Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Die ersten Befehle des neuen Palaisin

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Gro├čherzogtum Souvagne
Das almanische Gro├čherzogtum Souvagne ist gepr├Ągt von sanfte H├╝geln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h├Ąlt sich aus Kriegen gr├Â├čtenteils heraus und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit├Ąt. Von allen Herrschern ist er der Gem├Ą├čigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr├Â├čtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Re: Die ersten Befehle des neuen Palaisin

#21

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Mo 27. Aug 2018, 16:54

Massimo

war erstaunt. Khawa hatte eine Idee. Und das was der Wilde sagte war sogar klug.

"Deine Bemerkung ist gestattet und sogar gut. Wenn Nathan ein braver Mann war, wie konnte das aus ihm werden. Da bleibt nur eine Antwort. Jemand hat in benutzt. Nathan ist vielleicht schwachsinnig, aber er arbeitet f├╝r unsere Herrn. Ein Schwachsinniger h├Ârt genauso was die Herren sagen. Was sie planen und was vorgeht. Und er wird sich nichts dabei denken, das einen Freund zu erz├Ąhlen der danach fragt.
Nein er w├Ąre nicht schuld. Er ist ein Kind das zu grauenvollen Dingen angestiftet wurde. Nathan ist nicht schuld, sondern der Anstifter. Wer das ist, hat er in die Welt gest├Âhnt Archibald. Er wird ihn auch auf den Geschmack gebracht haben was den hemmungslosen Sex angeht. Vorher war er sch├╝chtern und ├Ąngstlich und jetzt besteigt Nathan einen in alle ├ľffentlichkeit.
Ob wir wirklich alle t├Âten sollen? Gute Frage Khawa. Keine Ahnung, ich bin ├╝berfragt. Wer Freund und Feind ist wechselt jede Minute. Woran sollen wir einen Freund noch erkennen? Wer gibt sich freiwillig mit solche Leute ab? Nur m├╝ssen die Begleiter dann auch wissen, wer die Mitreisenden sind. Der Arashi weisst das vielleicht nicht. Oder noch schlimmer. Die lassen den mitreisen und haben den als Proviant eingeplant. Wollen wir das so stehen lassen?
Gestern h├Ątte ich Robere noch begnadigt. Heute sagt mir Boldiszar, dass er Robere bereits Menschen gefressen hat. Wir machen es schlicht. Wir werden alle gefangen nehmen und unser Herr soll ├╝ber ihre Leben entscheiden. Das ist zu verwirrend um das unterwegs auseinanderzudr├Âseln. So bleibt jeder am Leben der leben soll. Bei den Todeskanidaten ist die Hinrichtung nur aufgeschoben. Ich denke so machen wir nichts falsch."

Massimo boxte Boldiszar vor die Schulter.

"Ein Fehler den er mit seinen Leben bezahlt hat Boldiszar. Mann oder Bruder keines von beiden ist leicht. Aber du bist drumrum gekommen ihn t├Âten zu m├╝ssen. Einsacken wirst du ihn trotzdem. Und sorge daf├╝r, dass er unterwegs keinen ├ärger macht. Unser Herr entscheidet ├╝ber sein Leben. Es ist besser so. Lasst uns weiterreiten."

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Re: Die ersten Befehle des neuen Palaisin

#22

Beitrag von Boldisz├ár » Di 28. Aug 2018, 09:34

Boldsiz├ír grinste ein wenig sein einseitiges Grinsen bei der Information, seinen Bruder nicht t├Âten zu m├╝ssen. Trotz allem war Massimo kein ├╝bler Kerl, auch wenn er manchmal eine selbst f├╝r Boldisz├árs Ohren derbe Wortwahl an den Tag legte und der war von seinen M├Ąnnern einiges gewohnt. Er durfte den Palaisin nicht zur├╝ckknuffen, aber er war froh, dass dessen Zorn verraucht zu sein schien, ebenso wie dessen Schock, zwei herummachende M├Ąnner gesehen haben zu m├╝ssen. Das schien ihn mehr aufzuregen als der Umstand, dass Patrice aufgefressen worden war. Zumindest hatte er bei letzterer Information nicht im Strahl von seinem Pferd gekotzt.

