Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. WĂ€hrend die Urvölker auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. GeheimbĂŒnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Ankunft in Souvagne

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Großherzogtum Souvagne
Das almanische Großherzogtum Souvagne ist geprĂ€gt von sanfte HĂŒgeln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne hĂ€lt sich aus Kriegen grĂ¶ĂŸtenteils heraus und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische NeutralitĂ€t. Von allen Herrschern ist er der GemĂ€ĂŸigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen grĂ¶ĂŸtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Morasa
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Ankunft in Souvagne

#1

Beitrag von Morasa » Di 31. Jul 2018, 09:08

Morasa
 
war mit Firxas, Terc und Mauli lange gereist. Von Nardien bis nach Souvagne war es ein ganzes StĂŒck. Sogar ein StĂŒck alte Heimat lag dazwischen. Aber die interessiert Mo nicht mehr. Er war zwar ein Waldalb, aber er gehörte nicht mehr zu ihnen. Schon lange nicht mehr. DarĂŒber waren die Waldalben genauso froh wie er. Sie hiessen jeden willkommen und waren stolz auf ihre Dummheit. Mo war nicht so ein Alb. Er verschenkte kein Vorschussvertrauen. Sein Vertrauen musste jemand gewinnen. Er verschenkte es nicht wie wertlosen MĂŒll. Die anderen Waldalben warfen ihr Vertrauen weg und entzogen es dann enttĂ€uscht. HĂ€tten sie frĂŒher zweimal hingeguckt wem die vertraut hĂ€tten, wĂ€ren sie nicht fast ausgerottet worden.
Aber die Waldalben hatten nichts daraus gelernt. Er passte nicht zu ihnen und sie passten nicht zu ihm. So hatte er jahrelang allein im Wald gelebt. Er war fast immer allein, bis auf die Jobs die er annahm um sich Dinge zu kaufen die er nicht selber herstellen konnte. Aber daraus war nie mehr geworden.
Bei einer anderen Jobsuche hatte er die Geister und Dave kennengelernt. Er hatte gehofft dass es anders wird. Die Geister waren im Ă€hnlich. Aber der Albenhasser Urako und fette Ork hatten alles zerstört. Egal was er getan hatte, er stand immer als Blödmann vor alle anderen da. Dann hatte ihn der Albenhasser auch noch um seinen Dolch betrogen. Am Ende war er verletzt und völlig nackt geflohen. Er hatte alles verloren. Nur dank Maulis Hilfe hatte er ĂŒberlebt. Er hatte seinen Herrn Crize und Aksoy geholt die ihm geholfen hatten. Und dass obwohl die Rakshaner waren. Er war zu den Geistern zurĂŒckgekehrt und hatte sein Blut erhalten. Niemand konnte ihn mehr aufspĂŒren. Die Geister mussten keine Angst vor ihm haben.
