Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Ankunft in Alessa

An der mediterranen Küste des Dhunischen Ozeans gedeiht Naridien, das reiche und multikulturelle Handelsimperium. Doch die wuchernde Wirtschaft hat ihren Preis. Wer den Fortschritt mehr schätzt als die Tradition, ist hier willkommen.
Naridien
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Varmikan Eisseher

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Re: Ankunft in Alessa

#141

Beitrag von Varmikan Eisseher » Mi 8. Nov 2017, 14:36

Der Frostalb vereiste den Boden vor dem Marder, so dass er nicht vom Fleck kam. Seine Pfoten fanden keinen Halt auf der glatten Fläche. Mo landete auf seinem pelzigen Bauch.

"Bleib stehen Morasa!", bellte Varmikan ohrenbetäubend.

Varmikan musterte den kleinen Kerl von oben. Frostalben hatten nicht nur scharfe Ohren, sie hatten auch scharfe Augen.

"Mo bitte... bei allem was heilig ist, wie kann man nur so stur sein?
Ich meine es ernst und Dein Mann meint es genauso ernst. Dave weiß nicht dass wir hier sind, da ist richtig. Aber er hatte vor Dich zu suchen und sich mit Dir auszusprechen, da Du ihm als Kumpel etwas bedeutet hast. Es hat ihm sehr leid getan wie die Sache damals in unserem Hof geendet ist. Er hat Dich ganz sicher nicht in die Gilde eingeladen, beziehungsweise Dich anwerben lassen um Dich so aus der Gilde zu werfen.

Heute sind wir auf Wunsch von Urako hier.
Urako ist ganz sicher nicht Dein Freund und ich bin es auch nicht, aus den bereits vorgenannten Gründen. Aber ich verstehe die Bitte Deines Mannes. Ebenso verstehe ich seinen wie auch Deinen Wunsch nach Frieden und einem schönen Leben mit dem eigenen Partner. Ich teile den Wunsch.

Urako teilt den Wunsch vielleicht nicht was Dich angeht, aber er hatte vor sich mit Firxas auszusöhnen. Deshalb ist er hier. Er hat gehört, dass sein Exmann bei Ansgar verweilt und hatte vor, die Gelegenheit zu nutzen um sich bei ihm zu entschuldigen und sich mit ihm zu versöhnen.

Dein Mann bittet um Deine Freiheit. Ich habe dem Deal zugestimmt, für unsere Unversehrtheit. Und ich habe Dich gerade sogar gebeten, was ich überhaupt nicht müsste.

Ich könnte kurz gesagt, die Faxen dicke haben und es hier sofort beenden.
Aber das tue ich Deinem Mann nicht an, weil ich sehe wie er leidet.
Und weil ich sehe wie Du leidest... vor allem unter Dir selbst.

Also ich lasse Dich nun los, Du verwandelst Dich zurück und wir reden in Ruhe miteinander. Wir werden uns nicht drohen, wir werden uns nicht beleidigen, sondern wir werden uns aussprechen. Danach gehen wir friedlich getrennter Wege. Versprochen.

Ich weiß dass dies in Davys Sinn ist, was Dich betrifft Morasa.
Darum beuge ich mich dem Wunsch meines Mannes.
Ebenso beuge ich mich der Bitte Deines Mannes. Er kämpft hier für Dich. Du kämpfst nicht Mo, Du reitest Euch sehr tief in die Scheiße.

Darum ein letztes Mal eine in Frieden gereichte Hand von mir. Die letzte Chance Morasa. Ich bin zwar ab und an ein geduldiger und vielleicht auch zu nachsichtiger Alb, aber auch meine Geduld hat Grenzen. Verwandele Dich zurück und lass uns in Ruhe reden. Mach es für Firxas und mache es für Dave, falls Dir an beiden etwas liegt Mo. Noch einmal - ich meine was ich sage ernst. Nun komm Mo gib Dir einen Ruck",
bat Varmikan.

Der Frostalb hob seine Verzauberung auf, so dass der Boden wieder frei von Eis war.

Nun war es an Mo, ob er die gereichte Hand von Varmikan annehmen und Frieden schließen wollte, oder ob er weiterhin stur blieb und floh.

