Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Ankunft in Souvagne

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Die Souvagner sind bekannt für ihre Sturheit, vor allem aber für die Mauer, die ihr Land umschließt.
Großherzogtum Souvagne
Das almanische Großherzogtum Souvagne ist geprägt von sanfte Hügeln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne hält sich aus Kriegen größtenteils heraus und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralität. Von allen Herrschern ist er der Gemäßigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen größtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
Benutzeravatar
Morasa

Die Freien Völker Die fleißige Feder in Bronze Rote Laterne Schnecke in Bronze
MOhikaner
Beiträge: 206
Registriert: Do 11. Mai 2017, 11:01
Volk: Waldalb

Ankunft in Souvagne

#1

Beitrag von Morasa » Di 31. Jul 2018, 09:08

Morasa
 
war mit Firxas, Terc und Mauli lange gereist. Von Nardien bis nach Souvagne war es ein ganzes Stück. Sogar ein Stück alte Heimat lag dazwischen. Aber die interessiert Mo nicht mehr. Er war zwar ein Waldalb, aber er gehörte nicht mehr zu ihnen. Schon lange nicht mehr. Darüber waren die Waldalben genauso froh wie er. Sie hiessen jeden willkommen und waren stolz auf ihre Dummheit. Mo war nicht so ein Alb. Er verschenkte kein Vorschussvertrauen. Sein Vertrauen musste jemand gewinnen. Er verschenkte es nicht wie wertlosen Müll. Die anderen Waldalben warfen ihr Vertrauen weg und entzogen es dann enttäuscht. Hätten sie früher zweimal hingeguckt wem die vertraut hätten, wären sie nicht fast ausgerottet worden.
Aber die Waldalben hatten nichts daraus gelernt. Er passte nicht zu ihnen und sie passten nicht zu ihm. So hatte er jahrelang allein im Wald gelebt. Er war fast immer allein, bis auf die Jobs die er annahm um sich Dinge zu kaufen die er nicht selber herstellen konnte. Aber daraus war nie mehr geworden.
Bei einer anderen Jobsuche hatte er die Geister und Dave kennengelernt. Er hatte gehofft dass es anders wird. Die Geister waren im ähnlich. Aber der Albenhasser Urako und fette Ork hatten alles zerstört. Egal was er getan hatte, er stand immer als Blödmann vor alle anderen da. Dann hatte ihn der Albenhasser auch noch um seinen Dolch betrogen. Am Ende war er verletzt und völlig nackt geflohen. Er hatte alles verloren. Nur dank Maulis Hilfe hatte er überlebt. Er hatte seinen Herrn Crize und Aksoy geholt die ihm geholfen hatten. Und dass obwohl die Rakshaner waren. Er war zu den Geistern zurückgekehrt und hatte sein Blut erhalten. Niemand konnte ihn mehr aufspüren. Die Geister mussten keine Angst vor ihm haben.
Mo wollte sich nur an Urako und Seddik rächen. Dann war die Sache ausgestanden. Urako hatte seinen Mann  verstümmelt und dass blieb nicht auf ihnen sitzen. Mo dachte an alle guten Leute die ihn geholfen hatten. Er dachte an Alessa und wie er Firxas kennengelernt hatte. Er dachte an den Kutscher mit den Hunden. Einer der Hunde hiess auch Mo und war ein Gestaltwandler wie er. Er dachte an Ansgar, der sie aufgenommen hatte. An den Heiler dort und die Köchin. Wie er ein Messer gestohlen hatte und wie sie gebadet hatten. Dort hatten sie nach lange Zeit endlich wieder im Bett geschlafen. Er dachte sogar an den Diener den er in die Nase zwicken musste, weil er so frech wurde.
Mo fragte sich, was aus all den Leuten geworden war.
Sie waren weit gewandert. Wo es ging, hatten sie gefragt ob sie ein Karren mitnahm. Oft hatten sie Glück. Sie übernachteten unterwegs im Freien. Wenn sie die Möglichkeit hatten, machten sie kleine Hilfsarbeiten in eine Taverne und durften nachts am Feuer schlafen. Sie waren nicht faul und sie kamen gut voran. Bald hatten sie die Handelsallianz hinter sich gelassen. Sie wanderten durch das Waldgebiet der Waldalben. Mo fühlte sich nicht Zuhause, aber er kannte sich in den Wäldern aus. Dann endlich kamen sie in Almanien an. Alamanien bestand aus mehreren Ländern und sie wollten nach Souvagne zu Linhard.
Mo schaute zu Firxas und deutete in die Ferne.
Eine riesige Mauer wurde dort gebaut. Sowas hatte er noch nicht gesehen. Die Mauer sah massiv und mächtig aus. Hätten die Waldalben eine Mauer gehabt, wären die Rakshaner nicht über die hergefallen, dachte Mo. Nur die Waldalben lebten nicht als ein Volk zusammen wie die Almanen. Sie lebten in kleinen Gruppen. Die Alben hätten hunderte Mauern gebraucht.
Morasa schaute zum Himmel hinauf. Viele Greifvögel folgen hier. Das war nicht normal. Ein Greifvogel hatte sein Revier und er teilte nicht. Die Vögel mussten Jägern gehören. Er hatte schon gesehen wie Menschen mit Greifvögeln jagten. Er bevorzugte den Bogen, aber mit so einem schönen Tier machte die gemeinsame Jagd bestimmt Spass. Sie kamen der Mauer näher. Überall waren Wachen und Soldaten. Morasa erinnerte sich dunkel, dass es hier vor einige Zeit noch Krieg gegeben hatte. Die Zwerge und Almanen hatten sich auch gegen die Rakshaner verteidigen müssen. Oder nur die Zwerge? Oder nur die Almanen? Mo wusste es nicht so genau. Aber mit Rakshaner war nicht zu spassen.
Mo nahm die Hand von Firxas und marschierte mit ihm gemeinsam zum Tor. Das Tor war genauso gut bewacht wie die Mauer. Morasa drückte die Hand von Firxas. Endlich waren sie an der Reihe. Die Wache schaute sie grimmig an. Es war ein Mensch in Rüstung und seine Augen waren hell wie Wasser. Das machte seinen Blick unheimlich wie den von Dave. Mo dachte kurz an Dave und hoffte er würde ihn wiedersehen. Er mochte ihn sehr und er war gut zu Firxas und ihm gewesen. Die Wache versperrte ihnen den Weg und fragte was sie in Souvagne wollten. Mo räusperte sich und wischte sich die Hände an seinen Sachen ab. Er hoffte er sah nicht ganz so schäbig aus.
 