Mo wollte sich nur an Urako und Seddik rĂ€chen. Dann war die Sache ausgestanden. Urako hatte seinen Mann  verstĂŒmmelt und dass blieb nicht auf ihnen sitzen. Mo dachte an alle guten Leute die ihn geholfen hatten. Er dachte an Alessa und wie er Firxas kennengelernt hatte. Er dachte an den Kutscher mit den Hunden. Einer der Hunde hiess auch Mo und war ein Gestaltwandler wie er. Er dachte an Ansgar, der sie aufgenommen hatte. An den Heiler dort und die Köchin. Wie er ein Messer gestohlen hatte und wie sie gebadet hatten. Dort hatten sie nach lange Zeit endlich wieder im Bett geschlafen. Er dachte sogar an den Diener den er in die Nase zwicken musste, weil er so frech wurde.
Mo fragte sich, was aus all den Leuten geworden war.
Sie waren weit gewandert. Wo es ging, hatten sie gefragt ob sie ein Karren mitnahm. Oft hatten sie GlĂŒck. Sie ĂŒbernachteten unterwegs im Freien. Wenn sie die Möglichkeit hatten, machten sie kleine Hilfsarbeiten in eine Taverne und durften nachts am Feuer schlafen. Sie waren nicht faul und sie kamen gut voran. Bald hatten sie die Handelsallianz hinter sich gelassen. Sie wanderten durch das Waldgebiet der Waldalben. Mo fĂŒhlte sich nicht Zuhause, aber er kannte sich in den WĂ€ldern aus. Dann endlich kamen sie in Almanien an. Alamanien bestand aus mehreren LĂ€ndern und sie wollten nach Souvagne zu Linhard.
Mo schaute zu Firxas und deutete in die Ferne.
Eine riesige Mauer wurde dort gebaut. Sowas hatte er noch nicht gesehen. Die Mauer sah massiv und mĂ€chtig aus. HĂ€tten die Waldalben eine Mauer gehabt, wĂ€ren die Rakshaner nicht ĂŒber die hergefallen, dachte Mo. Nur die Waldalben lebten nicht als ein Volk zusammen wie die Almanen. Sie lebten in kleinen Gruppen. Die Alben hĂ€tten hunderte Mauern gebraucht.
Morasa schaute zum Himmel hinauf. Viele Greifvögel folgen hier. Das war nicht normal. Ein Greifvogel hatte sein Revier und er teilte nicht. Die Vögel mussten JĂ€gern gehören. Er hatte schon gesehen wie Menschen mit Greifvögeln jagten. Er bevorzugte den Bogen, aber mit so einem schönen Tier machte die gemeinsame Jagd bestimmt Spass. Sie kamen der Mauer nĂ€her. Überall waren Wachen und Soldaten. Morasa erinnerte sich dunkel, dass es hier vor einige Zeit noch Krieg gegeben hatte. Die Zwerge und Almanen hatten sich auch gegen die Rakshaner verteidigen mĂŒssen. Oder nur die Zwerge? Oder nur die Almanen? Mo wusste es nicht so genau. Aber mit Rakshaner war nicht zu spassen.
Mo nahm die Hand von Firxas und marschierte mit ihm gemeinsam zum Tor. Das Tor war genauso gut bewacht wie die Mauer. Morasa drĂŒckte die Hand von Firxas. Endlich waren sie an der Reihe. Die Wache schaute sie grimmig an. Es war ein Mensch in RĂŒstung und seine Augen waren hell wie Wasser. Das machte seinen Blick unheimlich wie den von Dave. Mo dachte kurz an Dave und hoffte er wĂŒrde ihn wiedersehen. Er mochte ihn sehr und er war gut zu Firxas und ihm gewesen. Die Wache versperrte ihnen den Weg und fragte was sie in Souvagne wollten. Mo rĂ€usperte sich und wischte sich die HĂ€nde an seinen Sachen ab. Er hoffte er sah nicht ganz so schĂ€big aus.
 
