verrill aufgetischt hat. F├╝r Essen und Getr├Ąnke ist gesorgt, Karten und W├╝rfel haben wir ebenfalls. Setzt Euch, damit Gaston sich in seinen freien Abend verabschieden kann. Und nebenbei, sch├Ân das Ihr da seid. Wann h├Ąttest Du mal Zeit zu unserem Herrenhaus zu reisen Ciel?", fragte Linhard und stellte jedem eine Flasche Bier vor die Nase. "Nicht mehr lange und wir treten die Reise ins Kloster an, ist Euch das bewusst?", fragte Lin und lie├č die Flasche aufploppen. "Prost, auf einen sch├Ânen Abend!", sagte er.

Gregoire Verrill de Souvagne
"Speis und Trank stehen bereit, wir hocken uns am besten auf den Boden rund um den Tisch. ├ťberlebenstraining hattet Ihr auch in Ehveros oder? Du hast Dir zwei Sklaven gekauft. Wo sind die ├╝berhaupt? Hatte Dreux nicht auch einen?", lachte Verrill und setzte sich auf den Boden. Lin hockte sich neben ihn.

Ferrau Du Trieux
Ferrau setzte sich ebenfalls auf den Boden und zog Ciel neben sich. "Danke, ich habe auch Karten und W├╝fel dabei, falls Ihr keine gehabt h├Ąttet. Ich habe an alles gedacht. Hier, schaut", sagte Ferrau und legte Karten wie auch W├╝rfel auf den Tisch. "Falls wir mehrere Decks brauchen, k├Ânnten wir mischen. Ich werde Ciel vermissen, wenn er im Kloster ist", sagte Ferrau und nahm sich als Erster eine Hand voll Kekse.

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux setzte sich ebenfalls dazu und nahm einen gro├čen Schluck von dem kalten Bier. "Tja das Bier kommt aus dem Kloster und wir gehen in eins. Oder muss ich gar nicht mit? Nur ihr?", fragte er schelmisch.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel nahm sich auch eine Flasche, ├Âffnete sie und stie├č damit an alle ├╝brigen Flaschen, auch an die, die noch standen. "Auf einen sch├Ânen Abend. Das kommt darauf an, Lin. Willst du das noch vor unserem Klosterdienst erledigt wissen? Dann muss ich entsprechend planen, aber es wird sich einrichten lassen." Er fl├Ązte sich gem├╝tlich an Ferrau, legte den Arm um ihn und zog ihn an sich heran. "Der Norkara ist im Stall, da er nicht f├╝r den Dienst bei den Herrschaften geeignet ist. Und der Tamjid ist momentan in der K├╝che, ich warte noch ab, ob er sich dort als t├╝chtig und tauglich erweist. Und du, Ferrau, wirst uns ins Kloster begleiten. Du warst schlie├člich auch nicht gerade freundlich zu Fabien, oder?" Er zwinkerte ihm zu. "Du kommst auch mit, Dreaux, du hast den gr├Â├čten Dreckklumpen am Stecken."

Dreux Gifford de Souvagne
"Wohl wahr, aber mal ehrlich, wo kann man weniger jemanden kennenlernen als im Kloster? Ein Wunder dass ich nicht auf den Meeresgrund tauche. Ich wette, jeder w├╝rde da eine Frau kennenlernen, ich sicher nicht. Naja daf├╝r fahren wir ja auch nicht dahin. Trotz allem bin ich neugierig, wie wir uns da schlagen werden. Ferrau darf mit? Oder er muss mit?", grinste Dreux und g├Ânnte sich einen Schluck Bier.

Ciel Felicien de Souvagne
"Muss, weil ich es so will", erwiderte Ciel grinsend. "Ich bin der Einzige, der seinen Leibdiener mitnehmen darf, Papas Dankesch├Ân f├╝r meine Verdienste. Du hast immer noch keine Frau gefunden? Ich wei├č Abhilfe. Ich schenk dir Olivie."

Ferrau Du Trieux
Ferrau nickte, allerdings nicht betreten sondern gl├╝cklich. "Ja ich war sehr fies zu Fabien, dass muss bestraft werden. Da hat der Duc Recht, so geht es nicht. Falls er es vergisst, werde ich ihn daran erinnern, dass ich auch ins Kloster geh├Âre. Genau wie mein Herr und Meister. So geht es nicht, man darf mich nicht verschonen, ich war noch nie im Kloster. Aber wenn wir dort t├Ąglich so leckeres Bier bekommen, kann es nicht schlecht sein".

Linhard von Hohenfelde
"Ohje Olivie, nur ein rostiger Nagel im Kopf ist sch├Âner!", prustete Linhard. "Vor dem Klosteraufenthalt w├Ąre die Reise gut, damit Du verstehst warum ich so ausgerastet bin. Damit Du es einmal selbst siehst und nicht denkst, ich erz├Ąhlte Dir immer noch etwas. Aber wie wir Dich bereits warnten, sei dort vorsichtig", gab Lin zu bedenken und schnappte sich einige Kekse.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel zuckte mit der Schulter seines gesunden Arms. "Muss ich wohl, ich kann so nicht k├Ąmpfen. Ich hoffe, Belly und Boldi nehmen ihre Aufgabe auch in der Fremde zuverl├Ąssig war und Jules ist auch nicht zu untersch├Ątzen, auch wenn er nicht mehr der J├╝ngste ist. Wen nehmt ihr zu eurem Schutz mit?"

Dreux Gifford de Souvagne
"Ihr Lieben, Olivie so gerne ich sie habe ist nichts f├╝r mich. Ich h├Ątte gerne eine Frau, die mehr f├╝r mich ist. Ich wei├č, dass klingt utopisch und das ist es vielleicht auch, aber ich h├Ątte gerne eine Frau die ich mag, bestenfalls sogar liebe und die meine Gef├╝hle erwidert. Und ich w├Ąre gerne mit ihr befreundet. So wie Vater mit Min. Mir w├Ąre nur wichtig, dass sie sich auch um andere Dinge Gedanken macht, etwas Interesse zeigt. Das w├╝rde mir gefallen, sie k├Ânnte ruhig etwas taffer sein, nat├╝rlich nicht zu taff. Viele W├╝nsche f├╝r eine Frau was?", gibbelte Dreux und knuffte Verrill. "Sch├Ân dass wir hier zusammensitzen, aber das Bier trinkst Du nicht", erkl├Ąrte Dreux und nahm Greg die Flasche weg.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel ├╝berlegte, dann hatte er einen Geistesblitz. "Magst du Alexandre de la Grange?", fragte er mit einem verschw├Ârerischen Grinsen. "Er hat eine kleine Schwester."

Linhard von Hohenfelde
"Nun innerhalb des Hauses ist Wissen die Beste Waffe. Wie hei├čt ein uralter Spruch unserer Familie? Das Haus ist kein Monster, dass man einfach erschlagen kann. An diesem Ort ist die Heuchelei Dein Schwert und die Raffinessen Dein Schild. Wir m├╝ssen das Spiel spielen... Aber DAS Spiel d├╝rfen wir nicht mehr spielen. Und noch etwas. Das Haus verliert nichts, pflegt Osmund stets zu sagen, wenn wieder einmal ein wertvolles Teil verschwunden und scheinbar auf Nimmerwiedersehen verloren gegangen war. Aber er hatte immer Recht, ├╝ber kurz oder lang fand sich der Gegenstand wieder oder die Person... an den unm├Âglichsten Orten, in einem unm├Âglichen Zustand... denn niemand kehrt dem Haus den R├╝cken. Sie alle kehren dahin zur├╝ck... immer. So sagte es einst Opa... drum m├╝ssen wir stets bereit und wachsam sein im Haus. Ich besch├╝tze uns dort drinnen, keiner sonst", erkl├Ąrte Lin ernst.

Dreux Gifford de Souvagne
"Du wei├čt doch, wie ich zu Alex stehe. Ich komme sehr gut mit ihm klar und ich mag ihn sehr. Eine kleine Schwester? Das klingt doch vielversprechend, eine Marquise, eine de la Grange, Stand und Name und jung. Wie hei├čt sie? K├Ânnte er uns bekannt machen?", hakte Dreux begeistert nach.

Ciel Felicien de Souvagne
"Sie hei├čt Estelle, ist neun Jahre j├╝nger als Alexandre, sieht f├╝r deine Begriffe vermutlich viel besser aus und ist genau so klug wie ihr Bruder. Sie steht ihm in Sachen Grips in nichts nach, aber sie hat nat├╝rlich andere Schwerpunkte als jemand, der Erzhexer ist und sich dem selbstlosen Dienst an der Krone verschrieben hat. Man kann sich gut mit ihr unterhalten, ich sch├Ątze sie. Sie ist - wie die meisten Schwestern gro├čer Br├╝der - nicht zimperlich und verf├╝gt im Gegensatz zu Alexandre auch ├╝ber Humor. Daf├╝r allerdings nicht ├╝ber die magische Gabe. Nat├╝rlich k├Ânnte Alexandre dich mit ihr bekannt machen, ich denke, das ist eine Ehre, die niemand ausschlagen w├╝rde, selbst wenn er das k├Ânnte."

Dreux Gifford de Souvagne
"Estelle? Der Name gef├Ąllt mir schon vom Klang. Aber sie k├Ânnte auch Erna hei├čen, der Rest klingt vielversprechend. Ich w├╝sste nicht warum sie ein Treffen ausschlagen sollte. Ich meine, ich bin ein umg├Ąnglicher Kerl und sie h├Ątte es bei mir gut. Alexandre ist zudem ihr Bruder, wenn er zusagt ist das so. Oder falls ihr Vater zusagt, aber so m├Âchte ich erst gar nicht anfangen. Frage bitte Alex ob er f├╝r mich ein Treffen arrangiert. Ich habe wenn alles gut l├Ąuft ernste Interessen, dass darf er gleich von Anfang an wissen. Ich suche eine Frau, keine Unterhaltung. Vielleicht sieht sie die Dinge ganz ├Ąhnlich wie ich, dass w├Ąre sehr sch├Ân. Danke Ciel", freute sich Dreux aufrichtig.