„Wir möchten zu Linhard. Sein ganzer Name ist Linhard von Hohenfelde. Früher lebte er in Naridien und suchte Leute für seinen Stab. Wir möchten uns bei ihm bewerben. Wir haben gehört, dass der nach Souvagne gezogen ist. Ich kenne seinen Onkel Davard von Hohenfelde. Für ihn hab ich früher schon gearbeitet. Die letzte Zeit war nicht gut für uns und es gibt wenig Arbeit in Nariden. Sie können gerne nachfragen lassen. Dürfen wir passieren?.“
 
Morasa wartete ab wie die Wache entscheiden würde.


(Was sagt die Wache?)

Benutzeravatar
Firxas

Das Chaos Rote Laterne Top Charakterbogen
Zweitcharakter
Beiträge: 79
Registriert: Fr 2. Sep 2016, 16:38
Volk: Tiefling
Kontaktdaten:

Re: Ankunft in Souvagne

#2

Beitrag von Firxas » Mi 1. Aug 2018, 15:54

Sie boten schon ein ulkiges Bild, wenn sie nebeneinander standen: Firxas groß und massig wie ein Bär, Morasa klein und drahtig wie der Marder, in den er sich verwandeln konnte. Genau so unterschiedlich war auch ihr Charakter. Während Firxas in sich ruhte, war Morasa ein bissiges kleines Biest.

Auf Firxas` Rücken hing - wie könnte es anders sein - der Düsterling Terc, der den Waldalben hasserfüllt aus zusammengekniffenen Augen anblinzelte. Vermutlich verhinderte allein die Anwesenheit von Firxas, dass die beiden sich in ein fauchendes Knäuel aus Krallen und Zähnen verwandelten. Tercs Augen waren blutrot, entzündet und tränten. Vermutlich war er wegen des Tageslichts, dem er in letzter Zeit viel ausgesetzt gewesen war, inzwischen erblindet.