┬╗Wir reiten weiter┬ź, br├╝llte er Unit├Ę B an. ┬╗Formation! Keiner entfernt sich aus der Gruppe, auch nicht zum Pissen! Bleibt wachsam.┬ź

Es reichte ihm, dass einer verschwunden war, auch wenn dieser sich vors├Ątzlich entfernt zu haben schien und nicht, wie sie zuerst geglaubt hatten, weggefangen worden war.

┬╗Roque, zu mir.┬ź Das war der nach Patrices Tod j├╝ngste Gardist, der fertig zu sein schien. Boldisz├ár wollte sehen, ob er zurechtkam, oder ob ihm wer helfen musste bei dem Schock, dass ein Kamerad von einem anderen - ihrem Vorgesetzten - gefressen worden war.

Der kleine Konvoi bewegte sich nach Norden, in Richtung der Gewitterfeste der Duponts beziehungsweise dem, was davon ├╝brig war.

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Re: Die ersten Befehle des neuen Palaisin

#23

Beitrag von Monique de la Cantillion » Di 28. Aug 2018, 17:14

Monique starrte ihren Mann an und strich ihm beruhigend ├╝ber den R├╝cken, als er sich ├╝bergeben musste. Wer wusste schon, was er noch alles gesehen hatte?

ÔÇ×Geht es wieder Schatz? Nathan scheint sich v├Âllig gewandelt zu haben. Von dem jungen, sympathischen, begabten Barden, zu einem menschenfressenden W├╝stling. M├Âglicherweise steht er unter dem Einfluss von diesem Archibald. Wie Khawa schon auff├╝hrte, war Nathan ja stets eine liebe und dennoch recht hilflose Person. Archibald k├Ânnte dies schamlos ausgenutzt haben, um ihn f├╝r seine Zwecke zu manipulieren. Ebenso k├Ânnten sie dem Arashi erlaubt haben, sich ihrer Gruppe anzuschlie├čen als Tarnung. Wie schon aufgef├╝hrt, wei├č der Mann m├Âglicherweise gar nicht, wen er da begleitet und in welcher Gefahr er schwebt.

Ich finde die Vorstellung grausam, dass Patrice auf diese grausame, brutale Weise aus dem Leben gerissen wurde.

Er folgte dem Mann den er liebte. Wusste er von dessen Umtrieben? Nun zuletzt nat├╝rlich schon, er hat die Befehle vernommen. Aber nahm er sie f├╝r bare M├╝nze? Ich w├╝rde auch niemandem glauben, der mir erz├Ąhlt, mein Massimo w├╝rde Menschen fressen. Danke Schatz, dass Du trotzdem zu mir halten w├╝rdest, wenn ich diese absonderliche Neigung h├Ątte. Aber das w├Ąre wohl die letzte Neigung die ich habe. Das ist einfach nur schrecklich. Patrice folgte Robere sicher aus Treue und Liebe. Eventuell dachte er sogar, dass dies alles nur ein Missverst├Ąndnis w├Ąre. Oder, falls er uns glaubte, dass Robere ihn vor seinen Kameraden besch├╝tzen w├╝rde. Er folgte seinem Herzen und seinem Freund, nur um den Tod zu finden. Sie werden ihn vermutlich bei lebendigem Leib zerrissen und verschlungen haben, w├Ąhrend der Lich seine Seele austrank, wie einen alten guten Wein. Nichts als seine G├╝rkchen blieben von ihm ├╝brig, an denen er so gerne nuckelte. Das ist so traurig. Sein K├Ârper und seine Seele sind verloren und alles nur, weil er den falschen Mann liebte. Kann es ein grausameres Schicksal geben? Also mir geht das nahe.

Und wir wissen ebenso wenig, ob vielleicht nicht auch Robere von Archibald verf├╝hrt wurde. Ob er sie nicht alle auf den Pfad der Fleischeslust lockte, kulinarisch wie sexuell gesehen. Denn alles sammelt sich doch bei diesem Mann. Er scheint der Knotenpunkt dieser ganzen Verstrickungen zu sein. Der alte Lich wurde vielleicht nur versehentlich von Ciel aus seinem alten Heim vertrieben. Rastlos streift er nun umher, um sich an jenen zu r├Ąchen die ihm seine Wohnst├Ątte nahmen. Ich verstehe nicht, warum man ihn nicht an Ort und Stelle erledigt hat. Hatte Parcival nicht so eine gute Idee? Hat er nicht irgendwas gesagt, dass er alle Magie b├╝ndelt und dann auf den Lich losl├Ąsst um diesen magisch zu zerschmettern?