Ciel Felicien de Souvagne
"Momentan ist Brandur bei Alexandre, ich m├Âchte die beiden nicht st├Âren. Sie unterhalten sich schon seit dem fr├╝hen Nachmittag, sie scheinen sich entweder gut zu verstehen oder sie haben sich ob des Streits ihrer divergierenden Ansichten zum Thema Untoter selbst gegenseitig in den Nexus verfrachtet. Sp├Ątestens morgen fr├╝h sollte mal jemand vorsichtig nachsehen, ob sie noch leben. Vielleicht gef├Ąllt die Estrelle ja, ich finde sie in Ordnung, aber sie ist mir etwas zu lebhaft und selbstbewusst." Er streichelte Ferrau die Flanke. "Dein Herrenhaus h├Ârt sich unheimlich an, Linhard. Sicher, dass wir keine anderen Verteidigungsm├Âglichkeiten haben? Was r├Ątst du, wen au├čer dir sollten wir mitnehmen? Und wieso spielt eigentlich niemand? Ferrau hatte Interesse ge├Ąu├čert, auf Einsatz zu spielen, also was bietet ihr?" Er l├Ąchelte in sich hinein und hoffte, Ferrau w├╝rde auf diese Weise seine pers├Ânliche Rache nehmen, denn im Spielen war er sehr gut.

Ferrau Du Trieux
Ferrau nickte eifrig. "Ich habe zwar kaum Erfahrung und bin nur ein einfacher Diener mit schlichtem Gem├╝t, aber ich w├╝rde gerne versuchen etwas meine Haushaltskasse aufzubessern. 5 Taler pro Runde sind doch fair oder nicht? Das k├Ânnte ich mir auch noch leisten, wenn es nicht zu viele Runden werden. Die Frau die Ciel beschreibt Prince Dreux klingt sehr nett. Wir hatten unseren Streit und ich wei├č, dass Ihr mich nicht m├Âgt. Aber trotzdem dr├╝cke ich Euch die Daumen bei der Frau. Ihr werdet sehen, wenn es klappt, wie sch├Ân es ist, wenn man geliebt wird. Das ist was besonders, ab dem Tag werdet Ihr anders durchs Leben gehen. Das macht Euer Bruder Ciel und ich auch und Euer kleiner Bruder Verrill genauso. Vielleicht wart Ihr auch immer so verzweifelt, weil Ihr einsam wart. Aber das war nicht meine Schuld. Das m├Âchte ich nur sagen und ich m├Âchte dass sagen, damit wir uns vertragen. Ciel und ich sind zusammen. Auch wenn ich f├╝r Euch nichts wert bin und keinen Stand habe, m├Âchte ich versuchen dass wir uns verstehen. Weil ich kann nicht von meinem Freund wegbleiben oder er von mir, wenn Ihr Euch trefft. Dann k├Ânntet Ihr vielleicht dabei einfach ├╝bersehen, dass ich keinen Stand habe. So wie heute, dass w├Ąre sch├Ân", bat Ferrau und dr├╝ckte Ciel an sich.

Linhard von Hohenfelde
"Da ist was dran, wenn man k├Ąmpft und wei├č wof├╝r ist das gut. Wenn man wei├č f├╝r wen, bedeutet es einem alles. Das ist tats├Ąchlich so. Ich hatte mir auch immer jemanden an meine Seite gew├╝nscht und wenn es nur ein Kumpel w├Ąre. Ich hatte nie einen, nur mein Pferd, dass war mein Kumpel. Dann musste ich mit meinem Gro├čonkel fliehen und er wurde mein Kumpel, mein bester Freund und sogar mein Paps. Und sp├Ąter bekam ich Verrill dazu. Auch wenn die beiden es nicht glauben, aber ohne sie komme ich nicht aus. Als Brandur weg war, dachte ich, ich erledige alle Aufgaben und gehe ihm nach. Hauptsache zusammen, wo ist doch gleichg├╝ltig. Hier oder im Nexus. Aber dann bekam ich wie gesagt Verrill und ich fand der Nexus kann warten, oder besser noch Brandur muss hierher geholt werden. Was letztendlich geschah... Ihr habt vermutlich keine Ahnung was es mir bedeutet. Und ich kann es leider nicht in Worte fassen, die es nur ann├Ąhernd wiedergeben w├╝rden. Also viel Gl├╝ck bei Estelle von ganzem Herzen. Das Haus ist ein Alptraum Ciel, es hat Mauern die Dich vor Fremden besch├╝tzen, aber sie sperren Dich auch ein und liefern Dich der Familie aus. Du wirst es sehen, aber mehr noch, Du wirst es sp├╝ren... f├╝hlen bis tief hinab in die letzte Faser Deiner Seele. Und Du wirst dort anders handeln, weil Du Dich permanent bedroht f├╝hlst. Das ist keine Illusion, so sagte man mir", erkl├Ąrte Lin und streichelte Greg.

Gregoire Verrill de Souvagne
"Bei f├╝nf Talern bin ich dabei Ferrau. Ich denke wenn Du ganz locker bleibst und Dich so gibst wie Du bist, dann wird sie Dich m├Âgen. Ich wei├č leichter gesagt als getan, ich habe mich vor Linhard auch zum Affen gemacht um ihn von mir zu ├╝berzeugen. Aber versuch es wenigstens Dreux. Normal bist Du ganz nett, wei├čt Du?", lachte Verrill und knuffte ihren Bruder, was Dreux breit grinsen lie├č. "Das Haus klingt schon jetzt so, dass ich G├Ąnsehaut bekomme, guckt mal", sagte Greg und zeigte seine G├Ąnsehaut auf dem Arm.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel schmunzelte peinlich ber├╝hrt, als Ferrau so offen ihr gemeinsames Geheimnis herumtratschte. Zur Strafe kniff er ihn in den Speck, k├╝sste ihn aber gleichzeitig auf den Mund. "Stimmt, wir sind ein Paar. Noch nicht lange und eigentlich sollte es auch unter uns bleiben, aber irgendwie sickert es doch hier und da unbeabsichtigt durch. Vermutlich wei├č es inzwischen jeder au├čer Alex, der es als Erster erfahren sollte, wenn die Zeit reif ist. Sei es drum. Greg, sei bitte nicht so hart zu Ferrau. Er sagte ja, dass er kaum Erfahrung in Kartenspielen hat. Sonst macht es keinen Spa├č. Was macht dieses Haus eigentlich so seltsam, Lin? Ist es magisch manipuliert? Artefaktmagie?"

Dreux Gifford de Souvagne
"Unter anderen ist das ein Teil davon, ja Ferrau. Du bist nicht nichts wert. Das habe ich nie behauptet. Und welchen Stand Du hast, spielt f├╝r Ciel keine Rolle. Das allein reicht aus. Was wir alle denken, spielt f├╝r Eure Liebe keine Rolle. Wenn es Euch wichtig ist, ich g├Ânne es Euch von Herzen, jedem meiner Geschwister und ich g├Ânne es mir selbst auch. Drum meinen Segen habt Ihr", sagte Dreux und lehnte sich an Ciel an. "Du darfst uns sowas aber ruhig erz├Ąhlen, wir freuen uns mit, wir machen Dir nichts kaputt", erkl├Ąrte Dreux freundlich. "Deine Familie ist ein seltsamer und gef├Ąhrlicher Haufen, mit einigen wirklichen Lichtblicken. Dein Onkel zum Beispiel. Aber wie hei├čt es so sch├Ân? Das kann sich Verrill auch merken. Das Licht zu lieben ist leicht, zeig mir Deine Dunkelheit... davon hast Du einiges Lin, aber nicht weil Du es Dir ausgesucht hast. Ihr nehmt Bellamy mit ins Haus. Gleichg├╝ltig was er verbrochen hatte, er hat seine Strafe erhalten und ist damit rehabilitiert als Person. Und keiner ist mit dem Schwert h├Ąrter, schneller und t├Âdlicher als Bellamy, nicht mal Massimo, so schnell er auch ist. Nicht einmal Du Lin, oder ich, oder Ciel, oder sonst wer. Er ist eine Kampfsau, wo wir zur├╝ckzucken um uns zu sch├╝tzen, gibt er im Notfall alles und setzt Dich mit seinem K├Ârper fest. Er wird Euch verteidigen, er ist Ciels Leibw├Ąchter und er soll Euch in das Haus begleiten. Was immer dort lauert, bedroht es Euch, wird es Stahl fressen. Oder nimm Deinen Schwertmeister zudem mit. Keine Ahnung wie gut der Mann ist, aber wenn er nur an Bellamy herankommt, seid Ihr sicher. Fast, hundertprozent gibt es nie", erkl├Ąrte Dreux.

Gregoire Verrill de Souvagne
"Ich werde Gnade walten lassen", grinste Greg und verteilte die Karten.

Linhard von Hohenfelde
"Ehrliche Antwort? Ich wei├č es nicht. Seit Generationen, seit dem unsere Vorfahren das Haus bezogen, lebte es unseren selbstgew├Ąhlten Weg mit. Es ├╝berlebt sonst in unserer Familie immer nur der st├Ąrkste Sohn. Er zeugt wieder Kinder und von diesen S├Âhnen wird auch nur der St├Ąrkste mit seiner Familie ├╝berleben und sein Blut weitergeben. So war es bei uns Tradition und so haben wir es geschafft, dass unsere Familie einen sehr hohen Magieranteil hat, so umwerfend aussieht und einen neben sich laufen hat", st├Âhnte Lin.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel spielte innerlich mit dem Gedanken, einen Schwertmeister f├╝r seinen Schwertmeister zu organisieren. Der Gedanke, dass Bellamy etwas geschehen sollte, behagte ihm nicht, seit sie gemeinsam geplant und intrigiert hatten und er sein Blut vergossen hatte, um Bellamys Leben zu retten. Pl├Âtzlich horchte er auf und musterte Dreaux. "Deinen Segen? Du meinst, f├╝r die Hochzeit?" Ihm wurde etwas mulmig und er wechselte rasch das Thema. "An Selbstbewusstsein mangelt es jedenfalls scheinbar keinem aus eurer Sippe, nicht einmal denen, die diese blutige Tradition nicht ├╝berlebten und eigentlich ├╝berhaupt kein Bewusstsein mehr haben sollten."