Ebenfalls mit von der Partie war der Ghul Mauli. Er hockte auf allen Vieren etwas abseits und spielte mit Steinen. Sie hatten ihm inzwischen ein Hemd, eine Latzhose und einen Strohhut besorgt, in der Hoffnung, dass er als harmloser Bauer durchgehen würde.

Firxas stand neben Morasa und guckte möglichst unschuldig drein, während sie darauf warteten, was der Wachmann sagen würde.

Benutzeravatar
Davard von Hohenfelde

Die Handelsallianz Weltenbastler in Gold Chronist in Silber Die fleißige Feder in Bronze
Marquis
Beiträge: 482
Registriert: Mi 22. Feb 2017, 12:46
Volk: Souvagner
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Ankunft in Souvagne

#3

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Do 2. Aug 2018, 20:03

Wache:

Die Wache musterte das seltsame Quartett und grübelte dabei darüber nach, was das kleine Wesen auf dem Rücken des Hünen war. Er vermutete der Hüne war ein Dämon, aber er sah eigentlich ganz menschlich aus, bis auf die Hautfarbe. Und das kleine Wesen auf dem Rücken passte rein farblich genau zu dem riesigen Kerl. Vielleicht war es das von diesem Alb und dem Dämon. Oder möglicherweise von dem Dämon allein, denn so wie das kleine Wesen den Alb musterte, wollte es ihm am liebsten den Hals umdrehen. Der Hass war so intensiv, dass sich sogar seine Augen rot verfärbt hatten, oder es hatte vorher geweint. Aber konnte ein Kind so hassen? Der Wächter wusste es nicht. Selten standen wirklich solche sonderbaren Gesellen vor seinem Tor. Der vierte Begleiter saß abseits und spielte in aller Seelenruhe mit Steinen auf dem Boden. Fast hatte der Mann den Anschein als war er der einzige Normale in dieser Gruppe. Aber kein normaler Erwachsener hockte auf dem Boden und spielte mit Steinen. Entweder war der Mann betrunken oder zurückgeblieben. Bei letzterem musste man sich nicht fürchten, meist waren solche Leute umgänglicher als alle anderen. Besoffene hingegen machten ständig nur Ärger.

„Ihr kennt also seine Hoheit Prince Linhard de Souvagne, Marquis von Hohenfelde, sowie Marquis Davard von Hohenfelde, aber Ihr beiden habt mir noch nicht Euren Namen verraten.

Wer genau seid Ihr?
Name und Volk und was ist mit Euren beiden Begleitern?

Ich möchte Euch nicht zu nahetreten, aber das Kind sieht sehr mitgenommen aus. Es hat ganz verquollene und verweinte Augen. So kann es nicht weiter herumgeschleppt werden, denn wer weiß ob es nicht bereits schon krank ist? Und was ist mit Eurem abseits sitzenden Begleiter der dort mit Steinen spielt? Ist der Gute betrunken oder geistig zurückgeblieben? Sobald ich Eure Namen habe, werde ich eine kurze Botschaft absenden lassen zwecks Bestätigung. Dann schauen wir weiter, bei uns dauert so eine Überprüfung nicht lange. Solltet Ihr die Wahrheit gesagt haben, geht es schnell. Also Euer Name, Euer Volk und auch dass Eurer Begleiter“,
sagte der Wachmann.

Benutzeravatar
Morasa

Die Freien Völker Die fleißige Feder in Bronze Rote Laterne Schnecke in Bronze
MOhikaner
Beiträge: 206
Registriert: Do 11. Mai 2017, 11:01
Volk: Waldalb

Re: Ankunft in Souvagne

#4

Beitrag von Morasa » Di 14. Aug 2018, 11:04

Morasa
 
fiel ein, dass er nicht seinen Namen genannt hatte. Der Wächter hatte Recht.
 