„Wir möchten zu Linhard. Sein ganzer Name ist Linhard von Hohenfelde. FrĂŒher lebte er in Naridien und suchte Leute fĂŒr seinen Stab. Wir möchten uns bei ihm bewerben. Wir haben gehört, dass der nach Souvagne gezogen ist. Ich kenne seinen Onkel Davard von Hohenfelde. FĂŒr ihn hab ich frĂŒher schon gearbeitet. Die letzte Zeit war nicht gut fĂŒr uns und es gibt wenig Arbeit in Nariden. Sie können gerne nachfragen lassen. DĂŒrfen wir passieren?.“
 
Morasa wartete ab wie die Wache entscheiden wĂŒrde.


(Was sagt die Wache?)

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Re: Ankunft in Souvagne

#2

Beitrag von Firxas » Mi 1. Aug 2018, 15:54

Sie boten schon ein ulkiges Bild, wenn sie nebeneinander standen: Firxas groß und massig wie ein BĂ€r, Morasa klein und drahtig wie der Marder, in den er sich verwandeln konnte. Genau so unterschiedlich war auch ihr Charakter. WĂ€hrend Firxas in sich ruhte, war Morasa ein bissiges kleines Biest.

Auf Firxas` RĂŒcken hing - wie könnte es anders sein - der DĂŒsterling Terc, der den Waldalben hasserfĂŒllt aus zusammengekniffenen Augen anblinzelte. Vermutlich verhinderte allein die Anwesenheit von Firxas, dass die beiden sich in ein fauchendes KnĂ€uel aus Krallen und ZĂ€hnen verwandelten. Tercs Augen waren blutrot, entzĂŒndet und trĂ€nten. Vermutlich war er wegen des Tageslichts, dem er in letzter Zeit viel ausgesetzt gewesen war, inzwischen erblindet.

Ebenfalls mit von der Partie war der Ghul Mauli. Er hockte auf allen Vieren etwas abseits und spielte mit Steinen. Sie hatten ihm inzwischen ein Hemd, eine Latzhose und einen Strohhut besorgt, in der Hoffnung, dass er als harmloser Bauer durchgehen wĂŒrde.

Firxas stand neben Morasa und guckte möglichst unschuldig drein, wĂ€hrend sie darauf warteten, was der Wachmann sagen wĂŒrde.

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Re: Ankunft in Souvagne

#3

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Do 2. Aug 2018, 20:03

Wache:

Die Wache musterte das seltsame Quartett und grĂŒbelte dabei darĂŒber nach, was das kleine Wesen auf dem RĂŒcken des HĂŒnen war. Er vermutete der HĂŒne war ein DĂ€mon, aber er sah eigentlich ganz menschlich aus, bis auf die Hautfarbe. Und das kleine Wesen auf dem RĂŒcken passte rein farblich genau zu dem riesigen Kerl. Vielleicht war es das von diesem Alb und dem DĂ€mon. Oder möglicherweise von dem DĂ€mon allein, denn so wie das kleine Wesen den Alb musterte, wollte es ihm am liebsten den Hals umdrehen. Der Hass war so intensiv, dass sich sogar seine Augen rot verfĂ€rbt hatten, oder es hatte vorher geweint. Aber konnte ein Kind so hassen? Der WĂ€chter wusste es nicht. Selten standen wirklich solche sonderbaren Gesellen vor seinem Tor. Der vierte Begleiter saß abseits und spielte in aller Seelenruhe mit Steinen auf dem Boden. Fast hatte der Mann den Anschein als war er der einzige Normale in dieser Gruppe. Aber kein normaler Erwachsener hockte auf dem Boden und spielte mit Steinen. Entweder war der Mann betrunken oder zurĂŒckgeblieben. Bei letzterem musste man sich nicht fĂŒrchten, meist waren solche Leute umgĂ€nglicher als alle anderen. Besoffene hingegen machten stĂ€ndig nur Ärger.

„Ihr kennt also seine Hoheit Prince Linhard de Souvagne, Marquis von Hohenfelde, sowie Marquis Davard von Hohenfelde, aber Ihr beiden habt mir noch nicht Euren Namen verraten.

Wer genau seid Ihr?
Name und Volk und was ist mit Euren beiden Begleitern?

Ich möchte Euch nicht zu nahetreten, aber das Kind sieht sehr mitgenommen aus. Es hat ganz verquollene und verweinte Augen. So kann es nicht weiter herumgeschleppt werden, denn wer weiß ob es nicht bereits schon krank ist? Und was ist mit Eurem abseits sitzenden Begleiter der dort mit Steinen spielt? Ist der Gute betrunken oder geistig zurĂŒckgeblieben? Sobald ich Eure Namen habe, werde ich eine kurze Botschaft absenden lassen zwecks BestĂ€tigung. Dann schauen wir weiter, bei uns dauert so eine ÜberprĂŒfung nicht lange. Solltet Ihr die Wahrheit gesagt haben, geht es schnell. Also Euer Name, Euer Volk und auch dass Eurer Begleiter“,
sagte der Wachmann.

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Re: Ankunft in Souvagne

#4

Beitrag von Morasa » Di 14. Aug 2018, 11:04

Morasa
 
fiel ein, dass er nicht seinen Namen genannt hatte. Der WĂ€chter hatte Recht.
 