Linhard von Hohenfelde
"Also meinen Schwertmeister werden wir nicht mitnehmen, denn das ist nicht mehr mein Schwertmeister, sondern von ihm geht die gr├Â├čte Gefahr f├╝r uns aus. Er ist der Vater von Derya, jender Frau die Alex angeknabbert hat. Und er ist jene Person die den j├╝ngsten Sohn meines Vaters angefressen hat. Da war er noch ein Baby. Und deshalb werden Ciel und ich zu unserem Haus reisen um die Babys abzuholen und zu bestatten. Genauso unsere anderen Verwandten, sie sollen aus den eisigen Hallen des Hauses ausziehen und ruhen d├╝rfen. Und ja Archibald ist schnell und t├Âdlich. Aber er hat auch seine Schwachstellen. Ich hoffe Bellamy ist so gut wie Du sagst. Arch l├Âschte mit 16 Jahren seine komplette Familie aus, die Wachen und jeden. Er k├Ąmpft wie ein Geisteskranker, denn das ist er. Ein Menschenfresser, ein Babybei├čer und ein Sch├Ąnder. Ich wei├č nicht warum, aber immer wenn ich in seiner N├Ąhe war, konnte er mich um den Finger wickeln und ich dachte wir w├Ąren Freunde. War er nicht anwesend, f├╝hlte ich mich als h├Ątte ich einen Rausch ausgeschlafen und fragte mich warum ich der Bestie so vertraue. Aber als ich die Babys sah, war es vorbei vor allem da wir selbst eines erwarten", erkl├Ąrte Lin ehrlich und dr├╝ckte Ciels Hand.

Ciel Felicien de Souvagne
"Angeknabbert?", wiederholte Ciel langsam, jedoch offenbarte sich in Lins weiteren Worten, dass er es nicht so respektlos meinte, wie es klang. Er scheute sich vermutlich nur, es beim Namen zu nennen. "Der Mann ist nun ein Vampir. Ich bin Bluthexer und Alexandre auch. Notfalls nehmen wir noch Isidore mit, meine G├╝te, es ist nur ein Blutsauger. Wir brauchen keinen Schwertmeister, um ihn zu besiegen, es reicht solide Blutmagie. Bleib ruhig, Lin, wir holen deine Angeh├Ârigen aus den eisigen Hallen und ├╝berf├╝hren sie in Souvagnes steinernen Scho├č, wo sie in Frieden ruhen m├Âgen."

Dreux Gifford de Souvagne
"Meinen Segen zu Eurer Verbindung Ciel und ja wenn Ihr m├Âchtet auch zu Eurer Hochzeit. Aber damit kannst Du Dir gerne noch etwas Zeit lassen. Wobei Ferrau scheint es da ja was eiliger zu haben, sonst w├╝rde er es nicht ├╝berall herumerz├Ąhlen. Ihr nehmt auf alle F├Ąlle Bellamy mit und eines der Himmelsaugen. Wir haben auch noch andere gute und f├Ąhige M├Ąnner. Und gleichg├╝ltig wie gut dieser Archibald ist, selbst wenn er der Beste der Besten ist, gegen eine ├ťbermacht von 20 oder 30 Gardisten wird er versagen. Das einzige was sie schaffen m├╝ssen ist ihn zu Boden zu bringen, dann steht er nicht mehr auf. Die Frage dabei ist, worauf ist er ausgelegt? Kraft, Schnelligkeit? Mit was k├Ąmpft er? Wie k├Ąmpft er? Bellamys St├Ąrke ist Vielseitigkeit und das macht eine Menge wett. Und unsere Gardisten w├╝rden den Kerl zerfetzen, wenn er am Boden ist. Gleichg├╝ltig, was er sonst kann, er wird sterben", sagte Dreux und h├Ârte Ciel zu. "Angeknabbert, weil er nicht sagen m├Âchte, was den Babys geschah Ciel. Er erwartet doch eines, da sagt man sowas nicht. Stimmt der Vampir war das! Dieses Scheusal, aber ja Du wirst ihn ausschalten Ciel. Sein angeblicher Vorteil anderen Menschen gegen├╝ber ist nun seine Schw├Ąche. Ciel hat ihn wie eine Marionette in der Hand. Er k├Ânnte ihn zwingen seine widerliche Tochter zu enthaupten und sich ins Schwert zu st├╝rzen, wobei... genau so sollte es laufen", schlug Dreux vor.

Linhard von Hohenfelde
Linhard nahm sein Blatt auf und musterte Ciel. "Kannst Du ihn zwingen zu verraten wieviele Kinder er hat? Und kannst Du ihn zwingen zu verraten, wieviele Kinder er... verspeist hat? Die Idee das er eines seiner Monster richtet, hat was. Das w├Ąre wohl das erste Mal in seinem Leben, dass ihm ein Mord leidt├Ąte. Nein das war nicht b├Âse gemeint, ich hab versucht es harmlos auszudr├╝cken. Ich m├Âchte das nicht sagen, man sagt doch so ein Wurm h├Ârt alles mit", antwortete Lin.

Gregoire Verrill de Souvagne
"Schatz, aber vermutlich erst dann, wenn es Ohren hat. Und ich werde mich dar├╝ber nicht aufregen, denn wir reisen an um sie aus dem Haus zu befreien. Sie zu erl├Âsen sozusagen. Behalte das im Hinterkopf", sagte Verrill und legte einige Karten ab.

Ciel Felicien de Souvagne
"Ich kann ihn leider nicht aus der Ferne demontieren, aber ich kann ihn marionettengleich fremdsteuern. Das kann viel bewirken, auch wenn ich es nicht vermag, in seinen Geist einzudringen. Wenn Ihr unbedingt die Garde mitnehmen wollt, w├╝rde ich Unit├Ę B vorschlagen. Ich denke, ihr Ruf ist genau das, was sie bei Archibald unter Beweis stellen d├╝rften. Sollen sie zeigen, wozu sie f├Ąhig sind, wenn man ihnen freie Hand l├Ąsst. Bellamy und Boldisz├ár m├Âgen sich darum k├╝mmern, unsere physische Verteidigung zu organisieren. Die magische Verteidigung ├╝bernehme ich. Alexandre ist momentan leider nicht in der Lage, uns zu helfen, au├čer mit seinem Rat." Er musterte Dreaux etwas verunsichert und dann Ferrau. "Eigentlich sind wir erst seit einer Woche ein Paar, da schon von Hochzeit zu sprechen halte ich f├╝r sehr fr├╝h. Trotzdem danke f├╝r dein Vertrauen in uns."

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux knuffte Ciel gut gelaunt. "Heiratete wann immer Du magst Ciel, ich wollte damit nur gesagt haben, dass ich Euch das Beste w├╝nsche und auf Eurer Seite bin. Gleichg├╝ltig was damals gewesen ist, ich habe mich einfach v├Âllig daneben benommen, meine Wut und meinen Frust an Ferrau ausgelassen und das h├Ątte niemals passieren d├╝rfen. H├Ątte ich von wem anders so behandelt werden wollen? Nein. Bei mir wagt es sich nur keiner. Ebensowenig wie bei Dir, als Du Nathan versto├čen hast, oder bei Verrill als er zuschlug. Wir k├Ânnen nur im Jetzt leben, wenn wir die Vergangenheit gehen lassen. Also schlie├če ich damit ab. Ich habe damit abgeschlossen und es wird nicht wieder vorkommen. Ich m├Âchte so nicht sein, ich m├Âchte nicht dass mich wehrlose Souvagner f├╝rchten, nur weil ich es kann. Und was hatte ich denn davon? Er weinte in seiner Kammer aus Angst und ich heulte ein Zimmer weiter in meinem Schlafzimmer. Ging es mir dadurch besser? Kein St├╝ck, aber h├Ątte ich es ihm erz├Ąhlt, vielleicht w├Ąre es mir dann besser gegangen. Was immer war, etwas hat Ferrau mir dagelassen, auch wenn er mich verlassen musste - dass ich eingesehen habe wer und was ich sein m├Âchte meinen Leuten gegen├╝ber. Da kannst Du Nathan fragen. Nathan hat es durch Dich besser Ferrau. Ich akzeptiere Dich als Ciels Mann, gleich ob Ihr verheiratet seid, welchen Stand Du hast oder wieviele Taler. Das wollte ich nur gesagt haben. Lange Rede und so weiter, wie Lin immer sagt. Im Kloster werden wir zusammenhalten m├╝ssen und auch so m├╝ssen wir das. Also tun wir es", schmunzelte Dreux.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciels bleiches Gesicht bekam einen rosigen Schimmer. "Mein Mann...", murmelte er und betrachtete Ferrau beim Kartenspielen. Er griff in sein Oberteil, zog ihn r├╝cklings zwischen seine Beine und umarmte ihn von hinten, w├Ąhrend er seine Nase in Ferraus wuschlige Haare dr├╝ckte. Er hielt ihn ganz fest. Er lie├č Dreaux` Worte Revue passieren. "H├Ârt sich gut an, oder was meinst du?", fragte er leise.

Ferrau Du Trieux
Ferrau lie├č sich widerstandslos in Ciels Arme ziehen und musste aufpassen, nicht erneut loszuweinen, da er bei so etwas immer nah am Wasser gebaut war. Er machte sich so leicht wie m├Âglich, jedenfalls hoffte er, dass er dabei Erfolg hatte. Dann schmiegte er seinen R├╝cken an Ciels Bauch und Brust. "Gut? Hab nie was Sch├Âneres geh├Ârt", fl├╝sterte er zur├╝ck und streichelte Ciels H├Ąnde die vorne auf seinem Bauch gefaltet waren. Er h├Ątte niemals damit gerechnet, mal einen Bauch zu haben oder sogar einen Mann. Er lehnte sich einfach nach hinten und schloss die Augen. "Was passiert wenn wir heiraten? Geht das ├╝berhaupt wo ich ein Leibeigener bin?", wisperte Ferrau auf einmal ├Ąngstlich.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel dr├╝ckte Ferrau ganz fest an sich, als er merkte, wie nahe das seinem Leibdiener ging, der nun auch sein Partner war. Er streichelte die H├Ąnde, die seine H├Ąnde festhielten und ihre Finger wurden ein sich liebkosendes Kn├Ąuel. "Wovor hast du Angst? Ich denke schon, dass das ginge ... aber bislang habe ich mich damit nicht befasst. Dreaux? Wie ist die Rechtslage?"