Ich m├Âchte nicht unh├Âflich klingen Massimo, aber wann f├Ąngt Parcival damit an?
Oder muss so etwas vorbereitet werden?

Sie h├Ątten den Lich vor Ort t├Âten sollen, wenn Du mich fragst Schatz. Warum sind sie denn alle zuerst nach Hause gereist? Was war denn da los?

So langsam blicke ich da nicht mehr durch, dass gestehe ich Dir offen Massimo. Die beiden anderen Lich m├╝ssen wir auch noch des Landes verweisen. Vielleicht sollten wir solche Unpersonen erst gar nicht ins Land lassen. Was meinst Du Schatz? Prince Ciel hat Recht, sollten sie ├╝ber die gleiche Macht gebieten, wie dieser menschenfressende Lich, dann haben wir ein Problem, falls sie sich verb├╝nden.

Die andere beiden sind in Irminabourg hast Du gesagt.
Ich hoffe dort bleiben sie auch.

Wisst Ihr, ich bef├╝rchte, die Gruppe der Bei├čer zu fangen, wird gar nicht so schwer. Aber ich bef├╝rchte sie so zu sichern, dass wir sie problemlos mitnehmen k├Ânnen, dass k├Ânnte ein Problem werden. Sie werden ganz gewiss nicht kooperieren. Dass kann ich mir nicht vorstellen, nachdem sie Patrice derma├čen brutal aus dem Leben und v├Âllig aus der Existenz gerissen haben.

Wie kann man sich ├╝berhaupt dagegen wehren, wenn einen dieser Lich ansaugt?
Wie macht er das?
Und woran erkennt man, dass er einen aussaugt?

Ich meine auch so etwas m├╝ssen wir vor der Konfrontation doch gekl├Ąrt haben. Stellt Euch vor, wir k├Ąmpfen ihn nieder und er saugt unbemerkt Boldi, Etienne und mich aus.

Gibt es Warnzeichen?

Ich finde Eure Entscheidung richtig alle zu verhaften und sie dem Duc zu ├╝bergeben. Seine Majest├Ąt ist die h├Âchste Instanz in unserem Land. Seine Urteil soll ├╝ber die Verbrecher richten. Wir wollen uns nicht selbst zu Verbrechern machen, falls wir einen Unschuldigen l├ĄuternÔÇť,
erkl├Ąrte Monique freundlich, w├Ąhrend sie neben Massimo einherritt.

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Re: Die ersten Befehle des neuen Palaisin

#24

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Mi 29. Aug 2018, 09:55

Massimo
 
guckte seine Frau an. Alles was von Patrice ├╝brig blieb war sein G├╝rkchen sagte seine Frau. So genau wollte das keiner wissen, lachte Massimo in Gedanken. Moni hatte eine spitze Zunge, Massimo versteckte sein Grinsen hinter seine Hand. Dann beschrieb seine Frau wie Patrice fertig gemacht wurde. Aufgesaugt und aufgegessen, total zerlegt und verputzt. Einem Gardisten ging es schon beschissen und Monis Bericht machte das nicht besser. Vermutlich bekam der gleich einen Heulkrampf und seine Frau schwatzte munter weiter, als w├Ąre nichts passiert. Massimo musste aufpassen nicht zu lachen. Das war jetzt nicht angebracht. Die Sache war ernst, da durfte keiner lachen und er schon gar nicht. V├Âllig egal wie witzig seine Frau das erz├Ąhlte. Das geh├Ârte sich nicht. Moni erz├Ąhlte wie schrecklich das war, dass Patrice f├╝r seine Liebe gestorben war. Das wusste keiner. Vielleicht war er einfach notgeil wie Nathan. Wenn er an den Barden dachte wurde ihm wieder komisch.
Das seine Frau ihm beim reihern gestreichelt hatte, fand er witzig. Moni war schr├Ąg. Massimo liess sie schwatzen, dass war lustig. Sie fragte aber auch ein paar wichtige Sachen.
 
