Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Ankunft in Alessa

An der mediterranen Küste des Dhunischen Ozeans gedeiht Naridien, das reiche und multikulturelle Handelsimperium. Doch die wuchernde Wirtschaft hat ihren Preis. Wer den Fortschritt mehr schätzt als die Tradition, ist hier willkommen.
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Morasa

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Re: Ankunft in Alessa

#161

Beitrag von Morasa » Mo 25. Dez 2017, 21:50

Morasa

kroch in Fixas Hemd nach oben. Seine dunkle Knopfaugen suchten den Feind. Das sass er der Albenhasser und Tieflingschänder. Der Verstümmler von Firxas. Er hatte seinen Mann beleidigt. Das würde er ihm heimzahlen. Morasa sprang auf Firxas Schulter und stiess sich ab. Mit einen langen Sprung flog er auf den Greifrücken und rannte los. Der Marder schoss unter Urakos Lendenschurz und grub ihm die Zähne in die empfindlichste Stelle. Dann drehte er schnell um und rannte den Weg auf dem Greifrücken zurück. Er krabbelte Firxas hoch und kuschelte sich schutzsuchend an seine Brust. Dabei leckte er ihm liebevoll das Kinn und seine Nase zuckte. So lachten Marder und Mo lachte lange.

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Urako

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Re: Ankunft in Alessa

#162

Beitrag von Urako » Di 26. Dez 2017, 14:22

Urako brüllte und griff nach dem Marder. Das kleine Mistviech war jedoch glibbriger, als erwartet und flutschte einfach aus seinen zupackenden Fingern. Alles, was Urako in den Händen hielt, waren ein paar ausgerissene Marderhaare. Er stand auf, quetschte sich den dem in der Mitte sitzenden Varmikan vorbei und griff mit der Hand von oben in Firxas`Oberteil. Doch ehe er den Marder erreichte, spürte er bärenstarke Finger um sein Handgelenk. Firxas sah ihm in die Augen und Urako stierte hasserfüllt zurück. Er hielt dagegen, doch er konnte nichts dagegen tun, dass der größere Tiefling seinen Arm wieder von sich wegbog, ohne dass Urako das Mistvieh aus seinem Oberteil herauszerren konnte.

"Du hast den Schwanzlutscher nicht im Griff", giftete Urako, als er merkte, dass er körperlich nicht weiterkam.

Firxas verzog keine Miene. "Ist offensichtlich nicht meine Stärke." Seine Finger schlossen sich fester um Urakos Handgelenk und es knirschte.

"Arschloch. Fett, dumm und hässlich bist du. Morasa wird dich in einer Woche sitzen lassen, weil er sich zu Tode langweilt oder nen hübschen schlanken Alben in irgendeiner Absteige kennenlernt, während du brav in der Kaserne bist und unter Einsatz deines Lebens Geld ranschaffst. Was hat er dir alles versprochen, damit du in durchfütterst? Er ist arbeitslos und obdachlos. Nachdem Dave ihn abserviert hat, brauchte er ein neues Opfer, damit er nicht auf der Straße landet und das hat er ganz offensichtlich in dir gefunden. Nicht so reich und hübsch wie Dave, aber dafür schön blöde. Mal ehrlich, wer will dich schon haben? Du bist nichts als sein Futterautomat. Hat er dir von eurer wunderbaren gemeinsamen Zukunft vorgesülzt? Von einem hübschen Häuslein im Grünen? Och, wie süß, ich kotz gleich vor laute Rührung! Auf einem Friedhof spazieren zu gehen ist interessanter, als sich mit dir zu unterhalten, du Dumpfbacke, und wie du aussiehst, weißt du selber am besten. Keiner will dich, nicht mal Morasa. Hör auf, so scheiße zu gucken! Du ödest mich an."

Mit einer Armdrehung befreite Urako seine Hand, dabei schnitt er sich die Haut an den bärenartigen Klauen, was ihn jedoch nicht weiter interessierte. Firxas hielt mit der anderen Hand den Marder in seinem Oberteil fest an sich gepresst, damit er nicht wieder herausgeschossen kam wie ein Kastenteufel aus seiner Kiste. Er blickte reichlich bedeppert drein. Doch er tat nichts anderes, als Urakos Bewegungen zu verfolgen. Doch auch der starrte nur, abgrundtiefe Verachtung im Blick.