„Ich bin Morasa der Waldalb. Mein voller Name ist Moranor Ranihiel Sarinur. Von Beruf bin ich JĂ€ger. Mein Begleiter ist Firxas der Tiefling und er ist mein Mann. Von Beruf ist er Kampfmagier. Er ist sehr gut und seine Profession ist Wassermagie und Geistmagie. Er kann mehrere Sachen sehr gut. Das kann nicht jeder.  Wer mit den Matschaugen auf seinen RĂŒcken hockt ist Terc der DĂŒnsterling. Er gehört Marquis Davard, der hat sein Sklave nur bei uns vergessen. Wir haben den gepflegt. Er war schwer verwundet. Seine Augen vertragen keine Sonne, aber wir mĂŒssen ihn bei seinen Herrn abliefern. Wir können den nicht behalten. Der Marquis hat noch einen DĂŒnsterling der heisst Gasmi.
Da hinten das ist Maulbert Gulaux. Der Mann hat im Krieg seinen Verstand verloren. Wir haben ihn am Wegrand gefunden. Er war schwerverletzt und wir haben ihn aufgepĂ€ppelt. Er kann nicht mehr richtig sprechen. Aber sein Name hat er uns aufgeschrieben. Weil wir nach Souvagne wollten und er genauso haben wir uns gekĂŒmmert und den mitgenommen. Davard hat immer alle Leute geholfen und er wird sicher auch eine gute Arbeit fĂŒr Maulbert finden, damit der trotz seine Behinderung ordentlich leben kann. Der Mann kann ja nichts fĂŒr den Krieg, der ist ein Opfer. Wir stammen wie der Marquis Davard aus Naridien und wollen wieder bei ihm arbeiten. Oder bei seinen  Neffen Linhard.  Drum ja wir kennen Prince Linhard und wir kennen Marquis Davard. Ich hab das schon gesagt, wir haben schon fĂŒr die gearbeitet. Mein Mann kann den Marqius ĂŒber Magie fragen. Damit kann er beweisen, dass wir uns kennen. Ob ihr fragt. DĂŒrfen wir passieren?.“

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Re: Ankunft in Souvagne

#5

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Do 23. Aug 2018, 20:11

Wache & Chevalier Martin de Pelletier:

Der Mann hörte sich die ErlÀuterungen von Morasa an und wollte gerade etwas erwidern, als ein junger Mann in einer lederverstÀrkten Robe zu ihnen trat. Der Greifvogel auf seiner Schulter musterte Morasa, Firxas und Terc strenger als es die Wache tat.

Die Wache wiederholte alles, was die Gruppe vorgetragen hatte. Mit wem sie sprechen wollten und wer von allen wer war. Das Himmelsauge hörte sich die AusfĂŒhrungen mit Geduld an, ehe sein prĂŒfender Blick auf den Bauern fiel.

Der junge Mann trat vor die bunt zusammengewĂŒrfelte Gruppe und wandte sich direkt an den Waldalben und den Tiefling.

"Guten Tag, mein Name ist Chevalier Martin de Pelletier und ich bin in diesem Abschnitt das zustÀndige Himmelsauge. Ich werde gleich den von Ihnen benannten Marquis kontaktieren, bevor ich den Princen kontaktiere.

Allerdings wird "Maulbert Gulaux" unser Land nicht betreten. Der Mann hat nicht im Krieg seinen Verstand verloren. Möglicherweise doch, aber nicht so wie Ihr vermutet. Ihr könnt ihn durchaus am Wegesrand gefunden haben, aber Euer Maulbert ist ein Ghul. Er ist Überbleibsel des Krieges und Untoten ist die Einreise nach Souvagne unter Androhung der Vernichtung verboten.

Ihr könnt froh sein, dass Euch diese Kreatur nicht angefallen und aufgefressen hat! Ghule fressen Leichen, aber nichts ist einfacher fĂŒr einen hungrigen Ghul, als aus einem Lebenden einen Toten zu machen. Die Kreatur darf nicht einreisen. Schickt sie weg oder ich muss sie vernichten!