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Re: Ankunft in Alessa

#142

Beitrag von Firxas » Mi 8. Nov 2017, 15:46

Die Krallen des Marders rutschten auf dem Eis immer wieder weg, als er versuchte, ins Gebüsch zu fliehen. Firxas griff mit einer Hand unter kleinen Körper, hob ihn hoch und presste ihn schützend an seine Brust. Er würde ihn nicht hergeben, egal, was sie anstellen mochten. Nicht, so lange er kämpfen konnte.

"Ohne dich mag ich nicht mehr sein", flüsterte Firxas. "Wenn du mich wirklich schützen willst, dann schütze dich selbst. Ich werde dich ihnen nicht ausliefern. Wenn du fliehen musst, halte ich dir den Rücken frei." Er küsste den Marder auf den pelzigen Kopf.

Wenn sich abzeichnete, dass es nicht länger möglich war, Morasa zu schützen, würde er den Marder wie einen Ball quer durch die Luft schleudern, weit fort ins Unterholz. Er wechselte einen Blick mit Tsacko. Der nickte. Der Hundewandler würde den Marder anschließend packen und mit ihm im Maul davonrennen. Als Hund war er um ein vielfaches schneller und ausdauernder als das kleine Tier. Varmikan war gut, aber auf so viele Gegner konnte er sich nicht konzentrieren, denn dann würde Firxas sich auf ihn stürzen. Dann würde der Hund mit dem Marder im Maul entkommen.

Noch aber war es nicht so weit. Er hielt Mo ganz fest. Der Marder konnte seinen Herzschlag hören.

Firxas, der sonst so ruhig blieb, blickte Urako mit einer Fratze der Wut an. Natürlich war er hier, um alles kaputt zu machen, weil er weder ihm noch Morasa das Glück gönnte. Firxas schickte ihm die Wut, die er spürte, ungefiltert herüber. Urako erschrak derart, dass er einen Schritt zurückwich. Dergleichen war der Henker von dem sonst so stoischen Firxas überhaupt nicht gewöhnt.

"Fast hättest du es geschafft", schnaubte Firxas und presste den Marder an sich. "Wie kann in einer einzigen Person nur so viel Gehässigkeit und Bosheit sein! Ist das wirklich alles, was du der Nachwelt hinterlassen willst, wenn du dereinst den Löffel abgibst?"

Urako sagte nichts. Er starrte ihn nur mit großen Augen an. Firxas wandte er sich wieder an Varmikan.

"Bitte, was muss ich tun, damit du mir alles von Morasas Blut aushändigst? Lass uns eine geistige Verbindung eingehen, damit wir beide sehen, dass der andere es ehrlich meint. Ich will euch nichts Böses."

Firxas fuhr seine geistigen Barrikaden herunter und lud Varmikan somit ein, die Verbindung nun herzustellen. Von seiner Seite aus gab es keinerlei Hintergedanken. Er wünschte sich nichts als die Sicherheit seines Partners.

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Re: Ankunft in Alessa

#143

Beitrag von Ansgar von Hohenfelde » Mi 8. Nov 2017, 16:31

Ansgar trat nach draußen in Begleitung von Skronda und einigen anderen Düsterlingen. Er musterte Varmikan mit hochgezogener Augenbraue, ehe er seinen Blick über die restlichen Anwesenden schweifen ließ.

"Hallo Ansgar", grüsste Varmikan.
"Grüße Varmikan", gab Ansgar zurück.

Varmikan und Ansgar schienen sich einen Augenblick lang mental zu unterhalten bevor der Frostalb die Schultern zuckte.

"Du möchtest eine neutrale Antwort Varmikan, Du bekommst sie. Der geschätzte Magier-Kollege Firxas erbat Absolution für seinen Partner Morasa von Euch samt Gilde. Bis zu Morasas Erläuterung war mir nicht bewusst, dass Ihr Euch kennt. Die drei, Firxas, Morasa und der Düsterling kamen schwer verletzt hier an. Firxas rief im Nexus um Hilfe, also gewährte ich sie ihm - von Kollege zu Kollege.

Infolge dessen baten sie mich um Hilfe Eure Gilde und Dave betreffend Varmi.