"Päh!", machte Urako schließlich, als Firxas nichts erwiderte, drängelte sich ein zweites Mal an Varmi vorbei, dem er nebenbei über das Haar strich und pflanzte sich wieder zu Gasmi auf seinen Platz. Firxas zeigte all die Zeit über nicht, was in ihm vorging, doch Urako kannte ihn gut genug um zu wissen, was nach diesem kurzen Schlagabtausch in ihm vorging. Zufrieden mit seinem Werk betrachtete Urako die vorüberziehende Landschaft.
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Re: Ankunft in Alessa

#163

Beitrag von Morasa » Mi 27. Dez 2017, 06:25

Morasa

verwandelte sich zurück in einen Alben. Unter Firxas Hemd sah es aus als wäre er schwanger geworden und das Kind wuchs rasend schnell heran. Mo schlüpfte nach unten heraus und grinste Urako breit über Firxas Schulter an.

"Hahahaha da ist aber einer böse! Volltreffer mitten in die runzlige Nudel. Beim nächsten Mal kastrier ich dich Pinky! Mit Arschloch, fett, dumm und hässlich meinst du wohl dich. Fehlt nur verquollen, verpickelt, vernarbt und verblödet. Nur dich will keiner haben. Da spricht aber die Wut aus dir. Tut dir deine kleine Nudel weh? Ich musste vielleicht genau zielen und das winzige Ding zu treffen. Eh Urako, dein Schwanz schmeckt wie ein altes Würstchen. Hat dir das mal wer gesagt? Wie Wellwurst."

Morasa lachte Tränen und umarmte Firxas dabei um den Hals. Er küsste seinen Mann auf den Mund.

"Hör nicht hin. Der ist voll eifersüchtig auf dich. Der ist selber total öde, du brauchst kein Haus von mir, Du hast selber alles. Ich bin bei dir, weil ich das so will und du bist genauso schön wie Dave. Aber wenn du willst, bekommt er den Rundgang auf dem Friedhof, mit Liegeprobe. Ich hab Spass mit dir und ich fühl mich gut bei dir und ich bin gerne mit dir zusammen genauso im Bett. Sehr gerne sogar. Sag wenn ich ihn nochmal beissen soll Firxas."

Mo legte seinen Kopf auf Firxas Schulter und beobachtete Urako. Dabei wurde er immer wieder von Lachanfälle geschüttelt.

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Re: Ankunft in Alessa

#164

Beitrag von Varmikan Eisseher » Mi 27. Dez 2017, 16:31

Varmikan sah wie der Marder auf die Schulter von Firxas kletterte. Der Frostalb hatte schon bei dem Auftauchen des Marders ein ungutes Gefühl gehabt. Dann schoss ihnen Morasa in seiner Marderform auch schon entgegen und einen kurzen Moment später schrie Urako jämmerlich auf. Noch während des gellenden Schreis, rannte der Marder zurück.

Varmi warf einen besorgten Blick auf Urako. Aber da zwängte sich dieser auch schon an ihm vorbei und versuchte sich Morasa zu greifen. Varmi konnte nur erahnen, was Morasa angestellt hatte und gleichgültig wie weiter er seine Fantasie spielen ließ, alle Möglichkeiten waren sehr schmerzhaft.

Genauso schaute Urako auch und er versuchte sich an Mo zu rächen. Allerdings verhinderte Firxas dass mit einem gezielten Prankengriff. Urako kam einfach nicht gegen die gewaltige Kraft des großen Tieflings an. Varmikan konnte beide verstehen, Urako wollte dem Gestaltwandler am liebsten den Hals umdrehen. Firxas hingegen beschützte seinen Kerl, gleichgültig dessen, was dieser wieder angerichtet hatte.

Urako gab letztendlich seine Racheversuche nach einem beleidigenden Wortschwall auf, verzog sich wieder nach hinten und strich Varmi dabei über die Haare. Der Frostalb schmiegte sich kurz gegen die Hand von Urako und schaute wieder nach vorne.

Gerade hatte er gehofft, nun würde endlich Frieden herrschen, nein da schaute er in das Waldalbengesicht von Morasa, der es sich nicht nehmen ließ, erneut wie ein Kesselflicker loszuschimpfen, diesmal allerdings mit blendender Laune. Was er getan hatte, erfuhren nun auch alle auf dem Rücken von Kariakin, einschließlich Kariakin selbst - er hatte Urako in die Nudel gebissen!

Varmikans Ohrspitzen wurden rosa vor Wut. Und dann lachte dieser Waldalb noch!