Ich werde Kontakt zu dem Marquis aufnehmen, solange wartet Ihr hier, ich bin gleich zurĂŒck",
befahl de Pelletier.

Das junge Himmelsauge zog sich etwas zurĂŒck und kontaktierte Marquis Davard von Hohenfelde. Die Kontaktaufnahme war leicht, da es sich bei dem Mann ebenfalls um einen Geistmagier handelte. Er erfuhr wer die bunte Gruppe war, dass der Waldalb tatsĂ€chlich bereits fĂŒr den Marquis gearbeitet hatte und das der Tiefling ein ganz umgĂ€nglicher Kerl war.

Ebenso erfuhr er aber auch, dass sich der Waldalb bei Prince Linhard von Hohenfelde melden sollte, ruhig in Bezugnahme auf den Marquis, denn dieser konnte die Gruppe nicht einstellen. Es hatte seinerzeit wohl einmal interne Querelen gegeben.

Das Himmelsauge kehrte zu der Gruppe zurĂŒck.

"Ihr dĂŒrft passieren mit Ausnahme des Ghuls und reist auf direktem Weg den Palast in Beaufort an. Laut dem Marquis entsprechen Eure Aussagen den Tatsachen, aber er wird Euch nicht einstellen. Ihr sollt bei Prince Linhard de Souvagne Marquis von Hohenfelde in Beaufort vorstellig werden. Ich werde den Kollegen vor Ort umgehend informieren, gute Reise", sagte das Himmelsauge und gab den Weg frei.

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Re: Ankunft in Souvagne

#6

Beitrag von Mauli » Fr 7. Sep 2018, 10:25

Mauli blickte auf und ließ die Steine fallen, mit denen er gespielt hatte. MĂŒhsam stellte er sich aufrecht hin. Er war noch ein wenig angeschlagen und vor allem hungrig. Das Himmelsauge sah lecker aus. SehnsĂŒchtig betrachtete Mauli das viele schöne Fleisch. Aber er war noch nicht hungrig genug, als dass er sich nicht mehr beherrschen konnte. Er hatte zudem jedes Wort verstanden und wollte keinen weiteren Ärger verursachen.

Er trat an Morasa und Firxas heran. "Geht nur", sagte er freundlich. Sein Hirn und sein Kehlkopf waren wieder so weit regeneriert, dass er sprechen konnte und man erkannte nun sein Gesicht. Er war offenbar frĂŒher mal ein recht ansehnlicher Mann gewesen, nur das stĂ€ndige Verfaulen machte alles zunichte. "Danke fĂŒr alles, meine Freunde. Macht euch keine Sorgen, ich komme schon zurecht." Er gab sowohl Morasa als auch Firxas und Terc seine kalte Hand. Terc wollte ihm nicht die Hand geben und versteckte seine HĂ€nde hinter Firxas.

Mauli machte ihnen den Abschied leichter, indem er sich auf alle Viere stellte und so davon rannte. Bald war von ihm nichts mehr zu sehen und nur der Steinkreis, den er gebaut hatte, erinnerte daran, dass er da gewesen war.

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Re: Ankunft in Souvagne

#7

Beitrag von Morasa » Fr 7. Sep 2018, 11:50

Morasa

wollte sich nicht von Mauli trennen. Er war sein Freund und hatte sein Leben gerettet mit Crize und Aksoy. Mauli gab ihm die Hand. Firxas ebenso. Terc verweigerte seine Hand, dass hatte ein Nachspiel. Dann lief Mauli davon, damit sie in Souvagne leben konnten. Mo hob einen von den Steine auf, mit den Mauli gespielt hatte. Er war ein schlechter Alb. Er war ein beschissener Kamerad. Kein Wunder das keiner ihn in der NĂ€he haben wollte. Nicht seine Eltern, sein Dorf, oder die Geister. Er brachte jeden UnglĂŒck. Er war ein Feigling. Er ging in die Sicherheit und Mauli blieb zurĂŒck. Allein musste er sich durch kĂ€mpfen. Mo schaute seinen Gulfreund nach. Er fĂŒhlte sich schĂ€big. Aber er wusste keine Lösung. Die wusste er nie. Langsam ging er zu Firxas und kĂŒsste ihn. Er wollte Terc schlagen, aber der DĂŒnsterling war nur der Blitzableiter. Mo ging weiter und hoffte Mauli wĂŒrde ein Zuhause finden. Mit bessere Freunde als ihn.