Ferrau Du Trieux
"Wenn Du einen Leibeigenen ehelichst, erhebst Du ihn in Deinen Stand. Es sei denn Du schlie├čt genau das aus. Aber ich w├╝rde es ganz offiziell machen. Ferrau die Freiheit schenken und ihn als freien Mann heiraten. Das hat eine gr├Â├čere Symbolkraft", erkl├Ąrte Dreux und a├č noch eine Handvoll Kekse.

Dreux Gifford de Souvagne
"Wenn Du einen Leibeigenen ehelichst, erhebst Du ihn in Deinen Stand. Es sei denn Du schlie├čt genau das aus. Aber ich w├╝rde es ganz offiziell machen. Ferrau die Freiheit schenken und ihn als freien Mann heiraten. Das hat eine gr├Â├čere Symbolkraft", erkl├Ąrte Dreux und a├č noch eine Handvoll Kekse.

Ciel Felicien de Souvagne
"W├╝rdest du dir das w├╝nschen, Ferrau?", fragte Ciel. "Aber dann h├Ątte ich keinen Leibdiener mehr ... wovor f├╝rchtest du dich? Du siehst mit einem Mal ├Ąngstlich aus."

Ferrau Du Trieux
"Wenn ich frei bin und Du mich dann nicht mehr willst? Dann habe ich alles verloren, dann bin ich obdachlos, ohne Arbeit und noch viel schlimmer ohne Dich. Werden wir uns verheiratet noch nah sein? Werden wir weiter so leben wie jetzt? Das w├Ąre sehr sch├Ân und das w├╝rde mir gefallen. Aber ich will die Freiheit nicht vorher. Du kannst sie mir wenn vor der Frage schenken. Aber nicht vorher und dann bin ich frei von allem. Das macht mir Angst, ich will das nicht", wisperte er leise.

Ciel Felicien de Souvagne
"Wie kannst du nur annehmen, dass ..." Ciel unterbrach sich selbst und schloss den Mund. Ferrau hatte sehr handfeste Gr├╝nde. Seinen Vorg├Ąnger hatte Ciel wie ein ungeliebtes Spielzeug vor die T├╝r gesetzt. Nat├╝rlich konnte er sich einreden, dass das ganz andere Umst├Ąnde gewesen w├Ąren, aber so anders waren sie nicht. "Ehrlich gesagt, ich will das auch nicht. Ich wei├č gar nicht, ob wir ├╝berhaupt heiraten sollten, dann w├Ąrst du auf einmal frei zu gehen, wohin du willst und zu tun und zu lassen, wonach dir beliebt. Ich muss gestehen, dass mir der Gedanke wenig behagt. Als Leibdiener bist du Tag und Nacht an meiner Seite, wenn ich das w├╝nsche und das w├╝nsche ich mir. W├Ąren wir verheiratet, w├Ąre da pl├Âtzlich ein Dritter und vielleicht sogar ein Vierter, der sich deiner annimmt."

Ferrau Du Trieux
"Nein. Das m├╝sste so sein, wie Fabien bei uns gearbeitet hat. So dass wir zusammen bleiben und uns immer noch lieb haben, auf der N├Ąhe sind, beisammen sind Ciel. So darf es nur sein, sonst nicht. Wir wollen doch ein Paar sein und nicht getrennt oder? Ich w├╝rde mich auch so immer um Dich k├╝mmern, ob ich noch ein Diener bin oder nicht", sagte Ferrau und k├╝sste ihn liebevoll.

Ciel Felicien de Souvagne
"Wir k├Ânnen nicht getrennt leben", befand auch Ciel. "Das ist nicht m├Âglich. Wir essen ja auch gemeinsam, verbringen unseren Feierabend gemeinsam ... mir w├╝rde mehr als nur was fehlen. Es harmoniert gerade so gut. Warum w├Âlltest du denn ├╝berhaupt heiraten? Wenn es dir zu anstrengend ist, kann ich uns einen Ersatz-Fabien organisieren, der dir unter die Arme greift, damit du auch mal die F├╝├če hochlegen kannst."

Ferrau Du Trieux
"Das hat Dreux gesagt nicht ich Ciel. Aber ich glaube ich finde es sch├Ân, offiziell Deiner zu sein, Dein Mann, Dein Ferrau und Du bist mein Ciel. Ich w├╝rde Dich nicht verlassen, oder Unsinn anstellen. Und ich w├╝rde immer bei Dir wohnen, selbst wenn ich frei w├Ąre. Ich will nicht frei und einsam sein. Ich m├Âchte einfach mit Dir gl├╝cklich sein. Das wollte ich und ich wollte, dass jeder von unserem Gl├╝ck wei├č. Das war mein Wunsch. Das geht doch oder?", gr├╝belte Ferrau.

Ciel Felicien de Souvagne
"Das ginge schon ... es wissen ohnehin schon die meisten, habe ich das Gef├╝hl. Und wei├čt du was, es f├╝hlt sich erstaunlich richtig an. Das h├Ątte ich nicht erwartet. Das hast du sch├Ân gesagt ... ich liebe dich auch, mein Schatz. Aber wie macht man so etwas offiziell, falls man noch nicht sicher ist, ob man heiraten m├Âchte? Und noch etwas, Dreaux. Ich frag das unter uns, bevor ich Vater damit behellige. Ersteinmal rein in der Theorie. Was w├╝rde geschehen, w├╝rde ich die Ehe mit Olivie nicht mehr wollen? W├Ąre eine Aufl├Âsung der Ehe m├Âglich? Ich bin w├╝tend, Dreaux, und zutiefst verletzt."

Dreux Gifford de Souvagne
"Du w├╝rdest die Ehe mit ihr annullieren lassen, dass hei├čt Du erkl├Ąrst sie f├╝r nichtig. Das w├Ąre dann so, als h├Ąttest Du sie niemals geheiratet. Und ich glaube ganz ehrlich, Du w├Ąrst mit Deiner anderen Schwester besser gefahren als mit Olivie. Ich verstehe Dich, ich w├Ąre genauso verletzt und ich glaube ich w├Ąre nicht so ruhig geblieben wie Du. M├Âchtest Du Dich denn von ihr trennen? Das w├Ąre nat├╝rlich ein Staatsakt, aber manchmal ist er n├Âtig. Wobei bei so etwas ehr die Versto├čung gew├Ąhlt wird, wenn sich der Mann hintergangen f├╝hlt. Wobei das auch ein Akt w├Ąre, sie ist eine de Souvagne. Was hast Du Dir denn selbst vorgestellt? Sprechen wir mal offen dar├╝ber unter uns M├Ąnnern. Sie ist Deine Frau, Deine Schwester, unsere Schwester und Vaters Tochter. Sie selbst h├Ątte dazu nichts zu sagen. Was m├Âchtest Du? Sprich was m├Âchtest Du erreichen? M├Âchtest Du wieder frei sein? Oder m├Âchtest Du Ferrau heiraten? Dazu m├╝sstest Du nicht frei sein, Vater hat drei Ehefrauen und er k├Ânnte noch so viele heiraten wie er m├Âchte, oder was wei├č ich Fabien dazu und Nathan. Mal als bl├Âdes Beispiel. Deshalb wird meine Mutter dennoch immer seine Hauptfrau bleiben. Drum meine Frage Ciel, erz├Ąhl", bat Dreux freundlich.

Ciel Felicien de Souvagne
"Ich liebe Olivie. Aber sie hat sehr deutlich zum Ausdruck gebracht, dass sie mich nicht als ihren Ehemann wahrnimmt und sich von mir auch nicht als Ehefrau geliebt f├╝hlt. Sie hat mir lang und breit erl├Ąutert, was ihr alles an mir und meinen Bem├╝hungen, ihr eine sch├Âne Hochzeitsnacht zu bereiten, nicht genehm war. Meine Lust, es noch einmal mit ihr zu versuchen, h├Ąlt sich in Grenzen, was ist das f├╝r eine Basis f├╝r eine Ehe. Zumal ich sehr verletzt bin und mich auch ├Âffentlich vorgef├╝hrt f├╝hle. Ich m├Âchte ihr nicht schaden, sie nicht versto├čen, Dreaux. Aber ich m├Âchte auch nicht ihr Hampelmann sein. Soll sie gl├╝cklich mit diesem arroganten Fatzke von den Himmelsaugen werden."

Dreux Gifford de Souvagne
"Wie w├Ąre es, wenn Du ihr genau das einmal sagst, damit sie sich ├╝berlegen kann wie sie sich zuk├╝nftig Dir gegen├╝ber verh├Ąlt? Sie ist jung und unerfahren. Das wart Ihr beide Ciel. Und das man nicht sofort das bekommt, was man sich w├╝nscht ist klar. Ich m├Âchte auch nicht, dass sie versto├čen wird. Aber es ist Deine Frau und wenn Du darauf bestanden h├Ąttest, w├Ąre genau das geschehen. Remy ist frosch und dreist, vielleicht f├╝hlte sie sich ├╝berfordert selbst ├Ąu├čern zu m├╝ssen was sie m├Âchte? Er hat ihr vielleicht jede Entscheidung abgenommen und einfach losgelegt. Und Du hast mir gesagt, Du wolltest es ihr sch├Ân machen und hast ihr mehrere M├Âglichkeiten geboten. Aber vielleicht war es genau dass. Bis vor kurzem wolltest Du selbst keinen Sex. Das ist Deine Entscheidung, ob, wann und wie Du m├Âchtest. Bei Olivie wolltest Du deshalb f├╝r Ersatz sorgen. Du hast ihr einen Ersatzmann angeboten. Aber nun m├Âchtest Du selbst, hast Spa├č am Sex und am Liebesleben. Das freut mich f├╝r Dich, denn wir alle haben uns gesorgt, Du w├╝rdest Dir was antun. Aber wieso m├Âchtest Du nun sehr gerne und mit Olivie ging es nicht? Lag es an ihr als Partnerin oder hat sich Deine Einstellung ge├Ąndert Ciel? Falls es an der Einstellung liegt, rede nochmal mit ihr. Wenn es an ihr als Partnerin liegt, dann wird sich da wohl nichts geben oder?", fragte Dreux.