"ES REICHT!", donnerte Varmikan so laut er konnte und starrte Morasa stinksauer an.

"Sag mal stehst Du unter Drogen? Wir hatten eben vereinbart, dass auf dem Rücken von Kariakin Frieden gehalten wird. Firxas hat für Dich geschworen dass er Frieden hält, ebenso haben Urako und ich geschworen Frieden zu halten. Ich erinnere Dich Mo, Du möchtest in Frieden leben und nicht mehr gejagt werden.

Wer jagt hier eigentlich wen? Hat Urako Dich in die Nudel gebissen oder Du ihn?
Du möchtest Dein Blut ausgehändigt bekommen und in Ruhe mit Firxas leben.
In Ruhe! Wie soll der arme Ker dass mit Dir an der Seite hinbekommen?

Eine Woche mit Dir an der Seite und der ist reif fürs Sanatorium, der kommt in die Anstalt! Vielleicht solltest Du bei Deinen scheinbar ach so lustigen Racheaktionen mal an Firxas Gesundheit denken. Du beißt zu, Urako schreit auf, Kariakin erschreckt sich und buckelt und wir alle stürzen zu Tode.

War das Deine Planung Morasa?

Oder hattest Du einfach nur vor, auf Dein Blut zu verzichten?
Dann sag einfach, Varmikan Du ich hab es mir anders überlegt, jagt mich bitte weiter bis zum Tode.
Du kannst doch mit mir reden von Alb zu Alb.

Und jetzt hörst Du mir genau zu mein waldalbsicher Freund, Du hörst sofort auf mit diesen kindischen Aktionen und Du entschuldigst Dich hier laut und öffentlich. Zuerst bei Urako, weil Du ihn gebissen und verletzt hast. Danach bei Deinem Mann, da Du ihn blamiert und in Schwierigkeiten gebracht hast und danach bei uns allen, weil Du uns gefährdet hast.

Falls nicht lieber Mo, bitte ich Kariakin das nächste hohe Gebirge anzufliegen und Dich dort abzusetzen. Dann kannst Du zu Fuß nach Hause laufen.

Ich bin Dir sehr weit entgegen gekommen, mir liegt nichts an einer Fehde und ich möchte auch nicht das Firxas für Deinen Schabernack leidet, aber irgendwann ist auch mal bei mir Schluss und glaub mir, ich bin einiges an Sturheit gewöhnt, die mir sonst entgegen bläst von meinem eigenen Mann.

So stell das Lachen ein Morasa und entschuldige Dich. Dann verwandelte Dich zurück in einen Marder und verhalte Dich den Rest des Fluges so, dass Firxas nur Gutes über Dich erzählen könnte. Wir warten Mo",
sagte Varmikan streng.

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Re: Ankunft in Alessa

#165

Beitrag von Morasa » Do 28. Dez 2017, 00:25

Morasa

vergrub sein Gesicht an Firxas Schulter.

"Das war nicht mein Plan, aber der Albenhasser soll aufhören mein Mann zu beleidigen. Trotzdem hast du Recht Varmikan, dass war dumm. Wenn wir beide nicht aufhören, hört es niemals auf. Mein Biss tut mir leid Urako, ich entschuldige mich. Ich wollte dir nur so wehtun, wie du Firxas wehtust. Das war mein Grund. Ich sag es dir jetzt vernünftig. Hör bitte auf mein Mann zu beleidigen und schlecht zu machen. Er will dir nichts böses und ich will nur, dass er glücklich ist. Wenn er dir so egal ist wie du sagst, lass ihn in Ruhe. Du weisst nichts über uns oder was wir fühlen. Also halt dich raus. Ich halt meinen Mund jetzt genauso. Ich werde dich nicht mehr beleidigen. Sonst drehen wir uns dauernd im Beleidigungskreis. Der Biss tut mir leid, dass war hinterhältig von mir.
Firxas ich wollte dich nicht schon wieder mit den Nerven fertig machen. Es tut mir leid. Du beschützt mich immer, sogar wenn mich Urako wieder wütend macht. Es tut mir leid, dass ich wieder angefangen hab.
Ich möchte mein Blut gerne bekommen, ich will nicht drauf verzichten Varmikan. Es tut mir leid für alle, ich hab mich nicht wie ein Kamerad verhalten. Ich wollte mein Wort nicht brechen. Ihr habt geschworen genauso wie ich. Ich entschuldige mich bei allen."