„Ich bin Morasa der Waldalb. Mein voller Name ist Moranor Ranihiel Sarinur. Von Beruf bin ich Jäger. Mein Begleiter ist Firxas der Tiefling und er ist mein Mann. Von Beruf ist er Kampfmagier. Er ist sehr gut und seine Profession ist Wassermagie und Geistmagie. Er kann mehrere Sachen sehr gut. Das kann nicht jeder.  Wer mit den Matschaugen auf seinen Rücken hockt ist Terc der Dünsterling. Er gehört Marquis Davard, der hat sein Sklave nur bei uns vergessen. Wir haben den gepflegt. Er war schwer verwundet. Seine Augen vertragen keine Sonne, aber wir müssen ihn bei seinen Herrn abliefern. Wir können den nicht behalten. Der Marquis hat noch einen Dünsterling der heisst Gasmi.
Da hinten das ist Maulbert Gulaux. Der Mann hat im Krieg seinen Verstand verloren. Wir haben ihn am Wegrand gefunden. Er war schwerverletzt und wir haben ihn aufgepäppelt. Er kann nicht mehr richtig sprechen. Aber sein Name hat er uns aufgeschrieben. Weil wir nach Souvagne wollten und er genauso haben wir uns gekümmert und den mitgenommen. Davard hat immer alle Leute geholfen und er wird sicher auch eine gute Arbeit für Maulbert finden, damit der trotz seine Behinderung ordentlich leben kann. Der Mann kann ja nichts für den Krieg, der ist ein Opfer. Wir stammen wie der Marquis Davard aus Naridien und wollen wieder bei ihm arbeiten. Oder bei seinen  Neffen Linhard.  Drum ja wir kennen Prince Linhard und wir kennen Marquis Davard. Ich hab das schon gesagt, wir haben schon für die gearbeitet. Mein Mann kann den Marqius über Magie fragen. Damit kann er beweisen, dass wir uns kennen. Ob ihr fragt. Dürfen wir passieren?.“

Benutzeravatar
Davard von Hohenfelde

Die Handelsallianz Weltenbastler in Gold Chronist in Silber Die fleißige Feder in Bronze
Marquis
Beiträge: 482
Registriert: Mi 22. Feb 2017, 12:46
Volk: Souvagner
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Ankunft in Souvagne

#5

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Do 23. Aug 2018, 20:11

Wache & Chevalier Martin de Pelletier:

Der Mann hörte sich die Erläuterungen von Morasa an und wollte gerade etwas erwidern, als ein junger Mann in einer lederverstärkten Robe zu ihnen trat. Der Greifvogel auf seiner Schulter musterte Morasa, Firxas und Terc strenger als es die Wache tat.

Die Wache wiederholte alles, was die Gruppe vorgetragen hatte. Mit wem sie sprechen wollten und wer von allen wer war. Das Himmelsauge hörte sich die Ausführungen mit Geduld an, ehe sein prüfender Blick auf den Bauern fiel.

Der junge Mann trat vor die bunt zusammengewürfelte Gruppe und wandte sich direkt an den Waldalben und den Tiefling.

"Guten Tag, mein Name ist Chevalier Martin de Pelletier und ich bin in diesem Abschnitt das zuständige Himmelsauge. Ich werde gleich den von Ihnen benannten Marquis kontaktieren, bevor ich den Princen kontaktiere.

Allerdings wird "Maulbert Gulaux" unser Land nicht betreten. Der Mann hat nicht im Krieg seinen Verstand verloren. Möglicherweise doch, aber nicht so wie Ihr vermutet. Ihr könnt ihn durchaus am Wegesrand gefunden haben, aber Euer Maulbert ist ein Ghul. Er ist Überbleibsel des Krieges und Untoten ist die Einreise nach Souvagne unter Androhung der Vernichtung verboten.

Ihr könnt froh sein, dass Euch diese Kreatur nicht angefallen und aufgefressen hat! Ghule fressen Leichen, aber nichts ist einfacher für einen hungrigen Ghul, als aus einem Lebenden einen Toten zu machen. Die Kreatur darf nicht einreisen. Schickt sie weg oder ich muss sie vernichten!

Ich werde Kontakt zu dem Marquis aufnehmen, solange wartet Ihr hier, ich bin gleich zurück",
befahl de Pelletier.

Das junge Himmelsauge zog sich etwas zurück und kontaktierte Marquis Davard von Hohenfelde. Die Kontaktaufnahme war leicht, da es sich bei dem Mann ebenfalls um einen Geistmagier handelte. Er erfuhr wer die bunte Gruppe war, dass der Waldalb tatsächlich bereits für den Marquis gearbeitet hatte und das der Tiefling ein ganz umgänglicher Kerl war.

Ebenso erfuhr er aber auch, dass sich der Waldalb bei Prince Linhard von Hohenfelde melden sollte, ruhig in Bezugnahme auf den Marquis, denn dieser konnte die Gruppe nicht einstellen. Es hatte seinerzeit wohl einmal interne Querelen gegeben.