Ciel Felicien de Souvagne
"Ich war ihr zu z├Âgerlich, zu langweilig, sie hat sich erst bei Remy richtig als Frau gef├╝hlt. Hab ich sie etwa wie einen Mann behandelt? Ich wei├č wirklich nicht, ob noch etwas zu kitten ist, wenn sie mich nur als Bruder wahrnimmt ... ob ich sie einfach mal mit zu unserem Spieleabend dazuhole? Vielleicht redet es sich dann ungezwungener, als wenn ich mit ihr allein irgendwo sitze." Er dr├╝ckte Ferrau etwas fester an sich.

Dreux Gifford de Souvagne
"Nicht als Mann, aber vielleicht als gute Freundin und nicht als hei├če Frau die Du am liebsten sofort vernaschen w├╝rdest. Das ist doch ein Unterschied sind wir ehrlich. Jeder von uns kennt es. Es gibt Personen die sieht man und denkt sich, lecker. Und man kennt vielleicht Personen, wo man denkt, lecker. Ich leider nicht, dass muss ich gestehen, sonst h├Ątte ich schon geworben wie ein Paradisvogel. Aber wie hast Du bei ihr gef├╝hlt? Liebe? Zuneigung? Oder das was Lin f├╝hlt, wenn er Greg ansieht, wenn der Kleinen sein B├Âckchen schiebt? Da sieht man genau, dass er darauf abf├Ąhrt", grinste Dreux was auch Lin grinsen lie├č.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel grinste auch etwas, aber nur kurz. "Angst", gestand er. "Ich habe Angst gef├╝hlt."

Dreux Gifford de Souvagne
"Siehst Du, es war f├╝r Dich be├Ąngstigend aber nicht hei├č oder? Was f├╝hlst Du denn, wenn Du mit Ferrau schlafen m├Âchtest? Sag es ehrlich. Ich w├╝rde Dir auch sagen, was ich empfinde f├╝r meine Liebste. Vielleicht kann ich das Dank Dir schon bald", munterte Dreux Ciel auf.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel druckste etwas herum, ehe er sich durchrang, zu antworten. "Spa├č. Ferrau hat so eine Art, die mir jeden Wind aus den Segeln nimmt. Ich hatte Anfangs auch Angst gesp├╝rt, so ist es nicht, aber er hat sie mir genommen. Er hat vermutlich das getan, was Olivie sich auch gew├╝nscht h├Ątte, er hat einfach gesagt, was ich tun soll, nicht anma├čend, sondern fast schon spielerisch. Ja, das trifft es gut, wir haben miteinander gespielt und ich war so ├╝berrumpelt, dass ich gar nicht dazu kam, Angst zu haben. Olivie hatte sich auch gro├če M├╝he gegeben, aber vermutlich hat sie sich von mir gew├╝nscht, dass ich ihr Anleitung gebe, als h├Ątte ich 10 Jahre Erfahrung. Die habe ich nicht, ich hatte gar keine. Ferrau allerdings auch nicht. Darum kann ich wirklich nicht sagen, was der wahre Grund war, dass es zwischen Ferrau und mir so viel besser lief."

Dreux Gifford de Souvagne
"Ganz einfach, Ferrau hat die Ansagen gemacht und Du hast sie ben├Âtigt. Bei Dir und Olivie habt Ihr beide die Ansagen gebraucht und keiner von Euch konnte sie machen und dem anderen die Angst nehmen. Ihr habt beide mehr von Euch erwartet und Euch beide wohl entt├Ąuscht Ciel. Da war Ferraus freche Art zu was gut, Dir hat sie gut getan", grinste Dreux.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel k├╝sste Ferrau gleich noch mal. "Schon m├Âglich. Du hast Recht, ich sollte mit ihr pers├Ânlich reden, anstatt zu spekulieren. Sie fragen, was sie sich w├╝nscht. Ich vermute, ich kenne die Antwort", seufzte er. "Sie wird mich loswerden und Remy heiraten wollen. Oder mich bestenfalls aus rein pragmatischen Erw├Ągungen heraus behalten wollen."

Dreux Gifford de Souvagne
"Oder sich vielleicht auch mit Dir vers├Âhnen wollen, dass wissen wir nicht. Wir sollten vermitteln oder wenn gar nichts mehr geht, Greg. Ihr vertraut sie und Du auch. Er hat einen guten Draht zu ihr. Er hat sie ja schon dazu ├╝berredet gehabt, bei Dir einzuziehen", gibbelte Dreux.

Ferrau Du Trieux
"Ja aber dass muss er nicht nochmal machen. Es reicht, wenn er ganz nett mit ihr redet und fragt, ob sie nicht lieber bei Remy bleiben m├Âchte", warf Ferrau ein.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel st├Âhnte. "Richtig. Dass ich ihren Einzug abgelehnt habe, hat es vermutlich auch nicht besser gemacht. Soll ich Olivie mit dazuholen zu unserem Spieleabend oder bleiben wir besser unter uns?"

Gregoire Verrill de Souvagne
"Ich vermittele oder rede gerne mit Euch, dass ist kein Problem, aber da k├Ânnte Dreux wirklich Recht haben. Wobei Ciel, so ahnungslos bist Du nun nicht mehr und sie sicher auch nicht. So anhnungslos warst Du auch nicht, als Du Dich auf Deinen Instinkt verlassen hast. Was immer Du bist, ich gebe Dir Brief und Siegel, langweilig bist Du garantiert nicht. Gut ich bin voreingenommen, Du wei├čt wie ich zu Dir stehe. Genau wenn mich jemand nach Linhard fragt. Aber sie war so unsicher wie Du, dass kommt hin", sagte Verrill liebevoll.

Linhard von Hohenfelde
"Also ich w├╝rde sagen, wir machen es so wie Ciel vorschlug. Wir holen Olivie dazu und sie redet hier mit uns offen. Keiner schreibt ihr etwas vor, keiner befiehlt, sie soll sich einfach ├Ąu├čern d├╝rfen. Nur so kann man die Sache kl├Ąren. Das haben wir doch auch schon bemerkt oder? Und wenn wir uns vertragen k├Ânnen, nach unserer Aktion auf der Stra├če, dann Du Dich mit Oli auch Ciel. Ob Ihr ein Paar bleibt oder nicht, aber schafft Frieden unter Euch", sagte Lin und nahm Greg in den Arm.

Ciel Felicien de Souvagne
"In Ordnung", sagte Ciel und bekam nun eine ganz ├Ąhnliche Angst wie jene, die Ferrau kurz zuvor versp├╝rt hatte. Er musste sich durchringen, ihn loszulassen und sich etwas abseits neben ihn zu setzen. Mit ihm zu kuscheln, w├Ąhrend er mit Olivie ├╝ber das m├Âgliche Ende ihrer Ehe sprach, w├Ąre doch etwas unangebracht. "Greg, w├╝rdest du bitte Gaston schicken, um meine Frau zu holen?"

Gregoire Verrill de Souvagne
"Nein er ist nicht da, ich habe ihm doch einen freien Abend geschenkt. Ich gehe selbst und hole Olivie Ciel. Ganz ruhig. Gaston hat sich so ├╝ber den Abend gefreut, er wollt ein bisschen einkaufen gehen f├╝r sich, dass d├╝rfen wir ihm nicht nehmen. Ich bin sofort wieder da", sagte Greg freundlich und machte sich direkt auf den Weg. Es dauerte eine kleine Ewigkeit, die sich die Gruppe mit Kartenspielen vers├╝├čte, dann kehrte Gregoire gemeinsam mit Olivie zur├╝ck. "Da sind wir wieder. Setz Dich zu uns, keine Angst. Es geht um eine freundliche Aussprache", erkl├Ąrte Greg und nahm wieder Platz.

Olivie Solaine de Souvagne
"Hallo Ihr Lieben, eine friedliche Aussprache tut uns wohl allen gut. Hallo Ciel", sagte sie freundlich und legte ihm kurz eine Hand auf den Arm, ehe sie sich auf die andere Seite neben Verrill setzte und ihn aufmerksam anschaute. "Eigentlich wollte ich Dich zuerst sprechen lassen, aber ich m├Âchte Dir eines sagen. Ich hatte nicht vor, Dich zu verletzten. Ganz sicher nicht", sagte sie leise.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel zog die Brauen etwas zusammen. Olivie w├╝rde wohl kaum davon ausgegangen sein, dass sie ihm nicht wehtat, wenn sie ihn betrog. Ihr Beschichtigungsversuch bedeutet in Wahrheit: ÔÇ║Ich hatte nicht vor, dass du es je herausfindest.ÔÇ╣ Ciel wartete, bis sie sich bequem hingesetzt hatte. ┬╗Hallo, Olivie┬ź, sagte er. ┬╗Ob du es wolltest, oder nicht - du hast mich verletzt. Wichtiger: Du hast zum Ausdruck gebracht, dass du dich von mir nicht als Frau begehrt und geliebt f├╝hlst, sondern rein als Schwester. Dem Recht nach st├╝nde es mir zu, dich zu versto├čen und dich ein Leben im letzten Kloster am einsamsten Ende von Souvagne fristen zu lassen. Es liegt jedoch nicht in meiner Absicht, kleinliche Rache zu ├╝ben. Was ich m├Âchte, ist von dir zu erfahren, was du dir f├╝r die Zukunft w├╝nschst. Du hast vor mir nichts zu bef├╝rchten, denn wie du richtig angemerkt hast, bin ich nicht nur dein Mann, sondern auch dein Bruder. Ich liebe dich. Aber so geht es nicht weiter. Darum bitte ich dich, mir eine Frage ehrlich zu beantworten. Wenn du einen Wunsch frei h├Ąttest f├╝r deine Zukunft, wenn du sie so leben k├Ânntest, wie du willst, ohne R├╝cksicht nehmen oder Gesetze befolgen zu m├╝ssen - wie w├╝rde deine Zukunft aussehen?┬ź