Morasa klammerte sich an Firxas fest und gab ihm einen Kuss.

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Re: Ankunft in Alessa

#166

Beitrag von Kariakin » Fr 19. Jan 2018, 20:42

Kariakin flog die Gruppe von Alessa aus zurück nach Shohiro. Der große Greif dankte den Göttern dafür, dass der Rest des Fluges ohne weitere Komplikationen und Streitereien ablief. Es hatte alles mit einem Streit angefangen, es musste nicht auch mit einem Streit enden. Zumal scheinbar alles auf einem Missverständnis beruhte.

Damals hatte der Greif Morasa allein zurück zu den Geistern geflogen, dabei trug er dessen Reithirsch in seinen Klauen. Dem Greif erschien es, als wäre dieser Tag eine Ewigkeit her. Aino hatte sich damals darüber beschwert, dass Morasa sie vorher nicht über seine Ankunft mit Greif informiert hatte. Morasa hingegen konnte sie nicht informieren, da das Treffen zwischen ihnen rein zufällig stattfand.

Weder hatte der Waldalb noch der Greif gewusst, dass sie sich an diesem Tag über den Weg laufen würden. Es war eine Zufallsbegegnung, aus der sich am Ende Morasas Schicksal als Gejagter der Geister ergab.

Morasa hatte sich angegriffen gefühlt im Hof der Geister, er hatte zu seinem Bogen gegriffen und Aino ebenso. Ab dato eskalierte die Situation. Einige Leute versuchten den Waldalben davon zu überzeugen seine Waffe niederzulegen um zu reden, ihm sollte nichts geschehen. Morasa glaubte ihnen nicht und drohte sogar an, jemand mit auf die andere Seite zu ziehen. Seddik war es dann gewesen, der Mo von seinem Rücken geschossen hatte. Der Waldalb nutzte seine Fähigkeit als Gestaltwandler und verschwand als Marder so schnell er konnte.

Ab dato verlor sich erstmal seine Spur, bis der Waldalb rein zufällig bei Daves Bruder Ansgar auftauchte. Und auch dort vor Ort setzte sich die Auseinandersetzung fort. Urako und Varmikan waren nicht in friedlicher Absicht angereist, dass hatte man ihren Gesichtern entnommen.

Allerdings hatte sich durch Firxas nun eine ganz andere Situation ergeben. Dieser stand als Magier unter Ansgars Schutz. Und Firxas und Morasa hatten sich in Alessa kennengelernt und waren ein Paar, ganz zum Missfallen von Urako.

Kariakin landete nach einem langen Flug im Hof des Geisterhauses und legte sich ab, so dass seine Reiter besser absteigen konnten. Das große Geschöpf schaute einem nach den anderen ermahnend an. Sein Blick blieb an Morasa heften.

"Bleib ruhig und friedlich, damit Du Du Blut ausgehändigt bekommst", sagte der Greif freundlich und nickte Richtung Tür.

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Re: Ankunft in Alessa

#167

Beitrag von Varmikan Eisseher » Fr 19. Jan 2018, 21:48

Varmikan kletterte von Kariakins Rücken und streckte sich erstmal kräftig bevor er Richtung Tür lief. Der Frostalb schaute Morasa kurz an und nickte ihm knapp zu.

"Kariakin hat Recht. Ich hole Dir jetzt Dein Blut, warte hier mit Firxas. Es dauert hoffentlich nur einen Moment. Sobald Du das Blut in Händen hältst, trennen sich unsere Wege auf friedlicher Art. Ich bin gleich zurück", erklärte Varmikan müde.

Der lange Flug und der Streit hatten an seinen Nerven gezerrt. Varmi betrat das Geisterhaus und ging umgehend zur Schreibstube. Wie üblich saß sein Mann dort über den Büchern, neben ihm saßen Anwolf und Marcella. Dave schaute gut gelaunt auf. Varmikan umrundete einmal den Schreibtisch bevor sein Mann etwas sagen konnte und umarmte Dave felsenfest.

"Ich habe Dich vermisst Sternchen und ich habe mir unterwegs geschworen, sobald ich wieder bei Dir bin sage ich Dir wie lieb ich Dich habe. Ich liebe Dich und Du bist tatsächlich nicht die sturste Person auf ganz Asamura. Das musste ich Dir sagen", flüsterte Varmikan Dave ins Ohr und küsste ihn innig zur Begrüßung.
"Ich Dich auch Varmi, was war unterwegs denn los? Schön dass Du wieder da bist Klingenohr", freute sich Dave und erwiderte die Umarmung, sowie den Kuss.