ÔÇ×Woran du den Angriff vorher erkennst? Gar nicht Moni. Aber wenn es soweit ist, merkst du es sofort. Du wirst immer schw├Ącher, weil dir der Lich dein Leben aussaugt. Wehren kannst du dich nicht. Du kannst seine Saugerei nicht aufhalten. Du bist keine Magierin und die meisten Magier k├Ânnen das auch nicht aufhalten. Das einzige was du versuchen kannst, ist ihn zu t├Âten. Egal was ein Magier macht, oder wie der dich angreift, t├Âtest du ihn ist der Zauber vorbei. Fast immer jedenfalls, ein gerufener Untoter bleibt nur ist der dann nicht mehr unter der Herrschaft des widerw├Ąrtigen Nekros. Saugt dich der Nekro aus, solltest du versuchen ihn so schnell wie m├Âglich mit der Armbrust zu durchsieben. Hast du Gl├╝ck legst du ihn um. Aber wer so alt ist, kennt viele Tricks Moni. Und die meisten Nekros sch├╝tzen sich mit Zauber. Stell dir das wie eine R├╝stung aus Magie vor. Bevor der dich angreift, sch├╝tzt der sich erstmal selber. Der weiss, dass jeder um sein Leben k├Ąmpft. Aber eine Chance hat man gegen einen Lich kaum. So ehrlich muss ich zu dir sein. Und du hast nicht viel Zeit. Jules hat es als magisches Verbluten beschrieben. Die Beschreibung passt sehr gut. Stell dir vor, jemand schneidet deine Hauptschlagader durch und du dr├╝ckst deine Hand drauf und willst ihn daf├╝r erschiessen. Viel Zeit hast du nicht. Denn du wirst immer schw├Ącher. Der Lich muss nur warten Moni. Gut gesch├╝tzt hinter seinem Schutzzauber wartet er bis seine Feinde alt und gebrechlich werden und sterben. Nutzt der das nur als Angriff hat der gleich nebenbei noch Leben gezogen. Keine Ahnung warum die Naridier da so blind sind. Oder die Familie von Ansgar und Dave. Sie besteht fast nur aus abscheulichen Nekromanten.
Vor lange Zeit traf ich Dave in eine Taverne mit Komavan und Nal. Ich wollte ihm helfen, aber er wollte keine Hilfe. Er sagte es w├Ąre zu sp├Ąt. Es ist nie zu sp├Ąt wie er ja jetzt selber gesehen hat. Aber ich verstand war er das gedacht hat. Jetzt sehen sie selber, was ein wild gewordener Nekro anrichtet. Keiner von denen kennt Loyalit├Ąt Moni. Ein Nekro ist ein durchgeknallter Magier. Anders kann ich es dir nicht erkl├Ąren. Er verdreht die Form von Leben und Tod. Er benutzt die Toten als Waffe. Er bestiehlt ehrliche unschuldige Leute und raubt sie aus. Das sind magische Rakshaner. Sie rauben und morden weil sie ihren Arsch f├╝r Arbeit nicht bewegen wollen. Sie helfen niemand. Wer das glaubt ist verr├╝ckt. Ein Nekro denkt nur an sich. Immer egal was der behauptet. Denk immer daran Moni. Egal was passiert, oder was dir wer erz├Ąhlt. Ist das ein Nekro ist das ein Feind. Im Notfall wird er dich umbringen um zu ├╝berleben. Das ist immer so.
Jeder Nekro aus Daves Familie hat das getan. Warum waren die so ├╝berrascht, dass Dunnpfiff Dunwolf anders ist? Dem ging doch nur die D├╝se, weil die anderen beiden Idioten die der als Hiwis benutzt hat draufgegangen sind. Und was haben die beiden anderen erwartet? Dass der Nekro sein Wort h├Ąlt? Moni die wussten genau wie die anderen Verr├Ąter, was die getan haben. Eine Ewigkeit lebten die gut von ihrem Verrat und Betrug an die eigene Familie. Und dann hat der Nekro sie abgeschlachtet. Das waren betrogene Betr├╝ger. Die haben die Quittung bekommen die die verdient haben. Ich kann nichts f├╝r die empfinden oder f├╝r die anderen Verr├Ąter.
Aber Khawas Fragen sind berechtigt. Und wie du sagst, lassen wir den Duc entscheiden. Haben wir wen gel├Ąutert und der war unschuldig, bekommen wir den nicht wieder lebendig. Haben wir einen Schuldigen noch nicht gel├Ąutert ist das kein Problem, wir k├Ânnen ihm jederzeit die R├╝be runterschlagen. Das geht schnell.
Das einzige was wir wegen den Nekro machen k├Ânnen ist gegenseitig aufpassen. Sobald er einen von uns in den F├Ąngen hat, m├╝ssen wir anderen ihn mit allem eindecken was wir haben. Beten wir zu Ainuwar dass uns das gelingt. Wir haben leider keinen Geistmagier mit vergleichbare Macht der den Nekro aufhalten k├Ânnte. Aber das spielt keine Rolle. Der ist zwar ein Lich, aber er ist ein Sterblicher. Und sterben wird er Moni.
Ich glaub ich hab Komavan in Ehveros vergessen. Erinnere mich dran, dass ich ihm eine Botschaft schicke. Ich glaube so langsam hasst er mich. Der denkt ich mach das absichtlich.ÔÇť
 