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Re: Ankunft in Souvagne

#8

Beitrag von Firxas » Fr 7. Sep 2018, 19:18

Morasa sah fertig aus, als Mauli sich von ihnen verabschiedete, damit sie weiterreisen konnten. Firxas erwiderte liebevoll den Kuss und nahm Morasas Hand, dann durchquerten sie gemeinsam die souvagnische Grenze. Das Land war schön, mit grĂŒnen, bewaldeten HĂŒgeln, vielen Weinbergen und Obsthainen. Dazwischen vertreut lagen Gehöfte mit flachgiebligen, braun geziegelten DĂ€chern. Sie folgten der gut ausgebauten Handelsstraße.

"Kennst du den Weg?", fragte Firxas, nachdem sie eine Weile schweigend marschiert waren. "Mach dir keine Sorgen um Mauli. Er ist flink zu Fuß und kommt gut zurecht. Rakshanistan ist nicht weit und dort wird er gut versorgt, nehme ich an. Vielleicht geht er auch nach Naridien zurĂŒck. Er kennt sich da gut aus, er war frĂŒher Naridier."

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Re: Ankunft in Souvagne

#9

Beitrag von Morasa » Di 25. Sep 2018, 10:52

Morasa
 
hielt die Hand von Firxas fest. Das Land war anders als Naridien. Die Umgebung hatte viel GrĂŒn und das gefiel Morasa. Wenn Linhard sie nicht aufnehmen wollte, konnten sie sich ein Haus an einem Fluss bauen. Wie bei ihm Zuhause. Aber er wollte die Hoffnung noch nicht aufgeben. Die HĂ€user die sie sahen waren hĂŒbsch. Und auch so war alles gepflegt. Morasa erkannte, dass jemand ĂŒber alles wachte. Wie schon am Tor, hatte hier jeder ein Auge auf alles. So war der Hauptweg sauber und keiner lungerte herum wie in Naridien in den Seitenstrassen. Das mochte Mo.
Trotzdem war er traurig, dass Mauli sie verlassen musste. Er hatte niemals wem was getan. Das Mauli Naridier war, hatte Mo nicht gewusst. Er hatte ihn von Crize geschenkt bekommen. Jetzt war er fort. Wie Crize und Aksoy auch. Alle die ihn geholfen hatten waren unterwegs verloren gegangen. Morasa zog seine Kleidung von der Schulter. Er betrachtete die Schulterwunde, wo ihn der fette Ork angeschossen hatte. Das kam ihm alles wie eine Ewigkeit vor. Als er schwerverletzt in Alessa ankam und er Firxas kennenlernte. Sie waren bei Daves Bruder gelandet und der hatte ihnen geholfen. Sogar die Messer die er sich geborgt hatte, waren verschwunden. Nichts  war von Dauer.
Der Albenhasser war angeblich hier. Morasa beschloss den widerlichen Urako zu suchen um seinen Dolch zurĂŒckzuverlangen. Zuerst mussten sie Linhard finden und ihn ĂŒberzeugen. Der konnte ihnen bestimmt sagen wo der Albenhasser zu finden war. Dann wĂŒrde Mo ihn besuchen und ihn daran erinnern, dass er ihm noch den Dolch schuldete. Er hatte lange genug gewartet und sich von dem pinken Pickel verarschen lassen. Jetzt war Schluss.
Morasa gab Firxas einen Kuss. Er kannte den Weg nicht, aber dem Hauptweg folgen war fast immer richtig.
 