"Das ist eine längere Geschichte und ich benötige Deinen Beistand. Wir sind zu Deinem Bruder nach Alessa geflogen und haben dort Morasa angetroffen. Du kannst Dir vorstellen was passiert, sobald Urako, ich und Morasa aufeinander treffen. Es kam zu einem heftigen Streit. Morasa war aber nun nicht mehr alleine, sondern er ist mit einem Burschen namens Firxas zusammen. Einem Magier, der Deinen Bruder um Hilfe bat. Folglich standen nun Firxas und Morasa unter dem Schutz Deines Bruders. Was gar nicht so schlecht war, denn letztendlich konnten wir uns so friedlich einigen.

Kurzum um es auf den Punkt zu bringen Schatz, Morasa möchte nicht länger von uns gejagt werden, er möchte einfach nur in Frieden mit Firxas leben. Ebenso ergeht es Firxas, der Mann möchte einfach mit Mo glücklich werden. Das wir Morasa überhaupt nicht gejagt haben, zwecks Tötung, wusste der Alb nicht. Wie dem auch sei, Morasa und Firxas haben geschworen keinem der Unseren ein Leid zuzufügen. Im Gegenzug haben wir geschworen ihn und Firxas kein Leid zuzufügen und ab sofort friedlicher, getrennter Wege zu gehen da sich die Sache damals unglücklich hochgeschaukelt hat.

Keiner von uns möchte ständig über die Schulter schauen, ob nicht irgendwo ein Waldalb mit gespannten Bogen lauert. Und selbst wenn wir ständig über die Schulter schauen würden, ein Pfeil fliegt weit, wir müssen Mo dafür nicht einmal sehen. Denk an unsere Familie und an die Gilde. Ich habe in unserem Namen zugesagt Dave. Firxas bat für seinen Mann um die Aushändigung seiner Blutphiole. Dies war Teil unserer Abmachung, bitte händige mir die Phiole aus, damit ich sie an Firxas weiterreichen kann. Firxas und Morasa warten draußen im Hof",
erläuterte Varmikan freundlich.

"Etwas ähnliches hat Aino vor einiger Zeit gesagt. Gut ich händige Dir die Phiole aus und werde später Aino und Pavo darüber informieren. Beide haben letztendlich ebensowenig den Tod von Morasa gewünscht wie Du oder ich. Sie hatten ihm damals im Hof eine Chance geben wollen, die Mo nicht begriff. Ich werde ihm die Phiole aushändigen, in Deinem Beisein versteht sich", antwortete Dave.

Der Magier stand auf und tippte auf das Kassenbuch.

"Solange ich weg bin, hütest Du das Kassenbuch Wolfi", schmunzelte Dave.
"Zu Befehl, ich werde es hüten wie meinen Augapfel", grinste Wolfi.
"Davon gehe ich aus, bis gleich", grinste Dave zurück und ging direkt in sein altes Quartier, in dem nun seit geraumer Zeit Wolfi lebte. Varmikan folgte seinem Ehemann auf dem Fuße.

Der Naridier öffnete in dem Zimmer den großen Tresor, ging die Blutphiolen durch und entnahm die von Morasa. Danach verschloss er den Tresor wieder sorgfältig. Gemeinsam mit Varmikan ging er hinaus in den Hof.

"Wer ist Firxas? Der Tiefling?", hakte Dave nach.
"Ja richtig, der graue Tiefling", bestätigte Varmikan.

Dave ging auf den großen Tiefling zu und reichte ihm die Phiole.

"Euere gemeinsame Abmachung lautet, jede Seite hält sich an den gegebenen Schwur. Unser Beweis der Friedfertigkeit ist laut meinem Mann, dass wir Dir das Blut von Deinem Partner Mo aushändigen. Hier ist es. Damit hätten wir unsere Abmachung erfüllt Firxas. Es freut mich, dass wir uns letztendlich doch noch friedlich einigen konnten", erklärte Dave dem großen Tiefling freundlich und ging dann zu Morasa.

Dave musterte den Waldalben einen Moment, ehe er etwas zu ihm sagte.