 
 
 

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Re: Die ersten Befehle des neuen Palaisin

#25

Beitrag von Boldisz├ár » Do 30. Aug 2018, 11:23

Massimo sollte Recht behalten. Dem jungen Gardisten Roque bebten die Lippen und jede Sekunde würde er den Kampf gegen den aufsteigenden Nervenzusammenbruch verlieren. Boldiszàr leistete erste Hilfe, indem er ihm eine Rauchstange drehte und zwischen die bebenden Lippen klemmte.

┬╗Ich bin Nichtraucher┬ź, wandte Roque mit br├╝chiger Stimme ein. Beim Reden wippte die Rauchstange in seinem Mund.

┬╗Mimimi. Das ist Medizin. Tief einatmen┬ź, befahl Boldisz├ár und entz├╝ndete ihm die Kippe. Roque gehorchte und wurde von einem heftigen Hustenanfall durchgesch├╝ttelt. Das machte nichts, das lenkte ihn ab. ┬╗Lorenzo, er ist dein K├╝ken. K├╝mmer dich.┬ź

Boldisz├ár lie├č den mit den Resten seiner Beherrschung k├Ąmpfenden Burschen hinter sich und trabte an die Spitze. Er war w├╝tend. Er hatte gesehen, dass Massimo sich das Lachen verkneifen musste, als sie ├╝ber das Schicksal von Patrice sprachen.

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Re: Die ersten Befehle des neuen Palaisin

#26

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Mo 3. Sep 2018, 08:51

Massimo
 
konnte es nicht fassen, was mit dem j├╝ngsten Gardisten los war. Warum flennte der? Gut seine Frau hatte das ein bisschen frech beschrieben und hatte nur einen bl├Âden Witz gemacht. Von Patrice war bestimmt gar nichts mehr ├╝brig. Nicht mal sein G├╝rkchen. Sowas frassen Perverse bestimmt als erstes auf. Immerhin war das ja leicht zu fressen. Im G├╝rkchen war ja kein Knorpel oder Knochen drin genau wie in einer Zunge dachte Massimo und kratzte sich den Bart um sein Grinsen zu verstecken. Moni hatte ihn mit dem Unsinn angesteckt. Jetzt konnte er nicht mehr aufh├Âren. Zum Gl├╝ck schwatzte er nur in Gedanken so eine Scheisse ohne das wer das mitbekam.
Boldi guckte ihn an, als h├Ątte er das G├╝rkchen fressen m├╝ssen. Scheinbar konnte der Kerl Gedanken lesen. Massimo tastete ihn mit Magie ab. Nein konnte der nicht. Zum Gl├╝ck, dass w├Ąre ganz sch├Ân peinlich geworden bei den Bildern, die er im Kopf hatte von einem Teller voller Penisse die die Menschenfresser frassen. Und warum war das so? Wegen dem tollw├╝tigen Nathan. Der hatte damit angefangen und ihn total durcheinander gebracht. Und das hatte Moni durcheinander gebracht und die wieder ihn.
Die Lage war ernst und bedrohlich. Vielleicht sogar t├Âdlich und sie machten hier ihre Witze. Manchmal war das die einzige Art wie sowas zu ├╝berstehen war. Aber nicht hier, wenn sich so ein widerw├Ąrtiger Lich n├Ąherte, der eine ganze Familie auf dem Gewissen hatte. Massimo schaute Boldi ernst an, als Zeichen dass er den R├╝ffel verstanden hatte.
Massimo sp├╝rte noch einmal nach der Gruppe ohne einen von denen auszulesen. Die waren sicher alle wach und munter. Vampire waren nachts unterwegs, tags├╝ber schliefen die Biester. Sie waren unterwegs. Mehr musste er nicht wissen.
 
ÔÇ×Zur├╝ck zum ernst der Sache. Die Gruppe ist auf dem Weg hierher, sie r├╝cken an.ÔÇť
 
Warnte Massimo seine Truppe vor.