Olivie Solaine de Souvagne
Olivie muster Ciel eine zeitlang stumm, ehe sie seine Hand nahm. "Ich wollte Dich wirklich nicht verletzten, ich war eigens├╝chtig. Ja Du hast Recht, ich habe Dich verletzt und ich habe Dich betrogen. Und ich habe mich auch nicht als Frau von Dir geliebt gef├╝hlt. Wir hatten doch vereinbart es gemeinsam zu versuchen und ich war wirklich dazu bereit Ciel. Und dann kammst Du mit dieser abenteuerlichen Idee mit Zerbino. Ich wei├č dass Du keusch leben wolltest und dass das sicher nicht leicht f├╝r Dich war. Das verstehe ich alles, wir beide hatten uns ausgesprochen vorher. Aber Ciel, ganz ehrlich war es leicht f├╝r mich? Du h├Ąttest sagen k├Ânnen Du m├Âchtest nicht und ich h├Ątte es akzeptiert. Aber Zerbino machte mir Angst. Ich wei├č dass ich b├Âse Dinge ├╝ber ihn sagte, aber ich mag den Mann nicht und ich f├╝rchtete mich vor ihm. Nathan war eine liebe Idee, aber es war eine Idee aus Hilflosigkeit oder? Ich Danke Dir, dass Du mich nicht versto├čen willst. Auch ich bin neben Deiner Frau Deine Schwester und liebe Dich. Und ich wollte Dich nicht blo├čstellen, aber Remy behandelte mich ganz anders. Das h├Ątte ich mir sehr von Dir gew├╝nscht. Das Du mich vor dem Zwerg retten wolltest, rechne ich Dir hoch an. Nun m├╝sste ich Dich vor einem Zwerg retten, w├╝rde ich es genauso tun. Das klingt verr├╝ckt, aber das ist so. Was ich mir w├╝nschen w├╝rde f├╝r meine Zukunft? Dar├╝ber habe ich oft nachgedacht, aber meine Zukunft war immer klar, ich werde einen Adligen heiraten m├╝ssen. Ich habe mir immer gew├╝nscht, dass der Mann mich mag und gut zu mir ist. Beides warst Du und ich habe es mit Verrat vergolten. Nicht aus B├Âswilligkeit, sondern weil ich mich einmal frei und begehrt f├╝hlen wollte. Nicht geachtet oder respekttiert, sondern einfach als Frau gewollt. Meine n├Ąhere Zukunft w├Ąre wenn ich es d├╝rfte, einmal mit Dir so zusammenzusein wie mit ihm. Ob Du das m├Âchtest und kannst. Und wenn ich meine Zukunft v├Âllig frei w├Ąhlen d├╝rfte, w├╝rde ich ihn gerne behalten", erkl├Ąrte Olivie.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel erwiderte den Druck ihres zarten H├Ąndchens. Er betrachtete ihre Finger, w├Ąhrend sie miteinander sprachen. ┬╗Was genau w├╝rdest du dir von mir w├╝nschen? Ich war nicht dabei, Olivie, ich wei├č nicht, was er getan hat, das dir so gut gefiel. Du m├╝sstest schon die Karten auf den Tisch packen und die Dinge beim Namen nennen. Du w├╝nschst dir einen Adligen, der dich mag und gut zu dir ist. Kann dir Remy das bieten? Du m├Âchtest ihn gern behalten. W├╝rdest du ihn heiraten oder nur als Gespielen an deiner Seite wissen wollen? Ja, ich habe Nathan und Zerbino um Hilfe gebeten, da ich eben genau das bef├╝rchtete, was eignetreten ist - dass du mit meiner Leistung nicht zufrieden bist. Aber beides sind gute Menschen und ich habe keine Widerlinge ausgesucht, sondern M├Ąnner, von denen ich annahm, dass sie dir gefallen w├╝rden. Dass du Zerbino derart absto├čend findest, konnte ich nicht ahnen, aber ich habe es respektiert und mit Nathan hattest du doch Spa├č.┬ź

Olivie Solaine de Souvagne
Olivie nickte zustimmend. "Ja das ist war, dass ist unfair. Wie sollst Du etwas wissen, dass ich Dir nicht sage? Er war einfach so selbstsicher, er wusste alles und er wusste wie er mich behandeln muss. Ich musste gar nichts tun, au├čer genie├čen. Es war so, als bedient er mich. Dabei w├Ąre doch doch eigentlich so, dass ich dem Mann dienen muss. Nat├╝rlich war es auch so, aber er kannte den Weg und sagte nicht was ich tun soll, er tat es und gab mir das Gef├╝hl er kennt es. Er wei├č es und er ist gut zu mir. Er bedient mich, dabei nahm er sich selbst was er wollte. Und so wie er es tat, so frech und frosch und selbstsicher, da hat es mir sehr gefallen. Er hat nicht ├╝berlegt, er hat es einfach getan. Er hat mich vorher so nun mit Verlaub hei├č gemacht, dass ich gerne mit ihm Sex haben wollte. So sehr, dass ich es nicht erwarten konnte. Mit Nathan hat es auch sehr viel Spa├č gemacht. Aber er ist v├Âllig anders. Er war lieb, z├Ąrtlich, behutsam, ja ich w├╝rde sagen zahm. Vergleiche ist das mit Tanzen ist es mit Nathan ein ganz langsamer Walzer gewesen und mit Remy reines ├╝ber die Wiese wetzen. Nathans Art zu lieben ist wie sein K├Ârper, weich und sanft. Und Remys Art zu lieben ist so wie er sich anf├╝hlt, hart und wild. Du bist doch auch letzteres, aber Du m├Âchtest es nicht selbst tun. Ihn heiraten? Ich mag seine Art, weil er wei├č was er tut und weil er so naja erwachsen wirkt und dann kann er auch wieder ein frecher Bub sein. Und er ist ein Wildfang, er macht was er will, das imponiert mir. Und er sieht gut aus. Das k├Ânntest Du auch Ciel. Er ist ganz ├Ąhnlich wie Gregoires Linhard oder wie Khawa", erkl├Ąrte Olivie.

Ciel Felicien de Souvagne
"Wie Linhard oder Khawa?", wiederholte Ciel. Er wechselte einen fassungslosen Blick mit Gregoire. Auf seinem Gesicht spielte sich ein sehenswertes Schauspiel ab, ehe es wieder ausdruckslos wurde. "Ich bin aber kein Wildfang. Ich bin ein nachdenklicher, sensibler Mensch, der manchmal seine Launen hat. Mehr als meine langweilige Liebe und bedingungslose Zuneigung kann ich dir nicht bieten. H├Âchstens noch einen Vortrag ├╝ber alchemistische Algorithmik oder die Taxonomie kardiovaskul├Ąrer Systeme. Ich k├Ânnte dir anbieten, dich zu verw├Âhnen, ohne dass du eine Gegenleistung erbringen musst, aber ich werde das Gef├╝hl nicht los, dass du dich trotzdem wieder langweilen w├╝rdest, denn genau das hatte ich bei unserer Hochzeitsnacht ja versucht."

Olivie Solaine de Souvagne
"Ja von ihrer Art her Ciel, verstehe das nicht bewusst falsch. Du denkst nach, gr├╝belst und denkst Dir ein Plan aus. Was t├Ąte Khawa in der gleichen Situation? Das was Remy und Lin auch tun, die denken und fackeln nicht lagen, die legen los. Und komischerweise haben sie dabei immer gute und blendende Laune. Sie verspr├╝hen Lebensfreude pur. Nun, jedenfalls Khawa und Remy, Lin ist manchmal ein Trauerklo├č, aber daf├╝r kann er nichts. Nein ich m├Âchte nichts von Alechmie h├Âren, es sei denn sie macht Dich zum Tier im Bett und stoppt mal f├╝r f├╝nf Minuten Deine grausame Gedankenflut. Du qu├Ąlst Dich doch selbst mit dieser Nachdenkerei Ciel! Mach einfach mal, f├╝hl einfach mal und vor allem genie├č einfach mal. Das m├Âchte ich von Dir, lass mal locker, f├╝hre diesen Kampf ohne Schlachtplan, albere rum, was immer Du willst, wo immer Du Bock zu hast, tue es. Das Ciel, dass w├╝nsche ich mir von Dir. Ja Du bist ein nachdenklicher und sogar sehr kluger Mensch. Das wei├č ich, aber im Bett geh├Ârt das nicht hin. Wir beide wollten es versuchen und diese Denkerei sie stand wie eine Mauer zwischen uns. Mache ich alles richtig? Soll ich ihr einen anderen liefern, wie mag sie es gerne? Lass das Denken, teste es! Und nein, Du sollst mir Dich servieren! Guck Dich doch nackt mal an! Ganz ehrlich zu Dir selbst, was ist da zum nachdenken oder verstecken oder gr├╝beln? Er funktioniert doch! Oder mache ich Dich nicht scharf, dass Du Dich nicht auf Dein Instinkt verlassen kannst wie Khawa und Co?", fragte Olivie ├Ąngstlich.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Liebling┬ź, rief Ciel verzweifelt, ┬╗h├Ątte er denn funktioniert, w├╝rdest du mir nicht ausgesprochen gut gefallen? Vielleicht wei├čt du das nicht, aber nein, dann h├Ątte sich da gar nichts geregt. Mit deinen unmenschlichen Forderungen machst du es mir nicht einfacher. Du w├╝nscht, dass ich jemanden spiele, der ich ├╝berhaupt nicht bin. Vielleicht findest du mich ansehnlich, vielleicht liebst du mich auch - aber du m├Âchtest, dass ich dir einen Remy oder einen Linhard vorspiele. Du w├╝rdest die Augen schlie├čen und dir jemand anderen vorstellen, nicht wahr?┬ź, fragte er traurig.