"Es tut mir leid wie alles gelaufen ist Morasa. Ich habe Dich durch Varmikan nicht anwerben lassen, damit wir Dich danach jagen und töten. Ich habe Dir auch nie etwas Böses gewollt. Ebenso wie Du habe ich mir eine Freundschaft erhofft. Ich mochte Dich und ich war bereit Dir eine Chance zu geben, sogar die eine oder andere mehr, nach einigen Schnitzern.

Wir alle haben wohl zuviel in den falschen Hals bekommen. Aber damals im Hof, da hast Du überreagiert. Ich schwöre Dir, die Aufforderung von Aino, Jeelen und auch mir war absolut ernst gemeint. Hättest Du Deinen Bogen fallen gelassen, wärst Du nicht getötet worden. Du warst ein Bruder Morasa. Sicher wärst Du vielleicht bestraft worden und Du wärst vielleicht für einige Tage in die Zelle gekommen. Aber nicht um Dich zu meucheln, sondern weil Du Deine Geschwister aus der Gilde mit dem Bogen bedroht hast. Niemand lässt sich gerne bedrohen Morasa, dass ist wohl ein Fakt. Wie Du selbst auf Drohungen reagierst, weißt Du nur zu gut.

Aber das es so endet zwischen uns, das habe ich nie gewollt. Ich habe Dich suchen lassen um die Sache zwischen uns klar zu stellen Mo. Ich habe Dich als Kumpel gemocht, ich hätte mir Deine Freundschaft gewünscht. Drum händige ich Deinem Partner Dein Blut aus und wünsche Dir das Beste für Eure Zukunft. Geh in Frieden Mo und passt auf Euch auf",
erklärte Dave freundlich, ehe er sich wieder an Varmikans Seite gesellte.

"Ich wünsche Euch ebenso das Beste, allen voran Dir Firxas. Vor allem wünsche ich Dir starke Nerven", grinste Varmikan.

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Re: Ankunft in Alessa

#168

Beitrag von Urako » Sa 20. Jan 2018, 07:44

Urako war völlig aus dem Konzept, weil Morasa plötzlich eingelenkt und sich entschuldigt hatte.

"Aheeeeerm", machte er, so wie er im Gespräch öfters irgendwelche sinnlosen Geräusche erzeugte, um sich Zeit zum Nachdenken zu verschaffen. Natürlich war Firxas ihm nicht halb so egal, wie er sich das wünschte. Allerdings war das noch vorhandene Interesse rein Urakos Stolz geschuldet.

"Gut, ich geb`s zu. Firxas ist mir nicht egal. Ich will ihn nicht zurückhaben, aber es kotzt mich an, dass er dich jetzt hat. Er sollte allein bleiben und mir den Rest seines Lebens hinterhertrauern, während ich mir mit Gasmi ein schönes Leben mache. Das hätte er verdient, dafür, dass er mich sitzen ließ. Ist leider anders gelaufen. Aber was soll`s. Vielleicht ist es ja Strafe genug für ihn, dass er schon wieder so einen anstrengenden Kerl abgekriegt hat. Andererseits war er ja mit mir auch rundum glücklich", behauptete Urako. "Und ich kann auch anstrengend sein, ist ja nicht so, dass ich das nicht weiß. Dann wird er es vielleicht auch mit dir. Nicht, dass ich das einem von euch beiden irgendwelches Glück gönnen würde. Aber ich kann es ignorieren. So können wir verbleiben. Ja."

Sich selber entschuldigte Urako natürlich nicht. Er hatte ja auch nichts falsch gemacht.
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Re: Ankunft in Alessa

#169

Beitrag von Firxas » Sa 20. Jan 2018, 08:09

Firxas war froh, dass Morasa und Urako nun wenigstens einen Waffenstillstand ausgehandelt hatten. Er selber nahm sich vor, niemals je mit Morasa zu zanken. Der kleine Kerl konnte derart bösartig werden, dass es Firxas unheimlich war. Den Rest des Fluges hielt er engen Körperkontakt zu ihm. Terc widerum kletterte andauernd über sie hinweg und quetschte sich mal hierhin, mal dahin, ehe er sich dafür entschied, sich an Firxas`Vorderseite zu klammern, so dass der aussah wie jemand, der zwei Rucksäcke trug, einen auf dem Rücken und einen am Bauch. Er war groß und kräftig genug, dass es ihm nicht unbequem wurde. Dennoch würde er Terc gern irgendwie loswerden, der ihn langsam aber sicher zu stören begann.