Ich stimme Deinem Vorschlag zu, denn ich hatte beiden sowieso bereits versprochen mit Dave über die Angelegenheit zu reden. Von meiner Seite aus ist die Absolution von Euch, wie von Eurer Gilde zu gewähren. Beide Bittsteller unterstehen meinem Schutz.

Die Begründung ist einfach. Gewalt beantwortet mit Gegengewalt kann ich in diesem vorgetragenen Fall nicht dulden. Zwecks Schutz des Leib und Lebens meines Sohnes Anwolf, wie das meines Bruders, endet diese Fehde umgehend hier.

Im besonderen Hinblick auf das zu erwartende Kind, samt dessen Kindswohl sollte jeder von Euch so denken. Du denkst so, ich hoffe Dave denkt ebenfalls so. Morasa hat Dave nicht wirklich bedroht, sonst hätte mein Bruder andere Maßnahmen gegen ihn ergriffen. Das wissen wir beide.

Und von dem was ich mitbekommen habe, haben sich die Ereignisse hochgeschaukelt, ein Wort gab das andere und letztendlich endete es in einer Fehde die keiner von Euch gewollt hat.

Und da sie niemand wünscht, wäre es für alle das Beste Ihr gebt sie auf und zwar umgehend. Jeder von Euch kann in Frieden mit seiner Familie weiterleben ohne Todesangst im Nacken. Wir beide wissen was dies bedeutet Varmikan. Das ist meine Entscheidung.

In meinem Haus sind beide unantastbar",
erklärte Ansgar.

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Re: Ankunft in Alessa

#144

Beitrag von Varmikan Eisseher » Mi 8. Nov 2017, 16:51

Varmikan nickte zustimmend, zu Ansgars wie zu Firxas Worte. Der Frostalb nahm die Einladung in Firxas Gedanken an.

`Ich sehe es ebenso wie Ansgar. Wir alle haben Leute die uns lieb und teuer sind, die wir nicht verletzt oder ermordet sehen möchten. Ich gebe zu, ich stand Deinem Mann zuerst anderes gegenüber. Ich hatte vor ihn auszuschalten. Aber der Grund war der gleiche, weshalb Du um das Leben von Mo bittest - ich hatte Angst meinen Mann zu verlieren. Wie könnte ich dann Deine Bitte abschlagen?

Wie ich Dir eben bereits sagte, möchte ich kein Geld von Dir. Schwöre mir, dass Morasa niemals meinen Mann, meinen Kindern oder meiner Familie etwas zu Leide tun wird. Dazu gehört auch Urako. Schwörst Du mir das aufrichtig, werde ich Dir das Blut von Morasa aushändigen.

Was ich vorhin zu Mo gesagt habe ist die Wahrheit Firxas. Mental kann man nicht lügen. Dave hatte vor Morasa zu suchen um sich mit ihm auszusprechen. Wie es zu Ende ging, hat Mo in Daves Augen nicht verdient. Er mag Deinen Mann, er wünscht ihm nichts Schlechtes.

Ich war extrem eifersüchtig auf Morasa, ich hatte Angst Dave an ihn zu verlieren und deshalb hatte ich vor Mo loszuwerden. Was Du fühlst und wie sehr Du Dich fürchtest, kann ich sehr gut nachvollziehen. Mir bedeutet Dave alles. Mein Mann und Urako sind die einzigen beiden Personen die mir geblieben sind.

Drum weiß ich welche Angst Du hast. Die Familie meines Mannes gab mir oft genug Anlass um Dave zu fürchten. Ich möchte nicht selbst zu so einem Anlass werden Firxas.

Lebe Dein Leben in Ruhe und Frieden und werde glücklich mit Morasa. Alles was ich von Dir erwarte ist der Schwur, den Du dann auch verpflichtet bist einzuhalten und notfalls Deinen Mann in die Schranken zu weisen. Schwörst Du mir dies, dann werde ich Dir das Blut aushändigen. Das schwöre ich Dir´,
übermittelte Varmikan.

Während ihrer mentalen Unterhaltung verbarg Varmikan nichts vor Firxas. So sah der Tiefling, dass der Frostalb nicht nur die Wahrheit sprach, sondern dass auch seine Gefühle offen und aufrichtig waren.