Olivie Solaine de Souvagne
"Nein, ich w├╝rde die Augen offen lassen und Dich genie├čen. Du musst niemanden vorspielen, Du musst nur jemanden befreien. Jemanden wie die Spatzen von den D├Ąchern pfeifen, den Du gerne f├╝r eine andere Person befreist. Aber das war nach unserem Versuch, darum sage ich dazu nichts, denn es steht Dir genau wie mir zu Ciel. Du wolltest mit mir gl├╝cklich sein und ich mit Dir. Ich habe mir einen Ersatz gesucht und Du Dir auch. Oder haben wir uns beide gesucht was wir wirklich brauchen? Ist es vielleicht so? Du m├Âchtest mir nicht wehtun, mir schaden und mich gl├╝cklich sehen. Auch das m├Âchte ich genauso f├╝r Dich. Warum geht es mit Ferrau? Sag mir das bitte. Ist es so, weil er ein Mann ist? Vielleicht spricht dass Dein Tier in Dir an und Du wirst zum Wolf. Oder bin ich Dir zu zahm? Ich lag da ja nur wie ein Brett, auch nicht gerade erotisch. Was ist es?", fragte sie und dr├╝ckte seine H├Ąnde, damit er sp├╝rte dass sie es gut meinte.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel kniff etwas die Augen zusammen, dann lie├č er die Schultern sinken. ┬╗Ich w├╝sste gern, woher der gesamte Palast das wei├č! Andererseits ... ich glaube, ich wei├č es.┬ź Er blickte kurz zu Ferrau her├╝ber, der mit seinen Karten hantierte. ┬╗In mir schlummert jedenfalls kein Tier, ich wei├č nicht, was du dir f├╝r Vorstellungen machst von der Zweisamkeit, die ich mit Ferrau verbrachte. Wahrscheinlich hat Fabien dir diesen Bl├Âdsinn erz├Ąhlt. Ich habe mich bei Ferrau nicht anders gegeben als bei dir, aber Ferrau hat eben nicht nur dagelegen wie ein Brett. Das Brett war in dem Falle vermutlich eher ich. Ung├╝nstig ist, wenn zwei Bretter nebeneinander liegen. Olivie, ich m├Âchte dir ein Angebot machen. Bitte nimm es nicht b├Âs, ich meine es lieb, da du mir sehr am Herzen liegst. M├Âchtest du, dass wir unsere Ehe annullieren? Es st├╝nde dir frei, Remy zu ehelichen, aber als offiziellen Geliebten oder deinen Zweitmann in unserer Ehe m├Âchte ich ihn nicht dulden. Daf├╝r kann ich ihn zu wenig leiden.┬ź

Olivie Solaine de Souvagne
Olivie schaute Ciel lange und sehr ernst an, ehe sie nickte. "Ich glaube Dir dass Du es ernst und lieb meinst. Und ja, dass war wirklich ein gutes Beispiel, zwei Bretter. So lagen wir wirklich da, nicht wahr? Du wurdest wachgek├╝sst von Ferrau und wie ich h├Ârte war es nicht gerade leise. Was mich f├╝r Dich freut. Und ich wurde von Remy wachgek├╝sst. Das Du Remy nicht als Ehemann oder Mitehemann w├╝nscht, verstehe ich. Darf ich mir das noch einige Tage ├╝berlegen? Und m├Âchtest Du es noch einmal mit uns versuchen, oder bist Du Dir sicher, dass Du Dich in Freundschaft trennen magst? Ich m├Âchte das nicht entscheiden und dann mit Dir f├╝r immer verkracht sein Ciel, dass war nie was ich w├╝nschte", sagte sie geknickt.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel zog sie an sich heran, streichelte ihre Schultern und k├╝sste sie liebevoll. "Wir werden nicht f├╝r immer verkracht sein. Aber du w├╝nschst dir von mir etwas, das ich dir nicht bieten kann. Ich bin kein Draufg├Ąnger, sondern jemand, der gern mit allen Sinnen genie├čt, nicht nur mit einem einzigen K├Ârperteil, und es darum langsamer angeht. Aufeinander zugehen hei├čt nicht, sich v├Âllig verbiegen zu m├╝ssen. Das kann man vielleicht das eine oder andere Mal zum Spa├č tun, aber das kann doch kein Dauerzustand sein. Da du von Ferraus Leidenschaftlichkeit wei├čt, hast du es doch von Fabien erfahren, nicht wahr? Oder hat Ferrau es dir mitgeteilt?"

Olivie Solaine de Souvagne
"Da ist etwas dran, ich m├Âchte gar nicht mit Dir verkracht sein. Nein ich h├Ârte es weder von Ferrau noch von Fabien sondern von meiner Zofe Jeanne Ciel. Sie hat mir davon erz├Ąhlt und sie erz├Ąhlte auch, wie gl├╝cklich Ihr beiden geklungen habt. Zufrieden, v├Âllig losgel├Âst und einfach gl├╝cklich", antwortete Olivie und dr├╝ckte ihn. "Wenn es mit Ferrau sein soll und nicht mit mir, ist er der Richtige".

Ciel Felicien de Souvagne
"Und woher wei├č es Jeanne?", fragte Ciel irritiert.

Olivie Solaine de Souvagne
"Das habe ich sie gar nicht gefragt Ciel, ich habe mich einfach wehm├╝tig f├╝r Dich gefreut. Freude dass Du gl├╝cklich bist mit etwas Herzschmerz. Aber dennoch Freude f├╝r Dich. Ich kann sie gerne fragen, wenn Du m├Âchtest", bot Olivie freundlich an.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel winkte ab. "Ich kann es mir denken. Es ist unwichtig." Er streichelte ihren Hals hinauf und k├╝sste ihren weichen Mund. Alles an ihr war so viel weicher als an Ferrau. "Dann w├╝rde ich vorschlagen, dass wir beide unseren Weg wieder nebeneinander gehen anstatt miteinander. Ich g├Ânne dir Remy an deiner Seite. Aber ich dulde ihn nicht als Nebenbuhler. Und ich m├Âchte mich nicht zu etwas verbiegen, das ich nicht bin. Unsere Ehe soll keine Maskerade sein. Ich w├╝nsche dir alles Gute. M├Âgest du gl├╝cklich werden."

Olivie Solaine de Souvagne
Olivie umarmte Ciel felsenfest, als m├╝sste sie sich an ihm festhalten, w├Ąhrend ihre Br├╝der und ihr Schwager schweigend um sie herum sa├čen und zuh├Ârten. Sie mischten sich nicht ein, sie schauten nicht mal anklagend. Sie waren da. Eine menschliche Mauer, die R├╝cken nach au├čen gewandt, die Gesichter nach innen. So wie es stets in Souvagne war - der Blick nach innen gerichtet. Vielleicht h├Ątten sie beide es selbst ebenso halten sollen, wie die jahrtausende alte Tradition. Denn auch als einzelne Person konnte man den Blick nach innen wenden. Hatte einer von beiden in sich selbst hinein gehorcht? Nein und nun standen sie nach k├╝rzester Zeit vor den Scherben ihrer Ehe. War es je eine gewesen? Hatte Ciel sich nicht letztendlich doch verbogen, nur um sie vor einem Fremdl├Ąnder besch├╝tzen zu k├Ânnen? Hatte er selbst den Blick auf sich verloren, f├╝r sie? Wenn dem so war, was hatte sie noch von ihm erwartet? Dass er zudem ihren Unterhalter gab und gleichzeitig ein Geliebter, der er nie sein wollte? Er hatte nie einen Hehl daraus gemacht wie er leben wollte. Das hatte sie von Anfang an gewusst. Sicher er h├Ątte sie nicht fragen m├╝ssen, aber sie h├Ątte den Antrag nicht annehmen m├╝ssen. Und schlimmer noch - w├╝rde man Ciel fragen, dann hatte er fragen m├╝ssen, f├╝r ihn gab es keinen anderen Ausweg um sie zu retten. Und genau das hatte er getan, gleichg├╝ltig was er wollte, f├╝hlte, ben├Âtigte. Er hatte sie vollkommen ├╝ber seine eigenen Bed├╝rfnisse und Gef├╝hle gestellt und genau das tat ein liebender Ehemann. Olivie nahm sein Gesicht in beide H├Ąnde und k├╝sste ihn lange, liebevoll und leidenschaftlich. "Du bist viel mehr als ein Draufg├Ąnger", fl├╝sterte sie mit blutendem Herzen.

Ciel Felicien de Souvagne
Mit geschlossenen Augen k├╝sste er sie zur├╝ck. Er liebte sie kein St├╝ck weniger als an dem Tag, als sie beide sich das Ja-Wort gaben und er f├╝hlte alles M├Âgliche, aber keinen Zorn. Sie beide waren jung und naiv, er selbst nahm sich davon nicht aus, denn von Liebesdingen hatte er trotz seiner vielseitigen Lebenserfahrungen bislang nicht viel mitbekommen. Was er als Feldherr und als Bluthexer bislang geleistet hatte, interessierte in dem Moment nicht, wo er seiner Frau einen sch├Ânen Abend bereiten wollte, vielleicht stand es ihm in jenem Moment sogar im Weg. "Ich liebe dich", sagte er aufrichtig. "Du bist eine wunderbare Frau. Du hast Besseres verdient."

Olivie Solaine de Souvagne
"Ich liebe Dich ebenso Ciel von ganzem Herzen. Sag so etwas nicht, was Du getan hast und vor allem warum Du es getan hast, macht Dich mehr zu einem Mann als Du denkst. Was immer andere je behaupten, Du bist Vaters Sohn - eindeutig. Genau wie Dreux und Greg, Du bist es mit allen Ecken und Kanten, aber vor allem mit seinem Gro├čmut und seiner Liebe. Und mit seiner Sturheit, mit der Du mich vor einem gro├čen Ungl├╝ck bewahren wolltest. Und daf├╝r Danke ich Dir. Du hast auf mich geschaut und Dich selbst vergessen. Du rettest st├Ąndig andere Ciel, aber wer rettet Dich?"

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich brauche nicht gerettet zu werden. Mir geht es gut.┬ź Er l├Ąchelte. ┬╗Ich h├Ątte mir nur gew├╝nscht, dass unsere Ehe anders endet und nicht so schnell. Jetzt muss ich es Papa beichten, meine Ehe in den Sand gesetzt zu haben. Oder kannst du das regeln, Dreaux?┬ź

Olivie Solaine de Souvagne
"Wir haben sie nicht in den Sand gesetzt Ciel, wir haben es versucht und sind gescheitert und dennoch haben wir hoffentlich etwas gewonnen, uns gewonnen auf andere Art", sagte Olivie und schaute ihren ├Ąltesten Bruder abwartend an.

Dreux Gifford de Souvagne
"Da von mir die Ehe als Duc geschlossen wurde und ich Mitregent bin, kann ich sie als Archi-Duc auch wieder aufheben. Ich an Eurer Stelle w├╝rde Vater informieren, aber ich werde die Ehe aufheben. Schaut, ich traue Euch, er trennt Euch? Wie muss sich dass f├╝r ihn als Vater anf├╝hlen? Solltet Ihr Euch erneut verbinden, lasst Euch von ihm trauen, als Zeichen der Zusammengeh├Ârigkeit. Ich werde die Trennung vollziehen", sagte Dreux freundlich.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel blickte sehr ernst drein und hielt die Hand von Olivie ganz fest. "Wie wird es ablaufen?"