„Ich hab nicht gewusst, dass Mauli ein Naridier war. Crize hat ihn mir geschenkt. Der Rakshaner, der mein Leben gerettet hat. Und weisst du auch warum? Weil Mauli nach mir suchte. Mauli ist ein guter Kamerad. Er war immer gut zu mir und hat mir geholfen. Ich wĂŒnsche ihm, dass er es besser hat als bei mir. In Rakshanistan wird er gute Leute finden. Ich hab frĂŒher Rakshaner gehasst. Alle von denen. Und dann wurde ich von einem Rakshaner gerettet. Meine Schulter ist verheilt. Wir sind einen langen Weg gegangen Firxas. Erinnerst du dich wo wir uns in Alessa kennenlernten und bei Daves Bruder wohnten? Das war eine schöne Zeit.
Ich hab dir versprochen, dass ich dir Möbel fĂŒr deine Burg baue. Das werde ich immer noch. Ich hoffe wir bekommen bei Linhard einen Job. Die Landschaft hier ist schön. Ich mag das GrĂŒn. Ich hab mir  gedacht, falls Linhard uns nicht haben will, suchen wir uns einen gemĂŒtlichen Platz hier irgendwo am Fluss und ich bau uns ein Haus. Das kann ich, dafĂŒr brauche ich nicht viele Werkzeuge. Und BĂ€ume gibt es hier genug. Aber zuerst versuchen wir es bei Linhard. Der ist noch jung und ganz nett. Wobei der manchmal richtig aggro ist vor Wut. Das kann ich aber verstehen, weil der von seinen Leuten verarscht wurde.
Ich war noch nie in Souvagne Firxas. Den Weg  kenne ich nicht, aber wenn Linhard so ein hohes Tier geworden ist, können wir im nĂ€chsten Ort nach dem fragen. Vielleicht wissen die was. Wenn nicht, kennen die bestimmt jemand, der was weiss. Im nĂ€chsten Ort sollten wir nach eine Gaststube schauen. FĂŒr eine Übernachtung und etwas zu essen. Wir benötigen Ruhe und ich möchte mit dir allein sein. Terc kann vor der TĂŒr warten. Ich hoffe wir sind den bald los an Dave oder Linhard. Wir verschenken den DĂŒnsterling und tun so, als wĂ€ren wir grosszĂŒgig. Dann nimmt er ihn bestimmt an und wir sind den los. Wir haben den schon viel zu lange ertragen. Der ist schon lĂ€ngst wieder gesund und verarscht uns hier. Wo ist den sein Rudel? Ich glaub der will gar nicht zurĂŒck, weil wir dem stĂ€ndig den Arsch nachtragen. Der wird rumgeschleppt und versorgt. Und dann wird der auch noch frech.
Am Tor waren die ganz schön wachsam. Ich glaub hier passen alle sehr gut auf. Guck die Strassen und so, alles ist sehr sauber. Ich denke jeder passt auf seine Ecke auf. Dass machen wir dann mit unsere Ecke genauso. Dann haben wir unser erstes gemeinsames Zuhause Firxas. Ich werde alles bauen was wir brauchen. Das spart Geld. Ich bin freue mich auf unser Zuhause. Wir haben viel zusammen durchgemacht. Du bist der erste der so lange bei mir geblieben ist. Ich werde das nie vergessen. Ich dachte erst, du sagst das nur so. Aber du hast dein Wort gehalten. Ich werde mein Wort auch halten. Und ich werde Urako suchen und meinen Dolch zurĂŒckholen. Dann bestraf ich ihn, dass der dich  verstĂŒmmelt hat. Der muss sich dafĂŒr entschuldigen oder der wird leiden.
Firxas ich muss mir einen Bogen besorgen, damit ich jagen und uns verteidigen kann. DafĂŒr mĂŒssen wir sparen. Ich muss lesen und rechnen lernen. Wenn du abends Lust hast, kannst du mir das beibringen. Das wĂ€re gut, dann können mich die anderen nicht mehr beim Geld  bescheissen.“
 
Morasa drĂŒckte die Hand von Firxas und kĂŒsste ihn.
 
„Hier wird alles gut fĂŒr uns Firxas, dass muss einfach.“

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