Das Himmelsauge kehrte zu der Gruppe zurück.

"Ihr dürft passieren mit Ausnahme des Ghuls und reist auf direktem Weg den Palast in Beaufort an. Laut dem Marquis entsprechen Eure Aussagen den Tatsachen, aber er wird Euch nicht einstellen. Ihr sollt bei Prince Linhard de Souvagne Marquis von Hohenfelde in Beaufort vorstellig werden. Ich werde den Kollegen vor Ort umgehend informieren, gute Reise", sagte das Himmelsauge und gab den Weg frei.

Benutzeravatar
Mauli
Zweitcharakter
Beiträge: 7
Registriert: Mo 19. Jun 2017, 21:11
Volk: Ghul (Naridier)

Re: Ankunft in Souvagne

#6

Beitrag von Mauli » Fr 7. Sep 2018, 10:25

Mauli blickte auf und ließ die Steine fallen, mit denen er gespielt hatte. Mühsam stellte er sich aufrecht hin. Er war noch ein wenig angeschlagen und vor allem hungrig. Das Himmelsauge sah lecker aus. Sehnsüchtig betrachtete Mauli das viele schöne Fleisch. Aber er war noch nicht hungrig genug, als dass er sich nicht mehr beherrschen konnte. Er hatte zudem jedes Wort verstanden und wollte keinen weiteren Ärger verursachen.

Er trat an Morasa und Firxas heran. "Geht nur", sagte er freundlich. Sein Hirn und sein Kehlkopf waren wieder so weit regeneriert, dass er sprechen konnte und man erkannte nun sein Gesicht. Er war offenbar früher mal ein recht ansehnlicher Mann gewesen, nur das ständige Verfaulen machte alles zunichte. "Danke für alles, meine Freunde. Macht euch keine Sorgen, ich komme schon zurecht." Er gab sowohl Morasa als auch Firxas und Terc seine kalte Hand. Terc wollte ihm nicht die Hand geben und versteckte seine Hände hinter Firxas.

Mauli machte ihnen den Abschied leichter, indem er sich auf alle Viere stellte und so davon rannte. Bald war von ihm nichts mehr zu sehen und nur der Steinkreis, den er gebaut hatte, erinnerte daran, dass er da gewesen war.

Benutzeravatar
Morasa

Die Freien Völker Die fleißige Feder in Bronze Rote Laterne Schnecke in Bronze
MOhikaner
Beiträge: 206
Registriert: Do 11. Mai 2017, 11:01
Volk: Waldalb

Re: Ankunft in Souvagne

#7

Beitrag von Morasa » Fr 7. Sep 2018, 11:50

Morasa

wollte sich nicht von Mauli trennen. Er war sein Freund und hatte sein Leben gerettet mit Crize und Aksoy. Mauli gab ihm die Hand. Firxas ebenso. Terc verweigerte seine Hand, dass hatte ein Nachspiel. Dann lief Mauli davon, damit sie in Souvagne leben konnten. Mo hob einen von den Steine auf, mit den Mauli gespielt hatte. Er war ein schlechter Alb. Er war ein beschissener Kamerad. Kein Wunder das keiner ihn in der Nähe haben wollte. Nicht seine Eltern, sein Dorf, oder die Geister. Er brachte jeden Unglück. Er war ein Feigling. Er ging in die Sicherheit und Mauli blieb zurück. Allein musste er sich durch kämpfen. Mo schaute seinen Gulfreund nach. Er fühlte sich schäbig. Aber er wusste keine Lösung. Die wusste er nie. Langsam ging er zu Firxas und küsste ihn. Er wollte Terc schlagen, aber der Dünsterling war nur der Blitzableiter. Mo ging weiter und hoffte Mauli würde ein Zuhause finden. Mit bessere Freunde als ihn.

Benutzeravatar
Firxas

Das Chaos Rote Laterne Top Charakterbogen
Zweitcharakter
Beiträge: 79
Registriert: Fr 2. Sep 2016, 16:38
Volk: Tiefling
Kontaktdaten:

Re: Ankunft in Souvagne

#8

Beitrag von Firxas » Fr 7. Sep 2018, 19:18

Morasa sah fertig aus, als Mauli sich von ihnen verabschiedete, damit sie weiterreisen konnten. Firxas erwiderte liebevoll den Kuss und nahm Morasas Hand, dann durchquerten sie gemeinsam die souvagnische Grenze. Das Land war schön, mit grünen, bewaldeten Hügeln, vielen Weinbergen und Obsthainen. Dazwischen vertreut lagen Gehöfte mit flachgiebligen, braun geziegelten Dächern. Sie folgten der gut ausgebauten Handelsstraße.