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Re: Die ersten Befehle des neuen Palaisin

#27

Beitrag von Boldisz├ár » Mo 3. Sep 2018, 14:10

Langsam aber stetig bewegte sich die berittene Truppe in Richtung Gewitterfeste. Genau aus dieser Richtung wehte der erste k├╝hle Wind, der den nahenden Herbst ank├╝ndigte, auch wenn die Bl├Ątter auf den B├Ąumen noch in vollem Saft standen. Das gelbe Gras, ein Relikt des extrem hei├čen Sommers, war matschig, da es geregnet hatte.

Boldisz├ár nickte Massimo kaum merklich zu. Wenn sie nun stritten, w├╝rde das Patrice nicht wieder lebendig machen, das Verbrechen an ihm nicht ungeschehen, aber es w├╝rde daf├╝r sorgen, dass ihre Truppe geschw├Ącht wurde und im schlimmsten Fall noch weitere von ihnen starben. Massimo war einfach verschroben und hatte einen d├Ąmlichen Humor, kaum besser als der von Khawa, den er so sehr hasste.

Boldisz├ár beruhigte seine Nerven, indem er beim Reiten eine Kippe nach der anderen qualmte. Dabei fiel ihm ein, dass er de Mancini noch nie hatte rauchen sehen. Am Ende war der Nichtraucher und Boldisz├ár qu├Ąlte ihn mit seinem penetranten Rauchkrautgestank, den er aus allen Poren verstr├Âmte. Einen Kettenraucher roch man schon von weitem, egal, wie sehr der sich wusch und wie oft er sich die Z├Ąhne putzte. Er w├╝rde Silvano fragen, ob es ihn st├Ârte. Im n├Ąchsten Moment fragte er sich, ob das irgendetwas ├Ąndern w├╝rde, denn Rauchen war sein Ersatz f├╝r so ziemlich alles, mehr noch das Verschenken von Rauchstangen. Es ersetzte das L├Ącheln, dass er mit seinem schiefen Gesicht nicht mehr zustandebrachte, hie├č 'Ich mag dich', 'Ich freu mich, dich zu sehen' oder, wie die Rauchstange f├╝r Roque, 'He, Mann, ich versteh dich. Ich bin bei dir.' Es konnte noch viele andere Dinge bedeuten, die ein Boldisz├ár nicht aussprach, war die Narrenkarte, die im Spiel jede andere Karte ersetzte. Rauchstangen zu verschenken und gemeinsam zu qualmen war die Sprache, die er mit Robere entwickelt hatte, der genau so seine Probleme damit hatte, freundlich zu sein. So hatten sie einander dennoch sagen k├Ânnen, was sie gerade f├╝hlten. W├╝rde er aufh├Âren mit Rauchen w├╝sste nicht, was er stattdessen tun sollte, um sich mitzuteilen.

Aber vielleicht machte er sich seine Gedanken ganz unn├Âtig. Zwischen ihm und Silvano war es anders. Wenn er es sich recht ├╝berlegte war Silvano der erste Mensch, mit dem er je wirklich freundlich gesprochen hatte. Als ihm das auffiel, war es Boldisz├ár peinlich. Aber das war egal. Sie waren gerade dabei, eine neue Sprache zu entwickeln.

Er rieb die angefangene Rauchstange an seinem Stiefel, so dass das glimmende St├╝ck abbrach und steckte den Rest wieder in seine Pfeifenkrauttasche.

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Re: Die ersten Befehle des neuen Palaisin