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Re: Ankunft in Alessa

#145

Beitrag von Morasa » Do 9. Nov 2017, 00:53

Morasa

wollte fliehen, aber dann wurde der Boden eingeeist. Am liebsten hätte er vor Wut und Verzweiflung geschrien, aber aus seinen kleinen Mund mit scharfe Zähne kam nur ein Knurren das keiner verstand. Mo versuchte mit seinen Krallen auf die Füsse zu kommen, aber es war zu glatt. Er rutsche aus und fiel auf seinen Bauch. Dann versuchte der Wandler sich wegzurobben mit seinen kleinen Körper. Eine riesengrosse Hand packte ihn und Mo wollte aus Angst zubeissen, als er Firxas erkannte. Sein Mann drückte ihn beschützend an sich. Firxas fühlte wie Mos Herz vor Aufregung und Angst hämmerte. Und Mo hörte das Herz von Firxas. Er beruhigte sich in seine Hand und hing ganz schlaff.
Was Firxas ihn zuflüsterte freute Mo sehr. Er hob seinen kleinen Kopf und schaute Firxas mit seine dunkle Augen an. Als Firxas ihn auf sein Kopf küsste machte er die Ohren breit. Mit seine Nägel hielt sich Mo an Firxas Hand fest und leckte sie, da er ihn in der Gestalt nicht zurückküssen konnte. Firxas verteidigte ihn vor den Albenhasser und sagte Urako die Meinung. Das machte Morasa froh. Er fühlte sich sicher bei Firxas. Sein Mann bat nochmal darum, dass er das Blut von ihm bekam. Der Wandler wollte so gerne Varmikan glauben, aber er hatte zuviel Angst gehabt.
Ansgar kam nach draussen und sagte, dass sie Frieden schliessen sollten. Er sprach gut von Firxas und ihm und er sagte sie standen unter seinen Schutz. Mo drückte sich in die Hand von Firxas. Er hatte nicht gedacht, dass Ansgar sein Wort hält. Sein Gründe warum die anderen Frieden schliessen sollten waren gut. Varmikan bot nochmal Frieden an. Mo schaute Firxas wieder an.
Er wollte es für seinen Mann versuchen. Firxas hatte ihn beigestanden und ihn verteidigt. Jetzt durfte er nicht alles versauen, sonst würde Ansgar bestimmt nicht mehr helfen. Morasa sprang aus Firxas Hand und verwandelte sich wieder in einen Waldalben. Er nahm seine zerfetzte Kleidung und zog sie trotzdem an. Danach stellte er sich neben Firxas und drückte sich an ihn.

"Danke für deine Hilfe Ansgar. Ich nehm dein Angebot an Varmikan. Schliessen wir Friede für Firxas und Dave und lass uns in Ruhe reden. Meine Beleidigungen nehm ich zurück, es tut mir leid. Wenn du es ernst meinst, dann versprich dass du Firxas nichts antun wirst. Ich wollte euch damals nicht schaden, ich hab nur eine Familie gewollt. Ich hab das schon hundertmal gesagt. Und es ist die Wahrheit. Ich wollte mich damals versöhnen mit dem Essen obwohl das schief ging. Immer kam was neues, was alles schief ging. Ich hab Dave als Kamerad gemocht und ihn vermisst. Ich hab verstanden, dass er mich nicht wollte. Das war nicht schön, aber ich hab es nach ein paar Versuche eingesehen. Und jetzt ist Firxas mein Mann. Ich will ihn nicht verlieren und du willst Dave behalten. Das machst du doch, ich tue ihm nichts. Also bitte lass uns vertragen. Ich schwöre, dass ich deine Familie und dir nie was antun werde. Jetzt schwörst du das für Firxas. Und dann reden wir miteinander wegen den Blut und was für uns wichtig ist."

Mo legte einen Arm um Firxas Hüfte. Er hoffte das Varmikan zustimmen würde. Mo vertraute auf Firxas Vertrauen.

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Re: Ankunft in Alessa

#146

Beitrag von Varmikan Eisseher » Fr 10. Nov 2017, 07:45

Varmikan war erleichtert, dass Morasa endlich klein beigab. Der Frostalb war des Streitens müde. Sie hatten schon genug Feinde innerhalb der Familie, da benötigten sie keinen Waldalben im Nacken, der es permanent darauf anlegte sie niederzuschießen.