In Shohiro angekommen war er froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Er hatte den Flug kein bisschen genossen. Ihm tat alles weh und es ärgerte ihn, dass er nicht hatte selber fliegen können. Varmikan verschwand kurz. Zwei Zentauren kamen an seiner Statt angetrappelt, um die Neuankömmlinge zu begrüßen. Zuerst die heimgekehrten Familienmitglieder, dann die Gäste. Der Zebracentaur drückte jedem einen Pappbecher in die Hand und schenkte ihnen aus einer Kanne frischen Kaffee ein.

Der Ponycentaur musterte Firxas interessiert. "Du musst Firxas sein. Urako hat uns viel von dir erzählt."
Firxas zog ein gequältes Gesicht. "Nur Schlechtes, nehme ich an."
Das Kerlchen grinste. "Natürlich. Hier, nimm einen Keks. Den kannst du in den Kaffee einditschen. Geheimtipp von Enzo."

Auch Morasa bekam einen Keks, dann Urako und Kariakin.

Varmi kehrte zurück mit Dave, der Mann, der Morasa hatte abblitzen lassen und den Urako scheinbar bewachte. Er wirkte etwas kühl, aber nicht unsympathisch. Firxas` Typ war er allerdings nicht. Dafür wirkte er zu sehr wie ein Zivilist, ihm fehlte das Ungehobelte, Raue, das Firxas anzog und von dem Morasa geradezu übersprudelte. Dave war zu steif und förmlich, zu penibel gepflegt, wirkte in seiner Robe wie ein Bibliothekar oder Bilanzbuchhalter, obwohl Firxas dessen beträchtliche magische Fähigkeiten durchaus spürte. Morasa hingegen war eine Kratzbürste ohne Manieren, lief in einem zerfetzten geringelten Schlafanzug herum und Firxas liebte ihn dafür, dass er so war.

Dennoch erfüllte ihn Wehmut, als er Dave und das Haus sah. Urako hatte es am Ende doch nocht geschafft, eine Familie zu finden, in der er sich bestens aufgehoben zu fühlen schien. Scheinbar konnte man seine endlos vielen Macken hier auch gut ertragen. Vielleicht musste man ja so ein förmlicher Mensch wie Dave sein, um das auszugleichen oder so ein kleiner naiver Sonnenschein wie Gasmi es zu sein schien. Firxas`Hand schloss sich fest um die von Morasa. Sie würden es genau so schaffen. Auch sie würden sich ein zu Hause aufbauen!

Firxas nahm die Phiole entgegen und spürte. Ja, das hier war tatsächlich Morasas Blut. Einen Augenblick lang hatte er noch befürchtet, dass man sie übers Ohr hauen würde. Dave entschuldigte sich bei Morasa und machte reinen Tisch. Seine Worte klangen aufrichtig. Auch Firxas sprach er die besten Glückwünsche aus. Sogar Varmikan schloss sich dem an.

"Danke", erwiderte Firxas knapp und nickte kurz.

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Re: Ankunft in Alessa

#170

Beitrag von Morasa » So 21. Jan 2018, 10:19

Morasa

sprang von Kariakin. Morasa hatte ein schlechtes Gefühl in dem Hof. Hier wollten sie ihn töten und der fette Ork von einem Albenhasser hatte ihn angeschossen. Varmikan war als erster vom Greif gehüpft und war ins Haus gegangen. Mo war nervös. Er wusste nicht, ob der Frostalb sein Wort halten würde. Vielleicht wollte er Firxas und ihn verraten. Der Greif war freundlich und sagte er sollte ruhig bleiben. Der konnte gut schwatzen, ihn hatte keiner angeschossen. Aber Mo blieb ruhig. Er ignorierte den widerwärtigen Urako und schaute in die andere Richtung. Am liebsten hätte er ihn für die Worte erwürgt, aber er blieb völlig ruhig den er hatte sein Messer abgegeben.
Varmikan kam mit Dave zurück. Morasa starrte Dave an. Er fragte nach den Tiefling und Varmikan sagte wer Firxas war. Er gab ihm ohne zu zögern sein Blut. Mo wusste nicht was er sagen sollte und schaute Firxas an. Danach kam er zu ihm. Er erklärte Mo, dass es ein Missverständnis war. Und dass er nicht gewollt hatte, dass es so kam. Er schwor es sogar.