#28

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Di 11. Sep 2018, 10:17

Massimo
 
kam mit seine Gruppe bei der Gewitterfestung an. Sie bezogen Stellung und warteten auf die Feinde. In der Zeit passierte ziemlich viel. Parcival und einige andere waren anger├╝ckt. Prinz Ciel und einige von seine Leute waren auch an der Festung. Sogar der Duc pers├Ânlich war kurz bei ihnen. Und auch ein Adliger von der Marine. Sie warteten weiter auf den Feind. Zuerst zog ein alter Nekromant auf und bedrohte sie. Massimo wusste zu wem der abscheuliche Nekromant geh├Ârte, zu den Hohenfelde. Prinz Ciel konnte ihn aber beruhigen und der Alte zog ab. Aber Bellamy wurde dabei verletzt. Nur durch Boldiszar ├╝berlebte der alte Palaisin. Er wurde schnell zur├╝ck zum Palast gebracht um ihn zu heilen.
Dann verlor Parcival den Verstand. Er griff auf einmal Prinz Ciel an, wo sie miteinander redeten. Dave und der Duc retteten den Prinz. Sein Herr k├Âpfte Parcival. Der alte Magier hatte gewagt, den Prinz zu bedrohen und hatte ihn angegriffen. Die Strafe konnte nur seine Hinrichtung sein. Das war unglaublich, was sich Parcival gewagt hatte. Massimo war stinksauer. Der Alte musste verr├╝ckt geworden sein. Ein guter Hieb war das gewesen. Ein Streich und der alte Magier war Geschichte.
Leider sah der Prinz das anders. Er benahm sich nicht gerade wie ein Prinz, der gerade gerettet wurde. Aber Massimo schwieg dazu. Das war nicht seine Aufgabe, sondern die von seinem Vater. Die Warterei nervte sie alle und die Feinde wussten das auszunutzen. Wenn sie sich alle gegenseitig an die Kehle gingen, hatten die Menschenfresser nicht mehr viel zu tun. Sie konnten die Reste zusammenkehren. Und so warteten sie weiter. Nach einer Zeit kam Bellamy zur├╝ck und er sah viel besser aus. Jeder hatte gesehen, zu was Nekromantie f├Ąhig war. Niemand durfte in Frage stellen, dass das verboten werden musste. Massimo blieb nahe bei seine Frau und seine Einheit. Die Feinde hatten sich in eine Jagdh├╝tte einquartiert. Es wurde langsam Zeit.
Und sie warteten weiter. Allein daf├╝r wollte er den Vampir schon erschlagen. Was die anderen sonst sagten war ihm gleich. Aber dieser Vampir w├╝rde leiden, dass schwor er sich. Das machte das Mistst├╝ck doch absichtlich. Massimo schaute Moni an, die genauso m├╝de und fertig aussah, wie sie alle. Er ging zu ihr r├╝ber und nahm sie in den Arm.
 
ÔÇ×Es wird Zeit die Feinde zu stellen Moni. Sie haben sich in eine Jagdh├╝tte zur├╝ckgezogen nicht weit von hier. Mit den Pferden werden wir nicht hinreiten, damit machen wir nur unn├Âtig auf uns aufmerksam. Wir gehen jetzt. Nimm Foudre mit und reite nach Hause Moni. Er ist ein gutes Pferd und er wird dich besch├╝tzen. Denk dran, was ich dir ├╝ber die Armbrust beigebracht habe und ├╝ber den Dolch. Es ist nicht viel, hilft aber. Keiner von uns kann sagen wie der Kampf ausgeht. Du hast gesehen wozu ein Nekromant f├Ąhig ist bei Bellamy dem alten Palaisin. Der widerw├Ąrtige Nekromant in der H├╝tte ist hundermal schlimmer.
Ich bin nicht der beste Ehemann Moni, dass geb ich zu. Daf├╝r hab ich zu wenig Erfahrung. Aber ich hab mich f├╝r dich bem├╝ht, mehr kann ich dir nicht geben Moni. Ich kann kein anderer sein, nur der der ich bin. Mich so gut es geht bem├╝hen, ist alles was ich konnte. Ich hab es gern getan, da ich dich mag. Ob es gereicht hat, keine Ahnung. Dass musst du entscheiden.┬á Mir ist gleich was Khawa gesagt hat oder die anderen sagen Moni, genauso was die von uns halten. Ich mag dich sehr, auch wenn ich dir das nicht zeigen kann. Nimm Foudre und bring dich und unser Kind in Sicherheit. W├╝nsch uns Gl├╝ck und Erfolg.ÔÇť
 
Massimo k├╝sste seine Frau zum Abschied und gab ihr die Z├╝gel von Foudre.
Der Palaisin zog sein Schwert. Er gab das Zeichen zum Sammeln. Als seine Truppe versammelt war, sprach er zu ihnen.
 