Und genauso war es vermutlich Morasa leid, ständig irgendjemand an den Fersen zu haben, der ihm nach dem Leben trachtete. Varmikan nickte zustimmend.

"Ich nehme Deinen Schwur an Morasa. Ich schwöre Dir, niemals Deinen Mann oder Dich zu bedrohen, zu verletzten oder töten zu wollen. Dies gilt ebenso für Dich. Frieden.

Mein Vorschlag wäre, dass wir uns an einem neutralen Ort treffen. Oder Ihr uns bis zu einem neutralen Ort begleitet. Ich werde Dave bitten, mir Dein Blut dorthin zu bringen. Sobald ich es habe, werde ich es Euch aushändigen. Falls Du möchtest, kannst Du Dich dann auch mit Dave aussprechen. Ich denke eine Entschuldigung für die Bedrohung wäre angebracht Mo.

Du kannst gerne meine Gedanken lesen Firxas, ich meine auch dies offen und ehrlich, wie meine Worte zuvor.

Manchmal läuft alles schief Mo, dass musst Du mir nicht erklären. Das habe ich persönlich auch schon erfahren dürfen, ansonsten würde ich nicht hier leben. Wäre damals nichts schief gegangen würde ich noch bei meinen Eltern leben oder zumindest in der Heimat. Allerdings hätte ich dann Davy nicht.

Und wäre es bei uns damals mit Dir nicht schief gegangen, dann hättest Du Firxas nicht. So dumm es sich anhört, aber wer weiß wozu es gut war? Letztendlich wissen wir es beide, wir haben so unsere Partner gefunden. Zwar hätte ich mir auch gewünscht, dass dies auf eine angenehmere Art möglich gewesen wäre, aber so war es eben nicht",
erklärte Varmikan und überlegte einen Moment.

"Frage, auf welche Entfernung kann man mit dem Bogen jemanden töten? Und kann man eine Person so verletzten, dass sie nur kampfunfähig gemacht wird? Wärst Du bereit im Wege des Friedens jemand für uns aufzuspüren und dingfest zu machen? Wir haben familienintern gewissen Probleme. Es gibt eine Person, die ich einfangen muss für Dave.

Leider kann man sich nicht ohne weiteres in seine Nähe wagen. Soweit ich weiß, ist er ein exzellenter Nahkämpfer und er kann genauso gut wie Daves Vater mit Stichwaffen wie Schwerter, Degen und so weiter umgehen. Folglich wäre es doch möglich, dass Du ihn verletzt und ich ihn mental angreife. Dann müsste man die Person doch einfangen können oder?

Falls das möglich ist, würdest Du uns helfen?
Er soll nicht sterben.

Diese Aufgabe darf nur Puschel, also Urako erledigen. Dave hat es so bestimmt. Niemand sonst darf diesen Kerl töten. Wärst Du dazu bereit?",
fragte Varmikan hoffnungsvoll.

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Re: Ankunft in Alessa

#147

Beitrag von Firxas » Fr 10. Nov 2017, 09:10

Firxas war es unangenehm, dass Morasa in der Öffentlichkeit den Arm um ihn legte. Er schämte sich, besonders, weil er schon wieder sah, wie Urakos Augen feindselig auf der Hand an seiner Hüfte ruhten. Aber er war froh, dass Morasa noch da war und würde einen Dreck tun, sich jetzt aus seinem Arm herauszuwinden. Als auch noch der Hausherr persönlich aufkreuzte, wollte sein Schweif nervös peitschen und Firxas musste sich darauf konzentrieren, das ungezogene Körperteil davon abzuhalten.

Er war dankbar für Ansgars besonnene Worte.

Kurz darauf spürte er Varmikans Präsenz in seinem Hirn. Entgegen seiner Art, die auf Firxas ziemlich aggressiv gewirkt hatte, fühlte sein Geist sich deutlich angenehmer an, als das, was er zur Schau trug. Er spürte die Sorge Varmikans um dessen Familie, aber auch viel Wut auf Morasa.