"Das glaub ich dir Dave. Aber niemand denkt bei einer Gruppe wie hier, dass er nicht getötet wird. Du hättest es deinen Leuten nicht geglaubt in meiner Lage. Du hättest genauso gedacht die würden dich töten. Wenn ihr das nicht wolltet ist das gut. Dann müsst ihr mich jetzt nicht mehr jagen. Wir haben geschworen, dass wir euch nichts tun. Und ihr habt genauso geschworen. Niemand lässt sich gern bedrohen, dass stimmt. Aber angefangen hat der Albenhasser Urako und nicht ich. Er hat  mich vor allen schlecht gemacht. Dann ist er selber schuld. Wenn er mit alle Leute so umgeht, muss der sich nicht wundern das den jeder umbringen will. Aber ich hab mich entschuldigt für meinen Mann Firxas und das meine ich so. Ich will dass er uns in Ruhe lässt. Und ich will, dass ihr euer Wort haltet, dass Firxas und ich in Ruhe leben können.
Ich hab dich genauso als Kumpel gern gehabt, sogar mehr. Wir hätten Freunde und Kameraden sein können. Aber was du in der Stadt gesagt hast, war nicht fair Dave. Du kannst mir sowas nicht sagen und dann denken, wir sind einfach Freunde. Wenn du nicht willst, dass es einer versucht sei leise. So denkt jeder du überlegst dir das noch. Wolltest du nicht, hast du nicht. Vielleicht bist du da genauso blöd wie ich, keine Ahnung. Trotzdem überleg was du sagst. Ich muss das genauso lernen. Ich mag dich Dave und für mich trennen wir uns in Freundschaft.  
Danke für die guten Wünsche für Firxas und mich. Das gleiche wünsche ich dir und Varmikan. Wegen der Jagd, ich hab deinen Mann gesagt, dass ich ihm nicht helfen würde. Aber falls du meine Hilfe brauchst werde ich dir helfen. Aber dann nicht allein, nur mit mein Mann. Danke dass du uns das Blut gegeben hast Dave. Früher hätte ich dich zum Abschied gedrückt, aber jetzt nicht mehr. Ich drück keine fremden Männer, nur mein Mann Firxas. Und danke dass du dich von mir verabschiedet hast und die Sache richtig gestellt hast."

Mo stellte sich ganz dicht neben Firxas.Zwei Zentauren brachten Kaffee und Mo sein Magen knurrte laut. Er bekam einen Keks in die Hand gedrückt, den er direkt runterschlang.

"Darf ich einen Kaffee und noch einen Keks haben bevor wir gehen? Und willst du einen Düsterling haben? Wir haben einen übrig und der klebt an Firxas wie Scheisse am Schuh. Den werden wir nicht los. Ihr habt ja schon einen Düsterling. Vielleicht könnt ihr noch einen gebrauchen. So ist der ganz nett, aber er ist zu anhänglich. Er war schwer verletzt und der Heiler von deinen Bruder hat ihn wieder hinbekommen. Willst du ihn haben? Der bleibt dann in der Familie. Dein Bruder ist ganz nett Dave, der hat uns ohne was geholfen. Der schwarze Buckel auf Firxas, dass ist Terc. Den geben wir ab. Willst du ihn.?"

Morasa küsste seinen Mann und grinste ihn an. Das war die Gelegenheit den Düsterling los zu werden. Mo war unendlich erleichtert, dass alles gut gelaufen war. Wenn sie Terc nicht quitt wurden, dann würden sie den Düsterling eben mitschleppen. Der Waldalb freute sich ein richtiges leben mit Firxas anzufangen. Plötzlich zuckte er zusammen.

"Dave kannst du einen Freund für mich suchen? Ich suche Mauli! Er ist ein Ghul und du kennst ihn. Bitte, ich hab ihn verloren und ich muss ihn wiederfinden. Er wird allein nicht zurecht kommen. Firxas wir müssen Mauli mitnehmen. Er ist total lieb und harmlos. Dave bitte such ihn für mich ja? Ich hab nichts was ich dir dafür geben kann. Aber mach das ja?."

Morasa schaute Firxas ernst an.

"Mauli dürfen wir nicht vergessen. Ich bin echt ein mieser Kamerad. Er hat mein Leben gerettet. Er hat Crize und Aksoy zu mir geführt, damit die mich heilten. Und er sollte mir folgen. Aber ich war am falschen Ort. Richtig war der Ort schon, sonst hätten wir uns nicht getroffen. Aber ich wollte zu einen anderen Ort reisen. Da ist er sicher hingelaufen und sucht mich. Firxas wir müssen Mauli retten. Ohne Mauli gehts nicht."

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