ÔÇ×Die Menschenfresser sind in der H├╝tte. Unser Befehl vom Duc ist klar. Der Lich und der Vampir m├╝ssen sterben. Der Rest wird gefangen genommen. Wir n├Ąhern uns der H├╝tte versteckt zu Fuss. Auf Pferden h├Âren und sehen die uns kommen. Verteilt euch weit, so dass keiner von ihnen an uns vorbeischl├╝pfen kann. Jules und Khawa ihr beide kommt mit mir, wir werden die T├╝r eintreten und in die H├╝tte st├╝rmen. Sobald wir drin sind r├╝cken die anderen nach. Ist es m├Âglich, gebt uns durch die Fenster Feuerschutz. Und passt auf, dass keiner von den Scheissern entwischt. Notfalls schlagt die gr├╝n und blau, nur entkommen darf keiner.
Mehr gibt es nicht zu sagen. Ich hoffe die Magie ist auf unsere Seite. Khawa du beherrscht Erdmagie, sieh zu dass du das irgendwie n├╝tzlich anwenden kannst gegen den Lich. Jules und ich werden ihn mit der Waffe und Magie angreifen. Der restliche Orden der Himmelsaugen soll uns beistehen. Da Parcival nicht mehr als Medium zu Verf├╝gung steht, sollte Ansgar das machen. Also halt deine Gedanken offen Jules, damit du ihn um benachrichtigen kannst, wann er zuschlagen soll. Sag deinen Br├╝dern, dass sie ihre Kr├Ąfte b├╝ndeln sollen, damit sie bereit sind zuzuschlagen.
Abr├╝cken und Angriff.ÔÇť
 
Massimo z├╝ckte sein Schwert und schlich zur H├╝tte. Wer ihm entgegen kommen w├╝rde, w├╝rde die Waffe kennenlernen. Entweder mit der flachen Seite vor den Sch├Ądel oder mit der Schneide. Das w├╝rde sich zeigen.
 
 

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Re: Die ersten Befehle des neuen Palaisin

#29

Beitrag von Monique de la Cantillion » Di 11. Sep 2018, 11:53

Monique h├Ârte ihrem Mann aufmerksam zu und umarmte ihn ebenfalls.

ÔÇ×Mehr als sich nach besten Wissen und Gewissen bem├╝hen kann sich niemand Massimo. Du bist kein schlechter Ehemann, Du bist nur manchmal etwas grob. Warum hast Du mir erkl├Ąrt, Du bist nur den Umgang mit Deinen Kameraden gew├Âhnt. Wie lange kennen wir uns? Wie lange bist Du k├Ąmpfend unterwegs gewesen? Du musst Dich umgew├Âhnen Massimo, das ist alles. Sobald Du nach Hause zur├╝ckkehrst, packen wir das gemeinsam an, Du musst Dir dann allerdings auch mal etwas sagen lassen Schatz. Und Du wirst nach Hause zur├╝ckkehren, ich wei├č es. Ihr werdet diesen Lich aufhalten und vernichten, so wie Du jeden Feind aufgehalten hast Schatz. Du bist ein guter Ehemann und ich bin stolz auf Dich. Du hast mir immer beigestanden, Du hast mich stets besch├╝tzt und wir hatten auch oft genug unseren Spa├č, auf die eine oder andere Art. Denk an Ehveros oder die Hochzeit am Hofe.

Ich werde mit Foudre nach Hause reiten, so wie Du sagst. Danke f├╝r den Hengst, ich wei├č was er Dir bedeutet und was er kann, hat er schon bewiesen. Er ist wirklich ein gutes Tier, da stimme ich Dir zu. Schatz, Du musst gesund nach Hause zur├╝ckkommen, Du hast mir eine Katze und ein kleines Sommerhaus f├╝r uns versprochen. Au├čerdem musst Du Dich um Dein Kind k├╝mmern. Du bist der Palaisin des Duc, der h├Âchste und letzte Streiter f├╝r Souvagne. Du musst diesen Lich f├╝r uns alle erschlagen. Ich hab Dich auch lieb Massimo, meine besten W├╝nsche begleiten Dich. T├Âte ihn in meinen NamenÔÇť,
fl├╝sterte Moni und k├╝sste ihren Mann liebevoll zur├╝ck ehe sie ihn freigab.

Sie schaute Massimo nach, als dieser zu seinen Leuten schritt, dann schwang sie sich auf Foudre und ritt Richtung Heimat davon. Die Festung der Cantillions war nicht weit entfernt und Foudre kannte den Weg.

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Comte Massimo de la Cantillion
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Re: Die ersten Befehle des neuen Palaisin

#30

Beitrag von Comte Massimo de la Cantillion » Do 13. Sep 2018, 09:07

Weiter gehts bei den Beissern ^^

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