Firxas stupste ihn gedanklich beruhigend an, als würde er ihm kurz die Hand auf die Schulter legen.

'Ich schwöre dir, dass ich niemals magische oder physische Waffen gegen dich oder deine Familie erheben werde, es sei denn zur Verteidigung. Ich kann aber nicht für Mo schwören. Er ist ein lieber Kerl, aber manchmal kann er ein bissiges Biest sein und wenn er wütend oder verzweifelt ist, ist er nicht immer vernünftig. Es gibt keine Garantie für sein friedliches Verhalten. Aber ich kann versuchen, beruhigend auf ihn einzuwirken.'

Er war froh, als Morasa selbst Frieden versprach. Allerdings versprach er dies nur Varmikan und natürlich bemerkte auch Urako diese Formulierung. Wenn es noch irgendwie ging, wurde sein Gesicht noch bösartiger. Er hasste den Waldalben wohl wirklich wie die Pest. Wenn er Morasa in einem günstigen Moment in die Finger bekam, würde das in einem Massaker enden. Jetzt wand sich Firxas doch aus Morasas Arm heraus, ging zu Urako und drückte ihn. Der erwiderte die Geste sofort, er legte dabei eine Hand hinter Firxas' Kopf und presste ihn an seinen. Es war ein komisches Gefühl, seinen Ex wieder in den Armen zu halten. Eine seltsame Mischung aus Vertrautheit und Fremdheit, die er immer empfunden hatte im Zusammensein mit Urako. Ein Teil des Geistes von Urako war immer auf Distanz geblieben, Firxas unverständlich und fremd.

"Bitte bleib friedlich", bat Firxas leise. "Du wolltest es wieder gut machen, was mit meinen Flügeln geschehen ist. Einverstanden. Ich gebe dir die Chance. Lass meinen Mann in Ruhe. Dann verzeihe ich dir. Das und alles andere."

"Wie lange seid ihr schon zusammen?", fragte Urako.

"Einen Tag und eine Nacht."

Urako lachte. "Und da nennst du ihn deinen Mann? Einen Fick für eine Nacht? Bitte, Firxas! So naiv kannst du nicht sein. Er wird dir abhauen, wenn nicht heute, dann in ein paar Wochen. Irgendein Söldner aus deiner Einheit würde besser zu dir passen, den könntest du auch jeden Tag sehen und nicht aller paar Wochen mal für ein paar Tage. Es gibt wenige, die so lange auf dich warten würden. Aber das wirst du schon noch selber sehen. Wer bin ich, dir noch vorzuschreiben, was du zu tun und zu lassen hast? Du bist jetzt frei und ich werde dich nicht länger mit meinen Vorschriften quälen. Hast du mich eigentlich vermisst in dem Jahr?"

"Manchmal."

"Ich dich auch, Firx."

Firxas fand, dass es nun Zeit wurde, die Umarmung wieder zu lösen, die ja eigentlich nur dazu gedacht gewesen war, Urako zu beruhigen und seine Angriffshaltung aufzulösen. Wahrscheinlich ging das gerade nach hinten los, denn Urako hielt ihn noch einen Moment fest und küsste ihn auf die Wange, ehe er ihn freigab. Na Prima. Firxas zog den Kopf ein, in der Erwartung, dass Morasa ihn nun zur Strafe mit wüsten Beschimpfungen überhäufte und ihn verprügelte, denn Firxas war es gewohnt, genau so behandelt zu werden.

"Wir sollten heute Abend einen trinken gehen", fand der Henker. "Ich würde gern hören, was du in dem Jahr so getrieben hast. Oh, und falls ihr es noch nicht gemerkt habt - der Hund da ist ein Gestaltwandler. Er hat Firxas zugenickt."

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Re: Ankunft in Alessa

#148

Beitrag von Morasa » Fr 10. Nov 2017, 13:08

Morasa

zog Firxas von Urako weg und starrte den pinken Tiefling an.