"Kennst du den Weg?", fragte Firxas, nachdem sie eine Weile schweigend marschiert waren. "Mach dir keine Sorgen um Mauli. Er ist flink zu Fuß und kommt gut zurecht. Rakshanistan ist nicht weit und dort wird er gut versorgt, nehme ich an. Vielleicht geht er auch nach Naridien zurück. Er kennt sich da gut aus, er war früher Naridier."

Benutzeravatar
Morasa

Die Freien Völker Die fleißige Feder in Bronze Rote Laterne Schnecke in Bronze
MOhikaner
Beiträge: 206
Registriert: Do 11. Mai 2017, 11:01
Volk: Waldalb

Re: Ankunft in Souvagne

#9

Beitrag von Morasa » Di 25. Sep 2018, 10:52

Morasa
 
hielt die Hand von Firxas fest. Das Land war anders als Naridien. Die Umgebung hatte viel Grün und das gefiel Morasa. Wenn Linhard sie nicht aufnehmen wollte, konnten sie sich ein Haus an einem Fluss bauen. Wie bei ihm Zuhause. Aber er wollte die Hoffnung noch nicht aufgeben. Die Häuser die sie sahen waren hübsch. Und auch so war alles gepflegt. Morasa erkannte, dass jemand über alles wachte. Wie schon am Tor, hatte hier jeder ein Auge auf alles. So war der Hauptweg sauber und keiner lungerte herum wie in Naridien in den Seitenstrassen. Das mochte Mo.
Trotzdem war er traurig, dass Mauli sie verlassen musste. Er hatte niemals wem was getan. Das Mauli Naridier war, hatte Mo nicht gewusst. Er hatte ihn von Crize geschenkt bekommen. Jetzt war er fort. Wie Crize und Aksoy auch. Alle die ihn geholfen hatten waren unterwegs verloren gegangen. Morasa zog seine Kleidung von der Schulter. Er betrachtete die Schulterwunde, wo ihn der fette Ork angeschossen hatte. Das kam ihm alles wie eine Ewigkeit vor. Als er schwerverletzt in Alessa ankam und er Firxas kennenlernte. Sie waren bei Daves Bruder gelandet und der hatte ihnen geholfen. Sogar die Messer die er sich geborgt hatte, waren verschwunden. Nichts  war von Dauer.
Der Albenhasser war angeblich hier. Morasa beschloss den widerlichen Urako zu suchen um seinen Dolch zurückzuverlangen. Zuerst mussten sie Linhard finden und ihn überzeugen. Der konnte ihnen bestimmt sagen wo der Albenhasser zu finden war. Dann würde Mo ihn besuchen und ihn daran erinnern, dass er ihm noch den Dolch schuldete. Er hatte lange genug gewartet und sich von dem pinken Pickel verarschen lassen. Jetzt war Schluss.
Morasa gab Firxas einen Kuss. Er kannte den Weg nicht, aber dem Hauptweg folgen war fast immer richtig.
 