Dreux Gifford de Souvagne
"Ich hebe Eure Ehe auf, ich annulliere Sie, dass w├Ąre so, als w├Ąrt Ihr nicht verheiratet gewesen. Das hei├čt nichts anderes, als dass ich die geschlossene Ehe aufheben werde. F├╝r Euch hat dies nicht einmal standesrechtliche Probleme, da Ihr beide der Krone angeh├Ârt habt und weiterhin angeh├Âren werdet. Keinem von Euch droht Standes- oder Gesichtsverlust. Was besonders f├╝r eine Frau schwerwiegt, falls sie erneut heiraten m├Âchte. So etwas macht eine erneute Heirat fast unm├Âglich. Gut f├╝r Olivie nicht, die Krone ist immer noch etwas anderes, als Niederadel oder Adel. Selbst als gefallene Frau k├Ânnte man so immer noch einen Mann von Stand finden, der sich mit unserem Namen schm├╝cken m├Âchte. Aber Olivie ist keine gefallene Frau und wird dadurch also keine Schwierigkeiten erhalten und Du erst Recht nicht Ciel", erl├Ąuterte Dreux.

Ciel Felicien de Souvagne
"Und wie erfolgt das Annulieren? Schriftlich, via Zeremoniell?" Ciels Stimme klang etwas erstickt, woran man sah, dass er zwar ├Ąu├čerlich die Fassung wahrte, es ihm aber sehr nahe ging. "Und ab wann hat die Annulierung G├╝ltigkeit? Bitte verzeiht meine vielen Fragen, aber ich m├Âchte, wie so oft, alle Fakten kennen, um, ja, um dar├╝ber nachdenken zu k├Ânnen, was geschehen ist, was noch geschieht und was nie geschehen wird."

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux musterte ihn mitf├╝hlend. "Ciel es gibt keine Zeremonie f├╝r eine Trennung. Dieser Akt ist quasi die Aufhebung von dem was geschehen ist. Ich best├Ątigte damit die Ung├╝ltigkeit Eurer Ehe, Eure Ehe ist rechtsung├╝ltig. Es ist so, als w├Ąrt Ihr niemals verheiratet gewesen. Sobald die Annullierung ausgesprochen ist, ist sie wirksam. Keine Sorge, besser Du ├╝berlegst es Dir in Ruhe, bevor Du nachher mit Dir haderst. Frag einfach was Du fragen m├Âchtest", sagte Dreux ruhig.

Ciel Felicien de Souvagne
"Es gibt nichts zu ├╝berlegen, Dreaux. Olivie w├╝nscht sich einen Wildfang, einen Draufg├Ąnger und ich bin ein Denker, der Zeit braucht und dann St├╝ck f├╝r St├╝ck lang und breit genie├čt. Mit mir wird Olivie nicht gl├╝cklich, zumindest nicht als Ehemann. Vielleicht aber als Bruder."

Olivie Solaine de Souvagne
"Ja ich denke damit hast Du Recht Ciel. Du ben├Âtigst einen kleinen Frechdachs wie Ferrau und einen Mann und ich ben├Âtige einen Wildfang wie Remy als Partner. Als Geschwister haben wir uns immer verstanden und geliebt. Und Liebe hei├čt auch gehen lassen k├Ânnen, auch wenn es mich extrem schmerzt, denn ich wei├č was Du f├╝r mich getan hast. Was Du f├╝r mich leisten wolltest und auf was Du total selbstlos f├╝r mich verzichtet hast. Du hast mit Zerbino und den anderen versucht, dass zu retten, was nie zu retten war. Und das alles um mich zu retten. Verr├╝ckt nicht wahr? Und dennoch so liebensw├╝rdig, dass es mir die Kehle zuschn├╝rt. Du bist die selbstloseste Person die ich kenne Ciel, so selbstlos, dass Du sogar Dir gegen├╝ber unfair warst um mir beistehen zu k├Ânnen. Ich f├╝hle mich geehrt durch Deine Tat und sch├Ąbig Dich so entt├Ąuscht zu haben. Ich hoffe wir sind als Geschwister wieder die Freunde die wir immer waren, nur um einige Erfahrungen reicher", sagte sie liebevoll.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Wir werden immer Freunde bleiben┬ź, erwiderte Ciel z├Ąrtlich und gab ihr einen letzten Kuss, in den er all die Liebe legte, die er f├╝r sie empfand. ┬╗Lass dich zur├╝ck in deine Gem├Ącher bringen und lass es setzen. Ich werde auch meine Zeit brauchen. Aber du brauchst mir in Zukunft nicht auszuweichen oder besch├Ąmt den Blick zu senken, wenn unsere Wege sich kreuzen, h├Ârst du?┬ź

Olivie Solaine de Souvagne
"Ja und ich verspreche Dir, Du ebenso wenig. Lass es die Spatzen doch von den D├Ąchern pfeifen, was pfeifen sie denn? Ciel ist gl├╝cklich, das ist eine Botschaft die doch jeder gerne h├Ârt. Oder fast jeder. Du wei├čt, wer dar├╝ber ungl├╝cklich sein wird. Aber davon kannst Du Dein Gl├╝ck nicht abh├Ąngig machen Ciel, denk bitte immer daran. Wir werden auch von mir aus immer Freunde sein und ich werde Dich beraten so gut ich kann, auch wenn ich eine andere Weltsicht habe als Du. Aber manchmal ben├Âtigt man ja genau das nicht wahr? Nein ich werde Dir nicht ausweichen. Und solltest Du je erneut heiraten, werde ich fest an Deiner Seite stehen, wie Du vielleicht eines Tages bei mir. Was oder wie Remy denkt Ciel, dass kann ich Dir in dieser Sache nicht einmal sagen. Ich halte es gerade wie Du, ich genie├če einfach die Z├Ąrtlichkeiten und ich hoffe es bleibt noch eine ganze Weile so f├╝r uns beide", sagte sie innig.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel schloss kurz die Augen. Ja, er wusste wer ungl├╝cklich und mehr sein w├╝rde dar├╝ber, dass er mit Ferrau zusammen war. W├Ąhrend er bei Olivie sicher war, dass diese insgeheim dar├╝ber erleichtert war, f├╝rchtete er Alexandres Reaktion. "Ja, genie├če es. Remy hat nichts zu bef├╝rchten, darauf hast du mein Wort."

Olivie Solaine de Souvagne
"Daf├╝r Danke ich Dir, Du solltest es Alex gemeinsam mit Ferrau sagen. Damit er es selbst sieht. Das macht es f├╝r ihn nicht leichter, aber ich wei├č nicht wie Du zu ihm stehst. Remy kam f├╝r Dich nicht in Betracht, dass verstehe ich. Er ist jetzt nicht mehr Thema. Aber was ist mit Alex? Kommt er f├╝r Dich in Betracht? Als Familienangeh├Âriger? Ich glaube wenn Du ihm diese Ehre erweist, wirst Du ihm mehr geben, als jemals jemand k├Ânnte. Und er hat einen Stand, der nicht zu verachten ist. Danach h├Ątte er einen Stand, der dem von Linhard entspricht. Er w├Ąre ein de Souvagne, mehr Zuneigung kannst Du ihm nicht zeigen, mehr Respekt und Adelung geht nicht", sagte Olivie.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel blickte ├╝berrascht auf. Es war, als h├Ątte sie seine Gedanken gelesen. Sie waren Geschwister und standen sich nach wie vor sehr nahe - nun vielleicht sogar noch mehr als zuvor. Vielleicht hatte die gescheiterte Ehe sogar etwas Gutes bewirkt. "Brandur sagt es ihm gerade. Da Papa sich gedr├╝ckt hat. Aber vielleicht hast du Recht und Ferrau und ich sollten mal nach den beiden sehen. Alexandre kann im Zorn sehr unangenehm sein, auch wenn er nicht schreit oder handgreiflich wird. Wer ihn einmal w├╝tend erlebt hat, wei├č, was ich meine. Deine Idee ist ... ich werde dar├╝ber nachdenken."

Gregoire Verrill de Souvagne
"Nichts anderes habe ich Dir geraten Ciel und sie sieht es unabh├Ąngig von mir ebenso. Denk gut dr├╝ber nach, ein de la Grange in der Familie... hat doch was. Sie sind alter Hochadel, zuverl├Ąssig, loyal, treu", sagte Verrill und schmunzelte Dreux an. "Das w├╝rde Alex sicher gefallen, vielleicht auch seiner Schwester und Dir doch eh. Sei ehrlich. Gegen diese Ehe wird Vater garantiert nichts einzuwenden haben. Es sei denn Du m├Âchtest wieder was abschneiden", lachte Greg leise und knuffte seinen Bruder als Zeichen daf├╝r, dass er nur Spa├č machte.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel bekam rote Ohren. "Damals hatte ich aber noch keinen Ferrau. Drum gilt es neue Erw├Ągungen anzustellen, zus├Ątzliche Parameter in Gestalt eines s├╝├čen Geliebten mit Pausb├Ąckchen sind zu ber├╝cksichtigen." Er zog Ferrau an sich heran und l├Ąchelte. "M├Âchtest du nicht mitfeiern, Oli?"

Olivie Solaine de Souvagne
"Ja gerne, sehr gerne sogar", sagte sie ergriffen und nahm Ciel noch einmal fest in die Arme. Zuerst wie ihren Mann, den sie verabschiedete, dann wie einen Bruder den sie willkommen hie├č. "Ich Danke Dir f├╝r alles, die Rettung, die Freilassung, Deine Liebe und G├╝te... wer immer Dich heiratet, kann froh drum sein", sagte sie leise und k├╝sste ihn auf die Stirn. Dann nahm sie sich auch einen Keks, trank einen Schluck von Ciels Bier und knuffte ihn ebenfalls. "Bruder", grinste sie liebevoll.

Ciel Felicien de Souvagne
Er knuffte sie zur├╝ck. "Schwesterlein", erwiderte er grinsend.

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