„Niemand bist du. Du hast mein Mann nichts vorzuschreiben. Lass ihn in Ruhe. Er geht mit dir nichts trinken, du hattest dein Abschied Urako. Was weisst du über mich? Nichts weisst du. Also hüte deine Zunge, wenn du nicht wieder aufstacheln willst.
Du sollst nicht von dir auf andere schliessen nur weil du durch alle Betten hüpfst. Du hast deinen Mann, Firxas ist meiner. Und mein Mann geht mit dir nichts trinken. Jedenfalls nicht alleine. Und du küsst ihn nie wieder. Behalt deine Körperteile bei dir. Wenn du Frieden willst, musst du dich genauso dran halten. Nicht ich allein.“

Mo rotzte sich grosszügig auf die Hand und machte Firxas Wange gründlich mit Spucke sauber.

„Jetzt bist du wieder in Ordnung Firxas. Wir wissen das der Hund ein Gestaltwandler ist. Der ist nicht nur ein zweiter Gestaltwandler, der ist sogar ein zweiter Waldalb und was das allerbeste ist, der ist sogar ein zweiter Mo von Morvinroe. Du kannst dein Glück kaum fassen was Urako mein Freund? Aber es ist wahr.“

Morasa versteckte sein Grinsen hinter einer Hand und tat so als würde er gähnen. Als sein Grinsen nachliess küsste er Firxas auf den Mund und lehnte sich wieder an.

"Wenn du echten Frieden willst, bin ich bereit das zu versuchen Urako. Wenn nicht, Waffenstillstand. Das sollten wir für Fixas hinkriegen. Willst du mit Urako was trinken gehen Firxas? Dann aber nicht allein, wenn gehen wir zusammen."

Morasa überlegte was Varmikan angeboten hatte. Er hatte nicht direkt geantwortet, da er nicht wusste was er sagen sollte. Er schaute zu Firxas und zog seine Kleiderfetzen enger um sich.

„Wenn du den Frieden ernst meinst, dann helf ich dir und Dave. Ich glaub dir Varmikan, auf Vertrauen. Ich werde dir aber erst helfen, wenn du Firxas das Blut gegeben hast. Dann helfe ich dir so gut ich kann. Wer ist der Kerl, den du jagen willst? Er klingt nach gefährlicher und ehrenwerter Beute. Und wenn ich dir helfen soll, musst ich mir vorher einen Bogen besorgen und einen Dolch. Urako könnte mir meine Waffen wiedergeben. Das wäre ein gutes Zeichen.“

Morasa schaute Urako an.

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Re: Ankunft in Alessa

#149

Beitrag von Urako » Fr 10. Nov 2017, 13:32

"Ich hüpfe schon lange nicht mehr durch alle Betten. Warum wirfst du mir das vor, neidisch? Mir fällt es halt im Gegensatz zu dir leicht, neue Bekanntschaften zu schließen. Ich muss sie auch nicht besoffen machen und dann im Schlaf begrabschen, wenn ich was von denen will. Die kommen ganz von alleine. Ich bin inzwischen allerdings verheiratet. Das ist natürlich was anderes als irgend so eine Wischiwaschibeziehung, wie ich sie mit Firxas hatte. Ich will Firxas nicht zurückhaben, falls du das wegen dem kleinen Begrüßungsschmatzer denkst, den kannst du behalten. Schau ihn dir an. Und schau dir meinen jetztigen Mann an. Sachlage klar."

Urako presste Gasmi an sich.

"Frieden will ich nicht mit dir, Morasa. Man kann mir vieles vorwerfen, aber ich bin kein Heuchler. Du wolltest mich umbringen und meinen Mann und meine Freunde ebenfalls! Ich kauf dir nicht ab, dass du das nur mal eben dahergeredet hast. Auf einen Waffenstillstand können wir uns einigen - so lange wie du mit Firxas zusammen bist. Ich werde dich in meiner Gegenwart dulden. Zu einem Mehr an Zugeständnissen bin ich nicht bereit."

Als Morasa offenbarte, dass sie genau wussten, dass der Hund ein Wandler war, obendrein ein zweiter Waldalb und noch dazu ein Mo, verengten sich Urakos Augen und seine Lippen wurden schmal, während seine Nasenlöcher sich weiteten. Er fühlte sich von Morasa und Firxas verarscht und betrachtete hasserfüllt ihren Köter.

Der Hund grinste etwas mit einem Mundwinkel und machte Sitz neben Ansgar.