„Ich hab nicht gewusst, dass Mauli ein Naridier war. Crize hat ihn mir geschenkt. Der Rakshaner, der mein Leben gerettet hat. Und weisst du auch warum? Weil Mauli nach mir suchte. Mauli ist ein guter Kamerad. Er war immer gut zu mir und hat mir geholfen. Ich wünsche ihm, dass er es besser hat als bei mir. In Rakshanistan wird er gute Leute finden. Ich hab früher Rakshaner gehasst. Alle von denen. Und dann wurde ich von einem Rakshaner gerettet. Meine Schulter ist verheilt. Wir sind einen langen Weg gegangen Firxas. Erinnerst du dich wo wir uns in Alessa kennenlernten und bei Daves Bruder wohnten? Das war eine schöne Zeit.
Ich hab dir versprochen, dass ich dir Möbel für deine Burg baue. Das werde ich immer noch. Ich hoffe wir bekommen bei Linhard einen Job. Die Landschaft hier ist schön. Ich mag das Grün. Ich hab mir  gedacht, falls Linhard uns nicht haben will, suchen wir uns einen gemütlichen Platz hier irgendwo am Fluss und ich bau uns ein Haus. Das kann ich, dafür brauche ich nicht viele Werkzeuge. Und Bäume gibt es hier genug. Aber zuerst versuchen wir es bei Linhard. Der ist noch jung und ganz nett. Wobei der manchmal richtig aggro ist vor Wut. Das kann ich aber verstehen, weil der von seinen Leuten verarscht wurde.
Ich war noch nie in Souvagne Firxas. Den Weg  kenne ich nicht, aber wenn Linhard so ein hohes Tier geworden ist, können wir im nächsten Ort nach dem fragen. Vielleicht wissen die was. Wenn nicht, kennen die bestimmt jemand, der was weiss. Im nächsten Ort sollten wir nach eine Gaststube schauen. Für eine Übernachtung und etwas zu essen. Wir benötigen Ruhe und ich möchte mit dir allein sein. Terc kann vor der Tür warten. Ich hoffe wir sind den bald los an Dave oder Linhard. Wir verschenken den Dünsterling und tun so, als wären wir grosszügig. Dann nimmt er ihn bestimmt an und wir sind den los. Wir haben den schon viel zu lange ertragen. Der ist schon längst wieder gesund und verarscht uns hier. Wo ist den sein Rudel? Ich glaub der will gar nicht zurück, weil wir dem ständig den Arsch nachtragen. Der wird rumgeschleppt und versorgt. Und dann wird der auch noch frech.
Am Tor waren die ganz schön wachsam. Ich glaub hier passen alle sehr gut auf. Guck die Strassen und so, alles ist sehr sauber. Ich denke jeder passt auf seine Ecke auf. Dass machen wir dann mit unsere Ecke genauso. Dann haben wir unser erstes gemeinsames Zuhause Firxas. Ich werde alles bauen was wir brauchen. Das spart Geld. Ich bin freue mich auf unser Zuhause. Wir haben viel zusammen durchgemacht. Du bist der erste der so lange bei mir geblieben ist. Ich werde das nie vergessen. Ich dachte erst, du sagst das nur so. Aber du hast dein Wort gehalten. Ich werde mein Wort auch halten. Und ich werde Urako suchen und meinen Dolch zurückholen. Dann bestraf ich ihn, dass der dich  verstümmelt hat. Der muss sich dafür entschuldigen oder der wird leiden.
Firxas ich muss mir einen Bogen besorgen, damit ich jagen und uns verteidigen kann. Dafür müssen wir sparen. Ich muss lesen und rechnen lernen. Wenn du abends Lust hast, kannst du mir das beibringen. Das wäre gut, dann können mich die anderen nicht mehr beim Geld  bescheissen.“
 
Morasa drückte die Hand von Firxas und küsste ihn.
 
„Hier wird alles gut für uns Firxas, dass muss einfach.“

Benutzeravatar
Firxas

Das Chaos Rote Laterne Top Charakterbogen
Zweitcharakter
Beiträge: 79
Registriert: Fr 2. Sep 2016, 16:38
Volk: Tiefling
Kontaktdaten:

Re: Ankunft in Souvagne

#10

Beitrag von Firxas » Mi 21. Nov 2018, 11:31

Lange waren sie unterwegs und mussten sich überall durchfragen. Endlich erreichten sie das Anwesen von Hohenfelde. Firxas hatte gut 10 Kilo abgenommen vom vielen Marschieren und fühlte sich grauenhaft mager. Mo war ebenfalls dünner geworden, was bedeutete, dass er aus Firxas` Sicht nur noch aus Haut und Knochen bestand. Der Einzige, der fetter geworden war, war Terc, der sich noch immer von Firxas tragen ließ und ihn auf Demonai herumzukommandieren versuchte, nur, dass niemand ihn verstand.

"Ich glaub, das hier müsste es sein", sagte er und schaute an dem großen Herrenhaus hinauf. "Zumindest steht da ein Moorkübel neben der Tür. Genau wie beim Geisterhaus." Um diese Jahreszeit sah Urakos Moorkübel besonders undekorativ aus. Es war einfach ein großer, mit matschigem Torf gefüllter Kübel, von dem die Pflanzen baun herunterhingen. In der Mitte lag eine kleine Schneescholle. Sie waren wirklich lange unterwegs gewesen.

Antworten

Zurück zu „Souvagne“