Der Düsterling mit den verstümmelten Ohren war wieder auf Firxas`Rücken geklettert und tippte in die Spucke an dessen Wange, um dann an seinen Fingerspitzen zu schnuppern und davon zu kosten. Ekelhaft, der kam eindeutig aus der Unterwelt! Zum Glück war Gasmi um Einiges zivilisierter. Sogar Ansgar hatte einen Düsterling bei sich, der sich besser benahm als dieses Exemplar da. Wahrscheinlich war hier irgendwo ein Loch zur Unterwelt.

Urako wandte seine Aufmerksamkeit wieder dem Feind zu.

"Wenn du deinen Dolch wiederhaben willst, dann hol ihn dir selber, Morasa. Ich habe keine Ahnung, wo du ihn verramscht hast und werde dir nicht bei der Suche helfen."
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"Wenn Kaiser, Könige und Diktatoren ruhig schlafen,
warum soll`s nicht auch der Henker können?"
Charles Henry Samson, Scharfrichter

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Re: Ankunft in Alessa

#150

Beitrag von Morasa » Fr 10. Nov 2017, 15:06

Morasa
 
zuckte die Schultern.
 
„Es war ein Angebot, du willst nicht was mir recht ist. Ich heuchle genausowenig. Mein Angebot war wegen Firxas. Wenns nach mir geht machst du besser heute als Morgen den Arsch zu. Das würde mich freuen. Dein Tod würde niemand bedauern. Dass wissen wir beide. Du hast es selber provoziert, darum wollte ich dich umbringen. Also solltest du besser jetzt das provozieren lassen. Davon wirds nicht besser zwischen uns.
Ich dulde dich solange Firxas das will, danach bekommst du einen Pfeil in den Kopf. Mein Friede gilt dann nur für Varmikan und Dave. Der hat freiwillig gesoffen, ich hab den nicht gezwungen oder so. Aber stimmt, du kannst Leute besser kennenlernen. Ich kann das nicht. Ist kein Geheimnis. Dann sind wir uns beide ja einig, dass Firxas nichts für dich ist. Das ist schön, dann musst du auch nicht mit ihm unnütz was trinken gehen und ihn verwirren. Es ist nur Wichiwaschi was er die Zeit gemacht hat. Das geht dich nichts mehr an. Du bist nicht sein Partner und ganz sicher nicht sein Freund. Ja die Sachlage ist eindeutig klar, du hast dir einen kleinen Mann gesucht den du quälen und unterbuttern kannst.
Behalt den gestohlenen Dolch. Ich verfluche ihn und hoffe wenn er in dein Besitz ist, dass er dir viel Schaden zufügt. Du sollst dich oft an ihn verletzten und schneiden. Sollen sich deine Wunden von ihn entzünden und schwären. Behalt ihn ruhig. Irgendwann, nicht heute und nicht morgen, aber irgendwann wird dir genauso was von mir weggenommen was du magst oder liebst. Dann reden wir erneut. Auf dem Schlachtfeld.
Ich weiss nicht ob du was mit die Ohren hast, aber ich hab mich bei Varmikan entschuldigt. Bei dir mit kein Wort. Du hast angefangen, ich hab damals geantwortet. So war das. Und wofür soll ich mich entschuldigen, dass ich mich gewehrt hab? Lass es gut sein, du kapierst das sowieso nicht. Aber irgendwann wirst du an wen kommen, der dich dafür bluten lässt und es durchzieht. Ob ich das bin, oder ein anderer ist total egal. Irgendwann wird es einen geben der genug hat. Sind nicht immer die anderen Urako.“
 
Morasa schnaufte durch und schaute Firxas an.
 
„Firxas ich kann mit dem Albenhasser nicht normal reden. Sein blödes Gesicht provoziert mich schon und wenn der das Maul aufmacht will ich seine letzten Zähne rausschlagen. Warum stichelt der immer gegen mich? Ich rede nicht mehr mit dem. Ich versuch mich zu beherrschen. Das nützt doch alles nichts.“
 
Morasa grinste den anderen Mo gut gelaunt an und winkte dem Hund zu.
 
„Dann sag den Treffpunkt Varmikan. Wir kommen dahin.“

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